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Ergebnis 1 bis 9 von 9

Thema: Prosaszene

  1. #1
    ear.th
    Status: ungeklärt

    Post Prosaszene

    kein schöner Text


    Was macht mich glücklich, diese Frage stellte sie mir und ich wusste keine Antwort, was soll mich schon glücklich machen? Was die Einsamkeit von mir nimmt?
    Was mich mit lebendigem Leben erfüllt? Was mich lächeln lässt? Was all das kann?
    Was soll all das schon können? Ich hätte gerne "Du" gesagt, aber das wäre gelogen gewesen, ich hätte gerne "jedes ehrliche Du, das ich sagen darf" gesagt, auch das wäre nicht wahr gewesen, fast hätte ich gesagt ein Zufall. Der Augenaufschlag einer Fremden nachdem sie lange ihr Gesicht mit geschlossenen Augen der Sonne zuwandte, ein Herbstblättertanz über grauen Asphalt, ein paar schöne Zeilen aus dem Buch des Lebens? Was macht mich glücklich? Ist das was ich zum Leben brauche? Oder: Was bin ich? Was nicht?
    Das Geld zum Ausgeben, guter Sex, eine feine Flasche Wein, ein schöner Joint, ein gelungenes Buch,
    all das Jetzt davon.




    Ich habe nichts gesagt




    Ich wünschte sie hätte nichts gedacht.




    Du interessierst dich zu wenig für dich selbst, du vergisst das Gefühl deines Bestehens, deines Weiterlebens, der Vorfreude, den Sinn einer Pflicht, so etwas muss sie gedacht haben.




    Aber hat nichts gesagt.




    Das hätte ich gemerkt, dass ich ihr Worte gebe, die sie selbst nicht aus ihrem Leben kennt, sie nicht beschreiben.




    Stattdessen fragte sie, wie sehr bist du?




    Unsere Arme und Beine um unsrer Körper verwickelt ineinander weinten wir, es machte uns glücklich.

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Prosaszene

    Mach einen Dialog daraus! Wir haben eh zu wenige Dramatexte.

    HERBSTBL?TTERTANZ ueber grauen Asphalt oder ueber GRAUEM Asphalt?
    Das ehrliche Du steht stets ein wenig abseits, glaube ich.
    Das mit dem Sagen ist so eine Sache. Weißt Du denn nicht, daß sich die Dinge zumeist zwischen den Zeilen mitteilen? gerade wir Dichter sollten unser Weltwissen darauf aufbauen, da? sich die Welt zwischen zwei Worten verstecken l??t.


    Die Plattitüden nerven mich. Da sag ich immer: Verdichten oder ausmerzen.


    Stattdessen fragte sie, wie sehr bist du?




    Unsere Arme und Beine um unsrer Körper verwickelt ineinander weinten wir, es machte uns glücklich.

    Großartiger Gedanke. WIE sehr, nicht WER, nicht WO, keine Frage nach einer Schuld, einer Anklage gleich, sondern die Frage nach dem Grad. Dieser Gedanke ist einen Roman wert. Nun, ich bin ein Entwicklungsfetischist, keine Frage, aber könntest und würdest Du Dir die Mühe machen, diesen Gedanken ein wenig näher zu bestimmen, vielleicht in einer Abhandlung oder in einem gesonderten Gedicht?


    Schreib statt und dessen bitte als Einzelwörter. Sie verdienen keine Zusammenrückung! Im letzten Satz komme ich mit der Zeichensetzung nicht klar.

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Prosaszene

    Nein, Robert, das ist kein Dialog: das ist ein Schweigen.


    "Ich habe nichts gesagt


    Ich wünschte sie hätte nichts gedacht."


    Am Anfang geht es mir ein wenig wie Dir, nicht poinitert, und gleichzeitig nicht träge genug: "jedes ehrliche Du, das ich sagen darf" - da verwickeln sich die Gedanken, dem Augenaufschlag und Herbstblättertanz will ich nicht folgen.
    Aber der Rest: eine vertraute Stille.

    Gruss, it

    PS: kein schöner Text? Warum?


    [Diese Nachricht wurde von it am 13. August 2000 editiert.]

  4. #4
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Prosaszene

    Ear.th war in der Anfangszeit unseres Forums recht aktiv, ließ dann aber nach mehrmaligem scharfem Verweis auf Unvollkommenheiten schnell das Blaue ab und verschmollte sich. Dieser Ordner ist einer ihrer letzten, wo sie wiederholt die Antwort schuldig blieb. Derweil hätte sich gerade aus diesem Eingangstext etwas machen können. Doch so ist es oft: Anfangsenthusiasmus verpufft angesichts der Einsicht in die Nothwendigkeit kontinuierlicher Arbeit.

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder
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    19

    Question AW: Prosaszene

    wo ist it? wo naso, wo daphne, wo pamina, wo syrinx, earth, dodi und und? wer ist übrig?

  6. #6
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Prosaszene

    it hat sich anders orientiert, habe ich schon andern Orts beschrieben; Daphne schreibt nicht ausdauernd genug, könnte aber als Kritikerin einen guten Namen bekommen, wenn sie ihre persönlichen Erwartungen nicht über ihr Schreiben und Kritisieren stellen würde; Pamina ist eine süße Mauß, die erst noch wirklich zurande kommen muß. Dann findet sie vielleicht auch wieder hierher.
    Diese Damen kenne ich persönlich. Und das reichte vielleicht schon, ihnen die Lust auf Literatur zu nehmen, jedenfalls in meinem Forum!
    ear.th kenne ich nicht. Ear.th fiel durch viel Geschreibe und wenig Entwicklung auf. Das konnte auf Dauer mit mir nicht gutgehen.
    NASO kenne ich nicht. Doderer ging nach einem Streit in irgend einem Ordner, dessen Name ich jetzt nicht mehr weiß. Du findest ihn unter DODERAMA - ich hab den Link irgendwo.

    So, Jule, es gibt bei jedem irgend einen Grund. Ich will das jetzt nicht weiter ausbreiten. Wenn das Forumatisieren keinen Spaß mehr macht, dann läßt man das eben. Es gibt da Phasen. Auch ich kenne es, keine Lust mehr zu haben. Auch Du, denke ich. Und: es ist in jedem Forum so, daß Leute kommen und gehen. Und die bleiben, die gewinnt man lieb, weil sie irgendwie zu einem gehören. Und die gegangen sind, die hat man manchmal auch lieb, weil ihre Haltung Achtung abnötigt. Aber die gehen, die sind manchmal auch dumm. Manchmal. Die bleiben aber, die sind immer die Dummen. Und ich bin der Oberdümmste, denn ich bin am längsten hier.

  7. #7
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Prosaszene

    "Die bleiben aber, die sind immer die Dummen. Und ich bin der
    Oberdümmste, denn ich bin am l?ngsten hier."


    Das hast du aber süß gesagt, Robert. Das spricht für deinen Charme!

  8. #8
    schreibt hier hin und wieder
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    Question AW: Prosaszene

    hm........und was war julika f?r eine????

  9. #9
    resurrector
    Status: ungeklärt

    AW: Prosaszene

    Julika, Juleika, Juli oder ähnliche Formen war eine, die sich spröde zeigte, um ihr poetisches Naturell nicht der Vernichtung preisgeben zu müssen. Sie war also unsicher, wenig vertrauensvoll und kannte die Menschen, die sich hier um sie bekümmerten, eher schlecht. Ein trauriger Fall.

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