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Thema: Das Auehaus

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    Post Das Auehaus

    Das Auehaus lädt niemals mehr
    Die Ziegel aufgehöht um den Kamin und
    Winterhart hoch bis zum Dach
    So blickt es starr den Hohlweg nach


    Das Haus ist grün und ohne Türen
    Die Fenster hochgeschlossen und verkeilt
    Es scheucht den Wind von seinen Seiten
    Und jenes Kind, das um es weint


    Kein Trauerbrot ist dort zu essen
    Die Keller drunten stehen leer
    Die bunten Zimmer sind verboten
    Das Auehaus lädt niemand mehr


    [Diese Nachricht wurde von lester am 19. August 2002 editiert.]

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Das Auehaus

    DEM Hohlweg


    gutes Bild, Holzweg und Hohlweg haben beide knorrige Bänke zum Beschauen derselben, also in sich selbst seiende noblesse obliege


    Der Anfang ist ein wenig zu hastig, dann müßte das Bild das Wort aufnehmen, schafft's aber nicht -; im AUEhaus muß Aue thematisch mehr umschlossen werden; Kleinigkeiten sind's aber, die Du nennst, so bleibt der Gesamteindruck verwinzelt
    Die zweite Strophe ist gut, wenn sie die erste wäre, wär's besser.


    Und so bitt ich Dich, über Sinn und Form, über dramaturgischen Aufbau nachzudenken. Bei Holzweg denke ich an einen Freiburger, Martin H.

  3. #3
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    AW: Das Auehaus

    das auehaus lädt niemandEN mehr?


    die erste zeile streichen, vielleicht ersetzen. ich denk, der letzte satz genügt, um das zu sagen, was du eigentlich zweimal sagst. vielleicht streichst du aber auch einfach die zeilen eins und zwei und beginnst mit 'winterhart'?


    zur hauptsache: die stimmung des hauses, in dem niemand lebt und durch das der wind weht, ja, das bringst du durchaus rüber. was ich hingegen vermisse, ist etwas anderes. bloss was? unnennbar scheints mir. hast dus drum nicht genannt?


    die bunten zimmer sind verboten. da sagst du mir zu wenig, weil: das macht durchaus neugierig, bleibt aber dann ein geheimnis, das doch keines ist. verstehst?


    Mr. Jones

  4. #4
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Das Auehaus

    Das Auehaus, Bezeichnung mit besonderer Bewandtnis? Ein bestimmtes Haus in der Au mit altem schweren Schicksal?
    Ich fühle Schwermut und weiß nicht warum.

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Das Auehaus

    ..Robert, 'dem' wäre falsch, gemeint war: es sieht den Hohlweg hinunter, aber hab mich etwas zu ungefähr ausgedrückt. Und die zweite war mal die erste Strophe, interessant.


    Ja, Mr. Jones, etwas fehlt. Die vierte Strophe, die ich gestrichen habe. Wieso merkt man das?


    Ja, Hannemann. Natürlich hat das Haus eine besondere Bedeutung. Aber nur für mich. Für euch ist nur die Schwermut. Schön, dass das 'rüberkommt'.

    Danke fürs Lesen und kommentieren.


    Lester

  6. #6
    rodbertus
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    AW: Das Auehaus

    leicester, bitte editiere den ordnereingangstext nicht! man kömmt ja ganz durcheinander...

  7. #7
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    AW: Das Auehaus

    oops, das war gestern Abend in Weinlaune, ist wieder repariert...

  8. #8
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Das Auehaus

    Weinlaune? Soll das heißen, Du arbeitest an Texten nur, wenn Du ramdösig bist?


    Nach wie vor bin ich der Meinung, daß DASZ-Konstruktionen in Gedichten nicht viel verloren haben, nur als erklärendes Konstrukt dem Gedicht eine Erklärung überstülpen, die doch der Leser selber finden sollte. Gedicht verliert also! Ich erwarte selbst bei Sinngedichten, nicht belehrt zu werden, nichts erklärt zu bekommen. Irgend etwas verstört mich dann.

  9. #9
    resurrector
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    AW: Das Auehaus

    Dieser Ordner erinnert mich daran, warum im Wolkenstein-Forum Texte nur 48 Stunden nach dem Einstellen geändert werden dürfen. Man käme als Leser späteren Datums andernfalls gar nicht mehr mit.

    Die Schwermut dieses Textes wird durchs Unvollendete erzeugt.

  10. #10
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Das Auehaus

    Gut, dass Du dieses Gedicht ausgegraben hast. Es ist stilistisch und inhaltlich von hoher Qualität.
    Zwar kenne ich das Auehaus nicht, aber der Text ist auf vieles übertragbar...dem man in Wehmut nachtrauert.

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