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Thema: Wir schreiben einen Aufsatz

  1. #1
    rodbertus
    Laufkundschaft

    Smile Wir schreiben einen Aufsatz

    Ihr Lieben!

    Wer es noch nicht weiß, der sollte es nun wissen: Gelegentlich (zwei Mal in der Woche) unterrichte ich die deutsche Sprache und angrenzende Gebiete in einer kleinen Privatschule. Heute morgen machte H. mir den Vorschlag, die Themen des Aufsatzes dem werten publico dieses Forums vorzustellen.

    Ich verfolge zwei Absichten:


    1. Übung;
    2. Ablenkung (vom Tagesgeschäft) und Vervollkommnung (essayistischer Technik) gleichermaßen.


    Über entsprechende Lösungen zu den Aufgaben würde ich mich freuen, diese gegebenenfalls auch bewerten, vielleicht sogar publizieren in einem kleinen Bändchen.

    Der Aufgabenzettel ist hierüber herunterladbar. Wer sich fürs zweite Thema entscheidet, erhält von mir per email drei Seiten Eco-Text. (meine email-Adresse)

    Ich wünsche jedem einzelnen viel Spaß bei der Abarbeitung, uns Lesern Aha-Effekte beim Lesen der jeweiligen Ergüsse.

  2. #2
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    AW: Wir schreiben einen Aufsatz

    Robert, mir graut vor Dir!

  3. #3
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    AW: Wir schreiben einen Aufsatz

    ich kann mich Hannemann nur anschließen. Kannst Du nicht einen Link zu dem Eco Text machen?
    Ich weiß nicht mal was eine rhetorische Figur ist...eingesprungerner Salcho? Doppelaxel? dreifacher Lutz? Todesspirale? Billmann Pirouette?
    Ich werde mich informieren....

    Kyra

  4. #4
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Wir schreiben einen Aufsatz

    Hannemann: Nicht so faul sein, sich kraulen lassen vom Grautier.
    Kyra: Todesspirale trifft es ziemlich genau.

    Kein Link, nur Verschicke.

    Ohne Fleiß kein Preis. Das nennt man GRUNDLAGEN schaffen.

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Wir schreiben einen Aufsatz

    Ihr habt hoffentlich Metalldetektoren an der Eingängen des Instituts aufgestellt?

    Ich könnte mir auch vorstellen, daß ein Internat angeschlossen ist - mit Gittern an den Fenstern.

    Gruß
    K.

  6. #6
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    AW: Wir schreiben einen Aufsatz

    AufsatzII, Thema III

    1) Im Anfang war Zeus. Die griechischen Menschen dümpelten so vor sich hin, bis sie sich entschlossen, sich in Stadt- und Gemeindestaaten zusammenzufinden, den sog. Polis. Darüber herrschte zunächst der König, der Zeus unterstellt war. Man nennt diese Regierungsform Monarchie, die "Ein-Herrschaft". Einige Bonzen und Adlige des Landes hatten da bald keinen Bock mehr auf, und schlossen sich zusammen - die Aristokraten brachten die Herrschaftsform der Oligarchie hervor, d.h. ein paar wenige geben den vielen (Armen) eins auffe Mütze, wenn diese nicht spurten. Da hatten die Gebeutelten wiederum keinen Bock auf, zack, kamen ein paar Tyrannen daher, stifteten allg. Unfrieden und schließlich entstand die Herrschaft des Volkes, die Demokratie!
    Meiner Meinung nach ist die Demokratie auch konkrett Schrott, alldieweil der Pöbel keine Ahnung von nix hat, geschweige denn sich eine eigene Meinung bilden kann, die, wenn vorhanden, doch wiederum nur von ein paar Schlaubergern manipuliert wurde, weil die Schlauberger mächtig Knete ham und so mit den Medien allerhand Unsinn verbreiten können. Yep, so siehts aus im Staate Dänemark! Also müßten tatsächlich ein paar Schlaufüchse her, sagen wir aus jedem wissenschaftlichen Bereich einer, von den naturwissenschaftlichen Fuzzis bis hin zu den geisteswissenschaftlichen Freidenkern, die zusammen sollten quasi einen Regierungsclub bilden - was letztendlich einer Art Oligarchie entspräche -, der zum einen über die Bonzen, zum anderen aber auch über die Dumpfbacken ein wachsam Auge hat. Wenn ich nicht irre, schwebte Platon auch so eine elitäre Oligarchie vor, wobei ich noch mal betonen will, daß die dann wirklich was auf dem Kasten haben sollten und nicht nur kluge Sprüche von sich geben und repräsentatieren undso. So weit dazu!
    Was ich oben ganz vergaß, ist Diogenes. Das war wohl der erste Anarchist, der sich dachte, drauf geschissen auf das ganze Gequatsche, ich geh ins Fass!
    Anarchie fände ich auch ganz geil, aber das funktionierte nur, wenn der homo sapiens sapiens wirklich gut wäre und das erste Grundgesetz einhalten würde. Aber das ist Utopie und keine Staatsform, insofern ab dafür!

    2) Die Grundüberzeugung des Sokrates entspricht in etwa der, der legendären Rockband "Ton Steine Scherben", die in ihrem Liedlein "Keine Macht für niemand" es auf den Punkt brachten: "Wer das Geld hat, hat die Macht - und wer die Macht hat, hat das Recht!" Das war früher wie heute so und das fand Sokrates Kacke. Der Ankläger hat natürlich mächtig Muffe, daß das bestehende System aus den Fugen gerät und will Sokrates das Maul stopfen. Bestechung hätts vielleicht auch getan, in Russland klappt sowas ganz gut, aber in Griechenland hatten die eh schon alles, deswegen, die Idee mit dem Schierlingsbecher.
    Sprachlich ist das ganze in kurze, knappe Sätze gepackt, damits auch der letzte Hinterwäldler kapieren tut. (Ich bemühe mich auch darum...)

    3) Logo is das ein Widerspruch, aber holla, aber in dem zivilisiertesten Land, das unser Planet heutzutage vorzuweisen hat, gibbet heut noch die Todesstrafe, das hat nicht unbedingt mit Verstand zu tun, das ist zur Abschreckung und Gefügigmachung des Pöbels vorgesehen.

    4) Tja, hätt er machen können. Erhaben wäre die Vorstellung, daß er zu stolz war. Aber wahrscheinlich war er schlichtweg zu müde. So wie ich jetzt auch. Fini!

  7. #7
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Wir schreiben einen Aufsatz

    Durchschnittsfördernd ist Deine Arbeit nicht. Wie wäre es mit konkreter Textarbeit? Was bedeutet MUFFE? Na ja, davon könnte ich Dir noch mehr vortragen. Werd's am Mittwoch mal ausprobieren, was die lieben Kleinen von solch Gefasel halten. Wahrscheinlich bekommst Du Fanpost.

  8. #8
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    AW: Wir schreiben einen Aufsatz

    naja, in der kürze der zeit - immerhin war ich der erste, der abgab, hab bestanden und während die köpfe der anderen noch brodeln sitz ich schon im cafe, rauch mir eine und blinzel verträumt aus dem fenster - das wird sich wohl nie ändern...

    "Muffe" bedeutet übrigenz "Angst" - ich hab mächtig Muffesausen, d.h. ich mach mir gleich in die Hose vor Knie schlottern... - kennsu das nich? -
    ach ja und zum Durchschnitt noch: drauf geschissen...

  9. #9
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Wir schreiben einen Aufsatz

    Ich weiß, was Muffe- oder Fracksausen bedeutet. Doch wenn Du mit umgangssprachlichen Wendungen arbeitest, dann bitte in einen entsprechenden Kontext stellen, sonst im Text erklären. Denn am Anfang steht die Sachworterklärung; jeder will wissen, wie Du die Worte verstanden haben willst, wie Du überhaupt den Bezugsrahmen setzt..

    Ich glaube, Paul, ich werd in der Inhalts-, nicht in der Ausdrucksnote!, noch eine Etage tiefer fahren müssen. Dann wird es schon knapp mit dem Bestandenhaben.

  10. #10
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    AW: Wir schreiben einen Aufsatz

    Öha! Robert, komm, das muß doch wie gehen - wie wärs mit nem Zehner?...Zwanni?...

  11. #11
    Tochter aus gutem Hause Avatar von Klammer
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    AW: Wir schreiben einen Aufsatz

    Lieber Robert,
    dies ist ein Korb.

    In jeder Nacht, in der ich mein gramgebeugtes Haupt auf das Kissen bette und erneut einen verlorenen Tag beweinen muss, hält mich ein erfreulicher Gedanke aufrecht, der mir dann im Traume Flügel verleiht:
    Ich brauche keine Aufsätze mehr zu schreiben.
    Ich habe insgesamt 16 (!) Schuljahre lang Deutschunterricht erlitten und musste über Themen schreiben, die immer schon jemand vor mir erschöpfend behandelt hatte und denen ich nichts auch nur annähernd Bedeutsames hinzufügen konnte. Und selbst wenn es mir gelang: Der Lehrer wusste es besser.
    Es lebe das Erwachsenenleben: Keine Aufsätze über ausgelutschte Themen, keine Literaturgeschichte für schlichte Gemüter, kein Nachsitzen wegen versäumter Hausaufgabe, keine Noten mehr.
    Richte deinen Schülern aus, dass sie mir leid tun. (Ich weiß, das müsste man nach der N.R. großschreiben, aber ich halte das für idiotisch.)

    Gruß, Klammer
    Aber ein Traum - nikolaus-klammer.blog

  12. #12
    rodbertus
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    AW: Wir schreiben einen Aufsatz

    Es lebe das kleine Auftragswerk! klammer, Du siehst die Geschichte etwas verzwängt. Steck den Kopf raus aus der Brühe einer unglücklichen Schulzeit und schreib eine Geschichte, leicht und flockig geriert, mit einem Gedanken, der sich durchs Wortgestammel an die Spitze drängelt.
    Nun, wir wollen nichts erzwingen, auch durch Nichtzwinge.
    Paul, setzen!

  13. #13
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    AW: Wir schreiben einen Aufsatz

    na wenigstens ein bienchen wird doch drin sein - grummelgrummel... - dreißig?


  14. #14
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Wir schreiben einen Aufsatz

    Paul, ich danke Dir für Deine Mühe. Die anderen Mitglieder sollten sich was schämen. So ganz zum Spaß hab ich das nicht gemacht. Ich bin mit einzelnen sehr sauer und werde wieder restringent. Es fliegen wieder Köpfe. So nicht!

  15. #15
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    AW: Wir schreiben einen Aufsatz

    Hallo Robert,

    sein bitte nicht sauer, manchmal hat ein Mensch keine Zeit. Außerdem kann ich nicht so schnell etwas über 56 Rhetorikfiguren lernen, wie sie hier zu finden sind (falls es jemanden Interessiert) http://www.rhetorik.ch/Figuren/Figuren.html
    Wenn das Basiswissen fehlt, kann man so etwas nicht einfach aus dem Ärmel schälen.

    Kyra

    [Diese Nachricht wurde von Kyra am 25. Januar 2002 editiert.]

  16. #16
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Wir schreiben einen Aufsatz

    Hallo, Robert,

    danke für deine hilfreichen Anregungen, unvergessen auch die Bitte um Weihnachtsgeschichten in 2001. Nichts wurde ad acta gelegt, es ist nur so, daß die Raum-Zeit sich anders fügt, wenn man sich erst im Laufe von der Schulbank entfernt hat. Ja, man wird auch etwas faul.

    Scheiße auch: Zu Thema II ... Wo muß ich rescherschieren?

    @Kyra: Geil! Ich hab den link gleich unter die Favoriten gebettet und endlich verstanden, was Uisgeovid (wo mag er nur stecken?) einst a.a.O. mit "Apostroph" meinte! - Habt Dank, gütige Götter, die ihr allem Nied'ren abhold und ihm zum Trotz, nie schweigt...

    Supi, Pauli! Isch hon des gescheckt mit die Griesche, un des will Äbbes heese!! I gang abr au liabr oin saufe...

    Verbindlicher Gruß, h.

    (p.s. eventuelle Antworten lieber mailen, bevor der Chief am Pult wieder motzt, es werde getuschelt...)



    [Diese Nachricht wurde von hootch am 28. Januar 2002 editiert.]

  17. #17
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Wir schreiben einen Aufsatz

    hootch, den schick ich Dir auf Wunsch zu. Lies mal den Eingangstext, Nase!

    Wenn Du mir was Nettes schreibst, bekommst Du ein Fäßchen Tinte, wie Paul!

  18. #18
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    AW: Wir schreiben einen Aufsatz

    ...und das sind keine worthülsen, leere versprechungen nicht - bringt dir der postbote direkt frisch gezapfte tinte ins haus, wohlwahr!

  19. #19
    Rike
    Laufkundschaft

    AW: Wir schreiben einen Aufsatz

    Thema I: Drama von William Shakespeare
    Macbeth


    William Shakespeare, der im Jahre 1564 in London geboren worden ist, schrieb die Liebestragödie über Macbeth. Er war einer der bedeutendsten und einflussreichsten Dramatiker der Weltliteratur. Shakespeare war mit Anne Hathaway, die Tochter eines Gutsbesitzers, verheiratet. Viele Dinge, die in dem Drama geschehen, könnten mit seiner Ehe in Verbindung stehen.
    Die Ehe zwischen Lady Macbeth und Macbeth verläuft, soweit ich das einschätzen kann, sehr harmonisch. Sie lieben sich aber können leider keine Kinder bekommen. Es ist für mich ein Grund für Macbeths Handeln....
    Macbeth ist ein Drama und ist in fünf Akte aufgeteilt, so wie es die Dramentheorie vorschreibt. In der Exposition wird ein erster Eindruck über die handelnden Personen geben.
    Die Hexen treten zum ersten Mal auf und verkünden das Kommen Macbeths, der aus dem siegreichen Kampf gegen Norwegen Heim kommt. Macbeth ist ein Held. Er hat die Schlacht gewonnen er hat Mut und Patriotismus erwiesen.
    Um die Spannung im Drama zu steigern folgt das Klimax. Im zweiten Akt muss eine bedeutende Figur des Autors sterben. Duncan, der König von Schottland unterliegt dem Handeln Macbeths und seiner Geliebten.
    Später treten neue Personen auf und die Spannung senkt sich langsam und alles dreht sich scheinbar zum Guten. Aber nur scheinbar, denn ein Drama endet nie gut, die Katastrophe wird kommen.
    "Macbeth" ist ein typisches Werk für das Elisabethianische Theater, denn es ist konkret nach der Dramentheorie aufgebaut. Das Elisabethanische Theater wurde nach Elisabeth I.aus England benannt. Das Theater stützt sich auf eine kunstvolle Sprache der Stücke, auf eine hochentwickelte Sprachkunst und auf die Phantasie der Zuschauer, die in diesem Stück angeregt wird.

    Macbeth war ein tapferer Krieger, der für sein Land kämpfte und er hatte stets einen treuen Freund an seiner Seite. Er hieß Banquo.
    Als die beiden eines Tages von der Schlacht gegen Norwegen nach Hause kommen, verkünden die Hexen sein Erscheinen. Im 1. Aufzug, 1. Szene sagen drei Hexen: "Schön ist hässlich, hässlich schön: Schwebt durch Dunst und Nebelhohn."
    Sie wollen einen Fluch loswerden oder sagen einen Zauberspruch aufsagen um Macbeth für sich zu gewinnen. Die Hexen haben eigentlich keine große Bedeutung in der Geschichte, dennoch glaube ich das sie der ausschlaggebende Punkt für sein weiteres Handel sind.
    Die Hexen bringen ihn auf die Idee in der dritten Szene. Sie begrüßen ihn mit: "Heil dir, Macbeth, dir, künft'gen König, Heil!" Macbeth ist ein ehrlicher und guter Mann, wie ihn seine Frau Lady Macbeth beschreibt. (1.Akt, 5. Szene)
    Die Hexen sind nur eine Phantasieerscheinung von Macbeth und Banquo. Sie waren lange im Krieg und wer weiß schon, was für Kräuter sie gegessen haben um zu überleben oder die Schmerzen der Schlacht zu ertragen.
    Beim König angekommen wird kundgegeben, dass Melcom, der Sohn Duncans König von Schottland wird. Macbeth ist sehr verärgert darüber und sagt für sich: „Ha!Prinz von Cumberland! - Das ist ein Stein, Der muss, sonst fall ich übersprungen sein, weil er mich hemmt.“
    Man bekommt deutlich mit, dass Macbeth unbedingt König werden möchte und alles dafür machen würde.
    Lady Macbeth ist sehr enttäuscht, dass sie keinen Titel bekommen sie schafft es ihren Mann dazu zu bringen, den König Duncan umzubringen.
    Die Beiden führen eine wundervolle Beziehung und sie lieben sich. Der Eine würde für den Anderen alles tun, wie das in einer guten Ehe sein muss. Doch Lady schätzt Macbeth so ein, dass er damit nicht leben kann und nicht den Mut dazu hätte den König zu töten. Sie sagte, er sei nicht ohne Ergeiz doch fehle ihm die Bosheit. (1./5.)
    Sie führen den Mord gemeinsam durch, jeder hat seinen Teil getan.
    Macbeth jedoch bekommt ein schlechtes Gewissen, weil viele andere auch sterben werden
    und der König Duncan eigentlich ein guter und gerechter Mann gewesen ist. Macbeth bekam eine Auszeichnung als Heerführer die ihm aber nicht recht war. Sie halten trotzdem zusammen und lieben sich, doch später gibt Macbeth seiner Frau die Schuld, er hort immer wieder Stimmen und hat Angst.
    An einer gedeckten Tafel erscheint Macbeth der Geist von Banquo: “Banquos Geist kommt und setzt sich auf Macbeths Platz.“ (3./4. Zeile 1102)
    Macbeth weiß nicht was er machen soll und verkraftet diese Situation kein bisschen.
    Seine Frau holt ihn aus dieser verzwickten, fast verräterischen Situation heraus.
    Macbeth möchte unbedingt mit den Hexen sprechen, er glaubt an sie und „ruft“ sie damit er sein Gewissen beruhigen kann. Es ist eine Antizipation.
    Die Hexen treten wieder auf aber allein mit der Oberhexe Hekate. Sie sind nicht auf der Seite Macbeths, denn Hekate sagt: "Ihr dient dem verkehrten Sohn,..."(3./5. Zeile 1224)
    Im vierten Aufzug in der ersten Szene erscheinen die Hexen und zeigen Macbeth Könige, die über die Bühne gehen und auch Banquo, den Macbeth hat umbringen lassen, folgt den Königen in der Phantastischen Erscheinung.
    Banquo war wie am Anfang erwähnt ein treuer Freund von ihm, doch im Laufe des Dramas musste Macbeth Angst um seinen Platz haben. Die Hexen sagten im ersten Akt, der dritten Szene, dass Banquo stets geringer als Macbeth sein wird, er würde aber die Zeiten überdauern. Macbeth verlor seinen Freund und auch seine Frau. Es ist keine Liebesbeziehung mehr, nein. Eine Zweckbeziehung. Macbeth vermisst die Zeiten, in denen er ruhig und ohne schlechtes Gewissen durch das Leben gehen konnte.
    Seine Frau lag im Bett und hatte Wahnvorstellungen und Albträume. Der Arzt der bei ihr war, hörte was sie sagte, sie verriet sich: „Fort, verdammter Fleck! Fort, sag ich! - Eins, zwei! Nun, dann ist es Zeit es, es zu tun. „Die Hölle ist finster! - Pfui, mein Gemahl, pfui! [...] aber wer hätte gedacht, dass der alte Mann noch so viel Blut in sich hätte?“
    Macbeth bitten den Arzt seine Frau zu heilen, doch er sagte:“Hier muss der Kranke selbst das Mittel finden.“( 5./3. Zeile 1954).
    Sie stirbt. Ich gehe davon aus, dass Lady sich selbst umgebracht hat, weil sie mit dem Druck nicht zurecht gekommen ist. Macbeth störte das nicht, er hatte nur damit zu tun, zu überlegen, wie er das alles überleben würde. Im Laufe der ganzen Handlung des Buches wurde die Liebe zwischen den beiden immer weniger und immer bedeutungsloser.
    Die Soldaten kamen.
    Sie ergriffenen Macbeth. Die Hexen sagten zuvor, dass er nur von jemanden getötet werden könne, der nicht von einem Weib geboren. (4./1.)
    Macduff jedoch, einer der schottischen Edlen, wurde durch einen Kaiserschnitt geboren. Er tötete Macbeth.
    Mir hat dieses Buch recht gut gefallen und es erstaunt mich immer wieder wie leicht
    sich Menschen leiten lassen. Die Phantastischen Vorgänge des Dramas sind meiner Meinung nach Macbeths eigene Gedanken, die er so anderen nicht zeigen möchte. Er ruft die Hexen wenn, er Hilfe braucht, doch es wird dadurch nur schlimmer! Sie leiten ihn dazu böses zu machen...

  20. #20
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Wir schreiben einen Aufsatz

    Prinzip begriffen, Umsetzung nicht mal mangelhaft. Du springst, bewegst Dich auf mehreren Ebenen, die Du nicht zusammenbindest. Manchmal möchte ich mehr wissen, nicht nur ein einzelnes Wort. Wenn Du vermutest, gefällst Du mir, aber Du klebst zu sehr an der Aufgabenstellung. Hol aus und laß Deine Phantasie schweifen!

    Im Vergleich zu Paul hast Du Dich um Ergebnisse bemüht. Paul hat Dir aber etwas voraus: Er kontextuiert, Du bist nur paraphrasisch. So lautet die Fachbezeichnung für (beinahe) beschreibende Handlungswiedergabe. Dafür sind wir ein bißchen zu weise, uns noch mit Handlungsabläufen zu befassen.
    Deine These der übergreifenden Phantasie in die Handlungsabläufe des Dramas, also dieses Übergreifen aus dem Unbewußten ins Bewußte zeigt mir, daß Du den Kern der Handlungen begriffen hast, es also besser könntest, denn es gehört schon sehr viel menschliche Kenntnis dazu, hier eine solche These aufzustellen und auch zu exemplifizieren. Bravo, Rike! Dafür ein Lob. Für die Umsetzung bekommst Du einen Fünfer, selbst wenn ich die Rechtschreibung mal außen vor lasse. Dann würde es noch düstrer aussehen.

    Fazit: Also Paul ist zwar fast durchgefallen, hat sich aber doch noch an seinen lichten Haaren aus dem Sumpf gezogen. Du hast gerade so bestanden, leuchtest aber im Dunkeln nicht. Daran müssen wir noch arbeiten.

    P.S. Es gefällt mir.

  21. #21
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Wir schreiben einen Aufsatz

    Es ist wirklich amüsant zu lesen, wie sich tatsächlich Formatiker abmühen, dem Lehrer Robert zu gefallen und sich dann doch die typischen Lehrerallüren gefallen lassen.
    Lehrer haben anscheinend immer ein Hang zum Sadismus. Sie stellen (in der Regel) unsinnige Aufgaben, quälen mit Ihren eingeschränkten Fragestellungen, in denen sie meist, vorgefertigte, gelernte Thesen übernehmen - und lassen dann die Schüler vor sich hin stammeln, um ihnen danach zu erzählen, wie es besser wäre. Sie sind Lehrplanfetischisten, um die, meist idiotischen, Vorgaben des Kultusministeriums (das häufig von Analphabeten geführt wird) pflichtgetreu umzusetzen. Wo bleibt Raum für Phantasie, für eigene Fragestellungen, für Kreativität, für Orginalität. Nein wir stanzen hier Menschen, richten sie für den Arbeitsprozeß, so wie er in der ersten Hälfte des letzen Jahrhunderts gefordert war, ab. Das Problem der Lehrer steckt in ihrem eigenen Denkschema, das so beschränkt ist, wie nun mal ihre in der Schule gesammelte Erfahrung es zu läßt.
    Gruß hagen

  22. #22
    rodbertus
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    AW: Wir schreiben einen Aufsatz

    Kann leider nicht erkennen, zu welchem Thema der letzte Beitrag verfaßt worden sein sollte.

    Im übrigen lese ich ich hinsichtlich der semantsichen Leerstellen da ein gehörig Maß an Lehrerschelte heraus. Ach Gottchen!

  23. #23
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Wir schreiben einen Aufsatz

    Hallo Hagen,

    ich denke, nicht alle Lehrer sind so. Ich hatte eine tolle Deutschlehrerin. So jemand kann einem auch Türen öffnen, an denen man achtlos vorbeigegangen wäre. Jeder braucht mal einen Hinweis. Manchmal reicht vielleicht schon, zu merken, daß man nach der Schule nie wider Shakespeares Macbeth gelesen hat. Vielleicht werde ich nicht alt genug um all die Dinge noch wissen und lernen zu können, die die ich gerne wüßte, aber immerhin weiß ich jetzt dass es verdammt viele rhetorische Figuren gibt und daß ich wieder Shakespeare lesen sollte.
    So entspannt sehe ich das.

    Kyra

  24. #24
    resurrector
    Laufkundschaft

    AW: Wir schreiben einen Aufsatz

    witzig, würde ich heute wieder machen wollen: bändchen mit aufsätzen zu themen, wie sie in der schule vorkommen könnten. leider gottes schreibt heute keiner mehr aufsätze freiwillig.

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