+ Antworten
Ergebnis 1 bis 18 von 18

Thema: Tod des Dichters

  1. #1
    Linda W
    Status: ungeklärt

    Tod des Dichters

    Hi Leute!
    Sagt mir mal bitte, was ihr davon haltet

    Tod des Dichters

    Einst nahm ich Worte in die Hand
    und ließ aus ihnen ganze Welten wachsen.
    Farben, Düfte, Lichtgestalten,
    die in deinen Träumen nachklingen
    wie Lieder
    oder Flüstern von Geliebten.

    Holte herauf, was verloren war.
    Grub verborgene Brunnen aus.
    Fand den einen, ganz bestimmten Stern.
    Genau den, den man anpeilt,
    wenn es dunkel ist.

    Aromen, die dein Herz durchströmten
    und dich lebendig fühlen ließen.

    Dein Wesen,
    das Verse einsog,
    wie poröses Papier
    schwarze Tinte.

    Ich habe ihn aufgesagt,
    meinen Vers im ewigen Lied.
    Meinen Fingerabdruck
    in der Zeit hinterlassen.
    Ich bohrte
    mit meinen Gedanken
    Gucklöcher in die Geschichte.
    Auf das jeder verstehe.

    Ich war fähig,
    die Stelle zu berühren,
    wo deine Seele liegt.

    Immer, sagt man,
    in der Nähe einer Wunde.

    Andere werden kommen
    und das vollenden,
    was mein Mund nicht mehr finden konnte.

    Doch nun, mein Freund,
    schließ ich die Augen.
    Es verlässt der Körper den Geist,
    meine Hülle zerfällt zu Staub.
    Das ist der Lauf der Zeit.

    - Die Worte bleiben -

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    4.545
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    26

    AW: Tod des Dichters

    [..]

    1. Literaturempfehlung: Ludwig Tieck: Der Tod des Dichters
    2. Der Text ist disparat, er genügt sich nicht selbst, läßt sich drehen und wenden; es bleibt eine Offenheit gegenüber dem Gedanken. Der Gedanke greift nicht, er stochert in Begriffen.

    Was bedeutet EINST, zumal in Nutzanwendung auf den Ausgang des Textes, was in Hinterfragung des Titels TOD?
    Warum passivierst Du? Es LÄSZT sich nichts an, es WÄCHST reicht hin. Ein Wachsen ist nullaktiv, benötigt nichts Konkretes, dieses ES ist aber der Tod des Konkreten, zumal Du den Gedanken des DU nicht wieder aufnimmst.
    Du nennst die Dinge, aber im Beschreiben bzw. Fokussieren möchtest Du doch bitte noch nachlegen.

  3. #3
    Tochter aus gutem Hause
    Registriert seit
    10.July 2000
    Ort
    Duisburg
    Beiträge
    693
    Renommee-Modifikator
    20

    AW: Tod des Dichters

    Hi Linda!
    Was ich davon halte? Also ich sags mal mit dem Bilde des Koches in der Gedichteküche:
    Reduzier das Ganze und es sollte einen prima Fond für ein gutes Gedicht ergeben. Beim Köcheln auf kleiner Flamme über mehrere Tage werden diverse Peinlichkeiten herausgeschwitzt, verdampfend empfehlen sie sich dem Seelenäther, wohin sie auch gehören. Was bleibt, ist eine Dichterklage, die sich noch verdauen ließe, wenn es ihrer nicht ohnehin schon viele gäbe.
    herzlichst uis
    P.S.: was vom Koch bleibt...? Die Knochen natürlich...gepflegt abgenagt, wenns ein gutes Mahl war, Hannemann.

    [Diese Nachricht wurde von uisgeovid am 20. Oktober 2001 editiert.]

  4. #4
    Mitgestalter
    Registriert seit
    8.December 1998
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    1.032
    Renommee-Modifikator
    23

    AW: Tod des Dichters

    es ist reißt mich nicht fort, entführt mich nicht in phantasias schloß oder, wie es sonst meine art: haut mich nicht vom hocker... -
    blieb ich also sitzen, doch gebannt - hm, was war das? - lese ich's noch einmal - und noch einmal und huiuiui: das behagt mir sehr, mundet - mir deucht, du weißt wovon du sprichst, obgleich wir ja nur ahnen dürfen... - das ist nicht nur ein seichtes geplätscher, das hat hand und fuß und v.a. seele... -
    da verbirgt sich leiden-schaf(f)t in der knospe und schreit nach blüte - doch schon ist der tag vorbei und tautränen bedecken die blume... -
    ausnahmsweise stolpere ich über die form, dergestalt sogar, ohne anmaßend sein zu wollen!, daß es beinahe von mir selbst kommen könnte... -
    bleibt zu behaupten, daß ich's verstehe!
    herzlich willkommen im club der ewig sterbenden dichter...

  5. #5
    Linda W
    Status: ungeklärt

    AW: Tod des Dichters

    Hallo Paul!
    Und ich war schon total entsetzt, was ich da für nen Schei... fabriziert hatte. Wenigstens einer, der meinen Text nicht für überflüssig, belanglos, "um den heißen Brei herumredend" hält oder ihn mit einem Kochrezept vergleicht( warum auch immer;-))
    Das lässt mich ja noch hoffen!!!

    [..] Robert hinterfragt einzelne Worte, die ich aber leider nicht alle einzeln erklären kann. Ich halte nicht viel davon, ein Gedicht einzeln Wort für Wort zu zerflücken. Ich sehe immer das Gedicht als Ganzes. Ein schlecht gewähltes Wort macht noch kein schlechtes Gedicht aus, ein treffendes Wort noch lange kein Gutes.
    Ich kann es nicht anders ausdrücken, als ich es hier geschrieben habe, damit habe ich Schwierigkeiten.
    Was seine anderen Fragen betrifft: "Tod des Dichters" ist vielleicht ein missverständlicher Titel. Man könnte glauben, ich wolle mich mit dem Thema Tod auseinandersetzen. Da ich mir immer eine große Distanz zum Tod bewahrt habe, weil ich mich davor fürchte, kann ich wohl kaum etwas dazu sagen, was es wert wäre, hier veröffentlicht zu werden. Ich habe es oft versucht, es kam nichts Brauchbares dabei heraus.
    Mir ging es bei dem Gedicht eher um die Idealisierung des Schreibens, um die Freude dabei, die wohl jeder in diesem Forum hat. Dazu benutzte ich das Motiv des sterbenden Dichters, der mit seinem fiktiven Freund noch einmal "Bilanz zieht" über sein Schaffen.
    Soviel zum besseren Verständnis des Themas Was die stilistischen Schwachpunkte angeht, hat Robert mit vielem Recht. Vor allem, das ich zuwenig in die Dinge "eindringe"
    ( Ich hab dich da doch richtig verstanden, oder;-)
    und manches zu oberflächlich behandle und nur benenne. Es ist aber schwer, Texte zu korrigieren, die meine Einstellung wiederspiegeln, was ich fühle und zu dem Thema denke und ich bin, ehrlich gesagt, auch nicht bereit dazu. Die stilistischen Ratschläge nehm ich aber dankend an und werde die eine oder andere Kleinigkeit überdenken.
    Ich hoffe, ihr helft mir weiterhin dabei, an mir zu arbeiten und bin immer dankbar für Kritik.

    Viele Grüße
    Linda

  6. #6
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    4.545
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    26

    AW: Tod des Dichters

    Ich glaube, Du wirst hier nicht alt.
    Wenn Du nicht bereit bist, zu den Quellen des Dichtens vorzudringen, wenigstens das stataratische Lesen zu üben, nennen wir es erüben, die Akuratesse beim Zerreiben des Lautes, beim Erkennen des Klanges, die Feinheit des Geschwungenen, die Gradheit des Angepriesenen und die Zucht des Gebeugten zu loben: Wie willst Du jemals dichten?

    Üb häkeln oder schreib an einem Flußbett, aber vergeude meine Zeit nicht mit Anmaßungen wie TOD DES DICHTERS! Geh spielen!

  7. #7
    Mitgestalter
    Registriert seit
    8.December 1998
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    1.032
    Renommee-Modifikator
    23

    AW: Tod des Dichters

    stimme aus dem off:
    eigentlich müßte ich ja ruhig auf meinem stuhl sitzen bleiben und die nun folgende szene beobachten, falls es denn überhaupt noch weiter geht (selbst harald schmidt wartet ja derzeit auf godot...) - aber robin hood, der ich nun mal bin: Mensch, Linda, laß dich nicht unterkriegen, wirf die freundlichkeitsfloskeln üba bord, nimm diese hürde im dichterischen fluge und hau in die tasten - das kann doch eine seefrau nicht erschüttern, dumdideldumdei, bin schon wieder weg...

  8. #8
    Tochter aus gutem Hause
    Registriert seit
    10.July 2000
    Ort
    Duisburg
    Beiträge
    693
    Renommee-Modifikator
    20

    AW: Tod des Dichters

    Richtig, lieber Paul, gut gesagt. Linda soll sich nicht entmutigen lassen. Und wenn sie beim nächsten Text auch die Rechtschreibung mehr beachtet, dann antworte ich bestimmt nicht in Kochrezeptform.

  9. #9
    Linda W
    Status: ungeklärt

    AW: Tod des Dichters

    Robert, du hast recht, ich werde hier nicht alt. Denn das scheint mir hier eindeutig das falsche Forum zu sein.Du schmeißt mit Fachbegriffen um dich und lässt den Superkritiker raushängen. Ich bin erst 16, hab weder Literatur noch sonstwas studiert, schreibe erst seit einem Jahr ernsthaft und mein 1. Beitrag wird sofort und kompromisslos von dir verissen. Darüber hinaus muss ich mir auch noch persönliche Beleidigungen anhören, die nicht wirklich was mit angemessener Kritik zu tun haben,oder?
    Das ist dann wieder für mich Zeitverschwendung, wie du meinen Text genannt hast. Wenn ich als Dichter versagt habe, dann du als Kritiker erst recht.
    Tut mir leid, wenn ich deinen literarischen und intellektuellen Ansprüchen nicht genüge. Ich werde dieses anspruchsvolle Forum in Zukunft nicht mehr mit meinen anmaßenden Texten besudeln und anderer Leute Zeit verschwenden. Keine Angst. Die Chemie stimmt hier nicht.

  10. #10
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    4.545
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    26

    AW: Tod des Dichters

    Sei froh, Linda W! Frontalbotschaften besitzen eine ungemeine Wirkungskraft. Entweder erwacht Dein Trotz, das ist jedenfalls ein Anfang für irgendwas, oder Du verkriechst Dich hinter Plattitüden wie den oben Gesagten: ich bin 12, ich werde beleidigt, der Ton ist schlecht... blah blah. Wir Menschen des Wortes lassen nicht jeden ein. Wer nur 1,20 springt, zugleich aber plusternd sich aufbläst, der qualifiziert sich eben nicht.
    Gesprächskultur? Ich kenne noch lieben, ironisieren, streicheln, loben, integrativ hätscheln, performativ gaukeln, instrumentell jammern... Das macht die chose erst interessant, wenn man die vielen Töne, die ein Gespräch feiern kann, auch erübt.
    Es ist schon wichtig, daß man meint, man wisse zu wollen.
    Ich denke, wir machen diesen unerfreulichen Ordner jetzt zu.

  11. #11
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    27.July 2000
    Ort
    Freiburg im Breisgau
    Beiträge
    467
    Renommee-Modifikator
    20

    AW: Tod des Dichters

    ...es ist ein Kreuz. Weiß schon was R. in Harnisch brachte, dieser Halbsatz 'ich bin, ehrlich gesagt auch nicht bereit...'.
    Handarbeit, Lyrik ist Handarbeit, wie zeichnen, malen. Jedes Wort muß ins Feuer, mehrfach. Vielleicht macht man es nicht immer, oder es funktioniert trotzdem nicht: aber die Bereitschaft sollte da sein.

    Genialisches kommt selten vor, der letzte Lyriker, der so wirkte, PC, was fand man bei ihm?: Wörterbücher, selbstzusammengestellt, er war ein besessener Wörtersammler.

    Also Linda: in die Hände gespuckt.
    Es ist halt ein Kreuz.

  12. #12
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    4.545
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    26

    AW: Tod des Dichters

    Wir sind hier nicht bei "Wünsch dir was". Schreiben wird aus der Not geboren, nicht aus einem betulich inspirierten Abstand entwickelt. Menschenführung ist beim Schreiben wohl kaum gefragt, der Text ist entscheidend, nicht der Autor. Aus einer Not schreibt es sich, da sind Kritiken bestenfalls anregend und antreibend. Wer nicht will, der macht auch nicht(s), wenn man ihn führt. Wer die Not nicht hat, der sollte häkeln oder Bäume pflanzen. Weißdergeier.

    lester, Du hast es erfaßt, genau dieser Teil-Satz brachte mich auf, er war ein pars pro totum, der mir Linda Ws ganze Behäbigkeit offenbarte. Also, weg mit ihr. Soll sie Abstand üben!


    Bitte um Textarbeit!

  13. #13
    Tochter aus gutem Hause
    Registriert seit
    10.July 2000
    Ort
    Duisburg
    Beiträge
    693
    Renommee-Modifikator
    20

    AW: Tod des Dichters

    Liebe Linda, ich möchte es Dir jetzt noch etwas direkter, aber durchaus liebevoller sagen: Dieses Forum ist nicht frauenfeindlich und auch nicht gegen schreibende Jugendliche eingestellt. Alle, die wir hier schreiben und uns um Kritik bemühen sind Feinde des schlechten Textes. Ja, verdammt, es gibt mega grottenschlechte Texte, da brauche ich bloß in meine Tage- und Sudelbücher zu schauen. Hier im Forum können wir einfach von einander lernen, einfach gute Texte zu machen. Das aber ist mit Arbeit verbunden. Kreativ sein allein hilft nur bedingt. Dies Forum dient aber in der Hauptsache dazu, verwertbare Texte für Publikationen zu finden, also auch Autorinnen und Autoren für den Verlag zu entdecken. Wie aber soll das in Deinem Fall bitteschön geschehen, wenn Du schon nach einer einzigen Kritik aufgibst, Dich einigelst und abschottest?
    herzlichst uis

  14. #14
    Linda W
    Status: ungeklärt

    AW: Tod des Dichters

    Lieber Uis,
    ich möchte nur, dass ihr wisst, das ich durchaus kritikfähig bin. Aber ich fühle mich hier echt missverstanden und missverstehe wohl auch selber viele Dinge, die hier schon gesagt wurden. Da wir schon ( leider ) einen sehr schlechten Anfang miteinander hatten, glaube ich nicht, dass es möglich wäre hier erneut Fuß zu fassen und meine Texte unbelastet und unvoreingenommen bewerten zu lassen. Ich gebe nicht auf und ich igel mich nicht ein, ich werde nur in anderen Foren veröffentlichen,( wie ich es schon seit Monaten tue) die ja in Hülle und Fülle im Netz zu finden sind. Wo meine Worte ( in diesem Fall ein Halbsatz) nicht auf die Goldwaage gelegt werden. Robert, dein Bemühen in allen Ehren, auch ich habe etwas gegen Möchtegern Autoren. Aber dabei sollte der Spaß am Schreiben nicht verlorengehen. Ihr habt echt ein tolles Forum mit sehr guten Texten dabei, bei denen man merkt, das daran emsig gefeilt wurde. Ich hätte hier gerne Wurzeln geschlagen aber wie es scheint schwimmen wir wohl nicht auf der selben Wellenlänge, was keine gute Basis ist. Schade eigentlich.

  15. #15
    Tochter aus gutem Hause
    Registriert seit
    10.July 2000
    Ort
    Duisburg
    Beiträge
    693
    Renommee-Modifikator
    20

    AW: Tod des Dichters

    Linda, liebe Linda!
    Ich gebe die Hoffnung so schnell nicht auf und mit Dir ist es mir jetzt erst mal Ernst. Dein Text zeigt in der Tat Ansätze einer guten Sprache. Du hast einige schöne Bilder, hast Worte gefunden, die dicht sind. Aber dein Text hat auch Mängel. Da ist zu allererst das Thema. Es ist ein paar Nummern zu groß, um es mal ganz platt zu sagen. Es ist ein abgegriffenes Thema an sich, weil wir als Dichter alle ständig sterben. Diese Platte kennen wir, kennen wir aus den tiefsten Tiefen unsres Innern. Mag auch ein Grund sein, warum Paul Deine Worte betörend findet. Paul ist in seinen Texten schon tausend Dichtertode gestorben. Sie sind deshalb meistens von einer idiosynkratischen Schwülstigkeit geprägt wie nur Paul sie verbreiten kann und deshalb lieben wir ihn.
    Dichtertod ist also kein besonders griffiges Sujet. Neben Deinen guten Bildern verwendest Du manchmal jedoch auch Sprache, die zu wenig angeglichen erscheint. Nimm zum Beispiel mal den Satz "Genau den, den man anpeilt, wenn es dunkel ist." Kein schöner Satz, potthässlich, stände noch nicht einmal in einer schlechten Gebrauchsanweisung. Deshalb lohnt es sich ja grade, an Deinem Text zu arbeiten, aber das musst Du selbst tun, denn es sind Deine Gedanken. Schön ist das Bild vom verborgenen Brunnen, aber ausgraben tut man den nicht. So geht das weiter und weiter. Was Du kannst, ist sehr beachtenswert, aber Du kannst es noch besser.
    Wollen wir hier weitermachen, oder nicht?
    herzlichst uis

  16. #16
    Liz
    Status: ungeklärt

    AW: Tod des Dichters

    Durchhalten Linda, halt durch!

  17. #17
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Tod des Dichters

    Durchhalten Linda, halt durch!
    riet jemand, der schon einen Schritt weiter war, einer Frau am Abgrund.

    der dichter dichtet aus dem tiefsten, das er besitzt, seiner sprache. viele worte KENNT er nicht, sie fallen aus ihm heraus und sind dann da. er stirbt, wenn dieser strom aufhört, HÖRT, denn der strom wird zur gewalt, da die worte erst dann welche sind, wenn sie klingen.
    und wie wichtig sind die anderen, die diese worte hören sollen; ihren ton gilt es zu treffen, ihre lust zu befriedigen, ihre lust am klang der worte, die in ihnen etwas anstoßen sollen; leisten sie das nicht, wird der dichter gemieden, fallen seine worte auf tauben grund.
    dichten ist also lernen, das richtige wort treffen.

  18. #18
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    4.545
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    26

    AW: Tod des Dichters

    Das ist einer der vielen Ordner, in denen Lieschen Müller sich als Dichter versuchte. Ein patziges Lieschen.

+ Antworten

Ähnliche Themen

  1. Tod eines Dichters
    Von Paula im Forum Lyrik
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 27.06.02, 09:25

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Ja
  • Themen beantworten: Ja
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •