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Thema: Wolfsaugen

  1. #1
    Tochter aus gutem Hause
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    Wolfsaugen

    Zuerst einmal ein herzliches Hallo an alle und hier mein erster Beitrag:

    "Ich hätte nicht gedacht, dass ich dich einmal wiedersehen würde“, atmete er auf und setzte sich, leicht vor Alkohol schwankend. Er faltete seine Hände, wie wenn sich darin etwas zu verbergen schien. Er hatte sie krampfartig ineinander verschlungen und starrte sie nun aus schwarzen Höhlen an, ohne ein Wort zu sagen. Seine Augen hatten etwas beunruhigendes. Flackerten hin und her wie eine Flamme im Wind. Eine Weile hielt sie seinem Blick stand, bis er unerträglich wurde. Sie schaute auf die sie beide umringenden besoffenen Studenten. Es war schon spät und die Party war am ausufern. Fast wie Sodom und Gomorrha, dachte sie. Sie wunderte sich, daß er es immer wieder schaffte, so viele Leute zu begeistern. Als er ihren angewiderten Blick bermerkte, sagte er: "Sie führen sich auf, wie ein toll gewordener Haufen Hyänen, was? Man sollte sie allesamt in den Keller sperren." Sie antwortete nicht. Der Raum war überfüllt und dampfte von den vielen Leibern, die sich darin befanden. Durch den Rauch der Zigaretten war die Luft zum Schneiden. Der Lärm hielt einen gleichtönig lauten Pegel, so daß ein Gespräch fast unmöglich schien. Ihre Begegnung vor sechs Jahren floß nocheinmal wie ein Film an ihr vorbei, während sie in den Dunst starrte. Eine dunkle Leidenschaft hatte sie beide damals hinweggerissen in einen tiefen Schlund, der keinen Boden kannte. Zwei Nächte voller verwundender Liebe. In einem Buch fand sie einen Vergleich für ihre zwei Gemütszustände. Der der Vernunft, der tagsüber herrschte war ihr Mann, das weiße Pferd. Der, der Leidenschaft war, der mit den dunklen Augen, das schwarze Pferd. Unter Schmerzen hatte sie ihm danach den Laufpaß gegeben. Schließlich war sie damals verheiratet gewesen. Und hatte ein Kind.

    Sie schaute wieder in seine dunklen Höhlen. Schon immer hatte sie dieser Blick, der so intensiv sein konnte, fasziniert. Er fragte: "Was hast du in all den Jahren getrieben? Wie ist es dir ergangen? Ich habe oft an dich gedacht." "Nach unserer Begegnung kam die Scheidung. Ich konnte die Lügen nicht länger ertragen. Und danach war ich eine lange Zeit krank." "Wie krank?" Sie wand sich auf ihrem Stuhl. "Eine dunkle Macht hat mich damals überwältigt. Aber jetzt ist es wieder gut." Er strich ihr über die Stirn. "Du hast da diese Narbe. Es ist noch lange nicht gut." "Ja, die Narbe..." Sie seufzte. Dann fragte sie: "Und wie ist es dir ergangen?" "Ich? Ich habe meine Uni, meine Studenten. Die Zeit tröpfelt so langsam vor sich hin. Ich bin soweit ganz zufrieden, aber eine Leidenschaft wie damals mit uns, ist mir nicht mehr passiert." Dann schaute er sie erwartungsvoll an. "Du bist jetzt frei, nicht wahr. Unverheiratet?" "Was willst du? Das ganze nochmal aufwärmen? Es wird nicht funktionieren. Ich habe mich sehr verändert seit damals." "Nun, an mir ist die Zeit auch nicht lautlos vorübergegangen. Ich habe mich auch verändert. Bin ruhiger geworden." "Du und ruhig. Daß ich nicht lache. Als ich dich vorher beobachtete, warst du noch ganz der Alte. Immer noch ein guter Unterhalter und Alkoholiker. Bist du langsam nicht zu alt für diese Aktionen?" "Lassen wir das. Komm, laß uns nach draußen gehen." Er warf sich die Jacke und Schal über, zog sie vom Stuhl auf und schleppte sie zur Glastür. Er öffnete und sie traten auf die große Terrasse.

    Eine einsame Laterne kämpfte gegen die Nacht. Kein Stern zeigte sich am Himmel. Der Mond blitzte hier und da hinter Wolken auf. Nur eine schmale Sichel ohne Leuchtkraft. Die Stille umfing sie beide und sie starrten in die Dunkelheit. Die fast lautlosen Züge an ihren Zigaretten waren das einzige Geräusch. Eine Nadelspitze hätte fallen können; sie hätten es gehört. Als sie fertig gerraucht hatten, kam er auf sie zu und begann sie zu umarmen. Wind kam auf. Die Bäume begannen zu rauschen. Sein Mund näherte sich dem ihren und schließlich begann er, sie zu vereinnahmen. Sie fühlte, wie die alte Leidenschaft wieder in ihr hervorbrach. Sie sträubte sich mit aller Macht gegen dieses Gefühl. Sie wollte das jetzt nicht. Mit einer ruckartigen Bewegung stieß sie ihn von sich und schrie ihm ins Gesicht: "Was glaubst du, warum ich damals so krank geworden bin!" Sie erstarrte vor Entsetzen, als sie seine Augen blitzen sah. Wolfsaugen. Dann stieß sie hervor: "Du bist es, du bist die Psychose." Sie ließ ihn stehen. Er schrie ihr hinterher: „Es ist noch lange nicht gut.“ Im Gehen sah sie noch im Augenwinkel, wie er sich den Schal über den Kopf zog und dann gegen die Glastür rannte. Sie splitterte. Ihre Schritte wurden schneller. Und dann lief und lief sie, bis sie sich atemlos in der Nacht verlor.

  2. #2
    Tochter aus gutem Hause Avatar von Klammer
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    AW: Wolfsaugen

    Liebe(s) bo,

    sei mir willkommen. Ich hätte deine Geschichte gerne gelobt, aber ich kann es nicht.
    Wenn deine Texte alle so sind wie dieser, kann dir prophezeien, dass du es hier nicht leicht haben wirst.

    An nahezu jedem Satz könnte ich herummäkeln, obwohl ich bin wesentlich toleranter bin als Robert und selbstverständlich selbst viele Fehler mache:
    Ich greife einmal wahllos aus dem Anfang ein paar Beispiele heraus:

    "...setzte sich, leicht vor Alkohol schwankend." - Er schwankt "vor" Alkohol?
    "...wie wenn sich darin etwas zu verbergen schien". - "wie wenn" ist abgrundtief schlechtes Deutsch. Ich schlage hier: "...als ob" vor.
    "...schwarzen Höhlen... flackerten hin und her wie eine Flamme im Wind. - Das ist widersprüchlich. Außerdem stellt sich hier die Frage nach dem Erzähler, der nun plötzlich eine poetische Ader offenbart, die sich mit seinem bisherigen Sprachvermögen nicht vereinbaren lässt. (Ich habe gerade bei C. Lewinsky folgende Beschreibung gelesen: "Seine Augen waren wie Pisslöcher im Schnee.")
    "Eine Weile hielt sie seinem Blick stand, bis er unerträglich wurde."- Wer wurde unerträglich, der Mann? Können Blicke unerträglich werden?
    "Sie schaute auf die sie beide umringenden besoffenen Studenten" - Was für ein furchtbarer Satz! Lies den mal laut!

    Nein, das reicht jetzt. Es knirscht in allen Ecken. Das macht mir keinen Spaß.

    Kommen wir zum Inhalt: Wir Männer haben vielleicht allein schon deshalb mit der Geschichte unsere Probleme. Vielleicht können Kyra oder Eulalie mehr damit anfangen. Ich kann nur sagen: Solchen Menschen, deren Leben so dramatisch verläuft, bin ich noch nie begegnet. Sie erscheinen mir nicht als wahr, auch wenn sie es vielleicht sein mögen. Man begegnet solchen Figuren manchmal in schlechten Theaterstücken oder in einem Derrick-Krimi, halte sie aber bitte von der Literatur fern.

    Es tut mir leid,
    Klammer
    Aber ein Traum - nikolaus-klammer.blog

  3. #3
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Wolfsaugen

    Hallo Klammer,

    Vielen Dank für deine Anmerkungen. Daß ich viele Fehler mache, weiß ich. Ich habe mir deine Kritik gemerkt.
    Daß einem so etwas nicht passieren kann, ist leider nicht wahr. Es ist mir tatsächlich passiert, aber dies ist, glaube ich, ein sehr weites Feld. Warum sollte es gut serviert nicht in die Literatur gehören?


    Flohmarkt

    Sie trug ihr grünes Flanellkostüm, das an den Ellbogen schon blanke Stellen aufwies. Den dazu passenden Hut hatte sie etwas zu tief in die Stirn gezogen. Die Füße steckten in ausgelatschten schwarzen Pumps. Ihre Hände umklammerten den großen Einkaufskorb, als ob sie sich daran festhalten wollte. Die vorweihnachtliche Betriebsamkeit in der Stadt hätte sie normalerweise eingeschüchtert, aber heute war es anders. Sie konnte nicht sagen, was es war. Vielleicht hatte jemand ein Glas zum Klirren gebracht und sie hatte sich von den Schwingungen davontragen lassen. Vielleicht war es das Lied von Schubert, das ihr in den Ohren klang.

    Sie trippelte in kleinen Schritten zum Flohmarkt. Schon von weitem sah sie die verwitterte kupferfarbene Reiterstatue, die die Mitte des Platzes beherrschte. Die darunter in Reihen angeordneten Stände in ihren weißen Baumwollkleidern flatterten fröhlich im Wind. Sie betrachtete die erste Auslage. Auf rotem Samt gebettet lagen unter einer Glasscheibe viele verschiedene Ringe. Normalerweise wäre es ihr nie eingefallen, einen Ring zu probieren, da sie ihrer Meinung nach viel zu dicke Finger hatte. Aber heute wagte sie es. Sie sah den Verkäufer an und dann tippte sie mit ihren Wurstfingern auf einen Ring. Dazu murmelte sie ihm entgegen: „Der mit dem Rubin. Sie müssen wissen, heute ist mein Festtag.“ Der Verkäufer reagierte übermäßig freundlich. Es kam ihr fast komisch vor. „Aber sicher doch Madame.“ Dabei lächelte er sie sehr zuvorkommend an. Warum er wohl so nett zu ihr war. Sie wunderte sich. Sagte aber nichts. Er übergab ihr den Ring. Sie nahm ihn fast zärtlich in die Hand und versuchte, ihn überzustreifen. Er blieb am mittleren Knochen stecken. Sie errötete. Dann sagte sie hastig zu dem Verkäufer: „Packen Sie ihn ein. Er ist ein Geschenk.“ Nachdem sie bezahlt hatte, ging sie weiter, sich fragend, warum sie diesen Ring gekauft hatte. Sie hatte niemanden, dem sie ihn schenken könnte. Seit ihre Mutter gestorben war, war sie alleine.

    Die Schubert-Klänge drängten sich wieder in den Vordergrund. Eine nackte Puppe starrte sie aus leeren Höhlen ohne Augen an. In der Auslage daneben blitzte das Silberbesteck hypervirtuell in der Sonne. Es zog sie wie magisch an. Sie strich mit ihren Fingern über einen besonders schön verzierten Löffel. Ihr wurde richtig feierlich zumute. Was wohl ihre Mutter dazu sagen würde, wenn sie dieses ausnehmend schöne Besteck mit nach Hause brächte. Wie herrlich könnten sie am Weihnachtsabend zusammen speisen. Sie kaufte das Besteck. Im Weitergehen fiel es ihr wieder ein. Mutter war ja schon tot. Schubert schoß mittlerweile bombastische Klänge durch den Äther. Sie starrte auf die Mitte des Platzes. Die Reiterstatue schien ihr entgegen zu kommen. Hatte sie sich bewegt? Sie schüttelte den Kopf über sich selbst. Ein Trugbild. Schnellen Schrittes überquerte sie nun den Platz in Richtung Markthalle. Dort ging sie auf die öffentliche Toilette. Als sie die Tür öffnete, schlug ihr ekelerregender Pißgestank entgegen. Diffuse Angstwellen rollten auf sie herab. Dann kristallisierte sich die Angst. Jemand würde jetzt mit offenem Messer in die Tür treten und sie abstechen wollen. Die Tür öffnete sich tatsächlich. Ein besoffener Penner stand in der Tür. Aber er murmelte nur „Entschuldigung, hab mich wohl in der Tür geirrt.“ Die eiserne Tür schloß sich mit einem lautem Knall. Sie war wieder allein. Sie beträufelte ihr Gesicht mit lauwarmem Wasser. Danach ging sie in die Markthalle. In ihrer Panik abgestochen zu werden, rannte sie in eine Kiste voller Granatäpfel. Das Blut der Früchte sammelte sich auf ihrem türkisfarbenen Kostüm und auf dem grauen Steinboden. Sie rannte weiter. Aber plötzlich stockte sie. In dem Cafe saß..., aber das konnte doch nicht sein. Sie ging hinüber und sagte zu der alten Frau, die alleine am Tisch saß: „Mutter, ich hätte nicht gedacht, dass ich dich einmal wiedersehen würde.“ Sie atmete auf und setzte sich erleichtert. Sie war in Sicherheit. Während sie in ihrem großen Korb kruschtelte, sagte sie: „Mutter, weißt du ich habe dir einen Ring gekauft. Ein echter Rubin. Und für uns ein wunderschönes Besteck. Wir werden an Weihnachten so richtig feiern.“ Während sie die Köstlichkeiten auf den Tisch legte, sagte ihr Gegenüber: „Aber ich kenne sie doch gar nicht.“

  4. #4
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Wolfsaugen

    Patina, streich vor allem den letzten Satz. Er zerstört Stimmung und davon ist reichlich vorhanden. Dann laß den Text liegen, lies ihn in vier Wochen, und Du wirst selbst erkennen, was zuviel, was überfrachtet wirkt.
    Glaube mir, es geht uns ähnlich. Deshalb hole ich mir im Forum die notwendigen Nasenstüber.
    Mach weiter!

  5. #5
    Liz
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    AW: Wolfsaugen

    Können Blicke unerträglich werden?
    Ja, Klammer, sie können.
    Das ist der Vorteil der Literatur, daß Du von solchen Menschen nur lesen brauchst, ohne Ihnen begegnen zu müssen, aber sie sind wahr!
    Sehr eindringlich, grausig der Satz: Du bist es, Du bist die Psychose. Sie hätte auch sagen können, Du hast mich neurotisiert, mit Deiner Art krank gemacht.
    Das gibt's doch zur Genüge und deshalb sind solche Menschen und solche Geschichten wahr und auch für Dich geschrieben.
    Ich finde Deine Textkritik gut und konstruktiv. Damit kann auch ich was anfangen.

  6. #6
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Wolfsaugen

    überfrachtet, Hannemann? Da bin ich aber gespannt, ob Du das verifizieren kannst...

  7. #7
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Wolfsaugen

    ... Die Füße steckten in ausgelatschten schwarzen Pumps. Ihre Hände umklammerten den großen Einkaufskorb, als ob sie sich daran festhalten wollte. Die vorweihnachtliche Betriebsamkeit in der Stadt hätte sie normalerweise eingeschüchtert, aber heute war es anders. Sie konnte nicht sagen, was es war. Vielleicht hatte jemand ein Glas zum Klirren gebracht und sie hatte sich von den Schwingungen davontragen lassen. Vielleicht war es das Lied von Schubert, das ihr in den Ohren klang.
    ausgetretenen?, zum Klingen?
    Klirren erzeugt sicherlich auch Schwingungen, aber eben keine harmonischen (, was eine Fourieranalyse offenbaren würde).

    Das Problem dieses Textes ist die mangelnde Präzision.

    Gruß
    K.

  8. #8
    Tochter aus gutem Hause Avatar von Klammer
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    AW: Wolfsaugen

    Liebe Patina,

    dein Flohmarkt-Text ist durchaus besser als dein Eingangstext, aber er ist noch lange nicht gut genug.
    Auch er krankt an seiner Sprache. Sie passt allerdings besser zur Situation und bis auf ein paar Ausrutscher kann man den Text lesen.
    Deshalb lass mich ein paar Worte über den Inhalt sagen:

    Dieses Thema ist interessant, aber du hast ihm nicht die Aufmerksamkeit gewidmet, die es nötig hat. Die Akteurin bleibt blass, obwohl du ihre Kleidung viel zu eingehend beschrieben hast.
    Die Hauptfigur einer Geschichte muss tragen, sie muss für den Leser interessant sein, ihr Konflikt mit der Welt muss herausgearbeitet und auf den Punkt gebracht werden: Sie muss lebendig werden. Das ist dir nicht gelungen. Sie ist eine Schablone aus einem Psychologiebuch für Anfänger (Daran krankte auch schon der erste Text). Ich lese und bin gelangweilt. Und dann am Ende, wo ich als Leser endlich mitdenken kann, vielleicht sogar auf einen Gag a la "Psycho" erwarte, kommst du mit einem lahmen psychologischen Holzhammer, den du auch noch näher erläutern musst. Damit ist die Geschichte aus und hinterlässt nur Achselzucken. Hannemann hat ganz recht, der letzte Satz ist überflüssig. Ich erwarte von einem Autor, dass er mir die Welt beschreibt, nicht dass er sie mir erklärt.

    Gruß, Klammer
    Aber ein Traum - nikolaus-klammer.blog

  9. #9
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Wolfsaugen

    @ Hannemann,
    Kannst du mir vielleicht genauer erläutern, was überfrachtet ist? Würde mir sehr helfen. Den letzten Satz werde ich streichen. Da stimme ich dir ganz zu.

    @ Liz
    Danke für dein Einfühlungsvermögen, aber der Text ist wirklich nicht gut genug.

    @ kassandra
    Wie wärs mit "altmodisch" anstatt "ausgelatscht. Was ist deiner Meinung nach unpräszise. Ich bitte um nähere Erläuterung. Klingen anstatt Klirren ist o.k.

    @ Klammer
    Sehr gute Anmerkungen. Ich dachte auch schon, daß der Text etwas zu kurz gehalten ist. Der psychologische Holzhammer ist allerdings die nackte Wahrheit, mit der sich ein Psycho, wie du das so schön nennst, rumschlagen muß. Wie gesagt, letzter Satz wird entfallen.

    Und nun werde ich mich für eine neue Runde bereit machen.

    Bis dann

  10. #10
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    textkritikerbelobigung

    selbstlob des kritikers: textkritik ist ein metatext über dem eigentlichen und wirkt auf diesen ein!

  11. #11
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Wolfsaugen

    tss, was holst du dann für alte kamellen von mir hoch?

  12. #12
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Wolfsaugen

    Ist wohl einiges passiert, in den letzten fünf Jahren... Weg von der Fiktion, hin zum (sur)relalistischen, Alltagsempfinden. Die Bilder waren schon damals stark, nur die Kritik, die war härter... Ich werde wohl noch einige Zeit brauchen, um die Geduld aufzubringen die Ideen in längeren Texten zu verarbeiten. Vielleicht solltest du - angesichts der hübschen Ideen - die Textarbeit an den Wolfsaugen und dem Flohmarkt wieder aufnehmen...

  13. #13
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Wolfsaugen

    so viel fiktion ist es gar nicht, was da so abgeht in den texten. ich hab da auch wieder einiges autobiographisches reingemischt. gerade aus diesem grund will ich die texte eigentlich auch nicht mehr anrühren.

  14. #14
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Wolfsaugen

    Dann ist es wohl eine recht abstrakte Verarbeitung des Erlebten, als Gefühl mag hier nur un(er/be)gründliche Paranoia gelten... Dennoch ich würd sie nicht verwerfen.

  15. #15
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Wolfsaugen

    die paranoia nicht verwerfen? du hast wohl noch nie ein problem an der backe gehabt. :wasgeht?:

  16. #16
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Wolfsaugen

    Es ist nicht einfach da, es schleicht und kriecht, immer im Schatten verborgen langsam die Seele empor, die unfähig ist es zu bannen; es ist ein Teil von ihr...

  17. #17
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Wolfsaugen

    du meinst also, jeder kennt das?

  18. #18
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Wolfsaugen

    Das Gefühl, ja, dein Erlebnis, nein...

    Ein bißchen paranoid ist jeder, ist nicht unbedingt gemeint...

    Ich hatte allerdings nicht den Eindruck als wäre das Gefühl (insb. bei "Wolfsaugen") eine Art von Paranoia (in meinem Verständnis Verfolgungswahn), sondern eher psychotischer Natur (unbegründete Angstzustände, mit einem eindeutigen Auslöser, wobei es reicht sich selbigen einzubilden)...

  19. #19
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Wolfsaugen

    ein psychotiker hat paranoia. das ist die wahre paranoia. ein normaler kennt keine wahre paranoia. und punkt. klang ists her. möcht so einen scheiß nicht mehr haben.

  20. #20
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Wolfsaugen

    Also zumindest Panikattacken kann man auch bekommen ohne Psychosen zu haben - besonders toll, die sind dann nämlich völlig irrational und mit den herkömmlichen psyche-games nich zu knacken.
    So der Wein ist alle, morgen wird neuer geliefert - 12 Buddeln vom Feinsten, bis dahin verabschiede ich mich...

  21. #21
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Wolfsaugen

    Fiktion und krankheitsbedingte Visionen sind Verschiedenerlei. Die Fiktion ist eine bewußte und meist manierierte Denkwelt, dem Wesen nach etwas Gesteuertes und Manipulierendes. Tritt die Fiktion in die Wirklichkeit, zerbricht sie, wenn man die richtigen Fragen stellt. Manchmal allerdings wird die Fiktion wirkmächtig, v.a.dann, wenn sie im politischen Kontext wie ein Popanz aufgebaut wird. Die versprochene Freiheit ist so ein Popanz in diesem Staat. Es gibt so viele Denkverbote und Dinge, die man nicht aussprechen darf, ohne sich strafbar oder zumindest gesellschaftlich unmöglich zu machen, daß die Freiheit des Wortes nur Fiktion bleiben muß.
    Visionen dagegen, die auf der illusionären, von Krankheiten verursachten Wirklichkeitsverdrehung basieren, sind davon grundsätzlich zu unterscheiden. Paranoide Vorstellungen sind keine Fiktionen, sondern eben (Wahn)-Vorstellungen.

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