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Thema: Am Ende nur Dreck

  1. #1
    Kurzvormabschussiger
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    Post Am Ende nur Dreck

    __Am Ende nur Dreck__


    Hast dich jahrelang
    nicht mehr gesehen
    bist nicht mehr
    in alter Form
    verlogen, gebrochen
    Du Mörder
    bist längst
    bürgerlich rehabilitiert
    einer von ihnen


    Sie schreiben:
    "B.s Lügen"
    kennen die andere Seite
    Ein liebes Hundegesicht
    Ein totes Hirn
    erzeugt Kriminalromane
    ohne Farbband
    am Ende der "revolutionären Kampfphase"
    immer gewesen
    immer los - gelöst
    von Fragmenten Roter Arme : F.R.A.
    hast deshalb nicht gelernt
    hast nie politisch relevante
    und notwendige Fragen gestellt


    Wer stirbt
    ist abgeworben
    nicht für
    neue Ziele
    am Ende jeder Bewegung


    (Nicht für die RAF)
    (Nicht für Boock)


    __Schriftbeteiligung von Karl Rosenstein__Juli 1990__

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Question AW: Am Ende nur Dreck

    Darüber läßt sich inhaltlich sicherlich vieles sagen. Aber beginnen wir mit formellen Fragen:


    1. Interpunktion? Ja oder nein?
    2. Logische Schlüssigkeit: Ja oder nein?
    3. Das Du oder das Sie als Bewegpunkt für den Leser setzen: Ja oder nein?
    4. Wie viele abstrakte Begriffe verträgt ein Gedicht?



    Vorerst genug gefragt. Stell Dich!

  3. #3
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Am Ende nur Dreck

    1. Interpunktion gibt es bei derlei texten definitv nicht, die würden nur verwirren. Also muss das einzige komma eliminiert werden.
    2. Logik und Schlüssigkeit? Würde voraussetzen, dass der Leser etwas verstanden hat und ihm jetzt die Verbindung zwischen zwei Teilen nicht klar wird. Ich gehe mal davon aus, dass der Leser etwas nicht verstanden hat und es deshalb unlogisch wirkt. Bei Konkretisierung des Hinweises würde ich eine weitere Klärung versuchen.
    3. Die Frage nach dem Bewegungspunkt? Naja, es wird jemand angesprochen (Du) und es wird jemand zitiert (Sie). Die Aussage von Ihnen (Sie) dient der Konkretisierung der Ansprache des Du, wenn sie denn etwas konkretisiert.
    4. Ich habe kein Problem mit abstrakt. Es ist Reduktion und Verdichtung. Niemandem soll in prosa ausführlich erklärt werden, worum es geht, sondern abstrakte begriffe bringen etwas auf den punkt, fassen zusammen, sind für insider (Zielgruppenansprache), deshalb ist die publizierung von derartigen Texten ein "Problem". Die Zielgruppe ist keine Allgemeinheit, sondern einer kleiner Kreis.
    Aber: soviel ist es nun auch nicht. Im ersten Absatz finde ich nichts. Was ist denn abstrakt. Bitte um Textstellen!

  4. #4
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Am Ende nur Dreck

    Bekommst Du. So ein wenig textarbeit ist immer bekömmlich, sie schult den Geist und schärft den Verstand. Der aber ist alles. Oder doch nicht? Zählt das Gefühl auch etwas, gerade in Gedichten, gerade in abstrakten Gedichten, Sinngedichten? Wie wäre es mit etwas Sinnlichkeit?


    Interpunktion: Ich seh da noch einiges an Strichen, die man streichen könnte.
    logischer Aufbau: nach FORM folgt Unverständliches


    Du hast... Bruch, dann VERLOGEN und GEBROCHEN; wenn hier ein neuer Gedanke, zudem der des Gebrochenseins, dann muß da auch eine äußere Brechung erfolgen; REHABILITIERT ist schlecht, es klingt hier gar nicht und zerreißt den text ein zweites Mal. (Und das in der ersten Strophe!) Okay, nehme ich das als ästhetisches Muster, daß die Sprache eben nicht gradaus geht, sondern zerrissen werden muß. Dann aber frage ich Dich, warum Du überhaupt strukturierst. Oder anders, wie Achtpanther jetzt sagen würde: Dann bau erst ein wenig Spannung auf, um sie dann bösartig zu zerstören. Das wäre doch mal eine Herausforderung!


    Ich denke, wir sollten diesen text zu retten versuchen, indem wir ihm eine Form geben, in der sich die Inhalte wirklich austoben können.

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