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Thema: Esther II

  1. #1
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    Post Esther II

    Esther II

    Es dämmert bereits, und sie sind immer noch nicht angekommen. Wir stehen an Deck, die Hände unter den Achseln und sehen zu der Steinbrücke hinauf, über die das Auto kommen müsste. Wir warten schon seit drei Stunden und die Dunkelheit wird es schwierig machen, das Schiff zu finden. Der Wasserspiegel des Kanals liegt tief zwischen den Wiesen. Einer beginnt die Schiffslichter einzuschalten. Wir entzünden auch einige Fackeln. Jemand versuchen zu telefonieren. Wir stecken in einem Funkloch.
    Die Dunkelheit scheint plötzlich gekommen zu sein. Eben war der Brückenbogen noch deutlich von der Böschung zu unterscheiden.
    Die Dinge schmiegen sich immer dichter ineinander, gehen scheinbare Verbindungen ein, die sie im Morgendämmer wieder lösen. Wir starren in ländliche Finsternis.
    Unsere Augen suchen in der Schwärze nach Autoscheinwerfern. Wir stehen in der feuchten Kühle des Flussabends und warten auf Esther. Sie wird von ihrer Mutter hierher gefahren.
    Einer meint jenseits der Felder ein Licht zu sehen. Für uns alle ist es ungewohnt, nach einem Licht Ausschau zu halten. Zudem ist es wegen der Deckbeleuchtung schwierig, die Pupillen an die Dunkelheit zu gewöhnen. Deshalb entfernen sich einige vom Schiff. Aber erst nachdem die Brücke unterschritten ist, sieht man wieder die Dichte der Nacht.
    Das winzige Licht trennte sich zu zwei Strahlen. Tatsächlich nähert sich ein Auto.
    Losgelassen beginnen wir mit den Teerfackeln zu schwenken. Die Scheinwerfer verschwinden plötzlich und wir senken enttäuscht die Flammen. Es ist nur eine Kurve gewesen, sobald die Lichtkegel wieder erscheinen, schwingen wir die Lichter wieder - mit noch größerem Eifer. Langsam kommen sie näher. Sie haben die Straße verfehlt und nähern sich über einen Feldweg.
    Die nächste halbe Stunde ist ein Rufen, Umarmen, nach Taschen greifen - dies alles vom Gebell der Hunde untermalt.
    Esther kann nicht aufrecht über den schwankenden Steg auf das Schiff gehen. Ohne verlegen zu werden, kriecht sie auf allen Vieren an Deck.
    Wir wollen nicht hinsehen. Die paar Holzstufen in die Kajüte hinab, kann sie ohne Hilfe gehen.
    Wir sitzen an Bänken um den langen schmalen Tisch herum. Esther ist trotz der langen Fahrt nicht müde. Sie scheint von Innen zu leuchten. Das sagt man so. Früher hat man Lampenschirme aus Häuten gemacht. Es ist schlecht für Menschen zu leuchten.
    Wir unterhalten uns, scherzen. Dann holt einer das Logbuch und wir schmücken die Geschichten von der bisherigen Fahrt mutwillig mit Übertreibungen aus.
    Esther hört uns fröhlich zu, bemerkt die Ausschmückungen, lacht, während sie mit uns die viel zu weichen Spagetti isst.
    Als wir unter Deck gehen, ist der Raum noch unbehaglich kühl. Aber kaum ist der Ofen entfacht, wird es schnell sehr warm. Esther blickt uns eine Sekunde abschätzend an, dann nimmt sie ihre blaue Mütze vom Kopf. Wie zart und hilflos sieht ein junges Gesicht aus, wenn keine Haare ihm Robustheit geben. Wir achten darauf, es nicht zu bemerken. Sie fährt sich unbefangen über den bloßen Kopf und meint, wie angenehm es in dieser Hitze sei, kein Haar zu haben.
    Einer von uns hat sich heute den Fuß verstaucht. Scheinbar unauffällig legt er ihn auf einen Hocker. Bei Nachfragen winkt er lässig ab.
    Später spielen wir Karten. Esther ist eine gute Spielerin, einige verdächtigen sie sogar zu schummeln. Diesen Vorwurf weist sie Augenzwinkernd zurück.
    Am nächsten Morgen verabschiedet sich Esther von ihrer Mutter. Am Abend würde sie an unserm nächsten Liegeplatz wieder zu uns stoßen. Esther sitzt auf dem Deck des Kahns. Sie sieht nach oben in den blanken Sommerhimmel, kneift die Augen zusammen und winkt der Mutter, die oben auf der Brücke steht. Als wir in den Brückenschatten kommen, entspannt sich ihr Gesicht.
    Ich bin nicht in die Halle gegangen, um sie noch einmal zu sehen.

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Esther II

    Möh! Grottig. Wiederholungen und Absätze im Denken, die durch Geplapper gefüllt werden. Keine Textarbeit. Formuliere den Text bitte anders. Streich wenigstens fünfundsechzig erweiterte Infinitive und UND-Konstruktionen (Hypotaxen), dann laß Dir durch den Kopf gehen, worum es geht. Ein Vorspiel? Klar doch. Mach nur eins. Aber kennzeichne es!

  3. #3
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Esther II

    Möh! Grottig.
    ichweißichweißichweiß! Ich glaube ich muss sie noch abliegen lassen. Auf ein Jahr kommt es nicht mehr an

    ich hasse diesen Text!!!

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