Umfrageergebnis anzeigen: Heiligt der Zweck der Mittel?

Teilnehmer
3. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • grundsätzlich ja

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  • grundsätzlich nein

    1 33,33%
  • beides hat nichts miteinander zu tun

    0 0%
  • der Zweck kann Mittel adeln

    2 66,67%
+ Antworten
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Ergebnis 1 bis 25 von 97

Thema: Heiligt der Zweck die Mittel?

  1. #1
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Arrow Heiligt der Zweck die Mittel?

    Reden wir drüber! - https://de.wikipedia.org/wiki/Terror...September_2001


    Jubel in Palästina. Betroffenheit beim Rest der Welt.


    Rettung? Gebt ihnen, was sie wollen! Nehmt ihnen, was sie lachen läßt im Angesicht des Todes. Redet und lärmt nicht.
    Irgendwie ist es wie immer. Weltgericht später. Darauf Vertröstung.

  2. #2
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Heiligt der Zweck die Mittel?

    es ist schwierig, die USA haben sich in den letzten Jaheren als Weltherrscher gefühlt und aufgeführt. Der Anschlag auf das World Trade Center trifft sie (als Symbol) an ihrer empfindlichsten Stelle. Ihr Glaube unverwundbar zu sein ist zerstört. Die Wirtschaft, die die Welt beherrscht ist, ganz wörtlich angegriffen worden.
    Es gibt einen Krieg, bisher hat die westliche Welt keine Kenntnis davon nehmen müssen, weil er in "irgendwelchen Wüsten" ausgetragen wurde..
    Jetzt muss sie es auch sehen. Moral?
    Natürlich bin ich gegen Menschenopfer, grundsätzlich- aber ich weiß nicht wie ich darüber denken würde, wäre ich nicht im komfortablen Westdeutschland aufgewachsen, sondern in Palästina.


    Kyra

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Heiligt der Zweck die Mittel?

    nein kyra,


    die welt ist nun aufmerksam geworden, auf das monster araber. leider wird diese grausame anschlag weder auf kurze noch auf lange sicht irgendeinem palestinenser nützen, im gegenteil.


    insofern robert, bin ich der meinung, daß sich die frage der zweck heiligt die mittel gar nicht stellt, weil solch ein anschlag von vorne bis hinten sinnlos ist, ja, der schuß geht sogar nach hinten los.


    ein weiterer gedanke: selbst wenn die usa keinen schuldigen FINDEN sollte, einen schuldigen wird es geben. und machtlos werden wir vor weiteren trümmern stehen.


    bye
    tt

  4. #4
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Heiligt der Zweck die Mittel?

    Ich sage etwas dazu, wenn ich Worte wiedergefunden habe. Außerdem kommentiere ich heute nicht und moderiere heute auch nicht.

  5. #5
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Heiligt der Zweck die Mittel?

    Hallo TT


    ich habe mich vielleicht schlecht ausgedrückt, aber zentraler Punkt war mir zu sagen, wie soll ich wissen wie ich dies sehen würde, wäre ich nicht von hier.
    Dass es den Arabern nur schadet ist klar, jetzt werden sie erst recht gehasst, aber das frage ich mich in dieser Situation nicht. Ich versuche immer moralische Fragen mit mir zu klären, was wäre meine Moral, wäre ich anders aufgewachsen.
    Es tut mir, aus meiner fernen Sicht von hier, einfach Leid so viel Leid zu sehen. Ich finde es dumm und kontraproduktiv, wirft alle zurück und die USA freuen sich auf jede Auseinandersetzung mit Arabischen Ländern.


    Sorry ich bin auch sehr verwirrt, darum denke ich kreuz und quer.


    Kyra

  6. #6
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    AW: Heiligt der Zweck die Mittel?

    katastrophe.
    und trauer um jedwelches menschenopfer.
    und minimale genugtuung auch - als wenn ein mitschüler den lehrer mit einem radiergummi am kopf treffen würde... .
    und v.a. angst - weil wenn george bush jr. einmal böse wird - und ich glaube er ist gaaaanz böse - dann ist ihm alles zuzutrauen - er ist nicht unbedingt der typ, der menschenleben schätzt... . -
    insofern sowieso ein schuss nach hinten.
    hoffen wir, dass alles glimpflich ausgehen möge - alle werden gewarnt sein, wie schnell "die heile welt" zusammenbrechen kann... -
    katastrophe.

  7. #7
    rodbertus
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    AW: Heiligt der Zweck die Mittel?

    Ja, Paul, genau das macht mir auch die meisten Sorgen, die Vergeltung und die Re-Vergeltung und..


    Uis, ich denke, wir sollten schon darüber sprechen, denn denken wir einmal weiter: Was kommt danach?

  8. #8
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Heiligt der Zweck die Mittel?

    Sorry, Editierfehler.


    Ich kann die "minimale Genugtuung" nicht verstehen. Sicher kann man die verschiedensten Haltungen zu US amerikanischer Außen- oder Wirtschaftspolitik annehmen. Aber "Staat" und "Wirtschaft" sind abstrakte Gebilde, während hier ganz konkrete Menschen vorsätzlich getötet wurden. Menschen, deren Zusammenhang mit den beiden vermeintlichen Zielen sicher in den allermeisten Fällen gleich null ist.

  9. #9
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Heiligt der Zweck die Mittel?

    ...doch, das ist ausdiskutiert, der Zweck heiligt die Mittel, es gibt genügend Beispiel, die einleuchten. Aber das hier? Was ist der Zweck? Hier gibt es nur Mittel, aber kein Ziel. Es gibt viele Zwecke, die für Araber (wenn sie es denn gewesen sind..), Anstrengungen lohnen würde, aber das hier ist nicht das richtige Mittel. Es gibt nicht mal Ross und Reiter.

  10. #10
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    AW: Heiligt der Zweck die Mittel?

    Brecht:
    Arm ist das Land das Helden braucht ...
    Erst kommt das Fressen, dann die Moral ...

  11. #11
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    AW: Heiligt der Zweck die Mittel?

    Hoffe, der Titel des Themas ist gewählt, um die Diskussion zu "entfachen". (?)


    Die Mittel sind eindeutig,
    der Zweck: meiner Ansicht nach Verbreitung von Angst, Machtgelüst.
    Da aber die Frage "WER verfolgt diesen Zweck?" (für mich) noch nicht geklärt ist, gibt es (für mich) auch der Theorien/Spekulationen einige.


    Und genau darin bestehen auch die Gefahren, die nun folgen (werden?) können.


    Wie Wolfgang ganz richtig dargelegt, möchte ich über den "Jubel" der getroffenen Institutionen "Staat", "Politik" und "Wirtschaft" (diesen "Gebilden" tut der Terror nicht weh) die "vorsätzlich getöteten ganz konkreten Menschen" in den Vordergrund stellen, dabei aber zu bedenken geben, dass dieser Vorsatz jeden Tag in die Tat umgesetzt wird in den verschiedensten Regionen unserer Erde.
    Nur die Medienwirksamkeit schlägt hier oft fehl, bzw. fehlt aus den verschiedensten Gründen ganz.


    Bin ganz Pauls Meinung:
    "Trauer um jedwedes Menschenopfer",
    obwohl mir hier auch der Begriff OPFER nicht behagt - also lieber: Trauer um jedweden von Menschenhirn und Menschenhand getöteten Menschen.


    Dann sollte hier aber auch jeden Tag mind. ein Ordner mit gleichem Titel oder mit Roberts erster Zeile "Reden wir darüber!"
    zum Gedankenaustausch stehen.


    Bzw. stellt sich für mich die Frage:


    Mit welchem Ziel hast du den Ordner hier eröffnet, Robert?


    Die Aussage: "... denn denken wir einmal weiter: Was kommt danach?" ist nicht sehr konkret formuliert.


    Soweit meine, sicher sehr subjektive Sicht

  12. #12
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    AW: Heiligt der Zweck die Mittel?

    Was kommt danach? Zumindest die Einsicht, dass ein menschliches Gebot " Du sollst Nicht töten!" durch eine andere " menschliche" Erziehung und das bloße Versprechen auf eine unwägbare Zukunft, das Paradies, sehr leicht in " Du darfst töten!" gewandelt werden kann.
    Heiliger Krieg, Religion!!! Ich danke für jeden aufgezwungenen Glauben. Nein, ich danke nicht, ich sch.... drauf!
    Irgendwann habe ich doch tatsächlich geglaubt, die Menschen kommen sich durch die " Segnungen" moderner Technik näher, nehmen sich verständnisvoll an die Hand. Ich bin ein alter Trottel! Wie sehr sie die " Logistik" näher bringen kann, das durfte ich gestern.....
    Bitte, welcher Glaube bleibt einem alten Menschen?

  13. #13
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    AW: Heiligt der Zweck die Mittel?

    heikles thema das, sobald es politisch angegangen wird - da die attentate wahrscheinlich politischen ursprungs sind, schwer diese sichtweise gänzlich ausser acht zu lassen -
    rein menschlich sind die attentate ein unding, mit nichts zu erklären - auch nicht mit religiösen, politischen oder sonstwelchen motiven -
    rein menschlich halte ich allerdings von george w. bush ebenso nichts, halte ihn für einen mörder - keiner hat das recht, einen menschen zu töten, auch nicht aus vergeltung, auch nicht auf dem elektrischen stuhl! -
    interessant, was a. einwarf ist die medienwirkamkeit - erschreckend überhaupt die dauerpräsenz von medien: woher all diese detaillierten aufnahmen der attentate??? -
    und warum kommt z.b. eine überschwemmungskatastrophe in indien, die ebenfalls unzählige menschenopfer fordert, auf seite 17 der zeitung, ein kleiner absatz zum thema aus aller welt??? - mensch ist mensch, sollte man meinen... -
    was mir weiter auffiel in den kommentaren aus deutschland und europa, ist dieses wörtchen "müssen" - "wir müssen für die demokratie stehen", "wir müssen amerika bekunden, daß wir zusammenhalten" - das klingt mir nicht ganz rein... -
    wie dem auch sei, schrecklich all diese vorfälle, schrecklich auch die weltweite unsicherheit, schrecklich, daß das ganze einen dominoeffekt erhalten könnte - ich hoffe schwer auf die vernunft und die menschlichkeit...

  14. #14
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    AW: Heiligt der Zweck die Mittel?

    Es wird keine Knüppel-aus-dem-Sack-Politik und Antwort dieser Art geben. Es wird zu einem Nachdenken und gezieltem Handeln aller am Frieden interessierten Kräfte führen müssen. Gedanken zur Verteilung des Reichtums in der Welt, Gedanken zur Ungerechtigkeit in dieser Hinsicht werden auf der Tagesordnung stehen müssen. Wäre ich Polititker, ja, das wären Worte für eine Sonntagsrede, einverstanden, aber haben wir eine andere Wahl?


    [Diese Nachricht wurde von uisgeovid am 12. September 2001 editiert.]

  15. #15
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    AW: Heiligt der Zweck die Mittel?

    Ich frage mich gerade, wie lange es noch dauert, bis solche Typen wie dieser Osama Bin Laden (oder wer auch immer dahinter stecken mag) ihre erste A-Bombe zwischen die Finger kriegen.
    Und was dann passiert ist klar: Die Welt wird brennen.
    Gelobt sei Allah!




    [Diese Nachricht wurde von Mark am 12. September 2001 editiert.]

  16. #16
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    Post AW: Heiligt der Zweck die Mittel?

    Mein lieber lester! Die Sache ist nicht ausdiskutiert, wenn Du behauptest, daß der Zweck die Mittel heilige. Das tut er eben nicht. Ein Problem nämlich ist, daß Herr Bush der Meinung ist, daß der Zweck die Mittel heilige. Er erklärt, daß man auf die Mittelanwendung nicht rekurrieren müsse, daß man keine Scham haben müsse usw., was gleichzusetzen ist mit den Taten der Herren Terroristen, die eben auch einsetzen, was ihnen zu Gebote steht. Sie tun's, um ein politisches Kräfteverhältnis zu beeinflussen, zu ihren Gunsten zu verändern. Chaos ist die Vorstufe für den Heiligen Krieg. Das Untier wird aus dem Erdinnern erstehen und die Menschen werden sich als Feinde gegenüberstehen, um sich zu reinigen... blabla. Die Amis würden einen agonalen Krieg nie zulassen, sie bevorzugen keimfreie Gewalt. Egal.

    Worauf ich hinauswill:
    Ich denke, wir sollten das unsrige tun, was bedeutet, Gewissen und Wissen, Feinheit in den Köpfen herbeiführen, wir sollten gegen diese Brandstifter vorgehen, diese Bushs und Ladens, Gaddafis und Husseins, Fischers, Leute vom MIK und der Heimatfront und Milosevics, weißdergeier, die eben ihre Spielchen treiben, die sich an der Macht berauschen und an sich selbst, die willkürlich und unfrei nur ihrem Willen gehorchen, der da die Welt will, der eben Leichenberge zurückläßt und fragt, was der Zweck nicht sein kann: Ich. Diese wildgewordenen Affen, rasiert und losgelassen, schreien nicht, sie deklamieren und buhlen um Zustimmung oder Haß, sie wollen im Brennpunkt stehen und machtgeil heischig sein.
    Und zugrunde liegt eine falsche Grundsatzentscheidung, wahrscheinlich mehrere, aber eine grundlegende: Der Mensch ist ein Mittel nur, einem Zweck zu genügen. Also ist der einzelne austauschbar und benutzbar. So denken sie. Die Dinge sind, weil sie sein sollen, weil sie gehorchen sollen, weil sie dienen sollen. Sie dienen, sie werden benutzt und nicht als Schöpfung begriffen, als Selbstwert.
    Ist die Entscheidung für dieses Denken erst einmal gefallen, dann sind wir wieder bei diesem Augeumauge-Denken, dann sind wir wieder im Alten Testament, aus dem die Menschen anscheinend bis heute nicht erlöst wurden durch den Tod des Einen.

    Aber was rede ich? Ich bin heute vielleicht nur ein bißchen sehr wütend. Ich befürchte, daß sich auch in den USA viele die Hände reiben und auf wachsenden politischen und wirtschaftlichen Einflußgewinn spekulieren, denn eins ist sicher, frage ich cui bono?, den "Arabern" nützt dieses Attentat eher weniger.

    Liebe a.! Ist Deine Frage damit beantwortet?

  17. #17
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    Post AW: Heiligt der Zweck die Mittel?

    Ja, Robert, das unsrige tun... wach rütteln, Feinheiten in die Köpfe bringen, wie du schreibst, gegen diese ganzen machtbesessenen ICH's...


    Ja, sei ein bißchen sehr wütend, sollten wir alle sein, jedes Mal, wenn durch Menschen Menschen sterben.


    Bush sind die getöteten Menschen in seinem Land völlig gleichgültig, aber ganz persönlich fühlt er sich betroffen (Warum gerade, wenn ich die MACHT übernommen habe... blablabla), andererseits kann er doch nun so richtig loslegen, nieder mühen, was und wer ihm im Weg steht (besser gesagt, die eigentlichen Drahtzieher im Hintergrund werden Bush loslegen lassen - den Ich-besessenen in königlichem Machtrausch leicht zu benutzenden Bush). Alle, die den Terroristen Unterschlupf gewähren, werden - so Bush - ihrer "gerechten" Strafe nicht entgehen. Afghanistan duck dich, Russland huldige mir, Hussein gib Acht - in jede Richtung werd ICH, Bush, Amerika, um mich schlagen...
    und was sich da noch für Türen auftun...
    Die Börse kracht, Inflation gestoppt, Aufbauarbeiten in den zu Trümmern zerlegten Stadtteilen = Hochkonjunktur für die Wirtschaft, Aufrüstung unbedingt (und "ein jeder" wird's verstehen und beipflichten) unter dem Motto: "Nun seht doch, wir müssen uns besser schützen!"
    (Ölvorkommen und Wasser-Ressourcen hier noch gar nicht näher beleuchtet)
    Und man wird's ihm danken und ihn preisen, was er alles tut für SEIN Amerika.
    Auch ein Auto der Terroristen ist schon gefunden, mit Aufzeichnungen, die keinen anderen Schluss zulassen, als dass es Bin Laden war (ja, vielleicht ist er's gewesen, aber für mich gilt immer noch der Grundsatz: erst schuldig, wenn schuld bewiesen) und es wird auch bald einen Terroristen geben, den man uns vorführen kann, wir werden ihn in Großaufnahme sicher bald auf jedem Bildschirm zu Gesicht bekommen...


    Ich weiß nicht, das ist mir alles zu einfach, zu leicht erklärbar zu logisch...
    Na ja, wie extra insziniert eben für jeden, der es bisher nicht glauben wollte...
    (weiß nicht, bei Bush's Ansprache blitzte das Wort Kristallnacht in meinem Hirn auf)


    Bleibt nur, wie du, Paul, ganz richtig sagst, dass die Vernunft und die Menschlichkeit den Sieg davon trägt(egal, wer für diese und andere Greueltaten verantwortlich ist), dass sich keiner (die anderen Wirtschaftsstaaten, besonders EU) nicht mitreißen lassen vom Takt des Tanzes auf dem Vulkan, dass Besonnenheit und der Wunsch nach Fortbestehen unserer selbst und der Schöpfung an sich die weiteren Taten aller Menschen leiten.


    Ja! So seh ich das, wütend, verwirrt etwas...

  18. #18
    schreibt hier hin und wieder
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    Post AW: Heiligt der Zweck die Mittel?

    Was offenbart uns dieser Anschlag? Die offene Gesellschaft ist verletzbar, das wußte man vorher auch schon. Die Humanität hat ihre Grenzen in der Inhumanität der Gegner der Humanität. Auch das ist bekannt. Terror ist eine wirksame Waffe, um Ziele zu erreichen. Welche Ziele sollten erreicht werden, wer steckt dahinter, bis jetzt gibt es anscheinend keine gesicherten Ergebnisse über die Hintergründe und Verursacher des grausamen Anschlags. Also ist der Spekulation Tür und Tor geöffnet. Jeder Krieg nährt sich von der Lüge, daraus kann man schließen: Auch die Informationen über dieses schmutzige Geschäft des Anschlags wird im Dunkeln bleiben, die Nachrichten werden so gestreut, daß die Aggressionen sich dorthin lenken, wo man sie am Besten brauchen kann. Was lernen wir noch: Die Verflechtung des Informationsmonopols wird deutlich. Auf allen mir zugänglichen 34 Fernsehkanälen liefen mehr oder weniger die gleichen Bilder. Unterschiedliche Sender schalteten sich zusammen, da sie auch als ein Konzern fungieren und durch das Ereignis nur noch der Nachrichtensender des jeweiligen Programms von Interesse schien. Rühmliche Ausnahme bildete der Kultursender ARTE, der unverändert sein Programm fortführte.


    Die Propaganda setzte ein.


    Alle Staaten, die meisten Menschen verharrten in Entsetzen und Trauer, angesichts eines solchen Ereignisses ist das auch weiter kein Wunder. Eine Ausnahme bildeb anscheinend/scheinbar einige Palästinenser. Immer wieder die gleichen Bilder werden durch den Äther geschoben. Diese Bilder sollten uns vorführen, daß es Menschen gibt, die den Anschlag feierten. Doch ich sah nur Kinder mit leeren Gesichtern eine Palästinaflagge (ähnlich wie es jedes Kind bei McDonalds, nur eben mit dem gelben "M" erhält) schwenken. Durchs Bild lief eine verhüllte, bebrillten Frau. Kamaraschwenk, Schnitt: Bilder aus einem Cafe, in dem Kuchen verteilt wurde. Nun gut, vielleicht gibt es Verrückte, Getäuschte, Enttäuschte, Manipulierte oder auch nur Dumme, die sich über so etwas freuen können. Aber hier wird die Meinung gelenkt, aufgebauscht, gezielt gepuscht, hier wird Gegengewalt im Vorfeld gerechtfertigt und das sind die Gefahren, die uns wirklich bedrohen. Hier verschließt sich die offene Gesellschaft; wird in einer Weise geschlossen, um ihre Interessen zu verhüllen und den Anschein des Offenen zu verleihen.


    Vermeintlich Täter werden identifiziert und informationstechnisch offeriert. Ob es sich um tatsächlich um die Schuldigen handelt, scheint unerheblich.


    Historische Vergleiche


    Sofort werden historische Vergleiche herangezogen: Pearl Habor. Das ist natürlich Unfug. Eine bessere Kategorie wäre hier Auschwitz. Warum? Gerade mit dem Begriff "Auschwitz" muß man äußerste vorsichtig hantieren, hier ist dem Mißbrauch Tür und Tor geöffnet. Aber nach längerem Überlegen eröffnet sich die Parallele: Unschuldige Menschen sind durch das Handeln weniger eliminiert worden. Ihr gemeinsames Charakteristikum und verschulden: "Nationalität Amerikaner". Ohne Rücksicht auf Alter, Geschlecht, Hautfarbe oder Glaube wurden hier Menschen hingerichtet, nur eben weil sie in Amerika hier speziell New York leben und die USA eben zum deklarierten Feind der Terroristen auserkoren wurde. Nationalität ist abstrakt. Die Opfer sind konkret. Der Anschlag war gezielte Vernichtung vollkommen Unschuldiger. Die Tat ist in der gleichen Weise verabscheuungswürdig wie der Genozid in Jugoslawien oder die Judenvernichtung in Deutschland während des Dritten Reiches. Diese Taten sind durch nichts rechtfertigbar, also das Verwerflichste was sich Menschen ausdenken können.



    Das erste, was ich gestern dachte, war Krieg.

  19. #19
    Tochter aus gutem Hause
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    Post AW: Heiligt der Zweck die Mittel?

    Danke für den Kommentar. Doch eine Frage steht weiterhin im Raum: Was kommt danach? Wie betrifft zum Beispiel dieses Verbrechen gegen die Menschlichkeit - arabischer Kommentar - unser kleines Forum? Die paar Leutchen, die sich dem kunstvollen Wort widmen...das meistens Nichts bewirkt. Sollten wir, angesichts der furchtbaren Realität, nicht einige Zeit die grosse Klappe halten?
    Ich habe darüber nachgedacht, besonders in Bezug auf unsere geplante Veröffentlichung "Flusspaziergänge" und bin zu der Meinung gekommen, ein Rückzug wäre das Eingeständnis, dass der Terror sein Ziel erreicht:Wir, die Gegner, hätten stumm zu bleiben, den Kopf zu senken, hinzunehmen.
    Gewiss werden wir nicht viel bewirken, vielleicht noch nicht einmal einen winzigen Flusstropfen auf den heißen Stein pinkeln können, doch Publikationen sind UNSERE Mittel,Meinungsfreiheit zu dokumentieren. Eine Freiheit, die NIEMAND verletzen darf.......LÄSST TERROR ANDERE MEINUNG ZU?

    So denke ich, und ich will veröffentlichen!

  20. #20
    schreibt hier hin und wieder
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    Post AW: Heiligt der Zweck die Mittel?

    PS+


    1. vorgestern
    2. denken mußte
    3. nicht heilig
    4. pittoresk:kotzen

  21. #21
    Claire
    Laufkundschaft

    AW: Heiligt der Zweck die Mittel?

    "...und die USA freuen sich auf jede Auseinandersetzung mit Arabischen Ländern."


    Kyra!
    Diese ungeheuerliche, bis zum Gipfel der Verallgemeinerung und undifferenzierten Denkens getriebene Behauptung kann ich nur noch als gefaehrliche Dummheit bezeichnen!
    Warum teilt denn Bin Laden z.B. sein riesiges Vermoegen nicht mit den armen Glaubensbruedern, sondern benutzt es, um aus seinen "Glaeubigen" lebende Bomben zu machen?
    Befasse dich erst einmal mit den Hintergruenden der islamischen Fanatiker, bevor du eine solch platte ignorante, alles ueber einen Kamm scherende Behauptung aufstellst. Denn genau aus solchem Alles-in einen-Topf-Scheissen-Denken entstehen und entstanden stets deratige Katastrophen der Unmenschlichkeiten. Immer fein nur Schwarz und Weiss, das ist so einfach und man hat immer ein gutes Gewissen, weil man selbst ja natuerlich weiss denkt. - Hier ein paar Fakten, denk mal darueber nach!


    "Der Friedensprozeß widerspricht grundlegend unserer Ideologie und Religion!" Erklaerung des säkularen Moslem Rashid , warum es auf palästinensischer Seite so viel Widerstand gegen die diplomatischen Anstrengungen zu einer aus westlicher Sicht vernünftigen Lösung des Nahostkonflikts gibt.
    Rashid, der Versicherungsmakler aus el-Azariya erklärt stellvertretend für Millionen von Moslems: "Nach islamischer Lehre dürfen wir auch nicht das kleinste Stückchen Land Palästina aufgeben."
    Die islamische Lehre teilt die Welt in zwei Machtbereiche. Das "Haus des Islam" (Dar al-Islam), das auch "Haus des Friedens" (Dar e-Salaam) genannt wird, ist das Territorium, das unter der "Sharia", dem islamischen Recht, steht. Das sind alle Länder, in denen der Islam Staatsreligion ist.
    Der Rest der Welt wird als "Haus des Krieges" (Dar al-Charb) bezeichnet. Das sind alle (noch) nicht-islamischen Länder.
    Einer der entscheidenden Unterschiede zwischen Islam und Christentum wird hier deutlich. Aus biblischer Sicht beginnt das Reich Gottes im Herzen einzelner Menschen und dehnt sich von dort auf eine Gemeinschaft von Gläubigen aus. Entscheidend ist, was im Leben einzelner Menschen geschieht, nicht Landbesitz oder geltendes Recht.
    Im Islam dagegen ist das Rechtssystem, das über ein bestimmtes Territorium herrscht, entscheidend. So können auch Staaten zum "Haus des Islam" gerechnet werden, die große nicht-moslemische Bevölkerungsteile haben.
    Das Mittel zur Islamisierung der Welt heißt im Arabischen "Jihad", "Heiliger Krieg". "Jihad" ist alles, was der Ausdehnung des "Hauses des Islam" dient. Das sind nicht nur herkömmliche kriegerische Mittel, der Terror der radikalen Islamisten, sondern zuallererst der Aufruf an die Ungläubigen zur freiwilligen Hingabe (Sure 2,256; 3,20; 8,7-8).
    Es gehört zum "Jihad", wenn in einem islamischen Zentrum in Deutschland die Weisung ausgegeben wird, deutsche Frauen zu heiraten. "Jihad" ist, wenn Moslems den Koran in Hotels auslegen oder im Westen Moscheen bauen. Alles, was der Ausbreitung des Islam dient, ist "Heiliger Krieg", auch Methoden, die wir im christlichen Bereich unter "Mission" oder "Evangelisation" zusammenfassen würden.
    Die "Leute des Buches", wie Juden und Christen im Koran genannt werden, haben als "Dhimmi", als Menschen zweiter Klasse, nach der "Sharia" ein (vorläufiges) Existenzrecht. Entscheidend ist nicht, was die Menschen im "Haus des Islam" denken, glauben oder fühlen. Entscheidend ist, welches Rechtssystem ihr Leben regiert. Deshalb ist es möglich, daß Moslems, Juden und Christen Jahrhunderte lang friedlich nebeneinander leben konnten unter islamischer Herrschaft.
    Dabei haben Juden allerdings eine niedrigere Stellung als Christen. Nach Aussage des Korans stehen Juden, im Gegensatz zu den Christen, auf einer Stufe mit Heiden und zeigen sich "den Gläubigen gegenüber am meisten feindlich" (Sure 5,82). Deshalb ist Allahs erklärte Absicht für die Juden: "Im Diesseits wird ihnen Schande zuteil, und im Jenseits haben sie ein gewaltige Strafe zu erwarten" (Sure 5,41). Juden verdienen "nichts als Schande im diesseitigen Leben. Und am Tag der Auferstehung werden sie der schwersten Strafe zugewiesen werden" (Sure 2,85).
    Das "Haus des Islam" dehnt sich nach der Lehre des Korans immer weiter aus. Das liegt nicht an den Menschen, sondern weil Allah durch seine Gläubigen kämpft (vergleiche dazu Sure 8,10.17). Weltweit wird immer mehr Land der Sharia unterworfen. Daran läßt sich das Wesen Allahs, die Allmacht des Gottes des Islam, erkennen.
    Allah ist allmächtig, heißt es. Und: Allah ist der einzig wahre Gott. Mohammed behauptet: "Der Islam ist immer überlegen, es gibt nichts Höheres als ihn."
    Dieser Anspruch zeigt sich im Gottesdienstruf, wo der Ruf des Muezzin lauter ist als das Läuten der Kirchenglocken, und auch in der Architektur, wo neben einer Kirche auch eine Moschee steht, deren Minarett höher ist, wie beispielsweise neben der Geburtskirche in Bethlehem oder neben der Grabeskirche in Jerusalem.
    Der Koran sagt (Sure 5,56): "Die auf Gottes Seite stehen, werden Sieger sein". Eines Tages wird, nach der Lehre des Islam, die ganze Welt "Dar al-Islam", "Haus des Islam", sein. Das Leben aller Menschen wird dann von der "Sharia", islamischem Recht, beherrscht, auch wenn nicht alle Menschen Moslems sein werden.
    Das Reich Allahs ist identisch mit der politischen Ausdehnung des Islams und der Gültigkeit der Sharia. Ein Gebiet, das einmal islamisch war, kann nach islamischer Lehre nie wider de-islamisiert werden. So ist in der Theologie der Moslems zum Beispiel auch Spanien oder der Balkan "waqf", islamisches Territorium. Und die Armeen Allahs sind dazu verpflichtet, islamisches Gebiet, das einmal verloren gegangen ist, wieder zu erobern.
    Der Orientalist Moshe Sharon, Professor für islamische Geschichte an der Hebräischen Universität in Jerusalem, kommt zu dem Schluß, daß mit der Errichtung des Staates Israel im Jahre 1948 sämtliche islamischen Gesetze in Bezug auf Territorium, heilige Stätten und die Stellung der Juden gebrochen wurden. Schlimm ist dabei für Moslems nicht nur, daß die heiligen Stätten des Islams in Jerusalem in jüdische Hände gefallen sind, sondern vor allem auch, daß Juden in Israel über Moslems herrschen.
    Deshalb forderte der Großmufti von Jerusalem Scheikh Ekrima Said al-Sabri am 4. Februar 2001 die Moslems in Israel auf, nicht zu wählen. Zwei Tage, bevor Israel an die Urnen ging, um einen neuen Ministerpräsidenten zu wählen, ermahnte das geistliche Oberhaupt aller Moslems in Israel und in den Palästinensischen Autonomiegebieten, die jüdische Herrschaft über islamisches Territorium nicht anzuerkennen.
    Gibt es dann gar keine Aussicht auf einen (auch nur vorläufigen) Frieden im Heiligen Land? Wahre Freundschaft zwischen Moslems und Ungläubigen ist grundsätzlich ausgeschlossen (Sure 3,118; 4,89-90.138-139; 4,144-145). Der Prophet Mohammed ermahnt seine Nachfolger: "Ihr Gläubigen! Nehmt euch nicht die Juden und die Christen zu Freunden! Sie sind untereinander Freunde, aber nicht mit euch. Wenn einer von euch sich ihnen anschließt, gehört er zu ihnen und nicht mehr zu der Gemeinschaft der Gläubigen" (Sure 5,51).
    Das heißt im Klartext: Ein Moslem, der echte Freundschaft mit Ungläubigen eingeht, echten Frieden schließt, exkommuniziert sich dadurch automatisch selbst aus der Gemeinschaft der wahren Moslems.
    Und doch bietet die islamische Theologie einen Ausweg. Wenn der nicht-moslemische Feind zu stark ist und nicht überwunden werden kann, ist ein Waffenstillstand möglich (vergleiche Sure 3,28; 4,101).
    Der Präzedenzfall dafür liegt in Mohammeds eigener Biographie. Im Jahre 628 wollte er als Pilger in seine Heimatstadt Mekka zurückkehren. Doch die Stadt wurde von den Stämmen von Kureish beherrscht, die sich seiner Herrschaft nicht unterwerfen wollten. Weil die Leute von Kureish zu stark waren und von Mohammed nicht unterworfen werden konnten, schloß er einen Waffenstillstand mit ihnen.
    Die Kureish fühlten sich sicher und rüsteten ab. Doch im Jahre 630 marschierte Mohammed mit 10.000 Soldaten in Mekka ein und richtete ein furchtbares Blutbad an. Beides, das Massaker und der Vertragsbruch sind nach islamischem Recht gerechtfertigt, weil sie der Ehre Allahs dienten.
    Yasser Arafat hat mehrfach die Verträge von Oslo vor seinen moslemischen Mitgläubigen als "Verträge von Kureish" gerechtfertigt.
    Ein starker Gegner ist nötig zu solch einem Scheinfrieden. Ein schwacher Feind hingegen zwingt jeden Moslem aufgrund der Lehre des Koran, den Kampf wieder aufzunehmen. "Aber wir sind zu schwach," meinte denn auch der Versicherungsmakler aus el-Azariya resigniert.
    Rashid glaubt nicht, daß die Palästinenser um ein Arrangement mit dem Judenstaat herumkommen werden. Aber deshalb werden islamische Fundamentalisten auch immer wieder den Kampf gegen Israel aufnehmen müssen, sobald sie den jüdischen Staat überwindbar glauben.
    Die jordanische Zeitung "El-Rai" zitierte am 12. November 1992 den als gemäßigt geltenden Arafat-Rivalen Faisal el-Husseini, der am 31. Mai 2001 in Kuwait einer Herzattacke erlag: "Wir müssen anerkennen, daß zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Slogan "vom Meer bis zum Jordan nicht durchsetzbar ist.." Früher oder später aber werden wir die israelische Gesellschaft zwingen, mit der größeren, arabischen Gesellschaft zu kooperieren, was letztendlich zur schrittweisen Auflösung der "zionistischen Größe führen wird."
    Palästinenserchef Yasser Arafat hat sich bislang beständig geweigert, ein "Ende des Konflikts" auch nur als Möglichkeit zu nennen.
    Vielleicht ist es deshalb im Juli 2000 in Camp David zu keinem Friedensschluß gekommen. US-Präsident Clinton hatte damals erreicht, daß Israels Premier Ehud Barak den Palästinensern 97 Prozent des biblischen Judäa und Samaria, einschließlich eines Teils Jerusalems und die Oberhoheit über die heiligste Stätte des Judentums, den Tempelberg, angeboten hatte. Der Vertragstext enthielt aber auch die Klausel vom "Ende des Konflikts". "Wer vom Ende des Nahostkonflikts redet, redet Unsinn", meint Moshe Sharon, Berater des ehemaligen Ministerpräsidenten und Friedensnobelpreisträgers Menachem Begin. "Dieser Konflikt ist ein Krieg Allahs mit seinen Feinden." Auch wenn Moslems echten Frieden wollten, dürften sie den nicht schließen.
    Denn wenn der Judenstaat Israel wirklich Zukunft hätte, wäre das aus islamischer Sicht eine Kapitulation des allmächtig geglaubten Allah.
    Gläubigen Moslems geht es bei der Existenz eines jüdischen Staates auf moslemischem Territorium um die Frage, wer ist der wahre Gott. Ist es der "Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs" oder ist es der "Gott Abrahams, Ismaels und Esaus"?
    Solange auch nur das kleinste Fleckchen Erde im "Haus des Islam" von einem jüdischen Staat besetzt wird, ist seine bloße Existenz strenggenommen eine Bankrotterklärung Allahs.


    Angesichts von jetzt 20 000 geschaetzten unschuldigen Opfern solltest du deine Worte etwas besser ueberdenken, bevor du sie schreibst (eine Grundbedingung zum Schreiben, findest du nicht?) - und nur ganz nebenbei bemerkt sind auch unbekannte Zahlen deutscher, franzoesischer, englischer, italienischer Opfer, Opfer aus aller Welt darunter. Auch Islamis. Aber dies interessiert die Fanatiker nicht, sie bringen ihre eigenen Leute problemlos um, nach dem alten, einst christlichen Motto: "Toetet sie alle, Gott wird die seinen schon heraussuchen!" Es geht ihnen nicht um Menschen! Es geht ihnen nicht darum, das Leben ihrer Leute zu verbessern Es geht ihnen nur um Terror und Macht. Macht durch Terror.
    Es steht ausser Frage, dass es Krieg geben wird. Und dies sehr bald. Aber diesen Krieg haben die moslemischen Fundamentalisten erklaert. NIEMAND sonst! Und diesen Krieg wird diesmal die USA nicht alleine fuehren, sondern alle freien Demokratien und damit auch Deutschland. Und verallgemeinere ich ebenso grobschlaechtig wie du, dann bedeutet dies, dass auch Deutschland sich auf eine Auseinandersetzung mit den arabischen Laendern freut, dass die ganze demokratische Welt sich darauf freut. - Dies meine Liebe ist doch wohl schlichtweg Bullshit!


    Claire

  22. #22
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Heiligt der Zweck die Mittel?

    Claire, wenn es wirklich islamische Fundis waren, dann mag Deine Argumentation etwas für sich haben. Ich bin mir aber nicht so sicher, daß dem so ist. Die Aufklärung läuft mir zu glatt, zu vorhersehbar sind die nächsten Erfolge. Ich wette, daß demnächst ein Renegat auftaucht, der Vermutungen bestätigt. Und gegen Amerika hat sich der Anschlag nur bedingt gerichtet. Wäre es nicht sehr viel schmerzhafter für das kapitalistische Amerika gewesen, wenn das Flugzeug in der WallStreet explodiert wäre? Im World Trade Center arbeiteten nicht nur Amerikaner, nicht mal 50% der Beschäftigten. der Angriff richtete sich allerdings insoweit gegen Amerika, da er sich gegen Amerika richtete. Ich meine, wenn man schon einen Angriff führt, der sich in einem der bestbewachten Gebiete der Welt ereignen soll, warum dann nicht gleich des Pudels Kern treffen? Könnte auch ein gezielter Angriff gewesen sein, der ein Geschäft begründen soll. Wer weiß...

    Was Claire über den offenbar nicht enden könnenden Kampf der Moslems gegen Juden und Christen betrifft: das sollte uns zu denken geben, gleichviel wir hierzulande selber Millionen von ihnen haben. Tickende Zeitbomben?

  23. #23
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    AW: Heiligt der Zweck die Mittel?

    Danke Claire!
    Welcher Gott ist der richtige? Menschen sind so vermessen, das zu beurteilen.
    Wie überwindet man Religionen, die, grob vereinfacht, alle den Anspruch auf " Die eine Wahrheit" erheben? Könnte diese Frage in einer nicht absehbaren Zukunft gelöst werden, stellt sich sofort das nächste Rätsel: Was setzen wir an die Stelle der Religionen, weltweit? Ein Weltbild, eine neue Religion?
    Die Welt ist weise eingerichtet,Gott, DU schadenfroher Bolzen, DU!

  24. #24
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    AW: Heiligt der Zweck die Mittel?

    Hallo Claire!


    Ich habe deine umfangreichen Ausführungen zum Thema "islamische Expansion" mit Interesse gelesen und dabei - zunächst ungeprüft deinen Quellen vertrauend - allerlei Neues gelernt. Ich betrachte deine Erklärungen als relevante Hintergrundinformationen zu einem von dir unkommentierten Vordergrundereignis.
    Immerhin werfen sie ein interessantes Licht auf eine Frage, die ich mir bisher nicht zu beantworten wußte: Wie ist es nur möglich, daß die Drahtzieher dieser verblüffend exakt geplanten Katastrophe eine so hohe Anzahl von Selbstmord-Attentätern rekrutieren konnte, die nicht einfach lebensmüde Verrückte sind, wie sie auch in der westlichen Welt nicht selten sind, sondern ganz im Gegenteil diszipliniert und organisiert agierende Spezialisten. Ich vermute, daß man Menschen mit solchen Eigenschaften (d.s.: der Wille, selbst zu sterben / ausreichender Hass, um willkürlich Zehntausende Menschen zu töten / die Disziplin und Fähigkeit, einen komplizierten und exakt koordinierten Plan derartigen Ausmaßes erfolgreich umzusetzen) in der westlichen Welt vergeblich suchen würde. Die offenbare Möglichkeit, solche Menschen in der islamischen Welt in ausreichender Anzahl zu finden, scheint mir nur durch eine fundamental andersartige Mentalität erklärbar, welche du mir mit deinem Kommentar teilweise verständlich gemacht hast. Es scheint daher die Annahme, daß die Verantwortlichen zuerst in der islamischen Welt zu suchen seien, diesmal selbst bei besonnener Unvoreingenommenheit durchaus plausibel.
    Dennoch glaube ich auch in deinem Beitrag zumindest eine inadäquate Generalisierung zu entdecken. Sie besteht darin, daß du nach meinem Eindruck die gesamte islamische Welt einseitig im Licht des Koran und seiner Interpretationen erklärst. Ganz offensichtlich ist man jedoch in der islamischen Welt durchaus verschiedener Ansicht über das Attentat, die Reaktionen sind vielfältig und - in den offiziellen Statements - zum großen Teil eher gemäßigt.
    Vergleicht man z.B. den Kommentar des radikalen Hamas-Führers Achmed Jassin ("Wir sind gegen das Töten unschuldiger Menschen, aber es wird Zeit, dass sich die USA fragen, warum ihnen solche Anschläge widerfahren. Die USA haben immer Menschen in der ganzen Welt getötet.") mit dem Kommentar des Präsidenten Bush, die Freiheit und die Demokratie seien angegriffen worden, so kann man hinsichtlich der Frage, wer hier eine vernünftige Einschätzung der Lage (oder genauer: des Tatmotivs) bietet, zu einem durchaus erstaunlichen Ergebnis kommen.


    Zu Robert:
    Stimmt, gegen Amerika hat sich der Anschlag nur bedingt gerichtet, denn große Teile von Amerika wurden in der Tat verschont - ganz Lateinamerika und selbst Kanada.


    Vincent

  25. #25
    Kommentator
    Laufkundschaft

    AW: Heiligt der Zweck die Mittel?

    Guten Morgen Hannemann,
    Deine Bedenken sind verständlich. Doch warum sollte man sich das Schöngeistige vergällen lassen? Darf ich jetzt keine Beethoven Sonaten mehr hören, nicht mehr Goethe oder Schiller lesen? Nein, die Goethes, Beethovens sind meine Vorbilder, an denen orientiert sich mein Weltbild, mein Humanismus. Also: Die Terroristen werden es nicht schaffen, mich von meinem fundierten, humanistisch geprägten Weltbild abbringen. Einem Schiller, Goethe, Kant, Beethoven, Mozart, usw. habe ich die ewige Treue geschworen. Also laßt die echten Intellektuellen, die wahren Humanisten zu Worte kommen, die die mit den Worten, den Begriffen ordentlich arbeiten, die abwägen, die ihre Gedanken klar und logisch formulieren und aufbauen. Also es gibt keinen Grund zu resignieren.

    Gruß Kommentator

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