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Thema: Ein Kurs in Wundern

  1. #51

    10. Offenheit

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    1. Geistige Offenheit entsteht im Fehlen des Urteils. Wer das Urteil schon gefällt hat, ist nicht mehr offen für mögliche Veränderungen im Gegenüber.


    2. Wer wirkliche Offenheit lebt und das begrenzende Urteil aufgibt, lädt damit den Lehrer Gottes, den Heiligen Geist ein, die Stärke des Christus Bewusstseins auf ihn auszudehnen.


    3. Nur in geistiger Offenheit können wir wirklich im Frieden sein, denn wir sehen den Grund dafür nicht, den inneren Frieden für die Kindereien des Egos aufzugeben.


    4. Können wir dem blinden Ego seine Kindereien vergeben, entsteht Offenheit für das Selbst hinter der Maske künstlicher Persönlichkeit. Diesem Selbst eine selbstständige Entwicklung zuzutrauen, erschafft Vertrauen.


    5. In wirklich geistiger Offenheit entschwinden die Gründe für eine schuldige und verzerrte Wahrnehmung der Welt. Unsere wahre Größe hinter dem Ego leuchtet auf.


    6. Geben wir die Schuld als bisheriges Prinzip der Aufgabe von Selbst-Verantwortung auf und erreichen den Zustand von vollkommener Vergebung - egal - was das Ego an Schwachsinnigkeit ersinnt, um den Frieden zu stören - geben wir die Dinge auf, die uns an geistiger Offenheit hindern.


    7. Ist diese Bedrohung des geistigen Friedens unwirksam gemacht worden, funkelt die Welt in einem neuen Licht. Nichts ist mehr so stumpf, wie es vorher einmal erschien. Keine dunklen Wolken bleiben, die Sonne über einem ungetrübten Himmel zu verdecken. Wärme verbreitet sich – wer will es hindern?


    8. Das Antlitz einer unschuldigen Welt hinter dem Schleier der Schuld kann nur durch Vergebung erreicht werden. Im UN-Frieden sehen wir eine schuldige und chaotische Ego-Welt. Im Frieden sehen wir kleine - und doch ungeheuer mächtige - Kinder beim Spielen, in einer Welt, die ihnen zwar so nicht gefällt, aber in der sie ausreichend Gründe erfinden, weiter für ihr Ego über die Leichen ihrer Spielkameraden zu gehen. Da sie nicht wissen, was sie tun, sei ihnen vergeben. Auch denen, die wussten, was sie tun, sei vergeben. Sie selbst sind eher Opfer des Ego-Lügengeistes, als Täter im Sinne von Zurechnungsfähigkeit. Sie glauben, sie sind das Ungeheuer. Es ist jedoch ihr Ego, wir könnten ihre Körper zwar töten und verbrennen, aber wir sehen stattdessen das Selbst hinter ihrer verrückten Ego-Partition des Geistes, das uns nun diese Schicksalsbelehrung ermöglicht. Wo bleibt ihre Schuld im Leuchten der Welt? Es gibt keine Schuld – wir alle haben diese Situation selbst herbeigeführt. Es waren Fehler, keine Sünden.


    9. Offenheit bedingt zunächst das Verlernen des vorherigen Geistesinhaltes. Ein schon gefüllter Geist kann keine neuen Inhalte aufnehmen. So ist der Gedanke, die Entwicklung irgendwann im Leben abgeschlossen zu haben, ein Stopp-Befehl für die Entfaltung der Seele. Wenn das Staunen geht und die Langeweile Fuß fassen kann, wurde die Entwicklung eingestellt.


    10. Offenheit ist die Voraussetzung zum Erlernen der schöpferischen Verwendung des Geistes. Zu glauben, machtlos zu sein, bedingt den Zustand der Machtlosigkeit. Glauben wir, machtlos zu sein, beginnt die Projektionsspirale, die Ego-Raubtierdressur eines Geistes, der seine Energie aus dem Außen bezieht. Wir suchen die Erlösung aus der Knechtschaft der Schuld dort, wo sie nicht ist. In uns, wo sie zu finden wäre, vermuten wir sie ob des lärmenden und leidenden, in Dichotomien gespaltenen Verstandes nicht.

    Wie dieses im Kurs ausgedrückt wird, könnte mein morgiger (und heute schon gestriger) Übungsgedanke verdeutlichen:


    „Reiner Geist bin ich, ein heiliger Sohn Gottes, frei von allen Grenzen, sicher und geheilt und ganz, frei, zu vergeben, und frei, die Welt zu erlösen.“ (1)



    Wem es gelingt, diesen Gedanken zu 100 % als wahr anzunehmen und darauf zu vertrauen, dass der Heilige Geist diese Worte in jeden Geist trägt, könnte diejenige Seele sein, die den Kettenbrief der Vergebung aufgibt. Jeder Gedanke in Richtung Vergebung ist ein Tropfen auf dem Meer des verbundenen Bewusstseins. Alle Tropfen sind das Meer und das Meer ist in jedem Tropfen.


    Angemerkt sei, dass der Begriff Sohn die Frauen nicht ausschließt, sondern die Seele vor der Spaltung in die dualen Bestandteile in ihrer Ganzheit beschreibt. Es könnte ebenso gut Tochter und Tochterschaft heißen. Gestatten wir uns, eine nonduale Ebene unseres Selbstes als Möglichkeit vor der Trennung in die Dualität anzunehmen, heben wir die Mangeldefinition auf. Mangel an Liebe bedeutet, Liebe bekommen zu wollen. Fühlen wir die Ganzheit der nondualen Betrachtungsebene, im Kurs mit der Schau, dem Erkennen, oder Reinem Geist beschrieben, suchen wir nicht mehr, was schon in uns ist.


    Es gibt einfach ein einziges Selbst, aus dem alle Seelenfunken stammen. Der Krieg um Besonderheit vor unserem Freund ist relativer Blödsinn. Jeder ist eine einzigartige Verkörperung dieses Bewusstseins, ein Selbst auf der Suche nach Selbstausdruck. Jeder ist jederzeit alles.


    Daher kann niemand etwas Besonderes sein – obwohl eine jede Seele einzigartig ist. Manche haben bisher mehr Zeit zum Lernen in unserer erdigen Schule verbracht, manche wurden einfach später eingeschult. Am Ende der Zeit wird der Lehrplan der Vergebung erreicht sein. Mehr ist nicht zu tun, als liebevoller Frieden zu sein. Eine Grundschule, in der die Kinder so lange „Sitzenbleiben“, bis sie im Sarg herausgetragen werden müssen, ist kaum vorstellbar.


    Jeder zornige Gedanke ist ein Schritt in Richtung des Kellerkindes Homo Rumsau Sapiens.
    Jeder freudige Gedanke ist ein Schritt in Richtung unseres Selbst. Ein Lichtblick.


    Einzig, weil ich denke, diese Informationen hätten es verdient, weitergegeben zu werden, schreibe ich diese Buchvorstellung. Natürlich empfehle ich, das Original zu lesen. Hier wird eher versucht, die Veränderungswirkung zu beschreiben, die in den Übungszeiten mit dem Heiligen Geist entstehen.


    Der Kurs ist weder schwer, noch ist er leicht. Er ist für jeden Menschen der Kurs, der er einfach ist. In der Wiederholung der 365 Übungen kann ich erkennen, wo damals Offenheit fehlte, den gesamten Informationsgehalt schon erkennen zu können. Diese Fallstricke subjektiver und selektiver Wahrnehmung können in der „Denkschule des Heiligen Geistes“ aufgelöst werden. Für mich ist es eine Geistesschulung, die mich von Konfliktanbindungen befreit. Wozu wird es einst gut gewesen sein?


    Es reicht mir einfach, unserem Freund zu wünschen, dass seine Wünsche für uns Wirklichkeit werden. Eines Tages wird sich unser Freund mitsamt der Heiligen Familie über die Wiederherstellung unserer geistigen Gesundheit freuen. Aus dieser geistigen Gesundheit entsteht die Welt, die uns gefallen wird. Selbst wenn wir uns jetzt noch nicht wieder daran erinnern können, wie es sich einst anfühlte – offen zu sein.


    (1) Seite 173 Übungsbuch, Lektion 97 „Ich bin reiner Geist“, Greuthof Verlag

  2. #52

    AW: 10. Offenheit Teil 2

    Offenheit in der Praxis


    Offenheit bedeutet, ständig daran festzuhalten, nichts schon wirklich verstanden zu haben, weswegen wir um die Berichtigung unserer bisherigen Fehlwahrnehmungen bitten. In der Praxis des Kurses mit seinen 365 Übungen bin ich in der Wiederholung heute erneut bei Lektion 99.


    Es wird nahegelegt, die Gedankenübungen in diesem Stadium des Studiums stündlich durchzuführen. Praktisch wird ein neuroplastischer Umgestaltungsvorgang des Netzwerkes Gehirn angeregt und neue Leiterbahnen prägen neue Bewusstseins- und Körperzustände.
    Der Leitgedanke dreht sich um den Gedanken der Erlösung, was eine Begriffsklärung erfordert, die im Kurs so ausgedrückt wird:


    „Erlösung ist die einzige Funktion, die ich hier habe. Erlösung und Vergebung sind dasselbe.“



    So wird zum einen der Nutzen von Vergebung als Befreiung aus der Schuld deutlich, des Weiteren unser eigentliches Lernziel definiert: Uns aus dem Kreislauf von Schuld, Angriff, Hass, Rache, Tod. Leiden, Krankheit und innerer Zerrissenheit zu befreien.


    In der praktischen Anwendung beziehen die Leitgedanken zuweilen eine konkrete Anwendungsform mit ein, die individuell gestaltet werden kann, indem die Sätze dem angepasst werden, was uns ärgert, aufregt und scheinbar angreift.


    „Erlösung ist die einzige Funktion, die ich hier habe. Gott ist Liebe weiterhin und [dies] ist nicht sein Wille.“



    Die Zerrissenheit entsteht in Zielkonflikten, die Ausrichtung auf eine Funktion bedingt Zielkongruenz. Stimmen innere und äußere Ziele darin überein, Vergebung als die Erlösung aus dem dunklen Keller der Schuld anzusehen, folgt der wesentliche Teil des Satzes:

    „Gott ist Liebe weiterhin.“



    Gott war Liebe, ist Liebe und wird Liebe sein. Zu wieviel Prozent wir das annehmen können, bestimmt den Grad der Zweifelsfreiheit, wobei es bei der konkreten Anwendung egal ist, ob wir die Gedanken „glauben“ oder sie sogar direkt ablehnen. Für die Funktion des Kurses ist es unerheblich, es wird nur die Bereitschaft gefordert, die Gedanken offen auf ihre spezifische Wirkung hin zu prüfen.


    Über diese Erfahrung wird die Verbindung zur Quelle liebevoller Gedanken geknüpft.


    Um den vierten Teil des Satzes einzuordnen, ist der Wille Gottes zu erkennen, was für uns natürlich bedeutet, die Liebe als Ursache und Wirkung zugleich anzuerkennen. Es ist nicht Gottes Wille, nicht liebevolle Gedanken zu denken.


    Als Beispiele für die Einbindung auftauchender Gedanken und Emotionen könnten die folgenden Einsetzungen für (dies) individuell aus der Innenschau einbezogen werden:


    Vergebung ist meine einzige Funktion, die ich hier habe. Gott ist Liebe weiterhin und die Gewalt auf dem Planeten ist nicht sein Wille.

    -
    … Gott ist Liebe weiterhin und Lieblosigkeit ist daher nicht sein Wille.

    - … Gott ist Liebe weiterhin und Unterdrückung ist somit nicht sein Wille.
    - … Gott ist Liebe weiterhin und das Leiden der Menschheit ist niemals sein Wille.
    - … Gott ist Liebe weiterhin und die Zerstörung der Planeten ist nicht liebevoll und kann daher unmöglich sein Wille sein.
    - … Gott ist Liebe weiterhin und die sich ausbreitende Hoffnungslosigkeit macht uns lieblos und kann insgesamt nicht sein Wille sein.
    - … Gott ist Liebe weiterhin und Freudlosigkeit ist nicht sein Wille.
    - … Gott ist Liebe weiterhin und Krankheit kann daher nicht sein Wille sein.
    - … Gott ist Liebe weiterhin und Schuld kann nicht sein Wille sein.
    - … Gott ist Liebe weiterhin und Unehrlichkeit kann nicht sein Wille sein(, da sie nicht liebevoll ist)


    Was hierbei als Wirkung auftritt, entsteht in der Verbindung zum Heiligen Geist, den wir im geistigen Netzwerk auch als „Systemadministration“ betrachten könnten. Nach der Innenschau, die unsere zu klärenden Fehlverknüpfungen und Dichotomien an die Oberfläche bringt, prüfen wir, ob die angestrebte Situation der liebevollen Absicht unseres Freundes entspricht. Seine Antwort wird immer eine Form des Friedens sein. Es kann kein nicht liebevoller Gedanke in unserem Freund entstehen, denn Liebe kann kein Gegenteil haben.

    So teile ich meine Gedanken und Emotionen offen mit, und prüfe, ob der entstehenden Satzform eine liebevolle Absicht innewohnt. Wie würde sich eine ehrliche Welt anfühlen? Kann Lüge Gottes Wille sein? Kann Lüge dann unser Wille sein?
    Das stündliche Date mit der Systemadministration macht mir in der zweiten Übungsreihe sogar noch mehr Freude. Es sind Verabredungen mit dem Geist, in denen folgender Satz eine Bedeutung erhält:


    „Vergib, was du gemacht hast, und du bist erlöst.“



    „Dann wende dich Ihm zu, der deine Funktion mit dir teilt, und lasse Ihn dich lehren, was du zu lernen hast, um alle Angst wegzulegen und dein Selbst als Liebe zu erkennen, die kein Gegenteil in dir hat.“



    Mehr als diese Bereitschaft ist nicht nötig, das Ziel in dieser mit Gott geteilten und liebevollen Absicht ohne jeden Zweifel zu erreichen. Unterscheidungsfähigkeit zu entwickeln, was die Ziele des Egos und was die Ziele des Selbstes sind, gehört zum persönlichen Lernprozess. Würden wir nur schon wieder verstehen, dass Gottes Wille für uns Glück, Freude und Liebe ist, dann wäre unser Geist ganz und geheilt, sicher in Mutters Schoß und Gottes Hand. So könnte der Heilige Geist als eine weibliche und mütterliche Kraft gesehen werden, die Systemadministratorin über die Mater Materie ist schöpferische Lebenskraft.


    Uns mit dieser Lebenskraft in einer liebevollen Absicht zu verbinden, könnte die schöpferische Verwendung unseres Geistes genannt werden. Denn wir wollen nur, dass Gottes Wille für uns geschieht, der identisch mit dem Willen unseres Selbstes ist.


    Gott ist Liebe weiterhin. Es gibt keine Liebe, die nicht darin ihre Ursache hat. Die Wirkung der Liebe in der Körper-Materie obliegt dem Heiligen Geist, unserer Mutter. Auch wenn im Kurs ein männlicher Artikel für den Heiligen Geist verwendet wird, fühlt sich die Energie weich und fließend an, die sich nach der Anwendung der Gedanken in meinem Körper ausbreitet. Im nondualen Denken kann ich wohl noch dazulernen...



    Alle Zitate in „“ aus: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag, Seite 178, Handbuch für Lehrer

  3. #53

    Berichtigung eines Irrtums

    „(1) Du verwechselst nur die Deutung mit der Wahrheit. (2) Und du hast Unrecht. (3) Doch ist ein Fehler keine Sünde, noch ist die Wirklichkeit durch deine Fehler von ihrem Thron genommen worden. (4) Gott herrscht für immer, und allein SEINE Gesetze walten über dich sowie die Welt. (5) Seine Liebe bleibt das Einzige, was es gibt. (6) Angst ist nur eine Illusion, denn du bist wie ER.“ (Quelle 1)


    Du verwechselst nur die Deutung mit der Wahrheit.


    (1) Solange wir persönliche Deutung mit objektiven Tatsachen verwechseln, können wir die Wahrheit nicht erkennen und keine Berichtigung wirklich dauerhafter Natur kann vom Heiligen Geist vorgenommen werden. Solange wir lernen, sind wir von einem Erkennen objektiver Tatsachen naturgemäß noch entfernt und können die Gesamtheit des Lehrplans in seiner zeitlichen Koordination nicht überblicken.


    Mit dem Aufgeben des Urteils erlernen wir neue Offenheit und überwinden theologische Begrenzungen. Als theologische Begrenzung sei hier die Fixierung auf die Schuld angesprochen, die uns zu vermeintlichen Sündern macht. Erlösung ist die Aufhebung des Glaubens derer, die an Schuld glauben. Solange wir Schuld im Gegenüber erkennen, sind wir von den Tatsachen weit entfernt, die Berichtigung führt uns dorthin, wo keine Schuld mehr wahrgenommen wird. Dort ist Frieden. Deutung in diesem Sinn erzeugt UN-Frieden, denn Tatsache ist die Unschuld vor Gott.


    Auf die Heiligkeit der Unschuld im Gegenüber zu blicken, leuchtet die Trennung des Ego-Verstandes hinweg und den Heiligen Geist herbei. Auf das Ego zu schauen und ihm Wirkung zu verleihen, stärkt den Irrtum. Wie könnten wir einen Irrtum berichtigen wollen, verstehen wir weder uns selbst, und noch viel weniger den Lebensfilm des Gegenübers.


    Erkenne dich selbst, bedeutet, zu erkennen, zu keiner objektiven Deutung fähig zu sein. Wir wissen nur, nichts zu wissen. Womit Lernen einen Nutzen erhält und doch immer ein zeitlicher „Zwischenstand“ bleibt, der in der Ewigkeit nicht geschehen ist.


    Vergleichbar mit einer Spielfigur in einem Adventure-Spiel mit sieben Ebenen, die in sieben Stufen durchlaufen werden, wobei die jeweils notwendigen Fähigkeiten erlernt werden und dieser „Spielstand“ zur Sicherheit gespeichert wird, um beim Verlust der Spielfigur an dem Punkt weitermachen zu können, an dem die Figur ihren „Fehler“ noch nicht begangen hatte.


    Gehen wir einmal davon aus, wir haben schon alle Ebenen durchlaufen, bevor wir wieder Materie als Lernprogramm wählten, dann könnten wir von einem späteren Selbst ausgehen, dass alle notwendigen Informationen schon besitzt. Dieses spätere Selbst unseres heutigen Selbst steht in Verbindung zum Heiligen Geist, den wir in dieser Analogie als „Systemadministratorin“ betrachten könnten. Keine Analogie kann die Erfahrung der Tatsachen ersetzen, doch sich ihr zu nähern suchen. Offenbarung ist das, was uns in der Zeit gesagt wird, was jetzt liebevoll wäre.


    Oft sind es spontane Reaktionen, ohne denken zu müssen, in denen der Heilige Geist als Systemadministrator in uns wirksam wird. Jeder wird seine individuellen Erfahrungen mit Unfall- oder Extremsituationen gemacht haben. Manchmal wissen wir vorher, was geschehen wird und können dadurch zuweilen Schlimmeres verhindern. Manchmal wissen wir über einen „Fehler“ vorher und begehen ihn trotz dieser mahnenden inneren Stimme des Gewissens.


    Nach einem „Fehler“ stellen wir dann wieder fest, durch die Deutung an den Tatsachen vorbeimarschiert zu sein. Eine winzige Kleinigkeit übersehen zu haben, die den Ausgang von Planung völlig über Haufen wirft, nennt man die Truthahnillusion:

    Da der Truthahn nicht weiß, wann Thanksgiving ist, führt das Übersehen dieser Tatsache zu der rechnerisch immer richtiger werdenden Annahme, dass der Bauer ein Wesen sei, dem man statistisch abgesichert, mit jedem Tag mehr glauben könne. Weil das Verstandes-Ego des Truthahns jedoch die Kleinigkeit mit Thanksgiving übersieht, ist seine rechnerische Deutung eine Illusion.



    „Und du hast Unrecht.“


    (2) Eine einzige Vorstellung vom Verlauf des Spieles ist nur im Geist des „Spieleerfinders“ zu finden. Diese Vorstellung ist unsere Ewige Unschuld.

    Es ist nur eine Analogie und es steht jedem frei, diesen Gedankengang zu folgen. Er beinhaltet die Umkehrung des Glaubens an die Schuld, denn wenn die Ewigkeit unsere Unschuld bezeugt, muss unser Ego im Irrtum sein.

    Entweder wir alle sind sündig, dann hat die katholische Kirche Recht, oder wir sind alle unschuldig – dann hat Gott mit seinem Ewigen Urteil über uns das alleinige Recht. Immerhin hat Gott die Gesetze dieser „Lernsoftware“ mit dem Namen „Vergebung durch Aufhebung des Glaubens an die Schuld“ ins Leben gerufen. Wir sollten echt heilfroh sein, mit unserer bisherigen Deutung der Welt Unrecht gehabt zu haben.

    Bei mir dauerte es recht lange, bis ich richtig verstanden habe, was es bedeutet, dass Gott für unsere Unschuld in der Ewigkeit bürgt. Alle „Avatare“, also „Spielfiguren“, haben ihren gewählten Verlauf des gemeinsamen Erlernens von Vergebung schon hinterlegt. So wird im Kurs gesagt, wir sind auf einer Reise, deren Ziel gewiss ist, sobald Bereitwilligkeit besteht, die Schuld als Zivilisationsprinzip loszulassen.

    Freie Entscheidung bedeutet also nicht, das Ziel des Lehrplanes aufheben zu können. Zwar sind wir zu gewaltigen Verzögerungen fähig, doch dem kollektiven Ego geht die Puste aus. Die Abwehr unserer kollektiven Wahrheit, die paradigmenfreie Verbundenheit aller Teile, kostet ungeheuer viel Energie und könnte, würde sie kohärent genutzt, von Heiligen Geist als Systemadministratorin zu dem Spielverlauf verknüpft werden, der vom Erfinder der Lernsoftware für werdende Ebenbilder als Ziel im Sinn behalten wird.

    Freie Entscheidung bedeutet nur, die Zeit des Lernens bestimmen zu können. Nicht, ob wir Lernen werden, was zu lernen jedem Teil bestimmt ist.


    „Doch ist ein Fehler keine Sünde, noch ist die Wirklichkeit durch deine Fehler von ihrem Thron genommen worden.“



    (3) Ein Fehler bedarf einer Berichtigung seiner Ursachen, keine Schuld und noch weniger Strafe. Ein Fehler ist eine Fehlwahrnehmung des Egos. Ein zorniges inneres Kind, das Angst hat und schreit werden wir nicht beruhigen, wenn wir es bestrafen. Jemanden für etwas zu bestrafen, was es als Ego nicht beurteilen kann, bringt uns nicht weiter. Wir alle haben uns geirrt und wir sollten froh über die Möglichkeit zur Berichtigung des kausalen Irrtums sein. Eines kausalen Irrtums, der uns eine schuldige Ego-Welt als alternativlose Wahl gezeigt hat, die jedoch in der Ewigkeit keine Veränderung zur Folge hat. In meinen Worten spreche ich hier von einer „Kindersicherung“ für das Ego.


    Das Ziel der Reise ist sicher. Der Narr hat den König nicht vom Thron gedrängt, wir sind unschuldig. Der Wille unseres Vaters für uns ist vollkommenes Glück. Das ist die zu erreichende Vorstellung, die Vergebung zu einem Dienst an Gott werden lässt.


    Eine Religionssynthese, die in globalem Interesse eines Gottes wäre, der alle seine Kinder bedingungs- und grenzenlos liebt, benötigt die Akzeptanz, das Gott unser Glück will. Teilen wir diesen Willen mit IHM, dann verschwinden die Zweifel. Der Zweifel, dass wir nicht unschuldig sein könnten, ist die Stimme des Egos.


    „Gott herrscht für immer, und allein SEINE Gesetze walten über dich sowie die Welt.“



    (4) Es ist kein Spiel, es ist ein Irrtum, der aufzuheben ist. Ein einziger Irrtum besteht: Es ist der Glaube, jemals von Gott getrennt gewesen zu sein. Daraus wurde der Alptraum der Angst geboren. Einer Angst, die unberechtigt erscheint, sobald Liebe als die Ursache des Universums und der materiellen Erscheinungen angesehen wird.


    Wir unterstehen keinen Gesetzen, außer den Gesetzen Gottes. Christus kam, die Gesetze anzuwenden, nicht sie zu ändern. So, wie die NSA die „Gesetze der Fenster“ schrieb und so über alle Rechner waltet, waltet der Heilige Geist als Mittler für Gott zwischen Soll- und Ist-Zustand des kollektiven Traums der Vergebung.


    Für Gott ist dieses nicht geschehen. Sehen wir uns als Körper, können wir es nicht mehr akzeptieren, allein die bedingungslose Liebe in der Heiligen Beziehung zu Gott im jeweiligen Gegenüber zu sehen. Wir urteilen nach den Gesetzen, die wir im Ego-Verstand bisher verstanden haben, wobei sie mit Sicherheit nicht die Gesetze Gottes abbilden.


    Gottes Gesetz ist Liebe und daher wird die Zeit gebraucht, bis die Liebe sich ausbreitet.


    Wenn die Liebe dort gefühlt wird, wo sie sein wollte, dann besteht für die Zeit und diese Form von Raum keine Notwendigkeit mehr. Die Liebe ist immer in unseren Herzen, allerdings brausen dort die Stürme des Zorns und übertönen den Frieden.


    „Seine Liebe bleibt das Einzige, was es gibt.“



    (5) Gott ist Liebe und daher sind wir es auch, sagt der Kurs. Statt auf den Zorn der inneren Schreikindes mit Zorn zu reagieren, spenden wir die Liebe, die den Hilferuf zum Ausdruck brachte. Mit dem inneren Kind ist die Gedächtnispartition gemeint, die als emotionales Gedächtnis noch keine Worte und ihre Bedeutungen zur „Beurteilung und Deutung“ kannte.


    Diesem inneren Kind zu begegnen, und es trotz seiner derzeitigen Schreikrämpfe zu lieben, ist das Einzige, was unserer kindlichen Globalseele aus dem Kokon des unverstandenen Eigennutzes zu erlösen in der Lage ist.
    Wir sagen dem Kind, es habe nur von Schuld geträumt. Es ist nicht geschehen. SEINE Liebe bleibt das Einzige, was es gibt.


    „Angst ist nur eine Illusion, denn du bist wie ER.“



    (6) Wenn wir sind, wie ER, weil wir weiterhin sind, wie Gott uns schuf, dann ist Angst unnötig. Wer sollte die Göttlichkeit im Gegenüber fürchten, ablehnen, bestrafen oder beurteilen wollen? Einzig, wenn Schuld existiert, ist dieser Irrtum möglich.

    Entweder fühlen wir die Liebe unseres Freundes oder wir fühlen Angst. Wie weit wir uns selbst davon befreien können, nicht zu wissen, wie heilig wir sind, könnte mit dem Entrinnen aus der Dunkelheit beschrieben werden.

    Und auch wenn Angst nur eine Illusion ist, ist sie sofort wirksam, wenn keine Liebe gefühlt wird. Zentral für den Kurs ist das Erlernen der Gegenwärtigkeit von Liebe. Wenn Liebe gefühlt wird, kann keine Angst vorhanden sein. Nur in der Angst erscheint Schuld wirklich. Die Aufhebung des Glaubens an die Schuld ist, was der Kurs mit Sühne beschreibt.
    Quelle: Seite 47, Handbuch für Lehrer, „Ein Kurs in Wundern“, Greuthoff Verlag

  4. #54

    AW: Berichtigung eines weiteren Irrtums

    Habe am Anfang des Textes eine Interpretation so aussehen lassen, als sei dies im Kurs so gesagt worden.

    Insgesamt besteht der Kurs aus 365 Gedankenübungen, die sich jeweils um einen zentralen Leitgedanken bewegen. Bei Anwendung der Gedanken über ein Jahr werden, mit der darin begründeten neuroplastischen Vernetzungswirkung, bestimmte Kohärenzgrade erreicht, [die, im Theta-Gehirnwellenmodus erfahren werden].

    Das steht so nicht im Kurs. Dort wird auf Aussagen, die kontrovers diskutiert werden könnten, verzichtet. Ob eine Beweisführung wissenschaftlicher Natur für die Beteiligung möglich ist, ist belanglos. Es geht um die Wirkung der Anwendung der Gedanken. War eine Auslegung meinerseits und es ist egal für die Wirksamkeit der Übungen, welche naturwissenschaftlichen Perspektiven es darauf gibt. Mein Fehler...

  5. #55

    Phasen des Lernens

    Zurück zum Vertrauen und den Phasen seiner Entwicklung. Weiter oben sind die Phasen der Entwicklung von Vertrauen angeführt, die jeweils bestimmte, analoge Entwicklungen beinhalten, die immer individuell zu verstehen sind. Wesentlich ist es, vom Ziel her denken zu lernen. Wenn wir akzeptieren, dass Leiden, Krankheit, Kampf und Tod nicht Gottes Wille für uns ist, sehen wir das Ziel, das uns in der Zeit bestimmt ist. Dieses Ziel ist die Heilung der Welt. Heilen und Sühnen, also das Aufheben einer Ursache, sind identisch. Zitat von weiter oben:

    Vom Ziel betrachtet, ist die letzte Phase der Entwicklung von Vertrauen, eine Zeit der Festigung des Erlernten, diesen Abschnitt im Lehrplan abzuschließen. Als Überschrift über diese Zeit könnte stehen:

    Das Zeitalter, an dessen Übergang die Menschheit den Nutzen von Vergebung lernte und dadurch die Kämpfe des Egos als sinnlos erkannte. Frage: Was könnte die Menschheit am Ende des Pfades über diese Zeit sagen? Was haben wir gelernt und gefestigt?

    Was könnte es mehr geben, als einen globalen Seelenfrieden? Gottes Friede und Gottes Freude sind Ewige Gaben. Die Gaben in der Zeit können wir nur behalten, wenn wir sie teilen. Doch wir erlangen dabei die Gaben, die in der Ewigkeit für uns bereitliegen.

    Das Studium bis zum Erreichen des Stadiums der Aufhebung der Ego-Projektionen beinhaltet folgende, für die Entwicklung von felsenfestem Vertrauen typische Phasen:

    1. Phase. des Aufhebens
    2. Phase des Aussortierens
    3. Phase des Aufgebens / der Überschneidung
    4. Phase des Zur-Ruhe-Kommens / Übertragens
    5. Phase des Ins-Wanken-Bringens
    6. Phase der Vollendung / Festigung des Gelernten in der Physis


    1. Wenn wir dem Nutzlosen immer weniger Wert beimessen, empfindet es das Ego als einen Verlust in die bisherige, auf dem Irrtum der Trennung aufgebaute Welt. Die Bedürfnisse verschieben sich langsam, wir wissen jedoch noch wenig mit unseren göttlichen Gaben anzufangen, daher erscheint das Verblassen der Ego-Welt als ein "Opfer" und ein scheinbarer "Verlust der bisherigen Investitionen in dieses System der Dinge" in der Welt wird wahrgenommen.

    Im Verlauf der Prozessentwicklung in den Gedankenübungen sieht das Ego einen Verlust, da es Angst vor Veränderungen in Frustrationen und Ärger umleitet. Die Seele lernt erst, das verletzte, innere Kind zu heilen und seinen emotionalen Zorn zu verstehen. Zorn, der gedanklich kein Äquivalent findet, da diese Verletzungen zumeist in einer Zeit entstanden, als Worte noch keine Bedeutung besaßen.

    Diesen Zorn des inneren Kindes aufzuheben, ist die erste Phase: Indem wir dem inneren Kind die Hand reichen, fühlt es sich erwünscht - und nicht ausgeschlossen. Spielzeiten für das innere Kind sind notwendig, die oftmals traumatischen Erlebnisse von Zurückweisung, Unverständnis und Defiziten in der Ahnenreihe als Chance und nicht als Bedrohung aufzufassen.

    Solange unser Ego einen Nutzen in diesem System der Dinge zu erkennen vermeint, erscheint uns diese Phase des Aufhebens auf kollektiver Ebene paradox. Doch ist es ein Opfer, die Taube auf dem Dach gegen den Spatz in der Hand einzutauschen?

    Globaler Frieden und individuelle Freude sind keine Gegensätze, sie sind zwei Seiten einer Medaille. Es ist nicht genug, einzig die Schuld im Außen zu suchen, in der Phase des Aufhebens wird die Wirkung des Glaubens an die Schuld berichtigt. Es ist weder schwer, noch leicht, es ist ein von der Ewigkeit bestimmtes Ziel - uns den Frieden und die Freude als Ewige Gaben anzubieten. Ob wir die Ewigen Gaben annehmen wollen, hängt davon ab, wieviel Wert wir im Ego-System der Dinge noch sehen.


    Das bisherige Nullsummenspiel zu einem Plussummenspiel umzuformen, gelingt, wenden wir die Definition unseres Freundes von wohlverstandenem Eigennutz an, die in meiner heutigen Tagesübung deutlich wird.


    Der Leitgedanke für heute ist:

    „Der Friede und die Freude Gottes sind mein.“ (1)


    Praktisch wird vorgeschlagen, sich mit seinen „Feinden“ auszusöhnen, indem wir auf nicht mit Abwehr auf das Ego im Gegenüber reagieren, sondern das Selbst dahinter stärken. Diese Wehrlosigkeit wird Stärke, wenden wir ein „geistiges Manöver“ an, das Schlachtfeld des Egos zu verlassen. Wir sagen uns beim Auftauchen von „feindlichen Gedanken“:


    „Mein Bruder / meine Schwester (Name XXX), Frieden und Freude biete ich dir an, damit ich Gottes Frieden und Freude als die meinen haben möge“. (2)


    Dieser wohlverstandene Eigennutz ist die Folge der Betrachtung der Welt als verbundenes System mit einem gemeinsamen Ziel: die Aufhebung der Trennung von unserem Freund. Unsere Göttlichen und Ewigen Gaben zu teilen, ist wahre Schöpfung, die keine Verlierer kennt. Es aufzugeben, im Verlust des Gegenübers einen Gewinn sehen zu wollen, ist die erste Phase des Lernens.


    Indem ich teile, was ich bin, lerne ich, die Gaben anzunehmen. Was ich nicht teilen kann, kann keinen wirklichen Wert besitzen und erzeugt Leid und Verlustmöglichkeit durch Mitabhängigkeit.


    Wollen wir uns für ein Überleben entscheiden, müssen sich die Werteskalen an zeitlosen, spirituellen Konzepten ausrichten. Alle Lebensenergie erhalten wir von unserem Freund, unser Freund ist das Leben in uns. Nach der Entscheidung für das Überleben steht dann die Kooperation mit dem Lebenssystem. In dieser Kooperationsabsicht wird die Bereitschaft erklärt, die bisherigen Irrtümer aufheben zu lassen.


    Dies ist die Einladung für den Heiligen Geist, unser Lehrer zu werden. Dein Lernprogramm wird initialisiert und das Ziel des Weges ist insofern sicher, als wir den Blick auf die Ewigkeit richten. Vom Ziel her betrachtet, gibt es keinen Zweifel, dass wir uns am Ende der Reise lachend in die Arme fallen werden.


    Wir müssen eben einfach die Ziele des Egos aufheben, indem ihnen Raum und Zeit entzogen wird. So schließt sich hieran Phase 2, das kollektive Aussortieren dessen, was wir als ausgelebt getrost abhaken können und künftig nicht mehr wählen.


    Auf diese Weise biete ich den kämpfenden Ego-Raubtieren Frieden und Freude an. Im Wissen, dass wir nur verbunden gesunden, ist wohlverstandener Eigennutz die Einsicht, dass uns nur nutzt, was allen nutzt.



    Quelle: (1 und 2) aus: Ein Kurs in Wundern, Lektion 105, Seiten 189/189, Greuthof Verlag

  6. #56

    AW: Phasen des Lernens

    2. Phase des Aussortierens

    In der Entwicklung des Vertrauens sortieren wir aus, was uns nicht in Richtung Seelenfrieden und autonomer Selbstregulationsfähigkeit bringt. Selbst-Regulation ist hier die Regulation des Bewusstseinszustandes durch das Selbst, nicht durch das Ego.

    In dieser Phase erkennen wir, dass die eintretenden Geschehnisse, Begegnungen und Dinge stets hilfreich sind, auch wenn das Ego versucht, seine Abwehrstrategie fortzuführen. Indem wir den lehrreichen Nutzen zu finden wünschen, wird aus der Bedrohung eine Situation, die letztlich hilfreich für die Seele und die Entwicklung von Vertrauen zum Selbst ist.

    Daneben sortieren wir die Dinge aus, die für uns mehr und mehr an Wert verlieren. Bei mir könnte gesagt werden, ich musste auf das Recht-Haben-Wollen verzichten lernen, auf den Zorn und die Wut, auf die Tendenz, die Welt in meinem Ego-Sinne umzugestalten und ich lerne weiterhin, auf die Stimme für unseren Freund in mir zu hören.

    Wie mit schwierigen Situationen umzugehen ist, lerne ich, wenn ich das Ziel des Selbstes im Gegenüber nicht bestimmen will und offen lasse. Der Wert einer Situation in dieser Noch- Welt der Ego-Träume liegt darin, das Selbst hinter dem Ego zu entdecken und die Bewusstseinszustände lieben zu lernen, die seine Anwesenheit mit sich bringen.

    Mein Bewusstsein lässt sich nicht mehr wirklich durch die Ego-Angriffe schockieren, sondern sieht auch in den abstrusesten negativen Zuwendungsspielchen einen Hilferuf der unentdeckten Seele auf ihrem Weg zum Selbst-Ausdruck. Der Wert einer Situation liegt daher in der Möglichkeit, das Ego vom Selbst unterscheiden zu lernen.

    Es zu versuchen, dem Ego im Gegenüber vertrauen zu können, ist ein enttäuschendes Unterfangen und führt dazu, auf das Selbst hinter dem Ego zu schauen und mit ihm in Kommunion zu treten. Mit dem Ego-Narren der Menschen brauchen wir nicht wirklich zu sprechen. Wir sprechen ihr Selbst direkt an, nicht ihr Ego. Dabei sind die Worte relativ unwichtig, es ist das Zutrauen in das Selbst im Gegenüber was nun Selbst-Heilungskräfte aktiviert und dabei sprechen wir "haarscharf am Ego vorbei". Auf den Narren des Egos einzugehen, macht wenig Sinn und seinen Fehlern und Irrtümern Bedeutung zu verleihen, stärkt das Ego in seinen Abwendungsstrategien der Wahrheit gegenüber.


    Was stärkt das Selbst in mir und gleichzeitig das Selbst im Gegenüber?

    Die Entbindung vom Wertlosen ist die Aufgabe der Investition in dieses System der Welt. Kollektiv ist es wertlos, den Planeten für bunt bedruckte Papierfetzen zu opfern. Diese eher weniger bewussten Handlungen fordern Bewusstheit, die nur im Selbst zu finden ist. So sortiere ich die negativen Bewusstseinszustände des Egos zunehmend aus und erreiche das, was als autonome Selbstregulationsfähigkeit im Ordner über Kohärenz in meiner damaligen Weltsicht formuliert wurde.

    Bereitschaft zur Veränderung führt zur Entbindung von dem, was als bewusst gewählte Unwissenheit zur Aufrechterhaltung des Ego Weltbildes bezeichnet werden könnte. Mehr als diese Bereitschaft zur Öffnung für Veränderungen ist nicht notwendig, den Lehrer einzuladen, der inwendig in uns ist.

    Sehen wir die Summe der fraktalen Selbste als ein Gesamtselbst, sehen wir unseren Freund in jedem Gegenüber. Auf das Selbst zu schauen, stärkt das Selbst. Wobei ein Grundsatz von Wundern dabei zum Tragen kommt:

    Wir Bekommen, um zu geben und wir Geben, um zu empfangen. Sehen wir ein Gesamtselbst, ist Geben und Empfangen EINS. Allerdings werden einzig die Gaben unseres Freundes mehr, wenn sie geteilt werden. Uns kollektiv vom Ego-Denken zu befreien, Geben sei eine Art des Verlierens, ist eine Art des Aussortierens von nicht Hilfreichem. Wenn die Welt versteht, dass Geben das Empfangen erst ermöglicht, könnten wir sie vom Kopf auf die Füße stellen.

    Wir sind nicht hier, um zu Nehmen. Wir sind hier, um Geben zu lernen. Wahre Schöpfung, also die kreative Verwendung geistiger Fähigkeiten, entspringt dem Überfluss unseres Freundes, nicht dem Mangeldenken unserer bisherigen Denkgewohnheiten. In den Leitgedanken finde ich, was geteilt werden kann, nämlich unsere Ewigen Gaben.

    Das Ego zu füttern und ihm ein Lätzchen umzubinden, ist der Denkansatz der klassischen Freud´schen Psychologie, die in ihrer Tiefenanalyse das Ego in seinen Wirkungen bezeugt und anerkennt. Allerdings wird der Klient entwürdigt, degradiert und herabgesetzt und nebenbei eine weitere Ko-Abhängigkeit vom Therapeuten geschaffen. Im Kurs wird mit der Anbindung an das Selbst gearbeitet und es wird auf das Licht gesehen. Mittlerweile sehen selbst die meisten Tiefen-Egologen die Unsinnigkeit des Unterfangens ein: Ein Ego kann nicht therapiert werden. Es wird in dem Maß weniger, in dem das Selbst einen Ausdruck zur Entfaltung findet.

    Was uns auf diesem Weg der Selbst-Entfaltung weiterbringt, wird gesucht. Was uns in die negativen Bewusstseinszustände des Egos führt, wird aussortiert und als nicht hilfreich anerkannt. Sind wir ehrlich, geht es uns ohne Anbindung an negative Geistfelder energetisch wesentlich besser. Aus diesem Lernen wird Toleranz gegenüber den Energiediebstählen des Egos möglich, das sucht, ohne jemals zu finden. Sanftmut gegenüber dem Ego ist dann die Folge des Lernens. Freude liegt darin begründet, das sich entfaltende Selbst in den leuchtenden Augen der Seele zu sehen und die Freude im Gegenüber zu mehren. Wehrlosigkeit gegenüber den Ego-Angriffen bedeutet Frieden und die Freude unseres Freundes. Großzügigkeit bedeutet die Umkehrung der Begrenzung in ein Plussummenspiel und Geduld mit dem Ego ergibt sich, sind wir uns der zweifelsfreien Ausgangs der Reise bewusst. Geistige Offenheit entsteht in der Anwendung der Gedanken, die wir mit unserem Freund teilen.

    Praktisch wird die Offenheit durch Gedanken wie den folgenden unterstützt:
    „Ich will still sein und auf die Wahrheit hören.
    Was heißt es, zu geben und zu empfangen?“ (1)



    In dieser Offenheit spricht Gott durch das Selbst zu denen, die sein Wort suchen. In der Bibel wird es das Ausgießen des Geistes genannt. An anderer Stelle wird von einem Herz aus Fleisch gesprochen, das ein verkauftes Herz aus Stein ersetzt. Nur, wer Liebe zu geben bereit ist, kann Liebe empfangen. Je mehr wir geben, umso mehr können wir offenen Geistes annehmen.


    (1): Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag, Lektion 106, Seite 190

  7. #57

    AW: Phasen des Lernens

    3. Phase des Aufgebens

    In der Phase des Aufgebens von Wertlosem befinden wir uns in einem Konflikt, solange den Investitionen in das bisherige System der Dinge noch Wert beigemessen wird. Nach dem Aussortieren von nicht Hilfreichem ist es ein weiterer logischer Schritt, diese Erkenntnisse auch umzusetzen.


    So könnte diese Überschneidungsphase als Zeitraum gesehen werden, indem wir die Wahl erkennen, das Wertlose aufzugeben. Um die Gaben unseres Freundes von den kümmerlichen Freuden des Egos zu trennen, dient der Grad des jeweiligen Unbehagens. Sobald ich nun eine Spur von Unbehagen in meinem Geist entdecke, weiß ich, mich in den gedanklichen Räumlichkeiten des Egos zu befinden.


    Immer, wenn ich Freude, Liebe, Unschuld, Vollkommenheit, Erkenntnis, ewige Wahrheit und Geistesfrieden empfinde, befinde ich mich in dem Raum, in dem das Göttliche Erbe eines jeden Menschen sich befindet. Dieses Erbe ist insofern nicht Teil des Lehrplans, da ein Erlernen in der Gegenwärtigkeit unseres Freundes nicht notwendig ist. Über die Erinnerung an dieses Erbe verbinden wir uns mit der Quelle aller Gedanken.


    Die Vollständigkeit der Quelle unserer Gedanken bedingt die Gleichzeitigkeit von Geben und Nehmen. Beides ist in Wahrheit eins. In Lektion 108 findet sich die praktische Anwendung der kreativen Geisteskraft, deren Anwendung der Kurs lehrt.


    „Geben und Empfangen sind in Wahrheit eins. Ich werde empfangen, was ich jetzt gebe. Ich biete jedem …. an.“ (1)



    In den Übungszeiten sage ich mir daher heute:


    Geben und empfangen sind in Wahrheit eins. Ich werde empfangen, was ich jetzt gebe. Ich biete jedem [ + XXX ] Seelenruhe]an.

    (natürlich durch die freundliche Unterstützung und Ausführung durch den Heiligen Geist, im Auftrag der Göttlichen Quelle der Gedanken)


    - Ich biete jedem Frieden an
    - Ich biete jedem Herzensgüte
    - Ich biete jedem Sanftmut an
    - Ich biete jedem Heilung an
    - Ich biete jedem Vergebung an
    - Ich biete jedem Geduld an
    - Ich biete jedem Schönheit an
    - Ich biete jedem Respekt an
    - Ich biete jedem Mitgefühl an
    - Ich biete jedem Ehrlichkeit an
    - Ich biete jedem Offenheit an
    - Ich biete jedem Harmonie an
    - Ich biete jedem Vollkommenheit an
    - Ich biete jedem Geistesfrieden an
    - Ich biete jedem Fülle an
    - Ich biete jedem Heilung an
    - Ich biete jedem Sühne an
    - Ich biete jedem Gottvertrauen an
    - Ich biete jedem die Berichtigung der Irrtümer an
    - Ich biete jedem Wunder an
    - Ich biete jedem die Einheit mit Gott an

    Wobei es der Heilige Geist im Namen unseres Freundes für uns erledigt, die Gaben Gottes zu überbringen und sie anzubieten. Ich bin nur derjenige, der die „Eingabeaufforderung“ formuliert, um zu geben, was unsere Funktion ist: Freude zu sein und zu mehren.


    Ich hoffe, die Funktion des Heiligen Geistes hierdurch besser verdeutlichen zu können. Worte sind recht begrenzt…


    (1) Ein Kurs in Wundern, Handbuch für Lehrer, Seite 196, Greuthof Verlag Freiburg 2010

  8. #58

    AW: Phasen des Lernens

    4. Phase des Zur-Ruhe-Kommens


    Wenn das Wertlose uns nicht mehr in seine Richtung zieht, sondern Vertrauen in die Resonanz unseres Freundes aufgebaut wird, spüren wir die aufkommende Sicherheit im Herzen immer deutlicher. Ein Hauch des Friedens entfaltet seinen zarten Duft und wir finden einen Ausblick auf die Seelenruhe, die in uns ist.

    Wir haben das Schlachtfeld des Egos verlassen und blicken erstmals von außen auf das Geschehen. Verbissen kämpfen die Egos weiter und das Schlachtengebrüll hallt durch die Zeit. Die Identifikation mit dem Gedanken, durch Kampf einen Vorteil gewinnen zu können, ist der Antrieb für die Streiter und Reiter im Namen des namenlosen Zorns.


    Der Schüler des Kurses beginnt, den Übertragungswert dessen zu erkennen, was bisher gelernt wurde. Mag es buchstäblich umwerfend sein, was an Potenzial übertragen werden kann, sehen wir das Verlassen des Ego-Schlachtfeldes nunmehr als Ausweg.


    „Gib auf, was du nicht willst, und bewahre, was du willst. Wie einfach ist das Offensichtliche?“ (1)


    Im Zur-Ruhe-Kommen liegt die Kraft, die für den weiteren Weg gebraucht wird, von dem der Schüler in diesem Stadium des Studiums erkennt, ihn gehen zu wollen. Er sammelt sich geht fortan mit Freunden an seiner Seite, die eine gemeinsame Absicht teilen:


    „Ich ruhe in Gott.“ (2)


    Beim Denken dieses Gedankens erkennen wir unsere zeitlose Identität. Sehen wir auf die Erscheinungen der Ego-Schlachtfeld-Welt zurück, erkennen wir zunächst, weiterhin in Gott zu ruhen. Ruhen wir in vollständigem Seelenfrieden in der Hand unseres Freundes, kann uns das Schlachtengebrüll zwar nicht mehr aufwühlen, doch Mitgefühl für die Wunden der Kriegskinder lässt den Wunsch nach einem Traum der Vergebung erwachen.


    „Dieser Gedanke hat die Macht, die Wahrheit zu erwecken, die schlafend in dir liegt und deren Schau über die Erscheinungen hinaus zu jener selben Wahrheit in allem und in jedem blickt, das es gibt.“ (3)


    In diesem Gedanken liegt der Frieden unseres Freundes, der ohne Gegenteil ist. Das Schlachtfeld liegt in der linearen Ego-Zeit, die Ewigkeit hat jedoch die Wahrheit über dich bewahrt. Ruhen wir in diesem Seelenfrieden, träumen wir einen „Gegentraum“. Ein Traum, der immer noch ein Traum, jedoch unser Erbe ist:


    Dem Schlachtfeld wird ein Raum hinzugefügt, der nicht Schlachtfeld ist. Ein Ort, an dem niemals Unfrieden herrschte und niemand den Traum des Todes träumt. Ein Traum der Hoffnung liegt in diesem Gedanken, der schon immer von dir mit unserem Freund geteilt wurde, der dein wahres Selbst ist. Im Traum der Hoffnung und der Vergebung gehen all die Freunde unseres Freundes mit uns, die unsere Absicht teilen, das Schlachtfeld verlassen zu wollen.

    Ein Ort, an dem Frieden ewig weilt und dieser Ort ist in dir. Warum suchen wir ihn verzweifelt im Außen?


    (die Anwendung des Gedankens in den ersten fünf Minuten einer Stunde unterstützt die Wirkung. Dies ist ein geteilter Gedanke zur Anwendung in bedrängenden Situationen. Daher beginne ich morgen mit der ersten Lektion des Übungsbuches. Doch Ruhe bietet der Gedanke auch ohne das Studium des Kurses. Denken, wirken lassen und in Körper, Seele und Geist beobachten, was geschieht. Bitte nicht mehr als sieben Anwendungen des Gedankens zu Beginn und schrittweise die Konzentrationsspannen verlängern)

    (1) Seite 11, Handbuch für Lehrer, Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag Freiburg, 2010
    (2) Seite 197, Übungsbuch Lektion 109, ebenda
    (3) Seite 197, Übungsbuch Lektion 109, ebenda

  9. #59

    AW: Phasen des Lernens

    Phasen des Lernens 5

    In der „Phase-des-Ins-Wanken-Bringens“ beginnen wir die Wirkungsweise der Berichtigung durch den Heiligen Geist zu verstehen. Mehr und mehr erkenne ich, zu keinem objektiven Urteil fähig gewesen zu sein. An Übungstagen wie den vorherigen werden die Möglichkeiten bewusst, die uns an sich offenstehen.

    Es ist kaum zu vermeiden, am Beginn der Übungen zu denken, die Aufgabe in den Glauben an unsere Ego-Urteilsfähigkeit sei ein Opfer. Je mehr ich den Gedanken zulasse, nur die Systemadministration kann den Verlauf des Lernprogramms kennen, umso mehr Offenheit für den Willen unseres Freundes kann ich entwickeln.

    Indem ich rückblickend prüfe, ob jemals eines meiner Ego-Urteile objektiv genug gewesen sein kann, komme ich zu der Überzeugung, kein geeigneter Richter zu sein.

    Es ist kein Opfer für uns, sich im Spiegel persönlicher Beziehungen an unsere Wurzeln zu erinnern. Es bringt jedoch das Ego-Denksystem ins Wanken und würde in dieser Phase nicht jeder Schritt in die Richtung unseres Freundes nachdrücklich verstärkt, wäre die Aufgabe des Ego-Denksystems fürwahr schwierig.


    Es sollen Illusionen durch die Wahrheit berichtigt werden, dies erfordert die Konstanz und Konsistenz der Anwesenheit von Liebe im Herzen. Um das zu bitten, was wir in einer Situation wirklich wollen, erfordert die Einsicht nicht zu wissen, was wir wollen – da wir nicht wissen – wer wir sind.


    Wie könnten wir wissen, was wir wollen, wissen wir nicht wer wir wirklich sind?


    Offenheit bedeutet, zu hinterfragen, ob die Annahme, den Dingen und Situationen eine bestimmte Bedeutung zu verleihen, nicht eine selektive Vereinfachung darstellte.


    „Man erblickt nur, was man schon weiß und versteht“, sagte Johann Wolfgang von Goethe im April 1819. Im Grunde passt diese Aussage haargenau zur ersten Lektion des Kurses:


    Nichts, was ich sehe, bedeutet etwas.“ (1)


    Im Gegensatz zur gestern vorgestellten Übung mit sieben Anwendungen, beginnt der Kurs mit einer einminütigen Anwendung dieses Gedanken, der das Ego-Denksystems beginnt, ins Wanken zu bringen und uns beweist, ein vorläufiges Urteil als END-gültig zu akzeptieren und für „wahr“ zu halten. Was, wenn wir uns geirrt haben?


    Wenn wir uns nicht ohne Urteil neu erblicken, bleiben wir die "Bisherigen" (getrennten Seelen). Wir können unsere Kollektivseele nur erblicken, wenn wir sie als existent betrachten und aus dieser Offenheit gründlich zu ergründen suchen. Einstein meinte, die Erkenntnis der Wirklichkeit begänne mit der Erfahrung und ende dort. Alle Fragmente von Gesetzmäßigkeiten deuten darauf hin:


    Die Welt, entsteht durch den, der sie (mit einer bestimmten Absicht) betrachtet, und ihre Qualität wird dadurch geprägt, mit welchem Wahrnehmungsapparat wir sie betrachten. Für die "Ultraschallausleuchtung" des umgebenden Raumes benötigt die Fledermaus keine „körperlichen Augen“, sie benutzt ein inneres Radar. Ein Radar, mit dem die Dunkelheit, die für uns "sichtbar" ist, „beleuchtet“ wird.


    Max Plank meinte, es gebe eigentlich keine beobachtbaren Größen, denn diese gehören zur Welt der Sinneswahrnehmungen. Wahrnehmungen, die etwas für „wahr“ annehmen, weil es beobachtet und übereinstimmend bezeugt wurde. Mit 5 von insgesamt 28 „Sinnesoktaven“ möglicher Wahrnehmung stolpern wir wie Maulwürfe durch "unsere" Welt. Fragen wir den Maulwurf, ob er die Welt oberhalb der Unterwelt vermisse, wird er keine Bedeutung darin entdecken. „Welche obere (geistige) Welt meinst Du?“


    Eine Vision möglicher Vollkommenheit beginnt mit der Frage, ob wir es für möglich halten, wieder zu werden, was wir einst waren, jetzt sind und künftig sein werden. Dann erst können wir die uns gegebenen Möglichkeiten erforschen und die geeigneten Messinstrumente entwickeln. Freude ist zwar zum Beispiel nicht messbar und doch würden wir genügend Zeugen dafür finden, die sie in ihrer Existenz bestätigen. Nur, weil wir uns keine Messgeräte für Freude vorstellen können, können wir sie nicht verstehen.


    Wenn wir den Dingen im Verlauf unserer Entwicklung eine Bedeutung verliehen haben, ist es schwierig, diese wieder zu „verlernen“, denn wir stellen sie nicht mehr in Frage. Keine Fragen mehr zu stellen, ist Inter-esse-losigkeit am Verlauf der Entwicklung des Universums. Als „Esse“ wird auch die Schmiede bezeichnet – wir begeben uns in einen Formungsprozess von individuellen Bedeutungsmustern und Konzepten.


    Die Aufhebung bisheriger Bedeutungen erfordert eine unbefangene Neubetrachtung der bisherigen Urteile über die Welt und die Dinge in ihr. Wir sehen, was wir erwarten zu sehen. Zusammenfassend könnte über die ersten 110 Übungen gesagt werden, dass wir ankommen, wohin der heutige Leitgedanke führt, den ich als Gedanken des Friedens weitergeben möchte:


    Ich bin, wie Gott mich schuf.“ (2)


    Ist zumindest meine heutige Anwendung. Lektion 1 bedeutet, zu erkennen, nichts so erkannt zu haben, wie es wirklich ist. „Nichts Wirkliches kann bedroht werden, nichts Unwirkliches existiert Hierin liegt der Frieden Gottes“, den wir nur erlangen können, wird er geteilt..


    Ab diesem Punkt ist eine eigene Entscheidung notwendig. Wir besitzen das Recht auf freie Entscheidungen in der Zeit. Wenn jemand sich für das Studium des Textbuches und der Übungen entscheidet, ist es ein Ruf, der nicht ungehört und unbeantwortet bleiben wird. Der Kurs steht für sich und wurde uns an die Hand gegeben, ihn in freier Entscheidung zu nutzen. Allerdings können wir nur nutzen, was wir kennen und daher zu verstehen lernen.


    Am Beginn schien es mir schmerzhaft zu sein, das gewohnte Denkgebäude meines Egos völlig in Frage zu stellen. Heute bin ich wirklich froh darüber, die Bereitwilligkeit zur Berichtigung der Irrtümer gezeigt zu haben. Die Einladung an den Heiligen Geist beginnt mit dem Leeren des Verstandes von „Ego-Messergebnissen“, die so sind, wie sie das Ego erwartet, weil es so gedeutet wird.


    Annehmen, also die Umkehrung der Ego-Abwehrstrategie, erfordert die Aufgabe des Urteils über eine Prozessentwicklung, die sich in jedem Moment entfaltet. Wir sehen nur nicht mehr hin, da unser Urteil schon fest auf Ego-Füßen ruht.


    Lektion 1 sollte unterschiedslos auf alles angewendet werden, ob auf die Gegenstände des Raumes, die Körper, die Schatten und die Zeichen. Alles ist hilfreich, was geschieht – erkennen wir, uns als Entwicklung zum Selbst zu empfinden.


    Weniger ist am Anfang mehr. „Eile-Mit-Weile“ bedeutet, eine sichere Basis zu schaffen.


    Schließlich: Wir sind, wie Gott uns schuf und ruhen sicher und seelenruhig in seiner Hand. Welche Grenzen sind dem Geist gesetzt? Wir träumen mit Gott den Traum von Vergebung. Warum Traum? Weil es nichts zu vergeben gibt. Es gibt keine Schuld. Wir sind, wie unser Freund uns schuf.



    (1) Seite 3 Übungsbuch, Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag Freiburg, 2010

    (2) Seite 199 Übungsbuch, Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag Freiburg, 2010

  10. #60

    AW: Phasen des Lernens

    6. Phase der Vollendung

    Da es mir bisher nicht wirklich gelang, das Urteil dauerhaft aufzugeben, kann ich darüber wenig aus Erfahrung sagen. Ohne Urteil die Dinge so anzunehmen, wie sie eben nun einmal jetzt sind, fordert die durchgängige Erfahrung von Stärke in uns selbst.


    Ziel des Kurses ist Seelenruhe, auf die in allen Erscheinungsformen gebaut werden kann. Aus dem Licht dieses Friedens kann der Zustand des Himmels völlig widergespiegelt werden und der weitere Weg wird leicht sein. Nur ein Urteil darüber könnte diesen Weg verstellen.

    Wohin sollten wir noch zu gehen wünschen, wenn der Seelenfrieden schon in uns ist? Zwar könnten wir uns darüber ärgern, diesen Frieden im Außen gesucht zu haben, doch im Ergebnis könnten wir feststellen:

    „Was wäre wünschenswerter als dies?“ (1)

    „Dies“ meint die Seelenruhe und den Seelenfrieden. Ein Zustand völliger Zufriedenheit ohne jegliches Bedürfnis (nach Veränderung des Bewusstseinszustandes). Seelenfrieden ist vergegenwärtigte Gegenwärtigkeit des beobachtenden Beobachters und in diesem Licht schmelzen die vereisten Schatten um das Herz dahin.

    Im Auftauen der kristallisierten Ego-Struktur liegt die Chance, alte Verkrustungen und Traumata mit einem neuen Nutzen zu verbinden. Hier könnte eine „Anweisung“ wie folgende hilfreich sein:

    Ich bin jetzt das Beste, was mir jemals passiert ist.

    Aber wie weit glaubst du daran, dass dies wahr sein könnte? Wäre der Seelenfrieden im Inneren zu finden, warum wurde uns gesagt, er sei im Außen zu suchen?

    Viele Formen von Irrtümern erfordern doch nur eine Berichtigung: Die Aufgabe des Konzeptes von Schuld durch Vergebung, die Aufhebung der Schatten durch den Kettenbrief der Sühne, was mit dem Wiedererkennen der Heiligkeit und des Lichts im Gegenüber gleichgesetzt werden könnte.

    Die Heilung der Welt ist eine Heilung des Geists der Welt. Den Körper der Welt heilen zu wollen, ohne den Geist der Welt als sicher und geliebt in Gott ruhend wahrzunehmen, umschreibt mehrfach angedeutete Ebenenverwechslung. In Gott existieren all diese Ebenen nicht mehr, die als Fragmentierung zur Möglichkeit der Ebenenverwechslung führen.

    Ein geheilter Geist der Welt wäre ein geeinter Geist der Welt. Wir können auch diesen Weltgeist nur untersuchen und gestalten, wenn wir diese Möglichkeit offen zulassen und prüfen, ohne vom Ego schon bewerten zu lassen, bevor die Antwort gegeben wird.

    Die zunehmend geringer werdende Zeitspanne zwischen Frage und Koinzidenz als Ursache und Wirkung eines geeinten Gedankens lässt uns die Vollständigkeit erleben, die als vollkommene Integration aller Seelenanteile dazu führt, Teil der Schöpfung zu sein.

    Synchronizität beschreibt die Gleichzeitigkeit von geeinten Gedanken, die ohne Gegenteil sind. Im Teilen von Göttlichen Gedanken wird „dies“ möglich. Sind wir uns dieser Verbindungsmöglichkeit nach dem Wegräumen der inneren Trümmer der Vergangenheit bewusst geworden, ist ein Scheitern unmöglich. Da der Heilige Geist als starker und mächtiger Verbündeter - und Mittler zum reinen Geist - unsere kleinen Patschhändchen in seine Hand legt und uns aufzeigt, was wir wirklich wollen würden, wüssten wir wieder, wer wir wirklich sind, können wir uns in aller Seelenruhe auf die „Systemadministration“ verlassen. Dahin führt der Weg der Entwicklung von Vertrauen in seinen spezifischen Phasen des Lernens und Lehrens. Wie Geben und Empfangen sind auch Lernen und Lehren eins.

    Völliges Vertrauen in die Liebe unseres Freundes zu uns wird in dieser Phase der Vollendung gefestigt. Das Wort unseres Freundes war, uns von allen Problemen durch den Heiligen Geist befreien zu wollen. Dieses Wort in aller Seelenruhe und ohne Zweifel anzunehmen, erlaubt es, nur ein einziges Problem gehabt zu haben, das zum Zeitpunkt seiner Entstehung mit einer Antwort versehen wurde: Dem Heiligen Geist, der dieses eine Problem lösen wird, indem das Ego durch das Selbst berichtigt wird. Es ist ein geistiger Vorgang, der sich dann auf die weitere Schöpfung ausbreitet, so, wie eine kleine Kerze in einem großen Raum es unmöglich macht, von Dunkelheit zu sprechen.

    Wir könnten ein verbundenes „Wir“ erkennen lernen, indem wir es näher beleuchten. Was wir der neuen Seele der Menschheit aus einem verbundenen Geist an Vollständigkeit zurückerstatten könnten, wird in der Physis eine Wirkung zeigen. Eine Wirkung, die als Antwort immer Frieden, Liebe und unser Glück darstellt. Könnten wir auf das Licht im Gegenüber vertrauen und damit den Heiligen Geist dorthin einladen.

    Jemand sagt gestern: „Weil ich in letzter Zeit immer mit einem Grinsen durch die Gegend laufe, glaubt mein Umfeld, ich sei verliebt.“

    Ich war in der glücklichen Lage, bemerken zu dürfen: „Du bist in Gott verliebt.“

    Dann grinsten wir und freuten uns darüber. Es gibt einzig die Liebe Gottes, auch im Gegenüber ist es immer die Liebe unseres Freundes, die uns gespiegelt wird.

    Freude ist die einzige Funktion, die wir hier haben. Vollendung bedeutet, sich vollends auf die Funktion zu konzentrieren, mit der Gott uns schuf: Freude zu sein.

    Die Übungen durchzuführen, sollte eine freie Entscheidung sein. Hier wollte nur die Wirkung auf den Geist in der Übertragung des Erlernbaren angedeutet werden. Auf ein Urteil verzichte ich an dieser Stelle. Wenn wir aufhören, den Dingen und Situationen eine erlernte Bedeutung zu verleihen, leuchtet die Welt in einer Frische neu auf, die erstaunt.




    (1) Seite 11, Handbuch für Lehrer, Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag Freiburg, 2010

  11. #61
    kls
    Laufkundschaft

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Leider kann ich keine inhaltliche Kritik üben, denn mein Hirn blockiert die Aufnahme. Das mag daran liegen, dass ich (wie Aerolith mal anmerkte) 'scheintot' bin, zumindest wenn es um Belange geht, welche ich schon längst beerdigte. Ich lese dennoch aufmerksam und verstehe nicht, wie jemand Sätze zustande bringt wie: 'Freude ist die einzige Funktion, die wir hier haben. Vollendung bedeutet, sich vollends auf die Funktion zu konzentrieren, mit der Gott uns schuf: Freude zu sein.'

    'Das ist doch Schnickschnack', wie Tante Hilda selig sagen würde und Deine Theorie der 'Abwehrmechanismen' gegenüber der 'anderen Wahrheit als bislang angenommen' vollauf bestätigen. Irgendwie habe ich auch den üblen Verdacht, dass hier mit einem uralten Trick gearbeitet wird: Du musst erst Glauben, damit sich EgalWas Dir auch offenbart.

  12. #62

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Würdest Du die Gedanken einfach denken, wäre es unerheblich, ob Du ihnen Glauben schenkst, oder nicht.

    Erstmal geht es darum, den Irrtum zu berichtigen, wir seien keine göttlichen Wesen. Das ist der Erbirrtum, jedoch ein anderer, als uns die Kirchenführer weiß machen wollen. Wir sind weder schuldig, den Sohn unseres Vaters getötet zu haben, noch gezwungen, vor dem Kapital der Vatikanbank im Schweiße unseres Angesichts auf dem Boden zu kriechen.

    Würde ich dem Ego-Wahnsinn noch eine Bedeutung verleihen, müsste hier angenommen werden, die Kirche vertritt die Illusionen der inexistenten "Gegenpartei".

    Auch daraus werden wir etwas lernen und daher wird auch dieser Erbirrtum der Kirchen rückstandsfrei getilgt werden. Wir sind unschuldig, die Kirchenführer sind Opfer dessen, den sie ablehnten. Wie könnte es anders sein? Wer seine Schäfchen als Mörder, Ketzer und Sünder brandmarkte, verurteilte sich selbst.

    Es geht um die Aufhebung der Trennung zu Gott und dahingehend ist das didaktische Prinzip der Weltkirchen genau das Gegenteil. Doch nur, wenn wir erkennen, dem gleichen Götzen des Ego aufgesessen zu sein, können wir ihnen und uns vergeben, diesen Schwachsinn geglaubt zu haben. Wer sich niemals langfristig geirrt hat, möge den ersten Stein werfen.

    Nur in dem Maß, in dem wir das PR-ob-lem daran erkennen können, verdient diese getrennte Ego-Schwachsinns-Welt überhaupt Beachtung. Von der körperlichen Ebene allein gewinnen wir keinen Einfluss auf die Gruppengeister der organisierten Kirchen. Diese Gruppengeister sind wahrhaft satanisch, zumindest die katholischen Gruppengeister mit ihrem P2-Berlusconi sind sich ihrer Göttlichkeit und damit zusammenhängenden Aufgabe nicht bewusst.

    Das Wunder, die Staatskirchen mittelalterlicher Prägung zu erhellen, wird im Licht gesehen. Es gibt keine Schuld, selbst ihr Versagen, uns mit Gott zu verbinden, wird einen Sinn haben. Die Kraft, die stets das Böse will und doch das Gute schafft, ist das Ego. Erst, wenn das Problem erkannt wird, kann es aufgelöst werden. Es sind die guten Vorsätze, mit denen der Weg zur Hölle gepflastert ist. Daher ist die Aufgabe des Urteils so wichtig:

    Wenn wir an der Berlusconi P2 Maske die Maske des Egos erkennen werden, das sich mit seinen "guten Vorsätzen" den Weg in das Urteil gebahnt hat, werden wir später froh sein, diesen Fehler erkannt zu haben, damit er berichtigt werden kann.

    Verstehtst Du Goethe echt nicht? Es kann sich nur offenbaren, was Du Dir schon vorstellen kannst. Von Gott kann sich jedoch zur Gänze kein Bild gemacht werden. Im Kurs lernen wir, seine Anwesenheit zu fühlen. Das ist Erfahrung, nicht Glaube.

    Glaube bitte kein Wort, was ich Dir sage, ohne es vor Dir selbst zu prüfen. Wende die Gedanken an, die hier vorgestellt wurden und sage dann, ob sie wirken.

    Wenn Du es schaffst, sieben Mal den Gedanken: "Ich ruhe in Gott" zu denken, ohne die Wirkung zu verspüren, sich mit der Ursache verbunden zu fühlen, könntest Du aus Erfahrung sprechen.

    Einfach aus Spaß am Erforschen der Wirklichkeit die Möglichkeit ins Auge fassen, nichts so erkannt zu haben, wie es wirklich ist.

    Beim Einatmen (4 Mal) gedacht, wird Energie aufgenommen und gestaut. Beim Ausatmen (3 Mal) wird die gestaute Energie wieder an das Universum abgegeben. In der Praxis könnten wir einen Gedanken induktiv einatmen und deduktiv ausatmen. Vergleiche doch mal unbefangen den Unterschied. Ist die einzige Erweiterung des Kurses, die Gedanken mit dem Atmen zu verbinden und nicht Bestandteil des Kurses. Ergab sich bei meiner Selbstbeobachtung, wie die Gedankenenergie im Körper wirkt.

    Es geht um die Umkehrung der Perspektive, unsere Welt steht auf dem Kopf. Wir versuchten, spirituelle Verbindung durch die Anbetung von Materie und Geldgötzen zu finden. Erst, wenn wir auf der materiellen Ebene Frieden und Glück gefunden haben, sind wir bereit, uns höheren Gefilden zuzuwenden. Da wir jedoch in einander entgegengesetzten Ego-Träumen gefangen zu sein scheinen, kollidieren Ego-Welten miteinander.

    Eine Annäherung an Gott ist im materiellen UN-Frieden jedoch unmöglich. So entfällt die mögliche Umkehrung des Denkens, die materiellen Umstände von einer spirituellen Warte zu betrachten und dadurch zu erhellen.

    Die Aufhebung dieses dunklen Traumes der scheinbaren Trennung von unserem Freund geschieht in der Zeit durch Wunder. Wenn dem Ego-Schwachsinn keine Wirkung beigemessen wird, indem ihm durch ein Urteil eine Wirkung zugemessen bekommt, fällt die Ego-Matrix wie der Staub in sich zusammen, aus dem unser persönliches Ego besteht. Es ist nur ein Schatten, ein Vorbote unseres wahren Selbst.

    Ohne die Möglichkeit, am Wahnsinn des Egos zu erkennen, was das Selbst ist, würde die Gesamtentwicklung keinen Sinn ergeben. Es geht um die Aufhebung des Glaubens an die Schuld und die Egos der Kirchenfürsten fahren mit diesem Selbst ein ungleiches Rennen: sie können nicht gewinnen und ihnen rutscht das Herz in die Hose bei dem Gedanken, wir könnten ihnen nicht vergeben.

    Nur aus der Vergebung heraus können wir einen Neubeginn finden. Wie lange will die Welt denn noch nutzlos "Schuld" an dem inneren Dilemma im Außen suchen?


    Das Wunder beschreibe ich im nächsten Beitrag, denn Dir diese Möglichkeit näher zu bringen, begann ich das Unterfangen, den Kurs vorstellen zu wollen. Du hast Recht: Ich versuche zu Lehren, was ich selbst erst lerne.

  13. #63

    AW: Ein Kurs in Wundern

    "Ergab sich bei meiner Selbstbeobachtung, wie die Gedankenenergie im Körper wirkt."

    Ergänzung: Bemerkte ein Kumpel, das sieben Einatmungen am Anfang ausreichen sollten. Bei 4 Ein- und 3 Ausatmungen liegen wir bei einem zusätzlichen Gedankenquanten. Gedanken sind Energie. Für weitere mögliche Erfahrungen in der Anwendung vorgestellter Gedanken wäre ich dankbar. Die Gedanken in den Atem zu verlegen, ist eine persönliche Anwendungsstudie in ihrer Prozessentwicklung.

    Ich habe daraus gelernt, meinen Fehler zu bemerken, nicht zu empfehlen, den Kurs selbst so zu erleben, wie dieses Erleben eben sein wird. Hier musste ich mich berichtigen, denn der Kurs ist immer individuell zugeschnitten. Was bei mir so war, bietet daher keinen Übertragungswert für Euren Kurs. Es soll nur die Begeisterung vermittelt werden, die er bei mir auslöst. Wenn die Begeisterung, zwischen den Zeilen und darin, als Liebe zu unserem Freund empfunden wird, ist das Ziel meiner Buchvorstellung an sich erreicht. Es macht mir jedenfalls Freude, die Begrenzungsanlagen meines Egos abzubauen.

    Der Kurs steht als komplettes Denksystem für sich. Die Entscheidung, ihn zu absolvieren, ist nur eine Frage des Wann, nicht des Ob.

    Wie könnte das Ego in der Zeit ewig die Ewigkeit abwehren? Das Ziel ist daher unausweichlich, nur die Zeit, die wir bis dorthin brauchen werden, spielt eine Rolle.

    Das Wunder ist immer eine Berichtigung. Es schaut auf das Schlachtfeld und erinnert den Geist daran, das falsch ist, was das Ego projiziert.

    Wunder werden im Licht gesehen, wie, vermittelt der Kurs. Das wollte hier gesagt werden:

    Es ist kein Ersatz für den Kurs, was hier gesagt wurde. Es sollte nur Interesse wecken, das bisherige System der Dinge zu hinterfragen. Da unsere Zivilisation auf Schuld aufgebaut zu sein scheint, wäre es ein Irrtum, zu glauben, Schuld durch Schuld tilgen zu können. Wir sind unschuldig, die Kirchen haben die Auferstehung falsch interpretiert - ein Fehler, keine Sünde.

    Erhellen, hinschauen, in neuem Licht beleuchten und als nutzlos erachten. Wer würde dieses Ego-System aufgeben wollen, wenn noch ein Nutzen darin gesehen wird. Der Nutzen des Kurses ist die Verkürzung der Zeit des selbst gewählten Leidens durch das getrennte Ego. Ego oder Selbst, das ist hier die Frage.

  14. #64
    Die Grundsätze von Wundern werden im unten angegebenen Link aus dem Original vorgelesen. Gibt auch andere Versionen im Netz, liegt wie oben angeführt, an der Übersetzung aus dem Englischen:

    https://www.youtube.com/watch?v=q5rI6uRJPzI

    Zusammen mit den Übungen und dem Handbuch für Lehrer ist es ein Gesamtkonzept. Da es in Ziel und Absicht verbunden ist, wirkt immer der Heilige Geist als Stimme für Gott. In dieser Funktion verbunden, dehnen wir die Liebe aus, die unser Freund für uns empfindet.

    Lieber Karl Ludwig, ich weiß, dass Du keine Videos schauen kannst. Aber bedenke bitte, dass mir nur 2,5 % direkte Zitate gestattet wurden und bei rund 2000 Worten müsste ich 80 000 Worte allein für die Kurzanleitung der Grundsätze verwenden. Kannst es aber gerne hier ansehen...

    "Diese Gruppengeister sind wahrhaft satanisch, zumindest die katholischen Gruppengeister mit ihrem P2-Berlusconi sind sich ihrer Göttlichkeit und damit zusammenhängenden Aufgabe nicht bewusst."

    Wieder einmal ein Fehler, keine Sünde. Sollte nur gesagt werden, dass "Sie" eher Opfer als Täter sind. Sie werden die Geister, die sie magisch riefen, nur wieder mystisch los, wenn wir sie durch unser Licht erhellen. Sie werden unbeachtet zu Staub zerfallen, doch noch werden sie be-ob-achtet. "Sie" als Gruppenego eines Irrtums waren insofern harte Lehrer und beschleunigten durch den Irrtum die Prozessentwicklung in eine nicht fragmentierte Gesamtsicht auf die verbundene Schöpfung. Wir sind frei, zu entscheiden, ihnen ihre Fehler zu vergeben und eine globale Synthese für Frieden zwischen den Geistsystemen zu ermöglichen. Auch hier muss es einen besseren Weg geben: https://www.youtube.com/watch?v=k5P2caonyFE

    Es ist eine zusammenziehende, verhärtende Grundkraft die nur in der Angst eine Bedrohung darstellen kann. Es ist das Urteil der Kirchen, das über Gut und Böse richtet und in dieser Bewertung liegt ihr bisheriges Scheitern begründet. Das organisatorische Ego dieser Struktur ist ein Gruppengeist, der über zwei Jahrtausende geprägt wurde. Diesem "Irrtumsgeist" können wir nicht im Kampf gegenübertreten, nicht durch Schuld und nicht durch Strafe - sondern nur durch die Berichtigung der Denkfehler dahinter.

    Wir leuchten die alten Schatten einfach weg. Die Zeit, die wir dazu benötigen werden, wird durch unser Lernen bestimmt. Inwieweit wir die Schuld aufzugeben bereit sind, so weit reicht das Licht unseres Geistes.

    Warum eine Psychologieprofessorin mit einem Kollegen den Kurs in Wundern über sieben Jahre schrieb, könnte in folgendem Video nachempfunden werden:

    https://www.youtube.com/watch?v=CZN5e1w1M1Q

  15. #65
    kls
    Laufkundschaft

    Suspektivierung

    Ich möchte an dieser Stelle aus der Erinnerung zitieren. 1. Aus Siddhartha von Hesse 2. Von Krischnamurti abgeleitet.

    Als Siddhartha dem Buddha begegnet, fragt er ihn, ob seine Vollkommenheit durch einen Lehrer hervorgerufen wurde. Buddha verneint und Krischnamurti meinte ungefähr das Gleiche, als er schrieb: Sehne Dich nicht nach einer vollkommenen Lehre (Lehrer/Guru), sondern nach einer Vervollkommnung Deiner Selbst.

    Nun bin ich verdammt weit ab, von jeglicher Vervollkommnung meiner Selbst, klar, doch die Implikationen sind deutlich: Man kann es nicht übermitteln, man kann es nicht lehren. Man kann 'Glauben', das nutzt sogar manchmal, aber der innere Einklang, die kosmische Harmonie usw. erreicht man nicht, indem man Rezeptbücher liest.

    Dein Fleiß in Ehren, und vielleicht nutzt es sogar wem. Mir nicht, obwohl ich nach innerer Ruhe lechze. Niemand kann einem beibringen, sich selber zu ertragen. Aber es gibt verdammt viele Gebrauchsanleitungen für das Leben – alle gelogen, weil Wahrheit als Prozess auf dem Papier ins Gegenteil mutieren kann, das auch häufig tut/tat, und das Eigentliche mehr verschleiert denn offenbart.

  16. #66

    AW: Suspektivierung

    Der Lehrer ist das Selbst.

  17. #67

    AW: Suspektivierung

    Zitat Zitat von kls Beitrag anzeigen
    Ich möchte an dieser Stelle aus der Erinnerung zitieren. 1. Aus Siddhartha von Hesse 2. Von Krischnamurti abgeleitet.

    (1) Als Siddhartha dem Buddha begegnet, fragt er ihn, ob seine Vollkommenheit durch einen Lehrer hervorgerufen wurde. (2) Buddha verneint und Krischnamurti meinte ungefähr das Gleiche, als er schrieb: (3) Sehne Dich nicht nach einer vollkommenen Lehre (Lehrer/Guru), sondern nach einer Vervollkommnung Deiner Selbst.

    (4) Nun bin ich verdammt weit ab, von jeglicher Vervollkommnung meiner Selbst, klar, doch die Implikationen sind deutlich: (5) Man kann es nicht übermitteln, man kann es nicht lehren. (6) Man kann 'Glauben', das nutzt sogar manchmal, aber der innere Einklang, die kosmische Harmonie usw. erreicht man nicht, indem man Rezeptbücher liest.

    (7) Dein Fleiß in Ehren, und vielleicht nutzt es sogar wem. (8) Mir nicht, obwohl ich nach innerer Ruhe lechze. (9) Niemand kann einem beibringen, sich selber zu ertragen. (10) Aber es gibt verdammt viele Gebrauchsanleitungen für das Leben – alle gelogen, weil Wahrheit als Prozess auf dem Papier ins Gegenteil mutieren kann, das auch häufig tut/tat, und das Eigentliche mehr verschleiert denn offenbart.
    (1) Vollkommenheit ist wie Erleuchtung ein statischer Begriff. Mir persönlich geht es ums das "lichter werden" im Sinne der Möglichkeit, einen helleren und heileren Geist im Bewusstsein zu verankern. Sagen wir, es wird durch Geistesübungen möglich, andere Frequenzbänder des Daseins zu erreichen. Wer jedoch sagt, er hätte erreicht, was an Erleuchtung zu erreichen sei, setzt ein Stopp-Codon in der epigenetischen und neuroplastischen Verschaltung der individuellen Zusammensetzung von Sinneseindrücken zur subjektiven Wirklichkeit, die wir als Realität bezeichnen.

    (2) Einen letzten Schritt behält sich unser Freund vor, bevor die objektive Wirklichkeit geschaut werden kann. Eine Anpassung der Nervenzentren an höhere Schwingungsfrequenzen ist eine latent in jedem vorhandene Fähigkeit und bedarf des inneren Wachstums. C.G. Jung hat für diese Kooperation von Bewusstsein und Unterbewusstsein den Begriff Synthese verwendet. Vom Archetypus betrachtet, erkennen wir die Kernaussagen des inneren Kindes, mit dem wir uns zunächst aussöhnen müssen, die Dissoziation (in das Ego und das Selbst) aufzuheben. In den von Dir besuchten Ashrams wird es "Seeleninfusion" genannt.

    (3) Hierum geht es in den Gedankenübungen zu den Leitgedanken. Es ist sogar noch einfacher und genialer. Die so genannte Erlösung (aus den Ketten der Schuld) verlangt nur die Annahme eines einzigen Gedankens:

    "Du bist, wie Gott Dich schuf, nicht, was Du aus Dir machtest."
    (1)

    Hier passt ein Zitat aus der heutigen Lektion 112:

    "Licht und Freude und Friede weilen in dir.
    Für deine Sündenlosigkeit bürgt Gott.
    " (2)

    (4) Nee, Du bist, wie unser Freund dich schuf. Die Fehlschöpfungen des Egos erzeugen keine Wirklichkeit - nur individuell bewertete Realität.

    (5) Du hast Recht: Es kann nur vom Heiligen Geist an Dein Selbst übermittelt werden. Mit diesem ewigen Selbst lernen wir zusammen.

    (6) Ebenso: Kosmische Harmonie fühlt man und lässt sich davon durchdringen. Sie ist immer da, wird nur im Ego-Schlachtengebrüll überhört. Wir entscheiden, welcher Stimme wir Glauben schenken - dem Ego (das sagt, wir seien Körper mit Geist) - oder dem Selbst (das sagt, wir sind Geist - nicht Körper)?

    (7) Ist ein begrenzendes Urteil, dass ich verlernen möchte. Ich beurteile es nicht.

    (8) "Ich ruhe in Gott" (3). Man kann diesen Gedanken denken. Gedanken sind Energie.

    (9) Unser Freund liebt Dich und verändert sein Urteil nicht. Das Ego kann dieses Urteil nicht ändern. Du liebst Deine Kinder, obwohl sie manche Dinge und Fähigkeiten im Verlauf ihrer Entwicklung erst Lernen mussten. Daher mein Rückfall in das Urteilen weiter oben: "Sie" haben uns erklärt, wir sind nicht zu ertragen. Auf unserem Mist ist das nicht gewachsen. Das Ego der Kirchen ist mit dem gleichzusetzen, was "Sie" als Teufel erst erschufen, weil sie das Ego auf den Thron des Götzen Mammon wählten. Sie verbargen die Schlüssel zur Erkenntnis unter der Schuld. Alles wird ans Licht kommen. (Markus Evangelium). Wir sprechen ihren Gruppengeist frei von der magischen Anbetung und sehen auch darin nur einen historischen Fehler, der allerdings über 2 Jahrtausende durch die Zeit getragen wurde. Diese Kirchen von Schuld und Sünde sind magischen Anrufungen des Teufels zum Opfer gefallen, den sie damit zum Teufel machten. Vorher war es eine Grundkraft des Kosmos - unser Kindergärtner sozusagen. Es gibt nicht Böses, es gibt nur Gott. Kirchenmärchen: Nichts Wirkliches kann bedroht werden. Nichts Unwirkliches existiert. Vielfach zitierter Frieden Gottes.

    (10) Es ist immer das Ego, das Zweifel sucht und daher findet. Finde Dein inneres Kind und bringe es zurück zum Selbst, das eines Geistes ist. Es ist kein Kurs in philosophischer Spekulation über die zehntausend Wege, die doch zu einem Ziel führen: unserem Freund. Es ist unmöglich, ihn zu verfehlen. Unser Vater ist immer und überall. Entscheide dich für dein Selbst und lass deinen verrückten Verwandten, das Ego, einfach quatschen. Bei: "Wir sind, wie Gott uns schuf", bleibt es endlich still.

    Quellenangabe:

    (1) und (2): "Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag Freiburg 2010, Übungsbuch, Seite 162
    (3): aus "Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag Freiburg 2010, Übungsbuch Seite 198

  18. #68

    Magie, Mystik und Wunder

    Was unterscheidet Magie von Mystik?


    1. Magie ist die Anwendung erworbener Fähigkeiten zur Befriedigung bestimmter Bedürfnisse kraft des Willens. Da jedoch die Systemadministration umgangen wird, ist es eine geistlose Anwendung ohne innere Ausrichtung auf den Gesamtnutzen.


    2. Magie ist es, wenn das Ego etwas will und geistige Kräfte für die Gestaltung besonderer Bedürfnisse angewendet werden. Gedankenkraft, ob bewusst oder unbewusst, ergeben durch Konzentration, Willen, Zeit- und Kraftwirkung im Raum eine Veränderung der Realität (des Beobachters). Geistlos ist Magie, wenn sie nicht mit dem spirituellen Gesamtplan konform geht, da kein Willenabgleich mit dem Geist stattfand.


    3. Bei der Magie entscheiden wir, was „gut“ für jemanden sei, ohne seinen Lehrplan zu kennen. Im Gegensatz dazu verfügt der Heilige Geist Einsicht in alle Lebensbücher und verfolgt immer die Berichtigung kausaler Ursachen von geistigen Begrenzungen. Dabei entstehen letztlich Bedürfnisse einer höheren Ordnung, die in Richtung Seelenruhe gehen. Magie verliert seinen Nutzen in dem Maß, in dem die Investitionen in dieses System der Dinge aufgegeben werden. Wir sind Geist, nicht Körper. Magie handelt oft für das körperliche Wohlergehen und verschafft sich Vorteile in einem Nullsummenspiel.

    Mystik, im Sinne des Wunderwirkens, könnte als ein Plussummenspiel betrachtet werden. Im Kurs wird von der schöpferischen Verwendung des Geistes gesprochen. Christus Jeschuah fordert uns dazu auf, in seinem Namen Wunder zu wirken. Was ich unter dem Ordner Zuwanderung mit Gruppengeistern zu umschreiben suchte, könnte, im Gegensatz zum Systemadninistrator, als Partitionsmanager beschrieben werden. Eine Partition in einem Gesamtsystem bildet ihr getrenntes Ego-Spielfeld. Auch wenn die Spieler fast alle schon verstorben sind, bleibt die Partition bis zur Löschung erhalten.


    Die Entwicklung von Vertrauen verläuft spiegelbildlich zur Aufgabe des Schutzes unserer noch verbliebenen Illusionen (von magischen Wirkungen). Wenn Illusionen vor der Berichtigung geschützt werden, fällt das Gefühl der Gegenwärtigkeit in dem Maß weg, in dem den Illusionen (von Besonderheit) noch eine Bedeutung verliehen wird.


    Habe vorhin gefunden, was ich eigentlich (im Ordner über „Zuwanderung“ über die „Verrohung“ hätte sagen wollen:


    „ (1) Die Vermeidung der Magie ist die Vermeidung der Versuchung. (2) Denn jede Versuchung ist nichts weiter als der Wunsch, Gottes Willen durch einen anderen zu ersetzen. (3) Diese Versuche mögen fürwahr beängstigend erscheinen, doch sind sie lediglich Mitleid erregend. (4) Sie können keine Wirkungen haben, weder gute noch schlechte, weder Gewinn bringende noch Opfer fordernde, weder heilende noch zerstörerische, weder beruhigende noch Furcht erregende. (5) Wenn alle Magie als einfach nichts begriffen wird, hat der Lehrer Gottes seinen fortgeschrittensten Zustand erreicht. (6) Alle Lektionen dazwischen werden nur dahin führen und dieses Ziel der Einsicht näher bringen. (7) Denn Magie von jeder Art in allen ihren Formen bewirkt schlicht nichts. (8) Ihre Machtlosigkeit ist der Grund dafür, dass ihr so leicht entronnen werden kann. (9) Was keine Wirkungen hat, kann kaum zu Angst und Schrecken führen.

    Aus: „Ein Kurs in Wundern“, Greuthof Verlag 2010, Seite 42 Handbuch für Lehrer




    (1) Die Vermeidung der Magie ist die Vermeidung der Versuchung.


    Hätten die Anwender der faustischen Magie die Versuchung vermieden, ihr Ego mit in die astralen und mentalen Welten zu nehmen, würden die damals gebildeten Illusionen nicht einer Berichtigung bedürfen. Wenn die Gewissheit in unserer Geistverbindung zum Heiligen Geist schwankt, fallen wir in den Versuch zurück, uns auf magische Operationen am Heiligen Geist vorbei zu verlassen.
    Aus einem Gefühl der Verlassenheit wird eine Situation isoliert bewertet und der Wille Gottes dabei durch den Willen des Egos ersetzt. Daher ist Vertrauen so wichtig. Da „Sie“ damals, und schon vorher, der Versuchung zum einseitigen Verbiegen der Welt nicht mit der notwendigen Eigenverantwortung nachkamen, wird Magie im Allgemeinen in drei Kategorien unterschieden:


    - Weiße Magie
    - Graue Magie
    - Schwarze Magie


    Nehmen wir einmal an, seit dem Mittelalter sind einige Bücher im Umlauf, die bestimmte Techniken beschreiben, mittels deren versucht wurde, egoistische und separate Ziele zu verfolgen. Schwarze Magie versucht, durch „Pakte“ bestimmte (dem Ego dienende) Handlungen bestimmter Elemente und Wesen auszulösen. Folge ist ein hoher karmischer Preis im Sinne einer Entwicklungsverzögerung.


    Aus Sicht dieser Entwicklungsverzögerung ist die „Deutsche Krankheit“ durch die Ablehnung der geistigen Welt zugunsten einer unmenschlichen und krampfhaft übersteigerten, kalten Rationalität entstanden. Sätze wie: „Gott ist tot“ sind nur eine schlechte Begründung für eine grassierende Geisteskrankheit, die daher rührt, Gott durch magische Mittel vom Thron gestoßen haben zu wollen.


    Graue Magie ist solche, die ethische Grundsätze anerkennt, jedoch zuweilen „Fünfe-grade-sein-lässt“. Auch hier ist ein Nutzen auf wenige Profiteure begrenzt und daher beklagen wir bestimmte Nullsummenspiele.


    Weiße Magie wird meist als Wirken für die Göttlichkeit verstanden. Jedoch ist die Frage dann, was wir für den „Plan“ Gottes halten. Wie schnell solche Vorstellungen auch bei Menschen zu Fanatismus führen, die vorgeben, Gott zu lieben, wird beim IS deutlich. Für Gott zu kämpfen und dafür in Anspruch zu nehmen, weiße Magie anzuwenden, ist eine Frage der Unterscheidungsfähigkeit.


    Im Unterschied zu magischen Praktiken handelt der Wunderwirkende nicht durch sein Ego sondern benutzt Formulierungen die Christus, den Heiligen Geist oder Gott einbeziehen. Daneben ist erstens wichtig, Fürbitten oder Gebete nicht zu begrenzen, sondern offen und allgemein zu formulieren. Hätte die Nazis damals daran gedacht, das Gesetz von Ursache und Wirkung in ihre „Bitten“ um Tod, Leiden, Gewalt und Not mit einzubeziehen, wäre uns die derzeitige „Schicksalsbelehrung“ als Ursache zur Berichtigung des Irrtums erspart geblieben. So ist von einem wirksamen Nationalkarma zu sprechen, solange keine wirkliche Vergebung unserer Sünden stattgefunden hat. Wobei dieses menschliche Schuldbegriffen ausgedrückt und Gott für unsere Sündenlosigkeit bürgt.


    Doch nicht Gott bestraft, es sind die schuldbeladenen Projektionen auf eine Generation, die damals noch nicht gelebt hat. Uns wurde nicht vergeben. Wie könnten wir auch Vergebung erwarten, tragen wir die Ursachen in die Zukunft weiter? Der Irrtum fordert die Berichtigung. Wenn wir nunmehr als Viertes Reich bezeichnet werden, ist es Ausdruck dieser fehlenden Berichtigung unserer „relativen Besonderheit“.


    Wir könnten lernen uns als globale Seelengemeinschaft zu erkennen, in der alle das identische Recht auf Leben besitzen.

    Geben und Empfangen sind in Wahrheit eins.“



    Wir bekommen, was wir einst als „Angebotswelle“ aussandten und da wir keine liebevollen Gedanken hegten, bekommen wir keine liebliche „Antwortwelle“.





    (2) Denn jede Versuchung ist nichts weiter als der Wunsch, Gottes Willen durch einen anderen zu ersetzen.



    Wenn wir wirklich verstanden haben, nicht objektiv genug urteilen zu können, wäre die logische Konsequenz, darauf zu vertrauen, dass Gott unser Glück will. Einem Volk, dem das Mal der Schuld auf die Stirn gebrannt wurde und wird, fällt es schwer, sich vertrauensvoll an Gott zu wenden. Nach der Kirche, die uns die Erbsünde übergestülpt hat, lastet weiter eine weder vergebene, noch vergessene historische Unmenschlichkeit auf unserem Gewissen.


    Vergebung ist der Wille unseres Freundes. In dieser Funktion finden wir unseren übereinstimmenden Willen. Nur, um die Zeit des Lernens für uns alle zu beschleunigen, handeln wir. Über unser Selbst, das innere Seelenkind, wenden wir uns mit einer Fragestellung an den Heiligen Geist. Wir fragen und warten auf eine Antwort. Sich das Ergebnis eines erfüllten Bedürfnisses im Herzen vorzustellen und sich zu fragen, ob es liebevoll für alle Beteiligten wäre, ist meine Übergangslösung zur Aufgabe kognitiver Dissonanz. Kognitive Dissonanz entsteht angesichts von Fehlentscheidungen in der Rückschau – wie bei mir und den alten Geistern, die nun niemand gerufen haben will.
    Dabei bin ich wieder einer Deutung, also einem Urteil auf den Leim gegangen. Denn:

    (3) Diese Versuche mögen fürwahr beängstigend erscheinen, doch sind sie lediglich Mitleid erregend.



    Mit dem Victory-Zeichen begann die Illusionsshow der „Gegenmagie“. Ein anderes Symbol für den Sieg im magischen Krieg der nationalen Egos. Arche, als Begriff für eine sichere Fluchtburg, hängt mit dem Archetypus zusammen, dem verlorenen inneren Kind, dem inwendigen Himmelreich oder der Schau Christi auf die Welt. Die Hinwendung zum Alptraum der magischen Konkurrenz unter an sich Ebenbürtigen mag als eine beängstigende Manipulation empfunden werden, die zu historischen Wissensungleichgewichten (Informationsassymetrien) geführt hat.
    Jedoch der Glaube an die Illusion, unsere Seelenentfaltung behindern zu können, kann nicht zur Wahrheit werden. Einfach weil es nicht Gottes Wille ist und alle Energien, die wirklich sind, Göttliche Energien sind, die von der Systemadministration in einer gemeinsamen Absicht eingewoben werden. Heute gäbe es die Möglichkeit der quantenmechanischen Erklärung für die alten Weisheitslehren. Doch um Wunder zu wirken und Dinge zu erhellen, ist eine „Lehrzeit“ von einem guten Jahr in meinen Augen ein vertretbarer Aufwand zur Erlangung von Seelenfrieden.

    Denn: Wer unbedingt durch magische Egoismen seinen „Frieden“ mit bestimmten Bedürfnissen zu machen sucht, handelt aus einem Mangel und damit kann kein Seelenfrieden vorhanden sein. Seelenfrieden bedeutet beispielsweise der Satz: „Es gibt keinen Willen außer Gottes Willen.“ Magie bedeutet im Grunde die Abwehr gegen die Annahme einer Tatsache. Der Tatsache, dass alles Liebe ist. Es gibt nichts, außer der Liebe unseres Freundes.


    Fähigkeiten jedoch, die wir in den Dienst des Heiligen Geistes stellen unt teilen lernen, sind dem Netzwerk zur Berichtigung spiritueller, kausaler, mentaler, astraler und physischer Irrtümer willkommen. Übersinnliche Fähigkeiten gehen natürlicherweise mit der Aufhebung von Begrenzungen des Geistes einher. Diese Freiheit zu größerer Gefangenschaft zu missbrauchen, ist ein wirklich bemitleidenswerter Irrtum. Es ist jedoch keine Besonderheit, denn Gott erweist keine besondere Gunst – niemand besitzt Kräfte, die nicht jedem zur Verfügung stünden.


    Diese Kräfte schlummern im inneren Christus. „Wenn ihr nicht (wieder) werdet wie ein Kind…“


    Ohne Liebe ist Magie geistlos und daher unwirksam. Eine Kindersicherung für das Ego, damit unsere Unschuld gewahrt bleibt. Ein Kind kann spielerisch vergeben. Ein Wunder als Fürbitte gibt dem inneren Kind Freiraum zur Seelenentfaltung an der Hand unseres Freundes. Nur ein zorniges und verlassenes inneres Kind entwickelt den Drang, die Welt zu manipulieren und für einen Vorteil in der Illusion einen Zeitverzug im Lernprogramm des Selbstes in Kauf zu nehmen. Nur aus einem zornigen inneren Kind kann der beobachtbare Drang nach Hass und Zerstörung in einen Kampf der Archetypen umschlagen.


    Ohne die Funktion für den Heiligen Geist ist das innere Christuskind nicht glücklich. Mit magischen Mitteln ist die göttliche Gegenwart nicht zu erzwingen. In der vergegenwärtigten Gegenwärtigkeit ist es nicht mehr notwendig, irgendetwas abzulehnen und daher magische Tricks zu benötigen.


    Mystik ist insofern das Verschmelzen mit dem Licht und das Beleuchten von Dingen zur kausalen Berichtigung der jeweiligen Ursachen auf den betreffenden Ebenen.

  19. #69

    AW: Magie, Mystik und Wunder

    (4) Sie können keine Wirkungen haben, weder gute noch schlechte, weder Gewinn bringende noch Opfer fordernde, weder heilende noch zerstörerische, weder beruhigende noch Furcht erregende.



    Da alle Energie im Universum von unserem Freund ausgeht, können wir nichts ohne unseren Freund tun. Wir, die schlafenden Kinder Gottes, träumen einen Traum. Wir träumen den Alptraum, ein Ego zu sein. In diesem Traum mögen magische Mittel eine scheinbare Wirkung besitzen. In der Ewigkeit, unserer tatsächlichen Heimat, ist nichts geschehen und daher gibt es keine Schuld. Es gibt jedoch einige Irrrtümer des Egos, die dem Fehler Wirkung zugestehen-


    Wir könnten insofern die Umkehrung des Denkens dahingehend beim Bemerken der Wirkungslosigkeit von Ego-Magiespielen anwenden. Wir wenden uns unseren Besonderheiten zu und betrachten sie zusammen mit Christus, unserem wahren Selbst.


    Wenn mich das Ego wieder auf Kriegspfade schicken will, weil ich mich ungerecht behandelt fühle, oder weil ich mich darüber ärgere, eine Ego-Strategie des Bekommen-Wollens nicht durchgesetzt bekommen zu sehen, fallen wir in die Ego-Schreikind-Falle und wollen das Universum zwingen, gefälligst unseren Ego-Willen umzusetzen. Sonst drohen wir mit dem „Mord- und Totschlags-Spiel“.


    Ursachen der Ego-Weltspiele lassen sich auf Liebe oder Angst reduzieren und in eine übertragbare Analogie fassen. Nur aus der Angst heraus, von Gott nicht „genug“ bekommen zu haben, greifen wir darauf zurück, dem Universum nachhelfen zu wollen.


    Nur die Gedanken, die wir mit unserem Freund teilen, haben eine Wirkung. Alles, was sich gegen ein Göttliches Gegenüber richtet, hat nur eine Wirkung, wenn wir in unserem Geist eine Wirkung zulassen. Allerdings würde die Anerkennung eines verbundenen Wir für das Ego den Wegfall all der geliebten Besonderheiten zur Folge haben, über die wir uns als „Persönlichkeit“ definieren.


    „Wir“ wären ein unbeschriebenes Blatt und müssten uns dann völlig neu sortieren. Besser gesagt, müssten wir nur beobachten, was eine Reaktion des Egos auf Verletzungen darstellt und was eine liebevolle Antwort wäre. Magie ist insofern eine Abwendungsstrategie, mit der versucht wird, Gottes Liebe und Gegenwart von unseren Ego-Kinderspielen fernzuhalten. Offenheit für den Willen unseres Freundes entsteht, wenn wir im inneren Dialog Ego-Selbst und Selbst-Selbst voneinander trennen.


    Nicht, indem wir Magie grundsätzlich ablehnen. Einzig, indem wir die Anwendung geistiger Kräfte ohne das Beisein des Heiligen Geistes unterlassen. Für das Ego ist dieses Leben ein Gefängnis in einem dunklen Kellerloch, dem nur durch den Tod zu entrinnen ist – daher haben wir jedes Recht, uns gegen diese feindliche Welt zu wehren. Für das Selbst ist dieser Lehrtraum eine Schule. Eine Schuld in der das Erlernen der Vergebung auf dem Stundenplan steht. Wir öffnen die faustische Faust und sie ist einfach verschwunden.


    In der Mystik stellen wir die Kommunikation mit der Geistigen Welt her, indem wir fragen und eine Antwort abwarten. Durch diese passive Offenheit der Seele für die Antwort unseres Freundes entsteht Transparenz und Willensübereinstimmung. Einstimmung auf eine liebevolle Absicht ist der Beginn von Kommunikation, in der wir unseren Ego-Willen vor Gott offenbaren und dann gemeinsam über die Wirkungen nachdenken: Ist das Ergebnis liebevoll? Aktive Mystik geschieht innerhalb der Übungen in der Kommunion mit Allem, was unser Freund ist.


    Nur, wenn wir Gott vertrauen gelernt haben, ist diese Offenheit möglich. Der Grund, warum wir Gott in der Magie ohne Heiligen Geist zu übergehen suchen, ist relativ einfach:


    Wir fühlen uns schuldig. Daher trauen wir uns nicht zu unserem Vater zurück, obwohl es doch unser Herzenswunsch ist. Ohne die Überzeugung, dass alle Liebe im Universum von Gott stammt, sind die gnadenlosen Konkurrenzspiele des kollektiven Egos nicht zu durchschreiten. Immer und immer wieder haben wir die Göttlichkeit im Gegenüber angegriffen und ermordet.


    Doch Gott hat für unsere Unschuld gebürgt. Außerhalb des Traumes ist nichts geschehen, wir schlafen doch nur. Es steht in der Bibel geschrieben, dass ein tiefer Schlaf auf Adam, im Sinne des Menschengeschlechts, fiel. Nirgend findet sich ein Hinweis auf sein Erwachen. Was wir im Traum erleben, scheint nur wirklich zu sein, bis wir aufwachen.


    Wenn ich hier davon spreche, Besonderheiten abzulegen, sei darauf verwiesen, dass alle Unterschiede rein zeitlicher Natur sind. Alle Träumer sind mit den identischen Gaben gestartet und werden die identischen Gaben Gottes in der Ewigkeit wieder vorfinden. Dieses Selbst ist unwandelbar und zeitlos. Sich an dieses Selbst zu wenden und es durch Magie beherrschen zu wollen, ist Ego-Druckwirkung. Einen übereinstimmenden Willen mit diesem Selbst anzustreben, indem wir unsere Illusionen zunächst berichtigen lassen und dadurch Unwichtiges von Wichtigem trennen, ist eine Prozessentwicklung.

    Am Ende gibt es keine Unterschiede, jeder wird alles gelernt haben. Einzig auf die Zeit, die wir bis dahin das Leiden der Ego-Kriegsspiele wählen, haben wir einen Einfluss. Von dort aus stellen wir fest, wie töricht unser Ego uns in die endlose Irre geführt hat und beginnen, herzhaft zu lachen. Über den Irrsinn des Egos kann Mensch nur lachen – wir sind so absolut lächerlich als Ego, dass diese Welt der Tränen mit Lachen enden wird und sich die Schleier der Zeit heben werden.


    Jeder ist ein einzigartiger Selbstausdruck Gottes, doch niemand ist etwas Besonderes. Wenn wir alle auf dem Weg sind, unsere göttlichen Gaben in der Materie zu entfalten, gibt es nur zeitliche Unterschiede in der Erreichung des Lehrplans. Lehren und Lernen sind wie Geben und Empfangen: Wenn wir alle als kollektiver Selbstausdruck in Gott verbunden sind, gibt es nur ein Selbst. Für wen könnte ich daher lehren? Für das Selbst, das wir sind. Für wen könnte ich lernen? Für das Selbst, das wir sind. Wen könnte ich daher angreifen? Das Selbst.


    Wen könnte ich mit magischen Mitteln zu seinem oder meinem „Besten“ zwingen wollen? Wer glaubt, dieses Selbst mit Kräften überwinden zu können, die aus diesem Selbst stammen, rennt in die Ego-Falle der Schuld. Wir nehmen das Zepter ungefragt aus seiner Hand und beanspruchen seinen Thron in Zeit. Wie belanglos diese Illusion in der Ewigkeit ist, wird uns nicht bewusst.

  20. #70

    AW: Magie, Mystik und Wunder

    (5) Wenn alle Magie als einfach nichts begriffen wird, hat der Lehrer Gottes seinen fortgeschrittensten Zustand erreicht.



    Hätte ich nur früher darüber nachgedacht, was dieser Satz wirklich bedeutet.



    Was könnte mein fortgeschrittenster Zustand sein?



    Was wäre dann zu sagen? An welches Lebensgefühl wäre zu erinnern? Welches Gefühl würde ich haben, hätte ich meinen fortgeschrittensten Zustand erreicht?



    Satzteil 1 ist insofern die Antwort: Wenn alles, was aus der Ego-Magie des Haben-Wollens entspringt, einfach als nichts gesehen wird. Psychologisch als positive Verneinung bezeichnet, ist es einfach der Umstand, dass der Wahnsinn des Egos in meiner Mitwelt keinerlei Bedeutung hat. Egal mit welchen magischen Mitteln sie für ihr Ego kämpfen, es ist Wahnsinn gleicher Genese und daher ist die Genese des Wahnsinns umzukehren und zu berichtigen.



    Wenn all die sterbenden Kinder, Kriege, Flüchtlingsströme, Klimaveränderungen, Lügen, Boshaftigkeiten als das erkannt werden, was sie sind, kann die Berichtigung stattfinden. Aller Schrecken dieser Welt ist ein Hilferuf des getrennten Egos in seinem dunklen Schlaf des Vergessens, darüber, wer wir wirklich sind. Die Seele ruft danach, erkannt zu werden. Sie braucht Liebe, um zu überleben. Es sind grausame Schreie des Egos, die alle nur nach Liebe rufen.



    Es gibt nur ein Problem: Das kollektive Ego. Ist es erkannt, kann es unser Freund durch das Selbst, das den inneren Christus abbildet, die frühere Schwäche zu Stärke werden lassen. Öffnen wir uns für den Gedanken, einem Fehlurteil über unser Selbst zum Opfer gefallen zu sein, lichten sich die Schatten, die über den Ursachen des Irrsinns legen.

    Entweder sind wir alle schrecklich krank – oder wir sind alle vollkommener geistiger Gesundheit.



    So wäre der fortgeschrittenste Zustand darin zu sehen, alle als vollkommener geistiger Gesundheit zurückerstattet zu betrachten und damit den ZIELPUNKT der Entwicklung als schon erreicht anzusehen.



    Nur die Zeit liegt dazwischen, diesen Pfad als schon beschritten zu sehen. Hüter der Liebe, Bewahrer und Organisator der Zeit und des Raumes ist Christus, UNSER SELBST.



    Was will ich unserem Selbst erzählen? Ich kann nur still sein und auf die Stimme für Gott in mir achten lernen. Der fortgeschrittenste Zustand meines Selbst könnte daher nur der sein, mich völlig und absolut an dieses Selbst in mir zu übergeben.
    Um das zu verdeutlichen, die Formulierung, die ich dazu für mich aus dem Übungsbuch entnommen habe:



    „Meine Augen, meine Zunge, meine Hände und meine Füße haben in diesem Moment nur eine einzige Funktion: Christus gegeben zu werden, damit ER sie verwende, um die Welt mit Wundern zu segnen.“ (1)



    Zu urteilen, wem welche Gabe Gottes gegeben werden möge, ist selektives Denken. Wir können nur Empfangen, was wir zu teilen bereit sind. Wir können nur annehmen, wenn wir im Frieden und der Liebe sind. Wenn jedem alles gegeben wurde, gibt es kein Problem – wofür sollten wir dem Ego in die geistlose Magie ohne Heiligen Geist folgen wollen?
    Wie würde es sich anfühlen?



    „Ich bin jetzt in der vollkommen und reinen Schwingungsfrequenz des Göttlichen Friedens.“

    (der Göttlichen Liebe, der Göttlichen Freude u.s.w.)

    Dieser Gedanke ist eine Anweisung und Aufforderung an unser gemeinsames Selbst, uns mit dieser Schwingungsfrequenz zu verbinden. Es könnte als ein Göttlicher Download durch die Gedankenverbindung betrachtet werden. Denken und SEIN im Wechselspiel - wir senden einen Gedanken an die Quelle zurück und warten auf die Antwort als Gefühl in unserem Körper. Das ist Erfahrung, und erfordert ein Entfernen des Gedankenmülls, der uns dieser ALLgegenwärtigkeit der Liebe beraubt.

    Erkennen wir hinter allen WIRKLICHEN Energieformen die Quelle, unseren Freund, was bliebe, um im Außen „manipuliert“ werden zu müssen?



    So wirkt Gott als Ursache. Fürchten wir Wirkungen, sind wir im Ego-Angstmodus und der Frieden entschwindet. Warum?



    „Urteile und Liebe sind Gegenteile. Von dem einen kommen alle Kümmernisse der Welt. Doch von dem andern kommt der Frieden Gottes SELBST.“ (2)



    Ich habe nur völlig befangen geurteilt und nicht mehr erkannt, nichts gewusst zu haben. Aber ich bin offen für eine andere Wahl, damit beginnt der Kurs.



    Es ist die Wahrheit, sich der Wahrheit öffnen zu müssen, einen Irrtum zu berichtigen. Die Welt, wie wir sie sehen, ist eine Abwehr gegen die Wahrheit – nichts gewusst zu haben. Was sich jedoch durch die Annahme des Heiligen Geistes lösen lässt. Dann sind wir der Magie nicht bedürftig, denn wir sind das Geheimnis. Sind wir es, kann es uns erklärt werden. Sind wir es nicht, was sollte gesagt werden? Wir sind, wie Gott uns schuf. Nur die Zeit, die wir zum Erlernen dieses Gedankens brauchen, ist variabel. Das Ergebnis niemals. Wie will der Ego-Magier in der Zeit die Ewigkeit überlisten?



    Hermes, der Götterbote, mag zwar geglaubt haben, die Planung unseres Freundes im Garten belauscht zu haben. Daduch, dass unser Freund ihn in- und auswendig erkannte, blieb niemals irgendetwas verborgen. Alles wird ans Licht kommen. Nur der Zweifel ist es, der aus diesem Inneren Wissen wieder einen Glauben machte. Aber das Lernen für den Heilgen Geist wurde unheimlich beschleunigt - wenn wir für IHN lernen WOLLEN.




    (1) Ein Kurs in Wundern, Übungsbuch Seite 482, Greuthof Verlag 2010
    (2) Ein Kurs in Wundern, Übungsbuch Seite 481, Greuthof Verlag 2010

  21. #71

    AW: Magie, Mystik und Wunder

    (6) Alle Lektionen dazwischen werden nur dahin führen und dieses Ziel der Einsicht näher bringen.


    Es ist der törichte Gedanke, ein von Gott getrennter Wille könne Wirklichkeit erzeugen.

    Realitäten und Wirklichkeiten unterscheiden sich im Grad der Qualität und Quantität aufgenommener und verwerteter Informationen über die Natur des Betrachtungsgegenstandes. Da niemand davon sprechen kann, in der LAge zu sein, alle Informationen aufgenommen, verstanden und richtig auszugeben in der LAge ist, bleibt nur der Weg der ERfahrung des Kurses.

    Einziger Nutzen dieser beschränkten Worte kann nur eine verdeutlichte ERfahrung sein. Eine Erfahrung, die durch den Heiligen Geist möglich wird und in jedem Fall individuell ist. Dieser Erfahrung Grenzen aufzuerlegen, ist ein Verlust. Diese Erfahrung zu verdeutlichen und damit zu teilen, ist daher einziges Anliegen dieser Zeilen.

    Lektion 1 des Kurses in einer globalen Betrachtungsform

    Nichts, was wir sehen, bedeutet etwas. (1)

    Nachdem wir diesen Gedanken gedacht haben, sehen wir uns zwanglos um und wenden den Gedanken auf die Dinge an, die wir gerade im Blickfeld wahrnehmen. Doch ist wahr, was wir für "wahr nahmen", also als gegeben und fixiert ansehen?

    Fällt ein Gegenstand in unser Blickfeld, sagen wir uns:

    Dieser Text bedeutet nichts.
    Dieser Autor bedeutet nichts.
    Diese Lampe bedeutet nicht.
    Diese Wand bedeutet nichts.

    Dann könnten wir über die unmittelbare Umgebung hinausblicken und einen ausgedehnteren Bereich einbeziehen:

    Diese Bäume bedeuten nichts.
    Diese Straße bedeutet nichts.
    Dieses Zeichen bedeutet nichts.
    Dieser Schatten bedeutet nichts.

    Wesentlich ist es, keine Unterschiede in der Auswahl der Objekte und Körper und ihrer Wahrnehmung zu machen.

    "Ein Ding ist wie das andere, was die Anwendung des Leitgedankens angeht." (2)


    Zu Beginn wird eine Übungsdauer von nicht mehr als einer Minute empfohlen, eine Anwendung der Gedanken wäre morgens und abends anzuraten.

    Persönliche Anmerkungen: Natürlich fällt es nicht leicht, einmal vergebene Bedeutungszuordnungen in Frage zu stellen. Wir lernen, zu erkennen, nichts erkannt zu haben. Alles hat, wie Kierkegaard es meint, die Bedeutung, die wir mit einem Begriff verknüpfen. Ob die Verknüpfungen jedoch alle notwendigen Informationen beinhalten, wird zwar als selbstverständlich angenommen - doch alle Lehrmeinungen mussten bisher immer wieder revidiert werden. Die Aufgabe eines statischen Konstruktes von "Glaubenssätzen" ist daher ein Vorgang, das Erlernte zu Verlernen. Denn es kann nur richtig sein, wenn wir alles schon verstanden hätten. Was ich definitiv für äußerst unwahrscheinlich halte.

    Es wäre so ähnlich, als würden wir einmal eine Nadel im Heuhaufen entdecken und daraus die Chaos-Theorie abzuleiten suchen. Zu glauben, wir hätten schon verstanden, was die Welt zusammenhält, ist eine recht arrogante und überhebliche Sichtweise. Denn bisher haben sich alle geirrt, die die Welt zu erklären suchten.

    Die Dynamik des Lebens wird durch unsere kollektiven Abwendungsstrategien gegen die unausweichlichen Einsichten und Erkenntnisse ausgebremst. Wenn wir die Veränderungen ablehnen, die das Leben für das Leben vorsieht, werden die Grundkräfte immer stärker wirksam, die eine Veränderung herbeizuführen suchen. Abwehrstrategien sind bedeutungslos, wie könnten wir in der Zeit dem Willen der Ewigkeit nicht entsprechen? Es ist sinnlos, sich als getrenntes Ego weiter von der Welt abzukapseln und eine Individuation zu betrachten, die auf einer "Insel" ablzulaufen scheint. Einer Insel des unverstandenen Eigennutzes, die von Illusionen gesäumt, dem steigenden Wasserspiegel zum Opfer fallen wird.

    Wenn wir die Bedeutung der Erde weiterhin zu einer Randrechengröße herunterbrechen, werden unsere Bedeutungszuordnungssysteme diesen Irrtum irgendwann in der Zeit bemerken müssen. Die Anzahl der Wiederholung von Irrtümern unterscheidet den Fehler vom Wahnsinn. Wir können ohne den Heiligen Geist und die damit zusammenhängende Berichtigung keine objektiven Dinge wahrnehmen. Wir nehmen für wahr, was uns als "Wahr" eingeredet wurde. Ob das wahr ist, ist eine andere Frage. Wenn die Lehre von der Liebe derart hasserfüllt daherkommt, ist die Berichtigung wohl eines Wunders bedürftig.

    Die Übergabe unserer erlernten, bisherigen Binsenweisheiten zur Berichtigung ist ein Prozess, der mit diesem Gedanken einen ersten Schritt macht. Das Ziel ist nach dieser Entscheidung gewiss, wir gehen mit einem Lehrer durch die Zeit, der nicht versagen kann. Weil es nicht der Wille Gottes ist. Wir haben einfach vergessen, über den Gedanken, dieser Schwachsinn könne Gottes Wille sein, herzhaft zu lachen. Ohne unseren Freund bleibt wenig Grund zum Lachen. Einzig die Bedeutungen, die wir dem Geschehen geben, bestimmen Qualität und Quantität unserer Wahrnehmung.

    Kollektiv betrachtet könnte gesagt werden:

    Diese Klimakatastrophe bedeutet nichts.
    Diese Regierungen bedeuten nichts.
    Dieses Geldsystem bedeutet nichts.
    Dieses Urteil über die Welt bedeutet nichts.
    Diese Deutung bedeutet nichts.




    (1) Ein Kurs in Wundern, Übungsbuch Seite 3, Greuthof Verlag 2010
    (2) Ein Kurs in Wundern, Übungsbuch Seite 3, Greuthof Verlag 2010

  22. #72
    Klaus Zinser
    Laufkundschaft

    AW: Magie, Mystik und Wunder

    Zitat Zitat von WirSindIchBin Beitrag anzeigen


    ... Nichts, was wir sehen, bedeutet etwas.




    Ich möchte Ihnen vollkommen zustimmen.

  23. #73
    Konrad
    Laufkundschaft

    AW: Magie, Mystik und Wunder

    Zitat Zitat von WirSindIchBin Beitrag anzeigen
    (6) Alle Lektionen dazwischen werden nur dahin führen und dieses Ziel der Einsicht näher bringen.


    Es ist der törichte Gedanke, ein von Gott getrennter Wille könne Wirklichkeit erzeugen.

    Realitäten und Wirklichkeiten unterscheiden sich im Grad der Qualität und Quantität aufgenommener und verwerteter Informationen über die Natur des Betrachtungsgegenstandes. Da niemand davon sprechen kann, in der LAge zu sein, alle Informationen aufgenommen, verstanden und richtig auszugeben in der LAge ist, bleibt nur der Weg der ERfahrung des Kurses.

    Einziger Nutzen dieser beschränkten Worte kann nur eine verdeutlichte ERfahrung sein. Eine Erfahrung, die durch den Heiligen Geist möglich wird und in jedem Fall individuell ist. Dieser Erfahrung Grenzen aufzuerlegen, ist ein Verlust. Diese Erfahrung zu verdeutlichen und damit zu teilen, ist daher einziges Anliegen dieser Zeilen.

    Lektion 1 des Kurses in einer globalen Betrachtungsform

    Nichts, was wir sehen, bedeutet etwas. (1)

    Nachdem wir diesen Gedanken gedacht haben, sehen wir uns zwanglos um und wenden den Gedanken auf die Dinge an, die wir gerade im Blickfeld wahrnehmen. Doch ist wahr, was wir für "wahr nahmen", also als gegeben und fixiert ansehen?

    Fällt ein Gegenstand in unser Blickfeld, sagen wir uns:

    Dieser Text bedeutet nichts.
    Dieser Autor bedeutet nichts.
    Diese Lampe bedeutet nicht.
    Diese Wand bedeutet nichts.

    Dann könnten wir über die unmittelbare Umgebung hinausblicken und einen ausgedehnteren Bereich einbeziehen:

    Diese Bäume bedeuten nichts.
    Diese Straße bedeutet nichts.
    Dieses Zeichen bedeutet nichts.
    Dieser Schatten bedeutet nichts.

    Wesentlich ist es, keine Unterschiede in der Auswahl der Objekte und Körper und ihrer Wahrnehmung zu machen.

    "Ein Ding ist wie das andere, was die Anwendung des Leitgedankens angeht." (2)


    Zu Beginn wird eine Übungsdauer von nicht mehr als einer Minute empfohlen, eine Anwendung der Gedanken wäre morgens und abends anzuraten.

    Persönliche Anmerkungen: Natürlich fällt es nicht leicht, einmal vergebene Bedeutungszuordnungen in Frage zu stellen. Wir lernen, zu erkennen, nichts erkannt zu haben. Alles hat, wie Kierkegaard es meint, die Bedeutung, die wir mit einem Begriff verknüpfen. Ob die Verknüpfungen jedoch alle notwendigen Informationen beinhalten, wird zwar als selbstverständlich angenommen - doch alle Lehrmeinungen mussten bisher immer wieder revidiert werden. Die Aufgabe eines statischen Konstruktes von "Glaubenssätzen" ist daher ein Vorgang, das Erlernte zu Verlernen. Denn es kann nur richtig sein, wenn wir alles schon verstanden hätten. Was ich definitiv für äußerst unwahrscheinlich halte.

    Es wäre so ähnlich, als würden wir einmal eine Nadel im Heuhaufen entdecken und daraus die Chaos-Theorie abzuleiten suchen. Zu glauben, wir hätten schon verstanden, was die Welt zusammenhält, ist eine recht arrogante und überhebliche Sichtweise. Denn bisher haben sich alle geirrt, die die Welt zu erklären suchten.

    Die Dynamik des Lebens wird durch unsere kollektiven Abwendungsstrategien gegen die unausweichlichen Einsichten und Erkenntnisse ausgebremst. Wenn wir die Veränderungen ablehnen, die das Leben für das Leben vorsieht, werden die Grundkräfte immer stärker wirksam, die eine Veränderung herbeizuführen suchen. Abwehrstrategien sind bedeutungslos, wie könnten wir in der Zeit dem Willen der Ewigkeit nicht entsprechen? Es ist sinnlos, sich als getrenntes Ego weiter von der Welt abzukapseln und eine Individuation zu betrachten, die auf einer "Insel" ablzulaufen scheint. Einer Insel des unverstandenen Eigennutzes, die von Illusionen gesäumt, dem steigenden Wasserspiegel zum Opfer fallen wird.

    Wenn wir die Bedeutung der Erde weiterhin zu einer Randrechengröße herunterbrechen, werden unsere Bedeutungszuordnungssysteme diesen Irrtum irgendwann in der Zeit bemerken müssen. Die Anzahl der Wiederholung von Irrtümern unterscheidet den Fehler vom Wahnsinn. Wir können ohne den Heiligen Geist und die damit zusammenhängende Berichtigung keine objektiven Dinge wahrnehmen. Wir nehmen für wahr, was uns als "Wahr" eingeredet wurde. Ob das wahr ist, ist eine andere Frage. Wenn die Lehre von der Liebe derart hasserfüllt daherkommt, ist die Berichtigung wohl eines Wunders bedürftig.

    Die Übergabe unserer erlernten, bisherigen Binsenweisheiten zur Berichtigung ist ein Prozess, der mit diesem Gedanken einen ersten Schritt macht. Das Ziel ist nach dieser Entscheidung gewiss, wir gehen mit einem Lehrer durch die Zeit, der nicht versagen kann. Weil es nicht der Wille Gottes ist. Wir haben einfach vergessen, über den Gedanken, dieser Schwachsinn könne Gottes Wille sein, herzhaft zu lachen. Ohne unseren Freund bleibt wenig Grund zum Lachen. Einzig die Bedeutungen, die wir dem Geschehen geben, bestimmen Qualität und Quantität unserer Wahrnehmung.

    Kollektiv betrachtet könnte gesagt werden:

    Diese Klimakatastrophe bedeutet nichts.
    Diese Regierungen bedeuten nichts.
    Dieses Geldsystem bedeutet nichts.
    Dieses Urteil über die Welt bedeutet nichts.
    Diese Deutung bedeutet nichts.




    (1) Ein Kurs in Wundern, Übungsbuch Seite 3, Greuthof Verlag 2010
    (2) Ein Kurs in Wundern, Übungsbuch Seite 3, Greuthof Verlag 2010

    Ja, na klar. Diese Theorie ist bekannt und bedeutet auch nichts.
    Das Leben bedeutet demnach nichts.
    Wir können uns suizidieren.
    Ernsthaft!
    Oder wir leben einfach weiter, so, wie Menschen eben leben, wahrnehmen und empfinden.
    Mit der Illusion, mit der Freude und dem Leid.
    Mit all den Gegensätzen, die das Leben zu bieten hat.
    Meinetwegen bin ich egozentriert.
    Ich liebe es.

  24. #74

    AW: Magie, Mystik und Wunder

    Mehr als nur ein Wort – Vergebung

    Vergebung ist der Plan Gottes für unsere Erlösung aus der Schuld. Wir empfangen, was wir geben. Wer Schuld gibt, wird Schuld empfinden. Wer Vergebung gibt, wird Vergebung finden.



    „Vergebung bietet alles, was ich will.

    Heute habe ich das als wahr angenommen.

    Heute werde ich die Gaben Gottes empfangen.“ (1)



    Viel mehr als das Wort Vergebung ist das Ergebnis. Bin heute Morgen alle „Fälle“ durchgegangen, in denen ich noch Ungerechtigkeiten sah und habe meinen schlimmsten „Feinden“ vergeben. Es ist eine andere Welt, die wir betrachten, lernten wir, Fehler als Fehler und nicht als Sünden zu betrachten. Klar, alle meine „Feinde“ haben sich meiner Meinung nach fürchterlich geirrt, als sie ihre „Straftaten“ gegen mein Ego begangen. An Ungerechtigkeiten besaß mein Leben keinen Mangel.



    Wohlverstanden haben diese Angriffe zwar mein Ego getroffen, doch die Seele dahinter erkennbar gemacht. So liebe ich nun meine Feinde dafür, dass sie sich geopfert haben, mir die Möglichkeit einzuräumen, ihnen heute zu vergeben.



    Geben und Empfangen sind in Wahrheit eins.

    Ich werde ich Empfangen, was ich gebe.

    Ich biete ich jedem Vergebung an.



    Wenn all das Unrecht einen Sinn bekommen soll, müssen wir uns von der Schuld entbinden. Eine Entbindung ist eine neue Geburt. Die Entbindung von der Schuld ist insofern die Geburtsstunde der Vergebung. Vergebung ist ein Wärmegefühl im Herzen, eine Leichtigkeit im Sein und eine Freiheit, die uns aus der Hölle loseisen, in die wir uns selbst sperrten, die wir nun jedoch verlassen wollen.


    Beim ersten Übungsdurchlauf konnte ich offensichtlich noch nicht wirklich vergeben. Manche Schuld wollte ich nicht loslassen. Zu grausam erschienen die Feinde, zu grausam die Verfehlungen, zu grausam die Welt – als dass sie Vergebung verdiene, die ich mit Schutzlosigkeit gleichsetzte. Wobei an sich die Vergebung der einzige dauerhafte Schutz ist.


    Gerechtigkeit schien mir früher ein hohes Gut, doch ist sie im Himmel unbekannt, da es keine Ungerechtigkeit gibt. Die Welt hat den Zweck und die Funktion eine Lehr- und Lerneinrichtung für Vergebung zu sein. Die Schuld, die mich nicht losließ, wollte eigentlich Vergebung werden. Gerechtigkeit kann Kommen und Gehen. Vergebung ist zeitlos und nur die zeitlosen Gaben sind Gottes Gaben.

    Insgesamt ist es Eigennutz, zu vergeben. Erstens vergebe ich, weil ich Gottes Plan dahinter nur ohne Schuld erblicken kann. Zweitens wird der Schleier nur gelüftet, wenn wir den inneren Frieden verspüren, den die Vergebung uns schenkt. Sind wir zornig, ärgerlich oder wütend, dann trüben dunkle Wolken unseren Blick. Drittens will ich mein Lernprogramm abschließen und keine neuen Ursachen schaffen, die mich an diese Ego-Welt binden.

    Wollen wir dieses Lernprogramm abschließen und eine neue Tür öffnen, ist Vergebung der Weg aus dem Kellerloch der Schuld. Vergebung ist eine Gabe, die es ermöglicht, die Zeitlosigkeit der Liebe unseres Freundes zu spüren. Vergebung ist unwandelbar und ewig. Gerechtigkeit ist in der Zeit und wandelbar. So nehme ich die Ewigkeit an, in der Ungerechtigkeit keine Rolle spielt. Solange ich im Sterben noch Schuld empfinde, muss ich das Lernprogramm wiederholen. Solange ich im Sterben noch Mangel empfinde, zieht es mich zum Defizit zurück. Erst in der Vergebung erkenne ich, dass die Welt mir keine Gaben zu geben hat. Hier ist nichts, um das zu kämpfen lohnen würde. Hier ist alles, wenn wir nur zu vergeben bereit wären.

    Vergebung bereitet der Hölle ein jähes Ende.




    (1) Ein Kurs in Wundern, Lektion 122, Seite 219, Übungsbuch, Greuthof Verlag 2010

  25. #75

    AW: Magie, Mystik und Wunder

    Zitat Zitat von Konrad Beitrag anzeigen
    Ja, na klar. Diese Theorie ist bekannt und bedeutet auch nichts.
    Das Leben bedeutet demnach nichts.
    Wir können uns suizidieren.
    Ernsthaft!
    Oder wir leben einfach weiter, so, wie Menschen eben leben, wahrnehmen und empfinden.
    Mit der Illusion, mit der Freude und dem Leid.
    Mit all den Gegensätzen, die das Leben zu bieten hat.
    Meinetwegen bin ich egozentriert.
    Ich liebe es.


    Nee, das Ego suizidiert uns kollektiv und individuell.

    Es bedeutet: Die Sichtweise des Egos auf die Welt bedeutet nichts.

    Mit der Illusion getrennter Körper zu leben, ist die Grundlage des Leids.

    Die Aufgabe der Illusionen ist die Grundlage der Freude.

    Beide Welten können wir nicht gleichzeitig sehen.

    Natürlich ist es die Anbindung an die Lügen und Illusionen des Egos, die uns sagen lässt, wir sollten dem Ego-Lügengeist in den totalen Krieg folgen.

    Erst, wenn diesen Illusionen keinerlei Bedeutung zugemessen wird, sehen wir die Welt und die Dinge so, wie Gott sie schuf. Daran kann das Ego nichts ändern. Wenn uns unser Ego in den kollektiven Selbstmord treiben will, dann nur, weil es die Aufgabe seiner Herrschaft über uns fürchtet. Lieber tot, als zurück zu unserem Vater. Die Angst steht im WEg, die Angst vor Gott.

    Warum?

    Weil die Kirchen sagten, wir seien böse. Nicht, weil es einen einzigen Beweis für die Wirkungen des Egos in der Ewigkeit gibt. Ja, es ging mir emotional mit der Übung ebenso. Hier sind die erlernten Bedeutungen zunächst aufzulösen: Wir haben Christus nicht ermordet. Christus hat uns die Möglichkeit aufgezeigt, den Tod zu überwinden. Einzig die Kirchen haben den Sinn der Auferstehung nicht verstanden und projizierten ihr schlechtes Gewissen auf die Schäfchen, denen sie den Weg zeigen sollten.

    Auch hier gibt es keine Schuld: Die Dummheit der Kirchen ist Grundlage der Erlösung. Entbindung und Befreiung aus der Schuld ist in diesen Organisationen nicht zu finden. Nur in der Vergebung finden wir Frieden. Das ist das Lernprogramm: Es gibt keine Schuld.

    Daneben: Es ist nichts Neues, da hast Du ebenso Recht. Es wurde alles gesagt, was wir wissen müssen. Die Gesetze anzuwenden, könnten wir noch lernen.

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