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Thema: Ein Kurs in Wundern

  1. #251

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 17

    „Ich sehe keine neutralen Dinge.“(1)

    https://www.youtube.com/watch?v=XOTc-QRM1oY

    Ursache und Wirkung in ihrem tatsächlichen Zusammenhang zu erkennen, stellt die Gedanken wiederum als Ursache für die Bewertung der erlernten Bedeutung bestimmter Dinge heraus.

    „Es ist immer der Gedanke, der zuerst kommt, auch wenn du zu glauben versucht bist, es sei umgekehrt.“ (2)

    Um die „Wirksamkeit“ zu präzisieren und mit dem zu verbinden, was die Auswahl von Ausdehnung oder Projektion ermöglicht, wird die Sühne weiter definiert und mit dem inneren Licht verbunden:


    „Die Sühne kann in dir nur dadurch angenommen werden, dass das innere Licht befreit wird. […]

    Den Leib als Tempel wahrzunehmen, ist der erste Schritt, um diese Verzerrung zu berichtigen… […]

    Der nächste Schritt indessen ist die Einsicht, dass ein Tempel gar kein Gebäude ist. Die wirkliche Schönheit des Tempels kann mit dem leiblichen Auge nicht gesehen werden. [..]

    Um vollkommen wirksam sein zu können, gehört die Sühne in die Mitte des inneren Altars, wo sie die Trennung aufhebt und des Geistes Ganzheit wiederherstellt. Vor der Trennung was der Geist gegen Angst gefeit, weil die Angst nicht existierte. Sowohl die Trennung wie die Angst sind Fehlschöpfungen, die aufgehoben werden müssen. Damit der Tempel wiederhergestellt und der Altar geöffnet wird, um die Sühne zu empfangen. Das heilt die Trennung, indem es die einzig wirksame Abwehr gegen alle Gedanken der Trennung in dich hineinlegt und dich vollkommen unverletzlich macht.“(3)

    Vergebung, Sühne und die Befreiung des inneren Lichtes gehören zusammen und bieten den einzig wirksamen Schutz gegen die Wirkungen der Ego-Welt, indem wir die Veränderlichkeit „verleugnen“, obwohl sie noch sichtbar zu sein scheint. Im „Trennungs-Modus“, also im „Ich-Muss-Haben“ Geisteszustand, sind wir auf der Suche nach „unserem Schatz“ im Außen und suchen dort, wo nicht ist, was wir zu finden hoffen.

    „Die Leugnung des Irrtums ist eine starke Verteidigung der Wahrheit, die Leugnung der Wahrheit hingegen führt zu Fehlschöpfungen, den Projektionen des Ego. […]

    Du kannst sowohl die Wahrheit als auch den Irrtum verteidigen. Die Mittel sind leichter zu verstehen, nachdem der Wert des Zieles fest begründet ist. Es ist eine Frage, wozu es dient. Jeder verteidigt seinen Schatz und tut dies unwillkürlich. Die wirklichen Fragen sind: Was ist dein Schatz, und wie sehr schätzt du ihn? […]

    Die Sühne ist die letzte Lektion. Das Lernen selbst ist vorübergehend, wie auch die Klassenzimmer, in denen es sich abspielt. […]

    Das wird dich immer mehr in Einklang mit der Sohnschaft bringen, aber die Sohnschaft selbst ist eine vollkommene Schöpfung und Vollkommenheit kennt keine Grade. Nur solange es einen Glauben an Unterschiede gibt, ist Lernen von Bedeutung.“

    Die Sühne aber steht als vollständiger Plan in einer einzigartigen Beziehung zur Zeit. Bis die Sühne vollendet ist, vollziehen sich ihre verschiedenen Phasen in der Zeit, die ganze Sühne aber steht am Zeitenende. An jenem Punkt ist die Brücke zur Rückkehr gebaut.

    Tatsächlich ist dieser Prozess in zeitlichen Begriffen unverständlich, weil du zurückkehrst, während du vorangehst. Die Sühne ist die Einrichtung, durch die du dich von der Vergangenheit befreien kannst, während du vorwärts gehst. Sie hebt deine vergangenen Irrtümer auf…(4)

    Wollen wir uns wirklich verweigern, diese ultimativ letzte Lektion in diesem Klassenzimmer zu erlernen? Und dabei alles bisher Gelernte verwerfen? Nur, weil wir die Reise zurück annähernd unendlich verzögern wollen?

    Die Sühne ist ein vollständiger Plan, der in der Ewigkeit hinterlegt wurde. Wie könnten die Ereignisse und Fehlschöpfungen in der Zeit dann über den Willen der Ewigkeit siegen? In jedem Unbehagen bringen wir diesen Urirrtum jedoch zum Ausdruck und stärken unsere Fehlschöpfungen des Egos damit.

    „Das Prinzip der Sühne war schon lange vor Beginn der Sühne wirksam. Das Prinzip war Liebe und die Sühne war eine Tat der Liebe, Taten waren vor der Sühne nicht notwendig, weil es den Glauben an Raum und Zeit nicht gab.“(5)

    Es ist daher notwendig, nach der vierten Dimension, der Zeit, die fünfte Dimension, den Raum, aus seinem Traum von Gefangenheit zu befreien. Wir glauben an die räumliche Trennung, an einen Graben aus unverstandenem Eigennutz, den wir zwecks der Möglichkeit zur Lüge zwischen verbundenen Geistern aufbauen. Es gibt keinen trennenden Graben zwischen in Gott verbundenen Gedanken Gottes.

    Die Lüge entfernt jedoch von Gott und damit von den Lebenskräften. Der innere Energiemangel breitet sich aus und verstärkt den Regelkreislauf des wechselseitigen Energiediebstahls untereinander durch Unterwerfungs- und Anpassungsforderungen, die auf „Unterschiedsdefinitionen“ beruhen und damit dem Prinzip der Sühne entgegenwirken. Dass wir damit irgendwann etwas „Gegenwind“ von der Schöpfung bekommen, könnte hier ihre Ursache haben…

    Die „Flucht“ in „Dinge“, denen wir eine bestimmte Bedeutung verleihen, ist ein ebenso dort verwurzeltes Symptom gleicher Ursache. Wir verwechseln Dinge mit den Erfahrungen, die wir mit diesen Dingen verbinden. Was in der „Trinkflaschen-Analogie“ des Videos von Alexandra schön zum Ausdruck gebracht wird. Was keine Wertung beinhalten soll, lässt sich aber schön aufgreifen und weiterführen…

    Ich gehe im Übrigen voller Hoffnung und geradezu felsenfest davon aus, dass die Lektionen als Video geschaut werden, sonst bleiben diese Texte böhmische Dörfer da sonst zu viel vom eigentlichen Lektionstext weggelassen würde. Meiner Meinung nach wird das Ziel der Reise durch die Lektionen des Kurses ab Lektion 29 auch für den Verstand verständlicher. Daher wohl meine Eile, das Textbuch mit seinen Begriffen greifbarer hinsichtlich dessen zu machen, worauf das Vertrauen in den eigenen Lernerfolg abzielt:

    Wie könnten wir das von der Ewigkeit in uns gesetzte Vertrauen, die wenigen und letzten Lektionen von Vergebung, Liebe, Ganzheit und innerem Licht auch noch vor den Sommerferien zu verinnerlichen, denn so kurz vor der Apotheke mit „vorsätzlichem Kotzen“ beantworten wollen?

    Ja, die Zeit wurde ganz schön lang. Sie ist langsam etwas müde und ächzt unter den Lügen, unter denen sich über Jahrtausende alle Balken bogen. Es sind nur noch wenige Schritte und dieses fliegende Klassenzimmer wird zu einer Erinnerung, nachdem zuerst Lachen, dann Stille alle Tränen trocknet. Wollen wir echt das rüde angeleinte Pferd vor der Apotheke noch zum Kotzen bewegen? Mal nach Hause telefonieren, kann durchaus hilfreich sein, den Weg zu finden, der schon gegangen wurde… Der Heilige Geist ist so etwas, wie das Fräulein vom Amt, das anstelle der NSA damals die Verbindung herstellte. Der Heilige Geist besitzt jedoch das korrekte Verbindungsverzeichnis, das uns leider zur objektiven Bewertung fehlt.

    Durchführen kann ein jeder die Heimkehr in die kreative Mitschöpfung ohnehin nur in der Zusammenarbeit mit unserem inneren Lehrer und dem von der Ewigkeit beauftragten Heiligen Geist, dem die Funktion der Sühne anvertraut worden ist.

    Weil es unmöglich ist, neutrale Gedanken zu denken, ist es natürlich unmöglich, neutrale Dinge zu sehen. Was die Dinge wirklich sind, erfahren wir in der Innenschau. Das einzig Schwierige mit der noch formlosen Welt der schöpferischen Ebene, die wir mit den leiblichen Augen nicht sehen können, war die Vorstellung des Altars: Das einzige formlose Bild, das schon Gestalt angenommen hat - der Altar in dessen Zentrum die Sühne steht - kann uns in der Vergebung gemeinsam den Weg durch die Schleier weisen. Das hätte ich als Information früher wissen müssen, echt… Gut, wäre im „hundertsten Schaf“ verankert gewesen, hätte ich es (früher) verstehen wollen…

    Insofern war Saulchens Kritik mit dem Saustall zumindest hilfreich, diesen – zugegebener Weise – „Crash-Kurs“ im Kurs einzuschieben. Es war notwendig, sowohl die Fehlschöpfungen des Egos als auch die Ausdehnung der göttlichen Liebe in einen für den Verstand verständlichen Ursachen- und Wirkungskontext zu bringen. Bei der Anwendung und wirksamkeit der Übungen ist nicht einmal notwendig, an diese Gedanken zu glauben. Die Übungen „wirken“ trotzdem berichtigend…

    Daneben wird im Außen immer deutlicher, warum wir nach inneren Ursachen für die Fehlanbindung „unserer Schätze“ suchen sollten, bevor wir den mahnenden Mittelfinger hoch in die Luft strecken…

    Wer niemals dem Ego zum Opfer fiel, sollte die Hand heben und darf das Klassenzimmer als Lichtblitz sofort verlassen… Weil dies nur Wenigen gelang, sollte lieber eine Entscheidung für die Aufhebung des Glaubens an die positive Wirkung der Schuldverteilung im Außen getroffen werden. Wenn dies das Ziel ist, werden uns die Mittel gegeben. Daher lernen wir, was wir zu lehren entscheiden, denn so empfangen wir, was wir geben. Ist dieses eins, sind Mittel und Zweck identisch und „Wirksamkeit“ entsteht.

    Liegen Mittel und Zweck langfristig auseinander, entsteht die scheinbare „Unwirksamkeit“, die uns zur Unruhe treibt. Es ist unser ureigenes Bedürfnis, an der Schöpfung teilzuhaben. Ohne diese schöpferische Ausdehnung, die im Wunderwirken erlernt wird, fühlen wir uns unerfüllt, einfach matt, müde, freud- und heimatlos. Diesen Grundkonflikt können wir nicht in „Dingen“ auflösen, sie sind in den Gedanken aufzulösen, die vor dem Wunsch nach Dingen enthalten sind:

    Wie sind nicht die Dinge, die wir besitzen. Wir suchen die Erfahrungen, die wir damit verbinden…
    Wir sind auch nicht die Gefühle, die wir fühlen. Wir fühlen sie ja nur…
    Wir sind auch nicht die Gedanken, die wir denken. Wir denken sie ja nur…
    Wir sind auch nicht das veränderliche Bewusstsein in seiner Prozessentwicklung, Wir durchlaufen diesen Prozess ja nur…
    Wir sind das, was wir vor der Illusion von Veränderung waren und danach wieder sein werden.

    Mehr, als dass Taten „davor“ nicht notwendig waren, kann darüber bisher kaum sicher gesagt werden, denn wo kein Mangel herrscht, kann kein Bedürfnis wirklich sein. Kein „Ich-Muss“ sondern nur noch das: „Ich bin…“

    Hier ist noch der Wechsel von SEIN und TUN erforderlich. Doch TUN ist aktive Sühne durch Wunderwirken auf der schöpferisch geistigen und noch ungeformten Ebene. Dort sind keine Bilder möglich. Einziges Bild von „dort“ ist der Altar ohne Tempel…

    Die „Reise nach Jerusalem“ wird auf die körperliche Ebene bezogen. Daher:

    Geben und Empfangen sind in Wirklichkeit eins. Meine Augen, meine Zunge, meine Hände und meine Füße haben jetzt nur einen einzigen Zweck, Christus gegeben zu werden, dass ER sie verwende, um die Welt mit Wundern zu segnen. So werde ich empfangen, was ich jetzt gebe. Ich biete einem jedem Geistesfrieden an.

    Warum auf diese Äußerung unseres Willens gewartet werden muss, erklärt sich durch das Bild unseres Vaters von uns:

    Unser Vater hat keinen Mangel erschaffen. Würde uns die Entscheidung für die Sühne abgenommen, wären wir jedoch ein „göttlich bestätigstes Mangelkonstrukt“ und dies wäre gleichzusetzen mit der Aufhebung der freien Entscheidungshorizonte, die gewahrt in der Sühne gewahrt bleiben.

    Wir haben die Mittel, doch den Zweck müssen wir am Ziel (dem Schatz) ausrichten. Wahrheit oder Lüge? Selbst oder Ego? Liebe oder Konflikt?

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Übungsbuch Seite 25
    (2) Ebd.
    (3) Textbuch Seite 21
    (4) Textbuch Seiten 19 / 20
    (5) Ebd.
    IP

  2. #252

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 18

    „Ich erfahre die Wirkungen meines Sehens nicht allein.“ (1)
    https://www.youtube.com/watch?v=giBEGq-GmDY

    Habe gerade (gestern) die ersten 16 Minuten des Filmes „what the bleep do we know“ auf Deutsch gefunden: Auch die Wirkungen dieses Sehens werden nicht allein erfahren…
    https://www.youtube.com/watch?v=Lbfp-zeRBVQ

    In englischer Sprache gibt es den ganzen Film unter:
    https://www.youtube.com/watch?v=dr51w9892hI

    Quantenphysik und „der wissenschaftliche Gottesbeweis“ von Amit Goswami:
    https://www.youtube.com/watch?v=m597l7XdZIo


    Um die Quantenphysik ins Spiel zu bringen, einer meiner Lieblingswissenschaftler, dem es ein Anliegen ist, unseren Freund quantenphysikalisch „zu beweisen“. Auch er erfährt die Wirkungen seines Sehens nicht allein. Schön am Kurs ist, dass all die Wirkungen des Sehens mit dem Heiligen Geist in einer „kosmischen Cloud“ zur Gesamtheit der Sühne zusammengefasst werden.

    Ähnlich wie alle „Erkenntnisse“ über uns Internetnutzer für unsere „fünf physischen Cloudverwalter“ transparent sind und gleichzeitig jedes Wissen im Netz zum kollektiven Gut wird. Ein kollektiver Wissens- und Informationsschatz, von dem alle „Cloudverwalter“ annehmen MÜSSEN, es würde „geteilt“…

    Wir alle erfahren die Wirkungen unseres Sehens nicht allein. Wie Einstein oder Goswami die Wirkungen ihrer Gedanken als Feedback (auch von uns jetzt) empfinden, erfahren wir jedes Urteil, jede Bewertung, jede Missgunst, jedes Gefühl und jeden Gedanken, den „andere in uns sehen“. Das ist die Crux am Urteil und der Grund, warum wir uns immer selbst ebenso verurteilen, wie jene, die wir be- und verurteilen. Zumeist subjektiv und ohne in ihren Schuhen durchs Leben gegangen zu sein.

    Somit können wir kein objektives Urteil mit Wahrheit füllen. Unterschiede zwischen ebenbürtigen Ebenbildern sind einzig temporär und völlig belanglos, wenn das Erlernen und Annehmen der Sühne abgeschlossen sein wird.

    Heute wird das Hauptaugenmerk darauf gelegt, wie wir etwas sehen, weniger auf das, was wir sehen. Weder sind Gedanken nichtig, neutral oder unwichtig, noch sind die unbewussten und unterbewussten Verknüpfungen verbundener Geister hierbei aus den Augen zu verlieren. In Bezug auf die möglichen Verzerrungen ist einzig eine wechselseitig durch den Heiligen Geist verknüpfte Betrachtung geeignet, die Wirkungen unseres Sehens im Ansatz den beiden möglichen Ursachen zuordnen zu können:

    Gott als grenzenloser Schatz der Ausdehnung von Liebe oder das Ego mit seinem recht begrenzten Angebot der Projektion von Schuld?

    Wer ist unser Schatz? Was würde unser „Schatz“ an unserer Stelle wählen?

    Schuld und Hass oder Sühne und Liebe?

    Wenn wir diese Frage mit Gott, der Liebe, dem Leben in unserem inneren Licht ewiger universell verbürgter Unschuld sehen, wird uns mental ersichtlich, wie wir etwas „mit Liebe“ aus dem Gefühl der Liebe angesehen. Einfach weil wir in diesem Moment Liebe sind, sind wir „rechtgesinnt“. Hinter dem „Anschauen“ unseres Egos steht immer die Absicht, Schuld zu entdecken und zu trennen. Hinter der Schau Christi steht immer die Absicht, Unschuld und Heiligkeit dort zu sehen, wo die Ewigkeit sie hinterlegt hat und damit Heilung, Ganzheit und Freude zu bewirken.

    Keine neutralen Gedanken, keine neutralen Dinge zu sehen bedeuten auch: keine alleinigen Wirkungen unseres Sehens durch die „Cloudverbundenheit“. Diese Form von „Verschränkung“ beinhaltet beim oftmals angesprochenen Aufdämmern der „universellen Verbundenheit“ der Kinder Gottes - in Gott - das Ausmaß unserer Verantwortung, gleichsam für die Bilder im Kopf des „verbundenen Geistes“. Erst diese „Bilder“ können dann jeweils erlernt oder verlernt werden, indem die bisherige „Bedeutung“ durch unsere wahre Beziehung zur Ewigkeit „überlichtet“ wird.

    Wir lernen daher im Kurs zunächst, das Falsche zu verlernen. Nicht sofort und für immer, sondern immer nur im jeweiligen JETZT. Der Weg das dem Selbst feindlich gesonnene Ego ohne Kampf und Konflikt „in den Dienst“ zu bringen, ist der, ihm mit Licht und Liebe zu begegnen. Mit einem verrückten Verwandten gehen wir ja auch liebevoll um, obwohl er zuweilen „aneckt“ und manchmal auch unendliche Geduld erfordert. Auch wenn wir ihn in die Besenkammer sperren würden, so weiß doch jeder Mensch in unserer Mitwelt, dass wir einen verrückten Verwandten im Kreis unserer Verwandtschaft haben und nun sogar in die Besenkammer einsperren.

    Wenn „er“ jedoch im Licht des Heiligen Geistes als „unsere Abspaltung“ gesehen wird, gewinnen wir durch die Übernahme der Eigenverantwortung - ÜBER diese getroffene Entscheidung - die Macht zurück, ebenso gut eine andere Wahl zu treffen. Wir haben es gemacht, ohne diese Einsicht ist keine Aufhebung des Irrtums möglich, durch diese Einsicht geben wir die Einverständniserklärung zur Berichtigung durch unseren Systemadministrator – dem Heiligen Geist.

    Was uns an dieser transparenten Cloudverbundenheit stören könnte, wäre dieses: Absolute Transparenz würde JEDE Lüge unmöglich machen. Der unverstandene Eigennutz unserer Ego-Welt wäre ab sofort keine ethisch tragfähige Verhaltensauswahl mehr, da uns niemand mehr „guten Gewissens“ frech ins Gesicht lügen könnte. Heute gilt: Sowohl für Gott als auch für die NSA sind wir „transparent“ in der Abwärtsperspektive. Eine Aufwärtsperspektive wird bei Gott durch das Christus-Bewusstsein und den Heiligen Geist ermöglicht und ist, wie analog bei der NSA von einem jeweiligen „Unschädlichkeitsnachweis“ abhängig: Wir dürfen keine „Gefährder“ der JEWEILIGEN Ordnung sein, um bestimmte Zugangsberechtigungen zu erlangen. Im Schatzhaus des Kurses bietet jede Lektion einen weiteren Schlüssel zum Verständnis der Wirklichkeit Gottes und seiner Schöpfung.

    Wie Alexandra im Video sagte, zieht Gleiches wiederum Gleiches an und die beobachtbare universelle Verbundenheit weicht die hartnäckigen Grenzen der bisher geteilten und erlernten Realität des „Getrennt-Seins“, weil „Getrennt-Habend“ auf. Indem die Folgen von Urteilen, Bewertungen, Neid, Missgunst, Rache, Hass, Anklage, Schuld, Fluch und Vorwurf zunehmend besser erkennbar werden, sollte auch die Genese unseres kollektiven „Zeitgeistes“ deutlicher werden, der eine kollektive Resonanzwirkung abbildet, die in Synchronizität und Koinzidenz genau das im Außen abbildet, wie es in uns AUS-sieht.

    Aus diesem „Wie-Wir-Sehen“ entsteht, was wir aus dieser Resonanzwirkung heraus anziehen oder abstoßen. Hier kommen wir wieder auf das Unbewusste und das Unterbewusste zurück, die mehr als „ein Wörtchen“ mitsprechen. Im Kurs geht es darum, sowohl das bisher Unbewusste fortan bewusst zu machen, als auch darum, das Unterbewusste zu unserem mächtigen Freund zu machen. Dazu ist ein freundlicher Geistesmodus einzunehmen, in dem das Licht des inneren Kindes befreit wird. Es gibt eine Lektion, in der das innere Kind „Heimaturlaub“ bekommt, doch etwas Geduld ist bis dahin noch nötig.

    Was über die Sühne im Zentrum des Altars Gottes und den „Energiehunger“ gesagt werden könnte, findet sich hierin:

    „Die Sühne ist die einzige Gabe, die es wert ist, an Gottes Altar dargebracht zu werden, aufgrund des Wertes des Altares selbst. Er wurde vollkommen erschaffen und ist gänzlich würdig, Vollkommenheit zu empfangen. Gott und seine Schöpfungen sind vollständig abhängig VONEINANDER. ER hängt von ihnen ab, weil ER sie vollkommen schuf. ER gab ihnen SEINEN Frieden, damit sie nicht erschüttert und nicht getäuscht werden könnten. Doch jedesmal, wenn du dich fürchtest, bist du getäuscht, und dein Geist kann dem Heiligen Geist nicht dienen. Das hungert dich aus, indem es dir dein tägliches Brot vorenthält. GOTT ist einsam ohne seine Söhne, und sie sind einsam ohne IHN. Sie müssen lernen, die Welt als Mittel zu betrachten, das die Trennung heilt. Die SÜHNE ist die Gewähr dafür, dass es ihnen letztendlich gelingen wird.“(2)

    Zur erweiterten Info über den Kurs etwas aus dem Vorwort und, wie es dazu kam, einen besseren psychologischen Weg zu finden. Der Nutzen der Übungen könnte durch dieses Hintergrundwissen in seinem Ziel gefestigt werden:

    https://www.youtube.com/watch?v=lb0EEpnWCiY

    Es wäre zu sagen, dass diese „Feinheiten“ nichts mit unserem inneren Lehrer zu tun haben – insofern hätte ich mir mehr Vertrauen in den Heiligen Geist an dieser Stelle gewünscht. Meine Loyalität gilt einzig den Gesetzen unseres Freundes und daher enthalte ich mich einem Urteil über Dinge, die ich nicht neutral sehe. Da ich keine neutralen Gedanken denke und die Wirkungen meines Sehens nicht allein erfahre, bin ich zunächst entschlossen, die Dinge ohne Angriffsgedanken zu sehen, da ich weder weiß, was zu meinem Besten ist, noch, wozu irgendetwas dient. Warum es zwei unterschiedlich redigierte Versionen gibt, ist für mich unerheblich, Gott ist ohnehin in allem, was wirklich ist.

    Die Original-Version von 1972 legt mehr Wert auf ein umfassendes Fundament, die später mit Ken Wapnick überarbeitete Struktur greift diese Punkte später im Textbuch auf. Was für das Ziel keine Rolle spielt. Um jedoch zu Alexandras Zitat von Seite 31 aufzuschließen, fehlen aus Kapitel 2 noch:

    IV. Heilung als Befreiung von Angst
    V. Die Funktion des Wunderwirkenden
    V.A. Besondere Grundsätze im Wunderwirken
    VI. Angst und Konflikt

    Um bei Abschnitt VII „Ursache und Wirkung“ zu landen. Bei den genehmigten Zitaten von 2.5 % bin ich zudem recht eingegrenzt, was direkte Zitate angeht. Damit ich jedoch nicht an meiner Bereitschaft zweifele, verlasse ich mich auf die Bereitschaft unseres Freundes, dem die Sühne anvertraut wurde.

    Gott ist der König der Ewigkeit.
    Christus ist der König über die Zeit.
    Der Heilige Geist vermittelt zwischen Ewigkeit, den Zielen in der Zeit und unserer physischer Existenz.

    Zu Abschnitt IV. „Heilung als Befreiung von Angst“ sei einleitend gesagt, dass (in beiden Editionen) gesagt wird, das Wunder sei das Mittel, die Sühne das Prinzip und Heilung das Ergebnis. Womit bestätigt wird, was auch Bruno Gröning über die Heilung sagte: Sie ist kein Wunder, sie ist einfach das, was von Gott kommt, indem die Sühne angenommen wird. So gilt als unerlässlich, jede Heilung im Wesentlichen als Befreiung von Angst zu betrachten. Wenn ich also nun „Angst“ bekomme, die notwendigen 10 Seiten nicht zeitgerecht zu verdichten, vereitele ich die Übermittlung durch den Heiligen Geist.
    Wie gesagt, müssen wir zunächst die Irrtümer auf den jeweiligen Ebenen der Entstehung berichtigen, die Ebenen selbst als bedeutungslos anzusehen, da sie im Ziel verbunden sind. So ist unser Schatz unser Ziel und das bedeutet immer auch eine Auswirkung auf die Gesamtheit.

    Sowohl die Wahrnehmung als auch der Körper können für zwei Zwecke verwendet werden:

    A: Einmal sind Wahrnehmung und Körper „Lernhilfen“ und somit zunächst neutral.
    B: Im Ego-Modus dient der Körper dazu, Krankheit zu erzeugen und der Geist wird der Materie untergeordnet.

    Doch kann einzig der Geist erschaffen und nur der Geist ist eines Irrtums über die unschöpferische Verwendung desselben fähig. Hierbei verzerrt die Angst unsere Wahrnehmung und daher „macht“ das Ego die Illusion, es gäbe eine „Veränderungswirkung“ in der Materie, über die der schöpferische Geist keine Macht besitzt. Sonst fände ja die Annahme, die Schöpfung könne der Ewigkeit und der Zeit gleichzeitig „entglitten“ sein, keinen RAUM in unserem veränderlichen Geist.

    Übertragen wir dies nun auf A:, gibt es zwei weitere mögliche Hindernisse zu beachten:

    - Man kann glauben, der Geist könne im Körper „fehlerschaffen“
    - Man kann glauben, der Körper könne im Geist „fehlerschaffen“

    B: führt zur Ohnmacht durch die Verleugnung der geistigen Macht und führt in Zorn und Wut über unsere Funktionslosigkeit innerhalb der verbundenen Sohnschaft, die ebenso gut Tochterschaft heißen könnte und eine nonduale Ebene abbildet, die ohne Ebenen-Betrachtungen die Gesamtheit aller Verwobenheiten üb-ER-blickt.

    Hierzu ist ein direktes Zitat notwendig:

    „Nur der Geist kann erschaffen, weil der reine Geist bereits erschaffen wurde und der Körper eine Lerneinrichtung für den Geist ist. […] Die Lerneinrichtung hat von sich aus nicht die Macht, tatsächliche Lernfehler einzuführen… […] Ihr Zweck ist lediglich, das Lernen zu erleichtern.“ (3)

    Als geradezu „unwürdig wird die Verleugnung des Körpers betrachtet, denn jeder Versuch, das Geistige vor dem Nicht-Geistigem schützen zu wollen, anerkennt oben erwähnte Hindernisse und verleugnet damit die Macht der schöpferischen Ebene. Die Annahme, Gott könne uns nicht seine Vollkommenheit als Ebenbild „mit auf den Weg“ gegeben hat, erzeugt beide Formen von Verzerrungen. Bei näherem Hinsehen wird klar, das Gott einzig Liebe ist und wir daher auch.

    Nicht der Körper „macht“ eine Krankheit.

    Der reine Geist ist keiner unschöpferischen Verwendung fähig und damit sind Fehlschöpfungen ausgeschlossen, verlassen wir uns auf die Bereitschaft unseres Freundes und unseres Lehrers.

    Nur aus der Angst heraus sind wir somit in der Lage, einen „ungünstigen Einfluss“ auszuüben und alle Angst vor der Angst bestätigt ihre Macht über unseren Geist in diesem Moment. Später kommen wir im Zusammenhang mit „dem ungeheilten Heiler“ darauf zurück, denn Heilen ist immer auch ein „ganz machen“ einer Ganzheit. So erklärt sich die oben gemachte Aussage, Gott und seine Gedanken (all-so WIR) seien vollständig voneinander abhängig.

    Und somit ist das Letzte, was unser verbundener Geist nun benötigt, eine Mehrung der Angst. Wir sind bereits in einem angstgeschwächten Zustand. Würde dieser Mensch nun vorzeitig einem wunder ausgesetzt, könnte durch den „Zusammenfall“ eines Weltbildes die Überzeugung gebildet werden, Wunder könnten furchterregend sein und „Fehlschöpfungen“ bewirken. Doch wir „bewirken ja nix, es ist immer der Heilige Geist, an den wir uns als „mit-Fühlende SystemadministratorIn“ wenden. Daher ist die weiße Taube auf dem (spirituellen) Dach mehr wert als der Spatz in der (physischen) Hand.

    So wird das Wunder vom Heiligen Geist in die Form der Kommunikation „übersetzt“, deren Aufnahme beim Empfänger möglich ist und geht immer einen individuellen Kompromissansatz ein.

    So kann dann auch der „Glaube“ an physische Arzneimittel hilfreich und notwendig sein. Was indirekt ja wieder den Glauben bestätigen würde, ein Körper und nicht Geist zu sein. Allein der Heilige Geist ist zu dieser situativen und individuellen Berichtigung fähig, da nur der Systemadministrator Zugriff auf alle multidimensional „verlinkten“ Ordnerdimensionen besitzt. Das, wovon die Cloudverwalter träumen, ist schon vor der Zeit verankert worden. Sonst könnten sie es nicht imitieren und somit initiieren.

    Ist schon ein Wunder, wie uns die merkwürdige Affinität, uns all-ER-lei Ungemach durch das „Spiegelbild Ego“ zu verschaffen, immer wieder zur Kraft wird, die das Böse will und doch das Gute schafft. Hier hilft folgender Gedanke:

    Es gibt keinen Willen außer Gottes Willen. Der Wille der Autorin war es, diesen Text frei zugänglich zu halten. Beide Editionen sind didaktisch zugänglich und folgerichtig. Der Unterschied ist, wie in allem, einzig zeitlicher Natur.

    Das „Gewese“ um die Form, das die „Verfechter“ einer jeweiligen Ausrichtung darum zu machen scheinen, kann nur Ausdruck einer nicht neutralen Sicht auf den Kurs sein. Der von jeder Bewertung frei bleiben sollte, bis er in seiner Gesamtheit durchgenommen wurde. Nur diese Offenheit ist zur Aufhebung der Angst nötig. Würde uns, die wir die Angst „gemacht“ haben, die Angst durch unseren Freund abgenommen, würde uns die Macht des eigenen Geistes abgesprochen und dies stünde in völligem Gegensatz zum Zweck des Kurses, der auf die schöpferische Verwendung des Geistes im Einklang mit den Zielen der Schöpfung in Ewigkeit hinarbeitet. Damit überschneiden sich Zeit und Ewigkeit im geeinten Willen des Christus-Bewusstseins durch den Heiligen Geist, der hilft, die Hindernisse vor der Liebe Gottes zu entfernen, damit diese die Angst zu etwas Unwirklichem machen kann. Indem wir das Heilige wählen und dieses „Sehen“ beabsichtigen, weisen wir die Angst „lichtvoll“ und ohne Angst zurück. Sie entstand in unserem Geist und kann nur dort „abgewählt werden, will das Gesetz von Ursache und Wirkung anerkannt und geachtet werden:

    „Ich habe bereits darauf hingewiesen, dass du mich nicht bitten kannst, dich von der Angst zu befreien. Ich weiß, dass sie nicht existiert, du aber weißt es nicht. Werde ich zwischen deine Gedanken und ihre Folgen treten, so würde ich in ein grundlegendes Gesetz von Ursache und Wirkung eingreifen, das grundlegendste aller Gesetze. […] Es ist viel hilfreicher, dich daran zu erinnern, dass du deine Gedanken nicht sorgfältig genug hütest. […] Der Wunderwirkende muss aufrichtige Achtung vor wahrer Ursache und Wirkung haben als notwendige Bedingung dafür, dass das Wunder geschehen kann.“(4)

    Bevor wir uns der Funktion der Sühne nicht gewahr werden, kann durch die Aufgabe des Angriffs auf verbundene Geister keine Sicherheit und kein Frieden gefühlt werden. Doch genau darin schult der Kurs. Zwischen den Gedanken wird dieser Frieden auftauchen, in der Stille unserer Gedankenbeobachtung, dem Gedanken „BE-hüten“.

    Wir wählen immer und in jedem Moment eine von zwei möglichen Ursachen. So ist der Grundkonflikt in dieser Welt aufbauend auf der Frage, zwischen einer vollkommenen Schöpfung unseres Vaters oder den Fehlschöpfungen des Egos, die darin eine Veränderung, einen Mangel, eine Schuld und eine Unvollkommenheit erblicken will.

    Das sind im Prinzip die beiden möglichen Absichten, die hinter der Auswahl von Gedanken stehen: Gott oder das Ego als Quelle des jeweiligen Seins oder Nichtseins?

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Übungsbuch Seite 29
    (2) Textbuch Seite 22
    (3) Textbuch Seite 23
    (4) Textbuch Seite 31
    IP

  3. #253

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 19

    „Ich erfahre die Wirkungen meiner Gedanken nicht allein.“ (1)

    https://www.youtube.com/watch?v=HC_u2tI0mrc

    „Sehen ist das Ergebnis der Gedanken und beides findet annähernd gleichzeitig statt. So wird in dieser Lektion wiederum betont:

    „Das Denken und seine Resultate finden in Wirklichkeit gleichzeitig statt, denn Ursache und Wirkung sind nie voneinander getrennt. […] Heute betonen wir noch einmal die Tatsache, dass Geister verbunden sind. Das ist am Anfang selten ein gänzlich willkommener Gedanke, weil er ein enormes Verantwortungsgefühl mit sich zu bringen scheint und sogar als ein „Eindringen in die Privatsphäre“ angesehen werden könnte. Es ist jedoch eine Tatsache, dass es keine „privaten“ Gedanken gibt.(2)

    Gäbe es nämlich tatsächlich „getrennte Gedanken“ wäre die Sühne, also die „Erlösung“ aus dem Glauben an die Schuld bei „Veränderungen in unserem Geist“, so gut wie unmöglich. Doch muss Sühne möglich sein, weil sie der Wille der Ewigkeit ist.

    Wenn wir unseren Geist nach den unterschiedslos auszuwählenden Gedanken erforschen, führt diese scheinbar fehlende Ordnung schließlich auch dazu, die Einsicht in die fehlende Rangordnung der „Schwierigkeiten“ bei Wundern für uns Bedeutung erlangt. So umfasst der „Lehrplan des Heiligen Geistes“ konkrete Anleitungen, wie man sich an Gott erinnert:

    „Wunder sind lediglich die Übersetzung der Verleugnung in die Wahrheit. […] So wird es zur Aufgabe des Wunderwirkenden, die Verleugnung der Wahrheit zu leugnen. […] Lass nicht zu, dass dein Bruder sich nicht erinnert, denn seine Vergesslichkeit ist die deine. Aber deine Erinnerung ist die seine, denn man kann sich nicht allein an Gott erinnern. Das ist es, was du vergessen hast. Die Heilung deines Bruders als die Heilung deiner selbst wahrzunehmen ist somit der Weg, dich an Gott zu erinnern.“ (3)

    Im Kontext von Ursache und Wirkung können die Gedanken Gottes als Ursache, all-so wir, nicht von ihrer Wirkung getrennt sein. Gott ist die Ursache, wir sind die Wirkung. Wesentlich ist es, den Heiligen Geist als einzigen Tröster, Heiler und Globaltherapeuten anzusehen und IHN seine von Gott gegebene Funktion erfüllen zu lassen, wenn wir uns „willentlich“ nicht einmischen.

    „Dieser Kurs bietet eine ganz direkte und einfache Lernsituation und stellt den Führer zur Verfügung, der dir sagt, was du zu tun hast. Wenn du es tust, so wirst du sehen, dass es wirkt. Die Ergebnisse sind überzeugender als die Worte. Sie werden dich davon überzeugen, dass die Worte wahr sind.“(4)

    Bevor wir die Angst vor der Befreiung aus dem Glauben an die Schuld, die damit vor Gott wirklich „gemacht“ werden soll, gänzlich aufgeben können, ist es möglich, ohne es zu bemerken, die Überzeugung zu nähren, Befreiung sei Gefangenschaft. Dies sei ein heute bereits sehr weit verbreiteter Irrtum. Auch diesem liegt der Glaube zugrunde, der „Schaden lasse sich auf den Körper begrenzen“ und „der Geist könne sich selbst verletzen“.
    Was mir im Falle des „geheilten rechten Auges“ eines „ungeheilten Heilers“ ja im Prinzip so ging. Ich nahm „mich“ als veränderlichen Geist als Ursache an und bekam damit „Angst vor meinen eigenen Möglichkeiten“. Womit diese Befreiung aus der Ohnmacht dann zu einem erneuten Gefängnis der Angst werden konnte. Denn: Wenn „ich“ das „war“, dann kann ich auch „Fehler“ machen.

    Doch dahingehend wird ausdrücklich gesagt, dass Christus für diesen Fall hinter uns steht und „Schaden“ verhindert. Indem das, was schon „reiner Geist“ ist, durch den Heiligen Geist „überlichtet“ wird, kann sich der veränderliche Geist an diesem „VOR-Bild“ orientieren. Das Bild, das Gott von uns VOR der ZEIT, dem Raum zwischen uns, und dem Glauben an die Veränderung des ewig Unveränderlichen im Geiste trug, wird bewahrt bleiben. Dafür ist ebenso der Heilige Geist zuständig, denn unser Vater schaut nicht auf die „Wandmalereien im Kinderzimmer seiner Kinder“. Er hat den Heiligen Geist damit beauftragt, die wasserlöslichen Farben zur „richtigen Zeit“ von der Wand zu wischen.

    Doch ist keiner dieser möglichen Irrtümer von Bedeutung, denn unser Vater benutzt ewige Farben, die seine Gedanken wie einen Hauch umschließen. Dieser Hauch kann in der Zeit nicht verloren werden. Umgangssprachlich ausgedrückt fiel mir hierzu der Begriff „Stallgeruch“ ein, auch dieser ist kaum „abzuschütteln“ und nicht abwaschbar…

    So wird die Rechtgesinntheit immer nur für den Moment des Wunderwirkens erwartet. Rechtgesinntheit wird mit Wundergesinntheit gleichgesetzt. Wir wenden uns an die Liebe statt an die Angst und treffen DAHER eine andere Wahl und wählen damit ein „anderes Sehen“, WEIL eine andere Quelle der Gedanken „angezapft“ wird. So ermöglicht der Heilige Geist in meinem Kurs-Verständnis den direkten „Download aus der Quelle“, was das kosmisch osmotische Ungleichgewicht selbsttätig durch das Selbst wiederherstellt:

    Den Zustand, alles gelernt zu haben, was in diesem Klassenzimmer gelernt werden konnte. Dann ist die Zeit funktionslos geworden und der Graben zwischen verbundenen Geistern geschlossen. Den Willen der Ewigkeit in der Zeit als ungefährdet anzusehen, ist die Verleugnung der Illusion von Veränderung in unserem Geist und damit eine schöpferische Abwehr. Sühne als Berichtigung und Heilung der Wahrnehmung baut auf dem Gedanken auf, dass Gott den wasserlöslichen Wandmalereien im Kinderzimmer keine Bedeutung zumisst.

    Gott schaut nicht auf Fehler. Würde Gott dieses „tun“, wären diese Fehler wirkliche „Sünden“, weil auf der „schöpferischen Ebene“ dieser Gedanke gedacht wurde und zu Wirklichkeit würde. Gerade das Fehlen jeglicher Verwechslung in diesem Punkt berichtigt die Wahrnehmung und ist eine „Schutzeinrichtung“ für den Geist, die keiner Abwehrmechanismen bedarf.

    Sowohl die Sühne als auch der Körper zeigen uns auf, dass „Schutz“ nicht notwendig ist. Was könnte der reine Geist gegen einen reinen Geist im „Schilde führen wollen“?

    Es ist immer das Ego, das annimmt, es würde angegriffen, denn es weiß genau, was es mit der „Schulddefinition“ tut. Es usurpiert den Thron des Königs und gebärdet sich darauf wie ein Hofnarr, der nach einem Maskenball am Abend zuvor, auf diesem aufwacht und diesen künftig mit aller Macht für sich zu behalten sucht. Anzunehmen, auch der König hätte diesen „Rollentausch“ im Rausch der langen Nacht „vergessen“, macht die unterschwellige Angst deutlich, die das Ego zu diesem barbarischen Verhaltensweisen treibt, die wir nicht bekämpfen, sondern beleuchten müssen um die Wahlmöglichkeit des „Sehens“ und des damit „Gesehenes“ in die zwei Grundpartitionen „Liebe oder Angst“ aufzusplitten und damit die „Abspaltung des Egos“ selbstständig in unserem Geist zu berichtigen. SOOO viel traut uns Gott nämlich zu, weil er uns zu seinem Ebenbilde erschaffen hat. Einzig zu verstehen, dass ein jeder dieses Ebenbild ist, welche sich alle eines Bewusstseins bewusst sind, ist die Quelle der Abwehr jeden Glaubens an die Wirkung von Veränderung.

    „Der Heiler, der sich auf seine eigene Bereitschaft verlässt, gefährdet sein Verständnis.“ Du bist vollkommen sicher, solange du dir über deine Bereitschaft keinerlei Gedanken machst, dabei jedoch ein beständiges Vertrauen in die meine aufrechterhältst. Wenn deine Neigung, Wunder zu wirken, nicht richtig funktioniert, dann rührt das daher, dass Angst in deine Rechtgesinntheit eingedrungen ist und diese auf den Kopf gestellt hat. Alle Formen von Nicht-Rechtgesinntheit sind das Resultat der Weigerung, die Sühne für sich selbst anzunehmen.“ (5)

    So ist „Rechtgesinntheit“ die plötzliche „Verlagerung“ auf die „schöpferische Ebene“, in der Heilung möglich wird. Unsere einzige Funktion in der Sühne ist daher Vergebung. Sühne, Heilung und Rechtgesinntheit hängen alle von der Vergebung ab, die vollständig sein muss, um wirklich zu sein.

    Es kann keine partielle Form von Vergebung geben, sie muss allumfassend sein, um ganz zu sein. Es ist ja auch keine teilweise Gesundheit, kein teilweiser Frieden und keine teilweise Liebe möglich.

    Im vierten Zitat wird von unserer „Neigung“ gesprochen, Wunder zu wirken. Dieser Wunsch ist „unser Stallgeruch“, unser Hauch von Ewigkeit in der Zeit und unsere „natürliche Funktion“. Jedoch eine natürliche Funktion, die, wenn sie unausgelebt bleibt, zu inneren Spannungen und daher Anpassungen führt, die sich als Projektionen des Egos äußern und somit immer Hilferufe abbilden. Daher ist unendliche Geduld notwendig, sofortige Ergebnisse zu erzielen.

    „Nächstenliebe ist eine Art, einen anderen so anzusehen, als sei er schon weit über hinausgegangen, was er in der Zeit tatsächlich erreicht hat. […] Es gilt jedoch zu verstehen, dass du jedesmal, wenn du einem anderen ein Wunder schenkst, euer beider Leiden verkürzt. Diese Berichtigung ist sowohl rückwirkend wie auch vorgreifend wirksam.“ (6)

    Wenn diese allumfassende Funktion der Sühne in der Zeit nicht „gesehen“ wird, erscheint dieses Konzept so ungemein unwahrscheinlich, dass sich mein Ego bisher erfolgreich gegen die Wahrheit zur Wehr setzen konnte. Es tat einfach so, als hätte es vergessen, der Hofnarr zu sein, der eine viel zu große Krone vor einem Gesicht trägt, das nicht als Hofnarr erkannt werden möchte und daher die „Ego-Maske“ trägt.

    Welches Gesicht wir „verbergen“ sehen wir erst, nachdem die Maske abgelegt wurde. Doch da nichts schwieriger ist, als ein auf dem Kopf stehendes Weltbild zu stabilisieren, können nur diejenigen Wunderwünsche überbracht werden, die vom Empfänger in seiner individuellen Situation ohne Angst angenommen werden können. Es ist niemals mit Heilung zu verwechseln, Ängste zu verstärken. Jeder, der dies als didaktisches Konzept übernimmt, lehrt für seinen „Ego-Schatz“, der sich als Narr auf dem Thron nun die Maske des Königs aufgesetzt hat. Nee, die „Lehrpläne des Egos“ gehen niemals auf, die des Heiligen Geistes jedoch immer. Von Gesetzen bestimmt, die vor der Zeit hinterlegt wurden, die Fähigkeit zur Heilung der verbundenen Sohnschaft als „Schutzmittel“ der Nächstenliebe wirksam werden zu lassen. Auch wenn wir die eigene Vollkommenheit noch nicht wahrnehmen können, ist es möglich, sie in anderen wahrzunehmen – wenn wir sie schon sehen, obwohl sie in der Zeit noch nicht ist. Da jedoch Anfang und Ende der Reise bestimmt sind, was bitteschön sollte über den Willen der Ewigkeit triumphieren können? Daher ist auch die Angst ohne Ursache und existiert nicht wirklich, außer in uns, die sie „gemacht“ haben.

    Der Narr als fetter Tyrann auf dem Thron der Welt ist eine Illusion. Einer Illusion die Wirkungen einer tatsächlichen Ursache einzuräumen, ist der erste Fehler in unserem Wahrnehmungssystem:

    Nichts Wirkliches kann bedroht werden.
    Nichts Unwirkliches existiert.
    Hierin liegt der Frieden Gottes.

    Eigentlich ist der Kurs in diesen drei Sätzen verdichtet enthalten. Der Kurs ist sozusagen die „Entpackersoftware“ für etwas schon in uns Vorhandenes, dem Hauch der Ewigkeit auch in der Zeit.


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 30
    (2) Ebd.
    (3) Textbuch Seite 218
    (4) Textbuch Seite 173
    (5) Textbuch Seite 25
    (6) Textbuch Seite 27
    IP

  4. #254

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 20

    „Ich bin entschlossen zu sehen.“(1)

    https://www.youtube.com/watch?v=SaBY4DOUS1s

    Dies ist der erste Versuch, den Frieden Gottes - der höher ist als jede Vernunft - als eigene Entscheidung wirksam werden zu lassen: Der Entschluss, sehen zu wollen, verlangt eine eigene und freie innere Entscheidung. Wenn „Entwurzelung“ den Verlust von Heimatgefühl beschreibt, bringt diese „Ent-Scheidung“ den Verlust der Scheidung, hier, der „Trennung“, zum Ausdruck. Es geht um nicht weniger als dieses:

    „Gott hat einen einzigen Sohn, und er ist die Auferstehung und das Leben. Sein Wille geschieht, weil ihm alle Gewalt m Himmel und auf Erden gegeben ist. In deiner Entschlossenheit, zu sehen, wird dir die Schau gegeben.“(2)

    Die Struktur, die der heutige Leitgedanke einführt, besteht darin, den Leitgedanken zweimal stündlich zu wiederholen und zu er-innern. Es soll uns nicht bekümmern, wenn wir es vergessen. Doch wir sollten uns bemühen, die weiteren Wiederholungen weiterhin auf jede Situation, jede Person oder jedes Ereignis anzuwenden, die uns aufzuregen scheinen. Auch wird auf die Entschlossenheit eingegangen, die den freien Willen in das Zentrum unserer Entscheidung stellt. Es wird nichts über unsere Willensäußerungen hinweg getan. Doch was „freier Wille“ in der Zeit bedeutet, wird im Vorwort zur Einleitung zum Ausdruck gebracht:

    „Dies ist ein Kurs in Wundern. Es ist ein Pflichtkurs. Nur die Zeit, in der du ihn machst, steht dir frei. Freier Wille bedeutet nicht, dass du den Lehrplan bestimmen kannst. Es bedeutet nur, dass du wählen kannst, was du zu einer bestimmten Zeit lernen willst. Der Kurs zielt nicht darauf ab, die Bedeutung der Liebe zu lehren, dann das ist jenseits dessen, was gelehrt werden kann. Er zielt vielmehr darauf ab, die Blockaden zu entfernen, die dich daran hindern, dir der Gegenwart der Liebe, die dein angestammtes Erbe ist, gewahr zu sein. Das Gegenteil von Liebe ist Angst, doch was allumfassend ist, kann kein Gegenteil haben.“(3)

    Wenn in Alexandras heutigem Video die Frage nach der „Wirklichkeit“ eines angenommenen Gegenteils gefragt wird, könnte die Einleitung darüber Aufschluss geben. Die Kriege und der Wahnsinn sind ja gerade das Ergebnis dessen, dass wir unseren Lehrplan bisher wohl zumeist „aufgeschoben“ haben. Wie wir im Volksmund zweifelsfrei feststellen, wird der Lehrplan nur aufgeschoben, nicht aufgehoben. Auch wenn dies in der Welt nunmehr so aussehen mag, steht es uns in der Zeit nicht frei, nicht lernen zu wollen und dieser LEHRPLAN ist außerhalb der Zeit verankert. Wir können einfach nicht entscheiden, nicht lernen zu wollen. Ein Punkt, an dem mein fettes Ego auf dem Thron des Geistes mit allerlei Unbehagen reagierte. Aber auch ein Punkt, an dem für meine kleine Seele die Entschlossenheit geweckt wurde, das „Unvermeidliche anzunehmen“ und daher das Lernen zum Mittelpunkt der „Er-Innerung“ zu machen.

    Wie ich die „Welt nach dem Verständnis des Kurses“ wahrnehmen werde, kann mir jetzt nur auf intuitiver Ebene vorstellen und daher verzichte ich auf mein temporäres Urteil in der Zeit. Es ist nun vor allem wichtig, sehen zu wollen. Wenn der Heilige Geist im Kurs auch als „universelle Inspiration“ bezeichnet wird, dann wird klar, dass wir alle gemeinsam einen Lehrer besitzen und alle gemeinsam einen Lehrplan zu erfüllen haben, dieses wunderschöne fliegende Klassenzimmer namens Erdenleben erfolgreich „abzuschließen“.

    „Wonach du verlangst, das wirst du sehen. Das ist das wirkliche Gesetz von Ursache und Wirkung, so wie es sich in der Welt ausdrückt.“(4)

    Dann haben wir durch unsere bisherige historische Verweigerung, den Lehrplan „jetzt nicht“ lernen zu wollen, diese geteilten Realitäten gemacht. Sie sind jedoch nicht auf der schöpferischen Ebene des Geistes erschaffen worden, was eine Wirklichkeit begründen würde. Doch müssen wir „danach verlangt haben“, sonst wäre die Welt – egal auf welche Art und Weise – nicht so geworden, wie sie es jetzt noch zu sein scheint.

    Zunächst bekräftigen wir halbstündlich diese Willensentscheidung. Genau deswegen fand ich wohl eine Wohnung genau hinter einer Kirche, damit ich keine halbstündigen Übungen mehr mit der Ausrede verpassen will, den Stundenschlag der Zeit nicht gehört zu haben. Natürlich ging meine Tendenz nach dieser Lernanweisung dahin, dies als nicht praktikabel zu empfinden. Jedoch besitzen die sich verändernden Übungszeiten ihre eigene Bedeutung, die sich mir erst erschließt. Mein Ego ist an dieser Stelle geneigt, „meine Erklärungen“ dazu abzugeben, doch es wäre eine vorläufige und sich verändernde „Herleitung“. Warum bestimmte Zeiten gewählt werden, muss nicht „verstanden“ werden, es reicht, seine eigene Entschlusskraft zu bekräftigen.

    War ich in den beiden vorigen Übungsdurchläufen wirklich entschlossen, den Lehrplan ganz anzunehmen? Eher „probierte“ ich den Kurs zunächst und „prüfte“, was denn im „Lehrplan“ so alles enthalten sei, um dann abwägen zu können, ob dies annehmbar sei. Dabei habe ich immer noch das Wörtchen „Pflichtkurs“ überlesen wollen. Wir können nur entscheiden, wann wir Lernen, nicht ob.

    Da schluckt das Ego schwer, es wird ihm klar, dass seine Tage vor Beginn seiner scheinbaren Existenz schon gezählt waren und seine „Herrschaft“ über den Geist in unserer Seele einzig vorübergehend war. „Es“ an dieser Stelle des Kurses nun jede halbe Stunde daran zu erinnern, führte bei mir zum unbewussten „Verpassen-Wollen“ der Übungen, weil ja immer irgendetwas anderes „wichtiger“ zu sein schien; bzw. ich dieses „so sehen“ wollte, da die Gedanken Furcht auslösten, nicht zu wissen, was insgesamt „damit“ auf mich zukam.

    Nun ist mir zumindest die grundsätzliche Furcht des Egos um seine Existenz deutlicher geworden, die in seiner abwartenden und zweifelnden Haltung Ausdruck kamen. Das Ego setzte sich die „Maske des Lernenden“ auf, doch wirklich offen für den Inhalt war es nie völlig „ungeteilt“. Es zog nur engere Grenzen um das, von dem „ich“ glaubte, es wäre mein „Ich“ gewesen.

    Weiter ist die neuroplastische Vernetzungswirkung im Gehirn zu beachten, die durch ein halbstündiges Versenken in einen bestimmten Gedanken entsteht. Waren wir bisher mit bestimmten Gedanken in eine Gedankenbeobachtung gegangen, steht nun eine andere Wahl im Zentrum, die jedoch davon bestimmt wird, „zu sehen, was wir wirklich wollen“, weilwir fortan die „folgerichtigen Gedanken“ auswählen, jene, die für das gewünschte Bild erforderlich sind. Es setzt jedoch erstmal voraus, sich einzugestehen, diese bisherige Realitätnicht zu wollen und gegen die Wirklichkeit eines vollendeten Lehrplans einzutauschen.

    Meine heutige Realität hat ja nix mit meiner künftigen Wirklichkeit zu tun, wenn die Zeit der Veränderung im veränderlichen Geist abgeschlossen sein wird und der schon geschaffene, reine Geist erkannt worden sein wird. Und die Realität der Übungen vor eineinhalb Jahren war wieder eine andere, als diejenige im Übungsdurchgang vor dreieinhalb Jahren. Allein das Textbuch konnte die eigene praktische Anwendung nicht erfahrbar werden lassen und ist doch das Fundament zum Verständnis. Allein durch das Übungsbuch würde uns das fehlende theoretische Fundament aufhalten. Beides geht im Prinzip Hand in Hand.

    Um das vorab Gesagte zu präzisieren: Wahrnehmung ist zeitabhängig und die mögliche Veränderung NACH dem Vollenden dieses Lehrplans ist eine mir bisher in der Gänze unbekannte Wahrnehmungsmöglichkeit. Welche ich jedoch jetzt noch nicht erkenne und daher nur beschließen kann, die bisherige Realität so nicht mehr als meine wirkliche Wirklichkeit zu akzeptieren, sondern als „Fehlwahrnehmung“ klassifiziere. Daraus folgt, ich muss mich geirrt haben. Ich habe mit Angst auf die Welt geblickt, da ich auf das Ego in der Zeit blickte und das verbundene Selbst hinter der Zeit nicht lächeln sehen konnte.

    Erkenntnis offenbart sich durch die Schau Christi, die aus Nächstenliebe darauf schaut, was gelernt worden sein wird. Nicht, weil es jetzt so aussieht, sondern, weil es einst so war und daher wieder so sein wird.

    Was uns in das Erlernen unserer „Wirksamkeit“ führt, ist zunächst der Wille. Wille stammt wiederum entweder vom begrenzten Ego oder aus der unendlichen Dreieinigkeit von Vater, Sohn und Heiligem Geist. Was die Unterscheidung unseres Ego-Willens von dem Willen der Dreieinigkeit angeht, ist dieser „temporäre Unterschied“ auch die „Differenz“ zwischen wahrgenommener Realität und zeitloser Wirklichkeit. Wirklichkeit ist nach dem Lehrplan, Realitäten entstehen aus der Verzerrung unseres Willens vor dem Erkennen in der persönlichen Offenbarung dessen, was hinter dem Schleier liegt.

    Wirksamkeit zu erlernen, geschieht durch das praktische Wunderwirken. Wünsche ich mir zum Beispiel, den Kurs zu verstehen, dann ist folgende Schau anwendbar:

    „Geben und Empfangen sind in Wirklichkeit eins.
    Ich werde empfangen, was ich jetzt gebe.
    So biete ich einem Jedem die Erkenntnis an, die der göttliche Lehrplan für uns beinhaltet.“

    (Ich sehe dabei die vormals vorhandene Göttlichkeit und die kommende künftige Göttlichkeit zum Zwecke des Wunderwirkens als ewig eins und ungetrennt. Damit kann die Zeit „dazwischen“ ihrer scheinbaren Wirkung „beraubt“ werden und daher findet echte „Berichtigung“, also die Aufhebung durch das vergebende Wunderwirken im Prozess der wechselseitigen Sühne durch den Heiligen Geist statt.)

    Es könnte auch als Feldzug gegen den hartnäckigen Irrtum angesehen werden, dem wir uns anschließen. Ein Feldzug zur Aufhebung der Frustrationen scheinbar ohnmächtiger Geister in einer gefährlichen Welt, in der Liebe keine Macht zu besitzen schien. Die Alternative dazu ist das Wunderwirken, das auf diesem Satz in der Zeitlosigkeit beruht:

    „Seid eines Geistes.“

    In der Zeit können wir uns daran erinnern:

    „Tut dies zu meinem Gedenken“

    Etwas zum Gedenken an das zu tun, was von Christus Jeschua für uns alle getan wurde und diesem Lehrpfad zu folgen, um die Wirkungen von „Schuldvorwürfen und subjektiven Urteilen“ im Geist zu tilgen, lässt eine bessere Wahl im Geist aufblitzen.

    An diesen Punkt gelangen wir ab der Lektion 20, doch es hätte wenig Sinn gehabt, dieses bei den früheren Lektionen vorauszuschicken und die individuellen Erfahrungen selektiv „einzufärben“. Wir können uns halt am Anfang nur dafür entscheiden, Ursache und Wirkung immer häufiger in einen folgerichtigen und schlüssigen Kontext zu bringen, was jedoch weit mehr als ein positiver Konstruktivismus ist, da der Wille der Ewigkeit unsere verbundenen Lernbemühungen (in der „Cloud“) begleitet, verbindet und die einzelnen Fäden zu einem Ganzen verwebt.

    Die gestern möglicherweise noch als Last empfundene Bürde der Eigenverantwortung für unser Denken und Sehen, auch für die davon betroffene Mitwelt, wird nun zu einer freudig begrüßten Möglichkeit, gemeinsam die Lektionen anzunehmen, die eben als Ebenbild zu erlernen sind, es auch zu sein. Wir werden schließlich, was wir immer waren und nur die Zeit trennt uns von dieser Erkenntnis, und die Zeit ist nicht wirklich wirklich.

    Auf meinem Lehrplan für heute sind noch die „Grundsätze für Wunderwirkende“ vorgezeichnet. Heute ist der 19.1. und ich schreibe den Text für den zwanzigsten Tag des Jahres 2017. Selbst das „Springen“ zwischen Lektionen, die nur einen Tag auseinanderliegen, ist merkwürdig verwirrend, sogar beim dritten Durchgang. Der Hinweis, dieses nicht zu tun, ist daher durchaus berechtigt. Es ist machbar, doch nicht zielführend und ich bemerke, dass es „anstrengt“ und ich beim Springen zwischen den Tageslektionen nicht wirklich tief in die Gedanken der Lektion „einsteigen“ kann.

    Schon wieder zwei halbstündige Wiederholungen verpasst. Ich „mache“ immer noch meine „Ausreden“…

    Ab hier beginnt der Kurs mit der kreativen Verwendung unserer schöpferischen Fähigkeiten, die verschüttet sein können, aber niemals „verloren“ waren. Den Schatz zu heben, der unter dem Schutt bedeutungsloser Gedanken, Bilder, Vorstellungen und Projektionen verborgen liegt, müssen wir die Hindernisse und Blockaden aus dem Weg räumen, die dem Gewahrsein der Liebe unseres Vaters im Wege stehen.

    1. Durch der „Erlernen unserer Wirksamkeit“ verschiebt das Wunder die Rangfolge, Belange und Bezüge unserer Wahrnehmungen hin zu einer höheren Ordnung. Da uns ein Zeitabschnitt außerhalb des linearen Zeitrahmens gewahr wird, der von dem Heiligen Geist überbrückt wurde, gelten die bisher gewohnten Überlegungen von Zeit und Raum an diesem Punkt nicht mehr und öffnen damit neue Räume für die Steuerung der Träume:
    „Wenn du ein Wunder wirkst, werde ich sowohl Zeit als Raum so arrangieren, dass sie sich ihm anpassen.“ (4)

    2. Eine leichtere Unterscheidung zwischen dem „Machen“ des Egos und dem „Erschaffen“ des Geistes trifft die englische Sprache, indem mit „make“ und „create“ zwei Worte zur Verfügung stehen, die eine klarere Unterscheidung erlauben. Das Ego macht in der Zeit, der Geist erschafft durch den geteilten Willen mit der Ewigkeit. So wird die Schöpfung des Göttlichen in der Zeitlosigkeit von den „Fehlschöpfungen“ des Egos getrennt. Einzig das, was auf der schöpferischen Ebene des Geistes existiert, ist wirkliche Wirklichkeit. Die Ego-Welt ist auf dieser Ebene nicht existent und daher besitzt diese einen Realitätscharakter, doch keine wirkliche Ursache, die in der Ewigkeit verankert ist. Es wird gesagt, dass alle Heilungsformen auf der Berichtigung der Wahrnehmung von Ebenen innerhalb einer verbundenen Schöpfung beruhen.

    3. Wir sollen Rechtgesinntheit nicht mit den Zielen des Egos und seiner „Falschgesinntheit“ verwechseln. Nicht unser Egoplan ist Lehrplan, sondern etwas, das wir gerade erlernen und daher noch gar nicht kennen können. Rechtgesinntheit meint, auf jede Form der Irrtums unserer Mitwelt und der scheinbaren temporären Lernverzögerung mit etwas anderem als dem Wunsch nach Heilung zu reagieren. Falschgesinntheit klebt ein Urteil auf die Stirn des „Berichtigungsbedürftigen“ und wertet dessen Göttlichkeit ab – statt dieses Licht schon dort zu sehen, wie es vom Schutt befreit, wieder leuchtet, wie am ersten Tag…

    4. Wunder sind immer auch eine Leugnung des Irrtums der Machtlosigkeit, die Angst erst ermöglicht, in unserem Geist Fuß zu fassen. Sie sind eine Bekräftigung der Wahrheit, indem mit vorausschauender Nächstenliebe auf einen Zustand geblickt wird, der wieder sein wird, wie er einst von Gott gewollt war. Durch Rechtgesinntheit wird aufgezeigt, dass der Irrtum - es könne einen von Gott getrennten Willen geben, der wirklich ist – keine Wirkung in unserem Geist hinterlassen konnte. Wenn etwas keine Wirkung mehr besitzt, wie wirklich ist es dann noch?

    5. „Die Macht des Wunders, die Ebenen zurechtzurücken, ruft die richtige Wahrnehmung für die Heilung hervor. Solange diese nicht eingetreten ist, kann Heilung nicht verstanden werden. Vergebung ist leere Geste, wenn sie keine Berichtigung mit sich bringt. Ohne diese im Wesentlichen urteilenden statt heilenden Charakter.“(5) Würde ich also fürchten, etwas könne „falsch“ verstanden oder von mir „schlecht“ erklärt worden sein, habe ich mich nicht entschieden, die vorhandene und künftige Vollkommenheit in jedem Teil einer verbundenen Schöpfung wahrzunehmen, was zu sprunghaftem Verhalten und sich veränderndem „Sehen“ einer daraus folgenden Realität führt. Sehe ich den Zeitpunkt, an dem der Lehrplan abgeschlossen sein wird, jetzt schon, was sollte ein einziges Wort noch für eine Bedeutung haben können? Worte sind dann nutzlos geworden und Körper, die Worte hören oder sprechen, haben ihre Funktion als Lernhilfe und Offenbarungswerkzeug für den Geist erfüllt. Was gäbe es dann noch zu tun? Diese Zeit wird ihre Aufgabe erfüllt haben, es gibt kein Problem mehr, über das noch „gesprochen“ werden müsste. Was mit der Fülle der Fülle oder wie hier, mit dem Begriff „Rechtgesinntheit“ oder dem „Entrinnen aus der Angst (des Mangeldenkens)“ bezeichnet werden könnte und die Voraussetzung dafür ist, keinen Mangel durch das Ego zu projizieren, sondern die in jedem Menschen vorhandene Göttlichkeit einfach auszudehnen, indem wir genau dieses JETZT sind und annehmen, was wir vorher erst noch werden wollten (und damit als Mangel wahrnahmen).

    6. Wundergesinnte Vergebung ist nur Berichtigung. Sie enthält kein Urteil über zeitliche „Unterschiede“ und sieht in Fehler nur Hilferufe und keine „Sünden“. Es ist wichtig, einen Zustand zu erlangen, in dem wir unseren Geist ohne jede Anstrengung der Führung durch Christus und den Heiligen Geist unterstellen, das heißt, die Entscheidung halbstündlich zu bekräftigen, die Wahrheit auch wirklich aus ganzen Herzen sehen zu wollen. Es kann vom Heiligen Geist nichts „berichtigt“ werden, was wir zu „behalten“ wünschen. Es liegt jedoch keinerlei Anstrengung darin, Gottes Willen zu tun. Wenn Anstrengung „da“ zu sein scheint, dann, weil ich wieder in einen „Zielkonflikt“ hineingefallen bin und meine Bereitwilligkeit nicht „ungeteilt“ ist. „Die Stärke, es zu tun, entsteht aus deinem ungeteilten Entschluss.“ (6)

    7. „Seid eines Geistes“ ist gleichbedeutend mit dem Erlangen unserer Offenbarungsbereitschaft, der natürlichen Neigung zum Wunderwirken. „Das tut zu meinem Gedächtnis“ ist ein Aufruf zur Zusammenarbeit seitens der Wunderwirkenden. Die erste Aussage ist in der Zeitlosigkeit und die zweite Aussage beinhaltet das Bewusstsein von einer linearen Zeitvorstellung. Sich „erinnern“ ist damit verbunden, die Vergangenheit in die Gegenwart zurückzurufen. „Die beiden Aussagen sind nicht in der gleichen Wirklichkeitsordnung. Nur die letztere beinhaltet ein Bewusstsein der Zeit […] Die Zeit untersteht meiner Führung, die Zeitlosigkeit jedoch gehört Gott. In der Zeit existieren wir füreinander und miteinander. In der Zeitlosigkeit existieren wir gemeinsam mit Gott.“(7)

    8. Wenn wir uns im Ego-Modus „entdecken“, sollten wir uns sagen, dass wir einen Konflikt empfinden, der Angst und Zwiespältigkeit ausdrückt und wir damit die Entscheidung getroffen haben müssen, nicht zu lieben, sonst hätte diese Angst nicht entstehen können. Dann wird die Berichtigung zu einer Reihe von Schritten, die so ausgedrückt werden:

    8.1.Erkenne zuerst, dass dies Angst ist.
    8.2.Angst entsteht aus einem Mangel an Liebe.
    8.3.Das einzig wirksame Heilmittel für einen Mangel an Liebe
    ist die vollkommene Liebe.
    8.4.Vollkommene Liebe ist die Sühne. (8)



    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Übungsbuch Seite 31
    (2) Ebd.
    (3) Textbuch Seite 1
    (4) Textbuch Seite 27
    (5) Textbuch Seite 28
    (6) Ebd.
    (7) Ebd.
    (8) Ebd.
    IP

  5. #255

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 21

    „Ich bin entschlossen, die Dinge anders zu sehen“. (1)

    https://www.youtube.com/watch?v=ZeWhiGimng8

    Wir kehren wieder zu fünf Übungszeiten zurück. Zusätzlich zu den jeweils notwendigen Anwendungen in allen Situationen, die „Ärger“ beinhalten. Wir wiederholen den Gedanken und erforschen wieder unseren Geist, diesmal jedoch in allen drei Zeitformen.

    Was einmal war, ist vergangen. Was einmal sein wird, ist noch ungeschehen. Was ich jetzt sehe, kann wohl kaum die Darstellung liebevoller Gedanken unseres Vaters sein.

    Um die Dinge anders zu sehen, entziehe ich den bisherigen Annahmen die Zeit. Wenn Vergangenheit jetzt nicht ist, ist sie nicht. Wenn Zukunft jetzt noch nicht ist, ist sie ebenso wenig schon wirksam. Außer in unserem Geist, der dem noch Ungeschehenen jetzt schon Wirksamkeit einräumt, existiert einzig im Jetzt das „kleine Problem“:

    Mit jeder Problemdefinition und jedem kleinsten Ärger werfen wir einen Schleier über die Wahrnehmung. Daher können nur wir den Illusionen die Macht entziehen, die auch ein Irrtum besitzt, weil wir dem Irrtum ebenso die „Macht“ über unseren Geist eingeräumt haben.

    Solange er nicht als Irrtum erkannt wurde, kann er nicht „entkräftet“ und als akzeptierte Schicksalsbelehrung abgehakt werden. Ich muss mich daher bisher geirrt haben, dieses „unausgewogene Bild gemacht“ zu haben.

    Was zu sehen wäre, verzerrt der Schleier nicht im Ärger unsere Wahrnehmung, wissen wir noch nicht, wir wissen zunächst nur, keinen Ärger mehr „zudecken“ zu wollen und lassen diesen los, indem wir uns entschließen, die Dinge künftig anders zu sehen.

    Wieder muss ich etwas zunächst selbst anders sehen lernen:

    Alle Lektionen werden später noch einmal wiederholt. Gibt daher gar keinen Grund zur bisherigen Eile.

    Aus der ersten Wiederholung der 21. Lektion:

    „Was ich jetzt sehe, sind nur Zeichen von Krankheit, Unglück und Tod. Das kann es nicht sein, was GOTT für SEINEN geliebten Sohn erschuf. Die bloße Tatsache, dass ich solche Dinge sehe, beweist, dass ich GOTT nicht verstehen. Deshalb verstehe ich auch SEINEN Sohn nicht. Was ich sehe, sagt mir, dass ich nicht erkenne, wer ich bin. Ich bin entschlossen, die Zeugen der Wahrheit in mir zu sehen, anstelle der Zeugen, die mir eine Illusion von mir zeigen.“ (2)

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Übungsbuch Seite 32
    (2) Übungsbuch Seite 90
    IP

  6. #256

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Verwechslungen und das Jüngste Gericht

    Worauf die Geisteserforschung bisher abzielt, ist die Aufhebung von Irrtümern in der Ursache und Wirkungsbeziehung von „Gedankengängen“, die „Ärger“ beinhalten, verursachen oder emporsteigen lassen.

    Es gibt einige sehr „Ärger behaftete Irrtümer“, die ganz weit unten in unserem gedanklichen Inventar oder „Verzeichnisbaum“ anzusiedeln sind und aus denen „Ärger hochdampft“, der von woanders her zu kommen scheint. Diese Verleugnung des grundlegendsten Irrtums liegt verschleiert hinter dem Anlass des Ärgers, der nur ein Synonym und Symbol für einige Verwechslungen abbildet, die wir jedoch nicht mehr „sehen“ wollten und die in der Geisteserforschung „angegraben“ werden, um in einem neuen Licht betrachtet zu werden.

    Wenn wir Ursachen und Wirkungen von Ärger grundlegend analysieren wollen, ist das Konzept, auf dem es jeweils aufbaut, in Erinnerung zu rufen. Mit dem Entschluss, die Dinge anders sehen zu wollen, zeigen wir zunächst die Bereitschaft zu einem künftigen Geisteswandel. Aus der Möglichkeit kann durch die Zusammenarbeit mit unserem inneren Lehrer im Verlaufe des Lernens die notwendige Zuversicht entstehen. Noch ist diese jedoch nicht konstant vorhanden und nicht ungeteilt auf ein Ziel gerichtet. So mögen wir momentan denken, es würde ziemlich lange dauern, all diese Ereignisse aus der Vergangenheit von der Angst zu befreien. Angst, die den Ärger als Verhaltensursache bewirkte. Mit Angst auf die Welt zu blicken, bringt uns „Ärger“ ein. Mit Liebe auf die Kinder Gottes als eins zu blicken, meint, sich der Perspektive anzunähern, die in Gott über uns verankert ist.

    „Die Sohnschaft ist in diesem Einssein mehr als die Summe ihrer Teile. Allerdings bleibt dies so lange verschleiert, wie irgendeiner ihrer Teile fehlt. Das ist der Grund, weshalb der Konflikt nicht endgültig gelöst werden kann, bevor nicht alle Teile der Sohnschaft zurückgekehrt sind. Erst dann kann die Bedeutung von Ganzheit im wahren Sinn verstanden werden. Jeder Teil der Sohnschaft kann an Irrtum oder Unvollständigkeit glauben, wenn er sich dafür entscheidet. Allerdings glaubt er in diesem Fall an die Existenz des Nichts. Die Berichtigung dieses Irrtums ist die Sühne.“ (1)

    Die Bereitschaft zum Vollbringen von Wundern ist in der „Meisterung“ der Angst als Ursache für Ärger durch Liebe zu sehen. Die Zuversicht kann sich noch nicht voll entfalten, solange diese „Meisterschaft“ nicht erreicht wurde. Bereitschaft und die Entscheidung, die Dinge anders sehen zu wollen, sind von noch schwankender Zuversicht begleitet, die den Eindruck erwecken könnte, es läge enorm viel Zeit zwischen Bereitschaft und der „Meisterung der Angst durch Liebe“, doch hierzu sagt Christus zum Abschluss von Ursache und Wirkung etwas, das Zuversicht enthält:

    „Du magst meinen, das besage, es sei enorm viel Zeit zwischen Bereitschaft und Meisterschaft notwendig, doch lasse mich dich daran erinnern, dass Zeit und Raum meiner Kontrolle unterstehen.“ (2)

    Es gibt jedoch greifbare Möglichkeiten, bestimmte grundlegende Verwechslungen anders zu sehen. Wenn wir uns erinnern, dass wir uns nicht selbst erschaffen haben, wird die Verwechslung von wundervollen Möglichkeiten des Überwindens von Zeit und Raum einerseits und der Anwendung geistloser Projektion und „magischer Manipulation“ andererseits leichter ersichtlich.

    Sind wir gerade „egozentriert“, ist es nicht unwahrscheinlich, weitere „Fehlschöpfungen“ in die Welt zu entlassen. Unser Wille, etwas zu erschaffen, wurde uns von unserem Vater in die Wiege gelegt, der denselben Willen zum Ausdruck brachte.

    „Da die schöpferische Fähigkeit im Geist ruht, ist alles, was du erschaffst, zwangsläufig eine Angelegenheit des Willens. Daraus folgt auch, dass alles, was du allein machst, in deinen eigenen Augen wirklich ist, wenn auch nicht im Geist Gottes. Diese grundlegende Unterscheidung führt unmittelbar zur wirklichen Bedeutung des Jüngsten Gerichts.

    Das Jüngste Gericht ist eine der bedrohlichsten Ideen in deinem Denken. Das liegt daran, dass du es nicht verstehst. Richten oder Urteilen ist keine Eigenschaft Gottes. Es wurde erst nach der Trennung ins Leben gerufen, als es zu einer der vielen Lerneinrichtungen wurde, die in den Gesamtplan eingefügt wurden. […] Durch Wunder – die Einrichtung, die die Zeit verkürzt, aber nicht abschafft – lässt sich seine Dauer jedoch bedeutend verkürzen. Wenn eine genügend große Anzahl wahrhaft wundergesinnt wird, kann dieser Verkürzungsprozess praktisch unermesslich sein. Dabei ist allerdings grundlegend wichtig, dass du dich selbst schnell aus der Angst befreist, weil du aus dem Konflikt heraustreten musst, wenn du einem anderen Geist Frieden bringen willst.

    Das Jüngste Gericht wird gewöhnlich als ein Verfahren angesehen, das von Gott vollzogen wird. Tatsächlich wird es von meinen Brüdern mit meiner Hilfe vollzogen werden. Es ist eine letzte Heilung statt eines Zumessens von Strafe, wie sehr du auch Strafe für verdient halten magst. Strafe ist ein der Rechtgesinntheit völlig entgegengesetztes Konzept und das Jüngste Gericht zielt darauf ab, deine Rechtgesinntheit wiederherzustellen. Es bedeutet einfach, dass jeder schließlich ein Verständnis dessen erlangen wird, was würdig ist und was nicht. Danach lässt sich die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, rational lenken. Solange diese Unterscheidung jedoch nicht getroffen ist, kann das Schwanken zwischen freiem und gefangenem Willen nur andauern.

    Der erste Schritt zur Freiheit beinhaltet ein Aussortieren der Falschen vom Wahren. Das ist ein Trennungsprozess im konstruktiven Sinn und spiegelt die wahre Bedeutung der Apokalypse wider. Ein jeder wird letztlich seine eigenen Schöpfungen betrachten und sich entscheiden, nur das zu bewahren, was gut ist, genau wie GOTT selbst ansah, was ER erschaffen hatte, und erkannte, dass es gut war. An diesem Punkt kann der Geist beginnen, seine eigenen Schöpfungen um ihrer Würdigkeit willen mit Liebe zu betrachten. Gleichzeitig wird der Geist unvermeidlich seine Fehlschöpfungen nicht als sein Eigen anerkennen, die, ohne Glauben, nicht lange existieren werden.

    Der Begriff „Jüngstes Gericht“ ist nicht nur deshalb beängstigend, weil er auf Gott projiziert worden ist, sondern auch wegen seiner Assoziation mit dem Tod. Wenn man der Bedeutung des Jüngsten Gerichts unvoreingenommen auf den Grund geht, so ist es ganz offensichtlich, dass es in Wirklichkeit das Tor zum Leben ist. Niemand, der in Angst lebt, ist wirklich lebendig. […] Dein eigenes letztes Gericht kann nicht gegen dich selbst gerichtet werden, weil du nicht deine eigene Schöpfung bist. Du kannst es jedoch bedeutungsvoll und jederzeit auf das anwenden, was du gemacht hast, und nur das in Erinnerung behalten, was schöpferisch und gut ist. […] Der Sinn und Zweck der Zeit ist einzig und allein, >>die Zeit zu geben<<, zu diesem Urteil zu kommen. Es ist dein eigenes vollkommenes Urteil über deine vollkommenen Schöpfungen. Wenn alles, was du beibehältst, liebenswert ist, gibt es keinen Grund für die Angst mehr, bei dir zu bleiben. Das ist dein Teil an der Sühne.“ (3)

    Ziel der Geisteserforschung ist die in Kapitel 3 beschriebene „Unschuldige Wahrnehmung“, die im ersten Abschnitt auf die Sühne ohne Opfer eingeht.

    Was ich lange in vielen Variationen auszudrücken suchte, liest sich gleich zu Beginn und ist gleichfalls notwendig, den 22. Leitgedanken „einzusortieren“:

    „Ein weiterer Punkt muss völlig klar sein, bevor der letzte Rest von Angst, die immer noch mit Wundern assoziiert wird, verschwinden kann. Nicht die Kreuzigung begründete die Sühne, sondern die Auferstehung. Viele aufrichtige Christen haben dies missverstanden. Niemand, der vom Glauben an Mangel frei ist, könnte diesen Fehler überhaupt begehen. Betrachtet man die Kreuzigung in einer Sichtweise, die auf dem Kopf steht, so erscheint es tatsächlich so, als hätte GOTT erlaubt, dass einer SEINER Söhne leidet, weil er gut was, und als hätte ER ihn sogar dazu ermutigt. Diese besonders unglückselige Deutung, die aus der Projektion entstand, hat dazu geführt, dass viele Menschen bitterliche Angst vor GOTT haben. Solch antireligiöse Vorstellungen gehen in viele Religionen ein. Der wirkliche Christ aber sollte innehalten und fragen: „Wie ist das möglich?“ Ist es denn anzunehmen, dass GOTT SELBST einer Art von Denken fähig wäre, das SEINE EIGENEN Worte klar als SEINES SOHNES unwürdig bezeichnet haben?

    Die beste Abwehr ist, wie immer, nicht den Standpunkt einer anderen anzugreifen, sondern die Wahrheit zu beschützen. Es ist unklug, irgendein Konzept zu akzeptieren, wenn du zu seiner Rechtfertigung einen ganzen Bezugsrahmen umkehren musst. Ein solches Verhalten ist, im Kleinen angewendet, schmerzhaft und in einem größeren Maßstab wahrhaft tragisch. Verfolgung hat häufig den Versuch zur Folge, die schreckliche Fehlwahrnehmung zu >>rechtfertigen<<, GOTT SELBST habe SEINEN SOHN im Namen der Erlösung verfolgt. Schon allein die Worte sind bedeutungslos. Dies zu überwinden, war besonders schwierig, nicht weil der Irrtum selbst schwieriger zu berichtigen wäre als irgendein anderer, sondern weil viele in Anbetracht seines hervorragenden Wertes als ABWEHR nicht bereit gewesen sind, ihn aufzugeben. […] Der Satz „Die Rache ist mein, spricht der Herr“ beruht auf der Fehlwahrnehmung, durch welche man Gott die eigene „böse Vergangenheit“ zuschiebt. Die „böse Vergangenheit“ hat nichts mit Gott zu tun. Er hat sie nicht erschaffen und ER erhält sie nicht aufrecht. GOTT glaubt nicht an Vergeltung. SEIN Geist erschafft nicht so. ER legt die deine „bösen“ Taten nicht zur Last. Ist es denn anzunehmen, dass ER sie mir zur Last legt? Sei dir ganz sicher, dass du begreifst, wie völlig unmöglich diese Annahme ist und wie sie ganz und gar aus der Projektion hervorgeht. Diese Art Irrtum ist für eine ganze Reihe damit verbundener Irrtümer verantwortlich, einschließlich des Glaubens, dass Gott Adam zurückwies und ihn aus dem Paradies verstieß. Das ist auch der Grund, weshalb du hin und wieder glauben magst, dass ich dich irreführe. […]

    Opfer ist ein Begriff, der GOTT völlig unbekannt ist. Er entspringt allein der Angst und Menschen, die Angst haben, können bösartig sein. Jede Art des Opferns ist ein Verstoß gegen mein Geheiß, du sollst barmherzig sein, wie auch der Vater im HIMMEL barmherzig ist. Vielen Christen ist es schwer gefallen, zu begreifen, dass das für sie selber gilt. Gute Lehrer versetzen ihre Schüler niemals in Angst und Schrecken. In Angst und Schrecken versetzen, heißt angreifen und das führt zur Zurückweisung dessen, was der Lehrer bietet. Das Ergebnis ist Lernversagen.“ (4)

    Was wir somit sehen, ist das Ergebnis eines kollektiven Lernversagens, weil wir Eigenschaften auf unseren Vater projiziert haben, die aus unserer Angst entstanden sind, seinen SOHN gekreuzigt zu haben. Wenn sich die Religionen um diese Schuld streiten, sind sie Lehrer der Schuld und bieten im Prinzip nur Projektionen des Schreckens an, die uns glauben lassen, Gott würde „ein Opfer von uns fordern“ und Christus, den „wir“ getötet haben, könne dieses nicht „vergeben“ haben. Wir können es wohl kaum verstehen, ohne die Auferstehung dahinter zu sehen. Das eigentliche Wesen der Auferstehung ist die Überwindung des Todes und das Eingehen in das Reich außerhalb von linearer Zeit und trennenden Räumen durch verworrene Träume von Schuld und Rache.

    Indem wir in der Kreuzigung den Tod erblicken und das Leben nach der Auferstehung ausblenden, machen wir den grundlegenden Fehler, Gott als Projektionsfläche für unsere eigene angenommene menschliche Reaktion zu missbrauchen und zu verzerren. Ein Irrtum, an den wir jedoch zu klammern scheinen und jeder Ärger drückt im Grunde seiner Seele einen Hilferuf aus, diesem „Teufelskreis“ der ursächlich fehlerhaften Grundannahmen zu berichtigen.

    Für mich war es lange wirklich so, anzunehmen, es wäre doch ungerecht von Gott gewesen, seinen eigenen Sohn dafür zu opfern, unsere Schuld zu tilgen. Es ist doch wiedersinnig, dass Gott das BEDÜRFNIS danach verspürt, unsere Körper zu strafen und mit Büßerhemd, sich selbst kasteiend und bestrafend und im Staube kriechend „sehen zu wollen“ und für unsere Fehler seinen Sohn bestraft, der diese Fehler gar nicht begangen hat? Sondern, weil er antrat, die Irrtümer zu berichtigen, die auf unserer Seele lasteten, noch dafür mit Höllenqualen bestraft wurde? Und dann soll ich mich jetzt vertrauensvoll an „ein Mordopfer“ wenden und darauf hoffen, dass wenigstens Christus den Nutzen von Vergebung weiterhin im Geist behalten kann, ohne unbewusste oder sogar bewusst „gerechtfertigte Rachegedanken“?

    Wenn wir die Dinge wirklich künftig anders sehen wollen, ist anzuerkennen, dass diese verworrenen „Glaubensverdrehungen“ in vielen Formen als Irrtum in der Welt wirksam blieben. Nicht, weil dies Gottes Wille ist, weil es unser Wille ist und Gott uns sogar so sehr liebt, dass selbst die ersten Höhlenmalereien seiner Kinder von IHM geliebt werden. In unseren „Fehlern“ sieht Gott die ersten Versuche, unsere schöpferische Fähigkeit zu befreien, die hinter dem Schleier bestimmter Irrtümer begraben sind, die uns die ersten Ursachen der Verleugnung Gottes nicht mehr gewahr sein lassen.

    Wir sind die Schöpfungen Gottes aus schöpferischer Ebene. DORT sind wir GEDANKEN GOTTES. Wenn wir jedoch unsere „Fehlschöpfungen“ nicht annehmen, verweigern und verleugnen wir in diesem Geistesmodus ebenso unsere Möglichkeiten, sie künftig OHNE Angst zu verwenden.

    Nur so als unwichtiges „Beispiel“: Es ist wohl tatsächlich so, dass ich, als ich feststellte und der Arzt bewies, dass sich mein Auge rechts um 20 % gebessert hatte, ich daran dachte, „wo das hinführen“ könne. Und ich verwechselte „mich“mit der Ursache, was ebenso eine Folge der unterhalb der Wahrnehmungsschwelle angesiedelten Angst vor der „Rache“ abbildet. Denn wenn ich annehme, dass die Ursache Gott ist, muss ich gleichzeitig annehmen, dass Gott niemals „rachsüchtig“ sein kann, da er einzig Liebe ist und niemals „Rache“.

    Hier beginnt der Verlust eines Grundvertrauens, der die Angst bewirkt, die „Ärger“ auf Ebenen auslöst, die nicht mit dem spirituellen Grundkonflikt zusammenzuhängen scheinen. Dabei beginnt die geteilte und verbundene Wirkung von Fehlwahrnehmung genau hiermit:

    „Ich sehe nur das Vergängliche.
    Ich sehe nichts, was von Dauer ist.
    Was ich sehe, ist nicht wirklich.
    Was ich sehe, ist eine Form von Rache.“ (5)

    Eine Grundfrage, die auch Einstein stellte: „Ist das Universum ein freundlicher Ort?“

    Kann sich das Universum aller „menschlichen“ Rachegedanken enthalten? Ist Gott so rachsüchtig, wie wir Menschen? Oder „,machen“ wir damit einen unauflöslichen Kreislauf von geteilten Schuldvorwürfen, die allesamt zum Schlag gegen einen Gott ausholen, dem wir nicht vertrauen können. Nicht vertrauen können, da wir damit Gott angegriffen haben und nun „sein Rachebedürfnis“ erwarten; zumindest, bis diese Vorstellung als völlig konträr und gegensätzlich zum Wesen der Liebe und zu Gottes Wort erkannt wird.

    Ist das die Welt, die wir wirklich sehen wollen? Wissen wir, dass sie auf einem verheerenden Missverständnis beruht? Wollen wir wirklich diesen Kampf um vielschichtig verwobene FOLGE-Irrtümer fortsetzen und uns damit völlig von Gedanken des Angriffs und Gegenangriffs in Beschlag nehmen lassen und mit diesen Vorstellungen unsere ganze Welt „bevölkern“?

    Wenn dies nicht die Welt ist, die wir wirklich sehen wollen, was ist dann die Welt, die wir mit Gott gemeinsam erschaffen haben, bevor die Zeit des Glaubens an Veränderungen in unserem Geist begann? Können uns diese Angriffsgedanken und Projektionen unserer begrenzten Vorstellungen auf Gott wirklich zu einem Geistesfrieden führen?

    Wissen wir wirklich, was zu unserem Besten wäre? Wissen wir wirklich, wozu die Auferstehung diente? Wenn Gott als Rachebedürfnis wahrgenommen wird, ist es unmöglich, diesem „Gefängnis“ zu entgehen und unsere Heiligkeit ohne Angst zu sehen. Sehen wir Gott als Quelle der Heiligkeit, gibt es keinen Grund für Angst und nichts zu fürchten. Dazu ist jedoch der Glauben an die Schuld aufzugeben.

    Auch in diesem Punkt gibt es keine Schuld. Wie gesagt, wir wollten einfach bestimmte Fehlschöpfungen nicht loslassen, da sie eine hervorragende Abwehr gegen die Wahrheit hinter dem Schleier darstellen und von uns DAHER weiter mit einem Nutzen verbunden werden. Hier liegt auch die Wahl, die Welt als eine Form und Ausdruck der Liebe zu betrachten. Eine Lerneinrichtung zur Berichtigung von Ärger, der nicht notwendig wäre, würde die Illusionen seiner Wurzeln erkannt…

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Textbuch Seite 33
    (2) Ebd.
    (3) Textbuch Seiten 34 / 35
    (4) Textbuch Seiten 36 / 37
    (5) Übungsbuch Seite 33
    IP

  7. #257

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 22

    „Was ich sehe, ist eine Form von Rache.“ (1)

    https://www.youtube.com/watch?v=QP964XWPFWE

    Es könnte ebenso gesagt werden, die Rachegedanken in der Welt sind eine Folge falschen Denkens. Wird die Auferstehung nicht als vollkommene Lektion der Sühne betrachtet, entsteht eine falsche Vorstellung als Fundament unserer Wahrnehmung. Rache ist eindeutig kein sinnhaftes Fundament jedweder erfolgreichen Bedürfniskommunikation. Sie ist Anzeichen eines unerfüllten Bedürfnisses, einem Entzug von etwas, das nicht gefunden wurde. Rache ist eine Form recht rigider Bedürfniskommunikation. Jede Kommunikation ist schöpferisch wirksam. Doch wie erfüllen wir das grundlegendste Bedürfnis nach der Liebe, dem Frieden und der Seelenruhe, die höher ist, als die reine Vernunft?

    „Es ist sinnlos, zu glauben, dass die Folgen deines falschen Denkens zu kontrollieren zu Heilung führen kann. Wenn du angsterfüllt bist, hast du dich falsch entschieden, Das ist der Grund, weshalb du dich dafür verantwortlich fühlst (und daher ärgerliche Rachegedanken in die Welt sendest und siehst, Anm. wsib). Du musst anderen Geistes werden, nicht dein Verhalten ändern, und das ist eine Frage der Bereitwilligkeit. Du brauchst keine Führung außer auf der Ebene des Geistes. Die Berichtigung gehört nur auf die Ebene, aus der Veränderung möglich ist. Veränderung bedeutet nichts auf der Ebene der Symptome, auf der sie nicht wirksam sein kann.“ (2)

    Wir besitzen jedoch wenig Bereitwilligkeit, anderen als des Rachegeistes zu werden, wenn wir die Auferstehung nicht als die vollkommene Lektion der Sühne ansehen, die sie hinter dem Irrtum des Bildes der Kreuzigung wirklich zum Ausdruck bringt.

    „Man hat mich richtig als das LAMM GOTTES, das hinwegnimmt die Sünden der Welt bezeichnet, aber diejenigen, die das Lamm blutbefleckt darstellen, verstehen die symbolische Bedeutung nicht. Richtig verstanden ist es ein ganz einfaches Symbol, das meine Unschuld ausdrückt. Der Löwe und das Lamm, die beieinander liegen, symbolisieren, dass Stärke und Unschuld nicht miteinander in Konflikt sind, sondern von Natur aus in Frieden miteinander leben. „Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen“, ist eine andere Art dasselbe zu sagen. Ein lauterer Geist erkennt die Wahrheit und das ist seine Stärke. Er verwechselt Zerstörung nicht mit Unschuld, weil er Unschuld mit Stärke und nicht mit Schwäche assoziiert.

    Die Unschuld ist unfähig, irgendetwas zu opfern, weil der unschuldige Geist alles hat und nur danach strebt, seine Ganzheit zu schützen (und nicht durch Rachegedanken zu verlieren, Anm. wsib). Er kann nicht projizieren. Er kann einen anderen Geist nur ehren, weil Ehre der natürliche Gruß der wahrhaft Geliebten an andere ist, die sind wie sie. Das Lamm nimmt hinweg die die Sünden der Welt in dem Sinn, dass der Zustand der Unschuld oder der Gnade ein Zustand ist, in dem die Bedeutung der Sühne vollkommen offensichtlich ist. Die Sühne ist unzweideutig. Sie ist vollkommen klar, weil sie im Lichte existiert. Nur die Versuche, sie in Dunkelheit zu hüllen, haben sie für jene unzugänglich gemacht, die sich nicht entscheiden, zu sehen. […]

    Unschuld ist Weisheit, weil sie des Bösen nicht gewahr ist, und das Böse existiert nicht. Hingegen ist sie all dessen vollkommen gewahr, was wahr ist. Die Auferstehung hat gezeigt, dass nichts die Wahrheit zerstören kann. Das Gute kann jeglicher Form des Bösen standhalten, so wie das Licht die Formen der Finsternis tilgt. Deswegen ist die Sühne die vollkommene Lektion. Sie zeigt endgültig auf, dass alle anderen Lektionen, die ich lehrte, wahr sind. Wenn du jetzt diese eine Verallgemeinerung annehmen kannst, wird es nicht nötig sein, aus vielen kleinen Lektionen zu lernen. Du bist von allen Irrtümern befreit, wenn du das glaubst.

    Die Unschuld Gottes ist der wahre Geisteszustand seines Sohnes. In diesem Zustand erkennt dein Geist GOTT, denn GOTT ist kein Symbol, ER ist TATSACHE. Indem du seinen SOHN erkennst, wie er ist, begreifst du, dass die SÜHNE, nicht das Opfer, die einzig angemessene Gabe für den Altar Gottes ist, auf den nichts außer Vollkommenheit gehört. Da Verständnis der Unschuldigen ist die Wahrheit. Deswegen strahlen ihre Altäre wahrlich.“ (3)

    Jeder Rachegedanke ist ein Angriff auf die Unschuld einer verbundenen Sohnschaft und verdunkelt unsere Welt. Aus dem Frust, Gottes Liebe nicht mehr zu spüren, wird jeder Rachegedanke geboren. Die Hoffnung, es würde unserem Geist besser gehen, würde einem anderen Geist etwas durch „Strafe entzogen“, ist doch im Grunde nicht wahr.

    Die Selbsttäuschung, sich nach der Verleugnung der Unschuld der Göttlichkeit im jeweiligen Objekt der Rache als Opfer unserer Projektionen, als der „Angegriffene“ zu sehen, beschreibt die Umkehrung von Ursache und Wirkung, die das Ego als Strategie häufig anwendet.

    Wenn nach der Vergebung und damit der Aufgabe von Rachegedanken wieder Frieden und Liebe in unseren Geist eingekehrt sein werden, wird die Welt voller Unschuld in ihrer unaussprechlichen Heiligkeit aufleuchten.

    Unter „Wunder als wahre Wahrnehmung“ findet sich ein wesentlicher Hinweis:

    „Ich habe dargelegt, dass die grundlegenden Konzepte, auf die in diesem Kurs Bezug genommen wird, keine Grade kennen. Bestimmte fundamentale Konzepte können nicht in Form von Gegensätzen verstanden werden. Es ist unmöglich, sich Licht und Dunkelheit oder alles und nichts, als nebeneinander bestehende Möglichkeiten vorzustellen. Sie sind entweder ganz wahr oder ganz falsch. Es ist für dich unerlässlich zu begreifen, dass dein Denken so lange unberechenbar sein wird, bis du dich fest dem einen oder anderen verpflichtet hast. Sich der Dunkelheit oder dem Nichts fest zu verpflichten ist allerdings unmöglich. Niemand hat je gelebt, der nicht wenigstens etwas Licht erlebt und etwas erfahren hat. Niemand kann daher die Wahrheit völlig verleugnen, auch wenn er denkt, er könne es. […]

    Erst wenn ihre Unschuld zu einem Standpunkt wird, den sie universell anwenden, wird sie zu Weisheit.“ (4)

    Wenn wir auch die Wirkungen unserer Rachegedanken nicht allein erfahren, sind diese ein zweischneidiges Schwert. Heilsame Gedanken lösen in jedem Fall Freude aus. „Gott ist nur Liebe und daher sind wir es auch“, hilft, Rachegedanken als Angriff auf Gott zu sehen.

    Denn auch wenn wir diesen Angriff dahinter nicht „sehen“, ist sich unser Ego dessen wohl bewusst und ERWARTET den GEGENANGRIFF. Was es jedoch als gerechtfertigte „Selbstverteidigung“ deklariert…

    Im Rachemodus vertreten wir den Standpunkt der Schuld. Wir wissen noch nicht wieder, dass die Vergebung zu unser aller bestem ist. Wozu die Rache dient, die wir auf unsere Mitmenschen projizieren, ist uns ebenso wenig bewusst: Unser Ego macht aus der Göttlichkeit im Gegenüber einen schuldigen Sünder und straft damit die Heiligkeit unseres Vaters Lügen. Denn wenn diese Heiligkeit nicht ganz ist, wie könnte eine teilweise Heiligkeit wirklich sein? Wir verurteilen uns mit Rachegedanken ebenso wie unsere Mitwelt. Indem wir Rachegedanken als zu heißes Eisen erkennen, an dem wir uns die Finger selbst verbrennen, besitzen sie keinen Nutzen mehr. Wenn dem Erblicken des „Bösen“ im Gegenüber kein Nutzen verliehen wird, können die durch Rachegedanken erzeugten Bilder vergehen.

    Mit der Auferstehung wurde der Sieg des Lebens über den Tod aufgezeigt, doch darauf kommen wir noch häufiger zurück. Die Rachegedanken haben auch mit der Angst vor dem Tod zu tun, die wir mit der Kreuzigung des Sohnes unseres Vaters verbinden. Wer könnte unter dieser Fehlprämisse bereitwillig Vertrauen fassen und Zuversicht in das Ziel des Lernens gewinnen?


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuhof Verlag 2010

    (1) Übungsbuch Seite 33
    (2) Textbuch Seite 29
    (3) Textbuch Seiten 37 / 38
    (4) Textbuch Seite 38
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  8. #258

    AW: Ein Kurs in Wundern

    "Die Rache ist mein, sprach der Herr" wird bewusst vom Ego fehlinterpretiert. Wie könnte dies mit der Lehre von Barmherzigkeit und Nächstenliebe in Einklang zu bringen sein?

    Wenn wir nun auf eine Welt blicken, die voller Rachegedanken zu sein scheinen, dann, weil dieses Satz vom Ego für das Ego "wahrgenommen" wurde. Nirgends wird klarer, wie wir die Welt "machen", die das Ego zu dem verzerrt, was es zu sehen beabsichtigt. Es selbst ist eine Dissoziation der Angst, eine Abspaltung, die nach der Trennung von GOTT im Geist entstehen konnte, da der Reine Geist dieser Angstprojektion nicht fähig ist.

    Die "Ego-Abspaltung" des amerikanischen Ego-Geistes vom "Rest der Welt" durch eine Rangfolge der Besonderheit, steht hinter dem "Amerika-first"-Gedanken.

    Das Aufgeben von Rachegedanken, die immer einen Angriff (auf die Göttlichkeit im Gegenüber und damit auf GOTT) darstellen wird nur möglich, wenn wir den Schuldprojektionen als IDEE nicht mehr folgen.

    In Kapitel 3 "Die Lektionen der Liebe" wird "Das Aufgeben von Angriff" als Idee verstanden und da es nicht um Pest oder Cholera sondern um Gott oder das Ego geht, ist es an dieser Stelle hilfreich:

    "Wie wir betonten, beginnt jede Idee im Geist des Denkenden. Das liegt das, was sich vom Geist her ausdehnt, weiterhin in ihm, und durch das, was er ausdehnt, erkennt er sich selbst. Das Wort "erkennen" ist hier zutreffend, weil der Heilige Geist die Erkenntnis durch seine unparteiische Wahrnehmung weiterhin sicher in deinem Geist erhält. Dadurch, dass ER nichts angreift, errichtet ER keine Schranke gegen die Kommunikation GOTTES. Daher ist das SEIN nie bedroht. Dein GOTTgleicher Geist kann niemals entweiht werden. Das Ego war nie ein Teil von ihm und wird es niemals sein, aber durch das Ego kannst du hören und lehren, was nicht wahr ist. Du hast dich selbst gelehrt zu glauben, dass du nicht bist, was du bist. Du kannst nicht lehren, was du nicht gelernt hast, und was du lehrst, besträkst du in dir selbst, weil du es mit andern teilst. Jede Lektion, die du lehrst, lernst du.

    Deshalb solltest du nur eine einzige Lektion lehren. Wenn du selbst frei von Konflikten sein willst, darfst du nur vom Heiligen Geist lernen und nur durch IHN lehren. Du bist nur Liebe, wenn du das aber verleugnest, machst du das, was du bist, zu etwas, woran du dich erinnern lernen musst. Ich habe schon gesagt, dass die Botschaft der Kreuzigung lautete: "Lehre nur Liebe, weil du nur Liebe bist." Das ist die einzige Lektion, die vollkommen geeint ist, weil sie die einzige Lektion ist, die eins ist. Nur dadurch, dass du sie lehrst, kannst du sie lernen. "Wie du lehrst, so lernst du." Wenn das wahr ist, und es ist wahr, dann vergiss nicht, dass das, was du lehrst, dich lehrt. Und was du projizierst oder ausdehnst, glaubst du.

    Die einzige Sicherheit liegt darin, den HEILIGEN GEIST auszudehnen, denn sowie du SEIBE Sanftmut in anderen siehst, nimmt dein eigener Geist sich selbst als völlig harmlos wahr. Kann er dies einmal vollauf akzeptieren, sieht er keine Notwendigkeit mehr, sich selbst zu schützen. Dann dämmert der Schutz GOTTES in ihm auf, der ihm versichert, dass er für immer vollkommen sicher ist. Die vollkommen Sicheren sind gänzlich gutartig. Sie segnen, weil sie erkennen, dass sie gesegnet sind. Ohne Angst ist der Geist ganz und gar gütig, und weil er Mildtätigkeit ausdehnt, ist er mildtätig. Sicherheit ist das vollständige Aufgeben von Angriff. Darin ist kein kompromiss möglich. Lehre Angriff in irgendeiner Form, so lernst du ihn, und er wird dich verletzen. Doch dieses Lernen ist nicht unsterblich, und du kannst es verlernen, indem du es nicht lehrst.

    Da du nicht umhinkannst zu lehren, liegt deine Erlösung darin, genau das Gegenteil all dessen zu lehren, was das Ego glaubt. So wirst du lernen, was die Wahrheit ist, die dich frei machen und deine Freiheit erhalten wird, während andere sie von dir lernen. Die einzige Art und Weise Frieden zu finden, ist, Frieden zu lehren. Dadurch, dass du Frieden lehrst, musst du ihn selbst lernen, weil du nicht lehren kannst, was du noch immer dissoziierst. Nur so kannst du die Erkenntnis zurüclgewinnen, die du weggeworfen hast. Eine Idee, die du mit anderen teilst, musst du selbst haben. Sie erwacht in deinem Geist durch die Überzeugung des Lehrens. Alles, was du lehrst, lernst du. Lehre nur Liebe, und lerne, dass Liebe dein ist und dass du Liebe ist." (1)

    Wir können uns somit am Ego orientieren und wenn wir genau das Gegenteil des Egos sind, sind wir wieder, wie Gott uns schuf. Daher kann von der Kraft gesprochen werden, die zwar stets das Böse will und doch das Gute schafft. Wir können an ihr erkennen, was wir nicht sind. Das ist der lehrreiche Nutzen des Egos in der Welt. Im Himmel ist es unbekannt und wir können nicht zwei Welten gleichzeitig in uns "wachhalten", ohne in Konflikt zu geraten. Sicherheit ist jedoch nur in der Aufgabe von Angriffs- und Rachegedanken zu finden.

    Rache wird zur Projektion von eigenen Schuldgefühlen verwendet, die auf bestimmte Ego-Verwechslungen beruht, die jedoch für das Ego wesentlich bei der Abwehr der Wahrheit GOTTES sind. Da dies zum Verständnis der morgigen Lektion durchaus wichtig ist und ohnehin in einem anderen Ordner als Grundthema erkannt wurde, das Folgende aus Kapitel 6 "Die Lektionen der Liebe":

    https://www.youtube.com/watch?v=wkFix1cRSdQ

    Teil 2:

    https://www.youtube.com/watch?v=XuAw5pDXTXk

    Teil 3:

    https://www.youtube.com/watch?v=P6hVyRW1rFc

    Für die morgige Übung ist dieser Teil nicht unwichtig:

    https://www.youtube.com/watch?v=j9gU1COeXgM


    Viel Freude beim Lernen.





    (1) Ein Kurs in Wundern, greuthof Verlag 2010, Textbuch Seite 99 / 100
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  9. #259

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 23

    „Ich kann der Welt, die ich sehe, entrinnen, indem ich Angriffsgedanken aufgebe.“ (1)

    https://www.youtube.com/watch?v=dGNc0iuzSxs


    Aus dem Textbuch habe ich das Kapitel über Ursache und Wirkung in der Originaledition angefügt: https://www.youtube.com/watch?v=lIFQ...YuAmR&index=17

    Das Kapitel 3 über „Die unschuldige Wahrnehmung“ wird in der Original-Edition „Den Geist umschulen““ genannt. Der Begriff Sühne wurde mit Versöhnung übersetzt. Ebenso verschoben sich die besonderen Grundsätze für Wunderwirkende etwas weiter nach hinten. Für uns nun eine Wiederholung, aber zur Festigung des Fundamentes an dieser Stelle hilfreich.

    Was mich erstaunt, ist, wie viel von der Übersetzung einzelner Worte abhängt. Das „Jüngste Gericht“ wird im Original an dieser Stelle wiederum in etwas anderen Worten wiedergegeben. Da es jedoch wirklich wichtig ist, die fehlerhaften Grundannahmen zu berichtigen, um der Welt, die wir sehen, zu entgehen, indem wir Angriffsgedanken aufgeben, auch das nächste Textkapitel im Original:

    https://www.youtube.com/watch?v=EEQM...YuAmR&index=19

    „Böse Vergangenheit“ wurde hier zu „schlechtem Gewissen“. Wer das Textbuch in der Greuthof Version anhören möchte, findet hier Auszüge:

    https://www.youtube.com/watch?v=pUutb6rbVuU

    Ansonsten hat jeder ohnehin schon alles gelernt und daran erinnern kann am besten der Heilige Geist. Daher sind alle Erklärungen im Prinzip unnötig. Alle sind sich all dieser Dinge völlig klar und das schon seit Anbeginn der Zeit.

    Ein ungeteilter Zweck begründet das Verlassen der Welt, die wir bisher sahen. Um diese Bilder vergehen zu lassen, geben wir einfach die Angriffsgedanken auf. Rache entspringt dem Wunsch nach Angriff. Angriffsgedanken bauen auf der Vorstellung auf, es würde uns besser gehen, ginge es anderen Menschen schlechter, indem unsere Rache dies bewirken möge. Dabei schicken wir eine Armada von Racheengeln in die Welt, die „unterwegs“ ihre Geistesgifte versprühen, sobald sie Opfer finden, denen sie Konfliktenergie rauben können.

    In der Rache und der Abwehr gegen die verbundene Wahrheit unserer Seelen, stärken wir das Ego, und nicht das Ego wird zu unserem Freund, es ist das vormalige Unbewusste, das im Licht der Heiligkeit beleuchtet wird. Das Ego wird zum Diener und löst sich im Lichte des Angesichts der Liebe auf, weil die Ego-Partition seltener „betreten“ wird und die Partition des reinen Geistes ausgebaut wird. „Betretene Mi(e)nen“ sind immer ein Wesenszug unseres Egos und seines unverstandenen Eigennutzes.

    Zumindest die Konsistenz der Übersetzungen wurde jeweils gewahrt. Weiter besteht das Problem, dass das Ego versucht ist, den Kurs zu „verbessern“, was natürlich wieder eine seiner raffitückischen Taktiken abbildet, sich als „Lernender“ zu tarnen, seinen „Veränderungswillen“ vorzutäuschen, der nur durch die „Unmöglichkeit“ aufgehalten wird, Gott „im Krieg für das physische Goldene Kalb des Egos“ nicht zu finden….

    Wir können nicht das Verhalten verändern, die Angriffsgedanken hervorbringen. Wir können nur in der Liebe bleiben und diesen Zustand mit einem erweiterten Nutzen verbinden zu lernen. Nämlich den Nutzen, darin den Weg zu sehen, der Welt zu entrinnen, die wir jetzt sehen.

    Aus Lektion 23 fehlte noch der erste Absatz, der in meinen Augen zum Verständnis nicht unwichtig ist:

    „Im Gedanken für den heutigen Tag ist der einzige Ausweg aus der Angst heraus enthalten, der jemals zum Ziel führen wird. Nichts anderes wird gelingen, alles andere ist bedeutungslos. Aber auf diesem Weg kannst du nicht scheitern. Jeder Gedanke, den du hast, bildet ein Segment der Welt, die du siehst. Es sind demnach deine Gedanken, mit denen wir arbeiten müssen, wenn deine Wahrnehmung der Welt verändert werden soll.“ (2)

    Hier könnte „Das Aufgeben von Angriff“ mit dem Text der Original-Edition verglichen werden:

    https://www.youtube.com/watch?v=WBW8Fyv_Ysg

    Es sind nur kleine Übersetzungsdifferenzen, die Quelle ist ohnehin dieselbe…

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Übungsbuch Seite 34
    (2) Ebd.
    IP

  10. #260

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 24

    „Ich nehme nicht wahr, was zu meinem Besten ist.“ (1)

    https://www.youtube.com/watch?v=qmTGgNMOa-g

    „In keiner Situation, die sich ergibt, bist du dir des Ergebnisses bewusst, das dich glücklich machen würde. Deshalb hast du keine Richtschnur für angemessenes Handeln und keinerlei Möglichkeit, das Ergebnis zu beurteilen. Was du tust, wird durch deine Wahrnehmung der Situation bestimmt und diese Wahrnehmung ist falsch. Es ist daher unvermeidlich, dass du nicht deinem eigenen Besten dienst. Doch dieses ist dein einziges Ziel, in jeder Situation, die richtig wahrgenommen wird. Sonst wirst du nicht erfassen, was zu deinem Besten ist.“ (2)

    Allerdings ist bei der Beurteilung dieser Frage zu beachten, was wir für das Beste halten und auf welcher Ebene dieses angesiedelt ist. Sind wir das Ego (in der physischen Zeit) oder sind wir unsere Seele (auf dem Rückweg zur Liebe)? Das Ego meint, das Beste würde von etwas in der Zukunft abhängen und treibt uns an, dieses Ziel zu erreichen. Die Seele auf dem Rückweg zur Liebe Gottes sieht völlig anders, da sie sich erinnern lassen MÖCHTE und daher Offenheit dafür zeigt, was Gott als das Beste für uns ansieht.

    „Was hülfe es, wenn du die Welt gewönnest, aber deine Seele dabei Schaden nimmt?“ Was ist das Beste, was wir erfahren könnten und auf welcher Ebene spielt es sich ab?

    Allein auf physischer, emotionaler oder mentaler Ebene angesiedelte Ziele nehmen nicht wahr, was auf spiritueller Ebene (für unsere Seele) das Beste für uns wäre. Wir haben uns alle Mühe gegeben, zu vergessen, was vor Gott für uns alle das Beste ist. Wir haben keine wirkliche Vorstellung mehr davon, was es wirklich wäre, das uns dauerhaft ganz erfüllen könnte.

    In Alexandras Videos erkenne ich „Manifestationsabsichten“ auf vielen Ebenen. Dazu ein Beispiel für diese „magische Beeinflussung“ der Mitwelt durch das Ego: Zwei „Magier“ haben lange an ihren Manifestationstechniken gearbeitet und es zu beachtlichen Erfolgen in der Anpassung ihrer Mitwelt nach den Wünschen ihres Ego gebracht. So werden sie zugleich zu einem Interview eingeladen. Beide fahren mit dem Auto in das Studio und sind spät dran. Auf die gleiche Kreuzung zufahrend, schaffen es beide, dass ihr Wunsch in Erfüllung geht, eine grüne Ampel „zu sehen“. Beide fahren auf eine grüne Ampel zu. Ist das Universum „unvernünftig“ genug, uns auch diese eher „hinderlichen Geschenke“ zu machen?

    Das Universum sieht unsere Seelenentwicklung und das besitzt eine gewisse Priorität im Lehrplan. Nicht unser physischer Manifestationsgedanke ist wirklich das Beste, was uns jemals passiert ist, es ist unsere innere spirituelle Identität, die es hinter den Illusionen des Egos freizuschaufeln gilt. Das Ego wird daher nicht vom Universum bestärkt und Ego-Wünsche, die uns gefährden könnten, sollten dahingehend überdacht werden, ob sie überhaupt auf den betreffenden Ebenen umsetzbar wären. Das Unmögliche zu fordern, ist keine Prämisse um glücklich zu werden.

    Wir sind schon das Beste, was uns jemals passiert ist. Kann dieser WILLE GOTTES auf spiritueller Ebene Fuß fassen, wird absteigend eine Gedanken- und Gefühlswelt in der Physis erfahrbar, die in den gestern vorgestellten drei Schritten verläuft:

    1. Identifizierung der Ursache
    2. Loslassen der Ursache
    3. Ersatz der Bilder durch den Heiligen Geist in der Schau Christi

    Versuchen wir, unsere physischen Ego-Wünsche in der Zeit über die zeitlose Seelenentwicklung zu stellen, legen wir uns ursächlich Steine in den Weg, die in ihren vernetzten Wirkungen nicht mehr unverzerrt erkennen lassen, was wirklich zu unserem Besten gewesen wäre. Die „physische grüne Ampel“ auf beiden Seiten der „verbogenen Realität“ scheint zunächst „wünschenswert“, bis bemerkt wird, dass dieser „unmögliche Wunsch“ beiden Wünschenden „erfüllt“ wurde. Dann sind beide im Ergebnis nicht an das bestmögliche Ergebnis dieser Situation gelangt. Sie stecken fest und sind in eine erweiterte Ego-Falle getappt: Sie nehmen sich als Ursache wahr und schließen den Heiligen Geist in BEIDEN Situationen aus!!!

    Was ist die URSACHE für unser aller BESTES? Ist dieses Beste das Gleiche, was unser Vater für seine Kinder will?

    So könnte auch gesagt werden: „Das Ego nimmt nicht wahr, was für unsere spirituelle Entwicklung insgesamt das Förderlichste abbildet“. Wenn wir unsere Ego-Wünsche in der Physis verwirklicht sehen wollen, ist damit nicht unbedingt verbunden, auf emotionaler, mentaler oder spiritueller Ebene das jeweilige Ziel verwirklicht zu sehen, das wir wirklich im Herzen tragen. So ist das, was das Ego will, nicht mit dem zu verwechseln, was in diesem Moment unserer Prozessentwicklung, der Rückerinnerung an Gott, am dienlichsten ist.

    Daneben bietet uns diese Übung die Möglichkeit, die Ziele und Ebenen auszuloten, auf denen unsere Erwartungen, was das Beste für uns wäre, angesiedelt sind. Weiter kann offensichtlich werden, dass unsere Ziele auch Forderungen beinhalten, die in Konflikt miteinander stehen und wir kein einheitliches „Ergebnis“ im Sinn haben.

    So könnte uns aufdämmern, dass das Ego Ziele auf Ebenen vermischt, die damit so „unerfüllbar“ sind, dass die nächste Enttäuschung programmiert ist. Genau das sind die Fallen, in die uns das Ego tappen lässt, um zu beweisen, wie „böse“ die Welt uns doch mitspielt. Unsere beiden „magischen Realitätsverbieger“ liegen nämlich beide im Krankenhaus und meckern darüber, wie das Universum so „dumm“ sein konnte, BEIDEN ihre Wünsche gleichzeitig zu erfüllen.

    Solange Haben mit späterem SEIN verwechselt wird, vergessen wir jetzt unser ewigen Erbe. Wir sind schon, was wir noch werden wollen. Sagen wir jedoch, jetzt einen Mangel auf physischer, emotionaler oder mentaler Ebene zu empfinden, definieren wir unser Erbe als inexistent und ursachlos. Wir machen uns zu von unserem Vater Getrennten, indem wir in ein „Mangeldenken“ verfallen, obwohl das innere Königreich durch unsere Abwesenheit verwaist und brachliegt.

    Das Ego in seinem fragmentierten Denkmodus nimmt nicht wahr, was das Beste für unsere Seelenentwicklung auf dem Rückweg zu unserem Vater darstellt. Wir wären nämlich zumeist gar nicht wirklich glücklich, auch wenn dem Ego alle Wünsche erfüllt worden wären. Es ist nicht die Funktion des Egos, Glück zu empfinden, es lebt vom Zweifel. Es definiert sich über den Mangel und kann die Fülle nicht fühlen, die in unseren ewigen Gaben schon enthalten ist. Das Ego sieht Geben und Nehmen nicht als eins wahr und diese „Trennung“ vom höchsten Nutzen für die verbundene Mitwelt macht die Ego-Welt, die am Ende keinem besser gefällt. Das Ego ist, was aus innerem Wissen wieder „Glauben“ macht.

    Doch all das, was unser Ego „verbockt“, kann vom Heiligen Geist mit einem lehrreichen Nutzen für alle Beteiligten aufgelöst werden. Weiter kommt hinzu, dass die Sühne auf das abzielt, was für uns alle das Beste wäre, nicht was dieses „Beste“ für einen „besonderen Menschen“ darstellt. Wenn unsere Wünsche, Absichten und Ziele sich nicht an unserem Rückweg zu Gott orientieren, erleben wir einen klassischen Zielkonflikt und sehen nicht, was für unsere zeitlose Seelenentwicklung aus Sicht unseres Vaters das Wichtigste ist. Doch dazu müssen wir annehmen, es ist für uns das Beste, was unser Vater für uns will und diesen Willen mit der Schöpfung zu TEILEN.

    Was wirklich zu unserem Besten dient, ist die Vergebung. Wie jedoch das Ego die Schuld verwendet, wird hier deutlicher: „Die Angst vor der Heilung“ (des Geistes) und der „Aufhebung des Angriffs durch Schuld“ wird im Paradoxon des Verstandes ab Minute 2:50 – 3:20 ausgeführt:

    https://www.youtube.com/watch?v=qrx-9lICGQE

    Was ist wirklich das Beste für uns und wie wird es wahrgenommen?

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Übungsbuch Seite 36
    (2) Ebd.
    IP

  11. #261

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 25

    „Ich weiß nicht, wozu irgendetwas dient.“ (1)

    https://www.youtube.com/watch?v=z3A0HhrELOc

    „Sinn und Zweck ist Bedeutung. Mit dem heutigen Gedanken wird erklärt, warum nichts, was du siehst, etwas bedeutet. Du weißt nicht, wozu es dient. Deshalb ist es für dich bedeutungslos. Alles ist zu deinem Besten. Indem du das erfasst, werden deine Ziele geeint. Indem du das erfasst, bekommt das, was du siehst, eine Bedeutung.“ (2)

    Die „verunfallten Magier“ des gestrigen Beispiels besaßen keine geeintes Ziel und damit sehen sie ihren „Ego-Verkehrsunfall“ aus der Perspektive ihres verzerrt denkenden, getrennten Egos. Beide Seelen werden sicher etwas daraus gelernt haben, was eventuell später einen größeren Irrtum verhindert, nämlich zum Beispiel dieses nicht durch den Heiligen Geist geeinte und berichtigte „Verhaltensmuster“ mit zwei vollbesetzten Linienbussen zu wiederholen und dabei ein noch viel größeres Debakel anzurichten.

    „Aufgrund deiner falschen Identifikation mit dem Ego bist du unfähig, zu verstehen, wozu irgendetwas dient. Daher wirst du es zwangsläufig missbrauchen. Wenn du dies glaubst, wirst du versuchen, die Ziele, die du der Welt zugeschrieben hast, zurückzunehmen, statt zu versuchen, sie zu verstärken.“ (3)

    Wie wir keine nichtigen oder privaten Gedanken haben, besitzen wir auch keine bedeutungsvollen „persönlichen Interessen“. Wir wissen zum Beispiel, wozu ein Telefon dient: Wir können mit jemandem sprechen, der räumlich in diesem Moment nicht anwesend ist. Wozu das Telefongespräch jedoch dient und weshalb du mit diesem Menschen in Verbindung treten willst, macht das Gespräch bedeutungsvoll oder auch nicht.

    „Für dein Lernen ist entscheidend, dass du gewillt bist, die Ziele aufzugeben, die du für alles aufgestellt hast. Die Einsicht, dass sie bedeutungslos sind statt „gut“ oder „schlecht“ ist der einzige Weg, das zu erreichen.“ (3)

    Heute sind sechs Übungszeiten von zweiminütiger Dauer erforderlich. Wiederum den Leitgedanken langsam wiederholen, sich umsehen und den Blick auf allem ruhen lassen, was ins Auge fällt. Sei es nah oder fern, wichtig oder unwichtig, klein oder groß, menschlich oder dinglich.

    „Ich weiß nicht, wozu dieser Politiker dient.“
    „Ich weiß nicht, wozu jenes Gespräch dient.“
    „Ich weiß nicht, wozu jene Begegnung dient.“
    „Ich weiß nicht, wozu die Welt dient.“
    „Ich weiß nicht, wozu meine „Aufkleber“ auf den Dingen dienten.“
    „Ich weiß nicht, wozu diese Übungen dienen.“

    Während wir etwas ins Auge fassen, wiederholen wir den Leitgedanken, bis diese Aussage darüber abgeschlossen ist. Wenn die sogenannten „Manifestationstechniken“ für etwas viel „Gedränge“ auf dem Tisch sorgen, der vom Ego gedeckt wurde, sind eher die unbekannten Demanifestationstechniken wichtig, die mit dem Entfernen der Ego-Aufkleber einhergehen.

    Wir suchen im „neuen Auto“ die Erfahrungen, die darin gemacht werden könnten, nicht das Ding an sich. Wir suchen im Telefongespräch die geistige, emotionale oder zwischenmenschliche Nähe zu einem Menschen, nicht die hohlen Worte, die oftmals ausgetauscht werden. Die Frage, wozu eine Nachricht dient, geht hinter der Routine des Versendens von bedeutungslosen Nachrichten zumeist völlig verloren. Es entsteht ein „Selbstzweck“, der ebenso besser wiederum mit „Ego Zweck“ betitelt werden sollte. Als Selbstzweck könnte dieses dienen:

    https://www.youtube.com/watch?v=Ohx-zXtjRAo

    Darin wird der Nutzen von Vergebung dargestellt, der ebenso mit Heilung gleichzusetzen wäre. Wir wissen nicht, wozu die „Aufhebung“ dient. Sie nutzt immer allen. Und uns nutzt nur, was allen nützt.

    Die Übertragung des Lernens ist universell, darin liegt die Hoffnung. Jeder lernt immer für alle, sonst könnte die Aufhebung des Glaubens an die Schuld nicht wirksam werden.

    Jeder liebevolle Gedanke dehnt sich ewig aus. Jeder hasserfüllte Gedanke unterstützt die Illusion vom Gegenteil, die dadurch jedoch nicht wirklich gemacht wird.

    Übertragen wir unseren aktuellen „Weltschmerz“ einmal auf dieses Kapitel:

    https://www.youtube.com/watch?v=dUNeKUFFGKo

    Wir bezeugen bisher unsere Verletzlichkeit und opfern uns der Vergänglichkeit des Körpers, der dem Ruf des Egos in den Tod folgt. Zur aktuellen Situation gibt das Textbuch ab 7:30:00 eine Möglichkeit, das Ego in seiner Funktion einzuordnen. Ab 7:37:00 wird die zentrale Frage beantwortet, aus der alle Illusionen stammen: Was ist der Tod?

    https://www.youtube.com/watch?v=pUutb6rbVuU

    Ganz sicher ist der Tod ein Symbol für die Angst vor Gott und ganz sicher wird im Glauben an den Tod jede mögliche Form seiner Liebe ausgelöscht. Wer wollte in jemandem einen liebevollen Schöpfer erkennen, der unseren Lebensfaden rachsüchtig in den Händen hält, bereit, jeden Fehler als Todsünde zu bestrafen?

    Der aktuell grassierende suizidale Nihilismus in seinen postfaktischen „Alternative- Facts“ entsteht ebenso als eine Illusion aus der Angst vor dem Tod des Egos, als einem Symbol für einen nicht liebenswerten Vater. Doch wie könnte dies mit Liebe einhergehen? Niemand fragt, ob dieses der Wille eines gütigen Schöpfers sein könne.

    Damit wird ein „unfähiger und grausamer Gott“ als Wahrnehmung „gemacht“, dem natürlich ein Universum folgt, das niemals ein freundlicher Ort sein kann. Doch wir wissen nicht, wozu das alles einmal dienen wird. Wir meines es halt vom Standpunkt des sterblichen Egos beantworten zu wollen, das nicht sterben kann, weil es niemals wirklich vor Gott geboren wurde. Das Ego ist daher ein suizidaler Nihilist und treibt die Welt dabei in den Tod.

    Wenn es das Ego schafft, diese Vorstellung auf den Körper zu übertragen, haben wir den Tod „erlernt“, was ihn jedoch nicht wirklich macht. Es gibt keinen Tod des Geistes. Ist unser Bewusstsein in diesem Leben bisher um einen einzigen Deut gealtert? Nur im Glauben an den Tod verlieren wir die Energie, die wir meinen, in diesem - unserem Bewusstseinszustand - verloren zu haben. Dabei geben wir diese Energie einzig an das Ego ab, eine energiefressende Partition, die uns altern, krank und müde werden lässt.

    Das Leben dient nicht dem Tod. Wir wissen bisher nicht, wozu das Leben wirklich dient.



    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seiten 38 / 39
    (2) Ebd.
    (3) Ebd.
    IP

  12. #262

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 26

    „Meine Angriffsgedanken greifen meine Unverletzlichkeit an.“ (1)

    https://www.youtube.com/watch?v=DiN_NvQOqL4

    „Es ist sicher offensichtlich, dass du, wenn du angegriffen werden kannst, nicht unverletzlich bist. Du siehst Angriff als eine wirkliche Bedrohung an. Das ist so, weil du glaubst, dass du wirklich angreifen kannst. Und was durch dich Wirkungen hat, muss auch auf dich Wirkungen haben. Es ist dieses Gesetz, dass dich letztlich erlösen wird, aber jetzt missbrauchst du es. Du musst deshalb lernen, wie es zu deinem Besten genutzt werden kann, statt dagegen.

    Weil deine Angriffsgedanken projiziert werden, hast du Angst vor Angriff. Und wenn du Angst vor Angriff hast, musst du glauben, dass du nicht unverletzlich bist. Angriffsgedanken machen dich deshalb in deinem eigenen Geist verletzlich, dort, wo die Angriffsgedanken sind. Angriffsgedanken und Unverletzlichkeit können nicht gemeinsam akzeptiert werden. Sie widersprechen einander.

    Den heutigen Leitgedanken zu üben wird dir verstehen helfen, dass Verletzlichkeit und Unverletzlichkeit die Folge deiner eigenen Gedanken sind. Nichts außer deinen Gedanken kann dich angreifen. Nichts außer deinen Gedanken kann dich glauben machen, dass du verletzlich bist. Und nichts außer deinen Gedanken kann dir beweisen, dass dem nicht so ist.“ (2)

    Habe gestern eine Liste angefangen, auf der ich zwei Punkte notierte. A: durch was ich mich angegriffen fühle und B: was ich angreife. Liste A ist gar nicht so lang. Liste B ist mindestens doppelt so lang und ich stellte fest, es gibt eigentlich nichts, das sich nicht als Projektionsfläche für meine Angriffsgedanken eignet. Eigentlich greift das Ego alles an, was nicht ist, wie es selbst. Zumindest, bis begriffen wird, das es für die Seele „Gefängnis“ bedeutet.

    Alle Punkte – egal ob A: oder B: beginnen und enden in MEINEM Geist. Der Geist entscheidet darüber, mich angegriffen zu fühlen, und meine Unverletzlichkeit dadurch anzugreifen, dass ich als scheinbare Selbstverteidigung das Ego zu schützen suche. Indem ich wiederum denjenigen angreife, den ich mit einem bestimmten Urteilsetikett versehen habe, projiziere ich meinen inneren Zustand auf einen äußeren Umstand.

    Wenn ich ein Urteil gefällt habe, kann mein Ego eigentlich alles angreifen, was ihm „so“ nicht passt. Wenn ich kein Urteil fälle, kann ich eigentlich nichts wirklich sinnhaft angreifen. Lektion 30 wendet dieses Gesetz dann auf Gott an. Dann sagt die Seele: „Gott ist in allem, was ich sehe, weil Gott in meinem Geist ist.“

    Dann wird die Aussage klarer, dass dem Ego durchaus bewusst ist, mit jedem Angriffsgedanken AUCH GOTT anzugreifen, was beim Aufdämmern dieser Tatsache irgendwie doch zu der äußerst kindlichen Annahme des Egos führt, von Gott sei Rache zu erwarten. Zumindest, wenn wir annehmen, Gott sei so dämlich wie unser „kleines Dummerchen“ – das begrenzte EGO.

    So ist Gott in meinem Geist, wenn ich Angriffsgedanken schnell genug als die Schwächung meiner Verbundenheit mit Gott erfahre. Was jeder Angriff auf irgendwen immer bedeutet, wobei uns dies als „Bewusstseinsinstanz“ im Moment des Ärgers, der auf Körper-Ängsten beruht, nicht einleuchtet. Doch eigentlich ist es einleuchtend, dass das Leben einen Angriff auf das Leben nicht unterstützt und daher nicht „positiv verstärken“ kann. Da Gott uns jedoch nicht angreift, verschwindet ER hinter dem Wahnsinn des Angriffs aus dem Blickfeld. Wenn wir jedoch unsere destruktive Ego-Haltung auf Gott übertragen, wie könnten wir etwas anderes in der Welt „sehen“ als Destruktivität?

    Gott ist, wenn er in meinem Geist wirksam ist.
    Gott ist nicht dort, wenn ich in meinem Geist Angriffsgedanken hege.

    Anders als die negativen Verstärkungsmechanismen, die das Ego verwendet, unterstützt unser Vater, was uns IHM ähnlich macht. Strafe durch Angriffsgedanken auszusprechen übersteigt den Umfang der Berichtigung auf die der Heilige Geist urteilslos abzielt. Das positive Verhalten, NICHT anzugreifen, wird durch zusätzliche Energie verstärkt. Es hängt tatsächlich mit dem gefühlten Energielevel zusammen, was Angriff hinsichtlich der „Schwächung“ (einer verbundenen Sohnschaft) bewirkt.

    Sind wir im energetisch nutzlosen Ego-Modus, sinkt unsere geistig-mentale Energieversorgung so weit ab, dass das Ego durch die Abwertung der Mitwelt versucht, an die Energiereserven derer zu gelangen, die noch Energie zu besitzen scheinen, welche daher dann im „Shitstorm“ abgesaugt wird.

    Es ist einfach ein „Denkfehler im Energiemanagement“, durch den wir dieses Gesetz missbrauchen. In der Wiederholung kommen wir dann darauf zurück, dass die Fehlanwendung des Gesetzes - durch das Ego - den Fakt mit sich bringt, unser verlorenes Erbe betrachten zu müssen. Im Angriffsmodus verlieren wir unsere spirituelle Unverletzlichkeit. Jeder wird das „schwache“ Gefühl nach einem trennenden Streit kennen und kann es mit dem „starken“ Gefühl vergleichen, dass entsteht, ist verbindende Versöhnung wirksam. In dem Wort steckt ja der Wortstamm SOHN und im Prinzip auch die Aussage der Ver-SÖHNUNG. Wollte Sühne und Krönung darin gesehen werden…

    Es könnte insoweit gesagt werden, nur im Nicht-Angriffs-Modus ist es dem Heiligen Geist möglich, beide Seiten der Medaille in ihrer Gesamtheit auf ihre kausalen Denkfehler, Interpretationen und Fehlwahrnehmungen zurückzuführen. Es braucht immer zwei, die Fehler machen. Und es braucht den Heiligen Geist als den Dritten im Bunde, beide Geister zu berichtigen. Was die geistige Welt jedoch nicht benötigt, ist die Schwächung durch Angriffe auf genau diese geistige Welt im jeweiligen Gegenüber durch dessen Abwertung in der BE-Urteil-ung. Dazu müssten wir nämlich schon wissen, wozu es einmal dienen wird. Es nicht zu wissen und doch schon zu beurteilen, ist eine Abwehr des Egos gegen die Wahrheit. Sie ist dadurch nicht „weg“ oder „verändert“, sie wollte einfach nicht mehr „gesehen“ werden…

    Es sind oft die Dinge, die wir tun, obwohl wir wissen, dass sie auch uns nicht guttun – und für die wir uns - entgegen der leisen Stimme des Heiligen Geistes hinter dem Angriffswunsch – oftmals doch entscheiden. Spannungen und Zielkonflikte gehen mit dieser „Entzweiung“ vom „Gewissen“ einher, wie die Funktion des Heiligen Geistes auch erfasst werden könnte. Wobei immer dort, wo zwei in Christus Namen sprechen, denken oder fühlen, der Heilige Geist gleichzeitig der Dritte im Bunde ist. Die Schnittstelle zwischen Zeitlosigkeit und Zeit wahrnehmen zu können, setzt einen winzigen Moment der „Waffenruhe“ voraus, in dem die Einheit allen Seins wirksam werden kann, die Ursache wirklichen Friedens.

    Im Angriffsmodus ist er zwar weiterhin inwendig, nur ist halt die Stimme des Egos noch nicht ruhig und so erwächst die Funktion des Gewissens auch aus unseren fünf wachen und unverzerrten „Sinnesleitungen“. Lassen wir alle Sinneskanäle und Seinsebenen durch den Heiligen Geist „übersetzen“, dient alle Wahrnehmung letztlich nur der Rückerinnerung unserer Seele an Gott.

    Wie viele Körper ich bis dahin „benötige“, ist für Gott nicht das Wichtigste. Unsere Seelen sind von Gott, die Körper dienen als Lerneinrichtung, dies wiederzuerkennen. Warum jedoch die Zeit bis dahin nicht unnötig lange währen sollte, ist eine Frage, die im Kurs eine Antwort findet. Es ist unnötig, den Heiligen Augenblick sinnlos aufhalten zu wollen, der damit einhergeht, den Angriff auf unsere göttlichen Gegenüber einzustellen. Einzustellen, indem wir sie nicht als im Körper gefangene Seelen betrachten, sondern als freie Geister. Freie Geister, über deren Rückweg „ich“ mir kein Urteil erlauben sollte. Zumindest, solange „ich“ dadurch davon ablenke, selbst noch nicht „angekommen“ zu sein.

    Was auch immer uns antreibt, es ist immer dieses „Ankommen“ was als Sehnsucht zu Angriff umschlägt und so verhindert, was wirklich gesucht wird: FRIEDEN.

    Frieden ist die Abwesenheit von Angriff in unserem Geist. Vor allem ist es wichtig, die Totalität des Friedens zu erkennen, die im Angriff fragmentiert wird. Doch Angriff nicht mehr mit einem Nutzen zu verbinden, gelingt, wird die Erfahrung der Heiligen Momente verankert, wie es sich „anfühlt“, NICHT anzugreifen – obwohl das Ego an diesen Impuls erinnert: ANGRIFF IST DIE BESTE VERTEIDIGUNG.

    Nee, es ist der größte Blödsinn überhaupt. Wir schwächen uns damit allesamt und insgesamt, was zu Krankheit, Alter, Leiden und Tod führen muss. Diese verwendet das Ego dann, um scheinbar damit „zu beweisen“, dass Gott unerreichbar fern und außerhalb unserer Reichweite liegt. Damit diese Beweisführung eine „Scheinbare“ bleibt, wurde der Heilige Geist als Schnittstelle zwischen Zeit (= Wahrnehmung) und Ewigkeit (= Erkenntnis) ins Leben gerufen. So sehe ich den Heiligen Geist auch als den „Bewahrer der Stimme des Gewissens“. Die Stimme, die für Gottes Frieden eintritt, macht unser Eintreten in die geistige Welt möglich. Einzig das Ego möchte offene Türen eintreten…

    So macht das Ego die Zeit, die es zur Abwehr der Wahrheit verwendet…

    Ohne zu analysieren, was uns Sorgen oder Ängste „einträgt“, ist den wechselseitigen Angriffsritualen kaum dauerhaft wirkungsvoll zu entrinnen. Keinen Nutzen mehr in Angriffsgedanken zu erblicken, kann daher als wesentlicher Schritt auf die Wahrheit hin angesehen werden. Wie könnten wir unsere innere Heiligkeit erkennen, werfen wir ständig im Glashaus mit den Steinen des Anstoßes? Ohne die Balkenlagen in uns noch zu sehen, auf denen das Ego-Denksystem gründet: Angriff ist Verteidigung.

    Wie sehr hier Ursache und Wirkung vertauscht werden und wie töricht dies dann erscheint, kann im Angriffsmodus leider nicht wahrgenommen werden. Jedoch alles nur temporäre Vergänglichkeiten und deren Verlaufsformen in der Zeit. Alles Formen unseres Zustandes des „Sich-Verlaufen-Habens“. „Angriff sein“ kann nicht zu Frieden führen, diese offensichtliche „Doppelanbindung“ des Egos teilt Frieden selektiv auf. Denn, wenn unser Frieden den Krieg für unsere Mitwelt beinhaltet, wie könnten wir dann Frieden um uns herum erblicken?

    Anzugreifen - um Frieden zu erwarten – ist ein wertloses Konzept. Der Heilige Augenblick macht uns unsere vorhandene innere Unverletzlichkeit deutlich, die als Fähigkeit in der Aufgabe des Nutzens von Verletzungswünschen erarbeitet wird. Wie könnte Gott in der Form von Krieg über sein Wesen der Liebe hinwegtäuschen wollen? Die Liebe kann nicht das Gewand der Rache tragen, denn der selektive Entzug von Liebe ist immer schon eine Form des Angriffs. Der eigentliche Angriff des Egos auf Gott ist die Lieblosigkeit, die zum Tragen kommt, greifen wir andere im Außen an um innere Sorgen, Unfrieden und Ängste damit zu überdecken. Was kann mir als Geist jedoch geschehen? Ich bin kein Körper, bin weder meine Gefühle noch meine Gedanken, ich bin im Reinen Geist verwurzelt. Auch die frischesten Blätter werden immer auch von den ältesten Wurzeln „versorgt“. Diese im Angriff zu kappen, ist unsere eigene Scheidung. Die Ent-Scheidung – also die Aufhebung der Trennung einer früheren EHE - ist in der Stimme für den Frieden zu finden.

    Was in der Bibel mit dem „Ehebruch“ der Seele symbolisch zum Ausdruck kommt. Einzig aufgrund inneren Unfriedens wurde daraus eine auf den Körper bezogene Betrachtung des urteilenden Egos. Im Angriffsmodus gehen wir sozusagen „fremd“ mit dem Ego. Ob dies wirklich die beste Verteidigung für unsere Seele darstellt?

    In jedem Moment, in dem uns Angriffsimpulse in die (einzige) Versuchung führen, Gott im Gegenüber anzugreifen, kann dieser Leitgedanke - hilfreich und heilend wirkend – angewendet werden. Gestern benötigte ich ihn ziemlich häufig. Nach vielen Wiederholungen wirkte er wirklich…

    Natürlich ist es anmaßend vom Ego, zu glauben, Gott im Gegenüber verletzen zu können. Darin liegt gleichfalls unsere Unverletzlichkeit – will dies gesehen werden.

    Die heutige Übung ist nicht wirklich leicht. Aber die Anwendung und "mentale Einnahme dieses heilenden Gedankens" macht uns unsere vorhandene Unverletzlichkeit deutlich. Nachdem das Ego das „Jammern“ einstellt und Selbstmitleid als Egomitleid erkannt wird... Nur unsere eigenen Gedanken können uns schwächen!


    Quelle: Ein Kurs in Wundern Greuthof Verlag 2010

    (1) Übungsbuch Seite 40
    (2) Ebd.
    IP

  13. #263

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 27 (für den 27.1.17)


    „Vor allem will ich sehen.“ (1)

    https://www.youtube.com/watch?v=c3CwuXYxATY

    Die Frage, was „gesehen“ oder „gehört“ werden kann, verdeutlicht die Entstehungsgeschichte des Kurses:

    https://www.youtube.com/watch?v=CZN5e1w1M1Q#t=229.024

    Wie schwierig es für eine Naturwissenschaftlerin war, den Kurs anzunehmen, verdeutlicht auch, wie sich ein Prozess vollzieht, in dem das Denken des Kurses entstand. Warum etwas entstand, ist für das Vertrauen notwendig, das benötigt wird, „dem Kaiser neue Kleider anzulegen“. (Teil 2)

    Teil 3 erläutert das, was mit der Schau, die niemanden etwas kostet, einhergeht – die Berichtigung durch Vergebung. Ein Gesang, der weder mit einem Ort, noch mit einem Menschen verbunden wird…
    Nichts Wirkliches kann bedroht werden, nichts Unwirkliches existiert.

    Staunen und Akzeptanz führten Helen Schucman in die Aufgabe der Verweigerung der inneren Stimme gegenüber. Sie weigerte sich vehement, die Gedanken als wahr wahrzunehmen, die ihr im Geist erschienen. Doch die Schönheit der Sprache, die Tiefe der Gedanken und all die Dimensionen beeindruckten beide „Wissenschaftler“ zutiefst. Worte, die eher einem Gesang gleichen, überzeugten schließlich auch den „Verstand“.

    In der heutigen Übung wird der Nutzen häufiger Wiederholungen betont. Aufgrund der Kirchturmuhr werde ich jede halbe Stunde erinnert an die Reise zurück erinnert: „Wir wohnen in der Ewigkeit.“
    Über sieben Jahre hinweg entstand der Kurs. Da erscheint das eine Jahr, in dem wir durch die Leitgedanken bestimmte Neuropeptide „verschalten“, nicht so lange.

    Was insgesamt beim Denken „verschaltet“ wird, ist Wirklichkeit. Warum, erklärt dieses Video:

    https://www.youtube.com/watch?v=lVhFhR_lSdw

    Ebenso die Wichtigkeit der möglichst häufigen Anwendung der Leitgedanken. Irgendwann produziert nämlich das Gehirn DIESES Neuropeptid nicht mehr – eigene Erfahrung. Daher trainieren wir den Willen und öffnen damit den „Kanal“.

    Was an der bisherigen Psychologie – ohne Seele - zu verbessern sein könnte, also „Phase“ (nicht Phrase) ist, verdeutlicht auch dieser Vortrag von Dr. Ulrich Warnke:

    https://www.youtube.com/watch?v=DTI0OePtg4o

    Aus dem Meer der Möglichkeiten wird die Raum-Zeit-Konstruktion der Schau „verschaltet“, indem der Gedanke gedacht wird:

    „Vor allem, will ich sehen. Die Schau kostet niemanden etwas. Sie kann nur segnen.“ (2)

    Dabei werden „Bindungsbrücken extrahiert“, die es erlauben, Information zu vermitteln. Gedanken konsequent anzuwenden, erfordert Willen. Das ist eine Fähigkeit, die eigene Praxis einfordert:

    „Die eigentliche Frage lautet: Wie oft wirst du dich daran erinnern? Wie sehr willst du, dass der heutige Gedanke wahr ist? Beantworte nur eine dieser Fragen, und du hast die andere beantwortet. Du wirst wahrscheinlich mehrere und möglicherweise recht zahlreiche Anwendungen versäumen. Sei deswegen nicht bekümmert, sondern versucht, deinen Zeitplan von da an einzuhalten. Wenn du nur einmal im Laufe des Tages das Gefühl hast, vollkommen aufrichtig gewesen zu sein, während du den heutigen Leitgedanken wiederholst, kannst du sicher sein, dass du dir viele Jahre der Mühe erspart hast.“ (3)

    Richtiges Denken ist daher so etwas wie eine Spardose. Wir ersparen uns unnötige Zeit beim Denken richtiger und wahrer Gedanken. Wahr sind sie, wenn das Herz sie nämlich gleichlautend formuliert…
    Die Stimme des Herzens muss mit einem Gedanken über-ein-stimmen. Sonst ist Denken „energielos“. Jeder wahre Gedanke muss Freude und Liebe beinhalten, ansonsten ist selbiger nicht wahr. Liebe kann nur segnen. Daher kann die Schau nur segnen…

    Ehrlicher Weise bleibt dieser Hinweis:

    Der heutige Leitgedanke bedarf zum größtmöglichen Nutzen vieler Wiederholungen. Er sollte mindestens jede halbe Stunde, wenn möglich öfter angewendet werden. Du könntest es alle fünfzehn oder zwanzig Minuten versuchen. Es wird empfohlen, sobald du aufwachst oder kurz danach, ein bestimmtes Zeitintervall für die Anwendung des Gedankens festzusetzen und zu versuchen, dich den ganzen Tag über daran zu halten. Es wird nicht schwierig sein, das zu tun, selbst wenn du dich an einer Unterhaltung beteiligt oder zu der Zeit anderweitig beschäftigt bist. Du kannst trotzdem einen kurzen Satz still für dich wiederholen, ohne irgendetwas zu stören.“ (4)

    Es lassen sich jedoch zuweilen beobachtbare Resonanzen damit verbinden und aktuelle Situationen durch den Heiligen Geist „verschalten…“

    Nichts anderes tun wir täglich.

    Wollen wir DAS wirklich sehen und uns DARAN ER-IN-ERN?

    Wie oft werden wir den Willen dazu aufbringen?

    Um morgen früh diesen Gedanken anwenden zu können, musste dieses natürlich schon heute gesagt werden. Ist daher die 27. Lektion für den 27. Januar oder den 27. Tag des Kurses. Es ist natürlich fast unmöglich, diesen Gedanken „über Nacht“ zu vergessen… Wir lernen auch in unseren Träumen…


    Quelle: Ein Kurs in Wundern Greuthof Verlag 2010

    (1) Übungsbuch Seite 42
    (2) Ebd.
    (3) Ebd.
    (4) Ebd.
    IP

  14. #264

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Als kurzer Einschub über das Ego in den verbundenen Dimension des Seins:

    Geistesfrieden und das Ego

    Wenn mich der Kurs von etwas überzeugen konnte, dann von der Wirkungsweise des Egos. Selbst die Rechtschreibkorrektur fordert immer ein Genitiv s, wenn nicht gar zwei, sobald es um das Ego geht. Als ich noch geneigt war, meine Mitwelt über Urteile zu fragmentieren, bemerkte ich nicht, was als „Definitionsverlust“ dabei abhandenkommt:

    „Obschon du die Sohnschaft nur als eines lieben kannst, kannst du sie als fragmentiert wahrnehmen. Es ist jedoch unmöglich, etwas in einem ihrer Teile zu sehen, was du ihr nicht als ganzer zu schreibst. Das ist der Grund, weshalb Angriff nie vereinzelt ist und völlig aufgegeben werden muss. Wird er nicht völlig aufgegeben, so wird er überhaupt nicht aufgegeben. Angst und Liebe machen oder erschaffen, je nachdem ob das Ego oder der Heilige Geist sie erzeugt oder inspiriert, aber sie werden zum Geist des Denkenden zurückkehren und seine ganze Wahrnehmung beeinflussen. Das schließt seine Vorstellung von GOTT, von dessen Schöpfungen und von seinen eigenen ein. Er wird keine DAVON würdigen, wenn er sie mit Angst betrachtet. Er wird SIE alle würdigen, wenn er SIE mit Liebe betrachtet.

    Der Geist, der Angriff akzeptiert, kann nicht lieben. Er glaubt nämlich, dass er die Liebe zerstören kann und versteht daher nicht, was Liebe ist. Wenn er nicht versteht, was Liebe ist, kann er sich selbst nicht als liebend wahrnehmen. Dadurch geht das Gewahrsein des Seins verloren, werden Gefühle der Unwirklichkeit hervorgerufen, und völlige Verwirrung ist die Folge. Dein Denken hat das aufgrund seiner Macht getan, aber dein Denken kann dich auch daraus erlösen, weil seine Macht nicht dein Werl ist. Deine Fähigkeit, dein Denken so zu lenken, wie du willst, ist Teil seiner Macht. Wenn du nicht glaubst, dass du dies tun kannst, verleugnest du die Macht deines Denkens und machst es so in deiner Überzeugung machtlos.

    Die Raffiniertheit des Egos hinsichtlich seiner Selbsterhaltung ist enorm, stammt aber aus ebender Macht des Geistes, die das Ego verleugnet. Das bedeutet, dass das Ego das angreift, wodurch es erhalten wird, was extreme Angst zur Folge haben muss. Deshalb merkt das Ego nie, was es tut. Es ist vollkommen logisch, aber eindeutig wahnsinnig. Das Ego schöpft, um zu existieren, aus der einen Quelle, die seiner Existenz gänzlich feindlich gesinnt ist. Aus Angst, die Macht dieser Quelle wahrzunehmen, ist es gezwungen, sie herabzusetzen.“ (1)

    Daher finde ich die Logik des Kurses so anziehend. Ja, wir sind wohl bei der fehlenden Einlasskontrolle bestimmter Gedankengänge zu nachlässig gewesen. Beginnen wir, die Einlasskontrolle von Überzeugungen in den Machtbereich unseres Denkens zurückzuholen, sieht das Ego – völlig logisch – seine Existenz bedroht. Es nutzte ja die Macht des Geistes, die uns gehört. In seiner logischen, doch wahnsinnigen Denkweise übergeht es das Dilemma, die Macht Gottes nicht sehen zu dürfen, dadurch, dass es die Bedrohung auf uns projiziert.

    Betrachten wir uns und die Welt, ist offensichtlich, dass die „Bedrohung“ von uns nun im Außen angesiedelt wird, was uns zu „Verbündeten des Egos“ macht, wenn wir dieser Projektion folgen. So ist nämlich ganz sicher gewährleistet, dass uns die eigene Sicherheit als Geist niemals bewusst wird. Klar, als „Ego-Körper-Geist“ haben wir uns Feinde in Massen geschaffen, doch diesen Angriff als Argument für den Lehrsatz des Egos zu akzeptieren, der da lautet: „Angriff ist die beste Verteidigung“, lässt uns dem Ego auf den Leim gehen.
    Wir können die Sohnschaft nur als Gesamtheit erkennen, denn Erkenntnis ist total. Selektive Erkenntnis ist ein bedeutungsloses Konzept und daher nimmt das Ego nicht angemessen wahr. Es darf nicht an Totalität glauben, dass es würde die Macht in die Hände der Sohnschaft zurücklegen, die es doch die ganze Zeit seiner Existenz verurteilt hat.

    Und wir können die Göttlichkeit nicht in einem Menschen sehen und diese „Macht“ anderen selektiv vorenthalten. Hier sind wir bei dem, was ich so häufig als „Kindersicherung unseres liebenden Vaters“ in Worte zu fassen gesucht habe:

    Die „Macht“ unseres Vaters anzuwenden, gelingt nur als Ganzheit.

    Die „Macht“, die wir dem Ego nun in der Welt „zuschreiben“, ist eine Täuschung. Ein Ablenkungsmanöver davon, die Macht des Geistes zu verkehren, die von GOTT für SEINE Kinder als GESAMTHEIT vorgesehen ward, doch niemals für ein Teil. Noch weniger, für einen Teil, der sich als „besonders“ empfindet und damit graduelle Lebensrechte all der von Ego verurteilten definiert.

    Was wir im Gegenüber „weg-verurteilen“, ist somit auch für uns verloren. Es ist doch klar, dass sich ein Ego-Führer bei genauerem Hinsehen, nach sehr kurzer Zeit von allen Seiten „bedroht“ sehen wird. Es hat ja ALLE angegriffen, die nicht waren, wie es selbst. Und das kollektive Ego hat es damit geschafft, den andauernden Angriff auf alle anderen im Ergebnis nun noch als „Selbstverteidigung“ erscheinen zu lassen.

    Wobei wir das geistige Selbst sind und das Ego uns dazu gebracht hat, uns mit ihm zu identifizieren. Die Ego-Partition, die wir in unserem Geist eingerichtet haben, ist seiner Denkweise treu und zeugt, woraus es gezeugt wurde: Im Irrtum des Angriffs aus Angst geboren, zeugt es Irrtümer und Angst. Durch Angst produziert und projiziert, reproduziert es sich durch die Vermehrung der Angst.

    In Bezug auf die Frage, ob teilweise „richtige“ Konzepte Schlüssigkeit vermitteln können, wird dies an der Liebe deutlicher. Es ist nicht möglich, teilweise liebevoll zu sein. Ein Ego-Führer kann nicht einen Teil seines Volkes lieben und einen anderen Teil hassen. Ein Entzug von Liebe kann nicht liebevoll sein. Liebe erschafft nicht durch Angst, Gott ist Liebe und seine Schöpfung darin ebenbildlich. Der „Verrat des Egos an der Liebe Gottes“ wird in dieser Textstelle deutlicher:

    „Durch Angst produziert, reproduziert das Ego Angst. Dem ist es treu, und diese Treue macht es zu einem Verräter an der Liebe, weil du Liebe bist. Liebe ist deine Macht, was das Ego verleugnen muss. Es muss auch alles verleugnen, was diese Macht dir gibt, weil sie dir alles gibt. Niemand, der alles hat, will das Ego. So will denn sein eigener Macher es nicht. Zurückweisung ist daher die einzige Entscheidung, der das Ego überhaupt begegnen könnte, wenn der Geist, des es gemacht hat, sich erkennen würde. Und wenn er irgendeinen Teil der Sohnschaft wiedererkennen würde, würde er sich selbst wiedererkennen.“ (2)

    Um Leitgedanken wie „Vor allem will ich die Dinge anders sehen“ mit „Herzensüberzeugung“ zu verbinden, ist entweder Vertrauen oder Verstehen notwendig. Verstehen, wie das Ego funktioniert, ist die Aufhebung des unbewussten Dämmerschlafes, in den das Ego uns seither versetzt. Seither meint, seit wir es in unserem Geist mit einer Wirkung versehen, die relativ ist:

    Es usurpiert die Macht des Geistes, der allen seinen Kindern alles mit auf die Reise gab. Hierzu benutzte ich häufig das Wort „Ewigkeitswerte“ und dies ist zu verstehen:

    Unser Vater gab uns, was ewig währt. Sie werden nicht weniger, wenn wir sie in anderen sehen. Sie werden nur weniger, wenn wir sie in anderen nicht sehen. Dann entschwinden sie nämlich dümmlicher Weise auch aus unserem Gewahrsein, weil wir sie anderen „wegdefiniert“ haben. Aus der Angst heraus, im GEGENÜBER die GÖTTLICHKEIT zu erfahren, die das Ego doch Zeit seiner illusionären Existenz verleugnen musste, seine Angst vor Gott auf uns zu projizieren.

    Daher gilt der Lehrsatz des Heiligen Geistes: „Lehre nur Liebe, weil du nur Liebe bist.“ (3)

    Wenn viele Menschen die Lehre unseres älteren Bruders Jesus Christus nicht annehmen können, dann auch, weil es noch nicht verstanden werden konnte. Es brauchte etwas Zeit, den Sauerteig für neue Brote und den Fisch für ein neues Abendmahl in uns wirksam werden zu lassen. Aus der Lehre der Liebe wurde eine Geschichte des Verrates durch Judas. Hier ist eine Textstelle, die über das „Machen“ des Egos Aufschluss geben könnte, das uns Angst vor Gott empfinden lässt:

    „Wenn du die Lehren der Apostel liest, denke daran, dass ich selbst ihnen sagte, sie würden vieles später verstehen, weil sie zu der Zeit noch nicht voll und ganz bereit waren, mir nachzufolgen. Ich will nicht, dass du der Angst Einlass in dein Denksystem gewährst, zu dem ich dich hinführe. Ich suche nicht nach Märtyrern, sondern nach Lehrern. Niemand wird für Sünden bestraft, und die SÖHNE GOTTES sind keine Sünder. Jedes Konzept von Strafe beinhaltet die Projektion von Schuldzuweisung und verstärkt den Gedanken, dass Schuldzuweisungen gerechtfertigt sind. Die Folge ist eine Lektion in Schuldzuweisung, denn jedes Verhalten lehrt die Überzeugungen, die es motivieren. Die Kreuzigung war die Folge des „Konflikts“ zwischen dem Ego und dem SOHN GOTTES. Dieser Konflikt erscheint jetzt genauso wirklich, und seine Lektionen müssen jetzt genauso wie damals gelernt werden.“ (4)

    Diese unabwendbare Logik und Schlüssigkeit ist es, die am Ende dazu führt, die Eigenverantwortung bei der Auswahl von Gedanken zu übernehmen: Wir verstärken entweder das Ego-Denksystem oder wir stärken die Anwesenheit des Heiligen Geistes, der die Illusion von getrennten Gedanken berichtigt.

    Dass wir die Macht dazu besitzen, unseren Geist zu strukturieren, lernen wir in den Lektionen anzunehmen. Jedem wird dies bei ehrlicher und offener „Einnahme der heilsamen Gedankengänge“ als Gefühl im Herzen aufgezeigt werden. Das ist die Aufgabe des Heiligen Geistes, nicht unsere. Wir haben einzig die Funktion, der gesamten Sohnschaft zu vergeben. Nicht in Teilen, sondern, um uns selbst ganz an und wahrzunehmen, als GESAMTHEIT verbundener Gedanken Gottes.

    „Die Macht der SÖHNE GOTTES ist ständig gegenwärtig, weil sie als Schöpfer erschaffen wurden. Ihr Einfluss aufeinander ist grenzenlos und muss für ihre gemeinsame Erlösung genutzt werden. Jeder muss lernen zu lehren, dass jede Form der Zurückweisung bedeutungslos ist. Die Trennung ist die Idee der Zurückweisung. Solange du dies lehrst, wirst du es glauben. GOTT denkt nicht so, und du musst denken, wie ER denkt, wenn du IHN wieder erkennen willst.“ (5)

    Das war gemeint, als von der Ebenenverwechslung gesprochen wurde: Wir betrachten jede Ebene der verbundenen Schöpfung aus Sicht des Egos, dass die Macht dieser Ebenen versucht, zu usurpieren und als Narr auf den Thron des Königs steigt. Dass sich der Narr dort nicht lange „sicher“ wähnt, ist die Ursache des angstgetriebenen Ego-Verhaltens in der Welt.

    Tu genau dies heißt hier: Gewähre der Angst kein Fundament in deinem Denksystem. Alles was auf diesen „Balkenlagen im eigenen Auge“ aufbaut, ist als grundlegender Fehler und „Baumangel“ nicht mehr erkennbar und wird somit als Holzsplitter „mikrogranulatisiert“ in alle anderen Augen gestochen. Angst ist immer ein Ausdruck des Denksystems des Egos.

    So wird der Einlasskontrolle von Gedanken Rechnung getragen: Kein Gedanke, der von Gott kommt, ist jemals ohne Freude oder ohne Liebe. Kein Gedanke, der Freudlosigkeit oder Hass bewirkt, kann daher von Gott sein. Wenn wir als Gottes Gedanken „in die Angst“ gehen, verleugnen wir unsere schöpferischen Wirkungen, da wir – wie das Ego es will – seine Quelle verleugnen. Womit wir natürlich uns selbst verleugnen, was keine angemessene Form von Wahrnehmung erzeugen kann.

    Wir glauben damit im logischen Schluss des wahnsinnigen Egos, nicht zu sein, was wir sind.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Textbuch Seite 123
    (2) Textbuch Seite 124
    (3) Textbuch Seite 94
    (4) Textbuch Seite 95
    IP

  15. #265

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 28

    „Vor allem will ich die Dinge anders sehen.“ (1)

    https://www.youtube.com/watch?v=Aqu0uUjm7QI

    Sich an die Antworten zu erinnern, die der Heilige Geist uns allen gibt, ist hier nachzuempfinden. Die einzige je gestellte Frage, die aus Wissen wieder einen Glauben machen konnte, wird hier erklärt:

    https://www.youtube.com/watch?v=QtMUxzpLQM4

    „Das Ego kann nichts erkennen.“ … „Jeder hat jetzt die Antwort“ … „Es glaubt, die beste Verteidigung sei Angriff“ … „Es wendet sich an den Körper als Verbündeten“ … „Bündnis, dass auf Trennung beruht“ … „Verschwörung gegen den Geist“ … „seltsamste Wahrnehmung überhaupt“ … „nichts von deinem Traum wird übrigbleiben“ … „vollkommene Gewissheit“ … „da die erste Frage nie gestellt wurde“ … „einzig das Sein“

    Daher ist es nicht wirklich abwegig, die Dinge einmal „anders“ betrachten zu wollen. Wir haben uns schließlich in eine unmögliche Situation gebracht, also mussten wir angenommen haben, dass das Unmögliche möglich war. Wir sind kein Sklave, sondern in der Situation, dass Gott uns nicht als Unvollkommen ansieht. Gott will uns nicht dadurch beleidigen, uns unsere Vollkommenheit aufzuzeigen. Es hieße, dass wir unvollkommen seien und daher hilflos sind. Daher lehrt Gott auch nicht, er hat uns doch vollkommen erschaffen, was außer Erinnerung wäre daher nötig?

    Ebenso kann das Ego Gott niemals „beleidigen“. So würde die „Haltung“, „Rache von Gott zu erwarten, doch eher zum Ego passen und von diesem „erwartet“ werden. „Die Trennung war kein Verlust der Vollkommenheit, sondern nur ein Verlust der Kommunikation“.

    Wir können daher - im Licht wieder aufgenommener Kommunikation - alle Dinge neu und anders sehen, wenn wir den früheren Verlust der Bedeutung von Kommunikation ausgleichen. Drei Grundsätze kennzeichnen die Lektionen der Liebe, die der Heilige Geist lehrt:

    1. Damit du hast, gib allen alles.
    2. Damit du Frieden hast, lehre Frieden, um ihn zu lernen.
    3. Setze deine Wachsamkeit nur für Gott und sein Reich ein.

    Unter Punkt 1 versteht das Ego Verlust, da es materielle Werte betrachtet. Als Idee einer beliebigen Situation betrachtet, könne Frieden, Liebe und Freude unabhängig vom „Körper-Verlust-Gedanken“ geteilt und gemehrt werden, sich also ausdehnen, ohne ihre Quelle zu verlassen. Einen Körper können wir jedoch niemals „teilen“, um „irgendetwas“ dadurch zu mehren. Zumeist ist der Wunsch, einen bestimmten Körper „zu erobern“ etwas, was niemals „geteilt“ mehr werden könnte, sondern die Liebe, die Freude und der Frieden geht verloren. Dinge können zwar geteilt besser genutzt werden, doch jeweils kann auch nur ein Fahrer ein geteiltes Auto bewegen. Die Idee des Friedens, der Liebe und der Heilung durch Heiligung kann durchaus mehr werden, wenn sie geteilt wird.

    Als Idee eines Tisches sehe ich beispielsweise die physischen Gegebenheiten, dass gebundene und freie Wassermoleküle darin wirksam sind und erkenne darin unterschiedliche Freiheitsgrade des Wassers. Schwindet das „gebundene Wasser“, zerfällt der Tisch dadurch zu Staub. Was mir mal mein Basslehrer und gleichfalls Tischlermeister auf die Frage antwortete, warum die Atome des Tisches gerade jetzt diese Form und Konfiguration annehmen. Kommt der Umstand hinzu, ohnehin nur 99,999999999% leeres Vakuum zu betrachten, schwindet die Vorstellung der „festen Materie“ ohnehin zu einem „Beobachtereffekt“ des Bewusstseins beim „Verschalten von Spins“ in Elektronen.

    Eine Pflanze mit „anderen Augen zu betrachten“, ist eine Übung, an die mit Achtung und Respekt herangegangen werden sollte. Man „fragt“ vorher, ob es „gestattet“ ist, sich gedanklich mit ihr zu „verbinden“. Bei meiner ersten Übung dieser Art wollte sie natürlich Wasser von mir bekommen. Meine Lehrerin lachte nur und meinte: „Ja, das wollen sie alle“. Bei Pflanzen kann ich „ihr inneres Leuchten“ erfühlen, bei Tieren gelingt es mir zuweilen, mit der Seele in Verbindung zu treten. Und sogar der Tisch trägt eine Erinnerungsspur mit sich.

    Nehmen wir an, wir erinnern uns an den Ort und das Haus, an dem wir die Kindheit zugebracht haben, und „durchschreiten“ unseren „Speicher“ im Oberstübchen nach dem, was wir dort aufbewahren. Als ich letztens mal nach dem „besten Witz“, der mir jemals gelungen ist, „geforscht“ hatte und der damit „das größte Lachen“ verursacht hatte, verstand ich erst, warum sich niemand mehr ansehen konnte, ohne erneut Bauchschmerzen vor Lachen zu bekommen. Gehe ich gedanklich „in den Vorgarten“ voller Blumen und Schönheit, Wohlgeruch und Leben zurück, dann ist es völlig bedeutungslos, ob dieser Garten physisch überhaupt noch existiert – das Gefühl ist JETZT und weder von Raum noch von Zeit abhängig. Im Speicher mal den Moment der größten Freude aufzusuchen, ist ebenfalls eine Gedankenübung, die diesen Umstand erkennbar werden lässt: Es ist der Wille, Freude zu sehen, der – als Impuls - Freude fühlbar werden lässt. Freude, die in Raum und Zeit lange nicht mehr in der Form vorhanden sein müssen. Auch die Dinge sind „Erinnerungen“ an das, was uns die Dinge einst „gesagt“ haben und an ERFAHRUNGEN als Bedeutung geknüpft.

    Nur bei Menschen habe ich bisher eher selten die selektive „Abschirmung“ gegen das unbestreitbar noch vorhandene Ego im Gegenüber aufgegeben. Eigentlich aus Ablehnung gegenüber dem Ego, an dem ich selten „ungerührt vorbeiblicken“ konnte, ohne es gleichzeitig damit „anzugreifen“. Da es damit abgelehnt wird, wird es „fuchsteufelswild“ und gibt sein Rumpelstilzchen zum Besten. Einzig die Vorstellung eines göttlichen Funkens - unter all den Trümmern des unverstandenen Eigennutzes in seinen historisch kumulierten Folgewirkungen - lassen den Gedanken sinnhaft erscheinen, dass wir allen alles geben sollten. Um selbst zu haben, was wir dann DARUM WIEDER sind. Das könnte wohlverstandener Eigennutz genannt werden. Es nutzt uns nur, was wir allen geben.

    Es ist daher nur gut fürs Ego, das niemand heut gar mehr weiß, warum das Rumpelstilzchens seinen Namen niemals gibt uns offen preis…

    In diesem Kapitel sind die Lektionen der Liebe im Original nachzuvollziehen:

    https://www.youtube.com/watch?v=gfqwJZV2dxQ

    „Meine Kinder schlafen und müssen geweckt werden.“… „Wir sagen nicht, die Alpträume seien wirklich“ „Ein weiser Lehrer lehrt durch Annäherung, nicht durch Vermeidung“ … „Tu nur das“ …

    Wer könnte Konflikt lehren, um Frieden darin zu finden? Wir können unser ganzes SEIN noch nicht wirklich „fassen“ und unterlassen die nötige Entscheidung, die Dinge „anders“, also „neu“ und offen zu sehen.

    Alles kann zu einer Lerneinrichtung „übersetzt“ werden. Jedes Wunder zeigt auf, dass der Geist stärker ist, als die „gemachte Bilderwelten“ des Egos. Richtige Wahrnehmung sieht das Wunder als Äußerung der Liebe und Liebe ist immer maximal. Daher ist jeder liebevolle Gedanke immer maximal wirksam und Liebe dehnt sich dadurch aus – was mit der schöpferischen Verwendung des Geistes ausgedrückt wird.

    Getrennte Körper können nicht erkennen, was die Kommunion des Heiligen Geistes bewirken könnte, so die geistige Offenheit dafür aufgebracht wird. Wir können nicht erkennen, wozu verbundene Gedanken und Geister in der Lage wären, solange wir am „Getrenntsein“ festhalten.

    Die grundlegende Meinungsverschiedenheit zwischen Ego und dem Heiligen Geist wird hier erläutert:

    https://www.youtube.com/watch?v=viOVApv-PYM

    „Ohne Urteil wahrnehmen, um zu lernen, ohne Urteil zu sein.“

    1. Umkehrung, 2. Identifizierung mit dem Wünschenswerten, 3. Dichotomie in drei führt zur ultimativ unausweichlichen Entscheidung (ab 5:20)

    Teil 2 dieses Kapitels ist ebenso sehr informativ:

    https://www.youtube.com/watch?v=fCU1jxmkOwk

    Chaos und Beständigkeit können nicht lange nebeneinander existieren. Weg zur Erinnerung führt zur wirklichen Integration: Wir sind weiterhin, wie Gott uns schuf. Einzig das Ego will etwas „anderes“ sehen… Ich hab diese drei einfachen Sätze bisher einfach nicht völlig „verdaut“ und daher stießen mir manche Worte wohl auf. Doch jetzt haben sich die Bedeutungen der Worte verändert und selbst das Wort „Sünde“ wird als Irrtum des Egos betrachtet, einem Hilferuf nach Liebe. Heilung ist Einschluss, auch mit dem Inklusionsgedanken verknüpft, der für das Ego eine völlig unannehmbare Vorstellung abbildet…

    1. Haben und Sein sind gleichsetzen. Haben ist Geben, Lehren ist Lernen
    2. Identifikation mit dem Frieden. Friede lehren, dadurch lernen, dann SEIN
    3. Inklusion in das Himmelreich. Zentrum ohne neue Frage, SEINER gewahr SEIN

    Das Ego spricht im Urteilsmodus gegen die Schöpfung. Über den Glauben zum Wissen hinausgehen, heißt, die Übertragung auf die ganze Sohnschaft durch den Heiligen Geist möglich zu machen, indem das Unmögliche für möglich gehalten wird. Aller Wesen göttliche Ganzheit wahrnehmen und lernen, dieses Einssein auch „im Stress“ zu bewahren.

    Gewahrsein der Ganzheit ist das Einzige, was Schutz braucht. Zweifel über das Sein dürfen nicht im Geist wirksam werden… Dabei ist jedoch die Abwehrlosigkeit unser vollkommener Schutz. Dagegen habe ich mich sehr lange „gewehrt“, doch auch dieses ist für mich nachvollziehbar geworden. Jede Abwehr des Egos stärkt es, daher ist Wachsamkeit bei der Einlasskontrolle von Gedanken ein „Zwischenstadium“ auf dem Weg zu Sicherheit durch Gewissheit ohne jeden Zweifel. Erst der Zweifel war´s, der aus Wissen wieder Glauben machte… Einfach eine unbedachte Frage: Wie fühlt sich Schuld an? Auf einer Ebene, wo Gedanken sofort Dinge sind, sollten unbedachte Gedanken im Zaume gehalten werden. Auch daher die häufigen „Impulse“ in der gestrigen Übung. Heute, also eigentlich morgen am 28. Übungstag, wird wieder zu sechs zweiminütigen Übungszeiten zurückkehrt. Eine stündliche Wiederholung wird jedoch angeraten. Was das Ego uns nicht sagt und doch anwendet, sind seine „Verdrehungen und Verzerrungen“ der Schöpfungsgesetze, die jedoch dadurch nicht unwirksam werden:

    Die Gesetze des Geistes:

    https://www.youtube.com/watch?v=_8-n4gvafVo

    Hier wird der Grund ersichtlich, warum die Dinge ganz anders sein könnten, als wir bisher glaubten… Doch wir sehen nicht mehr wirklich hin, wir haben alles lange vom Ego „einsortieren lassen“. Dadurch erst fühlen wir uns machtlos, mutlos, ohne schöpferische Antriebskraft und ohne grundlegende innere Motivation.

    Genau so will uns das Ego sehen!!! Das ist die Ego-Falle und die Körper-Verwechslung geht damit einher, sonst wären wir nicht sein treuer Verbündeter im Kampf gegen unser geteiltes Selbst.

    Daher wird in obigem Video gesagt: „Für Freiheit eintreten, nicht dafür kämpfen…“

    Treten wir nicht vielleicht ohnehin offene Türen ein?

    Die Erfahrungen, die eine Anwendung des heutigen Leitgedankens sinnvoll erscheinen lassen, wurden zumindest zur Verfügung gestellt.

    Vor allem will ich dieses „……………“ anders sehen. Ich hänge dann den gestrigen Gedanken noch dran und füge an: „Die Schau kostet niemanden etwas. Sie kann nur segnen.“

    Alles jedoch relativ unwichtig. Der Lehrer ist in jedes Menschen Geist. Dadurch, dass ich dieses jedoch sozusagen „bezeuge“, bestärke ich die Heiligkeit des Heiligen Geistes. Warum nicht „für uns“ und anstelle unserer Entscheidungen eingegriffen wird, ist Achtung vor unserer vorhandenen Vollkommenheit. Gott hegt dahingehend keine Zweifel, wer und was wir sind.


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Übungsbuch Seiten 43 / 44
    IP

  16. #266

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 29

    „Gott ist in allem, was ich sehe.“ (1)

    https://www.youtube.com/watch?v=02l0dqPuLFU

    Was uns am Wort Gott zuweilen zu „stören“ scheint, ist eine verzerrte Definition, die uns das Ego in seinen Rachephantasien vorspiegelt, um die Liebe zu verbergen, die für das Ego keine wirkliche Bedeutung bekommen darf. Wir haben Bilder „erlernt“, die wir aus der Ego-Partition übernommen haben, damit wir Gott „konsequent übersehen“ und seine „Rache“ fürchten. Zumindest ein Opfer wird verlangt, die Schuld zu tilgen – nehmen wir im EGO-Modus unbewussst an.

    Zum Hinweis von Alexandra bezüglich des Wortes GOTT, möchte ich anmerken, dass der Kurs durchaus beabsichtigt, die Abwehr gegen die vom Ego bewusst verzerrten Begriffe Gott, Sohnschaft, Sühne, Sünde, Erlösung, Vergebung durch eine „andere“ Bedeutung zu ersetzen. Gerade wenn ein Begriff uns „aufstößt“, ist recht sicher davon auszugehen, dass das Ego gerade „Schutz“ in unserem „Unbehagen“ sucht. Dieses erlernte Unbehagen als gegenstandslose Illusion zu empfinden, wird im Kurs offen beabsichtigt. Ist insofern keine Kritik am Video, verdeutlicht hier wiederum nur, wie wir alle immer wieder vom Ego in Denkfehler geführt werden, indem es seine Angst vor Gott auf uns projiziert.

    Nee, vor allem, was Angst auslösen könnte, darf ich niemals Abwehrgedanken hegen. Sonst hat die Angst die „Einlasskontrolle“ schon überschritten. Gott in allem und jedem zu sehen, was ist, ist das wirklich Einzige, was Gott angemessen würdigt. Gott auch in einem Ego-Führer zu sehen, fällt im Projektionswahn des Egos nicht leicht, aber wir machen es uns wirklich zu einfach, all die kollektiven Mechanismen des Egos einzig auf eine Person zu übertragen.

    Daneben wird in dieser Übung die Idee des Teilens eingeführt, wie das Universum es versteht. Der heilige Zweck, dem alles am Ende dient, liegt noch jenseits unseres Wahrnehmungshorizontes. Aus ihrem Heiligen Zweck heraus kann die Schau nur segnen, weil sie uns Gott als ALLES in ALLEM zeigt. Nicht weniger als dieses ist die Liliengabe auf dem Altar für die Wahrheit, in dessen Mitte die Erlösung vom Glauben an das Ego steht. Ersetzen wir das Ego durch die Gedanken, die unser Vater mit uns teilt, sehen wir in aller Seelenruhe haarscharf am Ego vorbei, auf das, was immer heilig blieb. Heiligkeit, die nur durch unser Urteil zu etwas wurde, das uns - als des Egos-Verbündete - schon als bloßes Wort einen Schauer den Rücken hinablaufen lässt. Solange wir uns mit dem Ego verbünden, ist das unsere Wahrnehmung.

    Wenn Gott in allem erkannt wird, ist die „unschuldige Wahrnehmung“ erreicht und Sühne ohne Opfer möglich. Zur Ausdehnung statt der Projektion wäre dieses Kapitel ans Herz zu legen:

    https://www.youtube.com/watch?v=_8-n4gvafVo

    Heute ist in meinen Augen der Wendepunkt in den Lektionen erreicht, ab dem das, was künftig zu sehen gewählt werden wird, am Horizont aufscheint. Bisher ging es mehr um Verlernen dessen, was uns blockiert. Nun kommen die „Gaben des Himmelreiches“ (Kap. 7) in die Reichweite unsere Geistes: Wir können in allem, was wir sehen, Gott erkennen.

    Über Wahrnehmung wurde bisher viel gesagt, über Erkenntnis weniger. Bisher wurde die Wahrnehmung eher berichtigt, also verlernt, was unsere Fehlwahrnehmungen verursachte. Erkenntnis wird mit Gewissheit verbunden und jede Ungewissheit bedeutet insofern naheliegend das Fehlen von Erkenntnis.

    „Erkenntnis ist Macht, weil sie gewiss ist, und Gewissheit ist Stärke. Wahrnehmung ist etwas Vorübergehendes. Als ein Attribut des Glaubens an Raum und Zeit ist sie entweder der Angst oder der Liebe unterworfen. Fehlwahrnehmungen erzeugen Angst, und wahre Wahrnehmungen fördern die Liebe, aber keine von beiden bringt Gewissheit, weil jede Wahrnehmung sich verändert. Deshalb ist sie nicht Erkenntnis. Wahre Wahrnehmung ist die Grundlage für Erkenntnis. Erkennen aber ist die Bejahung der Wahrheit und liegt jenseits aller Wahrnehmungen.

    Alle deine Schwierigkeiten rühren von der Tatsache her, dass du weder dich selber noch deinen Bruder oder GOTT wiedererkennst. Wiedererkennen heißt „wieder erkennen“ – was implizit besagt, dass du einst erkanntest. Du kannst auf viele Arten sehen, weil Wahrnehmung Deutung beinhaltet, und das bedeutet, dass sie weder ganz noch beständig ist. Das Wunder ist eine Art des Wahrnehmens und daher nicht Erkenntnis. Es ist die richtige Antwort auf eine Frage, du fragst aber nicht, wenn du erkennst. Illusionen in Frage stellen ist der erste Schritt zu ihrer Aufhebung. Das Wunder – oder die richtige Antwort – berichtigt sie. Da Wahrnehmungen sich verändern, ist ihre Abhängigkeit von der Zeit offensichtlich. Wie du zu irgendeiner Zeit wahrnimmst, bestimmt das, was du tust, und Handlungen müssen in der Zeit stattfinden. Erkenntnis ist zeitlos, weil Gewissheit nicht hinterfragt werden kann. Wenn du aufgehört hast Fragen zu stellen, dann erkennst du.

    Der fragende Geist nimmt sich selbst innerhalb der Zeit wahr und sucht daher nach künftigen Antworten. Der verschlossene Geist glaubt, die Zukunft und die Gegenwart seien gleich. Das schafft einen scheinbar stabilen Zustand, ist aber gewöhnlich der Versuch, einer darunter verborgenen Angst entgegenzuwirken, die Zukunft werden schlimmer sein als die Gegenwart. Diese Angst hemmt die Neigung, überhaupt Fragen zu stellen.
    Wahre Schau ist die natürliche Wahrnehmung der geistigen Sicht, aber sie ist noch immer eine Berichtigung und keine Tatsache. Die geistige Sicht ist symbolisch und daher keine Einrichtung zur Erkenntnis. Sie ist jedoch ein Mittel der richtigen Wahrnehmung, was sie in die dem Wunder eigene Domäne bringt. Eine „Gottesschau“ wäre ein Wunder und nicht eine Offenbarung. Die Tatsache, dass die Wahrnehmung überhaupt daran beteiligt ist, entfernt eine solche Erfahrung aus dem Reich der Erkenntnis. Das ist der Grund, weshalb Visionen, wie heilig sie auch sein mögen, nicht von Dauer sind.“ (2)

    Was letztlich ebenso bedeutet, dass es unter Umständen verheerend wirken könnte, die Offenbarung unbedingt „nachspielen“ zu wollen, da die Übersetzungen der Symbole nicht allein aus dem Reich der Erkenntnis stammten, sich veränderten und somit nicht von Dauer waren. Es heißt nicht, dass die Bibel Fake-News verbreitet, doch auch die Wahrnehmung der Offenbarung ist in vorgenannten Sinn niemals mit Erkenntnis gleichzusetzen. Daher ist auch kein Urteil gerechtfertigt, dass irgendetwas aus dem Kreis der Göttlichkeit ausschließt – es kann weder mit Erkenntnis noch mit Wahrheit gefüllt werden.

    Da ich nur lernen kann, was ich mit anderen teile, schreibe ich hier über den Kurs. Es ist im Prinzip Eigennutz, aber nur in dem Sinn, dass die Sohnschaft eine ungeteilte Einheit im Geiste unseres Vaters IST, WAR und IMMER SEIN WIRD. Gott ist nur Liebe, Gott war nur Liebe und Gott wird nur Liebe sein.

    Wir haben die Wahl, mit den Augen der Liebe oder den Augen der Verurteilung auf die Welt zu blicken. Die UR-Teil-ung durch das Ur-Teil ist die Aufteilung in Fragmente, die Trennung im symbolischen Sinn: die Abwendung von der Schau Christi, die uns Gott in allem erkennen lässt, was um uns herum „ist“.

    Wenn wir lernen wollen, mit Gott zu denken, um zu lernen, wie Gott durch Liebe zu schaffen, müssen wir die vollkommene Liebe mit IHM teilen und annehmen. Dahin führt uns der Heilige Geist, damit unsere Freude vollkommen ungetrübt ist und das Reich Gottes als totale Gesamtheit in seiner Fülle wahrgenommen werden kann.

    „Ich sagte, dass GOTT den letzten Schritt im Wiedererwachen der Erkenntnis tut. Das ist wahr, aber es ist schwer, das in Worten zu erklären, weil Worte Symbole sind und nichts, was wahr ist, erklärt zu werden braucht. Doch ist es die Aufgabe des Heiligen Geistes, das Nutzlose in Nützliches, das Bedeutungslose in Bedeutsames und das Vorübergehende in Zeitloses zu übersetzen. Er kann dir daher etwas über diesen letzten Schritt sagen.

    Gott tut keine Schritte, weil seine Werke sich nicht schrittweise vollziehen. ER lehrt nicht, weil seine Schöpfungen unveränderbar sind. Er tut nichts als Letztes, weil ER zuerst und für immer erschaffen hat. Man muss verstehen, dass das Wort „zuerst“, wenn es sich auf IHN bezieht, kein zeitliches Konzept ist. ER ist zuerst in dem Sinn, dass ER der Erste in der Heiligen Dreieinigkeit SELBST ist. Er ist der URSCHÖPFER, weil er seine Mitschöpfer erschaffen hat. Weil ER das tat, gilt die Zeit weder für IHN noch für das, was ER erschaffen hat. Der „letzte Schritt“, den Gott tun wird, war daher am Anfang wahr, ist jetzt war und wird immer wahr sein. Was zeitlos ist, ist immer da, weil sein Sein ewig unveränderbar ist. Es ändert sich nicht, wenn es sich mehrt, weil es auf immer dazu erschaffen war, sich zu mehren. Nimmst du es als etwas wahr, was sich nicht mehrt, dann erkennst du nicht, was es ist. Du erkennst auch nicht, WER es erschaffen hat. Gott offenbart dir das nicht, weil es nie verborgen war. SEIN Licht war nie verschleiert, weil es SEIN Wille ist, es zu teilen. Wie kann, was ganz miteinander geteilt wird, vorenthalten und dann offenbart werden?“ (3)

    Die heutige Lektion: „Gott ist in allem, was ich sehe“, ist der erste Schritt auf die Ausdehnung der Liebe in der Schau, die damit die früheren Projektionen - von Urteil, Schuld, Hass, Rache, Sünde und Vergeltung - als das Gegenteil des Himmelreiches offenbaren.

    „Mit dem heutigen Gedanken wird erklärt, warum du allen Sinn und Zweck in allem sehen kannst. Er erklärt, warum nichts getrennt, für sich oder an sich ist. Und er erklärt, weshalb nichts, was du siehst, etwas bedeutet. In der Tat erklärt er jeden Leitgedanken, den wir bisher angewendet haben, und auch alle folgenden. Der heutige Leitgedanke ist die ganze Grundlage für die Schau.“ (4)

    In der morgigen Übung wird der grundlegende Unterschied zwischen „der Schau Christi“ und den „Projektionen des Egos“ noch deutlicher zutage treten. Heute wird wieder eine halbstündliche Wiederholung angeraten. Heute sollte ein Gefühl der Entspannung „eintreten“, wir bekommen langsam etwas Rückenwind von unserer Seele, die erkennt, dass wir erkennen WOLLEN. Vorher erkannte unsere Seele nur, dass das Ego nichts erkennen wollte und wandte sich unbewusst dagegen, ohne zu wissen, wohin sie sich wenden sollte…

    In diesem Leitgedanken offenbart sich das Ziel der Reise:

    Gott ist nur Liebe und DAHER sind wir es auch. Einzig das Ego urteilte anders…

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Übungsbuch Seite 45
    (2) Textbuch Seite 40
    (3) Textbuch Seite 113
    (4) Übungsbuch Seite 45
    IP

  17. #267

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 30

    „Gott ist in allem, was ich sehe, weil Gott in meinem Geist ist.“ (1)

    https://www.youtube.com/watch?v=C23VOzvrmlw

    Die heutige Übung ist zu wesentlich und grundlegend für das Verständnis des Kurses, um sie nicht zunächst im vollen Originaltext wiederzugeben:

    „Der Gedanke für den heutigen Tag ist das Sprungbrett für die Schau. Von diesem Gedanken aus wird sich die Welt vor dir öffnen, und du wirst sie betrachten und in ihr sehen, was du nie zuvor gesehen hast. Auch wirst du nicht den leisesten Schimmer mehr von dem sehen, was du zuvor gesehen hast.

    Heute versuchen wir, eine neue Art der „Projektion“ anzuwenden. Wir versuchen nicht, uns dessen, was wir nicht mögen, dadurch zu entledigen, dass wir es außen sehen. Stattdessen versuchen wir, das in der Welt zu sehen, was in unserem Geist ist, und das, was wir sehen wollen, ist dort.

    Auf diese Weise versuchen wir, uns mit dem zu verbinden, was wir sehen, anstatt es getrennt von uns zu halten. Das ist der grundlegende Unterschied zwischen der Schau und der Art, wie du jetzt siehst.

    Der heutige Leitgedanke sollte tagsüber so oft wie möglich angewandt werden. Wiederhole ihn, wann immer du einen oder ein paar Augenblicke Zeit hast, langsam für dich, während du dich umsiehst und zu begreifen versuchst, dass der Gedanken für alles gilt, was du jetzt siehst oder sehen könntest, wenn es innerhalb deines Blickfeldes läge.

    Wirkliche Schau ist nicht auf Vorstellungen wie „nah“ oder „fern“ begrenzt. Um dir zu helfen, dich langsam an diesen Gedanken zu gewöhnen, versuche bei der Anwendung des heutigen Leitgedankens an Dinge zu denken, die außerhalb deines gegenwärtigen Blickfeldes liegen, wie auch an solche, die du tatsächlich sehen kannst.

    Nicht nur ist die wirkliche Schau nicht durch Raum und Entfernung begrenzt, sie ist auch keineswegs auf körperliche Augen angewiesen. Der Geist ist ihre einzige Quelle. Um dir zu helfen, dich auch an diesen Gedanken zu gewöhnen, widme mehrere Übungszeiten der Anwendung des heutigen Leitgedankens mit geschlossenen Augen, wobei du jeden Gegenstand benutzt, der dir in den Sinn kommt, und nach innen statt nach außen schaust. Der heutige Gedanke gilt für beides gleichermaßen.“ (2)

    Hiermit wird die innere Welt betreten. Es ist Neuland für unser inneres Christus-Kind, dem Funken der Ewigkeit in allem, was ist. Es ist der Funken, der unsere Seele beflügelt und das Bewusstsein inspiriert. Als die UNIVERSELLE INSPIRATION übernimmt der Heilige Geist die Funktion, uns die Welt so zu übersetzen, wie sie in der Ewigkeit weiterhin unveränderlichen Bestand hat. „Und siehe, es war gut“, bedeutet, dass wir der Schöpfung nichts mehr „hinzufügen“ brauchen, da alles schon „gut“, also vollkommen, war, ist und bleiben wird. Wobei es für uns noch veränderliche Wahrnehmungsanteile enthält, somit noch nicht Erkenntnis abbildet. Erkenntnis besitzt keine Fragen mehr, sondern ruht auf Gewissheit.

    So ist dieser Schritt zur Schau hin gleichzeitig der erste Schritt vom Denksystem des Egos weg. Dazwischen tritt eine Zeit der „Überschneidung“ beider Denksysteme in das Bewusstsein. Bis wir uns für eine Stimme entscheiden, sind wir innerlich „gespalten“ zwischen zwei möglichen Varianten des Daseins:

    Die Projektionen der Schuld, die uns zum Opfer einer Welt machen, die uns zumeist gar nicht richtig gefällt. (Die Angst des Egos aus dem Inneren wird projiziert und es wird eher gemährt als gemehrt)

    Oder die Ausdehnung des Himmelreiches, indem es in uns gesehen, gefühlt, geteilt und gemehrt wird. (Die Liebe Gottes wird von innen nach außen ausgedehnt und geteilt gemehrt; Gott ist nur Liebe und wir daher sind wir es ebenbildlich auch)

    Weil diese Übung wichtig für die innere Motivation zum Lernen des Kurses ist, das aufschlussreiche Zitat aus Kapitel 7: „Die Gaben des Himmelreiches“, erster Abschnitt „Der letzte Schritt“:

    „Die Schöpferkraft Gottes und seiner Schöpfungen ist grenzenlos, sie stehen jedoch nicht in einer wechselseitigen Beziehung. Du kommunizierst voll und ganz mit Gott, so wie ER auch mit dir. Das ist ein fortlaufender Prozess, an dem du teilhast, und weil du daran teilhast, wirst du inspiriert, wie GOTT zu erschaffen. Hingegen stehst du in der Schöpfung nicht in einer wechselseitigen Beziehung mit GOTT, weil ER dich erschuf, du aber nicht IHN erschaffen hast. Ich habe dir bereits gesagt, dass deine Schöpferkraft sich nur in dieser Hinsicht von der SEINEN unterscheidet. Eine Parallele dazu gibt es sogar in dieser Welt. Eltern bringen Kinder zur Welt, aber Kinder bringen Eltern nicht zur Welt. Sie bringen jedoch auch wieder Kinder zur Welt und gebären so wie ihre Eltern.

    Hättest du GOTT erschaffen und ER dich, könnte sich das Himmelreich nicht durch seinen eigenen schöpferischen Gedanken mehren. Die Schöpfung wäre demnach begrenzt und du wärest nicht Mitschöpfer GOTTES. Ebenso wie der schöpferische Gedanke GOTTES von IHM zu dir ausgeht, muss dein schöpferischer Gedanke von dir zu deinen Schöpfungen ausgehen. Allein auf diese Weise kann sich die ganze Schöpferkraft nach außen hin ausdehnen. Die Werke GOTTES sind nicht die deinen, deine aber sind wie die SEINEN. ER hat die Sohnschaft erschaffen, und du mehrst sie. Du hast die Macht, zum Himmelreich beizutragen, wenn auch nicht zum Schöpfer des Himmelreiches. Du nimmst diese Macht für dich in Anspruch, wenn du deine Wachsamkeit nur auf GOTT und SEIN REICH richtest. Indem du diese Macht als die deine annimmst, lernst du, dich dessen zu entsinnen, was du bist.

    Deine Schöpfungen haben ihren Platz in dir, so wie du deinen Platz in GOTT hast. Du bist ein Teil von Gott, wie auch deine Söhne ein Teil SEINER Söhne sind. Erschaffen heißt lieben. Die Liebe dehnt sich nach außen aus, einfach weil sie nicht zurückgehalten werden kann. Da sie grenzenlos ist, hört sie nicht auf. Sie erschafft immer, aber nicht in der Zeit. Gottes Schöpfungen sind immer gewesen, weil ER immer war. Deine Schöpfungen sind immer gewesen, weil du nur so erschaffen kannst, wie Gott erschafft. Die Ewigkeit ist dein, weil ER dich als ewig erschaffen hat.

    Das Ego andererseits fordert immer gegenseitige Rechte, weil es konkurriert, statt zu lieben. Es ist immer bereit, einen Handel abzuschließen, kann aber nicht verstehen, dass ein anderer zu sein bedeutet, dass es nicht möglich ist, einen Handel abzuschließen. Um zu gewinnen, musst du geben, nicht einen Handel abschließen. Einen Handel abschließen heißt, das Geben zu begrenzen, und das ist nicht der Wille Gottes. Mit GOTT wollen heißt, wie ER zu erschaffen. GOTT begrenzt seine Gaben in keiner Weise. Ihr seid SEINE Gaben, und daher müssen eure Gaben wie die SEINEN sein. Eure Gaben an das Himmelreich müssen wie SEINE Gaben an euch sein.

    Ich habe dem Himmelreich nur Liebe gegeben, weil ich glaubte, dass ich das sei. Was du zu sein glaubst, bestimmt deine Gaben, und wenn GOTT dich dadurch erschaffen hat, dass ER SICH als du ausgedehnt hat, kannst du dich nur so ausdehnen, wie er es tat. Nur Freude mehrt sich ewig, da Freude und Ewigkeit unzertrennlich sind. GOTT dehnt sich jenseits der Grenzen und der Zeit nach außen aus, und du, der du Mitschöpfer bist mit IHM, dehnst SEIN REICH für immer und jenseits von Grenzen aus. Die Ewigkeit ist der unauslöschliche Stempel der Schöpfung. Die Ewigen sind für immer in Frieden und in Freude.“ (3)

    Hier könnte „Von der Wachsamkeit zum Frieden“ im Original gefunden werden. Teil 1:

    https://www.youtube.com/watch?v=g0KOspHbCFM

    Teil 2 erklärt noch einmal die Logik des Egos:

    https://www.youtube.com/watch?v=g0KOspHbCFM

    Es ist einfach logisch, finde ich zumindest heute. Ebenso überzeugt der Kurs dadurch, dass er analoge Übertragungsmöglichkeiten auf alle Situationen bietet. Es ist jedoch der Heilige Geist, der dieses vermittelt, nicht die Lernenden, die beim Lehren erst lernen.

    Warum wir den Konflikt jedoch verteidigen, wird hier deutlicher:

    https://www.youtube.com/watch?v=djbYj5Hsd0Q

    Wie wir die Gesetze anwenden, so erzeugen wir entweder Überfluss oder Mangel. Christus lehrte nicht, um die Gesetze zu ändern, sondern, um sie richtig angewendet zu sehen.

    Was bei der Anwendung des jeweiligen Leitgedankens „geschieht“, kann nur praktisch erfahren werden. Eigentlich ist dieser Gedanke „selbstentfaltend“ und „selbsterklärend“.

    Um das „Annehmen der Wirklichkeit“ zu untermauern, ist dieses hilfreich:

    https://www.youtube.com/watch?v=Vawzstl6tF8

    An sich sollte sich heute beim Üben ein Vorgeschmack auf die Freude einstellen, die nach dem Weglegen des Urteils auf uns wartet:

    „Das Himmelreich ist vollkommen vereinigt und vollkommen geschützt, und das Ego wird es nicht überwältigen. Amen“ (4)
    Das Urteil ist der Versuch, das inwendige Himmelreich zu etwas zu machen, was wir nicht sind. Das obige Gebet ist eine Unabhängigkeitserklärung, denn es vereinigt uns alle mit unserem älteren Bruder.

    „Gegen unsere vereinte Stärke kann das Ego nicht obsiegen. Sicher ist unterdessen klar geworden, weshalb das Ego den Reinen Geist als seinen „Feind“ betrachtet. Das Ego ist aus der Trennung hervorgegangen, und die Fortdauer seiner Existenz hängt von deinem fortgesetzten Glauben an die Trennung ab. […]

    Es gibt eine Art der Erfahrung, die sich so sehr von allem unterscheidet, was das Ego bieten kann, dass du sie niemals wieder zudecken oder verbergen wollen wirst.“


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1)
    Übungsbuch Seite 47
    (2) Ebd.
    (3) Textbuch Seite 112
    (4) Textbuch Seite 60
    (5) Textbuch Seite 61
    IP

  18. #268

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 31

    „Ich bin nicht das Opfer der Welt, die ich sehe.“ (1)

    https://www.youtube.com/watch?v=HG8g9vdOjno

    „Der heutige Leitgedanke ist die Einführung zu deiner Befreiungserklärung. Der Gedanken sollte wiederum sowohl auf die Welt, die du außen siehst, als auch auf die Welt, die du innen siehst, angewandt werden. Bei der Anwendung des Gedankens benutzen wir eine Form der Übung, die immer öfter – mit jeweils angegebenen Veränderungen – Verwendung finden wird. Allgemein gesagt hat diese Form zwei Teile, einen, in dem du den Gedanken konzentriert übst, und einen anderen, der aus häufigen Anwendungen des Gedankens den ganzen Tag hindurch besteht.

    Zwei längere Übungszeiten mit dem heutigen Gedanken sind nötig, eine am Morgen und eine am Abend. Drei bis fünf Minuten werden für jede davon empfohlen. Sieh dich während dieser Zeit langsam um, indem du den Gedanken zwei- oder dreimal wiederholst. Schließe dann die Augen, und wende den gleichen Gedanken auf deine innere Welt an. Du wirst beiden gemeinsam entrinnen, denn die innere Welt ist die Ursache der äußeren. […]

    Wiederhole den heutigen Gedanken zusätzlich so häufig wie möglich tagsüber. Erinnere dich daran, dass du eine Unabhängigkeitserklärung im Namen deiner eigenen Freiheit abgibst. […]

    Der heutige Gedanke eignet sich auch besonders gut als Antwort auf jede Form der Versuchung, die aufkommen mag. Er ist eine Erklärung, dass du ihr nicht nachgeben und dich nicht in Knechtschaft begeben möchte.“ (2)

    Welcher Wechsel in der Wahrnehmung letztlich angestrebt wird, könnte hier leichter und in verständlicheren Worten nachempfunden werden:

    https://www.youtube.com/watch?v=okDtCK1e9cw

    „Der Test der Wahrheit“ gibt einen Ausblick auf die spätere Erkenntnis, die Gewissheit anbietet und das „Ursache- und Wirkungsverhältnis“ aufdeckt, in dem wir uns „gefangen“ fühlen:

    https://www.youtube.com/watch?v=ZEA7ewZG6Kk

    Was haben wir uns nur „beigebracht“? Gänzlich frei von jeder Angst - mitsamt allen verbundenen Geistern - bezeugt dieser „Test“ wohl in den meisten ehrlichen Antworten die Abwesenheit des Friedens.

    Wo wir schon begannen, „falsch abzubiegen“ und ein auf dem Kopf stehendes Denken zu entwickeln, ist der Satz aus der Bibel: „GOTT schuf den Menschen zu seinem Bilde und nach seinem Ebenbild“. Der Kurs sagt zu diesem Gleichnis aus der Genesis:

    „“Bild“ kann als „Gedanke“ verstanden werden und „Ebenbild“ als „von gleicher Beschaffenheit“. Tatsächlich schuf GOTT der Reinen Geist nach SEINEM GEDANKEN und mit einer Beschaffenheit, die Seiner eigenen gleich ist. Wahrnehmung dagegen ist ohne einen Glauben an „mehr“ oder „weniger“ unmöglich. Auf jeder Ebene setzt sie Selektivität voraus. Wahrnehmung ist ein fortwährender Prozess des Annehmen und Zurückweisens, Ordnens und Neuordnens, des Wechsels und Veränderns. Bewertung ist ein wesentlicher Bestandteil der Wahrnehmung, weil Urteile nötig sind, um auswählen zu können.

    Was geschieht mit Wahrnehmungen, wenn es keine Urteile mehr gibt und nichts als vollkommene Gleichheit? Die Wahrnehmung wird unmöglich. Die Wahrheit kann man nur erkennen. Alles, was zu ihr gehört, ist gleichermaßen wahr, und einen Teil von ihr erkennen heißt sie ganz erkennen. Nur die Wahrnehmung beinhaltet ein partielles Bewusstsein. Die Erkenntnis transzendiert die Gesetze, die die Wahrnehmung beherrschen, weil partielle Erkenntnis unmöglich ist. Sie ist gänzlich eins und hat keine getrennten Teile. Du, der du in Wirklichkeit eins mit ihr bist, brauchst dich nur selbst erkennen, dann ist deine Erkenntnis vollständig. GOTTES Wunder erkennen heißt Ihn zu erkennen.“ (3)

    Wenn wir jedoch nicht erkennen, wer wir sind, können wir uns erst als Opfer der Welt, die wir sehen, fühlen. So ist die „Freiheitserklärung“ auch ein Anerkennen der Autorenschaft der Schöpfung. Denn gerade das Selbstkonzept, wir würden uns selbst „erschaffen“

    Jenseits der Wahrnehmung geht Frieden Hand in Hand mit dem Verstehen des „Autoritätsproblems“:

    Sind wir Geschöpfe unseres Vaters? Wenn nicht, kann erst die Frage entstehen, „was wir sind“ und damit beginnt die Wahrnehmung der Trennung von den Geschöpfen der Schöpfung:

    „Urteilen ist der Prozess, auf dem die Wahrnehmung, nicht aber die Erkenntnis, beruht. Ich habe dies bereits erörtert, als von der Selektivität der Wahrnehmung die Rede war, und habe darauf hingewiesen, dass Bewertung ihre offensichtliche Voraussetzung ist. […]

    Eine der Illusionen, an denen du leidest, ist der Glaube, dass das, was du abgeurteilt hast, keine Wirkung hat.

    Du hast keine Ahnung von der außerordentlichen Befreiung und dem tiefen Frieden, die eintreten, wenn du dir selber und deinen Brüdern völlig ohne jedes Urteil begegnest. Sobald du begreifst, was du bist und was deine Brüder sind, wirst du einsehen, dass es bedeutungslos ist, sie in irgendeiner Weise zu beurteilen. Tatsächlich ist ihre Bedeutung für dich verloren, gerade weil du urteilst.

    Die Anstrengung, die durch ständiges Urteilen entsteht, ist geradezu unerträglich. Es ist sonderbar, dass eine derart kräftezehrende Fähigkeit so hochgehalten wird. Doch wenn du Autor der Wirklichkeit sein willst, wirst du darauf beharren, am Urteilen festzuhalten. Zugleich wirst du das Urteilen mit Angst betrachten, weil du glaubst, dass es eines Tages gegen dich verwendet wird.

    Ich habe verschiedene Symptome erwähnt, und auf dieser Ebene gibt es eine nahezu endlose Vielfalt. Es gibt jedoch nur eine Ursache für sie alle: das Autoritätsproblem. Das ist die „Wurzel allen Übels“. Jedes Symptom, das das Ego macht, beinhaltet einen Widerspruch in sich, weil der Geist zwischen dem Ego und dem Heiligen Geist gespalten ist, sodass alles, was das Ego macht, unvollständig und widersprüchlich ist.

    Das Problem der Autorität ist in Wirklichkeit eine Frage der Autorschaft. Wenn du ein Autoritätsproblem hast, dann immer deshalb, weil du glaubst, du seist der Autor deiner selbst, und deinen Wahn auf andere projizierst.

    Den Schöpfungen Gottes ist ihre wahre Autorenschaft gegeben, du aber ziehst es vor anonym zu bleiben, wenn du dich entscheidest, dich von deinem AUTOR zu trennen. Da du dir deiner wahren Autorenschaft ungewiss bist, glaubst du, dass deine Schöpfung anonym war. Das versetzt dich in eine Lage, in der es bedeutungsvoll erscheint, zu glauben, dass du dich selbst erschaffen hast. Der Streit um die Autorschaft hat eine derartige Ungewissheit in deinem Geist hinterlassen, dass du womöglich sogar daran zweifelst, ob du wirklich existierst.

    Nur diejenigen, die jeglichen Wunsch, zurückzuweisen, übergehen, können erkennen, dass sie selbst nicht unmöglich zurückgewiesen werden können. Du hast die Macht Gottes nicht usurpiert, aber du hast sie verloren. Zum Glück bedeutet etwas verlieren nicht, dass es dahin ist. Es bedeutet lediglich, dass du vergessen hast, wo es ist. Seine Existenz hängt nicht von deiner Fähigkeit ab, es zu identifizieren oder auch nur zu wissen, wo es ist. Es ist möglich, die Wahrheit urteilsfrei anzusehen und einfach zu erkennen, dass sie da ist“. (4)

    Wenn wir uns also als Opfer der Welt fühlen, die wir sehen, ist dies eine unangemessene Projektion als Reaktion auf das Autoritätsproblem, in dem das Ego sich vom Autor dissoziiert und abspaltet. Erst dann ist es möglich, den Geistesfrieden zu verlieren.

    Da jedes Denksystem einen Ausgangspunkt benötigt, baut die Wahrnehmung unseres Selbstbildes als „Opfer“ auf einem unrichtigen Fundament auf, in dem wir unsere wahre Identität aufgeben und zu einem Verbündeten des „Mangelkonstruktes“ namens Ego werden. Das Ego „macht“ etwas, um einem Mangel abzuhelfen. Die Gedanken des Autors reichten weit über das „Machen“ in das „Erschaffen“ hinein, doch wir suchen im Außen, was nur urteilsfrei in unserem Reinen Geist erkannt werden kann.

    „SEINE Autorschaft verleugnen heißt, dir selbst den Grund für deinen Frieden zu versagen, sodass du dich nur in Segmenten siehst. Diese seltsame Wahrnehmung ist das Autoritätsproblem. […] Der freie Wille muss zur Freiheit führen, Urteilen nimmt immer gefangen, weil es Segmente der Wirklichkeit nach der instabilen Maßgabe von Wünschen trennt. (5)

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Übungsbuch Seite 44
    (2) Ebd.
    (3) Textbuch Seite 44
    (4) Textbuch Seiten 47 – 49
    (5) Ebd.
    IP

  19. #269

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 32

    „Ich habe die Welt erfunden, die ich sehe.“ (1)

    https://www.youtube.com/watch?v=EWyV8p76xUs

    „Heute entwickeln wir das Thema von Ursache und Wirkung weiter. Du bist nicht das Opfer der Welt, die du siehst, weil du sie erfunden hast. Du kannst sie ebenso leicht aufgeben, wie du sie erfunden hast. Du wirst sie sehen oder nicht sehen, ganz nach deinem Wunsch. Solange du sie willst, wirst du sie sehen, wenn du sie nicht mehr willst, wird sie für dich nicht mehr zu sehen sein.

    Der heutige Gedanke gilt wie die vorhergehenden für deine innere und äußere Welt, die tatsächlich dasselbe sind. Da du sie jedoch als verschieden ansiehst, werden die heutigen Übungszeiten wieder zwei Abschnitte umfassen: einen, in dem es um die Welt geht, die du außerhalb von dir siehst, und einen, in dem es um die Welt geht, die du in deinem Geist siehst. Versuche in den heutigen Übungen den Gedanken einzuführen, dass beide in deiner eigenen Vorstellung sind.“ (2)

    Wir haben die Welt im Innen und im Außen er-funden, indem wir alle Vorstellungen „er-lernt“ haben. Es sind die Ego-Wahrnehmungen, die uns Dinge auf fünf Sinnesleitungen so interpretieren lassen, wie sie gerade ins subjektive Spielspiegelseitenbild passt. Objektiv ist das individuelle Selbstkonzept zumindest äußerst selten.

    Klar fällt es zunächst schwer, Innen und Außen als gleich zu betrachten. Bei näherem und offenem Hinsehen ist jedoch auch dieser Zusammenfall der scheinbaren Gegensätze recht logisch. Alles, was aus dem Außen reinkommt, wird im Innenraum interpretiert. Alles, was im Innen durch „Erlernen“ entsteht, kann erst im Außenspiegel betrachtet werden.

    Was wir innen nicht kennen, können wir außen nicht „wahrnehmen“. Zumindest nicht „richtig“ oder „angemessen“. Alle Verzerrungen sind letztlich „erfundene Bilder“ des Egos, das ein Bild mit einer Assoziation zu einer Erfahrung verbindet.

    Was wir dabei „erfunden“ haben, ist unsere Bewertung. Wir bewerteten die Dinge als von außen auf uns einwirkend, doch die heutige Übung verwischt diese Grenzen weiter. Rein physiologisch ließe sich das ebenso erläutern, doch der Kurs ist kein Kurs in psychologischer Quantenphysik und die Wahrheit in uns muss und kann nicht „erlernt“ werden und benötigt ohnehin keine Verteidigung.

    Worauf ich jedoch hinweisen möchte, sind zwei Abschnitte aus dem Buch von Candace Pert aus dem Buch „Moleküle der Gefühle“ die lange an einem einzigen Rezeptor geforscht hatte und zwei Fakten erklärt, die hilfreich zum Verständnis dieser Lektion sein könnten:

    Eine Überschrift lautet „ Zustandsabhängiges Gedächtnis und verändertes Bewusstsein: unsere Peptide bei der Arbeit“, der zweite „Wie wir unsere eigene Wirklichkeit schaffen und unsere eigenen Erwartungen verwirklichen“. Um diese Lektion deutlicher zu machen, einige Passagen daraus, die zunächst den Versuchsaufbau und dann den Zusammenhang abbilden:

    „Eine Ratte, die den Weg durch ein Labyrinth lernt, oder einen stärkten elektrischen Schlag erhält, während sie unter dem Einfluss eines Wirkstoffs steht (wie wir heute wissen, ein externer Ligand (Glossar 1), der an Rezeptoren im Gehirn und Körper bindet) erinnert sich am besten, wie sie durchs Labyrinth findet oder wie sie den elektrischen Schlag vermeiden kann, wenn sie wieder unter dem Einfluss des gleichen Wirkstoffs getestet wird. Wenn wir Gefühle als chemische Liganden verstehen – das heißt, als Peptide -, wird uns das Phänomen, das man als „dissoziative Lernzustände“ oder „zustandsabhängigen Gedächtnisabruf“ bezeichnet, einleuchtender erscheinen.

    Wie ein bewusstseinsverändernder Wirkstoff für die Ratte den Abruf einer früheren Lernerfahrung unter dem Einfluss des gleichen Wirkstoffes bahnt, so bahnt auch der gefühlstragende Peptidligand die Erinnerung von Menschen. Das Gefühl ist ein Äquivalent der Droge oder des Wirkstoffs, beide sind Liganden, die an Rezeptoren im Körper binden. Dies bedeutet auf unsere Alltagserfahrung übertragen, dass wir uns an positive emotionale Erlebnisse eher erinnern, wenn wir uns in aufgekratzter Stimmung befinden, während wir negative emotionale Erfahrungen leichter erinnern, wenn wir bereits schlechter Laune sind. Nicht nur das Gedächtnis wird beeinflusst von der Stimmung, in der wir sind, sondern auch unser tatsächliches Verhalten. […]

    Das Gefühl der Liebe (oder einer anderen Empfindung) und das Gefühl der Furcht verankern diese Erinnerungen im Gedächtnis. Wie Drogen beeinflussen können, woran wir uns erinnern, sind natürlich auch Neuropeptide als interne Liganden in der Lage, unsere Erinnerungen mitzugestalten, während wir sie anlegen, und in die gleiche Geistesverfassung zurückversetzen, wenn wir sie abrufen müssen. […]

    Emotionale Zustände oder Stimmungen werden von den verschiedenen Neuropeptidliganden hervorgerufen, und was wir als Gefühl oder Empfindung erleben, ist zugleich ein Mechanismus zur Aktivierung eines bestimmten neuronalen Schaltkreises – IM GEHIRN UND KÖRPER. Dadurch wird ein Verhalten erzeugt, an dem der ganze Mensch beteiligt ist, einschließlich all der physiologischen Veränderungen, die für dieses Verhalten erforderlich sind. […]

    Ist jedem Gefühl eine Peptidart zugeordnet? Vielleicht. […] (Thesenführung über Angiotensin, das unten auszuführenden „Triebzustand“ auslöst, Anm. wsib)

    Alle Systeme sind einem Ziel untergeordnet – mehr Wasser – das von einem Gefühl (oder einem „Triebzustand“, wie die Psychologen sagen würden) diktiert wird – dem Durst. Bestimmt wird die Summe der Peptidsekretionen in unserem Gehirn und Körper – unser Gefühlszustand – unser Gedächtnis und unser Verhalten so, dass wir automatisch bekommen, was wir erwarten? Nun, das ist eine interessante Frage, mit der ich mich als nächstes beschäftigen möchte.

    Wie wir unsere eigene Wirklichkeit schaffen und unsere eigenen Erwartungen verwirklichen

    Es gibt keine objektive Wirklichkeit! Wenn unser Gehirn nicht von der ständigen Flut sensorischer Inputdaten überschwemmt werden soll, muss uns irgendein Filtersystem in die Lage versetzen, unsere Aufmerksamkeit auf die Dinge zu richten, die unser Körpergeist für die wichtigsten Informationen hält, und die anderen außer Acht lassen. Das hat Aldous Huxley gemeint, als er in seinem Buch „Die Pforten der Wahrnehmung“ das Gehirn als „Reduzierventil“ bezeichnet hat. Er war auch auf der richtigen Spur, als er vermutete, dass von den Informationen, die in einem gegebenen Augenblick aufgenommen werden können, nur ein kleiner Teil durch das Kommandozentrum läuft.

    Unsere Wahrnehmung der Außenwelt wird in sensorischen Schaltstationen gefiltert, die reich an Peptidrezeptoren sind und alle ihre eigene emotionale Schattierung haben. Wie sollen wir das objektiv feststellen, was wirklich ist und was nicht? Wenn das, was wir als wirklich wahrnehmen, entlang eines Gradienten aus früheren Gefühlen und Lernerfahrungen gefiltert wird, dann lautet die Antwort, dass es unmöglich ist. Glücklicherweise sind Rezeptoren nicht unveränderlich, das heißt, sie können sich sowohl im Hinblick auf ihre Empfindlichkeit verändern wie auch im Hinblick auf ihre Konfiguration mit anderen Peptiden in der Zellmembran. Selbst wenn wir uns emotional „festgefahren“ haben, wenn wir auf eine Version der Wirklichkeit fixiert sind, die uns nicht besonders dienlich ist, gibt es immer eine biochemische Möglichkeit für Veränderung und Weiterentwicklung.

    Die meisten Aufmerksamkeitsverlagerungen unseres Körpers vollziehen sich unbewusst. Während Neuropeptide unsere Aufmerksamkeit durch ihre Aktivitäten lenken, sind wir an der Entscheidung, was verarbeitet, erinnert und gelernt wird, nicht bewusst beteiligt. Wir haben aber die Möglichkeit, uns einige dieser Entscheidungen bewusst zu machen, besonders mit verschiedenen Arten intentionalen Trainings, die genau zu diesem Zweck entwickelt wurden – das Bewusstsein zu erweitern. Durch Visualisierung können wir beispielsweise die Durchblutung eines Körperteils verstärken und dadurch das Angebot an Sauerstoff und Nährstoffen erhöhen. Giftstoffe werden fortgeschafft und die Zellen genährt.

    Allerdings möchte ich hier nicht den Eindruck erwecken, ich sei der Meinung, das Unbewusste müsse in jedem Fall zu Bewusstsein gebracht werden, wenn eine Therapie erfolgreich sein solle. Tatsächlich scheint der unbewusste Geist unseres Körpers allwissend und allmächtig zu sein. In einigen Therapien lässt er sich für ‚Heilung oder Veränderung nutzbar machen, ohne dass das Bewusstsein die geringste Ahnung hat, was vor sich geht.“

    „Glossar: Ligand vom lateinischen ligare „binden“. Der Ligand ist „das, was bindet“ (und hat damit die gleiche Sprachwurzel wie „Religion“). Liganden bilden eine vielfältige Gruppe kleiner Moleküle, von denen jedes spezifisch an einen Zellrezeptor bindet und dabei eine Information auf die Zelle überträgt.“

    (aus Candace Pert, Moleküle der Gefühle, Rowohlt Verlag GmbH, 1999 Seiten 218 – 223, Glossar Seite 503)

    Später formuliert sie die These, Gott sei ein bestimmtes Neuropeptid. Am Liganden Training arbeiten wir quasi mit den Leitgedanken. Jedoch arbeiten wir im Kurs mit positiver Verstärkung durch Worte, die mit den Gedanken des „Autors“ übereinstimmen und daher „das Neuropeptid“ den Liganden „ruft“. Gibt jedoch externe und interne Liganden!

    So könnte das Ego auch als ein (externer) Ligand betrachtet werden, der nicht zulässt, dass an der veränderlichen Rezeptorstruktur einer beliebigen Zellmembran, liebevolle Erfahrungen die Konfiguration der Zelloberfläche neuroplastisch bidirektional wechselseitig mit bestimmten Lernerfahrungen zu verankern.

    Zwischen Körper und Geist / Wahrnehmungssystem findet ein wechselseitiger Austausch statt, der neuroplastische Prägungen und Erfahrungsmuster auf die selektive Wahrnehmung überträgt und zudem im Körpersystem widerspiegelt. So sehen wir nur, nichts erkennen zu können. Was die Zelloberfläche angeht, ist diese räumlich begrenzt. Art, Anzahl und Konfiguration der Rezeptorstrukturen auf der Membranoberfläche spiegeln die ZUSTÄNDE DER VERGANGENHEIT.

    Scherzhaft meint die Forscherin, sie könne an der Häufigkeitsverteilung bestimmter Rezeptoren die Gewohnheiten eines Menschen „ablesen“ die dessen Lebensstil wechselseitig ins Gesicht und alle Körpersysteme eingeschrieben hat.

    So sehen wir durch „die Rezeptorbrille“ der Vergangenheit auf eine Mitwelt, deren Informationsdichte wir unendlich verringern müssen, damit diese ins Bewusstsein des Gehirnbenutzers „passt“.

    „Unsere Liganden haben die Welt erfunden, die wir dann beabsichtigen, zu sehen.“

    Die Übungen dienen, ganz verkürzt zusammengefasst, bestimmte interne und externe Liganden für bestimmte Gefühle zu „bahnen“, was auf die äußerst instabilen Ionenkanäle hinauslaufen müsste und hier zu weit führen würde.

    Es wollte nur verdichtet werden, wie weit die Betrachtung dieses Leitgedankens gefasst werden könnte, wollte man alle Informationen „auswerten“.

    Forschungsansätze zu einem „Annäherungsmodell“:

    https://tu-dresden.de/mn/psychologie...ll.pdf?lang=de

    Sollte nur verdeutlichen, dass unser Bewusstsein nicht verstehen muss, warum die Leitgedanken und Übungen wirksam sind. Sie wirkten in beiden vorigen Durchgängen der Lektionen, obwohl ich noch nicht wirklich daran glaubte. Natürlich machte und macht immer noch „mein Ego“ diese Übungen. Aber ich kann rückblickend etwas milder mit meinem mir zuvor „feindlich gesonnen erscheinenden Unbewussten“ umgehen, dass wir uns in diesen Übungen zum Freund machen. Zum Freund, indem wir bestimmte Liganden einbinden, die wir sonst gedanklich nicht „anfordern“ würden, was, wie oben ausgeführt, sowohl die Rezeptorstruktur „prägt“, als auch die Konfiguration derselben. Konfiguration ist Konformation und Figuration gemeinsam mit einer Zeit- und Kraftwirkung. Wir konfigurieren sozusagen eine liebevolle Rezeptorenstruktur, indem wir bestimmte Liganden einbinden.

    Im Prinzip sind Liganden so etwas wie Lobbyisten im alltäglichen Leben. Sie vermitteln dem Gehirn spezifische „Bestellungen“ der einzelnen Zellen. Was „Innen, wie Außen“ erklären sollte. Was jedoch ebenso Sein und Haben gleichzusetzen verdichten könnte…

    Unsere früheren Illusionen sind eng an das Spiegelsystem in das Innen und das Außen beteiligt. Gedanken benötigen Bewusstsein. Bewusstsein jedoch keine Gedanken. Das Gefühl, mit dem wie denken, beten oder Wunder wünschen, ist ebenso näher mit dem, was wir zu sehen beabsichtigen verknüpft.

    Wir trainierten im Prinzip, was wir beabsichtigen zu sehen, indem bestimmte Rezeptorstrukturen durch bestimmte Liganden Anbindungen zur blinden „Kraft des Egos“ wurden. Was wir heute und im Kurs allgemein „trainieren“ anzubinden, ist die Koinzidenzwirkung der wechselseitigen Resonanz in einen angemessenen Ursachen- und Wirkungskontext zu setzen: Wir als Gedanke sind immer mit dem Gedanken verbunden, aus dem unser „Bewusstseinstropfen“ ins Meer der Möglichkeiten kondensierte. Wir denken auch in Gott, weil wir nur sein Bewusstseinskondensat bilden. Doch dessen sollten wir uns bewusst sein. Es hat, meiner bescheidenen Ansicht nach, zur Folge, dass Gott tatsächlich ein bestimmtes Neuropeptid im Gehirnstoffwechsel als Resonanzwirkung und „Schwingungshöhe“ vorgibt, die wesentlichen Einfluss auf Form, Struktur und Gestalt unserer Zelloberflächen als Spiegelbild unserer Denk- und Gefühlsgewohnheiten besitzen.

    Zum Glück ist es völlig unwesentlich für den Zweck, ein Fahrzeug zu bewegen, zu verstehen, wie ein Doppelkupplungsgetriebe mit Schaltwippe technisch funktioniert. Wir gewöhnen uns halt nur an die Abläufe und wenden an, was Christus als Datenbankinformationen für unser Lernen hinterlegt hat: Kleine Datenpakete, die Lektion für Lektion zur Veränderung unserer Schwingungsfrequenz im Innen und Außen beitragen.

    Schön ist im Buch von Candace Pert der Tanz der Rezeptoren auf dem Seerosenteich der Zellmembran beschrieben. Oben angeführte emotionale Einfärbung. Zusammenreimen muss sich jeder Geist daher ohnehin jeden Inhalt auf seiner eigenen Schultafel. Von den 4 Informationen, die unsere 100 Milliarden Nervenzellen pro Sekunde verarbeiten können, landen 2000 „Chunks“ im Bewusstsein, ganze 7 im Kurzzeitgedächtnis.

    Worauf dieser Candace Pert Einschub auch abzielt, ist, den „allmächtige und allwissende Freund“ in unserem inneren Lehrer zu erkennen, der sich, wie im Kurs gesagt, gerne darum kümmert. Doch die Entscheidungsgewalt über unseren Geist kann und darf uns nicht „abgenommen“ werden. Die Schwere und die Leichtigkeit sind Verschiebungen auf der Balkenwaage unseres Bewusstseinszustandes, der sowohl ins Zellinnere herab, wie auf das Außen hinaus wirksam sind. Daher ist die Schwere des Egos ansteckend lethargisch und die Leichtigkeit des Reinen Geistes inspirierend und befreiend.

    Wollte nur sagen: Wir wählten halt einzig eine unangemessenen QUELLE unserer Gedanken.

    „Innere Welten – äußere Welten“ entpackt die in der Lektion verdichtete Information, die hinter „Ionenkanälen“, Neuropeptidsynthese und Rezeptorstrukturen als „Schwingungen“ stehen:

    https://www.youtube.com/watch?v=U9oewKWUUd8

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Übungsbuch Seite 49
    (2) Ebd.
    IP

  20. #270

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 33

    „Es gibt eine andere Art, die Welt zu betrachten“. (1)

    https://www.youtube.com/watch?v=_9v6OedZCv0

    Ich würde die Film-Metapher aus Alexandras Video gern aufgreifen und neben der Rolle, die das Ego spielt, wie den Filmemacher, den Alexandra beschreibt, den Autor des Lehrstückes in Erinnerung bringen. Wer ist der Autor des Gesamtfilmes und wer ist dieser Filmemacher?
    Das Symbol hinter Trump ist natürlich das globale Ego. Trump möchte Autor eines Ego-Filmes sein, in dem er die Hauptrolle bekommt und gleichzeitig den Film des Lebens für andere macht. So „arbeitet“ jedoch jedes Ego und daher ist kausal dann nur noch möglich, was alle „andere-dimensionen“ in ihren Projektionen aus der Vergangenheit ablesen und dann in eine noch grausamere Zukunft übertragen.

    Trump soll aufgrund seiner Ego-Unzurechnungsfähigkeit seines Amtes enthoben werden, gut und richtig.

    Genauso wird es jedoch jedem von uns gehen: Die Diagnose einer globalen kognitiven Dissoziationsstörung ist zunächst unumgänglich. Damit wir eine andere Art entwickeln können, die Welt zu betrachten, muss dieser jetzige Steinzeitbewusstseinsmodus als Problem und nicht als Lösung behandelt werden.

    Was in Alexandras Video und der Film-Metapher zum Ausdruck kommt und durch die Einbeziehung des Herzens zur Weisheit wird, ist die Autorenschaft über alle Filme in 7HD. Der Trumpsche Ego-Film spielt im unbewussten 3-D-Modus. Durch Wissen kann die Unwissenheit ausgeglichen werden und die 4. Seinsebene wird erreicht. Durch Liebe kann Wissen zu Weisheit werden und die 5. Dimension der Herzensgüte wird uns zugänglich und kausal könnte Zufriedenheit einkehren, wäre da nicht die Intuition als sechster Sinn, dass es eine siebte Ebene geben könnte, die uns magnetisch anzieht: die Seinsebene, verkürzt gesagt.

    Diese Seinsebene, auf der wir schon sind, was wir noch zu werden wünschten oder was uns auch darüber „gesagt“ worden sein mag, ist das Ziel aller Reisen. Worauf ich hinauswollte, Candace Pert und viele andere Psychologen, die der freudlosen Freud’schen Psychoanalyse „entwachsen“ sind, zäumen das „Pferd“ vom Kopf und nicht vom Schwanz her auf. Die Anal-yse ist für ‘n Arsch.

    Es gibt eine Art, die Welt zu betrachten, die aus der Zeitlosigkeit als Maßstab auf die Zeit blickt und damit die Transformationsleistung einer Entwicklung beschleunigt. Hatte schon einmal auf den CHI-Quadrat-Faktor der BWL hingewiesen, damals im Zusammenhang mit den Isländern bei der EM. Sie trugen ihr Herz nicht auf der Höhe der Gesäßtasche und wuchsen in einer Transformationsleistung zu einem Angstgegner heran, an dem sich die Engländer die Zähne ausbissen, bis ihrem Gesäßtaschenspielerego fast die kindlichen Tränen kamen. Dieser unabwendbare „quadrierte CHI-Faktor“ steht nach „rationaler BWL“ in Korrelation zu der Anzahl gewährter Freiheitsgrade, und bestimmt, im betrieblichen „CHI zum Quadrat“ der Mitbestimmung insofern noch nachvollziehbar eine Transformationsleistung in jedweder Hinsicht und nach einer spezifischen Zielvorstellung.
    Was wir mal als den Trumpschen Ego-Film der Betrachtung in diesem Symbol einfangen, um es zum globalen Ego hochzutransformieren. Er ist es ja niemals nicht all-ein, wir alle sind zuweilen 3-D-Trumpeltiere.

    Es gibt jedoch eine Art, den Film jetzt schon in 7-HD zu schauen, obwohl noch die Wiederholungen der Ego-Kriegsfilme in den anderen Kinos „laufen“. Das meint und lehrt die Schau auf ihre eigene und individuelle, höchst lehrreiche Art, die mich immer mehr von der Qualität unseres inneren Lehrers überzeugt. Gut, auch die „Synchronisationsrealisation“ der Irrtümer wird immer schneller deutlich. Meine „kleinen Fehler“ werden jetzt sofort berichtigt, indem ich den „Unterschied“ schneller aufs „Brot geschmiert bekomme“.

    Gestern habe ich wieder einmal im Ego-Modus reagiert, es dann jedoch heute berichtigt, indem ich versuchte, ehrlich zu sagen, was hinter dem Irrtum nicht gesehen wurde. Wobei ich wiederum erkannte, etwas nicht gesehen zu haben. Wir machen nicht auf einmal keine Fehler mehr. Sie fallen nur schneller als Fehler ins Auge.

    Ich darf echt niemanden mehr als „Nicht-Göttlich“ betrachten. Geht mit sofortigem Verlust des inneren Friedens einher. Aus diesem Modus, in dem Herz, Seele und Verstand zusammen die Rolle akzeptieren, die der kosmische Filmemacher (Christus-Bewusstsein) zusammen mit dem Autor beabsichtigt, ist ein Regisseur vonnöten, der sich in alle Schauspieler „hineinversetzen“ kann, das ist der Heilige Geist als Regisseur.

    Sich über die Vorstellung des Autors, die der Filmemacher kennt und teilt, mit dem Regisseur zu unterhalten, erfordert natürlich für den Schauspieler, offen für die Gesamtsicht aller drei zu sein.

    Es kommen bald echt schöne und aufschlussreiche Übungen, auf die ich mich schon freue, weil sie die leeren Worte mit Leben füllen werden. Es sind keine hohlen Phrasen oder magische Größenwahnsinnigkeiten, es ist der Geist, der alle Menschen verbindet, durch den wir blicken, wenn wir die Art akzeptieren, wie der Autor auf den Film sieht:

    Gott vertraut uns so sehr, dass ER uns ALLE Freiheitsgrade lässt, außer, wirkungsvoll das Ego zu sein. Immer, wenn wir nicht das Ego sind, werden wir sofort durch Geistesfrieden und Seelentiefgang belohnt. Immer wenn ich in den Angriffsmodus des Egos zurückschalte, verliere ich die vorherige Schwingung, die mir eindeutig besser gefallen hat. Also zurück zum falschen „Abbiegen“ und erneut wählen, was die kosmischen Filmemacher sich „dabei“ gedacht haben.

    Dieser Film gewährt zwar ALLE Freiheitsgrade in der Zeit, es bedeutet jedoch nur, dass sich alle Schauspieler jederzeit gegen ihre Rollen entscheiden können. Was eine Zeit bei jedem Film so sein mag – alle verfolgen ihre Absichten und wollen ihre Vorstellungen einbringen und verwirklicht sehen. In unserem interaktiven holografischen 7-HD-Film werden alle „Verbesserungsvorschläge“ jederzeit durch den Regisseur gesammelt und mit dem Filmemacher und dem Autoren „geklärt“. Das Gute ins Filmdöschen, das Schlechte ins Kröpfchen der Taube aus dem Märchen.

    So raffiniert wird das Gute raffiniert. Siebenmal Sieben ist schließlich echt feiner Sand. Jede Vorwegnahme dessen, was in zwei Durchläufen erlebt wurde, würde ja dem höchst individuellen Charakter nicht gerecht werden. Aber einige Dinge sind analog übertragbar und diese können geteilt mehr werden. Wenn ich manche der Leitgedanken tagsüber „in Gesellschaft“ anwendete, führten sie zuweilen zu Koinzidenzen, die kein Verstand mehr als Zufall abtun kann. Doch diese Erfahrungen können nur gemacht werden, wenn wir die Leitgedanken auch wirklich denken und mit Energie versehen, die mit unserer Herzenergie übereinstimmt. Auch wenn der EGO-Verstand noch mault und zuweilen sogar heftig schreit, dass „so etwas“ gar nicht sein kann. Klar, kann alles möglich sein, was wir für möglich halten.

    So gelingt es selten, aber zuweilen, in einer Art auf die Welt zu blicken, die schon „offen“ ist für das, was im 3-D-Filmmodus“ noch undenkbar scheint, doch wer will denn das Drehbuch des Autors schon kritisieren, bevor der Film in den Kinos anlief?

    Wenn jeder sich selbst erkannt hat, gibt es einfach kein Ego mehr. Dies jetzt schon zu sehen, ist die Schau. Klar, im Trumpeltiermodus sind wir es noch nicht, aber das ist ja nicht die Darbietung, die der Autor geplant hat, mit dem Filmemacher, dem Regisseur und dem ganzen TEAM umzusetzen.

    Die Anzahl der uns vom Universum Freiheitsgrade ist unendlich, doch die Zeit ist endlich. Daher ist es für einen Autoren aus der Ewigkeit durchaus möglich, einen 7-HD-Film zu machen, in dem jedes Schauspielerego genau den Privatlehrer im Inneren bekommt, den es benötigt.

    (1) Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010, Übungsbuch Seite 50
    IP

  21. #271

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 34

    „Ich könnte stattdessen Frieden sehen“ (1)

    https://www.youtube.com/watch?v=OajiFBxOB8Y

    Statt auf das völlig unzurechnungsfähige Ego zu schauen, könnte ich auch Frieden sehen. Mein Geistesfrieden ist es, der sich gestern nicht ausdehnte; sondern, nachdem ich den offenen Lobbyismus der KVN sah, fiel ich wieder in den Ego-Modus. Klar, ich könnte stattdessen jetzt schon den Frieden sehen, den eine „aufgeweckte Ärzteschaft“ benötigen würde. Noch besser wäre es gewesen, ich hätte vorhandenen Geistesfrieden auch auf diese Situation übertragen. Doch das Ego ist ein Fass ohne Boden, da geht mir zuweilen noch die Geduld aus. Es kostet einfach zu viel Energie, sich mit dem Ego zu befassen, ich übersehe es künftig einfach in allen seinen Dimensionen.

    Daneben regte ich mich nicht wirklich nur über „diese auslösende Ungerechtigkeit“ auf, es wurden weitere gefühlt in diesen „Ordner“ abgelegte Erfahrungen angesprochen. Ich hatte eine Angelegenheit an den Heiligen Geist „abgegeben“ und mich zwei Monate gedanklich von dem „Thema“ fernzuhalten versucht; heute jedoch diesbezüglich eine an sich positive Nachricht erhalten. Eigentlich hatte ich nur zwei Tage zu wenig Geduld mit dem Universum und wohl die „Befasse“ anderer „Beteiligter“ damit intuitiv gespürt… Eigentlich mögen es die oben von mir beschriebenen „Fremdsuggestionen“ gewesen sein… Man lernt, was man versucht, zu lehren!

    Frieden ist auch an „Verstehen“ geknüpft und oft lasse ich mir den Geistesfrieden auch durch die Anwesenheit bestimmter Schwingungen in mir nehmen, die zuweilen gar nicht von mir sind, sondern empfunden werden, WEIL sich andere Geister mit meinem Geist mental, emotional oder beruflich „befassen“. Eigentlich ja auch eine Erfahrung, die in Richtung einer verbundenen Gedankenwelt geht…

    Heute sind drei etwa fünfminütige Geisteserforschungen erforderlich. Wir erforschen den Geist nach allem, was Beklemmungen, Sorgen, Ängste, Ungeduld, Kränkung, Ungerechtigkeit, Gefahr, Schwachsinn, Unfrieden, Krankheit oder Abwehrgedanken beinhaltet.

    Dann wenden wir den Gedanken darauf an und sagen uns:

    „Ich könnte in dieser Situation …. / in diesem Gedanken über … Frieden sehen stattdessen, was ich jetzt sehe.“ (2)

    Sind die aufkommenden Störungen des Geistesfriedens eher allgemeiner Negativität, kann uns der Leitgedanke in der ursprünglichen Form wieder in die innere Mitte „zurückholen“.

    „Wenn du meinst, dass du mehr als eine Anwendung des heutigen Leitgedankens brauchst, um dir zu helfen, dein Denken in irgendeinem bestimmten Zusammenhang zu ändern, dann versuche, dir einige Minuten Zeit zu nehmen und sie der Wiederholung des Gedankens zu widmen, bis du ein gewisses Gefühl der Erleichterung verspürst. Es wird dir helfen, wenn du dir ausdrücklich sagst:

    „Ich kann mein Gefühl der Depression, der Beklommenheit oder der Sorge (oder meine Gedanken über diese Situation, diese Person oder dieses Ereignis) durch Frieden ersetzen.“ (3)

    >>Ich kann mein Gefühl der Sorge über einen Sieg des Egos über den Geist durch Frieden ersetzen<<.

    >>Ich kann mein Gefühl der Sorge um ein unzulängliches Gemeinwesen durch Frieden ersetzen<<.

    >>Ich kann mein Gefühl der Angst, durch die von Ärzten „angedrohten“ Erkrankungen als Fremdsuggestionen „aufdecken“ und nicht nur in meinem Geist durch Frieden ersetzen (LASSEN)<<.

    Ich mache nämlich nix. Das ist das Coole am Kurs, da der Heilige Geist aktiv unterwegs ist, klären sich Dinge manchmal, ohne dass mein „ICH“ einbezogen ist. Es birgt kognitiv dissonanz-technisch den Vorteil, auch nichts nicht verstanden haben zu können und damit „anderen Geistern ins Gehirn zu kacken“. Nee, ich bediene die Schaltwippe nach einem vorgegebenen Mechanismus und muss daher die technische Steuerung des Doppelkupplungsgetriebes der Schöpfung nicht beherrschen, sondern nur die Schaltwippe zur gegebenen Zeit betätigen. Das Fahrzeug wurde von einem intelligenten Designer entworfen und besitzt Garantie von einem zuverlässigen Hersteller….

    Einzig das Ego kackt Menschen an und scheißt anderen gern ins Hirn, im wahrsten Wortsinn…

    Wir glaubten halt, geteiltes Leid sei halbes Leid. Ob wir hier nicht Mitleid und Mitgefühl verwechseln? Mitgefühl sollte Erleichterung bewirken. Mitleid bewirkt zumeist eine weitere Beschwerung. Wenn wir in den Übungen alle beschwerenden Gedanken „durch“ sind, stellt sich die Erleichterung fühlbar ein. Eventuell hatte ich auch schon vorgestern eine unbewusste vor diesem erneuten Durchschreiten der Angst. Mein Ego ärgert sich wohl schon VOR meiner bewussten Aufmerksamkeit über die anstehende dritte Wiederholung der ungelernten Lektionen eines ungeheilten Heilers.

    Was über das „Erwachen“ des Friedens auch gesagt werden könnte:




    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Übungsbuch Seiten 51 / 52
    (2) Ebd.
    (3) Ebd.
    IP

  22. #272

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Schon merkwürdig. Obwohl ich das "Werkzeug" mit dieser Lektion in der Hand habe, entschied ich mich dagegen.

    Es ist jedoch ein Beweis dafür, dass wir den Frieden aufgeben, wenn wir im Krieg einen Nutzen finden.

    Klar hat sich mein Ego über "Nazi-Lektionen" und "toetlich" etwas sehr angepisst gefühlt.

    Habe jedoch einen neuen Leitgedanken für mich gefunden:

    Die Ursache des Todes beginnt mit der Auswahl tödlicher Gedanken.

    Damit verursachen wir den Tod in uns und um uns herum. Dass wir dieses tun, vergessen wir geflissentlich und verwenden dieses TUN dann als Beweis für die Existenz des Todes, den wir doch erst geschaffen haben.

    Daneben beweist es, dass wir doch lernen, auch wenn wir uns vornehmen, es zu verweigern...

    Wie gelingt es insofern, die Quelle tödlicher Gedanken abzuwählen und den Kopf zu heben?

    "Ich könnte stattdessen Frieden sehen." hätte ich echt mal wieder früher denken können, doch ich habe einen Nutzen im Konflikt gesehen, wohl wahr...

    Zeigt, dass es sinnvoll ist, die Leitgedanken als Werkzeugkasten zu betrachten. Die Situationen, sie anzuwenden, werden dann "frei Haus" in Energiepaketen geliefert....

    Doch der Versuch, das Universum als Wunscherfüllungsmaschine des Egos zu missbrauchen, ist der Zwiespalt der magischen Gedanken. Nicht unser Wille geschehe, das ist das Wesen wahrer Demut. Alle Ebenen und alle Elemente müssen zwingend von diesem "Motto" durchdrungen sein, sonst sind "Zielkonflikte" wie in der "Russischen Schule" unausweichlich.

    Es war nie aus der Mode gekommen, gewisse "grenzwissenschaftlichen Fähigkeiten" auch für staatliche "Zwecke" einzusetzen und doch war der Kreis niemals ganz geschlossen. Absichtslosigkeit ist daher die wesentliche Voraussetzung, die möglichst unverzerrte Weitergabe von Lerninhalten zu ermöglichen. Hinter einem Angriff eine Lernhilfe zu entdecken, ist eine Möglichkeit, stattdessen Frieden zu sehen.

    "Damals" habe ich die Leitgedanken mit mehr Willensstärke angewendet und sie in "Zehnerblöcken" gedacht. Es geht auch, sie im Kreis zu denken. Doch hier wäre Pjesmas Warnung angebracht:

    Es gab in Russland Fälle, in denen diese "Öffnung" dazu führte, dass Kinder ihre Eltern "mental" überwacht haben. Daher sind die Lektionen zur Reinigung des Seelenspiegels am Anfang gedacht gewesen. Jetzt kann ich ja sagen, warum das Ego etwas "abspecken" musste. Denn, wenn es "mitwächst" ohne "geklärt" worden zu sein, können bestimmte damit verbundene Fähigkeiten zur Manipulation genutzt werden.

    Doch damit vergrößern wir den "Schadenszauber", den JEDER negative Gedanke letztlich bedeutet.

    Ich denke, bei Lektion 34 denke ich den Gedanken jetzt einmal 34 mal hintereinander und warte die Wirkung ab.

    Im Umkehrschluss bedeutet es nämlich, dass die Quelle des Lebens in liebevollen Gedanken zu finden ist.

    So wäre es nicht unrichtig, anzunehmen, die Quelle von Frieden in einer friedlichen Absicht zu finden.

    Diese bleibt immer nur solange bstehen, wie kein Nutzen im Konflikt gesehen wird.

    Beim Kurs ist halt zu verstehen, dass Christus den Weg vor uns gegangen ist.

    Er steht hinter uns, für den Fall, dass wir mal in den Ego-Modus zurückfallen.

    Daher hat mich die herbeigerufene Schicksalsgöttin fast berechtigt belehrt.

    Gut, ich streiche das "fast". Hast ja recht. Ist SEIN Kurs, keiner des Ego.

    So, jetzt will ich meinen Frieden zurück. Danke.
    IP

  23. #273

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 35

    „Mein Geist ist Teil von Gottes Geist. Ich bin sehr heilig.“

    https://www.youtube.com/watch?v=CGeMLWeUVYs

    Heute geht es um die praktische Seite der Klärung des Seelenspiegels. Meine Liste enthielt wieder viele Attribute, die sowohl aus dem Innen, als auch aus dem Außen geprägt wurden. Es wird in der Erläuterung der Lektion konkret angeraten, diese Liste schriftlich zu erstellen. Daher steht Nazi, Mörder, Großkotz, Schwätzer bei mir heute ganz oben. Diese Ego-Eigenschaften sind Legion und werden von einem „Namen“ abgelöst, indem der Leitgedanke darauf angewendet wird. Es reicht im Prinzip, die Liste zu erstellen, sie durchzugehen und abschließend alles zusammen durch diese Worte aufheben zu lassen:

    >>Ich sehe mich als Mörder (gesehen) und daher als „beschädigt“, aber mein Geist ist Teil von GOTTES Geist. Ich bin (aufgrund meiner Quelle) sehr heilig, (daher können diese Gedanken nicht meiner Identität entsprechen. Ebenso wenig können daher alle meine Angriffsgedanken berechtigt gewesen sein, die mich meinen Geistesfrieden kosteten.)

    In Klammern das, was als Ergänzung frisch berichtigt werden musste. Klar, sowohl in den Videos von Alexandra, als auch in diesen Worten ist noch ein Ego drin, das verzerrt wahrnimmt. Jetzt werde ich diese Liste zusätzlich verbrennen und dann mit Wasser wegspülen…

    Eigentlich bin ich durch den erneuten Verlust meines Geistesfriedens an die zentrale Lektion des Kurses erinnert worden: Sünde wird als Angriff definiert. Angriff kann nur im bewussten gewählten Vergessen der Heiligkeit im Gegenüber entstehen. Sich daran zu erinnern, dehnt den Frieden dort aus, wo er zuhause ist – im Geist des Gehirnbenutzers.

    Wer die Göttlichkeit im Gegenüber verleugnet, sündigt, WEIL er Gott angreift. Hab ich gestern wieder bewusst und selektiv vergessen. Tut mir leid. Ich werd nicht mal mehr das organisatorische Ego angreifen, hoffe ich zumindest jetzt…

    Ich kann immer nur im Jetzt entscheiden, worauf ich blicken will. Wir rücken den Montagepunkt beim Zusammensetzen all dieser Illusionen (im Tonal) gerade, indem wir die wahre Identität (aller im Nagual Befindlichen angemessen) als Heiligkeit bestimmen.

    Wird die Heiligkeit im Gegenüber verleugnet, verleugne ich meine eigene damit ebenso. Ein Fehler, den es zu korrigieren gilt, indem dahin gegangen wird, wo „falsch abgebogen“ wurde und neu entschieden wird, was unser aller Identität wahrhaft angemessen ist: Volle Würdigung dieser Heiligkeit!

    Alles andere ist im Prinzip schon Wahrnehmung von Illusionen. Es gibt jedoch keine Grade von Heiligkeit. Keiner ist heiliger als jemand anderer, niemand kann daher im Umkehrschluss „unheilig“ sein. Ja, das EGO fährt mit mir immer noch zuweilen „Schlitten“, aber nur, wenn ich es nicht „im Auge“ behalte. Es muss gelernt werden, die Quelle der Gedanken zu wechseln; nicht das Verhalten, dass aus der Auswahl entspringt. Niemand ist besonders, doch jeder ist einzigartig, weil jeder ein einzigartiger Gedanke Gottes ist.

    Mit der Auswahl der Quelle der Gedanken steht oder fällt das Verhalten. Angst ist unnötig, wenn der Gedanke beherzigt wird, dass nichts Wirkliches bedroht werden kann und nichts Unwirkliches existiert, weil es einzig den Willen unseres Vaters gibt. Wenn wir dieser Heiligkeit in jeder Seele einen Raum geben, dehnt sich die vorhande Heiligkeit aus. Entziehen wir Gott diesen Raum, macht sich das Ego einen „Angstgegner“ und viele schwächende Gedanken bewirken am Ende oftmals angesprochenen Energiemangel, mit dem der Ego-Energiediebstahl aus dem Außen zumeist beginnt… Ratsch, Tratsch, Verleumdungen, Lügen, Verrat, Betrug, Herabsetzung, Unterdrückung, Gewalt, Hass und alle anderen negativen Bewusstseinszustände sind die Folge der Auswahl einer nicht angemessenen Identitätszuordnung. Wir sind Teil von Gottes Geist, nicht weniger und nicht mehr, aber genau DAS.

    „Die zentrale Lektion ist immer diese: Das, wozu du den Körper benutzt, das wird er für dich werden. Benutze ihn für Sünde oder Angriff, was dasselbe ist wie Sünde, und du wirst ihn als sündig sehen. Weil er sündig ist, ist er schwach, und da er schwach ist, leidet er und stirbt. Nutze ihn dazu, das WORT GOTTES zu denjenigen zu bringen, die es nicht haben, und der Körper wird heilig. Weil er heilig ist, kann er nicht krank sein, noch kann er sterben. Wenn seine Nützlichkeit vorüber ist, wird er abgelegt, und das ist alles. Der Geist trifft diese Entscheidung, wie er alle Entscheidungen trifft, die für den Zustand des Körpers verantwortlich sind. Doch trifft er diese Entscheidung nicht allein. Dies zu tun würde heißen, dem Körper einen anderen Zweck zu geben, als denjenigen, der ihn heilig erhält. GOTTES STIMME wird ihm sagen, wann er seine Rolle erfüllt hat, genauso wie SIE ihm sagt, was seine Funktion ist. Er leidet weder im Gehen noch im Bleiben. Krankheit ist jetzt für ihn unmöglich.

    Einssein und Krankheit können nicht nebeneinander bestehen. […] Es ist eine bewusste Wahl. Dann sie haben gelernt, dass jede Wahl bewusst getroffen wird, in vollem Bewusstsein ihrer Konsequenzen. Der Traum sagt etwas anderes, aber wer würde seinen Glauben in Träume setzen, wenn sie erst einmal als das begriffen werden, was sie sind? Sich des Träumens bewusst zu sein ist die wirkliche Funktion der Lehrer Gottes. Sie beobachten die Traumfiguren, wie sie kommen und gehen, wechseln und sich ändern, leiden und sterben. Doch werden sie von dem, was sie sehen, nicht getäuscht. Sie begreifen, dass es nicht wirklicher ist, eine Traumfigur als krank und getrennt zu erblicken, als sie als gesund und schön zu betrachten. Nur die Einheit ist kein Ding der Träume. Und es ist diese, die Gottes Lehrer als hinter dem Traum befindlich anerkennen, jenseits allen Scheins und dennoch mit Sicherheit die ihre.“ (2)

    Lehrer soll jemand sein, der die Lektionen einmal durchgearbeitet hat. Meine kleine Seele lernt halt etwas langsamer als der statistische Durchschnitt. Ich bin nix und weiß nix, aber mein Geist ist ebenso Teil von Gottes Geist, wie jeder Geist diese Heiligkeit ausstrahlt. Damit wird die Welt vom Kopf auf die Füße gestellt. Doch tief eingepflanzt in uns spricht die Stimme der Kirche: TODSÜNDE und BLASPHEMIE, KETZEREI und SCHEITERHAUFEN, ERBSÜNDE und HÖLLENQUALEN.

    >>Ich sehe mich als Ketzer verurteilt und auf dem Scheiterhaufen brennen, wenn ich nicht das glaube, was mir andere vorschreiben wollen, glauben zu sollen. Aber ich bin Teil von Gottes Geist und sehr heilig. Wie könnte die wahre Identität der Kinder Gottes daher verboten, verbrannt oder verurteilt werden? Doch wer sieht diese Heiligkeit in allem, was ist?

    Diese Liste „demanifestiert“ die Illusionen und löst unser verzerrtes Selbstkonzept auf, welches durch die Schau auf die vorhandene Heiligkeit in Ewigkeit abgelöst wird. Sage nicht, es wäre jetzt hier in der Zeit schon so, aber eigentlich unmöglich, dass dem auch in der Zeit nicht so ist.

    Wollen wir Krieg oder Frieden, Schuld oder Unschuld, Sünde oder Heiligkeit zu sehen beabsichtigen?

    Gut, eventuell schnalle ich die Lektionen ja doch noch… (Es war immer das Ego, das mir einredete, es wäre nicht „anwendbar“, nicht konkret genug, undurchschaubar oder gar beängstigend; ist halt nur „ungewohnt“)

    Abschließend zur Korrektur. Wenn in bestimmten Schulen auch Erfahrungen gemacht wurden, die sich „strange“ anfühlen könnten, zum Beispiel aus dem Buch von Arkady Petrov kurz zurück:

    Ein sensitiv hoch begabter Schüler lernte in einem Trainingszentrum, „Informationen“ in Menschen zu lesen, wie andere ein offenes Buch anblicken. Sein Vater ging fremd und er wollte die Familie „retten“, so „schaltete“ er sich in den Geist seines Vaters mit ein. Wenn dieser daran dachte, seine Frau und die Mutter des Jungen zu betrügen, gab es ein entsprechendes „Feedback“. Der Vater fand das „unheimlich“ und beschwerte sich daher beim Trainingszentrum und den Lehrern über diesen „Verlust der Privatsphäre“.

    Doch im Prinzip ist diese Offenheit nur am Anfang beängstigend. Sie erzeugt Transparenz durch den Umstand, zu wissen, nicht mehr erfolgreich zum Mittel der Lüge greifen zu können. Es war das Problem des Vaters, dass sein Sohn ihn von den Lügen wegbringen wollte. Trotzdem ist es nicht „erlaubt“ diese Spiele für subjektive Wahrnehmungen einzusetzen. Der Sohn hat die Macht dessen bemerkt und sich immer häufiger „dazu geschaltet“. Außerhalb der Familie greifen andere Schutzmechanismen, die Bindung in der Familie erlaubt stärkere „Geistmanipulationen“, die sich jedoch immer und in jedem Fall mit allen Konsequenzen auf den Urheber mit auswirken.

    Für die Ursachen, die wir in anderen ungefragt und unerbeten auslösen, haften wir auch bei Nichtwissen über die karmischen Folgen. Doch im Kurs ist dies unmöglich, da der Heilige Geist die Ursache ist, nicht unser Ego. Wir wünschen uns nur, was wir auch allen anderen anbieten wollen. Nichts für uns selbst und alles für alle anderen. Wobei man sich da gar nicht ausschließen kann, auch wenn falsche Demut dieses wohl fordern könnte…

    Wenn dann alle heilig oder wenn nicht: alle unheilig. Einfach eine bewusste Entscheidung für Schuld oder Sühne. Sühne ist insofern die Wiederherstellung der Heiligkeit, die vergessen, jedoch niemals verloren werden kann. Wenn sie verloren scheint, dann nur, weil wir nicht mehr wissen, wo wir sie verloren haben. Oft suchen wir auch genau dort, wo sie nicht ist.

    Traf mal einen Betrunkener, der an einer viel befahrenen Hauptstraße um eine Lampe herumtorkelte und mehrmals fast von vorbeifahrenden Autos angefahren wurde. Ich fragte ihn, ob ich ihm helfen könne. „Ich habe meinen Schlüssel verloren, muss ich finden“, und torkelte wieder um die Straßenlaterne herum und fast vor ein Auto…

    So half ich ihm, den Schlüssel zu suchen. Nach einer ganzen Zeit der vergeblichen Suche fragte ich ihn: „Sag mal, bist du echt sicher, dass du den Schlüssel hier verloren hast?“

    Gaaanz sischer, zischt er, gaaanz sischer hab ich den da drüben verloren, aber da wars doch zu dunkel zum Suchen…“ (nur eine Nacherzählung)


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Übungsbuch Seiten 52 / 53
    (2) Handbuch für Lehrer, Seite 32
    IP

  24. #274

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 36

    „Meine Heiligkeit umhüllt alles, was ich sehe.“ (1)

    https://www.youtube.com/watch?v=MOuw7LP4IJY

    Ganz ehrlich: Ich wäre ohne das Übungsbuch niemals auf den Gedanken gekommen, diesen Gedanken zu denken. Es wäre fast undenkbar unwahrscheinlich gewesen, „dies“ zu tun und es wäre noch undenkbarer gewesen, diesen Gedanken auch zu „glauben“. Aber er erklärt sich selbst in der Anwendung. Eine meiner Lieblingslektionen, die so manchen anstrengenden Übungstag wieder in einem anderen Licht zeigt: Es macht einfach Spaß, diesen Gedanken mal zu denken und ganz unbeteiligt abzuwarten, was geschieht. Bevor man irgendwohin geht, schickt man schon mal den Heiligen Geist und lässt ihn für gute Stimmung und Freude die Stimme erheben.

    „Der heutige Leitgedanke dehnt den gestrigen vom Wahrnehmenden zum Wahrgenommenen aus. Du bist heilig, weil dein Geist Teil von Gottes Geist ist. Und weil du heilig bist, muss auch deine Sicht heilig sein. […] Wenn dein Geist Teil von Gottes Geist ist, musst du sündenlos sein, sonst wäre ein Teil von Gottes Geist sündig. Deine Sicht steht mit SEINER HEILIGKEIT – nicht mit deinem Ego und daher nicht mit deinem Körper – in Beziehung.

    Vier drei – bis fünfminütige Übungszeiten sind für den heutigen Tag erwünscht. Versuche, sie einigermaßen gleichmäßig zu verteilen, und führe die kürzeren Anwendungen häufig durch, um den ganzen Tag lang deinen Schutz zu behüten. Die längeren Übungszeiten sollten folgende Form annehmen:

    Schließe zunächst deine Augen und wiederhole den heutigen Leitgedanken mehrmals langsam. Öffne dann die Augen und sieh dich langsam um, wobei du den Gedanken konkret auf alles anwendest, was du bei deinem beiläufigen Umherschauen bemerkst. Sage beispielsweise:“

    Meine Heiligkeit umhüllt jene Pflanze.
    Meine Heiligkeit umhüllt jenen Tee.
    Meine Heiligkeit umhüllt jene Suppe.
    Meine Heiligkeit umhüllt jenes Heilmittel.
    Meine Heiligkeit umhüllt jenen Körper.
    Meine Heiligkeit umhüllt jenen Mond.
    Meine Heiligkeit umhüllt jene Rose.
    Meine Heiligkeit umhüllt jenen Stern.
    Meine Heiligkeit umhüllt jene Erde.

    „Schließe die Augen mehrmals während der Übungszeiten und wiederhole dir den Leitgedanken. Öffne dann die Augen und fahre fort wie zuvor.

    Für die kürzeren Übungszeiten gilt: Schließe deine Augen und wiederhole den Gedanken, sieh dich um, während du ihn nochmals wiederholst, beende sie mit einer weiteren Wiederholung mit geschlossenen Augen. Jede Anwendung sollte selbstverständlich ganz langsam, ohne Hast und mit so wenig Anstrengung wie möglich durchgeführt werden.“ (2)

    Hätte ich ja sonst nicht gedacht, aber kann ja mal denken, kostet niemanden etwas.

    Wer kennt es nicht: Eine Party, bestimmte Menschen betreten die Bildfläche und sofort ist eine andere Atmosphäre im Raum. Meine Großtante Anni war solch ein Mensch, sobald sie irgendwo auch anwesend war, herrschte absolut zuverlässig immer Fröhlichkeit und Leichtigkeit. Ihre Heiterkeit ist einfach ansteckend gewesen. Man sagt dann, jemand ist ein Sonnenschein oder besitzt ein sonniges Gemüt. Eventuell auch ganz einfach ein Gemüt, in dem bestimmte Gedanken einen Raum für ihre heilende Wirkung entfalteten, indem sie gedacht, als freudvoll empfunden, und anschließend geteilt wurden. Ich hätte sie nie gedacht, wäre dieser Gedanke nicht mit mir geteilt worden. An schlechte Laune in Anwesenheit von Tante Anni kann ich mich absolut nicht erinnern. An schlechte Laune in Verbindung mit diesem Leitgedanken kann ich mich ebensowenig erinnern.

    Ein echter Vorgeschmack, der ansteckende Freude durch Heiligkeit wecken könnte, einfach. weil er gedacht wird. Auch wenn man ihn nicht glaubt, wirkt er wohltuend; habe ich auch nicht geglaubt und heute immer noch mit zeitweiligen „Zündaussetzern“ dazwischen. Die Konzentration auf diese Gedanken bewirkt wirklich eine ganze Menge, daher auch nicht übertreiben. Ich habe meine „Lieblingsgedanken“ manchmal vierzig Mal wiederholt, einen sogar zehn Mal vierzig Mal „immer im Kreis um ein Zentrum“ kreisen lassen. Gibt aber bei solchen „kindlichen Übertreibungen“ durchaus energetischen Sonnenbrand. Gedanken können auch „geatmet“ oder wie heute in der „kreativen Ableitung“, auch in Speisen und Getränke verlegt, als Imprägnierung mit Heiligkeit „gedacht“ sein.

    (Daher damals auch der Spruch mit dem „Aufessen“: gesegnete Nahrung bitte niemals wegschmeißen)

    Gott ist immer Freude, sonst ist es nicht Gott. Ohne Freude wird nichts gelernt. Warum manche dieser Anweisungen so sind, wie sie eben sind, stelle selbst mein Großkotz-Ego nicht in Frage. Ich mach das einfach… Eher selten.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Übungsbuch Seite 55
    IP

  25. #275

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 37

    „Meine Heiligkeit segnet die Welt.“ (1)



    Wieder eine meiner „Lieblingsübungen“, die einfach Freude bringen. Vorweg sei gesagt, dass wir durchaus aufgefordert sind, unseren Geist eigenständig kreativ zu entwickeln und die Leitgedanken schöpferisch anzuwenden, wie unten ersichtlich wird. Heute wird im Originaltext eine wichtige „Idee“ geteilt, am Ende des Textes ist eine Übung, wie man sich in Alltagssituation vor einem Verlust des Geistesfriedens bewahren kann. Im Video von Alexandra sind die ersten drei Absätze vorgestellt worden, da sich in der praktischen Anwendung wieder eine leichte Veränderung ergibt, zuerst den Rest des Textes:

    „Die heutigen Übungen vier längeren Übungszeiten, während denen di jeweils drei bis fünf Minuten lang über solltest, beginnen mit der Wiederholung des Leitgedankens, gefolgt von etwa einer Minute, in der du dich umsiehst, wobei du den Gedanken auf alles anwendest, worauf dein Blick gerade fällt:

    Meine Heiligkeit segnet diesen Stuhl.
    Meine Heiligkeit segnet jenes Fenster.
    Meine Heiligkeit segnet diesen Körper.

    Schließe dann deine Augen, und wende den Leitgedanken auf irgendeine Person an, die dir in den Sinn kommt, wobei du den Namen nennst und sagst:

    Meine Heiligkeit segnet dich ………….. [Name]

    Du kannst die Übungszeit mit geschlossenen Augen fortsetzen, du kannst auch deine Augen wieder öffnen und den heutigen Gedanken auf deine äußere Welt anwenden wenn du das willst, du kannst den Gedanken abwechselnd auf das anwenden, was du um dich herum siehst, und auf diejenigen, die in deinen Gedanken sind; oder du kannst nach Belieben irgendeine Kombination dieser beiden Anwendungsarten benutzen. Die Übungszeit sollte mit einer Wiederholung des Leitgedankens mit geschlossenen Augen und ein nochmaligen Wiederholung mit geschlossenen Augen unmittelbar darauf abschließen.

    Die kürzeren Übungszeiten bestehen darin, dass du den Gedanken so oft wie möglich wiederholst. Es ist besonders hilfreich, ihn schweigend auf jeden anzuwenden, dem du begegnest, indem du dabei seinen Namen nennst. Es ist grundlegend wichtig, den Leitgedanken anzuwenden, wenn irgendjemand eine negative Reaktion in dir hervorzurufen scheint. Biete ihm den Segen deiner Heiligkeit unverzüglich an, damit du lernst, sie in deinem eigenen Bewusstsein zu bewahren.“ (2)

    Die Idee, wie geteilt wird, ist, keinen Mangel auf andere zu projizieren, indem man im Geiste keine „Forderungsbriefe“ verschickt. Fülle wird ausgedehnt, indem alle gewinnen und niemand dabei verlieren darf. Liebende Gerechtigkeit bezieht sich darauf, dass in der Ewigkeit doch jeder alles bekam. Nur an diese Ewigkeitswerte erinnert die Idee, dass Geben und Nehmen eins sind, wie Haben und SEIN gleichzusetzen sind. Wir haben Heiligkeit, Freude, Liebe, Licht und Schöpfungskraft in uns allen im Überfluss, doch wir verschicken physische, emotionale oder mentale Kettenbriefe wechselseitig annähernd unerfüllbarer „Forderungen“ und „Bedingungen“. Statt die in uns vorhandenen Ewigkeitswerte zu teilen und eine Reflexion von Heiligkeit zu SEIN, glauben wir, es ginge uns besser, würde uns jemand etwas „geben“, damit wir Vollständigkeit finden.

    In diesem Modus äußert sich die Macht unseres Geistes als „Haben-Wollen“, was nicht der Modus ist, den wir heute beginnen, anzuwenden: Aus der Fülle des Empfangen-Habens von Heiligkeit, weil in SEINER Heiligkeit enthalten, segnet unsere Reflexion, das, was unser Geist umhüllt. Es ist das Wesen von Heiligkeit, sich als Segen endlos auszudehnen.

    Der bisherige Opfermodus setzte die Prämisse voraus, dass uns etwas entzogen werden könnte, was wir beim Teilen verlieren würden. Doch was an Ewigkeitswerten könnte verloren gehen, wenn es geteilt wird? Was könnte einem Geist entzogen werden?

    Wir „verlieren“ im Kontext von Ursache und Wirkung, wenn wir anderen etwas nehmen und sie dadurch Leid erfahren. Daraus entstehen dann die Angriffs- und Rachegedanken, die sich bewusst oder unbewusst immer auch gegen den Urheber richten, sodass am Ende beide Energie verlieren. Am Ende aller „Schlachten“ stand die Einsicht, dass der „Tod“ aus diesem Mosaik von Energieverlusten im wechselseitigen Angriffsmodus besteht und darin entsteht. Aus allen Angriffsgedanken, die wir im Laufe des Lebens als „Mahnschreiben“ gedanklich versendeten, entstehen die Wunden, die uns die Zeit schlägt und erst die Vergebung heilt. Bisher forderten wir für einen „Gewinn“ ein „Opfer“ auf der anderen Seite der Medaille. Es konnte niemand gewinnen, ohne damit Verlust zu bewirken.

    Weil wir damit aus der natürlichen Fülle gefallen sind, die unsere Heiligkeit doch an sich wirkungsvoll bewirkt, verstärkten wir wechselseitig den Mangel. Mach doch einfach mal den Test der Wahrheit und sage Dir morgen in Gedanken, bei JEDEM, mit dem du in Verbindung trittst:

    „Meine Heiligkeit segnet dich [Name]“

    Ist ja keine Unterschiedsdefinition, nur ein „Erinnern“ innerhalb der Zeit an die Ewigkeit. Wen das Wort „Meine“ stört, kann auch den Heiligen Geist als Subjekt einsetzen und sagen:

    „Gottes Heiligkeit segnet dich [Name] “, oder „Der Heilige Geist segne dich [Name]“. „Meine“ hielt ich bisher für etwas „anmaßend“. Obwohl der Kurs in dem Punkt dann von falscher Demut spricht, erfordert es ein wenig Mut, das „meine“ auch wirklich zu „meinen“. Wir können jedoch nichts „Haben“, was wir nicht zu „SEIN“ beschließen. Wir können nicht Heiligkeit fühlen, wenn wir sie nicht in uns auch zugleich annehmen und daher SIND.

    Schöpferische Kreativität meinte weiter oben, wir können die Übung im Prinzip auch auf alle ausdehnen, denen wir jemals begegnet sind oder denen wir jemals begegnen werden. Denn: Wo ist die Grenze der Ausdehnung von Heiligkeit in Zeit und Raum? Sie wird im Wahrnehmenden nur durch den Grad des Unwissens darüber begrenzt. Im Wahrgenommenen ist diese Heiligkeit jedoch nicht durch „die Person“ oder „den Körper“ des Wahrnehmenden begrenzt, weil sie vom Heiligen Geist überbracht wird. Das Ego steht machtlos daneben und kriegt den Mund nicht mehr richtig zu. Über die bisher nicht wahrgenommen Synchronizität und Koinzidenz, die das bisherige Panzerballett in Alltagsbegegnungen durch die Anwendung des Leitgedankens entschärfen und befrieden könnte, wächst schließlich das Vertrauen in das Lernen. Bis das Ego einsam auf dem Schlachtfeld steht und niemand mehr da ist, der im Kampf noch einen möglichen Gewinn sieht…

    Dann sind alle anderen bereits zum gemütlichen Teil des Abends übergegangen. Machte keine Freude, nicht mehr die Freude zu sein. Machte keine Freude, im Außen anzugreifen und darum die innere Heiligkeit zu verlieren. Das muss nicht sein, wenn wir die Werkzeuge in die Hand nehmen, die in unseren Gedanken liegen und mit dem verbinden, was das Herz des Kosmos für alle will: Lebensfreude pur, nicht selektiv, sondern überall.

    Es gibt an sich nichts, das wirklich wäre, auf das sich dieser Gedanke nicht anwenden ließe. Statt die Dunkelheit zu bestärken, wird das Licht befreit. Es nutzt uns doch allen, wenn sich die Heiligkeit der Liebe in unseren Herzen ausdehnt und stärker wird.

    Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, zu glauben, Liebe / Heiligkeit / Göttlichkeit würde weniger werden, wenn sie „immer und überall“ gesehen und somit an alle verteilt wird. Es sind jedoch Konzepte von Ganzheit, ohne Dichotomie und Doppelanbindungen, also Ideen, die kein Gegenteil aufweisen. Ebenso, wie sie allein für sich stehen könnten oder gar gesehen werden könnten:

    Wie wäre Heiligkeit ohne Liebe, ohne Freude, ohne Ganzheit, ohne Heilung, ohne Fülle, ohne Licht, ohne Freiheit, ohne Ewigkeit überhaupt isoliert denkbar, und wäre dieses dann noch „Heiligkeit“? Partielle Ganzheit ist ebenso wenig möglich wie partielle Heiligkeit, partielle Liebe oder partieller Friede.

    Wie sollte Haben ohne Sein sein?
    Wie sollte Heilung ohne Ganzheit sein?
    Wie sollte Liebe ohne Licht sein?
    Wie sollte Licht ohne Liebe sein?
    Wie sollte Friede ohne Freude sein?

    Wenn wir aus Konzepten ohne Gegenteil einen Teil „nur für uns“ wollen, beginnen wir, allen etwas zu entziehen, wodurch die Ganzheit verlorengeht. Wenn wir aus Konzepten der Ganzheit heraus die gesamte Fülle „nur für ALLE“ wollen, kann die vorhandene Fülle erst fühlbar werden.

    Wie könnte also „Geben“ mit „Verlieren“ assoziiert werden? Wer Heiligkeit sät, wird Frieden ernten… Wir haben bisher viel Wind gemacht und dafür Sturm geerntet. Wir glaubten, zu gewinnen, doch wir können nur HABEN, was wir SIND. Das mit dem „Opfer“ ist eine ziemlich blöde Idee des Egos, die nicht geteilt und dabei „mehr“ werden kann.

    Die heutige Übung ist ein prima Werkzeug für die Schaffung einer angenehmen Grundschwingung in allen mit Heiligkeit zu versehenden Lebenssituationen dieser Welt.


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Übungsbuch Seite 56
    (2) Ebd.
    IP

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