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Thema: Im Zentrum

  1. #1
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    Im Zentrum


    Die Häuser längs der jähen Wege stehen in frischen Farben, mit blanken, unverhangenen Fenstern. Ihre gut einsehbaren Räume scheinen bewohnt, jedoch kürzlich verlassen. So manche Schüssel steht frisch dampfend auf dem gedeckten Tisch. Auch liegen die meisten Servietten noch in ihren Ringen, einige aber, wie hastig hingeworfen, senken sich justament neben das blanke Geschirr hinab. Plötzlich abgebrochene Tischgebete hängen vermurmelnd in der violetten Abendluft. Die beiden Eilfertigen halten an, um ein Rudel über die Straße kriechender Breviere und Gesangsbücher passieren zu lassen.


    „Wir queren gerade das Viertel der Frommelanten“, erklärt Ortsschreiber Peinlich dem Sindbad. „Dieses Völkchen erwartet immer noch die jenseitige Herüberkunft, ohne zu ahnen, daß alle diesbezüglichen Wünsche längst erfüllt sind. Das Ortsgenie Solemnius wollte zur Erlösung dieser Wartenden eine das allseitige Ende verkündende Dampfgottheit konstruieren. Der Plan wurde aber nach langen Diskussionen vom Relativitätsausschuß der hiesigen Akademie abgelehnt. Ein jeder müsse mit seiner Weltanschauung ungestört und ohne aufgenötigte Hilfe auskommen dürfen.“


    „Gehören alle Alteingesessenen zum Formenkreis der Glaubhaften?“ will Sindbad wissen.


    „Keineswegs! Die meisten der Einwohner halten nichts von Versprechungen künftigen Heils, da Zeit hier im Ort keine knappe Ressource darstellt, wie anderswo noch üblich. Wenn genügend Gegenwart zur Hand ist, entfällt der Drang, auf Künftiges zu Hoffen. Ein Gutteil der Altsassen besteht überdies aus religiös unmusikalischen Nicht- und Sondermenschen."


    Sindbad lauscht verständnisinnig und will gerade sein Spielbein zum Fortgang ins Zentrum anheben, da wankt ein laut räsonierender Darrkopf-Sparren den Bürgerinnen- und Bürgersteig herunter. Als er des Peinlich ansichtig wird, reißt er die scharf bebrillten Augen auf. Seine Rechte fährt in schlenkerndem Gedeute auf den Ortspoeten zu. „Diese insgesamt äußerst suspekte und undurchsichtige Geschichte gipfelt in einem völlig indiskutablen Ende, mein lieber Peinlich. Dies ist kein Roman, dies ist eine Zumutung!“ Der Kritiker fährt seine Zunge ein und eilt am Gescholtenen vorbei, zum Stadttor hinunter. „Woher kommen sie und wohin wollen sie Herzl?“ ruft ihm der Ölfahrer nach. „Ich komme vom Ende dieser Geschichte und will hinunter zum Hafen. Ich werde Abreisen aus dieser literarischen Monstrosität!“ Herzls Zeigefinger sticht ein letztes Mal schlenkernd in den Abendhimmel, dann ist er den Berg hinab.


    Die beiden stolpern weiter bergan, in ein offizielleres Viertel hinein. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite ragt ein säulengetränkter, im Grunde aber würfelförmiger Graubau: das Museum der alten Meisterinnen und Meister. Gebaut zu einer Zeit, in der vorgebliche Reiseschriftsteller und bombastische Tonwüteriche denselben im Umland angaben. Des Ältesten und reinsten aller Meister Werke wurden versammelt und aufgehängt in den Hallen. „Betende Hasen“, „Betende Hoden“ und „Betende Hände“ sind Teile seines bedeutendsten Tryptichons „Betteln Verboten“ und hängen hier in ewiger Ausleihe.


    Der Weg wird nun nochmals merklich steiler, die Häuser gewinnen allmählich Gesicht. Verwittertes Gemäuer schaut aus bebrauten Fenstern streng auf die zwei einsamen Steiger. Tore stehen, wie spottschiefe Mäuler, offen ins Halbdunkel der inneren Räume hinein. Aheu und Würgerich umklammern Gebälk und Regenrinnen, hängen Bärte an Balkone und Balustraden, überziehen Fassaden mit struppigen grünbraunen Mänteln. Mannsgroße, speckig glänzende Granitkegel hocken in den wie von submarinem Licht durchwaberten Innenhöfen. „Dies sind die Wohnsitze der Alteingesessenen“, raunt der Peinlich dem Sindbad ins Ohr. „Sie sammeln sich ansonsten in wesentlicheren Tiefen des Textes und wurden in unserer Geschichte noch niemals beschrieben. Wir befinden uns jetzt nahezu im Zentrum. Wenn es uns gelingt, einen der uns offenbarten Höfe zu durchqueren, müßten wir durch eine mögliche Hintertüre, und, in einem Nachsatz, direkt in die Ortsmitte gelangen.“ Noch ehe der Ölfahrer antworten kann, verschließt ihm der Peinlich eigenhändig den Mund. „Leise! Dieses uralte Viertel liegt schlafend und ist für uns nur deswegen betretbar. Erwachte dieser Komplex, glitte er ins Unerreichbare hinab, und wir fänden uns in irgendeinem belanglosen Außenbezirk wieder. Halte dich zu meiner Linken, ich habe einen uns zugänglichen Innenhof ausersehen. Er ist glücklicherweise im kleinverwunderlichen Stil erbaut. Wäre er in der großverwunderlichen Art aufgeführt, widersetzte er sich meiner Schilderung.“


    Der Ortsdichter verweist auf ein Hoftor direkt vor ihren Nasen. Die hohen Flügel aus dunklem, heftig beschnitztem Holz stehen nur flüchtig angelehnt. So unterwandern Sindbad und Peinlich die aus Speckstein geschnittene Torumfassung mit den grimmig herunterbleckenden Fabelköpfen und schlüpfen in den Innenhof. Dämmerig und honigschwer steht kühle Luft zwischen den Mauern. Dem Sindbad ist‘s, als stiege er mit einem Schritt auf den Grund eines tiefen Sees von kristallener Klarheit, als wüchsen ihm dabei die notwendigen Kiemen, um die entrückte Stille und Reglosigkeit einzusaugen. Das Knarren des zurückschwingenden Tores, das Scharren der eigenen Füße auf der Schwelle, diese und alle anderen Geräusche kommen plötzlich von weit her; verlauten, wie passend sortiert, zur Gemächlichkeit gezwungen und harmonisch geglättet.
    Der schwarz und weiß gefließte Boden des Innenhofs läßt jeden Besucher an ein Schachbrett denken, besetzt mit wunderlichen Figuren: blühender Bauernschlau in Steinguttöpfen, türmende Tonkrüge mit und ohne Glasuren, randvoll gefüllt mit vergifteten Läufern und geopferten Springern, alle Figuren aus duftender Zeder gehauen. Nebenan eine königlich große, hölzerne Puppe, mit geschminkten Bäckchen, kauernd und ins Leere lächelnd. In der übermannshohen Standuhr auf dem Damenfeld schwingt ein totes Huhn exakt im Pendelkasten, anstelle des Ziffernblattes schimmert ein Spiegel und zeigt dem Sindbad den Sindbad. Zwei Türen führen ins angehörige Haus. Die eine entbirgt dem spähenden Blick des Eindringlings ein Bücherzimmer mit überquellenden Regalen an allen Wänden, mit glotzendem Augensessel und einem emsigen Blättertischchen davor. Darauf ein offenes Buch, in dem man unschwer diese Geschichte erkennt. Aufgeschlagen liegen die Seiten mit der Beschreibung von Hof und Zimmer: „Der schwarz und weiß gefließte Boden des Innenhofs läßt jeden Besucher an ein Schachbrett denken......“, der Sindbad will sich nicht selbst lesend lesen und bricht die Lektüre ab. Er wendet sich zurück. Die zweite Türe ist vernäht wie eine frische Wunde.


    [Diese Nachricht wurde von Doderer am 02. November 2000 editiert.]

  2. #2
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    AW: Im Zentrum

    Hallo Doderer,
    nicht, daß ich irgendwas verstanden hätte. Oder mir klar darüber wäre, ob ich was verstehen sollte -
    aber:
    "Betende Hasen", "Betende Hoden" und "Betende Hände" sind Teile seines bedeutendsten Tryptichons," oder die eine oder andere Beschreibung, oder die Frommelanten: da wühle ich mich dann gerne durch.
    Die Frage bleibt: wie lang?
    Aber skurril und wunderschön geschrieben.
    "Ich werde Abreisen aus dieser literarischen Monstrosität!"
    DAS hast Du hoffentlich nicht ernst gemeint.

    Gruß, it

  3. #3
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    AW: Im Zentrum

    Bin ganz vernarrt in diese (alp)traumhaften Geschichte, die sich in sich selber dreht. Bei allen darin enthaltenen Phantastereien, kommt sie mir sehr logisch vor, und ich habe keine Sorge,mich darin zu verstricken. Aber was ein Darrkopf-Sparren ist, musst Du vielleicht übersetzen. Ist das Mundart?
    Wie schön steht mir dieser Ort vor Augen... bebraute Fenster... so was hab ich noch nie gehört. Aheu und Würgerich an Regenrinnen und Balkonen - Du hast es mir den Namen ... hier und immerdar . Ist viel Märchenhaftes ist darin und viel Groteskes. Und gibt es denn einen hoffnungsvolleren Satz als diesen: "Wenn genügend Gegenwart zur Hand ist, entfällt der Drang, auf Künftiges zu hoffen."


    Grüsse an den Ortspoeten


    madonna

  4. #4
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Im Zentrum

    Wenigstens eine Pirouette zuviel.


    Waghalsig sind die unüberlegten Übergänge, vom spinnerten Amüsenlechner zum Märchenpoeten. Und diese Waage willst Du austaxieren? Sie steht schief. Aber Bewegung macht mich glauben, daß die eine Seite noch nicht genug besetzt ist, sie ist zu leicht. Und die andere Seite ist zu schwer. Das Eine: Wortakrobatik. prima. Das Andere: Konstruktion: schamhaft sich dräuend.


    Und so spreizt es sich ein bißchen. Du weißt doch, daß ich das Gespreize schnell erkenne, weil ich selbst so ein Spagatler bin.

    Fliese, nicht fließen

  5. #5
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    AW: Im Zentrum

    hallo Ed,


    ist aus einem größeren zusammenhang herausgehauen, trotzdem, der text hat konstruktive mängel, wo Du recht hast..


    doderer




    [Diese Nachricht wurde von Doderer am 04. November 2000 editiert.]

  6. #6
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    AW: Im Zentrum

    Über diese Mängel würde ich gern mal was lesen, anstatt sie nur angedeutet zu bekommen. Für mich erscheint dieser Teil stimmig.


    Überhaupt finde ich die Korrekturen in diesem Forum oftmals zu schamhaft und vage, dafür die Urteile um so kräftiger. auch das ist
    eine Schiefstellung, finde ich.


    gruss
    madonna

  7. #7
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Im Zentrum

    Im Zentrum
    De Häuser längs der jähen Wege stehen in frischen Farben,
    Warum hier ein Komma? mit blanken, unverhangenen Fenstern. Ihre gut einsehbaren Räume scheinen bewohnt, jedoch kürzlich verlassen. So manche Schüssel steht frisch dampfend auf dem gedeckten Tisch. Auch liegen die meisten Servietten noch in ihren Ringen, einige aber, wie hastig hingeworfen, senken sich justament neben das blanke Geschirr hinab.
    Plötzlich abgebrochene Tischgebete hängen vermurmelnd
    Reflexiv nötig oder als Passiv zu konstruieren in der violetten Abendluft. Die beiden Eilfertigen Tritt jetzt der Beschauer durchs Fenster auf? Das lyrische Ich? Der Held? Die Helden? Kein Absatz, keine Hinleitung; warum ein DIE? Beschreibungszeremonie..halten an, um ein Rudel über die Straße kriechender Breviere und Gesangsbücher passieren zu lassen.


    "Wir queren gerade das Viertel der Frommelanten", erklärt Ortsschreiber Peinlich dem Sindbad. "Dieses Völkchen erwartet immer noch die jenseitige Herüberkunft, ohne zu ahnen, daß alle diesbezüglichen Wünsche längst erfüllt sind. Das Ortsgenie Solemnius wollte zur Erlösung dieser Wartenden eine das allseitige Ende verkündende Dampfgottheit konstruieren. Der Plan wurde aber nach langen Diskussionen vom Relativitätsausschuß der hiesigen Akademie abgelehnt. Ein jeder müsse mit seiner Weltanschauung ungestört und ohne aufgenötigte Hilfe auskommen dürfen."
    Den letzten Satz streichen; eine Begründung führt hier zur Ebene der Logik, die diesem Text nicht mal anhaften sollte; außerdem ist hier gerade Faktizität des Unabdingbaren gefordert, nicht Erklärungsmuster. Andererseits wäre es durchaus möglich, eine kommentierende Ebene einzuführen, die dem Leser die Möglichkeit verschafft, der absurden Erzählebene Sinnhaftigkeit zu verordnen, so eine Art Parallelwelt.


    "Gehören alle Alteingesessenen zum Formenkreis der Glaubhaften?" will Sindbad wissen.


    "Keineswegs! Die meisten der Einwohner halten nichts von Versprechungen künftigen Heils, da Zeit hier im Ort keine knappe Ressource darstellt
    Dieser Stilwechsel ist grottig. Warum redet der Mensch jetzt (auch) wie ein Bürokrat? Entweder muß hier überzeichnet werden, am besten aber auch hier keine Erklärungen, sondern hüpfendes Phantasieren, denn das trägt den Text auf der Kernebene, die sehr poetisch ist. Erklärungen verpesten und schaffen Athemnot dem Leser, der diesen Text gerade deshalb liebgewinnen könnte, weil er holpert und springt., wie anderswo noch üblich.


    Lieber Doderer!


    Wenn wir Deinen 23er-Text machen, dann nehm ich mir mehr Zeit. Rechne aber schon mal mit 213 Anmerkungen auf 20 Seiten!


    Freundliche Grüße von einem ausgeschlafenen Edjuschka.

  8. #8
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    AW: Im Zentrum

    danke ed, für die ausführliche kritik,


    werde mich sogleich drüber her machen


    doderer

  9. #9
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    AW: Im Zentrum

    na ed, du hast zwar mordsmächtig auf den gong geschlagen beim ankündigen deiner kritik, aber diese selber - wie war das mit dem berg der kreißte und ein mäuschen gebar?


    zwei hinweise helfen mir aber, den text zu verbessern


    danke


    doderer

  10. #10
    rodbertus
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    Arrow AW: Im Zentrum

    Immerhin hast Du zwei Veränderungen bei zehn veränderbaren Sätzen akzeptiert. Rechne das hoch auf ein Tausendseitenwerk, mei Libber! Das ist keine schlechte Quote, ich bin eine geringere Ausbeute gewöhnt.


    Und das ist die erste Durchsicht. Stell Dir vor, wir machten drei. Du würdest mich hassen lernen!

  11. #11
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Im Zentrum

    hallo ed,


    hassen? aber nein - man braucht als zeilenschinder jemanden, der einen auf die tauben stellen hinweist - braucht jeder
    war schon fein so !


    tausend seiten unter deinem lektorat würden mich allerdings arg verschleißen !


    schönen tag noch !


    doderer

  12. #12
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    AW: Im Zentrum

    Hallo v. Wolkenstein,


    Bin entzückt, dass meine kleine Provokation, Dich veranlasst hat Dodereres 'Im Zentrum' etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken, als Du wohl ursprünglich vor hattest. Falls Du mir mal über den Weg läufst (man weiss ja nie), kriegst Du von mir 'nen Zehner für die Arbeit Ist ja schliesslich nicht mein Text und Dein Forum.
    Immerhin war es Doderer, der mich in dieses Forum gelockt hat mit dem Versprechen, dass hier fundiert kritisiert würde. In dieser Hinsicht bin ich seit ich hier bin etwas enttäuscht worden; ich hatte eher den Eindruck, dass man sich hier auf den Winterschlaf vorbereitet.
    Meine Bitte um etwas deutlicherer Kritik hatte nichts damit zu tun, ob ich gut bedient worden bin oder nicht. Ich bin durchaus in der Lage davon zu profitieren, wenn fremde Texte besprochen werden.
    Jetzt bin ich allerdings etwas versöhnt, besonders da Du angemerkt hast, dass man diesen Text liebgewinnen könnte. So etwas darf man ruhig mal sagen. Ja, man kann!


    Über das "vermurmelnd" bin ich übrigens auch gestolpert.- Da dieser Text aber eine solche Menge an sprachlichen Eigenheiten enthält, hab ich mich entschlossen, es nicht als Hürde anzusehen, zumal damit, wie mir scheint, eine unabgeschlossenen Handlung ein Schwebezustand zwischen Gegenwart und Vergangenheit ausgedrückt werden soll. Aber genau weiss das wohl nur der Autor.


    Bedanke mich für die prompte Lieferung
    Und das noch am Sonntag!!!


    Grüss Dich
    madonna

  13. #13
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Im Zentrum

    gefällt beim nochmaligen lesen immer noch. dass das poly-organische bet-bild "betteln verboten" heißt - metaphysische clownereien.


    gruß, j.

  14. #14
    resurrector
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    AW: Im Zentrum

    Kein schlechter Text, ein richtig guter aber auch nicht, zu viel Spielerei, zu wenig Versachlichung, wo's not täte.


    Doderer gefällt sich manchmal zu sehr in einer Rolle, die er anzeigt, aber nicht ausfüllt, exemplifiziert. Phantastisch sind seine Reisen, aber diese sind immer durch "mögliche Hintertüren" keine lebensverändernde, sondern touristische Unternehmungen. Man hat nie den Eindruck, daß sich der Autor hier verlieren könnte; es bleibt eine kühle (rationale) Distanz, die den Leser nicht wirklich begeistern kann.


    Die Reise ins Ich muß D. noch antreten, um ein wirklich guter Autor zu werden. Panorama-Literatur mit allem Pro und Contra.

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