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Thema: recordable

  1. #1
    liwjatan
    Laufkundschaft

    Post recordable

    Asic ist nun bei mir und sie ist meine Freundin, oder so was in der Art. Die Augen geschlossen sitzt sie auf meinem Becken, ihre Brüste wogen in einem noch sanften Rhythmus, welcher aber bald härter und fordernder werden muss, winzige Schweißperlen spielen um ihre Oberlippe, aus der Anlage quillt irgendwas von Massive Attac und lichtbraune Nylons verstärken den natürlichen Farbton ihrer Beine. Als sie sich zu mir herab beugt, berühren ihre Nippel meinen Brustkorb und ich fahre mit den Fingerkuppen meiner rechten Hand durch ihre Arschspalte, nur um zu sehen wie sich dort die Haut anfühlt - sie ist weich und angenehm, etwas uneben durch die Struktur des Ringmuskels, welcher sich nach meiner Berührung dehnt und verlockt den Finger hineinzuschieben. Doch den Gefallen tue ich ihr nicht, ich möchte sie jetzt so nehmen, dass ich die Harmonie von Gesicht, Busen, Bauch und Fut mit einem Blick beurteilen kann, und deshalb umfasse ich ihre Taille, rolle sie (meinen Schwanz hält sie noch immer fest umklammert) auf den Rücken und ziehe meinen Phallus in dem Moment aus der warmen Feuchte des Schoßes, als ihr Unterleib sich für einen kurzen Moment entkrampft. Wie in Zeitlupe stecke ich ihn wieder in sie hinein und erkunde mit meiner pulsenden Eichel die Form des Muttermundes, welchen ich mir wie ein Art Vulkankrater vorstelle, und als Asic meine Eier ergeben krauelt bin ich absolut hin und weg von dem Gedanken, dass durch diese winzige Öffnung ein Baby gekrochen kommen könnte, eines Tages vielleicht, doch bei Asics Beruhigungsmittelkonsums, wäre es bestimmt behindert, hätte keine Arme, vielleicht drei Beine, was weiß ich, man hört genug von diesem Scheiß. Sie berührt streichelnd meinen harten Bauch und es törnt mich total an, als sie ihre Hände auf meine Beckenknochen legt um mit sanfter Kraft gegen die verlangenden Stöße zu drücken - fast so, als wollte sie nicht das ich sie ficke. Ihren Nacken umfassend ziehe ich sie zu mir, worauf sie den Kopf nach hinten fallen lässt, den Mund ein wenig öffnet, um heiße Luft in diese, unsere Szene zu stoßen. Und ich feuere sie flüsternd an, frage ob es geil ist, was ich so mit ihr mache und sie sagt, dass mein Schwanz heute besonders groß sei, mehrere Stellungswechsel folgen, und jetzt knie ich mich über ihr Gesicht, und sie weiß sofort was geht, und nimmt meinen Penis ohne mit der Wimper zu zucken gierig in ihren Mund - saugt ekstatisch, angefeatured mit gurralen Lauten daran herum. Aus dem Fenster blickend spiele ich mit dem silbernen Ring, welcher sich durch ihren Kitzler windet und fahre mit meinem Mittelfinger durch das feuchte Tal ihrer Schamlippen um ihn kurz darauf in einer fleischigen Höhle zu versenken, welche meinen Finger sanft schluckend in sich aufnimmt. Und die CD ist zu Ende, und ich weiß nicht wie lange schon, nur das Rauschen der Boxen und unsere schweren Atem erfüllen den Raum, der Point of no Return steht kurz bevor und Asic legt ihre Hand auf einen meiner angespannten Oberschenkel, mit der anderen massiert sie mir stöhnend den Schaft. Ich ejakuliere ihr ins Gesicht, auf die mit Mascara verzierten Augen, in ihren bebenden Mund und glibberiges Sperma verfängt sich in den schwarzen Haaren, und ich bin ein wenig enttäuscht, da sie es heute nicht so richtig schluckt. Ich lecke meinen eigenen, heißen Saft von ihren Augenlidern und dann küssen wir uns ohne die Lippen aufeinander zu pressen, die Zungen spielen miteinander, verknoten sich fast. Wir lassen ab, liegen stumm nebeneinander, betrachten unsere Körper, und sie sagt meine Augen seien dunkle Krater, steht auf, geht ins Bad, ihr Hintern ist gerötet durch die Arbeit meiner Hände, und ich mache das Bett, während sie sich duscht und entscheide spontan, dass ich erst morgen ein neues Laken über die durchgeschwitzte Liegefläche spannen werde. Jetzt, The Cure, Alice in Chains oder Ebba Forsberg die Wahl fällt mir schwerer als ich dachte und als Asic im Bad die Spülung der Toilette betätigt, lege ich überraschend was von Jacques Louissier ein, aktiviere den Zufallsmodus und setzte mich nackt und rauchend auf die Bettkante. Dann warte ich darauf, dass der Genozid meiner Samenzellen im Bad ein Ende nimmt und bin mir bewusst, dass viel zu viel Erbmaterial in die Kanalisation gespült wird.

    An meinem fünfzehnten Geburtstag war meine Mutter nicht da, aber sie hatte meiner Schwester und mir etwas Geld auf den Küchentisch gelegt, versteckt in einer Karte auf der eine blöde Maus aus einer Torte sprang und mit einem Herzlichen Glückwunsch vergeblich versuchte mir zu gratulieren. Und nachdem wir jeder ein Stück von dem nicht selbstgebackenen Kuchen gegessen hatten, fuhren wir mit der Tram erst zu meinen Großeltern und dann ohne sie, nachdem wir alle zusammen einen sinnlosen Film im Fernsehen anschauten, in den Heimatnaturgarten, wo wir unter Kastanienbäumen wässriges Erdbeereis aßen und das Stachelschwein, neben dem Rotwildgehege, mit Kieselsteinen bewarfen, da wir gehört hatten, dass diese Tiere unter Angst die Stacheln verlieren, und meine Schwester wollte unbedingt so eine Stachel haben um sie dann stolz ihren Freundinnen zu präsentieren. Doch das Schwein rannte nur wie blöde in seinem Käfig rum, und wir verloren nach einer Weile die Lust, und das Schwein keinen einzigen Stachel, und meine Hände waren schon ganz dreckig vom ständigen Kies aufsammeln, und irgendwie tat es mir dann auch ein bisschen leid. Stumm betrachteten wir es, wie es voller Furcht in der Ecke saß und mit seiner bebenden Schnauze die Luft nach einer weiteren drohenden Gefahr durchforschte, und wir waren völlig allein in diesem Moment - meine Schwester und ich - nur ein Düsenjet riss lautlos eine tiefe, weiße Wunde in den klaren Frühlingshimmel. Ich hatte Geburtstag, aber fühlte mich überhaupt nicht danach, doch wie empfindet man ein weiteres verlorenes Jahr, irgendwie konnte es mir damals niemand so richtig sagen.

    Am Abend ging meine Schwester dann zu einer Freundin, die ich aber nicht kannte und deshalb ging ich auch nicht mit, obwohl ich Lust dazu hatte, und meine Mutter war noch immer nicht zurück, und ich überlegte, ob ich mir allmählich Sorgen machen sollte, entschied mich dann aber für ein Buch, dass im Wohnzimmer neben anderen, über dem Fernseher stand. In diesem Buch, welches nicht sehr dick war und einen weißen Einband hatte, ging es um einen Jungen, der durch ein Fernglas, dass er von seinem Großvater geschenkt bekommen hatte, die Berggipfel und Wälder seiner Heimat betrachtete. Er gab Steinen Namen und war total verschossen in einen weißen Dampfer, der gelegentlich den Fluss hinuntertrieb. Doch das Lesen deprimierte mich und ich stierte deshalb, nachdem ich einen kleinen Joint geraucht hatte, aus dem Fenster, hinab auf die leeren, nächtlichen Straßen, solange, bis dieser Tag an dem ich ein Jahr älter geworden war, durch eine trunkene Müdigkeit, und dem einsam am Himmel leuchtenden Mond ersetzt wurde.


    Nur mit einem Stringtanga bekleidet kommt sie zurück ins Zimmer, streicht mir durch die Haare, möchte keine Zigarette, was mich ein wenig verwundert und während ich meine Sachen zusammensuche streift sie ein schwarzes Tanktop mit stilisiertem, tiefrotem Palmenprint über die dezent gebräunte Haut ihres Oberkörpers, steigt barfuss in eine schwarze Caprihose und streicht mit den Händen leise, aber hörbar über ihren Unterleib. Dort, wo die Ovarien im Innern wurzeln verweilt sie und blickt erst aus dem Fenster und dann mich an. Sehnsucht färbt ihren Blick und ich frage sie was so geht, halte erneut die Kippenschachtel in ihre Richtung, doch sie schüttelt traurig den Kopf. Ihre Augen glänzen mehr als vorher.
    „Ich bring dich runter“, sage ich und blase den letzten Zug meiner Zigarette in einen Strahl der untergehenden Sonne, welcher spitzwinklig durch das Fenster in mein Zimmer fällt und ziehe mich dann so schnell wie möglich an, da ich jetzt irgendwie meine Ruhe brauche.

    Und unten auf dem Hinterhof angekommen küsse ich sie auf die Stirn, bemerke den fauligen Geruch der moosgrünen Biotonne, welche verlassen und überfüllt neben dem verfallenen Geräteschuppen steht, jemand hat im Nachbarhaus seinem Radio einen Oldiesender zugemutet, ich sage „Komm gut nach Hause“ und versuche zu lächeln. Sie nickt, verschwindet für den heutigen Tag, welcher irgendwie cool begann, aber ich kann schon jetzt die Lichtlosigkeit hinter meinem Rücken spüren, die nur darauf wartet mich anzuspringen. Ich bekomme Angst und vor dem Aufstieg in meine Wohnung werfe ich noch einen Blick in den Briefkasten, ein Werbeprospekt für eine neue ultimative Damenbinde liegt darin und entgegen meines Entschlusses mich die Treppen hinauf zu quölen, laufe ich noch eine Weile ziellos auf dem Hof umher, rauche Zigaretten und beobachte die Fenster der Wohnungen, der mich umschließenden Häuser. Rechts oben im Nachbarhaus zieht der Wind eine Gardine nach draußen, sie flattert berührt von ziegelrotem Licht in der Abendsonne. Sonst ist alles still.

  2. #2
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: recordable

    Schön.

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Klammer
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    AW: recordable

    Lieber Leviathan,

    zuerst ist mir die Arroganz dieses Textes aufgefallen, die comichafte Überheblichkeit und Ichbezogenheit des Erzählers. Er ist ein Mann voller innerer Wunden, ein verletzter Held, aber - er ist ein Mann!
    Jeder zweite Film, den RTLII ab 23.OO Uhr bringt, erzählt mir von so einem Mann. Begegnet bin ich aber noch keinem.
    Dann war mir der Text zu oberflächlich, sprachlich und inhaltlich äußerst schlampig. Die Komma- und Grammatikfehler häuften sich und machten mir den Text zu einer unerfreulich anstrengenden Lektüre, aber daran kann man ja arbeiten.
    Jedoch die Nachlässigkeiten im Aufbau der Sprache töteten jede Stimmung; oft wurde dadurch komisch, was ernst gemeint war.
    Dazu fragte ich mich während des Lesens, was du mit der anfänglichen Pornografie erreichen willst, die wie ein Bleigewicht auf der Geschichte lastet. Wenn ich nicht nur einen geilen Wichsvorlage schreiben möchte, dann muss diese explizite Darstellung aus dem Inhalt und den Personen motiviert sein.
    Klar, es ist gerade wieder modern, pornografische Elemente in seinen Texten zu benutzen, sie sollten aber, denke ich, nur Mittel zum Zweck sein.
    Traust du der Pychologie deiner Personen so wenig zu, dass du sie mit so starken Farben überpinselst? Glaubst du, du kannst den Leser nicht anders bei der "Stange" halten? (Patina irrt, glaube ich, gerade auf dem gleichen Holzweg herum.)
    Habt du zu viel Houellebecq gelesen? Der kleine Faschist verdirbt den guten Stil, glaub es mir.

    Gruß, Klammer
    Aber ein Traum - http:\\klammerle.wordpress.com

  4. #4
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: recordable

    nun ja, das was klammer da sieht seh ich nun nicht... die arroganz, den mann innerer wunden usw. wie gesagt, das sehe ich nicht, aber was anderes auch nicht

    eine sexszene, dann ein rückblick - geburtstag, schweine werfen, joint rauchen - verabschiedung, noch eine rauchen im hof.

    soll das eine geschichte sein?

    bin ich aber auch eklig krittelig zur zeit...

    tt

  5. #5
    rodbertus
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    AW: recordable

    nehmen wir als Übung; nur fragt sich der Leser, ob er das nicht schon kennt? hast du keine andere spielwiese als diese? oder ist das dein thema?

  6. #6
    Luschka
    Laufkundschaft

    AW: recordable

    Liw, bist du das? Oder ist das ein Film? Wer sind diese schwachen Figuren? Und was soll das sinnlose Unterfangen, dem ganzen durch ein paar aufgepfropfte Einschübe psychologische Tiefe zu verleihen? Spermien und Embryos sind sch?ne Bilder, was? Das muss man verwursten bis zum get no.
    Du willst gar nicht, dass es hierbei um Sex geht. Du willst, dass es um dich geht, nicht wahr? Deshalb spritzt du auf ihr Mascara ab, um sie zu zeichnen, zu markieren. Du suchst nach einer Methode, dich aufzureißen, damit alle sehen können, was in dir alles drin ist. Und die Frau ist nur Instrument. Aber der Text ist unglaubwürdig. Nicht, dass er nicht realistisch wäre, er gehört nur nicht zu deiner Realität, denn er ist schlampig gearbeitet. Und er verweist auf einen krassen Egozentriker.

    Und das du die rising sons von massive attack da noch mit reinziehst ist für mich besonders bitter.
    Luschka

  7. #7
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: recordable

    Warum eigentlich lese ich in diesem Forum immer so elitär anmutende Klagelieder, durchwebt von hobbypsychologischen Geistesblitzen, bei denen unter fragwürdiger Zuhilfenahme einiger Kommaunsicherheiten der Verfall der guten Sitten betrauert wird.

    Einen Text schlichtweg von der Hand zu weisen, nur weil dessen Inhalt durch eine vorgefertigte Schablone - alternativ auch gerne durch den eigenen Heiligenschein - gepresst wurde und somit den tugendhaften Vorstellungen von guter Literatur, tiiiiiiefen Figuren (*omm*), sprachlich nach Schema F gefertigten Sätzen und einem korrekt nach dem Deutschbuch abgehandelten Spannungsablauf, bitteschön ohne sexuelle Handlungen, nicht dienlich sein mag, zeugt nicht von einer wahrhaftigen Auseinandersetzung, sondern eher einer gewohnheitsmäßigen Verwendung klischeelastiger DIN-Normen .

    Ich schließe mich gerne der Meinung Patinas an und sehe durchaus einen Zusammenhang zwischen kursiv eingefügtem Erinnerungsfragment und besagter Szene, welche allerdings auch ohne Schweinewerfen, Geburtstagstrauer und Joint ihren, ganz eigenen, Reiz hat.

  8. #8
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Klammer
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    AW: recordable

    Liebe andrea,

    sollte sich das gegen mich richten, dann hast du, denke ich, nichts von meiner Kritik verstanden.
    Schau mal, ich habe nichts gegen gut geschriebene Pornografie und auch nichts gegen irgendwelche Innenansichten von Menschen. Hier fand ich nichts davon.
    Inhalt des Textes: Nach dem Koitus ist das Tier traurig. Wenn das die ganze Botschaft des Textes ist, ist mir das zu billig.
    Und mit welchen Worten wird der Akt beschrieben?
    ...und als Asic meine Eier ergeben krauelt bin ich absolut hin und weg von dem Gedanken, ...
    ...und es törnt mich total an,...
    Es geht mir nicht um fehlende Kommas oder falsche Genitivbildungen, die natürlich stören, sondern um die Ausdrucksschwäche es Autors. Er beschreibt solch ein Gefühl mit "hin und weg" und "angetörnt" - boa, eh, voll fett krass, ey.
    Das ist einfach schlecht.
    Und einen Heiligenschein habe ich nicht, meine Texte werden hier ebenfalls oft genug kritisiert.
    Ich warte auch noch auf einen Kommentar von Leviathan, hier oder in einem anderen Ordner.

    Gruß, Klammer
    Aber ein Traum - http:\\klammerle.wordpress.com

  9. #9
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: recordable

    normalerweise sollte man ja auf sowas nicht mehr antworten. warum sollte man nämlich auf jemanden eingehen, der, bevor er irgendwem etwas unterstellt, wie das beharren auf sittlichen normen usw. (bin jetzt auch faul), anscheinend nicht fähig oder zu faul ist, längere zeit in einem forum mitzulesen, geschweige denn mitzuarbeiten.

    das war das letzte mal

    Punkt

    tt

  10. #10
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: recordable

    [..] vielmehr ist's jene Betriebsblindheit, welche sich hier mitunter (wohlbemerkt mitunter und nicht immer) in den Antworten findet, und die meines Erachtens aus ziemlich verfestigten Vorstellungen sowie einer Art germanistischen Regelwerk herrührt, welche eine unvoreingenommene Textarbeit etwas in Frage stellen. Sage ich jetzt mal so, nach mehrmonatigem Mitlesen in diesem Forum.

    Und was die Sprachweise des Protagonisten anbelangt (in denen neben "angetörnt" und "hin und weg" auch eine Vielzahl anderer Wortwendungen zu finden ist) lieber Klammer, so glaube ich, daß diese sicherlich auch auf sein Alter, Umfeld sowie die Umstände zurückzuführen ist, denn es mag mir sehr unglaubwürdig erscheinen, daß ein im mehrstöckigen Wohnhaus mit Hinterhof, überfüllter Biotonne und verfallenem Geräteschuppen wohnender Jugendlicher(?) auf gänzlich verschnörkelte Art und Weise den Liebesakt mit seiner "Freundin oder so" beschreibt, während draußen vielleicht gerade ein Stück Putz vom Haus fällt, und die dieser Szene folgende Leere womöglich zum nächsten Joint verleiten mag.


    Gruß
    a.

  11. #11
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Klammer
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    AW: recordable

    Liebe a.,

    ich wollte es nicht verschnörkelt (Was für ein Bild hast du eigentlich von mir, verflucht?) beschrieben wissen, sondern ordentlich. Ein Jugendlicher (??) beschreibt gar nicht. Er lebt, kritzelt vielleicht ein paar Worte in sein Tagebuch. Geschrieben wird von einem Autor, der Instanz hinter der Figur. Er ist, egal wie nah er seinem Protagonisten ist, nie mit ihm zu verwechseln. Der Autor, nicht der Jugendliche (??), erzählt eine Geschichte. Der Autor richtet sich mit ihr an ein Publikum.
    Nun, ich bin eben nicht das Publikum, deshalb darf ich aber trotzdem kritisieren. Und um kritisiert zu werden, steht diese Geschichte nun hier. Und ich mäkle aus meiner Warte, eine andere kenne ich nicht.

    Noch etwas, zum Text: Gibt es das wirklich, außer in Pornofilmen, dass ein Geschlechtsakt ganz selbstverständlich damit endet, dass er ihr ins Gesicht ejakuliert? Ist das nicht nur eine pubertäre, für Frauen erniedrigende und ekelhafte Fantasie, die zudem mit dem 'traurigen Tier' der Geschichte nichts zu tun hat? Wozu dient z. B. diese Szene im Text? Was würde sich für den Leser ändern, wenn sie fehlt?
    Aber klar, ich bin ja prüde und konservativ, wenn ich nach dem Sinn von Pornografie oder Splatter in einem Text frage.

    Gruß, Klammer
    Aber ein Traum - http:\\klammerle.wordpress.com

  12. #12
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    Question AW: recordable

    was ich ich mich immer wieder frage: wieso lassen diese andreas & co. uns eigentlich nicht an ihrem wissen teilhaben und melden sich erst, wenn sie meinen, jetzt müsse mal eingegriffen werden und wenn... dann holen wir doch gleich in ein paar pauschalen sätzen nach, was uns schon immer auf den nägeln brannte

    tt

  13. #13
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    AW: recordable

    Gibt es das wirklich, außer in Pornofilmen, dass ein Geschlechtsakt ganz selbstverständlich damit endet, dass er ihr ins Gesicht ejakuliert?

    Ja! Das ist auch nicht erniedrigend, wenn die Frau das so will. Männern ist es eher unangenehm, weil sie eben das Gefühl haben, eine Frau damit zu erniedrigen. Ich setzte mich ja auch einem Mann auf das Gesicht, oder?

  14. #14
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Klammer
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    AW: recordable

    Frühling lässt sein blaues Band...

    Gotheseidank gibt es für mich wichtigeres.
    Aber ein Traum - http:\\klammerle.wordpress.com

  15. #15
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    AW: recordable

    [quote]Ja! Das ist auch nicht erniedrigend, wenn die Frau das so will. Männern ist es eher unangenehm, weil sie eben das Gefühl haben, eine Frau damit zu erniedrigen. Ich setzte mich ja auch einem Mann auf das Gesicht, oder?['/quote]

    das finde ich nun wieder äußerst interessant. da kannst du mal sehen, wieviel wir über frauen wissen

    klammer, es gibt nix wichtigeres!

    tt

  16. #16
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: recordable

    Lieber Klammer,

    ich gebe ja zu, dass mir diese Mascara-Sache, alleine schon vom emma-standpunkt aus gesehen, nicht so richtig behagen mag, gleichwohl ich daraus nicht unbedingt einen tiefenpsychologischen Hintergrund ziehen würde; doch erzählt der Autor in der Ich-Erzählweise aus Sicht des Protagonisten, dann kann er diesem nicht Worte einflößen, welche er - als eigenständige Person - aus einer gewissen Distanz heraus, vielleicht anders gewählt hätte? Sie verstehen, was ich meine?


    Lieber Traumtänzer,

    jetzt stell Dich doch mal bitte nicht so an, wo ich Dir doch überhaupt nichts getan habe, sollte mir mein schreckliches Vergehen dennoch bewußt werde, werde ich natürlich umgehend Buße tun. Und wo, bitteschön, ist mein Co-Pilot, ich nehme mal an, Du hältst ihn gut versteckt, um ihn dann vor Gericht gegen mich zu verwenden.


    sodann also
    a.

  17. #17
    liwjatan
    Laufkundschaft

    AW: recordable

    shalom!

    nun, ich muss zugeben, es ist keine din a4 kurzgeschichte, sondern ein fragment, entnommen aus einem etwas längeren text, und ja, es ist mein thema. interessant, wenn nicht sogar etwas weit hergeholt, empfinde ich den vergleich zu den rtl-II mackern, und die behauptung, ICH würde auf ihr mascara abspritzen, kann nur von einer leserin stammen, die nicht bereit ist zu differenzieren. vielleicht fühlt sich frau sogar angegriffen, warum auch immer. ebenfalls war ich mir nicht bewusst, dass traumtänzer so leicht einschnappt, sonst hätte ich natürlich den rechner über nacht laufen lassen, und wäre aller zehn minuten aus dem bett gesprungen, um wie im wahn die f5 taste zu betätigen. es tut mit leid tt, und dass meine ich ganz ehrlich. andrea hat es irgendwie gecheckt und das beruhigt mich, vielleicht ist sie sogar in meinem alter, anzunehmen wäre es. liw

  18. #18
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: recordable

    liebe(r) liwajatan und a.,

    jetzt haben wir der missverständnisse aber massig. wie kommt ihr denn bloß darauf, ich sei eingeschnappt. zu diesem missverständnis trage ich zugegebenermaßen immer wieder selbst bei durch meinen stil, dabei will ich doch nur streiten. wobei ich mich frage liwjatan, wie besonders DU darauf kommst? durch deinen text?

    a., zu deiner frage mit den co.s: sie tauchen immer wieder auf.

    und: es war mein ABSOLUTER ERNST, dass ich gerne auch von eurem wissen profitieren würde.

    aber ihr werdet schon eure gründe haben.

    tt

  19. #19
    Luschka
    Laufkundschaft

    AW: recordable

    Original erstellt von liwjatan:
    shalom!

    nun, ich muss zugeben, es ist keine din a4 kurzgeschichte, sondern ein fragment, entnommen aus einem etwas längeren text
    Hm, ach so. Wir können das also gar nicht verstehen, was?

    interessant, wenn nicht sogar etwas weit hergeholt, empfinde ich den vergleich zu den rtl-II mackern

    Ich finde ihn nur weit her geholt.

    und die behauptung, ICH würde auf ihr mascara abspritzen, kann nur von einer leserin stammen, die nicht bereit ist zu differenzieren

    Nun, dann will die Leserin doch mal differenzieren.
    Ich ejakuliere ihr ins Gesicht, auf die mit Mascara verzierten Augen
    =Er spritzt auf ihr Mascara. Ei wei, wie differenzieren wir denn da nun weiter?

    Etwas ungelenk erscheint es mir, dass du die oben angesprochenen Punkte jetzt in einer Diskussion um die Frauenrolle an sich plump abzuwälzen suchst. Darum geht es nicht. Es geht um deinen Text. Und alles, was ich schrieb war auf die Figur oder auf den Erzähler bezogen.
    Nix bös sein, Liw, nur etwas gründlicher. Liebs Grüßle!
    Luschka

  20. #20
    liwjatan
    Laufkundschaft

    AW: recordable

    Original erstellt von Luschka Dobrovolskij:

    Du willst gar nicht, dass es hierbei um Sex geht. Du willst, dass es um dich geht, nicht wahr? Deshalb spritzt du auf ihr Mascara ab, um sie zu zeichnen, zu markieren. Du suchst nach einer Methode, dich aufzureißen, damit alle sehen können, was in dir alles drin ist.

    gründlich genug?

    wenn du deine kommentare auf den erzähler bzw. auf die figur beziehst, dann formuliere sie auch bitte dementsprechend.

    aber vielleicht ist das alles auch gar nicht wichtig.

  21. #21
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Klammer
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    AW: recordable

    Liebe andrea, usw.,

    Ein letztes Mal, denn der Text ist es eigentlich nicht wert:
    Habt ihr ihn alle wirklich nicht endteckt, den harten Mann, den Helden aus der Glotze, den einsamen Cowboy?
    Habt ihr wirklich nicht bemerkt, dass hier nur ein fades Klischee nach dem anderen abgespult wurde?
    Muss ich Sätze wie
    "...welcher sich nach meiner Berührung dehnt und verlockt den Finger hineinzuschieben. Doch den Gefallen (!) tue ich ihr nicht,..." und
    "Ich bring dich runter", sage ich und blase den letzten Zug meiner Zigarette in einen Strahl der untergehenden Sonne,...
    oder
    "Ihren Nacken umfassend ziehe ich sie zu mir, worauf sie den Kopf nach hinten fallen lässt, den Mund ein wenig öffnet, um heiße Luft in diese, unsere Szene zu stoßen."
    oder
    "und ich stierte deshalb, nachdem ich einen kleinen Joint geraucht hatte, aus dem Fenster, hinab auf die leeren, nächtlichen Straßen, solange, bis dieser Tag an dem ich ein Jahr älter geworden war, durch eine trunkene Müdigkeit, und dem einsam am Himmel leuchtenden Mond ersetzt wurde."
    zitieren?
    Ist das weit hergeholt?
    Ja, ich finde darin problemlos den RTL-II-Helden wieder. Ob er jetzt mit einer Knarre oder seinem Schwanz in der Hand rumläuft - all the same!
    Mit erzählter Wirklichkeit hat das nichts zu tun.

    Klammer
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  22. #22
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: recordable

    Pornographie ist's, wenn das Sexuelle Zweck ist und damit den Menschen zu einem Mittel bestimmt, diesem Zweck zu genügen. Ethisch diskutabel ist es, wenn beide Seiten einander mißbrauchen, eben ihrem Zwecke einer Lustbefriedigung zu gehorchen.
    Es darf aber auch gefragt werden, ob nicht jede menschliche Regung sublimierte Lustbefriedigung abgibt, somit auch Literatur nur dieser dient, ergo: alles muß Pornographie sein!

    Ich empfinde den Text nicht als pornographisch. Manche Frau genießt es, wenn sie mit dem Saft des Lebens bespritzt wird. Manche wiederum empfindet eine Missionarsstellung als ehrabschneidend und zudem als Gewalt, wenn ein männliches Glied in sie dringt. Immer. Was sie aber nicht daran hindert, das mit sich tun zu lassen - aus dem einen oder anderen Grund. Dritte bewahren den Saft des Lebens auch und tragen ihn wie eine Trophäensammlung mit sich. - Wer will die eine oder andere richten? Abgesehen davon: Geht es in diesem text um die Lust einer Frau? Kaum. Der Mann steht im Zentrum. Er ist der Olympier, der weiß, was geschehen wird. Die Frau dient nur als Objekt. Also doch pornographisch?

    Die Qualität des eigentlich Geschrieben ist so schlecht nicht. Striche man zweiundzwanzig Füllwörter, läse er sich sogar flüssig. Vielleicht.

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