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Thema: Keltischer Hilfeschrei... und diesmal ganz ernsthaft

  1. #1
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    Keltischer Hilfeschrei... und diesmal ganz ernsthaft

    Hoch im Wissen eingeschätzte Forumatiker,
    für eine Veranstaltung der "InnMusen", ein Euch schon bekannter Kulturverein, dem ich die Ehre habe vor- oder nachsitzen zu dürfen, suche ich die vollständige Übersetzung eines Gedichtes von Taliesin dem Barden mit dem Titel "Der Kampf der Bäume"; manchmal auch als "Krieg der Büsche" bezeichnet. Ich erlaube mir, am Ende meiner Bitte eine Textprobe anzufügen... aber ich habe leider nur Fragmente.
    In einer verlassenen, kahlen Kirche wollen wir aus Licht, Musik und dem gesprochenen Wort eine Harmonie des keltischen Zaubers entstehen lassen, und füdas vorgetragene Wort bilde ich mir g'rad eben dieses Epos ein. Wer kennt das Werk und wer kann mir weiterhelfen? Und bitte nicht im stolzen Sinn von Taliesin: "Ich bin ein Barde, ich werde Geheimnisse nicht vor Sklaven ausbreiten."

    Der Weißdorn, mit Stacheln bewehrt,
    sticht in die Hände,
    die zitternde Espe schneidet die Köpfe ab
    und wird selbst im Getümmel gelichtet.
    Das Farnkraut sieht sich zertreten,
    der Ginster allen voran
    wurde im Graben verwundet,
    der Stechginster nicht verletzt,
    wiewohl man ihn überall antrifft.
    Das Heidekraut ist indes siegreich
    da es sich allseits zu hüten versteht.

    Die Glockenblumen, die blauen,
    müssen das Schlimmste erleiden.
    Zertreten werden die einen,
    die anderen völlig geknickt.

    Ich bedanke mich schon jetzt für die Mithilfe, vielleicht können wir den Gewinn des laufenden Wettbewerbs, die zehn Tage in Bad Füssing, so legen, daß der Sieger dem Ereignis beiwohnen kann.
    Hannemann

  2. #2
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Keltischer Hilfeschrei... und diesmal ganz ernsthaft

    viel ist es nicht... Hast Du das Buch „die weisse göttin“ gelesen? Dort soll es eine Erläuterung des Gesanges geben.

    CAD GODDEU
    (Die Schlacht der Bäume)
    Ich war in vielen Gestalten,
    Bevor ich die passende Form fand.
    Ich war die schmale Klinge des Schwerts.
    (Ich werde es glauben, wenn es erscheint.)
    Ich war ein Tropfen in der Luft.
    Ich war ein leuchtender Stern.
    Ich war ein Wort in einem Buch.
    Ich war zu Anfang ein Buch.
    Ich war ein Licht in einer Lampe.
    Ein und einhalb Jahr.
    Ich war eine Brücke zum überschreiten
    von dreimal zwanzig Flüssen.
    Ich bin gereist als Adler.
    Ich war ein Schiff auf dem Meer.
    Ich war der Führer in einer Schlacht.
    Ich war das Band an eines Kindes Wickeltuch.
    Ich war ein Schwert in der Hand.
    Ich war ein Schild im Kampf.
    Ich war die Saite einer Harfe,
    Verzaubert für ein Jahr
    In die Gischt des Wassers.
    Ich war ein Schürhaken im Feuer.
    Ich war ein Baum im Dickicht.
    Nichts gibt es, was ich nicht gewesen.
    Ich kämpfte, wenngleich klein,
    In der Schlacht von Goddeu Brig,
    Vor dem Herrscher von Britannien,
    Reich an kämpfenden Rotten.
    Mitteltmäßige Barden lägen,
    Lügen von einem gewaltigen Untier,
    Mit einhundert Köpfen,
    Und von einem schrecklichen Kampf
    Unter der Zungenwurzel.
    Und einem anderen Kampf
    Hoch hinter der Stirn.
    Eine Kröte, an deren Arm
    Einhundert Krallen,
    Eine gefleckte, kammbewehrte Schlange,
    Die an ihrem Fleisch straft
    Einhundert Seelen für ihre Sünden.
    Ich war in Caer Fefynedd,
    Dorthin eilten Gräser und Bäume.
    Wanderer erblickten sie,
    Krieger erschraken
    über die Wiederkehr der Konflikte,
    Die Gwion ausgeheckt.
    Es tönt ein Ruf zum Himmel,
    Zu Christus, auf daß er
    Ihre Erlösung wirke,
    Der allmächtige Herr.
    Und wenn der Herr antwortete,
    Durch Zauber und magisches Wesen,
    So nehmt an die Formen der wichtigsten Bäume,
    In euren Reihen
    Haltet zurück alle,
    Die unerfahren im Kampf.
    Als die Bäume verzaubert wurden,
    Da war Hoffnung für die Bäume,
    Auf daß sie die Absicht vereitelten
    Der sie umringenden Feuer...
    Besser sind Drei im Einverständnis,
    Wenn sie sich im Kreis vergnügen,
    Und einer von ihnen erzählt
    Die Geschichte der Sintflut
    Und vom Kreuz Christi
    Und vom Tag des Gerichts, das nahebei.
    Die Erlen in der ersten Reihe,
    Sie führten den ersten Sturm.
    Weide und Heckenbusch waren.
    Langsam in der Schlachtordnung.
    Die Pflaume ist ein Baum,
    Nicht beliebt bei den Menschen;
    Die Mispel ist von ähnlicher Art,
    Und erträgt schwere Mühsal.
    Die Bohne birgt in ihrem Schatten
    Ein Heer von Gespenstern.
    Die Himbeere gibt
    Nicht die beste Nahrung.
    Im Verborgenen blühen
    Liguster und Geißblatt,
    Und der Efeu in seiner Jahreszeit.
    Groß ist der Stechginster in der Schlacht.
    Der Kirschbaum ward getadelt.
    Die Birke, obzwar sehr edelmütig,
    Trat zu spät in die Reihen;
    Es geschah nicht aus Feigheit,
    Sondern wegen ihrer Größe.
    Das Auftreten des...
    Ist das eines Fremden, eines Wilden.
    Die Tanne auf dem Hof,
    Stark in der Schlacht,
    Von mir allzu sehr gepriesen
    In Gegenwart von Königen,
    Die Ulmen sind ihre Untertanen.
    Er weicht keinen Fußbreit zur Seite,
    Sondern schlägt mittendrein
    Und am äußersten Ende.
    Und der Haselstrauch ist der Richter,
    Seine Beeren sind Eure Mitgift.
    Der Stechginster ist gesegnet.
    Starke Häuptlinge im Krieg
    Sind die.., und der Maulbeerbaum.
    Wohlhabend die Buche.
    Die Steineiche dunkelgrün,
    Sie war sehr mutig:
    Mit Stacheln bewehrt an allen Seiten,
    Die Hände verwundend.
    Die ausdauernden Pappeln,
    Sehr oft gebrochen im Kampf.
    Der ausgeplünderte Farn;
    Der Besenginster und seine Kinder:
    Der Stechginster benahm sich wüst,
    Bis er gezähmt ward.
    Das Heidekraut spendete Trost,
    Die andren versöhnend.
    Der Schwarzkirschenbaum nahm die Verfolgung auf.
    Die schnell schreitende Eiche,
    Vor ihr zittern Himmel und Erde,
    Mannhafter Wächter gegen den Feind,
    So lautet ihr Name in allen Landen.
    Die Kornrade, zum Ballen gebunden,
    Wurde dem Feuer übergeben.
    Andre wurden abgewiesen
    Wegen der Lücken, geschlagen
    Durch große Gewalt
    Auf dem Schlachtfeld.
    Sehr zornig die Grausam die düstere Esche.
    Schächern der Kastanienbaum,
    zurückweichend vor dem Glück.
    Es wird eine schwarze Dunkelheit sein,
    Es wird ein Beben der Berge sein,
    Es wird ein reinigendes Feuer sein,
    Es wird zuerst eine große Flut sein,
    Und wenn der Ruf gehört werden wird
    Treiben die Wipfel der Birke neue Blätter,
    Ihre Form verändernd und
    aus ihrem welken Zustand verjüngt;
    Verflochten sind die Wipfel der Eiche.
    Aus dem Gorchan des Maelderw.
    Lächelnd an der Felswand
    (War) der Birnbaum, nicht von hitziger Art.
    Nicht von Mutter noch Vater
    War, als ich gemacht,
    Mein Blut oder Körper;
    Aus neun Arten von Eigenschaften,
    Aus Früchten von Obstbäumen,
    Aus Obstbäumen hat Gott mich geschaffen,
    Aus der Blüte der Bergprimel,
    Aus den Knospen der Bäume und Büsche,
    Aus der Erde von irdischer Art.
    Als ich gemacht ward
    Aus den Blüten der Nessel,
    Aus dem Wasser der neunten Welle,
    Ward ich verzaubert von Math
    Bevor ich unsterblich wurde.
    Ich ward verzaubert von Gwydion,
    Dem großen Zauberer der Briten,
    Von Eurys, von Eurwn,
    Von Euron, von Medron,
    In Tausende von Geheimnissen,
    Ich bin so gelehrt wie Math...
    Ich weiß von dem Kaiser,
    Als er halb verbrannt ward.
    Ich habe Kenntnis von Sternen,
    Von Sternen bevor die Erde (gemacht war),
    Von wannen ich geboren,
    Wie viele Welten sind.
    Es ist der Brauch verdienstvoller Barden,
    Das Lob ihres Landes zu singen.
    Ich habe gespielt in Lloughor,
    Ich habe geschlafen in Purpur.
    War ich nicht im Burgfried
    Mit Dylan Ail Mor,
    Auf einem Sitz im Mittelpunkt
    Zwischen den Knien des Fürsten,
    Auf zwei stumpfen Speeren?
    Als vom Himmel
    Die Sturzbäche herab
    In die Tiefe
    Rauschten mit gewaltiger Kraft.
    (Ich weiß) vier mal zwanzig Lieder,
    Ihnen Vergnügen zu spenden.
    Da gibt es keinen, ob alt oder jung,
    Außer mir, und ihre Gedichte,
    Kein anderer Sänger kennt die ganzen neunhundert,
    die mir bekannt,
    Betreffend das blutfleckige Schwert.
    Die Ehre ist meine Führerin.
    Nützlich ist von dem Herrn zu lernen.
    (Ich weiß) vom Schlachten des Ebers,
    Seinem Erscheinen, seinem Verschwinden,
    Seiner Kenntnis der Sprachen.
    (Ich kenne) das Licht, dessen Name ist Glanz,
    und die Zahl der regierenden Lichter,
    Die Feuerstrahlen verbreiten
    Hoch über der Tiefe.
    Ich war eine gefleckte Schlange auf einem Berg;
    Ich war eine Natter in einem See;
    Ich war einst ein böser Stern;
    Ich war ein Gewicht in einer Mühle.
    Mein Mantel ist ganz und gar rot.
    Ich künde kein Unheil.
    Viermal zwanzig Rauchwolken
    Für jeden, der sie forttragen mag:
    Und eine Million Engel
    Auf meines Messers Spitze.
    Gefällig ist das gelbe Pferd.
    Aber hundertmal besser
    Ist ein milchfarbener Falbe,
    Schnell wie die Seemöwe,
    Die mich nicht einholen kann
    Zwischen dem Meer und der Küste.
    Bin ich nicht überragend auf dem Blutfeld?
    Hundertmal habe ich Anteil am Raub.
    Mein Kranz ist von roten Juwelen,
    Golden ist der Saum meines Schildes.
    Es ist keiner geboren, so gut wie ich,
    Oder je gekannt,
    Außer Goronwy,
    Aus den Tälern von Edrywy.
    Lang und weiß sind meine Finger,
    Lang ist es her, seit ich ein Hirte war.
    Ich reiste über die Erde,
    Bevor ich ein Weiser ward.
    Ich bin gereist, ich wanderte im Kreis,
    Ich schlief auf hundert Inseln;
    Ich wohnte in hundert Städten.
    Gelehrte Druiden,
    Kündet Ihr von Arthur?
    Oder bin ich es, den sie feiern,
    Und die Kreuzigung Christi,
    Und den Tag des Gerichts, nahebei,
    Und einer erzählt
    Die Geschichte der Sintflut?
    Mit einem goldnen Juwel, gefaßt in Gold
    Bin ich geschmückt;
    Und ich fröne der Lust
    Aus der drückenden Mühsal des Goldschmieds.

    ---------------------------
    alternatives Fragment:

    Ich erinnere mich genau:
    In einer Vielzahl von Formen erschien ich,
    bevor ich meine endgültige Gestalt annahm.
    Ich war eine schlanke, vergoldete Lanze,
    ihren Glanz sehe ich noch vor mir,
    ich war ein Regentropfen in den Lüften,
    ich war der fernste der Sterne,
    ich war ein Wort in der Botschaft,
    vorher war ich noch Buch,
    ich war Licht der Lampe.
    Eineinhalb Jahre war ich eine Brücke
    über dreimal zwanzig Mündungen.
    Ich war Weg,
    ich war Adler,
    ich war Fischerboot auf dem Meer,
    ich war Festmahl,
    ich war Tropfen im Regenguß,
    ich war Schwert in der Umklammerung der Hände,
    ich war Schild in der Schlacht,
    ich war Saite einer Harfe,
    und das neun Jahre lang.
    Im Wasser,
    im Schaum war ich Schwamm,
    im Feuer war ich Scheit
    geheimnisvollem Holz
    Auf den Bergeshöhen war
    ich eine gesprenkelte Schlange,
    ich war Otter im See,
    ich war ein Komet
    ich habe unter meinen Schenkeln
    sechs falbe Rosse niedergeritten.
    Aber hundertmal besser ist mein Pferd Melygan:
    Es ist sanft wie ein Meeresvogel,
    der niemals den ruhigen Strand verläßt.
    Ich war der Held mitten unter hundert Anführern.
    Rot ist der Stein meines Gürtels
    und mein Schild ist goldumrandet
    Lang und weiß sind meine Finger.
    Die Zeit, wo ich Hirte war,
    ist längst vorbei.
    Lang irrte ich auf Erden,
    bevor ich Wissen erlangte.
    Ich irrte umher,
    ich schlief auf hundert Inseln,
    ich trieb mich an hundert Orten umher
    -----------------------------------------

  3. #3
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Keltischer Hilfeschrei... und diesmal ganz ernsthaft

    Herzlichen Dank für Deine Mühe!, doch ich bin mir nicht sicher, ob es das schon ist - einen Teil kenne ich als "Wanderungen", Seelenwanderungen sind wohl gemeint; ich glaube vielmehr, daß Deine Version eine spätere Aufarbeitung des ursprünglichen "Kampf der Bäume" ist.
    Kannst Du mir den Autor der "Weissen Göttin" nennen?

    Noch eine Textprobe:

    Alsbald sind sie in Bäume verwandelt.
    Voll Sehnsucht wieder zu Menschen zu werden,
    erheben sie ihre Stimme
    in schwebender Harmonie
    inmitten der Kämpfe.

    Die Erlen an der Spitze der Truppe
    bilden die Vorhut,
    Weiden und Ebereschen
    mischen sich im Gefolge.
    Die Pflaumenbäume, die raren,
    erstaunen die feindlichen Mannen.

    Hannemann

  4. #4
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Keltischer Hilfeschrei... und diesmal ganz ernsthaft

    Wie wollt ihr diese Aneinanderreihung mystischer Vorstellungen heute verständlich machen?

    Manchmal dürfte weniger mehr sein. Besteht nicht die Gefahr, daß es heillos wird?

  5. #5
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Keltischer Hilfeschrei... und diesmal ganz ernsthaft

    Nanu, keine Keltomania?
    ich liefre mal ein paar Worte, die ich fand bei McManus (1991): a guide to Ogam (maynooth monographs, 4)


    • beithe - Birke
    • luis - Flamme; auch Pflanze
    • fern - Erle
    • sail - Weide
    • nin - Gabel, auch Speicher
    • hUath - Angst
    • dair - Eiche (?)
    • muin - Hals; auch Liebe und List
    • gort - Feld; auch Garten
    • nGetal - Tötung
    • tinne - Spitzbarren
    • coll - Haselstrauch
    • qCert - Busch; Eiche (?)
    • zStraif - Schwefel
    • ruis - Röte
    • ailm - Alpha (ein Baum)
    • onn - Esche
    • ur - Erde; auch Lehm


    Dient der Urbarmachung neuen Gewortes. Vielleicht schreibt einer ein Gedicht?!

  6. #6
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Keltischer Hilfeschrei... und diesmal ganz ernsthaft

    Ein bißchen neugierig bin ich ja doch - Hannemann, welche Fortschritte macht Dein Projekt?

  7. #7
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Keltischer Hilfeschrei... und diesmal ganz ernsthaft

    Ich hab die Musik und das magische Licht. Was mir noch fehlt, ist die geeignete Kirche ohne Säulen, und das vollständige Gedicht. Doch erst einmal Urlaub, und dann wird sich alles fügen. Danke Dir für die Anfrage, ich werde das Forum selbstverständlich auf dem laufenden halten.

  8. #8
    Blaue Blume
    Status: ungeklärt

    AW: Keltischer Hilfeschrei... und diesmal ganz ernsthaft

    Männertreu...

  9. #9
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Keltischer Hilfeschrei... und diesmal ganz ernsthaft

    Männertreu? Das ist nicht schwierig: Röte der Gemütsruhe, Spitze im Fleisch, Tilgung der Scheu, Nahrung der Dichtung, Schmeichel der Wissenschaft, Kunst für jeden Mund, Verbreitung der Erkenntnis, Entsagung des Wortes in einem kleinen Zimmer, Vieh des Weisen, Fülle der Lehre, Köstlichkeiten des Königs, gut bearbeitete Legenden.....und das Wissen, wo Hannemann abschreiben muss.

  10. #10
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Keltischer Hilfeschrei... und diesmal ganz ernsthaft

    Buchtip: Friedrich Schlette: Kelten zwischen Alesia und Pergamon

    - fiel mir beim Umzug in die Hände und wird ins wiki eingearbeitet


    Der stilisierte Diskurs der keltischen Barden nach Poseidonius (V,31):
    Wenn die Kelten zusammenkommen, sprechen sie wenig mit Worten und in Rätseln, indem sie meist dunkel auf Dinge hinweisen und ein Wort verwenden, wenn sie ein anderes meinen.

    Das kennen wir doch von einigen Nichtregistrierten!

    Um sich selbst zu erhöhen und alle anderen herabzusetzen, lieben sie es, in Superlativen zu sprechen. Sie sind ruhmredig und drohen gern und lieben eine bombastische Sprache.

  11. #11
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Keltischer Hilfeschrei... und diesmal ganz ernsthaft

    Der fleißigen Sekretärin Charlotte meinen unterschwellig schuldigen Dank. Süße gälische Laute klingen und schwingen in meinem bescheidenen Haus, finden ihren Widerhall in dem unversuchten, unversauten Jünglingsherz! des geneigten Lauschers.
    Dir, Lottchen, zur Freude ein Poem des liederlichen Barden Dafydd ap Gwilym:
    Gott gab dir eine blütenweiße Stirn
    und rotgoldenes Haar
    wie züngelnde Flammen.
    Dein schlanker Hals, dein Busen,
    rund und voll, deine Wangen,
    sonnig gerötet.
    Brauen hast Du Londonschwarz,
    Augen voller Licht,
    eine süße Mädchennase
    über deinem Lächeln der fünf Freuden -
    und dein lieblicher Körper,
    der meinen Glauben versucht...

    Komm in die Berge, meine Schöne,
    wo unser Bett sein soll, hoch droben
    unter den jungen Birken
    auf einem Teppich von grünem Laub,
    umrahmt von schimmernden Farnen,
    sicher vor dem Regen
    unter einer Decke aus Ästen.


    Dieses Gedicht wurde am 07.08.2001 von Hannemann, Wiedergeburt des Barden Taliesin, für Charlotte zur Leier gesungen.

  12. #12
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    AW: Keltischer Hilfeschrei... und diesmal ganz ernsthaft

    Robert von Ranke-Graves, übrigenz,
    rororo,
    S.33... -
    Sprache des Mythos...
    hat ich heut schon in den händen, wat ein zufall...

  13. #13
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Keltischer Hilfeschrei... und diesmal ganz ernsthaft

    Liste der heroisch-kriegerischen Namenwelt der Kelten:

    keltische Bezeichnung deutsche Entsprechung
    Ande-broci-rix Großkönig des Gaues
    Atepo-maros der groß an Pferdestärke ist
    Bio-tekos der beim Zulangen schön ist
    Brogi-maros der im Gau Große
    Cata-mantal-oedes der, dessen Größe in der Schlacht liegt
    Cato-mocus Kampfeber
    Cluto-maros der groß an Ruhm ist
    Cobro-mara die groß in der Hilfe ist
    Dago-durnus der gut mit der Faust ist
    Ec-ritu-rix der den Angriff führt
    Eni-boudios den Sieg in sich habend
    Ex-obnos ohne Furcht
    Litu-maros groß an Festen
    Magu-rix Herr der Jungkrieger
    Meddu-gnatus der mit Met Vertraute
    Miletu-maros der groß in der Zerstörung ist
    Namanto-bogios Vernichter der Feinde
    Nerto-valos durch Kraft mächtig
    Orgetu-rix Der Feind-Totschläger
    Rectu-genus der Rechtmäßige
    Sego-maros der groß an Sieg ist
    Seno-condus der den Verstand des Alten hat
    Teuto-boduus der fürs Volk kämpft
    Touto-divix das Volk rächend
    Uro-geno-nertus stark wie ein Auerochsenabkömmling
    Ver-cingeto-rix oberer König der Krieger
    Ver-com-bogios Großvernichter


    Hatten und haben wir nicht immer noch dieses Problem mit den fakes? Hier ist eine Liste, die neue Namen fürs Forum birgt. Wer wollte nicht wenigstens einmal heißen wie Eni-boudios ? Wenigstens furchtlos streiten wir wider den Tod in uns..

  14. #14
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Keltischer Hilfeschrei... und diesmal ganz ernsthaft

    Ergänzung keltischer Bardenkunst durch Benjamin Britten in einem Singsang namens marsh flowers
    erstellt von Benjamin Britten:Hier schlägt der kräftige Eibisch seine schleimige Wurzel.
    Hier läßt die matte Tollkirsche ihre tödliche Frucht hängen.
    Auf den Sandhügeln ist das ausgeblichene Grün des Bilsenkrauts zu sehen, mit seiner Blume von widerwärtig süßem Duft.
    Hier, auf drahtigem Stiel, wächst der salzige Lavendel ohne Duft.
    Unter der Mauer springt die feurige Brennessel hervor,
    mit runden Früchten und giftigen Stacheln.
    In jeder Spalte wächst das Farnkraut gern,
    mit glänzenden Blättern und gelbbraunen Blüten darunter;
    die wenigen matten Blumen, die hier verteilt sind,
    sind eines Wesens mit ihrem sumpfigen Bett -
    Diese, zusammen mit dem Seetang,
    der mit den Wellen auf und ab geht,
    bilden die eingeschränkte Flora unserer Stadt.

  15. #15
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Keltischer Hilfeschrei... und diesmal ganz ernsthaft

    So ein feurig Mann Kümmernisse mit dem Betragen seines nackig Weib hat, gebe er reichlich Samenkörner vom Bilsenkraut in heißen Wasserdampf und soll die Nackige darüber husten lassen. Er wird alsbald zufrieden sein.
    Na dann gute Nacht.

  16. #16
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Keltischer Hilfeschrei... und diesmal ganz ernsthaft

    Auch ein Sud von Blättern der Belladonna, auf die Schöne gerieben, ließ Nacktschatten schon transzendieren - was man im Botanischen Garten zu Highdelberg so alles lernt!

  17. #17
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Keltischer Hilfeschrei... und diesmal ganz ernsthaft

    Gleichermaßen kann eine Gazellenfrau eine Mischung aus Honig, den geriebenen Wurzeln des blauen Lotos, der Krapp-Pflanze und der Shorea Robusta verwenden, um für eine Nacht einen Hengst in sich aufzunehmen.

  18. #18
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    AW: Keltischer Hilfeschrei... und diesmal ganz ernsthaft

    Ein Hengst, ein Pferd!
    Wird das nicht zu schwer?

    Obwohl, ein Pferd heißt Pferd, weil es abfährt...auf der blauen Lotosblume.

  19. #19
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    AW: Keltischer Hilfeschrei... und diesmal ganz ernsthaft

    das klingt mir verdammt nach katharina II., wars nicht jene, die sich für den hengsten extra ein begattungsgestell anfertigen ließ?
    schätze den lotos muß sie in rauhen mengen...

  20. #20
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    AW: Keltischer Hilfeschrei... und diesmal ganz ernsthaft

    Verzeiht den erneuten Zwischenruf eines Unbehuften, aber das Pferd heißt so, denn es weilt auf der Erd', weil sonst würde es Pfluft heißen, das weiß ich. Ich passe aber fein auf, Marina.

  21. #21
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Keltischer Hilfeschrei... und diesmal ganz ernsthaft

    Möchte magischen Käse essen:

    FESTKALENDER, bäuerlicher
    - steht in Irland im Ggs. zum druidischen Coligny-Kalender
    - der Jahreskreis wird durch vier wichtige Feste gegliedert
    imbolc (31.Jänner)
    beltaine (30.April)
    lugnasad (31.Juli)
    samuin (31.Oktober)
    - für diese Feste stellte man den magischen Käse her, der vor den fairies (?) schützte, und mit deren Hilfe man prophezeite

  22. #22
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Keltischer Hilfeschrei... und diesmal ganz ernsthaft

    Samuin or Samain, Edddy? That's the question!
    Steht kurz bevor, Halloween, short before, verbunden mit einer geradezu magischen Buchvorstellung.

  23. #23
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Keltischer Hilfeschrei... und diesmal ganz ernsthaft

    Jetzt ist es raus: Wir nehmen diesen Ordner auf die Startseite bei Newcomer, der demnächst Wolkenstein-Verlag heißen wird.

    Weil doch mein Freund Achtpanther immer behauptet, Kelten und Germanen würden sich nicht sonderlich unterscheiden, von anderen schon gar nicht als Disparates wahrgenommen worden sein, so will ich hier im weiteren sammeln, was sich so an Unterschieden, vielleicht nur marginal, doch nichtsdestotrotz dispratem Geiste entspringt (entsprungen auftun tut):

    ad 1: Bis in Caesars Zeiten unterschied sich das Gemache nicht sehr, doch dann rissen die Flanken und die grauharsche Menge im Zentrum der Welt dislozierte, wurde zunehmend fremdseienden Charakters, fiel auseinander; nichts aber renkte sich seitdem ein, bis der gute Adenauer beschloß, Deutschland und Frankreich zu einem zu machen...
    Also, nach Caesars letztendlichem Sieg über die Kelten (nicht die Germanen!) war deren Lebenswillen gebrochen, die Römer nahmen fortan keine keltischen Söldner für schwierige Aufträge in Sold, sondern germanische, weil die "riesenhafter, trutziger, kampfrasender, treuer" waren als die Kelten.

  24. #24
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    AW: Keltischer Hilfeschrei... und diesmal ganz ernsthaft

    Das stimmte nicht ganz, sie, die Seher, prophezeiten in Trunkenheit.

    Wir auch.

    Doch wer von uns Sehenden ist schon jemals von Deutschem Käse trunken geworden?

  25. #25
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Keltischer Hilfeschrei... und diesmal ganz ernsthaft

    etwas über keltischen Käse:

    KÄSE
    - der beste Käse Galliens kam zu PLINIUS' Zeiten aus der Gegend von Nimes, aus den Dörfern Lesure (Gegend um La Lozere) und Gabalicum (Gevaudan) - er wurde nach Rom exportiert

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