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Thema: Offener Brief

  1. #1
    Kurzvormabschussiger
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    Post Offener Brief

    Lieber von Wolkenstein,


    für mich ist der Sinn eines Literaturforums Austausch. Schreiben von Texten. Konstruktive Kritik bekommen und nach Möglichkeit auch geben. Ernsthaftes Bemühen ums Schreiben. Das habe ich hier alles gefunden und konnte mich deswegen richtig zu Hause fühlen.
    Jetzt ist es vorbei.
    Als ich mich habe registrieren lassen, habe ich keine Verpflichtungserklärung unterschrieben, daß ich an monatlichen Abstimmungen teilnehme oder mich in Arbeitsgruppe einschreibe.
    Ich möchte nicht, daß meine Teilnahme an dem Forum davon abhängig wird, daß ich irgendwelchem Zwang nachgebe.
    Abstimmung bei der Wahl des Textes des Monats dürfte freiwillig sein.
    Mitwirken in einer Arbeitsgruppe bzw. einem Projekt dürfte freiwillig sein.
    Wenn jemand mich auf diese Art und in diesem Ton zu zwingen versucht, dann wehre ich mich heftig dagegen. Du hättest mich fragen können, ob ich mitwirken möchte.
    Kennt dein Größenwahn keine Grenzen?


    Lebe wohl.


    Miranda

  2. #2
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Offener Brief

    Nein, es ist nicht der Sinn eines literarisch orientierten Forums, sich gegenseitig auszutauschen, sondern die Form. Der Sinn ist der fertiggestellte Text, der in der einen oder anderen Form dann möglichst vielen mitgeteilt wird. Leider aber sehen das viele wie Du, Miranda, weshalb die allermeisten Foren auch Schwatzbuden sind. Wir wollen das nicht sein, schwimmen da also gegen den Strom. Für uns steht das Endprodukt im Vordergrund, wir sind auch ein Verlag, und zwar einer, der am Anfang steht und besonderen Leistungsdruck hat, denn wir müssen erst einmal gute Texte produzieren, damit wir auch gute Texte verkaufen können.
    Die privaten Foren dienen in erster Linie der Kommunikation, da gebe ich Dir recht. Aber selten wird an den Texten gearbeitet. Um Literatur geht es da nur bedingt und relativ. Mir aber ist Literatur zu wichtig, als daß ich mich mit einer Kommunikation zufriedengeben könnte. Darum gehe ich auch in die Texte hinein, kritisiere, was mir selbst wehgetan hat; das ist wie ein Sichwehren.


    Was die Abstimmungen betrifft, so sind sie für unsere Mitglieder Zwang. Wir werden das noch schärfer betonen. Allerdings geben wir jedem Besucher unseres Forums die Möglichkeit, seine Meinung niederzulegen, indem wir unregistrierten Besuchern gestatten, Beiträge zu lancieren. Allerdings dürfen die keine Ordner eröffnen. Und ein Löschrecht oder ein Recht darauf, einmal aus der Schatulle entlassene Texte wieder zurückzuholen, besteht nicht. Das würde ja im Totalfall die Löschung aller Beiträge des Forums bedeuten. Nein, wer einmal hier etwas ablegte, der hat es entlassen. Er behält ein Copyright, aber es besteht kein Recht auf Löschung. Ich gewähre es manchmal, aber nur manchmal.


    Ich erläutere das jetzt nicht weiter.


    Die Mitarbeit in einem der Projekte ist nicht freiwillig, weil es gerade um die gemeinsame Arbeit an frei zu wählenden Bezugspunkten für jedermann (etwas pathetisch gesprochen) geht. Nenn es unsre Spinne, aber wir wollen nicht, daß jeder in seinem eigenen Saft dümpelt - für uns vom Verlag aus gesehen -, sondern zu uns einen Bezugspunkt aufbaut, eben in Form eines Projektes, das er sich selbst bestimmen kann, in dem er autark arbeitet, aber mit anderen Forumatikern, dem wir einen Rahmen in Form einer Publikation oder etwas ähnlichem geben, eben so. (So etwas ist Verhandlungssache zwischen den Projektteilnehmern und dem Verlag, wobei der Vertrag als geschlossen gilt, wenn ich sagte, daß das Projekt gemacht wird.)
    Vielen ist das immer noch zu viel Zwang, eben Dir beispielsweise. Aber von den Projekten und den damit verbundenen Publikationen können wir leider nicht abgehen, denn das hieße, uns selbst in Frage zu stellen.


    Sei lieb gegrüßt, viel Glück auf Deinem Weg. Vielleicht besuchst Du uns das eine oder andere Mal und hinterläßt eine Spur. Ich stümme Dir im übrigen weitgehend zu. Nur die oben genannten Ausnahmen.

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder
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    Renommee-Modifikator
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    AW: Offener Brief

    das hört sich ja alles ganz gut an, wölfi, nur ist das kaum mirandas problem. mirandas problem ist es ersichtlich, daß sie so mit sich nicht umspringen lassen möchte. die ansprüche, die sich an einen jungen verlag ergeben, liegen auf der hand. ich bewundere deine energie und ausdauer, mit der du versuchst, deine vorstellungen zu verwirklichen. im ergebnis ist da viel verstehbares dran, denn es gibt abschreckende beispiele in der forenlandschaft, wir wollen hier keine namen nennen, die deutlich zeigen, wie es nicht geht oder wie zumindest nix dabei rauskommt.
    und wenn man das den mitgliedern verständlich machen kann, wird man viele finden, die sich daran beteiligen, weil sie eben gern in foren sind, in denen sich ein gewisses niveau hält. und dafür gern auch selbst etwas einbringen über den literarischen austausch hinweg oder hinaus.
    mir schwillt der kamm wenn ich sehe, wie du mit guten leuten umgehst. und ich rühm mich einer unglaublich hohen toleranzschwelle, wenn ich hier relativ gelassen weiter mitmach. du verhältst dich unklug, um ein gängiges glimpfwort zu gebrauchen. soeben ist ghosty aus der kneipe ausgezogen und spendiert seine letzten abschiedsrunden. ekel doch noch mehr raus, dann sitzt du vielleicht demnächst mit einem haufen willfähriger jasager herum.
    es kommen mir vielleicht noch mehr gedanken dieser art, ich hör lieber vorher auf. denn es artet sonst noch in beschimpfungen aus und das wäre der sache durchaus nicht förderlich.

    miranda: ich bin mir eigentlich sicher, daß du weiter gern mitmachen würdest. gib dir einen ruck. versteh das mit dem leistungsdruck, nicht jeder kann sich einfach so mitteilen. aber es wäre doch wirklich schade um das forum. häng doch vorübergehend deinen toleranzbeutel mal bißchen höher!

    bigvogel

  4. #4
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Offener Brief

    bigvogel, meinst Du Jasager wie Dich selbst? Und wenn Du jetzt sagst: ICH BIN DOCH KEIN JASAGER, dann sag ich: Eben. Ich will das konstruktive Nein, auch das obstruktive, denn das zwingt mich zur Anstrengung und zur Überzeugungsarbeit - oder auch nicht. Jedenfalls ist es gut, eben KEINE Jasager um sich zu wissen, sondern Leute, die das, was sie sagen, in der Regel auch meinen. Andererseits: Wer hat schon was gegen eine gepflegte Heuchelei?

    Es ist alles ganz anders: Wer bleibt, dem liegt etwas an der Sache. Die Sache ist es, Texte auf den Weg zu bringen. Andere pflegen nur ihr Ego.
    Ghosty sollte langsam mal wissen, was er will. Wenn er gehen will, dann soll er es machen, wenn ihm etwas an einer Mitarbeit läge, dann hätte er nicht seine Befindlichkeit (was für ein widerliches Wort) raushängen lassen. Beim nächsten Konflikt hätte er wieder den Schwanz eingezogen. Nein, solche Leute will ich nicht haben. Mit denen gibt es nur Ärger. Aber ich räume jedem seine Nische ein. Gegen Ghostys Schwatzbude habe ich nichts, werde mich aber nicht in ihr betätigen - oder nur sehr selten. Denke ich.
    Um Miranda tut es mir leid, weil sie mich in Vielerlei an einen mir sehr lieben Menschen erinnert - und das bin ich jetzt nicht selbst. Zu diesem Charakter gehört auch das Spröde. Dieses aber könnte sie auch wieder zu uns zurückführen, sie und einige andere auch, die ich eigentlich mag, deren 68er Gehabe mir aber auf die Nerven geht. Daher denke ich, daß Miranda früher oder späüter ihren eigenen kleinen Salon eröffnen wird, der aber früher oder später eingehen dürfte. Mein Laden dagegen wird auch über meinen Tod hinaus bestehen, denn meine Kinder werden ihn fortführen. Das ist so sicher wie ein Floh im Pelz eines Straßenköters.
    Andererseits sage ich zu Mirandas und dem Weggang anderer: Man kann nicht alles haben, sollte sich aber dennoch immer darum bemühen, oder?
    Ich bin hier auch nicht der Löwe im Ring. Ich möchte Texte machen, meine, anderer, das spielt keine Rolle. Wer es besser kann, der sei mir jederzeit willkommen, denn dann könnte ich oder mein beßrer Partner die Arbeit, die getan werden muß, neu aufteilen, besser vielleicht. Ich habe eine übergroße Sehnsucht danach, daß ich einen Beßren finde.
    Sagte ich schon mal, daß ich ein Patriot bin? Ich interessiere mich nicht sehr für mich, aber ich habe klare Vorstellungen davon, was getan werden muß: Klarheit und Abstinenz gleichermaßen. Ich bin konservativ und verstehe meinen Patriotismus nicht als einen auf die Deutschen beschränkten. Es ist KLEIN, nur für eine Nation schreiben zu wollen, beschrieb diese Einstellung mein Schiller.
    Ach, ich schwätze jetzt.

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Offener Brief

    "Jammert nicht herum, Ihr Pimpfe! Wir machen den Laden dicht, wenn das nicht klappt. Diplomatie ist was für Schwächlinge. Klipp und klar wird gesagt, wie der Hase läuft: Er läuft von links nach rechts, vom West nach Ost, vom Disparaten zur Klarheit. Wer's immer noch nicht begriffen hat, der packe seine Koffer.
    Und jetzt plustert Euch auf, dann denkt nach, dann entscheidet euch. Von diesen blödsinnigen Betulichkeiten hab ich die Schnauze voll. Entweder wird hier gearbeitet oder es wird die Befindlichkeit und Laune gepflegt."


    So hoch, bigvogel, kann ich meine Toleranzschwelle nicht heben.
    Deine ganze Argumentation trifft nicht, Christian: meine Zusage hattest Du schon.
    Aber das ist nicht meine Art, mit Menschen umzugehen.

    it

  6. #6
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Offener Brief

    Letzte Anmerkung, Ed:


    Schwanz vor einem Konflikt einziehen?
    Quatsch! Es gibt gar keinen Konflikt!
    Ich lasse mir nur von niemandem etwas aufzwingen - schon gar nicht von einem virtuellen Wesen!


    Befindlichkeiten? Wieder Quatsch! Deine Art habe ich bislang erfolgreich ignoriert, denn sie tangiert mich auch nicht sonderlich...! ...aber verstehen kann ich sie auch nicht...!
    Anders, als Du habe ich nämlich kein Vergnügen daran!
    Beleidigt? Nö! Das kannst Du gar nicht!


    Wenn Du Verlagsmitarbeiter suchst, dann geh' zum Arbeitsamt oder nimm' Dir die, die nach dieser Aktion noch übrig bleiben - mögen sie mit Freude mitarbeiten!


    Ich hätte Deine Art als Ausdruck gewollter Exzentrik weiterhin toleriert, aber wenn Du das Verbleiben im Forum an Bedingungen knüpfst: Sorry - ich akzeptiere keine!
    Das Wort "Projekt" ist Teil meines Jobs - da brauche ich nicht noch zusätzliche...und meine privaten Projekte suche ich mir aus - und lasse sie mir nicht aufzwingen!


    Du lebst offensichtlich nach dem Motto: Mit einer Kanone und freundlichen Worten erreicht man mehr, als nur mit freundlichen Worten, Al Wolkenstein?


    Ich bin auch der Meinung, daß hie und da ein scharfes Wort angebracht ist.
    Aber jemand, der ausschließlich Gift und Galle spuckt, der hat m.E. ein emotionales Problem!
    Aber das mache ich sicher nicht zu meinem!


    Nicht, daß mich das wirklich treffen würde - aber wie gesagt: ich muß es mir auch nicht antun!


    Ich bin davon überzeugt, daß Dir dies hier ebenso am ..... vorbeigeht, wie mir manche Deiner Äußerungen...aber das habe ich persönlich zur Psycho-Hygiene gebraucht!


    ...und erspar Er mir den Hinweis, daß in einer direkten Rede der angesprochene klein geschrieben wird, Robert E. Wolkenstein!


    Gehab Er sich wohl!
    Addio!

  7. #7
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Offener Brief

    wer die kunst vor zeugen braucht, sollte weiterhin das forum hegen und pflegen und sich arbeitsgruppen anschließen. auf, daß der einheitsbrei gelingt!


    b

  8. #8
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Offener Brief

    In Athen der Antike hat man wahlmüde Bürger mit einem roten Tau durch die Straßen gejagt.
    Werd doch Hilfspolizist, Wolkenstein!
    Ich kann nicht verstehen, warum ihr alle so überreagiert. Denkst du, wirklich, vW, daß sich große Autoren zu Abstimmungen hätten zwingen lassen? Vielleicht vertreibst du gerade diejenigen, die deinem Verlag auf die Beine helfen könnten.

  9. #9
    rodbertus
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    AW: Offener Brief

    b, im letzten Teilsatz empfiehlt sich der Gebrauch eines Konjunktivs! Kleingeschrieben wird immer noch kleingeschrieben, Ghosty! Andere Fehler Deines Gemachts übersehe ich.
    Wenn Du das, was Du da so zum besten gibst, von mir denkst, mein Lieber, dann ist es wirklich besser, Du gehst. Kein Zurück mehr für Dich. Auf Entschuldigungen verzichte ich. Gehab Dich!

    Carlos, in der Tat, darüber denke ich schon länger nach. Ich hätt' mich wohl auch nicht zwingen lassen. Allerdings kenne ich mich ganz gut und könnt' nur schwerlich auf mich verzichten. Aber gespannt bin ich schon, mit wem ich fest rechnen kann. Wackelkandidaten nehm ich auch nicht. Ich will einen festen Stamm, keinen, der sein Bleiben von Bedingungen abhängig macht, vielleicht die eine eben, daß man sich auf sein Wort verlassen kann/können muß. Das andere ergibt sich, unter Brüdern !

    Bisher haben sich auch erst zehn Leutchen gefunden, oder eilf. Jedenfalls denke ich, daß die Zahl von 21 (ein Viertel) nicht erreicht wird. Das ist dann schade, aber nicht zu ändern. Und wenn am Ende keiner außer mir übrigbliebe, so würde ich doch wissen, auf wen ich mich verlassen kann, wer nicht schlapp macht vor dem Ziel, nämlich einen Fundus der Netzliteratur zu schaffen, von dem noch Generationen zehren können. Und ich sage euch, es wird immer wieder jemanden geben, der einen seiner Texte hier einstellen wird, denn er wird hier bedient, kritisch, aber ehrlich. Und das zahlt sich am Ende immer aus. Das widerliche Geschwätz aber verliert sich über die Zeit, kostet nur Nerven und Arbeit, ist aber totgeboren.

  10. #10
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Offener Brief

    wünsche gelingen, herr robert von wolkenstein. das wohl grösste künstlerische gut nenn ich freiheit. was mir sonst noch lieb ist, ein wenig respekt und toleranz. nun gut, grosse worte, ich weiss. und ich seh mich schon von dir in die 68-er ecke gestellt, wär nicht das erste mal. dafür bin ich aber zu jung. ich gehe weiter, mynher pepperkorn, was ich immer noch am zutreffendsten finde. ich war nicht ungern hier, manchmal, manchmal schon. ich gehe weiter.


    petit_prince2 und bernouilly

  11. #11
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Offener Brief

    Ich stimme Miranda uneingeschränkt zu, vor allem in der Konsequenz:
    Ede, liquidiere mich!

  12. #12
    rodbertus
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    AW: Offener Brief

    Konsequenzen zeugen von Zwanghaftigkeit. Freiheit bedarf der Begrenzung, der Konkretation. Kleiner Unterschied.
    Ich würde den Vorwurf der Willkür verstehen, wenn ich nur einige wenige Arbeitsmöglichkeiten vorgegeben hätte. Hab ich aber nicht. Ich sagte nur, daß jetzt Ergebnisse nötig seien, die im bisherigen Arbeitsstil nicht erreicht worden. Das Feld überlasse ich jedem einzelnen Mitglied. Aber wer schon nicht dazu bereit ist, mit anderen zusammenzuarbeiten, der hat hier wahrlich nichts zu suchen.
    Kritik dient, ist nicht Selbstzweck!




    Liebe Miranda! Sei nicht so pimplig! Was willst Du? Austausch. Du verzichtest gerade darauf. Willst Du nur den Austausch, der Dir paßt? Sehr kommunikativ, sich einfach wegzudrehen, wenn der TON nicht paßt. Wirklich, sehr kommunikativ!


    Könnte es sein, daß Du Dir hier einsam vorkommst, weil Deine Freunde bereits aus ähnlich fadenscheinigen Gründen gegangen sind? Dann schaff Dir neue Horizonte, liebenswerte Miranda.


    ich habe deine Texte sehr gern gelesen, sie athmeten Weite und Vernunft gleichermaßen. Mehr leider nicht. Die Weite des Geistes schreitest Du nicht ab. Wahrscheinlich ist Dir die Aussicht nicht mit der Mühe koinzidabel. Diese Reaktion von Dir ist unvernünftig, ja dumm. Aber ich gestehe Dir das Recht auf Dummheit zu.
    Komm wieder, wenn Du wieder ein ehrliches Wort hören möchtest und keine Bauchpinselei! Komm wieder, wenn Du mich erfreuen willst mit Deiner Gegenwart, wenn Du mir die Sinne weiten willst mit Deinen Sehnsüchten, die ich auch in mir erkenne. Bleib fern, wenn Du nur einen guten Ton von mir erwartest. Den flüstre ich Dir ins Ohr, wenn ich neben Dir liege, nicht, wenn es um Literatur mit virtuellen Existenzen geht.


    Und, it: Was steht denn da Schlimmes? Da hör ich auf der Straße sehr viel Schlimmres! Piß Dir nicht ins Hemd, Süße!


    B, was redet Er da? Wenn die Schwächlinge gehen, dann bleiben nicht die Dümmsten, sondern die, die TROTZDEM bleiben. Schon mal darüber nachgedacht? Und es bleiben die, die es ehrlich meinen. Dann erst wird Arbeit möglich sein. Wie wir sie konstituieren, das weiß ich selbst noch nicht. Aber man kann ja miteinander reden, Ideen hätte ich schon. Andere haben vielleicht auch welche. Kann ich nicht beurteilen, obwohl ich da einen kenne, der Ideen hat den lieben langen Tag.

  13. #13
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Offener Brief

    Lieber von Wolkenstein,


    ich glaube, wir können wirklich gute Freunde sein.
    Du unterscheidest zwischen Sinn und Form eines Forums. Insofern gebe ich dir recht. Wobei ich dabei bleibe, daß der Sinn Austausch ist. Da liegen wir nicht so weit auseinander. Denn ich sehe das Endprodukt, den fertigen Text als den Sinn des Austausches. Austausch zum Ziel, nicht Austausch an sich. Ich verabscheue Schwatzbuden. Daß allzu oft nicht an den Texten gearbeitet wird, bedaure ich auch. Ich schwimme übrigens auch gegen den Strom.
    Ich wäre die erste, die sagen würde: Ja, ich mache mit, wenn ich auf eine Art und Weise angesprochen werde, die ich als respektvoll mir gegenüber empfinde, für eine Sache, für die ich mich begeistern kann. Gegen jeden Zwang reagiere ich allergisch. Auch wenn die Sache mich sonst begeistern könnte. Es geht um das Prinzip. Wenn ich sage: Ja, ich mache mit, dann mache ich auch mit, ich engagiere mich, auf mich kann man sich verlassen. Vielleicht verpasse ich etwas wirklich großartiges wegen eines Prinzips; ich muß mich fragen: Was ist mir wichtiger?
    Hast du wirklich viel davon, wenn deine Arbeitskräfte höchstens halbengagiert sind, unzufrieden mit sich und ihrer Arbeit, weil sie wissen, daß sie einem Zwang nachgegeben haben? Co-operation statt coercion?
    Ich habe volles Verständnis für die Schwierigkeiten eines Verlags im Anfangsstadium. Ich bewundere deine Energie und Zielstrebigkeit, dein 'single-minded devotion to the cause', und wünsche euch großen Erfolg. Ich denke aber, ein an einem Verlag angeschlossenes Forum könnte eher ein Ort sein, wo neue Autoren für den Verlag gefunden und gefördert werden, als eine Quelle von Arbeitskräften für den Verlag. Autoren sind oft etwas mimosenhaft und manchmal nicht besonders gut geeignet für die druckreife Produktion von Texten von anderen.
    Du sollst nicht mißverstehen: Ich weiß, was Leistungsdruck ist. Ich habe jahrelang komplexe juristische Texte übersetzt, wobei die Übersetzungen oft schon vorgestern fertig sein sollten. Ich habe es auch geschafft.
    Vielleicht liegt es an deiner Art. Nun ja, deine Art kann man als etwas exzentrisch, vielleicht überheblich, aber auf jeden Fall mit Humor sehen. Jeder weiß aber, daß du es gut meinst. Mit grottenschlechten Texten umzugehen ist nicht leicht, leider gehören sie zum Vielfalt eines Forums (und viele werden auch in gedruckter Form veröffentlicht - wohlgemerkt: In anderen Verlagen). Im Prinzip ist auch zu erkennen, daß du es auch in diesem Fall gut meinst, daß es dir um den Verlag geht, um das Überleben des Verlages, vor allem um Literatur (die nicht nur du todernst nimmst!). Bei mir geht es auch, wie gesagt, um ein Prinzip. Ich lasse mich wirklich nicht zu etwas zwingen. Hättest du gesagt: Miranda, ich möchte dir was vorschlagen, was hältst du davon? dann hätte ich wahrscheinlich gesagt: Ja, gerne. Oder ich hätte wenigstens die Möglichkeit gehabt zu sagen: Es tut mir leid, ich möchte schon, aber ich habe schon genug zu tun. Mit einer Wahl konfrontiert, die eigentlich keine Wahl ist, sage ich grundsätzlich: Nein! Und ich gehe. Es tut mir leid, es tut mir weh. Deine eingehenden Kommentare habe ich zu schätzen gewußt, und ich danke dir dafür. Dein Forum als Textwerkstatt ist einzigartig und für mich wichtig gewesen. Es wäre schade, es dicht zu machen. Ich persönlich werde es sehr vermissen.


    Sei auch lieb gegrüßt


    Miranda

    übrigens: robert: es freut mich, daß du meine texte gern gelesen hast. Ich habe mich auch über deine kommentare gefreut. trotzdem glaube ich, daß wir etwas ganz anderes unter kommunikation verstehen. ich verzichte nicht auf austausch. ich suche nicht nur den austausch, der mir paßt. es geht um den ton des austausches. könnten wir je wirklich miteinander austauschen?

  14. #14
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Offener Brief

    Liebe Miranda!


    Kann ich nicht akzeptieren. Um seine Freunde kämpft man. Erst recht, wenn sie scheinbar Fehler machen. Und wenn man nur einen kleinen Zweifel hat, daß es vielleicht auch anders hätte gehen können, dann unterstützt man sie auch.
    Vor allem aber spricht man mit ihnen. Was Du tust, ist ein Schnitt, so im Stile von: "Eigentlich würde ich ja bleiben, aber bei mir macht der Ton die Musik. Und bei all dem Genialen, das ich hörte, war ein Ton dabei, der mir nicht gefiel. Also tschüß!"


    Und ich frage Dich jetzt entschieden, was fällt Dir ein, mich als einen Freund zu bezeichnen - wenn auch beinahe in der unüblichen Form eines Irrealis -, wenn Du mich dann wegstößt? Das ist ja hundsgemein. Stell Dir vor, das macht einer mit Dir. Wie würdest Du Dich fühlen?


    Weißt Du, Du hast da so wundervolle Texte von Deiner Stoff gewordenen Sehnsucht geschrieben, so daß ich glaubte, ich hätte Totgeglaubtes wieder erstehen sehen. Es waren diese Einzelheiten, die sich wohlgefällig im Raum anordneten, der geschwängert war mit eine Hingabe, die mich staunen machte.
    Und dann? Ein falscher Ton bricht so etwas nicht entzwei, er kann einen Harm hinterlassen, der durch ein Lächeln wieder weggewischt wird. Nur muß man dem Lächeln Gelegenheit geben. Gibst Du mir Gelegenheit? Nein, Du stößt mich weg wie einen tollen Hund, der eben es wagt, mal zu kläffen. Nur war's für ihn kein Kläffen, sondern eben Ausdruck seiner Natur, seiner Tollheit.


    Und ich will jetzt nicht predigen. Wenn Du mir als Substanz guten Willen konzedierst, als Akzidenz aber eine verfehlte Kommunikationstechnik, dann ist Dein Verhalten wahrlich widerlich. Ich vermute, Du tust das alles nur, um möglichst viele der hier Schreibenden in Dein neues Forum zu ziehen.


    Gehab Dich, Miranda.

  15. #15
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Offener Brief

    hallo miranda, versuch doch mal hier 195.227.75.79/forumdisplay.php3?forumid=558 im blauen athener wald zu wandeln?

    grüße auch an it


    buh

  16. #16
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Offener Brief

    Lieber buh! Von Dir habe ich auch noch keine Stimme. Würdest Du das bitte demnächst (bis 13.09.) erledigen. Ich weiß gern, woran ich bin, weißt Du.
    Du mußt hier auch keine Werbung für irgendetwas machen, was sich demnächst in virtuellen Staub auflösen wird. Jeder hier kennt das Blaue Forum, das LC, etwelche anderen literarischen Zirkel, sie stehen alle in unserer Linkliste, auch anderswo. Bitte verzichte also auf derartige Verlinkungen, wenn sie nicht auf einen Beitrag verweisen, der zum Thema paßt. Die Gesprächskultur im Blauen Forum lehne ich prinzipiell ab, auch die im Literaturcafe, dies dazu. Früher oder später wird jedes dieser Foren unmoderierbar sein, darauf wette ich.

  17. #17
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Offener Brief

    Lieber von Wolkenstein,


    it hat's gesagt. Zwingt man Freunde?

  18. #18
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Offener Brief

    Gelegentlich. Denn auch Freundschaften haben eine Halbwertzeit, die von Zeit zu Zeit neu fixiert werden muß. Zudem exiistiert nicht nur die uneigennützige Freundschaft, sondern auch die aus gemeinsamen Interessen. Wie will man in unserem Falle wissen, ob es noch gemeinsame Interessen gibt? Und dann frage ich gleich weiter: Wie könnte ein falscher Ton die gemeinsamen Interessen aushöhlen? Das müßte dann schon ein steter Ton sein, ein stäter, um es genau zu sagen. Zu einem solchen bin ich aber schon physisch nicht in der Lage. Ich wechsle zu gern die Töne.


    Es ist also eine Frage des gemeinsamen Ziels. Wenn man ein gemeinsames Ziel hat, dann gibt es nur die Frage, wie man dorthin gelangt.
    Ich bringe mein Fußball-Gleichnis wieder: Die Elf marschieren auf den Platz. Gezwungenermaßen? Jein, sie haben ein gemeinsames Ziel, den Ball nämlich wenigstens einmal öfter im gegnerischen Tor unterzubringen... Aber nachdem sie sich für dieses gemeinsames Ziel frei entschieden haben, müssen sie gezwungenermaßen zusammenspielen, weil es eben Regeln gibt...
    Ich habe auch ein Ziel, ein Ziel, dem ich mich unterordne, ich bin da Mannschaftsspieler. Meine Freunde sind das auch. Die fühlen sich nicht gezwungen, weil das Ziel uns gemeinsam ist. Andere muß ich fragen, ob ihr Ziel dem meinen entspricht. Offenbar nicht. Schon entsteht in ihnen (den Gefragten) das Gefühl des Zwangs, weil sie eben ganz andere Interessen besitzen. Sie müssen sich mit etwas auseinandersetzen, was ihnen nicht paßt, weil ihr Ziel nämlich - sic! - dem meinen ganz verschieden ist. Sie suchen leichte Plauderei und keine Arbeit. Also entscheiden sie sich, sie scheiden aus. Ist völlig knorke. Bei einer freundlichen Nachfrage hätte ich unverbindliche Jas zur Antwort bekommen, die am Ende nichts bedeutet hätten. So gibt es einen Schnitt. Ich lasse die Mitgliedschaften bestehen, klarerweise, aber ich weiß, die meisten werden hier nicht wieder hereinschneien - das hat was mit dem Ego zu tun.


    Ich bin dem Zwang aber auch ausgesetzt. Ich muß mitarbeiten, um mein Ziel zu erreichen. Meine Freunde sind auch dem Zwang ausgesetzt, sich dem Ziel unterzuordnen, sich einzufügen in eine Arbeitsgruppe, bei der keiner das Sagen hat, sondern das Objektive, nämlich das äußere: Wie kommen wir dahin, eine ordentliche Zeitung zu machen, eine funktionstüchtige Datenbank, wie bringen wir einen kruden Text auf den Weg, der aber ein uns interessierendes Thema beackert?; wie drücken wir Preise und Unkosten, wie machen wir es, daß sich möglichst viele Begabte bei uns vorstellen... Alles Zwänge. Und ich habe sicherlich nicht alles im Blick, ich brauche da auch Zuarbeit, woraus wiederum Verantwortlichkeiten entstehen und Möglichkeiten der Entfaltung für jeden, der sich einbringt und eine Nische für sich konstruieren kann. Meinetwegen. Aber die Grundentscheidung muß stehen, nichts Vages.


    Der Zwang für die Forumatiker besteht nun darin, sich zu entscheiden. Die Entscheidung lautet: Ja, ich bin dabei. Nein, ich will meine eigenen Sachen ohne NEWCOMER verfolgen.
    Alles andere ist Tinneff, blabla.


    Meine Freunde zwinge ich selten zu irgend etwas, denn sie können nicht meine Freunde sein, wenn sie mich im Stich lassen. Anderes ist Korinthenkackerei. Einem Freund stellt sich solch eine Frage nicht. Er hilft und macht. Später sagt er dann: Sag mal, könntest Du nicht etwas freundlicher sein... Aber das wird dann unter Freunden ausgeprügelt.


    Und jetzt wird mir das hier zu blöd. Das sind alles so selbstverständliche Dinge, daß ich ganz wütend werde, wenn ich sie erklären muß. Geh spülen!

  19. #19
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Offener Brief

    ...mir scheint, hier prallen zwei "weltverständnisse" aufeinander...

    SCHADE!

    ich hab das forum genossen. Aber nun schrumpft halt die telefonrechnung. ist auch ganz gut. gibt es nicht immer so viel ärger darum...

    ich kenne das blaue forum und das lc nicht... sollte ich? nee. entweder hier oder nirgendwo. wenn das forum weg ist halt nirgendwo...

    schade! wirklich schade! ich ziehe mich dann in meine kleine welt ganz unten zurück und fange endlich mit der englischen literatur an. hab ja jetzt genug zeit.

    *winknochmal*

    Bo

  20. #20
    schreibt hier hin und wieder
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    21

    AW: Offener Brief

    liebe miranda,


    bitte begreift endlich das bemühen, ehrlich zu tauschen.
    zu decoverieren, zu entdecken, auswickeln, dasein und tun.
    das wollen wir tatsächlich. wir wollen die wahrhaftigkeit des wortes, der worte der zusammenhänge. wir wollen den aufgepumpten literaturfaschisten endlich paroli bieten können. und das kann nur eine gruppe. das können nur wir. gruppen pflegen keine amöben zu sein. sie organisieren sich. organisieren meint dem organismus näher zu sein als der organisation.


    also, lieb miranda, fühle dich nicht regelementiert, werde teil des organismus' , mach mit, sei ein individuum!


    mfg hav

    sp

  21. #21
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Offener Brief

    Hi Edgar,


    hab meine Stimme abgegeben.


    nun hab ich also wand
    mein part gemachtet gut,
    und nun sich also wand
    hinwegbegeben tut.

  22. #22
    Administrator
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    Question AW: Offener Brief

    Das mit den Arbeitsgruppen hat nicht geklappt, führte aber zu einer Reinigung des Forums. Das mit der Reinigung des Forums hat zwar geklappt, führte aber zu einer Versachlichung der Atmosphäre. Die versachlichte Atmosphäre hat auch nicht dabei geholfen, die Intensität bei der Textarbeit von allen Forumatikern zu heben.


    Wir haben dementsprechend reagiert und das gesamte Forum umstrukturiert, betrachten es nunmehr eher als tägliche Fingerübung und Generator neuer literarischer Kontakte; an die einstige Funktion, selbst literarische Produkte hervorzubringen, glauben wir zwischenzeitlich nicht mehr. Ist das schade?

  23. #23
    resurrector
    Laufkundschaft

    AW: Offener Brief

    einer der ordner, an dessen ende tote zu beklagen waren; das meiste von dem, was ich seinerzeit schrieb, könnte ich auch heute noch schreiben, allerdings habe ich inzwischen für das wolkenstein-forum eine andere aufgabe als die, gute texte zu produzieren: ich fasse das forum inzwischen mehr als zettelablage auf, zugleich aber auch als quellpunkt für neue ideen, ohne daß es deshalb zu einer schwatzbude entarten dürfte - huh, da habe ich ja mal wieder ein böses wort benützt

  24. #24
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    8

    AW: Offener Brief

    Ich frage mich wie ich wohl seinerzeit auf eine solche Verpflichtung reagiert hätte. Auf jeden Fall hätte ich nachgefragt, oder auch selbst überprüft, ob die Forenregeln auf eine Verpflichtung zur Abstimmung hinweisen. Darüber hinaus hätte ich zu bedenken gegeben, dass es bei jeder Abstimmung auch die Möglichkeit der Enthaltung geben sollte. Sich für etwas entscheiden zu dürfen...das heißt ja auch sich gegen etwas entscheiden zu müssen - oder auch genau umgekehrt. So oder so, eine Zwangs-Verpflichtung ist undemokratisch. Sie existiert nur dort...wo das Allgemeinwohl über dem Einzelschicksal steht...z.B. bei der Pflicht Steuern zu zahlen...oder einst bei der Wehrpflicht.

  25. #25
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Offener Brief

    die verpflichtung zur zahlung eines monatsbeitrages in frei zu wählender höhe und zur mitarbeit (abstimmung, verlagsprojekte) an wenigstens einem projekt stand in den forumregeln seit 1998. sie galt für mitglieder des forums. da es seinerzeit auch nichtmitgliedern möglich war, texte ins forum zu stellen (nicht in alle foren, aber in die meisten) entstand für den nichtmitgliedswilligen forennutzer kaum ein nachteil.

    der ordnereingangstext ist also eine frechheit. man beschwert sich über etwas, dem man VOR der eintragung in die mitgliedsliste zugestimmt hatte.

    heute sehe ich das alles etwas anders mit der mitgliedschaft. der paradigmenwechsel erfolgte so um 2002. (siehe oben) ich mußte erkennen, daß die betreibung eines literarischen forums zwar enorm viel arbeit bedeutet, das literarische ergebnis aber eher marginal ist. seit einigen jahren wird das forum von mir hauptsächlich zur einpflege und systematisierung eigener gedanken genutzt, aber auch zum austausch mit leuten, die wenigstens in grundzügen so ticken wie ich selber. zuweilen schlägt hier auch ein literarisches talent auf, dem ich mich ernsthaft widme, meist aber reagiert ein solches talent auf meine worte mit rückzug. das ist ebenso schade wie es eben so ist. das ist wie das warten auf eine schöne frau, die zwar auch möchte, sich aber nicht traut und schließlich von einem mann weggeschnappt wird, der die richtigen worte und das mehre geld aufzubringen in der lage ist.

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