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Thema: Gott ist tot

  1. #26
    Gast
    Status: ungeklärt

    AW: Gott ist tot

    Zitat Zitat von aerolith
    ...

    ich erkenne hier drei einander ausschließende möglichkeiten zur fixierung gottes:
    1. gott als vollkommenes: unveränderlich, ewig, vollkommen;
    2. gott als vollkommenes: dem leben (evolution) angepaßt, sich verändernd, sich entwickelnd, sich auf das leben der sterblichen beziehend und
    3. gott als vollkommenes: teil des lebens und einem schicksal, einem wandel, einem werden und vergehen ausgesetzt, dann neu geboren in anderer und dem leben angepaßter form

    ...
    Erinnert an hinduistische und christliche Trinität: der schöpferische Brahman bzw. verlässiche Vater, der bewahrende Vishnu bzw. auf die verändernde Schöpfung bezogene heilige Geist, und der durch Zerstörung transzendierende Vishnu bzw. der sterbende und in der Auferstehung sich transformierende Christus.

    Da durch den Begriff "Volkommenheit" die Assoziation des Abgeschlossenen geweckt wird, würde ich lieber vom alles Umfassenden des Göttlichen sprechen.

  2. #27
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    Dichter und Welten

    Dichter und Welten Zitat von Richard:

    "Gott ... da kann man auch das Holz in den Wald schleppen. Außerdem ist er Mathematiker und hat uns die Fraktale vermacht. Denke, damit hat er seine Arbeit hier erledigt. Im wahrsten Sinne."

    Nehmen wir an, jemand schreibt einen Teil eines Bühnenstückes und ist somit Schöpfer eines Werkes. Gedanklich bleibt dieser Schöpfer seiner Gedankenwelt, deren Wirkungen weitere Kreise in Geist, Herz und Seele ziehen, nicht unberührt davon. Getrennte Gedanken sind hier undenkbar.

    Ebens wie Du nicht unberührt bleibst von den Wirkungen, die Deine Bühnenstücke bei den Menschen erzeugen. Selbst im Alter von 111 könnte es Dir passieren, dass jemand auf Dich zukommt und Dir sagt:

    "Als wir damals Ihre nüchterne Analyse über die "schon erledigten Arbeiten" verstanden haben, fanden wir die Welt so hoffnungslos, so einsam und im Grunde sinnlos, dass sich zuerst mein Mann umbrachte, dann meine Kinder und zuletzt mein Vogel tot von der Stange fiel. Ich wollte Ihnen aber dafür danken, endlich meinen lärmenden Vogel losgeworden zu sein. Aber von Mathematik versteht unsere Familie einfach gar nichts."

    Es ist immer das Ego, das Fragen stellt, ohne die Antwort abzuwarten. Gott als tot zu bezeichnen, ist ein negatives Zuwendungsspielchen. Du sagst: Entweder beweist Du dich gefälligst so, wie mein Ego das will, oder es gibt dich nicht. Du überträgst die Fehler des Egos aus der Vergangenheit auf die Zukunft. Es war nicht Gott, der über Jahrtausende die Juden umgebracht hat. Es waren die Entscheidungen von Menschen in einer individuellen bis kollektiven Gesamtheit. Es ist nicht Gott, der die Waffen führt, die heute töten. Es sind unsere Egos. Aber wir sind weiterhin, wie Gott uns "DACHTE", zu sein.

    Die aus Mord und Völkermord resultierenden "freischwebenden Erinnerungen" (AEs vorheriger Beitrag) können von der Seele aufgenommen werden, wieder ins Bewusstsein treten, und bewirken so die resultierende Abschottung gegen die Wahrheit. Die Begrenzung auf das ICH lässt uns Schuldige suchen, kognitive Dissonanz wirkt, findet sie Resonanz.. Ein toter Gott ist nur eine billige Projektionsfläche für die Entscheidung gegen eine fraktale, holografische Entität. Das könnte als Widerspruch in einer nihilisitischen Argumentationskette betrachtet werden. Den Fehler dankbar anzunehmen, ist der Weg, den Seneca zur Seelenruhe (und dann zum inneren Frieden) empfiehlt. Er sagt, das Annehmen des Lebens als Geschenk, bewirke Seelenfrieden und er liegt nicht weit von moderneren Formen desselben in der Esoterik.

    Wo wir unsere Identität ansiedeln, dahin folgt die Seele. Amit Goswami verbindet, als Quantenphysiker mit früherem Lehrstuhl, die Verbindung von Wissenschaft und Spiritualität. "Der Quantenaktivist" erklärt den Unterschied zwischen Sein und Tun ausführlich.

    Die Seele folgt dem Herzen. Sieh dir die Folgen von Goethes "Die Leiden des jungen W." an. Glaubst Du wirklich, die Selbstmorde hätten ihn kaltgelassen, auch wenn sein Körper lange weste?

    Gott ist tot, ist eine echt blöde Ausrede des Egos, das seine Fehlschöpfungen als Beweis dafür sieht, dass NUR es existiert und Gott nicht. Leider weiß das Ego um seine Sterblichkeit und reagiert mit Angst. Dann wird gesagt, ein lebender Gott hätte diese fehlerhaften Entscheidungen von Menschen ja nicht zulassen dürfen. Hätte sich Gott jedoch eingemischt, würden wir vom kosmischer Diktaur sprechen und stellen die Frage, die in einem glücklichen und vollkommenen Universum einst gestellt worden sein könnte: Die Frage, ob es denn auch so vollkommen wäre, würde der intelligente Designer nicht alle Seelen wie Marionetten durch die Seel ich keit führen. Das war die Frage von Luzifer, worauf das Experiment der freien Entscheidung begann. Wenn es etwas gibt, das es nicht gibt, gibt es das sofort. So gab es keine Tod, kein Leid, keine Krankheit, keine Ungerechtigkeit und keine freie Entscheidungen. Wir hätten diese Erfahrungen der Seele nicht machen können (sagten die Elektronen, bevor sie die Menschenseele strickten). Wir wollen etwas erleben, was ohne Form und Zeit nicht zu erleben und daher zu erlernen wäre. Frieden durch Vergebung. Es gab echt nix zu vergeben. Und es gibt nichts zu vergeben. Wir wollten das nur lernen.

    Zu verstehen wäre hierbei das Grundgesetz des Kosmos: Ursache und Wirkung!

    Erstens: Gott sagt immer JA.

    Zweitens: Nicht einmal Gott wird zwischen unsere Gedanken(welten) und ihre Wirkungen treten. Er ist an der Berichtigung unserer Irrtümer als Ursache des selbst gewählten Leids interessiert, nicht daran, die Wirkungen fehlerhafter Gedankenkonstrukte als Symptom "aus der Welt" zu schaffen. Wäre es liebevoll, das Kind nicht zu schützen. indem wir ihm sagen, das Brandwunden dumme Narben fürs Leben erzeugen und es daher besser ist, die Finger nicht auf die Herdplatte zu legen? Aber das Kind muss verstehen wollen, was zu lernen ist. Und die Erklärung bedarf eines fruchtbaren gedanklichen Bodens. Ohne diese "Schicksalsbelehrung" blieben die ursächlichen Defizite bestehen und später wird möglicherweise ein noch größerer Irrtum begangen.

    Drittens: Würde Gott Deine Irrtümer beachten, wären diese wirklich, weil diese dann eine Wirkung hätten. Um das zu verstehen, stell dir eine Welt vor, in der jeder Deiner Gedanken (Grundintention des Dichters) sofort Gestalt (Akt des Stückes), also Form (soziales Beziehungsgeflecht zur Verwirklichung der Kommunikation der Information) annimmt, die in der Zeit wirkt (Zeit formt die Inhalte und Gravuren des Seelengefäßes).

    Viertens: Wir leben im Experiment der freien Entscheidung. Würde es Sinn machen, die Welt zu "retten", oder würde es uns die Möglichkeit nehmen, selbst die richtigen Entscheidungen treffen zu lernen. Daneben würde Gott damit sagen, dass wir es nicht schaffen werden, das Entwicklungsziel zu erreichen. Wobei das Universum alle Zeit der Welt besitzt.

    Wenn Du einen Charakter in einem Stück "erschaffst, gibst Du ihm immer alle Deine Eigenschaften mit. Mehr als das kannst Du nicht geben. Nur wenn Quasimodo gestrickt wird, scheint sein "Gott" geizig. Daher ist jeder immer Alles. Mikro- und Makrokosmos im Herzen zu verbinden, und über das nihilistische Ego hinweg zum (sich entwickelnden) Selbst zu blicken, erfordert jedoch die Aufgabe dessen, was den bisherigen Gedankenkörper des Verstandes in seinen gefestigten Bahnen hält.

    Fünftens: Wir wollten diesen Lehrfilm der freien Entscheidung. Einzig haben wir uns darin verloren. Ziel war, sich in der Dichte der (weiblichen) Materie als göttlich (männlicher Geist) wiederzuerkennen und Welten zu erleben, die es so vorher nicht gab.


    Den Geist zu hüten, könnte bedeuten, dass wir lernen, Gedanken frei wählen zu können. Eine Wette: Wenn jemand es schaffst, 40 Mal den Gedanken "Ich bin, wie Gott mich schuf!" zu denken, verspürt Sie/Er eine Wirkung.

    Zitat von Aerolith:

    "wenn man gott nicht als vollkommenes denkt, braucht man keinen gott zu denken. ein fleischer muß fleisch verkaufen, ein bäcker brot, ein mensch lebt und stirbt. aber gott muß vollkommen sein.
    als guter protestant sage ich: gott verändert sich. der gott des alten testaments ist ein anderer als der des neuen. wenn ich aber so argumentiere bedeutet das, daß es eine höhere instanz gibt als gott, eine instanz, die das vollkommene bildet, also die gott auch bestimmt, sich eben zu entwickeln."

    6. Konnte nicht der Gott des AT ein Gott gewesen sein, der sein Ego gerade zu überwinden erlernt hat? Und uns diese Eigenschaft weiterreicht? Vom strafenden zum liebenden Gott wird von den Anhängern der Nihilismus als Beweis für die Grausamkeit Gottes angesehen. Aber ich teile Deine These, dass auch Gott sich entwickeln kann. In dem Maß, wie wir uns unserer Göttlichkeit erinnern, nimmt auch die Vollständigkeit, von allem was ist, zu. Würden wir den alten Mandelbrot, so hieß er doch, obwohls auch von Pythargoras gezeichnet wurde, in seiner Gänze verstehen, könnten wir den Sinn der freien Entscheidung erkennen. Höhere Wahrscheinlichkeit, dass das Universum genauso perfekt, und ein klein bißchen weiser, wie das schon immer perfekte All werden wird. In der Zellteilungsphase schreit auch niemand im Zellkern, dass es keinen Sinn macht, dauernd Tochterzellen herzustellen, wenn kein Geist und keine Seele ach, in diesem Herzen wohnen.

    Ein Gott will Welten erschaffen. Warum? Weil es ein Ausdruck von Liebe ist, wie die Liebe des Dichters zu den von ihm erzeugten Welten. Ein lieblos dahingeschriebenes Stück wird niemanden be GEIST ern. Die Form ist der Aufbau und die Konstruktion, der Inhalt wird von der Wahl der Quelle bestimmt. Nihilisten sind im Irrtum, weil sie den schmalen Gart gehen, der zwischen Licht und Dunkelheit verläuft. Und Gott sagte, es werde Licht. Dann wurde die Dunkelheit vom Licht geschieden.Etwas war also zwangsläufig dazwischen, diese Trennung zu ermöglichen. Eine Zellmembran würde ähnlich entstehen...

    Das Ego will ebenso Welten erschaffen. Leider im Außen. Erkenne Dich selbst bedeutet, zu erkennen, dass die Welten im Inneren des Menschen geboren werden. In der Gebärmutter der Seele, dem ewig rhytmisch wogenden Schoß der Einen Seele. Doch vor dem Wogen war ein Gedanke. Der zeit- und raumlose Verstand ist, was zur Ewigkeit hinzukommt, würden wir ihn als Werkzeug erkennen. Wir können nun verstehen, was wir immer getan haben. Aber wir sind nicht die Gedanken, wir denken Sie nur. Steiner meinte, der Kontakt bedürfte einer Entscheidung. Sich nicht zu entscheiden und dieses als Beweis anzusehen, ist keine schöpferische Verwendung des Geistes. Nonduale Schöpfungen entstehen aus der Intention bedingungsloser Liebe. So, wie Du Dein Bühnenstück bedingungslos liebst, ohne hättest Du nicht so viel "investiert". Insofern ist das Ego der Diener deiner Persönlichkeit. Projekor dessen, was Gestalt annimmt, ist jedoch die Seele, der Kelch als Symbol und die Rose als Zeichen für das Wachstum des Rosengartens der Seele. Magst Du persönlich Maria Magdalena und ISIS, Ihr späteres, also früheres Selbst, betrachten, wie Du willst. Aber verbaue anderen doch bitte nicht durch vorschnelle URteile die Möglichkeit, die kreisende Kraft des Chaos, die Weiblichkeit der Maria Salome kennenzulernen, welches als Energieaspekt, für dieses Zeitalter auf dem Stundenplan steht. Mit Frauenquote im Patriarchat ist es nicht getan: Was war die Ursache? Daneben wirkte schon das Symbol der ISIS, daher auch jetzt IS. Allerdings deutet der fanatischtische Ego-Verstand den Angriff als den Versuch, eine friedliche WElt zu MACHEN, nicht zu erschaffen. Unschöpferische Verwendung des Geistes ist unser Problem, was (am Ende der Zeit) für uns ist. Wir lernen, auch wenn wir nicht lernen wollen. Nur wann, ist die freie Entscheidung. Nicht, ob.

    Sehen wir unsere globalen Hungerspiele und die Tribute an "Brot und Spiele", ist die Frage nach der Verantwortung des Autors deutlicher spürbar: (In Taiwan schon verboten, in China auf unbestimmte Zeit verschoben)

    Wie würden sich die 'Macher" fühlen, wenn die große Schlacht im Kampf um Freiheit geschlagen und die Toten gezählt sind? Kann (der notwendige innere) Frieden durch den Kampf gegen das Ego im Außen erreicht werden?

    Wie würden sich die Schöpfer eines Filmes fühlen, die es geschafft haben werden, den Nutzen von liebevoller und friedlicher Koexistenz zu verdeutlichen? Indem ganz einfach verstanden wird, dass es doch ALLEN nutzt, glückliche Augen in glücklichen Gesichter betrachten zu dürfen?

    Indem Sie Frieden zuerst im Ihren Geist gefunden haben, konnten sie Frieden weitergeben. Ohne den Zorn des unverbundenen Verstandes, an dem wir uns immer wieder die Hände verbrennen. Die Seele verliert ihre Seelenruhe nicht, sie legt sich nur wieder schlafen. Du bist der Hüter Deines Geistes. Aber alles nur ein Traum in einem Traum. Nihilismus will ich jedoch auf keinen Fall angreifen. Im Gegenteil: Sie haben im Prinzip den Nutzen von Neutralität verstanden, der dritte Magier bei Crowley. Aber sieh in seine Augen: Sind wir wirklich frei, aus der Zeit heraus, den Willen der Ewigkeit "umzuschreiben"? Was willst Du in der Ewigkeit von Dir sagen können? Nur darum geht es mir hier. Was habe ich gelernt? Welchen Nutzen hatte es? Ich hab nur gelernt, dass ich was lernen will.

    Wir sind holografische Datensammler, die eine schon perfekte Simulation immer noch weiter erweitern, daher dehnt sich das Universum im übrigen auch immer schneller aus. Was bliebe sonst zu tun? Die Zeit wissend nutzen und gleichzeitig in beiden Welten zu sein, benötigt kein Tun. Gott ist. Mehr ist nicht zu sagen. Aber Friedrich N. soll sich bei Droschkenpferden entschuldigt haben. Er hatte die Wirkung nicht bedacht, die ANDERE seinen Worten durch IHRE Bewertung verleihen und wie dieses im kollektiven Gedankenfeld, der Weltseele, wirkt. Es gibt keine getrennten Gedanken. Das zu akzeptieren bedeutet Eigenverantwortung. Wie wirkt ein Gedanke?

    Für Deine Gedanken und die Gefühle die daraus entstehen, bist nur Du allein verantwortlich. Kein Gott, DU. Sündenfall könnte verstanden werden, als die Illusion, nicht mehr göttlich zu sein. Dann würde Schuld im Außen als Konzept bedeutungslos. Liebe wäre das Programm, das es immer war.

    Lieber Aerolith, im Demian von Hesse soll irgendwo der Abraxas erklärt werden. Ich suche also noch. Preußler hat den Raben jedoch nicht unbedacht "erschaffen". T.Mann habe ich mir auf die gedankliche Bücherei-Liste gesetzt. War ja selten in der Schule. Wäre es denn undenkbar, einen Göttlichen Direktor (E. Haich, "Die Einweihung) anzunehmen, der seinen Kindern erklärt, wie sie in der Mutter Materie Welten gebären? Ich freu mich schon auf mein erstes Universum. Aber recyclingfähig aus Faserhanf und mit Liebesbändchen verbunden.

    Und selbst dann will ich mir natürlich noch alle von Euch geschaffenen Welten ansehen. Wer weiß schon, auf was manche Nihelisten (sorry) so kommen? Aber dann kann ich kommen und gehen, wie ich will. Es sind ja "nur" meine Gedanken...

    Gedanken verlassen ihre Quelle nicht. Jeder Besucher Deiner Stücke wird Deine Gedankenwelten betreten und ist daher mit dir verbunden. Hab ich eigentlich erst von KLS gelernt. Daher liebe ich die ganzen "Neinchens" dieser Welt, eine gute Argumentation lebt von den Gegenargumenten. Aber wie Seneca, den ich in meiner Unwissenheit angefangen habe, die Seele im Mentalkörper anzusiedeln, ist eine Ebenenverwechslung. Wobei es niemals welche gab.

  3. #28
    kls
    Status: ungeklärt

    Gottogottogott

    Du kannst das Weltall kneten und schinden,
    durch einen Fleischwolf jagen und in Atome spalten,
    ausrollen, hacken, in 100 Dimensionen falten,
    doch nirgends ein Fünkchen z.B.: Gnade finden!
    Ihr wisst was ich meine? Menschenkonstrukt das jeder kennt:
    Wie Fantasie, Glaube, Traum - und dennoch wahrhaft existent!


    Du wirst auch ums Verrecken
    nirgends einen Gott entdecken.
    Warum ich Euch das hier erzähle?
    Gott lebt! Hier! In meiner Seele...


    Er ist nur ziemlich anders, als wir es uns vorstellen, ja, überhaupt vorstellen können. Und er lebt auch in Deiner Seele, egal wie viele Negationen Du zusammenklaubst, denn Negation ist bloss introvertierte Bejahung. - sei froh!

  4. #29
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Richard
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    Renommee-Modifikator
    19

    Gottogottogott

    Hallo Michael.

    Man könnte es so sagen: Ich arbeite seit langen Jahren sozusagen in "Gottes Garten". Bin von Beruf Gärtner und Baumpfleger, kultiviere also per se. Ich sage nicht, dass "Gott" tot ist, das macht der Autor dieses Textes und er verbaut gläubigen Christen eine Ansicht, versprüht Negativismus plakativer Natur. Ein Schenkelklopfer ist es allemal.

    Ich sehe jeden Tag vom kleinsten Krabbeltierchen bis zum Graureiher, vom fitzeligen Pflänzchen bis zur 300jährigen Eiche, eine Menge und staune immer wieder. In meiner mir typischen Art bin ich mit dem sogenannten Schöpfer zu nüchtern, zu ironisch, umgegangen, das gebe ich gern zu. Mein persönlicher Glaube hat sich in den letzten Jahren sehr verändert, denke, dass ich mittlerweile eher von Bewunderung sprechen kann. Mein Beruf bringt mich sehr nah an die Dinge. Ich bezeichne Gott als Es, bewundere die kosmische Kraft, die Kraft der Natur und genau hingesehen, besagte Fraktale. Christliche Werte sind etwas ganz normales, kann und muss aber diese Werte nicht im Mantel einer jedweden Religion einhüllen um mit ihnen zu leben.

    Soweit und vielen Dank für die Ausführlichkeit Deines Kommentares.
    Grüße

  5. #30
    Mutter des Hauses
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    Potsdam
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    0

    Schön schön schön

    Danke für die letzten drei Beiträge.
    Vor allem: Michael.

  6. #31
    Lutz Bergoni
    Status: ungeklärt

    Schön schön schön

    Zitat Zitat von Michael

    Dichter und Welten Zitat von Richard:

    "Gott ... da kann man auch das Holz in den Wald schleppen. Außerdem ist er Mathematiker und hat uns die Fraktale vermacht. Denke, damit hat er seine Arbeit hier erledigt. Im wahrsten Sinne."

    Nehmen wir an, jemand schreibt einen Teil eines Bühnenstückes und ist somit Schöpfer eines Werkes. Gedanklich bleibt dieser Schöpfer seiner Gedankenwelt, deren Wirkungen weitere Kreise in Geist, Herz und Seele ziehen, nicht unberührt davon. Getrennte Gedanken sind hier undenkbar.

    Ebens wie Du nicht unberührt bleibst von den Wirkungen, die Deine Bühnenstücke bei den Menschen erzeugen. Selbst im Alter von 111 könnte es Dir passieren, dass jemand auf Dich zukommt und Dir sagt:

    "Als wir damals Ihre nüchterne Analyse über die "schon erledigten Arbeiten" verstanden haben, fanden wir die Welt so hoffnungslos, so einsam und im Grunde sinnlos, dass sich zuerst mein Mann umbrachte, dann meine Kinder und zuletzt mein Vogel tot von der Stange fiel. Ich wollte Ihnen aber dafür danken, endlich meinen lärmenden Vogel losgeworden zu sein. Aber von Mathematik versteht unsere Familie einfach gar nichts."

    Es ist immer das Ego, das Fragen stellt, ohne die Antwort abzuwarten. Gott als tot zu bezeichnen, ist ein negatives Zuwendungsspielchen. Du sagst: Entweder beweist Du dich gefälligst so, wie mein Ego das will, oder es gibt dich nicht. Du überträgst die Fehler des Egos aus der Vergangenheit auf die Zukunft. Es war nicht Gott, der über Jahrtausende die Juden umgebracht hat. Es waren die Entscheidungen von Menschen in einer individuellen bis kollektiven Gesamtheit. Es ist nicht Gott, der die Waffen führt, die heute töten. Es sind unsere Egos. Aber wir sind weiterhin, wie Gott uns "DACHTE", zu sein.

    Die aus Mord und Volkermord resultierenden "freischwebenden Erinnerungen" (AEs vorheriger Beitrag) können von der Seele aufgenommen werden, wieder ins Bewusstsein treten, und bewirken so die resultierende Abschottung gegen die Wahrheit. Die Begrenzung auf das ICH lässt uns Schuldige suchen, kognitive Dissonanz wirkt, findet sie Resonanz.. Ein toter Gott ist nur eine billige Projektionsfläche für die Entscheidung gegen eine fraktale, holografische Entität. Das könnte als Widerspruch in einer nihilisitischen Argumentationskette betrachtet werden. Den Fehler dankbar anzunehmen, ist der Weg, den Seneca zur Seelenruhe (und dann zum inneren Frieden) empfiehlt. Er sagt, das Annehmen des Lebens als Geschenk, bewirke Seelenfrieden und er liegt nicht weit von moderneren Formen desselben in der Esoterik.

    Wo wir unsere Identität ansiedeln, dahin folgt die Seele. Amit Goswami verbindet, als Quantenphysiker mit früherem Lehrstuhl, die Verbindung von Wissenschaft und Spiritualität. "Der Quantenaktivist" erklärt den Unterschied zwischen Sein und Tun ausführlich.

    Die Seele folgt dem Herzen. Sieh dir die Folgen von Goethes "Die Leiden des jungen W." an. Glaubst Du wirklich, die Selbstmorde hätten ihn kaltgelassen, auch wenn sein Körper lange weste?

    Gott ist tot, ist eine echt blöde Ausrede des Egos, das seine Fehlschöpfungen als Beweis dafür sieht, dass NUR es existiert und Gott nicht. Leider weiß das Ego um seine Sterblichkeit und reagiert mit Angst. Dann wird gesagt, ein lebender Gott hätte diese fehlerhaften Entscheidungen von Menschen ja nicht zulassen dürfen. Hätte sich Gott jedoch eingemischt, würden wir vom kosmischer Diktaur sprechen und stellen die Frage, die in einem glücklichen und vollkommenen Universum einst gestellt worden sein könnte: Die Frage, ob es denn auch so vollkommen wäre, würde der intelligente Designer nicht alle Seelen wie Marionetten durch die Seel ich keit führen. Das war die Frage von Luzifer, worauf das Experiment der freien Entscheidung begann. Wenn es etwas gibt, das es nicht gibt, gibt es das sofort. So gab es keine Tod, kein Leid, keine Krankheit, keine Ungerechtigkeit und keine freie Entscheidungen. Wir hätten diese Erfahrungen der Seele nicht machen können (sagten die Elektronen, bevor sie die Menschenseele strickten). Wir wollen etwas erleben, was ohne Form und Zeit nicht zu erleben und daher zu erlernen wäre. Frieden durch Vergebung. Es gab echt nix zu vergeben. Und es gibt nichts zu vergeben. Wir wollten das nur lernen.

    Zu verstehen wäre hierbei das Grundgesetz des Kosmos: Ursache und Wirkung!

    Erstens: Gott sagt immer JA.

    Zweitens: Nicht einmal Gott wird zwischen unsere Gedanken(welten) und ihre Wirkungen treten. Er ist an der Berichtigung unserer Irrtümer als Ursache des selbst gewählten Leids interessiert, nicht daran, die Wirkungen fehlerhafter Gedankenkonstrukte als Symptom "aus der Welt" zu schaffen. Wäre es liebevoll, das Kind nicht zu schützen. indem wir ihm sagen, das Brandwunden dumme Narben fürs Leben erzeugen und es daher besser ist, die Finger nicht auf die Herdplatte zu legen? Aber das Kind muss verstehen wollen, was zu lernen ist. Und die Erklärung bedarf eines fruchtbaren gedanklichen Bodens. Ohne diese "Schicksalsbelehrung" blieben die ursächlichen Defizite bestehen und später wird möglicherweise ein noch größerer Irrtum begangen.

    Drittens: Würde Gott Deine Irrtümer beachten, wären diese wirklich, weil diese dann eine Wirkung hätten. Um das zu verstehen, stell dir eine Welt vor, in der jeder Deiner Gedanken (Grundintention des Dichters) sofort Gestalt (Akt des Stückes), also Form (soziales Beziehungsgeflecht zur Verwirklichung der Kommunikation der Information) annimmt, die in der Zeit wirkt (Zeit formt die Inhalte und Gravuren des Seelengefäßes).

    Viertens: Wir leben im Experiment der freien Entscheidung. Würde es Sinn machen, die Welt zu "retten", oder würde es uns die Möglichkeit nehmen, selbst die richtigen Entscheidungen treffen zu lernen. Daneben würde Gott damit sagen, dass wir es nicht schaffen werden, das Entwicklungsziel zu erreichen. Wobei das Universum alle Zeit der Welt besitzt.

    Wenn Du einen Charakter in einem Stück "erschaffst, gibst Du ihm immer alle Deine Eigenschaften mit. Mehr als das kannst Du nicht geben. Nur wenn Quasimodo gestrickt wird, scheint sein "Gott" geizig. Daher ist jeder immer Alles. Mikro- und Makrokosmos im Herzen zu verbinden, und über das nihilistische Ego hinweg zum (sich entwickelnden) Selbst zu blicken, erfordert jedoch die Aufgabe dessen, was den bisherigen Gedankenkörper des Verstandes in seinen gefestigten Bahnen hält.

    Fünftens: Wir wollten diesen Lehrfilm der freien Entscheidung. Einzig haben wir uns darin verloren. Ziel war, sich in der Dichte der (weiblichen) Materie als göttlich (männlicher Geist) wiederzuerkennen und Welten zu erleben, die es so vorher nicht gab.

    Den Geist zu hüten, könnte bedeuten, dass wir lernen, Gedanken frei wählen zu können. Eine Wette: Wenn jemand es schaffst, 40 Mal den Gedanken "Ich bin, wie Gott mich schuf!" zu denken, verspürt Sie/Er eine Wirkung.

    Zitat von Aerolith:

    "wenn man gott nicht als vollkommenes denkt, braucht man keinen gott zu denken. ein fleischer muß fleisch verkaufen, ein bäcker brot, ein mensch lebt und stirbt. aber gott muß vollkommen sein.
    als guter protestant sage ich: gott verändert sich. der gott des alten testaments ist ein anderer als der des neuen. wenn ich aber so argumentiere bedeutet das, daß es eine höhere instanz gibt als gott, eine instanz, die das vollkommene bildet, also die gott auch bestimmt, sich eben zu entwickeln."

    6. Konnte nicht der Gott des AT ein Gott gewesen sein, der sein Ego gerade zu überwinden erlernt hat? Und uns diese Eigenschaft weiterreicht? Vom strafenden zum liebenden Gott wird von den Anhängern der Nihilismus als Beweis für die Grausamkeit Gottes angesehen. Aber ich teile Deine These, dass auch Gott sich entwickeln kann. In dem Maß, wie wir uns unserer Göttlichkeit erinnern, nimmt auch die Vollständigkeit, von allem was ist, zu. Würden wir den alten Mandelbrot, so hieß er doch, obwohls auch von Pythargoras gezeichnet wurde, in seiner Gänze verstehen, könnten wir den Sinn der freien Entscheidung erkennen. Höhere Wahrscheinlichkeit, dass das Universum genauso perfekt, und ein klein bißchen weiser, wie das schon immer perfekte All werden wird. In der Zellteilungsphase schreit auch niemand im Zellkern, dass es keinen Sinn macht, dauernd Tochterzellen herzustellen, wenn kein Geist und keine Seele ach, in diesem Herzen wohnen.

    Ein Gott will Welten erschaffen. Warum? Weil es ein Ausdruck von Liebe ist, wie die Liebe des Dichters zu den von ihm erzeugten Welten. Ein lieblos dahingeschriebenes Stück wird niemanden be GEIST ern. Die Form ist der Aufbau und die Konstruktion, der Inhalt wird von der Wahl der Quelle bestimmt. Nihilisten sind im Irrtum, weil sie den schmalen Gart gehen, der zwischen Licht und Dunkelheit verläuft. Und Gott sagte, es werde Licht. Dann wurde die Dunkelheit vom Licht geschieden.Etwas war also zwangsläufig dazwischen, diese Trennung zu ermöglichen. Eine Zellmembran würde ähnlich entstehen...

    Das Ego will ebenso Welten erschaffen. Leider im Außen. Erkenne Dich selbst bedeutet, zu erkennen, dass die Welten im Inneren des Menschen geboren werden. In der Gebärmutter der Seele, dem ewig rhytmisch wogenden Schoß der Einen Seele. Doch vor dem Wogen war ein Gedanke. Der zeit- und raumlose Verstand ist, was zur Ewigkeit hinzukommt, würden wir ihn als Werkzeug erkennen. Wir können nun verstehen, was wir immer getan haben. Aber wir sind nicht die Gedanken, wir denken Sie nur. Steiner meinte, der Kontakt bedürfte einer Entscheidung. Sich nicht zu entscheiden und dieses als Beweis anzusehen, ist keine schöpferische Verwendung des Geistes. Nonduale Schöpfungen entstehen aus der Intention bedingungsloser Liebe. So, wie Du Dein Bühnenstück bedingungslos liebst, ohne hättest Du nicht so viel "investiert". Insofern ist das Ego der Diener deiner Persönlichkeit. Projekor dessen, was Gestalt annimmt, ist jedoch die Seele, der Kelch als Symbol und die Rose als Zeichen für das Wachstum des Rosengartens der Seele. Magst Du persönlich Maria Magdalena und ISIS, Ihr späteres, also früheres Selbst, betrachten, wie Du willst. Aber verbaue anderen doch bitte nicht durch vorschnelle URteile die Möglichkeit, die kreisende Kraft des Chaos, die Weiblichkeit der Maria Salome kennenzulernen, welches als Energieaspekt, für dieses Zeitalter auf dem Stundenplan steht. Mit Frauenquote im Patriarchat ist es nicht getan: Was war die Ursache? Daneben wirkte schon das Symbol der ISIS, daher auch jetzt IS. Allerdings deutet der fanatischtische Ego-Verstand den Angriff als den Versuch, eine friedliche WElt zu MACHEN, nicht zu erschaffen. Unschöpferische Verwendung des Geistes ist unser Problem, was (am Ende der Zeit) für uns ist. Wir lernen, auch wenn wir nicht lernen wollen. Nur wann, ist die freie Entscheidung. Nicht, ob.

    Sehen wir unsere globalen Hungerspiele und die Tribute an "Brot und Spiele", ist die Frage nach der Verantwortung des Autors deutlicher spürbar: (In Taiwan schon verboten, in China auf unbestimmte Zeit verschoben)

    Wie würden sich die 'Macher" fühlen, wenn die große Schlacht im Kampf um Freiheit geschlagen und die Toten gezählt sind? Kann (der notwendige innere) Frieden durch den Kampf gegen das Ego im Außen erreicht werden?

    Wie würden sich die Schöpfer eines Filmes fühlen, die es geschafft haben werden, den Nutzen von liebevoller und friedlicher Koexistenz zu verdeutlichen? Indem ganz einfach verstanden wird, dass es doch ALLEN nutzt, glückliche Augen in glücklichen Gesichter betrachten zu dürfen?

    Indem Sie Frieden zuerst im Ihren Geist gefunden haben, konnten sie Frieden weitergeben. Ohne den Zorn des unverbundenen Verstandes, an dem wir uns immer wieder die Hände verbrennen. Die Seele verliert ihre Seelenruhe nicht, sie legt sich nur wieder schlafen. Du bist der Hüter Deines Geistes. Aber alles nur ein Traum in einem Traum. Nihilismus will ich jedoch auf keinen Fall angreifen. Im Gegenteil: Sie haben im Prinzip den Nutzen von Neutralität verstanden, der dritte Magier bei Crowley. Aber sieh in seine Augen: Sind wir wirklich frei, aus der Zeit heraus, den Willen der Ewigkeit "umzuschreiben"? Was willst Du in der Ewigkeit von Dir sagen können? Nur darum geht es mir hier. Was habe ich gelernt? Welchen Nutzen hatte es? Ich hab nur gelernt, dass ich was lernen will.

    Wir sind holografische Datensammler, die eine schon perfekte Simulation immer noch weiter erweitern, daher dehnt sich das Universum im übrigen auch immer schneller aus. Was bliebe sonst zu tun? Die Zeit wissend nutzen und gleichzeitig in beiden Welten zu sein, benötigt kein Tun. Gott ist. Mehr ist nicht zu sagen. Aber Friedrich N. soll sich bei Droschkenpferden entschuldigt haben. Er hatte die Wirkung nicht bedacht, die ANDERE seinen Worten durch IHRE Bewertung verleihen und wie dieses im kollektiven Gedankenfeld, der Weltseele, wirkt. Es gibt keine getrennten Gedanken. Das zu akzeptieren bedeutet Eigenverantwortung. Wie wirkt ein Gedanke?

    Für Deine Gedanken und die Gefühle die daraus entstehen, bist nur Du allein verantwortlich. Kein Gott, DU. Sündenfall könnte verstanden werden, als die Illusion, nicht mehr göttlich zu sein. Dann würde Schuld im Außen als Konzept bedeutungslos. Liebe wäre das Programm, das es immer war.

    Lieber Aerolith, im Demian von Hesse soll irgendwo der Abraxas erklärt werden. Ich suche also noch. Preußler hat den Raben jedoch nicht unbedacht "erschaffen". T.Mann habe ich mir auf die gedankliche Bücherei-Liste gesetzt. War ja selten in der Schule. Wäre es denn undenkbar, einen Göttlichen Direktor (E. Haich, "Die Einweihung) anzunehmen, der seinen Kindern erklärt, wie sie in der Mutter Materie Welten gebären? Ich freu mich schon auf mein erstes Universum. Aber recyclingfähig aus Faserhanf und mit Liebesbändchen verbunden.

    Und selbst dann will ich mir natürlich noch alle von Euch geschaffenen Welten ansehen. Wer weiß schon, auf was manche Nihelisten (sorry) so kommen? Aber dann kann ich kommen und gehen, wie ich will. Es sind ja "nur" meine Gedanken...

    Gedanken verlassen ihre Quelle nicht. Jeder Besucher Deiner Stücke wird Deine Gedankenwelten betreten und ist daher mit dir verbunden. Hab ich eigentlich erst von KLS gelernt. Daher liebe ich die ganzen "Neinchens" dieser Welt, eine gute Argumentation lebt von den Gegenargumenten. Aber wie Seneca, den ich in meiner Unwissenheit angefangen habe, die Seele im Mentalkörper anzusiedeln, ist eine Ebenenverwechslung. Wobei es niemals welche gab.

    (Das könnte ich nie in meinem Leben schreiben.


    Gedanken verlassen ihre Welten nicht,

    ähh ... ihre Quelle - da wäre ich nie darauf gekommen.

    Ich denke nur, was ich auf meinen nächsten Wunschzettel schreibe.

    Ja, ich komme mir gelegentlich vollgestört vor. Aber das soll nicht diesen Beitrag tangieren.
    Ich bin nicht neidisch auf den Schreiber. Ich gönne ihm den lesenswerten und - je nach Fasson - verständlichen Beitrag. Das könnte ich nie in meinem Leben schreiben. Aber etwas anderes schon. Jeder nach seiner Fasson, aber nicht unbedingt für wie immer.

    Es ist eine Art Trost, zu wissen, daß es in 387 Jahren keinen Menschen interessiert, was ich hier gemacht habe. Da sind wir uns einig.)

  7. #32
    Mitgestalter
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    Danke fürs lesen

    Zitat von Nihel:

    "Man könnte es so sagen: Ich arbeite seit langen Jahren sozusagen in „Gottes Garten“. Bin von Beruf Gärtner und Baumpfleger, kultiviere also per se. Ich sage nicht, dass „Gott“ tot ist, das macht der Autor dieses Textes und er verbaut gläubigen Christen eine Ansicht, versprüht Negativismus plakativer Natur. Ein Schenkelklopfer ist es allemal."

    Hallo Nihel,

    wollte nur versuchen, die Konsequenz der Einsicht in die fraktale Verbundenheit aufzuzeigen: Wir sind in einem Resonanzsystem eingebunden und jeder trägt auf seine individuelle Art zum Gesamtkunstwerk bei. Schrödinger meinte, "das Universum spiele Schach gegen sich selbst". Es könnte auch so gesagt werden, das All spielt Schach mit allen Universen gleichzeitig. Ein simultanes Lehr- und Lernprogramm, das immer alle einbezieht. Jeder lernt für alle.

    Feynman meinte, "es gibt nicht ein Universum. Es gibt alle."

    Wobei Du das Prinzip vollkommen beschrieben hast: Sieh Gott in der Natur und Du fühlst die Anwesenheit der Mutter/Vater -Göttin. Warum gelingt es uns so selten, dieses auf Menschen zu übertragen? Warum lernen wir nicht einfach, im Gegenüber eine sich entwickelnde Seele zu erblicken, die sich mit Geist füllt? Gott in der Natur zu sehen, ist schön. Gott im Gegenüber zu erblicken, löst die Wirkung des Egos auf. Nicht immer sofort, aber irgendwann immer. Das Ego sogar dankbar anzunehmen und es mit Liebe "vom Wildpferd zum Einhorn" zu kultivieren, gelingt leichter, sehen wir über seine Angst einfach hinweg, ohne sie zu (durch seine anerkannte Wirkung) bestärken.

    Wusstest Du übrigens, dass Drachenbäume bei Experimenten auf die ABSICHT reagieren, wieder einmal seine Blätter zu verbrennen? Auch dort gibt es keine getrennten Gedanken. Die Natur ist einfach genial. Wenn gesagt wird, Gott sei tot, hat ja auch diese Aussage ihren Nutzen: Ich kann in der Natur den Gegenbeweis erkennen. Aber eben auch im Gegenüber, würden wir das Konzept der Zeit einmal weglassen. Jeder wird alles gelernt haben, was jemals geben wird. Nur eine Frage der Zeit.

    Aber der Spruch ärgert mich trotzdem noch manchmal, weil er Wege verbaut, die wir sonst leichter gehen könnten. Umwege sind lehrreich, aber zielloses Herumirren ist auf Dauer blöd.

    Hallo willieh,

    danke für deine Resonanz. Freut mich, wenn ich einige Gedanken mit dir teilen durfte. Der Autor glaubt ja immer nur zu wissen, wie etwas wirkt. Ich kann ja nur sagen, was ich bisher gelernt habe. Aber auch vielen Dank für Deine Gedichte...

    Zitat von Lutz:

    "Das könnte ich nie in meinem Leben schreiben."

    (Warum? So abwegig? Ich hab die Gedanken doch nicht gemacht, ich denke sie nur)

    "Gedanken verlassen ihre Welten nicht,

    ähh ... ihre Quelle - da wäre ich nie darauf gekommen."

    (Ich auch nicht. Viele der Gedanken sind aus dem "Kurs in Wundern" und eine Zusammenführung all dessen, was andere vor mir gedacht haben)

    "Ich denke nur, was ich auf meinen nächsten Wunschzettel schreibe."

    (Würden wir unsere Wünsche so formulieren, dass alle etwas davon hätten, würden wir die Wirkung verbreitern und eine universelle Anwendung ermöglichen)

    "Ja, ich komme mir gelegentlich vollgestört vor. Aber das soll nicht diesen Beitrag tangieren."

    (Ne, keinesfalls ist es sinnvoll, so zu denken. Du bist das Beste, was diesem Universum bisher passiert ist. Was glaubst Du, wie vollgestört mein Ego manchmal ist. Urteile über uns selbst sind Zeugenaussagen, die einen Zustand festschreiben. Ich war vollgestört, aber das geht nicht mehr, sehen wir uns als verbundenes System. Entweder alle krank oder alle gesund. Zumindest würden wir uns als verbundenen Menschheitsgeist betrachten. Wie sagte ein etwas siebenjähriger Schüler in Bhutan über das Bruttonationalglück: Es kann nur jeder glücklich sein, wenn alle glücklich sind)

    "Ich bin nicht neidisch auf den Schreiber. Ich gönne ihm den lesenswerten und - je nach Fasson - verständlichen Beitrag."

    (Ich wollte nur Denkimpulse teilen, mein Lernen hat ja gerade begonnen)

    "Das könnte ich nie in meinem Leben schreiben. Aber etwas anderes schon. Jeder nach seiner Fasson, aber nicht unbedingt für wie immer."

    (Jeder ist sein individueller Ausdruck. Sorry, ich verberge hinter meinem geschwollenem Sprachstil die bittere Pille, zu selten in die Schule gegangen zu sein. Ich weiß überhaupt nichts, ich versuche nur, meine relative Unwissenheit zu beseitigen. Würdest Du es nicht schreiben wollen oder es nur so nicht sagen? )

    "Es ist eine Art Trost, zu wissen, daß es in 387 Jahren keinen Menschen interessiert, was ich hier gemacht habe. Da sind wir uns einig."

    (Doch, alle interessiert es. Wir wissen es nur noch nicht)

  8. #33
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    Danke fürs lesen

    Zitat Zitat von Michael
    Hallo willieh,

    danke für deine Resonanz. Freut mich, wenn ich einige Gedanken mit dir teilen durfte. Der Autor glaubt ja immer nur zu wissen, wie etwas wirkt. Ich kann ja nur sagen, was ich bisher gelernt habe. Aber auch vielen Dank für Deine Gedichte...
    Hallo an Dich.

    Wenn ich lese, was Du schreibst, bin ich erst einmal sprachlos. Es gibt dann gar nichts, was ich dem noch hinzufügen könnte. Deine Sicht auf die Welt oder Teile der Welt kann ich für mich nachempfinden und so, wie Du Dich ausdrückst sprichst Du mich an. Du beschreibst die Dinge klar und freundlich, das gefällt mir, außerhalb des Inhaltes, sehr.

  9. #34
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Danke fürs lesen

    das vollkommene als etwas abgeschlossenes aufzufassen ist vorchristliches denken. eleaten. ich erinnre an platons darstellungen, an den damit verbundenen begriff der zoesis. wer sich in diesen zirkel begibt, der kommt da auch nicht heraus.
    gott kann für humanisten so nicht aufgefaßt werden, denn wenn ich das vollkommene als etwas abgeschlossenes begriffe, käme ich sofort (wie diese oberfl?chlichen franzosen) zu fragen der theodizee, zu unauflösbaren gegensätzen und vor allem käme ich zu starren systemen, zu systematik überhaupt. all das kann gott nicht sein, DENN (als konjunktion ersten ranges zu betrachten, wie thomas mann sie nannte) dann würde ich gott einer beschränkung unterordnen, die dem begriff des werdenden, sich und anderes entwickelnden gott nicht gerecht werden würde. wenn ich also eine begriff definieren sollte, der das vollkommene beschreibt, so müßte diesem begriff auch ein dynamisches moment innewohnen.

    mit trinität oder indien oder ähnlichem hat das nichts zu tun.

  10. #35
    Lutz Bergoni
    Status: ungeklärt
    Zitat Zitat von Michael

    "Ich denke nur, was ich auf meinen nächsten Wunschzettel schreibe."

    (Würden wir unsere Wünsche so formulieren, dass alle etwas davon hätten, würden wir die Wirkung verbreitern und eine universelle Anwendung ermöglichen)

    Sie wissen nicht, was auf meinem Wunschzettel wie formuliert steht.




    Zitat Zitat von Michael

    (Ich wollte nur Denkimpulse teilen, mein Lernen hat ja gerade begonnen)

    ... ich verberge hinter meinem geschwollenem Sprachstil die bittere Pille, zu selten in die Schule gegangen zu sein. Ich weiß überhaupt nichts, ich versuche nur, meine relative Unwissenheit zu beseitigen. Würdest Du es nicht schreiben wollen oder es nur so nicht sagen? )

    Nein, geschwollen ist mir nicht eingefallen. Ich kann den zitierten langen Beitrag von Ihnen einfach nicht verstehen. Da sind so viele schwere Wörter drinnen, wie soll das alles zusammenhängen?




    Zitat Zitat von Michael

    "Es ist eine Art Trost, zu wissen, daß es in 387 Jahren keinen Menschen interessiert, was ich hier gemacht habe. Da sind wir uns einig."

    (Doch, alle interessiert es. Wir wissen es nur noch nicht)

    Nein, das kann ich Ihnen nicht abnehmen. Wieso sollte es alle interessieren? Wie meinen Sie das? Bitte Sie antworten Sie einem 8jährigen Kind, dann könnte ich es verstehen. Sicher ist sicher.

    Mir kommt es vor, als erheben Sie sich über "alle".
    Ja, es kommt mir nur so vor, das weiß ich.


    Und es kommt mir vor, daß Sie ganz anders drauf sind - wie wir alle, hätte ich fast geschrieben.

    Heute war ich neidisch auf Ihr Gedicht. Obwohl, nein, eigentlich ärgerte ich mich, kein besseres geschrieben zu haben.

  11. #36
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    Chaos, Theos, Kosmos Zitat von Aerolith: (in Klammern jeweils die Anmerkungen dazu)

    "das vollkommene als etwas abgeschlossenes aufzufassen ist vorchristliches denken. eleaten. "


    (Hoffe ich, nicht gesagt zu haben. Eher, dass die schon vollkommene Ewigkeit sich in dem Maß ausdehnt, in welchem wir sie - als unser Ebenbild (an)erkennen - unser Erbe. Die Ewigkeit zu definieren, ist, was sie begrenzt. Sowohl könnten wir freie Gedanken(formen) sein, als die Verbindung zum Ursprung des Gedankens herstellen, indem wir Gott mal mit "Freund" ansprechen.

    Zu sagen wäre, dass die Ewigkeit alle Räume und Zeiten gleichzeitig enthält, sowohl die Informationen über das schon perfekte All, als auch die Möglichkeit, geringste Veränderungen in den fraktalen Holografien zu erzeugen (Evolution, das heißt, das Entpacken der genetischen Information). Sehen wir es mal als kosmische Zellteilung, die Urinformation ist schon vorhanden. Was die holografischen Fraktale daraus machen, ist freier Wille. Freier Wille ist wie ein Drehknopf an einem Radio, wir können damit empfangen, was wir wollen. Dieser Drang, sich als "kleiner Magnet" auf das Magnetfeld des "großen Magneten" auszurichten, wird ja von Leibnitz ebenso erkannt.

    Könnten wir unserer Begrenzungen erkennen, ohne vorher einen "sozialhistorischen Überdruck" aufzubauen, der die Expansionskraft bildet, die unseren vorherigen Gedankenkörper zerstört?)

    "ich erinnre an platons darstellungen, an den damit verbundenen begriff der zoesis. wer sich in diesen zirkel begibt, der kommt da auch nicht heraus."


    (Was im Grunde der Streit um die Existenz eines Speziessystembewusstseins spiegelt. Helena Petrovna Blavatski, schrieb 1888 in ihrer "Geheimlehre":

    >>"Der ganze Streit zwischen profaner und esoterischer Wissenschaft dreht sich um den Nachweis des postulierten Astralkörpers innerhalb des Physischen Körpers, wobei ersterer von letzterem abhängig ist. Sie erklärt, dass die "innere Seele der physischen Zelle - und das "geistige Plasma", das das Kernplasma beherrscht, darin zu finden sei und dass dies der Schlüssel ist, der eines Tages die Tore zu der Terra incognita des Biologen, die jetzt das dunkle Geheimnis der Embryologie genannt wird, öffnen muss"<<
    (Adyar Studienausgabe, Seite 691)

    „gott kann für mich humanisten so nicht aufgefaßt werden, denn wenn ich das vollkommene als etwas abgeschlossenes begriffe, käme ich sofort (wie diese oberflächlichen franzosen) zu fragen der theodizee, zu unauflösbaren gegensätzen und vor allem käme ich zu starren systemen, zu systematik überhaupt.

    (Warum kann Gott nicht etwas schon vollkommenes sein, das gelernt hat, immer weiter lernen zu wollen? Entsteht nicht jede Dualität durch das Urteil? Aber wessen Urteil ist immer gänzlich subjektiv? Wir haben uns immer und immer wieder geirrt. Leibnitz geht mit HPB einen Weg der Synthese, indem Qualität und Quantität mit Willen (Kraft), Raum (Form) und "Stoff" also Materie verbunden wird. Die Theorie eines von der Materie unabhängigen geistigen Prinzips. Das chaotische Prinzip der Prinziplosigkeit der Natur: "Es geht nicht, als Löwenzahn durch eine Fahrbahndecke zu wachsen. Warum macht die Natur das? Weil sie es WILL. Das "Informationswelten Konzept" bringt Ain-Soph ins Spiel.

    Zitat von Seite 214 HPB:

    >>"Die Natur verabscheut Leere, sagten die Peripatetiker, die zwar auf ihre eigene Art Materialisten waren, aber trotzdem wohl verstanden hatten, warum Demokrit und sein Lehrer Leukippos lehrten, dass die ersten Prinzipen aller Dinge im Universum Atome und ein Vakuum waren. Vakuum bedeutet ganz einfach latente Göttlichkeit oder Kraft. In ihrer ersten Manifestation wurde sie Wille und gab den Atomen den ersten Impuls, VOR ihrer Manifestation (Platon?) aber war diese Kraft oder Göttlichkeit das große Nichts, Ain-Soph, war somit für jedes Empfinden Leere, war - Chaos. Dieses Chaos aber wurde, laut Platon und den Phytargoräern, zur Weltseele....<<"

    Weltseele?
    Akasha, Quantenwelt, Äther, alle Dinge, lebendiges Feuer (der Seele), Geist des Lichts, Astrallicht (HPB), Magnet, Omphalos, Anima mundi (bei den Okkultisten wurde die Anima Mundi als eine Fortentwicklung der Göttin Isis (unter anderen) verstanden).

    Die Anima mundi oder auch Weltseele war noch im Mittelalter weiblich. Als ihr "Bild" auf grobe Beschreibungen in magischen und alchemistischen Büchern reduziert wurde, begannen Maler wie Michelangelo und da Vinci einen männlichen den Finger reichen. Welchen und warum, fragt keiner. Platon hatte doch gesagt, die Anima Mundi sei auf die gesamte Natur verteilt. Stoiker fassten sie als die einzige Lebenskraft im Universum auf. Niemand fragt nach der Herkunft dieser Kraft (die kosmische Mutterzelle, die das Universum säugt, daher "Mutter mit Kind").

    >>"Chaos-Theos-Kosmos sind nichts anderes als die drei Arten ihrer Synthese - des Raumes.<<"
    (S.214) (noch ohne Zeit, also "Mentalebene) (gibt da einen Ordner zur Synthese(Forschung) mit weiteren Infos)

    "all das kann gott nicht sein, DENN (als konjunktion ersten ranges zu betrachten, wie thomas mann sie nannte) dann würde ich gott einer beschränkung unterordnen, die dem begriff des werdenden, sich und anderes entwickelnden gott nicht gerecht werden würde. wenn ich also eine begriff definieren sollte, der das vollkommene beschreibt, so müßte diesem begriff auch ein dynamisches moment innewohnen."

    (Wenn Gott doch alles wäre? Wenn Gott das Pronomen wäre? Das dynamische Element ist die Synthese, eine Art kosmischer Selbstentfaltung als "sozialer Konstruktivismus" auch auf Seelen- und Genetik Ebene. Erst die Ebenen wahrzunehmen, um sie dann wieder zu verbinden, könnte mit dem letzten Zitat verknüpft werden, die für das Zitieren notwendige "Schöpfungshöhe" zu erreichen:

    >>"Das Geheimnis dieser Tetraktys zu entschlüsseln ist selbst anhand der uns verbliebenen Schriften der alten philosophischen Systeme - in ihren toten Buchstaben - unmöglich. Aber sogar in diesen uns vorliegenden Darstellungen werden CHAOS-THEOS-KOSMOS = RAUM in alle Ewigkeit als der Eine Unbekannte Raum identifiziert.... die dreifältige Gottheit, ist Alles in Allem, weshalb man sie männlich und weiblich, gut und böse, positiv und negativ (plus aufbauend und zersetzend, elektrisch und magnetisch, Anm. d.V.) nennt, ihr also alle gegensätzlichen Eigenschaften zuschreibt. Nur in ihren aktiven Funktionen kann sie als materieverbundene Energie und als lebendiger Geist erkannt werden (Synchronizität, Anm.d.V.). D.H. sie kann auf der sichtbaren Ebene erkannt werden als Korrelat und Ergebnis bzw., als Ausdruck der ultimativen und ewig unerkannt bleibenden Einheit."<< (S.215)

    "mit trinität oder indien oder ähnlichem hat das nichts zu tun"

    (Nicht? Ain-Soph wurde auch als Sophia-Weisheit betrachtet. Ich sage mal Heiliger Geist, oder noch genauer, der reine Geist, frei von Spiegelungen der Dichte und Materie. Ohne eingezäunte Vorstellungen, die verteidigt werden müssten. Die Wahrheit, Ain-Soph, benötigt keine Verteidigung. Nur unser Mentalkörper verteidigt sich, solange er glaubt, zu denken. Wer ist der Denker?)[/FONT]

    Zitat von Liili:

    "Du beschreibst die Dinge klar und freundlich, das gefällt mir, außerhalb des Inhaltes, sehr."

    Hallo Lilli,

    es wären gerade die Gegenargumente, die mich als Feedback interessieren würden. Meine eigenen Gegenargumente sind leider so unglaubwürdig.

    Lilith ist ein völlig unbeachteter Aspekt der Gesamtbetrachtung. Die erste Frau in unserer Patchwork Familie. Könnte hier die Ursache für die "Verdammung der Weiblichkeit" mit ihrer chaotischen Kraft liegen, die Ursache für das herrschende Patriarchat, die Ursache für das Ungleichgewicht in der Weltseele?

    Und selbst Eva, als die Adam aus der Rippe geschnittene zweite Frau, wurde verteufelt. Sind wir hier nicht einem historischen Irrtum aufgesessen? Einem Irrtum der wirkt, solange die Ursache nicht aufgehoben wird?

    Der Kult der Istahar (Stern), meist Ischtar genannt, war von so großem Einfluss, dass er dämonisiert wurde, um die Menschen zum "wahren Glauben" an einen männlichen Gott (siehe Chaos, Theos, Kosmos) zu erziehen. Ischtar verbindet die kreisende Kraft mit Intelligenz und Schöpferkraft, dem Strom der Lebenskraft. In viel später verfassten Mythen wurde sie Lilith, die >schlechte< erste Frau Adams, die zusammen mit ihm erschaffen wurde. Mit einer Frau auf Augenhöhe konnte der Guteste aber noch nicht umgehen. Deshalb ist Ischtar in meinen Augen für dieses Zeitalter so wichtig: Sie bringt die Eigenschaften der Harmonie und Gleichheit mit sich, aber dafür muss sie fest in ihrer kreisenden Kraft verwurzelt sein. Das Patriarchat hat insofern den Leidensdruck geschaffen, der die Weiblichkeit stärker, und die Männlichkeit schwächer gemacht hat. Tief in uns allen liegt diese Urkraft verborgen. Unberechenbar und unkontrollierbar.

    Aber, um es mit Leibnitz zu sagen: Wenn ich Ischtar erklären will, muss ich zunächst ihren Ursprung verdeutlichen. Das Symbol des Sterns. Ein Stern könnte jemanden repräsentieren, der sich in seinem Körper wohl fühlt und steht damit natürlich für sexuelle Freude und erlebte Sinnlichkeit. Somit bedeutet der Stern nicht nur einen Wegbegleiter des göttlichen Lichtes, sondern auch, dieses Licht in die Materie zu spiegeln. Hier wäre die Urkraft in ihrem unberührten Urzustand als schwarze Sonne zu bezeichnen, die "unbefleckte Geburt" als Symbol für die Heilige Hochzeit zwischen Geist und Seele in der Materie. Diese Rituale waren früher wichtig. Lies mal das "Hohelied des Salomon" und seiner Himmelskönigin von Saba. übrigens war Ischtar diejenige, die das Wort Gottes verstand und deshalb zum Stern wurde.

    Das soll sich folgendermaßen abgespielt haben:

    Zwei Engel, namentlich ungenannt bleibend, sprachen sich gerade über die schamlose Missachtung aller Gesetze zur Seelenentwicklung des Menschen und die fehlende Willenskraft zur Entwicklung. Gott kam vorbei und erklärte, dass seine allumfassende Liebe die Menschen schon vom Sinn und Plan der Ewigkeit überzeugen werde. Sie werden fühlen, wie sich die Liebe in ihren Herzen ausbreitet.

    Die beiden Engel lachten. Gott fand das gar nicht witzig und warf die beiden auf die Erde. Als die beiden Engel sahen, wie schön die Töchter der Menschen waren, sahen sie die Möglichkeiten eines physischen Körpers und die Neuropeptide die nach olfaktorischen Reizmechanismen ausgeschüttet werden, taten ihre Wirkung. Der Eine fiel und vergewaltigte eine Tochter der Menschen. Der Zweite bewahrte wenigstens noch Anstand, als er Istahar fragte: "Willst Du mit mir schlafen, ich bin ein Engel?"

    Ischtahar lachte: " Das haben alle gesagt. Hinterher waren es Frösche."

    Der zweite Engel: "Doch bestimmt, ich bin ein Engel."

    "Dann kennst Du sicher den geheimen Namen Gottes?"

    "Klar kenn ich den. ICH bin echt dicke mit dem Unfassbaren", sagte der Engel. "Aber du bist nur eine Frau, ich kann ihn Dir nicht sagen."

    "Und Du bist nur ein weiterer Frosch mit einer zu großen Klappe für sein offensichtlich zu kleines Geschütz, bei deiner unglaublichen Prahlerei." So hatte Ischtar zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, denn der Engel verriet ihr den geheimen Namen Gottes, der niemals laut ausgesprochen werden darf. Ischtar sprach den Namen aus und wurde zum Stern.

    In vielen Traditionen steigt die Himmelsgöttin, oft mit dem Planeten Venus gleichgesetzt, wieder in die Welt hinab. Eines der ältesten Mythen beschreibt, wie Inanna, als Vorläuferin der Ischtar, vom "Großen Oben" hinabsteigt, einen menschlichen Körper annimmt, um Erfahrungen zu sammeln. Beim Abstieg in das "Große Unten" wird sie von ihrer Schwester gefangen, bis sie ihren Mann Dumani bittet, ihren Platz einzunehmen.

    Als Schechina im kabbalistischen Denken verlässt sie das Himmlische Reich, um der Menschheit ins Exil zu folgen. Das Bild der weiblichen Weltseele war eine Frau, die Wasser ausgießt. Ein machtvolles Bild der Heilung. Wasser steht für Liebe. Die Frau für Istahar. Ein Stern der Hoffnung bringen könnte, die fehlende Harmonie wiederherzustellen.

    Was meine Frage wäre: Erlebst Du nicht auch, dass Stutenbissigkeit gerade immer den Ischtar-Frauentyp betrifft? Immer noch Lilith gegen Eva? Hat Adam seinen Irrtum erkannt? Leibnitz hätte gesagt, alle anderen Probleme seien hiermit verbunden.
    .

    Zitat von Lutz:

    "Nein, das kann ich Ihnen nicht abnehmen. Wieso sollte es alle interessieren? Wie meinen Sie das? Bitte Sie antworten Sie einem 8jährigen Kind, dann könnte ich es verstehen. Sicher ist sicher."


    (Hallo Lutz,

    Wenn alles miteinander verbunden ist, wie könnte es irgendjemanden NICHT tangieren, was mit irgendjemandem wäre? Der Lehrer (unseres inneren Kindes) ist inwendig, sagte Christus. Ohne wieder staunen zu lernen und die Welt in jedem Moment neu zu betrachten, stirbt das innere Kind an Langeweile und wir glauben nur, zu wissen, um nicht mehr lernen zu müssen. Daher sagte Christus auch: "Wer nicht wieder wird wie ein Kind (also weiß, dass etwas zu lernen ist), kann nicht zum Vater kommen. Wer sich also daran erinnert, ein unschuldiges und heiliges Kind Gottes zu sein, nimmt die Verbindung zum "Reinen - oder Heiligen Geist auf und diese Offenbarung ist immer individuell.

    Jeder wird dort abgeholt, wo bei ihm die "Saat auf den fruchtbarsten Boden fällt". Einzig die Analogien zum Erkennen der Wegmarken könnten daher hilfreich sein. Jede Systematik ist jedoch immer ein mentales Hilfskonstrukt zum Erleben und Erfahren, der jedem Menschen innewohnenden Verbindung. Es kann nur gesagt werden: Hinter dem Denken beginnt das Bewusstsein, zu Sein. Die Kraft der inneren Stille, das Anhalten des inneren Dialogs.

    Ob jemand nun meditiert, spirituelle Literatur liest, Yoga praktiziert, oder zu Heiligen Stätten pilgert, ist immer eine Frage, die im jeweiligen Herzen entschieden werden sollte. Entscheide Dich für liebevolle Gedanken, den Rest macht die Liebe und der reine Geist. Sag dir doch mal: Ich bin im reinen Geist verwurzelt. 40 Mal vor dem Einschlafen und dann schau, wie Deine Träume werden. Ist ja nur ein Experiment. Gedanken wirken nämlich, auch wenn wir sie nicht glauben. Am coolsten ist echt mein persönlicher Favorit: Ich bin vollkommene Liebe. 40 mal gesagt und ich bin topfit. Emotional und mental erfrischend wirken diese spirituellen Gedanken belebend und ausgleichend auf unser gesamtes Energiesystem. Welche Gedanken Sie also wählen, ist ihre Entscheidung. Aber glauben sie nichts, was nicht im Herzen gewogen wurde. Die (Möglichkeit der) Auswahl der (Quelle der) Gedanken ist unsere Freiheit.)

    "Mir kommt es vor, als erheben Sie sich über "alle".
    Ja, es kommt mir nur so vor, das weiß ich."

    Sorry, dass ich Sie weiter oben noch mit Du angeredet habe. Es gibt nur temporäre Grade der Unterschiede in einem gemeinsamen Schulsystem, kein Grund für einen Abiturienten, sich dem Grundschüler überlegen zu fühlen. Manche gehen nebenher schon auf die Uni. Ich lerne in Träumen. Das ist meine Kunst, wenn wir es so nennen können. Mehr kann ich nicht wirklich. Persönlich bin ich voll blöd, da haben Sie recht. Aber immer öfter auch nicht. Eigentlich bin ich sozialer Autist, ich kann Grenzen ziehen, die niemand überwinden kann. Aber ich will das nicht mehr. Mein Ego hat aufgegeben. Nicht wirklich aus Einsicht. Es ist einfach zu erschöpft gewesen.

    Die Russischen Methoden beschreiben es als Biocomputer, das Tibetanische Totenbuch als Bardo Kanal und wir im Westen als den schmalen Grat zwischen Licht und Dunkelheit. Wir sind kosmische Rezeptoren auf einer Zellmembran. In beiden Welten und doch aus der Ewigkeit in die Zeit aufgebrochen, um in der Materie Dinge erleben zu können, die das Herz der sterbenden Schwäne erfreut, die nunmehr daran glauben, sie seien ein hässliches Entlein.

    Weil es die Werbung so sagt und will. Ein System der geplanten kollektiven Unzufriedenheit als Motor des Wachstums. Dieses Wachstum des Bandwurmsystems klaut uns die notwendige Energie, die wir zur Transformation von der Ente zum Schwan benötigen. Auch in der Analogie von der Raupe und dem Schmetterling ausgedrückt. Hätte die fette Raupe daran geglaubt, bald als Schmetterling durch die Lüfte zu fliegen und ein weiteres Element hinzuzugewinnen? Die Herrschaft über die Schwerkraft zu meistern? Die Hummel dürfte, mathematisch betrachtet, gar nicht fliegen können. Warum macht sie es trotzdem? Weil sie niemandem glaubt, der ihr sagt, es sei unmöglich.

    Aber wenn die Ente (einmal) sagt, sie sei ein Schwan, ist es der Spiegel, der die Illusion der Wahrheit überbringt. Wir benötigen eine gesellschaftliche Transformation, dabei ist jeder Einzelne gefordert. Die Weisheitslehren sprechen hier vom verworfenen Schlussstein der Bauleute. Wenn irgendein Bauteil zu früh als "unbrauchbar", weil erstmal zu klein für diesen Bauabschnitt, aussortiert wird, kann es sein, dass genau dieses dann an der Spitze fehlt. Darum ist jedes Steinchen gleich viel wert. Das letzte Schäfchen ist es wert, die ganze Herde warten zu lassen.

    Was bräuchten wir, um glücklich zu sein? Menschen, die es glücklich macht, andere glücklich zu machen. Das ist ein Dienst an der Liebe und jeder kann sicher sein, dass sich eine Resonanz wahrnehmen lässt.)


    "Und es kommt mir vor, daß Sie ganz anders drauf sind - wie wir alle, hätte ich fast geschrieben."

    (Wenn es keine getrennten Gedanken gibt, wäre das anzunehmen. Das sind also wir. Wir sind das, was "Ich bin" sagen kann. Jeder ist immer und überall alles. Aber wir erblicken nur, worauf wir das Bewusstsein richten. Ohne Urteil über mich bin ich ganz okay. Verurteilen kann ich mich nur selbst, indem ich andere verurteile. Geliebt werden kann ich nur, wenn ich die Mauern des Egos um mein Herz auflöse, indem ich die Quelle der Liebe dort verorte. Eine weitere Umkehrung wäre, das Personalpronomen "ICH" aus dem Duden zu streichen und durch Wir zu ersetzen. Wenn ich mich (leider immer noch manchmal) über Menschen ärgere, kann ich den Anflug von Ärger vermeiden lernen: Wenn ich meinen Geist mit bestimmten "Leitgedanken" (die als hilfreich erkannt wurden) in den von mir gewählten "Montagepunkt der Wahrnehmung" zurücklenke, wird die Ausschüttung der zerstörerischen Geistesgifte vermieden bzw. minimiert.

    Ärger, Sorge, Rachegedanken, Neid, Zorn, Habsucht, Rechthaberei, üble Nachrede, Ungerechtigkeiten und Traumata sind die Gifte, die unseren Geist glauben lassen, das Ego hat recht mit unserer Selbst- oder Fremdverurteilung. Ich kann mich nur selbst kreuzigen. Aber ich konnte mit Hilfe der Systemadministrration des Biocomputers meine Gedanken darüber ändern. Es wäre auch hilfreich, bei jedem Urteil einen Nachsatz anzuhängen. AOXYZ ist voll das Ego-Schwein und denkt nur an sich, wie ich auch. Dann verlernen wir den Fehler des Urteils über andere ganz schnell. Wetten?)

    Daneben habe ich wohl das Asperger - Syndrom. Ich "erschaffe" lieber neue Wörter als die alten und schon geprägten zu gebrauchen. Deshalb wohl die Unverständlichkeit des Textes. Ich bin aber froh, an dieses Manko erinnert worden zu sein. Ich wollte hier nicht einmal sprechen lernen. Wenn wir lernen, einen Nutzen in unserer Entwicklung zu erkennen, beginnen wir, das Tal der Tränen zu verlassen. Wir wachsen, das schmerzt manchmal etwas. Ist aber insgesamt ganz natürlich. Nur Oskar beschließt, nicht mehr zu wachsen. Wir alle heißen Oskar. Wir sind das.

  12. #37
    kls
    Status: ungeklärt
    Micha,

    ich schrieb und schrieb und stellte dann fest, dass dieses meine Antwort auf Deinen Beitrag, nicht hier hin in dieses Forum gehört und habe ihn Dir deswegen per Profilnachricht zugeschickt.

    Für die anderen: Das Thema lautet: Gott ist tot! und nicht: Ich kann aber weiter pissen als Du. Das wäre den Frauen gegenüber sehr unfair. Selbst denen gegenüber, die ihrer wahren Aufgabe, nämlich der, uns Männern das Leben zu erleichtern, nicht gewachsen sind.

    Gibt es unter uns tatsächlich einen einzigen Menschen, der nicht weiß, dass es da etwas jenseits jeglicher Benennung gibt, was aber nichts, gar nichts mit Religion?

  13. #38
    schreibt hier hin und wieder
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    ganz interessant, was hier alle ?ber gott schreiben, doch leider in einem stressigen tonfall.
    pauls gedichte ist für meiner einer eine satirelyrik über die gedanken eines augenscheinlich (und daher trügerisch!) aus dem delirium erwachten schwach sinnierenden. doch beim nachhorchen des chronologischen auftauchens der gedanken und vor allem des resümees der letzten strophe wird ein alter sinn offenbar. ein höheres bewusstsein (paul nennt es 'gott') in einer person ist zu gefährlich für ein kollektiv. es muß vergehen, und wird nicht mehr gesehen

    gruß, saul

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