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Thema: wounded animals

  1. #1
    Kurzvormabschussiger
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    wounded animals

    wounded animals (1. fassung)
    Gottgeblend‘te augen stumpff in der letzen nacht und stösse kalter lufft so nach oben.

    die kreaturen rühren sich und eyn abstraktes, verselbstes heulen kündigt meynen nahen todt;
    die schatten ruhen noch in ihren offnen wunden und grosse, reiche zungen suchen bebend noch das bluthverklebte fell zu retten. stetiges läuten aus der verfallenen kathedrale zählt mir meyne letzten stunden zärtlich ab.

    hunger und bluth zuckt durch unser geschundenes fleisch, und alles andere ist so schlimm - ; wir selbst uns so entfrembdet...,,,! oh GOtt, ich erkenne mich nicht mehr vor dir! meyn athem nurmehr eyne kerze vor dem endenden stumpff, der ausgezehrte schädelknochen zum spalten mürbe. ich habe mich bis zum ekel in der frembde meyner selbst verloren. uns und allen hier lauffen bald die augen ganz heraus. zu sehen gibt es nicht gar mehr.

    kreischend und jaulend bebt dieses feld aus balden leichen zu dem gelochten himmel herauf zu mir.
    und ich hub an und sprach aber zu denen, die dort darnieder lagen: sehet und schlaget eure ougen auf zu mir und höret, was ich euch nun sage. ihr habt euer theuer bluth vergeusst für die weltlichen streitikeyten und seyed nun versehrt darob. ihr habet grosse furcht vor dem ungewissen, was da wartet in der nacht auf euch. ihr denket, dass ihr nun in der dunkelsten seite des alls liegt, dass finsternuß und verderben über euch kommen ist und dass ihr nun vor dem letzten thore steht. aber höret, meyne kinder, was ich zu euch herab schreye. denn ihr habt vor meynen ougen nichts verloren und seyed nicht vergessen vor mir. so sage ich euch denn und anempfehle euch: jammert und wehklaget eyn letztes mal und heulet und zähneklappet, denn das soll die musik für mich seyn, wenn ich zu euch komme. denn ich will nun durch eure reihen wandeln und euch als meyne kinder zu mir nehmen und mit mir führen immerdar.

    es beginnt das larmoyante heulen durch den wald nun zurecht, denn alle diese wesen wissen um ihr leid. die glocke schättert wieder die nacht und der kalte wind athmet sich wie eyne ungehaltene glocke über die scenerie. die verzweiffelten glieder graben in harter erde und schnee und suchen eyn davonkommen nach den vielen wunden der furchtbaren schlacht. die passanten erstarren.

    es ist fast wie eyn untraum, dass jemals so viele dieser stolzen thiere hatten überhaubt aufgebracht werden können für eynen solchen krieg. eyn jammer, dass nun eyn solches schwarzes feld voll von ihnen so jämmerlich verenden muss meynt eyn zeitgenössischer beobachter.

    es regen sich eyn paar der zurissenen leiber, feucht und krank zitternd; stöhnen und auswurff zielt sich in den noch unverstorbenen augen wider. eyn schleiffen wie von schweren, trägen leibern mischt sich in das zischen und brodeln der nacht. sterne kochen eynen silbernen schweiff über die dämpffe des versagenden.

    manches muss ich entsagen schreye ich, doch es ist nicht lauter als die letzten ruffe der anderen.

    beobachter treten über splitterndes pfeilholz und geborstenes gedärm. sie schauen nur kurz in jedes gesicht, denn von dem übrigen leid, dem nach dem leidvollen erkennen, können sie sich nichts nehmen.

    ich aber breite nun meyne weitreichenden schweiffe und ziehe bedächtig über die verstorbenen felder und lese eyn. meyn schweres gefieder berührt die muthigsten an ihren feuchten nasen, und dann sinken ihre blicke in sich zurück und ihre glieder geben ihre letzte spannung auf. die geschundenen bleiben zurück, der kumber rollt von ihnen ab wie eyn adamszeichen ewigen schmerzes. ich nehme ihren letzen athem; sie sterben unerlöst weiter.

  2. #2
    Kurzvormabschussiger
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    AW: wounded animals

    Also - ich hab's leider nicht geschafft mir diesen "seltsamen" Text bis zum Ende durchzulesen. Vielleicht sollte ich mich daher einer Kritik enthalten. Aber das ganze ist doch ziemlich abgefahren - und für meine Begriffe auch reichlich zusammenhanglos. Außerdem wechselst Du die Zeiten. Das kommt nicht gut und verwirrt nur. Und diese altertümliche Schreibform - doch wohl eher was für "Liebhaber" - da ist syterlin ja weit flüssiger zu lesen.
    Für mich daher weder inhaltlich noch stilistisch zum nochmal-lesen.
    Aber vielleicht findest sich ja noch jemanden mit anderer Meinung ...

  3. #3
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: wounded animals

    Heulet und zähneklappet nurh weyter!

    Sülze mit altem Schimmel, ungenießbar.
    Tuth mir leyd, aber wir meißeln heute nicht mehr in Stein.

  4. #4
    Kurzvormabschussiger
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    AW: wounded animals

    warumb nicht?

  5. #5
    Tochter aus gutem Hause Avatar von Klammer
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    AW: wounded animals

    "Was sind wir Menschen doch? Ein Wohnhaus grimmer Schmerzen,
    Ein Ball des falschen Glücks, ein Irrlicht dieser Zeit,
    Ein Schauplatz herber Angst, besetzt mit scharfem Leid,
    Ein bald verschmelzter Schnee und abgebrannte Kerzen."

    Endet denn in diesem Jahr der November überhaupt nicht? Muß das seyn? Auch ich bin immer wieder erstaunt, wie sehr das barocke Lebensgefühl der Deutschen des 30jährigen Krieges dem Lebensgefühl der Deutschen zu Beginn des 21. Jahrhunderts ähnelt.

    "Was jetztund Atem holt, muß mit der Luft entfliehn,
    Was nach uns wird, wird uns ins Grab nachziehn.
    Was sag ich? Wir vergehn wie Rauch von starken Winden?"

    Aber Gryphius et al. haben nicht nur gejammert, sie konnten auch anders! Schau mal nach!
    Kannst du denn auch anders?

    Gruß, Klammer
    Aber ein Traum - nikolaus-klammer.blog

  6. #6
    Kurzvormabschussiger
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    AW: wounded animals

    meyn lebensgefühl ist wohl repräsentativ für eyne zeit, da es keine handvoll menschen mit mir theilt.
    was heisst da auch anders können? es geht mir nicht darumb, mal etwas anderes zu machen und zu zeigen, was ich so alles kann. vielmehr will ich sagen, was ich sehe, damit ich es irgendwie zu fassen vermag. auf dass ich irgendwann begreiffen kann, ob ich überhaubt am leben bin.
    nach und vor dem november kommt der may und mit ihm auch wieder saufflieder.
    ist tochter aus gutem hause hier eyn rang?

  7. #7
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: wounded animals

    Das barocke Lebensgefühl mag ich, nicht sehrlichst, aber ich mag's schon. Es ist die Antithetik, die mir behagt. Und da mir der Glaube an ein ewiges Leben nicht fern ist, nehm' ich den Tod auch nicht als totale tantum, sondern nur als Abstreicher eines Abschnitts. Aber das nur nebenbei. Bleiben wir am Text seetycas:

    [quote[erstellt von seetyca: ]GOttgeblend'te augen stumpff in der letzen nacht und stösse kalter lufft so nach oben.[/quote] Eine Ellipse, dazu elitierst Du modern. Das -e- laß stehen, imgleichen würd' ich GOtt nicht vornanstellen, das ist tautologisch, wahrlich. Du versuchst zwar, diese Doppeleindrang in einer Negation aufzulösen - wie anders ist ein stumpfes Auge nach Gottes Ein-Blick zu deuten? -, doch einen Stoß will ich mir dann nicht noch ant(h)un. Nein, kein Auftakt, eher ein Einbruch ins Maßlose. Der Anfang gefällt mir gar nicht, er ist nicht logisch, sprachlich disparat und gedanklich bestenfalls unvollständig zu nennen. Aber es ist ein Anfang, aus dem etwas entstehen kann, also weiter.
    die kreaturen rühren sich und eyn abstraktes, verselbstes heulen kündigt meynen nahen todt;
    Bitte? Wie klingt ABSTRAKTES HEULEN? Abstrus würd' ich mir gefallen lassen, auch krude oder bärbeißig, wasweißich. Gut aber ist der Präsens. Der schafft Nähe.
    die schatten ruhen noch in ihren offnen wunden und grosse, reiche zungen suchen bebend noch das bluthverklebte fell zu retten. stetiges läuten aus der verfallenen kathedrale zählt mir meyne letzten stunden zärtlich ab.
    stät statt stetig, VERFALLEN? Kathedralen läuten nicht zärtlich, wohl kaum. Katharina, so heißt die "Bimmel" von meinem Dom, macht nicht bimm bimm bimm; in Köln hört es sich auch etwas anders an; selbst die schlauen Berliner haben einen Dom (Kathedrale), der sich gerne hört. Das haben die großen Gotteshäuser (Sitz des Bischofs ist doch die korrekte Übertragung, oder?) so an sich.

    hunger und bluth zuckt
    Hunger ist und Blut zuckt? Hunger und Blut zucken? Beides ist schlecht. Geht auch als Ellipse nicht durch.
    durch unser geschundenes fleisch, und alles andere ist so schlimm - ; wir selbst uns so entfrembdet...,,,! oh GOtt, ich erkenne mich nicht mehr vor dir! meyn athem nurmehr eyne kerze vor dem endenden stumpff, der ausgezehrte schädelknochen zum spalten mürbe.
    ZU müde? Sonst manierlich und Stimmung schaffend.
    ich habe mich bis zum ekel in der frembde meyner selbst verloren. uns und allen hier lauffen bald die augen ganz heraus. zu sehen gibt es nicht gar mehr.
    Zu modern betrachtet. Ekel hat eine Bedeutungsänderung seit Sartre genommen. Du verwendest ihn sartrisch. Ekel ist ganz körperlich zu verstehen, bitte, hier. Du interpolierst.

  8. #8
    Kurzvormabschussiger
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    AW: wounded animals

    deyne rezension wirfft eyne reihe von fragen bey mir auf.
    I. warumb ist es tautologisch (auch dieses wort sollte eigentlich aspiriert werden!), GOtt an den satzanfang zu stellen?? ich fände es eher tautologisch, GOtt als allmächtigen GOtt zu bezeichnen. ausserdem ist eyne tautologie meynes erachtens nach eher eyne semantische als eyne syntaktische wertigkeyt. bestimmt habe ich das missverstanden.
    II. was zum geyer ist eine (sic!) doppeleindrang? GOtt blendet nicht durch ein-blick sondern durch seyne wesenheyt, wodurch sich widerum auch keine negation feststellen lässt.
    III. die elision ist schon im 15. jahrhundert nachweisbar, wenngleich sie da auch noch nicht durch zeichen gekennzeichnet ist.
    IV. die stösse kalter lufft beziehen sich auf das ruckweise, schwere athmen todtgeweihter. das ist vielleicht etwas schwer zu erkennen. wastu sonst zum anfang sagst, kann ich nur so hinnehmen.
    V. wie abstraktes heulen klingt? *seetyca macht es mal vor* so! dasselbe problem bey den kathedralen. zärtlich wird nicht geläutet sondern abgezählt. aber davon abgsehen kommt es nicht darauf an, ob es rational so klingen kann, sondern ob es für dich in diesem momeent so klingt. und eben dieser moment soll ja transportiert werden und nicht die allgemeine nothwendikeyt.
    VI. kathedrale ist nicht gleich sitz des bischofs. mir geht es um die akustische leistung dieses gebäudes, nicht um seyne funktion. denn man nimmt das gebäude ja mit den sinnen wahr, der bischof jedoch spielt keine rolle und wird aucch nicht reflektiert.
    VII. hunger und bluth waren schon als zeugma gedacht. aber warumb soll das nicht funktionieren? eyn zeugma definiert sich ja dadurch, dass es eigentlich nicht funktioniert. aber versuchen wir es anders. sehen wir bluth doch als leibesschmerz. wie ist es dann?
    VIII. was meynstu mit zu müde? ich schrieb zu mürbe. dr schädel ist zum spalten mürbe = weich genung = erschlafft.
    IX. sartres ekel ist mir relativ frembd, ich dachte vornehmlich an baudelaire. körperliche und geistige entfrembdung - diese soll der ekel erklären - gehen hier eng hand in hand. sie sind der sowohl körperlichen (sterben und verfall) als auch der geistigen ebene (erscheynen eynes GOttes und versagen der erlösung) verpflichtet.

    conclusio: du schimpffst und vertheilst zu schnell noten und hältst die intention des schreibers weit weg von dir. wie schade! du hattest schon erklärt, dasstu dich gar nicht mehr mit meynen texten auseinandersetzen magst, und doch bekomme ich jedes mal anregende posts von dir. das nimmt mich wunder und macht mich freuen.

  9. #9
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: wounded animals

    Oh, seetyca, jetzt hätt‘ ich Dich beinahe mißachtet. Entschuldigung. Ich bin es neuerdings gar nicht mehr gewohnt, daß auf meine Anmerkungen reagiert wird. Um so erfreulicher ist Deine Konkretation. Gehen wir sie durch:
    I. Am Anfang war das Wort. So steht es geschrieben. Es steht nicht geschrieben: Wort war am Anfang oder Tat war am Anfang oder Kraft war am Anfang. Warum? Was ist Subjekt, was Objekt? Warum muß der Anfang bestenfalls unpersönlich daherkommen? Warum heißt es: ES war einmal und nicht König Drosselbart hatte sieben Leben? der Grund ist einfach: Es geht um Steigerungen, um Entwicklung um langsames Herangleiten an das Zugegebene. GOtt an den Anfang eines Satzes zu stellen, heißt ihn sich selbst auszusetzen: Das ist eine Tautologie, eine Sichselbstaussetzung, eine Dopplung des bereits Gesagten.
    Außerdem stellt sich hier die Frage nach der Perspektive. Welchen räumlichen, zeitlichen, personalen (!) oder gedanklichen Kontext muß ich mir (als Leser) denken, wenn Du Gott vornanstellst? Es ist ein altes Geheimnis des Schreibens, daß Gott bestenfalls OBJEKTIVEN Charakter, motivierende Funktion haben kann, KANN, seetyca. Wenn Du Gott jetzt an BEDINGT stellst, dann muß ich Dich fragen: Gibt es anderes als Gottbedingtes? Bedingnis, DING aus Gott, ins Erstarrte geschoben, um das Wirken des Zeitlichen zu verwischen...
    Nun ja, gehen wir zur zweiten Deiner Fragen:
    II. Na ja, da fehlt ein -n. Doppeleindrang bezieht sich auf die vorig festgestellte Tautologie.
    III. Meinetwegen streich das e. Aber das Wort stört mich sowieso. Modern ist daran, daß Du kein Maß hast in diesem "Satz". Du brichst nach STUMPFF ein. Woran liegt‘s? Weißdergeier, was Du hier vermanschst. Jedenfalls hätte das Gebilde mehr Kraft mit einem Daktylus, dann hättest Du IN DER formal begründet. Allerdings müßte dann das UND fallen. Oder ist alles im Asch?

    IV. Todgeweihte athmen heißer, denke ich. Es ist die letzte Kraft. Aber, meinetwegen.
    V. Habe leider kein heulen gehört. Würd mich schon sehr interessieren, wie das klingt.

    VI. Dein Satz lautet:
    erstellt von seetyca: stetiges läuten aus der verfallenen kathedrale zählt mir meyne letzten stunden zärtlich ab.
    Das Läuten zählt ab. Das Läuten ist nicht zärtlich. Richtig. Es zählt nur zärtlich ab. Also, ein Wummen zählt zärtlich? Kathedralen wummen, ganz gleich, ob sie nun einen Bischof beherbergen oder nicht. Abgesehen davon ist das die Bezeichnung für den Bischofssitz, zumindest jenseits Deutschlands. Bei uns sagt man DOM. catheder ist der Lehrstuhl der Rechtgläubigen, das Haus um den Hirtenstuhl also, d.i. die Kathedrale. STETIGES Läuten ist unglücklich, Du meinst STETES. Ich geb Dir jetzt auch keine Nachhilfe über den Gebrauch von Suffixen und Suffiden.
    Zum eigentliche Punkt der Kritik: Das Bild würde in eine kahle Winterlandschaft passen. Aber dann hättest Du KAPELLE oder dergleichen schreiben müssen. Wegen der Größe und Bedeutung gleichermaßen.

    VII. okay, Leibesschmerz ist hinnehmbar.
    VIII. Mit der 8 hab ich immer so meine Probleme. Ich mag sie nicht sonderlich, sieht so weiblich aus. Und Weiber sind doch was Schreckliches. Unberechenbar in ihrer Geratenheit und Wollust nur, nicht Denken. Das Denken gehet durch der Wollust Bahnen und ist darob nur oberflächlich Seyn. - Und hopps!
    IX. Zwischen Sartre und Baudelaire liegen Welten. Wahrlich.
    Weißt Du, seetyca, es ist eine schwierige Geschichte, ältere Sprache neuerem Denken überzupfropfen. Das Prinzip der Be-Nutzung ist vertretbar, ich sag Dir jedoch, daß es sehr schwierig ist.

    Meine conclusio: Ich nehm Dich gerne an, auch dort, wo Du eben zu stehen beliebst. Bin selbst so ein Versprachler, darum ärgert es mich, wenn Du Sprache, Gedanken und Ästhetik verschiedener Zeiten verquirlst. Quark? nein, das ist lebendige Tradition.
    Nein, geben wir uns Mühe, vielleicht können wir reinigen.

    Noten gebe ich selten, sehr selten. Aber ich wehre mich gegen Schluderei.

  10. #10
    Kurzvormabschussiger
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    AW: wounded animals

    seetyca, ich verstehe nicht alles, was du ausbreitest, schaue manchmal nur verwundert zu, wie du deine bilder aneinanderreihst und freue mich, wenn ich besonders schöne entdecke.

    die wörter larmoyant und passanten stören mich, die englische überschrift scheint mir auch nicht besonders zum text zu passen. wenn schon ausländisch, wäre dann z.b. latein nicht besser?

  11. #11
    resurrector
    Laufkundschaft

    AW: wounded animals

    Zitat Zitat von seetyca Beitrag anzeigen
    meyn lebensgefühl ist wohl repräsentativ für eyne zeit, da es keine handvoll menschen mit mir theilt.
    was heisst da auch anders können? es geht mir nicht darumb, mal etwas anderes zu machen und zu zeigen, was ich so alles kann. vielmehr will ich sagen, was ich sehe, damit ich es irgendwie zu fassen vermag. auf dass ich irgendwann begreiffen kann, ob ich überhaubt am leben bin.
    nach und vor dem november kommt der may und mit ihm auch wieder saufflieder.
    ist tochter aus gutem hause hier eyn rang?
    Ja, "Tochter aus gutem Hause" ist beim Wolkenstein ein Rang. Wer so weit kam, ist hier angekommen und gehört letztlich zur Familie.
    Auf die "saufflieder" warte ich bis heute. Bestelle hiermit zwölfe!

    seetyca war ein Original, schrieb in frühneuhochdeutscher Orthographie, falls es so etwas je gab, sagen wir mal, eine Stilfärbung. Daß er sein postmodernes Denken drüber stülpte, war ein Vorwurf, aber er kam von meinereiner nur halbherzig als Vorwurf, denn Tradition muß in alten Formen eine Heimat finden, andernfalls bricht sie ab. Aber durchhalten, also eine Form beibehalten, die anderen extreme Verständnisschwierigkeiten verschafft? Schwierig.

    Ich stelle das auch heute zur Diskussion.

  12. #12
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: wounded animals

    Auf dieser kurzen Distanz für mich kein Problem, aber auf längerer Strecke......

    Hier hat es für mich den Vorteil auch mal an einer Stelle zu verweilen (müssen)...um dann Bilder zu entdecken...die ich ansonsten vielleicht übersehen hätte. Unterm Strich aber dann doch ein Nachteil, denn in dieser Kombination von Sprache und Bild habe ich das Gefühl einen Text aus dem Alten Testament zu lesen. Das wiederum steht im Widerspruch zu der vom Autor angestrebten Individualität.

  13. #13
    schreibt hier hin und wieder
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    11

    AW: wounded animals

    meines erachtens vermischen sich hier erzählperspektiven, undzwar unfreiwillig, also vom autoren unbeabsichtigt.
    außerdem gibt es wortdoppelungen, bedeutungsverschiebungen und weiteres hastiges fehlertum. blöder text, hingerotzt. nervig.

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