+ Antworten
Ergebnis 1 bis 12 von 12

Thema: Wie sich Schindluder treiben lässt

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    19.April 2000
    Ort
    Salzburg
    Beiträge
    117
    Renommee-Modifikator
    0

    Post Wie sich Schindluder treiben lässt

    (in fortsetzung des nachdenkens über das thema, das in stregas ordner angeschnitten wurde)




    Das Schindluder




    Das Schindluder hat eine andere Zeit, hat eine viel schnellere Zeit und ist deshalb nie da, wo es sein sollte. Sagen die anderen. Und dann treiben sie es ganz schön bunt und glauben, damit irgend etwas aufhalten zu können. Was natürlich nicht geht, schon gar nicht geht das mit dem Schindluder, das ihnen immer nur seinen Schatten hinterlässt und einen Kasten mit Malfarben als Abschiedsgeschenk. Weil es die anderen eben immer so gern bunt treiben, und außerdem ist das Schindluder von Natur aus gutmütig, was aber niemand sehen kann, weil es da immer schon fort ist. So schnell ist das Schindluder und die anderen plärren ein bisschen. Das tun sie nicht, weil ihnen der Wind, in dem das Schindluder abgefahren ist, Sand in die Augen treibt, sie tun es auch nicht, weil sie bekümmert oder gar traurig sind, sie tun es, weil sie Wasser brauchen, um die Farbe aus den Farbtiegeln des Malkastens herauszubekommen. Wenn die genug geplärrt haben, malen sie den Schatten des Schindluders in allen erdenklichen Farben an und freuen sich, dass sie heute sind.




    [Diese Nachricht wurde von andrea am 07. Oktober 2000 editiert.]

  2. #2
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    19.April 2000
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    237
    Renommee-Modifikator
    20

    AW: Wie sich Schindluder treiben lässt

    ha.HA! sagte das Verkaufsargument, während es einen roten Balken über seine Augen klebte. "Wenn es je einen intelligenten Menschen gab, dann ist er mit dem Schindluder verschwunden. Aber ich habe Zeit."
    Dann schlug es seine mit Farbe bespritzten Hosenbeine übereinander, lehnte sich in seinen Augensessel zurück und zündete sich eine weitere Zigarre an.

    it

  3. #3
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Wie sich Schindluder treiben lässt

    Beine übereinanderschlagen, it? Ein Schindluder ist kein Schinderhannes, sondern ein unerquickliches rotbestrumpftes Monster, denke ich.
    Das Thema aus stregas Ordner war doch aber das Schinderludische nicht, eher das Verborgengemeine. Und das Schädliche im Gemeinen. Denn kommt das Gemeine nicht immer recht unspektakulär daher?
    Das Bild mit dem aufgewirbelten Sand gefällt mir. Ja, so stell ich mir ein Luder vor: Sand aufwirbeln und Sand verstreuen. Aber heimlich.

  4. #4
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    19.April 2000
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    237
    Renommee-Modifikator
    20

    AW: Wie sich Schindluder treiben lässt

    Du liest in letzter Zeit etwas fahrig. Woran das liegen mag? Schrieb ich, daß das Schindluder die Beine übereinanderschl?gt? Es würde seine Beine eher dekorativ im Raum verteilen, eines an den Kronleuchter, das andere neben die Heizung (dorthin, wo früher der Ficus Benjaminicus stand und seine Blätter verstreute, es war ein billiger Baum von Ikea), das dritte - wer sagt, daß Schindluder nur zwei Beine haben - das dritte, sagen wir...

    Außerdem diente meine Antwort der Ablenkung. Jetzt sind wir so weit abgelenkt, daß wir uns selbst in der Lüneburger Heide verirren können, und die Karte, die Karte liegt natürlich im Wagen. Da hilft selbst das Heidekraut nicht mehr.


    it

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    19.April 2000
    Ort
    Salzburg
    Beiträge
    117
    Renommee-Modifikator
    0

    AW: Wie sich Schindluder treiben lässt

    Der Schindludertext hier ist zwar angeregt durch diese Frage, ob und wer und wie Schindluder treibt (und dies am perfidesten mit Missbrauch, was dann eine Doppelung ist), doch ist er ein eigenständiger Text.
    Er befasst sich mit dem Begriff: Schindluder, den er als "geschundenes Luder" auffasst. Und das Schindluder-Treiben ist aufgefasst im Sinne des Schindluder-Jagens. Es ist also ein Text über eine Sprach-Gestalt - und dies in einer Sprach-Welt, die dann (wie ichs oft erlebe) doch allerhand über die außersprachliche Welt auszusagen in der Lage ist. Hier ists so, dass Partei fürs Schindluder und gegen die, die es treiben, ergriffen wird. Wobei mir das dann fast schon zu moralinisch gerät.
    It, den Sinn deiner Fortschreibung kann ich nicht enträtseln. Weil diese Augenbinde sozusagen neu und ohne Herausentwicklung aus dem Sprach-Szenario ins Spiel kommt. Was hast du gemeint?
    Wolkenstein, es ist immer wieder interessant, etwas über deine Weiblichkeits-Phantasien zu hören!


    Andrea

  6. #6
    Edjuschka
    Laufkundschaft

    Post AW: Wie sich Schindluder treiben lässt

    Weiblichkeitsphantasien? Moment, ich hab da was, wie ich mir eine Frau vorstelle, die so träumt, wie es mir gefällt, also eine männliche Weiblichkeitsphantasie, die sich als weibliche Phantasie ausgibt, eine imago:


    Sie saß auf der linken Seite eines wechselfarbigen Sofas, verloren auf dem Mahagoni-Parkett festgefügte Form. Lilith hatte Regale aufstellen und -hängen lassen, doch noch nicht mit den geliebten Büchern gefüllt. Derzeit lebte sie in Welten, die sich nicht über Sprache fixieren ließen, deshalb auch hatte sie sich vorerst um ihre Bilder und Schallplatten gekümmert: Der Van Gogh hing neben der Tür, der Marc über dem Schreibtisch und der Patinir zwischen den Fenstern nach Westen hin. Eines lokalen Malers Bilder, deren drastisch-kraftvolle Allegorik sie zutiefst beeindruckten, lehnten an der Wand und kontrastierten den aufgeräumten Grundcharakter ihrer neuen Bleibe; sie beschloß, den Bildern ein anderes Mal mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Einige Gegenstände - der Kuschelaffe aus Kindertagen, ungefähr ein Dutzend Holzfiguren, eine riesenhafte Muschel, ein gläserner Mond samt Sternen und mehrere Ikebana-Sträucher - hatten Platz in den neuen Regalen gefunden, vorerst, der Plattenspieler war angeschlossen. Lilith saß erschöpft auf dem Sofa.
    Doch bei dem Gedanken an Edgar, dessen Frustrationen sie nicht vergeblich zu behandeln wußte; sie stand auf, suchte eine bestimmte Platte und legte diese auf den Plattenteller. Der Raum füllte sich mit verknistert klingendem Klagen eines Soprans, weitete sich. Und Lilith betrat eine Welt, in der sie sich auskannte, die ihr Sicherheit des Kommenden verhieß, aus der sie Kraft bezog: Aus der Wand löste sich eine Gestalt, schüttelte Staub aus allen Poren, hüstelte und hieß, selbst kauernd, Lilith aufzustehen. Die Anbefohlene half der Figur auf die Beine. Sie umarmten sich, dann brach das Gebilde zusammen. Und Lilith vergrößerte sich mit dem Raum, spürte die fremdsprachigen Worte ins Ohr dringen und dennoch als die ihren, spürte diese als Hilferufe einer beklagenswerten Natur. Die Stimme gehörte zu einer Nonne, die die Welt beweinte und besang, die die Liebe zu ihrem Schöpfer auf den weiten Flügen ihrer Sehnsucht ausmaß und Ihm zu begegnen trachtete, Ihm, dem sie mit dem ganzen Herzen anhing, ihrem Erlöser. Natürlich.


    Hildegard sang.


    Es klopfte. Müller-Guttenbrunn stand in der Tür. Er war durchnäßt. Sein erster Weg führte ihn zu den Fenstern. Er öffnete alle drei.


    Die Fenster im Hause blieben gewohnheitsmäßig tagsüber verschlossen, obwohl frischaufgetragene lindgrüne Wandfarbe mit dem Schweiß der bis vor kurzem hart arbeitenden Handwerker eine vitiöse Verbindung eingegangen war und die zart-weibliche Diktion des Farbtones kontrastierte.


    Jetzt erst begrüßte er Lilith, die ihn lachend wegstieß: "Du bist ja ganz naß", sagte sie und schloß die Fenster wieder.
    "Ah, so", entgegnete er abwesend, "Lilith, kann ich die Fenster ein wenig öffnen? Draußen ist eine herrliche Luft und hier drinnen, nun, es riecht ein wenig streng nach den Malern."
    "Dein Schnupfen.- Was ist denn?"
    "Lilith, kommst du zum Essen?"
    Lilith küßte sanft seine Nasenspitze, tänzelte zum alten Kleiderschrank, öffnete ihn, zog sich aus. Müller-Guttenbrunn wollte gehen, aber sie kam ihm zuvor und verschloß die Tür.


    Der Mann zeigte blitzende Zähne und umfaßte ihre Taille. Die Frau wehrte sich, aber es war Spiel.


    Müller-Guttenbrunn bemerkte erbittert den Unterschied zur letzten Nacht, doch war es jetzt auch nicht an der rechten Zeit. Er entließ sie, setzte sich auf die rechte Seite des Sofas, um beim Ankleiden zuzusehen. Lilith zeigte das neueste Kleid, drehte sich in den Hüften wiegend vor dem Kleiderschrankspiegel, zog die bisher getragene Wäsche langsam aus. Die letzte Hülle fiel. Müller-Guttenbrunn befiel spröde Nervosität, befahl, den gestatteten Voyeurismus zu beenden und sich abzulenken. Er stand auf, rieb die Hände aneinander, machte eine täppische Bemerkung - etwa wie ein "Tja!" - und schlenderte über den Parkettboden zum raumteilenden Regal. Er entnahm gedankenlos eine Holzfigur. Sie rutschte ihm aus den Händen und fiel zu Boden. Lilith wendete, halbangekleidet, den Kopf dem Geräusch entgegen und erschrak. Er entschuldigte sich. Sie nahm die Figur voller Liebe in die Hände und betastete sie, atmete auf. Müller-Guttenbrunn entschuldigte sich nochmals, setzte sich zurück aufs Sofa und fragte leise:
    "Liebst du mich, Lilith?"
    Die Gefragte stand inzwischen wieder vor dem Spiegel und schminkte geübt lange Wimpern, wendete nach einigen Augenblicken unnachahmlich den Kopf - die Augen blitzten, als das kastanienbraune Haar über die Schulter flog -, sagte aber nichts. Müller-Guttenbrunn deutete sich still dieses Signal, stand auf, nahm sie leicht in die Arme und streichelte sanft mit zwei Fingerrücken über das Haar der Geliebten. Endlich kam die Antwort:
    "Ein wenig."
    Ein Steinklumpen plumpste vom Hals in den Bauch. Müller-Guttenbrunn half dem fallenden Schwerenöter, trank aus einem vergessenen Weinglas den letzten Rest. Lilith drehte sich herum und hauchte dem Blaßgewordenen einen Kuß zu, ging zur alten Kommode und suchte ein zu Kleid und Strumpfhosen passendes Paar Schuhe, so schien es, denn sie sortierte ungeeignete aus: "Einem so ernsten Menschen kann man nichts abschlagen."
    Müller-Guttenbrunn tastete nach den richtigen Worten: "Wieviel bedeutet er dir noch?"
    "Du bist ein Angsthase", antwortete sie beiläufig. Ihre Aufmerksamkeit galt wieder etwas anderem; sie suchte eine Zigarette, an der sie einige Male zog und schließlich hastig ausdrückte. "Was kann ich von einem Menschen wollen können, der nur in seinen Scheinwelten lebt und nicht wenigstens einmal den Mut oder Willen aufbringt, etwas zum Ende zu bringen. Ich habe genug von unsicheren Verhältnissen. Bei dir fühle ich mich wohl."
    "Du bist lieb. Kommst du jetzt essen?"
    "Geh schon vor; ich möchte mich heute von meiner allerbesten Seite zeigen. Das wirst du doch verstehen. Geh nur! Ich komme gleich."
    Müller-Guttenbrunn erschien dieser Wunsch selbst als inneres Bedürfnis. Er verstand. Sie würde heute abend schön sein, ihm Ruhe und Sicherheit verschaffen, würde auch in Zukunft seinem Inneren diese ermöglichen durch das Ausräumen jeglichen Mißverständnisses.


    Schönheit wird geachtet als Ausdruck einer inneren Besonderheit, ist ein Wert, den jedermann zu erhalten sucht. Man wird schwach in der Gegenwart von Schönheit, denn sie erinnert an die eigenen Träume und Erwartungen, die immer an Schönheit und Freiheit gebunden scheinen; Schönheit macht frei und zufrieden. So glaubt man es im allgemeinen.


    Müller-Guttenbrunn verstand, daß Liliths äußere Schönheitssorge ein Zeichen war für das Einverständnis, das sie im Inneren dem neuen Alltag an seiner Seite gegeben hatte. Sie war zu einem Teil seines Lebens geworden, eines Lebens, dem die Sorge ums Äußere inneres Bedürfnis war. Also ging er beruhigt, sicher und froh, hoffte auf den Abend, der ihm und ihr das Tor zur Zukunft weit aufstoßen sollte. Und Lilith schminkte sich vor dem Spiegel! Sie summte Hildegards Tonfolgen mit, dann war die Musik zu Ende. Sie lauschte in den Raum. Nichts. Der Abtaster war an den Anfang der Rille zurückgekehrt, erwartete stumm die Order zur Erfüllung seiner Aufgabe, doch nichts war da, an dem er sich reiben könnte. Kenoma. Lilith setzte mit dem Schminken aus und verharrte still und bewegungslos vor ihrem seitenverkehrten Abbild. Es gefiel ihr nicht. Sie stellte das entsetzt fest. Mit den Zähnen biß sie sich auf die fliegenden Lippen. Mit der Bürste zerwühlte sie die frischfrisierten Haare, das weiße Neglige riß sie an ihrem Körper entzwei. Der leichte weiche Stoff fiel zu Boden. Sie lachte wild, dann war sie beruhigt, tänzelte zum Plattenspieler und wendete die Scheibe. Wieder erklang das wehmütige Klagen und gleichzeitige Lobpreisen der mystischen Nonne aus bedingt entfernten Tagen.


    Sie begann von vorn.

  7. #7
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    19.April 2000
    Ort
    Salzburg
    Beiträge
    117
    Renommee-Modifikator
    0

    AW: Wie sich Schindluder treiben lässt

    nein wolkenstein, das schaff ich nicht, über die (mir) grausigen sprachlichkeiten mich hinwegzulesen. nicht bei der länge. und auch nicht mit dem lohn vor augen, dann womöglich weiteres über deine weiblichkeitsphantasien zu erfahren.


    andrea (und jetzt versuch' ich mal, mir auf die "fliehenden lippen zubeißen" - hab ich aus dem text in erinnerung - , da muss ich aber erst überlegen, ob ich mein "ich" in den lippen oder in den zubeißenden zähnen anlege!)

  8. #8
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    20.April 2000
    Beiträge
    124
    Renommee-Modifikator
    20

    AW: Wie sich Schindluder treiben lässt

    das schindluder, ich les ihn immer wieder mit vergnügen, wird mein kandidat für oktober


    doderer


    p.s.:
    .....Die kleineren Unwesen, zufrieden stöhnend, umringt von den ausgewachsenen Exemplaren; entgegen der landläufigen Meinung sorgen sich Unwesen ein Leben lang aufopfernd um ihre Brut.......

  9. #9
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    19.April 2000
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    237
    Renommee-Modifikator
    20

    AW: Wie sich Schindluder treiben lässt

    einfach ein schöner text.
    nette, intelligente art, eine "welke metapher" (wie so was ja bei jean paul hieß) wieder zum blühen und funkeln zu bringen.


    gruß, j.

  10. #10
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Wie sich Schindluder treiben lässt

    Es muß der erste Satz gewesen sein, der die Form bricht, die Frau doch ganz sein will. festgefügte Form


    Ein Schindluder muß sich in sich wohlfühlen, aber ist keine welke Metapher. Ich wünschte mir, daß diesem Wortraum SCHINDEN/SCHINDERN mehr Beachtung geschenkt würde, auch mehr Absetzung gegenüber SCHUND und UNSINN u.

  11. #11
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    4.534
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    26

    Post Jean Paul und das Schindludern

    Jean Paul hat geschindert, ein gutes idealisches Genie in allem hat er verschiedene Erzählansätze sich nebeneinander ereignen lassen. was ist schindern, schindludern anderes als ein Nebenher von Künstler- und Menschentum, von Kunst im Gewande des Alltags? und schindludern ist mit Klassikkritik verbunden, diesem rein ästhetischen Wahrnehmen der Lebenswirklichkeit, wie sie Schiller oft vorgeworfen wurde.
    Jean Paul entwickelte hier das Bild eines amoralisch-exzentrischen Künstlertums in der Figur des Roquairol, der als ein Fixpunkt des gesamten Erzählens charakterlich ausgestaltet wurde.
    Aber wie/was schindludert er? So ein Romankind will lange ausgetragen werden. Es durchläuft Phasen, konzeptionelle Überlegungen stehen da neben der Notwendigkeit einer unabwendbaren dramaturgischen Ökonomie.

  12. #12
    resurrector
    Laufkundschaft

    AW: Wie sich Schindluder treiben lässt

    Einer dieser merkwürdig unfertigen Ordner, in dem ein Gespräch nicht so recht in Gang kommen wollte. Das liegt meist am Ötzi, mit dem die Leser nichts rechtes anzufangen wissen.
    Der Kardinalfehler des Ötzi liegt darin, daß er den Bedeutungsumfang von SCHINDEN nicht ausmißt, sondern sich auf eine Nebenbdeutung beschränkt. Ein gutmütiges Wesen soll ein Schindluder sein. Das "Luden" kann diese Bedeutung haben, aber das "Schinden" nicht, vor allem dann nicht, wenn es aktiv betrieben wird. Betrug, Bösartigkeit, Quälsucht und Lebensbedrohung schwingen hier mit, nicht aber die Metaebene des analeptischen Dortseins.

+ Antworten

Ähnliche Themen

  1. Worin zeigt sich Liebe?
    Von Paul im Forum Leiden schafft
    Antworten: 40
    Letzter Beitrag: 20.11.19, 21:06
  2. schon neigt sich der august
    Von Paul im Forum Lyrsa
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 19.04.19, 14:01
  3. Wenn sich's findet...
    Von uisgeovid im Forum Lyrik
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 17.11.01, 19:31
  4. Der Hai der sich nie prügeln wollte
    Von Kolja im Forum Forum für das geschriebene Wort
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 10.07.01, 15:22
  5. Schon neigt sich der August
    Von Paul im Forum Lyrik
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 28.08.00, 17:56

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Ja
  • Themen beantworten: Ja
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •