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Thema: Das Wesen des Künstlertums

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  1. #1
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    Arrow Das Wesen des Künstlertums

    Zitat Zitat von andere/dimension Beitrag anzeigen
    mich interessiert wohin man kommt...sprengt man sich im Paradies in die Luft
    Schön, mal wieder in anderedimensionen zu lesen. Leider ist Eure Ansicht über die Zustände - eines die Welt atomisierenden Geistes - eher die Umschreibung der Hölle. Paradies ist der Ort, an dem es unmöglich ist, schlechte Laune zu haben, da es keinen Grund gibt, sich über etwas aufzuregen. Es ist der Zustand vor der Definition eines Problems. Weder etwas brauchen, noch etwas loswerden wollen, sondern einfach nichts müssen müssen - weil es sich gut anfühlt, wie es sich anfühlt. So würde in einem Paradies zwangsläufig die Tendenz zur Destruktion entfallen, die dem atomisierenden Geist noch innewohnt.

    Was aus unserer Pespektive noch unlogisch erscheint, ist dann eben so. Eine App aus dem dortigen Gedankenministerium unterdrückt jeden Anflug von Negativität. Bei den Katholiken wurde das Fegefeuer aus der "App", was für Menschen mit destruktiven Gedankenformen so erscheinen sein mag, denn nur die positiven und liebevollen Gedanken fallen ins Gewicht.

    Gewogen wird, was nach der Löschung negativer Gedankenformen übrigbleibt. Wirklich sind nur schöpferische Gedanken. Es ist daher unmöglich, ins Paradies zu gelangen und dort weiterhin den Wunsch nach der destruktiven Hölle im Herz zu tragen. Seit ich die Anti-Anti-App auf meinem Smart-Brain installiert habe, taucht vor jedem destruktiven Gedanken ein Warnhinweis auf:

    "Sie wählten soeben einen destruktiven Gedanken. Innerhalb von 7 Sekunden nach dem Lesen dieses Warnhinweises wird mit einer Implosion von Unbehagen erzeugender Gefühlsmuster zu rechnen sein. Ihr Zelluniversum gerät in einen absteigenden Schwingungszustand durch destruktive Interferenz beim Denken des ausgewählten negativen Gedankens. Aus der Liste nebenstehend aufgeführter "liebevoller Gedanken" können Sie jederzeit andereGedanken auswählen. Es nutzt Ihnen doch auch. Bedenken Sie: Negative Gedanken können zu schwerwiegenden Erkrankungen des Körper-Seelen-Geist-Systems führen. Auch die passive Einnahme negativer Gedanken schädigt nachweislich das Erbbut. Wenn Sie das Denken negativer Gedanken aufgeben wollen, stehen wir Ihnen mit aufbauenden Gedankenformen jedweder Art gern zur Seite."

    Einen wunderschönen Tag aus dem Gedankenministerium

    >>>Warnhinweis<<<:

    Drücken Sie bitte die Raute-Taste, wenn Sie diese destruktive Gedankenform dauerhaft abbestellen möchten. Ein Dauerabo kann kostenfrei unter "www.wolkenkuckucksheim-all.com" heruntergeladen werden. Sie werden täglich über den Gesamtscore ihres Gedankenenergielevels und ihre jeweiligen Frequenzverläufe auf allen Ebenen informiert und können gleichzeitig am Bonusprogramm des Gedankenministeriums zur Psychohygiene teilnehmen.


    Völlige Gedankenbeherrschung lässt sich am Fehlen der "angestrengten" Beta-Wellen messen. Gestartet wird die App durch das Hochziehen der Mundwinkel über einen Zeitraum von mehr als 15 Sekunden. Die körpereigenen Endorphinfabriken lachen trübe und eingefahrene Gedankenverknüpfungen einfach weg. Der Körper bewertet den Grund des Lachens nicht. Er macht, was seine Funktion ist und freut sich darüber, ein freundliches Gesicht machen zu dürfen.

    Gedanken, die uns aufregen, müssen wir ja nicht denken. Gedankenansteckungen, Gedankenübertragungen, Gedankenausbreitung und Gedankenhemmungen sind in ihrer kollektiven Verflechtung zu sehen. Das Prinzip der Gier bringt sogar die Inder dazu, ihre Heiligen Kühe von den Straßen zu klauen und nach Saudi-Arabien zu verkaufen. Wobei die Kühe verehrt, nicht angebetet werden.

    Wir regen uns - selten bis niemals - aus dem Grund auf, über den wir uns gerade aufregen. Wir denken gar nicht darüber nach, wie und warum uns manche Gedanken scheinbar zufliegen. Wir verarbeiten Gedanken, aber wir "machen" sie nicht. Wir nutzen Gedanken, um Gefühle zu transportieren. Spiegel- und Spindelzellen übertragen die emotionalen Datenströme der Mitwelt schneller als die Ergebnisse dem Verstand mitgeteilt werden. Die Quelle der Gedanken zu wählen, bedeutet, Unterscheidungsfähigkeit zu entwickeln. Es ist unmöglich, die Hölle im Paradies zu sehen. Es ist jedoch möglich, das Paradies hinter einer selbst erzeugten Hölle zu sehen. Eine kognitive Vorstellung von Paradies mit dem derzeitigen "emotionalen Kellermenschen" in seiner kollektiven Affektinkontinenz zu verbinden, ist nicht möglich. Wir können nicht zwei Welten gleichzeitig sehen. Die Hölle im Himmel ist insofern undenkbar. Entweder ist die Hölle. Oder es ist der Himmel.

    Wo wir uns aufhalten, wählen wir selbst. Seit ich die App aus dem Gedankenministerium anwende, können die Raubtiere in meinem Kopf sich damit anfreunden, freundlich und gelassen zu bleiben. Eigentlich regen uns unsere eigenen Raubtiere im Kopf auf und wir sprechen von Schuld im Außen, um uns davon abzulenken. Wir alle haben unsere gedanklichen Raubtiere, die Kernüberzeugungen, wann Angriff unvermeidlich ist, mangelhaft domestiziert. Grenzzäune sind Träume. Wir alle flüchten vor uns selbst, indem wir uns über "die Welt" aufregen. Ohne zu bemerken, dass wir die Welt ständig neu konstruieren und daher veränderlich wahrnehmen.

    Das Ego der Menschheit kollabiert zwangsläufig aus Energiemangel, der dadurch entsteht, dass wir uns aufregen. Im Paradies sollte man sich paradisisch fühlen. Das Ego muss leider draußen bleiben. Es ist nur das Ego, das sich aufregt. Wem nutzt all die Aufregung? Wem würde es nutzen, finge ich auch noch an, mich zu ärgern? Ohne Gedankenapp konnte ich mich früher explosionsartig aufregen. Mit Gedankenapp kann ich mich nicht einmal darüber aufregen, mich nicht mehr aufzuregen. Mein bewusster Zufriedenheitsscore wächst durch die Ablehnung von Gedanken, die ich zwar denken könnte, aber nicht wünsche nun zu denken. Gedanken können umgetauscht werden, bevor sie gedacht werden. "Denk nicht einmal daran", warnte damals meine Großmutter schon beim Anblick meiner offenkundig offensichtlichen Gedanken. Dann lachte sie und sagte: "Du wirst das Lügen niemals lernen, aber das ist gut so."

    Wir belügen uns selbst, wenn wir uns über etwas im Außen aufregen. Es gibt kein Innen und kein Außen. Wir sind das. Die innere Implosion, der damit verbundenen Gefühlsenergie, wird jedoch tunlichst vermieden. Der Zustand, anderenDimensionen ihre freie Wahl beim Auswählen zugestehen zu können, hat etwas mit Vertrauen in die Selbstentwicklungsfähigkeit des Selbst im Gegenüber zu tun. Nur das Ego würde sich im Paradies an die Hölle erinnern wollen. Die Seele wäre zufrieden, sich nicht zu ärgern.

    Wenn die anderen Kinder im Sandkasten weiterhin Ego spielen wollen, ist es ihre Entscheidung. Ob ich mich darüber ärgere, oder auch nicht, ändert nichts an ihrem Spieltrieb. Um Cowboy und Indianer zu spielen, gehen wir nach draußen. Außer sich vor Wut stehen die Menschen weit neben sich. Plötzlich lacht jemand, völlig grundlos. Wer eine Minute lächelt und danach keine Veränderung bemerkt, belügt sich selbst.

    Wenn die Kinder noch spielen wollen, ist es ihre freie Entscheidung. Irgendwann geht ihnen die Energie aus und in der Dunkelheit der langen Nacht des Egos beginnen die Kinder, sich an ihre eigentliche Heimat zu erinnern. Sie legen die Bomben und Gewehre zur Seite und erkennen, dass diese Spiele langweilig geworden sind. Sie gehen nach Hause und freuen sich, nach einer spannenden Spielzeit einen entspannten Abend mit der Familie zu verbringen. Und obwohl sich die Kinder mit ihren virtuellen Waffen den ganzen Tag bekriegt haben, sitzen sie abends hungrig am Feuer und freuen sich auf eine weitere Gute-Nacht-Geschichte ihres Großvaters. Niemandem ist etwas geschehen. Das Paradies kann niemals gesprengt werden. Die Hölle zu sprengen geht erst, wenn niemand mehr drin ist.

  2. #2
    kls
    Laufkundschaft

    Wir haben doch schon verloren

    Zu den Fundamenten unserer Kultur gehört es, dieser noch starken Verbesserungsbedarf zu diagnostizieren, wenn nicht gar ihre Berechtigung gleich zu hinterfragen. Das Meckern über 'DieDaOben', 'DasDaHinten' oder 'JeneDortVorne', gehört quasi zur Werkausstattung. Ein Saustall ohnegleichen? Und wie! Die Zustände sind nur im direkten Vergleich mit anderen Ländern erträglich. Ich jedenfalls möchte nicht in Afrika oder Amerika leben. Auch nicht in China, und ganz bestimmt nicht dort, wo die Leute unter chronischer Muselmanie leiden und deswegen unbedingt den ganzen Rest der Welt damit anstecken wollen. (Relativierung: Es gibt noch einige Stellen auf der Erde, wo Gauguin sofort los gepinselt hätte, aber wie das immer so ist, kaum hat man so ein nettes Fleckchen entdeckt, kommen andere Leute, sind begeistert, bringen Fortschritt mit und machen es kaputt. Und dann malt nur noch ein H.Bosch an einem besonders mies gelaunten Tag.)

    Wir 'Glauben' nicht an unsere Kultur! Wir glauben sogar kaum noch an unsere Religionen (Alleine die Pluralisierung des Wortes 'Religion' ist schon Blasphemie in den Augen derer, die 'Glauben', dass es nur einen einzigen 'Wahren Glauben' geben kann. 'Wahren Glauben' erkennt man an der Anzahl der abgeschlachteten Anhänger vom 'Falschen Glauben').

    Wir Westler müssen auch gar nicht 'Glauben'. Warum es einige Leute dennoch tun, gehört zu den großen Rätseln der Welt, die besser unbeantwortet bleiben. Unsere Zivilisation ist bloß ein Menschenkonstrukt und weit davon entfernt perfekt zu sein. Wir wissen tief drinnen um die Ungerechtigkeit, die unser Gutgehen erst ermöglicht, weil es einigen vielen Anderen recht beschissen geht, auch wenn wir das die meiste Zeit über gekonnt verdrängen. Wir hinterfragen unsere Kultur und das macht uns etwas demütiger. Angreifbarer. Schwächer. Zögerlicher. Auch ängstlicher. Kleinlauter. Gehemmter …

    Mit den Regeln des fairen Boxkampfes gewinnt man allerdings keine echte Schlägerei. Wenn es nur ums Gewinnen gehen würde … Ich glaube fast, das könnte machbar sein. Technologievorsprung und zur Not auch konventionelle Bomben ohne Falloutpfui. Thermobare Bomben sind inzwischen so stark, dass eine Hiroshimabombe beschämt verblassen und ... äh ... sich schämen würde (Ca. 13 t TNT-Äquivalent zu 50 t).

    Aber geht es ums Gewinnen? Mit aller Gewalt? Gibt es denn keine andere Möglichkeit, diese brutale, humanistischen Idealen zuwider laufende Anomalie zu beseitigen, als dass man schlimmere Methoden anwendet denn jene, die da den 'Wahren Glauben' glauben.

    Den meisten Deutschen sind die Irrtümer und Katastrophen ihrer Geschichte bewusst. Eine Nationalstolz/-ehre anhebende aufgeblasene künstliche Kampagne wie: „Du bist Deutschland!“ oder: "Wir sind Papst!" entlockt uns doch bloß noch ein amüsiertes Lächeln. (Nein? Euch nicht? Aber Uns!) Na ja, ein wenig stolz kann man schon darauf sein, einem Volk anzugehören, das nachweislich allerhand auf dem Kasten hat und nicht nur Scheiße gebaut hat in den Zeiten seiner Entwicklung hin zu einem halbwegs erträglichen Ort. Aber bitte diesen Stolz auf die Deutschen nicht zum Anlass nehmen, faschistoide Schlüsse zu ziehen. Es sind nicht meine Leistungen gewesen, also ist Stolz nur in homöopathischen Dosen gesund und diese Bescheidenheit legitimiert mich natürlich auch zu sagen: Es waren nicht MEINE Verbrechen. Ich würde so was niemals tun. Lasst mich also bloß in Ruhe mit der 'Deutsche Sonderrolle'.

    Bescheidenheit kann manchmal ganz schön frech tun.

    Wir misstrauen unserer Kultur. Wir kritisieren ihre Exzesse – zu Recht. Unsere Kultur ist ein Prozess. Sie ist nicht immer nett. Sie hat aber eine Tradition des Widerstandes, neben der Kultur des beflissenen Nickens.

    Doch keiner von uns wäre bereit, sich einer Idee aufzuopfern falls er noch alle Tassen im Schrank haben sollte. Wir treten den Löwen in der Arena grundsätzlich nicht mehr singend entgegen. Unsere Zweifel, unsere humanitäre Philosophie, die Skrupel und das Wissen um das berechtigte Vorhandensein gegensätzlicher Überlegungen stehen uns im Weg. (Dialektischer Dialekt: Schaumerma. Bedeutet in Etwa so etwas wie: Leben und Leben lassen)

    Gegen Leute, die sich richtig Mühe geben, haben wir keine Chance. Nicht, solange wir auf Gewalt keine andere Antwort wissen, als ganz viel auf höchster Ebene darüber zu reden und uns dann doch für noch mehr Gewalt entscheiden. Das können die mit ohne Skrupel besser als wir Feiglinge mit Prinzipien. Wir haben schon verloren. Unsere schwer erkämpften Rechte und Freiheiten werden schon geschlachtet. Die müssen uns gar nicht erobern, die müssen uns nur etwas Angst machen, dann erledigen wir uns schon selber.

    Der Untergang des Abendlandes ist gewiss. Endlich.

  3. #3
    andere/dimension
    Laufkundschaft

    AW: Was mich aufregt

    Zitat kls

    Wenn es nur ums Gewinnen gehen würde … Ich glaube fast, das könnte machbar sein.

    Ja, es geht nur ums Gewinnen. Wer seinen Samen mit Erfolg am weitesten streut...der hat gewonnen. Einzig und alleine die Theologen verbreiten eine andere Meinung.
    Man mag natürlich lieber den Theologen "glauben" - ihre Geschichten sind romantischer als die nüchterne Erzählung der Natur.

  4. #4
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Das Wesen des Künstlertums

    Die letztgenannte Beschreibung ist mir zu materialistisch und beschreibt Oberflächliches. Ordnerthema ist nicht die Beschreibung dessen, was den Künstler gemeinhin nach außen kennzeichnet oder ihn im Getriebe der Welt erkennbar werden läßt, sondern vielmehr die Frage nach dem Kern, dem Wesen des Künstlertums. Das heißt keineswegs eine metaphyische Seynsbeschreibung. Es ließe sich auch ein Materialist wie Camus zu Wort kommen lassen, der das Wesen des Künstlers als Kämpfertum gegen sein Schicksal in den Formen des Widerstandes gegen Verzweiflung und Vergessen beschrieb. Das gefällt mir, obgleich ich kein Materialist bin.

    Ein "echter" Künstler ist für mich so etwas wie eine Betriebsanweisung einer koreanischen Firma im Original, eine bemühte, aber unfruchtbare Fingerübung.

  5. #5
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Das Wesen des Künstlertums

    ETAs mittelmäßig begabter Freund Salice Contessa entblödete sich nicht, vom Künstler mehr als das mittelmäßige Werk zu verlangen. Er meinte, es sei der Mühe nicht wert, nur ein Mittelmäßiges zu schaffen. Sei man als Künstler nicht in der Lage, das Außergewöhnliche zu schaffen, solle man es lieber ganz lassen.

    Widerspruch: Die meisten Künstler schaffen nur ein Werk von Dauer. Das meiste andere bleibt Handwerk, Durchschnitt und darunter, aber ohne die Täler im Schaffen sind auch die Höhen nicht möglich. Gar manches Talent verkümmert, weil es sich nicht am Alltag abzuarbeiten imstande fühlt.

  6. #6
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Dragutin Tadijanovic, Übersetzung.

    Du wirst das nicht gerne lesen, Sarah, aber die Kunst ist ein männliche Domäne - ist also kein Zufall...dass die Damen hier und anderswo unterrepräsentiert sind. Unter 100 Künstlern von Bedeutung findest Du eine Frau, vielleicht auch zwei - entspricht in etwa dem Zufallsprinzip. Frauen sind zu oberflächlich und zu einfach strukturiert...um den den Dingen Tiefe zu verleihen. Aber immerhin erlaubt es ihr Einfühlvermögen Tiefe zu erkennen und wertzuschätzen. Von Natur aus ist die Frau darauf programmiert kleinste Stimmungsveränderungen zu erfühlen...da sie erkennen musste wenn es ihrem Kind schlecht geht.
    Das heißt aber nicht, dass sie selbst auch in der Lage ist Stimmungen herzustellen - diese Fähigkeit hat sie nicht. Der Mann ist, entgegen landläufiger Meinung, das vollkommenere Wesen...mit deutlich mehr Tiefe und Verstand. Droste-Hülshoff und Eschenbach waren letztendlich nur Quotenfrauen mit zwei drei brauchbaren Zufallstreffern...die ihren Platz in der Geschichte eigentlich nicht rechtfertigen.

  7. #7
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    Ach, die Avantgarde..

    die Dichter, und Denker, die geistigen Vorreiter..

    Die Literatur ist die Schwester der Musik. Aber sie ist eben
    nicht die Musik. Sie pflegt die Sprache, hegt die Worte.
    Ernährt den Geist, weniger das Gefühl.

    Benennt.

    Und kann hinter die Worte schauen.

    Nur, um den Blick zu teilen, muss man einen haben.

    Und nicht nur Bedürfnisse - die Literatur ist kein Klo und kein
    Tresen und kein Bordell. (Ob sie ein Bett ist, hab ich noch nicht entschieden.)

    Ich sags mal mit der Traumdeutung (www.deutung.com):

    Wurst: "Sehen oder essen Sie Wurst, werden Sie eine reizvolle Bekanntschaft machen, die jedoch ohne inneren Wert sein wird."

    Libelle: "Hier erkennen Sie Ihr Bedürfnis nach Freiheit.
    Vielleicht wollen Sie sich Ihren Lebenstraum verwirklichen, haben aber noch keinen rechten Überblick darüber, was Sie vom Leben wollen. Ihr Handeln ist noch nicht logisch durchdacht."

    Anders ausgedrückt: Quo vadis, Avantgarde - und wie bist Du wieder angezogen?


    ------------------

    Weiterhin frage ich mich, ob es irgendwas Sinnvolles gibt, das nicht von den Etruskern oder Konrad Zuse erfunden wurde. Und wo die ganzen Römer herkommen, die behaupten, es wäre ihrs, und sie könnten damit umgehn?

  8. #8
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    Arrow Das Wesen des Künstlertums

    man ist also literat oder künstler, das eine oder das andere. aber warum eigentlich nicht? kommt doch das eine wort von littera, dem buchstaben, und demzufolge ist ein literat einer, der - wenigstens so einigermaßen - buchstaben schreiben und lesen kann, also eigentlich jeder, selbst der, der bloß einkaufszettel kritzelt oder auf klowänden und papierseiten herumschweinigelt. kunst dagegen kommt von können, und können kann nicht jeder.

    ich möchte anregen, auch musiker und maler fein säuberlich von den künstlern zu trennen, denn die einen machen, wie schon der name sagt, nur musik oder malen bilder, während die anderen wirklich etwas können.

    man entscheide sich also, was man sein will: maler, musiker, literat oder künstler. und man entscheide sich auch, ob man denken will oder schreiben.

    küsschen,

    asmodai

  9. #9
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    der vergleich mit der musik ist gut. bei ihr sieht man sofort, was einer drauf hat.
    gerade, wenn man hinter die worte blicken kann, stellt man oft fest, daß da nichts ist. sie verweigern sich, wenn sie nicht gut behandelt werden
    vom wortbett hat man schon gehört, vom wortklo oder wortbordell nichts.
    wie die avantgarde angezogen ist?
    sie trägt lauter künstlererben

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