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Thema: Vereinigte Staaten von Europa

  1. #1
    Tochter aus gutem Hause Avatar von anderedimension
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    Vereinigte Staaten von Europa

    Zu diesem Thema stehen uns die kommenden Jahre heftige Debatten bevor.

    Für und Wider

    Hier mal eine Sammlung von Argumenten

    Quelle, Zitat:

    http://www.debatingeurope.eu/de/focus/argumente-fuer-und-gegen-die-europaeische-union/#.WjDeCmc4j8M



    1. NIE WIEDER KRIEG!

    Krieg war sozusagen Europas „Werkseinstellung“. Tausende Jahre Konflikte gipfelten in einem unvergleichlichen Blutvergießen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Konservative Schätzungen gehen von insgesamt 110 Millionen Opfer in Kriegen zwischen 1900 und 1950 aus, die von europäischen Nationen begonnen wurden. Seitdem gab es keine weiteren Toten in Kriegen zwischen europäischen Staaten. Die EU ist daher das bester Beispiel für ehemalige Gegner, die jetzt zusammenarbeiten, um Probleme durch Diskussionen und Kompromisse zu schlichten. Aussichten auf eine EU-Mitgliedschaft erleichterten auch die Übergänge in Osteuropa – außer in den Balkanländern, wo sich der Nationalismus festsetzte. Keine Wunder also, dass viele Flüchtlinge weltweit versuchen, in die EU zu kommen.

    1. WIEDERHERSTELLUNG NATIONALER IDENTITÄT

    Nationalstaaten sind souverän. Versuche, unterschiedliche Menschen in einem künstlichen „Superstaat“ zusammenzupferchen, funktionieren nicht. Großbritannien, Frankreich, Deutschland und die anderen Länder sind stolze Nationen mit ihrer eigenen Geschichte und Traditionen. Sie unterwerfen sich nicht Kräften von außen. Den die Völker Europas sind einfach zu unterschiedlich: Polen haben mit Portugiesen nichts gemeinsam; zwischen Finnen und Griechen liegen Welten. Es ist an der Zeit, diese Realitäten zu erkennen und eine geordnete Auflösung der EU zu veranlassen. Geschieht dies nicht, dann können die internen Spannungen eine unbändige, sogar gewalttätige Trennung verursachen. Ein Blick auf den Kollaps anderer supranationaler Vereinigung wie die Sowjetunion oder Jugoslawien genügt. Nationalstaaten müssen ihre eigenen Grenzen beschützen – die Flüchtlingskrise verdeutlicht, wie das Experiment des grenzenlosen Europas gescheitert ist.

    Kriege verhindern ist ein oft bemühtes Für-Argument. Ich sehe das genau umgekehrt: Die vielen Kriege gab es vor allem doch deshalb...weil viele Völker eine Identitätskrise hatten. Jetzt...wo jeder seine Identität gefunden hat...wieder mit einem Misch-Masch zu beginnen...ist doch absurd. Mit einem Vereinigten Europa fallen wir ins Mittelalter zurück. Ob Alexander, die Römer...oder Napoleon...gerade am Multi-Kulti sind sie letztendlich allesamt gescheitert. Einen kleinen Vorgeschmack von dem was dann kommt haben wir an der Grenze von Irland zu Nordirland. Und man kann sich ebenfalls ausmalen was passiert...wenn ein europäischer Umweltminister mit spanischer Herkunft bestimmt, dass der europäische Giftmüll im Erzgebirge gelagert wird. Die Separatisten sind nach wie vor noch alle da...sie halten die Füße nur deshalb still...weil sie mit den jetzigen Kompromissen einigermaßen leben können. Bei einem Nationalstaat Europa werden sie alle wieder aus ihren Löchern kommen...wird eine Welle des Terrors über Europa hinwegfegen.


    2. WOHLSTAND

    Abgesehen von jüngsten Problemen, ist die EU wirtschaftlich ein Riesenerfolg. Die Errichtung einen gemeinsamen Binnenmarkts mit über 500 Millionen Menschen, schuf die größte Handelszone der Welt. Der Handel zwischen EU-Nationen hat sich seit dem Beginn des Binnenmarkts verdreifacht – auf fast 2,5 Billionen Euro jedes Jahr. Nirgendwo leben so viele Menschen so gut. Firmen nutzen den zollfreien Zugang, Verbraucher kriegen ein großes Angebot und gute Preise und Arbeiter können ohne Begrenzung reisen und sich niederlassen. Der Euro hat diese Vorteile noch verstärkt, indem er Stabilität bietet und ein einfacheres und günstigeres Reisen für Unternehmen und Touristen ermöglicht. EU-Finanzierung nutzt außerdem den ärmeren Ländern und schafft lukrative, neue Märkte für die reicheren Staaten. Offene Märkte schaffen Arbeitsplätze, geschlossene Grenzen vernichten sie.


    2. BEFREIT DIE WIRTSCHAFT

    Europas Wirtschaft mag vielleicht die der USA in den glorreichen Jahren nach dem zweiten Weltkrieg überholt haben, aber seitdem ist sie zunehmend sklerotisch geworden, begraben unter bürokratischen Regulierungen, die von Brüssel aus aufgezwungen werden. Befreit von den Ketten der EU könnten Länder wieder wirtschaftlichen Richtlinien folgen, die ihren nationalen Interessen entsprechen. Großbritannien müsste keine billigen Arbeitskräfte aus dem Osten akzeptieren, Frankreich könnte seine Firmen vor ausländischem Wettbewerb schützen und Griechenland und Italien können ihre nationalen Währungen entwerten und so das Wachstum anheizen. Die Wirtschaften der EU sind einfach zu unterschiedlich um sie zusammen unter einen Hut zu bekommen
    Ja, der Wohlstand wird harmonisiert...aber für uns Deutsche auf einem...im Vergleich zu heute...sehr niedrigem Level.


    3. STÄRKER ZUSAMMEN

    Unsere multipolare Welt wird regiert von Großmächten – die Vereinigten Staaten, China, Russland, Indien. Bald könnten andere Gemeinschaften von regionalen Kräften dazukommen, aus Südamerika, Südostasien oder sonst wo. Selbst die großen Länder der EU wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien hätten dann ihre Probleme, ihrer Stimme in der Welt Gehör zu verschaffen. Kleinere Länder würden völlig an den Rand gedrängt werden. Gemeinsam aber wird die EU zu seiner starken Macht – sowohl Führer in der Entwicklungshilfe als auch beim Thema Umweltschutz und eine wichtige Kraft im Kampf gegen Terrorismus und grenzübergreifender Kriminalität. Als Einheit kann die EU bessere Deals für ihre Mitglieder in internationalen Handelsabkommen erreichen. Ohne diese Einheit wären all diese Länder schwächer.

    3. DEMOKRATIE, NICHT BÜROKRATIE

    Die Europäische Union ist fundamental undemokratisch. Gewählte nationale Parlament werden durch gesichtslose, weit entfernte Bürokraten überstimmt, die sich völlig von den unterschiedlichen Realitäten überall auf dem Kontinent entfernt haben. Das Europäische Parlament funktioniert nicht ,weil es kein europäisches „demos“ gibt. Die Bürger fühlen sich nicht europäischen, sondern irisch, slowakisch oder spanisch und sie wollen nicht, dass ihre Demokratien, Traditionen und Freiheiten von einer ausländischen Macht untergraben werden. Europas alte Nationen wären stärker durch Kooperation als unabhängige Länder – verbunden aber nicht aneinander gebunden in einem undemokratischen Reich. Ein Blick auf Länder wie Ungarn und Griechenland genügt, um zu sehen, was passiert, wenn demokratisch gewählte Regierungen versuchen, von der offiziellen Linie Brüssels abzuweichen.

    Alles richtig - aber das gilt bereits für die europäische Wirtschaftsgemeinschaft. Die hat sich bewährt und reicht m.E. vollkommen aus.



    4. EUROPÄISCHE WERTE

    Europa ist reich an unterschiedlichen Kulturen und Ideen, aber die Nationen teilen auch gemeinsame Werte. Sie verteidigen beispielsweise die Menschenrechte, Demokratie und den Rechtsstaat. Sie stehen für eine Marktwirtschaft mit einem sozialen Sicherungsnetz. Sie unterstützen faire, pluralistische und säkulare Gesellschaften. Trotz ihrer Unterschiede, sind Europas Nationen sich selbst die engsten Freunde und Verbündete. Die oft geschmähtem Gesetze und Regulierungen der EU helfen dabei, diese gemeinsamen Werte zu schützen und zu festigen. In diesen unsicheren Zeiten brauchen Bürger das mehr denn je.


    4. GELDVERSCHWENDUNG

    Europäische Länder könnten in einem losen Verbund von handeltreibenden, unabhängigen Ländern zusammenarbeiten, ohne dass sie 115 Milliarden Euro jedes Jahr an eine Gruppe nicht-gewählter, überbezahlter Sesselfurzer abdrücken müssen. Die EU ist eine riesen Geldverschwendung. Reichere Länder verschwenden dabei das hartverdiente Geld der Steuerzahler an Korruption, ineffiziente Landwirtschaft oder sinnlosen Infrastrukturprojekten, die niemanden etwas bringen. Regierungen täten besser daran, dass Geld einfach zu behalten
    Das Pro-Argument ist in Wirklichkeit ein Gegenargument, denn wir leben ja diese gemeinsamen "Werte" schon seit 70 Jahren in Frieden. Warum sollte ich also ein Erfolgsmodell ändern?


    Diese Debatte, da brauchen wir uns nichts vormachen, wird die Nationen noch mehr spalten als ohnehin schon der Fall. Linke und rechte Ränder werden dermaßen an Fahrt aufnehmen, dass sich die Mitte pulverisiert. Tendenziell haben wir das schon...denn Wahl um Wahl verlieren die Sozialisten an Gewicht...in manchen Ländern gibt es sie schon gar nicht mehr - und in Deutschland sind sie ebenfalls bereits auf dem besten Wege sich in Luft aufzulösen. Der Hype um Macron mag so manchem ein Lächeln ins Gesicht zaubern, aber wer Le Pen und Co. jetzt schon abschreibt, der wird böse erwachen.


    Wenn man sich die Wahlergebnisse seit 1990 anschaut, also seit es B90/DieGrünen und PDS/dieLinke gibt, vereinten CDU/SPD bis 2002 70-80% der Wählerstimmen. Die Jahre davor waren es z.T. noch deutlich mehr Stimmen, die die beiden auf sich vereinten...aber da gab es ja auch noch keine Konkurrenz. Nach 2002 ging es kontinuierlich bergab - und mündete 2017 in 53,4% der Stimmen.

    die FDP kann man inzwischen mit der AFfD zum national-konservativen Lager zählen, so dass der rechte Rand auf stolze 23,3% kommt, während der linke Rand (Grüne und Linke) bei 18,1% steht. Die bürgerliche Mitte hat auf dem Papier noch die Mehrheit, aber durch die GroKo wird sie weiter verlieren. Bis also tatsächlich irgendwann die Entscheidung "Europa ja oder nein" ansteht, wird diese Mitte nicht mehr das alleinige Sagen haben...ganz im Gegenteil. Und weil die Entwicklung so ist...und das nicht nur in der BRD...drängt man auf eine schnelle Entscheidung...will den Durchmarsch. Nicht umsonst nennt Schulz (für mich ein Vaterlandsverräter) das Datum 2025.

    Es ist ein Spiel auf Zeit - umso schneller ein Abstimmung...desto wahrscheinlicher der Superstaat Europa. Die Nationalisten werden diesen Durchmarsch verhindern und nicht nur ihre eigenen Nationen...sondern auch den Frieden retten. Wird dann noch zwei Generationen dauern...bis man das rückblickend so sieht und anerkennt.

    Unsere Studenten sind schon lange ein Problem...aber inzwischen werden sie auch richtig lästig - lästig...weil sie nur noch mit substanzlosem Bachblütengequatsche um die Ecke kommen...sich nicht mehr argumentativ behaupten können. Als Beispiel. Wenn es um die Zukunft Europas geht...dann verweisen sie als Positivbeispiel auf die Vereinigten Staaten. Mein Gott...wie blöd muss man da sein?! Da werden Äpfel mit Birnen verglichen. Diese 50 Staaten sprechen eine Sprache, haben die gleiche Geschichte. Wenn sie doch wenigstens ihre Klappe halten würden.
    Geändert von anderedimension (13.12.17 um 14:56 Uhr)

  2. #2

    AW: Vereinigte Staaten von Europa

    Ja, die Debatte wird wohl aufkommen. Doch innerhalb des globalen Systems sind alle "Märkte" dem Diktat der ungünstigsten Entscheidung ausgesetzt. Als Beispiel könnten wir die Unternehmenssteuerreform in den USA heranziehen, die nun zu Rufen nach einer "Anpassung" auch hier und natürlich überall führen wird.

    Dann wären die Vereinigten Staaten der Erde geeignet, gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, die nicht ständig den bisherigen Standard schleifen. Wenn bisher einer dieser verbleibenden Superstaatenverbünde einen Vorteil erzielen wollte, geriet dieser - für alle anderen - zu einem Nachteil. Die lachenden Dritten sind unsere Global-Player, deren Lobbyisten nun auch hier die "Absenkung" von UN-steuern fordern und damit überall durchkommen werden.

    Das Gleichgewicht zwischen Staat und Wirtschaft ist national wie global derat verschoben worden, dass Staaten wie Melkvieh behandelt werden. Ihnen werden die Nachteile und sozialen Lasten aufgebürdet, die Vergemeinschaftung aller Schäden sozusagen, die "Superkonzerne" raffen sich hingegen alle Wertschöpfungen und Profite unter den Nagel und kein bisheriger "Superstaat" besitzt noch die Autorität, nationale Arbeitnehmerrechte auch nur im Ansatz zu verwirklichen.

    Wenn sich die sieben größten Konzernchefs "abgestimmt verhalten", haben sie die "Mächtigen der Welt" locker im Sack. Abgetimmtes Verhalten ist die Waffe, die noch gegen uns verwendet wird, bis sie umgedreht wird. Wenn sich die Staaten abgestimmt verhalten würden, hätten sie ebenso die Superkonzerne im Sack.

    Bei allem Für und Wider, das oben angedeutet wird, jede Verhaltensäußerung beginnt im Geist. Es ist die Idee der marktbeherrschenden Stellung, die Unternehmen seit Anbeginn der Wirtschaftsgeschichte verfolgen, nun kommt der Konzentrationsprozeß in eine Phase, wo die Entwicklung jedem Staat die Luft zum (Steuern und Wertschöpfungen) atmen nimmt und uns die Kehlen mit (unbezahltem) Feinstaub zuschnürt.

    Die auffällige Häufung organisierter Inkompetenz ist ein "Schadenszauberkommunismus" (der sich hinter gekaufter Blödheit versteckt), der dabei jedoch gleichzeitig die global möglichen Profite streng privatisiert. Das "System" wäre auch bei zwei "Superstaatenverbünden" weiter wirksam. Die absehbare Tendenz, in einem globalen Schadenskommunismus der sozialen Lasten privatisierter Profite aufzuwachen, macht den Traum von nationalen Protektionismus ein zügiges Ende.

    Sehen wir auf den (Hendricks) Vorschlag, die CO2 Emissionen "einzupreisen", wären alle global wirksamen Konsum- und Verhaltensentscheidungen mit einem vergleichbaren Preisschild zu versehen. Müsste Amazon für seine "Taten" gegen die historisch gewachsenen Menschenrechte überall auf dem Planeten den gleichen Preis bezahlen, würde sich die Grundidee ad absurdum führen. Es war einfach eine blöde Idee, der wir folgten. Aus einem Nachteil für andere kann niemals ein Vorteil abgeleitet werden. Selbst die Steuerparadiese schießen sich ins eigene Knie und die Macht der lachenden Dritten steigt weiterhin überproportional an. Es bräuchte schon eine Definition bestimmter "Rechtsgebiete und Rechtsgüter", die nicht mehr national zu regeln sind. Doch dabei ist auf regionale Eigenständigkeit zu achten und darauf, dass sich "kommunale Intelligenz" vor Ort noch rechnen muss und damit spürbar ein Vorteil bleibt. Heute lohnt sich jedoch leider vorgeschützte Dummheit.

    Was den Schulz da wohl reitet? Bätschi? Auch die Vereinigten Staaten von Europa wären ein Spielball derzeitiger Konstellationen hinter der höchst auffälligen Häufung von global wirksamen und wohl organisierten Inkompetenzereignissen. Global wirksame Schäden (für uns alle) als Gewinn (für sich) zu verbuchen, ist die Grundidee bei diesem Motivationskonstrukt. Natürlich ist es ein Schaden für alle Staaten, wenn die USA den Standard schleifen und damit ist es auch ein Schaden für alle Amerikaner. Eben nur erst etwas später. Die fehlende zeitliche Verknüpfung von Ursache und Wirkung kann nur als organisierter Schwachsinn betrachtet werden. Wenn alle Schäden verstaatlicht und alle Profite privatisiert worden sind, wird die Menschheit verstehen, dass es keine gute Idee war, den Planeten "flüssig" gemacht zu haben.

    Als Gegengewicht könnte jeder private Verbrauch folgentechnisch "eingepreist" werden.

  3. #3
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    AW: Vereinigte Staaten von Europa

    Ich bin nicht per se gegen einen Superstaat Europa, doch schon Willy Brandt wusste: Es wächst zusammen, was zusammen gehört.

    Wenn es auf "natürliche Weise" so kommt...dass sich die Bürger Europas unter einer gemeinsamen Flagge vereinen wollen...dann soll es so sein. Momentan ist das aber nicht der Fall. Europa ist ein Produkt der Eliten - und als ein solches kann es nicht funktionieren. Und was die Studenten wollen...das hat heute nicht mehr das Gewicht...das es einst hatte - die kommen ja noch nicht mal rechtzeitig zum Wählen aus dem Bett...zudem sind sie schlecht...oder auch falsch informiert. Ihnen haben wir Trump und den Brexit zu verdanken.

    Würde mich mal interessieren was in dieser Frage die staatstragende Haltung sein könnte? In welche Richtung werden die Schüler manipuliert? Und mit welchemRecht? Verhalten sich die Lehrer neutral? Nie und nimmer! Wie wollen sie zu einer objektiven Meinungsbildung beitragen...wo sie doch selbst alles andere als neutral sind?!? Ist die Meinung der Mehrheit auch automatisch die staatstragende....? Aus der Geschichte wissen wir, dass die Mehrheit meist falsch lag. Als Demokratie ist man da schnell in einer Zwickmühle.

    Eins, zwei...oder drei? Letzte Chance - vorbei!

    Hüpfen 5 Kinder spontan auf Feld 1, hüpfen 5 weitere spontan hinterher...auch wenn sie eigentlich anderer Meinung waren...oder weil sie noch keine eigene Meinung hatten. Drei Kinder hüpfen auf Feld 2, ein einzelnes Kind auf Feld 3. Das Kind auf Feld 3 wird, auch wenn es ursprünglich in seiner Wahl sehr sicher war, sofort ins Grübeln kommen. 1:10, da habe ich wohl einen Fehler gemacht.

    In der Politik ist das ähnlich.

    Wer sich die Bewegung Puls of Europe mal genauer anschaut...der wird feststellen...dass sie sich zu 99% aus Pädagogen zusammensetzt...die wiederum zu 100% die Grünen wählen. Das ist also alles andere als eine von Zuversicht und Idealismus getragene Bewegung...das ist eine geschlossene Gesellschaft mit ganz eigenen Zielen. Das ist kein Witz, das kann jeder nachlesen oder eigene Recherchen anstellen. So mancher naive Bürger rennt da blind hinterher...fühlt sich zugehörig. So kann man sich täuschen.

    Um ein erfolgreicher Politiker zu werden braucht man Stimmen. Um ein guter Politiker zu sein braucht man Rückgrat.
    Geändert von anderedimension (13.12.17 um 21:07 Uhr)

  4. #4
    Tochter aus gutem Hause Avatar von anderedimension
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    AW: Vereinigte Staaten von Europa

    zu Pulse of Europe

    Zitat Wikipedia

    Der Soziologe Simon Teure vom Berliner Institut für Protest- und Bewegungsforschung wurde am 17. März in der Zeitung Neues Deutschland dahingehend zitiert, dass die Proteste „vor allem jene Menschen an[sprechen], die vom Status-quo-Europa profitieren: international Orientierte, besser Gebildete und besser Verdienende.“ Eine „Europa-Euphorie überblende[t]“ die strukturellen Probleme Europas, wie beispielsweise „die fehlende sozialpolitische Orientierung, die Hilflosigkeit gegenüber den autoritären Entwicklungen in einzelnen Mitgliedsstaaten und die Abschottung nach außen“.[39] Ähnlich äußerte sich Clara Stinshoff am 23. März 2017: Pulse of Europe spreche überwiegend gebildete Menschen der oberen Mittelschicht an, die besonders großen Nutzen aus den Vorteilen der Europäischen Union wie beispielsweise der Freizügigkeit oder dem Erasmus-Programm zögen.
    Gab auch schon eine ZDF Reportage zu PoE...wo man die Aktivitäten dieser Bewegung über Wochen und Monate verfolgte...vor allem in Deutschland und in Frankreich.
    Führungsköpfe und Gefolgschaft setzten sich fast ausschließlich aus Lehrern zusammen. Das ist alles anderes als eine repräsentative Bewegung. Man versucht bewusst den (falschen) Eindruck zu erwecken...als wäre man die Stimme der europäischen Bürgerschaft.

    Zudem behauptet die Bewegung sich keiner Partei zugehörig zu fühlen. Das ist schlichtweg gelogen! In meiner Stadt stehen sie regelmäßig jeden zweiten Sonntag auf dem Marktplatz. Sie tragen Strick, haben Blumenschmuck am Fahrrad, ihnen wachsen Haar aus der Nase...und sie tragen "Atomkraft Nein Danke" Sticker.
    Das sind Grüne wie sie im Buche stehen.

    Obwohl ich in einer Universitätsstadt wohne, bekommt man zu dieser Jahreszeit keine Studenten zu Gesicht. Bis die am Wochende aus dem Bett steigen...ist es schon wieder dunkel. Und wenn sie sich dann tatsächlich nach draussen wagen...dann nur bis zur nächsten Pizzeria -demzufolge sind auch kaum welche auf dem Marktplatz zu sehen...wenn die Bewegung PoE zur frühen Stunde das Parteiprogramm der Grünen hoch und runter predigt.

    Erwische ich dann doch mal ein solch seltenes Exemplar und verwickle es in ein Gespräch...dann stellt sich sehr schnell heraus...dass man um das Erasmus-Programm fürchtet - und vor allem deshalb mit der PoE Bewegung sympathisiert. Dass unsere Studenten die größten Egoisten im Lande sind...das weiß ich schon lange - aber ich könnte gut darauf verzichten es immer wieder bestätigt zu bekommen.

    Die Bewegung PoE lebt von Spenden - wurde als gemeinnütziger Verein anerkannt. Das heißt, dass man steuerliche Vorteile genießt - oder anders gesagt: dem Gemeinwesen auf der Tasche liegt. Hier sehe ich eine wunderbare Angriffsfläche für die PoE Gegner.
    Geändert von anderedimension (14.12.17 um 11:26 Uhr)

  5. #5

    AW: Vereinigte Staaten von Europa

    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht per se gegen einen Superstaat Europa, doch schon Willy Brandt wusste: Es wächst zusammen, was zusammen gehört.

    Europa ist ein Produkt der Eliten - und als ein solches kann es nicht funktionieren. Und was die Studenten wollen...das hat heute nicht mehr das Gewicht...das es einst hatte - die kommen ja noch nicht mal rechtzeitig zum Wählen aus dem Bett...zudem sind sie schlecht...oder auch falsch informiert. Ihnen haben wir Trump und den Brexit zu verdanken.

    Würde mich mal interessieren was in dieser Frage die staatstragende Haltung sein könnte? In welche Richtung werden die Schüler manipuliert? Und mit welchemRecht? Verhalten sich die Lehrer neutral? Nie und nimmer! Wie wollen sie zu einer objektiven Meinungsbildung beitragen...wo sie doch selbst alles andere als neutral sind?!? Ist die Meinung der Mehrheit auch automatisch die staatstragende....? Aus der Geschichte wissen wir, dass die Mehrheit meist falsch lag. Als Demokratie ist man da schnell in einer Zwickmühle.
    Bildung ist ein Produkt der Eliten und die Eliten haben ihre Funktion vergessen. Was die Studenten in Ungarn "lernen", wird von Menschen wie Soros bestimmt.

    Die staatstragende Haltung ist eher ein Wechselbalg. Den Ton bestimmt jedoch immer das, was der jeweilige Lehrer, Dozent oder Prof. an Wertesystemen in sich trägt. Mit welchem Recht fordern wir von Lehrern, sich neutral zu verhalten, liegen wir alle von einer objektiven Weltgesamtsicht und ihrem Zielkontext meilenweit entfernt? Diese "Vollkommenheit in Perfektion" fordern wir übrigens auch von Ärzten, Politikern und einem staatstragenden geistigen Überbau, dem eine Haltung erwachsen könnte.

    Eine einzige vollkommene Idee, perfekt von Geist zu Geist getragen, in einer Verfassung dokumentiert und formuliert, könnte nicht nur die VS-Europa von innen heraus strukturieren, sondern auch ein Vorbild für die United States of the Earth sein. Was alle Staaten nur gemeinsam anpacken können, ist Rechtsgebiet der USE.

    Ich teile Deine Bedenken gegen einen europäischen oder gar globalen Gesamtstaat, doch sind die auffallend häufig vorkommenden Konferenzen auf verschiedensten multilateralen Ebenen und Organisationsformen ein Indiz dafür, dass sich nach den global vereinigten Kapitalinteressen auch eine global wirksame Bündelung staatlicher Interessensvertretungen abzeichnet. Die Vereinigten Staaten, der von den Amerikanern auf den Schlips Getretenen, hat ja gestern die Hauptstadt von Palästina ausgerufen. Mut zu kreativen und frischen diplomatischen Ideen hat Trump also schon bewirkt...

    Allein Mr. Trump ist ein bleibendes geschichtliches Mahnmal dafür, was geschieht, wenn sich ein Ego in 5000 Jahre Menschheitsgeschichte einzumischen versucht... In den United States of the Earth könnte mit den Trumps dieser Welt ganz anders umgegangen werden. An der Intention der "Steuergesetze" in den USA könnten wir erkennen, den Bock zum Gärtner gemacht zu haben.

    So denke ich, die Richtung, in die wir gedanklich gedrängt und manipuliert werden, ist es, die Funktion auszufüllen, die wir als "Gärtnergehilfen" eben gerade einnehmen sollen. Als fragmentierte Gehilfen des Bockes sehen und hinterfragen wir seinen Gesamtplan nicht. Dann wird der Feind, den man nicht sieht, immer der Gefährlichste bleiben. Die Entscheidung, ob sich Mensch zum Gehilfen einer begrenzten Idee macht, findet hingegen in unserem Geist statt. Merkmal dafür ist die Differenz zwischen dem, was man will und dem, was man tut. Liegen das, was man will und das, was man tut, auseinander, entsteht angstvolle Spannung.

    Liegen global das Wollen und das Tun weit voneinander entfernt, sehen wir angstvoll auf eine Welt, in der die Angst Form annimt. Wenn das Wollen hingegen geeint wäre und dann das Tun aus diesem SEIN heraus bestimmt, dann ist die Haltung gewonnen, die Du berechtigt vermisst.

    Alles, was wir sehen, sind die Wirkungen von Gedanken und Ideen. An Gedanken und Ideen können wir nichts "tun". Wir können Gedanken folgen oder sie ablehnen, doch sie gehen den Weg, der ihnen durch ihre innewohnende Absicht bestimmt ist.

    Und zu PoE: Es könnte doch sein, dass diese eher eine generationsübergreifende Interessenvertretung derer abbilden, denen die die Folgen der Französischen Revolution noch in der Halswirbelsäule stecken. Daher bekommen alle europäischen Banken den Mutterkuchen von der EZB gratis, ein Kommunismus der Armen für die Kuchenkrümel, bei einem gleichzeitigen Superkapitalismus für die Reichen...

    Aber Du hast Recht: Es sind die international auf dem Arbeitsmarkt benötigten, hochspezialisierten Fachkräfte (Systemlords), denen Europa in der bisherigen Form am meisten nutzte. Die zumeist wesentlich weniger mobile (frühere) Arbeitnehmerschaft hinkt (dem globalen Vergleich von "Stückkosten") hinterher. Da braucht es schon einige "Abgehobene", die uns die Aussicht schmackhaft machen, irgendwie vom einem Einkommen in der Höhe eines indischen Reisbauern - die Mietpreise der Münchener Schikeria bezahlen zu sollen.

    Das größte, bisher unbedachte Problem, die globale Bevölkerungsplanung, kann nur auf Globalstaatsebene durchdacht und entsprechend dieser Zielvorstellung umgesetzt werden. Wenn alle Superstaatenverbünde weiterhin die Entwicklung verschlafen und keine Vorstellung tragbarer Obergrenzen entwickelt wird, stehen wachsenden Bevölkerungszahlen schrumpfende Arbeits- und damit Lebensmöglichkeiten gegenüber. Es wäre zumindest angezeigt, die Gesamtheit bedenken zu lernen, die eine Haltung dauerhaft ermöglicht. Auch die eigene Haltung ist jedoch von den Haltungsbedingungen zumeist nicht unbeeinflusst. Psychologisch könnte über eine unbewusst wirksame Haltung durch die Bedingungen der Massenmenschhaltung nachgedacht werden. Es könnte hingegen auch als Sozialisationsdruck positiv wirksam werden, wenn diese Transformationsenergie in sinnvolle Kanäle geleitet wird. Fließen weiterhin viele Energien in eher dunkle Kanäle, sinkt unser kollektives Transformationsenergielevel. Es begänne also im Geist mit einer Entscheidung für das (energetische) "Kanalsystem" der anzudenkenden Transformationsforschung...
    Geändert von Michael (14.12.17 um 12:12 Uhr)

  6. #6
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    AW: Vereinigte Staaten von Europa

    Zitat Michael

    Mit welchem Recht fordern wir von Lehrern, sich neutral zu verhalten, liegen wir alle von einer objektiven Weltgesamtsicht und ihrem Zielkontext meilenweit entfernt?
    Mit einem fundamentalen Recht!

    Step bei Step:

    Bei den Prof. und ihren Studenten mache ich mir da weniger Sorgen. Hier handelt es sich zwar um junge, aber auch um mündige Menschen. Ihr Weltbild hat bereits Konturen und Schattierungen. Das sind keine Schutzbefohlenen im klassischen Sinne. In den Schulstufen 1 bis 8 ist das etwas ganz anderes. Diese jungen Menschen verlangen geradezu danach geformt zu werden. Sie sind den Lehrern schutzlos ausgeliefert. Kaum ein Lehrer wird mit Manipulationsabsichten vor eine Klasse treten...was aber nicht heißt..dass sich nicht doch einige in Versuchung führen lassen. Wir alle wissen doch wie einfach es ist ein Kind nach unseren eigenen Wünschen zu formen.

    Die Mint-Fächer sind nicht das Problem, aber als Deutsch/Geschichts/Sozialkunde-Lehrer werde ich zur Manipulation regelrecht eingeladen. Hier kann ich Manipulation auch nur ganz schwer nachweisen...denn die Interpretation ist Teil des Unterrichtes. Ich kann z.B. nicht einfach kommentarlos Geschichte herunterbeten. Anmerkungen sind nicht nur erlaubt...sondern auch notwendig. Ebenso wie ich zu Diskussionen einladen muss.

    Da kann man jetzt viel zu sagen und sich in Endlosdiskussionen verlieren - aber klar sollte sein, dass ein "staatstragender Unterricht" nur von Robotern abgehalten werden kann...die ich entsprechend programmiere. Dann wären eben die Programmierer diejenigen...die der Versuchung der Manipulation ausgesetzt wären. Wie auch immer; es muss bessere Kontrollmöglichkeiten geben....und Lehrer zur Rechenschaft gezogen werden können. Das schließt für mich aus, dass wir auch in Zukunft von Beamten unterrichtet werden. Entweder von Robotern...oder von menschlichen Angestellten.

    Wenn die PoE-Bewegung tatsächlich von Lehrern getragen wird...dann ist ist diesen sicherlich nicht bewusst...dass ein Superstaat Europa wohl als erste Amtshandlung die Beamten...so wie wir das aus Deutschland kennen...abschaffen wird. Und bevor man da an Verwaltungsangestellte + Co. geht...wird der Lehrer dran glauben müssen.

    Ob und wie Lehrer sich politisch äussern dürfen...das "regelt" der Beutelsbacher Konsens. Der ist von 1976 und gehört m.E. überarbeitet - weil er zu oberflächlich und auch nicht mehr zeitgemäß ist.

    Der Beutelsbacher Konsens im Wortlaut


    Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung


    I. Überwältigungsverbot.

    Es ist nicht erlaubt, den Schüler - mit welchen Mitteln auch immer - im Sinne erwünschter Meinungen zu überrumpeln und damit an der "Gewinnung eines selbständigen Urteils" zu hindern . Hier genau verläuft nämlich die Grenze zwischen Politischer Bildung und Indoktrination. Indoktrination aber ist unvereinbar mit der Rolle des Lehrers in einer demokratischen Gesellschaft und der - rundum akzeptierten - Zielvorstellung von der Mündigkeit des Schülers.

    2. Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen.

    Diese Forderung ist mit der vorgenannten aufs engste verknüpft, denn wenn unterschiedliche Standpunkte unter den Tisch fallen, Optionen unterschlagen werden, Alternativen unerörtert bleiben, ist der Weg zur Indoktrination beschritten. Zu fragen ist, ob der Lehrer nicht sogar eine Korrekturfunktion haben sollte, d. h. ob er nicht solche Standpunkte und Alternativen besonders herausarbeiten muss, die den Schülern (und anderen Teilnehmern politischer Bildungsveranstaltungen) von ihrer jeweiligen politischen und sozialen Herkunft her fremd sind.

    Bei der Konstatierung dieses zweiten Grundprinzips wird deutlich, warum der persönliche Standpunkt des Lehrers, seine wissenschaftstheoretische Herkunft und seine politische Meinung verhältnismäßig uninteressant werden. Um ein bereits genanntes Beispiel erneut aufzugreifen: Sein Demokratieverständnis stellt kein Problem dar, denn auch dem entgegenstehende andere Ansichten kommen ja zum Zuge.

    3. Der Schüler muss in die Lage versetzt werden, eine politische Situation und seine eigene Interessenlage zu analysieren,

    sowie nach Mitteln und Wegen zu suchen, die vorgefundene politische Lage im Sinne seiner Interessen zu beeinflussen. Eine solche Zielsetzung schließt in sehr starkem Maße die Betonung operationaler Fähigkeiten ein, was eine logische Konsequenz aus den beiden vorgenannten Prinzipien ist. Der in diesem Zusammenhang gelegentlich - etwa gegen Herman Giesecke und Rolf Schmiederer - erhobene Vorwurf einer "Rückkehr zur Formalität", um die eigenen Inhalte nicht korrigieren zu müssen, trifft insofern nicht, als es hier nicht um die Suche nach einem Maximal-, sondern nach einem Minimalkonsens geht.
    Sollte im Interesse aller...auch der Linken sein...dass hier nachgebessert wird, schließlich gibt es auch die Höckes unter den Lehrern.
    Das persönliche Statement...auch wenn ich es als solches ankündige und deklariere...das steht erst mal im Raum. Der Student weiß das besser einzuordnen als der Viertklässler - der vernimmt nur die Aussage als solche. Auch eine persönliche Meinung wird...wenn ich sie nur oft genug wiederhole...irgendwann zur allgemeinverbindlichen Wahrheit. Der BK ist für die Katz. Er ist mehr Freibrief für den Lehrer als Schutz für den Schüler.
    Für den Grundschüler ist der Lehrer eine Autoritätsperson...weshalb man nicht verlangen kann...dass er der persönlichen Meinung des Lehrers eine eigene Meinung...sofern er sie hat...gegenüberstellen kann. Die Kinder bekommen ja schon von ihren Eltern gesagt: " Hör auf deine Lehrer".

    Ich hatte solche Manipulationsversuche am eigenen Leib (und Seele) erfahren - und damals das "Glück", dass die Lehrerin handgreiflich wurde als ich sie damit konfrontierte. Die Schulleitung stand auf meiner Seite und die Lehrerin musste gehen. Im Nachhinein hatte ich erfahren...dass sie ein aktives SPD-Mitglied war - weshalb man wohl meine Aussage auch sofort als schlüssig verbuchte. So etwas passiert jeden Tag...und zwar hundertfach, doch kaum jemand wehrt sich. Um sich zu wehren muss man erst mal die Manipulation als solche erkennen.

    Wehren konnte ich mich nur deshalb...weil ich familiär bedingt bereits politisch geschult war. Als dummer Knirps vom Dorf hat man gegen die Bildungselite normalerweise keine Chance...ausser man schult sich in der Kunst der Rhetorik. Andere nehmen das dann als "Schlagfertigkeit" wahr. Was ja auch nicht ganz falsch ist...denn es ist die Fertigkeit jederzeit und in jeder Situation einen vernichtenden Schlag anzusetzen. Dem Gros der Schüler ist das aber nicht zuzumuten...weshalb sie von Dritten geschützt werden müssen. Eine solche Instanz gibt es noch nicht.
    Geändert von anderedimension (14.12.17 um 16:35 Uhr)

  7. #7
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Vereinigte Staaten von Europa

    Als wertkonservativer Mensch, Dichter, Schriftsteller, Historiker und Pädagoge begrüße ich die Konstituierung eines Reiches auf der Basis größtmöglicher Teilautonomie. (ich habe mich lang und breit in meinem Manifest darüber ausgelassen) Ein Reich ist etwas anderes als Vereinigte Staaten, aber Vereinigte Staaten sind besser als die Nationalstaatidee, die sich sowieso nicht durchsetzen läßt. Weder die Deutschen leben in einem Nationalstaat noch Holländer, Franzosen, Italiener, Kroaten oder sonstwer in Europa. Es sind alles Teilstaaten.

    Die Konstruktion eines krakenartigen Zentralstaates namens VSE lehne ich ab. Die führt nur zur Vergemeinschaftung von Schulden, ungerechtfertigter Gleichmacherei und letztlich zur Diktatur einer Zentralbehörde, die jedem Teil vorschreiben will, wie er leben soll.

  8. #8
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    AW: Vereinigte Staaten von Europa

    Muss mich (bzw mache das gerne) korrigieren...was Pulse of Europe betrifft:

    Bei der Phoenix Doku "Wie tickt Europa?" kam auch ein Vertreter der PoE zu Wort - dessen Aussagen hatten Hand und Fuß...waren sehr vernünftig.
    Auch die PoE warnt vor einem Schnellschuss...vor einem zu hohen Tempo in Sachen Vereinigtes Europa.

    Das Umfrageergebnis (ob Europa mehr oder weniger Wohlstand bringt) ist übrigens irreführend.
    Das ist eine Umfrage unter allen Europäern. Eine Umfrage unter den Deutschen kommt zu einem ganz anderen Ergebnis - da sehen über 60% einen Wohlstandsverlust für Deutschland - damit liegen sie auch richtig.

    https://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/ereignisse/thema:_wie_tickt_europa_/2524402?datum=2017-12-15



  9. #9

    AW: Vereinigte Staaten von Europa

    Ja, vor dem "Leviathan" sollte Mensch Respekt entwickeln. Auch die Bedenken von anderedimension bezüglich der bisher beobachtbaren "Mentalität" wurden wohl schon vor mehr als vierhundert Jahren geäußert. Wie tickt der Puls des europäischen Leviathans?

    Es wäre zunächst ein geeinter Geist hinsichtlich der Zielkonflikte bei der Lenkung des "Leviathans" zu finden. Den Begriff hab ich mal aus der Scobel-Diskussion entnommen, die sich diese Woche an die Dokumentation über die "Erziehungskrise" anschloss. Welchen Zwängen Staaten, Staatenbünde und "Vereinigte Staaten" ausgesetzt zu sein glauben, wurde darin deutlicher.

    Der übergroße Leviathan - als lenkender Geist des Staatswesens - bestand in der alten Zeichnung aus vielen kleinen Menschen, die nicht unbedacht bleiben sollten. Denn der L. besteht aus all diesen kleinen Bewusstseinseinheiten. Ob Jung nicht an dieser Stelle nach dem kollektiven Unbewussten der Summe von scheinbaren Fragmenten gefragt hätte?

    Zumindest meinte Jung, das, was zu Nazi-Deutschland geführt hätte, seien individuelle Schuldprojektionen gewesen, die auf eine nationale Ebene erhoben worden sind. Würden wir diese Schuldprojektionen auf eine europäische oder globale Ebene erheben, könnte sich das gleiche Elend in einem größeren Ausmaß einstellen.

    Was nunmehr ebenso verstärkt zurück in den Fokus wandert, ist die Existenz einer vierten Weltreligion namens Buddhismus, worauf sich der Hindhuismus als fünfte und weitere Quelle "superstaatlicher Konfliktherde" ins Blickfeld drängen wird. Sowohl Staat als auch Wertesysteme müssen völlig neu gedacht werden, dem zu begegnen, was als Zielvorstellung in den zentralen Köpfen eines krakenartigen Kartellsystems existiert. Das scheint ein zweischneidiges Schwert, bis der Krake begreift, dass es auch für ihn ein Vorteil ist, nicht auf ausufernde falsche Autorität setzen zu müssen, die niemals zu Sicherheit und noch weniger zu Vertrauen führt. Sondern könnte sich global zunächst auf die Existenz eines "höchsten Wesens" geeinigt werden, das in jedem Menschen, gleich welcher Rasse, Herkunft, Nation, Geschlecht, Kultur, Weltanschauung oder Glaubensrichtung freie und gleiche Existenzrechte besitzt. Diese Autorität in jedweder ihrer Formen anzugreifen, kann dann nicht mehr als "richtig" oder "notwendig" betrachtet werden und schon gar nicht als etwas, das "Sicherheit" verspricht oder Vertrauen ermöglichen würde.

    Bei Scobel wurde zumindest gesagt, dass wir nach einer Studie global nur 4.8% vollständige Demokratien betrachten können. Ein Drittel der Menschen leben schon wieder in Diktaturen, die Transformationsleistung insgesamt geht in Richtung von mehr "Technokratie" in Verbindung mit einer Hinwendung zu dem, was in der Vergangenheit als Lösung für die Steuerung des Leviathans empfunden wurde: Autorität!

    Die Abstufungen führten über "unvollständige Demokratien" bis hin zu "defekten Demokratien". Norwegen liegt auf Platz 1, wir sind noch auf Platz 13. Weniger als fünf Prozent von 7.5 Milliarden Menschen macht gerade einmal noch 375 Millionen, die in einer vollständigen Demokratie leben. Der Trend zur Autorität ist hingegen Fluch und Segen zugleich: An sich beklagen wir den "Verlust" des tatsächlichen Autors und dessen wahrer Autorität. Keine der fünf Religionen kann das jedoch offen sagen, denn damit ginge ihr eigenes bisheriges Versagen einher, genau das zu sagen, was zu sagen gewesen wäre, den Autor der Wirklichkeit zu erkennen und damit anzuerkennen.

    Wir konnten jetzt langsam eindeutig erkennen, wie unfähig das Ego ist, sich selbst und damit andere zu lenken, ohne uns im Zickzack-Kurs durch unwegsames Gelände zu bewegen. Alle fünf Denksysteme, aus denen der große Leviathan besteht, müssen mit dem Teil verbunden werden, der sich "dem großen Geist", wie der Leviathan "indian native" genannt werden könnte, noch unverbunden wähnt. Worauf wollen wir als Gesamtheit blicken? Haben wir keine Meinung dazu, wird sich die Zielvorstellung derer durchsetzen, die schon lange das Informationsmonopol besitzen. Das liegt jedoch daran, dass sie uns als unregierbar, egoistisch motiviert und immer zum Angriff bereit wahrnehmen. Womit sie ja nicht unbedingt gänzlich Unrecht haben...

  10. #10
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    AW: Vereinigte Staaten von Europa

    Schau Dir die "echten Demokratien" mal genauer an - sie sind alle christlich geprägt. Ist diese "Prägung" in Gefahr...wird es auch für die Demokratie eng. Den Beweis dafür findest Du aktuell in Polen und in Ungarn. Beide Staaten entwickeln sich gerade zu Diktaturen...weil sie sich von Andersgläubigen bedroht fühlen. Die Stärke der Demokratie...ihre Offenheit...ist gleichzeitig auch ihre größte Schwachstelle. Dort...wo du den Islam zulässt...wird er auch die Oberhand gewinnen - es ist nur eine Frage der Zeit. Und in der Geschichte sind 500 Jahre gar nichts.

    Ein Bekannter von mir...der für das Sozialamt des Nachbarortes arbeitet...hat mir erzählt, dass einer ihrer "Schützlinge" nun seine Zweitfrau nachholen darf. Zur Erklärung: Er, der Migrant, ist mit Frau (die gerade wieder schwanger ist) und drei Kindern seit zwei Jahren in Deutschland und stellte eine Antrag auch seine Zweitfrau nach Deutschland holen zu dürfen. Diese Zweitfrau hat ACHT Kinder. Der Nachzug wurde genehmigt und wird gerade organisiert. Er lebt dann mitten in einer "modernen Demokratie" mit seinen zwei Frauen und seinen 12 Kindern. Das ist jetzt ein Fall... den ich persönlich kenne, aber das passiert in jeder Minute an allen Orten Deutschlands. Heißt also, dass uns die Demokratie vor so etwas nicht schützen kann. Die Schweden, eine Vorzeigedemokratie, bereuen zutiefst ihre offene Politik - sie haben massive Probleme mit ihren muslimischen Einwanderern. In Deutschland werden diese Probleme ungleich größer sein. Die Stadt Mannheim, von der ich ja auch schon erzählte, hat sich jetzt hilfesuchend an das Innenministerium gewandt, da man nicht mehr Herr über seine eigene Stadt (300.000 Einwohner) ist. Die Kriminalität durch muslimische Einwanderer hat biblische Ausmaße angenommen. Werden die jungen Männer bei ihren Straftaten gefasst...geben sie alle an Minderjährige zu sein...selbst wenn sie sichtbar schon 30 Jahre alt sind. Sie müssen sie freilassen...denn unser Gesetz sagt, dass die Angabe des Migranten anzuerkennen ist...wenn man nichts anderes nachweisen kann. Und da die alle ihre Ausweise verloren haben...../ absurd...aber gelebte Realität!

    Wir sollten also nicht zu voreilig über die Polen und Ungarn richten - die Diktatur ist für sie ein Notfallprogramm. Und nicht jeder ist so naiv wie die Deutschen.

    Man neigt ja dazu die Städte als offen und liberal...die Dörfer als konservativ und rückwärtsgewandt zu bezeichnen. In der Vergangenheit hat aber die Integration gerade in den Dörfern sehr gut funktioniert...während sie in den Städten scheiterte. Die Erklärung ist einfach: In den Dörfern kümmern sich kleine Einheiten um kleine Einheiten. Der Migrant hat...zwecks fehlender Alternativen...gar keine andere Wahl als sich zu integrieren. Dort gibt es neben der heimischen keine türkische Fußballmannschaft...also kickt der kleine Mustafa mit Dieter und Werner in einer Mannschaft. In der Stadt machen sie ihr eigenes Ding.

    Mannheim, die Nachbarstadt des berüchtigten Ludwigshafens, war schon vor 2015 eine von vielen Ausländern bevölkerte Stadt. Und wo schon viele sind...zieht es noch mehr nach. Die wollen nicht mit....sondern von den Deutschen leben. Und schon vor 2015 hatten 23% der Deutschen einen Migrationshintergrund.

    https://www.mannheim24.de/mannheim/m...e-9442947.html

    Solche Schlagzeilen wird irgendwann auch eure Stadt schreiben

    Der "grüne" Hochschulprofessor bekommt von all dem nichts mit. In seinem Hörsaal sitzt der gebildete Arztsohn aus Kusadasi....und nicht der Messerstecher aus Kabul. Er wohnt auch nicht in einer No-go-Area...sondern in einem schmucken
    Einfamilienhäuschen im Känguruviertel. Und dieser Professor meint dann er könne allen anderen die Welt erklären. Kann er...aber nur seine eigene...jedoch nicht die Welt der anderen. Und genau darum geht es: Noch leben wir in unterschiedlichen Wirklichkeiten...die aber irgendwann zu einer einzigen verschmelzen. Und die wird nicht schön sein. Das ist ein Versprechen!

    Die Hinterbliebenen der Opfer vom Breitscheidplatz hatten sich in einem offenen Brief an Frau Merkel gewandt und die mangelnde Anteilnahme beklagt. Was glaubt ihr wie diese Menschen im September wählten? Für welche Politik wären sie heute...für die der Polen...oder für die der Deutschen? Es ist also immer eine Frage der Perspektive.
    Geändert von anderedimension (17.12.17 um 09:49 Uhr)

  11. #11

    AW: Vereinigte Staaten von Europa

    Wir können ruhig weiter ausholen und mit Fug und Recht behaupten, die historischen Probleme, die wir uns in den letzten 2000 Jahren eingehandelt haben, sind biblischen Ausmaßes. In jedem politischen System sind die Anteile aller Denk- und Glaubensrichtungen wirksam. Da Du den Breidscheidplatz ansprichst:

    "Damals" standen alle Religionsvertreter recht fassungslos vor den Scherben ALLER gescheiterten Sicherheitsbestrebungen. Kontrolle ohne Autorität ist ebenso sinnlos wie Bestrafung ohne die Berichtigung des Geistes. Das Problem ist weiterhin, dass versucht wird, das Verhalten der Bürger über "Vorschriften" zu steuern. Sehen wir auf unseren geschäftsführenden Innenminister, dann wird geglaubt, das Symptom (die Proteste gegen eine der fünf Weltreligionen) könnten auf politischer Ebene durch das "Verbot des Antisemitismus" gelöst werden. Als Ursache kann nur die Beziehung der Religionen untereinander erwogen werden. Politisch an religiös gewachsenen Problembergen heranzugehen, kann die Symptome nur verschieben.

    Ein Symptom für die Unregierbarkeit vieler Nationen ist die stete Wankelmütigkeit, die sich symbolisch in den Brexit Verhandlungen zeigt. Selbst wenn May die Verhandlungen der zweiten Phase politisch übersteht, am Ende wird das englische Parlament nicht gegen den wechselnden Wählerwillen entscheiden können.

    So wären in meinen Augen die historischen Konflikte in einer Serie von kulturellen Globalkonferenzen vom Tisch zu räumen. Was heute wirksam ist, sind die Folgen von Entscheidungen, die sich in Jerusalem über fast 5 Jahrtausende erstrecken. Da die Konflikte der relativen Religionssysteme von Jerusalem in jede Stadt getragen werden, erkennen wir auch hier die Verwobenheit aller heute auftretenden Folgeentwicklungen. Aus der Perspektive der Ewigkeit sind alle relativen Religionssysteme letztlich eine Näherungserzählung, die zur jeweiligen Zeit und für die jeweilige Stufe der Kulturentwicklung angemessen erschien.

    Die Offenbarung offenbart viele der heute wirksamen "Endgames", wie der Brexit in England auch genannt wird. Es sind die Endspiele des globalen Egos. Dem Ego lässt sich nicht mit Vernunft kommen, es wurde aus den Unvernunft geboren. Wir hier unten haben Angst vor dem Ego der Politik, der Kirchen und des Kapitals; Politik, Religionen, Kultur und Wirtschaft haben auf der anderen Seite eine Heidenangst vor der blinden Entfesselung des Zorns unserer Volks-Egos. Wenn sich beide Seite als Getriebene sehen, entsteht das kollektive Unbewusste - ein blinder Leviathan.

    Dann sind alles nur noch Notfallprogramme, da uns nicht bewusst ist, welche Kräfte (bewusst und unbewusst) gegeneinander wirken und sich dabei wechselseitig schwächen. Wie ließe sich Autorität und Autonomie zu Freiheit verbinden? Autorität gebührt dem, der die Freiheit und Autonomie gewährt, sich freiwillig für Eigenverantwortung zu entscheiden. Wenn Politik hingegen daran glaubt, das Verhalten durch einen Antisemitismus-Beauftragten steuern zu können, haben sie die Rechnung ohne den Geist gemacht. Keine Religion ist "gleicher", "besser" oder "göttlicher"; kein Politiksystem existiert losgelöst vom Geist des Volkes, das von ihnen vertreten wird. Wenn die Ungerechtigkeiten der historischen Religionssysteme in alle politischen Systeme, die Finanzwelt, den Terror, die Wirtschaft und alle Lebensbereiche hineinreichen, müssten die Konflikte auf den Ebenen aufgelöst werden, auf denen ihre Ursache liegt.

    Jedes Gruppenego handelt derzeit von der Angst getrieben, die aus den Bestreben zum organisatorischen Selbsterhalt (trotz drückender Veränderungsnotwendigkeit) hervorgehen und diese "Notwendigkeiten" prallen in einer Gesamtheit aufeinander, die den Schilderungen der Offenbarung nicht wirklich unähnlich sind. Was nicht verstanden wurde, ist der Umstand, worauf das kollektive Unbewusste eigentlich abzielt und "wohin" es will. Die Angst, die global wirksam ist, entsteht daraus, dass wir Dinge tun, von denen wir zumeist vorher wissen, dass wir sie nicht wirklich wollen. Je weiter Wollen und Tun historisch, kulturell und individuell auseinanderklaffen, umso größer die entstehenden Ängste. Nee, ein "aushäusiger Psychologe" könnte einzig eine einzige kollektive Angststörung als Ursache der Probleme biblischen Ausmaßes feststellen.

    Was wir an der Offenbarung des Egos fürchten, ist die Tatsache, dass das Ego fürchtet, vernichtet zu werden, wenn der Geist Freiheit erfährt. Daher verbindet das Ego die Unfreiheit des Geistes mit Sicherheit für den Körper. Dabei vergisst es leider das dann unmögliche Vertrauen. "Netzfreiheit" war an Vertrauen geknüpft, welches uns schon vor der Entscheidung in den USA entzogen wurde. Ist ja auch nicht zumutbar, darüber informiert zu werden, dass allein die christliche Kirche in Australien 10 000 Schutzbefohlene missbraucht hat. Wie sollten sich da "christliche Politiker" noch christlich verhalten? Warum sollten Buddhisten weiter friedliebend und rücksichtsvoll sein, wenn sie dafür nur die Arschkarte zogen? Warum sollte es den Moslems verboten werden können, Zorn zu empfinden, wenn Ihnen erneut eine geschichtliche Ungerechtigkeit geschieht? Noch gravierender wirkt die Ebenenverwechslung, wenn man bedenkt, dass ein spirituelles Unrecht, von einer politischen Ebene ausgehend, ausgeführt wird.

    Vereinigte Geister aller Welten und Dimensionen wirken hingegen von selbst über alle Grenzen und Ebenen hinweg an der Offenbarung ALLER oft unsichtbaren Fehlwahrnehmungen. Da sind wir ebensowenig von ausgenommen wie unsere neuen Mitbürger. Und wenn wir Familien mit zweistelligen Kinderzahlen mal aus Sicht der Gerechtigkeit betrachten, ist es egal ob Frau Uschi die Mutter ist oder eine Mutter in Syrien die gleiche Ansicht hegt. Eher ist dieser Gedanke in Syrien leichter nachvollziehbar als hier. Würde sich jedes Paar global verfünffachen wollen, hätten wir in dreißg Jahren schon weitere 35 Milliarden Menschen auf diesem Planeten. Für die Eltern erhöhen viele Kinder die Chance, im Alter überleben zu können. Machen nun aber alle aus dieser Angst vor Altersarmut gleich zehn kleine Uschis für die neuen Bundeswehr-Kindergärten, wird niemand mehr einen Vorteil aus der Entwicklung ziehen.

    Was wäre daher ein Vorteil für alle? Über etwas anderes nachzudenken, verschiebt nur die Symptome der wirksamen Ursachen. Diese beginnen im Geist und daher kann kein Gesetz jemals wirkungsvoll "Verhalten" beeinflussen. Und zur "Autorität" unserer Justiz mit ihrem "Strafsystem": Wer aus einem Kriegsgebiet geflüchtet ist, für den ist die Strafandrohung, in ein deutsches Gefängnis gesteckt zu werden, so ähnlich, als würde einem "watergebordeten" Gefolterten in Guantanamo angedroht, ihm künftig noch die Füße zu kitzeln, wenn er sich nicht "angemessen" verhält.

    Was ist also wahre Autorität? Was ist Autonomie? Wo beginnt Eigenverantwortung und endet Eigenmächtigkeit? Welcher Autorität könnten alle folgen? Ist es wirklich Freiheit, wenn Wollen und Tun so eklatant weit auseinandergehen? Verhalten ist konsistent, konsequent und kohärent, wenn Wollen und Tun identisch sind. Dafür ist der Zweck dieser Reise auf den jeweiligen Ebenen zu überdenken.

    Wenn Herr K. jetzt aus der geistigen Welt auf die Dokumentationen über seine schwarzen Kassen blickt, wird ihm die Ebenenverwechslung deutlich gemacht worden sein, die uns alle ebenso betrifft: JETZT hätte er eine andere Funktion auf einer anderen Ebene höher als die damalige "Ego-Vernunft" eingeschätzt und "andere Werte" gesehen. Diese anderen Werte entstammen einer zeitlosen Dimension, wollten im Ego-Kampfmodus jedoch nicht angenommen werden.

    Die Anbindung des Verhaltens an die Ewigkeit ist das, was in meinen Augen den "Leviathan" in Tun und Sein "lenken" könnte, ohne diesen Zickzack-Kurs zu fahren, in dem ein strategisches Modell vom nächsten abgelöst wird, ohne die Wirkungen den Ursachen zuordnen zu können. Die Beziehung zwischen Staat, Bürger, Kultur und Religionssystemen wirkt ziemlich "gespalten" und eher ambivalent. Neurosen und Psychosen prägen zunehmend die verwobenen Verhaltensstränge und jeder schlägt eben auf seine Art über die Strenge. Die Spaltung aller Gesellschaften lässt insgesamt auf eine kollektive Schizophrenie schließen.

    Das psychologische Feingefühl, das in Anbetracht diverser globaler Pulverfässer vonnöten wäre, fällt der Dominanz einer Werbepsychologie zum Opfer, die keine Grenzen der Manipulation anerkennt. Was außer "Verhaltensbeauftragte" bleiben unter dieser Prämisse? Wären denn nicht eher "Geistbeauftragte" die kausale Lösung?

  12. #12
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    AW: Vereinigte Staaten von Europa

    Zitat Michael

    "Damals" standen alle Religionsvertreter recht fassungslos vor den Scherben ALLER gescheiterten Sicherheitsbestrebungen. Kontrolle ohne Autorität ist ebenso sinnlos wie Bestrafung ohne die Berichtigung des Geistes. Das Problem ist weiterhin, dass versucht wird, das Verhalten der Bürger über "Vorschriften" zu steuern. Sehen wir auf unseren geschäftsführenden Innenminister, dann wird geglaubt, das Symptom (die Proteste gegen eine der fünf Weltreligionen) könnten auf politischer Ebene durch das "Verbot des Antisemitismus" gelöst werden. Als Ursache kann nur die Beziehung der Religionen untereinander erwogen werden. Politisch an religiös gewachsenen Problembergen heranzugehen, kann die Symptome nur verschieben.
    Sehe ich, das wird dich nicht überraschen, anders. Dieser Weg ist nun schon seit 2000 Jahren der falsche - warum ihn weiterverfolgen?!?
    Da muss eine finale Lösung her. Man hatte schon mehrmals die Chance die muslimische Welt zu unterjochen - und sie leider verstreichen lassen.
    Die Muslime würden nicht eine Sekunde zögern das zu tun...wenn sie denn könnten.

    Und zum Antisemitismus: 85% aller in unserem Land verübten schweren Verbrechen an Juden werden von Muslimen verübt - und seit der Flüchtlingskrise steigen die absoluten Zahlen in rasanter Geschwindigkeit.

    Zitat Michael

    Die Offenbarung offenbart viele der heute wirksamen "Endgames", wie der Brexit in England auch genannt wird.
    Ich trauer den Inselaffen nicht eine Sekunde hinterher - und ginge es nach mir...hätten die Franzosen ihrem Beispiel gerne folgen dürfen.
    Das sehen natürlich sozialdemokratische Vaterlandsverräter ganz anders...aber die haben das 1918 schon anders gesehen. Vaterlandsverrat gehört zu ihrer Tradition.

    Zitat Michael
    Ist ja auch nicht zumutbar, darüber informiert zu werden, dass allein die christliche Kirche in Australien 10 000 Schutzbefohlene missbraucht hat. Wie sollten sich da "christliche Politiker" noch christlich verhalten?
    "christlich"...was sagt das schon aus? Es gibt gute und es gibt schlechte Menschen...mehr ist dazu nicht zu sagen. Selbst der Buddhismus hat dunkle Flecken auf seiner angeblich so weissen Weste.

    Zitat Michael

    Was ist also wahre Autorität? Was ist Autonomie? Wo beginnt Eigenverantwortung und endet Eigenmächtigkeit? Welcher Autorität könnten alle folgen?
    Warum willst Du unbedingt einer Autorität folgen? Ich bin in meinem ganzen Leben noch keiner Autorität gefolgt - zumindest nicht freiwillig und bewusst. Wobei es für mich zwei Arten von Autoritäten gibt: Jene, die sich mir als Autorität vorstellt - und die, die ich von mir aus als Autorität anerkenne. Letzeren folge ich gerne, denn ich ziehe einen Nutzen daraus - es ist also mein Ego, das diese Person oder Instutition zur Autorität erklärt.

    Zitat Michael

    Das psychologische Feingefühl, das in Anbetracht diverser globaler Pulverfässer vonnöten wäre, fällt der Dominanz einer Werbepsychologie zum Opfer, die keine Grenzen der Manipulation anerkennt. Was außer "Verhaltensbeauftragte" bleiben unter dieser Prämisse? Wären denn nicht eher "Geistbeauftragte" die kausale Lösung?
    Vom Geist-zum Geistesbeauftragten ist es nicht weit, deshalb ein klares Nein!

    Und zu den Schwarzen Kassen des Herrn K.: Gut recherchiert von den Journalisten...aber nicht gut genug - mehr kann...mehr will ich dazu nicht sagen. Was ich aber sagen kann...ist...dass das Modell der LMP das einzig vernünftige ist. Keine Lobbyarbeit, keine Spenden...ohne wenn und aber.

  13. #13
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    AW: Vereinigte Staaten von Europa

    Zur Lobbyarbeit:

    Zitat epochtimes.de

    Der deutsche Bundestag: 865 Lobbyisten mit Hausausweis und 709 Abgeordnete

    865 Hausausweise für Lobbyisten wurden in diesem Jahr im Bundestag genehmigt – bei 709 Abgeordneten. Weiterhin sind dort 2311 Organisationen gelistet, die darauf hoffen, am Geschehen beteiligt zu werden.
    Mit einem Hausausweis können professionelle Interessenvertreter – vor allem aus der Wirtschaft – im Bundestag auch ohne Einladung ein- und aus gehen.
    2015 wurde ein Gerichtsurteil gefällt, das den Bundestag zur Herausgabe der entsprechenden Angaben verpflichtete. So gab es 2015 nach Angaben von abgeordnetenwatch 607 Unternehmen, Verbände und Organisationen, die über einen direkten Zugang zu den Büros der Abgeordneten verfügen.
    Abgeordnetenwatch schreibt, dass seit 2013 insgesamt 1.103 Interessenvertreter über die Fraktionen Zugang zum Bundestag erhalten hatten, dabei bewilligten CDU und CSU mehr als doppelt so viele Hausausweise wie alle übrigen Fraktionen zusammen.
    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Was will man dazu noch sagen. Da werden unsere Politiker von den Lobbyisten massivst beeinflusst und vereinnahmt....während auf der anderen Seite Lieschen Müller überhaupt nicht gehört wird. Hätte die LMP das Sagen...dann würde nicht ein einziger Lobbyist den Politikern die Luft wegatmen - wäre das Parlament für die Lobbyisten eine Tabuzone. Was sind denn die Argumente für Lobbbyarbeit? Das Hauptargument ist, dass die Industrie für ihre Sorgen und Wünsche Gehör finden muss, damit Politik nicht an der Realität vorbei gemacht wird. Alles gut und schön, aber dafür müssen sie nicht im Bundestag herumschwirren.

    Lieschen Müller darf zwar nichts sagen...dafür aber das Essen der Lobbyisten bezahlen...denn das wird auf Kosten des Steuerzahlers serviert.

    Aber irgendwie scheint das den Deutschen egal zu sein - scheinbar geht es uns tatsächlich (noch) (zu) gut.
    Geändert von anderedimension (18.12.17 um 13:48 Uhr)

  14. #14

    AW: Vereinigte Staaten von Europa

    Naja, die Autorität die hier jeder Bürger als "Mindestgeistvereinbarung" zu akzeptieren hat, ist die Verfassung, an der sich Rechte und Pflichten messen lassen. Das würde insofern auch auf die Lobbyisten anwendbar sein und müsste, angemessen ausgelegt, tatsächlich "den Abgeordnetenkauf", wie in den USA üblicherweise genannt, in diesem Ausmaß als "demokratiefeindlich" erkennen.

    Sagen wir doch, jeden Moment, den ein Abgeordneter einem Lobbyisten Gehör schenkt, muss dieser auch einem Bürgeranliegen widmen. Daneben könnten Bürger Redezeiten im Parlament zugebilligt bekommen, um zum Beispiel sinnvolle "Eingaben" und "Anfragen" stellen zu dürfen. Wenn Lobbyisten mit ihren "Eingaben" rechtliches Gehör finden, wäre es andererseits verfassungswidrig, diese Möglichkeit dem Bürger nicht einzuräumen. Es hat ja seinen Sinn, dass jeder "Sparkassendirektor" mehr verdient als ein MdB. Für das, was geleistet werden müsste, ein Hungerlohn. Wirklich fähige Leute kannste dafür nicht bekommen.

    Und Autorität ist immer eine Geistvereinbarung. Es ist das Anerkenntnis, das Bewusstsein eine Quelle besitzt und kein "Abfallprodukt" der Materie sein kann. Autonomie kann es nur sein, sich seiner Systemmitwelt förderlich zu verhalten und Freiheit darin zu finden, Freiheit und Vertrauen zu gewähren. Autonomie kann es nicht sein, sich von dem Leben getrennt zu sehen, dass uns durchfließt. Das Problem ist halt noch, zu glauben, das Leben im Gegenüber sei ein "anderes".

    Bis dahin benötigen wir ein Grundgesetz, das an die Unantastbarkeit der Menschenwürde erinnert. Wenn verstanden wurde, warum jedem die Würde "gelassen werden muss", sind Gesetze völlig unnötig. Sind wir jedoch wieder beim Thema einer europäischen Verfassung, die dem Brexit und seinen Modalitäten einen Rechtsrahmen verliehen hätte. Und den "Verhaltensentscheidungen" der Briten wäre eine gewisse Vorhersehbarkeit mitgegeben gewesen. Dass sie gar nicht wussten, worüber sie eigentlich abstimmen, wird ja jetzt deutlich.

    Eine europäische Verfassung wäre insofern einem "geistigen Mindestlohn" vergleichbar, einem Mentalvertrag, wie weit die Vereinnahmung durch Lobbyisten und ihre "Arbeit" gehen darf. Als Problem dabei ist die "Angebotsseite" in Augenschein zu nehmen: als Indiz dafür den Fakt, dass bis vor wenigen Jahren die "Aufwendungen" für "Lobbyarbeit" im Ausland steuerlich absetzbar waren. Wenn also bei internationalen Ausschreibungen (hier im Falle Siemens) "nachgeholfen" wurde, konnte das hier als "Betriebsausgabe" vom zu versteuernden Betriebsergebnis abgezogen werden.

    Insgesamt wäre es im Prinzip sogar recht einfach, dem Bürger monetäre Transparenz über die tatsächlichen Ausmaße der Lobbyarbeit zu verschaffen, indem die Konten der Bücher für diese "Posten" geprüft und die Empfänger "gegengecheckt" werden. Dazu bräuchte es jedoch den Anreiz, überhaupt funktionierende Steuerbehörden zu unterhalten. Aus Bundesländern, die funktionierende Steuerbehörden unterhalten, flüchtet das scheue Reh, auch Kapital genannt, ansonsten gern. Wenn das schon zwischen Bundesländern zu einem "Unterbietungswettbewerb" (zum Schaden der Bundesrepublik) führt, um wie viel größer ist der Anreiz zum Fluchtreflex des scheuen Rehes dann auf europäischer Unterbietungswettbewerbsebene?

    Daher wäre zunächst der verworfene Gedanke einer europäischen Verfassung aufzugreifen. Es war einfach grotesk, einen inneren europäischen Zusammenhalt zu erwarten, ohne sich auf einen geistig-ethischen Mindeststandard geeinigt zu haben, der als Maßstab für Verhaltensentscheidungen ANERKANNT wird. Es nutzt ja nichts, zum Beispiel ein deutsches Arbeitsrecht aus dieser Verfassung abgeleitet zu haben, das im Gegenzug durch global agierende Konzerne bewusst ignoriert wird. Hier kommt wieder die Autorität ins Spiel: Welche Autorität sollten bestimmte Weltmarktführen denn (in Europa) noch anerkennen? Wenn Staaten dann vor "Schiedsgerichten" verarztet werden, bemerken wir das Fehlen einer globalen Verfassung. Ohne Verfassung geraten wir leicht gedanklich und dann verhaltenstechnisch aus der Fassung.

    Wie so oft der Hinweis auf die Verantwortung vor GOTT nach GG und dem Gewissen. Dagegen hat die Art und Weise des Zustandekommens der "Glyühosat-Entscheidung" deutlichst verstoßen. Es ist jedoch kaum möglich, die Bücher des nutznießenden Konzerns dahingehend zu prüfen. Ein "gescheiter Buchprüfer" könnte es erkennen, doch die sitzen auf der Gegenseite und schreiben die Märchen, die Mensch dann Buchhaltung nennt. Würden wir amerikanisches Recht übertragen und sagen, der VW-Abgasskandal müsste - wie dort geschehen - als "staatsfeindliche Verschwörung zu Lasten der Umwelt und der Gesundheit der Bürger" gewertet werden, müsste ein Untersuchungsausschuss diese eigenmächtige und dämliche Entscheidung dahingehend durchleuchten.

    Dumm ist, dass Frau Hendricks genau den Nagel auf den Kopf getroffen hat: Es ist gekaufte Dämlichkeit, die sich hinter einer juristisch nicht einklagbaren "selektiven Unwissenheit" verschanzt und die weiterhin möglich ist, weil der Begriff des "Organisationsverschuldens" undefiniert blieb. Organisationsverschulden meint, dass in fünf Jahren, wenn die Artenvielfalt unwiderbringlich verschwunden ist, alle daran beteiligten Organisationsebenen gesamtschuldnerisch haften müssten, wollte das Grundgesetz eine Bedeutung besitzen. Dort ist nämlich der Schutz des Lebens verankert. In Europa bisher nicht. Aber kann denn "weniger" als unser Grundgesetz "rechtens" sein? Wenn also die europäische "Autorität" keine Verfassung besitzt, wird die Autonomie unserer Verfassung nicht gewährleistet. Eine Autorität ohne Verfassung darf nach unserer Verfassung an sich gar nicht akzeptiert werden.

    Klar ist, dass, wenn Entscheidungen auf europäischer Ebene in die nationalen Lebensrechte eingreifen, die "Normenhierarchie" zu klären sein wird. Da sind wir wieder zwischen Autorität und Autononomiebestrebungen gefangen, wird keine Gesamtheit betrachtet. In einer Gesamtheit ergibt sich die Gesamtheit als Autorität von selbst. Es nutzt dann nur, was allen nutzt. Das erste Gebot für Lobbyisten...

    Ach ja, der "Geistvertrag" war immer, dass Geist nicht käuflich sein darf. Geist darf nicht gegen den Geist verwendet werden. Freiwillige Ego-Kontrolle, denn das Selbst benötigt keine Kontrolle, es war niemals unfrei. An sich gibt es weder abgrenzbare Geister noch Autoritäten. Es gibt nur Menschen, die den wahren Autor der Wirklichkeit anerkennen oder sich selbst zum Autor einer Realität erheben. Niemals kann der Geist seine Quelle, den Geist, erfolgreich und lebenslang verleugnen. So gilt mein Mitgefühl den Lobbyisten, die nicht wissen, was sie tun. Wer von uns wusste das jemals wirklich?

    Und so bräuchten wir keine "Realitätsberater", wie man den demokratischen Lobbyisten auch nennen könnten, wir bräuchten Totalitätsberater, also Geister, die das Einmal-Eins der Folgen solcher "Entscheidungshintergründe" in einem "gedehnten Blick nach vorn" auf die Gesamtheit übertragen und ein "Korrekturfeedback" geben. Niemand hat die Entscheidungsform bisher wirklich hinterfragt.

    Und: Der Hauptpunkt: Natürlich geht die BWL an der Realität achtlos vorbei. Sie erkennt die Autorität der gesamten Natur nicht an. Doch ihre Autonomie endet dort, wo unsere Lebensrechte beginnen. Weder Geist noch Leben ist Teil der "Verfassung der Bilanzen". Solange die Welt klein und die "Betriebe" mit dieser Betriebsblindheit keine merklichen Schäden angerichtet hatten, ging dieses Märchen (der externen Kosten der Kalkulation) glaubhaft in den Realitäten der Politik hausieren. Wie Landwirtschaftsminister Schmidt seinen Kindern diese Gute-Nacht-Geschichte der "verworfenen Natur" erklären will, wurde er nie gefragt. Da ist das Geld keine Rede mehr wert. Was willl bitteschön davon noch gekauft werden wollen, hält die Ausblendung der Tatsache an, in einen natürlichen und lebendigen System zu leben, das die BWL einfach nicht als Autorität (ihrer Bilanzbestandteile) anerkennt? Das LEBEN spricht keine europäische Sprache, es spricht schon wieder die Sprache dessen, des Brot sie brechen. Wenn wir weiterhin zulassen, diese Betriebslügen über die natürliche Mitwelt - auch der "großen Maschine" BWL - zur Grundlage von "dämlichen" Entscheidungen in den Köpfen gerade relevanter Politiker werden zu lassen, dürfen wir uns über die zunehmende Häufung "dämlicher Entscheidungen" nicht wundern...

    Es gibt kaum ein besseres "Geschäftsmodell" als vorgetäuschte "Dämlichkeit". Ein absurdes Anreiz- oder Motivationssystem mit insgesamt vorhersehbarem Kurs...

    Doch diese "Totalität" ist nicht Gegenstand der Ideenwelt derjenigen "Berater und Einflüsterer", die mit dem Drehtüreffekt später honorieren, was jetzt nicht geht, direkt zu schmieren. Eben diese vorsätzliche Verengung des geistigen Entscheidungshorizontes des Parlamentes durch den Lobbyismus müsste an sich schon als verfassungswidrig eingestuft werden. Wenn Teilsysteme die Gesamtheit beraten, kann die Gesamtheit nur durch bloßen Zufall den richtigen Entscheidungskurs abstecken. Nicht einmal der "Drehtüreffekt" wird beanstandet, es wurden einzig längere "Abkühlungsphasen" vereinbart. Was bedeutet, Herr Schmid darf nach seinem ohnehin absehbaren Amtsende nicht innerhalb eines festgelegten Zeitraumes (1 oder 2 Jahre) zum Nutznießer der Entscheidung wechseln. Was eine einzige "Prämie" danach natürlich leicht wieder ausgleicht. Das "Taschenspielertaschengeld", das ein MdB erhält, wirkt angesichts der Verheißungen hinter den Drehtüren eben eher bescheiden. Wenn der Staat im Prinzip jedoch seine eigene gedankliche Übernahme steuerlich subventioniert, ist irgendetwas von der Verfassung auf der Durststrecke hungerleidender Politiker geblieben. Bilanzen gut, Planet verschieden...

    Autorität anerkennen meint, sich als Teil des Lebens zu fühlen, das uns umgibt. Wer das ausbzublenden erlernt hat, ist nach klassischer Definition an sich ein Psychopath. Aber ein bissiger Wachhund ist ebensowenig "schuldig" an seinem "Verhalten" oder gar ein psychopathischer Hund; das Studium der BWL (und ein dämliches Professorenherrchen) hat sie dahingehend abgerichtet, als "höchste Autorität" einzig die Bilanz anzuerkennen. Mit einer Mitwelt außerhalb des Betriebes hat sich die BWL einfach organisationsbedingt rein monetär (und in jährlichen Bilanzierungszeiträumen) zu befassen. Auch das spiegelt sich in den Folgen der Glyphosat-Entscheidung und kann nicht mehr lange so (also juristisch ungeahndet) bleiben. Dummheit muss endlich als Organisationsverschulden bewertet werden, was bedeutet, nicht ein einziger VW-Manager hätte verurteilt werden dürfen, sondern ALLE. Hier gab es niemanden, der bisher dafür belangt zu werden suchte, eine staatsfeindliche Verschwörung zu Lasten der Bundesrepublik Deutschland begangen zu haben. Die Ursache, und da stimme ich Deiner Vorrede über den Lobbyismus zu, kann durchaus darin bestehen, dass die Betriebsblindheit durch monetäre Anreize auf politische Entscheider übertragen wird. Eher könnte von einer Infektion durch Gier gesprochen werden.

    Doch die Wirksamkeit fast aller "gekauften Entscheidungen" übersteigt den Zeithorizont der "Abkühlungsphasen" bei Weitem. Niemand vor oder nach Herrn K. konnte irgendwann GEGEN diejenigen regieren, die das meiste "Taschenspielertaschengeld" in die diversen Koffer legen konnten. Bestes Beispiel: Illegales Glücksspiel im Internet, obwohl hier auf diese Art verboten, da sogar noch stärker suchtgefährdend als im "realen Leben". Hier wird deutlich, wie dringend Europa eine Verfassung bräuchte, die Fassung nicht völlig zu verlieren. Ganz Europa ein "Las-Vegas" im Internet und niemand fragt, wo all das Geld hinfließt...

    Damit können natürlich mehr Lobbyisten bezahlt werden (und besitzen das nötige Schwarzgeld für effektive "Arbeit"), was den Drehtüreffekt weiter beschleunigt...
    Geändert von Michael (18.12.17 um 22:23 Uhr)

  15. #15
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    AW: Vereinigte Staaten von Europa

    Gauland zum Thema anläßlich der Feierstunde zum bundesdeutsch-französischen Vertrag von 1963

  16. #16
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    AW: Vereinigte Staaten von Europa

    was mich zur zeit gruselt, ist es etwas vollkommen anderes, als das geschwafel vom ehemaligen cdu politiker gauland. in den eu ländern rufen Politiker und intellektuelle zur Bildung einer europäischen armee auf. (Anmerkung: ich finde die automatische Rechtschreibung besch*****). eigentlich klingt das toll, zur wahrung des friedens in Europa und so. aber ehrlich gesagt glaube ich, das läuft wahrscheinlich auf eine besser organisierte NATO hure hinaus.

    gruß,

    euer allerliebster saul

  17. #17

    AW: Vereinigte Staaten von Europa

    Naja, es könnte bedacht werden, dass die Abschottung Europas zusammen mit dem Nato-Partner Türkei ein recht zweischneidiges Schwert ist. Wenn Schellnhuber jetzt hunderte Millionen Klimaflüchtlinge ankündigt, hört sich "Armee" besser als "Mauerbau" an. Wenn der "alliierte Türke" nun in Syrien und eventuell noch im Irak den "Ami" spielt, verschieben sich womöglich die "Außengrenzen" der EU. Wenn wir den völkerrechtswidrigen Einmarsch der Türken in Syriens Kurdengebiete einbeziehen: DAFÜR eventuell in einen "Bündnisfall" reingezogen zu werden, macht die Sorgen nicht unberechtigt. Denn im Prinzip ist ein Alliierter nun ein Kriegstreiber, zumindest stellt sein Verhalten eine weitere Gefahr für uns dar. "Kooperation" und konfliktfreie "Koordination" scheint mit dem Nato Partner Türkei für deutsche "Truppen" nicht mehr möglich.

    An sich sollten wir wohl froh sein, keinen Kriegsfall innerhalb der Nato zu bekommen...

    Dass niemand wirklich etwas "sagt'", liegt wohl an den Millionen Flüchtlingen, die wir in der Türkei "zwischenlagern". Der Trunpf in der Hinterhand sind die rund 5 Millionen Flüchtlinge in der Türkei. Die Sorge in diesem "Spiel" sind die dräuenden Klimaflüchtlinge. Soll VW doch dafür zahlen, diesen Schwachsinn vorsätzlich mitverursacht zu haben. Globale Enteignung würd ich ja anraten, dann ein Marshall-Plan, der die echten Bedürfnisse deckt, nicht die künstlichen Rüstungsbedarfe, die aus unserem Fehllverhalten erst entstanden sind. Ich erinnere an die "Armenien-Resolution". Von vorsätzlichen Atmosphärenvergasern lässt man sich sowas nicht gern sagen. Wohl nur ein weitere Versuchsreihe von Affen an Menschen.

    Wenn jetzt schon "Lausitz first" bei den Grünen gilt, wundert mich nur noch wenig.

    Hinter dem "Ruf" könnte insofern auch die Rüstungsindustrie stehen, die neue Affen für die Versuchsreihen an Menschen gefunden hat. Ethische Mietmünder finden sich an jeder Uni...

  18. #18
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    Man macht ja auch keinen Hehl daraus, dass es sich dabei um eine Nato-Erweiterung handelt. Ich halte den Weg für richtig, sofern es ein Verteidigungsbündnis bleibt. Wir können uns nicht weiter auf die Amerikaner verlassen, benötigen eine eigene Raketenabwehr. Die Türkei müsste man eigentlich aus der Nato verstossen. Die Türken sind für mich keine Europäer - und sie selbst (die poltische Elite und die Landbevölkerung) sehen sich auch nicht als Europäer. Dagegen spricht, dass sich die Intellektuellen und viele der Großstädter mit Europa verbunden fühlen - diesen Leuten sollte man weiterhin die Hand reichen.

    2010 führte Maischberger mit Altkanzler Schmidt ein Interview (kann man bei youtube finden)...wo er die heutige Entwicklung exakt voraussagte. Dort warnte er wortwörtlich vor Migranten aus Afghanistan, Syrien usw...auch vor türkischen Einwanderern. Seine Argumentation war die gleiche wie meine. Er sagte: Polen, Franzosen, Italiener...alles kein Problem...her damit...denn die sind wie wir. Aber er warnte ausdrücklich vor all den anderen aus Vorderasien, Persien, Nordafrika...also vor all denen...die jetzt in unser Land geströmt sind. Er sagte, dass wir mit solchen Kulturen große Probleme bekommen würden. Im Konjunktiv, da er 2010 nicht wissen (höchstens ahnen) konnte...was im September 2015 passieren würde.

    War Helmut Schmidt ein Rassist? Ganz gewiss nicht! Er war Realist.



    Die aktuell größte Bedrohung für Europa, insbesondere für Deutschland, ist der Gutmensch!

    Superstaat Europa, ja oder nein. Aus ideologischer Sicht--- und retrospektiv betrachtet---ist das eigentlich eine Auseinandersetzung zwischen Karl dem Großen und Friedrich II, dem Staufer. Karl hätte den Superstaat, allerdings nur unter seiner Führung, vorangetrieben...während Friedrich das jetzige Europa, der Nationalstaaten im regen und offenen Austausch, bevorzugt hätte. Friedrich war ein Intellektueller, Karl ein Krieger. Heute sind die Rollen vertauscht, würde man Karl als modern und Friedrich als konservativ einordnen. Aber genau das ist der Irrtum! Ein Europa nach Macron ist alles andere als modern, denn es bedeutet ein Rückschritt ins Frankenreich. Wir hatten ja schon einen Superstaat Europa - und der zog viele Kriege nach sich, bis er sich wieder auflöste. Warum will man den gleichen Fehler nochmal machen?

  19. #19
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    AW: Vereinigte Staaten von Europa

    ach schmidtchen,

    du arme alte sau wirst heute wieder mal benutzt. das gehört sich nicht ad! du sollst nicht der leute worte benutzen und herauskürzen aus ihrem Kontext.

    by the way, die Kinderärztin meiner tochter ist Kasachin, hat blaue augen und blonde haare, spricht deutsch, und kann Latein nehme ich an.

    aber na klar, die gutmenschen sind das Problem. achso und die blau aussehenden Kasachen mit blonden augen sind ja nicht das Problem was! aber die mit den dunklen augen und haaren und dunkle gesichter und noch dunklere schatten.

    wie kultiviert einer ist in Abhängigkeit mit seiner allgemeinen Herkunft ist eigentich kein Problem zu erklären. ist doch ganz einfach: Muslime sind frauenvergewaltiger, Belgier wahrscheinlich alle pedophil, und Amerikaner sind allesamt Folterknechte, und deutsche sind Antisemiten, denn alle haben bücher, die dazu anleiten: den koran, die Bibel, das Handbuch der cia, mein kampf, und eigentich alle Geschichtsbücher (die Sieger schreiben die geschicht'(en)) und so fort.

    genau, das Problem ist der gutmensch, der diese feinen unterschiede nicht zu erkennen vermag!
    er erkennt auch nicht, daß manche dinge sich einfach nie ändern! sie sind so dogmatisch in ihrer Wahrnehmung, alles sei stets im wandel, kein mensch im zweiten Moment der selbe. der gutmensch glaubt an den individuellen freien willen, er glaubt an das Individuum und das ist nicht gut.
    ich bin dafür wir benennen ihn um in....tetetetetetetetetete: schlechtmensch, denn er will und glaubt, daß jeder es besser machen wollte als er es kann, und durch die Enttäuschung entsteht das unsagbare leid.

    weg mit dem gutmenschen!
    der schlechtmensch ist geboren!

    und er soll von dieser erde verschwinden.

    was für ein dummes zeug

    gr.,
    saul

  20. #20

    AW: Vereinigte Staaten von Europa

    Man scheint gezwungen, denn alle Machtverbünde versuchen ständig, ihre Machtsphären zu erweitern.

    Doch was sind denn die Deals, die ausgehandelt werden?

    - Macron feilscht mit den Chinesen um den Flugzeugbau. Der europäische Flugzeugbau "kooperiert" mit China. Macron und Xi machen das für die Wirtschaft klar.
    - Trump feilscht mit dem Siemens-CEO um den Gasturbinenbau. Hier stehen die Siemens-Werke mit gut ausgebildeter Belegschaft, dort will man investieren, weil die Steuervorteile locken
    - "Berlin" will sich gegen die Übernahme des "Mittelstandes" und von "Schlüsselindustrien" "wehren"

    Und, wie Du und Helmut Schmidt richtig bemerken: Das Argument "Fachkräftemangel" ist eher eine Synonym für dahinter wirksame Interessen. Es ist ein "Verschiebebahnhif" von "Marktanteilen, die Gesamtmenge an Marktprozessen bleibt davon unberührt.

    Während diese Gesamtmenge global im letzten Jahr um 3,9% gestiegen ist, wird gleichzeitig global BEI diesen Wertschöpfungsprozessen ein immer kleinerer Teil an Arbeitsplätzen gebraucht (Effizienz, Digitalisierung und Rationalisierung) und der Staat wird mit einem immer kleineren Steueranteil dafür "belohnt", Amazon die Straßen zu bauen, die dann benutzt werden, um hier keine Steuern zu zahlen.

    Neben einem Unterbietungswettbewerb um UN-Steuern, Arbeit, Umweltstandards und Rahmenbedingungen auf globaler Ebene sehen wir die Einzelinteressen von Einzelunternehmen in ihrer geoglobalpolitischen Umsetzungsphase.

    Solange geglaubt werden konnte, das Beste für "unsere Wirtschaft" sei auch das Beste für uns, hätte ein Nationalstaat seine Probleme in den Griff bekommen können. Doch wenn die Konzerne, die das wesentliche Marktgeschehen in allen Nationalstaaten prägen, Staaten wie Marionetten gegeneinander ausspielen, ist ein Gegengewicht zu fordern.

    Im Prinzip sehen wir einen globalen Verschiebebahnhof von Symptomen. Die Idee ist immer: Einer muss verlieren.

    So erzwingen die Superkonzerne einen Superstaat.

    Denn wenn der Siemens-Chef sich bei Trump anbiedert, wird dieses Beispiel Folgenkreisläufe nach sich ziehen.
    Denn wenn Macron das französisch-deutsche Flugzeugbauprojekt unter chinesische Kooperation stellt, wird deutlich, gegen die Größenordnungen machtlos zu sein, die nunmehr im Land der Mitte erreicht worden sind.

    Wie wollen Nationalstaaten in dieser Liga noch mitspielen? Im Gegenteil, in dieser Liga spielen Einzelentscheider mit den Nationen Katz und Maus.

    Die Gefahr einer globalen Technokratie konnte gar nicht so schnell wahrgenommen werden, wie die Fakten schon geschaffen wurden. Was der Siemens-Chef mit Trump ausmacht, wirkt natürlich in unseren "Nationalstaat" direkt hinein. Ebenso der Deal von Macron. Bleibt halt die Frage, ob diese ganzen kollidierenden Zielsysteme ein rationales Wirtschaften erlauben.

    Doch die berechtigten Lebensinteressen der Menschen noch durchzusetzen, dafür fehlt gegen die Machtkonzentration der immer weiter von "Übernahmen" geprägten globalen Bandwurmwirtschaft national einfach der "Hebel". Europa könnte sich jedoch ebenfalls nur dem globalen Lohn- und Steuerdumping anschließen und hinter allen diesen politischen Problemen stehen wirtschaftliche Einzelinteressen.

    Nun sind diese Einzelinteressen so groß (Amazon, Alibaba), dass eine globale, nationale, individuelle Interessenvertretung nicht mehr möglich ist. Denn alle Untersysteme werden faktisch von rund 5 Wirtschaftsubjekten gelenkt. Wir haben eine Superdiktatur. Wer glaubte, diese würde angekündigt, hat wohl geschlafen. "Wir werden keine Superdiktatur errichten, wir schützen die Freiheit".

    Der Gedanke, die NATO als defensives Bündnis einzusortieren, wirkt in Syrien irgendwie anders. Die "angebotenen" Einzelinteressen schaffen sich eben einen "MARKT". Die Politik ist eine Hammelherde von Getriebenen, doch bis sie es nicht bemerken, einräumen und wir über echte Alternativen sprechen können, sind verschobene Symptome die Garantie dafür, die Ursache nicht zu sehen.

    Jedes "Geldverleihsystem" auf Zinsen führt immer zu exponentiellen Verwerfungen. Die Zinsen sind doch nie im Geldumlauf vorhanden und daher MUSS immer einer verlieren. Doch dabei gewinnt letzten Endes niemand irgendetwas und schon gar keinen Blumentopf.

    Das ist globaler Schwachsinn, der nicht als "Normalzustand" durchgehen kann, was ein "Weiter-So" rechtfertigen könnte. Eher ein "Weiterhin keine Ahnung"...

    Wenn das wachsende Symptombild einer Krankheit als "gesund" verkauft wird, bleibt Heilung unmöglich. Wir glauben nicht einmal, krank zu sein. Es geht uns doch gut sprach die Herde. Amazon bringt uns alles ins Haus, was wir uns nur wünschen. Doch diese Wunschwelt ist nicht umsetzbar. Einfach von den exponentiellen Größenzuwächsen nicht machbar, diese "Idee" fortzusetzen.

    Allein bei 3 % Wachstum über 100 Jahre beobachten wir einen vierzigfach höheren "Stoffumsatz". Das ist in diesem kybernetischen Lebenssystem unmöglich umsetzbar und daher ist die Grundprämisse schon bescheuert...

    Frau Merkel weiß genau um diesen Umstand, Sie hat Karlchen Marxen ja sicher gelesen. Darin steht die Entwicklung deutlich vorgezeichent: Der Konzentrationsprozess führt zur absehbaren Globalkartellbildung. Dafür muss niemand ein Hellseher sein. Einfach ein geld- und geltungssüchtiger Gedanke, der sich seit Babylon als Gedankeninfektion ausbreitet. Klar, wir können einfach immer größer bauen und bauen und bauen und bauen...

    Mehr Umsatz, mehr Umsatz, mehr Arbeit, mehr Krieg, mehr Konsum, mehr Menschen, mehr, mehr, mehr...

    Wie Kinder im Supermarkt, die angesichts der vielen Möglchkeiten überfordert sind: Sie werden "quäsig".

    Ohne grundlegende Reform des Globalfinanzwesens und einer Zerschlagung marktbeherrschender Strukturen werden die Machthaber dieser Welt allesamt weiterhin recht quäsig aus der Wäsche schauen. Sie sind lange zum Spielball geworden, mal Macron hier, mal Trump dort, mal "Lausitz-first" bei den GRÜNEN, mal "Glyphosat-Hurra" bei der CSU. Aber immer "Tralala" in Syrien. Einer muss das Opfer sein und alle wollen "ballern" bis der Rubel rollt...

    2 % Ziel der Rüstungsindustrie, steht im Fünf-Jahres-Plan. Wir spuren...

    1 % hätte zur Klimarettung ausgereicht...

    Was wir in Syrien beobachten, ist ein Blutrausch. Wir opfern die Welt für das 2%-Ziel der Rüstungsindustrie. Das mit dem 2 Grad-Ziel ist zwar lebenswichtig, doch der Tod ist eben wichtiger...

    Beim Diesel genau dasselbe. Bei den Meidkamententests an Menschen ebenso. In Indien und anderen Staaten "kostet" ein beim Diesel-Test gestorbener Proband eben nur 2500 Euro. Die Germanwings-Opfer-Angehörigen könnten erläutern, was der Begriff "Utilitarismus" bedeutet: Nationalstaaten sind ein Werkzeugkasten um Profite zu generieren. Gewinne privatisieren, Schäden sozialisieren - wenn das global die Maxime ist, sieht die Welt eben so aus.

  21. #21
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    AW: Vereinigte Staaten von Europa

    zitat saul

    du arme alte sau wirst heute wieder mal benutzt. das gehört sich nicht ad! du sollst nicht der leute worte benutzen und herauskürzen aus ihrem Kontext.
    Warum aus dem Kontext gekürzt? Nein, genau in diesem Kontext hatte sich Schmidt geäußert. Ich hatte ja nicht umsonst das Video eingefügt - so kann sich jeder selbst davon überzeugen. Es ist doch wohl eher so, dass Du nicht wahrhaben möchtest...dass sich ein Mann wie Schmidt so äußerte - das passt nicht ins Bild...das Du dir von diesem Mann gemacht hast. Es ist halt für manche irritierend...wenn solche (wahren) Worte aus dem Munde von Schmidt kommen...und nicht aus den Mäulern von Gauland + Co.

    Zitat saul

    weg mit dem gutmenschen!
    der schlechtmensch ist geboren!
    es muss heißen: Der Schlechtmensch ist wiedergeboren - willkommen Gutmensch!

  22. #22

    AW: Vereinigte Staaten von Europa

    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen
    zitat saul



    Warum aus dem Kontext gekürzt? Nein, genau in diesem Kontext hatte sich Schmidt geäußert. Ich hatte ja nicht umsonst das Video eingefügt - so kann sich jeder selbst davon überzeugen. Es ist doch wohl eher so, dass Du nicht wahrhaben möchtest...dass sich ein Mann wie Schmidt so äußerte - das passt nicht ins Bild...das Du dir von diesem Mann gemacht hast. Es ist halt für manche irritierend...wenn solche (wahren) Worte aus dem Munde von Schmidt kommen...und nicht aus den Mäulern von Gauland + Co.

    Zitat saul

    es muss heißen: Der Schlechtmensch ist wiedergeboren - willkommen Gutmensch!
    Sorry, will mich nicht ungefragt einmischen, doch eines sei zum Altkanzler Schmidt angemerkt: Wenn von einem Menschen in diesem gesegneten Alter zu jeder Zeit und von allen Fragestellern immer ein perfektes und ausgewogenes Urteil zu ALLEN Fragen der Weltgeschichte ERWARTET wird, fühlen sich Menschen leicht in eine Rolle gedrängt, die nicht immer eine perfekte und angemessene Wahrnehmung erlaubt.

    Wenn Du in diesem gesegneten Alter als der "Heilige Geist" allen politischen Wissens in eine unerfüllbare Rolle gedrängt wirst, ist es nicht leicht, jedes Wort VORHER auf die Goldwaage zu legen und dabei jede mögliche Interpretation desselben schon zu bedenken. Gebe ich nur zu bedenken...

    Er ist ein begnadete Geist, Denker und Politiker; aber schon zu Lebzeiten als "politischer Heiliger" gesehen zu werden, der zu allen Fragen immer "aus dem Nichts" eine allumfassende Antwort abzugeben vermag, ist schlichtweg eine unmögliche Forderung.

    In dem Video spiegelt sich eine ganze Lebensgeschichte und die darin gemachten Erfahrungen. Wobei es nicht hilfreich ist, ist der Umgang mit einer Situation, die jetzt eben ist, wie sie ist. Für mich spiegelt sich darin auch die bisherige Vergeblichkeit, den Geist der Menschen zu erreichen. Sonst müsste dieser im "unerreichten Gegenüber" nicht verleugnet werden...

  23. #23

    AW: Vereinigte Staaten von Europa

    Das Schlechte am Gutmenschdenken könnte auch das Urteil sein, nicht zu sein, wie es "richtig" erscheint. Wobei das Urteil über "richtig" und "falsch" veränderlich erscheint. Was eine Erkenntnis darüber unwahrscheinlich macht.

    Aber welches Urteil könnte jemals gänzlich angemessen sein? Jeder Konflikt ist immer auch die Aussage, den Geist im Gegenüber nicht erreicht zu haben.

    Konkreter: In der Definition "unrichtig" wird die GÖTTLICHKEIT im Gegenüber erst verleugnet, um dann "erfolgreich" vergeblich gesucht werden zu können. So "denkt" das Ego...

  24. #24
    Tochter aus gutem Hause Avatar von anderedimension
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    AW: Vereinigte Staaten von Europa

    Stimme ich dir zu, was die "Rolle" von H. S. betrifft, aber es gab für ihn keinen Druck die Migranten so kritisch zu sehen - es war seine persönliche Meinung. Die Meinung vieler...wenn auch nicht aller Deutschen. Die AfD konnte von fast allen Parteien Stimmen gewinnen...auch von der SPD. Nach der gestern veröffentlichten Umfrage (ARD) liegt die AfD jetzt bei 14%, die SPD bei 18%. Gestern ging durch die Presse...dass ein 18-jähriger Afghane in Esslingen ein 13-jähriges deutsches Mädchen vergewaltigte. Der Afghane saß bis Dezember wegen solcher Verbrechen im Gefängnis. Und weißt Du; die Leute sind ja nicht taub und blind. Da kann der Gutmensch von Facharbeitern reden wir er will, die Realität zeigt ein anderes Bild.

    Ich bekomme von immer mehr Menschen, auch aus dem persönlichen Umfeld...mit...wie sie sich radikalisieren. Es passiert genau das...wovor viele gewarnt haben-wenn der Gutmensch nicht zwischen Gut und Böse unterscheiden will--dann werden die anderen das auch nicht tun. Darunter müssen dann alle Flüchtlinge leiden. Es ist besser 500TSD von allen geduldete Fremde im Land zu haben...als 2 Millionen...die von der Hälfte der Menschen gehasst werden. Aus teilweise berechtigter Ablehnung entsteht dann Rassismus. Deshalb ist der Gutmensch der eigentliche Schlechtmensch. Seine Naivität zieht alle anderen nach unten. Und so gibt es dann nur noch Verlierer. Der Koalitionsvertrag wird den Rest erledigen - er ist eine einzige Verarsche...auf die viele hereinfallen...aber eben nicht alle.

  25. #25

    AW: Vereinigte Staaten von Europa

    Was ist die Ursache dieser offensichtlichen Form von grausamer Rache für eine offensichtlich als grausam empfundene Welt?

    Nicht der Umstand, dass der Geist eines Menschen nicht erreicht wurde? Sind wir frei und "unbeteiligt" an diesem "Resonanzbild"?

    Verhalten ist eine Antwort des Geistes. Verbrechen sind Hilferufe verwirrter Geister. Klar könnten sie ausgewiesen werden. Auch dann besteht jedoch eine Gefahr, dass sie "radikalisierter" zurückkehren und noch größere Schäden anrichten.

    Ich kenne den Einzelfall nicht und will einfach nur vor Verallgemeinerungen warnen, die sich statistisch bisher nur teilweise bewiesen haben. Daneben glaubt ein Statistiker nur den Statistiken, die er selbst fälscht.

    Du hast Recht, aber wir brauchen zunächst geeignete Psychologen, die im Knast geeignete Bewältigungsstrategien für die individuellen Ursachen anzubieten verstehen. Unser Fehler ist es, von Menschen, die beispielsweise die Vergewaltigung naher Angehöriger erleben mussten, zu erwarten, dass dies ohne geeignete Hilfe gelingen könnte.

    Verhalten ist immer auch eine "Kopie" von erlebten "Mustern". Einfach aus dem Nichts entsteht ein Muster nicht, es wird "gesehen", als "wirksam" empfunden, und schließlich "kopiert". Hier, ohne kapiert zu haben. Das Kapieren findet jedoch im eigenen Kopf statt. Das ist, was die Gutmenschen übersehen. Sie sind "frustig" darüber, den Geist nicht zu erreichen. Dabei bleibe ich ernsthaft...

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