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Thema: schreibblockade

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    schreibblockade

    ich rufe die geister
    auf zur schreibblockade
    das schweigen zu brechen
    die leere zu füllen
    gedankenmunition
    fliegt in alle himmel

    dichter auf die straße
    heraus aus den stuben
    die wohlfühlzeit ist um
    sinistrer wolken dunst
    verführt zu depression

    die poesie ist dran
    gegen tauber zahlen
    blinde argumente

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: schreibblockade

    Ein Aufruf an die, die ihre Kraft nicht im Heraus entfalten können, sondern deren Funktion es ist, IN den Menschen das Wort auszuprägen, das dann erst in ihrem Tun Tat wird. Poesie a la Majakowski, aber ohne den Durchhaltewillen desselben? Die Form stimmt hier nicht. Für einen Ruf ist der Text zu kraftlos, für die Formulierung eines Programmes fehlt es an innerer Entwicklung und für eine Glossierung dessen, was zu tun sein soll, fehlt es an innerer Dramaturgie.

    mißlungen

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: schreibblockade

    ich weiß auch nicht. hab einfach aufgehört zu schreiben an dem text. vielleicht schreibt ihn ja wer anders weiter?

    gruß,

    saul

  4. #4
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Richard
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    AW: schreibblockade

    Seitdem ich am Theater arbeite, lese ich Texte anders. Und das hier ist ein richtig guter Text. Schlimm, wie hier der Schreibende wegen diesem überzogenen Blabla einknickt und weinerlich den Stift abgibt.

    Schönen Abend

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: schreibblockade

    keine angst richard, einknicken ist nicht mein ding.
    ich wünschte mir nur eine etwas verständlichere interpretation von aerolith. das liest sich wirr.
    ich bin kein leninist, marxist oder dergleichen.
    für mich ist ein lyrikel das binden komplexer gedanken in einen hübschen strauß. vielleicht kam der inhalt bei aerolith nicht richtig an. manche blumen und kräuter
    verwelken einfach auf dem postweg.

    gedanken sind für mich die kleinsten bestandteile der ewigkeit. es sind die moleküle von immerwachsenden kristallen. gedichte sind kleine kristalle. insofern liegt das weiterschreiben sogar näher als das bloße interpretieren eines gedichtes. wenn die interpretation als analyse den kristall beobachtet und sogar außeinander keilt, um in sein inneres zu blicken.

    bis später

  6. #6
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: schreibblockade

    Das ist mitnichten wirr, mein lieber Padawan. Du hast als Dichter grundsätzlich zwei Ansätze:
    a) Du bringst mit Deinem Text etwas in Deinem Leser zum klingen, was aber der nicht nach außen trägt resp. tragen soll. Dieser Art der Leserrezeption ist die, die aufs Gemüt, die Seelenbildung, zur Bewältigung oder auch zur Gedankenanregung zielt.
    b) Du bringst mit Deinem text etwas in Deinem Leser zum schwingen, was diesen dann zu einer Handlung animiert, also bringst Du etwas in Deinem Leser dazu, sich aus dem Leser selber ins Äußere zu tragen.

    Zu den a)-Dichtern gehörten die meisten Klassiker und Romantiker (aber nicht nur darauf fixiert), deren größte Angst es war, daß die Menschen handeln, bevor sie zu Menschen geworden waren. Zu den b)-Dichtern gehörten Leute wie Majakowski oder Brecht, deren größte Angst es war, daß der historische Augenblick vorbeigeht, ohne initiierend zu wirken.

  7. #7
    saulchen
    Laufkundschaft

    AW: schreibblockade

    die 'schreibblockade' ist das tun, um in deiner betrachtungsweise zu bleiben.
    es ist beides: anregung zum denken, aber auch das loslaßen oder abfeuern, wie du es eben hälst ("gedankenmunition").
    ich verstehe personen nicht als romantiker, klassiker oder links- noch als nachkriegsliteraten. ich bin ein mensch, so wie alle anderen.
    für mich ist der mensch kein ideal, nicht im bösen, nicht im guten. er ist genauso teil der schöpfung wie die schnecke, der wal oder das zebra. es ist zufall, daß unser hirn viermal so groß ist wie bei vergleichbar großen säugetieren. er ist deswegen nicht göttlicher als andere lebewesen und teile der schöpfung.
    ich sags mal so, unsere "göttliche gabe" des großangeschwollenen hirns ist ja schön und gut, aber bei vielen, die mir begegnen scheint es allzu still zu sein.

    gruß,
    saul

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