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Thema: wahre winter

  1. #1
    Kurzvormabschussiger
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    wahre winter

    ein azurner himmel bespuckt die acker vor den pforten unserer ruhe mit frostigem tau und weit draußen, entlegen, berühren sie dann, wie stählerne platten den uns zu fahlen horizont.

    laubiges wirbelt in säulen aus luft und deine hände formen worte, welche nicht gesprochen von mir, verschluckt und aufgefressen, meine lippen versteinern lassen.

    ich bin zerschnitten, ertrinkend in einem zyklon aus kälte, verfangen in gestirnen, welche nur noch gram auf die vereiste erde schleudern.

    deine küsse sind voller trauer in diesen stunden und meine furcht zerreist die letzte skizze dieses schon jetzt vergessenen herbstes.

    wir werden einen erneuten einbruch nicht überstehen.


    ------------------
    sunshine...sweet love my labor

  2. #2
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: wahre winter

    Deine Worte klingen schön, aber mir will es so, als ob ich all diese Worte schon verschlungen hätte. Was ist dieses Fahle am Horizont? Hab ich das schon nicht zu oft gehört?

    Weihnachtliche Grüße von Patina

  3. #3
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: wahre winter

    Angst vor der Zukunft?

    Wir werden den nächsten Einbruch nicht überstehen...
    na dann legt euch hin und pimpert, hilft bestens gegen miese Stimmung, Casperl!

  4. #4
    Kurzvormabschussiger
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    AW: wahre winter

    shalom patina und hannemännchen!

    ihr stellt fragen, welche ich nicht beantworten kann, denn aus meiner geographischen lage heraus, lässt sich z.b. nur schlecht bestimmen was du hörst, meine liebe patina. angst vor der zukunft? nein, eigentlich nicht, bloß furcht vor dem event, welches ein neues jahr versucht ein zu läuten.

    ------------------
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  5. #5
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: wahre winter

    Steigerung bedarf einer Exposition. Du fällst mit der Tür ins Haus. Aber Du kannst das Umfeld markieren, wenn auch sprachlich gewagt. Das Ende des ersten Abschnitts fließt den Berg hinauf. Und es ist verwurschtelt.
    laubiges wirbelt in säulen aus luft und deine hände formen worte
    und dann kommt schon eine Relation, eine neue und noch eine. Laubiges? Meinetwegen. Halt an, meinetwegen. Laub und dann forma formans, aber halbgewalkt. Laubigend? Was will ein Laubiges? forma formata: Laub! Gelaubt? Laub, erlaubt, verwelkt. Der Tod der Liebenden im Laubeshimmel, geworfen? Verworfen. Laub fällt. Spürst Du die Labiale, wie sie sich aneinander schmiegen?

    So spiel doch ein bißchen und leg nicht soviel Wert auf Inhalte. Die kommen aus der Seele, aus dem Tiefsten, müssen nicht durch Begründungen Grund erfahren.

  6. #6
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: wahre winter

    Auf zum nächsten Gewort. Wartest Du auf mehr Zuwendung?
    ich bin zerschnitten, ertrinkend in einem zyklon aus kälte, verfangen in gestirnen, welche nur noch gram auf die vereiste erde schleudern.
    Viel auf einmal. zerschnitten und ertrunken, nein, ertrinkend, ein Partizip, Vergegenwärtigung heischend, worin? in einem Zyklon, d.i. ein tropischer Wirbelsturm oder ein Schädlingsbekämpfungsmittel (waren es nicht die Nazis, die ein Derivat zur Tötung von Menschen einsetzten?), ich hörte auch, daß Zyklone als Verwirbelungen insgesamt bezeichnet werden und allseitige Verwendung in der Industrie finden (Staubentfernung, Entgratung, manchmal schon Entrostung).. Bei Dir ist es kalt. Dann les ich das als Antinomie, zumal Du in deiner Parenthetik fortfährst und von einem Gefangensein sprichst, allerdings in etwas Erstarrtem, in Gestirnen. Ja, merkwürdigerweise gibt das (als Mosaik) ein Bild, ein klirrendes Bild, unsicher in der Fixierung, aber es ist ein Bild da. Der kleine Prinz. ABER: Du darfst jetzt das Erstarrte nicht handeln lassen. Das Ich muß handeln, auch wenn es im Stirn erstarrt ist. Dann schlösse sich der Kreis dieses Gedankens.

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