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Thema: die perle

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    Post die perle

    in einer dunklen stunde
    fiel eine perle
    aus meinem auge
    in den staub

    erst suchte ich nach ihr
    und grämte mich
    und glaubte sie
    verloren

    dann schien es mir
    ich hätte sie verschenkt
    und schalt mich
    einen toren

    inzwischen ist mir klar
    dass jene perle
    bloss eine falsche
    träne war

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: die perle

    Konjunktionen in Gedichten? Dieses DASZ zerstört mehr, als es aufbaut. Das wiederum könnte es in einem dialektischen Sinne goutieren... Mich nicht. Hier bleibst Du dem anfänglichen lyrischen Grundton nicht treu, sondern wirst erklärend.

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: die perle

    Was ist eine "falsche" Träne?
    Eine heuchlerische?
    Eine selbstmitleidige?
    Warum verwandelt gerade die sich in eine Perle?
    Nero ließ sich eine Tränenvase reichen, wenn er um das brennende Rom weinte, das er selbst angezündet hatte.
    Was in der Art?
    Schmerzen selbst zufügen, um sie dann zu bedauern?
    Wüsste gern mehr.
    Sprachlich irritieren mich die (zufälligen?) Reime: verloren/Toren, klar/war.

    Gruß Quoth

  4. #4
    Kurzvormabschussiger
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    AW: die perle

    Perlen vor die Säue quasi

  5. #5
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: die perle

    Till, reden wir hier mal Klartext: Ein tunichtgutes Auge trägt Perlen mit sich herum. Aus dem Auge fällt keine Perle. Auch wenn's eine Träne, erstarrter Weise zur Perle nicht werden könnend, jetzt aber im dichterischen Waghalse doch zu einer geworden im Reiche der Phantasie aber nicht weniger sei; jupps, die chose stinkt gewaltig. Also, eine nicht stinkende und wenigstens kristallierte Dichterwahrheit also, die fällt zu Boden, einen wüsten Boden, denn es darf ja nicht irgend ein Boden sein, er muß TROCKEN sein, er muß ausgetrocknet sein wie das entwässerte und nunmehr beinahe/quasi kristallisierte Äpfli des Seins, das Auge - wo war ich? -; sonst müßtest Du sie aufgefangen haben.
    Und jetzt schauen wir uns mal das Maßli an, den Takt: taktlos; fraglos mißlungen dieser Anfang

    Bitte? was sagst Du?
    Das FIEL ist's, das hebt mich nicht. Dazu der Staub, und dann noch eine Kristallisation, nein, ein Kristallisiertes, da der Vorgang doch abgeschlossen sein muß.
    Ich bin schon etwas grimmig ob dieses Gewurstels.

  6. #6
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: die perle

    also der reihe nach:

    @quoth*: erklärungen werden keine gereicht; die dich irritierenden - wieso irritieren sie dich? - reime sind natürlich nicht zufällig; vielleicht so viel: es gibt da die adjektive 'verloren' und 'verschenkt' in der 2. u. 3. strophe. es gibt auch tränen, die man verliert und/oder gar verschenkt? ...

    @linn: danke, aber du musst die leute hier nicht gleich beschimpfen ... (dafür gibts andere)

    @robert: tja, was mach ich nun mit dieser verlorenen perle deutscher dichtkunst? lass ich sie im staube liegen? oder heb ich sie auf (in meinem herzchen) oder wandle ich sie einfach um in eine falsche träne? und sag, es war nix? nun grimm mal schön weiter, ich wälze indes die tränenperle weiter in meinem gemüthe und schelte mein tunichtgutes auge,

    grüsse
    von eule.

  7. #7
    resurrector
    Laufkundschaft

    Arrow AW: die perle

    Till apodiktisch: "Erklärungen werden keine gereicht"

    Hm. In einem Forum sollte schon gereicht werden, wenn denn Bedarf besteht. Verlange ich da zuviel?

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