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Ergebnis 1 bis 7 von 7

Thema: Unser "Mein Haustier"-Ordner

  1. #1
    Tochter aus gutem Hause Avatar von anderedimension
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    Unser "Mein Haustier"-Ordner

    Der Wald ist nicht gerade dafür bekannt, dass sich dort die Einbrecher tummeln....höchsten um sich oder ihre Beute zu verstecken. Man trifft dort hauptsächlich Wanderer, Forstarbeiter, spielende Kinder, Pilze und vögelnde Eichhörnchen - allesamt mit nur wenig krimineller Energie. Und so ein Wildschwein ist zwar gefräßig, aber nicht doof. Es käme...wenn überhaupt...nur zum Fressen aufs Grundstück. - aber auch nur dann, wenn es außerhalb des Grundstückes nichts Eßbares mehr findet. Wäre dies der Fall, würde der Hund sie kaum davon abhalten könne. Selbst ein einzelner Wolf würde es sich gut überlegen eine Bache oder einen Keiler anzugreifen - ein solcher hat gerade vor ein paar Wochen einen Jäger in Brandenburg erlegt. Dem Jäger das Bein so dermaßen aufgeschlitzt, dass dieser innerhalb von Sekunden verblutete. Du hättest dein Grundstück von einem toskanischen Zitronenfalter namens Flatter bewachen lassen können...es wäre ebenso wenig passiert.

    Ich gehe mal davon aus, dass es sich bei dem Vierbeiner nicht um einen Jagdhund handelte?!? Denn der hätte die Grundstücksgrenze nicht mehr akzeptiert...solbald er Witterung von einem Beutetier, sagen wir mal einem Reh, aufgenommen hätte. Vermutlich handelte es sich um einen Pinneberger Couchdackel...oder so etwas in dieser Art- eine Fußhupe eben.

  2. #2

    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    @ Streusaltzwiese:

    Es gab viele, die am Anfang mit den aberwirtzigsten Ausreden auf dem Waldgrundstück herumgeschlichen sind. Sie kamen jedoch nicht wieder, als sie bermerkten, dass nun ein Wachhund auf die Grenzübertretungen achtet. Die "Absicht" bestand darin, die Neugier zu befriedigen, was sich im Jagdschlösschen so tut. Später bestand die Absicht mehr darin, dem Hund nicht zu begegnen, was die Neugier wohl überwog.

    @ anderedimension:

    Nee, die Wilschweine hat er todesmutig gestellt und langfristig vertrieben. Der Vormieter hatte eine Wildschweinphobie entwickelt. Das merken Tiere schnell. Als der Schäferhund-Collie-Rottweilermischling ein Jahr alt war, ließen sich die Wildschweine nicht mehr blicken. Im ersten Herbst wurde generalstabsmäßig der gesamte Wald umgegraben.

    Ein Reh hat der Guteste natürlich auch einmal "gestellt". Als die Wildschweine weg waren, kamen die Rehe regelmäßig, das wegzufuttern, was die Wildschweine nun nicht mehr im Entstehen ausbuddelten. Rehe bekommen eine Schockstarre, werden sie gestellt und der "erfolgreich" jagende Hund war ebenso überracht wie sein Herrchen. Solange das Reh für einen Hund nicht mit "Fressen" verbunden wird und sie ein Tier in dieser Größe nicht für jagdbare Beute halten, wollen sie nur "spielen". Er wunderte sich und begann, dem Reh die Schnauze abzulecken. Selbst als Herrchen dazukam, blieb das Reh wie angewurzelt stehen.

    Später gehörten Hund und Bewohner zum ungefährlichen Inventar des Reviers. Die Rehe brachten sogar ihre Kitze dort zur Welt. Was bei unseren Katze wohl einen Jagdtrieb auslöste und sie trieb sich nahe dieses versteckten und zugewucherten Rückzugsortes herum. Bis das Reh die Faxen dicke hatte, die Katze (öffentlichketiswirksam) einmal über das gesamte Areal trieb und sowohl ich, als auch der Hund dabei nur verwundert zusahen und ebenfalls wie angewurzelt stehenblieben. Wie die Katze mich völlig verwundert ansah, als sie hilfesuchend auf den Hund und mich zulief, war einfach erstaunlich. So erstaunt habe ich niemals eine Katze aus der Wäsche schauen sehen. "Damit" hatte sie auf keinen Fall gerechnet...

    Auch ein kleiner Wald bildet eine eigene Lebensgemeinschaft. In den ersten Jahren waren die Mücken zum Beispiel annähernd unerträglich. Wir riefen Vögel hinzu, indem wir sie im Winter jeden Tag mit Futter versorgten. Nach rund sieben Jahren saß ich im Vogelparadies und wunderte mich, warum es keine Mücken mehr im Wald gibt. Die Obergrenze des natürlichen Nahrungsangebotes über den Sommer war erreicht. Sie wurden gefressen, sobald sie sich irgendwo zeigten. Was ebenso an den Fledermäusen lag, die zum Anbruch der Nacht die letzten Quälgeister vertilgten.

    Außerhalb unseres Reviers gab es jedoch Rückzugspunkte für die Wildschweine, dort ließen wir sie in Ruhe. Mehr als einmal zeigten die Wildschweine dort die Grenzen der "Bedürfniskommunikation" auf. Wildschweine "wissen" sogar, wann ein Förster wehrlos, weil unbewaffnet ist. Traf mal einen Förster, dessen Jagdhund von einem Keiler die gesamte Bauchdecke aufgerissen worden war und er konnte nur tatenlos danebenstehen und zusehen. Beim Auszeichnen von Bäumen ist er einer Dickung zu nahe gekommen und er hatte keine Waffe dabei. Es kommt immer darauf an, wie man in den Wald hineinruft, bevor man angegriffen wird.

    Im Prinzip sind auch diese "Interessenausgleiche" innerhalb eines Lebenssystem von Kooperation geprägt. Womit ich einen "Stein im Brett" gewann, war eher eine symbolische Handlung. In einem wirklich schweinekalten Winter, als die Wildschweine trotzdem im Herbst zuvor nicht den Wald umgegraben haben und sie sich von meinem Hund haben (ohne "richtigen" Kampf) vertreiben lassen haben, "belohnte" ich sie, indem ich ihnen warme Pellkartoffeln an ihre Dickung brachte. Ich musste wohl bemerkt haben, wie sie erwogen haben, mich anzugreifen. Ich blieb dann stehen und ließ erstmal den Duft der Kartoffeln vorangehen. Offenheit ermöglicht Kooperation auch mit dem Tierreich. Die Wildschweine hätten meinem Hund mehrfach eine schmerzliche Lehre erteilen müssen, er hatte an sich mehr Glück als Verstand. Was die Wildschweine wohl letztlich überzeugt haben muss, war der Todesmut, mit dem der gute Moses mehrfach unser Revier verteidigte. Drei Schritte vor und todesmutig einen Angriff andeuten, dann zwei Schritte zurück und vorsichtig gucken, ob Herrchen das auch würdigt...

    Das wird ihn Überwindung gekostet haben. Er wurde nicht zur Wildschwienjagd abgerichtet, er hat das ganz einfach aus einer Liebe heraus getan, die größer als die Angst wer. Wohl deshalb hat er manchmal auf die Gründe für Liebe zurückgeblickt. Nee, echt, Moses war wirklich ein besonderer Hund. Er besaß eine Freiheit (im Vergleich mit Nicht-Waldhunden) die er vielfach als Liebe zurückgab. Auf "Druck" hat er konsequent überhaupt nicht nicht reagiert. Was ich lernen musste, war, dass ein Hund immer auf die Gedanken seiner Bezugspersonen reagiert. Natürlich haben wir mit einem Rottweiler-Mischling auch eine Hundeschule der Jägerschaft besucht. Dort lernte ich, die Präsenz im Geiste des Hundes kontinuierlich aufrechterhalten zu müssen. Was im Prinzip eine Folge angewandter Meditationspraxis was und SOFORT vom Trainer bemerkt wurde. Er schaute mich nach dem "Lenken des Hundes durch den Geist" an und meinte, obwohl ich kein weiteres Kommando als das Handzeichen zum Ablegen gab: "Das" haben Sie aber gut gemacht". "Das" war der Moment, als ich mein Bewusstsein mit dem des Hundes verband. Danach hörte er darauf, was ich gedanklich von ihm erwartete. Bis auf die Momente, in denen die Hormone mit ihm durchgingen. Da konnte es dann sein, dass er ein läufiges Weibchen, wie ein echter Kavallier, bis nach Hause begleitete. Aber unbewusst habe ich ihm wohl auch das gegönnt.

    Für die anderen Hundesbesitzer nicht ganz so toll. Einmal musste ich ihn bei dem Besitzer der netten Berner-Sennen-Hündin abholen. Sie wurden ihn einfach nicht mehr los und gingen ratlos nach Hause. Nach langem Suchen fand ich dann einen Zettel mit Telefonnummer an der Haustür, und der Information, wo ich meinen Hund abholen könnte. Sie konnten ihn auf die Terasse lotsen und aussperren, bevor Alimente hätten fällig werden können. Er war ja nicht gefährlich, sondern hatte einfach einen äußerst starken Willen. Insofern passte der Name zum Charakter des Hundes. Doch diesen starken Willen konnte Moses der Liebe unterordnen. Wir könnten viel von der Kooperation mit dem Lebenssystem lernen, von dem wir noch nicht wissen, was es bedeutet.
    Geändert von Michael (11.02.18 um 13:03 Uhr)

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Zitat Zitat von Michael Beitrag anzeigen
    @ Streusaltzwiese:

    Es gab viele, die am Anfang mit den aberwirtzigsten Ausreden auf dem Waldgrundstück herumgeschlichen sind. Sie kamen jedoch nicht wieder, als sie bermerkten, dass nun ein Wachhund auf die Grenzübertretungen achtet. Die "Absicht" bestand darin, die Neugier zu befriedigen, was sich im Jagdschlösschen so tut. Später bestand die Absicht mehr darin, dem Hund nicht zu begegnen, was die Neugier wohl überwog.
    Das Grundstück war nicht eingezäunt. Da stellt sich die Frage wie ein argloser Spaziergänger erkennen konnte, wo die Grenze zwischen öffentlichem Grund und Privatbesitz verlief. Und es stellt sich die Frage wie der Hund wusste wo diese Grenze war.

    Ich habe schon mal unangehme Erfahrungen mit so einem freilaufenden Wachköter machen müssen: Als ich auf einer öffentlichen Straße radelte, schoss plötzlich ein Hund aus einem nahe gelegenen Bauernhof auf mich zu und biss mich ins Bein.

  4. #4
    Tochter aus gutem Hause Avatar von anderedimension
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    AW: Unser "Mein Haustier"-Ordner

    Auch so ein Wildschwein geht den Weg des geringsten Widerstandes - es müsste vor einem Hund keine Angst haben, aber man muss es ja nicht drauf ankommen lassen. Und instimktiv weiß es vermutlich, dass dem Hund nicht selten das Herrchen... im schlimmsten Fall der Jäger folgt. Ist ja wieder richtig was los in unseren Wäldern - das Wisent, der Wolf...vielleicht auch bald der Bär - und vielleicht gelingt es uns ja den Dino zu reproduzieren, dann wird der Waldspaziergang endlich zum echten Erlebnis. Der Wolf hat sich unerwartet sehr stark vermehrt und könnte bald schon zum Problem werden. Einzelne Problemwölfe wurden schon geschossen - einer von ihnen spürte einer Spaziergängerin nach, ein anderer kam bis in die Dörfer - ein untypisches Verhalten für einen Wolf. Vielleicht hat er Rotkäppchen gesucht.

  5. #5

    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Zitat Zitat von Streusalzwiese Beitrag anzeigen
    Das Grundstück war nicht eingezäunt. Da stellt sich die Frage wie ein argloser Spaziergänger erkennen konnte, wo die Grenze zwischen öffentlichem Grund und Privatbesitz verlief. Und es stellt sich die Frage wie der Hund wusste wo diese Grenze war.

    Ich habe schon mal unangehme Erfahrungen mit so einem freilaufenden Wachköter machen müssen: Als ich auf einer öffentlichen Straße radelte, schoss plötzlich ein Hund aus einem nahe gelegenen Bauernhof auf mich zu und biss mich ins Bein.
    Es führte ein Sandweg durch den Wald, der für Menschen diese Grenze bildete. Spaziergänger und Radfahrer ohne Hund kamen unbehelligt vorbei. Deine Frage ist jedoch berechtigt: Bei Hunden, die ihre Menschen dort langführten, gehörte der Weg zu seinem Revier. Das hab ich nicht geschafft: das Grundstück und den Weg für den Hund nicht zu einer Einheit werden zu lassen.

    Bauernhofhunde sind da was ganz anderes. Einer stromerte zuweilen auch im Wald herum und daher verstehe ich Deinen Einwand gut. Es sind aber eher Problembauern, keine Problemhunde...

    "Zwischenfälle", dass der Hund meiner Aufsicht entwischt wäre, kamen zum Glück nur mit anderen Hunden vor. Auch dann waren sie meiner Unaufmerksamkeit geschuldet, also wäre nicht einmal der Hund schuld, sondern seine Aufsichtsperson.

  6. #6

    AW: Unser "Mein Haustier"-Ordner

    Nee, wenn die meist männlichen Jungwölfe ein eigenes Revier suchen müssen, werden sie von den Dorfhündinnen geradezu magisch in die Ortschaften gelockt. Ein Freund, der häufig in Polen auf einem Bauernhof war, erzählte mir, wie dort mit Hunden umgegangen wird: Tagsüber kommen sie an die Kette. Nachts dürfen sie herumstreunen. Daher kommt es nicht selten vor, dass Mischlinge zwischen Wolf und Hund die Folge sind.

    Von Hunderüden wird ein Alpha-Weibchen eher seltener gedeckt, doch müssen diese Nachkommen dann eingefangen werden, weil sonst die Hofhundeigenschaften die Scheu vor Menschen "wegzüchten" würde. Diese Hybriden sind in einigen Teilen Europas das eigentiche Problem.

    Mit den Wildschweinen gebe ich Dir recht: Sie weichen unnötigen Konfrontationen zumeist aus. Allerdings sind sie echt intelligent: Aus "Rache" oder "Revierverhalten" hatte es sich eine Wildsau zur Gewohnheit gemacht, im Winter, bei den unerlässlich ausgiebigen Spaziergängen vor der Arbeit, so gut wie immer mitten auf dem Weg zu stehen, den ich einschlagen musste. "Bis dahin und keinen Schritt weiter", war wohl die Aussage dahinter. Sobald ich im Dunkeln mit der Taschenlampe den Weg entlangleuchtete, sah ich in die bernsteinfarbenen Augen. Wie das mit dem Timing klappte, weiß ich bis heute nicht.

    Wenn ich mit dem Hund im Dunkeln unbeabsichtigt zu nahe an die Wildschweine auf den angrenzenden Wiesen kam, reichte meist ein verächtliches Schnauben, mich und den Hund erfolgreich zum beschleunigten Weitergehen aufzufordern. Sie wissen an sich ganz gut mit Menschen umzugehen.

    Es zeigt sich beim Verhalten der Wölfe, dass keinerlei Bejagung zu veränderten Verhaltensweisen führt. Wurde gleichfalls bei Bären in Südosteuropa festgestellt: Ein gewisser Jagddruck muss erhalten bleiben, sonst tanzen die Bären den Menschen auf der Nase herum. Sie wissen, dass sie im schlimmsten Fall vertrieben, doch niemals erschossen werden.

    Was die Pobleme bei der rasant wachsenden Wildschweinpopulation sind, ist einmal der zunehmende Maisanbau und auf der anderen Seite das Unwissen all der Freizeitjäger darüber, nicht die Leitbache abschießen zu dürfen, da sich alle anderen Weibchen dann mit Nachwuchs schmücken dürfen, was zuvor Privileg der Leitbache war. Die Leitbachen zu erkennen und im Bestand zu belassen, erfordert jedoch eine gute Beobachtung des Bestandes. Was für die meisten Freizeitjäger keine Rolle spielt.

    Daneben fördert die Überbevölkerung der Wälder und landwirtschaftlichen Flächen mit Wildschweinen natürlich die Gefahr der Ausbreitung der Schweinepest. Weil Menschen so blöde sind, ihre Wurstbrote mit Schwein an Schweine zu verfüttern. Es ist ganz schön was los in unseren Wäldern, weil die Population an Widschweinen einen kritischen Punkt überschritten hat.

    In Kapstadt müssen die Ratten jetzt schon mit Gewehren abgeknallt werden, weil Gifte nicht mehr wirken.

  7. #7
    Tochter aus gutem Hause Avatar von anderedimension
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    AW: Unser "Mein Haustier"-Ordner

    Ja, die Ratte ist ein Erfolgsmodell der Natur...und nicht nur in Kapstadt eine Plage. Ich bin im März, mehr oder weniger unfreiwillig, für ein paar Tage in Pretoria, der Haupstadt...da sind Ratten noch das kleinste Problem. In Kapstadt hätte ich ja wenigstens das Meer vor der Nase...aber Pretoria?´.......da ist nix - und als Weiser bist du dort auch so etwas wie eine Ratte. Die meisten Menschen glauben ja Südafrika wäre fest in der Hand der Weisen...aber das stimmt nur für manche Regionen.

    Die Ratte, weil wir es gerade von ihr haben, hat zu unrecht einen solch schlechten Ruf. Vermutlich wegen der Pest...die man fälschlicherweise den Ratten andichtete. Die Ratte kann so gut wie alles...schwimmen...klettern...tauchen...springen. ..kriechen - sie ist intelligent und sehr anpassungsfähig. Sie hat viel mit uns gemeinsam...sucht unsere Nähe - kein Wunder, liefern ihr die Nahrung frei Haus. Einer meiner früheren Freund lag mal für Tage im Krankenhaus...weil ihm...als er den Eselstall ausmistete....eine Ratte an die Kehle sprang und zubiss. Er hatte sie unabsichtlich in die Ecke gedrängt.

    Und noch etwas ist bemerkenswert: Die Ratte überlebte sogar in Gebieten, in denen man nukleare Waffen testete. Sie wird uns also vermutlich überleben.

    Mit den Wildschweinen müssen wir leben....mit den Wölfen können wir leben. Damit muss es dann aber auch gut sein. Sollte jemand auf die Idee kommen Bären bei uns anzusiedeln...dann habe ich neben der katholischen Kirche einen weiteren Feind. Vermutlich wird es auch so kommen; gibt man den Tierromantikern den kleinen Finger....dann greifen sie nach der ganzen Hand. Aber selbst die geben zu (immerhin), dass sie den Wolf unterschätzten. Kaum isser da...wird er auch schon lästig - kommt...wie wir Menschen auch...sehr schnell in einen Blutrausch. Da kann dir so mancher Schäfer ein Lied von singen.

    Stelle dir mal vor der Wolf wäre das domierende Lebewesen auf der Erde - glaubst Du er würde Menschen in unseren Wäldern ansiedeln? Würde er gewiss nicht tun - warum auch? Warum machen wir Menschen so etwas? Sind wir hoffnungslose Romantiker?
    Warum buddeln wir überall auf der Erde versunkene Städte, Stätten und Gräber aus? Ich finde ja den Beruf des Archäologen klasse, aber macht er auch Sinn? Wir haben vermutlich schon Milliarden Tongefäße ausgegraben und suchen immer noch welche - wozu? Wir beschäftigen uns mehr mit der Vergangenheit...und weniger mit der Zukunft. Ist nicht genau das die Masche der Religionen? Sie machen uns vor der Zukunft eine solche Angst, dass wir uns lieber mit der Vergangenheit befassen. Ist die Ansiedlung der Wölfe so eine Art Schuldbegleichung? Eine Schuld...die wir gar nicht haben...die wir uns aber gerne einreden lassen."Schön blöd, der Mensch"...wird der Wolf sich denken.
    Geändert von anderedimension (13.02.18 um 21:25 Uhr)

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