+ Antworten
Seite 4 von 7 ErsteErste ... 23456 ... LetzteLetzte
Ergebnis 76 bis 100 von 153

Thema: Freitag, Fischtag: Hannemann kocht!

  1. #76
    Bernie
    Status: ungeklärt

    AW: Freitag, Fischtag: Hannemann kocht!

    Bester Koch,


    falls du mal eine Himalaya-Expedition bekochst, dann nimm die Dampfdruckkurve von Wasser mit auf den Trip. Mit ausgehungerten Schneewölfen ist nicht zu spaßen. Da helfen dir auch keine blondgelockten Weiber.


    Ich persönlich steh übrigens auf stahlharte Erzengelbrust.


    Bernie


    Ps.
    Kurt Krause ist ein Weichei. Nimm dich vor ihm in 8.

  2. #77
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    7.February 2001
    Ort
    Bärlin
    Beiträge
    144
    Renommee-Modifikator
    20

    Gumbo

    Bester Koch,


    ein Hilferuf aus dem Preußischen. Will Gumbo kochen und stehe vor mehreren Rezepten, die mir zum Gebrauch von Sassafras mal raten und mal nicht. Was tun, fragte schon Lenin. Vor allem: Woher kriege ich das fremde Gewürz?

  3. #78
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    1.May 2000
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    258
    Renommee-Modifikator
    21

    Sassafras

    Ach Beh, mußt geduldiger suchen, dann wirst Du auch finden...




    Sassafras (Sassafras albidum [Nutt.] Nees)
    Synonyme
    bot Sassafras officinalis
    Deutsch Fenchelholzbaum
    Englisch Sassafras, Augue tree, gumbo file
    Estnisch Valkjas sassafras
    Französisch Sassafras
    Italienisch Sassafrasso
    Niederländisch Sassafras, Sassefras
    Polnisch Sassafras roznolistny
    Spanisch Sasafres
    Ungarisch Szasszafresz baberfa
    US-Südstaaten-Kreolisch File





    Verwendeter Pflanzenteil
    Blätter. Je nach Lichtverhältnissen entwickelt Sassafras ein-, zwei- oder dreilappige Blätter.
    Die Wurzel enthält viel ätherisches Öl, ist aber für eine direkte Verwendung als Gewürz viel zu bitter.


    Pflanzenfamilie
    Lauraceae (Lorbeergewächse)


    Geruch und Geschmack
    Die Blätter weisen einen schwachen, aber erfrischenden, zitronenähnlichen Geruch (siehe Zitronenmyrte) und ebensolchen Geschmack auf; beim Zerkauen fällt der hohe Schleimgehalt sofort auf.


    Inhaltsstoffe
    Das ätherische Öl aus der Wurzel enthält 80% Safrol, weiters kleine Mengen an Mono- und Sesquiterpenen (Campher) sowie weiteren Phenylpropanen (Methyleugenol).
    Der Gehalt an ätherischem Öl in den Blättern ist mir nicht bekannt; der Hauptbestandteil ist Safrol (45%), daneben kommen alpha-Pinen, Limonen, Cineol und Campher vor.




    Safrol ist zwar toxisch, riecht aber sehr angenehm. Es kommt als Spurenbestandteil in vielen ätherischen Ölen vor (z.B. Muskat, Sternanis und sogar schwarzem Pfeffer) und ist die wichtigste Aromakomponente in einem exotischen zentralamerikanischen Gewürz, den mexicanischen Pfefferblättern.




    Herkunft
    Nordamerika (Südoststaaten).


    Etymologie
    Der Name bedeutet "Steinbrecher" (lateinisch saxum fragans "Steine brechend", wahrscheinlich über das Spanische vermittelt), was sich auf die medizinische Verwendung der leicht diuretischen Droge bei Nierensteinen bezieht. Diese Verwendung ist heute obsolet.
    Der antiquierte Name Fenchelholzbaum spielt auf das wohlriechende Holz an.




    Der Sassafrasbaum ist das einzige Gewürz, das aus Nordamerika stammt; allerdings wird Sassafras weltweit nur sehr wenig verwendet. Filepulver (gemahlenen Sassafrasblätter) sind ein ganz wichtiger Bestandteil in der Küche der Kreolen und Cajuns im amerikanischen Bundesstaat Louisiana.


    ...


    In den meisten Ländern außerhalb der Vereinigten Staaten betrachtet man Sassafras eher als Giftpflanze wegen seines hohen Gehaltes an Safrol, einer leberschädigenden und wahrscheinlich sogar krebserregenden Substanz. Sassafrasblätter sind in Europa kaum zu bekommen; getrocknete Zitronenmelisse ist ein guter Ersatz, allerdings ist sie viel stärker und muß daher vorsichtig dosiert werden.


    In den USA wird das ätherische Sassafrasöl (aus der Wurzel) nach Entfernung des Safrols auch zum Würzen eines Gebräus namens root beer benutzt. Dabei handelt es sich um eine genuin US-amerikanische Erfindung aus dem 19. Jahrhundert: Das ursprüngliche Rezept war ein leicht vergorene Mischung aus Wasser, Zucker (oder Melasse) und verschiedenen pflanzlichen Aromatika. Heutzutage wird root beer gänzlich alkoholfrei hergestellt, indem man eine Mischung von Zucker und Pflanzenextrakten mit Sodawasser aufspritzt. Somit ist root beer eigentlich kein Bier, sondern ein soft drink (siehe auch Gagel über Biere).


    Und wenn ich schon dabei bin: dort schein es das Zeug zu geben! Du solltest eben in den *RICHTIGEN* Läden einkaufen . (Empfehlung: die richtigen Leute danach fragen!)

    auch süß:

    "Der Sassafras-Baum wächst im Osten der USA. Den Indianern ist er heilig und wird als Liebesbaum verehrt. Aus der Wurzelrinde werden kräftige Liebestränke gekocht. Sassafras wirkt leicht halluzinogen, euphorisch und aphrodisierend. Volksmedizinisch wurde Sassafras bei Gicht, Rheuma, Menstruations-und Nierenbeschwerden eingesetzt. "

    Das paßt doch gut für Dich, oder?

  4. #79
    Tochter aus gutem Hause Avatar von Klammer
    Registriert seit
    27.April 2001
    Ort
    Diedorf
    Beiträge
    627
    Renommee-Modifikator
    20

    Brunnenkressesuppe

    ...ab heute wird gefastet. Und mit Hilfe der dadurch freiwerdenden geistigen Energie endlich meine Brunnengeschichte beendet!


    Erstes Fastenrezept (Wer aus dem Brunnen ißt):


    Brunnenkressesuppe


    Man kocht mehrere Büschel Brunnenkressespitzen (aus Erfurt/Dreienbrunnen, die erfreuten schon Napoleon) 10 Minuten in 1l Wasser und rührt das Ganze durch ein Passiersieb. Bei leichter Hitze wird nun 1/4l Creme fraiche eingerührt. Nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen. Man kann das Rezept natürlich noch verfeinern, wenn man das Wasser z.T. durch Gemüsefond ersetzt.


    Gibt es noch mehr Brunnenkresse-Rezepte?


    Gruß, Klammer
    Aber ein Traum - nikolaus-klammer.blog

  5. #80
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    1.May 2000
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    258
    Renommee-Modifikator
    21

    Brunnenkressesuppe

    Ich behaupte einfach mal: mit! Dürfte die authentische Variante sein. Die Contras beziehen sich sicher nur verklemmt auf das gesundheitsgefährdende und sonstig böse Potential dieses Gewächses. Wollen wir es zusammen ausprobieren? Bitte! Bald!


    Wobei Du ja weißt: Um wirklich die Zukunft zu sehen braucht es mehr als Gumbo - dazu muß es schon Jambalaya sein, mit Gewürzspinne und frischem Okra. Letzteres gibt es ab und an ja bei Bin L.


    PS: Du denkst nicht wirklich, ich äußere mich zu Deinem PS !?

  6. #81
    Tochter aus gutem Hause
    Registriert seit
    5.October 2000
    Ort
    Bad Füssing
    Beiträge
    998
    Renommee-Modifikator
    21

    AW. Gumbo

    Mein dickes Weh,

    Du, der in Messingtiegeln magische Gewürze verbreist, fragst mich nach Kraut aus finsterstem Urwald?
    Eintopf, nichts anderes als Eintopf...ob von Eskimos, Zulukaffern, Indios, Holländern, Kanakken, Hebräern, Negern, schwarzen, weißen oder gelben, Aborigines, aber auch Ostdeutschen, es ist immer nur Eintof, zusammengekocht aus Ernte und Fang vor der Haustür, catch of the day!
    Also brutzel, was Dir Elbe und Börde bieten und nerv nicht mit den Küchengeheimnissen von Atztekenomis. Meine kochte Stielmus mit grober Mettwurst, glaube nicht, daß das einen Goucho auch nur am A.... interessiert.

    Bleib im Land und nähre Dich falls möglich.

  7. #82
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    1.May 2000
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    258
    Renommee-Modifikator
    21

    AW. Gumbo

    Ach bester Koch, lasse uns doch das herumexperimentieren mit fremden Gerichten, Zutaten und Gewürzen - wir vergessen die bodenständigen hiesigen schon nicht. Du läßt dich doch auch von fremden Einflüssen inspirieren - hoffe das Essen ist gut, grüß die Snapper!


    PS: Du sollst *NICHT* vom Elephanten essen! Grüße auch diese und streichele sie in meinem Namen.

  8. #83
    Tochter aus gutem Hause
    Registriert seit
    5.October 2000
    Ort
    Bad Füssing
    Beiträge
    998
    Renommee-Modifikator
    21

    Post Das gebratene Spanferkel

    Kein gefüllter Rüssel?

    Ich weiß einen Kochenden aus Leidenschaft in Magdeburg. Ihm sei diese Abhandlung gewidmet, möge sie ihm munden.


    Charles Lamb
    Abhandlung über das gebratene Spanferkel



    Der Mensch, versichert ein altes chinesisches Manuskript, verzehrte während der ersten siebzigtausend Jahre nur rohes Fleisch, das er mit Nägeln und Zähnen vom lebenden Tier fetzte, wie es heute noch die unglaublich schwarzen Neger in Abessinien machen. Auf diese Zeit spielte zweifelslos der große Konfuzius im zweiten Kapitel seiner "Annalen", in dem er einem der Goldenen Zeitalter den Namen Cho-fung gab, was wörtlich übersetzt "Abwesenheit des Kochs" bedeutet. Dieses Manuskript berichtet weiter, daß die Kunst, Speisen zu kochen oder vielmehr zu braten - denn man hat wohl zuerst gebraten und dann gekocht -, auf folgende Weise durch Zufall entdeckt wurde:
    Der Schweinehändler Ho-ti ging eines Tages, wie es seine Gewohnheit war, in den Wald, um Eicheln für seine Schweine zu sammeln - EICHELN, nicht das, was Kyra und Patina jetzt denken. Die Hütte überließ er der Obhut seines ältesten Sohnes Bo-bo, eines rechten Tölpels, der wie so viele Burschen seines Alters leidenschaftlich gern mit dem Feuer spielte. Bo-bo ließ einige Funken in einen Haufen Stroh fallen, das Feuer griff rasch um sich, und zuletzt blieb von der Hütte nur noch Asche übrig. Mit der Hütte, einem elenden, vorsintflutlichen Wohnbehelf, wie man sich denken kann, wurde zugleich etwas viel Wertvolleres vernichtet: Ein Wurf rosiger Ferkel, nicht weniger als neun an der Zahl.
    Die chinesischen Spanferkel hatten seit den ältesten Zeiten, aus denen wir Nachricht haben, als besondere Leckerei gegolten. Daher war Bo-bo denn auch über den Tod der Ferkel tiefer bekümmert als über den Verlust der Hütte, die er mit seinem Vater jederzeit und ohne Schwierigkeiten aus ein paar trockenen Zweigen in ein oder zwei Stunden wieder aufbauen konnte.
    Während er nun darüber nachdachte, was er dem Vater sagen sollte, und dabei über den rauchenden Resten eines der so früh Dahingeopferten die Hände rang, stieg ihm ein Duft in die Nase, der sich von allen bekannten Düften merklich unterschied. Wo mochte er herkommen? Von der verbrannten Hütte gewiß nicht, denn wie dergleichen roch, das wußte er nur zu gut. Es war nicht das erste Mißgeschick dieser Art, das die Unachtsamkeit des unglückseligen jungen Pyromanen verschuldet hatte. Noch weniger aber ähnelte der Duft dem irgendeines bekannten Strauches oder Krauts.
    Indessen ließ eine dunkle Vorahnung den Speichel über Bo-bos Unterlippe triefen. Er wußte nicht, was er denken sollte. Schließlich bückte er sich und betastete das Schweinchen, um zu sehen, ob nicht doch noch ein wenig Leben in ihm steckte. Sofort verbrannte er sich die Finger und führte sie mit kindlicher Gebärde an den Mund, um sie zu kühlen. An den Fingern war aber ein Stückchen von der verbrannten Schwarte hängengeblieben, und zum ersten Mal in seinem Leben - im Leben der Menschheit, um es ganz genau zu sagen, denn auf einen solchen Einfall war noch niemand gekommen - kostete er den Geschmack von.... Gebratenem!
    Ein zweites Mal betastete er das Ferkel. Er verbrannte sich nicht mehr die Finger, schleckte sie aber gewohnheitsmäßig dennoch ab, und da geschah es: Allmählich bahnte sich in seinem stumpfen Hirn die Erkenntnis den Weg, daß es das Ferkel war, das diesen Duft aussandte und so köstlich schmeckte. Hemmungslos gab er sich dem neuen Genusse hin und riß ganze Fetzen verbrannter Schwarte samt dem daranhängenden Fleisch aus dem Schweinchen, und viehisch schlingend saß er noch da, als sein Vater, mit einem strafenden Stock bewaffnet und zwischen den schwelenden Holzresten vorsichtig einen Weg suchend, heimkehrte.
    Wie Hagelkörner so dicht sausten die Hiebe auf den Buckel des jungen Missetäters nieder, Bo-bo achtete ihrer nicht mehr, als wären es Fliegen. Das Wohlbehagen, das er in den tiefsten Regionen seines Innern verspürte, machte ihn unempfindlich gegen alles, was störend in jene Bereiche hätte eindringen können, und mochte ihn der Vater noch so fleißig prügeln; es wäre dem Vater nie gelungen, ihn von seinem Ferkel abzubringen, ehe dieses nicht mit Stumpf und Stiel oder, besser, samt seinem Ringelschwänzchen aufgezehrt war. Der gestrenge alte Vater erfaßte endlich das Merkwürdige der Lage, und zwischen ihm und seinem Sohn entspann sich folgender Dialog:
    "Was, zum Teufel, schlingst du da in dich hinein, verfluchter Bankert! Nicht genug, daß du mir mit deiner verflixten Zündelei schon drei Hütten niedergebrannt hast, frißt du jetzt auch noch Feuer oder was, zum Kuckuck, du da treibst! Heraus mit der Sprache, was hast du da?"
    "Oh Vater, das Schweinchen, das Schweinchen! Komm und probier nur selbst, wie köstlich das verbrannte Schweinchen schmeckt!"
    Ho-tis Ohren wackelten vor Entsetzen. Er verfluchte den Sohn, er verfluchte sich selbst darum, daß er einen Sohn gezeugt, der ein verbranntes Ferkel aß.
    Bo-bo, dessen Geschmackssinn sich seit dem Morgen auf wunderbare Weise verfeinert hatte, grub ein zweites Ferkel aus, riß es mit gewaltigem Mut mittten entzwei und drängte Ho-ti das kleinere Stück in die Hand. "Iß, iß, so iß doch nur das verbrannte Schweinchen, Vater! So koste doch wenigstens einmal..... Oh Gott!" Unter solchen und ähnlichen barbarischen Ausrufen stopfte er sich den Mund voll, bis er beinahe erstickte.
    Ho-ti zitterte am ganzen Körper, während er das abscheuliche Ding in der Hand hielt und sich fragte, ob es nicht angeraten sei, dieses entmenschte Ungeheuer von einem Sohn zu erschlagen. Da bemerkte er, daß er sich die Finger verbrannte. Er verschaffte sich auf dieselbe Weise Linderung wie zuvor sein Sohn und kostete nun seinerseits den Geschmack, der ihn trotz der Bitterkeit, die er im Munde zu verspüren glaubte, so übel nicht dünkte. Um es kurz zu machen (das Manuskript verliert sich hier in allzu viele Einzelheiten): Vater und Sohn begannen einträchtig zu schmausen und zu schmatzen und hörten nicht eher auf, als bis sie den ganzen Wurf vertilgt hatten.
    Bo-bo erhielt strengstes Stillschweigen auferlegt, die Nachbarn hätten die beiden gewiß als elende Schandbuben und Frevler gesteinigt, sie untergeharkt, die sich anmaßten, die gute, von Gott gegebene Speise verbessern zu können. Dennoch begannen merkwürdige Gerüchte umzugehen. Man bemerkte, das Ho-tis Hütte noch viel häufiger zerstört wurde denn zuvor und immer nur durch Brände. Manche brachen am hellichten Tage aus, andere zur nächtlichen Stunde. Kaum hatte die Sau geworfen, da brannte Ho-tis Hütte auch schon lichterloh. Und was den Leuten am meisten zu denken gab, war, daß Ho-ti immer nachsichtiger zu werden schien und seinen ungeratenen Sprößling nicht einmal mehr strafte.
    Die Leute behielten die beiden scharf im Auge, das schändliche Geheimnis ward entdeckt, sie schleppten Vater und Sohn nach Peking - damals eine unwichtige kleine Bezirkshauptstadt - und stellten sie vor Gericht. Man hörte die Zeugen an, man stellte die tadelswerte Speise im Gericht zur Schau, und schon ging man daran, das Urteil zu verkünden, als plötzlich das Haupt der Schöffen verlangte, man solle ein Stück von dem verbrannten Ferkel, das ja das corpus delicti darstellte, unter den Schöffen herumreichen.
    Sie nahmen es nacheinander alle in die Hand, und da sie sich die Finger verbrannten wie vor ihnen Bo-bo und sein Vater und ihnen allen der Instinkt eingab, die heißen Finger im Mund zu kühlen, füllten sie ungeachtet des erdrückenden Schuldbeweises und der eindeutigsten Anklage, die je ein Richter erhoben, zur Verwunderung des ganzen Gerichtshofs, der Bürger, der Fremden, der Reporter und aller übrigen Anwesenden, ohne auch nur ihre Sitze zu verlassen und sich zu beraten, einen einstimmigen Freispruch.
    Der Richter, dem es nicht an Scharfsinn mangelte, drückte angesichts der offenkundigen Ungerechtigkeit dieses Spruchs ein Auge zu und kaufte, sobald er die Sitzung aufgehoben hatte, heimlich alle Spanferkel auf, die für Geld und gute Worte zu haben waren. Wenige Tage später ging das Haus Seiner Exzellenz in Flammen auf.

  9. #84
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    1.May 2000
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    258
    Renommee-Modifikator
    21

    Post Elefantenzubereitung

    Wie werden eigentlich Elefanten zubereitet? Werden Sie in der Grube geröstet?

  10. #85
    Tochter aus gutem Hause
    Registriert seit
    5.October 2000
    Ort
    Bad Füssing
    Beiträge
    998
    Renommee-Modifikator
    21

    Post Mörikes Weißbierfrühstück

    Mann nehme einen 7,34 Meter langen Teakholzspieß, stecke jenen durch den Rüssel bis zu dem A..... bis ans andere Ende und...
    Rezept folgt später, muß mal eben Brunnenkresse fischen für die Füllung.

    später: Beginn eines guten Tages


    Frühstück läßt des Tellers Rand
    wieder flattern durch die Lüfte,
    süße, wohlbekannte Düfte
    führen wie von selbst die Hand.
    Mammalarde, Wurst und Speck
    hau ich schon am Morgen weg,
    Schinken, Eier, Butter, Toast
    und ein Weißbier, na dann Prost.


    Vom besten Koch des mir bekannten Universums ein schönes Osterfest!


    Küchentipp:
    Zicklein mit Salbei und Limone gebraten, erster Spargel, Bärlauch-Pesto.

  11. #86
    Ziegenfreund
    Status: ungeklärt

    Post AW: Küchensprechstunde

    niemals möcht ich Zicklein fressen
    zart und gar gedreht am Spieß
    Zicklein braun und sprunglebendig
    das v'lleicht Rosalinde hieß
    lieber fress ich selbst auch Kräuter
    frisch mit Brot und Käs und Loch
    und dazu 'nen guten Schinken
    aus dem Po vom besten Koch

  12. #87
    Bauer Hans
    Status: ungeklärt

    AW: Küchensprechstunde

    Ziegenfreund, nimm ruhig den Arsch, Po ist eindeutig untertrieben.

    Du bist auch in guter Gesellschaft, alle Welt frißt Arsch, Schnitzel rund um das Loch eines Schwein, fühlt sich damit sauwohl.
    Ich hingegen gebe mich durchaus mit einem kleinen geschmorten Ziegenkopf zufrieden, bin ja so bescheiden...

    ... natürlich mit den Augen!

  13. #88
    Ziegenfreundin
    Status: ungeklärt

    AW: Freitag, Fischtag: Hannemann kocht!

    ja natürlich mit den Augen
    ess ich auch
    SchweinSchweinSchwein
    schon mal aber
    wildwildwild
    lieb ich

  14. #89
    Bauer Hans
    Status: ungeklärt

    Ziegenaugen

    Tschuldigung, Mißverständnis!


    In Wahrheit habe ich Ziegenaugen zum Fressen gern...
    ... geröstete Knoblauchscheibchen, Rosmarinspitzen, etwas Meersalz, hmmmmmmhhhh, zwei Götterhappen!

  15. #90
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    22.August 2000
    Ort
    Bärlin
    Beiträge
    159
    Renommee-Modifikator
    20

    Ziegenaugen

    *grins*


    .sicher.

  16. #91
    Tochter aus gutem Hause
    Registriert seit
    13.May 2000
    Ort
    Köln
    Beiträge
    759
    Renommee-Modifikator
    0

    Question Pfannkuchenfrage an Hannemann

    Nachdem ich reiflich überlegt habe, ob ich diese Frage nicht mit einer Mail an Hannemann stellen soll, habe ich gedacht: "vielleicht hat ja auch der Eine oder Andere auch dies Problem"...
    Ich (und sicher auch mancher andere), erinnere mich an die Pfannkuchen meiner Urgroßmutter (die anderen erinnern sich bitteschön an ihre eigenen Großmütter..). Diese Pfannkuchen waren goldbraun, dünn, locker und zart. Seit 2 Jahren versuche ich (wg. Kindern) selber so etwas zu machen. Ich kann nicht gut kochen, aber das sollte ja einfach sein - meint man (frau). Ist es aber nicht! Ich hätte das Unternehmen "Pfannkuchen" auch schon längst aufgegeben, wenn es nicht eines der wenigen Dinge wäre, das BEIDE (Kinder) essen.
    Ich mache es so:


    6-8 Eier, je nach Größe
    knapper Liter Milch
    Mehl (Instantmehl, damit es nicht klumpt)
    echten Vanillezucker und Zucker
    einen Schuß Mineralwasser
    Salz
    Das mache ich zu einem spermadicken Brei
    und brate es in Butterfett (in einer Teflonpfanne - weil ich die Biester in meiner gusseisernen Pfanne nicht gedreht bekomme, das setzt an!)


    Sie schmecken nicht schlecht (heute waren sie ein wenig zäh), sehen aber von dunkelbraun bis weißlich aus. Dunkel an den Stellen, die an die Oberschenkel alter, dicker Frauen erinnern, und bleich an den glatten Stellen.


    Was mache ich falsch???


    Was hatten die Großmütter, was ich nicht habe?
    Ich sehe sie deutlich vor Augen, goldbraun, dünn, nicht zu fettig, ein wenig süß...aber nicht so süß, daß man nicht noch ein wenig Puderzucker, Zimt, gezuckerte Erdbeeren, Eierlikör, oder Schokoladensauce drübertun könnte... halt wie ich es nur von guten schweizer Lokalen und Urgroßmüttern kenne.


    [Diese Nachricht wurde von Kyra am 10. Mai 2002 editiert.]

  17. #92
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    17.July 2001
    Beiträge
    99
    Renommee-Modifikator
    0

    Lightbulb Pfannkuchenfrage an Hannemann

    kicher Kyra
    ich vermute, du hast zuviel Flüssigkeit dabei, oder zuwenig Fett in der Pfanne.
    Und die Eier binden die Masse. Wenn sie nicht gut geschlagen sind, gibts eben Blasen auf dem Pfannkuchen.


    So backe ich Pannkoken


    4-6 Eier, tüchtig geschlagen bis Schaum entsteht.
    1 Prise Salz
    1 Prise Natron (anstatt von Selter)
    1/2 l Milch maximal (aber ich vertrag sie nicht und nehme auch Wasser oder Sahne mit Wasser, führt aber zu Gemecker)
    und 4-6 Eßlöffel Mehl gehäuft, 405er oder auch Vollkornweizenmehl 1050er oder so


    Damit Mehl nicht klumpt, rührt man es in die kalte Flüssigkeit ein. Am besten natürlich mit elektr. Rührbesen. Ne, umgekehrt: Mehl in die Schüssel, und Milch obenauf gießen.


    Butterfett ist schon mal nicht schlecht.
    Ich nehme meistens Öl, oder Margarine. Butterfett schmeckt aber sehr gut.
    Nicht höher als Stufe 2, sonst brennen sie an und sind nicht durch.


    Zimt und Zucker mischen, nach dem Braten überstreuseln,
    oder Apfelschnitze mitbraten.
    Preiselbeeren tuns auch, aber Zimt und Zucker ist das leckerste.


    Dünn sind meine nie, wegen dem Natron, also nicht wie Crepes. Eher wie Diskusscheiben einhalb bis ein Zentimeter hohe, goldbraune, aber leider nicht so wendig in der Pfanne.


    Die mit Vollkornmehl müssen mindestens drei Stunden quellen vor dem Braten, tut dem anderen Brei auch gut, wenn er ein wenig steht.
    Ich habe Edelstahl und Gusseisen. Wichtig ist, dass der Rand der Pfanne nicht zu hoch ist und genügend Fett vorgeheizt wurde. Und der Bizeps das Ding hin- und herwuchten kann.


    Gott sei Dank sind wir hier aus dem Alter heraus. Aber Nudeln mit Tomatensauce ist immer noch in.


    Gruss sl
    die frohes Gelingen wünscht.
    ich glaube Hanne gibt sich mit sowas einfachem gar nicht ab, der ist doch Genießer, oder?

  18. #93
    Tochter aus gutem Hause
    Registriert seit
    5.October 2000
    Ort
    Bad Füssing
    Beiträge
    998
    Renommee-Modifikator
    21

    Frauen können nicht kochen

    Was hatten die Großmütter, was ich nicht habe? Kyra-Liebling!!!!!!
    Wahrscheinlich mehr Sperma vom Großvater... daher auch die vielen Kinder!

    Grundsätzlich: Frauen können nicht kochen, keineswegs und überhaupt nicht! Weibliche Wesen vermögen allenfalls einigermaßen schmackhafte Nahrung herzustellen. Für höhere Weihen fehlt den Weibern das notwendige Einfühlungsvermögen. Das ist so, da kann hungriger Mann nichts machen, außer schwul werden. Siehe jene unsägliche Nudelreklame.
    Alle Weiber? Nein, in einem kleinen Dorf in Niederbayern lebt bei einem göttergleichem Koch eine Frau Hanne, die sich viel abgeschaut. Seitdem macht sie die besten Pfannkuchen des bekannten Universums. Frag doch mal die! Roberts Tochter aß 15 Stück.
    Noch eines, Frau Hanne hat Gefühl in ihren Pfannen schwenkenden Händen... auch bei sonstigen Handarbeiten!

    Stinknormales Mehl, Eier von glücklichen Hühnern, Milch einer Kuh (Tier), Prise Salz, Spritzer Mineralwasser und viel, viel, viel Gefühl. KEIN ZUCKER! Konsistenz: Welche Wunschträume hast Du denn von Sperma?

    Und dann noch Kinderchen zum schlucken geben, igittigittigitt!

  19. #94
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    17.July 2001
    Beiträge
    99
    Renommee-Modifikator
    0

    AW: Freitag, Fischtag: Hannemann kocht!

    also Hannemann
    was ich geflissentlich überlesen habe, weil zu merkwürdig, breist du hier aus.
    Eklig, da würde ich keinen Pfannkuchen mehr machen wollen.
    Von Essen ganz zu schweigen.


    Aber ich habe mich auch gefragt, was Pfannkuchen mit Orangenhaut zu tun hat????
    Kyra, leichte Essst?rungen?


    Antworte lieber nicht
    Herzlichst sl

  20. #95
    Tochter aus gutem Hause
    Registriert seit
    13.May 2000
    Ort
    Köln
    Beiträge
    759
    Renommee-Modifikator
    0

    krumpelige Pfannekuchen

    Nix Essstörung, Vielfraß, aber gerne
    Damit wollte ich sagen, die Pfannkuchen sind krumpelig.

  21. #96
    Tochter aus gutem Hause
    Registriert seit
    5.October 2000
    Ort
    Bad Füssing
    Beiträge
    998
    Renommee-Modifikator
    21

    krumpelige Pfannekuchen

    Eklig, sl, nun ja.... Ansichtssache. Auch hier hängt es davon ab, wie sich der Spender ernährt. Mann schmeckt wie Mann ißt. Ob aber nach Pfannkuchen mit Konfitüre, Mammalarde, sein Geschmack... das kann ich wahrlich nicht versprechen.


    Ausprobieren und berichten!

  22. #97
    Tochter aus gutem Hause
    Registriert seit
    13.May 2000
    Ort
    Köln
    Beiträge
    759
    Renommee-Modifikator
    0

    krumpelige Pfannekuchen

    Hallo tt,


    das mit den Nudeln und Tomatensauce stimmt. ABER, es müssen Miracoli sein. Sebstgemachte, leckere Tomatensauce wird abgelehnt. Meine Leidensfähigkeit ist nicht unbegrenzt. So ist es auch bei Hühnernudelsuppe. Die koche ich gerne mit einem dicken, schweren Suppenhuhn (nicht diese winzigen Tiere aus dem Supermarkt, sondern richtige Biester von der Größe einer Gans - die haben einen tollen Geschmack). Aber die lieben Kinder wollen nur den Suppentopf aus der Dose, mit den bratschigen Nudeln drin. So sind Pfannkuchen eines der wenigen Nichtfertiggerichte die gegessen werden. Obwohl die beiden 10 und 13 sind, lieben sie fast ausschließlich süßliches Weichfutter. Kaum Fleisch und alles am liebsten aus der Packung, z.B. Milchreis. Das nenne ich Kulturverfall (obwohl ich wahrlich keine Meisterköchin bin, und auch nicht gerne lange am Herd stehe, sehe ich Essen doch als ein Kulturgut an!)

  23. #98
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    17.July 2001
    Beiträge
    99
    Renommee-Modifikator
    0

    krumpelige Pfannekuchen

    Hallo Kyra,
    was die lieben Kleinen nicht kennengelernt haben, können sie eigentlich auch nicht mögen.
    Bei Tomatensauce eine Prise Zucker oder Natron - mir ist sie nämlich auch immer zu sauer. Und OREGANO, hmm


    Und was ist nun mit den Pfannkuchen?
    War mein Rezept druckreif? Schließlich gehts hier ums Schreiben und weniger ums Kochen

  24. #99
    Tochter aus gutem Hause
    Registriert seit
    5.October 2000
    Ort
    Bad Füssing
    Beiträge
    998
    Renommee-Modifikator
    21

    krumpelige Pfannekuchen

    Vergeßt es! Pfui Teufel aber auch! In Familien, wo so gekocht, können nur blöde Kinder wachsen. NATRON, pfui Spinne!


    Kyra, Du hast mein Kochbuch, alle anderen können es kaufen.


    Ich grummel: Welches Küchengrauen tut sich vor mir auf?


    W I L L O W !!!

  25. #100
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    17.July 2001
    Beiträge
    99
    Renommee-Modifikator
    0

    Natron ist gut!

    grauen hin grauen her
    natron bindet säure sehr
    der lieblingsgucker
    ist allerdings der zucker

+ Antworten

Ähnliche Themen

  1. Paradies für Hannemann
    Von Patina im Forum Forum für das geschriebene Wort
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 18.12.01, 00:58

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Ja
  • Themen beantworten: Ja
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •