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Thema: DM

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    Post DM

    "Hier", sagte er und wedelte mit den Scheinen, "alle falsch, alle, durch die Bank".
    "Wieso falsch, zeig mal", sie nahm einen der 10-DM-Scheine und drehte ihn einge Male um. "Der ist doch völlig normal, ich erkenn da nix."
    "Doch", beharrte er," sie habe alle einen Druckfehler, die sind falsch."
    "Was ist denn falsch?, mach's nicht so spannend!"
    "Da", er drehte den Geldschein um, "siehst du das, auf der Rückseite die Karte, das sind Schiffsverbindungen auf der Nordsee und da links oben", er tippte auf die Stelle," das ist die Insel Wangerooge. Beim Sextant. Da steht es."


    "Was ist ein Sextant?"
    "Nicht was du denkst, erklär ich dir später. Lies!"
    "Kann ich nich lesen, ist zu klein."
    "Wenn du weniger saufen würdest, hätteste bessere Augen." Er gab ihr seine Brille.


    "Tatsächlich", sagte sie, "da steht es."
    "Eben nicht!"
    "Was eben nicht."
    "Eben nicht. Da steht nicht Wangerooge, da steht Wangeroog, ohne e, da fehlt das e am Schluß."


    "Aha. Und in dem ganzen Packen da ist das falsch?"
    "Ja, alle falsch.".


    "Und wo hast du die her?"
    "Was her?"
    "Du mußt die doch irgendwo herhaben."
    "Was weiß ich, von der Bank"
    "Du läßt dir bei der Bank falsche Geldscheine geben?" Den Blick mit dem sie das sagte, kannte er.


    "Ja. Es gibt keine anderen, es gibt nur falsche Scheine. Alle 10-DM-Scheine sind falsch. Müssen zig Millionen sein. Die Bundesbank läßt das so, weil man das ja eh kaum sieht..."


    Pause. Diesen Blick kannte er auch. Sie glaubte ihm kein Wort.


    "Ich glaub dir kein Wort!"


    "Is aber so."

  2. #2
    Kurzvormabschussiger
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    Cool Aw: Dm

    *zehnmarkscheinzück*

    JEPP! stimmt! gut beobachtet, lester!
    *sichhalbtotlacht*

    bis dann!
    *wink*

    Bo

  3. #3
    gecko
    Status: ungeklärt

    Aw: Dm

    nur mal so nebenbei...


    "Küstenserver: In grauer Vorzeit wurde Wangerooge tatsächlich "WANGEROOG" geschrieben (wie auf dem zehnMark Schein nachzulesen) im Laufe der Zeit ist das "e" dann daran gehängt worden. Heute sagen wir Insulaner,wie übrigens auch der Rest der Welt, "WANGEROOGE". Wer genau wissen will wie es sich nun verhält und warum, sollte sich mit unserem Inselchronisten Hans-Jürgen Jürgens in Verbindung setzen, denn wenn es überhaupt jemand weiß, dann dieser Mann."


    nur wie der gute mann zu erreichen ist war nicht festzustellen... telefonbuch ? ja da gibt es einen ...selber suchen!




    und : Deutsche Genealogie: Dialekte
    "Ostfriesisch:
    Es wird zwischen Lauwersee und Wesermündung, vor allem aber auf der Insel Wangeroog gesprochen.
    (Auszüge aus dem Werk "Die Deutsche Sprache", 1969 erschienen im Verlag VEB Bibliographisches Institut Leipzig) "


    und dies:
    " Landvermessung im Deutschen Museum Bonn


    Wer wissen möchte, was Geldscheine und das Thema Landvermessung verbindet, sollte zwischen dem 26. August und dem 27. September das Deutsche Museum Bonn besuchen. Anhand des "Präszisions-Theodoliten von Georg von Reichenbach" wird hier erklärt, wie Landvermessung funktioniert und warum Hamburg, Bremen und Wangeroog auf unseren Zehnmarkscheinen eingezeichnet sind.


    Der Geldschein zeigt das Hauptdreieckssystem des Königreichs Hannover, das im 19. Jahrhundert vermessen worden ist. Die Eckpunkte der Dreiecke markierten weithin sichtbare Objekte, wie zum Beispiel Kirchtürme. Aus den Winkelgrößen der Dreiecke und einer zuvor festgelegten Basislinie lassen sich die exakten Abstände der Eckpunkte errechnen - eine wesentliche Grundlage für präzise Kartenwerke. Je genauer die Winkel bestimmt werden, desto exakter die Karte. Hier setzte der Militär und Ingenieur Georg von Reichenbach mit seiner Erfindung mehr als 100 Jahre lang Maßstäbe. Der von ihm um 1800 entwickelte Theodolit ermöglichte eine Meßgenauigkeit von fünf Zentimetern auf zehn Kilometer.


    Grund für die hohe Präzision des Geräts war die besonders gleichmäßige Einteilung des Meß-Kreises in 360 gleiche Teile zu je einem Grad sowie in zwölf weitere Teile zu fünf sogenannten Bogenminuten. Für diese durch 4.320 Linien vorgenommene Kreisteilung hatte er eine eigene Maschine konstruiert. Mit ihrer Hilfe wurden die Abstände der Linien viel exakter, als dies von Hand möglich gewesen wäre.
    Außerdem ließ sich der Durchmesser des Meß-Kreises deutlich verringern. Der neue Theodolit war kleiner, leichter und robuster als seine Vorgänger. Heute werten Computer die Daten moderner Meßkreisel aus, die man außerdem durch Satellitenmessungen ergänzt.


    Im Rahmen seiner Ausstellungsreihe "Meisterwerke aus dem Deutschen Museum" zeigt das Deutsche Museum Bonn nun für einen Monat den Prototyp des Reichenbachschen Winkelmeßgeräts.


    Deutsches Museum Bonn, Ahrstraße 45, 53175 Bonn Termin: 25. August bis 27. September 1998 Öffnungszeiten: täglich außer Montag 10.00 bis 18.00 Uhr"


    außerdem wird in einem antiquariat angeboten: http://www.expression.de/antiquariat.../nsbrem-q.html
    aus dem jahr" 1600
    Hartung, W. - Wangeroog wie es wurde, war u. ist. M. 22 Bildern auf 16 Tfln. u. zahlr. Abb. im Text. Oldenburg/O. 1951. 156 S. OHL(Zwischen Weser u. Ems, Bd. 2.) - Außen unfrisch."


    gruß gecko

  4. #4
    Kurzvormabschussiger
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    Aw: Dm

    meine güte, lester: ich entdecke eine ganz neue, angenehm überraschende seite an dir!


    gruß
    harry

  5. #5
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Aw: Dm

    Es ist der Schalk, ohne den keiner auskömmt. Und mal ehrlich, ohne den Schalk im Nacken würde keiner von uns auch nur einen Jota breit von anderer Meinung annehmen, so herrlich sind wir. Wir Ungeschalkten.


    Es ist ein törichter Text mit einigen Fallen, in die ich immer wieder tappen würde; Frauen glauben Männern selten jemals ein Wort, wenn sie es nicht selbst zuvor sagten und drittens: es plätschert und plappert
    dagegen: das alles ist nicht der Rede wert und widerspricht meinem Ordungsgefühl; Geld hat mich noch nie interessiert, bis ich es brauchte und drittens: Das ist nicht Leicesters Ding, dieses Beschreiben des Ungefähren mit wohlhochnothpeinlichen Worten, ich gebe Harry H. recht (ungern), und somit gaukelt L. uns hier was vor, was aber wiederum fast ein Grund wäre...

  6. #6
    schreibt hier hin und wieder
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    Aw: Dm

    ja, Harry, niemand ist ganz vollkommen. Es ist etwas seltsames um die Prosa. So ein Textchen ist schnell geschreiben, aber beim schreiben, so mir, wird einem langweilig. Vielleicht weil der Ernst fehlt. Aber ist der Ernst, der Bierernst, nicht sowieso zu vermeiden... Deutsch ist er. Alles, nur das nicht. An Celan (oh er hatte Samstag Geburtstag, einen Gru? ins Jenseits) lernt man eine andere Art von Ernst: den der Knechte. Der Gesang der Baumwollpflücker ist sehr anders, als jener der verliebten Jüngelchen oder Weltschmerzversessenen.


    Was wollte ich eigentlich sagen?


    Lester
    *etwasvergessen*

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