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Thema: Produktionsstandort Deutschland

  1. #26
    pjesma
    Status: ungeklärt

    AW: Produktionsstandort Deutschland

    ich habe es auch nicht polemisch und spielerisch gemeint, liebe andrea. ich denke auch dass keiner meiner antworte dich zufrieden stellen könnte, weil ich mich nicht festgelegt habe und nicht festlegen werde...ich wandere rum. ich bewege mich (egoistisch?) überall wo und wann ich mir inspiration holen kann.
    es gibt wenige sachen die mich auf die palme bringen können, und wenn sie auftreten, dann reagiere ich, wenn ich es nicht vermeiden kann. aber auf vieles hab ich gelernt mit hand abzuwinken und nicht ernst zu nehmen. ich laufe nicht blind durch die foren, aber überall wo ich da lese oder schreibe, interessiert mich die schreibe selbst am meisten. nein, am einzigsten, eigentlich.

  2. #27
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Produktionsstandort Deutschland

    kann ich einerseits nachvollziehen, andererseits dann aber nicht. weil's denn doch ein paar dinge gibt, denen ich mehr bedeutung zumesse als meinem wunsch (und allem was damit in zusammenhang steht) zu schreiben.


    das hält jeder so, wie er will. ich lese immer mal wieder hier herein, weil ich so manches, das der hausherr so von sich gibt, demokratiepolitisch für einigermaßen grenzwertig halte. und ich halte es für notwendig, in regelmäßigen abständen darauf hinzuweisen, dass es hier auch und das nicht zu knapp um politische haltungen geht (ist ja auch kein zufall, dass der hermes mit "politik literatur gesellschaft" untertitelt).


    soll keiner sagen können, er habe nicht gewusst, welche geisteshaltung hier gepflogen wird. mit freiheit, pjesma, hat sie ganz und gar nichts zu tun.


    andrea

  3. #28
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Produktionsstandort Deutschland

    Liebe Andrea,


    kannst Du nicht ein wenig konkreter werden? Ich würds ja gern verstehen. So viel ich bis heute verstanden und gelesen habe, sind in diesem Forum unendlich viele unterschiedliche Meinungen, Ansichten, Einsichten, Querschläge, Nackenschläge, Aufbauspritzen, Seelentröstungen, Beleidungen, Belobigungen, Niedermachungen, Hilfestellungen usw. zu finden... dazu auf allerlei Niveau, aus allerlei Lagern, aus vielen Bewusstseinsschichten, aus verschiedenen Ländern, aus rechten und linken und horizontalen und vertikalen Ecken, von Männlein, Weiblein - vermutlich auch Schwulen und Lesben und Androgynen (die letzteren ohne Beweisgarantie meinerseits), von Multiplen und Einfältigen....
    Ist das nicht ne schöne bunte Mischung?? Ausserdem nennt es sich doch schon das best- oder meistgehaßte Forum... Ist das noch zu toppen? Ach, ich wink mit Pjesma ab.... lohnt es sich wirklich, sich darüber Gedanken zu machen????


    Wenn ja, erklärs mir genauer!


    Und dann zahl ich tatsächlich auch noch Kirchensteuer, obwohl ich den Verein nicht nutze und der auch überall seine fleckigen Gewänder rumliegen lässt. Warum wohl!?

  4. #29
    pjesma
    Status: ungeklärt

    AW: Produktionsstandort Deutschland

    doch hat es, so lange mann nirgendwo fest dazu gehört. insoweit ist es schwierig weil mann schwebt freundelos, immer angreifbar und nie eine mehrheit hinter sich hat die einem die rücken stärkt. aber damit lebe ich gerne, und auch mit missverständnissen-viel lieber als angekettet an eine einzige meinug. ich würde nie in einem feinem gesellschaft "verdammte scheiße" sagen, und nie in einem biker club erwarten dass der haarige rowdie- mann mir die jacke hoch hält zum anziehen. muß ich mich entscheiden wo ich hin will? bin ich verlogen wenn ich sage dass ich keines vom beiden missen will?
    erwartest du von mir dass ich mich gegen todesstrafe äußere? einer hat schon in netz erwartet dass ich mich mir die asche auf das haupt streue, pölitische korrektnis beweise, und ich habe es nicht gemacht.
    ich behalte mir recht auf meine irrtüme. ich behalte mir den recht nicht im recht zu sein. was ist daran falsch?

  5. #30
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Produktionsstandort Deutschland

    nein, ich erkläre ganz sicher nichts genauer. weil ich ja davon ausgehe, dass hier erwachsene menschen sind, die sehr wohl in der lage sind, sich selbst etwas erklären zu können und dies ja auch tun.


    wenn du dieses forum mit der kirche vergleichst, dann scheint es ja durchaus ähnlichkeiten (z.b. autoritäre strukur) in unserer sichtweise zu geben. in der bewertung (und v.a. in den konsequenzen) dessen, das wir sehen, gibt es ganz offensichtlich schon unterschiede. und wenn die "fleckigen gewänder" nicht nur irgendwo rumliegen, sondern sich als grundhaltung in manifesten und hauspostillen niederschlagen, dann zahle ich nur nichts, dann möchte ich da auch nicht mitlaufen.


    andrea

  6. #31
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    AW: Produktionsstandort Deutschland

    Andrea, Du hast hier schon seit drei Jahren eine Funktion. Die übst Du auch fein aus. Dafür möchte ich Dir danken. Du bist in Deinem Denken den Nazis wohl um vieles näher als ich, denn Du denkst schematisch und beißt sofort um Dich, wenn ein paar Begriffe fallen, deren Umfeld und, wie wir Halbgebildeten sagen, Konnotation Du nicht mitdenkst. (Deine mangelhafte Bildung in bezug auf das Deutsche gibst Du schon dadurch kund, daß Du in neuer Orthographie, jedenfalls zu 98,5%, schreibst.) Wenn Du dann aufgefordert wirst, Deine Behauptungen zu belegen, dann kömmt da nichts, statt dessen schlägst Du im Brustton eigener unerschütterlicher Überzeugung gesinnungsfest weiter mit Schlagworten zu. Das haben die Nazis/Kommunisten, jedenfalls die üblen, auch so gemacht. Wozu diskutieren, wenn man stigmatisieren kann?


    Bring ein paar Belege für Deine Meinungen, andrea.


    Daß ein Verlag für sich beschließt, im Inland mit Inhämischen zu produzieren, kann so nichts Schlechtes sein. ich halte es für moralisch, möchte aber ergänzen, daß ich überlegen sollte, ob ich das Verdikt um einen Satz erweitere, vielleicht diesen hier: "Wir produzieren im Ausland nur mit Ausländern." Wir schreiben schließlich nicht, daß wir NUR in Deutschland produzieren. Und auch für den Fall, daß das geschrieben würde, könnte man darin kaum etwas Aufregung erzeugen, es sei denn, man wolle sich grundsätzlich aufregen. Übers Wetter, die steigenden Milchbonbonpreise oder die Regierung "Brüning". Ich sehe jedenfalls nichts Schlechtes in dem lokal begrenzten Anspruch als in dem, da zu produzieren, wo es am billigsten ist.
    Fragen wir nach weiteren Intentionen: Deutscher ist man bei uns nicht durch das Blut, sondern durch die Gesinnung. Auch ein Puertorikaner oder Eskimo kann bei uns Deutscher werden. Denn Deutscher ist man bei uns nicht von Geburt, sondern durch einen Akt des Willens. Ich bitte das zu berücksichtigen. Steht alles im Manifest. Aber ich bin jetzt zu faul, Dir das Zitat zu suchen. Ich habe die Unterschiede zu linkem und rechtem Denken mehrmals deutlich herausgearbeitet, erst kürzlich wieder...
    In einem aber machen wir uns angreifbar: Die westliche Demokratie mit kapitalistischem Duktus (viele nennen das Plutokratie) wird von uns abgelehnt. Das ist richtig.
    Zur Todesstrafe haben wir einen Ordner geführt. Daraus kannst Du Dich bedienen.


    Aber ich seh schon, Du bist eigentlich bloß gekommen, um zu stänkern. Oder willst Du ausnahmsweise einmal eine (unseren jeweiligen Möglichkeiten gemäß) konstruktive Diskussion? Dann leg mal etwas vor! Bedenke aber, daß bei uns das Schreiben etwas Endgültiges hat. Wer sich hier anmeldet oder schreibt, besitzt kein Lösch-Recht. Dafür darf jeder schreiben, auch als "Unangemeldeter". Das ist hier schließlich ein privater Laden, der dementsprechend ein Hausrecht verfügt, an das sich jeder halten muß, der hier schreibt.

  7. #32
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Produktionsstandort Deutschland

    "Daß ein Verlag für sich beschließt, im Inland zu produzieren, kann so nichts Schlechtes sein."


    So steht es nicht im Manifest, dort steht nämlich:


    "Wir produzieren in Deutschland nur mit einheimischen Arbeitskräften."


    Darüber hab ich übrigens noch weiter nachgedacht. Wie ist das, wenn ihr ein Buch in die Druckerei gebt? Geht da der Deutschtumgesinnungsprüfer durch die Druckerei und prüft die Belegschaft, ob sie auch die richtige deutsche Gesinnung hat?
    Davon abgesehehn:
    Der Newcomer-Verlag ist ein Miniverlag, seine Arbeitskräfte werden sich in (engen) Grenzen halten. Und dass ein Verlag muttersprachliche Lektoren beschäftigt liegt doch völlig auf der Hand. Warum also dieser Hinweis? Welchen Zweck verfolgt er? "Fremdgesinnungsfreiheit" zu dokumentieren?
    (Und wie ists mit Putzmann/Putzfrau? Die wird vermutlich dem Gesinnungstest unterzogen worden sein.)




    Und sag: Worin besteht den die deutsche Gesinnung - im Gegensatz zu anderen Gesinnungen? Welche Gesinnung zeichnet den Franzosen, den Italiener, den Eskimo usw. aus? Und wie schaut denn der Willensakt aus, mit dem man dann deutsch wird? Was darf ich mir darunter vorstellen?


    "Das haben die Nazis/Kommunisten, jedenfalls die üblen, auch so gemacht" - auch das wieder ein typischer "Wolkenstein".


    Es ist völlig sinnlos, mit dir zu diskutieren. Es haben ja auch diejenigen, die Rückgrat und eine andere politische Überzeugung als du bezügl. der Frage der Todesstrafe haben, das Forum verlassen.


    Ich möchte nicht mehr und nicht weniger, als gelegentlich darauf hinzuweisen, was das für ein verworrenes reaktionäres Geschwafel ist, das den geistigen Grund dieses Verlages bildet. Diese Funktion werde ich auch weiter ausüben,


    Andrea

  8. #33
    rodbertus
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    AW: Produktionsstandort Deutschland

    Wer Rückgrat hat, der verläßt eine Diskussion nicht. Der hält dagegen. Der hat einen Standpunkt, aber nach der Diskussion reicht man sich die Hand und arbeitet zusammen an etwas. Das ist Rückgrat. Abhauen kann jeder.


    Wir putzen selber.


    Drucker schauen wir uns an. Wir nehmen auch nicht jeden, da kann er deutsch sein, wie er will. Gute Hände, gute Augen und eine gewisse Form der Freundlichkeit sind ausschlaggebend. Manchmal vergesse ich darüber, denjenigen, der da in meiner Sprache mit mir spricht, zu fragen, ob er denn auch ein Deutscher sei. Also einer mit deutschem Großpapa oder zumindest mit einer Nichte aus Wien. (Und vergesse darüber, daß wir ja ganz andere Kriterien haben. Ich werde mir sozusagen selbst untreu.) Wenn nicht, dann muß mir ein Blick in die Augen genügen, da erkenne ich dann schon den Freund oder Bruder. Aber einen Ausländer nehmen wir eben auch nicht. Mit dem produzieren wir gegebenenfalls in seiner Heimat. Manchmal verstecken sie sich aber. Und manchmal sind auch die, die sich Deutsche nennen, alles andere, bloß das nicht. Die nehme ich dann auch nicht. Wir müssen einander ja verstehen können. Ist doch klar. Ich werfe übrigens auch alle in einer mir fremden Sprache abgefaßten Briefe schnurstracks in den Papierkorb, auch email in fremdländisch wandern sofort auf die Ausschlußliste. (Hab mir sagen lassen, daß das französische Innenministerium das auch so handhabt.) Sollen sich gefälligst mir anpassen, wenn sie was wollen, die Herren und Damen aus Übersee und sonstwoher.
    Mit den Druckern haben wir aber unsere Probleme. Bislang hat uns noch jeder übers Ohr gehauen. Vielleicht überdenken wir unsere Politik in diesem Punkt?!

  9. #34
    pjesma
    Status: ungeklärt

    AW: Produktionsstandort Deutschland

    nun ja. da mu? ich sagen dass ich die sachen leider verkaufe die nicht die einheimische produziert haben. niedliche kleine blumen puppen die von chinesischen und thailändischen kinder für pfenig kramm produziert werden und eingeflogen werden. da wäre meine gewisse aber ruhiger hätte ich es aus erwachsene einheimische produktion beziehen können. die aber ein stundenlohn hat der mit dem stundenlohn der kinder nicht zu vergleichen ist, und demzufolge, egsisitiert gar nicht mehr. es wird einfach nicht angeboten. ich trifte ab, ja...oder auch nicht...? ich betone meinen kunden dass die freilandrosen auch aus einheimischen gärtnereien sind, die ich verkaufe, und betrachte mich nicht als nazi deshalb. ich kaufe auch fleisch bei unserem metztger im ort, und nicht im nechstgrößerem ort, wo es vielleicht billiger ist und mehr auswahl, weil eben ich nicht wünsche das unser ort unseren metzger an pleite verliert. dann muß ich womöglich immer in größeres ort fahren, und nicht die treppe runter auf die andere strassen seite rennen.
    hab ich thema verfehlt?

  10. #35
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Produktionsstandort Deutschland

    Liebe Andrea, du scheinst mir recht beflissen in deinem Bemühen, hier abzukanzeln.
    Robert von Wolkenstein ist einer der feinsten Netzmenschen, die ich getroffen habe. Würdest du dir wirklich Mühe machen und lesen, statt dich in deiner Verletztheit zu suhlen, würde mir vielleicht klarer, was und wen du hier warum angreifst.

  11. #36
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Produktionsstandort Deutschland

    Kein bißchen, pje-sma. Allerdings sind Deine Gründe rein pragmatischer Natur, wie ich finde. Aber vielleicht ist das bei mir nicht anders. Ich würde mir nur gerne einbilden wollen, daß ich ein Ideal verfolge. Das Ideal besteht darin, daß jedes Land (jede politische Einheit) sich selbst versorgt und das Beste ausführt bzw. einführt, damit andere daran teilhaben können. Was es nicht selbst kann. Das Verdikt, das Billigste zu nehmen, ist Raub an der Natur und am Menschen. Ich denke, man sollte auf ausländische Billigprodukte (auf der ganzen Welt) so hohen Zoll schlagen, daß sie ihren Billigcharakter verlieren. Wie unsinnig ist es, wenn ich in Malchow/Mecklenburg Milch aus Barcelona kaufen kann, nebenan aber eine Molkerei dichtmachen muß? Unsinnig. Sinnig aber im Sinne eines globalen Wirtschaftsimperialismus (wie wir wissen, ist die Macht in den Händen weniger), der Denken und Produktion uniformiert und letztlich so schalten und walten kann, wie es ihm beliebt.


    Billig übrigens hat einen interessanten Bedeutungswandel hinter sich. Einst hieß es: gerecht.

  12. #37
    pjesma
    Status: ungeklärt

    AW: Produktionsstandort Deutschland

    dieses ideal ist eine utopia. weil nicht alle alles haben. ein austausch muß es geben,es ist bereicherung, wenn es mit sinn betrieben wird. an dem punkt finde ich selbstversorgung als selbstisolation, als freiwilliges verzicht, fast genau so wie ich spanische erdbeeren im februar scheiße finde.

  13. #38
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Produktionsstandort Deutschland

    Das ist eben der Spagat, der zwischen natürlichem Lauf der Dinge und Menschenmacht. Wenn Erdbeeren im Februar erwünscht sind, dann wird Mensch es möglich machen.
    Ich glaube aber nicht, daß Andrea diese Frage vor Augen hatte. Und darum will ich fortan dazu schweigen und abwarten, in welche Richtung sich das Schifflein bewegen will.

  14. #39
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Produktionsstandort Deutschland

    entweder ihr lest nicht, was wolkenstein so von sich gibt, oder ihr glaubt, dass das witzig ist, oder ihr nehmt ihn nicht für voll oder ihr habt schmerzgrenzen, die ich einfach nicht nachvollziehen kann.


    ist nicht verletztheit, sondern eher ein verdammt komisches gefühl: da stehen sätze (und doch ganz aktuell schon wieder hier in dem ordner), die einem doch nicht egal sein können. und was passiert: nichts, schulterzucken, nein, noch nicht mal das. darin (und nicht darin, pjesma, so eine art dritte welt laden für deutschland zu sein) drückt sich - soweit nachvollziehbar - das deutschtum hier aus.


    andrea

  15. #40
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    AW: Produktionsstandort Deutschland

    Du bist ein Morgenmuffel, Andrea, gell? Mußt Du immer so früh raus? Dein Zugang ist chello, nehme ich an. Du liest hier eifrig mit. Warum eigentlich? Und behauptest mit zunehmender Intensität ziemlich gehässige Dinge, natürlich mußt Du dafür den Beweis schuldig bleiben. Das ist ja die Methode der Gehässigkeit: Sag etwas Unfreundliches über jemanden/etwas, bleibe jeden Beweis schuldig, sei nur recht gemein und mische Deine Gemeinheiten mit einer Spur moralischer Entrüstung, die Dich im Sonnenlichte des Pharisäers dastehen läßt, der aufs Dunkel zeigt und das Wirken des Teufels mutmaßt. - Etwas bleibt schon hängen, wenn nicht im Augenblick, so doch fürderhin.

    Ich will Dir ein paar Fragen beantworten, die Du weiter oben stelltest. Dann aber würde ich gern, da dies ja hier ein literarisches Forum ist, gern einen literarischen Text von Dir lesen. Wenn Du den nicht parat hast, keine Belege für Deine Behauptungen liefern kannst und eigentlich an einer Diskussion gar nicht interessiert zu sein scheinst - wie erklärst Du andernfalls einen Satz wie diesen:
    erstellt vom Muffel andrea: Es ist völlig sinnlos, mit dir zu diskutieren.
    ? -, dann, ja dann würde ich Dich doch bitten wollen, Deine Zelte andernorts aufzuschlagen.
    Verehrtestes über 40jähriges Mädel! Du bist hier, wenn ich als Dein Papa Dir das mal erklären darf, hier bei mir zu Gast und benimmst Dich wie eine Saukeule: Rein, meckern, alles umschmeißen wollen, die anderen Gäste und Freunde des Hausherrn beschimpfen, den richtig vollmüllen, auf seine Fragen nicht antworten, Mitarbeit verweigern und dann auch beleidigt sein, wenn man es Dir sagt... Also, Manieren nenne ich das nit. Schäm Dich, Mädel!

    (Deine erste Reaktion, vermute ich: "Dieser bläde verpupte Arsch nennt mich Mädel! Sexistisch ist der auch noch." Nun, es heißt DAS Mädel, und so ziemlich geschlechtslos... aber lassen wir das. Im Schmähn bin ich Dir, glaube ich, überlegen.)





    Was wolltest Du?
    erstellt von Andrea: Worin besteht den die deutsche Gesinnung - im Gegensatz zu anderen Gesinnungen? Welche Gesinnung zeichnet den Franzosen, den Italiener, den Eskimo usw. aus? Und wie schaut denn der Willensakt aus, mit dem man dann deutsch wird? Was darf ich mir darunter vorstellen?
    Dazu habe ich mich im Manifest auf 170 Seiten ausgelassen. Eigentlich ist das Manifest nichts anderes als ein Nachgehen der Frage, wo wir herkommen, stehen und (höchstwahrscheinlich) hingehen. Ich frage danach, was wer zu welchem Zweck leistete, von den Denkern wohlmeinend. Da mußte ich vergleichen und den springenden Punkt des jeweiligen Denkens markieren, punctum saliens, wie wir Halbgebildeten sagen. Und dabei kam ich auf grundlegende Unterschiede zwischen russischen, englischen, französischen oder deutschen Denkern. (Amerikanische Denker habe ich nicht angetroffen, die adaptier(t)en nur Engländer.) Die sich damit befassende Wissenschaftsdisziplin nennt sich Komparatistik, ist aber seit dem Ende des zweiten Krieges in Deutschland aus der Mode gekommen, auch weil ihr der schlechte Atem des Rassismus ins Gesicht weht, wohl auch durch Leute Deines Schlages, die hierzulande die literarischen und politischen Machtposten ausfüllen und wie Du zumeist gesprächsunfähig sind.
    Da Dir mein Manifest-Text nicht vorliegt, mußt Du Grundzüge meines Denkens hier im Forum nachlesen. Die Gesinnungen - ich gebe zu, dies ist ein merkwürdig abgegriffen klingendes Wort, ich habe es Scheler entlehnt, der z.B. von Gesinnungsmilitarismus, der zum friedlichen Miteinander zwinge, spricht und den gegen den westlichen pragmatischen Militarismus artikuliert, der immer wieder zu Kriegen führt, die einen bestimmten Zweck verfolgen und mit großem Propagandaaufwand dem Volke plausibel gemacht werden -, ... Also, es gibt da schon Divergenzen bei den politischen und selbst literarischen Auffassungen zwischen den Völkern. Das ist eine wunderbare Angelegenheit, und sie gilt es zu bewahren, ja mehr noch, auszuleben, wie Herder, mein großes literaturhistorisches Vorbild, formulierte, sodenn eine Nation ist eine Artikulation Gottes für seinen geheimen Weltplan... Problematisch wird es nur dann zwischen den Nationen (Völkern), wenn Wertungen ins Spiel kommen. Dies aber mache ich nicht. Ich kann das nicht bewerten, was sozusagen BESSER ist, aber ich kann sagen, was ich für gerecht und gut empfinde, und ich begründe dies auch. Ich würde mich freuen, wenn Du Deinen Haß mir gegenüber einmal aussetzen könntest zugunsten einer Annahme des Gesprächs. Kannst Du das? Wenn nicht, dann würde mich interessieren, warum Du immer wieder kommst und mich und die hier Arbeitenden beschimpfst? Bist Du so von Deinem Tun überzeugt, daß Dir andere Wege als falsch dämmern?

    Der Willensakt ist das klare Sagen: HIER WILL ICH LEBEN, HIER WILL ICH STERBEN, HIER WILL ICH MIT DEN ANDEREN ZUSAMMENLEBEN. Das gilt weltweit. (Ich suche immer nach moralischen Prozeduren.)

    Die von Dir angesprochenen Mitarbeitsverweigerungen im Zusammenhang mit dem Manifest und der Todesstrafe-Diskussion beziehen sich wohl auf Kyra und Quoth. Ich bedaure das bei beiden, habe sie immer als konstruktive und anregende Gesprächspartner aufgefaßt und achten gelernt. Allerdings konnte ich es bei Quoth nicht tolerieren, daß er mich Nazi nannte. Eine von mir eingeforderte Entschuldigung blieb aus, so daß ich seinen Austritt akzeptierte. Kyra konnte die Gründe, die ich für den dreimalig möglichen Gebrauch der Todesstrafe nannte, nicht akzeptieren und nannte diese Einstellung daraufhin antihumanistisch. (Dadurch, daß sie mich persönlich kennenlernte, konnte sie mich nicht als Nazi bezeichnen.) Das sollte sie zurücknehmen. Wollte sie nicht.

    Das Problem bei beiden war es, daß sie sich nicht mit FREMDEM Denken auseinandersetzen wollen oder können. Speziell Quoth sah sich nicht in der Lage, seine Schubladen geschlossen zu halten, sich meinem Denken anzunähern, um es dann aus meiner Warte aus zu kritisieren. (Ich hingegen, ohne selbstgerecht zu klingen, muß mich in jeder Textarbeit auf die Gedanken der Autoren einlassen, was mir, glaube ich, gut gelingt.) Das erwartet ein Autor von seinem Leser, daß er nicht nur mit der eigenen Brille liest, sondern sich der Welt des Autoren nähert, eindenkt. Wenn ich also Kritik zu meinem Manifest von einem bekomme, der es nicht einmal gelesen hat/las - wie auch Du, Andrea -, dann erwarte ich zumindest, daß meine Denkvoraussetzungen angenommen werden. Welche Gesprächsgrundlage hat man sonst. (Wenn ich einen fremden Text lese - und das ist ja nun einmal mein Brot -, dann versuche ich immer, die Grundlagen des Schreibenden zu erfassen und versuche aus seinem Denken heraus auf ihn einzugehen. Das macht, im übrigen, den Erfolg dieses Forums aus, weil ich das eben auch kann.)

    Kyras absoluter Vorbehalt gegenüber der Todesstrafe rührt daher, daß sie nicht an Wiedergeburt, Fegefeuer und dergleichen glauben kann. Für sie ist das Leben des Menschen (auf der Erde) ein einmaliges Geschenk, das ihm niemals und durch niemanden genommen werden darf, DARF. Würde ich auch so denken, dann käme für mich die Todesstrafe als Strafform auch nicht in Betracht. Ich denke aber nicht so. Ich glaube an verschiedene Daseinsformen der Seele, an Wiedergeburt und Hölle. Bei mir trifft es trotzdem bloß drei Leute, die nicht nur, bevor sie überhaupt die Kriterien erfüllen, von der Todesstrafe erfaßt werden zu können, freiwillig für sich bestimmen müssen, sondern dann auch noch einstimmig von den Richtern (in dem Falle dem Volk) verurteilt werden müssen, weil ich Mehrheit als Entscheidungsinstrument für Unsinn halte: die Kanzler, die Richter und wiederholt vorbestrafte und des Landes verwiesene Ausländer würde es bei mir treffen. Bei anderen empfehle Schwanz ab!, Müll einsammeln, Tüten kleben, Scheiße schaufeln und dergleichen mehr.
    Kyra als Jüdin wird es zudem interessieren dürfen, daß ich einen alten jüdischen (Sanhedrin) mit einem alten germanischen Gedanken (ein Kreis bestimmt das Recht, in dem es gefunden, nicht bestimmt wird; Einstimmigkeit wird vorausgesetzt) verband: Ein Todesurteil kann nur einstimmig von dieser Rabbinerversammlung (Sanhedrin) mit 24, 72 oder sogar 120 Rechtsgelehrten ausgesprochen werden.

  16. #41
    pjesma
    Status: ungeklärt

    AW: Produktionsstandort Deutschland

    was ist deutschtum? was ist ein "richtiges" deutschtum deren mann sich nicht schämen muß? ich sag jetzt bewusst nicht "an dem mann stolz sein darf" weil auf nationalstolzgehabe egal welche art lege ich nicht viel wert. aber was darf mann ohne schlechten gewissen lieben, womit darf mann sich verbunden fühlen? weiß dass noch jemand überhaupt? was ist dass was ich schmerzlich vermisst hätte wäre ich geburtige deutsche in australien lebend?

  17. #42
    Administrator
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    AW: Produktionsstandort Deutschland

    Schämen? Was ist das für ein Wort im Sinne einer nationalen Zugehörigkeit? Jedes Volk hat Dreck auf der Schleppe. Das nimmt sich alles nichts. (Ich sage das so deutlich, weil ich vom gegenseitigen Aufrechnen überhaupt nichts halte, von Geschichtsrelativisten und dergleichen Kroppzeug auch nichts.) Das hat mit dem Begriff des Volkes also nichts zu tun, die Scham. Scham erwächst aus dem Subjekt, nicht aus dem Objektiven des Volkes. Manchmal allerdings wird einem Volk schnell etwas eingeredet, wie es sich zu verhalten, was es zu empfinden habe..., damit will man es manipulieren. Den Kern des Volkes berührt so was allerdings nicht, was allerdings umstritten ist. Doch dazu will ich jetzt nichts sagen. Es gibt ihn vielleicht gar nicht, einen solchen Kern, aber es gibt Wahrscheinlichkeiten, wie ein Vertreter dieses oder jenes Volkes höchstwahrscheinlich reagieren wird, welche Werte er wie stuft, wie er sich kleiden möchte, was er gern ißt, welche Texte er bevorzugt liest, welche Filme er gern schaut und so weiter. Selbst zwischen einander so nahestehenden Völkern wie dem deutschen und dem französischen gibt es da gravierende Unterschiede. Das ist total interessant.
    So wie mit der Scham verhält es sich auch mit dem Stolz. Auch Stolz ist etwas im Subjekt Liegendes, nichts, was sich ein Volk an die Brust heften könnte. Ich würde gegebenenfalls respektieren, wenn jemand stolz auf die Leistungen seiner Ahnen wäre, also ein positives Ehrgefühl ihm Ansporn für eigene Leistungsbereitschaft wäre. DAs aber auf ein ganzes Volk auszudehnen, erscheint mir nicht nur vermessen, sondern sogar ruchlos.


    Was Du meinst, das sind wohl eher Bräuche. Brauchtum. Lies Dir durch, was ich oben erwähnte, pje-sma, dann können wir uns darüber nicht unterhalten, denn ich befasse mich nicht mit Brauchtum. Die Kurzform: Deutsch ist, was die Mitte hält und aushält.

  18. #43
    Anna
    Status: ungeklärt

    ich habe nachgelesen

    Zwar nicht im Vorfeld, aber dafür umso intensiver in den letzten anderthalb Wochen und mich dabei akribisch durch einen Berg von alten und neuen Ordnern gearbeitet, um
    mir nicht vorhalten lassen zu müssen, auch nicht von mir selbst - ich hätte mir vorschnell eine Meinung gebildet.

    Ich bin in diesem Forum mit meinen Texten sehr freundlich und offen aufgenommen worden, sowohl von Robert als auch von anderen Autoren und insbesondere auch von uis, dem ich ein sensibles und augenscheinlich auch kompetentes Herangehen an Texte bescheinigen möchte, was ich als eine sehr gute Basis f?r eine fruchtbare Textarbeit erachte.
    Und die wird hier, soweit ich das bisher beurteilen kann, ernsthaft und auch durchaus produktiv betrieben.

    Ich selbst scheue mit meinen Texten keine Kritik, erwarte nur, dass sie textorientiert bleibt. Was ich vorzeige, ist „abgenabelt“ und anschließend vorgefiltert, und wenn es dennoch „Mist“ ist, darf man es auch so bezeichnen.

    Aber dieses Forum ist nicht autonom, wie ich es mir wünschen würde, sondern eng mit dem „nur mit einheimischen Arbeitskräften produzierenden“ Verlag verbunden und mit Robert und den von ihm manifestierten Gedanken zur gesellschaftlichen Neuordnung.

    Was diesen außerliterarischen Bereich angeht, so soll und muss jeder, der sich hier beteiligt, individuell entscheiden, ob das ostentativ Vertretene, das auf der Page auszugsweise, aber unmissverständlich
    postuliert ist, für ihn akzeptabel und/oder tolerierbar ist, oder nicht.
    Jeder einzelne hat das Recht, dabei seine eigenen Prioritäten zu setzen.

    So auch ich, und ich habe mich dafür entschieden, mich an dieser Stelle aus diesem Forum zu verabschieden.

    Dabei sehe ich für mich keinerlei Veranlassung, hier mit Schlamm zu werfen und erwarte im Gegenzug, auch keinen Unrat hintergeschmissen zu bekommen.

    Mit den Autoren, die ich hier getroffen bzw. wiedergetroffen habe, und deren Texte ich ebenso schätze wie ihre Meinung zu den meinen, hoffe ich, andernorts einen konstruktiven Gedankenaustausch
    fortsetzen zu können.

    Mit Dank und Gruß in die Runde,

    Anna

  19. #44
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    AW: Produktionsstandort Deutschland

    Schade, Anna.


    Aber ich helfe, wo ich kann im Sinne der Literatur. Stell Deine Texte! Neben dem an mich gebundenen Wort gibt es etwas, das sich außerhalb meines Wollens vollzieht. Dem gegenüber halte ich mich offen. Vielleicht auch Du.Ein Forum lebt durch die es tragenden Charaktere. Es ist ein Geben und Nehmen.


    Ich würde es mir manchmal wünschen, mehr Feuer zu bekommen. Die junge (20!) Zuzana macht das ganz prima. Auch Jonathan gibt mir gelegentlich Feuer. Sie zwingen mich, mein eigenes Denken prüfen. Das ist gut so, ein Grund, dieses Forum am Leben zu erhalten.
    Rückzug ist Verzicht. Ich kann Rückzug nicht leiden. Kein Feldherr wird geliebt, wenn er seine Truppen defensiv führt. Literatur ist Kampf, weltanschaulich und ästhetisch. Und da ist, wie in der Liebe, alles erlaubt.


    Du scheinst mir ein kritischer, zugleich dogmatischer und undifferenziert denkender Geist zu sein. Ich würde nur ungern auf Deine Mitarbeit, will heißen Deinen Widerspruch verzichten wollen.

  20. #45
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Produktionsstandort Deutschland

    Andrea,


    Nur eine Frage: Auf Grund welcher Fähigkeiten/Fertigkeiten fühlst Du Dich legitimiert, hier und anderswo die Literaturforen-Gesinnungspolizei zu spielen?


    Wenn Du unbedingt den wachsbetropften Menschenketten-Gutmenschen geben willst, dann bietet m. E. Dein urlaubsparadiesisches Heimatland ausreichend Betätigungsfelder außerhalb der virtuellen Räume, oder?


    Ich mag es jedenfalls gar nicht, wenn Du hier rumläufst und wohlmeinenden und toleranten Menschen wie Pjesma mit Deinen paranoiden Unterstellungen auf den Wecker gehst.


    Das bedeutet keineswegs, daß ich alles, was der gute Robert in SEINEM Forum und SEINEM Verlag macht oder äußert, hervorragend finde.
    Aber das in einem Land, in dem Meinungsfreiheit (noch) grundgesetzlich garantiert ist, SEINE Sache.


    Aber wenn jemandem sofort der Schaum vor den Mund tritt, wenn andere das Wort "deutsch" verwenden, ohne sich sofort dafür zu entschuldigen, daß sie in diesem Land geboren und aufgewachsen sind, dann spricht das zumindest für den neutralen Betrachter eine deutliche Sprache.


    K.

  21. #46
    Anna
    Status: ungeklärt

    AW: Produktionsstandort Deutschland

    Ich danke dir für diese freundliche und souveräne Stellungnahme, Robert!

    Antwort allerdings in neuer deutscher Rechtschreibung, wie du bemerken wirst, die ich zwar keineswegs liebe, die ich aber in meinem Beruf verpflichtet bin, anzuwenden und deshalb auch privat weitestgehend benutze, um nicht einer orthographischen Schizophrenie anheim zu fallen.Zu meiner mangelnden Bildung stehe ich losgelöst davon.

    Ich habe also deine auf dieser Page manifestierten Folgerungen gelesen, dazu die in diversen Ordnern geführten Diskussionen, aus denen ich auch ersehen konnte, dass du jemand bist, der mit großem Vergnügen provoziert, debattiert und auch polemisiert, und habe für mich entschieden:
    das Ganze interessiert mich nicht die Bohne!

    Und ich verspüre auch nicht die geringste Lust, mich damit weiter und schon gar nicht näher zu beschäftigen.
    In einem Literaturforum möchte ich mich mit literarischen Texten auseinandersetzen und nicht mit dem Gedankengut eines Einzelnen.

    Nur leider dominiert dieser, dein ureigener Bereich das gesamte Forum in einer Art und Weise, die mir überhaupt nicht zusagt und über die ich nur staunen kann.
    Aber leider gibt es hier kein Entrinnen.
    Ordner über Ordner sind hier vorhanden zu dieser Thematik, und immer wieder kommen neue hinzu, da ja auch immer wieder Leute hier vorbeikommen, um sich zu deinen manifestierten Ansichten zu äußern und/oder sich aus mir durchaus verständlichen Gründen darüber zu ereifern, was dir aber durchaus Spaß zu bereiten scheint.

    Dieses Forum wirkt auf mich weniger wie eine Textwerkstatt, sondern mehr wie eine Selbstdarstellungsbühne mit ausgesprochen narzisstischem Gepräge, auf der die Autoren, die doch eigentlich die Hauptdarsteller sein sollten, mit ihren Texten immer mehr zur Staffage zu verkommen scheinen.
    Dabei rückt auch die Arbeit der beiden weiteren Moderatoren, uisgeovid und klammer, immer weiter aus dem Blickfeld und dem Interesse des Betrachters und Lesers, was ich sehr bedauerlich finde, denn sie machen nach meinem Dafürhalten eine gute.

    Und reicht es denn nicht, dass du dir da ein philosophisches Steckenpferd zugelegt hast, muss sich das Ganze auch noch ein Verlag auf die Fahnen schreiben, der als solcher ernst genommen werden will?!

    Soll dieser Verlag doch zum Beispiel ausschließlich einheimische Arbeitskräfte beschäftigen, wenn ihn das glücklich macht; nur wirkt dieser explizite Hinweis darauf auf der Homepage, die ja heutzutage immer mehr zum Aushängeschild einer Firma wird, auf mich derart gewollt provokant und dabei gleichzeitig so albern und deutschtü-dümmlich, dass es mir persönlich peinlich wäre, meine Gedichte von diesem Verlag verlegen zu lassen.

    Das sind vorrangig die Gründe, die mich bewogen haben, hier mein kleines Lyrikzelt -kaum aufgeschlagen- wieder abzubrechen.

    Und wenn ich mich hier im Moment so umsehe, kann ich nachvollziehen, dass sich mancher wünscht, du würdest dich gelegentlich etwas weniger langweilen

    Herzlichst,
    Anna

    PS:
    Aus deinen Ideen ließe sich sicherlich auch ein gutes PC-Strategiespiel entwickeln. Oder ein Kartenspiel. Wer den "bösen" Richter zieht, scheidet aus, und wer gewinnt, darf die nächste Flasche Bier köpfen ...
    Aus. Ich werde albern.

  22. #47
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Produktionsstandort Deutschland

    die neue orthographie erfordert die schreibung von orthografie, womit das ganze dilemma (idiotischerweise schreiben die neuorthographler hier dilemma, aber auch belämmert, was für sich genommen wieder mal idiotisch ist, aber schreib nur die neue orthografffffffffie) auch deines, augenscheinlich wird, indifferente genügsamkeit auf kleinstem level.
    kneif nicht zu oft den "schwanz" ein, schätzchen, sonst verdirbst du dir irgendwann mal gehörig den magen. kämpf ein bißchen!


    DÜMMLICH ist, wer gängigen denkmustern folgt und diese nicht prüft. du hast nichts geprüft, dafür aber eine meinung. dadurch wirst du uninteressant. wenn du geprüft hast, komm wieder. dann bist du interessant. "deutschtümelnd" ist ein besetzter begriff, der auf mich nicht zutrifft. oder kennst du einen deutschtümler, der behauptet, deutsch zu sein hieße die mitte zu halten? mit allem guten und schlechten. (das würde das deutsch tümeln nämlich aushebeln - was für ein unwort!) den würd ich gern kennenlernen wollen. dir wird doch schon schlecht, wenn du nur das wort hörst. da fallen bei dir alle klappen.

  23. #48
    Anna
    Status: ungeklärt

    AW: Produktionsstandort Deutschland

    Ich kann gar nicht auf Anhieb sagen, was mich jetzt an deinem Beitrag so fröhlich stimmt, Robert, Lollyverteiler!

    Jedenfalls gehe ich mit einem Lachen in den neuen Tag, an dem ich wieder ein bisschen orthografisch rumdümmeln werde - orthographisch mach ich das nur privat *glucks*

    Dangedu!

    Anna - die mit die Lämma

  24. #49
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Produktionsstandort Deutschland

    Dich stimmt fröhlich, daß ich Dich ernstnehme.
    Es freut mich, wenn Du lächelst.

  25. #50
    Tochter aus gutem Hause
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    Ort
    Duisburg
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    AW: Produktionsstandort Deutschland

    So sieht also jemand dieses Forum, der qualitativ anspruchsvolle Lyrik verfasst im Gegensatz zu vielen Texten in anderen Foren. Es ist schade, dass jemand wie Anna gehen muss. Einerseits finde ich Roberts Antwort erbärmlich dürftig und benote sie mit mangelhaft minus, weil wenig substantiiert. Andererseits weiß ich, dass Robert und auch dieses Forum mit Lyrik wenig anzufangen wissen. Ich stimme Anna zu und kann mir auch nicht unmittelbar vorstellen, meine Texte in einem Verlag zu veröffentlichen, auf dessen Unter-homepage, wie immer man das Verhältnis beschreiben kann, Robert Geschichte, seine Auffassung von Geschichte zelebriert, und zwar so, dass andre Anstoß nehmen. Mal abgesehen davon, dass er das weder mit literarischem Anspruch noch mit wissenschaftlichem tut, sollte ein Verlag eher durch gute Texte und gute Textarbeit provozieren. Robert ist frustriert, dass seine Textarbeit, die er gut macht, sehr gut, nicht genügend gewürdigt wird, das ist klar. Das ist aber noch lange kein Grund, andauernd die Keule herauszuholen und kleinkariert zu provozieren.
    Ich weiß, dass viele Leser hier vorbeischaun, auch um Lyrik und sinnvole Kommentierung zu lesen. Davon gab es in letzter Zeit zu wenig. Ich habe Anna gebeten, mal bei uns zu posten, ich würde jeden guten Lyriker einladen, mir seine Texte zu schicken. Ich möchte in dieser Hinsicht auch weiter wirken. Aber offensichtlich ist diese Plattform des Newcomer-Verlages zu abschreckend im Hinblick auf die Verarbeitung von Geschichtsthemen, die Robert an den Tag legt. Ich will gute Lyrik lesen und kommentieren. Wenn sie schlecht ist, sag ich es, wenn sie gut ist, sag ich's auch, wobei ich bei schlechter lieber schweige. Hier ist verdammt gute Lyrik gemacht worden. Ich nenne lester gern, trist, Paul gab es, etliche andre aus vergangenen Tagen. Wo sind sie geblieben? Kaputtgeredet durch die Fülle andrer Ordner, durch relativ quer Vorgetragnes und durch zu sehr Zelebriertes. Viele wollen das einfach nicht, darunter besonders Lyriker, die sind sensibel, zu sensibel, als dass sie sich platt reden ließen, belehren über das, was sie von Geschichte halten sollten usw. usw.
    Ich stimme Anna zu und hätte von Robert eine sinnvolle Stellungnahme erwartet. Die, die er abgegeben hat, ist mir nicht sinnvoll und sinnträchtig genug. Wir sollten hier etliche Ordner löschen, einfach vergessen all den unliterarischen Schrott, auch polemisierende Beschimpfungsordner sollten entfernt werden. Alle Leser sollten sehen, dass ... Ich mache hier nicht weiter, weil Robert das niemals tun würde und spare mir die Mühe.
    Ich will nicht mehr arbeiten unter den bisherigen Bedingungen. Ich bespreche einen Text und zwei Ordner später wird ein provokatives Thema eröffnet, an dem sich alle weiden. Der Arbeit am literarischen Text tut das nicht gut. Ich habe hier einmal eine sehr besinnliche Situation anlässlich eines Gedichtes von mir erlebt, das demnächst veröffentlicht wird, aber nicht von diesem Verlag. Da hat man angesichts der Zeilen beredt gewschwiegen, es wurden persönliche Eindrücke von Robert und florian beigesteuert. So kann man das auch machen. So kann man auch Texte besprechen. Ich könnte jetzt noch viel zu der Arbeit Klammers schreiben, die ich bewundere, die mich überzeugt. Unser Tun hier wird manchmal impliziter desavouiert. Sicherlich nicht gewollt ist das. Aber andererseits ist es peinlich, wenn ich jemanden einlade, hier zu schreiben, und der- oder diejenige dann angewidert sich abwenden muss. Es tut mir leid, liebe Anna, dass Du gehst, ich sehe Deine Texte gern woanders und kommentiere sie auch.
    Noch ein Vorschlag zum Schluss. Ihr lest das alle hier mit Begeisterung oder auch nicht. Wie wäre es denn, wenn Ihr uns mal in Ruhe lasst und Euren Teil zur Kultur beitragt. Robert wird sicher noch etwas sagen wollen, das ist in Ordnung, Anna auch. Ich sag hier gar nichts mehr in diesem Ordner. Dann soll es gut sein. Und einen neuen Ordner, wo andre sich über das auslassen, was hier geschrieben steht, brauchen wir auch nicht. Tut mir einen Gefallen und schreibt ein gutes Gedicht darüber oder über die Liebe, den Tod und einen Gummistiefel. Ich will hier kein narzisstisches Geplänkel mehr. ICH WILL TEXTE, WILL LYRIK! Ist das so schwer zu kapieren?

    herzlichst uis

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