+ Antworten
Ergebnis 1 bis 24 von 24

Thema: Unwichtig

  1. #1
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    26.June 2000
    Beiträge
    29
    Renommee-Modifikator
    0

    Post Unwichtig

    Welt so sinnlos,
    ein leeres Blatt Papier.


    Für wenn, für was?
    Für mich?
    Wozu?
    Feuerzungen, Dunkelheit holen alles ein.


    Unwichtig, so unwichtig.
    Was?
    Wir!


    Leben, nur für mich?
    Entzieht sich dem Verstand.


    Kuscheltiere neben meinem Bett,
    zum Todlachen.


    Lachen, nur lachen
    Über diese Unwichtigkeit.

  2. #2
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    19.April 2000
    Beiträge
    96
    Renommee-Modifikator
    20

    AW: Unwichtig

    sofie, das ist ein sehr TRAURIGES gedicht. und sehr subjektiv traurig. ein gedankengang, der sich im erfragen das wasser des lebens entzieht.
    die welt ist sinnlos? weil du diesem kein sinn auf das blatt schreibst oder immer am ausradieren bist?


    aber jetzt steht wenigstens ein gedicht drauf, auch wenns unwichtig ist.

  3. #3
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    26.June 2000
    Beiträge
    29
    Renommee-Modifikator
    0

    AW: Unwichtig

    Hi Daphne,


    ist schon ein Weilchen her wo ich dies schrieb, aber wenn ich mich in diese Zeilen reindenke, ist es wirklich traurig. Und das möchte ich auch ausdrücken.
    Ich denke Gott sei Dank nicht immer so.


    Doch wenn ich zuviel Zeit habe und über die (unsere) Welt nachdenke, dann stelle ich immer wieder fest, das wir alle vergessen, das Ganze zu sehen. Wir verschwenden unsere Zeit mit so unwichtigen Sachen (sogar sich die Haare zu kämmen, ist im Ganzen gesehen, total lächerlich...), es fehlt die Gemeinschaft in unseren Herzen.
    Wir entfernen uns immer mehr voneinander, und tuen so als ob wir keine Einsamkeit verspüren.


    Der Gedanke, zusammengefasst ist, warum soll ich leben, wenn ich nur für mich lebe, denn der Tod wird mich irgendwann holen.


    Ist irgentwie schwer zu erklären.


    Lieben Gruss Sophie

  4. #4
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    4.381
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    10

    AW: Unwichtig

    Sophie, das ist gar nicht sehr leicht.


    Feuerzungen und Dunkelheit stehen für Dich in einem Zusammenhang? Das erste Dingwort hab ich lang nicht mehr gelesen. Es erhitzt mich. Und brennt mich aus. So geht mir das manchmal. Da will sich ein Wort antragen und geht nicht eher, als bis es sich Weg bereitet hat.
    Deine Gedankenwelt ist schon graduiert. Du stellst die Dinge in Verhältnisse, die mir behagen, Du siehst Verschiedenheiten, Du fühlst sie. Und Du suchst nach Worten, um diesen Verhältnissen Maß und Gewichtung zu geben.
    Das fiel mir schon bei Deinem letzten Text auf.
    Daphne greift den Gedanken des Wassers auf, den Gedanken des Fortfließens wohl. Ich seh Dich da nicht stehen im tiefen Wasser, eher nach dem Grunde tauchen.

    Deine Anmerkung zum "kämmen" gefällt mir sehrlichst.

    Gruß,

    Ed, Kämmuffel.

  5. #5
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    26.June 2000
    Beiträge
    29
    Renommee-Modifikator
    0

    AW: Unwichtig

    Ja, Feuerzungen und Dunkelheit stehen im Zusammenhang. Beides soll den Tod ausdrücken. Feuerzungen bedeuten, dass er unausweichlich ist.


    Ich denke Daphne wollte damit sagen, dass der Gedankengang, beim Lesen des Textes, automatisch im Nichts endet, jegliches Leben ist ausgeschlossen. Damit hat er, glaube ich auch recht.


    Nach dem Grunde tauchen..., besser hätte ich es auch nicht sagen können, nur manchmal geht mir die Luft aus.

  6. #6
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    19.April 2000
    Beiträge
    96
    Renommee-Modifikator
    20

    AW: Unwichtig

    Original erstellt von Sophie:

    Ich denke Daphne wollte damit sagen, dass der Gedankengang, beim Lesen des Textes, automatisch im Nichts endet, jegliches Leben ist ausgeschlossen. Damit hat er, glaube ich auch recht.
    SIE hat recht, liebe sophie

    aber feuerzungen und der tod? sinds die zünglein der hölle, die uns da locken wollen? uns hinführen zu einer helligkeit, die uns im trug verbrennt und sich ewig quälend oder läuternd in uns verzehrt?
    oder ists ein glimmender flachsdocht, der wiederbelebt werden und uns einen weg zeigen möcht?
    und ist dunkelheit gleich tod? der schlaf braucht diese um kraft fürs lichte leben zu tanken.
    wer sich ängstigt vor der dunkelheit, tuts auch vorm leben.
    und wer sie zuläßt, der hat vergleiche. und wer vergleiche hat, lebt intensiver.
    obwohl mir die dunkelheit lieber ist, weil sie schweigen kann und taten nicht verpetzt.
    soweit am frühen morgen.

    liebe grüße
    daphne

  7. #7
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    26.June 2000
    Beiträge
    29
    Renommee-Modifikator
    0

    AW: Unwichtig

    ...und ist Dunkelheit gleich Tod?


    In meinem Text ist es das jedenfalls. Natürlich ist Dunkelheit nicht immer gleich Tod. Ich habe mir eine von vielen Bedeutung zunutze gemacht, in diesem Falle ebend den Tod.
    Vielleicht ist auch der Tod nicht so düster? Man hört ja viel. Doch Beweise konnte mir noch keiner liefern.


    Feuerzungen... Der Tod greift nach uns, wie das Feuer. Und hat er dich gepackt, lässt er dich nicht mehr los, wie Zungen die dich umschlingen (hört sich ein bisschen doof an). Und er wird dich vernichten (oder auch nicht...), wie das Feuer.
    Besser kann ich es nicht erklären.


    Wenn es so immer noch nicht akzeptiert wird, muss ich mir wohl ein anderes Wort dafür einfallen lassen.


    Wer Angst vor der Dunkelheit hat, tuts auch vorm Leben? Naja, ich weiß nicht so recht. Muss ich mir nochmal durch den Kopf gehen lassen.


    Was gibt es zum Mittag, Daphne?

  8. #8
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    19.April 2000
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    207
    Renommee-Modifikator
    20

    AW: Unwichtig

    Mir sagt es wenig.
    Das Thema mag interessant sein und bleiben, neu ist es nicht (was nicht unbedingt was zu sagen hat). Aber die Sprache fliesst nicht, holpert zwischen den Fragezeichen zerhackt dahin, ohne Poesie, ohne Rhythmus - da helfen auch die Flammenzungen nicht mehr.
    Kurz: Deine Gedanken mögen interessant sein, aber ich komme nicht ran.
    (Ed, was ist mit Dir los? Noch nicht mal über die Rechtschreibung gestolpert?)

    Sorry, it

  9. #9
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    26.June 2000
    Beiträge
    29
    Renommee-Modifikator
    0

    AW: Unwichtig

    Hi it,


    du magst recht haben, es gibt keinen Rhythmus. Aber dies ist auch eher wie ein Selbstgespräch zu betrachtet und ich spreche in Gedanken nun mal nicht im Rhythmus.


    Ist es deshalb keine Lyrik? Ab wann kann man den zu einem Text Gedicht sagen?
    Würde mich als Amateur interessieren.


    Gruss Sophie

  10. #10
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    14.May 2000
    Ort
    Cary (Nordcarolina)
    Beiträge
    97
    Renommee-Modifikator
    20

    AW: Unwichtig

    ob's nun lyrik ist oder nicht.. ich stimme it zu; es ist nicht gut geschrieben. Deine Beiträge dazu klingen aber interessant, und man spürt, dass das alles tief empfunden ist, und dafür habe ich respekt. aber echte gefühle machen noch keine guten texte, fürchte ich, sie sind "nur" die voraussetzung (obwohl man auch das bestreiten könnte). versuch doch mal "richtig" prosa! Ich glaube, das würde Dir besser gelingen.

    ..ich wundere mich auch, dass vW hier so zahnlos ist ..

  11. #11
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Unwichtig

    Die Antwort auf Deine Frage nach meiner "Zahnlosigkeit", iodin, ist einfach: Weil ich den Willen prädisponiere. Und hier spüre ich Ehrlichkeit, auch das Bedürfnis, in der Sprache sich zu Hause zu fühlen, auch spüre ich die Fähigkeit, sich in Sprache zu Hause fühlen zu können, eben weil hier ein echter Drang nach Erkenntnis und Versprachlichung besteht. Aus manchen fließt die Sprache so heraus, ein Produkt unterbewußter Vorgänge. Hier aber steht ein Wille, sich durch Sprache ausdrücken und mitteilen zu wollen, der meiner Meinung nach früher der später auch, bei nur durchschnittlichem Talent zu einer höheren Qualität der Textproduktion führen dürfte. ioch wäre ein schlechter Lektor, wenn ich das nicht fördern wollte.

    All das geht über das dekadente Sprachmodeln hinaus, geht in eine Richtung, die ich gern verstärkt in unsere Literatur einbringen möchte. Und außerdem hat sie das seltene Talent, die Dinge auf den Punkt bringen zu können. All das liebe ich. Und für diesen Fall setzen meine Rezeptoren bezüglich fehlender orthographischer Fertigkeiten aus.

  12. #12
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    26.June 2000
    Beiträge
    29
    Renommee-Modifikator
    0

    AW: Unwichtig

    Hi iodin,


    ich bin etwas enttäuscht. Das etwas gut ist oder schlecht ist schnell gesagt. Doch damit kann ich nichts anfangen.


    Das kein Rhythmus vorhanden ist habe ich schon mitbekommen, habe auch versucht es zu verändern, aber ohne Erfolg.


    Doch gib mir mal einen Hinweis, was ich den noch verbessern sollte, ansonsten stehe ich doch immer noch genauso doof da wie am Anfang.


    Zur Prosa: Ich habe noch nie etwas längeres geschrieben. Mir fehlt die Idee dazu. Vielleicht kommt das irgendwann mal, danke für den Tip.

  13. #13
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    26.June 2000
    Beiträge
    29
    Renommee-Modifikator
    0

    AW: Unwichtig

    Sollte ich die Kurzfragen mehr ausführen, vielleicht so...?


    ...Für wen bin ich da?
    Für was bin ich da?
    Wir leben für die Einsamkeit....


    Ich weiß auch nicht, hört sich nicht gut an.


    Was meinst du, sklerus


    Danke, Gruss Sophie

  14. #14
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    15.May 2000
    Beiträge
    28
    Renommee-Modifikator
    0

    AW: Unwichtig

    sophie - ein gedicht muß nicht unbedingt metrisch sein, aber beim lesen sollte es flüssig klingen. - wichtiger ist die verdichtung der sprache. in deinem gedicht sind sehr viele kurzfragen mit kurzantworten in unregelmäßiger abfolge mit verhältnismäßig längeren textsequenzen, das wirkt etwas stockend.


    schwierig zu sagen, was du aktuell an dem gedicht verändern könntest - zu starke eingriffe bewirken, dass es hinterher nicht mehr dein gedicht ist.


    kannst du mit dieser auskunft (eines laien) etwas anfangen?

  15. #15
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    15.May 2000
    Beiträge
    28
    Renommee-Modifikator
    0

    AW: Unwichtig

    nein - das auf gar keinen fall sophie... ich mach mir gedanken drüber - und wenn ich darf wurschtel ich mal in deinem gedicht herum. (obgleich ich nicht versprechen kann es besser zu machen)

    Welt so sinnlos,
    ein leeres Blatt Papier.


    //diese metapher funktioniert im hinblick auf den fortgang des gedichtes nicht so ganz. denn wäre die welt so sinnlos, wie das papier leer ist... nun - ein papier lässt sich füllen - das hebt die leere auf... - meiner ansicht fehlt da also etwas... warum lässt sich das blatt nicht füllen? - ist kein stift vorhanden, die tinte ausgelaufen? später im text, kommt zwar zum ausdruck, dass da etwas fehlt, mit dem sich das leben füllen ließe, aber das ist nicht so recht miteinander verbunden, statt zu binden stellst du fragen, vielleicht könntest du versuchen bei dem bild zu bleiben - wenn es deiner intention nahe kommt




    Für wenn, für was?
    Für mich?
    Wozu?
    Feuerzungen, Dunkelheit holen alles ein.


    //auf diese sprachlich sehr einfachen, prosaischen fragen folgen schwere metaphern, die leicht pathetisch klingen und obendrein so ganz in sich nicht stimmig sind. bzw. für dich m?gen sie stimmig sein, das aber bringst du dem leser nicht rüber. du wirfst ihm sozusagen zwei wortbilder hin - und er soll sich dann fragen, wie diese beiden wohl zusammenhängen... was du da in deine erklärungen gepackt hast muß verdichtet mit hinein. - aber dazu haben sich meine vorgänger ja eigentlich schon hinreichend - und meiner ansicht sehr nahekommend geäußert.


    Unwichtig, so unwichtig.
    Was?
    Wir!


    //hierzwischen ist auch ein bruch - das ohnehin unschöne Was? - Wir! - widerspricht sich m.A. nach mit dem - nur für mich. - das mag aber arg pingelig sein...


    Leben, nur für mich?
    Entzieht sich dem Verstand.


    //auch das sehr prosaisch, nicht bebildert sondern einfach dahergesagt. das kann stil eines gedichtes - und dennoch poetisch sein, doch es beißt sich ein wenig mit den bild der feuerzungen...


    Kuscheltiere neben meinem Bett,
    zum Todlachen.


    Lachen, nur lachen
    ?ber diese Unwichtigkeit.


    //nu fällt mir erstmal nix mehr ein... vielleicht solltest du das gedicht erstmal beiseite legen und einen neuen versuch starten.


    [Diese Nachricht wurde von sklerus am 16. August 2000 editiert.]

  16. #16
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    26.June 2000
    Beiträge
    29
    Renommee-Modifikator
    0

    AW: Unwichtig

    Danke sklerus,


    das hat mir wirklich geholfen, damit kann man doch etwas anfangen, echt lieb von dir.


    Ich werde mir das ausdrucken. Und wenn mein Kopf zur Ruhe gekommen ist, mal schauen was sich daraus machen lässt.


    Ich kann es ja dann nochmal reinstellen.

  17. #17
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    27.July 2000
    Ort
    Freiburg im Breisgau
    Beiträge
    448
    Renommee-Modifikator
    20

    AW: Unwichtig

    das Thema, aber das wurde ja bereits gesagt, ist uralt, aber sicher ist das Festellen der Sinnlosigkeit, das Erschrecken darüber für viele Erzählungen und Gedichte Anlass gewesen, die Regale sind voll davon. Aber Betroffenheit allein, das Niederschreiben (in Wortes Sinne) des Jammers, da gibt keinen guten Text. Wohl aber, denke ich: das gibt Ansporn und Fleiß zu einem guten Text. So sublimieren wir. Aber was ist ein guter Text? Das weiß keiner. Viele merken es, wenn sie einen schlechten Text lesen, dann sagen sie: dieser Text ist grottenschlecht. Das ist wie beim Wein, wennn der Wein nicht schmeckt, wie viele können sagen, was der Wengerter falsch gemacht hat?


    Deshalb sag nicht, es hilft nicht, dass jemand nur sagt, der Text sei gut oder schlecht. In der Regel wirst du genauere Antworten nicht finden. Du kannst nur versuchen, in immer neuen Versuchen, den 'Geschmack' der Leute zu treffen - oder sich an andere 'Leute' wenden. Es gibt keinen 'Geheimtip'.


    Aber dennoch zu deinem Gedicht. Die dritte Zeile: heißt es 'für wenn' oder 'für wen'?
    Ich würde es auch gerne mal 'ummodeln', darf ich?


    Gruß
    L.

  18. #18
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    14.May 2000
    Ort
    Cary (Nordcarolina)
    Beiträge
    97
    Renommee-Modifikator
    20

    AW: Unwichtig

    ich weiss, sophie, das war eine unbefriedigende antwort. ich denke, sklerus hat die details erklärt; dem kann ich mich nur anschliessen.
    wenn du mich fragst, was ein gutes gedicht ausmacht... das würde ich auch gerne wissen!!
    vielleicht als anhaltspunkte:
    - überraschende, neue bilder
    - ein sinnvoller rhythmus (muss nicht unbedingt immer regelmässig sein)
    - innere geschlossenheit
    - einheit von inhalt und form


    sonst nichts, ja...
    das wird dir nicht viel weiterhelfen, fürchte ich, ausserdem kennen sich hier andere auch besser mit so was aus. ich glaube, wie lester schon sagte, man muss es einfach spüren, ob ein gedicht gut oder schlecht ist. viele gedichte lesen, viele schreiben, immer wieder versuchen.


    z.B. ein gedicht von Ingeborg Bachmann, das glaube ich eine ähnliche thematik anspricht wie deins:


    Entfremdung
    In den Bäumen kann ich keine Bäume mehr sehen.
    Die Äste haben nicht die Blätter, die sie in den Wind halten.
    Die Früchte sind süß, aber ohne Liebe.
    Sie sättigen nicht einmal.
    Was soll nur werden?
    Vor meinen Augen flieht der Wald,
    vor meinem Ohr schließen die Vögel den Mund,
    für mich wird keine Weise zum Bett.
    Ich bin satt vor der Zeit
    und hungre nach ihr.
    Was soll nur werden?
    Auf den Bergen werden nachts die Feuer brennen.
    Soll ich mich aufmachen, mich allem wieder nähern?
    Ich kann in keinem Weg mehr einen Weg sehen.

  19. #19
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    15.May 2000
    Beiträge
    28
    Renommee-Modifikator
    0

    AW: Unwichtig

    noch ein paar fragen, sophie, die das gedicht aufwirft... ich weiß, das ist jetzt erbsenzählerei, aber mir scheint, du legst darauf wert.


    wäre das leben sinnvoll, wenn es da jemanden gäbe, für den man leben könnte? - deine frage - leben nur für mich? - deutet das an, das dem so wäre. doch du hast vorher ja gesagt: Unwichtig, so unwichtig. Was? Wir! - damit wäre also ausgeschlossen, dass das leben durch das du einen sinn bekäme, weil das du ja auch unwichtig ist.


    stünden die "strophen" in umgekehrter reihe, dann wäre es in sich schlüssiger. dann könnte man es so verstehen, dass das lyrische ich immer weiter in eine allgemeine hoffnungslosigkeit abgleitet. das wäre eine steigerung. - ich war ohnehin schon versucht dein gedicht einfach von hinten nach vorn zu lesen - also komplett umzudrehen...


    bei der vielzahl der möglichkeiten ein gedicht aufzubauen ist es ziemlich schwierig dir ratschläge zu geben, da hilft dir nur experimentieren weiter - und sich auch nicht durch herbe kritiken abschrecken lassen. ja - und wie schon iodin, glaub ich wars, sagte, gedichte lesen - und überlegen, warum man sie gut findet. (aber das sagt dir nun ein sehr fauler kanidat, der sich selten mit "guter" lyrik auseinandersetzt)


    [Diese Nachricht wurde von sklerus am 16. August 2000 editiert.]

  20. #20
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    26.June 2000
    Beiträge
    29
    Renommee-Modifikator
    0

    AW: Unwichtig

    lester du hast recht. Sorry, dass ich so pauschal sprach über gut oder schlecht. In mir steckt das Gefühl jemanden etwas zu beweisen müssen und ich habe mir dafür das dichten ausgedacht.
    Komisch, ich wollte die ganze Zeit einfach hier im Forum mal richtig gut sein, um Anerkennung zu bekommen.
    Deshalb war ich so ungeduldig und auch aufgebracht, weil ich nicht wusste wie ich es euch korrekt machen konnte.
    Okay, genug Eigentherapie.


    Genehmigung zum 'ummodeln' erteilt.
    P.S. Ja es heisst, "für wen?"


    iodin: ein sehr schönes Gedicht, gefällt mir gut.


    sklerus: Der Widerspruch zwischen, nicht nur für sich zu leben und, dass das Leben aber unwichtig ist, ist gegeben.
    Aber wenn ich darüber nachdenke, sprechen beide Sachen zwei unterschiedliche Themen an.
    1. die Beziehung zwischen den Menschen an sich
    2. die Beziehung zwischen den Menschen und ihrer Entstehung, ihrer Herkunft, was für ein "Nichts" wir sind in anbetracht des ganzen Universums.


    Ich werde versuchen geduldig zu sein und zu lernen.

  21. #21
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    15.May 2000
    Beiträge
    28
    Renommee-Modifikator
    0

    AW: Unwichtig

    ja sophie - das ist mir schon klar, da erzählst du mir nix neues - aber rein muß es ins gedicht... und zwar in sich schlüssig...

  22. #22
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Unwichtig

    Dein Eingangstext ist zwar nicht unbedingt literarisch, aber er ist ehrlich. Und Du vermittelst Dein Anliegen. Darum sollte es manchem hier mehr bestellt sein.
    Darum hierfür meine Stimme.

  23. #23
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    26.June 2000
    Beiträge
    29
    Renommee-Modifikator
    0

    AW: Unwichtig

    Danke Robert


    Gruss Sophie

  24. #24
    resurrector
    Laufkundschaft

    AW: Unwichtig

    Ein Ordner aus den frühen Zeiten des Forums, der möglicherweise einen wenig griffigen Titel trägt. So ganz UNWICHTIG scheint mir Selbstreferenz dann doch nicht zu sein, v.a. dann, wenn sie aus dem Vielen Rückzug bedeutet.
    Der Nutzer "sklerus" blieb mir seinerzeit ein Rätsel. Zuweilen konstruktive Textarbeit wechselte mit schnippischer Rabulistik, v.a. gegen meinereiner.

+ Antworten

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Ja
  • Themen beantworten: Ja
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •