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Thema: aufgeblasen und gespannt

  1. #1
    Mitgestalter
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    Post aufgeblasen und gespannt

    aufgeblasen und gespannt

    als nächtens
    das Auto mit
    dem kaputten Keilriemen
    bei mir vor dem Haus
    vorbeisirrte, mir das
    durch Mark und Bein und
    ich deswegen aufstehen und
    das Fenster schließen mußte,
    durch das zuvor
    die Frühlingsluft
    ins Zimmer geflattert war -
    da fühlte ich mich wie
    ein Ballon und
    wußte:
    die nächste Nadel
    zum Platzen,
    der nächste Windhauch
    hinfort!

    ("Kakteen blühen nur einmal im Jahr, aber sooo schön!", gurrte der Wind...)

  2. #2
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: aufgeblasen und gespannt

    Weiter geht's, Paul! Kein Takt, nur ein Hauch von einem Gedicht. Ein Wort wie SIRREN macht noch keinen poetischen Text.

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder
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    Arrow AW: aufgeblasen und gespannt

    ..doch 'sirren' ist gut, auch 'hinfort' ist gut. Hier wäre jetzt zu diskutieren: was ist, dazu wie und zu welchem Ende schreibt man: ein Gedicht. Ein Gedicht, so liest man, dauert siebzig Jahr und wenns hoch kömmt sind es achtzig Jahr und wenn es köstlich (was für ein Wort!) gewesen ist, ist es Mühe und Arbeit gewesen. Oder darf man auch drüber hinhuschen? Wahrscheinlich.

  4. #4
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: aufgeblasen und gespannt

    Ein Wort wie sirren ist poetisch, aber noch kein Gedicht. Oh, doch! Es sirrt. Das hebt mich aus dem Straßenbahnquietschen in eine neue Welt. Also muß SIRREN Poesie sein! Ist doch klar. Bestenfalls trage ich einen Duden mit mir herum und schlage wahllos eine Seite auf, wird schon etwas anderes als Personenbeförderungsordnung drin stehen. (Ein langweiligeres Wort fiel mir gerade nicht ein.) Besser noch. Her mit der Liste der poetablen Worte: SIRREN, LIEBE; HÜHNERKACKE...

    Ich muß doch hier mal ganz entschieden danach fragen, ob Autosemantika schon eine poetische Stimmung erzeugen können?!

  5. #5
    resurrector
    Laufkundschaft

    AW: aufgeblasen und gespannt

    Sicher dauert ein Gedicht nicht, siebzig Jahre dagegen dauern schon. An.
    MAnch einer schleppt die Worte wie einen Ballast mit sich herum und ist froh, wenn er sich ihrer in einem Text entledigen konnte. Ein anderer sucht die Worte, gespeizte Akrobatik, findet er keins, taugt ihm alles nicht.

    Auf Paul paßt diese keineswegs (dichotomisch) einander ergänzende Beschreibung. Ein Dichter kann auch in einer Wortblase wesen, komplementäre Wirkung nicht ausgeschlossen. In der Tat sind der Erklärungen beinahe unzählige.

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