Umfrageergebnis anzeigen: Brauchen wir Zuwanderung?

Teilnehmer
7. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • ja, unbedingt

    3 42,86%
  • nein, überflüssig

    0 0%
  • ja, aber nur, wenn ein Gesetz diese regelt

    2 28,57%
  • nein, weil wir unsere Probleme immer noch selbst regelten

    1 14,29%
  • ich weiß es nicht

    1 14,29%
+ Antworten
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Ergebnis 1 bis 25 von 214

Thema: Brauchen wir Zuwanderung? - eine Kontroverse

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  1. #1
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post Brauchen wir Zuwanderung? - eine Kontroverse

    Argumentationsübung. Die Argumente werden diametral gelistet. Vorerst sollen jeweils acht Argumente den Diskurs einläuten. Sollten sich weitere Argumente pro oder contra aus dem Diskurs ergeben, werde ich sie hier einfügen.

    - notwendig, da der demographische Wandel die Deutschen vergreisen und aussterben läßt (2050 leben zehn Millionen Deutsche weniger) - die Menschen werden älter, bleiben länger erwerbstätig und sichern ihren Lebensstandard zunehmend individuell
    - da die Zahl der Rentner steigt, würde eine fehlende Einwanderung dazu führen, daß jeder Arbeitnehmer einen Rentner bezahlen muß - die Lebensrente wird schon längst nicht mehr aus den Einzahlungen der gegenwärtig Arbietenden bestritten, sondern aus dem Zins und Zinseszins vergangener Jahrzehnte, zudem steigt die Arbeitsproduktivität Jahr für Jahr → das läßt erwarten, daß sehr bald nur wenige Menschen überhaupt noch arbeiten müssen
    - jede familienpolitische Umkehr zu einer Politik mit Familien von drei Kindern wird erst in Jahrzehnten greifen (wenn überhaupt), ergo müssen Zuwanderer die Lücke zwischen Sterbenden und Neugeborenen schließen helfen - wir müssen keine Lücke schließen; es ist notwendig, da in zwanzig oder dreißig Jahren nur noch wenige Menschen für die materielle Sicherstellung unserer Bedürfnisse benötigt werden und auch viele medizinische Dienste von Robotern etc. erledigt werden können
    - Zuwanderer bringen ihr Wissen ins Land und geben ihm damit einen Innovationsschub - im Zeitalter von Internet überflüssig; zudem erfolgt der Wechsel des Arbeitsplatzes in den wichtigsten Bereichen eineindeutig: es gehen Deutsche ins Ausland und kommen Fachkräfte aus dem Ausland → Einwanderung überflüssig, wenn den Arbeitsmarkt offenhält
    - integrationswillige Zuwanderer sind ein Gewinn für die Gemeinschaft - der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht → Menschen hinsichtlich ihrer Gebrauchsfähigkeit vor einer Einwanderung zu prüfen ist faschistoid und raubt armen Ländern ihre Fachkräfte, die dort wichtiger sind als hierzulande
    - jeder Mensch sollte freies Wohnrecht auf der Welt besitzen - die Rechte der Einheimischen besitzen gegenüber denen der Auswärtigen Vorrang, d.i. überall auf der Welt so, denn die Einheimischen haben das, was sie umgibt, erarbeitet
    - man muß die Unterscheidung zwischen Asylrecht und Zuwanderungsgesetz aufheben und ein allgemeines Gesetz für Zuwanderung schaffen, das es jedem ermöglicht, unter Berücksichtigung bestimmbarer Kriterien einen Lebensmittelpunkt seiner Wahl zu setzen, der zugleich den Einheimischen ihrerseits Lebenssicherheit konzediert - da nur 8% der Zuwanderer im letzten Jahr zu Arbeitszwecken in die BRD kamen, schafft die bisherige (gute) Gesetzgebung offenbar zu viele Lücken, die von 92% der Zureisenden bereits jetzt ausgenutzt werden und auch durch ein neues Gesetz kaum verhindert werden können, es sei denn, man streicht staatliche Hilfen und überläßt die Versorgung der Bevölkerung
    - viele der Zuwandernden bleiben nicht lange; sie kommen, um Erfahrungen zu sammeln, was man ihnen nicht vorenthalten sollte, sondern konkret durch Gesetze fixieren muß - es wandern zu viele Deutsche aus, denn die BRD ist ein Niedriglohnland, was auch mit dem Zuzug zahlreicher (billigerer) Arbeitskräfte aus dem Ausland zu tun hat

  2. #2
    kls
    Status: ungeklärt

    Was heisst hier 'brauchen'?

    Warum wird denn, wenn schon vorhanden, der Volksverhetzungsparagraph (§ 130) nicht bei muslimischen Hasspredigern hinzugezogen?

    Zu diesen Pro und Kontras:

    Wir werden älter, also kosten wir mehr nach unserer Zeit im Erwerbsleben. Warum sollte dieses Land nicht mit nur 40 Millionen Einwohnern funktionieren? Leider werden die erwirtschafteten Arbeitsproduktivitätsgewinne nur nach oben weiter gereicht. Die demoskopische Lücke von Leuten schließen zu lassen, die unserer Kultur ablehnend bis feindlich gegenüberstehen, halte ich für kein gutes Konzept. Das Wissen der Zuwanderer ist im Regelfall noch schwer ausbauwürdig, außerdem kommen nicht so viele wegen den besseren Studienmöglichkeiten. Sorry, aber die meisten wollen nur die Vorzüge unserer Kultur genießen, zu denen auch das Recht gehört, sich ungerecht behandelt zu fühlen, weil die Traditionen nicht geachtet werden und das Geld nicht reicht. Dass integrationswillige Zuwanderer ein Gewinn für die Gemeinschaft sein können, bezweifle ich nicht. Nur - wie viele wollen sich denn integrieren, wo es doch Verrat wäre? Wie viele sind der I.S. In die Arme gefallen. Ich bin zu faul zum Recherchieren, aber sozialer Gewinn sieht anders aus. Gettobildung, Subkulturen, Hassprediger, Ja-ja, ich weiß. Es sind nur wenige, aber die können eine offene Gesellschaft wie die unsere zerstören. Freies Wohnrecht für alle? Welche Tofubäckerin denkt sich denn so etwas aus? Weiß die denn nicht, wie viele Millionen sofort darauf pochen würden? Kann man es ihnen verdenken? Nein, dieses Land, wo Milch und Honig fließt, weil es (indirekt) die meisten Länder mit ausbeutet aus denen diese Millionen verzweifelter Menschen versuchen zu entkommen, ist zu verlockend, als dass wir diese Entscheidung, wer rein darf und wer nicht, keinesfalls den Betroffenen überlassen dürfen. Das wäre nicht nur dumm, sondern auch ungerecht denen gegenüber, die sich an die Spielregeln halten.

    Wir sollten erst mal die Probleme lösen, die unsere bisherigen Zuwanderer verursachen. Nicht mit Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für Sozialromantikerinnen, die dann irgend eine Projektgruppe betreuen, bis die Gelder alle sind. Natürlich auch nicht mit faschistoiden Intentionen. Sondern mit HIRN! verdammt. Sooo schwer kann das doch nicht sein, pragmatisch und ohne Tamtam etwas in Bewegung zu setzen, was nicht ausschließlich der Eitelkeit von Entscheidungsträgern dient.

    Von ehrenamtlichem Kümmern halte ich wenig, weil in der Folge die finanziellen staatlichen Einbringungen zurückgehen.

    So, nun habe ich mich vermutlich bei den schlichteren Gemütern als Xenophob geoutet. Und jawollja: Unsere Politiker fallen vom Dach und bei jedem Stockwerk, an dem sie vorbei rauschen, denken sie: "Na, bis hierhin ging es doch prima".

    Dem Land, dem Volke dienen? In größeren Zusammenhängen denken, wofür sie ja auch bezahlt werden? Die Energie nicht im verbalen Verdun vergeuden, sondern einfach seinen Job machen?

    Hahahaha.

  3. #3
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    AW: Was heisst hier 'brauchen'? Ordnungsprinzipien

    Bräuchte erst einmal eine Einteilung: Beispielsweise Pro 1.1- 8 und Kontra 2.1 - 8, damit ich Deine Argumente einsortieren könnte und einen Kontext herstellen könnte. Schlage zudem die Spalte Synthese 3.1 - 8 vor. Spalte 4 könnte die Neothese im Zielfindungs- und Entscheidungsprozess entwickeln. Nennen wir es vorerst weiträumig mögliche "Syntheseforschungsgedanken" - ohne Anspruch auf Gültigkeit - Arbeitshypothesen eben.

    Daneben wären die tatsächlichen Systembedingungen und ihre Ursachen mit einzubeziehen, gegen die wir uns ohnehin bedeutungslos zur Wehr setzen und in individuelle relative Dichotomien verfallen. Abgestufte Konzepte relativer Besonderheit wären von synergetischen Strukturen zu unterscheiden. Wobei Synthese und Neothese durchaus zusammengefasst werden könnten. War ja nur ein Gedanke.

    Ansonsten KL, ich versteh echt nur BAHNHOF. Davor müsste ich Aerolith erstmal verstehen. Tabellenform?

    Was macht den Strom zum Strom? Was macht das Mehr zum Meer? Ich lass die Gedanken mal sacken. Einziger Aspekt: Globaler Betrachtungsmaßstab wäre schön.

  4. #4
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Was heisst hier 'brauchen'? Ordnungsprinzipien

    Systembedingungen führen zur Komplexität, die in einer auf Pro und Contra eingestellten Diskussion eher zu Erkenntnisverwäßrung führen. Am Ende muß in einem System alles ausgeglichen werden, also zur Beliebigkeit führen, andernfalls erfüllt ein System nicht mehr seinen Zweck. Vielmehr ist es das Ziel einer Diskussion, zu einer Entscheidung zu gelangen, also die einzelnen Argumente FÜR SICH zu prüfen und dann zu sagen, ich stimme dem oder jenem zu. Als nächsten Zwischenschritt (um zu einem Ergebnis zu kommen), findet man das stärkste Argument. Dann läßt sich entscheiden, ob man die Eingangsfrage mit ja oder nein beantwortet.
    Kurzum: eine dritte oder vierte Spalte halte ich schlichtweg für überflüssig. Gibt es weitere Argumente, dann sollten sie in diesen BEIDEN Spalten Platz finden.

  5. #5
    kls
    Status: ungeklärt

    Eindeutig Stellung

    Nein! Nach meinem bisherigen Wissensstand BRAUCHEN wir KEINE Zuwanderung. Aber gegen ein bisschen habe ich nichts, besonders wenn es sich um experimentierfreudige Kunststudentinnen aus Bielefeld handelt. Ich meine, wenn man einem Club beitritt, sollte man die Satzung achten. Die Freiheiten nutzen, um mühsam erworbene Freiheiten wieder abzubauen ist schizo. Viele von denen kennen es ja gar nicht anders und sehnen sich, so wie manche entlassene Langzeithäftlinge zurück in die Anstalt flüchten, nach Kopfknast. Den Wert von Bildung lernt man erst zu schätzen, wenn man ein wenig von davon erworben hat.

    Die Dosis macht's! Zur Zeit haben wir 20 % Migrationshintergründler (Ist das nicht ein irres Wort? Hört sich an wie eine Fischart.) - ich denke 25 % sind tragbar, vielleicht mehr, wenn wir die, welche gegen die Spielregeln verstoßen, schneller vom Feld schicken würden.

    Die einzelnen Argumente pro und contra sind alle herrlich mit Schlagworten, Halbwissen, Unterstellungen und Vorurteilen tot zu kloppen, je nach Interessenlage.

  6. #6
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    Der Reihe nach...

    1. Alterspyramide:

    Pro: Wachstumsparadigma (Sachzwang)
    Kontra: Individuelle Vorsorge (soweit möglich)
    Synthese: Wieviel Menschen können wie lange auf dem Planeten leben?
    Neothese: Autarke Lebensplätze

    2. Rentenproblem:

    Pro: Belastung der Beitragszahler steigt ohne Zuwanderung
    Kontra: Zunehmende technische Arbeitslosigkeit
    Synthese: Globale Grundsicherung
    Neothese: Globales Berechnungsmodell

    3. Familie und Beruf

    4. Kulturelle Faktoren

    5. Integration, Inklusion

    6. Teilhabe

    7. Rechtlicher Rahmen und Trennung Asyl und Zuwanderung

    8. Motive von Abwanderung und Zuwanderung

    Wesentlich ist bei der Betrachtung einerseits die Zielvorstellung, andererseits der Betrachtungshorizont (national, europäisch, global) und drittens die tatsächliche Entwicklung der Gründe, die Menschen bewegen, ihre Heimat zu verlassen.

    Daneben erinnere ich an das MINK-Verfahren:

    a: Wer hat die Macht, daran etwas zu ändern? Mit welchen Machtkonstellationen haben wir es zu tun? Welche Entscheider "koalieren" mit wem?
    b: Wer besitzt welche Informationen und wie werden sie ausgewertet?
    c: Wer bestimmt die Normen, nach denen wir Ordnungsprinzipien betrachten?
    d: Wer kontrolliert die Einhaltung der Ordnungsprinzipien und vergleicht den Soll- mit dem Ist-Zustand??

    Daher bleibe ich dabei: Ohne Zielfindungsprozess und definierte Ziele kann kein Rationalprinzip angewendet werden. Was nationale Entscheider entscheiden können, hat wenig Einfluss auf die tatsächliche Situation. Entscheidend ist daher die Globalentwicklung, aus der die Ursachen für das Verhalten entstehen.

    Ohne einen globalen Betrachtungskontext aufzubauen, wird die nationale Frage von Faktoren überdeckt, die außerhalb unseres Einflussbereiches liegen.

    In China hat sich der Stoffumsatz seit den Achtzigern des letzten Jahrhunderts verdreißigfacht. Global würde ein Wachstum von 3 % bei Verdoppelung der Bevölkerung bis zum Ende des 21. Jahrhunderts einen vierzigfachen Stoffumsatz bedeuten. Ob wir den Planeten für Shell opfern oder für die Rentensysteme - es bleiben isolierte Milchmädchenrechnungen.

    Zuwanderung und Flüchtlingsströme können nicht wirklich kausal getrennt werden. Egal welche Zuwanderungsgesetze bestehen, eh die Menschen zuhause verhungern, sterben sie lieber auf den Seelenverkäufern der Schlepper. Allein der nationale Blickwinkel reicht nicht aus, die globale Bilanzwaage (Mitwelt. Arbeit, Teilhabe, Gesundheit und Planet zu erkennen.

    So sucht die Synthese nach einer Schnittmenge, die Neothese nach bisher unbedachten Möglichkeiten. Ein begrenzter Planet kann nicht unbegrenzt wwwachsen, unter dieser Grundprämisse opfern wir für unsere Rente die Zukunft der Kinder. Global besitzen gerade noch 25% einen sicheren Arbeitsplatz, das steigende Überangebot an Arbeitskraft bei zunehmender technischer Arbeitslosigkeit führt zum Preisverfall der Arbeit.

    Die Lebensqualität - als Indikator für die Funktion des gewählten Systemrahmens - sinkt global immer schneller, je mehr wir auf Expansion in einem begrenztem Lebensraum setzen. Es gibt Fragen, die einfach nicht mehr national gelöst werden können. Wir planen, doch wir erkennen die Regelkreisläufe dabei nicht.

    Bezeichnend ist: Der globale Wissensarbeiter besitzt Zukunftshorizont und gewinnt an Wert, wohingegen der Produktionsmitarbeiter überall an Wert verliert. Es ist keine Lösung, innerhalb global wirksamer Finanzströme nationale Inseln vermeintlicher Glückseligkeit zu erwarten. Ohne uns alle in einem Boot sitzend im Fluss der Zeit zu betrachten, blicken wir auf wechselseitige Egoismen, die niemandem langfristig nutzen. In allen Bereichen erkaufen die Pro- und Kontra- Diskussionen nur Zeit, die Sowohl-als-auch Spalte ist in meinen Augen notwendig.

    3. Familie, Beruf und Zuwanderung

    Zitat von Aerolith:

    Pro - jede familienpolitische Umkehr zu einer Politik mit Familien von drei Kindern wird erst in Jahrzehnten greifen (wenn überhaupt), ergo müssen Zuwanderer die Lücke zwischen Sterbenden und Neugeborenen schließen helfen

    Kontra - wir müssen keine Lücke schließen; es ist notwendig, da in zwanzig oder dreißig Jahren nur noch wenige Menschen für die materielle Sicherstellung unserer Bedürfnisse benötigt werden und auch viele medizinische Dienste von Robotern etc. erledigt werden können

    Pro:
    - Familie können heute keine Normalverdiener mehr bezahlen. Eine multikulturelle Großfamilie ist besser aufgestellt, was Solidarität, Lebensbewältigung und vernetzte Gruppenstrukturen angeht.
    - Wirtschaft muss wachsen, sonst bricht das Renten- und Sozialsystem mit seinen angenommenen Wachstumsannahmen zusammen. Ebenso die Staatsfinanzierung und die Bankenwelt.


    Kontra:
    - aufgrund technischer Arbeitslosigkeit (3-D-Drucker, Rationalisierungsdruck, Effizienzsteigerung) in Verbindung mit globalem Preisdruck und sinkender Globalkaufkraft sind die Annahmen, die einen Facharbeitermangel prognostizieren, höchst fraglich.
    - ebenso unabwägbar sind die globalen Wanderwege von Märkten und Produktion im Unterbietungswettewerb von Volkswirtschaften


    Synthese:
    - globale Betrachtung innerhalb einer ressourcenorientierten Gesamtstrategie (Mitwelt, Leben, Arbeit, Zukunft)
    - Zielfindungsprozess auf globaler Ebene
    - Wertschöpfungsansatz (soziokulturelle Gesamtrechnung [1])


    Neothese:
    - Globalsimulationsberechnung des jeweilig resultierenden Zukunftshorizontes (bei welchen Klimafolgen und Lebensbedingungen)? (Siehe Indien: Arbeiter kippen tot um)
    - Ausrichtung an regional autarken Strukturen, Stärkung autonomer Selbstregulation
    - neue Formen internationaler Zusammenarbeit
    - Global Greening Projekt



    1. Soziokulturelle Gesamtrechnung

    Planungsrechnungen unter soziokulturellen Gesichtspunkten funktionieren selten, da die Verhaltensentscheidungen kaum zu normieren sind. Am Beispiel Gesundheitswesen wird diese Perspektive "Inanspruchnahmeorientierte Bedarfsplanung" genannt. Hürden, wie die "Praxisgebühr", sollten die unnötige Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen vermindern. Was jedoch auf der einen Seite kurzfristig eingespart werden konnte, führt andererseits dazu, dass langfristige Erkrankungen hinzukommen, die schwerer verlaufen, weil sie (durch die Hürden) später entdeckt werden.

    Wesentlich sind ebenso die "verhaltensabhängigen Bedarfsplanungen" des einzelnen Menschen zu beachten, die, eingebettet in Gruppenstrukturen, jeweilige Eigendynamiken entwickeln. Daraus Berechnungen abzuleiten, macht Planung unmöglich. Stellschrauben und Regelungssysteme wären zu entwickeln und in Relation zu einem Planetenwert zu bringen, den Soll-Ist-Vergleich durchzuführen, durch den das Rationalprinzip ermöglicht wird.

    Wie krank oder gesund sind die möglichen Zuwanderer?
    Wie gehen wir im Falle einer globalen / europäischen / nationalen Rezession mit den Menschen um, die heute noch von der Industrie angefordert werden?
    Wie fair ist es, die geistigen Eliten aufzunehmen und die schlecht ausgebildeten abzulehnen?
    Wie kann eine "Wertselektion" stattfinden, ohne die Humanität dabei abzuschreiben?
    Wie kann das Verhalten von Schleppern und Flüchtlingen berechnet werden, ist es von vielfältigen Faktorengruppen abhängig?
    Wer darf leben? Wer muss sterben?
    Welchen Betrachtungkontext und Fokus setzen wir an?
    Sind Menschen Bilanzpositionen oder besitzen wir "humanen Mehrwert" im Sinne des Ausfalls möglicher "Kulturleistung"?
    und tausend andere Aspekte mehr...

    Daher die Neothese der globalen Betrachtungsnotwendigkeit in Simulationsprogrammen zur Entscheidungsfindungsunterstützung neu zu bestimmender Globalgremien, die eine globale Mitwelt- und Globalgesamtrechnung beinhalten sollte, das Rationalprinzip auch nur im Ansatz verfolgen zu können. Globaler Blindflug löst ein Problem, indem mindestens zwei neuen Problemberge entstehen.

    Bei einem dauerhaften Überangebot an Arbeitskräften führt der Wunsch der Industrie nach Zuwanderung zu einem sich weiter verschärfenden Unterbietungswettbewerb der Arbeitnehmerschaft. Die möglichen sozialen Folgen trägt jedoch nicht die Industrie, sondern wir alle zusammen. Der Verlust der Menschlichkeit, die durch unsere utilitaristischen (wertselektiven) Betrachtungsmuster entsteht, ist soziokulturell (auch finanziell) größer, als die drei Groschen, die die Industrie an Steuern zahlen wird.

    Schwieriges Thema

    Ohne die Frage zu beantworten, wie wir leben wollen, ist unsere Zuwanderungsdiskussion ebenso ein Blindflug. Um zu entscheiden, ob wir Zuwanderung bräuchten, müssten wir wissen, was wir als Zielzustand definieren. Eine erweiterte Form von Gruppenbedürfniskommunikation wäre notwendig, die aus Entscheidungen resultierenden Realitäten in einen Soll-Ist-Vergleich zu setzen.

    Wert- und nutzenorientierte Betrachtungen von Menschen in traumatischen Notsituationen entscheiden über Leben oder Tod. Die Barbarei des unverstandenen Eigennutzes ist Ursache, der Rest ist globale Wirkung.

    Wen die Investoren, wo auf diesem Planeten, mit welchen Absichten, wie behandeln, liegt weit außerhalb jedweder demokratischen Entscheidungsfindung.

    Folge dem Geld, dem die Flüchtlinge folgen. Fakt ist, dass neben der Zuwanderungsströme auch die Flüchtlingsströme nicht unbedacht bleiben können, die ohnehin nun europaweit verteilt werden sollen. Wobei auch die europäische Handlungsebene die ursächlichen Problemtafelberge nicht antastet. Folge der Gier des Marktes und du siehst die Ströme der Opfer.

    "Leben - und Leben am Leben lassen" kann nicht allein von den Investoren bestimmt werden. Daran könnte die "Koalition" wohl zerbrechen. Neue Formen globaler Entscheidungsfindungsprinzipien wären wohl zu erarbeiten. Eine Wertselektion - ohne den Gesamtwert zu kennen - führt jedenfalls nicht zu rationaler Unterscheidungsfähigkeit. Emotional vertretbare Entscheidungen können selten unter dem Einfluss von Angst gefunden werden.

    Im Grunde führt alles zu einer "globalen Angststörung" zurück. Durchlässige Grenzen gleichen Spannungsgefälle aus, die steter Fluss von Wünschen und Hoffnungen erschafft. Was wollen wir denn bitteschön alle arbeiten? Wer soll das Produzierte denn ohne Kaufkraft und Planet noch konsumieren? Wo wollen wir denn alle hin? Ohne die "Soziale Frage" global zu stellen, ist es unmöglich, eine national handhabbare und verständliche Antwort zu finden. Bei global freiem Investorenkapital können nationale, europäische und insgesamt wertselektierende Betrachtungen das tatsächlich bestehende, globalsoziale Diffusionsgefälle in der Lebensmöglichkeitenverteilungsrechnung nicht zu mindern. Ausgleich wäre in globalen Entscheidungsfindungsprozessen zu finden. Ohne die Stellschrauben der Ursachenblöcke unserer globalen Angst- und Verhaltensstörung erkennen zu wollen, ist eine sinnhafte Regulation osmotischer Druckgefälle in einem verbundenen Lebenssystem unmöglich.

    Wir können die "Erkankungen" eines Lebenssystems nicht begrenzt betrachten. Alle Faktoren informationstechnisch zu erfassen, ist dem menschlichen Verstand bisher ebenfalls scheinbar unmöglich. Abgrenzung kann in verbundenen Lebenssystemen immer nur Teilerfolge erzielen, die Zeit bringen. Systemische Selbstheilungskräfte bleiben bisher unbeachtet.

    Der Entropiefalle, der Zunahme von Entscheidungsmöglichkeiten unter Umständen, die immer unwahrscheinlicher informationstechnologisch abzudecken und daher zu kalkulieren sind, je weiter sie dabei in die Zukunft blicken, ist mit einer Kontroverse allein kaum zu entgehen. Wenn wir auf einem Planeten (entscheidungstechnisch) immer vorrangig den Kapitalströmen folgen, folgen die Folgen ausgeblendeter Humanität, auf einer globalen Spielwiese, auf dem zugewanderten Blasen an den Füßen. Eine Globalsimulationsrechnung könnte Abhilfe schaffen: Man könnte Entscheidungen in ihren Wirkungsweisen im Zeitkontext auf globaler Ebene betrachten und unterscheiden lernen, was wir wünschen, und, was uns eher nicht wünschenswert erscheint.

    Ohne zu wissen, was uns wünschenswert erscheint, darauf zu hoffen, dass wir es finden, ist zumindest noch weniger wahrscheinlich. Macht, Interesse, Normen, Organisation und Kontrolle - das MIN(O)K Verfahren: Organisation mit höheren Ordnungsreaktionen durch Organisationssimulationsrechnungen mit Kohärenzabsichten in friedlicher Koexistenz. Ein "OK" zu Entscheidungsfragen globaler Reichweite könnte in einer Simulationsrechnung in einen erweiterten Zeitkontext der Betrachtung gebracht werden. Die "gedankliche Vierjahresplanung" der Parlamente hinkt hier im Zeithorizont den Interessen der Investoren hinterher.

    Natürlich gibt es diese Programme und Berechnungen auf vielen Ebenen durchaus, allein die Intention der Herangehensweise könnte spannungsfreier gestaltet werden. Ohne die Ebenen des kollektiven Unbewussten mit einzubeziehen, kann die globale "Wohinwegwo-Zuwanderungsfrage" nicht beantwortet werden, da wir von einem emotional wünschenswerten Zustand sprechen, über den wir nie wirklich gesprochen haben. Wir sind uns dessen nur graduell teilbewusst, was wir als Lebensqualität wünschen würden, spielte es überhaupt noch ein Rolle. Quantitätsbetrachtungen gestalten jedoch nicht allein das Qualitätsbefinden. Mangel durch Selektion zu begrenzen, ist dauerhaft unmöglich. Das Mitwelt-Ranking des kollektiven Unbewussten spielt in dieser Frage eine grundlegende Rolle. Wie weit geht ein jeweiliges Wir jeweils aus welchem Grund? Die Verhungerungs- und Überlebenskonflikte könnten doch weitestgehend noch vor Ort behoben werden, würde im Mangelsystem nicht aus Problemen Profit bei der "European Homecare". Verschickung war auch damals üblich. Globale Verschickung ist jedoch unmöglich. Wo wollen wir uns hinschicken?

    Ein System des Mangels erzeugt Defizite im Verhalten und im Bewusstsein. Emotionale Kohärenz kann nicht durch kognitive Selektion im Sinne des modernen Investitionsu(b)tili(total-it-)arismus erreicht werden. Die Blattern haben wir in der UN ebenso deutlich am Hals.

    Ein globaler Wahlomat könnte die Entscheidungswirkungen (VORHER) (im Klimafolgenwirtschaftssimulationsmodell im Zeitkontext der planetaren Situationsentwicklung (im Kontext von Klima-, Wirtschafts-, Kriegs- und Mangelflüchtlingströmen)) abbilden. Da könnten wir dann am Begriff Rationalprinzip zu kratzen beginnen. Vorher sehen wir nichts, wie es wirklich ist. Mitgefühl kann nur erwarten, wer Mitgefühl aufbringt.

    Wissen wir, wie wir leben wollen? Ohne diese Frage zu beantworten - wie wir leben wollen - können wir Vorteile oder Nachteile von irgendetwas durch irgendwas ja nicht von "weißnichtwieundwas" unterscheiden. Die Industrie schaut dem "geschenkten Gaul" dabei nicht kritisch ins Gehirn. European Homecare ist ein gutes Investment. Elementare Bedürfnisse besitzen keinerlei "Elastizität der Nachfrage". Schafft die Nachfrage die Schlepper oder die schaffen Schlepper die Nachfrage?

    Der Mensch ist zum globalen Geldwanderer geworden. Gibt schon Löhne unterhalb eines Euro die Stunde in Europa... Wohin wollen wir denn "Wachsen"? Die EZB wird´s schon bezahlen, erkauft nur Zeit. Herrhausens globaler Schuldenschnitt gehört mal auf den Tafelberg....

  7. #7
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Vereintes Europa?

    Für mich besteht das Problem schlichtweg darin, daß es Asylrecht gibt. Das muß man abschaffen. Soll doch jeder da leben können, wo er eben will. Also, Tore auf! Zugleich aber darf man Flüchtlingen auch nichts geben, nichts von staatlicher Seite. Das muß das Volk vor Ort entscheiden, was es geben will: Hilfsorganisationen (auf privater Basis), Kirchen, atheistisch-grundierte Humanitätskreise... (alles auf der Basis fehlender steuerlicher Absetzbarkeit) Die Deutschen sind reich genug, auch fähig, das selber zu organisieren. Der Staat sollte sich aus diesem Prozeß soweit herausnehmen und lediglich seiner Ordnungspflicht nachkommen, also alle die aus dem Lande expedieren, die sich NICHT an die Gesetze vor Ort halten und dann auch durchsetzen, daß die nicht einfach wieder reinkommen.
    Würde man das so machen, würde die bundesdeutsche Asylmafia ihre Pfründe verlieren und die Schiebermafia ihre Einkunftsquellen, zudem würde das ganze Gezerre bei der EU aufhören. Auch kann und darf es keine Lösung sein, daß wir die Probleme der Welt ins eigene Land holen und uns für alles verantwortlich fühlen, zugleich aber das machen, was andere über uns bestimmen. Das schadet den Ländern, aus denen die Flüchtlinge stammen, nämlich auch selber: die verlieren wichtige Arbeitskräfte und zudem hält es die Mächtigen in diesen Ländern im Sattel, denn die verweisen immer darauf, daß Kritiker ja das Land verlassen können (ein Ventil bei innenpolitischen Spannungen), wenn es ihnen nicht paßt. Damit werden schlechte Verhältnisse von uns auch noch gestärkt, mal ganz abgesehen davon, daß die meist unausgebildeten Leute keineswegs eine Bereicherung darstellen, sondern erst mal Jahre die Hand aufhalten (müssen) oder zu Billiglöhnen arbeiten, was wiederum auf das Lohngefüge in der BRD drückt, was wiederum den Besitzenden hierzulande mehr nützt als schadet. Das ist alles durchdacht von der Asylmafia. Parallel dazu werden diejenigen, die sich gegen diese Praktiken aussprechen, in die rechte Ecke gestellt, derweil sie doch genau das Gegenteil sind, nämlich Leute, die diese katastrophalen Verhältnisse nicht statuieren, sondern bessern wollen - zum Nutzen aller.

    Wenn die Griechen, um mal ein Beispiel zu nennen, uns was aus Zeiten von 1945 erzählen und hieran Forderungen knüpfen, machen wir denen eine ganz andere Rechnung auf: Die Griechen würden immer noch zum Osmanischen Reich gehören, wenn wir denen damals nicht geholfen hätten, mit viel Geld und viel Einsatz. Ich sage nur Hölderlin und Otto von Griechenland! Zum Dank haben sie uns schon im Ersten Weltkrieg...

  8. #8
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Was mich aufregt

    Soll ich dir jetzt alle Politiker aufzählen die das fordern? Von Kretschmann angefangen bis hin zu verschiedenen Ortsbürgermeistern? Muss ich die Nachrichten, die FAZ und viele andere Medien nennen...oder darf ich davon ausgehen...dass sich jeder Interessierte auch informiert? Ich erzähle ja nichts... was da irgendwo im Verborgenen mal gesagt wurde...

    Selbst wenn es diese Diskussionen nicht gäbe, lieber Kalu, wo sollen denn plötzlich die Millionen Wohnungen herkommen? Haben wir BOB den Baumeister engagiert?
    Es gibt doch jetzt schon keine Wohnungen für die Deutschen. Wenn Du, und alle anderen .... die sich so vehement für Flüchtlinge einsetzen...jeder einen Flüchtling bei sich Zuhause aufnehmen...dann will ich fortan schweigen.

  9. #9
    Kalu
    Status: ungeklärt

    AW: Was mich aufregt

    Ich habe Kretschmann hinterher recherchiert. Nirgends ein Hinweis auf Zwangsräumung zugunsten von Flüchtlingen. Nur in Salzgitter hatte ein OB (Klingebie) davon geschwafelt. A.D. bitte mache hier keinen populistischen Brüllbürger Stand auf, sondern belege Deine Empörungen mit seriösen Quellen.

  10. #10
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    ab Minute 11:45

    http://www.ardmediathek.de/tv/Brennp...castId=1082266

    bitte sei so gut und informiere dich in Zukunft selbst...habe hier keinen Bildungsauftrag

    Du hast doch nun auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel und solltest von daher wissen wie Politik funktioniert. Falls Du im Osten aufgewachsen bist...sei dir allerdings verziehen. Es ist doch vollkommen logisch, dass die Regierung darüber nun keine öffentliche Debatte führt...um keine Hysterie...Angst und Hass enstehen zu lassen. Man tut doch im Moment alles um die Willkommens - Kultur aufrecht zu erhalten...im Wissen...dass es ein Wettrennen gegen die Zeit ist. Nenne mir auch nur eine einzige Alternative zur Zwangsenteignung! Willst Du dir ein Quecha-Zelt in den Garten stellen und den Flüchtlingen Würstchen grillen?

    Ebenso verkündete die Regierung, dass man den Königsteiner - Schlüssel, zur Aufteilung von Flüchtlingen, in der jetzigen Form beibehalten wird. Auch so eine Augenwischerei - wer' s glaubt wird selig. Dient alles nur dazu die Bürger zu beruhigen - vor allem die im Osten...denn dort stehen die meisten Häuser leer.../die Umverteilung kann schon deshalb nicht funktionieren...weil wir von vielen Flüchtlingen gar nicht wissen wird wo die sich überhaupt aufhalten. Rechnet man das was in Neukölln passiert hoch (50% der Flüchtlinge verschwinden vor der Registrierung aus den Turnhallen)...dann dürfen wir uns auf etwas gefasst machen. Was der IS mit Waffengewalt nicht geschafft hat...bekommt er jetzt ganz bequem nach Hause geliefert.

  11. #11
    Kalu
    Status: ungeklärt

    AW: Was mich aufregt

    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen
    ab Minute 11:45. Bitte sei so gut und informiere dich in Zukunft selbst...habe hier keinen Bildungsauftrag
    Sauber gekontert. Da ich keinen Fernseher besitze und nur ein lahmarschiges Internet, sind mir solche Informationsquellen unzugänglich. Und ja, bevor Du fragst: Das hat seine Gründe, die ich an anderer Stelle schon erläuterte. (Stichwort: Hirnzuscheißmaschine)

    Ich wuchs in Bielefeld, Istanbul, Bad Godesberg, Bielefeld auf, bevor ich mich auf Reisen begab.

    Aber sicher hast Du einen 'Bildungsauftrag'. Soll bedeuten: Du hast keinen bestimmt keinen 'Verblödungsauftrag'.

    Mein Verständnis von Wissen ist der große Anteil 'Substanzlosigkeit' daran. Du kannst das ganze Universum in Einzelteile zerlegen, Du wirst nicht ein Körnchen 'Wissen' finden.

    Wissenssuche beschäftigt sich mit realen als auch imaginären Welten. Die wahre Qualle des Menschen macht m.E. nicht die Intelligenz, sondern die Phantasie aus.

  12. #12
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Was mich aufregt

    Alles gut und schön, aber Du schweifst vom Konkreten ab und zum Philosophischen hin. Aber bleiben wir ruhig philosophisch; ich bin kein Fremdenhasser, kein Ausländerfeind...und schon gar kein Rechter, aber ich bin ein Mensch...der auch das hinterfragt was andere als Wahrheit akzeptieren. Das macht mich nicht unbedingt sympathisch...auf der anderen Seite hat mir das schon das ein oder andere Dankesschreiben so mancher "Größe" dieser Welt eingebracht...weil ich die Reinheit ihrer RAL-Farben anzweifelte...bis sie sie selbst unter die Lupe nahmen und die Grünstiche fanden/natürlich nur bildlich gesprochen. Bei der Flüchtlingsproblematik ist es klar...dass uns die Politiker nicht die Wahrheit sagen können...selbst wenn sie wollten. Die Stimmung würde sehr schnell kippen und eine Eigendynamik entwickeln...der man wohl kaum noch Herr werden könnte. Erschwerend hinzu kommt...dass wir 2016 ein Wahlkampf -Jahr haben und man sich jetzt schon dafür positioniert. Vieles was Du hörst ist Kalkül...und nicht unbedingt tiefste Überzeugung. aber selbst wenn wir das alles nicht berücksichtigen...bleibt immer noch die einfache Mathematik. Es können nicht mehr wohnen als Wohnungen da sind.
    Und wer meint die jetzige "Qualität" der Flüchtlinge würde unser demographisches Problem lösen...der ist total bescheuert. Wir bekommen zunächst mal ein paar hunderttausend Hartz4 Empfänger mehr ins Land- das ist eine Tatsache. Was aus diesen Hartz4 Empfängern mal wird...ist reine Spekulation. Auch Du wirst merken, dass die Bilder, welche die Medien zeigen, dem Interesse der Regierung angepasst sind. Sah man vor ein paar Wochen und Monaten noch zu 90% Männer im Alter von 20 -30 Jahren, zeigt man jetzt überwiegend Frauen und Kinder. Ich denke mal Du bist nicht so naiv um zu glauben das wäre purer Zufall? Die Flüchtlingsproblematik wird weichgezeichnet...umso härter fällt sie irgendwann auf uns zurück.

  13. #13
    Kalu
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    AW: Was mich aufregt

    Ganz deutlich bin ich ins Philosophische abgebogen, da ich mir kein fundiertes Urteil über dieses ganze Durcheinander zutraue. Es wird gelogen, getrickst, mit Emotionen operiert, wo Nachdenken angesagt wäre, Statistiken ohne Basislinien - wie soll ich aus diesen ganzen, meistens aus dubiosen Motiven heraus behaupteten ... äh, Behauptungen, die wahre Essenz destillieren? Dass unterschiedliche Interessensgruppen auf diesem Elend ihr Süppchen kochen, darf nicht den Blick verschleiern. Tut es aber. Interpolation hat schon oft zu Schlüssen geführt, die völlig verdutzt aus der Wäsche glotzten, als die Zukunft zur Gegenwart wurde.

    Das der IS begeistert ist, kann ich mir gut vorstellen.

  14. #14
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    Ein fundiertes Urteil traue auch ich mir nicht zu, wir haben schließlich nicht alle Tage eine solche Situation. Ich kann manche Vergleiche der Medien nicht nachvollziehen; wenn man z.B. auf die Flüchtlinge zeigt, die nach dem zweiten Weltkrieg zu uns kamen. Erstens waren das Deutsche und zweitens kamen sie in ein zertrümmertes Deutschland und hatten keinen Geldsegen zu erwarten - ganz im Gegenteil, sie haben Deutschland mit ihrem Schweiß wieder aufgebaut. Unsere Kanzlerin macht vielleicht den Fehler, dass sie zu große Hoffnungen weckt. Wenn jemand schon mal da ist, dann ist es blöd ihn wieder zurück zu schicken.
    Dadurch, dass Deutschland jeden erst mal reinlässt...nimmt es den Druck zu handeln von unseren Nachbarländern. Die warten einfach ab und spielen auf Zeit. Bis da mal eine europäische Regelung auf die Beine gestellt wurde, wenn überhaupt,...sind sowieso schon alle bei uns. Sicher, wir sind ein reiches Land...aber nicht weil wir Ölquellen besitzen...oder in der Eifel Euro - Scheine wachsen...sondern weil der Deutsche dafür auch etwas tut - mehr als viele andere..

    Unser Verfassungsschutz hatte vor dem Flüchtlingsstrom über zweihundert potentielle Terroristen und Schläfer auf dem Radar...die sich in Deutschland aufhalten. Diese im Auge zu behalten ging schon an die Grenzen des Machbaren. Jetzt kamen und kommen hunderttausende von Menschen...von denen keiner wirklich weiß wer sie sind. Viele haben gar keinen Ausweis dabei...oder lassen sich nicht registrieren. Ich frage mich warum sich jemand...der sein Ziel Deutschland erreicht hat...sich hier verpisst und nicht registrieren lässt?

    Wir sind der humanitären Hilfe verpflichtet, ja, aber wir sind auch unseren Gesetzen verpflichtet...und die sehen eben vor...dass genau geprüft wird wer da ins Land kommt. Es gilt ja auch den Deutschen zu schützen. Was Merkel da macht...das ist unter dem menschlichen Aspekt gesehen natürlich toll - hilft auch bei der Außendarstellung Deutschlands - Sommermärchen 2015 bis....?

    Ich sage ganz offen, dass ich wegen Griechenland, Syrien, Serbien, keinen Bock habe bis 90 zu arbeiten. Mir ist das Hemd näher als der Rock. Der Arabische Frühling hat gezeigt, dass die meisten Nationen dort zur Demokratie noch nicht bereit sind - vielleicht auch gar nicht bereit sein wollen. Ich kann die Argumentation Russlands, in Assad einen Stabilisator zu sehen, schon nachvollziehen. Die Menschen müssen ihre Probleme vor Ort in den Griff bekommen - Deutschland kann nicht für alles und jeden die Lösung sein.

    Am meisten ärgere ich mich aber, wie schon erwähnt, über die Medien. Sie machen eindeutig Politik - und das ist nicht ihre Aufgabe. Sie outen sich als Handlanger der Linken. Wobei ich z.B. einen di Lorenzo sehr schätze...weil er als Linker dennoch Realist, auf andere nicht mit dem Finger zeigt...sondern ihre Motive hinterfragt und sich damit auseinandersetzt. Das machen viele nicht, stellen jeden, der dem Mainstream nicht folgt, sofort in eine bestimmte Ecke. In jede Talkshow wird ein Syrer eingeladen, der perfekt unsere Sprache spricht, ein Studium vorweisen kann und hier bestens integriert ist. Soll uns zeigen was für tolle Menschen zu uns kommen. Wir beide wissen, dass dies nicht der Realität entspricht. Man könnte auch den Türken einladen...der seit 20 Jahren in Deutschland ist und noch nicht mal "Guten Tag" sagen kann. Wir haben bis heute viele unsere jetzigen Ausländer nicht integrieren können...sagen aber es wäre kein Problem ein paar Millionen weitere aufzunehmen. Das geht für mich total an der Realität vorbei.

    Und noch kurz zum IS: Der hat schon immer gesagt, dass die Islamisierung Europas ein primäres Ziel ist. Über Partisanen -Kriege hätte man dieses Ziel nie erreichen können. Und wir wissen auch, dass beim IS auch sehr intelligente Leute mitwirken, unmittelbar und im Hintergrund. Wenn man dieses Ziel erreichen kann, dann nur so.., wie wir es jetzt gerade erleben. Mag Zufall sein, vielleicht ist es aber auch Teil einer Strategie. Wir bekommen Millionen von muslimischen Wählern und in Zukunft ein paar muslimische Ortsbürgermeister mehr. Es strömen überwiegend Männer in unser Land...die werden hier nicht als keusche Heilige leben. Die Deutsche, die der Muslime schwängert und heiratet...wird ebenfalls zur Muslime - ebenso deren Kinder. Es wird aber keine syrische Frau einen deutschen Mann heiraten - erstens komme so gut wie keine Frauen - und zweitens lässt deren Glauben und Sitte das gar nicht zu. Wohin die reise geht...kann sich also jeder ausrechnen.

    Wenn nun das ein oder andere unserer Nachbarländer sagt, entweder ganz offen oder hinter vorgehaltener Hand, dass man nicht unbedingt noch mehr Muslime im Land haben möchte, dann mag das sehr unmenschlich klingen...ist aber wenigstens ehrlich und nachvollziehbar. Ich behaupte nach wie vor, dass der Umgang mit PEGIDA ein Fehler und einer demokratischen Nation nicht würdig war. Das wird wohl zum Bumerang.

  15. #15
    Kalu
    Status: ungeklärt

    AW: Brauchen wir Zuwanderung? - eine Kontroverse

    Ich muss mal ganz kurz das Thema wechseln: Weltraumlift. Damit könnte man alle Idioten auf den Mond schießen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Weltraumlift

    Es geht darum, einen Satelliten in einer geostationären Umlaufbahn mit einem Seil zu versehen, das bis zur Erde reicht und woran man Nutzlasten in den Weltraum befördern könnte. Theoretisch soll die Sache geritzt sein und es ginge nur noch um brauchbare Materialien für das Seil.

    Eines allerdings ist mir bei diesem Konzept unklar. Ich bin kein Physiker, und bestimmt hat jemand schon ausgerechnet, dass mein Einwand irrelevant ist, aber mir dünkt: Wenn ich an einem nicht festgeschraubten Objekt ziehe, bewegt es sich in meine Richtung. Das Ding würde doch runter kommen.

    Unter dieser Adresse gibt es jede Menge Berechnungen, doch mein Einwand wird nirgends berücksichtigt. http://www.drg-gss.org/typo3/html/index.php?id=51

    Um nun den Bogen wieder zu AD zu spannen: Dieser Beitrag hat nichts, ich wiederhole: Nichts! mit Flüchtlingen und demoskopischen Fallhöhen zu tun. Er soll nur wie eine Kaffeepause wirken, bevor sich alle wieder auf die Hydra stürzen. Alle außer mir. Ich will den Krieg der Anderen nicht in meinen Kopf lassen.

  16. #16
    Kalu
    Status: ungeklärt

    AW: Morgens im Stadtpark

    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen
    (...) ...die Reichen oder die Besitzlosen?
    Die Frage ist so gut, dass ich sie mit keiner Antwort versaubeuteln will. :-)

    Nun, der Gaja zwei Flaschen Bier zu schenken ist etwas anderes als echtes Teilen. Wie viele Wohnungen gibt es in Deutschland? Bei mir dürfte jederzeit ein Flüchtling auf Brot und Bett hoffen - solange er sich wie ein Gast benimmt.

    Ich steige ab sofort von Bier auf Schnaps um!

    Natürlich ist das mein lyrisches Ich gewesen, was da auf der Parkbank lungerte. Ich selber bin ein Wemwolf mit sooooolchen Reißzähnen.

  17. #17
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Morgens im Stadtpark

    Bei mir dürfte jederzeit ein Flüchtling auf Brot und Bett hoffen - solange er sich wie ein Gast benimmt.
    Dürfte der obdachlose Deutsche ebenso auf deine Gastfreundschaft hoffen? Und würdest Du die Gastfreundschaft zeitlich begrenzen? Wie lange dürfte er bleiben?

  18. #18
    Kalu
    Status: ungeklärt

    AW: Morgens im Stadtpark

    Die obdachlosen Deutschen sind nicht in Wohnungen zu ertragen. Ich hatte mal ein Haus angemietet und mich in praktischer Sozialarbeit versucht. Zwei Obdachlose, von denen einer schon blau gefrorene Zehen sein Eigen nannte.

    Es ging grandios daneben. Ich diente denen als Projektionsfläche für all die Verletzungen ihrer Seelen. Als der Ausbruch von Gewalt drohte, schmiss ich hin.

    Ich war so naiv, anzunehmen, dass ich stark genug bin, zwei Kaputte wieder halbwegs zu heilen. Aber man kann denen, die aufgegeben haben, keine Ziele mehr schmackhaft machen.

    Wenn der Ausländer in meiner Wohnung es will, organisiere ich ihm auch gerne einen Job. Er könnte erst mal die Wohnung in zwei Bereiche teilen. Ich habe eh zu viel Raum. Meine Güte, selbst Ausbildungsplätze und Studiermöglichkeiten gibt es hier in der Gegend.

    Allerdings könnte er bei mir in schlechter Gesellschaft sein, denn ich bin ja selber nicht so, wie es sich gehört.

  19. #19
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    AW: Morgens im Stadtpark

    Die obdachlosen Deutschen
    gibt es die Obdachlosen? (aber ich weiß was und wie Du das meinst)
    Wenn der Ausländer in meiner Wohnung es will, organisiere ich ihm auch gerne einen Job
    Und wenn Du ausgerechnet einen der Ausländer erwischen würdest...die gar keinen Job wollen...oder nicht mehr vermittelbar sind ( Alter, Krankheit...) und es absehbar wäre, dass er/sie für immer in deiner Wohnung bleibt/en - auch egal?

    Allerdings könnte er bei mir in schlechter Gesellschaft sein, denn ich bin ja selber nicht so, wie es sich gehört.
    Und wenn er deine Gesellschaft gar nicht möchte, auch wenn diese ihn befruchten würde, weil er "nur" deinen Wohnraum will - was dann?

  20. #20
    Kalu
    Status: ungeklärt

    AW: Morgens im Stadtpark

    ...und wir sind über 80 Millionen. Wie vorher schon geschrieben: Ob wir uns hier echauffieren oder nicht spielt keine Rolle. Wir wissen nicht um die Zukunft, wir haben schon Probleme die Gegenwart überhaupt im Auge zu behalten. Aber aus der Chaostheorie ist bekannt, dass es immer ganz anders kommt als man vorher dachte, da kleinste Einflüsse auf die Anfangsbedingungen zu völlig unterschiedlichen Resultaten führen.

    Ich verstehe mich als kontrolliert widersprüchlich. Als Künstler, Forscher, Penner. Meine Zeit ist mir zu kostbar, sie an der Quadratur des Kreises zu vergeuden. I'm a writer, not a fighter. (Zitat O' Sullivan oder so?)

    Im Prinzip könnte ich auch mit dem Aushängen meiner Ergüsse aufhören. Ich habe herausgefunden was ich wissen wollte. Ich bin kein Schriftsteller. Ich schreibe nur. Ich habe ES nicht und das ist antikokett gemeint.

  21. #21
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Morgens im Stadtpark

    Wie jeder live mitverfolgen kann, wird nun schon Militär an die Grenzen verlagert. Ohne klugscheißen zu wollen, aber genau dies hatte ich hier vor Tagen angekündigt ("Ich sehe schon Panzer an den Grenzen stehen")

    A
    ber aus der Chaostheorie ist bekannt, dass es immer ganz anders kommt als man vorher dachte, da kleinste Einflüsse auf die Anfangsbedingungen zu völlig unterschiedlichen Resultaten führen.
    Stimmt. Hoffen wir, dass es so anders und nicht anders anders kommt

  22. #22
    Ali Az
    Status: ungeklärt

    AW: Brauchen wir Zuwanderung? - eine Kontroverse

    Meine Güte. Wir können doch nicht mit Hinweis auf mögliche Schäden in angeblich absehbarer Zeit operieren, wenn es um Menschlichkeit geht. Ich gebe dir kein Brot, weil morgen könntest du Excrementa bauen.

    Und wer weiß. Vielleicht wirkt es auch umgekehrt und in 10 - 20 Jahren wird der ganze Muselmannengürtel endlich in der Neuzeit ankommen. Wer weiß, vielleicht sogar der Papst. Ängste schüren - ein billiges Mittelchen, das wir lieber den anderen überlassen sollen.

  23. #23
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Brauchen wir Zuwanderung? - eine Kontroverse

    Ich will keine Angst schüren, kenne aber jede Menge Leute ... die Angst haben. Ob diese Ängste begründet sind, das weiß zu diesem Zeitpunkt niemand von uns. Es wäre aber ebenso unmenschlich ... vorhandene Ängste zu ignorieren. Einwanderung MUSS geregelt sein...das sagen unsere Gesetze - diese Gesetze werden z.Zt. missachtet - das darf einem schon Angst machen. Für den jetzigen Ablauf hat die Regierung kein Mandat.

  24. #24
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Kriegsgründe und Kriegsanlässe

    Trümper: Wow! Das nenne ich Rückgrat haben. Wahrscheinlich hat sich unser Cleverle schon seit Jahren darüber gewundert, daß er in MD beinahe 70% Unterstützung findet, die Partei aber im Lande unter 20% bleibt.
    Sieben neue Kindergärten und neue Schulen... Ich sehe da eine Zweiklassengesellschaft auf uns zukommen.

    Kürzlich erzählte mir ein Direktor einer Privatschule eine merkwürdige Anekdote:
    Ein Ausländer (zwölfjährig, ohne Begleitung in die BRD gekommen, Afrikaner) mit offenbar guten Deutschkenntnissen stand eines Tages in seinem Büro und verlangte, in die Privatschule aufgenommen zu werden. Das zu zahlende Geld sei kein Hindernis, das würde der Staat/die Stadt übernehmen. Der Direktor fragte, warum er nicht erst einmal in der staatlichen Schule bleiben möchte. Sagte der junge Mann, es seien ihm dort zu viele Ausländer.
    Bizarr!

    Um bei der Bildungspolitik zu bleiben: Es ist abzusehen, daß die deutschen Eltern ihre Kinder vermehrt in private Schulen schicken werden und an den öffentlichen Schulen die Ausländerkinder bleiben. Der nächste Schritt ist dann bei uns, wie schon in Bärlin, die Schaffung von türkischen, syrischen, afrikanischen Privatschulen. Dann haben wir geschlossene Wirtschaftskreisläufe, die vom deutschen Steuerzahler anfinanziert werden, eine Art Entwicklungshilfe. Alles halb so schlimm. Wir können uns das leisten. Ich schätze den Nachschub auf zwei bis drei Millionen pro Jahr, der uns aus Afrika und Asien besuchen wird. In etwa zehn Jahren, spätestens, wird es zum Bürgerkrieg kommen, wenn die jetzt Ankommenden in die gesellschaftlichen Schlüsselpositionen drängen. Entweder wird es bei uns dann wie in Amerika zur Ghettobildung kommen und zum mehr oder weniger ausgetragenen Rassismus oder ein richtiger Bürgerkrieg wird das Land aufteilen.

    Bin gespannt, ob ich das noch erlebe. Endlich mal wieder Krieg in Deutschland. Wir hatten hier schließlich lange genug Frieden. (und wer das jetzt nicht rafft, das nennt man Sarkasmus)

    An eine Alternative der friedvollen Assimililation kann ich nicht glauben. Dafür sind es zu viele, die auf einen Schlag ins Land geholt werden. Da bin ich Marxist und sage: Quantität schlägt in diesem Fall in Qualität um, bedeutet in diesem Kontext: wenn die Mehrheitsverhältnisse erst einmal kippen, werden auch die Wertvorstellungen der Mehrheit die der Minderheit bestimmen wollen.

  25. #25
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post Das Konstrukt "BRD"

    Die BRD hat als Teilnationalstaatkonstrukt mehrere historische Aufgaben zu erledigen. Eine dieser Aufgaben liegt in der konsequenten Durchführung des rationalen Wirtschaftsprinzips. Dieses Prinzip wurde nicht von der BRD entwickelt, sondern ist vielmehr 1949 wiederaufgenommene Entwicklungslinie des rationalen Zeitalters, die von den Nazis 1933 unterbrochen worden war. Die BRD wurde geschaffen, um den Plan einer durchrationalisierten Welt im Kleinen zu schaffen:

    • anational;
    • rational;
    • pragmatisch.


    Der Wirkungsraum: Europa, dann in Rückwirkung die Welt. Die Funktion: aufzeigen, daß es gelingen kann, eine Welt zu schaffen, die pragmatisch orientiert ist und in der die Enge des nationalen, des auf organischer Entwicklung fußenden Wirtschaftens eine überholte Forderung ist. Daran knüpft sich das Modell Deutschland, wie es bereits 1990 in der FAZ beschrieben worden ist und wie es itzo frühliche Fortsetzung findet. Es werden Millionen Menschen in diesen Staat geholt, das neue Prekariat, um einerseits Druck aus Krisengebieten der Welt zu nehmen, den Bevölkerungsrückgang in der BRD aufzufangen und zugleich eine neue Unterschicht einzuholen, die ihrerseits die einheimische Bevölkerung mental und wirtschaftlich unter Druck setzt, damit sie ihre historische Funktion erfüllen kann, die erst dann abgeschlossen ist, wenn die Nation in Europa aufgehört hat, ein Funktionsträger des Politischen zu sein.
    Merkel hat die "historische Mission der Arbeiterklasse", die sie in ihrer Sozialisationsphase zu DDR-Zeiten verinnerlichte, nur modifiziert. Der klassenlose Staat der Marxisten ist etwas Ähnliches wie der von nationalem Dünkel befreite Wohlfahrtsstaat des Hyperkapitalismus BRDscher Prägung. Sagte sie nicht, daß sie einen Plan habe?

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