vom schreiben


langsam wächst eine geschwulst in meinem kopf. ein kleines krebsgeschwür in meinen gedanken.
ein neuer text reift heran, da zwischen den erinnerungen. er nährt sich von ihnen, die erinnerungen geben dem geschwür halt und nahrung. und eines tages, wenn das geschwür dick und prächtig geworden ist, wenn es glänzt und von roten äderchen durchzogen ist, beginne ich, es herauszuschneiden. unbetäubt beginne ich, es aus seinem bezugssystem zu lösen, ich schneide mit kugelschreibern und stiften daran herum, bis es ausgeblutet auf einem blatt papier liegt.


und wenn es kalt, trocken und blutleer ist, gebe ich es dem computer zu fressen.