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Thema: Wolfsmond

  1. #1
    Tochter aus gutem Hause Avatar von Klammer
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    Post Wolfsmond

    Wolfsmond


    Die Frau schämte sich. Sie schämte sich wie noch nie in ihrem Leben. Es hätte nicht so weit kommen dürfen. Etwas war zerbrochen. Endlich hat sie es bemerkt: Das besoffene Schwein zu ihren Füßen war der Irrtum, für den sie sich verschwendet hatte, ihr Mann.
    Nach Bier und Urin stinkend lag er auf dem Rasen, halb unter dem klebrigen Biertisch. Ein Partyteller verdeckte sein Gesicht. Er hatte Senf im Haar und schnarchte rasselnd.
    Hätte er nur ein paar Worte gelallt, ihren Namen vielleicht: Lydia wäre geblieben. Wenn er sie mit einem trunkenen Hundeblick angesehen, sich etwas bewegt hätte: Lydia hätte ausgeharrt.
    Bei Familienfeiern soff er immer, aber so betrunken war er noch nie gewesen. Auch ihrem Schwager war das peinlich. Er bot Lydia an, sie nach Hause zu fahren, doch sie lehnte ab, floh sein hilfloses Mitleid.
    Inzwischen bereut sie diesen Entschluss. Doch Lydia wird nicht umkehren.
    Sie läuft nicht die beleuchtete und befahrene Hauptstraße entlang. Sie benutzt eine Abkürzung quer durch die duftenden, reifen Felder am Wald entlang, über dem sich der Mond aufgeblasen hat und farblose Milch herabtränt. Noch immer kann sie die Musik hören, die vom Gartenfest ihres Schwagers herüber schallt.

    ...auf der Welt zu sein, sagt die Biene zu dem Stachelschwein...

    Und noch immer schämt sie sich, aber neben die Scham ist ein weiteres Gefühl getreten, für das sie noch keinen Namen hat. Sie friert, obwohl die Getreidefelder, an denen sie vorbei geht, die Wärme des Tages eingefangen haben und nun an die helle Nacht verschenken. Grillen singen ihre gleichgültigen Liebeslieder.
    Lydia vergräbt die Schultern tiefer in der dünnen Wolljacke. Mit der seltsamen Mischung aus erstickender Scham und dem Namenlosen, das immer bedeutender wird, stöckelt sie auf ihren hohen Pumps weiter. Ihre Füße schmerzen, sie stolpert unbeholfen, aber sie geht entschlossen den holprigen Feldweg.
    Wenn jemand Lydia gefragt hätte, warum sie ausgerechnet diesen Weg geht, hätte sie keine Antwort gewusst. Sie wäre erschrocken. Aber niemand fragt sie.
    Sie wundert sich, warum sie keine Angst hat. Was sie eben noch für ein Frösteln hielt, ist etwas anderes. Ihr ist nicht kalt. Sie durchströmt eine Hitze, die sie frösteln macht. Sie ist erregt. Das bleiche Licht, das sie einhüllt, weckt eine Gier. Ja, das ist der Name des Gefühls: Gier.
    Lydia ist nicht schön, ihr Gesicht flach, das Make-up verschmiert. Dennoch strahlen nun ihre Augen, sie funkeln. Ihr Haar, offen und fettig, ist samtschwarz, verheißend. Es ist ihr Mond, der ihr das tut, er mildert die Hässlichkeit, macht Lydia nicht schön, aber anziehend und anders.
    Endlich schweigt Roy Black. Lydia nähert sich dem Wald. Stille und wirbelnde, lichtfleckige Dunkelheit empfängt sie. Sie riecht den schweren, drängenden Dampf der Erde, die Ausdünstungen des nächtlichen Lebens, Verwesungsgeruch, der sie wie eine Hand ergreift. Der sirrende Ton einer Mücke steht neben ihrem Ohr. Sie macht eine abwehrende Handbewegung, bleibt stehen, lauscht, spürt, atmet flach. Das Insekt wird sie jetzt stechen, sie weiß es, aber sie kann nichts dagegen tun. Sie ist dem Blutdurst hilflos ausgeliefert.
    Sie lacht, schleudert unwillig ihre Schuhe von sich. Vielleicht kann sie der Mücke davonrennen.
    Sie wendet sich vom Weg ab, rennt kichernd hinein in das betäubend duftende Feld, stolpert am Rain und rollt auf eine ungemähte Wiese, liegt auf dem Rücken, keuchend, nach Luft schnappend. Der Mond fällt auf sie herab, als wolle er sie verschlingen.
    Sie hört einen Schrei.


    Erwin flucht unterdrückt und zieht seinen Fuß aus der matschigen Pfütze. Kaum hat er den Fluch zwischen den Zähnen hervorgepresst, sieht er sich schon erschrocken um. Hoffentlich hat ihn keiner gehört oder gar erkannt. Natürlich ist niemand in der Nähe, wer geht schon um diese Uhrzeit im Wald spazieren? Trotzdem fühlt er sich bei etwas Verbotenem ertappt. Er ist schuldig, wie immer ist er schuld. Fehler macht nur Erwin.
    Er zerrt den hässlichen Pinscher vom Baum weg, den das Tier interessiert beschnüffelt. Der Hund jault beleidigt, lässt sich nur unter Protest weiterziehen.
    Erwin hasst diesen Köter. Während er seine ruinierten Sandalen und seine schmutzigen Tennissocken bedauert, durchzuckt ihn der ketzerische Gedanke, das Vieh totzuschlagen. Im Mondlicht sieht er in verlockender Nähe einen griffigen Ast liegen. Die Gelegenheit wäre günstig, jetzt, in diesem Augenblick, während der Hund mit erhobenem Stummelschwanz und zitternden Hinterläufen angestrengt in den niederen Farn kackt.
    Was wohl Mutter sagen würde, wenn er den toten Köter auf die Spitzendecke ihres Tisches schleudern würde? Mein Gott, was sie wohl sagen würde? Sie hatte Erwin den Pinscher zu seinem vierzigsten Geburtstag geschenkt, damit er nicht mehr so allein sei, wie sie gesagt hatte. Dabei weiß er, sie hat es nur getan, um ihn zu ärgern. Er mag überhaupt keine Hunde, er verabscheut ihre hechelnde, sabbernde Liebe. Hunde stinken. Hunde machen Dreck.
    Und das dreckigste, stinkendste und ekelerregendste Vieh von allen hatte sie ihm geschenkt. Aber Erwin schluckte die Bosheit, heuchelte Freude.
    Erwin wohnt bei seiner Mutter. Er versucht trotz allem Frieden mit der tollwütigen alten Frau zu halten, die ihn mit ausdauernder Energie quält, als wäre dies ihr Lebenselixier. Jedes Mädchen, das er früher mit nach Hause gebracht hat, vergraulte sie wieder. Er bringt schon lange keine Mädchen mehr mit.
    Erwin arbeitet im Archiv einer Zeitung und das Erfreulichste an seinem Beruf ist es, acht Stunden seiner Mutter fern bleiben zu können. Aus diesem Grund nimmt er auch zu jeder Zeit bereitwillig den Hund an die Leine und führt ihn Gassi, den elenden Drecksköter, den er so hasst.
    Deshalb ist Erwin im Wald unterwegs: Der Hund erspart ihm den Anblick der Mutter, die nur mit einem Morgenmantel bekleidet stinkend und aufgedunsen auf ihrem Sessel hockt. Sie sieht Karl Moik, unentwegt über das Niveau der Sendung meckernd. So sitzt sie jeden Abend, irgendwo senden sie immer volkstümliche Musik. Sie erinnert Erwin an eine Kröte, ihr Gesicht ist ein Quarkkrater wie der dieses Pinschers. Erwin hat eine Gänsehaut, die sein Hass erzeugt.
    Er schüttelt sich und leert seine Gedanken, wartet geduldig, während der Hund sein Geschäft erledigt und sein Schnüffeln wieder aufnimmt, diesmal an seinem eigenen Kot. Erwin hat Zeit. Vor Mitternacht geht die Mutter nicht ins Bett. Die Nacht tut ihm gut. Er liebt diese Nacht, auch wenn ihn der stechende, wie anklagende Mond verunsichert.
    Er spürt, die bleiche Scheibe weckt etwas, das ruhen sollte. Eine feuchte Hundenase stößt gegen seinen nackten Unterschenkel. Erwin sieht herab. Ein plattes Gesicht hechelt vertrauensvoll zu ihm empor. Erwin riecht die Hundescheiße. Ihm wird schlecht.
    Er tritt das Tier. Es heult überrascht auf, aber es nicht weicht zurück, kauert sich nur ängstlich vor ihm nieder, den Kopf zur Seite gewendet. Erwin runzelt die Stirn. Er hat etwas Verbotenes getan, aber es ist nichts geschehen. Seine Mutter sieht weiter fern, klatscht im Rhythmus einer Blaskapelle.
    Erwin bedauert nichts, das überrascht ihn am meisten. Um sich selbst von der Wahrheit zu überzeugen, tritt er noch einmal nach dem hilflosen Tier. Es zuckt schmerzhaft zusammen, schreit fast menschlich auf. Plötzlich hastet es davon. Erwin ist so überrascht, dass er die Leine fahren lässt. Angstvoll kläffend flieht ihn der Hund.
    Er will gerade lachen, als er einen lauten und durchdringenden Ruf hört, er schallt von den Feldern zu ihm, lockt ihn. Er hört Seelenverwandtschaft. Beißende Gier tobt plötzlich in seinem Unterleib. Der Brechreiz verstärkt sich. Er übergibt sich. Dann sinkt er in die Knie, hinein in sein Erbrochenes und die Hundekacke. Er brüllt. Er reißt sich das Hemd vom Leib und brüllt. Es bricht aus ihm hervor.
    Ihm wird geantwortet. Er richtet sich auf, stolpert suchend weiter. Säure auf den Lippen schmeckend tritt er aus dem Wald. Sein bleiches Gesicht ist gläsern und mit zäher Feuchte überzogen.
    Auf der Wiese, über der der Mond ruhelos sein Licht herabspeit, finden sie sich. Sie stehen sich gegenüber. Sie sind keinen Schritt voneinander entfernt, könnten sich berühren, wenn sie es wollten. Doch sie starren nur. Sie streifen sich achtlos die Reste ihrer Kleidung vom Leib. Zwei gegenüber, Mann und Frau, ihre Blicke fesseln einander. So stehen sie lange, ihnen selbst erscheint ihr Harren länger als ihr bisheriges Leben.
    Ganz plötzlich, für beide unerwartet, ist die Ruhe zerrissen. Sie stürzen auf ineinander, fallen in das warme und würzige Gras, umkrallen sich, kämpfen, beißen, kratzen, schlagen.
    Der Mond sieht ein zuckendes, achtbeiniges Monstrum, das faucht und stöhnt, nach Blut und Fleisch giert.
    Der Mond zerplatzt. Feuerringe stieben auseinander. Zwei Wölfe zerfleischen einander, zu einem verschmolzen.


    Wie jede Nacht endet auch diese. Ein blasser, ausgemergelter Morgen graut herauf, haucht eine feuchte Ahnung über die Wiese, wie heiß sein Tag würde. Er findet zwei verlegene Menschen, sie achten einander nicht, als sie ihre schmutzigen Kleidungsstücke aufsammeln und gehen, jeder in seine Richtung. Ein Hund wartet geduldig am Feldrain auf sein Herrchen.
    Sie verlieren sich in der nahen, noch leeren Stadt, in ihren Leben, denen sie nicht entfliehen können.


    ------------------
    hks


    [Diese Nachricht wurde von Klammer am 20. August 2002 editiert.]
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  2. #2
    rodbertus
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    AW: Wolfsmond

    gar nicht übel
    mir gefallen die kurzen sätze
    die frau steht neben sich, aber das tun frauen zumeist


    morgen bist du brunnengeschädigter

  3. #3
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    AW: Wolfsmond

    Ich nehme an, ein früher Horror, oder entwickelst Du beim Fliesenkleben Haß auf Deine Schwester?
    Endlich wieder Prosa, endlich wieder eine Geschichte mit einem Kopf und einem guten Arsch.
    Nur, ging das nicht mit Katzen? Erinnere Dich der treuen Augen von George!

  4. #4
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Wolfsmond

    Es fällt mir schwer, zu glauben, dass eine Frau, die sich gerade auf den schmerzhaften Abschied von ihrem Ehemann eingelassen hat, und ein Junge, der in die Scheiße seines eigenen Hundes getreten ist, durch den Mond auf diese Weise verkuppelt werden - für mich nicht nachvollziehbar und in dieser Liebesfilmdramaturgie Sequenz A - Sequenz B - AB - auch banal.

  5. #5
    Tochter aus gutem Hause Avatar von Klammer
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    AW: Wolfsmond

    Ach, Quoth,


    Natürlich habe ich nicht an dich gedacht, als ich diese kleine Sünde schrieb. Warum bist immer so moralinsauer?
    Denn meistens ist das Leben genau so - unlogisch und banal. Dies sind auch nicht nicht die Wahlverwandschaften, sondern ein Textlein, das mir einfiel, als ich Kyras Leidenschaftenordner las. Es ist das Pendant zu einem bitteren Likör, den man genüsslich an einem heißen Sommerabend auf der Terrasse schlürft.


    @Hannemann
    Ich habe gerade einen netten Roman gelesen, der hieß "Geile Farben". In dem wird ein Hund namens George auf bestialische Weise ermordet und sein Herrchen gleich mit dazu. Anders ausgedrückt: Bist du schon einmal mit einer Katze "Gassi" gegangen?


    @Robertus
    Dann mach mich mal mit "crisis" zur Schnecke - obwohl es m. E. der beste Brunnentext ist. Ich entwickle gerade im Rohbau meiner Schwester die richtige Leidensfähigkeit.


    Gruß, Klammer
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  6. #6
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Wolfsmond

    Das ist keine Frage von Moral (die in Deinem Mund hochnäsig immer gleich zu Moralin gerinnt), sondern der Glaubwürdigkeit erfundener Personen. Was Deine Geschichte mit Leidenschaft zu tun haben soll, ist mir schleierhaft. Allenfalls handelt sie von Geilheit - und auch davon nur schlapp.

  7. #7
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    AW: Wolfsmond

    Die Story aufgesplittert: zweieinhalb Sechstel des Umfangs widmest Du der Frau, Lydia, zweieinhalb weiter Sechstel dem Mann, dem Erwin. Das letzte Sechstel beinhaltet dann die Schnittfläche der beiden Teile bzw. hier findet die Begegnung statt und das Auseinandergehen.


    Was passt mir nicht? Was ist mir zu wenig, was zuviel? Es gibt hier nicht richtig oder falsch, es gibt aber andere, und, wie ich meine, bessere Möglichkeiten?


    Mein Vorschlag: Du belässt den Lydia-Teil. Du belässt den Erwin-Teil. Dann kommt diese Stelle, wo der Schluss anfängt, das letzte Sechstel, die Schnittfläche, die Begegnung: Er will gerade lachen, als er einen lauten und durchdringenden Ruf hört, er schallt von den Feldern zu ihm, lockt ihn.


    Was folgt jetzt? Du beschreibst die Gier, die Geilheit, quasi als Konsequenz von Ekel. Ich red dir da im Psychologischen nicht drein, aber ich sag Dir, woran der Text leidet, so Du gestattest. Nämlich gerade an dieser Beschreibung. Ob sie gelungen ist, ob nicht, egal. Es braucht sie nicht, im Gegenteil.


    Sieh, guter kleiner klammer, sieh: Sie verlieren sich in der nahen, noch leeren Stadt, in ihren Leben, denen sie nicht entfliehen können. Ist das das Thema? Ich denke schon, teilweise sicher.


    Was ist also zu tun, worauf will ich hinaus? Es braucht die Beschreibung nicht, darauf. Lass es weg. Sie hört seinen Schrei. Er hört ihren Ruf. Punkt.


    Es folgt der letzte Abschnitt, der Morgen danach. Alles dazwischen gehört dem Leser seiner Vorstellung überlassen, die Du durch Andeutungen in eine Richtung zu lenken hast.


    Also: Sie hört seinen Schrei. Er hört ihren Ruf. Wie jede Nacht endet auch diese. Ein blasser, ausgemergelter Morgen graut herauf. Er findet zwei Menschen, zwei verlegene, als sie ihre schmutzigen Kleidungsstücke aufsammeln?


    Verstehst, was noch zu tun ist am Text? Wenn Du ihn in dieser Weise überarbeitest, versprech ich Dir Wirkung. Ansonsten begnüg Dich halt mit Kommentaren wie den bisherigen.


    PS. Ja, und da und dort empfehl ich, Adjektive und ganze Sätze rauszustreichen, aber dazu ein andermal?


    P.P.S. obige aussage meinerseits ist ein bisschen umständlich formuliert, sorry, bei unklarheiten frag nach, klammer...

  8. #8
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    AW: Wolfsmond

    Lieber mr. jones,


    die Beschreibung der Zusammenkunft weglassen, nur die Folgen beschreiben? Das kann ich machen - da hast du recht, es würde den Leser nicht so bevormunden. Das ist eine Idee, die sicherlich durchdenken werde. Danke. Dann müsste ich dem Schluss aber mehr Gewicht geben...
    Soll ich die Schablonenhaftigkeit der Figuren aufgeben? Ich denke nicht.
    Die Geschichte ist auch noch lange nicht fertig, sondern bisher nur das Ergebnis von zwei Stunden abendlicher Sentimentalität nach einem arbeitsreichen Tag. Zu viele Adjektive habe ich immer drin (zu viele Noten, Herr Mozart) und etwa zwanzig Sätze habe ich bereits gestrichen. Ich gehe aber noch einmal darüber.


    @Quoth
    Wo nimmst du eigentlich die Berechtigung her, mich als hochnäsig zu bezeichnen? Was weißt du von mir? Was projizierst du?
    Die Geschichte gefällt dir nicht, das verstehe ich, denn ich bin mit ihrem momentanten Stand auch nicht zufrieden, deshalb habe ich sie ins Forum gesetzt. Ich will an ihr arbeiten, sie auf den Punkt bringen. Mit "Geilheit" aber hat sie übrigens überhaupt nichts zu tun.


    "Hochnäsige" Grüße, Klammer
    Aber ein Traum - nikolaus-klammer.blog

  9. #9
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Wolfsmond

    die Beschreibung der Zusammenkunft weglassen, nur die Folgen beschreiben? Das kann ich machen - da hast du recht, es würde den Leser nicht so bevormunden. Das ist eine Idee, die sicherlich durchdenken werde. Danke. Dann müsste ich dem Schluss aber mehr Gewicht geben...

    bingo. dem schluss mehr gewicht: nicht zuviel aber, denk ich, ohne die 'sexszene' wird er ohnehin schwer(wiegender). was gesagt sein muss, das schreib.


    Soll ich die Schablonenhaftigkeit der Figuren aufgeben? Ich denke nicht.
    Die Geschichte ist auch noch lange nicht fertig, sondern bisher nur das Ergebnis von zwei Stunden abendlicher Sentimentalität nach einem arbeitsreichen Tag. Zu viele Adjektive habe ich immer drin (zu viele Noten, Herr Mozart) und etwa zwanzig Sätze habe ich bereits gestrichen. Ich gehe aber noch einmal darüber.
    unbedingt. und zur figurenzeichnung: dein letzter satz in der story, darauf kömmt es an bei der figurenzeichnung, nämlich dass dieser satz nicht behauptet, sondern zusammenfasst, auf den punkt bringt, was schon im text enthalten. meine meinung: am schluss der überarbeitung musst den letzten satz streichen können, ohne das etwas fehlt.


    bis dahin,
    greetings,
    Mr. Jones

  10. #10
    Tochter aus gutem Hause Avatar von Klammer
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    Post AW: Wolfsmond

    Gut, dann schrittweise. Ich beginne mit dem überarbeiteten Lydia-Teil. Für Anmerkungen wäre ich dankbar.


    -----------------


    Wolfsmond


    Die Frau schämte sich. Sie schämte sich wie noch nie in ihrem Leben. Es hätte nicht so weit kommen dürfen. Etwas war zerbrochen. Endlich bemerkte sie es: Das besoffene Schwein zu ihren Füßen war der Irrtum, für den sie sich verschwendet hatte, ihr Mann.
    Nach Bier und Urin stinkend lag er auf dem Rasen, halb unter dem Biertisch. Ein Partyteller verdeckte sein Gesicht. Er hatte Senf im Haar. Er schnarchte rasselnd.
    Hätte er ein paar Worte gelallt, ihren Namen vielleicht: Lydia wäre geblieben. Wenn er sie mit einem trunkenen Hundeblick angesehen, sich etwas bewegt hätte: Lydia hätte ausgeharrt.
    Bei Familienfeiern soff er, aber so betrunken war er noch nie. Auch ihrem Schwager war es peinlich. Er bot Lydia an, sie nach Hause zu fahren, doch sie lehnte ab, floh sein hilfloses Mitleid.
    Inzwischen bereut Lydia diesen Entschluss. Doch sie wird nicht umkehren.
    Sie läuft nicht die beleuchtete und befahrene Hauptstraße entlang. Sie benutzt eine Abkürzung quer durch die Felder am Wald entlang. Hier hat sich der Mond aufgeblasen und tränt seine Milch herab.

    ...auf der Welt zu sein, sagt die Biene zu dem Stachelschwein...

    Noch kann sie die Musik hören, die vom Gartenfest ihres Schwagers herüber schallt. Noch schämt sie sich. Aber neben die Scham ist ein Gefühl getreten, für das sie keinen Namen hat. Sie friert, obwohl das Getreide die Wärme des Tages eingefangen hat und freigiebig an die Nacht verschenkt. Grillen sägen an ihren gleichgültigen Liedern.
    Lydia vergräbt die Schultern tiefer in der dünnen Wolljacke. Mit der Mischung aus erstickender Scham und dem Namenlosen, das immer bedeutender wird, stöckelt sie auf ihren hohen Pumps weiter. Ihre Füße schmerzen, sie stolpert unbeholfen. Sie geht trotzdem entschlossen ihren Weg.
    Sie wundert sich, warum sie keine Angst hat. Was sie für ein Frösteln hielt, ist anders: Ihr ist nicht kalt. Sie durchströmt Hitze. Sie macht sie frösteln. Das bleiche Licht, das sie einhüllt, weckt Gier. Ja, das ist der Name des Gefühls. sie hat ihn gefunden: Gier.
    Lydia ist nicht schön, ihr Gesicht flach, das Make-up verschmiert. Dennoch strahlen ihre Augen, sie funkeln. Ihr Haar, offen und fettig, ist samtschwarz, verheißend. Es ist ihr Mond, der ihr das schenkt. Er macht Lydia nicht schön, aber er verändert sie.
    Roy Black schweigt. Auch die Grillen lauschen plötzlich. Lydia nähert sich dem Wald. Sie riecht den schweren, drängenden Dampf der Erde, Ausdünstungen nächtlichen Lebens, Verwesungsgeruch, der sie ergreift.Eine Mücke steht neben ihrem Ohr. Sie macht eine Handbewegung, bleibt stehen, lauscht, spürt, atmet flach. Das Insekt wird sie jetzt stechen, sie weiß es. Aber sie kann nichts dagegen tun. Sie ist dem Blutdurst hilflos ausgeliefert.
    Sie lacht. Jetzt schleudert sie unwillig ihre Schuhe von sich. Vielleicht kann sie der Mücke einfach davonrennen.
    Sie wendet sich vom Weg ab. Sie rennt hinein in das staubende, duftende Feld, stolpert über den Rain. Lydia rollt ungeschickt auf eine ungemähte Wiese. Mutwillig dreht sie sich noch ein paar Mal in dem juckenden, würzigen Gras. Schließlich liegt sie auf dem Rücken. Sie keucht, schnappt nach Luft. Der Mond fällt auf sie herab.
    Sie hört einen Schrei.
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  11. #11
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    AW: Wolfsmond

    Die Frau schämte sich. Sie schämte sich wie noch nie in ihrem Leben. Wegen des besoffenen Schweins zu ihren Füssen, ihrem Mann.


    so anfangen. eventuell ein bisschen anders. Mehr aussagen aber brauchste nicht.

    Es hätte nicht so weit kommen dürfen. Etwas war zerbrochen. Endlich bemerkte sie es:


    das weglassen, ist überflüssig.
    Das besoffene Schwein zu ihren Füßen war der Irrtum, für den sie sich verschwendet hatte, ihr Mann.


    weglassen, siehe punkt 1, wo das schon drin ist, auch das verschwendet, halt nicht explizit.


    Nach Bier und Urin stinkend lag er auf dem Rasen, halb unter dem Biertisch.



    biertisch? Wieso nicht einfach tisch? Nach stinkend ein komma.
    Ein Partyteller verdeckte sein Gesicht. Er hatte Senf im Haar. Er schnarchte rasselnd.
    Hätte er ein paar Worte gelallt, ihren Namen vielleicht: Lydia wäre geblieben. Wenn er sie mit einem trunkenen Hundeblick angesehen, sich etwas bewegt hätte: Lydia hätte ausgeharrt.


    ist er denn bewusstlos, der schweinische?


    Bei Familienfeiern soff er, aber so betrunken war er noch nie. Auch ihrem Schwager war es peinlich. Er bot Lydia an, sie nach Hause zu fahren, doch sie lehnte ab, floh sein hilfloses Mitleid.


    gefällt mir nicht, streichen? Weil: ist das nötig, den schwager ins spiel zu bringen? Lydia ergreift die flucht vor ihrem mann und der ganzen partygesellschaft? der schwager ist nur ein überflüssiges detail und vertritt dabei kaum die gesellschaft dort.


    Inzwischen bereut Lydia diesen Entschluss. Doch sie wird nicht umkehren.
    Sie läuft nicht die beleuchtete und befahrene Hauptstraße entlang. Sie benutzt eine Abkürzung quer durch die Felder am Wald entlang. Hier hat sich der Mond aufgeblasen und tränt seine Milch herab.

    ...auf der Welt zu sein, sagt die Biene zu dem Stachelschwein...

    Noch kann sie die Musik hören, die vom Gartenfest ihres Schwagers herüber schallt. Noch schämt sie sich.


    wie den übergang von der party zum heimweg? Denk dir was aus, was besseres. Oder lass es meinetwegen. Noch kann man die musik hören, noch schämt sie sich. Da denkt man sich das schämen in zusammenhang mit der musik. Ist das bewusst so von dir gewollt?

    Aber neben die Scham ist ein Gefühl getreten, für das sie keinen Namen hat.


    "ein (anderes) gefühl getreten, für das das namenlose", schreibst du weiter unten. Schreib drum hier "unnennbar", oder weiter unten. Aber nicht zweimal "namenlos".

    Sie friert, obwohl das Getreide die Wärme des Tages eingefangen hat und freigiebig an die Nacht verschenkt. Grillen sägen an ihren gleichgültigen Liedern.


    sägt ihren liedern? Ihren bezieht sich auf die frau, auf die grillen? Auf die grillen, ich weiss. Drum streich "ihren": grillen sägen an gleichgültigen liedern.

    Lydia vergräbt die Schultern tiefer in der dünnen Wolljacke. Mit der Mischung aus erstickender Scham und dem Namenlosen, das immer bedeutender wird, stöckelt sie auf ihren hohen Pumps weiter. Ihre Füße schmerzen, sie stolpert unbeholfen. Sie geht trotzdem entschlossen ihren Weg.



    "erstickender scham": erstickt die scham, oder erstickt die scham die frau? "das namenlose": siehe punkt zuvor. Nimm das "stolpert unbeholfen" anschliessend an: stöckelt sie auf ihren hohen Pumps weiter.

    Sie wundert sich, warum sie keine Angst hat. Was sie für ein Frösteln hielt, ist anders: Ihr ist nicht kalt. Sie durchströmt Hitze. Sie macht sie frösteln. Das bleiche Licht, das sie einhüllt, weckt Gier. Ja, das ist der Name des Gefühls. sie hat ihn gefunden: Gier.


    gier wonach? Hier möchte ich vielleicht mehr erfahren, hier geht's um sprache, die ein "gefühl" bezeichnet. Lydia wählt also das wort "gier" für das unnennbare, das, was sie vielleicht nicht kennt. Was bedeutet ihr das wort "gier"? hier kannste festmachen, was noch fast nirgends ist: das bisherige leben, das die gier unterdrückt. Drum hab ich dir oben auch das "verschwendet" gestrichen, das scheint mir zu plakativ. Lass dir hier was schönes einfallen, an dieser stelle. Ich bin gespannt.

    Lydia ist nicht schön, ihr Gesicht flach, das Make-up verschmiert. Dennoch strahlen ihre Augen, sie funkeln. Ihr Haar, offen und fettig, ist samtschwarz, verheißend. Es ist ihr Mond, der ihr das schenkt. Er macht Lydia nicht schön, aber er verändert sie.


    du sprichst von äusserlichkeiten. Kannste ruhig. Aber die veränderung zielt dann auch auf das aussehen, nicht auf die innere veränderung. Deshalb frag ich mich, warum das überhaupt erwähnt sein soll, diese äusserliche veränderung. Zumal niemand lydia sieht in diesem augenblick, ausser dir und mir als leser? aber was macht das für die story für einen unterschied?

    Mutwillig dreht sie sich noch ein paar Mal in dem juckenden, würzigen Gras. Schließlich liegt sie auf dem Rücken. Sie keucht, schnappt nach Luft. Der Mond fällt auf sie herab.
    Sie hört einen Schrei.


    mutwillig? nee, streich das bitte, das passt einfach nicht, vom klang, vom sinn, irgendwie total daneben, das wort. - Soweit meine Meinung und meine Vorschläge,

    greetings, Mr. Jones

  12. #12
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    AW: Wolfsmond

    Lieber mr. jones,


    eine schöne Textarbeit, ich danke. Ich geb dir in Obernberg einen aus.
    Obwohl ich dir bei einigem nicht zustimmen kann (denn es soll ja ein Klammertext bleiben und kein Jonestext werden), hast du die Finger auf einige wunde Punkte gelegt.

    Gruß,

    Klammer

  13. #13
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    AW: Wolfsmond

    Die Frau schämte sich. Sie schämte sich wie noch nie in ihrem Leben. Es hätte nicht so weit kommen dürfen. Etwas war zerbrochen. Endlich hat sie es bemerkt: Das besoffene Schwein zu ihren Füßen war der Irrtum, für den sie sich verschwendet hatte, ihr Mann.
    Nachdem Du eingangs deutlich die Vergangenheit markiertest, dann dieser Wechsel zum Perfekt. Das ist ungewöhnlich. Willst Du Deinen Text über Zeiten aufbauen, schichten?
    Nach Bier und Urin stinkend lag er auf dem Rasen, halb unter dem klebrigen Biertisch. Ein Partyteller verdeckte sein Gesicht. Er hatte Senf im Haar und schnarchte rasselnd.
    Hätte er nur ein paar Worte gelallt, ihren Namen vielleicht: Lydia wäre geblieben. Wenn er sie mit einem trunkenen Hundeblick angesehen, sich etwas bewegt hätte: Lydia hätte ausgeharrt.
    Nein, gefällt mir nicht. Da ist so ein Abstand, der nicht durch intuitive Angelehntheit zu überbrücken wäre. Warum so kompliziert?
    • Erzählerebene;
    • Erzählebene und vielleicht noch
    • Kommentatorenebene.


    Aber so?
    Bei Familienfeiern soff er immer, aber so betrunken war er noch nie gewesen. Auch ihrem Schwager war das peinlich. Er bot Lydia an, sie nach Hause zu fahren, doch sie lehnte ab, floh sein hilfloses Mitleid.
    Das Gefühl bleibt, die Sätze fliegen aus dem Nichts irgendwie zusammen. Das wird schwerlich etwas Organisches. Andererseits ist das Thema "Werwolf" resp. "Tierisches im Menschen" nur schwerlichst als Organon zu fassen, weil poetisch langweilig. Hm. Bin etwas uneins.

  14. #14
    Tochter aus gutem Hause Avatar von Klammer
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    AW: Wolfsmond

    Lieber Robert,


    ich danke für die Anmerkungen. Aber diese kleine Geschichte muss er einmal warten, denn ich bin gerade mit "crisis" beschäftigt. Dann fahre ich zwei Wochen in Urlaub und danach wird "Wolfsmond" im Orkus verschwunden sein. Also wirf keine Perlen vor die Säue.


    Gruß, Klammer
    Aber ein Traum - nikolaus-klammer.blog

  15. #15
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Wolfsmond

    Inzwischen bereut sie diesen Entschluß. Doch Lydia wird nicht umkehren.
    Sie läuft nicht die beleuchtete und befahrene Hauptstraße entlang. Sie benutzt eine Abkürzung quer durch die duftenden, reifen Felder am Wald entlang, über dem sich der Mond aufgeblasen hat und farblose Milch herabtränt. Noch immer kann sie die Musik hören, die vom Gartenfest ihres Schwagers herüber schallt.

    ...auf der Welt zu sein, sagt die Biene zu dem Stachelschwein...

    Und noch immer schämt sie sich, aber neben die Scham ist ein weiteres Gefühl getreten, für das sie noch keinen Namen hat. Sie friert, obwohl die Getreidefelder, an denen sie vorbei geht, die Wärme des Tages eingefangen haben und nun an die helle Nacht verschenken.
    keine Konzessivsätze hier; eine positive Beschreibung, eine Begrenzung der Wahrnehmung; in ein Pro setzen
    Grillen singen ihre gleichgültigen Liebeslieder.
    schlecht; auch hier bitte nicht per negationem
    Lydia vergräbt die Schultern tiefer in der dünnen Wolljacke.
    Stärker an die Gefühlswelt Lydias zurückbinden. Umfeld und innerer Kosmos gehen hier eine Verbindung ein: Nimm Dir hier mehr Zeit! Dein Text heißt WOLFSMOND! Dieser sollte mehr als ein Katalysator sein.
    Mit der seltsamen Mischung aus erstickender Scham und dem Namenlosen, das immer bedeutender wird, stöckelt sie auf ihren hohen Pumps weiter. Ihre Füße schmerzen, sie stolpert unbeholfen, aber sie geht entschlossen den holprigen Feldweg.
    wie äußert sich ihre Entschlossenheit?

    Wenn jemand Lydia gefragt hätte, warum sie ausgerechnet diesen Weg geht, hätte sie keine Antwort gewußt.
    Das ist dieses komplizierte Schreiben, das viele Leser verzweifeln läßt. WENN HÄTTE, dann HÄTTE... Warum hier? Ein Konjunktiv teilt sich doch auch direkt mit! Warum überhaupt Konjunktive? Weil's einfacher ist mit dem Denken? Ja, Mann, Du bist ein Künstler. Da laß Dir mal was einfallen! Bilder und Umgehungen, breitere Straßen mußt Du gehen. Da ist ein poetischer Raum, ein schwingender, den laß schwingen und zerhack ihn nicht durch HÄTTEs.
    Sie wäre erschrocken. Aber niemand fragt sie.
    Sie wundert sich, warum sie keine Angst hat. Was sie eben noch für ein Frösteln hielt, ist etwas anderes.
    In beinahe jedem neuen Satz teilt sich auch eine neue Zeitform mit. Das ist sehr kompliziert.
    Ihr ist nicht kalt. Sie durchströmt eine Hitze, die sie frösteln macht. Sie ist erregt. Das bleiche Licht, das sie einhüllt, weckt eine Gier.
    klarer und mehr, ausführlicher; Nebensätze hier vermeiden, in einen tiefen Schacht schauen
    Ja, das ist der Name des Gefühls: Gier.
    Lydia ist nicht schön, ihr Gesicht flach, das Make-up verschmiert. Dennoch strahlen nun ihre Augen, sie funkeln. Ihr Haar, offen und fettig, ist samtschwarz, verheißend. Es ist ihr Mond, der ihr das tut, er mildert die Häßlichkeit, macht Lydia nicht schön, aber anziehend und anders.
    reicht nicht; mehr und kratzen; die Häßlichkeit hat keinen Namen, nur einen Ausdruck, den Du noch findest
    Endlich schweigt Roy Black. Lydia nähert sich dem Wald. Stille und wirbelnde, lichtfleckige Dunkelheit empfängt sie. Sie riecht den schweren, drängenden Dampf der Erde, die Ausdünstungen des nächtlichen Lebens, Verwesungsgeruch, der sie wie eine Hand ergreift.
    Ja, und dann? Da muß noch etwas in ihr passieren.
    Der sirrende Ton einer Mücke steht neben ihrem Ohr. Sie macht eine abwehrende Handbewegung, bleibt stehen, lauscht, spürt, atmet flach. Das Insekt wird sie jetzt stechen, sie weiß es, aber sie kann nichts dagegen tun. Sie ist dem Blutdurst hilflos ausgeliefert.
    Sie steht neben sich. Sie darf hier nicht NUR neben sich stehen, sondern die Mücke als Gegensich begreifen und fürchten. Der Leser will sich hier auch fürchten, aber er steht nur außen vor. Laß ihn ein!
    Sie lacht, schleudert unwillig ihre Schuhe von sich. Vielleicht kann sie der Mücke davonrennen.
    Sie wendet sich vom Weg ab, rennt kichernd hinein in das betäubend duftende Feld, stolpert am Rain und rollt auf eine ungemähte Wiese, liegt auf dem Rücken, keuchend, nach Luft schnappend. Der Mond fällt auf sie herab, als wolle er sie verschlingen.
    Sie hört einen Schrei.
    hier geht es, aber das Motiv des Losrennens ist nicht gut erläutert; daß sie losrennt, ist okay

  16. #16
    Tochter aus gutem Hause Avatar von Klammer
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    Post AW: Wolfsmond

    Eine neue, verbesserte Version des Lydiateils, die freundlichen Anmerkungen von Jones und Robert mit eingearbeitet:


    Wolfsmond


    Lydia läuft nicht über die beleuchtete und befahrene Hauptstraße. Sie benutzt eine Abkürzung quer durch die Felder am Waldrand entlang. Hier hat sich der Mond aufgeblasen und tränt seine Milch herab.

    ...auf der Welt zu sein, sagt die Biene zu dem Stachelschwein...

    Noch kann sie Frau die Musik hören, die vom Gartenfest ihres Schwagers herüber schallt.
    Sie schämt sich wie noch nie in ihrem Leben. Etwas ist zerbrochen, endlich bemerkt sie es: Das besoffene Schwein ist der Irrtum, für den sie sich verschwendet hat.
    Es ist ihr Mann. Bei Familienfeiern soff er, aber so betrunken war er noch nie.
    Nach Bier und Urin stinkend lag er auf dem Rasen, halb unter dem Biertisch. Ein Partyteller verdeckte sein Gesicht. Er hatte Senf im Haar und schnarchte rasselnd.
    Lydia weiß, hätte er ein paar Worte gelallt, ihren Namen vielleicht: Sie wäre geblieben. Wenn er sie mit einem trunkenen Hundeblick angesehen, sich etwas bewegt hätte: Sie hätte ausgeharrt.
    Jemand bot Lydia an, sie nach Hause zu fahren, doch sie lehnte ab, floh sein hilfloses Mitleid.
    Inzwischen bereut Lydia diesen Entschluss. Doch sie wird nicht umkehren.
    Sie schämt sich. Aber neben die Scham ist ein Gefühl getreten, dem sie keinen Namen geben kann.
    Das Getreide hat die Wärme des Tages eingefangen und verschenkt sie freigiebig an die Nacht. Grillen sägen an gleichgültigen Liedern. Lydia friert trotzdem. Ihr ist, als habe der Mond ein Leichentuch über die Welt gezogen. Sie vergräbt die Schultern tiefer in der dünnen Wolljacke. Auch das Atmen fällt ihr plötzlich schwerer.
    Mit der Mischung aus erstickender Scham und dem Namenlosen, das immer bedeutender wird, stöckelt sie auf ihren hohen Pumps weiter. Sie stolpert unbeholfen, ihre Füße schmerzen. Trotzdem geht sie ihren Weg.
    Sie wundert sich, warum sie keine Angst hat. Was sie eben für ein Frieren hielt, ist etwas anderes: Denn ihr ist nicht kalt. Sie durchströmt Hitze. Das bleiche Licht, das sie umhüllt, weckt ein Verlangen. Ja, das ist der Name des Gefühls. Sie hat ihn gefunden: Gier macht Lydia frösteln. Sie giert nach einem eigenen Leben, das ihr nicht von ihrem Mann aufgezwungen wird.
    Lydia ist nicht schön, ihr Gesicht flach, das Make-up verschmiert. Dennoch strahlen ihre Augen, sie funkeln. Ihr Haar, offen und fettig, ist samtschwarz, verheißend. Es ist ihr Mond, der ihr das schenkt. Er zieht die Gier aus ihr heraus, stellt sie vor sie hin. Er macht Lydia dadurch nicht schön, aber er verändert sie.
    Roy Black schweigt. Auch die Grillen lauschen plötzlich. Lydia nähert sich dem Wald. Sie riecht den schweren, drängenden Dampf der Erde, Ausdünstungen nächtlichen Lebens, Verwesungsgeruch, der sie ergreift. Ihre Nasenflügel zittern. Nichts soll ihr entgehen, zu viel hat sie schon versäumt.
    Eine Mücke steht neben ihrem Ohr. Lydia zuckt erschreckt zusammen, macht eine hilflose Handbewegung, bleibt stehen, lauscht, spürt. Das Insekt ist da, bei ihr. Es wird sie jetzt stechen und sie kann nichts dagegen tun. Sie ist dem Blutdurst hilflos ausgeliefert. Aber sie will sich nicht geschlagen geben, diesmal nicht! Sie duckt sich, schlägt erneut nach der unsichtbaren Qual. Das Sirren bleibt unbeeindruckt bei ihr. Vielleicht kann sie der Mücke einfach davonrennen? Das hat sie als Kind so gemacht.
    Sie schleudert ihre Schuhe von sich, fühlt sich befreit, lacht.
    Lydia wendet sich vom Weg ab. Sie rennt hinein in das staubende, duftende Feld, stolpert über den Rain. Lydia rollt ungeschickt auf eine ungemähte Wiese. Erwartungsvoll dreht sie sich noch ein paar Mal in dem juckenden, würzigen Gras. Schließlich liegt sie auf dem Rücken. Sie keucht, schnappt nach Luft. Der Mond fällt auf sie herab.
    Sie hört einen Schrei.


    (...)
    Der "Erwin"-Teil folgt demnächst.


    Gruß, Klammer
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  17. #17
    schreibt hier hin und wieder
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    Thumbs up AW: Wolfsmond

    Bei allem Respekt vor Deiner sprachlichen Gewandtheit: Das ist zu Buchstaben geronnene Klischee.


    Diese Figuren, insbesondere die des unter der Fuchtel der dominanten Mutter dahinvegetierenden Altjunggesellen Erwin, existieren nur an einem einzigen Ort: zwischen Buchdeckeln und (jetzt auch) auf Internetseiten.


    Frauen mögen zuweilen irrational handeln, aber auch der wölfischste Mond wird sie m. E. nicht dazu bringen, sich spontan von einem nach Erbrochenem und Hundescheiße stinkenden Deppen bumsen zu lassen.


    Und noch eines: Die Geschichte ist nicht nur klischeebeladen und extrem unwahrscheinlich, sondern auch effekthascherich bis zum Exzeß.


    Alles, von der Naturbeschreibung (beim wie farblose Milch herabtränenden Mondlicht kommen einem dieselben (Tränen)) bis zum finalen Gliederkampf im würzigen Gras, ist auf den Effekt hin geschrieben, nein - konstruiert.


    Sorry, aber das Ganze bleibt - trotz der beteiligten Genitalien - eine Kopfgeburt.


    Gruß
    K.

  18. #18
    Tochter aus gutem Hause Avatar von Klammer
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    AW: Wolfsmond

    Ja, du hast recht, kassandra: ich bediene mich in wolfsmond klischees, setze sie sehr bewusst. quoth bezeichnete das als "liebesfilmdramaturgie". aber deine kritik trifft am ziel vorbei: der text will keine wirklichkeit darstellen, dies ist keine "wahre geschichte". die personen sind schablonen, die jeder kennt: die frustrierte ehefrau, der vom ödipuskomplex gequälte ewige junggeselle, tausendmal gesehen, tausendmal gehört. das ist doch das schöne an der vorarbeit der autoren der letzten jahrhunderte. es genügen ein paar kurze sätze, nur die anklänge von stimmungen, halbe zitate ("der mond tränt"; ja, soll es dich ruhig schmerzen, vor schmalz triefen) und ich erreiche beim leser genau das, was du gefühlt hast. Das ist unser gemeinsamer kulturhorizont.
    die klischees sind wichtig. es ist die aufgabe des künstlers, heute die klischees von morgen zu schaffen. denn wir leben unser leben mit klischees, ohne sie könnten wir nicht existieren.
    aber diese schablonen kann ich benutzen, meine eigentliche botschaft zu übermitteln, hinterhältig, hinter den formelhaften sätzen, die wie das "es war einmal" eines märchens sind.
    jones hat das thema erkannt:
    die verlorenheit des ichs, der verlust der identität.
    das ist nicht immer mein weg. aber diesmal war er es.


    gruß, klammer
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  19. #19
    schreibt hier hin und wieder
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    Question AW: Wolfsmond

    Hallo Klammer (eigentlich auch eine Mehrdeutigkeit),


    wenn Deine Intentionen tatsächlich in die beschriebene Richtung gehen, bleibt dennoch ein "aber".


    Wenn Deine Personen mit so groben Strichen skizziert sind, daß sie Klischeegestalten entsprechen, wo liegt dann deren (wahre) Identität, derer sie verlustig gehen könnten?


    Und was ist überhaupt Identität?


    Das, was wir zu sein glauben? Das, was wir für andere sind? Wie kann man etwas verlieren, das man im Grunde nie besessen hat?


    K.

  20. #20
    Tochter aus gutem Hause Avatar von Klammer
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    Lightbulb Identität

    Liebe Kassandra,


    du fragst, was Identität ist.
    Identität heißt Einerleiheit, Sichgleichbleiben. In der Logik schreibt man
    Identität Begriffen von gleichem Inhalt und Umfang, die völlig gleichlautend sind, zu; so sind Zahlen, die durch 2 restlos teilbar sind, und gerade Zahlen identisch. In der Wirklichkeit nennt man identisch dasjenige, was nur einen Gegenstand oder eine Person (!) ausmacht, z. B. ist der Täter eines Verbrechens identisch mit dem Angeklagten, der vor dem Richter steht, wenn der Richtige gefaßt ist. Identität wohnt dem Bewußtsein jedes einzelnen inne.
    Oder, um Hegel zu zitieren: "Indem nun so das Denken dies Allgemeine ist, das sich in sich reflektiert, in sich selbst bei sich selbst zu sein, so ist es diese Identität mit sich; diese ist aber das Unveränderliche, das Unvergängliche."
    Und das ist es ja: erst durch den Verlust ihrer ureigenen Identität konnten sich diese Typen zu Klischees entwickeln.

    Und jetzt etwas ernsthafter:


    In der Psychologie bezeichnet der Begriff "Identität" die Erfahrung eines Individuums, eine einzigartige, psychisch weitgehend stabile und von inneren oder äußeren Veränderungen unabhängige Einheit zu sein. Das Bewusstsein der eigenen Identität beinhaltet also, dass man sich als Individuum erlebt, als eine andere Person als die Anderen, und auch, dass man die Gegensätze und Verschiedenheiten innerhalb der eigenen Person zu einer Synthese bringt.


    Genau dieses Bewusstsein haben meine Klischeefiguren verloren, dem weinen sie nach, das ist das verlorene Ich des modernen Menschen.


    Gruß, Klammer (ich finde meinen Namen sehr eindeutig!)
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  21. #21
    rodbertus
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    Lightbulb AW: Wolfsmond

    Ich stimme Kassandra zu. Zwar hat der Märchen-Charakter hier eine äußere Form erhalten sollen, letztlich aber gehorchen Märchen bestimmten Mustern, sieben sollen es wohl sein, wollte ich meinem alten Professor Kaiser vertrauen. Und ich will hier vertrauen. Klischee? Ah, geh! Klischeeisierungen entstehen immer an einer Oberfläche, basieren aber auf empirischen Wahrheiten. Wenn aber die Oberfläche alles sein soll, weil das Märchen hinsichtlich seiner Formgebung schon den Inhalt als solchen korrumpiert (man denke an die sieben Muster), dann kann dem armen Helden und den anderen eigentlich gar nichts anderes übrig bleiben, als eben so zu handeln, wie sie denn handeln müssen, wollen sie sich nicht in den Gegensatz zu der ihnen verordneten Form stellen, was ihrerseits kaum möglich sein sollte - schließlich schreibt immer noch der Autor den Text! -, was aber dennoch im Bereich des Möglichen liegt und somit dem Autoren, sich dessen bewußt seiend, daß er eben nur eine bestimmte Anzahl von Mustern zur Verfügung hat, denen er, also wenigstens einer, gerecht werden muß, sofern er den Leser bei sich und in der Geschichte halten will, was aber immer noch nichts über die Entwicklungsmöglichkeiten der gesetzten und zwanghaft einem Muster folgen müssenden Figuren aussagt und auch gar nichts über den gezwängten - selbst gezwängten? - Autoren.
    Das Klischee, es wird geflissentlich unterschätzt.

    Identität ist nicht nur das Beisichsein, wie Du das beschreibst; deutscher Humor ist gerade das Außersichsein und Betrachten des Eigenen (von außen) und das abwägende Sichlustigmachen über die Faxen dieses Außerinnerichs. Das erst wird Identität - ein Graus für solcherart Psychologen.

  22. #22
    Tochter aus gutem Hause Avatar von Klammer
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    AW: Wolfsmond

    Habe ich behauptet, meine Geschichte wäre ein Märchen? Ich glaube nicht. Ich behauptete nur, der Wiedererkennenswert ihrer Struktur und ihres Figurenpersonals sei ähnlich wie der von Märchen.
    Zudem war ich der Meinung, ich hätte meine Klischeefiguren und meine "schmalzigen Sätze" deutlich genug ironisch gebrochen (aller Gefühlsüberschwang wird durch Triviales bis Ekelerregendes ausgelöst, durch Alkohol, Roy Black, eine Mücke, Hundescheiße, Gameshows, Erbrochenes usw.), um dem Vorwurf zu entgehen, dies sei Heftchenromanromanze a la "Heimatschicksal". Der Ausbruch der Emotion endet ernüchternd und lächerlich. Der moderne Mensch schämt sich dieses Ausbruchs und macht weiter wie bisher.
    Das wollte ich schreiben und das scheint zumindest bei Kassandra nicht so angekommen zu sein, also muss ich daran noch arbeiten.
    Vielleicht sollte ich mich aber wie Traumtänzer einer theoretischen Diskussion meiner Texte verweigern, da die Tiefe und Schärfe meiner Gedanken bekanntermaßen nicht an die von Literaturwissenschaftlern und Geistesgrößen wie Aerolith heranreicht...


    Gruß, Klammer


    [Diese Nachricht wurde von Klammer am 16. Oktober 2002 editiert.]
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  23. #23
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Wolfsmond

    ahh! ich glaube, du hast recht, trifft auch auf mich zu. das ist der wahre grund meiner enthaltsamkeit (im prinzip war ich schon immer, bei jedem text ein schlechter kritiker, aber insbesondere halt bei menen eigenen. beschränke mich erstmal aufs schreiben).


    klammer, wieso klammerst du dich eigentlich an diesen text, ich warte schon die ganze zeit auf eine fortsetzung deiner liebeserklärung.

  24. #24
    resurrector
    Status: ungeklärt

    AW: Wolfsmond

    Zitat Zitat von Klammer Beitrag anzeigen
    Vielleicht sollte ich mich [..] einer theoretischen Diskussion meiner Texte verweigern, da die Tiefe und Schärfe meiner Gedanken bekanntermaßen nicht an die von Literaturwissenschaftlern und Geistesgrößen wie Aerolith heranreicht...

    Ich spüre hier ein Iota Ironie. Abgesehen davon halte ich die Arbeit in diesem Ordner für fruchtbar, wenngleich der Text immer noch unvollständig und unrund geblieben ist.

  25. #25
    Tochter aus gutem Hause Avatar von Klammer
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    AW: Wolfsmond

    Ein netter Archivfund, dieser Ordner. Ich hatte keine Erinnerungen mehr an das Geblubber, das ich damals geschrieben habe. Das war ja schon eine heftige Diskussion um einen eher belanglosen kleinen Text von mir. Vor allem Kassandra und Quoth konnten ihn mir überhaupt nicht verzeihen und schossen mit Kanonenkugeln auf Spatzen. Seltsam. Vermisse ich heute solche virtuellen Auseinandersetzungen? Eher nicht ...

    Hier ist übrigens der Link zu der vorerst endgültigen Fassung von "Wolfsmond":

    https://klammerle.wordpress.com/2015...urzgeschichte/

    Grüße an den fleißigen Archäologen.
    Aber ein Traum - nikolaus-klammer.blog

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