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Thema: katharsis

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    Post katharsis

    nach allen blockaden ist jetzt zu reden.
    implodiert ein gemeinwesen, sind die symtome
    der manifestation oft wenig überraschend grausam. deutschland ist weltmeister, bei der kopfzahl im schulamoklauf.
    man hat hier ja erfahrung im massenmord. sollte man traditionen pflegen?
    gefährlich ist die art der bewältigung. nach dem schock kommt die angst, nach der angst die wut, nach der wut die ratlosigkeit. und spätestens in 7 tagen ist der blupp wieder wichtiger als das röcheln. schöne neue welt des allverstehens. schöne neue welt des allverzeihens und allerklärens.

    bitte nicht weiter symptomatisieren. bitte endlich analysieren und korrigieren.
    durch deutschland muß ein ruck gehen, wurde hier wohl extrem falsch verstanden oder interpretiert.

    bitte denken sie an den überbau, herr schröder.
    bitte denkt endlich anm die statische konstruktion dieses landes!

    diese ist nicht erst seit gestern instabil.


    mit tränen der wut

    sp

  2. #2
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: katharsis

    wenig eingeschränkt, dito!

  3. #3
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: katharsis

    Alle Fernseher einkerkern und alle Videospiele aufhängen...

  4. #4
    Kurzvormabschussiger
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    AW: katharsis

    schön bissig. gefällt mir.
    allerdings mag ich die dauernde kleinschreibung nicht gerne lesen.
    aber obwohl bissig, auch keine neue idee dabei. schade. hätten wir petition einreichen können.

  5. #5
    rodbertus
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    AW: katharsis

    wieso hätten, sl? schreib einen text für eine petition!

  6. #6
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: katharsis

    Alle Fernseher einkerkern und alle Videospiele aufhängen...
    ich bin ja eher dafür, alle zwänge abzuschaffen, fangen wir mit den schulnoten an.

  7. #7
    Kurzvormabschussiger
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    AW: katharsis

    Rodbertus

    beginne ich: Fordern wir die Rat-Losigkeit

  8. #8
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: katharsis

    Fordern wir von Politikern die Erkenntnis: Menschen, Bürger, haben Würde.

  9. #9
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    AW: katharsis

    tt, Noten sind fundamental. Können nicht abgeschafft werden. Warum? Noten messen. Messung ist zur Selbstbestimmung wichtig, wichtiger als eine durchn Worte aufgeweichte Bemessung. Umgrenzung ist Wort, Note ist Ziel ihrer selbst. Entscheidend ist der Weg zur Note, darum mehrere für eine, mehrere Noten für einen. Kein Dispens möglich.

  10. #10
    Kurzvormabschussiger
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    AW: katharsis

    die ratenden Räte loswerden
    man hat hier ja erfahrung im massenmord

    Deutschland anal-isieren, mit einem Ruck
    (unernste Wortspielereien)

    Blockaden aufheben
    Man hat Erfahrung mit Traditionen


    gefährlich ist die Art der Ratlosigkeit

    gefährlich ist die Art der Ausführung der Bewältigung:
    erst die Ratlosigkeit, dann die Angst, dann die Wut - Schock - gefährich ist die ART

    (Wortspielereien mit vorhandenem Text)

  11. #11
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: katharsis

    robert, ich schätze mal wir sind gar nicht so weit auseinander. aber so wirds nicht gemacht und beigebracht wie du es beschreibst. noten sind einfach NUR messung und was passiert wenn man das maß nicht erfüllt? wenn wir da wären, dass noten selbstbestimmung bedeuteten, ja, dann hätten wir einen schritt nach vorn gemacht. so wird es immer wieder geschehen und das ist traurig. nein, robert, ich sage, weg vom messen, hin zum mensch-sein. höher, weiter, schneller, schöner, besser, das geht nicht gut. daran brechen wir alle. verzeihen wir den fehlerhaften menschen, bevor er etwas unverzeihliches tut.

    grüße
    tt

  12. #12
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: katharsis

    tt - sorry, aber ich fürchte, Du bist einer - ein Traumtänzer.

    Vielleicht hat Robert es nicht allzu glücklich ausgedrückt, aber Noten, das Sich-Messen miteinander, gegeneinander, ist ein Muß. Das hat nichts mit Gesellschaftsnorm zu tun. Es dient - wie Robert richtig sagt - zur Selbstbestimmung, zur Selbstfindung, zu Selbstdefinition.
    Über das System der Benotung in unseren Schulen kann man disktutieren. Es lassen sich sicher weniger brutale Mechanismen entwickeln. Und vermutlich messen wir den tatsächlichen Schulnoten viel zu viel Bedeutung bei. Aber das Sich-Messen mit anderen oder auch nur gegen eine Meßlatte ist absolut lebensnotwenig.
    Woher weiß ich denn wer ich bin? Wie ich bin, was ich bin? Und wer, wie, was nicht? Doch nur durch den Vergleich mit anderen und anderem. Ich bin ja nicht inhärent gut oder schlecht, stark oder schwach, dumm oder intelligent. Ob man zur einen oder anderen Kategorie oder zu einer der beliebigen Schattierungen dazwischen gehört, das erfährt man nur durch den Vergleich - indem man sich mißt.

    Was man mit der daraus resultierenden Erkenntnis macht, wie man damit umgeht, das steht auf einem ganz anderen Blatt. Ich kann meine Schwächen akzeptieren, mit ihnen leben oder daran zugrunde gehen. Und das hat nicht nichts mit messen oder Noten selbst zu tun. Das ist lediglich unsere eigene Interpretation des Ergebnisses.

    Es ist auch in der Wissenschaft so: um zur Erkenntnis zu gelangen, muß ich messen (mal abgesehen von der Philosophie ...). Aber das Messen allein reicht auch nicht aus. Ich muß die Meßergebnisse analysieren und interpretieren. Und hier ist unendlich viel Raum gegeben.

    Verteufle nicht das Messen. Das steckt in uns seit Urzeiten. Stelle allenfalls in Frage, was wir daraus machen.

  13. #13
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: katharsis

    tt, Mensch heißt Messender. Der Mensch ist das einzige Wesen, das mißt. Menschen vergleichen, Menschen suchen, Menschen wählen. Wodurch? Sie können wägen, abschätzen, vorziehen, ungerecht sein. Das macht sie zu Menschen. Das andere sind Un-Menschen, die immer verzeihen, alle gleich behandeln, alles in einen Kontext stellen und dann urteilen. Weil sie widerlegt werden können. Ein Mensch aber kann nicht widerlegt werden. Seine Ungerechtigkeit kann er nur vor sich selbst RECHTfertigen, Recht fertigend!! Und später macht er's vielleicht anders. Vielleicht. Daß er eben hier auch wieder entscheidet, das macht ihn zum Menschen.
    Noten dienen. Wer nur an die Note glaubt, hat nicht begriffen. Notengebung ist an nichts schuld. Schuld haben immer nur Menschen. Versagen. Ungesagtes.

    Pferdi, ich verstehe nicht den TITEL. Katharsis war's wohl kaum. Der Mann steht vor seinem Richter, der ihn zwingen wird, ins Reich des Kotes zurückzusteigen. Weil er eben selbst dreckig ist! Und dann wird er hier wieder herumstreunen und warten, auf sein Menschsein warten. Keine Katharsis. Die ist nur hier möglich, aber nicht durch Schüsse.
    Ich hab heut auch überlegt, wer schuldig ist. Zum Teil sicherlich die Lehrer, denn die haben nun mal die Hauptlast der Erziehung zu tragen. Lehrer müssen Gegengewichte aufbringen und erkennen, wenn der Hase im Pfeffer liegt. Aber sie sind keine Therapeuten. Einmal das Übel erkannt, müssen andere reagieren. Und an dieser Schnittstelle hapert's!

  14. #14
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: katharsis

    Das andere sind Un-Menschen, die immer verzeihen, alle gleich behandeln, alles in einen Kontext stellen und dann urteilen..
    ich habe nicht behauptet, daß ich das könnte oder irgend jemand anderes. aber: ich SELBST bestimme was ich messe, ich SELBST bestimme, wo ich mich messen lasse. selbstbestimmung.

    natürlich meinte ich: ich SOLLTE es können.

    ich springe z. b. nicht mit mike tyson in den ring. DA kommt aber auch keiner auf die idee, mich dazu zu zwingen.

    menschen messen SICH, aneinander, gegeneinander..., ok. was wir heute haben ist aber gar keine solche, ich nenne es mal natürlich messung mehr. die frage ist doch, wer bestimmt die kriterien der messung? sie werden nicht mehr vom einzelnen bestimmt, sondern von der masse. der mensch sollte selbst bestimmen, wo er sich messen läßt und wo er den schwanz einzieht. selbstbestimmung.

    da liegt natürlich nicht alleine die lösung.

    tt

    ps: griffon, ich gebe zu, daß ich manchmal ein traumtänzer bin.

  15. #15
    plato
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    Post AW: katharsis

    [..]im Innern zusammengedrängt, ihren Dunst der Bewegung der Seele beimengen, da erzeugen sie auch allerlei Seelenkrankheiten, stärkere oder schwächere, zahlreichere oder wenigere. Und zwar je nach den drei Sitzen der Seele rufen sie da, wohin sie jedes mal dringen, verschiedenerlei Arten bald von Trübsinn und Missmut, bald von Verwegenheit und Feigheit, bald endlich von Vergesslichkeit und zugleich Ungelehrigkeit hervor. Wenn dann zu solchen Missbildungen noch fehlerhafte Staatseinrichtungen und schlechte Reden hinzukommen, die in den Staaten bei öffentlichen und nicht öffentlichen Gelegenheiten geführt und gehalten werden, und die Pflege der Wissenschaften, welche hiergegen ein Heilmittel gewährt, von Jugend auf nicht in Übung steht, dann werden wir alle, die wir schlecht sind, ganz wider unseren Willen es aus zwei Gründen. Hiervon muss man nun zwar immer die Schuld mehr den Erzeugern als den Erzeugten, und mehr den Erziehern als den Erzogenen beimessen, doch muss auch jeder für sein Teil, soviel er vermag, die Mittel benutzen, welche Erziehung, öffentliches Leben und wissenschaftliche Tätigkeit ihm darbieten, um so dem Laster zu entfliehen und dessen Gegenteil zu erjagen. Doch dies ist ein Gegenstand, der eine andere Art von Behandlung erfordert.
    Wohl aber gehört es hierher und ziemt sich, das Gegenstück zu dem Obigen zu entwickeln, nämlich auf welchem Wege eine Pflege des Körpers und der Geistestätigkeiten eintritt, die vielmehr zu deren Erhaltung dient. Denn es ist sogar billig, mehr über das Gute als über das Schlechte zu sprechen.

    Platon, "Timaios"

  16. #16
    Kurzvormabschussiger
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    AW: katharsis

    da fällt mir ein: Der gute Mensch von Szechuan. Sehr schöne Darstellung wie das Gute zum Schlechten wird.

    Das Wort "ÜBER" kippt so manches.
    Und auf Erfurt bezogen, war dem Mörder wohl auch einiges "über" was auf Schule "überkippte"

    @Robert, ich bin wahrhaftig kein Freund von Lehrern im allgemeinen. Klar hätten sie etwas merken können. Aber laut Schulgesetz, haben immer noch die Eltern die Erziehung in der Hand. Lehrkräfte sollen Wissen vermitteln. Aber auch da hakt es zuweilen.

    Ich unterstelle mal: Die Eltern des Amokschützen, haben sich ihren Sohn gedrillt, auf Bravsein. Anders kann ich mir nicht erklären, dass sie seinen Aussagen trauten.


    Das andere ist eigenes Erleben: Kind und Schulkollegen erzählen (1.-5.te Klasse) und Lehrkräfte erzählen und zwischen diesen Ansichten liegen Welten. Wem soll man Glauben schenken? Wer leidet am meisten, wenn man ihm keinen Glauben schenkt? Der betroffenen Person nicht vertraut, zutraut?
    Lehrkraft - Kind - Eltern?

    Gruss sl
    die hofft sich nicht widersprochen zu haben

  17. #17
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: katharsis

    ich schalt jetzt mal einen gang zurück und versuch es einfacher. da gab es ein tolles lied in den achtziger jahren.
    ...frühmorgens wach ich auf sechzehnuhrzehn,
    die ganze welt scheint sich um mich zu dreh'n...ein andrer meint das liege alle am system...


  18. #18
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    AW: katharsis

    Gäuli, Du hast mir in unseren Gesprächen wohl doch ein bißchen zugehört, mein Lieber! Ich staune manchmal über Dich und Deine Anwandlungsgabe. Vielleicht bist Du ein Engerling? Biegst und wendest Deine Seele in den Tiefen des überbrachten und zweifelst doch an jedem Wort, welches da geschrieben steht. Es ist Dir nur Abbild, nicht selbst Erdachtes. Ich staune und gehe einen Schritt weiter, gehe den Schritt über die Kante, aber ich falle nicht. Dieses Geheimnis des Weitergehens willst Du aber erst noch herausfinden. (Es liegt sich gar nicht so schlecht zerschellt, wie die meisten Menschen es befürchten und ihr Leben eben darauf anlegen, nicht zu zerschellen.)
    Also, was wollte ich? Ja, die Verantwortlichkeit. Erziehung ist in erster Linie Sache des Staates, nicht der Eltern. Die Eltern geben Liebe und Geborgenheit, setzen erste Impulse, setzen die Grobstruktur und die Ambitionen, die hardware sowieso, setzen emotionale und rationale Fixpunkte. Fertig. Makrostruktur. Das ist ihre Pflicht, eine sehr schöne Pflicht ist das. Sie haben aber beispielsweise nicht die Verpflichtung, ihre Kinder zu füttern... Nur anfangs. Aber darüber will ich jetzt auch nicht reden. Bleiben wir bei dem heranwachseneden Jugendlichen. Er verbringt 6 Stunden des Tages in angestrengter Tätigkeit mit Gleichaltrigen. Da bildet sich sein Geist AUS. Zu Hause erschlafft und entspannt er. Die Aufgabe der Bildung (worunter meinereiner eben auch Erziehung subsumiert) ist somit an die Verantwortlichen dieser Jugendhaufen gebunden. Sie müssen dem Gruppencharakter der Akzelerenten und dem Individualcharakter jedes citoyen in spe gerecht werden. Sage mir keiner, das sei bei den heutigen Klassenstärken nicht möglich. Quatsch. Es ist eine Frage der Disziplinierung und Präferenzensetzung, mithin auch eine der Begabung des Lehrers, der Ausbildung, der Zielsetzung durch den Staat selbst... Wenn das Bildungskonzept (so wie heute) aber hauptsächlich darauf ausgerichtet ist, menschliche Faktualien zu generieren, dann fällt die Erziehung bestenfalls in einen Kontext, ist also austauschbar, beliebig. Monster werden nicht erkannt.
    Platon hat das erkannt, sein Staat will die Verantwortung demselben überANTworten.

    Nur habe ich immer noch nicht verstanden, was das mit KATHARSIS zu tun haben will.

  19. #19
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: katharsis

    Ich unterstelle mal: Die Eltern des Amokschützen haben sich ihren Sohn gedrillt, auf Bravsein. Anders kann ich mir nicht erklären, dass sie seinen Aussagen trauten..
    das ist recht witzig, sl. ich denke nicht, daß du es so gemeint hast, aber so hört es sich an, als wenn eltern ihren kindern natürlicherweise erstmal misstrauen sollten?

    grüße
    tt

  20. #20
    Kurzvormabschussiger
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    AW: katharsis

    ja tt
    ist ein eigentümlicher Satz.
    Was wohl daher rührt, dass ich im Radio hörte, die Eltern hätten mit dem Amokschützen über die Verwaltung bzw. den Konsum seines Geldes gesprochen.
    Er gab die Antwort: wird auf Sparbuch angelegt. - die Eltern sollen ihm geglaubt haben, was schon "normal" ist. Aber alleine die Nachfrage kann sowohl Misstrauen sein, als auch normales "Im Auge haben". Der Bub war ja noch nicht volljährig.

    Und es ist ja auch so, dass man die Kids in die eigene Verantwortlichkeit entlassen muss/sollte und besser manchmal nicht mitbekommt, ob oder wenn sie etwas verzapfen.


    hört es sich an, als wenn eltern ihren kindern natürlicherweise erstmal misstrauen sollten
    das ist in der Tat vor allem eine Frage des Alters. Misstrauen nein, aber ein Auge drauf haben. Unter Umständen "Erzieherische Maßnahmen" treffen, wie immer die auch aussehen.

    Brav-sein-müssen fördert nicht gerade Vertrauen, oder? Aus der Sicht des Amokschützen.
    Aber autoritäre Eltern vertrauen wiederum auf ihre Macht,
    dass Kind genau so wird, wie erwünscht. Bei vielen funktioniert der Knopfdruck bis ins hohe Alter, andere drehen sich um 360 Grad.

    verwirre mich hier langsam selbst.

    Gruss sl

  21. #21
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: katharsis

    sl, wirf keine Schlagworte um Dich, sie könnten sich in sich selbst beäugen und auf Dich zurückfallen. AUTORITÄR ist so ein Schlagwort. Igitt. Was ist denn das? Wann ist jemand in Deinen Augen autoritär?

    Daß dieser Amoklauf am Gutenberg-Gymnasium zu Erfurt stattfand, ist keineswegs auf eine verfehlte Bildungspolitik zurückzuführen. Wäre es so, müßte man jeden Amokläufer, der einen Abschluß hat resp. vor einem steht, als Ergebnis einer Politik bewerten, der eben zum Mörder wurde, weil er einen Abschluß hatte. Und wie erst mit den guten Schülern! (Anm. des resurrectors: Link wurde neu gesetzt, da der alte von 2002 nicht mehr funktionierte.) Es gibt die ja auch, die Amokläufer, die gute Schüler waren. Es ist also keineswegs so, daß leichter zu erringende Abschlüsse die Zahl der Amokläufer verringern. Es ist auch keineswegs so, daß verschärfte Waffengesetze die Zahl der Amokläufe verringern. Wer kriminell ist, der weiß sich Waffen zu verschaffen - vom Messer bis zur selbst gebastelten Bombe.

  22. #22
    Kurzvormabschussiger
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    AW: katharsis

    AUTORITÄR

    Wenn kein Platz für Entwicklung des Kindes bleibt. Wenn kein Widerspruch geduldet wird.
    Wenn Gewalt oder psychische Gewalten angewendet werden, um Kind dorthin zu zerren, wo es sein soll. Insbesondere unter Berücksichtigung von Ansichten (Erwachsener)
    die nicht der allgemeinen und verbreiteteten Auffassung entsprechen. Ich habe zwar keine Autoritären Eltern gehabt, sehr wohl partiell unterdrückende. Worin ich einen Unterschied sehe. Ob autoritäre Eltern sich ihrer Autorität und den Folgen bewusst sind, möchte ich mal dahingestellt sein lassen.

    Wenn jedoch ein Mensch Authorität hat, so sehe ich das wieder als etwas an, was zu achten ist. Weil Wissen, Handlungsfähigkeit und Menschlichkeit eine Einheit bilden.
    Mag sein, dass dazu noch mehr kommen könnte.


    Nicht zu autoritärem erziehen gehören meiner Ansicht nach, das vermitteln von Tugenden, Gesetzen, allgemeinen Ritualen, die der Kultur angehören. Ab gesehen von festgeschriebenen Gesetzen, bleiben hier doch immer noch Wandlungen und Schlupflöcher, in denen man sich eben EINMALIG entfalten könnte und zur Authorität werden könnte.

    Na, Augen noch im Kopf?

    sl

    Von Autoritärem Staat spreche ich da nicht.

  23. #23
    resurrector
    Status: ungeklärt

    AW: katharsis


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