Früher habe ich Lieder von Bob Dylan auf deutsch übersetzt und zur Gitarre gesungen. Oh, wie oft doch konnte ich mir mit dieser Masche den Titel des Sensibelsten sichern und wie süss und knackig waren doch die Resultate...

Ja, was glauben eigentlich die dumpfen Kritiker, warum sich nachweisbar überdurchschnittlich intelligente, schöne und geistreiche Menschen dieser brotlosen Kunst aufopfern?

Weil man damit die tollsten Tanten aufreissen kann, und das ist einem in gewissen Zeiten wichtiger als ein geregeltes Einkommen!

(Z.B.: Lagerfeuer, Meeresrauschen, Mond am Himmel, Stümper verstummen langsam - und alle sind bekifft oder besoffen oder bekifft und besoffen.)

Und dann schnappe ich mir die Gitarre, und gucke der Dame auf eine einfach unnachahmliche Weise in die Augen:


OH SCHWESTER (inspiriert von Bob Dylan)

Oh Schwester, lass mich zu dir geh'n,
um in deinem Arm zu liegen
Du sollst in mir nichts Fremdes sehn,
sondern mich 'ne Zeit lang lieben.

Oh Schwester, bin ich nicht ein Bruder zu dir?
Schau - waffenlos tret' ich vor dich hin
Ich will dir nichts Böses, glaube mir,
Nur etwas Wärme - wär' unser Gewinn.

Oh Schwester, in der Kälte der Nacht
dacht' ich an dich, fand keine Ruh'
vor deinem Fenster hab' ich gewacht
und leise weinte der Himmel dazu.


Na und so weiter. Falls jemand den gesamten Text zu lesen wünscht, (er geht über mehrere Seiten), soll er mir nen Zwanziger schicken.

Die ersten drei kriegen auch das Copyright...