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Thema: notiz nr. 11

  1. #1
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    Post notiz nr. 11

    notiz nr. 11


    manchmal muß man,
    man muß schon manchmal -
    felsen überbrücken,
    wie die zeit -
    wunden auch,
    die zu überwinden,
    oder grasnarben,
    wenn der acker bestellt... -
    schürfwunden sind oberflächlich,
    eher die klaffenden,
    triefenden -
    blut!
    substitution also,
    der arzt im manne,
    während das kindlein spielt... -
    ein engel vielleicht,
    weiß der teufel -
    sicher bleibt die wiederkehr,
    wie das amen, der tod und
    natürlich:
    die tinte!

  2. #2
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    AW: notiz nr. 11

    Ja, gut. Im Ansatz. Das muß sich noch mehr ringeln und kringeln. Ich liebe diese Gedankenlyrik, die eben mehr macht, als man mit der Harke erledigen könnte. Das muß den Gedanken ausmessen, ich möchte gern jede Furche Deines Denkens nachvollziehen, aber gib mir ja Raum für eigene Gedanken! Ein Wort wie ÜBERBRÜCKEN ist da gut, wenn es kleinbleibt. Und MANCHMAL ist weißgott nicht dicht. Weißgottnix. DAß ZEIT hier fallen muß, also, ich muß doch bitten, hast Du da kein griffigeres Bild, sagen wir Brunnen oder Vergißmeinnicht. Die WUNDE steht doch nie für sich. Wo ist diejenige, die Dich da aufreißt, welche Wündige... ÜBERWINDEN ist da ein hübsches Wortspiel, Klangspiel, doch nicht zurückgebunden, vielleicht doch durch GRASNARBEN. Ist aber auch nicht griffig genug; vielleicht wird's das, wenn Du es liest. SCHÜRFWUNDEN ist dann schlecht. Streichen. BLUT ist gut, wenn es nicht gesagt, sondern getrunken wird, wenn es fließt. Keinen Teufel! Bleib mir mit dem vom Halse! Das wird zuviel!
    AMEN muß das letzte Wort lauten, nicht irgendwie anders. Doch steht es, so verliert der Text an poetischer Brisanz. Ich würd's also streichen, auch als einen Gedanken streichen, denn WUNDEN vertragen kein Amen.

  3. #3
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    AW: notiz nr. 11

    hmhmhm -
    so dicht sollt es gar nicht daher, geschweige denn ver-dichtet - notiert eben, am ackerrand z.b., dahingeträumt, gesäumt, gehaucht, genuschelt... - nicht gebrüllt, auf jeden fall - man sagt gedankenverloren? -
    zum acker passt dann doch die schürfwunde, schürfen im mutter erde... -
    der teufel, ein engel, amen - das ist vielleicht zu viel - nicht, daß mir wieder blasphemie vor die verschmutzten stiefel geworfen, grundgütiger... -
    also die vorletzten zwei zeilen weg, ok, nach der wiederkehr die bleibende tinte, kein tod, kein amen... -
    den teufel hätt ich schon gern noch beim engelchen belassen, kontrapunktig, you know, wie tag und nacht und lust und weh und was da noch alles eins... -
    und blut würde ich auch gerne alleine stehen lassen, immer muß es blubbern, hier will es nur sein... -
    vielleicht ein deal gefällig?
    aber es darf nicht zu rund werden, sonst muß ich den titel ändern...

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