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Thema: Dämmertörn

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    Post Dämmertörn

    Über Heimlichkeiten führt ihr Blick fort,
    Stummes zu sichten,
    nicht Sagenwollendes und Unerhörtes.

    Das kann nur wissen, wem die Stille lauscht,
    dem die Fremde ein Nachsehen hat,
    das ihr gleicht.

    Wenn ihr Auge sich schließt, gilt es
    wie Wiederkehr jener Zustimmung,
    als käme ein Schatten zurück in sein Heim.

    Schau, meint es, wie es sah,
    und das ginge dahin.

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Dämmertörn

    wirkt verrenkt, andererseits sollte der text nicht fließen, sondern schon aufhalten; aber ziehst Du Deinen Leser nach oben?

    Es sind Verben wie GILT und SICHTEN und FORTFAHREN, die den Text aufhalten und mich stolpern lassen. Wie nennst Du diese Form lyrischer Weltwahrnehmung? Formal sind's eilf Verse, dennoch kein Elfchen. Die zwei am Ende sind in guter Aufklärermanier ein Resumee, eine Leseraufforderung, aber sanft. Ja, Sanftheit ist es wohl, die den Grundton dieses Textes am besten beschreibt, aber es ist eine Sanftheut, die sich anschleicht und bei mir nur eine Ahnung hinterläßt. Das ist zu wenig. Ich sollte tiefer eindringen können.

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Dämmertörn

    ...wie nenn ich das? Komposition aus Klang, Bedeutung, Einfärbung: möglichst genaues Bild ,Beobachtung, nichts Ungefähres aber im mit Hinweis & Wissen: hier steht etwas für etwas dahinter, ist ein Bild, ein Zeichen, Symbol für etwas Verdecktes. So in etwa. Eigentlich ist Klang was am Anfang steht. "Stummes zu sichten": das ist es.
    Aber man wird verrückt, wenn man allein so schreibt.

  4. #4
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Dämmertörn

    Das glaube ich allerdings auch, Leicester, daß ein Autor verrückt zu werden droht, wenn er in seine Sprachwelt keinen einläßt. Vielelicht solltest Du es Dir angewöhnen, in jedem, aber doch in jedwed zweitverfaßtem Text, für Deine zahlreichen Leser - Du wirst es erleben, daß auch dieser Ordner in einem Jahr 500 Zugriffe haben wird - eine Eingangstür zu lassen/einzubauen, die es ihm ermöglicht, zu Dir durchzudringen, zu Dir als Autoren.
    Ich habe bei der Restauration dieses Textes überlegt, ob er Lyrsa oder Lyrik zuzuordnen ist. Es ist Lyrik, denn das lyrische Ich erzählt nicht, sondern erfaßt eine poetische Stimmung, die sich als Komposition, nicht aber als ungebundene Sprache wiederfindet.
    in diesem Text ist die zweite Strophe der Angelpunkt. Hier hättest Du Subjekt bleiben müssen, kein deduzierendes, obzwar unausgesprochenes MAN. Ändere die Perspektive und Du läßt Willige in diesen Text ein.

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