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Thema: Sanasande (Ausschnitt)

  1. #1
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    Post Sanasande (Ausschnitt)

    Sanasande will nach vorne schauen. Schließlich muss sie ihren Koffer packen und muss daher wissen, ob sie das kleine Schwarze, ob sie den grauen (eine Geschäftsfrau werd' ich sein) Hosenanzug oder das geblümte Kleid mit dem weiten Flatterstoff um die Füße einpacken soll. Oder ob es der Jogginganzug tut oder das legere Kostüm oder das jugendliche (hier hängt was raus und dort hängt was raus) Vermischte. Oder die knappe Short mit zwei oder drei tief dekolletierten Leibchen (Brust hat sie! Die musst du nicht verstecken, hat T. einmal zu ihr gesagt.). Sanasande will also nach vorne schauen, um sich vorzubereiten, aber es geht nicht (Das Wasser war viel zu tief). So begnügt sie sich damit, ihre sämtliche Habe vor sich auszubreiten und nach allen Regeln der Kunst zu ordnen. Damit sie sie griffbereit hat, wenn es denn so weit sein sollte.


    Melisande steht daneben und schaut drein, als ob sie neben einem Grab stünde. (Sie hat den sogenannten tieftraurigen Blick.) Das kommt auch daher, dass Sanasande ihr ganzes Zeug auf ihrem großen Bett ausgebreitet hat. Die bunten Stoffe könnten also die Grabblumen sein. Eines ziemlich großen Grabes - zugegeben. Sannasu hat sich allem Anschein nach versteckt. Unter dem Bett wahrscheinlich. Das sähe ihr ähnlich. Natürlich bedenkt sie nicht, dass der Staub, der sich dort angesammelt hat, Gift für ihre Gesundheit ist. Die ja gerade atmungsmäßig einigermaßen angegriffen ist. Geniest hat sie bislang noch nicht. Melisande rührt sich nicht. Wie angewurzelt steht sie da. Erst als Sanasande das Fenster öffnet, weil ihr heiß geworden ist und ihr die Luft im Raum auch stickig vorkommt, bewegt sich etwas an Melisande. Es sind ihre Haare, die durch den Luftzug aufgehoben werden und wieder zurückfallen, wenn er gerade Atem holt. Natürlich ist es nur eine einzige Strähne - Melisande trägt ihr Haar streng frisiert! -, die Melisande entgangen sein muss und die deshalb derlei Spassetteln macht. Sanasande hört beleidigt-gelangweilte Töne unter dem Bett hervorkommen. Puh, Buh, Bäh, ... so ähnlich. Sie merkt (der Merker), dass ihr die Beine vom vielen Stehen und Hin-und-Her-Gehen weh tun. Sie setzt sich aufs Bett. Aber nicht ohne vorher zwei Kleidungsstöße beiseite geschoben zu haben. Ich werde das morgen noch einmal machen. Wenn meine Füße nicht mehr weh tun, denkt sie, und dann überlegt sie, wo sie die Nacht verbringen soll. Sie hat ganz und gar keine Lust, das ganze Gewand wieder zurück zu räumen. Um es am nächsten Tag ohnehin wieder hervor zu holen. Thomas fällt ihr ein. Ein Thomasbett mit einem Thomas drin. Das wär's jetzt, merkt sie (der Merker). Und es gefällt ihr ungemein, was sie da gemerkt hat. Sie merkt und merkt und merkt (drei Merker) und merkt dabei gar nicht, dass sie hintüber in ihr Bett gekippt ist. Ungeachtet der Kleidungsstöße, die sie dabei umgestoßen hat. Irgendwann wird sie wohl eingeschlafen sein. Natürlich wird sie geträumt haben. Etwas Schönes. Davon wollen wir ausgehen.

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Sanasande (Ausschnitt)

    Ja, behagt mir in der Diktion und im Mitteilen. Kleine Schwächeperiode nach dem ersten Dritteil. Da fällt die Spannung. Der Boden ist tief.


    Ja, was mich besonders anheimelt: Die Erwähnung doppelter Tiefe (brunnentief, da denk ich doch gleich an Joseph in der Grube; tieftraurig, da seh ich ein Wühlen und Greifen nach dem Sinn des Daseins) vermodert den Text nicht, sondern setzt ihn ins Bild. Aber genau dann, nach dieser Erwähnung, fällt Melisandes Danebenstehen arg aus. Da tret' ich heraus aus der Tiefe und seh' nur die Breite. Eben das mein' ich mit Spannungsabfall. Aber wie ändern? Sie muß doch dastehen, muß doch eine neue Perspektive haben, damit der Bettunterkanthinabsturz, der Staub nämlich, Motiv fürs weitere Agieren sein kann.


    Die Stimmung mag ich, die Diktion sowieso, aber die Konstruktion der Agierenden ist arg.


    Belehr mich!

  3. #3
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    AW: Sanasande (Ausschnitt)

    Ein Kampf mit dem Kleiderschrank!
    it

  4. #4
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Sanasande (Ausschnitt)

    vielen dank, lieber herr von!
    und doch: belehren kann ich Sie nicht, nur zustimmen: ja, mit dem agieren liegts im argen. diese vermaledeiten figuren. was glauben S, was ich ihnen nicht schon für hinreißende tritte versetzt habe, allein: sie tun nicht so, wie ich es will


    isebill

  5. #5
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Sanasande (Ausschnitt)

    Gelungen ist die Charakterisierung der Figuren. Du kannst gut umschreiben und Grenzen markieren. Alle Achtung!
    Also, die Figuren haben Grenzen, aber es fehlt ihnen eine Richtung, klarerweise. Mit Fußtritten ist es nicht getan. Ich schlage vor, jeder Figur eine Richtung zu geben, nicht nur per pedes, sondern v.a. dadurch, daß man sie gegeneinander handeln läßt, ihnen Intentionen verpaßt. Stell Dir schlichtweg vor, eine Dir besonders unsympathische Erscheinung träte auf den Plan. Was würde sie tun, was Dich zur Weißglut brächte?

  6. #6
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    AW: Sanasande (Ausschnitt)

    Eine Frage habe ich noch:
    wo ist Melisu?

    it

  7. #7
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    AW: Sanasande (Ausschnitt)

    Das hat Verve! Jetzt ?berrascht mich Andrea. Sie kann sich in die Geschichte hineindenken. Bist du san.s Schwester? Hab ich hier etwas verpasst? Muss wohl!


    Genauer hingeschaut:


    Sie träumt im Traum, dass sie ganz&ganz&ganz in diesem Schaukeln ist. Sie träumt das so gut, dass sie im Traum verschwindet.

    In diesem Teil scheint mir die Angel der parataktischen Verknüpfung zu liegen. Du verwirbelst die Perspektiven, aber sie verlieren nicht ihr Gesicht. Aber warum wird es laut? Sind das die Sphärenklänge? Nein. Wohl kaum. Du bist ein Kind dieser Erde, alles hat Hände und Füße, die machen den Krach, es klatscht und stampft, es jubiliert; das sind die Stimmen, die den Untergang nicht kennen, sondern drängen und weiter gehen wollen.
    Ich muss jetzt aber auch fragen, welche FUNKTION der Herzzerschneider hat.

  8. #8
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    AW: Sanasande (Ausschnitt)

    nun gut. das hat ja mittlerweile eh schon der/die letzte begriffen, dass sannasu nicht sannasu, sondern andrea hei?t. die aber eben nicht die ist, die hier unter "andrea" postet.


    ja, das ist schon furchtbar spannend, was man da so alles machen kann im netz.


    ich ziehe den schluss, weder da noch dort mehr text zu posten. meine experimentierfreude hat grenzen - besonders dort, wo mit meinigen sachen andere herumexperimentieren.


    viel spaß noch,
    andrea

  9. #9
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    AW: Sanasande (Ausschnitt)

    ich war die letzten tagen wegen krankheit leider ans bett gefesselt. was füeinen text? bitte um aufklärung.


    Leon

  10. #10
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    AW: Sanasande (Ausschnitt)

    Andrea, ich wüsste aber immer noch gern, wo Melisu ist. Anders gefragt:
    SANnA - su und meli - SANDE = Sanasande + ?.
    Da besteht doch ein Zusammenhang?
    Muss ich raten, oder kommt das in dem bisher nicht veröffentlichten Teil 14?
    Deinen Ärger über den Nick - Klau kann ich dagegen gut verstehen. Das ist für mich Miss- und nicht (ach wie lustiger) Ge-brauch des Netzes. Auch wenns einigen nich einleuchten mag, dass wir blöden Spiesser ihre Witze nicht verstehen können.
    Von Wolkenstein, ich schlage vor, ihr gebt Andrea ihren Namen zurück (wofür sind Gewaltherrscher sonst gut?)
    Nicht hinschmeissen, Andreasu.

    it

  11. #11
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    Post AW: Sanasande (Ausschnitt)

    so. wieder mal ein ausschnitt.
    diese figur, die it einklagt, die gibts leider (?) nicht in meinem text. da geht nicht so zu wie bei den gleichungen!


    lg


    san.


    ******
    Manchmal will sie unten bleiben. Unterm Spieltisch, aber dann ist es ihr einfach zu dunkel da unten. Und auch zu langweilig. Ich brauche eine oder zwei oder drei Ablenkungen, denkt sie dann und teilt sich wieder. Weil sie so verdammt schlecht in Mathematik und Physik ist, kriegt sie das mit den Ablenkungen aber nicht richtig hin. Manchmal pfuscht ihr auch Sannasu in ihre Berechnungen, sodass sie immer wieder genau dort landet, wo sie es nicht wollte. Mal frohlockt dann der Herzzerschneider und bietet ihr wieder ein besonders frisches Herz an, mal Jack, der Rächer, mal der Merker, mal Jean. Melisande frisiert sich im Schatten von Jack, dem Rächer. Sannasu macht Purzelbäume. Sanasande will eine Gliederpuppe sein.


    Lass mich eine Gliederpuppe sein, sagt sie des Abends zum lieben Gott, aber der hört sie nicht, weil es ihn nicht gibt. Und gäbe es ihn, ließe er sie nie und nimmer eine Gliederpuppe sein, weil das in seinem Schöpfungsplan nicht vorgesehen wäre. Gliederpuppen werden von Menschen gemacht. Nicht von Gott, sagte er zu Sanasande, hätte er gerade einen guten Tag. Für sowas gibt sich ein Gott nicht her, sagte er, wäre er gerade angerührt, weil Sanasande vielleicht schon die sechste oder siebte gewesen wäre, die mit so einem Ansinnen an ihn herangetreten wäre.


    Aber sprich nur ein einziges Wort, dann wird meine Seele gesund, hat Sanasande früher gelernt. Jetzt aber weiß sie nicht, zu wem sie das sagen soll. Deshalb sucht sie sich schon einmal kreuz und quer durch alle Worte dieser Welt. Sie will, sie muss dieses Wort finden. Wenn sie es hat, wird sie den, der es sagen soll, auch noch finden. Denkt sie bei sich. Deshalb macht sie dieses ganze Affentheater (Sannasu will auch ein Wörtlein mitzureden haben!) überhaupt noch mit.


    Auftritt der Regisseur.


    Regisseur, energisch: Schluss. Stopp. Aufhören. Ende. Meine Herrschaften: So nicht. So ganz sicher nicht. Ab in die Garderoben. Ich muss nachdenken und da will ich keines von Ihren Gesichtern vor der Nase haben. Schauen Sie nicht so. Gehen Sie lieber.


    Der Regisseur lässt sich - als endlich alle die Bühne verlassen haben - in seinen Sessel fallen (als ob ihn nun jegliche Kraft verlassen hätte). Er stützt sein Kinn auf die Hand und schaut nachdenklich. Auch ein wenig leidend schaut er. Das macht er gut, der Regisseur. Findet zumindest Melisande. Ausnahmsweise stimmt ihr Sannasu zu. Sanasande sitzt wie befohlen in ihrer Garderobe und weint sich die Augen aus. Sie hatte sich solche Mühe gegeben. ******-Theater, rotzt sie ins Taschentuch.


    Der Regisseur ist, wir wollen das nur anmerken, Bedeutung hat es keine, mit dem Taxi ins Theater gekommen. Der Taxifahrer war aus Hanftal, das gleich bei Laa an der Thaya liegt. Falls das jemanden interessiert. Der Taxifahrer hat dem Regisseur von seiner Kindheit (Wenn die Sommerferien angefangen haben, schon am ersten Tag, hat mich meine Mutter am Brigittaplatz - dort ist damals der Bus weggefahren - in den Bus gesetzt und dann bin ich in Hanftal geblieben bis zum letzten Ferientag.). Der Taxifahrer hatte schlechte Zähne, das störte den Regisseur. Aber sonst war die Fahrt zum Theater durch und durch gelungen. Die Frucht (zwei Hänger!), der Traktor, der zu schwach dafür gewesen war. Die Marillen der Großmutter, die geerntet und an die Leute im Dorf verkauft worden waren. (Die Großmutter hat ihre eigenen Marillen beim Bäcker kaufen müssen!). Das waren Streiche, weil man ja zu ein wenig Taschengeld kommen musste. Und sovielen Zwiebeln (Um Laa an der Thaya ist das Zwiebelland, das werden Sie ja wissen!) das Häuptl geschnitten. Und vorher im Zwiebelgrün das Unkrautgrün gesucht, bis alles so grün war, dass man nicht mehr gewusst hat, was was ist. Hundertzweiundzwanzig Schilling hat den Regisseur das gekostet. Und beim Theater war er dann auch noch. Eine faire Sache, hat er gedacht, als er ausstieg.

  12. #12
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    AW: Sanasande (Ausschnitt)

    super-text. manierlich mit einem fineliner gezeichnet. interessante "klammertechnik". geht mir jedoch ziemlich am a. vorbei.

  13. #13
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    AW: Sanasande (Ausschnitt)

    Um noch ein (letztes) Mal auf Melisu zurückzukommen. Da bricht mir gerade ein mühsam zurechtgebasteltes Stück Verständnis zusammen. Die Namen sind so ausgefallen, und so ähnlich, dass der Schluss nahezu zwingend war (in den Gleichungen war ich übrigens unangefochten Klassenschlechteste).
    Ich weiss nicht so recht, was ich davon halten soll...
    Vielleicht lese ich irgendwann alle Texte als Buch und werde mehr verstehen.
    Einen Hinweis gibts nicht?


    it

  14. #14
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    AW: Sanasande (Ausschnitt)

    Das ist ganz schön krumm, andrea.
    Besonders einfallsreich, jetzt hätt ich doch beinahe STREICH geschrieben, ist die Geschichte, nein, es ist eigentlich keine Geschichte, sondern ein Nichtmitgesagtgesagtes, von den zwei Früchten. Die eine sieht so aus wie die andere schmeckt. nein, ich mein's gar nicht despektierlich, eher tischern ehrlich.
    Die Figuren verwirbeln in meinem Hirn, ich kann da gar nicht mehr gradaus denken und noch vielweniger, was ja meistteils nicht mal mehr ist, weiß ich gar nicht recht, wohin mich das BEDEUTUNGSLOSE Taxi kutschieren möcht wollen.
    So, jetzt hab ich mir Luft gemacht. Dein Text kömmt mir so vor, als müßte ich mich da erst einmal durch das Gewölbe des Vagen vagen/wagen wollen. Willst Du das? Aber freilich will sie. Sie will da mit mir Versteck spielen, sie will mich an die Nas nehmen und durch die Kutscherbrille schauen lassen, aber führen will sie mich nicht.


    Andrea, der Streich ist Dir gelungen. Bravo!

    P.S. Die zahlreichen nick-Konvulsionen habe ich bereinigt.

  15. #15
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Sanasande (Ausschnitt)

    verwirbelte und vage Texte sind so recht mein Ding aber! Wobei ich andererseits auch eine bezaubernde zögernde Präzision mitkrieg?
    (Und dass Buh unterm Bett liegt!! wohl bemerkt )
    Ich finds märchenhaft

    Grüße


    buh

  16. #16
    resurrector
    Laufkundschaft

    AW: Sanasande (Ausschnitt)

    Ganz schön bizarr. In den Frühzeiten des Forums wuden die IPs nicht den Nutzern angezeigt, wohl aber der Administration. Da es einige gab, die auch 2000 bereits dynamische IPs erzeugen konnten, war das ein lustiges Spielchen mit den Nicks. Zuweilen vergaß der eine oder andere aber das Erzeugen derselben, was dann "erkennungsdienstliche" Folgen hatte. Layla veranlaßte diese Spielerei sogar zu einer soziologischen Untersuchung, inwiefern über diese nicks Identitäten geschaffen wurden, die dann irgendwann sogar ein Eigenleben entwickelten.

    Ich habe die Nicks in diesem Ordner weitgehend begradigt, denn heute ist das eher unerheblich, allerdings habe ich andrea/allerleirau nicht vereint, denn hier scheinen mir doch zwei verschiedene Persönlichkeiten in einem Menschen virtuell nach Leben zu streben, dazu kamen seinerzeit noch Melisu und Sanasande, literarische Entsprechungen. Wie gesagt, ein virtuelles Kuddelmuddel. Und über pinky/porky/brain/lienus/leon/noel wollen wir da gar nicht erst sprechen.

    Ach ja, der Ötzi ist literarisch, ein guter Text, auch achtzehn Jahre nach seiner Ersteinstellung im KvW-Forum.

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