Allerdings würde jeder Kommunist jeden anderen in "sein" Haus lassen. Wo ist der Fehler? Klaro liegt er in Deinem Denken darin, daß der Kommunist kein eigenes Haus besitzt, sondern alles vergeselllschaftet ist. Im allgemeinen sind diejenigen, die sich heute als Linke bezeichnen, keine, sondern Antikapitalisten, Antifaschisten, Antibürgerliche, Anti.... Das ist etwas ganz anderes. Wer das Privateigentum ablehnt, lehnt auch den Staat als Idee ab, lehnt auch jedes Rechtssystem ab, lehnt Krieg und Gewalt ab. Ein Kommunist ist ein Utopist, aber es ist keine schlechte Utopie. Mir jedenfalls gefällt sie. Ich habe bloß ein Problem mit dem Kommunistsein: es fehlt mir an Differenzierung und der damit zusammenhängenden Anerkennung des Verschiedenen. Und deshalb lehne ich diese Utopie als Dystopie ab. Menschen sind eben verschieden und benötigen auch Privates, auch Privateigentum, an das sie oft Erinnerungen und Bedeutungen hängen, die dem Kommunisten wurscht sind. Solche Dinge wie Eigentum muß man sich erwerben, ergo wächst ein Bewußtsein für die Bedeutung von Eigentum mit dem Älterwerden, was auch erklärt, warum v.a. junge Menschen glauben, links sein zu müssen.

Deinen Argumenten mit der Familie stimme ich nicht zu. Familie ist nichts, was mit Nutzen, Vernunft oder Freiwilligkeit zusammenhängt, sondern mit Blut. Das andere sind Freundschaften. Aber auch da sollte man den Nutzen und die Freude im gegenseitigen Miteinander nicht unter- oder überbewerten. In eine Familie kann man niemanden einladen. Das geht nicht. Es soll Idioten geben, die leben in Wohngemeinschaften und betrachten die als Familienersatz, weil Haß, Selbsthaß und Erziehungsfehler sie daran hindern, das als ihre Familie anzuerkennen, was nun mal sie selbst auch sind. Freundschaften kommen und gehen. Familie bleibt. So einfach ist das. Manchmal allerdings kann aus einer Freundschaft Liebe wachsen und eine Familie erzeugt werden. Und manchmal ist es auch umgekehrt. Aber am Ende zählen nur die Kinder. Und die sind v.a. eins: Blut.

AfD II, wenn ich mir Deine durcheinandergewirbelten Begrifflichkeiten so anschaue, stelle ich immer wieder erneut fest, wie liberal und kapitalistisch Du doch argumentierst. FDP 2.0 Kleinbürgerliches Besitzstandsdenken trifft auf die Ängstlichkeit vor dem Fremden. ALTERNATIVES Denken sähe anders aus.