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Thema: Ein Kurs in Wundern

  1. #426

    AW: Ein Kurs in Wundern

    13. Was ist ein Wunder?

    1. „Ein Wunder ist eine Berichtigung. Weder erschafft es, noch verändert es tatsächlich überhaupt. Es schaut lediglich auf die Verwüstung und erinnert den Geist daran, dass falsch ist, was es sieht. Es hebt den Irrtum auf, doch versucht es nicht, über die Wahrnehmung hinauszugehen noch die Funktion der Vergebung zu überschreiten. So bleibt es innerhalb der Grenzen der Zeit. Doch ebnet es den Weg für die Rückkehr der Zeitlosigkeit und das Erwachen der Liebe, denn die Angst muss vor dem sanften Heilmittel, das es bringt, entschwinden.

    2. Ein Wunder enthält die Gabe der Gnade, denn es wird als eins gegeben und empfangen. So illustriert es das Gesetz der Wahrheit, dem die Welt nicht gehorcht, weil sie der Wahrheit Wege überhaupt nicht versteht. Ein Wunder kehrt die Wahrnehmung, die vordem auf dem Kopf stand, um, und also macht es den seltsamen Verzerrungen ein Ende, die manifest waren. Jetzt steht die Wahrnehmung der Wahrheit offen. Jetzt wird die Vergebung als gerechtfertigt gesehen.

    3. Die Vergebung ist das Zuhause der Wunder. Die Augen CHRISTI übergeben sie an alle, auf die sie in Barmherzigkeit und Liebe schauen. Die Wahrnehmung ist in SEINER SICHT berichtigt, und was verfluchen sollte, ist gekommen, um zu segnen. Jede Lilie der Vergebung bietet aller Welt das stille Wunder der Liebe an. Und jede wird vor das WORT GOTTES hingelegt, auf den universellen Altar für den Schöpfer und die Schöpfung im Licht vollkommener Reinheit und endloser Freude.

    4. Das Wunder wird zuerst durch Glauben angenommen, weil darum bitten implizit besagt, dass der Geist vorbereitet worden ist, sich das vorzustellen, was er nicht sehen kann und nicht versteht. Doch wird der Glaube seine Zeugen bringen, um zu zeigen, dass das, worauf es beruhte, auch wirklich da ist. Und also wird das Wunder deinen Glauben an es rechtfertigen und zeigen, dass es auf einer wirklicheren Welt beruhte als das, was du vordem sahst, auf einer Welt, die von dem erlöst ist, wovon du dachtest, es sei dort.

    5. Wunder fallen wie Tropfen heilenden Regens vom Himmel auf eine trockene und staubige Welt, wohin hungernde und dürstende Kreaturen kommen, um zu sterben. Jetzt haben sie Wasser. Jetzt ist die Welt grün. Und überall sprießen die Lebenszeichen, um zu zeigen, dass das, was geboren ist, nie sterben kann, denn was Leben hat, hat Unsterblichkeit“. (1)

    341. „Ich kann nur meine eigene Sündenlosigkeit angreifen, und nur sie ist es, die mich sicher hält.
    342. Ich lasse die Vergebung auf allen Dingen ruhen, denn also wird Vergebung mir gegeben werden.
    343. Von mir wird nicht verlangt, dass ich ein Opfer bringe, um GOTTES Frieden und Barmherzigkeit zu finden.
    344. Heute lerne ich das Gesetz der Liebe. Das, was ich meinem Bruder gebe, ist meine Gabe an mich.
    345. Heute biete ich nur Wunder an, denn ich möchte, dass sie mir zurückgegeben werden.
    346. Heute umhüllt der Frieden GOTTES mich und ich vergesse alles außer SEINER LIEBE.
    347. Ärger muss von Urteil kommen. Urteil ist die Waffe, die ich gegen mich verwende, um das Wunder von mir fern zu halten.
    348. Ich habe keine Ursache für Ärger oder Angst, denn du umgibst mich. Und in jedem Bedürfnis, das ich wahrnehme, genügt mir DEINE Gnade.
    349. Heute lasse ich Christi Schau auf alle Dingen blicken und beurteile sie nicht, sondern gebe stattdessen einem jeden ein Wunder der Liebe.
    350. Wunder spiegeln GOTTES ewige Liebe. Sie schenken heißt, sich an IHN zu erinnern und durch die Erinnerung an IHN die Welt zu erlösen“. (2)


    (Kap. 25: X) „Die Gerechtigkeit des Himmels“:
    https://www.youtube.com/watch?v=6uaF...CzPxZ&index=89

    „Ein Wunder ist Gerechtigkeit“… (3) (6:44)

    „Das Wunder, welches du empfängst, das gibst du. Ein jedes wird zu einem anschaulichen Beispiel des Gesetzes, auf dem die Erlösung fußt: dass Gerechtigkeit allen widerfahren muss, wenn irgendjemand geheilt werden soll“. (4) (10:24)

    Wenn ich in den letzten Beiträgen vom Gegenteil des Egos sprach, dann, um aufzuzeigen, wie lehrreich der Umweg über das Ego sein könnte, wenn der Nutzen der Entwicklung im Kontext des Lehrplanes erkannt wird. Wir können das Ego kaum wirklich definitiv definieren, da es in vielen Formen mit dem gleichen Inhalt zum Chaos führt.

    Im Handbuch wird das Ego dem Wunder entgegengestellt und daher noch einmal die Quellenangabe zur entsprechenden Textstelle bei 8:03:58 im Hörbuch:
    https://www.youtube.com/watch?v=pUutb6rbVuU

    So kann ich noch einmal die Definition des Egos aufgreifen, wie sie darin beschrieben wird:

    „Was ist das Ego? Nichts, aber in einer Form, die wie etwas zu sein scheint“. (5)

    „Es gibt keine Definition für eine Lüge, die dazu dient, sie wahr zu machen. Noch kann es eine Wahrheit geben, die durch Lügen wirksam verborgen wird“. (6)

    „Wir können nicht wirklich eine Definition dessen geben, was das Ego ist, aber wir können sagen, was es nicht ist. Und das wird uns mit vollkommener Klarheit gezeigt. Und eben daraus leiten wir alles ab, was das Ego ist. Schau auf sein Gegenteil, und du kennst die einzige Antwort sehen, die von Bedeutung ist“. (7)

    „Das Gegenteil des Egos in jeder Hinsicht – was Ursprung, Wirkung und Folgen angeht – nennen wir ein Wunder. Und hier finden wir alles, was nicht das Ego in dieser Welt ist“. (8)

    „Was ist das Ego? Das, was die Dunkelheit war“. […] „Was ist das Ego? Das, was das Böse war. Wo ist das Ego? In einem bösen Traum, der nur wirklich schien, während du ihn träumtest. Was ist das Ego? Wer braucht zu fragen? Wo ist das Ego? Wer braucht nach einer Illusion zu suchen, jetzt, da Träume vergangen sind“? (9)

    So ist es das Wunder, das die Wunden heilt, die das Ego uns zu schlagen schien. Bis wir erkennen, dass das Ego eine Illusion ist, die nur Wirkungen in unserem Geist besitzt, wenn wir daran glauben. Um die Wirkungen der Ungerechtigkeiten, die das Ego anstrebt, in unseren vergangenen Gedanken unwirksam zu machen, ist es unerlässlich, zu vergeben. Jeder Fehler, der zur Sünde gemacht und erhoben wird, muss vergeben werden, damit das Wunder angenommen werden kann. An das Wunder zu glauben bedeutet daher, dem Ego seinen Glauben zu entziehen.

    An dieser Stelle passt gerade Lektion 350: „Wunder spiegeln GOTTES ewige Liebe. Sie schenken heißt, sich an IHN zu erinnern und durch die Erinnerung an IHN die Welt zu erlösen“.

    Ärger, Wut, Zorn und Hass spiegeln das Ego. Sie „einzuschenken“ bedeutet, seinen Glauben in das Ego zu setzen und durch das Festhalten am Irrtum die Welt weiterhin durch die Angst zu versklaven und annähernd ewig zu binden. Illusionen können nicht ewig andauern. Ihr Tod ist sicher und nur das ist gewiss. Die Wahrheit wird von der Lüge nicht verändert und benötigt auch keine Verteidigung, denn sie kann nicht angegriffen werden. Wodurch könnte das Ego die Wahrheit dazu bringen, sich angegriffen zu fühlen? Wenn sich die Wahrheit nicht angegriffen fühlt, ist jeder Angriff zwecklos. Warum dann Angriff als beste Verteidigung ansehen, wenn er nur sicherstellt, niemals in Frieden zu sein?

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 474
    (2) Übungsbuch Seiten 475 - 479
    (3) Textbuch Seite 542
    (4) Textbuch Seite 543
    (5) - (9) Handbuch für Lehrer Seiten 78 / 79
    Geändert von Michael (15.09.17 um 13:46 Uhr)

  2. #427

    AW: Ein Kurs in Wundern

    14. Was bin ich?

    1. Ich bin GOTTES SOHN, vollständig und geheilt und ganz, leuchtend in der Widerspiegelung SEINER LIEBE. In mir wird SEINE Schöpfung geheiligt und ihr ewiges Leben garantiert. In mir ist die Liebe vollkommen, die Angst unmöglich und die Freude ohne Gegenteil begründet worden. Ich bin das heilige Zuhause von GOTT SELBST. Ich bin der HIMMEL, in dem SEINE LIEBE wohnt. Ich bin SEINE heilige SÜNDENLOSIGKEIT SELBST, denn in meiner Reinheit wohnt SEINE EIGENE.

    2. Jetzt brauchen wir beinahe keine Worte mehr. Doch in den letzten Tagen dieses einen Jahres, das wir gemeinsam, du und ich, GOTT gaben, haben wir einen ungeteilten Zweck gefunden, den wir gemeinsam hatten. Und so hast du dich mit mir verbunden, und somit bist du das, was ich bin, auch. Die Wahrheit dessen, was wir sind, ist nicht in Worten auszudrücken oder zu beschreiben. Doch kann unsere Funktion hier uns klar werden, und Worte können davon sprechen und sie auch lehren, wenn wir die Worte in uns durch das Beispiel belegen.

    3. Wir sind die Bringer der Erlösung. Wir nehmen unsere Rolle als Erlöser dieser Welt an, die durch unsere gemeinsame Vergebung erlöst ist. Und diese unsere Gabe wird daher uns gegeben. Auf jeden schauen wir so wie auf einen Bruder und nehmen alle Dinge als freundlich und als gut wahr. Wir suchen keinerlei Funktion, die jenseits von des HIMMELS Pforte liegt. Die Erkenntnis wird wiederkehren, haben wir unseren Teil getan. Wir kümmern uns nur darum, der Wahrheit das Willkommen zu entbieten.

    4. Unsere Augen sind es, durch welche die Schau CHRISTI eine Welt sieht, die von jedem Gedanken der Sünde erlöst ist. Unsere Ohren sind es, die die Stimme für GOTT verkünden hören, dass die Welt sündenlos ist. Unsere Geister sind es, die sich miteinander verbinden, indem wir die Welt segnen. Und aus dem Einssein, das wir erlangt haben, rufen wir zu allen unseren Brüdern und bitten sie, dass sie unseren Frieden mit uns teilen und unsere Freude vollenden.

    5. Wir sind die heiligen Boten GOTTES, die für IHN sprechen, und indem wir SEIN WORT zu jedem tragen, den ER uns gesandt hat. Lernen wir, dass es in unsere Herzen eingeschrieben ist. Und also wird unser Denken über das Ziel geändert, für das wir kamen und welchem wir zu dienen suchen. Wir bringen dem SOHN GOTTES, der dachte, dass er leide, eine frohe Botschaft. Nun ist er erlöst. Und wenn er des HIMMELS Pforte vor sich offen stehen sieht, wird er eintreten und in GOTTES HERZ entschwinden. (1)

    351. „Mein sündenloser Bruder ist mein Führer zum Frieden. Mein sündiger Bruder ist mein Führer zum Schmerz. Und welchen ich zu sehen wähle, den werde ich erblicken.

    352. Urteile und Liebe sind Gegenteile. Von dem einen kommen alle Kümmernisse der Welt. Doch von dem andern kommt der Frieden GOTTES SELBST.

    353. Meine Augen, meine Zunge, meine Hände, meine Füße haben heute nur einen einzigen Zweck. CHRISTUS gegeben zu werden, damit ER sie verwende, um die Welt mit Wundern zu segnen.

    354. Wir stehen beieinander, CHRISTUS und ich, in Frieden und in Zielgewissheit. Und in IHM ist sein SCHÖPFER, wie ER auch in mir ist.

    355. Aller Friede, alle Freude und alle Wunder, die ich geben werde, haben kein Ende, wenn ich GOTTES WORT annehme. Warum nicht heute?

    356. Krankheit ist nur ein anderer Name für Sünde. Heilung ist nur ein anderer Name für GOTT. Das Wunder ist somit ein Ruf an IHN.

    357. Die Wahrheit antwortet auf jeden Ruf, den wir an GOTT richten, indem sie erst mit Wundern reagiert und dann zu uns zurückkehrt, um sie selbst zu sein.

    358. Kein Ruf an GOTT kann ungehört oder unerwidert bleiben. Und dessen kann ich gewiss sein: SEINE Antwort ist die, die ich wirklich will.

    359. Die Antwort GOTTES ist irgendeine Form des Friedens. Jeder Schmerz ist geheilt, alles Elend ist ersetzt durch Freude. Alle Gefängnistüren sind geöffnet. Und jede Sünde wird lediglich als Fehler aufgefasst.

    360. Friede sei mir, dem heiligen SOHN GOTTES. Friede sei meinem Bruder, der eins mit mir ist. Lass alle Welt gesegnet sein durch uns mit Frieden“. (2)

    Eine von beiden möglichen Welt-wahr-nehm-ungen kann nicht wirklich wirklich sein. Entweder sind wir gefangene Leibeigene in der Welt des Egos oder wir sind freie Söhne unseres liebenden Vaters. Eines von beiden Denksystemen kann nicht zugleich mit dem anderen als wahr betrachtet werden. Entweder ist das Ego verrückt oder wir beharren darauf, Gott müsse entweder schon tot sein oder hätte nie gelebt. Woher wir jedoch das „Leben“ bekamen, das wir als „unseres“ betrachten, darf für das Ego keine Rolle spielen. Doch Gottes ist der Geist, mit dem das Ego denkt.

    Dieser Frage ursächlich auf den Grund zu gehen, würde seine „schreckliche Autonomie“ gefährden, seine Angstherrschaft in einem Teil von GOTTES GEIST. Wenn wir erst wieder erkennen, dass wir am Ego erkennen könnten, was das Gegenteil dessen ist, was das Ego (Unkenntnis darüber heuchelnd) abbilden möchte, blicken wir in unser eigenes Spiegelbild. Das Ego ist das, was wir in uns ablehnen und daher auf andere projizieren, indem wir in ihnen „sehen“, was wir in uns damit verschleiern wollen. Was wir sehen, sind vielfältige und einfältige Formen von Rache des Egos für das „Opfer des Einsseins“, das die „optische Täuschung des Bewusstseins namens „ich“ dafür fordert, eine Grenze zwischen dem zu ziehen, was als ein LEBEN erschaffen wurde. Es gibt nur ein Leben und das teilen wir alle mit GOTT. Das, was eins ist, getrennt halten zu wollen, ist die Absicht des Egos und sein Tatmotiv beim Verurteilen einer Welt, die ihm nicht (mehr) wirklich gefällt, seit er die zunehmende Last der kognitiven Dissonanz über das Scheitern all seiner Ego-Heilspläne auf seinen müden Schultern lasten fühlt. Historisch hat sich das Scheitern wie ein Misthaufen angehäuft und die „Scheiterhaufen“ sind nur ein Symbol dafür, wie das Ego die Körper verbrennt, um den Geist darin (nach seiner Teilauffassung) zu berichtigen.

    Die Last der kognitiven Dissonanz über die Fehlentscheidungen des Egos in seiner historisch kollektiven Gesamtsumme lässt den „Vernünftigen“ vernünftig erscheinen, darüber hinwegzutäuschen und nimmt damit allen die Möglichkeit, durch eine wirklich andere Wahl dieser Last ledig zu werden und das schwere Joch gegen ein leichtes zu tauschen. Die Mauer um das Herz, die uns vor Schmerzen schützen soll, wird im folgenden Hörbuch als Gefängnis entlarvt. Doch an das Ende der Ketten sind wir niemals gegangen…

    Die Gründe, warum wir uns nicht mehr an den Heiligen Geist wenden, die unrichtige Wahrnehmung unsere Probleme ursächlich berichtigen zu lassen, spricht das heutige Hörbuch ebenfalls an.

    (Kap.26:I+II) „Der Übergang“:
    https://www.youtube.com/watch?v=3p6E...CzPxZ&index=90

    „Was ist des HEILIGEN GEISTES besondere Funktion außer dieser, den heiligen SOHN GOTTES aus der Gefangenschaft zu befreien, die er gemacht hat, um sich von der Gerechtigkeit fern zu halten? Könnte deine besondere Funktion eine Aufgabe sein, die losgelöst und getrennt von SEINER EIGENEN ist? (3)

    Warum unsere besonderen Problemlösungen also niemals wirklich funktionieren konnten, wird wieder auf einen Satz verdichtet:

    „Denn es gibt nur einen Fehler: die gesamte Idee, Verlust sei möglich und könne für irgendjemanden Gewinn zur Folge haben“. (4)

    Wir können nicht verleugnen, dass auf „dieser mangelhaften Idee“ das gesamte Chaos dieser Welt fußt. Wir erhoffen uns Gewinn aus dem Verlust, was immer einen Verlust für alle darstellt. All die scheinbare Komplexität dieser Welt ist nichts als eine trügerische Augenwischerei zur Verschleierung des einen einzigen Fehlers.

    Wird ein Fehler nicht mehr unterstützt und als falsch erkannt, verschwindet er. Wird der Fehler der Trennung von Gott, die das Ego in seine „schreckliche Autonomie“ führte, als zu schweres Joch erkannt, verschwindet die Welt, die auf einer fehlerhaften Idee beruhte, einfach ins Nichts, da der Irrtum der Wahrheit überbracht wurde. Erst dann kann der Heilige Geist jedoch die Wirkungen dessen berichtigen, was wir gemacht zu haben glauben.

    Das Coole am Heiligen Geist ist nämlich: Er sieht die Wahrheit in GOTT weiterhin und damit uns, wie wir wirklich sind. Da er jedoch nicht als wirklich ansieht, was wir im Ego-Modus voller Angst und Panik alles so „machen“, sieht GOTT es nicht und ohne in GOTTES GEIST zu sein, ist kein Irrtum wirklich. So befreit uns der Heilige Geist aus dem dunklen Kellerverlies, von dem wir dachten, es sei, weil GOTT uns verließ und einem Gefängniswärter überließ. Doch waren wir es, die aus dem HIMMEL eine Hölle zu machen suchten, was natürlicherweise im HIMMEL unmöglich war. So mussten wir kurz draußen bleiben, bis der Irrtum berichtigt wurde. In diesem Moment entstand die Funktion des HEILIGEN GEISTES als Befreier aus Ketten, an deren Ende wir niemals gegangen sind, immer, weil andere uns sagten, wir wären die Gefangenen des Egos, in einem Körper dazu verurteilt, eine Welt zu sehen, die wir als das genaue Gegenteil des Himmels betrachten könnten, was indirekt beweist, dass uns haargenau bekannt ist, was wir vorgeben, vergessen zu haben.

    Und genau das sieht der Heilige Geist als weiterhin existent an und bezeugt es vor GOTT wie der WELT als wahr. So ist es dieser „berufene Freund“, der im 6. Greuthof-Abschnitt dann als der innere Lehrer beschrieben wird, der uns klar aufzeigt, was wir jeweils individuell benötigen, das eigene Labyrinth des Vergessens verlassen zu können, in dem wir uns verlaufen zu haben scheinen. Was wir „vergessen wollten“ wird uns das Ego als Lehrer sicher kaum verraten, dann wüsste es ja nicht mehr MEHR als wir und wir wären ebenbürtig und auf einer Augenhöhe. Welches Opfer sollte daher mit der Aufgabe von Illusionen verknüpft werden?

    Die Ent-Täuschung ist dann eine Aufhebung der Täuschung und als solche eher zu begrüßen. Außer, man besitzt den Wunsch, am Fehler festzuhalten. Was immer nur eine Zeit lang funktioniert und im häufigeren Wiederholungsfall dann als Wahnsinn einzusortieren wäre. Sollte der Himmel also (über unsere Fehler) nicht verrückt geworden sein, könnte die Antwort auf das, was wir vergessen mussten, nicht mehr zu sein, wie GOTT uns schuf, mit SEINER HILFE als niemals verloren wiedererkannt werden. Sonst hätte die Frage, wer wir sind, gar nicht aufkommen können. Das Ego weiß es, doch es sagt uns dies nicht freiwillig und daher ist es kein geeigneter Lehrer für die Erinnerung an das, was die lange Zeit des Vergessens vor uns verbirgt.

    Was wir sind, können wir nur Erlernen, indem wir lernen zu verlernen und zu vergessen, was das Ego uns bisher “gelehrt“ hat. Die Entscheidung für den HEILIGEN GEIST als innerem Lehrer ist somit die kleine Bereitwilligkeit, die von unserer Seite erbracht werden muss, damit das Wunder die Wunden heilen kann, die die lange Zeit der Haft unter dem Ego unserem Geist zu schlagen schien. Doch wird die wahre Identität durch einen Irrtum nicht berührt oder gar verändert.

    Ich wurde kein Esel, nur weil mich meine Lehrer regelmäßig so nannten.
    Und aus einem Esel wird kein Mensch, indem er ständig IAA ruft.

    Die Kenntnis und Verwendung zweier Buchstaben reicht nicht aus, eine Sprache ganz zu verstehen. Das A und das O ist es weiterhin, zu verstehen, bisher nicht verstanden zu haben. Daher ist jedes Urteil letztlich logisch anfänglich unmöglich und liebende Gerechtigkeit darf sein, was sie ist, fällen wir kein anderslautendes Urteil. Wir nennen uns nun so lange gegenseitig Esel, dass selbst unsere Kinder schon daran glauben, als Esel unter Eseln aufzuwachsen. Doch durch einen Irrtum wird die wahre Identität nicht verloren, sie ist eben nur verschleiert und unsichtbar, doch nicht weg…

    Auch in meiner heutigen Tageslektion fand sich ein weiterer Hinweis darauf, warum es tatsächlich unser Urteil ist, das jeglichen Ärger, Zorn, Wut, Hass und Angriff entstehen lässt. Wir sollten nicht urteilen, nicht, weil es uns „als arme Sünder“ nicht anstünde, sondern, weil wir einfach nicht alle Informationen besitzen. Wir versuchen aus Bruchstücken einer Gesamtheit, die wir gerade in diesem Moment so „auffassen“, abzuleiten, welche Entscheidungen „richtig“ und welche „falsch“ zu sein scheinen, doch uns fehlt der ethische Maßstab, das Maß, an dem sich zu orientieren wäre.

    Wissen, noch nicht zu erkennen, nimmt das allzu schwere Joch von unseren Schultern. Es wird mir immer deutlicher, dass, wenn meine Entscheidungen auf veränderlichen Grundlagen beruhen, die sich im Verlauf meines Lernens verändern, sich natürlich auch „richtig“ und „falsch“ an anderen „Einteilungen“ auf dem „Zollstock“ (Gliedermaßstab) orientieren. Aus einer veränderlichen Teilerkenntnis auf das Gesamtgeschehen in seiner Einbettung in Zeit und Raum zu schließen, kann jedoch, ganz logisch betrachtet, nur zu kognitiver Dissonanz führen. Es ist das Bemerken dessen, das wir wiederum auf einer falschen Grundlage entschieden haben, deren Wahrnehmung und Einschätzung nun „anders“ aussieht. Die heutigen 10 Leitgedanken geben einen Voreinblick in die Entscheidungsgrundlagen, die uns der HEILIGE GEIST als „berufener Freund“ zum Vergleichsmaßstab an die Hand gibt.

    „ALLE GEFÄNGNISTÜREN SIND GEÖFFNET“ (359), verdeutlicht, wohin die Reise hier geht. Alles andere wäre auch keine liebende Gerechtigkeit. Wer (360) denkt, wird in sich fühlen, was die Worte bedeuten. Es sind eben einfach Gedanken, die wahr sind, weil wir sie mit GOTT teilen. Wir bestanden bisher darauf, Gedanken zu erleben, die wir nicht mit GOTT teilten, sondern mit dem Teil in unserem Geist, den wir für die Angst reserviert haben. Doch die Freiheit ALLER ist nicht zu fürchten, denn es ist immer auch unsere eigene.

    Ich übe heute den aufschlussreichen Gedanken 243: „Heute will ich über nichts urteilen, was geschieht“. (4)

    1. „Ich will heute ehrlich zu mir sein. Ich will nicht denken, dass ich bereits erkenne, was jenseits meines gegenwärtigen Fassungsvermögens bleiben muss. Ich will nicht denken, dass ich das Ganze aus Stückchen meiner Wahrnehmung verstehe, die alles sind, was ich erblicken kann. Heute begreife ich, dass es so ist. So werde ich von Urteilen entbunden, die ich nicht fällen kann. So befreie ich mich selbst und das, worauf ich schaue, um in Frieden zu sein, wie GOTT uns schuf.
    2. VATER, heute lasse ich die Schöpfung frei, sie selbst zu sein. Ich ehre alle Dinge, in denen ich eingeschlossen bin. Wir sind eins, weil jeder Teil DEINE Erinnerung enthält, und die Wahrheit in uns allen als eins leuchtet“. (5)

    Der Gedanke 243 fühlt sich insofern „richtig“ an, da, solange ich heute kein Urteil fälle, dass ich nicht mit Wahrheit und liebender Gerechtigkeit füllen kann, von „schlechter Laune“, also zu korrigierenden Empfindungen in meinem Bewusstsein, frei blieb. Auch, wenn es Dinge gäbe, die als Fehler angehäuft, einen Scheiterhaufen ergeben, ist das Scheitern des Egos das Scheitern der Lüge, nicht mehr die Erinnerung an die Wahrheit - in uns leuchtend – wahrnehmen zu können. Der „Maßstab“, die „Wahrheit“ schon zu kennen, ist die Grundvoraussetzung für ein gerechtes und weises, allumfassendes Urteil, bei dem niemand verliert. Wobei ein Urteil immer nur gerecht sein kann, wenn niemand dabei „verliert“, doch in allen meinen Urteilen gibt es immer „Verlieren“, so konnten sie nicht richtig sein. Wie Gedanken also wirken, kann in der Idee dahinter vermutet werden.

    Es gab einfach nur die relativ blöde Idee, wir könnten etwas verloren haben, was wir bei näherem Hinsehen durchaus in uns leuchten bemerken können. Doch nur, wenn die Ketten der Schuld einmal loslassen und beginnen, zu prüfen, ob am Ende der Ketten nicht doch Freiheit zu finden ist. Mein „gegenwärtiges Fassungsvermögen“ verändert sich ja definitiv noch. Wie soll ich daher etwas beurteilen, an das ich mich offenbar und offensichtlich noch nicht wieder vollständig erinnere?

    Mit dem Urteil entsteht jede Form von kognitiver Dissonanz. Wie könnten wir schon beurteilen, was wir noch vergessen haben?

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 480
    (2) Übungsbuch Seiten 481 – 485
    (3) Textbuch Seite 546
    (4) Übungsbuch Seite 416
    (5) Ebd.

  3. #428

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Die letzten Lektionen

    361 – 365. „Diesen heiligen Augenblick möchte ich DIR geben. Hab DU die Führung. Denn DIR möchte ich folgen, gewiss, dass DEINE Anleitung mir Frieden bringt“. (1)

    Diese letzte Lektion ist, worauf der Kurs insgesamt abzielt: Geistesfrieden. In vielen Formen wird immer nur ein einziges Unrecht berichtigt, ein einziges ungerechtes Urteil aufgehoben, welches den Frieden zu überschatten schien. Denn Gerechtigkeit ist, wie die Liebe und die Freude, immer TOTAL und kann niemals (auf Teile einer verbundenen Gesamtheit) begrenzt werden. Den Anleitungen zu folgen, die uns Frieden hier ermöglichen, ist daher die kleine Bereitwilligkeit, seine eigenen Irrtümer und Illusionen ursächlich und endgültig berichtigen lassen zu wollen. Diesen letzten Leitgedanken als wahr anzunehmen, nachdem ein ganzes Jahr darauf verwendet wurde, den eigenen Geist darauf vorzubereiten, ein Ziel zu teilen, das ist, was Frieden bringt, befreit von jeder Form der kognitiven Dissonanz. Uns nicht länger in selbst auferlegten Ketten gefangen zu sehen, ist der Himmel vom Himmel zu erwarten, nicht die Hölle aus Strafen eines rachsüchtigen, weil „erziehungsunfähigen“ Halbgottes. Wovon uns die Ketten abhalten sollten, lässt sich aus dem folgenden Zitat absehen:

    „Erstens, wie kann der Friede GOTTES erkannt werden? Der Friede GOTTES wird zuerst nur durch eines erkannt: Er ist in jeder Hinsicht total anders als alle vorhergehenden Erfahrungen. Er erinnert an nichts, was vorher war. Er bringt keine vergangenen Assoziationen mit sich. Er ist etwas völlig Neues. Es gibt zwar einen Kontrast zwischen ihm und der ganzen Vergangenheit. Doch sonderbarerweise ist es kein Kontrast von wahren Unterschieden. Die Vergangenheit entgleitet einfach, und an ihrer Stelle ist immerwährende Stille. Nur das. Der anfangs wahrgenommene Kontrast ist lediglich vergangen. Stille hat sich ausgedehnt, um alles zu bedecken“. (2)

    Wir leugnen, dass es gerechte Gerechtigkeit (also allumfassenden Frieden in jedem Bewusstsein) geben könnte und glauben tatsächlich, es würde sogar „gerechte Ungerechtigkeiten“ (und berechtigte Besonderheiten) geben, von denen unser „Wohlergehen“ und unser „Fortschritt“ abhingen. Damit stärken wir einzig die Problemberge, die sich dann umso schwerer hinwegheben lassen. Denn Ungerechtigkeit wird vielfältig mit einem „Nutzen“ für scheinbar besondere Teile eines soziokulturellen Systems verbunden. Doch um gerechte Gerechtigkeit erfahren zu können, darf sich kein Bewusstseinsanteil ungerecht behandelt und be-urteilt fühlen.

    Das heutige Hörbuch umfasst in der Greuthof-Version die Abschnitte II. „Viele Formen, eine Berichtigung“ und den Abschnitt III „Das Grenzland“. In der Original-Ausgabe heißt das (Kap.26. III) „Die Formen des Irrtums“, der Inhalt ist jedoch annähernd identisch. Gleiches gilt für „Das Grenzland“, einzig die Personalpronomen wechseln, was im Prinzip keinen inhaltlichen Unterschied bewirkt: https://www.youtube.com/watch?v=_SvB...H0l1sbdktCzPxZ

    „Ihr aber glaubt, einige Ungerechtigkeiten seien gerecht und gut und notwendig, um euch zu erhalten“ (5:59).

    In der Greuthof-Version wird wieder die dritte Person Singular verwendet, was sich dann so liest: „Du aber glaubst, einige Ungerechtigkeiten seien gerecht und gut und notwendig, um dich zu erhalten“. (3)

    Wenn wir Arger, Wut, Ohnmacht, Hilflosigkeit, Traurigkeit, Zorn, Hass und Gewalt ausleben und als „berechtigte und gerechtfertigte Verhaltensstrategie“ wählen, verleugnen wir den Frieden GOTTES. Was die zweite Frage aus dem Handbuch beantwortet, nämlich, wie diese Stille gefunden und bewahrt werden kann:

    „Wie wird diese Stille gefunden? Niemand, der wirklich nach ihren Bedingungen sucht, kann darin versagen, sie zu finden. Der Friede GOTTES kann niemals dorthin kommen, wo Ärger ist, denn Ärger muss verleugnen, dass Frieden existiert. Wer Ärger in irgendeiner Weise als gerechtfertigt sieht, verkündet, dass Friede bedeutungslos ist, und muss glauben, dass er nicht existieren kann. In diesem Zustand kann der Friede nicht gefunden werden. Daher ist die Vergebung die notwendige Bedingung, um den Frieden GOTTES zu finden. Mehr als das: Wenn Vergebung da ist, muss Friede da sein. Denn was außer Angriff führt zu Krieg? Und was außer Friede ist das Gegenteil von Krieg? Hier tritt der anfängliche Kontrast klar und deutlich hervor. Doch wenn der Friede gefunden ist, ist Krieg bedeutungslos. Und nun ist es der Konflikt, der als nicht existent und als unwirklich wahrgenommen wird“. (4)

    Ist der Weg zum Frieden nicht die einzig vernünftige Wahl und Entscheidung? So ist das Urteil die Waffe, die wir gegen uns verwenden, um den Frieden GOTTES von uns fern zu halten. Immerhin wird gesagt, es sei ein Frieden, der nicht von dieser Welt ist. Aber FÜR diese Welt ist dieser Frieden ganz bestimmt bestimmt worden. Eine Stimme spricht für IHN, von dem dieser Frieden stammt, den wir im Ego-Modus verleugnen. Dadurch ist der Frieden GOTTES nicht „weg“, er kann nur in diesem Moment nicht als wahr wahrgenommen werden.

    „Leben ist Freude, der Tod hingegen kann nur weinen. Du siehst im Tod ein Entrinnen aus dem, was du gemacht hast. Dies aber siehst du nicht, dass du den Tod gemacht hast und dass es nur die Illusion von einem Ende ist. Der Tod kann kein Entrinnen sein, weil es nicht das Leben ist, in welchem das Problem liegt. Leben hat kein Gegenteil, denn es ist GOTT. Leben und Tod scheinen Gegensätze zu sein, weil du entschieden hast, dass der Tod das Leben beendet.“ (5)

    „Ein ruhiger Geist ist keine kleine Gabe. Möchtest du nicht lieber leben als zu sterben wählen“? (6)

    Allein dieser Satz (aus (5)) erklärt den heutigen Zustand dessen, was wir wahrzunehmen beabsichtigt haben mussten, um es zu sehen: „„Leben ist Freude, der Tod hingegen kann nur weinen. Du siehst im Tod ein Entrinnen aus dem, was du gemacht hast“. (5)

    Es ist halt einzig der Ursache-Wirkungs-Kontext anzuerkennen, dem diese heutige Situation zugrunde liegt: Wir haben dies zu sehen gewählt, auch wenn wir tunlichst so tun, als wären niemals wir es gewesen, die diese Welt so sehen wollten.

    Warum diese ganze scheinbare Komplexität aus unseren „Problemlösungsversuchen“ entstand, die niemals keine Verlierer vorsahen, um kurzfristig „gewinnen“ zu können, hat uns alle zu Verlierern gemacht; die, im Labyrinth einer unendlich anmutenden Komplexität, den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Was über das Wunder von gerechter Gerechtigkeit im Hörbuch gesagt wurde, verdeutlicht noch einmal das Prinzip, dem zu folgen die Bedingung für den Geistesfrieden bleibt:

    „Und du wirst kein Opfer von ihm fordern, weil du nicht wollen könntest, dass er Verlust erleidet. Das Wunder der Gerechtigkeit, dass du hervorrufst, wird auf dir so sicher ruhen wie auf ihm. Auch wird der Heilige Geist sich nicht zufrieden geben, bis es von jedermann empfangen ist. Denn was du IHM gibst, gehört jedem, und indem du es gibst, kann ER dafür sorgen, dass jeder es in gleichem Maße empfängt.

    Bedenke also, wie groß deine eigene Befreiung sein wird, wenn du willens bist, Berichtigung für alle deine Probleme zu empfangen. Du wirst nicht eines beibehalten, denn du wirst Schmerz in keiner Form mehr wollen. Und du wirst sehen, wie jede kleine Verletzung in der sanften Sicht des HEILIGEN GEISTES gelöst wird. Denn sie alle sind in SEINER Sicht klein und nicht mehr als eines winzig kleinen Seufzers wert, bevor sie verschwinden, um auf ewig aufgehoben und unerinnert zu sein. Was einst ein besonderes Problem zu sein schien, ein Fehler ohne Heilmittel oder ein Gebrechen ohne Heilung, das ist zu einem universellen Segen umgewandelt worden. Das Opfer ist vergangen. Und an seiner Stelle kann die LIEBE GOTTES erinnert werden und wird jede Erinnerung an Opfer und Verlust wegleuchten.

    Man kann sich nicht an GOTT erinnern, bis nicht die Gerechtigkeit geliebt anstatt gefürchtet wird“. (7)

    Was im Abschnitt „Das Grenzland“ im Hörbuch gesagt wird, erklärt die „Illusion der Wahl“:

    „Dass es eine Wahl gibt, ist eine Illusion. Doch in dieser Illusion liegt das Aufheben jeder Illusion, diese nicht ausgeschlossen“. (8)

    Wenn die Verwendung verschiedener Personalpronomen keinen inhaltlichen Unterschied mehr darstellt, konnte die Unterscheidung getroffen werden, die jede Wahl hinfällig werden lässt:

    „Wer aber kann eine Wahl zwischen dem Wunsch nach dem HIMMEL und dem Wunsch nach der Hölle treffen, solange er nicht sieht, dass sie nicht dasselbe sind? Dieser Unterschied ist das Lernziel, das sich dieser Kurs gesetzt hat. Er geht nicht über dieses Ziel hinaus. Sein einziger Zweck ist nur, zu lehren, was dasselbe und was verschieden ist, und damit lässt er Raum, die einzige Wahl zu treffen, die getroffen werden kann“. (9)

    Wenn dem, was niemals wirklich war, in unserem Geist jegliche Wirkung und daher Wirklichkeit entzogen wurde, können wir dann noch zu den Illusionen zurückkehren, durch deren historisch aufgehäuften Folgenkreisläufe all die Ungerechtigkeiten dieser Welt erst entstanden? Dann, um diesen Illusionen BEWUSST zu folgen? Kognitive Dissonanz ist zumindest der Zustand, der eintritt, wenn wir bemerken, Illusionen gefolgt zu sein, was hingegen die Wirkungen von Fehlern umwandelt und wie dies geschieht, beschreibt das Lernziel des Kurses. So ist es die Angst vor der Gerechtigkeit GOTTES, die uns daran hindert, den Himmel als Himmel und die Hölle als die Idee anzusehen, dass uns die Zeit von Gott trennen könnte und der Raum zwischen verbundenen Geistern unüberbrückbar sei.

    Wenn der wechselseitig wirksame Glaube an die Wirkung von Sünden auf unseren unveränderlichen Geist auch nur einseitig aufgegeben wurde, gibt es nur noch die Zeit, die den Raum zwischen Geist und Geist unüberbrückbar erscheinen lässt. Die Vergebung als „letzte Illusion“ zu erkennen, bedeutet, erkannt zu haben, dass der Himmel keiner Heilung, keiner Verteidigung und keiner VERGEBUNG bedarf. Was gäbe es dem Himmel also zu vergeben? Es muss eine Illusion sein, dem Himmel unsere Fehler vergeben zu wollen; aber das ist „die Illusion, in der das Aufheben jeder Illusion“ nicht ausgeschlossen ist…


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 487
    (2) Handbuch für Lehrer Seite 51
    (3) Textbuch Seite 547
    (4) Handbuch für Lehrer Seite 51
    (5) Handbuch für Lehrer Seite 52
    (6) Handbuch für Lehrer Seite 51
    (7) Textbuch Seite 548
    (8) Textbuch Seite 548
    (9) Textbuch Seite 549

  4. #429

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Einleitung zu Lektion 129: „Jenseits dieser Welt ist eine Welt, die ich will“. (1)

    Gut, ich gebe wiederum gerne zu, einen weiteren Irrtum, als Irrtum erkannt haben zu können. Zu den vielfältig einfältigen Verzerrungen, die mein Ego (in veränderlichen Argumentationsvariationen (und „Härtegraden“) besonders in diese Gedanken hinein-inter-pretierte, weiter unten später mehr. Was hilfreich für mögliche Kurs-Interessierte sein könnte, wäre der Überblick, wie sich die nunmehr vier Übungsdurchgänge mit dem Gedanken 129 so entwickelten.

    Beim ersten Üben wollte mein Ego so gut wie nichts „davon“ hören und verband den Gedanken mit einer Art Opfer. Da es für das Ego einzig möglich erscheint, durch den Tod in das „Jenseits seiner Deutung“ zu gelangen, was ich damals „ähnlich sah“, bewertete ich die Gedanken meist schon, bevor ich sie angewendet habe. Beim zweiten Jahresdurchlauf durch die 365 Lektionen wurde das Grenzland zwar greifbarer, doch ein Gesamtverständnis – worauf es insgesamt in der Verbindung von Textbuch, Übungen und Handbuch hinausläuft - konnte noch nicht in ausreichendem Maß gewonnen werden. Dieses Jahr, also im „dritten Lehrjahr“, kam durch das zunehmende Verständnis und das erneute Lesen des Textbuches allmählich ein Gesamteindruck zum Vorschein. Durch das Vorstellen der Lektionen in schriftlicher Form vertiefte sich das Verständnis aller drei Teile im Versuch, die Ideen als Ganzes zu verstehen und wiederzugeben. Um diese möglichst originalgetreu und anschaulich zu vermitteln, musste ich die einzelnen Hörbücher ebenfalls meist mehrfach anhören, somit vertiefte sich das Lernen notwendigerweise.

    Was sich in meinem, an sich unbedeutenden Ego-Beispiel, als besonders hilfreich für das Wachsen eines individuellen Verständnisses erwies, war das Auswendiglernen aller 361 Leitgedanken (360 + (5*1)). Ein Gedanke, der sich schon beim ersten Durchlauf zeigte, war die Ansicht, alle Gedanken im Kopf haben zu müssen, um den Kurs wirklich begreifen zu können. Ich merkte immer nur, dass ich den Text zwar mehrfach lesen konnte, gedanklich jedoch kein Inhalt am „Zensor“ des Ego-Denksystems vorbeikam. Wenn ich versuchte, mich an das zu erinnern, was ich gerade gelesen hatte, bemerkte ich oft nur, mir nichts davon gemerkt zu haben. Heute ist mir klar, dass es das Ego war, was zwar das Lernen nicht ablehnen konnte, doch tunlichst darauf bedacht war, mir zu vermitteln, der Kurs wäre erstens nicht zu verstehen, zweitens ohnehin nur reine philosophische Spekulation und drittens hielt es mein Ego-Verstand nicht wirklich für möglich, die Grenzen der Gesetze des Chaos zu verlassen. So lernte ich im Prinzip etwas, das mein Ego lieber ausgeblendet hätte, doch nicht offen einräumen wollte, denn dann wäre seine „Strategie“ offensichtlich geworden. Es konnte nicht offen sagen, dass es das WORT GOTTES ablehnt, wo es mich doch überall im All danach hat suchen und nicht finden lassen. Wenn das Wort in mir einen Nachhall gefunden hätte, hätte mir früher klar werden können, dass meine Befreiung NUR in mir selbst, besser, in meinem Selbst zu finden ist.

    Diesen „Nachhall“ der Gedanken kurz in mir zu spüren, ist, was nun meine gedanklichen Übungsdurchläufe in Verbindung mit der jeweiligen Tageslektion bestimmt. Heute wird zum Beispiel der Gedanke 247 im dritten Durchlauf geübt. Mit dem 1. bis 361. Leitgedanken kombiniert, ergibt sich ein Umfang von 721 zu übenden Gedanken, was derzeit zwei Mal etwa 70 Minuten in Anspruch nimmt, die Gesamtheit im Gedächtnis neuroplastisch zu verankern und die jeweilig sinnvoll anzuwendenden Leitgedanken jederzeit griffbereit zu haben. Daneben kann ich nun bei allen möglichen Tätigkeiten gleichzeitig diese Gedanken- und Ideenwelt durchschreiten. In der jetzigen Form der „Gesamtverständnisübung“ sieht eine „Konzentrationsphase“ daher nun so aus:

    1/247: „Nichts, was ich sehe, bedeutet etwas“; (und / denn / weil / obwohl / aber / wobei u.s.w.) 1: „Ohne Vergebung werde ich weiterhin blind sein“.

    2/247: „Ich habe allem, was ich sehe, die gesamte Bedeutung geben, die es für mich hat“; (und / denn / weil / aber / doch / hingegen / wobei) 2: „Ohne Vergebung werde ich weiterhin blind sein“.
    ……………
    129/247: „Jenseits dieser Welt ist eine Welt, die ich will; (und / jedoch / aber) „Ohne Vergebung werde ich weiterhin blind sein“.


    Gestern, als ich die Lektion zum vierten Mal durchdachte und wiederum noch Unerkanntes daraus entnehmen konnte, erweiterte sich das Verständnis wiederum. Bedenke ich die jeweiligen Veränderungswirkungen im Lernverlauf, macht dies die Annahme letztlich eher wahrscheinlicher, bei einem „nächsten Durchdenken“, sowohl im Text, als auch in der Anwendung der Gedanken, weitere unentdeckte Inhalte und Analogien erschließen zu können. Mühsam ernährt das fleißige Eichhörnchen das taube und blinde Ego. Die Konzentrationsdurchgänge im „Kreuzreim“, wie oben angedeutet, erschließen Differentialverknüpfungen, gerade wenn zwischendurch noch nach möglichst sinnvollen Bindeworten gesucht wird; und zudem eine kleine Pause zum Erspüren der Gedanken eingelegt wird, nach der ich häufig vergesse, wo es in der Abfolge weitergeht. Wobei es natürlich mein Ego ist, das Vergessen will, wo es weitergeht…

    Und ich will es nur gesagt haben: Es kommt dann zuweilen tatsächlich von, den Gedanken 247 zu vergessen, obwohl er sich (als Zahl mit bestimmtem Inhalt) „nur“ wiederholt. Es ist undenkbar, doch manchmal ist es nicht möglich, auf den Gedanken zurückzugreifen, der an sich die Entspannungsphase der Konzentration ausmacht, möglicherweise, weil verschiedene Denk- und Gefühlsebenen, Instanzen, Gedächtnisareale und emotionale Sortierungen dabei miteinander verknüpft und „aufgemischt“ werden und untereinander in Resonanz gehen. Sich immer wieder am Abschweifen zu hindern und zweimal täglich den Willen zur Konzentration über den Wunsch des Egos nach „Vergessen“ und „Ruhe im Cartoon“ zu stellen, hilft, die Macht über den eigenen Geist wieder zu erlangen. Wenn es mit Leichtigkeit klappt, mich zu erinnern, muss sich das Ego gerade aus dem „Funkverkehr“ herausgehalten haben.

    Wie ich diese beiden Gedanken heute „sehe“, und wie ich den Gedanken beim jeweiligen Üben auffassen WOLLTE, lässt auf sich verändernde Gewichtungen von Denk- und Deutungssystemen schließen, die nicht „reibungslos“ nebeneinander existieren konnten, ohne sich in ihren gegensätzlichen Kraftrichtungen wechselseitig zu schwächen.
    Wieder war und ist es jedoch nur mein Ego, das etwas schon bewertet hatte, von dem es noch nicht wieder weiß, was es SONST wohl NOCH bedeuten könnte, wäre nicht schon ein Urteil gefällt worden. Es weiß eigentlich nur, was es alles verdrängen und vergessen wollte, weil es das ist, was es uns vorsätzlich vorenthielt. Zur Sicherheit vergisst es selbst, was es uns vorenthalten wollte, denn dann kann es sich nicht mehr „verplappern“ und damit „verraten“.

    Am Ende von Lektion 129 werden die Gedanken aus 128 und 129 verbunden und ein erweiterter Kontext erschlossen:

    „Die Welt, die ich sehe, birgt nichts, was ich will. Jenseits dieser Welt ist eine Welt, die ich will“. (2) (128 + 129)

    Aus diesem „Zweier-Schlüssel“ lässt sich auch ein „Dreier-Schlüssel“ kombinieren:

    128/129/247: „Die Welt, die ich sehe, birgt nichts, was ich will“, doch „Jenseits dieser Welt ist eine Welt, die ich will“, aber „Ohne Vergebung werde ich weiterhin blind (dafür) sein“.

    Als mir das Verständnis „ausging“, diese Gedanken durch geeignete Beispiele hilfreich untermauern zu können, wollte mein Ego mir natürlich beweisen, dass der Kurs nicht erlernbar sei. Wofür jedoch der Gegenbeweis anzutreten ist. Schlechte Ausreden zur Verteidigung des Ego-Denksystems fielen mir ja bisher auch „immer“ genügend ein…

    So fehlte mir „damals“ (als schlechte Ausrede) zu viel von den Konzepten des Textbuches und vor allem der Gesamtüberblick über alle zu vermittelnden Gedanken des Übungsbuches als gleichzeitig abrufbare, neben- und untereinander wirksame Verknüpfung der Inhalte. Mittlerweile konnten die Hörbücher des Textbuches die Basis für ein ausreichendes Fundament liefern, um offen für die Idee sein zu können, dass die getrennte Welt, die von der Idee des Verlustes geprägt ist, keinen wirklichen Verlust darstellt.

    Auch wird kein „Opfer“ für die Erlösung von der vermeintlichen Schuld von uns gefordert. Wesentlich dabei ist vor allem: Was der Frieden ist, den uns die direkte Kommunikation nach der Vergebung ermöglicht. Das ist, was den Frieden hier sichtbar werden lässt.

    Wir können diese beiden Sätze auf viele verschiedene Arten miteinander verknüpfen und die Bedeutungen erweitern; hier, vor der eigentlichen Lektion ein paar Assoziationen, die mir als kausale Verknüpfung zu 128 / 129 und 247 einfielen:

    1. Die Welt der Trennung, die ich sehe, birgt nichts, was ich will; wobei jenseits dieser getrennten Welt eine verbundene Welt ist, die ich will; doch ohne Vergebung werde ich weiterhin blind sein.

    2. Die Welt der kämpfenden Egos, die ich sehe, birgt nichts, was ich will; doch jenseits dieser Welt ist eine Welt, in der weiterhin vollständige Angriffslosigkeit und daher Heiligkeit weilt, und die ich will; aber ohne Vergebung werde ich weiterhin blind sein.

    3. Die Welt des einseitigen Verlustes, die ich sehe, birgt nichts, was ich will; wobei jenseits dieser Welt eine Welt des allseitigen Gewinns liegt, die ich will; obwohl ich ohne Vergebung weiterhin blind dafür sein werde.

    4. Die Welt des Hasses, die ich sehe, birgt nichts, was ich will; wobei jenseits dieser Welt eine liebevolle Welt voller Freude und Freunde ist, die ich wirklich will; doch ohne Vergebung werde ich weiterhin blind sein.

    5. Die Welt der Rache, die ich sehe, birgt nichts, was ich will; doch jenseits dieser Welt ist eine Welt, die niemals der Vergebung bedurfte, und die ich will; wobei ich ohne Vergebung weiterhin blind dafür sein werde.

    6. Die Welt des Angriffs, die ich sehe, birgt nichts, was ich will; hingegen ist jenseits dieser Welt ist eine Welt des völligen Friedens, die ich will; doch ohne Vergebung werde ich weiterhin blind dafür sein.

    7. Die Welt voller schuldiger und sterbender Körper, die ich sehe, birgt nichts, was ich will; weil jenseits dieser Welt eine Welt des freien, unschuldigen und unsterblichen Geistes liegt, die ich wirklich will; aber ohne Vergebung werde ich weiterhin blind dafür sein.

    8. Die Welt der vergänglichen Dinge, die ich sehe, birgt nichts, was ich will; während gleichzeitig jenseits dieser Welt eine ewig beständige Welt ist, die ich vollends will; jedoch ohne Vergebung werde ich weiterhin blind dafür sein.

    9. Die Welt der komplexen Lügen, die ich hier sehe, birgt nichts, was ich wirklich sehen will; erfreulicherweise liegt jenseits dieser Welt eine Welt der einfachen Wahrheit, die ich in Wahrheit will; aber ohne Vergebung werde ich weiterhin blind dafür sein.

    10. Die Welt der Hölle eines „geplagten“ Egos, die ich sehe, birgt nichts, was ich will; wohingegen jenseits dieser leidenden Welt eine lichte Welt des Himmels und der Leichtigkeit ist, die ich sehen will; doch ohne Vergebung werde ich weiterhin blind dafür sein.

    11. Die Welt des scheinbar unbezwingbaren Todes, die ich sehe, birgt nichts, was ich will; mithin ist jenseits dieser Welt eine Welt des ewigen Lebens, die ich wirklich will; wobei ich ohne Vergebung weiterhin blind dafür sein werde.

    12. Die Welt der Veränderung, die ich sehe, birgt nichts, was ich will; doch jenseits dieser Welt ist eine unveränderliche und ewige Welt, die ich will; einzig ohne Vergebung werde ich weiterhin blind für das Leben sein.

    13. Die Welt der blinden Zerstörung, die ich sehe, birgt nichts, was ich noch will; weswegen jenseits dieser Welt eine Welt des Friedens liegt, die ich will; doch ohne Vergebung werde ich weiterhin blind dafür sein und Verlust sehen, wo keiner möglich ist.

    Es kann gut möglich sein, dass uns das Ego an dieser Stelle einzureden versucht, der Tod wäre ein gangbarer Weg, das Leben im Jenseits (nach seiner jeweiligen, bisherigen Deutung) zu erlangen. Doch durch den Tod wird nichts erreicht, obwohl mein Ego zuweilen hartnäckig versuchte, so zu argumentieren. Da es sich durch die konsequente Anwendung der Gedanken in der Gefahr sah, die Angst- und Terrorherrschaft über meinen Geist zu verlieren und „einzubüßen“, drehte es noch einmal so „richtig“ auf. Es verdrehte die Gedanken in Ursache und Wirkung und beurteilte dabei immer alle Dinge so, wie es sie sehen und haben wollte. Ein wilder Esel kann nicht mit Ablehnung, Druck oder Zwang gezähmt werden und wir müssen zuweilen damit rechnen, dass der Esel - aus Angst oder im Unverständnis des wahren Nutzens einer jeweiligen Lernsituation - in Panik gerät und „austritt“. Den Esel nicht mehr auf Händen durchs Leben tragen zu wollen, trägt uns das Ego nach und es nimmt uns anfangs das Lernen des Kurses richtig krumm. Viel Liebe und Engelsgeduld sind erforderlich, die ambivalenten Motive und Wünsche beider Denksysteme eine Weile nebeneinander zu „sehen“ und den Eseleien keine wirkliche Bedeutung einzuräumen. Klar wird schnell klar, dass eines von beiden Denksystemen nicht richtig sein kann, doch es werden immer tiefere Ebenen der Entscheidungshierarchien „geklärt“ und neu gedeutet. Ein Klärungsprozess, in dem wir somit dem ursächlich wirksamen Grundkonflikt immer näher „auf die Pelle rücken“.

    Wenn die Sünde (also der Glauben des Egos an den Nutzen [der Andersdefinition des GÖTTLICHEN] mittels der Schuld und demzufolge der Angriff) nur mehr als Fehler aufgefasst wird; und, wenn damit die Götzen (also der Glaube an die Grenzen, die das Ego uns bisher definierte und diktierte) vergeben, verlernt und daher vergessen sind, dann leuchtet die Wahrheit jeden Rest eines bisher zwar dunklen, jedoch jetzt vergangenen Traumes hinweg. Was wird dann von „der leidenden Welt“ übrig bleiben, bis auf schattenlose Freude und alles umfassende Liebe in allen Teilen eines gemeinsam erlebten Bewusstseins?

    (Kap.26:V) „Wo die Sünde verschwand“
    https://www.youtube.com/watch?v=etZz...CzPxZ&index=92

    Welche Welt hier zu sehen gewählt werden könnte, veranschaulicht dieses Hörbuch. Der heiligste Ort in dieser Welt ist der, an dem ein uralter Hass erneut zu Liebe wird. Es sind nur 6 Absätze, die jedoch eine Ahnung davon möglich werden lassen, was mit der Welt, die wir wirklich wollen, verbunden werden könnte.

    Das kleine Hemmnis, das für das Ego einen absoluten Treuebruch darstellt, ist die Wahl, die mit Lektion 129 verbunden ist, eine Abkehr vom Denksystem des Egos und eine Hinwendung zu unserem inneren Lehrer, der im zweiten Hörbuch die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart aus den Felsen des Problemmassivs zu schlagen beginnt. Was uns vom Ego als Schuld, Sünde, Tod und Verderben mutwillig in den Weg gestellt wurde, das Grenzland undurchquerbar erscheinen zu lassen, bildet nun die individuell nachvollziehbare Grundlage, aus der der HEILIGE GEIST die Brücke in die Zeitlosigkeit erstehen lässt.

    (Kap.26:VI) „Das kleine Hemmnis“
    https://www.youtube.com/watch?v=i6Dm...CzPxZ&index=93

    Hier wird die einzige Wahl erklärt, die wir haben: „Nichts geht jemals verloren außer Zeit, und die ist am Ende völlig bedeutungslos für den wirklichen LEHRER der Welt“. (2:00) + (3)

    Wir hören nur das Echo einer Vergangenheit, die bereits vergangen ist: „Die Vergebung ist der große Befreier von der Zeit. Sie ist der Schlüssel zum Lernen, dass die Vergangenheit vorbei ist“. (6:21) + (4)

    „Und wie sehr können seine eigenen Illusionen von Zeit und Ort eine Veränderung in dem bewirken, wo er wirklich ist?“ (7:47) + (5)

    „Dieser Kurs wird euch nur lehren, was jetzt ist“. (9:55) + (6)

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Übungsbuch Seite 235
    (2) Übungsbuch Seite 236
    (3) Textbuch Seite 552
    (4) Textbuch Seite 553
    (5) Ebd.
    (6) Textbuch Seite 554
    Geändert von Michael (21.09.17 um 12:00 Uhr)

  5. #430

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Zurück zu Lektion 129 „Jenseits dieser Welt ist eine Welt, die ich will“ (1)

    1. „Dieses ist der Gedanke, der aus dem folgt, den wir gestern übten. Du kannst dich nicht mit dem Gedanken begnügen, dass die Welt wertlos ist, denn wenn du nicht siehst, dass es etwas anderes gibt, worauf du hoffen kannst, wirst du nur niedergeschlagen sein. Unsere Betonung liegt nicht darauf, die Welt aufzugeben, sondern sie gegen etwas einzutauschen, was viel befriedigender ist, erfüllt mit Freude und imstande, dir Frieden zu schenken. Denkst du, dass diese Welt dir dieses bieten kann?

    2. Es könnte lohnen, ein wenig Zeit daranzugeben, noch einmal über den Wert dieser Welt nachzudenken. Vielleicht wirst du zugeben, dass du nicht verloren hast, wenn du jeden Gedanken an Wert hier loslässt. Die Welt, die du siehst, ist fürwahr erbarmungslos, instabil, grausam, gleichgültig dir gegenüber, schnell bereit zur Rache und mitleidlos vor Hass. Sie gibt nur, um zu widerrufen, und sie nimmt alle Dinge weg, die dir ein Zeit lang lieb und teuer waren. Keine dauerhafte Liebe ist zu finden, denn es gibt hier keine. Das ist die Welt der Zeit, in der alle Dinge enden.

    3. Ist es denn ein Verlust, stattdessen eine Welt zu finden, in der du nicht verlieren kannst, wo Liebe ewig währt, Hass nicht existieren kann und Rache ohne Bedeutung ist? Ist es denn ein Verlust, alle Dinge zu finden, die du wirklich willst, in der Erkenntnis, dass sie kein Ende haben und die ganze Zeit hindurch genauso bleiben werden, wie du sie haben willst? Doch auch diese werden am Ende ausgetauscht gegen etwas, worüber wir nicht sprechen können, denn von da aus gehst du dorthin, wo Worte völlig versagen, in ein Schweigen, wo die Sprache ungesprochen bleibt und doch bestimmt verstanden wird. (Anm: Hierzu gibt es einen späteren Kapitelabschnitt im Textbuch mit dem Titel „Jenseits aller Symbole“)

    4. Die Kommunikation, unzweideutig und sonnenklar, bleibt unbegrenzt in alle Ewigkeit. Und GOTT SELBST spricht zu SEINEM SOHN, wie auch SEIN SOHN zu IHM spricht. IHRE Sprache kennt keine Worte. Denn was SIE sagen, lässt sich nicht in Symbole fassen. IHRE Erkenntnis ist unmittelbar, wird ganz geteilt und ist gänzlich eins. Wie weit davon entfernt bist du, der du an diese Welt gebunden bleibst? Und dennoch, wie nah bist du, wenn du sie gegen die Welt eintauschst, die du willst?

    5. Jetzt ist der letzte Schritt gewiss, jetzt bist du nur noch einen Augenblick von der Zeitlosigkeit entfernt. Hier kannst du nur noch vorwärts schauen, nie zurück, um noch einmal die Welt zu sehen, die du nicht willst. Hier ist die Welt, die kommt, um ihre Stelle einzunehmen, wenn du deinen Geist von den kleinen Dingen losmachst, die die Welt hinhält, um dich gefangen zu halten. Miss ihnen keinen Wert bei, so verschwinden sie. Schätze sie, dann erscheinen sie dir als wirklich.

    6. Das ist die Wahl (Anm: Siehe 2. Hörbuch). Was kannst du denn dabei verlieren, wenn du beschließt, dem Nichts keinen Wert beizumessen? Diese Welt enthält nichts, was du wirklich willst, doch das, was du stattdessen wählst, das willst du wirklich. Lass es dir gegeben werden. Es wartet nur darauf, dass du es wählst, um den Platz all der Dinge einzunehmen, die du suchst, aber nicht willst.

    7. Übe dich in der Bereitwilligkeit, diese Veränderung vorzunehmen, morgens und abends je zehn Minuten lang und einmal noch dazwischen. Fang damit an: Jenseits dieser Welt ist eine Welt, die ich will. Ich treffe die Wahl, jene Welt statt dieser hier zu sehen, denn hier ist nichts, was ich wirklich will“. Schließe dann die Augen vor der Welt, die du siehst, und in der stillen Dunkelheit sieh die Lichter, die nicht von dieser Welt sind, sich eines nach dem anderen entzünden, bis das Anfangen des eines und das Aufhören des anderen jede Bedeutung verlieren, da sie ineinander übergehen.

    8. Heute neigen die Himmelslichter sich dir zu, um auf deine Augenlider zu leuchten, während du jenseits der Welt der Dunkelheit ruhst. Hier ist ein Licht, das deine Augen nicht erblicken können. Und dennoch kann dein Geist es deutlich sehen, und er kann verstehen. Ein Gnadentag ist dir gegeben heute und wir sagen Dank. An diesem Tag begreifen wir, dass nur Verlust es war, was zu verlieren du befürchtet hattest.

    9. Jetzt verstehen wir auch, dass es Verlust nicht gibt. Denn wir haben endlich sein Gegenteil gesehen und wir sind dankbar, dass die Wahl getroffen ist. Erinnere dich stündlich an deine Entscheidung, und nimm dir einen Augenblick, um deine Wahl zu bestätigen, indem du jeglichen Gedanken beiseitelegst und kurz bei diesem nur verweilst: Die Welt, die ich sehe, birgt nichts, was ich will. Jenseits dieser Welt ist eine Welt, die ich will“. (2)

    "Gestern" ist schon etwas her, die Lektion 128 findet sich hier:http://forum.vonwolkenstein.de/threa...Wundern/page16

    Verlust für unmöglich zu halten, lässt den letzten Götzen, die letzte Begrenzung, fallen. Doch wie sollte all dies erklärt werden, ohne schon das Textbuch einbezogen zu haben? Die Frage, ob es ausreicht, das Textbuch einmal gelesen zu haben, die Leitgedanken ganz auffassen zu können, hat sich mir zumindest beantwortet: Auf keinen Fall reichte es bei mir aus, das Textbuch nur einmal komplett gelesen zu haben, um alle Gedanken schon verstehen zu können. Verstehen ist jedoch nicht notwendig, einzig die Bereitwilligkeit für den Vertrauensvorschuss in die Anwendung wird benötigt.

    Manche der Hörbücher habe ich mir in der Gegenüberstellung beider Versionen echt recht häufig anhören müssen, bis der (bisher verdaute) Inhalt „ankam“. Was mir - beim an sich unbedeutenden Vergleich – auffiel, war die unterschiedliche Wirkung der verwendeten Personalpronomen; vom sehr häufig benutzten „Wir“ in den Hörbüchern, zum späteren „Ich“ in der Greuthof-Version. Nach dem Durchqueren des Grenzlandes wird jedoch klar, warum es im Prinzip bedeutungslos ist, ob von einem Wir oder einem Ich gesprochen wird: Die Schöpfung ist eins und ohne jede Grenze.

    Erst als ich die Textstelle wiederfand, an der das Wort „Götze“ mit der Bedeutung „Begrenzung“ gleichgesetzt wird, wurde mir klar, was mit dem Umprägen von Bedeutungszuordnungen gemeint ist: Da es immer mein Ego war, das sich an dem Wort Götze störte, was es wichtig, es so oft zu verwenden, bis es in einem erweiterten Kontext „seinen Schrecken“ verloren hat. Eigentlich haben nämlich die nutzlosen „Einwände“ des Egos dazu geführt, seine Herrschaft über meinen Geist zu verlieren. Doch wenn es seine Felle wegschwimmen sieht, verhält es sich manchmal ziemlich e-selig und bockig. Durch das häufige Ignorieren der Einwände des Egos gegen die Anwendung bestimmter Formulierungen in den Gedanken habe ich mir stückweise die Befehlsgewalt über meinen Geisteszustand zurückerobert.

    Die Grenzen, die ich noch für das Ego absteckte, waren mir nicht ersichtlich. Ich habe sie nur gesehen, weil sie zuvor schon in mir waren. Doch diese beiden Lektionen vorzustellen, ohne das Grenzland, die Vergebung und das letzte „kleine Hemmnis“ in den Worten des Kurses einbezogen zu haben, war einzig eine Grenze in meinem Kopf. Ich hatte wiederum vergessen, wer der Lehrer ist, an den sich der Leser mental wendet und, dass es immer der HEILIGE GEIST ist, der die Stimme für GOTT in jedem Geist ist. Mit der Grenze, wie weit eine Buchvorstellung gehen sollte, plage ich mich immer noch. Eigentlich dürfte ich gar keine Grenze akzeptieren, schließlich kann es kein Patent auf die Worte geben, die umsonst zum Vater führen müssen. Und das Wasser des Lebens muss umsonst sein, sonst wäre es keine gerechte, liebevolle und endgültige Lösung des einen Problems. Damit jedoch alle Seiten zu ihren Rechten kommen, empfehle ich weiterhin jedem Interessierten, sich das Buch selbst zu kaufen. Es gibt Bücher, deren Anwesenheit im Haus allein schon ein Segen ist…

    Und da es hinter dem Grenzland bedeutungslos ist, was wir zuvor vergessen wollten, rede ich ohnehin von selbst vom SELBST. Jenseits all dieser Symbole ist Kommunikation eben etwas, von dem wir einzig eine leise Ahnung besitzen. Die Übung aus Absatz 7 lässt heute mal einige Lichter ineinander übergehen und es wird uns sonnenklar aufgehen, dass die Kommunikation niemals aufgegeben wurde. Es hat sich nichts verändert, wir halten nur daran fest, die Vergangenheit festzuhalten und damit grüßt uns täglich dasselbe Murmeltier namens Ego.

    Es war ein Fehler von mir, Angst davor zu haben, dass das Ego diese beiden Lektionen für sich ummünzen könnte und daraus „Schaden“ [Verlust ist ja – bis auf Zeit - unmöglich] entstehen könnte. Wer die Entscheidung für sich trifft, den Kurs lernen zu wollen und ein ganzes Jahr dafür investieren möchte, muss ohnehin aus praktischen Gründen in das physische Buch investieren. Um diese Grenze aufzuheben, musste ich zumindest diese Lektion noch vorstellen. Es gibt keinen Tod, GOTTES SOHN ist frei. Alle Gefängnistüren waren immer offen, wir hatten uns nur an die Ketten gewöhnen wollen, als wir noch das Ego waren…

    Aber uns kann ein Licht aufgehen und wo Dunkelheit war, schauen wir auf das Licht. Was jedoch auf jeden Fall noch gesagt werden muss, ist, dass gesagt wird, es müsse nur ein einziger Schüler vollständig vergeben, um den Prozess der Sühne als Kettenbrief der Vergebung in Gang zu setzen. Alles andere fällt unter die Funktion des HEILIGEN GEISTES.

    Vergleichbar mit unserer künftig autonom fahrenden und vernetzten Fahrzeugflotte: Was ein Teil der künstlichen Intelligenz lernt, wird sofort als „Lernerfahrung“ an alle Teilsysteme weitergegeben. Der „ Hard- und Software-Assistent“ im Hintergrund der funktionalen Anwendung organisiert die Abläufe, doch am Ende wird sichergestellt, dass alle die ganze Wahrheit kennen. Diese Informationsabläufe hin zur vollständigen Erkennen der Wahrheit zu organisieren, wäre jedoch für die einzelnen Fahrzeuge selbst nicht möglich. Sie wissen ja niemals, was die anderen schon, und was sie noch nicht wissen.

    Kurz: Wir glauben immer nur, in die Köpfe anderer Menschen schauen zu können, da wir darin nur vermuten können, was in uns ist. Der HEILIGE GEIST jedoch schaut direkt in das Herz und den Verstand, sieht, was dort ist und gibt darauf die individuell passende Antwort.

    Schauen wir jedoch mit offenen Augen auf die Ewigkeit im Gegenüber, kann direkte Kommunikation ebenso „intermental“ über den HEILIGEN GEIST ablaufen. Da nur er beide Fahrzeug- und Fehlerspeicher kennt, kann nur ER die Kommunikation sinnvoll strukturieren.

    Den Moment kennt jeder: Es ist völlige Übereinstimmung ohne ein Wort zu benötigen, völliger Einklang. Es ist ein Zustand, der sofort nicht mehr ist, sobald Worte dafür gesucht werden. Wenn Worte gesucht werden, wird im Prinzip schon angesetzt, ein Problem zu formulieren, dass zuvor nicht existent war. Als erkannter und berichtigter Fehler nur ein kurzer Moment der Wahrnehmung von Zeit, zu kurz, um Wirkungen auf die Ewigkeit in unseren Geist hinterlassen zu können. Wenn all der Raum zwischen zuvor scheinbar getrennten Geistern als inexistent betrachtet wird, wo bleibt dann all die Zeit der Trennung überall im All?

    Jeder kennt doch diese zeitlosen Momente, wir vergessen sie nur halt immer wieder „zwischendurch“, wenn das Licht kurz zu flackern scheint…

    An diese Zeitlosigkeit im Gegenüber zu appellieren, kann viel erfreulicher sein, als auf fixiert auf das Ego zu starren und den Schlangenbeschwörer zu spielen, der eine illusionäre Gefahr abwehrt und im Zaume hält. Nee, der einzig wirksame Schutz für meinen Geist ist es, keinen Schutz und keine Abgrenzung zu benötigen. Grenzen gehören ins Grenzland, das von Götzen bewohnt wird; Grenzenlosigkeit gehört zur Welt hinter dem Tor, das der Verstand zuweilen vor unseren Augen verschließt. Den „Götzen“ (macht mir ja nix aus, den Begriff jetzt zu verwenden) abzuschwören und damit die unveränderte und unbegrenzte Realität der Identität aufleuchten zu lassen, sind alle Grenzanlagen aufzugeben. Im Innen wie im Außen. Es könnte als das „große Jetzt“ bezeichnet werden. Die Zeitlosigkeit, die in eigentlich jeder Lektion aufleuchten kann, wenn der Verstand keine Worte für die Erfahrung sucht, die er grad macht, sich dabei beobachtet und nach Worten für ein Urteil zu suchen beginnt...

    Wenn die Zeit still steht und die Ewigkeit in einem Moment aufdämmert, wurde erreicht, was unter (6) gesagt wurde:

    „Dieser Kurs wird euch nur lehren, was jetzt ist“. (9:55) + (6)

    Jetzt ist immer alles. „Was hier nicht ist, ist nirgendwo. Was jetzt nicht ist, wird niemals sein. Was hier ist, ist überall“. Sinngemäß von irgendwann und irgendwo. In jedem Jetzt ist immer alles. Wie sollte Verlust da möglich sein?

    Die Sorge, dass der Ewigkeit die Zeit ausgehen könne, scheint mir rückblickend zunehmend logisch unbegründet. Ach ja, nur fürs Ego-Protokoll: Grenzenlosigkeit bedeutet niemals Maßlosigkeit. Auf beide Welten gleichzeitig können wir nicht schauen. Das, was mir den Blick vernebelte, war die Zeit, die ich als maßlos groß empfand, bis der Raum zwischen den Begrenzungen überbrückt werden könnte. Beides, Zeit und Raum aufzugeben, öffnet eine weitere Tür zu dem Ort, an dem ein Verlust (der Erkenntnis) niemals für möglich gehalten wurde. Worüber sollte da nach-gedacht werden? Wurde doch alles vor-be-dacht, was meint, das Haus ist fertig uns muss nicht „gebaut“ werden. Wir sind die Welt in unserem Selbst, und zwar ganz von selbst. Wenn uns das Ego nicht gerade wieder e-selig kommt, wie es eben bei uns allen immer wieder der FALL ist.

    Wollte der Esel nicht weiter zum Sündenbock gemacht werden, könnte das Bild des Egos als einem zu zähmenden Wildpferd geeigneter sein. Der Elefant im Porzellanladen ist nur ein weiteres Symbol, für das affige Verhalten, das wir im Ego-Denkmodus an den Tag legten, so wir dieses wählten. Was es braucht, hat mein TÜV-Prüfer mal beim Diktat der Mängelliste klargesprochen: „Was dein Auto dringend braucht, ist Liebe“. Das Ego braucht Liebe, bloß keine Angst investieren, es könne uns beim Auskeilen schmerzhaft „erwischen“. Von dieser Angst lebt sein Machtanspruch. Wie äußerst blöde von mir, einer Illusion überhaupt Wirkung zu verleihen.

    Es ist mit dem HEILIGEN GEIST wie mit dem autonomen Fahren: Es lernen immer alle gemeinsam. Wie schwachsinnig erscheint es dann, auch nur einem „Auto“ (lat. wörtlich SELBST) das geringste „Wissen“ entziehen oder nicht zugestehen zu wollen? Was ein Fahrzeug der Flotte nicht weiß, stellt einen Mangel für alle „Verkehrsteilnehmer“ dar.

    Der HEILIGE GEIST ist ein wie ein innermentaler, interaktiver intermentaler „Schülerlotse“ der, die in das Nirgendwo abgebogene Seele, sanft auf ihren Rückweg zum Himmel geleitet. Somit ist weder Schaden noch Verlust überhaupt vorstellbar, geschweige denn, einer Re-Investition in das Angstdenksystem wert. Wenn keine Freude da ist, haben wir uns schon wieder für das Ego entschieden. Ist nur meine bescheidene, aber zumindest ausführliche Interpretation des bisher aufgefassten Verkehrsgeschehens…

    Es gab niemals einen Grund, überhaupt jemals irgendetwas zu sagen. Habe ich von Anfang an geahnt, wollte nur nicht gleich wieder was sagen. Und die ganze Zeit gab es die Zeit nur, weil wir den Raum dort sahen, wo keiner ist. Wenn beides zugleich als unwirklich erkannt wird, ist die Trennung zwischen uns und unserer Quelle augenblicklich aufgehoben. Und die optische Täuschung namens Ich dachte die ganze Zeit, es bräuchte Zeit dazu, den Raum zu überwinden, den die Grenzen abzustecken schienen. Aber die Stille fließt einfach darüber hinweg…

    Aber im „Zeit brauchen“ definieren wir ein „Nicht-Jetzt-SEIN“ vom großen Jetzt und so sehen wir wiederum nur, was wir beabsichtigten, zu sehen. Nur in der Auswahl von Illusionen konnte ein „Nicht-JETZT“ von allem, was jetzt und überhaupt ist, überhaupt als möglicherweise bedenkenswert zu überdenkende Möglichkeit in unserem Geist aufflackern. Eigentlich ein undenkbarer Gedanke, dass jetzt nicht sein sollte, was immer wahr war. Wenn jeder immer alles blieb, spielte Zeit somit niemals eine Rolle und alle Entfernung zwischen verbundenen Geistern muss nebenher weiterhin Illusion bleiben. Wir sind mal kurz „draußen“, wenn wir Gedanken denken, die im Himmel undenkbar sind. Was an sich völlig logisch bleiben musste…

    Wenn wir wählten, mal kurz nach draußen zu gehen, können wir auch die Wahl treffen, wieder dorthin heimzukehren, wo die Angst niemals zuhause war. Es ist der unveränderliche Geist in uns, der Angriff niemals mit einem Nutzen verband, der niemals Angst empfand. Da dieser Teil jedoch unverändert vorhanden ist, erinnert sich jeder auf die Art und Weise, die ihm vom Heiligen Geist für seine Situation angeboten werden kann. Es heißt ja ER-inn-Ern, nicht ver-äußern.

    All-ER-Dings ist es wie der Hinweis, sich auf keinen Fall einen rosa Elefanten auf einem Fahrrad in einem Porzellanladen vorzustellen, allein für sich betrachtet nicht hilfreich, wenn daneben nicht zugleich der HEILIGE GEIST als möglicher Lehrer in Erinnerung gerufen werden würde. Mit diesem berufenen Freund an unserer Seite ist es unmöglich, nicht genau das zu finden, was genau jetzt benötigt wird. Die Stille ist es, die keiner Worte bedarf, in der wir erinnern, was niemals verloren werden konnte. Es gab ganz konkret niemals die Möglichkeit für irgendeinen Verlust. Da niemand irgendwann verlieren konnte, gibt es keinen vernünftigen Grund, irgendetwas nicht zu vergeben. Was meint, es wirklich an den HEILIGEN GEIST abzugeben, damit die Angst endgültig als ursachlos betrachtet und damit aufgehoben werden kann. So wird die persönliche Vergangenheit vom Heiligen Geist aufgehoben und in Stille und Frieden eine Brücke in die wirkliche Welt gebaut.


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 235
    (2) Übungsbuch Seite 236

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