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Thema: Worte

  1. #26
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Worte

    hallo strega,


    hatte mein statement naiv-treu-doof und nicht sarkastisch gefasst, nix für ungut,


    gruss eule.

  2. #27
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Worte

    Lieber Till! Verlang von einem Till nicht mehr, als da? er über s-pitze S-teine mit seinen S-tulpen s-tolpert. (s-pitz s-prechen!)

    Abgesehen davon würde ich mich nicht darüber wundern, wenn strega in der Tat einen Kamm hätte. ich glaube auch nicht, daß es möglich ist, Autor und Text zu trennen. Wäre es so, könnten das Schreiben auch Maschinen übernehmen. In einem virtuellen Forum wird das Persönliche als eine Als-Ob-Konstruktion gefördert und kultiviert, ein Affenzirkus, ohne den aber der Affe nicht existierte.

  3. #28
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Worte

    Original erstellt von eulenspiegel:


    hatte mein statement naiv-treu-doof und nicht sarkastisch gefasst, nix für ungut.

    hätte ich deine texte eher kennengelernt (ich habe gestern einige gedichte von dir gelesen), hätte ich gewusst, wie dein kommentar gemeint war. so aber wären mir mimik und tonfall sehr hilfreich gewesen. leider kann man das nicht mitposten.


    liebe grüße,

    strega

  4. #29
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Worte

    "Wenn man ein Wort einen Augenblick zu spät ausdrückt, verbrennt man sich den Mund."


    Diesen Satz habe ich bereits mehrfach gelesen - ich werde ihn wohl bald auswendig können. Und auch der Rest gefällt - sehr sinnige Formulierungen - gekonnt.


    Könnte ich mir ein Urteil erlauben (ich habe Nachholbedarf) würde ich den Text evtl. als Beitrag des Monats nominieren.

  5. #30
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Worte

    die längst überfällige textarbeit für den rest...
    Das letzte Mal habe ich alle Wörter mit hartem T vermieden, ich habe sie einfach nicht in die Leitung gelassen. Ich glaubte, den Tücken dadurch entgehen zu können. Dafür habe ich mich dann an der Kerze verbrannt, als ich die Mücken verjagen wollte, die um die Flamme tanzten.


    Unselig angezündet ist schnell etwas. Also schick mir keine Zündhölzer durch die Leitung! Vielleicht kann ich mir das Sprechen ganz abgewöhnen. Ich werde nicht nur das harte T streichen, sondern auch das M. Dann plagen mich diese Viecher nicht mehr. Und nach und nach werde ich alle anderen Buchstaben streichen.
    Das ist eine hübsche idee, die mich daran erinnert, mal wieder verstecken zu spielen, wenn ich nicht gesehen werden möchte - und niemanden sehen will!

    gut: daß du ein psychogramm entwickelst.
    schlecht: das du den text hermetisierst. dein leser hat hier bloß die möglichkeit, sich ganz auf den auktorialen erzähler einzustellen, andernfalls bliebe er draußen.

    Er soll es sich auch abgewöhnen! Er redet nichts Wichtiges.
    Wieso redet überhaupt noch jemand?
    Verzeih ein unseliges Wort, bittet er, aber die Sucht, du verstehst?
    Ich verstehe das mit den Mücken, die stören, antworte ich.
    Ich habe gesagt ..., dann verstummt er. Ich habe aufgelegt.
    ein blasses Du. schaff ihm mehr raum und mehr substanz.
    Es redet noch immer jemand! Wieso? Obwohl keine Zündhölzer mehr aus der Leitung kommen. Ich habe den Apparat angezündet. Die Flammen verfolgen die Leitung zurück bis zu dem Unwilligen.
    Er redet nichts Wichtiges.


    Wenn man ein Wort einen Augenblick zu spät verbrennt, kann man selbst daran verbrennen. Auch wenn das Wort kein hartes T hat und nicht wichtig ist. Ich beschließe, ab sofort immer die brennende Kerze mit mir zu tragen. Man kann ja nie wissen. Die Mücken habe ich schon vergessen.
    warum? ist das zufall oder notwendigkeit? ist sie vergeßlich, oberflächlich, unstät?
    Meine guten Vorsätze auch.
    dieser satz bricht das bisherige. er macht aus dem lyrischen ich eine zur selbstreferenz neigende und zur reflexion fähige person. das widerspricht dem obigen teil des textes, in dem eher der eindruck entstand, das lyrische ich sei quasi autoreferentiell, idiotisch.
    Jetzt muß ich nur noch den Aschenbecher wiederfinden.


    Einen Augenblick bin ich wie gelähmt vor Schreck. Er ist nicht mehr da. Wo soll ich jetzt meine Worte hinspucken? Aber ich kann mir sowieso keines anzünden, weil die Streichhölzer in der Leitung hängengeblieben sind. Und die Kerze ist auch ausgegangen.
    ein hübscher schluß.

  6. #31
    resurrector
    Status: ungeklärt

    AW: Worte

    ein interessanter text, der mir von jahr zu jahr besser gefällt. entweder werde ich alt oder der text ist tatsächlich besser, als ich es anfangs zu konstatieren glaubte.

  7. #32
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    8

    AW: Worte

    warum geilt ihr germanisten euch immer so an der rechtschreibung auf? unabhängig davon ist auch nicht alles richtig...was man euch einst beibrachte. fehler vererben sich. der text ist prima - und leer_machen ist ein grenzfall. dazu benötige ich kein nachschlagewerk und auch kein germanistikstudium...sondern einfach nur meinen verstand. beispiel: "spielen". ohne kontext und jedes weitere wort kann ich damit etwas anfangen. "spielen". also funktionieren auch "überspielen", "umspielen", "abspielen". wie verhält sich das mit "leermachen"? anders! hier haben wir im doppelten sinne eine schwaches verb "machen"...das...steht es für sich alleine...nichts erklärt - und mit dem sich nichts assoziieren lässt. ausnahme dann...wenn es sich um eine antwort handelt. beispiel: "was meinst du, soll ich den job annehmen?". "machen!". doppelt schwach...da ich ja gerade mit hilfe von "machen/tuen/können" das starke verb erkläre. was machst, kannst, tust du? stehen, sitzen, tanzen, kochen. bleibt nun die frage ob an dieser stelle auch ein adjektiv als antwort genügen könnte. ja und nein. ja..wenn es einen konkreten bezugspunkt gibt. beispiel: mann und frau sitzen vor dem fernseher. er nimmt die fernbedienung in die hand und schaltet während des spannenden krimis das gerät ab. sie fragt "was machst du?", er antwortet "aus". da könnte auch laut ode leise...oder wenn er den keller ausräumt leer stehen. wo leermachen geht, da geht auch vollmachen. aber geht auch halbleermachen? nein, geht nicht....obwohl es theoretisch funktionieren müsste, denn halbleer ist eine ebenso exakte aggregatsbeschreibung wie voll oder leer. zeigt, dass es eine von der logik abgekoppelte sprache nicht gibt. was wiederum heißt...dass mann sprache nicht zu 100% richtig lernen und lehren...aber zu 100% richtig verstehen kann (theoretisch). niemand auf dieser welt wird diese 100% je erreichen...weshalb es in sachen sprache gar keinen oberlehrer geben kann. das ist wie im straßenverkehr. es gibt klare und allgemeingültige regeln, dennoch werden diese in der rechtssprechung auch mal ausser kraft gesetzt...bzw. überstimmt.

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