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Thema: die masquen (2. fassung)

  1. #1
    Kurzvormabschussiger
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    die masquen (2. fassung)

    die masquen (2. fassung)
    klebrig reisst mir in langen
    fäden vom gesicht,
    als eyn federbekleideter
    in unkundigem schreyen zu klagen
    anhebt.

    hat erkannt, der himmel
    vertäut mit dem all.

    gram sonderstu ab wie
    schütteres, welkes bluth, deyne
    augen sind zersplitterte sirenen.
    und in deynen händen kocht achat.

    vermasquet schleiche ich an,
    vermittels licht
    schneidet meyn gesicht in streiffen.

    eyn stern hat dir eyn loch
    in die brust geschossen.
    dort sehe ich hinein
    unter schelten.

  2. #2
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: die masquen (2. fassung)

    Noch so ein paar Texte von der Art, liebe seetyca, und ich gewöhn mich dran. Zum Kritisieren bringe ich es hier noch nicht, weil es mich heute im Stil und in den Bildern und auch in der Sprache teilweise an einige Jugendstil-Eyperimente erinnert. Die mag ich, da bin ich befangen. Und sag mal: Warum denke ich auch an Gabriele d'Annunzio? Hat da jemand eine Ahnung...?
    herzlichst uis

  3. #3
    Kurzvormabschussiger
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    AW: die masquen (2. fassung)

    was meyne texte in die nähe des HErrn d'annunzio rückt, vermag ich nicht zu sagen. aber der federgekleidete ist inspiriert von max ernsts braut im federkleid, die masquen selbst auf albert girauds pierrot lunaire. vielleicht hat das bey dir diverse associationen zu anderen künstlern dieser zeitspanne geweckt.


  4. #4
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: die masquen (2. fassung)

    Es ist die Übersteigerung, die dein Getext in die Nähe des Cinquecento rückt. Weißgott ist das keine Schelte, Verwehrteste.

    um 1900
    Il Fuoco:
    - überzeichnet in diesem Roman das Jugendstilleben mit opalener, übersteigerter Woge: Alles, was zittert, weint, hofft, sehnsüchtig strebt, rast in der Unermeßlichkeit des Lebens! So sagte A., aber mal ehrlich, will sich hier mehr als die Furcht des mißratenen Ausdrucks mitteilen?
    Der Text ist gut, ein bissel prätentiös, aber gut. Er taucht den Leser in eine Welt, das muß ein Text schaffen. Ich bin drin und seh mich um: Lauter klebriges Zeug, aber Blut ist nun mal klebrig. Schemen statt Menschen, aber Verfremdung muß das ertragen; Totes statt Vibration, aber das paßt in die Halbtonwelt. Was ich zu bemängeln habe, will ich nicht verraten. Die Wirkung könnte leiden.

  5. #5
    Kurzvormabschussiger
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    AW: die masquen (2. fassung)

    prätentiös im sinne von aufgeblasen? du willt nicht mäkeln, deutest aber schon an, nicht? dann kannstu doch auch gleich noch etwas konkretisieren. caspAr hat mir mal gesagt, der text wäre verrammelt, die bilder schwer zugänglich. nun?

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