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Thema: Selb(st)kritik

  1. #26
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Selb(st)kritik

    unfaßbar! ich habe dich nie als rassisten oder als **** bezeichnet. ich habe die verwendung dieser SPRACHE kritisiert und als gefährlich bezeichnet. das etwas ANDERES! es war übrigens it, die dir "beschissenen rassismus" vorgeworfen hat, nicht ich.

    danke aber für das freundliche nachweinen und das dichterlob, wenn ich denn nur gehe. und diskursethik ist es auch gar nicht, was ich will, es geht nur um ein paar manieren, damit man nicht dauernd überlegen muß, wie man mit den ständigen beleidigungen umgehen soll.

  2. #27
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Selb(st)kritik

    Sprachkritik ist ein Wort mit starkem ideologischem Brokat. Es zielt darauf, daß Sprache als Machtmittel benutzt wird, weil die Worte selbst keinen Eigenwert besitzen, sondern nur den, der in sie hineingelegt werden soll. Ein Soll also. Die unbefleckte Wortung ist nicht möglich, jedes Wort ist beladen, bedeutsam und kann nicht für sich stehen; es muß gereinigt werden, am besten aber noch muß es in einem korrekten politischen Kontext gepaßt werden. Eingepaßt, dann erst wird es benutzbar.
    Der Sprache darf mißtraut werden, aber es wird ihr meist nur von denen mißtraut, die selbst etwas zu verbergen haben. Das Kalauernde sei hier einmal außen vor. Das Jonglieren mit Worthülsen. Es geht um eine inhaltliche Auseinandersetzung, mir immer. Das Persönliche spielt hierbei keine Rolle, wenn es angesprochen wird, ist etwas faul, zumal in einem virtuellen Form, in dem meist keiner den anderen kennt oder kennenlernen will. Denn sie suchen nur die Auseinandersetzung mit ihrem Gewort. Sie wollen das Wort entkleidet wissen, vom Brokat entkleidet wissen.
    Ich weigere mich, eine Sprachkritik zu verfassen, denn ich benutze die Worte so, wie sie benutzt werden müssen. Gegebenenfalls liefere ich Erklärungen nach, wenn das erforderlich sein sollte. Und ich mißtraue allen, die Worte benutzen, die immer erst erklärt werden müssen, damit sie überhaupt verwendet werden DÜRFEN. Jedes Wort DARF meiner Meinung nach verwendet werden.

  3. #28
    kls
    Status: ungeklärt

    AW: Selb(st)kritik

    Ich habe das alles noch nicht einmal ganz durchgelesen. Ich weiß allerdings: Schreibserlinge sind nicht größer als die Anderen. Pissen sich gegenseitig in die Förmchen.

    Ich habe mich auch schon einige Male mit dem Betreiber gefetzt - wenn ich heute daran zurückdenke, könnte ich mich beömmeln vor Lachen wie primadonnerhaft ich einst gewesen, welch sizilianisches Temperament, gedopt mit westfälischer Sturheit mein Eigen war.



    Nur warum sich Aerolith als 'Nichtdarwinist' bezeichnet, wird mir ein Rätsel bleiben. Aber vermutlich ist er genau so ein ***** wie ich.

    Ach so: Selbstkritik. Nun, ich bin ein exzentrisch eierndes, ziemlich untalentiertes Kerlchen, das gierig ist, wahrgenommen zu werden. Ich habe auch eine gute Ausrede: Meine Mutter hat Schuld. Die Gesellschaft auch und sowieso. Mutti hat mich im zarten Alter von zehn ins Ausland verschleppt, so dass ich die Deutsche Sprache nicht richtig sacken lassen und auf instinktiver Ebene verfeinern konnte. Statt dessen musste ich schnell Türkisch können, das beherrsche ich genau so wenig wie meine Muttersprache - das Zeitfenster für Erlernen einer zweiten Muttersprache war schon geschlossen.

    Zusätzlich musste ich auch auf Armenisch, Griechisch, Englisch, Französisch, Latein und Russisch radebrechen ... Da käme jeder irgendwann durcheinander.

    Nein, ein Meister des perfekten Wortes bin ich nicht und will auch nicht mehr werden. Na und? Ich schreibe aus dem edelsten aller Motive: Dem Spass!

    Ausserdem bin ich aus kalter Berechnung ein Tiefstabler. Weil, da kann ich immer nur noch überraschend gut werden.

  4. #29
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    9

    AW: Selb(st)kritik

    Das ist doch keine Selbstkritik! Klingt eher nach dem Bewerbungsschreiben eines CSU - Politikers für ein Ministeramt
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  5. #30
    kls
    Status: ungeklärt

    AW: Selb(st)kritik

    Bewerbungsschreiben eines CSU - Politikers f?r ein Ministeram. Hihi.

    Mit der Überschrift kann ich wenig anfangen: 'Selb' Klammer auf 'st' Klammer zu 'kritik'. Und das soll was bedeuten? Egal. Da gibt es auch noch einen extra Ordner für Beleidigungen, glaube ich.

    Diese Pfeifen um mich rum...
    Ich erspare mir den Hohn.
    Ich bin nämlich ähnlich dumm!
    Das ist fast ein Axiom,

    welches ich für Euch ersann.
    Ihr könnt schließlich nichts dafür.
    Wenn ich Euch verzeihen kann,
    - dann auch mir.

    Ich male mir selbstverständlich ein Bild von den Leuten, die ich nur vom Wort her kenne. Das ist meistens falsch. AndereDimension trägt keine Kittelschürze, Aerolith wohl kaum einen Anzug, wenn er mit den Honoratioren im Ratskeller Symposien abhält. Epiklord ist kein Schwindsüchtiger im Mondschein. Selbst ich bin nicht so, wie ich es mir vorstelle.

    Doch Halt! Eine Charakterschwäche von mir habe ich nach eingehender Selbsterforschung eindeutig identifiziert: Ich kam zum Schreiben, wie auch zur Musik und Malen aus (nicht metaphorisch) niederen Beweggründen: Nämlich Geilheit. Für mich waren die Künste nur Rosen im Kampf der Geschlechter. Künstlergroupies zeigen eine gewisse, hm, - Unbekümmertheit ? und so was ist genau das, was ich gut finde: "Sei meine Muse. Mach dich nackig." - natürlich etwas romantischer vorgetragen, aber ausschließlich solcher Intention.

    Inzwischen bin ich davon ab - das nennt sich 'maturing out' -, schließlich will ich nicht als schmutziger alter Mann gelten, Buck in allen Ehren. Künste sind nicht nur Mittel, sondern auch Zweck. Meine Güte, hatte das aber lange gedauert, bis der Groschen fiel.

    Ich will Niemanden beleidigen. Warum sollte ich? Ich weiß noch nicht einmal, wie ich es für mich besser machen könnte, was also soll ich andere beschimpfen? Zu welcher Freiheit soll ich treiben? Zu welchen Überzeugungen sollte ich bekehren?

    Beleidigen, den anderen schräg anzumüpfeln - meine Güte, das ist doch völlig normal. Immer dorthin, wo es weh tut. Aber bitte mit Liebe und Respekt!

    Wer das liest ist doof.

    Und alle anderen sind mir Projektionsflächen eigener Unzulänglichkeiten. Ist das bei den Anderen anders?

  6. #31
    resurrector
    Status: ungeklärt

    AW: Selb(st)kritik

    Da war ich seinerzeit wohl etwas dünnhäutig. Heute würde ich das anders regeln. Das Ergebnis allerdings wäre das gleiche. Denke ich.

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