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Thema: im Anfang

  1. #1
    Tochter aus gutem Hause
    Registriert seit
    8.December 1998
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    825

    im Anfang

    im Anfang...

    ich
    gehe zurück zum
    Gewesen und
    weiter zum
    ersten Schrei,
    zurück über
    unzählige Tote,
    Verwesen und
    Blut,
    zurück in die Höhle,
    wo ein Feuer
    Schatten an die Wand
    wirft und das Szenario
    wechselt und wandelt sich
    in einen Wald,
    Urwald,
    in dem Riesenechesn ihr
    Unwesen
    treiben
    mich noch weiter,
    bis überall
    Wasser -
    ich tauche ein und
    unter und
    in den Tiefen
    alles dunkel, bis
    eine Detonation,
    ein Riesenknall,
    der ewig nachzuhallen scheint -
    dann Stille, Ruhe und
    ein einzig Chaos
    ringsumher ein
    Tohuwabohu,
    das mir die Sinne sprengt -
    ich falle, falle
    in ein Nichts,
    eine gähnende Leere
    all überall
    ist's dunkel,
    bis plötzlich dieses Wort:
    ich!

  2. #2
    Tochter aus gutem Hause
    Registriert seit
    5.October 2000
    Ort
    Bad Füssing
    Beiträge
    532

    AW: im Anfang

    ... bis plötzlich dieses Wort: ICH HARKE!

  3. #3
    Tochter aus gutem Hause
    Registriert seit
    8.December 1998
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    825

    AW: im Anfang

    YEP, Hanni, so und nicht anders meint ich das!!! das freut des Harkers Herz, darauf eine rote Beete - oder besser, gleich einen leckeren BORSCHTSCH!

  4. #4
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    15.April 2002
    Beiträge
    24

    AW: im Anfang

    Ich Harke? - Ich harke?
    Ich Rechen? Ich Spaten? Ich Rasenkantenschneider? - Ich häcksele, ich siebe.
    Ich grabe um, ich zupfe, ich rupfe mein Hirn, ich raufe mein Haar (lang und blond, klar!). Bin ich hier einsames Trockenmoospolster auf Dschungelblühalm? Wie lang dauerts durchzusteigen? Mancher lernt's nie? Mancher lernt's nie! - Schreiblaune, immerhin versteh ich jetzt D i c h ! - Und mitmischen? - Ohne mitmischen, kein Spaß. -Weiß nicht, ob - und wann die Sprache dieses Fähnleins der sieben aufrechten (Ein-)Geschworenen zu erlernen. Sich diesen Korkenzieher zwischen die Synapsen zu jagen in der Hoffnung, dass die Neuronen irgendwann Tümeldialekt, Germanintellekt, Minnesanghumor in Verdauhäppchen feinsprühen ... neenee ... tags schon Arbeit ... Jetzt fehlt noch ein Frust-Knöpfchenköpfchen ...

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
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    Ort
    Stuttgart
    Beiträge
    417

    AW: im Anfang

    Wundere dich nicht Tux, die beiden harken ständig. Aber Paul mit wehendem Haar ist wirklich eine Sensation.

  6. #6

    AW: im Anfang

    Gewesen und
    Verwesen und
    Unwesen
    treiben
    Rehende
    ösen

    also wenn ich da grad nicht von Tux Verständnis gelesen hätte, wäre ich auf dem Absatz wieder umgedreht.
    Diese "Esen" knallen ziemlich raus.
    Sonst ist der schlichte Rückflug zum Urknall
    - jedenfalls lese ich es so.
    im übrigen: ich bin nur für Prosa, bäh

    Herzlichst Schreiblaune
    ________________________
    ihre Meinung hat nie Berechtigung als Allheilmittel zu gelten.

  7. #7
    Tochter aus gutem Hause
    Registriert seit
    8.December 1998
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    825

    AW: im Anfang

    tja, laune der natur, so unterschiedlich sind die spiriti... - mir ist prosa immer zu viel geplapper um den heißen brei (nicht, daß das lyrik auch sein kann - aber nicht so viel wenigstens...), komm mir vor wie auf einem kaffekränzchen, blabla und kein punkt in sicht... - ich hab's lieber geballt und zur sache, schätzchen -
    vielleicht liegt das an meinem fortschreitenden alter, vielleicht nur daran, daß ich faul bin, vielleicht an der ungeduld, vielleicht auch daran, daß es mir von dem gedanken übel wird, daß lyrik so nach und nach auszusterben droht - obwohl doch die hektische zeit eher dafür spräche... - es muß doch mehr hinter der lyrik stecken, etwas magisches dünkt mir -
    aber jedem das seine.
    selber bäh.

  8. #8
    resurrector
    Laufkundschaft

    AW: im Anfang

    Ein Geschnatter ist das hier. Eigentlich ein Fall für den Spielverderber resp. Löschmeister, der nervtötendes Geschnatter in den virtuellen orbis devitalis befördert. Doch hier sei's mal exemplarisch aufgehoben. Zudem machte Paulchen eine kluge Bemerkung, inhaltlich falsch, aber als Bemerkung anregend, daß Lyrik hierzulande auszusterben drohe.
    Nun denn, ich glaube das nicht. Die Deutschen könnten mit ihren Lyrikern noch immer jede Innenstadt bepflastern. Andere Völker bringen es da bestenfalls auf einen Dorfplatz. Ich kann hier auch kein Nachlassen beobachten.
    Der Ötzi hier aber ist nur Geschnatter und keineswegs Lyrik.

  9. #9
    Tochter aus gutem Hause Avatar von anderedimension
    Registriert seit
    1.September 2013
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    894

    AW: im Anfang

    Die Lyrik stirbt hierzulande nicht aus, sie wird nur anders verpackt. Goethe wäre heute u.a. Songtexter. Als Dichter fände er in unserer Zeit kaum noch Beachtung - und ein Lyriker von der "Qualität" eines Schillers...der dürfte höchstens noch zum 75. Geburtstag von Oma Wilhelmine ein Gedichtchen aufsagen. Es wird immer wieder vergessen, dass es zu jener Zeit...was die Unterhaltung betrifft... kaum Alternativen zur Lyrik gab - zumindest nicht fürs Volk. Einen Mozart konnte nur derjenige hören...der ein Konzert besuchte. Da reden wir von ganz ganz wenigen Menschen. Alle anderen kannten ihn, wenn überhaupt, nur vom Hörensagen. In diesem Kontext sollte man das betrachten...wenn man vom Erfolg der heutigen Lyrik redet.

    Weisses Papier (Elements of Crime)

    Ich nehm deine Katze und schüttel sie aus
    Bis alles herausfällt
    Was sie jemals aus meiner Hand frass
    Später klopf ich noch den Teppich aus
    Und find ich ein Haar von mir darin
    Dann steck ich es einfach ein
    Nichts soll dir böse Erinnerung sein
    Verraten, was ich dir gewesen bin
    Sag nicht, dass das gar nicht nötig wär
    Denn schmerzhaft wird es erst hinterher
    Wenn wieder hochkommt, was früher mal war
    Dann lieber so rein und so dumm sein wie weisses Papier
    Auch werd ich in Zukunft ein anderer sein
    Als der, den du in mir sahst
    Die Hose, die Du mir gehäkelt hast
    Werf ich in den Container der Heilsarmee rein
    Ich ess auf dem Fussboden aus der Hand
    Seh mir jeden Trickfilm im Fernsehen an
    Alles was Du nicht magst, lobe ich mir
    Ich werd einfach so rein und so dumm sein wie weisses Papier
    Nicht mal das Meer darf ich wiedersehen
    Wo der Wind deine Haare vermisst
    Wo jede Welle ein Seufzer
    Und jedes Sandkorn ein Blick von dir ist
    Am liebsten wär ich ein Astronaut
    Und flöge auf Sterne wo gar nichts vertraut
    Und versaut ist durch eine Berührung von dir
    Ich werd nie mehr so rein und so dumm sein wie weisses Papier


    Ein Beispiel von vielen, das zeigt, dass die deutsche Lyrik lebt



    ***übrigens halte ich "im Anfang" für einen ansprechenden Text



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