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Thema: wieder da

  1. #1
    Kurzvormabschussiger
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    Post wieder da

    Hi,
    im alten Forum war ich schon mal mit Sennenlyrik, heute will ich hier mal wieder sein, versuchs mit Levante....
    Istn guter Tag fürn Einstieg denk ich? Hab heut den Giro d'Italia in Wolkenstein vorbeifahrn sehn! Aber Schluss mit Abschweifungen. Hier meine Zeilen:

    Nur Sultan sein
    wird den meisten Lastenträgern genügen.
    Immer träumen sie beim Verweilen der Minutenzeiger,
    schweigen schweißbetucht,
    zimtfarben.
    Sie haben nicht Tausend
    und
    eine Nacht
    genügt vielen.

    Grüße! buh

  2. #2
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: wieder da

    Hallo buh!

    Dein Kommen ward uns angekündigt. Willkommen auch in diesem Forum. Ich hoffe, du behältst Deinen Charme, auch wenn man Dir ans Bein pinkelt.

    Serna ist überall. Jetzt schicken sie sogar die Radler hindurch! Auch auf die sollte gepinkelt werden!

    Dein Gedicht versteh' ich nicht. Erklär mir nur einmal die ersten zwei Verse!

  3. #3
    Kurzvormabschussiger
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    AW: wieder da

    Hallo Tomboy!

    die Zeilen kenn ich ja schon
    heut die Gedanken dazu:
    nur Sultan sein genügt, ja.
    Die Vorstellung sprichst Du an, ein sinnen
    und trachten von edlem Gefühl, eines
    holden Traumes von Herrschergebärde im Herz des Lastenträgers. Eine Nacht nur, ein einziges moschusgetränktes Geheimnis von eintausendundeins...genügt (den meisten)

    Norden grüßt gen Süden

  4. #4
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: wieder da

    Hallo Monsignore Kutzli! MittelOst grüßt SüdWest, der aureatische Vollmond spießt sich auf am Gesellentum. So spreiz denn aus Dein furchtlos Wort und laß mich Almenwiesen herniederrennen! Ich eile, dem Geiste einen Segnungsspruch mit auf den Weg zu geben. Ein Spruchband, schnell, ein Spruchband, damit sich's senge ob der Waldbrandgefahr!

    Zu Deinem GeWURXE! Es ist grottenschlecht. Willst Du Dir Mühe geben, bittschön?

    Da setzt Du einen Widerspruch gleich zu Anfang. Ich bin entsetzt, steh neben mir vor lauterm Fragen und dann: Bin ich in Bagdad? Da gab's keinen Sultan, nur einen Kalifen. So bindest Du rein gar nichts zusammen, läßt mich im Regen verdursten. Kein Sinn, keine Form, kein Gruß, kein Rätsel. Gar nichts. Schäm Er sich!

  5. #5
    Kurzvormabschussiger
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    AW: wieder da

    Hallo Robert!
    auch in Samarkand und Buchara, Taschkent und Duschanbe gibts Lastenträger...sogar in Stuttgart und Selva Val Gardena.
    Ich geb mir immer Mühe! Aber mag dieses (ich will nicht sagen keines von meinen) Gedicht nicht selbst interpretieren.....
    Ich mag Reduktion. Und das andere sich auch ein wenig anstrengen müssen
    "zimtfarben" klingt gut finde ich
    ok. aber sei mal nicht zu unwirsch....sonst verlange ich Daphne oder Tallinn als Lektorinnen bei Euch einzustelln.
    Grüße
    Buh

    "So banal er sich anhört, so nützlich und unterhaltsam ist es, über den Vorwurf der Unverständlichkeit, der gegen die moderne Poesie erhoben wird, noch eine Weile nachzudenken. Er enthält ein wahres Moment insofern, als er an die Dunkelheit aller Gedichte erinnert. Auch Pindar und Goethe sind dunkel, nur ist diese 'Unverständlichkeit' vergessen, verdrängt, unschädlich gemacht worden. Die Klassiker sind au fond nicht weniger unerträglich als die Autoren der Moderne. Widerspruch ist auch ihre Poesie. Aber diese Unerträglichkeit darf nicht zugegeben werden. Sie zu tarnen, zu entschärfen, dem Bestehenden kommensurabel zu machen, ist eine Aufgabe, für die sich die Gesellschaft eigene Institutionen geschaffen hat. Deren Mühlen freilich mahlen langsam. Die moderne Poesie ist noch nicht durch sie gegangen; daher die Feindseligkeit, mit der ihr immer noch begegnet wird. Was sie unverständlich schimpft, ist letzten Endes das Selbstverständliche, von dem alle großen Werke sprechen und das vergessen sein, vergessen bleiben soll, weil es von der Gesellschaft nicht geduldet, nicht eingelöst wird." Hans Magnus E.(1964)

  6. #6
    Kurzvormabschussiger
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    AW: wieder da

    blödsinn

    "Es ist eigentlich ganz einfach ein modernes Gedicht zu schreiben.

    Man nehme: einen Satz ohne klare Aussage, z.B.

    "In dieser Tiefgarage hat es zwar noch nie geregnet, aber deshalb kann man ja trotzdem Apfelplätzchen kaufen, oder?",

    und fügt dann ein paar Laut- und Bildmalereien hinzu:

    "In dieser halsverkopften Tiefgarage hat es zwar noch nie wasservertropft und bitterkalt geregnet, aber deshalb kann man ja himmelarsch trotzdem braunverglauste Apfelplätzchen kaufen, oder?"

    Nun ersetzt man noch gewisse Wörte durch verschwurbelte Beschreibungen:

    "In dieser halsverkopften unter dem Boden gegrabenen Autoparkhöhle hat das ewige Ding zwar noch in Nichtexistenz wasservertropft und bitterkalt aus der göttlichen Sph?re sich ergossen, aber von diesem Urahn vererbt kann das Mensch ja himmelarsch grundvergessen braunverglauste Apfelplätzen ins Eigenreservat hineinvertauschen, ander oder wieauchimmer?"

    Schließlich fehlt nur noch die Aufteilung ins Versmaß:

    "In dieser halsverkopften
    unter dem Boden gegrabenen
    Autoparkhöhle
    hat das ewige Ding
    zwar noch in
    Nichtexistenz
    wasservertropft und bitterkalt

    aus der göttlichen Sphäre
    sich ergossen

    aber von diesem
    Urahn vererbt
    kann das Mensch
    ja himmelarsch
    grundvergessen
    braunverglauste Apfelplätzchen ins
    Eigenreservat
    hineinvertauschen,

    ander oder wieauchimmer?"

    Und Schwups! haben wir schon einen neuen Literaturpreisträger, der sich nur noch auf der B?hne die Stirn mit Rasierklingen aufschneiden mu?, um in den Heldenhimmel der Lyrik aufzusteigen..."

    Ingo Lachmann (22.Mai 2000)

  7. #7
    Kurzvormabschussiger
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    AW: wieder da

    du dünnbrettbohrer...


    ey, Thomas, lass das Apologieren, ist selten
    von Vorteil, wenn Lektoren wie Du und aero sich gegenseitig ans Bein pinkeln müssen?
    Mich machts traurig. Aber was nützt es?

  8. #8
    Kurzvormabschussiger
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    AW: wieder da

    daphne, süße, stell dir doch mal vor, du säßest im knast und müßtest solche gedichte tatsächlich LESEN. du haßt diese texte, aber abends stellt dir der basedow-cholerische wärter fangfragen. man zwingt dich, dein gehirn dafür aufzuschrauben. nachts machst du ein krauses gesicht und winst. du bekommst immer nur dieses schwarze brot zu essen. die glitzernde milchstraße rutscht aus deinem haar und versickert in der pritsche. ich dagegen, liebchen. hätte dir meine tanzmaustruppe gesandt, dir die trüben stunden mit einer endlosprobe ihrer schnatterquadrille zu vertreiben. küsschen.

  9. #9
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: wieder da

    Hab aber nicht verstanden, was Leon zum Getexte wollt sagen. Kann Er das bitte nachholen. Bin zuweilen nicht gut aufgelegt, wenn aufgewärmte Weisheit mich verwirren soll. Dann wirrt sich nur ein heillos Faden in Ärger.

    Der NichtTextBeitrag buhs hat mir da schon besser gefallen. Der war lebendig.

    Noch einige Fragen zum Text:

    1. Verweilen Zeiger?
    2. Ist Schweigen und Schweiß zusammendenkbar?
    3. Wie ist "GENÜGT VIELEN" zu verstehen? Muß ich's an die 1001 binden. (siehe Ordner "1001 Name der Weltgeschichte" - da wart ich immer noch auf Beiträge

    Überhaupt wartend, obwohl Warten bereits aufgegeben habend (Achtung: Unwort).

  10. #10
    Kurzvormabschussiger
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    AW: wieder da

    Interpretation der ersten beiden Zeilen des Gedichtes Nur Sultan sein von buhkutzli durch diesen selbst:

    Nur Sultan sein
    wird den meisten Lastenträgern genügen.

    a) Mythologisch

    Lastenträger sind wir alle. Hier fällt einem zuerst Sindbad ein. Aber auch Sherpa Tensing (womit klar wird, dass auch in der jüngsten Vergangenheit Mythologien entstehen), Sancho Pansa oder Bruder Leo (der treue Begleiter des Franz von Assisi, der dessen Stringenz immer wieder ein winziges hoffnungsvolles Aber ein ganz klein bißchen sündigen? entgegenhielt), sind deren anrührende Vertreter.
    Oder ist der eigentliche Lastenträger nicht viel mehr der stumme Bruder Esel? Mit ihm ist unser eigener schwacher Leib gemeint, der das willige Haupt durch die Welt trägt, ganz im Sinne des Dualismus von Körper und Geist (den Daphne gerade in SubKutan mittels Descartes analysiert). Ein bestimmtes Weltbild - das patriarchalische, sei hier einmal behauptet - hat uns diesen Dualismus von Körper und Geist tief ins Unterbewusstsein eingeprägt. Der strahlende blendende Gott, sei es Zeus der aus den WOLKEN Blitze auf uns arme sterbliche Poeten schleudert, oder der der nackten Semele so golden ins Brautbett scheint, dass sie darüber vergeht (und er seinen Sprössling Dionys in der eigenen Hüfte austragen muss), sei es Phoibos Apoll, der die chtonische Pythia, die dunkle, fruchtbare, sinnliche Erdfrau tötet und an der Stelle (um den Preis der Sterilität) sein eigenes Orakel errichtet, in allen Fällen ist damit der irdische MATERielle Körper dem göttlichen, unsterblichen Geist gegenüber- bzw.ausgesetzt.
    Der Leib ist das Gefäß, die Schale, in die der Geist gegossen wird - weshalb Vasen früher und auch jetzt noch Menschenform haben und der Leib aus dem edelsten Ton, dem Porzellan geformt wird. Frauen sind silberne Schalen, in die wir goldene Äpfel legen sagt Goethe. Das hieroglyphische Zeichen Anoki = ich, in die Gräber der Pharaonen (nicht der Lastenträger) geritzt, zeigt die kreisrunde Sonnenscheibe über der Mondschale. Wäre demnach heute im Zeitalter der digitalen Medien die Frau die Hard- und der Mann die Software (auf der kreisrunden CD-ROM)?

    Es gibt aber auch ein anders Bild der Dualität von Leib und Seele, in dem diese viel enger verbunden und gleichberechtiger sind.
    Wieder bei den Alten angefangen wäre das der weise, heilkundige Kentaur Chiron, sterblich-unsterblich, der Erzieher vieler Heroen. Ich vermute, dass er den Achill dazu brachte, sich in Frauengewänder zu kleiden, um nicht in den trojanischen Krieg ziehen zu müssen?
    Da sind die kühnen Amazonen, nur zu Pferd ganz eins mit sich selbst. Das Pferd steht den Griechen und allen seither für den Verstand, die Klugheit, bekommt es Flügel: die Inspiration
    (Ins Poesiealbum meiner Ururgroßtante Mina, das mir durch meinen Großvater zukam, hatte einer ihrer Verehrer folgendes Poem geschrieben: Wollen wir von Dichtung lesen?/Auf denn, Pegasus, zum Ritt!/herrlicher als alle Wesen,/ist das Fräulein Mina Schmidt!)
    Die Kabbala = die Pferdeweisheit, der Kavalier? Don Quijote auf seiner Rosinante wußt es)

    Aber auch die Madonna ritt auf dem Esel und der Gesalbte. Könige von Frankreich und Sultan und Kalif erlangten ihre Legitimation durch die Salbung. Hier wird nicht Geist in ein irdenes Gefäßgegossen - und der Krug bricht ja bekanntlich auf dem Gang zum Brunnen der Weisheit - sondern durch Salbung - man denke hier auch an Maria Magdalena - durch Berührung eine Einheit geschaffen, eine Verschmelzung von Leib und Seele, die uns zum Sultan (zum sich selbst bewußten Menschen? oder man denke sich andere Beschreibungen des, nein, eben nicht Herrschers aus) macht.

    Das ist die Sehnsucht aller Lastenträger. Sie wollen nicht Vorarbeiter, auch nicht Unteroffiziere, Attachs oder Portepes, nein sie wollen nur Sultan werden/sein.

    b) klanglich

    Hört hier bitte auf den Klang der Vokale und versetzt euch beim Sprechen der Konsonanten mal in eure eigene Zunge, Gaumen, Lippen und Zähne.
    Nur Sultan sein klingt fließend, anfangs ein wenig zögernd aufgestaut wie die Strömung eines Bachs an einer Schnelle, dadurch in Stau, Wirbel und Welle geratend, aber ohne sich aufhalten zu lassen, am Ende im erweiterten Becken zurückfließend, aber kaum.....
    Wird den meisten Lastenträgern genügen: nach luftigem und geschmeidigem Anfang starke und bewegte Plastizität!

    c) plastisch

    Vergesst Kapitel a) und b). Diese Zeilen sind bildende Kunst! es geht also nicht um einen fortlaufenden Gedanken, der fortlaufend und schlüssig (nach)gedacht werden kann, sondern um gesetzte Worte mit lauter Leerraum darum (womit nicht gemeint, dass das Denken daran nicht ansetzen könnte, aber anders). Beispiele für solche Werke: Joseph Kossuth (etwa seine blaue Neonzeile am Stuttgarter Hauptbahnhof: ...dass die Furcht zu irren schon der Irrtum selbst (Hegel), Hans Haakes Erd- und Schriftplastik im Reichstag, der Bevölkerung, Alighiero Boettis Teppiche mit etwa den Namen der 100 längsten Flüsse der Welt, Herz, der an die Wände einer ehemaligen Kaserne und jetzigen Fachhochschule einzelne große Worte anbringt wie Blitzkrieg, Kindergarten, Waldsterben.....Wie ihr wisst, sind solche Kunstwerke umstritten, weil unverständlich. Meine Herren, schwingt euch aufs Pferd!

    d) assoziativ

    Nursultan Nasarbaijew heißt der Präsident von Kasachstan.

    e) etymologisch

    Eine etymologische Betrachtung könnte folgen. Nur = türk. der Glaube, Sultan = ?

    Lieber Robert, genug für heute auf Deine Frage.
    Mit freundlichen Grüßen
    buh 1.6.2000

    Nur Sultan sein
    wird den meisten Lastenträgern genügen.
    Immer träumen sie beim Verweilen der Minutenzeiger,
    schweigen schweißbetucht,
    zimtfarben.
    Sie haben nicht Tausend
    und
    eine Nacht
    genügt vielen.



    Hier sind die Fußnoten:
    ".....sein eigenes Orakel errichtet" Anm: siehe dazu: Interface - das moderne Antlitz der Medusa von Irmgard Cornelia Klammer,

    "...aus dem edelsten Ton, dem Porzellan" Anm: siehe Artikel Porzellan von buhkutzli, der demnächst geschrieben wird (Abonnieren Sie SubRosa!)

    so
    buh

  11. #11
    porky
    Laufkundschaft

    AW: wieder da

    du kannst das aber wirklich, buh,

    bereits geneigte leserINNEN so vollschwadronieren, dass sie sich mitsamt ihrem schiff richtig gefährlich neigen und benommen ihrem untergang entgegenstrudeln. bemühst das halbe abend- und das morgenland, von tamerlan bis tante mina und hans magnus enzensberger. 1001 worte für was?

    Nur Sultan sein
    natürlich nur sultan sein. anstand und bescheidenheit der lastenträger. man könnt ja auch kalif sein oder gott. götter gibt's nicht weniger als lastenträger. für jeden einen. und einen propheten. oder mehr sogar, wenn die mit falschem bart auch durchgehen.

    wird den meisten Lastenträgern gen?gen.
    man spreche laut "den meisten". das klingt wie ein topf voll mit getreidigem, der aus- und überquillt wie der im märchen. und die genügsamen lastenträger. wohl jeder denkt dabei an das liebe vieh, ochs und esel, bethlehem. und fitzcarraldo. das opernschiff über berg und tal. waren das nicht auch ochs und esel damals?

    Immer träumen sie beim Verweilen der Minutenzeiger,
    minutenzeiger verweilen, ja sicher. nur die sekundenzeiger ticken ständig so besessen vorwärts und im kreis, dass man den drehwurm kriegt.

    schweigen schweißbetucht,
    lastenträger, klar: gräßliche schlepperei, da redet man nicht viel. schwitzt lieber. aber schwei schwei - klappert so ein bißchen. eher loses blech als feuchtes tuch.

    zimtfarben.
    hier brichst du ein. bisher war's bild in bild. jetzt kommt definition. farbe? welche farbe? man stelle sich vor, sie hätten damals geschrieben: Kennst du das Land, wo die Zweige zitronengelb blühn? schaurig, oder?

    Sie haben nicht Tausend
    nicht schlecht. macht neugierig. aber warum Tausend großgeschrieben?

    und
    hat dieses wort seine eigene zeile verdient? würde es nicht mit in die nächste passen?

    eine Nacht
    du läßt hier alles offen. damals waren die tausend nächte galgenfrist. bei dir nur eine? ist am morgen hinrichtung?

    genügt vielen.
    was genügt vielen? die nacht voller geschichten hören oder nur einmal schlafen müssen, bis man endlich dem henker bei der arbeit zusehen darf? den leser seiner fantasie überlassen hört sich schön an. kann aber grausam sein. ein bißchen mehr maultierpfad hätt's schon sein dürfen.

    gruß, porky

  12. #12
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: wieder da

    Buh, Sperling, da spiel ich mit!

    1. Link funktioniert nicht; Du könntest, sofern du ein Bild einfügen möchtest, dieses mit [img src=...] machen (Schau unter Hilfe nach!)
    2. Wer sich selbst erklärt, der hebt sich...auf!
    3. Kurze Antwort:

    Die Gedanken um die Dualität (haha) um Leib und Seele teile ich bedingt. Für mich hat nur auch der Leib seine Geistigkeit. Und damit bricht so ziemlich alles auseinander, was an vorig Wissen sich Bahn durch die Jahrhunderte in uns Erdlinge zu gießen und geißeln verstand.
    Der erste Gedanke ist die Schwachstelle deines Getextes, es bleibt dabei. Dies NUR zerstiebt am Sultan, der mit der 1001 nicht zusammen sich binden will lassen. Ein Sultan läßt sich auch nicht ohne weiteres nach Kasachstan assoziieren. Schäm Dich! Da bringst Du Zeiten und Weiten in ungehörige, weil maßlose Zusammenhänge.-
    Das Last tragen ist im Geträumten kaum haltbar. Da müßtest Du einen Ruhepunkt setzen, der am Tage kaum möglich. Zu schnell und bedingungslos läßt Du modern assoziieren.
    Nein, gefällt mir nicht. Ist mir zu verkramt und disparat.

  13. #13
    Kurzvormabschussiger
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    AW: wieder da

    Robert, Du fragtest doch nach Erklärung? und ich mochte nicht......und dann: wer sich erklärt, hebt sich auf?
    Dann: ich hab ausdrücklich den Dualismus durch die zweite Möglichkeit aufgehoben.
    Aber egal. Is bloss ein etwas verquerer Stil der Kritik?
    Gruß
    buh

  14. #14
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: wieder da

    Du fragst, buh? Dann habe ich mein Ziel erreicht. Nun frag auch dein Ent-Wurf!

    Und, es sei hier auch an ein Wort an die Funktion von Kritik gerichtet: Welche Funktion hat sie?

    Ich verstehe Kritik als das Aufwerfen von Fragen im Schreibenden. Ein Rückruf an das Getexte. Das habe ich erreicht. Naechstmals wirst Du anders schreiben, ein klein Stück anders, I think.

  15. #15
    resurrector
    Laufkundschaft

    AW: wieder da

    Sennenlyrik aus Kasachsthan und Metakommunikation! Eine bizarre Mischung.
    buh, ein unaufgeregter Zeitgenosse, dessen Wortfetzen Samen ausstreuten und den vergeblichen Wunsch hegten, sich in den Hirnen ihrer Leser zu verfangen. Einst wie heut, denke ich.

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