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Thema: Fabian

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    Post Fabian

    Fabian mißbrauchte seine elfjährige Nichte Anna, nachdem sie das Bad verlassen und, nur mit einem knappen Slip und einem hautengen T-Shirt bekleidet, zu ihm ins Wohnzimmer gekommen war (wo er, gelangweilt in seine Chipstüte greifend, erfolglos versuchte, sich beim Betrachten einer uralten Tatort-Folge mit Kommissar Haferkamp zu amüsieren), sich dort - die Hände hinter dem blonden Lockenkopf verschränkt, was ihre noch winzigen, kaum erdbeergroßen Brüste zur Geltung brachte - kokett in seine Arme kuschelte, unwiderstehlich seufzte, sich ihrer noch androgynen, aber doch schon vorhandenen weiblichen Reize durchaus bewußt und mit ihnen spielend, und ihn - Fabian - (wahrscheinlich ohne einen wirklich lasziven Hintergedanken, die wachsende Erregung des Mannes aber dennoch spürend und sich auf ihre kindlich-unschuldige, nichtsdestotrotz fatale Weise an ihr berauschend) herausfordernd und provozierend anschaute, nicht.


    Statt dessen schaltete er auf einen Zeichentrickfilm um und griff erneut in seine Chipstüte.

  2. #2
    Kurzvormabschussiger
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    Question AW: Fabian

    Mal abgesehen davon, daß ich den Monstersatz nicht wirklich verstehe, finde ich den Inhalt bemerkenswert.


    Zumindest insofern, als es eine unausrottbare Legende der Männer ist, im Weib das verruchte, verführende Luder zu sehen. Und sei es auch gerade erst der Windel entwachsen. Natürlich machte es das ganz unbewußt, ist also wahrscheinlich genetisch bedingt. Dummerweise entlarft die Erzählerperspektive den männlichen Betrachterstandpunkt. Unterstellungen, keine Fakten.


    Nur, was soll das Ganze?

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Fabian

    Nun ja, da Du den "Monstersatz nicht wirklich verstanden" hast, weiß ich natürlich nicht, ob und inwieweit Dir die Bedeutung des letzten Wortes klargeworden ist.
    Es ist nicht viel mehr als eine sprachliche Spielerei mit der Erwartungshaltung des Lesers, die (so) wahrscheinlich nur im Deutschen funktioniert, denn in jeder anderen Sprache würde das Verb bereits im Vorfeld negiert werden ("er nicht mißbrauchte" statt "er mißbrauchte nicht"). Ist halt 'ne Besonderheit in der deutschen Prädikatsbildung, die zum Spielen einlädt.


    Mehr werde ich Dir als Erklärung (was den Text betrifft) nicht liefern können, aber über Männerphantasien und das ewig lockende Weib können wir uns natürlich trotzdem unterhalten.


    Mit der Konstruktion:
    ...als es eine unausrottbare Legende der Männer ist, im Weib das verruchte, verführende Luder zu sehen.
    kann ich allerdings nicht viel anfangen.
    Worin besteht nun die Legende? Im Sehen von etwas?


    [Diese Nachricht wurde von Mark am 08. November 2000 editiert.]

  4. #4
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Fabian

    Prima, das ist juristisch abgesichert, nach dem Motto: habe ich nie gesagt. Mich macht aber das "dazwischen" mißtrauisch. Man kann dem Satz wirklich nicht vorwerfen, er würde aus der unbeteiligten Beobachter-Perspektive beschreiben. Es wirkt ein wenig so, als hätte das Mädchen (das Luder) noch mal Glück gehabt. Der Löwe ist satt und hatt deshalb nicht fressen wollen.


    Wer soll denn da an die Wand getackert werden: das Mädchen, der Kerl oder der Betrachter?


    Mal ehrlich: ein Text, den man nur mit Erklärung versteht, ist ein wenig gefährlich. Sätze dieser Art findet man allzu häufig bei Leuten, die das ernst meinen.

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Fabian

    Sorry, aber das wird mir jetzt echt zu blöd.

  6. #6
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Fabian

    Zu blöd fand ich das schon am Anfang, aber du höchstselbst hast es schließlich geschrieben. Und meine Worte sind nichts gegen den Verriß, den sich die etablierte Presse erlauben würde, wenn dieses zur Veröffentlichung käme. Das muß man schon abkönnen, gehört zum Geschäft des "Düchters".


    Außerdem, mal unter uns Pfarrerstöchtern: wie kann man über Brüste schreiben, die wie Erdbeeren sind?


    Zum Schluß: Die Motivation bleibst du immer noch schuldig. Warum schreibt man sowas? Das dies Pädophilen-Träume sind, ist dir schon klar, oder?

    als es eine unausrottbare Legende der Männer ist, im Weib das verruchte, verführende Luder zu sehen.
    kann ich allerdings nicht viel anfangen.
    Worin besteht nun die Legende? Im Sehen von etwas?


    Nein, ich ziele auf die Wahnidee monotheistischer Religionen ab, wonach die Frau die Sünderin ist, die den Mann verdirbt. Die Sache mit Eva und dem Apfel, du weißt schon. Adam, die arme *** , konnte nicht anders, als den Apfel zu essen, weil Eva so ein hinterlistiges Luder war, dem er nicht widerstehen konnte. Oder, böser: Die ewigen Ausreden, die Frau sei selbst schuld, mißbraucht worden zu sein. Was rennt sie auch ohne BH direkt vor die Augen eines armen, notgeilen Mannes.
    In der Art kann man deinen Text auch verstehen.

  7. #7
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Fabian

    Nein, Pfarrerstochter, die Darlegung meiner Motivation bin ich Dir keineswegs schuldig geblieben, aber da Du allem Anschein nach eine ganz besonders beseelte und daher übereifrige Pfarrerstochter auf Kreuzzug bist, hast Du's wahrscheinlich überlesen. Es sei Dir verziehen, mein Kind, aber vielleicht legst Du ja einfach mal Feuer und Schwert kurz beiseite und scrollst nochmal ein wenig nach oben.


    Verriß in der "etablierten Presse" sagst Du? Ach Gottchen! Was - außer dem Wachturm - verstehste denn darunter?


    Ich weiß nicht, welches Problem Du in Deinem tapferen Herzelein mit Dir herumträgst (sollte es da eins geben, so tut's mir aufrichtig leid, aber ich kann sicher nichts dafür). Auf Deinen Pädophilie-Vorwurf werde ich hier allerdings nicht eingehen, denn das ist mir wirklich zu blöd.


    Alles in allem: Ich bin kein Moderator, aber ich schlage Dir trotzdem vor, das Forum zu wechseln, denn dieses hier ist offensichtlich nichts für Dich.


    Liebe, aber auch wirklich ganz liebe Grüße,
    Mark


    [Diese Nachricht wurde von Mark am 08. November 2000 editiert.]

  8. #8
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Fabian

    Wirklich nett, so ein kleiner Zynismus. Schade nur, wenn er dazu benutzt wird, konkrete Antworten zu vermeiden. Wollen wir doch sachlich bleiben.


    - Verriß: Die Kultur-Journaille ist gar nicht so nett wie der Wachturm. Im Radio (RPR, SHL etc) oder in der Zeitung (Schon mal Trierischer Volksfreund gelesen? Nicht lachen, 400 Tausend Auflage) werden öfter mal Werke gnadenlos vernichtet. Das Reich-Ranicki auch drauf.


    - Ich sehe keine Motivation, außer, daß Chipstüten wichtiger sind als Mädchen. Das denkt die gesamte Bitburger-Fraktion. Fliegen aber trotzdem nach Thailand, und weil es da kein Bitburger gibt...


    - Ich sehe das nicht ideologisch, habe nur einen Roman darüber geschrieben, das Internet durchforstet und von daher kamen mir deine Beschreibungen merkwürdig bekannt vor. Deshalb will ich es genauer wissen, ob das nun literarisch-unbedarft gemeint ist, oder vielleicht doch nicht.


    - Zuletzt. Man hat mich wegen der Vieldeutigkeit deines kleines Textes aufmerksam gemacht, es denken also noch andere so. Und ehrlich gesagt, bei deinen Hobbies (Im Profil) darf man sich schon fragen: pubertär oder ernst gemeint?


    Ach ja, wenn du mehr davon veröffentlichen willst: www.krumme13.org nimmt solche Texte gerne.

  9. #9
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Fabian

    Man hat mich wegen der Vieldeutigkeit deines kleines Textes aufmerksam gemacht, es denken also noch andere so.

    Oha, man ist mir also bereits auf den Fersen?!


    'tschuldige, aber Du bist einfach nur doof!


    Über Leute, die sich an Kindern vergreifen, müssen wir nun wirklich nicht streiten, aber für ständig übers Ziel hinausschießende Brandstifter wie Dich (für die Literatur nur die Fortsetzung des (Frust-)Müll-Entsorgens mit anderen Mitteln ist) hab ich auch nicht so viel übrig.


    Ende der Durchsage.


    [Diese Nachricht wurde von Mark am 09. November 2000 editiert.]

  10. #10
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Fabian

    Was sind androgyne Reize bei einer Elfjährigen?
    Das Thema riecht nach Päderastengequarre.
    Die Diktion nicht.


    Hättest Du Dir das erste Verb gespart und nur seinen Inhalt beschrieben, hättest Du hier leicht eine Diskussion um UNWIDERSTEHLICHKEIT und BERAUSCHTSEIN vom Zaune brechen können, so nicht.

  11. #11
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Fabian

    Auch mit Dir werde ich mich nicht auf solch eine Diskussion einlassen, dafür ist meine Intention zu harmlos und das, was ihr daraus macht, zu brisant.
    Ich weiß wirklich nicht, was das soll.


    Ich habe mal einen ähnlichen Satz geschrieben, in dem ein Mann seine Frau nicht umbrachte; mit anderen Worten: Ich habe Mordphantasien, meine kriminelle Energie ist demnach schier grenzenlos.


    Schaukelt euch noch ein bißchen weiter hoch. Ich für mein Teil werde mich bis auf weiteres von hier fernhalten.

    Mark

  12. #12
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Fabian

    tja, dieses "nicht"!
    eine rhetorische finesse mit einigen gut formulierten passagen, die einen auf abwege führen und doch wieder zurückreissen in die gehörige welt! fingerübungen, aber gekonnt!
    alles andre in diesem zusammenhang gesagte halt ich für abwegig!


    bigvogel

  13. #13
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Fabian

    Der Text ist ein Spiel mit einem Klischee, er führt Erwartungshaltungen ad absurdum und nimmt sich zum Schluß selbst auf die Schippe. (makaber... Wenn man sowas mag. Ich schon.)
    Ja, mich hat's amüsiert. Wobei Du Dir darüber im Klaren sein mußt, in ein Wespennest gestochen zu haben. Die alte Frage: was darf Satire? und wie würde ich reagieren, wenn ich mißbraucht worden/als Schwuler diskriminiert/als Schwarzer ausgegrenzt etc pp wäre? Wahrscheinlich höchst bepisst. Okay. Aber heiß das im Umkehrschluß, daß man sich manchen Themen literarisch nur mit sanfter Betroffenheit nähern darf?
    Männerphantasien sehe ich darin nicht, Omar, Mark hat lediglich ein bestehendes Klischee ausgewalzt. Insofern spielt also weder das Mädchen, noch der Mann, noch die Chipstüte, noch eine Berauschtheit eine Rolle. Das Ganze ist ein böser Witz nach dem Motto: mein Onkel ist auch im KZ gestorben. Er ist besoffen vom Wachturm gefallen.

    it

  14. #14
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Fabian

    cum falsa est


    Risiko. Dein Eingangsbeitrag könnte unter der Überschrift Riskantes Schreiben stehen, mithin Autor und Text hier nicht sinnzusammenhänglich gemeint, wohl aber rezipiert werden. Dann denkt sich der Autor, er sei selber gemeint und mault.


    Was läßt sich tun?


    it, manchmal bist Du ausgesprochen generös.


    bigvogel, Fingerübung ist nicht gleich Fi.

  15. #15
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Fabian

    Omar
    Sätze dieser Art findet man allzu häufig bei Leuten, die das ernst meinen.
    Warum schreibt man sowas? Das dies Pädophilen-Träume sind, ist dir schon klar, oder?
    Ach ja, wenn du mehr davon veröffentlichen willst: www.krumme13.org nimmt solche Texte gerne.

    Und dann die Erlösung:


    von Wolkenstein:
    Dann denkt sich der Autor, er sei selber gemeint und mault.

    Stimmt Ed, das habe ich tatsächlich gedacht, und danke, daß Du mich eines besseren belehrt hast. Aber wer, so frage ich mich, war denn nun gemeint? Jemand, den ich nicht kenne?


    Im Normalfall kann ich mit (Text-)Kritik ganz gut umgehen, behaupte ich mal, aber wenn mir mehr oder weniger deutlich unterstellt wird, ich sei ein (zumindest potenzieller) Kinderrschänder, weil ich ein Sprachspiel veranstalte und dabei dummerweise ein heikles Thema verwende, dann reagiere auch ich mal übersensibel.


    Ich finde es sehr erstaunlich, was hier (und teilweise im blauen Forum) angesichts dieses Textes passiert und werde, was das Netz betrifft, meine Konsequenzen daraus ziehen. Einigen wir uns also darauf, daß ich (unabsichtlich) in ein Wespennest getreten bin, denn das ist ja wohl offensichtlich.


    Mark

  16. #16
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Fabian

    Mark,
    es ist vollkommen sinnlos, dass du dich aufregst. Es ist so, als ob du jemanden mühsam die Pointe eines Witzes erklären würdest. Wer den, für diese Art Satire erforderlichen Humor nicht hat, wer deinen Text also bierernst betrachtet, hat halt Pech gehabt.
    marth


    PS: In den gegenwärtigen Foren sind richtige Schenkelklopfer gefragt. Ich mache bei meinen Texten regelmäßig die Erfahrung, dass die leisen, humorigen Zwischentöne nicht begriffen werden. Vielleicht hängt das mit der besonderen Art des Lesens im Internet zusammen. Man könnte auch auf schlimmere Vermutungen kommen.


    [Diese Nachricht wurde von marth am 09. November 2000 editiert.]

  17. #17
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Fabian

    Nene, so einfach geht das man nicht, Leute.


    Thema: ?
    Stil: nicht kompatibel


    Das nennt man Parodie, wenn mit einem Thema formal gerichteter Schindluder getrieben wird, nichtsdestotrotz sind Terence Hill/Bud Spencer-Filme Western. So hier. Du nimmst Dich des Themas der Vergewaltigung an: Das erste Verb in Deinem Satz ist das wichtigste Verb, weil es in einem Hauptsatz steht. Also geht es um Vergewaltigung. Wessen? Die einer Minderjährigen. Durch wen? Durch keinen Minderjährigen. Was wird weiter thematisiert? Nichts als die Freude am Fabulieren, äußerer Tand.
    So, warum stehst Du jetzt nicht dazu?
    Du verharmlost da etwas, Du bringst es in Deiner zuweilen dekadent-formausfüllenden Behäbigkeit - Inhalt wird hier zu oft von Form gefressen - nicht übers Herz, hier mal eine moraline Grenze zu ziehen. Was bleibt? Spielerischer Umgang mit Sprache, angereichert durch ein wutauslösendes Thema, bei manchen Menschen, so auch bei mir, der ich selbst eine Tochter in diesem Alter habe und gar nicht lachen kann, wenn von Päderastie u.ä. locker und leicht, beinahe zynisch dahergeredet wird. Da les' ich vieles nicht zwischen den Zeilen, wenn mir die Grundform des Strickmusters nicht deutlich genug wurde. Und die wird hier nicht deutlich. Dann laß es Dir auch gefallen, denn magst Du auch sagen: "Es ist doch nur ein Satz!" So ist es ein feingeschnittener Satz, der aber das Wespennest bewußt ansticht, jetzt aber der Autor beleidigt ist, wenn diese ihr Heim verteidigen. Das Heim ist die moralische Integrität, die solchen Themen immer voran- oder hintangestellt werden muß. Und das hast Du nicht getan, bewußt oder unbewußt?


    Manchmal ist Kontext wichtig, Mark. Und das nachgeschobene NICHT aus dem Hauptsatz rettet Dich da auch nicht.

  18. #18
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    AW: Fabian

    Zu was soll ich denn noch stehen, Ed?


    Ja, es gibt nichts entwaffnenderes als diese Sache mit der eigenen Tochter im gleichen Alter. Ist zwar 'n bißchen einfach, zieht aber immer. Ist ja auch alles irgendwie verständlich, aber auf mich wirkt es derzeit so, als würde jemand Agatha Christie, die den Mord an einer Ehefrau beschreibt, mit der Begründung angreifen, daß er auch eine Ehefrau habe.


    Du sagst, das Thema des Textes sei Vergewaltigung? Nun, dann sage ich Dir eben: das Thema ist Nicht-Vergewaltigung! Ist zwar auch billig, aber es ist ein Standpunkt, und warum soll ich, der ich mir nichts vorzuwerfen habe, es mir weniger leicht machen? Jedenfalls werde ich mich nicht für etwas rechtfertigen, das andere in einen von mir geschriebenen Satz hineininterpretieren.


    Tut mir leid, aber ich werde allmählich etwas dünnhäutig.


    Mark

    P.S.: Eine "moraline Grenze" ziehe ich im Leben. Beim Schreiben nehme ich mir das Recht heraus, mich in andere Welten zu versetzen, was nicht bedeutet, daß ich in der Literatur grundsätzlich alles für erlaubt halte.
    Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, daß der Text affirmativ mit dem Thema Mißbrauch umgeht oder ihn gar verherrlicht. Sollte ich aber jemandem ernsthaft auf die Füße getreten haben, tut's mir leid.

  19. #19
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    AW: Fabian

    Ich mach's kurz:


    Marks Text = schlecht durchdacht
    Omar = schwachsinniger Wadenbeißer


    K.

  20. #20
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    AW: Fabian

    "Das Ganze ist ein böser Witz nach dem Motto: mein Onkel ist auch im KZ gestorben. Er ist besoffen vom Wachturm gefallen."


    it, du erstaunst mich. nicht dass ich nicht die nähe des textes zu diesem witz sähe, aber der lockere umgang damit(ja, mei, is halt ein böser witz), der erstaunt mich denn doch sehr. auch weil ich mich an eine deiner unerotischen geschichten erinnere, die mit dem thema aber dann doch vollkommen anders umgegangen ist.


    in marks text - marth- feinen humor oder ähnliches zu erkennen, da gehört schon allerhand dazu. fällt der obige witz auch unter diese feinsinnigkeiten, die halt die grobe welt heutzutage nicht erkennen kann?


    und fallen uns jetzt noch ein paar geschmacklose witze ein? und das beweist dann ein denken können - jenseits von der öden correctness?


    gefällt dir, mark, diese richtung, die der text evoziert, die du - soweit ich dich kenne und einschätze - ganz sicher nicht vorabgesehen hast?


    und ich hoffe doch, dass trotz der heftigen reaktionen bei dir ankommt, dass es text-reaktionen sind und keinesfalls mark-reaktionen!


    also ich hoffe das zumindest
    andrea

  21. #21
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Fabian

    1. Die Existenz meiner Töchter ist kein Argument für oder gegen diesen schlechten Text.


    2. Die Existenz von Sensibilität und Sanftheit ist ein Argument, über das zu reden es sich lohnt.


    3. Was schreibt sich da aus einem heraus?
    Dem einen geht es beim Schreiben immer um sich selbst. Mancher behauptet, daß es immer nur um sich selbst ginge! Ein anderer spricht von der Verantwortung des Künstlers für seine Nächsten und Übernächsten. Und Dritte behaupten, daß sich Kunst und Moral eben niemals vertrügen.


    4. Aber berührt so etwas Fragen des guten Geschmacks?


    3.II. Oder heißt es nicht, Sensibilität müsse gefördert und nicht getreten werden? Wodurch wird Feinnervigkeit empfindlich gestört? Todfeind ist der Zynismus und der sich damit verbindende Hang, die Form über den Inhalt zu stellen.


    5. Weiß Gott, ich weiß, wovon ich rede. Und daher rührt auch mein Protest gegen Deinen Text, Mark.


    6. Und will man Dir den Text ganz engherzig auslegen - wir erhielten eine entsprechende e-mail -, dann nimmt es nicht wunder, wenn behauptet wird, daß Du Dich mit solchen Texten zum geistigen Wegbereiter für die Legalisierung der Paiderastie hergäbest.


    7. Und all das willst und wolltest Du nicht.

  22. #22
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    AW: Fabian

    Nein, das will und wollte ich nicht, aber gesteh mir dann bitte wenigstens das klitzekleine Recht zu, nach wie vor nicht nachvollziehen zu können, daß mir jemand aufgrund dieses Textes solche Tendenzen unterstellt. Wenigstens das!

  23. #23
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Fabian

    Ich sehe den Kontext, andrea. Er lautet für mich: a) Mark b) Literaturforum.
    Um bei dem Beispiel mit dem KZ-Witz zu bleiben, er funktionert auf zwei Ebenen. Entweder er macht sich über KZs lustig. Dann reagiere ich böse. Oder er macht sich über die Betroffenheits-Erwartungshaltung lustig. Dann finde ich ihn - unter Vorbehalt - komisch. Aber ich reagiere nicht blind, ohne zu schauen, aus welcher Ecke er kommt.
    Insofern finde ich manche Vorwürfe gegen Mark unhaltbar (ich rede nicht von Dir).
    Ich bin ein wenig fremdgegangen und habe die Diskussion im blauen Forum verfolgt. Inhaltlich wird da ein Text akzeptiert, rein aus der Sicht des "Täters" geschrieben, in der eine Frau geschlagen wird (bernouilly). (Dir könnte ich die Verharmlosung einer Kastration vorwerfen, aber !halt! ich tue es nicht). Ein Text, in dem ein Kind "nicht" mißbraucht wird, wird dagegen angegriffen. Ich denke, es liegt nicht am Inhalt, sondern an der Behutsamkeit der Darstellung. Und das könnte man obigem Text sicherlich vorwerfen: mangelnde Behutsamkeit im Umgang mit brisanten Themen.
    Der Text ist makaber. Den Autor dafür aber gleich als potentiellen Pädophilen zu brandmarken, halte ich für hysterisch. (In diesem Zusammenhang hätte ich von Dir, Ed, bei aller Nachvollziehbarkeit Deiner letztendlich ausgewogenen Beiträge, doch auch eine Erwähnung von Omars Angriffen erwartet).
    Im übrigen, andrea, hat Mark auf seine Art eine wesentlich weitreichendere Debatte vom Zaun gebrochen als ich mit meinem "Kinderschändertext". Letztendlich ist es allerdings leider bei einem Streit geblieben - Polarisation anstelle von Diskussion. Nur frage ich mich, wer davon profitieren sollte?
    Vielleicht wäre es an der Zeit für eine weniger emotionale Debatte über den Umgang mit Tabus (sieht Pfauner?).
    Einen schönen Samstag wünsche ich (wirklich)


    it

  24. #24
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Fabian

    ein derart reduzierter textvergleich von marks und meinem text lässt sich (redlicher weise) nicht machen.


    aber ich will jetzt nicht mehr diskutieren, weil ich ohnehin alles schon geschreiben habe, das ich dazu zu sagen habe.
    ich teile deine meinung nicht, was die unergiebigkeit der diskussion betrifft.


    auch dir ein schönes wochenende
    andrea

  25. #25
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Fabian

    Omar = schwachsinniger Wadenbeißer


    Spannender Vorwurf. Ich habe Fragen gestellt und ein paar Szenarien in den Raum gestellt. Nach allgemeiner Lehrmeinung gibt es keine schwachsinnigen Fragen, nur dumme Antworten. Dies meist, wenn man keine vernünftige Antwort kennt, oder sie nicht preisgeben will.


    Ich streite mich gerne, gerade dann, wenn wie hier keine sachgerechten Antworten kommen. War irgendwie von vornherein klar. Dem Frager Bösartigkeit zu unterstellen (und selbst bösartig zu antworten wie unser Freund Mark), schafft die Frage nicht aus der Welt. Da ist es dann am Ende doch schade, wenn Literatur-Fuzzis auf die gleiche Weise antworten wie autoritäre Machthaber und bei der Empörung "wie kann er es wagen, nachzufragen?" stecken bleiben. Schade, wirklich schade.

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