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Thema: Ein Kurs in Wundern

  1. #451

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Gestern war der Gedanke genau passend für meine Situation. Den Text wäre ich noch schuldig, doch ich bin mittlerweile recht sicher, dass für jeden Gedanken eine „Auto-Start- Routine“ für den Inhalt existiert. Wie mit jedem Übungsdurchlauf mein internes Lektionsgedächtnis angesprochen und zuweilen um neue Aspekte bereichert wird, ist es kollektiv mit den Übungsgedanken, die neuen und im Himmel denkbaren ins Töpfchen und die dort Undenkbaren ins Kröpfchen.

    Der Text von gestern:

    1. „Vater, CHRISTI Schau ist DEINE Gabe an mich, und sie hat die Macht, all das, was des Körpers Augen sehen, in den Anblick einer Welt zu übersetzen, der vergeben ist. Wie herrlich und anmutig diese Welt doch ist! Doch wie viel mehr werde ich in ihr wahrnehmen, als die Sicht geben kann. Die Welt, der vergeben ist, bedeutet, dass DEIN SOHN seinen VATER anerkennt, seine Träume der Wahrheit überbringen lässt, und voll Erwartung auf den einen verbleibenden Augenblick der Zeit noch wartet, die für immer endet, während die Erinnerung an DICH zu ihm zurückkehrt. Und nun ist sein WILLE mit dem DEINEN eins. Seine Funktion ist jetzt DEINE EIGENE, und jeder Gedanke außer DEINEM EIGENEN ist vergangen.

    2. „Die Stille dieses Tages wird unsere Herzen segnen, und Frieden wird durch sie zu einem jeden kommen. CHRISTUS ist heute unsere Augen. Und durch SEINE Sicht bieten wir der Welt Heilung durch IHN an, den heiligen SOHN, den GOTT ganz erschaffen hat, den heiligen SOHN, den heiligen SOHN, den GOTT als eins erschaffen hat“. (1)


    Darum ist Vergebung der Schlüssel zum Glück und Verurteilung immer der selbst gewählte Weg in das Kellerkind Dasein und die Hölle der Schuld. Der Welt zu vergeben, öffnet das innere Sehen erst, wie auch immer die persönliche Entwicklung auch verlaufen mag, bietet die Vergebung an, die Erfahrung zu machen, dass Geister verbunden sind und das ist der „Sitzplatz“ einer anderen Analogie für eine andere-dimension.

    Der Gedanke 271 schließt sich daran an und lautet:

    „Christi ist die Schau, die ich heute verwenden will“ (2)

    1. Jeden Tag, jede Minute, jeden Augenblick wähle ich, worauf ich schauen will, die Geräusche, die ich hören will, und die Zeugen dessen, wovon ich möchte, dass es die Wahrheit für mich sei. Heute beschließe ich, auf das zu schauen, wovon CHRISTUS möchte, dass ich es sehe, auf GOTTES STIMME zu hören und die Zeugen für das zu suchen, was in GOTTES Schöpfung wahr ist. In der Sicht CHRISTI begegnen sich die Welt und GOTTES Schöpfung, und während sie zusammenkommen, schwindet alle Wahrnehmung dahin. SEINE gütige Sicht erlöst die Welt vom Tod, denn alles, worauf ER schaut, kann nur leben in Erinnerung an den VATER und den SOHN, den vereinten Schöpfer und die Schöpfung.

    2. VATER, die Schau CHRISTI ist der Weg zu dir. Was ER erblickt, lädt die Erinnerung an DICH ein, in mir wiederhergestellt zu werden. Und das, beschließe ich, soll das sein, worauf ich heute schaue“. (3)

    Im nächsten Beitrag folgt die Einleitung zu den Lektionen von 271 bis 280, die schon weiter oben vorgestellt wurde. Um unnötiges Suchen zu vermeiden füge ich die Einleitung unten an. Es war unnötig, die Erinnerung dort zu suchen, wo sie nicht wiederhergestellt werden kann – außerhalb von uns. Doch so war sichergestellt, dass die Erinnerung niemals verloren gehen konnte…

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 431
    (2) Übungsbuch Seite 433
    (3) Ebd.

  2. #452

    AW: Ein Kurs in Wundern

    5. „Was ist der Christus?

    1. CHRISTUS ist GOTTES SOHN, wie ER IHN schuf. ER ist das SELBST, welches wir miteinander teilen und das uns miteinander eint und auch mit GOTT. ER ist der GEDANKE, der nach wie vor im GEIST wohnt, der SEINE QUELLE ist. ER hat SEIN heiliges Zuhause nicht verlassen, noch hat ER die Unschuld verloren, in welcher ER erschaffen wurde. ER weilt unverändert und für immer im GEIST GOTTES.

    2. CHRISTUS ist das Bindeglied, das dich eins mit GOTT erhält und dafür bürgt, dass die Trennung nicht mehr als eine Illusion der Verzweiflung ist, denn Hoffnung wird für immer in IHM weilen. Dein Geist ist Teil des SEINEN und der SEINE Teil des deinen. ER ist der Teil, in dem die ANTWORT GOTTES liegt, wo sämtliche Entscheidungen bereits getroffen und Träume vorbei sind. ER bleibt von allem unberührt, was die Augen des Körpers wahrnehmen. Denn obwohl SEIN VATER die Mittel für deine Erlösung in IHN gelegt hat, bleibt ER dennoch das SELBST, DAS, wie SEIN VATER, keine Sünde kennt.

    3. Als Heim des HEILIGEN GEISTES und in GOTT allein zu Hause, bleibt CHRISTUS in Frieden im Himmel deines heiligen Geistes. Das ist der einzige Teil deines Geistes, der in Wahrheit Wirklichkeit besitzt. Der Rest sind Träume Doch werden diese Träume CHRISTUS übergeben werden, um vor SEINER Herrlichkeit zu verblassen und dir endlich dein heiliges SELBST, den CHRISTUS, zu offenbaren.

    4. Der HEILIGE GEIST reicht aus dem CHRISTUS in dir in alle deine Träume und heißt sie, zu IHM zu kommen, um in Wahrheit übersetzt zu werden. ER wird sie gegen jenen letzten Traum austauschen, den GOTT als Ende der Träume bestimmt hat. Denn wenn Vergebung auf der Welt ruht und Frieden zu jedem GOTTESSOHN gekommen ist, was könnte es noch geben, um die Dinge getrennt zu halten, denn was bleibt dann zu sehen außer CHRISTI Antlitz?

    5. Und wie lange wird dieses heilige Antlitz gesehen werden, wenn es nur das Symbol dafür ist, das die Zeit des Lernens nun vorbei und das Ziel der SÜHNE zu guter Letzt erreicht ist? Do lass uns denn das Antlitz CHRISTI suchen und auf nichts anderes schauen. Wenn wir SEINE Herrlichkeit erblicken, werden wir wissen, dass wir weder des Lernens noch der Wahrnehmung, noch der Zeit bedürfen, noch irgendetwas außer des heiligen SELBST, des CHRISTUS, DEN GOTT als SEINEN SOHN erschaffen hat“. (1)

    Die zehn Lektionen zu diesem Grundthema lauten wie folgt:

    271. „CHRISTI ist die Schau, die ich heute verwenden will.
    272. Wie können Illusionen GOTTES SOHN befriedigen?
    273. Die Stille von GOTTES Frieden ist mein.
    274. Heute gehört der Liebe. Lass mich ohne Furcht sein.
    275. GOTTES heilende Stimme schützt heute alle Dinge.
    276. Das WORT GOTTES ist mir gegeben, auf dass ich es spreche.
    277. Lass mich DEINEN SOHN nicht durch Gesetze binden, die ich gemacht habe.
    278. Wenn ich gebunden bin, dann ist mein VATER auch nicht frei.
    279. Die Freiheit der Schöpfung verspricht mir meine eigene.
    280. Welche Grenzen kann ich dem SOHN GOTTES auferlegen?“

    Weiter oben wurden die Namen Jesus und CHRISTUS in ihrer Reihenfolge und Bedeutung angesprochen, ob JESUS einen besonderen Platz bei der Heilung einnimmt, wird als 23. Frage im Handbuch angesprochen:

    „In der Bibel steht: >>Bitte in NAMEN JESU CHRISTI<<. Ist das nur ein Appell an die Magie? Ein Name heilt nicht, noch ruft eine Beschwörung irgendeine besondere Macht hervor. Was bedeutet es, Jesus CHRISTUS anzurufen? Was verleiht das Anrufen eines Namens? Warum ist ihn anzurufen, Teil der Heilung?“ (3)

    Die Welt mit den Augen CHRISTI zu sehen, ist heilsam. Alle Worte und alle Namen sind nur Symbole für eine Liebe, die nicht von dieser Welt ist. Der Name Jesu CHRISTI ist ein Symbol, das sicher verwendet werden kann und wird im Antlitz Christi zum leuchtenden Symbol für das WORT GOTTES.

    Um die Intention des Kurses noch einmal klar abzubilden und auf das Missverständnis der Konkurrenz zwischen Religionssystemen einzugehen, das folgende Zitat, um näher auf das Ziel des Lernens einzugehen:

    „Dieser Kurs ist von ihm gekommen, weil seine Worte dich in einer Sprache erreichen, die du lieben und verstehen kannst. Sind andere Lehrer möglich, um denjenigen voranzugehen, die andere Sprachen sprechen und andere Symbole anrufen? Ganz gewiss gibt es sie. Würde GOTT irgendjemanden in schweren Zeiten alleine lassen ohne eine sehr gegenwärtige Hilfe, einen Erlöser, der IHN symbolisieren kann? Doch brauchen wir einen vielfältigen Lehrplan nicht der inhaltlichen Unterschiede wegen, sondern weil die Symbole wechseln und sich ändern müssen, um dem jeweiligen Bedürfnis zu entsprechen. Jesus ist gekommen, um dem deinen zu entsprechen. In ihm findest du die Antwort GOTTES. Lehre du also mit ihm, denn er ist bei dir – er ist immer hier“. (4)

    (Kap.25:III) „Der Erlöser aus der Dunkelheit“
    https://www.youtube.com/watch?v=F9Te...CzPxZ&index=82

    Ab 1:54 wird darin die Frage gestellt, die sich jedes Selbst sich selbst stellen muss:

    „Ist es nicht seltsam, dass du immer noch die Hoffnung hegst, Befriedigung aus der Welt zu ziehen, die du siehst? Wie lange brauchst du, um zu merken, dass die Chance einer Änderung in dieser Hinsicht es kaum wert sein kann, eine Veränderung aufzuschieben, aus der ein besseres Ergebnis entstehen könnte? (6)

    Allerdings besitzt das Ego die allgemeine Tendenz, diesen Gedanken „umzudeuten“ und für uns unzugänglich zu machen. An dieser Stelle wird es all das Leid aus dem Ärmel zaubern, das wir jemals erlebt haben und als scheinbaren „Gegenbeweis“ auffahren. Mit diesen Gegenbeweisen soll die Veränderung an eine „Wenn-Dann-Sonst-Verknüpfung“ gebunden werden, die unseren Willen zum Willen GOTTES umzuformen sucht. Erst „wenn“ dieses so oder so ist, „dann“ könnte ich es „vergeben und vergessen“ und SONST, lieber GOTT, bin ich lieber weiterhin zornig, greife alles an, was sich noch bewegt und spiele weiterhin, das EGO zu sein. Doch erkannt werden kann bisher nur, dass vom Ego zwar gesucht, aber nicht gefunden wurde. An dieser Stelle ist nicht auf die Formen zu schauen, die das Ego - zumindest mir - präsentiert hat, sondern auf den Inhalt des Bildes, dessen Rahmen (die Ego-Körper-Illusion) den Blick auf das Wesentliche verschleiern soll. Um das „Bild“ noch einmal aufzunehmen, wie es das Hörbuch heute vermittelt, etwas über die kollektive Vergangenheit des Egos in jedem von uns, die wir die Wahrheit bisher erfolgreich vergessen haben WOLLEN müssen:

    Außer Jesus, der durch das Erkennen der Wahrheit zur Wahrheit zurückkehrte, den Tod des Körpers überwand, indem ER das Leben annahm und sich als „dasselbe wie CHRISTUS“ erkannte, erwarb sich Jesus den NACHNAMEN CHRISTUS. Daher JESUS CHRISTUS, der SOHN GOTTES, unser aller älterer Bruder. Doch es wird nirgendwo gesagt, es sei unser einziger älterer Bruder und diesen „Ausschließlichkeitsanspruch“ fand ich im Kurs NICHT. Daher lerne ich ihn. Er umschließt alles, was ist, mit der gleichen und gerechten Liebe des Vaters für alle seine Kinder und Enkel. Der Rahmen, den Gott der Schöpfung gab, ist die LIEBE zu jedem Punkt des wahren Bildes, das sein Inhalt ist und das ER kennt, wie es ist. Welchen Rahmen bietet uns jedoch das Ego an?

    „Seine Vergangenheit ist fehlgeschlagen. Sei froh, dass sie in deinem Geist vergangen ist, um das, was dort ist, zu verdunkeln. Nimm die Form nicht für den Inhalt, denn die Form ist nur ein Mittel für den Inhalt. Und der Rahmen ist lediglich ein Mittel, um das Bild hochzuhalten, damit es gesehen werden kann. Ein Rahmen, der das Bild verdeckt, hat keinen Zweck. Er kann kein Rahmen sein, wenn er das ist, was du siehst. Ohne das Bild ist der Rahmen seiner Bedeutung ledig. Sein Zweck ist es, das Bild hervorzuheben, nicht sich selbst.

    Wer hängt denn einen leeren Rahmen an die Wand und steht in tiefer Ehrerbietung vor ihm, als wäre dort ein Meisterwerk zu sehen? Doch wenn du deinen Bruder als einen Körper siehst, tust du nichts anderes. Das Meisterwerk, das GOTT in diesen Rahmen fasste, ist das Einzige, was es zu sehen gibt. Der Körper hält es eine Zeit lang, ohne es in irgendeiner Weise zu verschleiern. Doch das, was GOTT erschaffen hat, braucht keinen Rahmen, denn was ER schuf, das stützt und rahmt ER in SICH SELBST. ER bietet dir den Anblick SEINES Meisterwerkes an. Möchtest du lieber an dessen Statt den Rahmen sehen? Und das Bild gar nicht sehen?

    Der HEILIGE GEIST ist der Rahmen, den GOTT um jenen Teil von IHM getan hat, den du als separat siehst. Doch dessen Rahmen ist mit seinem Schöpfer verbunden, eins mit IHM und SEINEM Meisterwerk“. (6)

    Was könnte das Antlitz CHRISTI anderes sein, als das Bild, das unser Vater von SEINEM SOHN hat. Das Ego sagt, da ist kein Bild, das sich zu sehen lohnen könnte und schmückt lieber den Rahmen so ausladend, dass eine Einladung an Jesus Christus und die Wahrheit damit nicht verbunden ist. Sich das Antlitz Christi vor seinem inneren Auge vorzustellen, erhellt und erhält unser Angesicht, wie auch das sorgenfreie Gesicht und die klare Sicht. Dann kann der Name mit einem symbolhaften Bild verknüpft werden, das Mittel für den Inhalt ist.

    Das weitere Hörbuch kann ich nur ans Herz legen.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 432
    (2) Übungsbuch Seiten 433 - 437
    (3) Handbuch für Lehrer Seite 58
    (4) Handbuch für Lehrer Seite 59
    (5) Textbuch Seite 522
    (6) Textbuch Seite 523

  3. #453

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 272 „Wie können Illusionen GOTTES SOHN befriedigen?“ (1)

    1. VATER, die Wahrheit gehört mir. Mein Zuhause ist im HIMMEL festgesetzt durch DEINEN WILLEN und den meinen. Können Träume mich zufrieden stellen? Können Illusionen mir Glück bringen. Was außer der Erinnerung an DICH kann DEINEN SOHN befriedigen? Ich will nicht weniger annehmen, als was DU mir gegeben hast. Ich bin von DEINER Liebe umgeben, ewig still, ewig sanft und ewig sicher. Der SOHN GOTTES muss so sein, wie DU ihn schufst.

    2. Heute gehen wir vorbei an Illusionen. Und wenn wir hören, wie die Versuchung uns zuruft, dazubleiben und in einem Traum zu verweilen, dann wenden wir uns ab und fragen uns, ob wir, die SÖHNE GOTTES, uns mit Träumen zufrieden geben könnten, wenn doch der Himmel ebenso leicht wie die Hölle gewählt werden kann und die Liebe glücklich jede Angst ersetzen wird.

    So sei noch einmal an das Hörbuch über den „Held des Traumes“ erinnert. Den dritten Absatz daraus möchte ich noch einmal im Kontext des heutigen Leitgedankens aufgreifen:

    „Die fortgesetzten Abenteuer des Körpers vom Zeitpunkt der Geburt bis hin zum Sterben sind das Thema jeden Traums, den die Welt je träumte. Der >>Held<< dieses Traumes wird sich nie ändern, noch wird sein Zweck es tun. Obwohl der Traum selbst viele Formen annimmt und eine große Mannigfaltigkeit von Orten und Ereignissen zu zeigen scheint, in denen sich sein >>Held<< befindet, hat er doch nur einen Zweck, der auf vielerlei Arten Art gelehrt wird. Diese einzige Lektion versucht der Traum zu lehren, noch einmal und noch einmal, dass er Ursache ist, nicht Wirkung. Und du bist seine Wirkung und kannst nicht seine Ursache sein“. (3)

    Das ist die Frage hier:
    Sind wir der Träumer oder sind wir der Traum?
    Haben wir den Traum verursacht oder verursacht der Traum uns?
    Sind wir die Ursache der Hölle, die wir noch sehen?

    Wenn der Himmel so leicht wie die Hölle gewählt werden kann, ist es diese Wahlmöglichkeit, die uns lange als ein Fluch erschien und welche doch ein Segen ist. Als der Träumer des Traumes wird der Traum als Schlaf erkannt. Solange wir in der Physis verweilen, sind wir aus Sicht des Himmels in einem Reich der Träume, da wir des HIMMELS in diesem Moment nicht gegenwärtig sind.

    Sehen wir wieder auf das Lehrstück des Geistes, dass ich mir offensichtlich im Traum zu erleben, selbst ausgesucht habe. Bisher schien ich nicht der Träumer zu sein, sondern der Traum und stolperte von einer Fehleinschätzung des Traumes in den nächsten Irrtum. Sagen wir, diese 25 Jahre Traum habe ich mir, wie oben ersichtlich, sogar mit GOTT zusammen als Lehrstück des Geistes ausgesucht. Die (bisher) ungesehene Lüge, auf der alle Ereignisse und Folgewirkungen aufbauten, ließ mich niemals die wahre Ursache sehen, die als Unwahrheit eine Illusion zur Grundlage hatte. Ein Satz des Hör- und damit Textbuches passt an dieser Stelle haargenau:

    „In dem Moment, in dem er sie als das sieht, was sie sind, haben sie keine Wirkungen mehr auf ihn, weil er versteht, dass er ihnen Wirkungen gegeben hat, indem er sie verursachte und wirklich erscheinen ließ“. (4)

    In dem Moment, in dem ich die Lüge als Illusion sehen konnte, wurde den Träumern und den Folgekreisläufen ihre bisherigen Wirkung entzogen, da das selbst gewählte „Lehrstück des Geistes“ zu offensichtlich wurde, um noch mit Zufall erklärt zu werden.

    Als GOTT und meine damals nicht an einen Körper gebundene Existenzform die Knotenpunkte der Reise zusammen planten, wurde die Ursache gesetzt. Der damals damit verursachte Traum mitsamt seinen Traumgestalten und Traumrollen wird nun jedoch nicht mehr im Ursache- und Wirkungskontext gesehen, was im Original gehört werden muss:

    „Wie sehr bist du gewillt, den Wirkungen aller Träume zu entrinnen, die die Welt je hatte? Ist es dein Wunsch, keinen Traum als die Ursache dessen erscheinen zu lassen, was du tust“ (und was du bist, Anm.)? (4)

    Kann mich denn ein Traum wirklich verändert haben? Wie könnte ich sein, was der Traum mir scheinbar „antat“, wenn ich doch seine Ursache bin? Wenn der Traum jedoch nicht als Illusion betrachtet wird und zur Ursache von Handlungen, Entscheidungen oder dem Selbstbild wird, „träumen“ wir.

    „Dann lass uns lediglich auf den Anfang des Traumes schauen, denn der Teil, den du siehst, ist nur der zweite Teil, dessen Ursache im ersten liegt. Niemand, der schläft und in der Welt träumt, erinnert sich an seinen Angriff auf sich selbst. Niemand glaubt, es habe wirklich eine Zeit gegeben, als er nichts von einem Körper wusste und sich die Welt niemals als wirklich hätte vorstellen können. Er hätte gleich gesehen, dass diese Ideen EINE Illusion sind, zu lächerlich für irgendetwas anderes, als durch Lachen verscheucht zu werden. Wie ernst scheinen sie jetzt zu sein? Und niemand kann sich mehr erinnern, wann ihnen mit Lachen und Unglauben begegnet worden wäre. Wir können uns daran erinnern, wenn wir nur ihre Ursache direkt anschauen. Und wir werden Gründe zum Lachen sehen und keine Ursache zur Angst.“ (5)

    Jeder hat seinen Traum als Angriff auf sich selbst gewählt, die Summe aller Träume dieser Welt beruht auf einer Verkehrung (einer Illusion) von Ursache und Wirkung. Daher könnten wir auch den HIMMEL wählen, doch zuerst muss die Verantwortung für das bisherige Träumen im Träumer und nicht im Traum verortet werden. Sonst sind wir Gefangene im selbst gewählten Angriff, einer Zeit, in der der Traum nicht als Traum erkannt wurde.

    „Lass uns den Traum, den er weggegeben hat, dem Träumer zurückerstatten, der den Traum als von sich separat und als etwas wahrnimmt, was ihm angetan wird. In die Ewigkeit, wo alles eins ist, kam eine winzig kleine Wahnidee geschlichen, und GOTTES SOHN vergaß, darüber zu lachen: Und weil er das vergaß, ist der Gedanke zu einer ernsten Idee geworden und sowohl der Umsetzung als auch realer Wirkungen fähig. Gemeinsam können wie sie beide weglachen und verstehen, dass die Zeit sich nicht in die Ewigkeit eindrängen kann. Es ist ein Witz, zu glauben, die Zeit könne kommen, um die Ewigkeit zu überlisten – was bedeutet, dass es keine Zeit gibt“. (6)

    Weil ich hier einmal die Abgrenzung von Ewigkeit und Zeitlosigkeit als zu klärende Frage in den Raum warf, könnte der nächste Absatz auch unter diesem Aspekt betrachtet werden:

    „Eine Zeitlosigkeit, in der die Zeit wirklich gemacht wird, ein Teil von GOTT, der sich selbst angreifen kann, ein getrennter Bruder als ein Feind, ein Geist in einem Körper: Das alles sind Formen einer Kreisbewegung, deren Ende an ihrem Anfang beginnt und bei ihrer Ursache endet. Die Welt, die du siehst, bildet genau das ab, was du getan zu haben dachtest. Nur dass du jetzt denkst, dass dir das angetan wird, was du getan hast. Die Schuld für das, was du gedacht hast, wird aus dir hinaus in eine schuldige Welt verlegt, die statt deiner deine Träume träumt und deine Gedanken denkt. Sie bringt ihre Rache, nicht deine eigene. Sie hält dich eng in einen Körper eingekerkert, den sie bestraft um all der sündigen Dinge willen, die der Körper tut in diesem Traum. Du hast keine Macht, den Übeltaten deines Körpers Einhalt zu gebieten, weil du ihn nicht gemacht hast und weder seine Handlungen noch seinen Zweck noch sein Geschick kontrollieren kannst“. (7)

    Das ist die Welt der Körper, die wir im Traum erleben, in dem wir uns nicht als der Träumer sehen. Wir haben einfach vergessen, ein paar im Himmel undenkbare Ideen nicht als Schwachsinn zu erkennen und darüber einfach herzlich zu lachen. Wenn man die Illusionen als Illusionen erkannt hat, steigt die Möglichkeit im Geiste auf, sich ebenso einen Traum zu wünschen, der dem Himmel so nahe ist, dass die Ewigkeit im Traume greifbar wird. Wenn ein Problem gelöst werden will, muss es zunächst erkannt werden. Jetzt folgen die Sätze, die das Dilemma der Schuldprojektionen als ein „störrisches Manöver“ unseres eseligen Egos entlarven:

    „Die Welt zeigt dir nur eine uralte Wahrheit auf. Du wirst glauben, dass andere dir genau das angetan haben, was du ihnen angetan zu haben glaubst. Lässt du dich erst einmal dahingehend irreführen, ihnen die Schuld zuzuweisen, dann siehst du die Ursache dessen, was sie tun, nicht mehr, weil di willst, dass die Schuld auf ihnen liege. Wie kindisch ist das störrische Manöver, deine Unschuld dadurch zu bewahren, dass du Schuld nach außen abschiebst, sie aber niemals loslässt? Es ist nicht leicht, den Witz wahrzunehmen, wenn deine Augen überall um dich herum seine schwerwiegenden Folgen sehen, aber ohne ihre geringfügige Ursache. Ohne Ursache sehen ihre Wirkungen tatsächlich ernst und fürwahr traurig aus. Doch sind sie nur die Folge. Und ihre Ursache ist es, die auf nichts folgt und die nichts als ein Witz ist“. (8)

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 433
    (2) Ebd.
    (3) Textbuch Seite 588
    (4) Ebd.
    (5) Ebd.
    (6) Textbuch Seite 589
    (7) Ebd.
    (8) Ebd.

  4. #454

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 273 „Die Stille von GOTTES Frieden ist mein“. (1)

    1. „Vielleicht sind wir nun bereit für einen Tag der ungestörten Stille. Sollte das noch nicht machbar sein, sind wir es zufrieden und mehr als noch zufrieden, zu lernen, wie sich ein solcher Tag erreichen lässt. Wenn wir einer Störung nachgeben, dann lass uns lernen, wie wir sie von uns weisen und zurück zum Frieden kehren können. Wir brauchen nur mit Gewissheit unserem Geist zu sagen: >>Die Stille von GOTTES Frieden ist mein<<, und nichts kann den Frieden stören, den GOTT SELBST SEINEM SOHN gegeben hat.

    2. VATER, DEIN Frieden ist der meine. Was brauche ich zu fürchten, dass irgendetwas mich dessen berauben kann, wovon DU möchtest, dass ich es behalte? Ich kann DEINE Gaben an mich nicht verlieren. So ist der Frieden, den DU DEINEM SOHN gabst, immer nicht bei mir, in Stille und in meiner eigenen ewigen Liebe zu DIR“. (2)


    Der Leitgedanke wirkt wirklich, kann jeder Mensch ganz einfach selbst ausprobieren. Im Zurückweisen von „Störungen“ liegt ein Schlüssel zur Herrschaft über den eigenen Geist. Es ist nicht unsere Stärke, die hierbei wirksam wird, sondern die Verbindung zu den Gaben, die unser Freund uns allen gegeben hat. Selbst in Situationen, in denen sonst kein Geistesfrieden möglich erschien, hilft die bestehende Verbindung zur Quelle aller zeitlosen Gaben, bestimmten Gedankengängen nicht wahllos zu folgen. Die Ursache sich negativ anfühlender Bewusstseinszustände liegt immer im nicht rechtzeitigen Zurückweisen unberichtigter Gedanken. Wir können beschließen, verletzende Gedanken zu verändern. Hierbei hilft ebenso das Lachen wie der HEILIGE GEIST:

    „Mit sanftem Lachen nimmt der Heilige Geist die Ursache (einer Störung des Geistesfriedens, Anm. M) wahr und schaut auf ihre Wirkungen. Wie könnte ER deinen Irrtum sonst berichtigen? ER heißt dich, jede fürchterliche Wirkung IHM zu überbringen, damit IHR gemeinsam auf ihre törichte Ursache schauen und du eine Weile mit IHM lachen mögest. Du beurteilst Wirkungen, doch ER hat ihre Ursache beurteilt. Und durch SEIN Urteil werden Wirkungen beseitigt. Vielleicht kommst du in Tränen. Doch hör IHN sagen: >>Mein Bruder, heiliger Sohn GOTTES, sieh deinen nichtigen Traum, in dem dieses geschehen konnte. << Und du wirst den heiligen Augenblick verlassen, in dem dein Lachen und das deines Bruders sich mit dem SEINEN verbunden hat“. (3)

    Nun folgt eine der Schlüsselstellen des Kurses. Ich bin nicht einmal sicher, sie wirklich schon ganz verstanden zu haben…

    „Das Geheimnis der Erlösung ist nur dies: dass du dir dieses selbst antust. Der Form des Angriffs völlig ungeachtet ist dies dennoch wahr. Wer immer auch die Rolle von Feind und Angreifer übernimmt, dies ist trotzdem die Wahrheit. Was immer auch die Ursache von irgendeinem Schmerz und Leiden, die du verspürst, zu sein scheint, dies ist dennoch wahr. Denn du würdest gar nicht auf Figuren reagieren in einem Traum, von dem du wüsstest, dass du ihn träumst. Lass sie so hasserfüllt sein und so bösartig sein, wie sie nur wollen, sie könnten keine Wirkung auf dich haben, es sei denn, du versäumtest zu begreifen, dass es dein Traum ist“. (4)

    Das sei die einzige Lektion, die es zu lernen gilt, wird in den nächsten drei Absätzen des Textes weiter ausgeführt, wie auch zum Ende des Hörbuches „Der Held des Traums“: https://www.youtube.com/watch?v=K8Mw...zPxZ&index=106


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 434
    (2) Ebd.
    (3) Textbuch Seite 589

  5. #455

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 274 "Heute gehört der Liebe. Lass mich ohne Furcht sein". (1)

    1. „VATER, heute möchte ich alle Dinge so sein lassen, wie DU sie erschaffen hast, und DEINEM SOHN die Ehre geben, die seiner Sündenlosigkeit gebührt, die Liebe eines Bruders zu seinem Bruder und zu seinem FREUND. Dadurch werde ich erlöst. Dadurch wird auch die Wahrheit dort einkehren, wo Illusionen waren, Licht wird alle Dunkelheit ersetzen, und DEIN SOHN wird erkennen, dass er so ist, wie DU ihn schufst.

    2. Ein besonderer Segen kommt heute zu uns, von IHM, DER unser VATER ist. Gib IHM diesen Tag, und es wird heute keine Furcht geben, weil der Tag der Liebe hingegeben ist“. (2)

    Zur Wiederholung der letzte Absatz von gestern:

    „4. Das Geheimnis der Erlösung ist nur dies: dass du dir dieses selbst antust. Der Form des Angriffs völlig ungeachtet ist dies dennoch wahr. Wer immer auch die Rolle von Feind und Angreifer übernimmt, dies ist trotzdem die Wahrheit. Was immer auch die Ursache von irgendeinem Schmerz und Leiden, die du verspürst, zu sein scheint, dies ist dennoch wahr. Denn du würdest gar nicht auf Figuren reagieren in einem Traum, von dem du wüsstest, dass du ihn träumst. Lass sie so hasserfüllt sein und so bösartig sein, wie sie nur wollen, sie könnten keine Wirkung auf dich haben, es sei denn, du versäumtest zu begreifen, dass es dein Traum ist“. (3)

    „5. Hüte dich vor der Versuchung, doch als ungerecht behandelt wahrzunehmen. Aus dieser Sicht versuchst du eine Unschuld zu finden, die nicht die IHRE ist, sondern allein die deine, und zwar auf Kosten der Schuld eines anderen. Kann Unschuld dadurch erworben werden, dass du einem anderen deine Schuld gibst? Und ist es Unschuld, die dein Angriff auf ihn zu bekommen versucht? Ist es nicht Vergeltung für deinen eigenen Angriff auf den GOTTESSOHN, die du suchst? Ist es nicht sicherer zu glauben, du seist dessen unschuldig und deiner Unschuld ungeachtet zum Opfer gemacht worden? Auf welche Art das Schuldspiel auch gespielt wird, es muss Verlust geben. Jemand muss sein Unschuld verlieren, damit ein anderer sie ihm nehmen kann, um sie zu seiner eigenen zu machen“. (4)

    Wie gesagt, zum Ende des Hörbuches von gestern… Zwei Absätze sind noch zu ergänzen!

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    1. Übungsbuch Seite 434
    2. Ebd.
    3. Textbuch Seite 589
    4. Ebd.

  6. #456

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 275: „GOTTES heilende Stimme schützt heute alle Dinge“ (1)

    1. Lass uns heute auf die STIMME FÜR GOTT achten, die eine alte Lektion spricht, die heute nicht wahrer ist als an irgendeinem anderen Tag. Doch wurde dieser Tag als eine Zeit gewählt, in der wir suchen, hören, lernen und verstehen werden. Schließe dich mir beim Hören an. Denn die Stimme für GOTT berichtet uns von Dingen, die wir alleine nicht verstehen noch getrennt erlernen könnten. Das ist es, worin alle Dinge geschützt sind. Und darin wird die Heilung der STIMME für GOTT gefunden.

    2. DEINE heilende Stimme schützt heute alle Dinge, so überlasse ich denn alle Dinge DIR. Ich brauche mich um nichts zu sorgen. Denn DEINE STIMME wird mir sagen, was ich tun, wohin ich gehen, zu wen ich sprechen und was ich ihm sagen soll, welche Gedanken ich denken und welche Worte ich der Welt geben soll. Die Sicherheit, die ich bringe, ist mir gegeben. VATER, DEINE STIMME schützt durch mich alle Dinge“. (2)

    Im ersten Absatz wird gesagt, wir sollten uns CHRISTUS beim Hören der Dinge anschlie0en, um sie zu verstehen. Wir können nicht getrennt lernen, eins mit dem Leben zu sein. So liegt in der Sicherheit und dem Schutz dieses Gedankens auch die Heilung von der Versuchung, sich als ungerecht behandelt zu sehen. Daher weise ich häufig darauf hin, dass die Gedanken selbsterklärend sind, denn wir signalisieren durch die Übungsabsicht, zuhören zu wollen, zumindest, wenn nach dem Denken des Gedankens eine Pause und damit Raum gelassen wird. Raum für die heilende Stimme, die wir allein ohne CHRISTUS nicht unverzerrt wahrnehmen. Es ist ein Frieden, den CHRISTUS uns verleiht, worin die Stimme für Gott die Heilung legen kann.

    Zwei Absätze sind noch anzufügen:

    3. „Das Geheimnis der Erlösung ist nur dies: dass du dir dieses selbst antust. Der Form des Angriffs völlig ungeachtet ist dies dennoch wahr. Wer immer auch die Rolle von Feind und Angreifer übernimmt, dies ist trotzdem die Wahrheit. Was immer auch die Ursache von irgendeinem Schmerz und Leiden, die du verspürst, zu sein scheint, dies ist dennoch wahr. Denn du würdest gar nicht auf Figuren reagieren in einem Traum, von dem du wüsstest, dass du ihn träumst. Lass sie so hasserfüllt sein und so bösartig sein, wie sie nur wollen, sie könnten keine Wirkung auf dich haben, es sei denn, du versäumtest zu begreifen, dass es dein Traum ist.

    4. Hüte dich vor der Versuchung, doch als ungerecht behandelt wahrzunehmen. Aus dieser Sicht versuchst du eine Unschuld zu finden, die nicht die IHRE ist, sondern allein die deine, und zwar auf Kosten der Schuld eines anderen. Kann Unschuld dadurch erworben werden, dass du einem anderen deine Schuld gibst? Und ist es Unschuld, die dein Angriff auf ihn zu bekommen versucht? Ist es nicht Vergeltung für deinen eigenen Angriff auf den GOTTESSOHN, die du suchst? Ist es nicht sicherer zu glauben, du seist dessen unschuldig und deiner Unschuld ungeachtet zum Opfer gemacht worden? Auf welche Art das Schuldspiel auch gespielt wird, es muss Verlust geben. Jemand muss seine Unschuld verlieren, damit ein anderer sie ihm nehmen kann, um sie zu seiner eigenen zu machen.

    5. Du denkst, dein Bruder sei dir gegenüber ungerecht, weil du denkst, einer müsse ungerecht sein, damit der andere unschuldig werde. Und in diesem Spiel nimmst du für deine ganze Beziehung einen einzigen Zweck wahr. Und diesen suchst du dem Zweck beizufügen, der ihr gegeben ist. Das Ziel des HEILIGEN GEISTES ist es, dich die GEGENWART der heiligen Gäste erkennen zu lassen. Und diesem Zweck gibt es nichts hinzuzufügen, denn die Welt ist zwecklos mit Ausnahme von diesem. Diesem einen Ziel etwas beizufügen oder wegzunehmen heißt, der Welt und dir selbst allen Zweck zu nehmen. Und jede Ungerechtigkeit, die dir die Welt aufzuerlegen scheint, hast du ihr auferlegt, indem du sie zwecklos gemacht hast und ohne die Funktion, die der HEILIGE GEIST sieht. Und so ist jedem Lebewesen auf der Erde die einfache Gerechtigkeit verweigert worden.

    6. Was diese Ungerechtigkeit dir antut, der du ungerecht beurteilst und so siehst, wie du geurteilt hast, kannst du gar nicht abschätzen. Die Welt wird trübe und bedrohlich, keine Spur des ganzen frohen Funkelns, das dir die Erlösung bringt, ist für dich wahrnehmbar, auf das es deinen Weg erhelle. Und so siehst du dich, als seist du des Lichts beraubt, dem Dunkel preisgegeben und ungerecht und ohne Zweck in einer nichtigen Welt zurückgelassen. Die Welt ist gerecht, weil der HEILIGE GEIST die Ungerechtigkeit dem Licht im Innern überbracht hat, und dort ist jede Ungerechtigkeit aufgelöst worden und durch Gerechtigkeit ersetzt und Liebe. Wenn du irgendwo Ungerechtigkeit wahrnimmst, so brauchst du nur zu sagen:

    Hierdurch verleugne ich die Gegenwart des VATERS und des SOHNES. Und ich möchte SIE lieber erkennen als Ungerechtigkeit sehen, die von IHRER GEGENWART weggeleuchtet wird. (3)



    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 435
    (2) Ebd.
    (3) Textbuch Seite 566

  7. #457
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Ein Kurs in Wundern

    sag mal michael,
    wozu dient der ordner hier? sind das alles zitate, diese sogenannten lektionen? vermengst du nicht schon zu beginn die buchperspektive mit deiner eigenen? fehlt dir hier nicht die resonanz? ich finde deine mühe beachtlich was das abtippen oder abkopieren angeht, aber ganz klar ist mir deine absicht nicht.

    rätselhafte grüße,

    saul

  8. #458

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Zitat Zitat von saul Beitrag anzeigen
    sag mal michael,
    wozu dient der ordner hier? sind das alles zitate, diese sogenannten lektionen? vermengst du nicht schon zu beginn die buchperspektive mit deiner eigenen? fehlt dir hier nicht die resonanz? ich finde deine mühe beachtlich was das abtippen oder abkopieren angeht, aber ganz klar ist mir deine absicht nicht.

    rätselhafte grüße,

    saul
    Danke für die Fragen. Der Reihe nach:

    Wozu dient der Ordner? Der Kurs meint ausdrücklich, du lernst, was du lehrst. Mehr ist es nicht. Es ist das Gleiche als zu sagen: Geben und Empfangen sind eins.

    zu 2.: Die 365 Lektionen sind eine Jahresübung, im Prinzip ein Jahr, in dem eine persönliche Beziehung zu GOTT aufgebaut wird, die von CHRISTUS und dem HEILIGEN GEIST inspiriert wird. Daher macht es nichts, zu lehren, um zu lernen.

    zu 3: Was Deine Buchpersektive ist, wäre für mich zu wissen nötig, diese Frage einschätzen zu können. Kenntest Du das Textbuch, müssten Dir die Lektionen bekannt sein. Kennst Du es nicht, ist die Frage wohl eher hypothetisch. Was ich hier einzig abbilde, ist die persönliche Verändeerungswirkung des Kurses, die letztlich erreicht ist, wenn durch die Vergebung jeder zu seinem SELBST zurückgefunden hat.

    Ob mir die Resonanz fehlt ist eine Frage der Perspektive. Ich brauche nichts. Was sollte mir daher fehlen? Daneben erfahre ich die Resonanz durchaus, wenn ich hier Mist erzählt habe, was zuweilen in persönlich eingefärbten Situationen vorkam. Doch gerade das beweist am Ende die Wirksamkeit des Kurses in Bezug auf die Reslilienz, die im Umgang mit schwierigen Situationen erlangt wird.

    Zur Mühe, die ich nicht als mühevoll empfand, trug anfangs bei, mich an die vom Verlag bisher erlaubten 2.5% zu halten. Aber es gibt kein Patentrecht auf diese Worte. Was als Absicht zu erkennen wäre, habe ich vorher in 8 Worte gefasst:


    Lektion 276 „Das Wort GOTTES ist mir gegeben, auf dass ich es spreche“ (1)


    1. „Was ist das WORT GOTTES? MEIN SOHN ist rein und heilig wie ICH SELBST. Und also wurde GOTT zum VATER des SOHNES, den ER liebt, denn also wurde er erschaffen. Dies ist das WORT, welches SEIN SOHN nicht mit IHM schuf, denn darin ist SEIN SOHN geboren worden. Wir wollen SEINE VATERSCHAFT annehmen, und alles ist uns gegeben. Verleugne, dass wir in SEINER LIEBE erschaffen wurden, und wir verleugnen unser SELBST, um dessen unsicher zu sein, wer wir sind, wer unser VATER ist und zu welchem Zweck wir gekommen sind. Doch brauchen wir IHN nur anzuerkennen, DER uns SEIN WORT bei unserer Erschaffung gab, damit wir uns an IHN erinnern und uns so unser SELBST wieder in Erinnerung rufen.

    2. VATER, DEIN WORT ist das meine. Und dieses ist es, das ich zu allen meinen Brüdern sprechen möchte, die mir gegeben sind, um mir so wie mein Eigen lieb und teuer zu sein, so wie ich von DIR geliebt, gesegnet und erlöst werde.


    Sind ja nur 8 Worte: Ihr seid rein und heilig wie GOTT SELBST.


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 435
    (2) Ebd.

  9. #459

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Ja, mehr gibt es echt nicht zu sagen: Ihr seid heilig und rein wie GOTT SELBST.

    Warum es nicht geglaubt wird, erfordert jedoch einige Erläuterung, um berichtigt werden zu wollen.

    So beschränke ich mich künftig darauf, einfach den jeweiligen Tageslektionsgedanken in der dritten Person Plural zu wiederholen.

    Heute würde der Gedanke dann lauten:

    279: "Die Freiheit der Schöpfung verspricht ihnen ihre eigene".

    Zur Freiheit wäre unter Lektion 61 schon etwas zu finden. Seite 14 meine ich...

    Dort wurde im Hörbuch auch der Freudsche Irrtum erklärt.

    Saul hat Recht: Der Kurs ist der Kurs. Dies ist nur der Beleg für die Veränderungswirkung.

    Eines kann jedoch gesagt werden: Meine Meisterübung, jeden Tag alle Leitgedanken mit dem Tagesgedanken zu verknüpfen, hilft mir, jedes sich in die Übung eindrängende Problem in allen seinen unerkannten Facetten zu beleuchten. Das ist insofern schon eine Lernerfahrung, die durchaus einen Sinn und Zweck in der Darstellung bieten könnte.

    Was Saul berechtigt einwendet, ist, dass das erste Lehrjahr sich einzig am Textbuch, den Lektionen und dem Heiligen Geist orientieren sollte.

    Und zur Resonanz, die hinterfragt wurde, sei zu ergänzen, dass nicht nur jeder Mist, den ich erzählt habe, zurückkommt, sondern viel mehr auch jede Hoffnung, die im Geist geweckt werden konnte. Da diese Hoffnung in ihrer Quelle identisch verwurzelt ist, verbinden auch zuweilen ungeschickte Wortwahlen trotzalledem mit dieser Quelle allen Lebens.

    Nur, wer Freiheit gibt, kann Freiheit finden. Und ihre ganze Freiheit ist in GOTT allein. Wenn sie nur schon ALLE verstanden hätten, dass auch diese acht einfachen Worte wahr sind...


    Gut, ist Seite 13. Zur Erinnerung:

    Die Fixierung im Frieden Gottes ist ein hilfreiches Konzept (ZUR ERLANGUNG WAHRER FREIHEIT). Endgültig heißt, ohne Ende gültig bleibend. Klarheit ist ein Zustand des Lichts, das Verständnis von Sinn und Zweck der Bindung an unsere Quelle.

    Hierzu wäre auch das Kapitel über die „Zeit und Ewigkeit“ hilfreich:
    https://www.youtube.com/watch?v=xRo7dOrzKL4

    Über den Unterschied zwischen Selbstsucht und Selbstfülle informiert: „Die Ausdehnung des Himmelreiches“
    https://www.youtube.com/watch?v=M4ROgEa-qog

    Über Freud und die „Ewige Bindung“ wird hier etwas Interessantes gesagt:
    https://www.youtube.com/watch?v=POth1KkZeaQ

    „Fixiert im Frieden Gottes“.

    „Sage dir (, wenn du nicht in einem Zustand von lichtvoller Klarheit bist, Anm. wsib): folgendes:

    Ich muss mich falsch entschieden haben, weil ich nicht in Frieden bin.
    Ich habe die Entscheidung selbst getroffen,
    kann mich aber auch anders entscheiden.
    Ich will mich anders entscheiden, weil ich in Frieden sein will.
    Ich fühle mich nicht schuldig, weil der Heilige Geist alle Folgen meiner
    Fehlentscheidungen aufheben wird, wenn ich IHN nur lasse.
    Ich beschließe, IHN das tun zu lassen, indem ich ihm gestatte,
    für mich die Entscheidung für Gott zu treffen. (2)

    Es existiert ein Gedanke über uns in Gottes Geist, in dem wir alle weiterhin das Licht der Welt sind. Diese Wirklichkeit ist unberührt von allen Irrtümern. Jeder ist das Licht der Welt, niemand wird von unserem Freund jemals als „weniger“ gesehen. Wir sind also aus dem Grunde hier, unsere einzige Funktion darin zu sehen, das Licht zu sein.

  10. #460

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 280 „ Welche Grenzen können sie dem SOHN GOTTES auferlegen?“

    „Sie“ ist eine symbolische Umschreibung für unsere veränderliche Geistpartition. Grenzenlos ist der unveränderte Teil unseres Geistes, oder auch der Zustand, in dem schon vergeben wurde. Erst die Vergebung lässt uns ohne Angriff erkennen, dass Geister verbunden sind. Im Angriffsmodus ist Verbindung und damit echte Kommunikation unmöglich und wir legen uns Grenzen auf, die für den REINEN GEIST nicht gelten.

    Legen wir uns aus dem veränderlichen Teil des Geistes Grenzen auf, so legen wir auch CHRISTUS Grenzen auf, denn gegen unseren Willen und unsere Entscheidungen wird nichts geschehen. Das hat einen Grund, der darin zu sehen ist, dass die Macht unseres Geistes und unserer Entscheidung nicht eingeschränkt werden soll. Die Macht der Entscheidung ist unser, die Macht, aus der Wunder entstehen, ist immer die Stärke CHRISTI. So ist die Entscheidung für die Grenzenlosigkeit des SOHNES auch die Entscheidung für unsere eigene Befreiung aus Ketten, an deren Ende wir niemals gegangen sind. Ob wir wirklich „angebunden“ sind, können wir an sich nicht beurteilen, wir haben einfach Grenzen akzeptiert, von denen wir annahmen, sie wären existent.

    Jeder Mensch wird Situationen erlebt haben, in denen die Grenzen bisheriger Wahrnehmung verschoben wurden. In dieser „Rekapitulation denkwürdiger Ereignisse“ musste ich persönlich meinem Schutzengel für sehr viele Situationen danken, in denen die Grenzen dessen, was ich zuvor für möglich hielt, verschoben wurden. Die Neigung, diese denkwürdigen - da grenzverschiebenden - Ereignisse nicht dauerhaft zu verankern, ist eine unsichtbare Grenze. Eine Grenze, mit der versucht wird, das Alltagsbewusstsein zu schützen und die bisher erlernte „Normalität“ nicht „anzutasten“. Im Grunde wird uns jedoch in der Physis die Macht des Geistes vor Augen geführt. Doch welch Geistes Kind nehmen wir an, zu sein?

    Um es als Bewusstsein zu sagen, schon wenn dem Kind ein Name als Körper gegeben wird, ist der Geist nicht mehr frei, alles andere zu sein. Alle Grenzen, die wir uns auferlegen, legen wir damit als eine Abwehr gegen die Grenzenlosigkeit des SOHNES GOTTES fest. Gegen das, was wir wären, legten wir uns diese Grenzen nicht auf. Was mein Bewusstsein lange nicht verstand, war der Umstand, dass die Wahrheit sich uns nicht aufdrängt. Sondern sie ruht so sanft und gewiss in ihrer Mitte, dass unsere fast vergessene Entscheidung - für die Abwehr der Ganzheit und den Aufbau von Grenzen zwischen ansonsten verbundenen Geistern – einfach übersehen wird. Ist ja niemals für immer oder ewig, sondern nur für eine gewisse Zeit möglich, Grenzen zu akzeptieren, die für den Geist nicht gelten können, sieht er sich als Bewusstsein. Als lebendiges Bewusstsein im ewigen SEIN GOTTES. Wir IHR alle ebenso und das natürlich ohnehin immer. Anders ist kein Bewusstsein möglich, alles ist eine Frage der Auswahl des Bewusstseins. Die „Anbindung“ oder „Fixierung“ des Geistes auf die Ewigkeit GOTTES kann nicht erfolgreich „unterdrückt“ oder „verdrängt“ werden, diese Grenzenlosigkeit (als Träumer des Traumes von Zeit und Raum) suchen wir vergeblich, reduzieren wir uns auf Körper, die im Traum gefangen zu sein scheinen.

    Alle Grenzen, die für den Körper zu gelten schienen, sind Grenzen, die wir versuchen, dem SOHN GOTTES aufzuerlegen, damit ER nicht sein kann, was ER sonst sein könnte. Wenn ER einfach sein darf, was ER einfach ist, wäre keine Grenze nötig oder möglich. Was als grenzenlos erschaffen wurde, bleibt frei. Wir können Gefangenschaft erfinden und uns willentlich im Keller anbinden, doch wir können aus Illusionen keine Wahrheit machen. Aus der Perspektive des Bewusstseins hat niemals ein Gedanke GOTTES seines VATERS GEIST verlassen. Schon, wenn wir uns nicht mehr als GEDANKE GOTTES betrachten, legen wir denen Grenzen auf, deren VATER wollte, dass sie ewig grenzenlos sind so wie ER SELBST, um in Freiheit und in Liebe wohlbehütet durch die Zeit zurück zur Ewigkeit zu wandern. Alles, was nicht Ewigkeit ist, ist eine Grenze zwischen uns und der Quelle unseres Bewusstseins. Wenn es gerade nicht das Ego ist, ist es ohne jede Grenze.

    Erweisen wir der Göttlichkeit im Gegenüber keine Ehre als SOHN unseres VATERS, können wir unseren eigenen Weg ebenfalls nicht finden. Was wir verwehren und zu entziehen suchen, entziehen wir uns immer selbst. Die Ehre, in Würde einem jeden göttlichen Selbst zu begegnen, ist die Ehre, die dem geliebten und grenzenlosen SOHN vom VATER mit auf den Weg gegeben wurde, denn was der VATER gab, ist des SOHNES Erbe. Niemals entzieht die GÖTTLICHKEIT Freiheit oder Liebe aufgrund eines Irrtums in der Zeit. Aus Sicht der Ewigkeit wäre diese Fehlreaktion eine Bestätigung von Schwachsinn und damit würde uns die Ewigkeit begrenzen. Jeder Irrtum in der Zeit wird vor der Ewigkeit berichtigt werden; das Mittel zu diesem Zweck der Sühne ist die Vergebung. Ohne Vergebung würden wir weiterhin blind für die Göttlichkeit im Geist jeder Seele in einem Körper sein. Grenzenlosigkeit ist dauerhaft nur im Geist zu finden, auch wenn wir in Körpern zuweilen daran erinnert werden, heilige Geister zu sein. Die schöpferische Kraft und die Macht der Entscheidung unseres Geistes werden uns niemals von der Ewigkeit „abgesprochen“, indem ein Irrtum bestätigt würde.

    Auf vergangene Fehler nicht als heutige Sünden zu blicken, ist die erste Grenze, die es auf dem Weg zum Geistesfrieden zu überwinden gilt. Auf den veränderlichen Irrsinn nicht als unveränderliche Wahrheit zu blicken, die zweite Hürde. Hinter dem scheinbar veränderlichen Geist weiterhin den unveränderten Geist zu sehen, ist die einzig mögliche Art, uns nicht gegenseitig im Keller (der scheinbar in der Zeit veränderten Geistpartition) anzubinden. Im Keller des Gefängnisses aus Schuld und Tod kann das Wiedererkennen dessen, was schon in unserem Geist ist, nicht heraufdämmern. Mehr als die Einsicht, dass die vermeintliche Trennung von Gott niemals stattgefunden haben kann, ist dafür nicht notwendig. Das „Leben“ des Bewusstseins ist immer von GOTT und der Beweis für die Verbindung zu GOTT ist unser JETZT LEBENDIGES BEWUSSTSEIN. Wird das Energieerhaltungsgesetz auf den Geist angewendet, „verschleißt‘“ Geist nicht, noch weniger gibt es einen Grund für den Geist, anzunehmen, mit dem Ablegen eines Körpers würde der den Körper belebende Geist „enden“.

    Einfacher ist die sprachliche Einordnung der Bedeutung des Wortes „Geist“ im Englischen, dort stehen die Begriffe mind und spirit zur Verfügung. Geist und „Reiner Geist“, veränderlicher oder unveränderlicher Geist, alle Gradierungen drücken nur den Glauben an mögliche Veränderung aus. Eine Veränderung, die im geeinten Geist als unmöglich empfunden wird.

    Was die Begriffe GEIST und REINER GEIST im Kurs umfasst, sollte im „Original“ gesagt werden dürfen:

    „Der Begriff Geist (mind) wird benutzt, um die aktivierende Kraft des reinen Geistes (spirit) darzustellen, die dessen schöpferische Energie liefert. [….] Der reine Geist ist der GEDANKE GOTTES, den er wie SICH SELBST schuf. Der geeinte Geist ist der eine SOHN GOTTES oder CHRISTUS. (1)

    Jede Grenze macht die Wahrnehmung eines geeinten Geistes in diesem Moment unmöglich. So kann jede Grenze als eine Abwehr gegen die Wahrheit aufgefasst werden. In dieser Welt scheint der (unveränderliche) spirit in Fragmente des SOHNES gespalten zu sein, weil der (veränderliche) mind noch gespalten zu sein scheint. Daher scheint es, als seien Geister nicht verbunden und nur daher kann das Konzept eines individuellen Bewusstseins zeitweilig eine Bedeutung besitzen. So war die „Unterscheidung“ des reinen Geistes und des Egos im Prinzip eine Illusion, ein Symbol für unsere Vorstellung einer Trennung, die niemals wirklich war. Wir scheinen in Ketten gefangen zu sein, solange wir nicht den geeinten Geist als Wahlmöglichkeit und das Bewusstsein als Empfangsmechanismus betrachten.

    So sind die Übungszeiten vergleichbar mit dem Einstellen eines bestimmten Senders im Radio. Der Empfangsmechanismus Bewusstsein wird auf die Ewigkeit eingestellt und das Feintuning der jeweiligen Sendung übernimmt der HEILIGE GEIST, wenn wir IHN darum bitten und bereit für das Ablegen der Irrtümer geworden sind. Dann verschwinden auch die Grenzen, die wir der Grenzenlosigkeit grundlos auferlegten…

    Ein recht- oder wundergesinnter Geist ist offen und sieht keine Grenzen. Einsgesinntheit geht darüber hinaus und ist der CHRISTUS-GEIST, DESSEN WILLEN eins mit GOTTES WILLEN ist. Dann ist kein Konflikt mehr möglich oder erscheint nötig, vom inexistenten Zaun gebrochen zu werden. Das Üben ist insofern das Erlernen der Bedienelemente unseres Empfangsmechanismus Bewusstsein. Das ist die Freiheit unserer Wahl: die Gedanken als wahr wahrzunehmen, die wir weiterhin mit GOTT teilen. Ohne Abwehr fühlen sie sich einfach „richtig gut“ an. Die Gedanken, die noch Abwehr auslösen, anzuwenden, macht ihre Veränderung in der Rekapitulation möglich.

    Jede Abwehr gegen jeden der 295 Gedanken aufzugeben, die es abzüglich der 70 Wiederholungen in der Jahresübung wirklich sind, gelingt mir in der Rekapitulation und Verknüpfung mit dem jeweiligen Tagesgedanken. Die 14 Themen mit ihren jeweils 10 Gedanken dazu wurden auf den Seite 17 und 18 vorgestellt. Zur Wiederholung die Gedanken von 271 bis 280, die Einleitung dazu ist unter #452 zu finden:



    271. „CHRISTI ist die Schau, die ich heute verwenden will.
    272. Wie können Illusionen GOTTES SOHN befriedigen?
    273. Die Stille von GOTTES Frieden ist mein.
    274. Heute gehört der Liebe. Lass mich ohne Furcht sein.
    275. GOTTES heilende Stimme schützt heute alle Dinge.
    276. Das WORT GOTTES ist mir gegeben, auf dass ich es spreche.
    277. Lass mich DEINEN SOHN nicht durch Gesetze binden, die ich gemacht habe.
    278. Wenn ich gebunden bin, dann ist mein VATER auch nicht frei.
    279. Die Freiheit der Schöpfung verspricht mir meine eigene.
    280. Welche Grenzen kann ich dem SOHN GOTTES auferlegen?“ (2)





    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Handbuch für Lehrer Seite 76

    (2) Übungsbuch Seiten 432 - 437

  11. #461

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Die nächsten zehn Leitgedanken sind auf Seite 17 schon vorgestellt worden. Heute bin ich dabei, in Lektion 284 die Möglichkeit zu erkennen, alle verletzenden Gedanken zu verändern. Zum "NAMEN" GOTTES habe ich in 282 endlich die Antwort gefunden, die mir beim 20. Gesetz der Heilung noch fehlte. Sie folgt unten...



    Zitat Zitat von Michael Beitrag anzeigen
    7. Was ist der Heilige Geist?

    Wenn wir die nächsten 10 Gedanken als „wahr“ wahrnehmen könnten, wäre die Bedeutung des Heiligen Geistes „verstanden“. Aber ich bin weit davon entfernt, zu sagen, ich „wüsste“, was der HEILIGE GEIST wirklich ist. Verstehen „lernen“ zu wollen schließt das bisherige Erkennen definitiv aus.

    Kann ich wirklich konstant von mir sagen, die folgenden Gedanken für wahr zu halten?

    281: „Ich kann durch nichts verletzt werden als durch meine Gedanken?
    282: Ich will mich vor der Liebe heute nicht fürchten.
    283. Meine wahre IDENTITÄT weilt in DIR.
    284. Ich kann beschließen, alle verletzenden Gedanken zu verändern.
    285. Meine Heiligkeit leuchtet heute hell und klar.
    286. Mein Herz wird von des Himmels Stille heut umfangen.
    287. DU bist mein Ziel, mein VATER, du allein.
    288. Lass mich heute meines Bruders Vergangenheit vergessen.
    289. Die Vergangenheit ist vorbei. Sie kann mich nicht berühren.
    290. Mein gegenwärtiges Glück ist alles, was ich sehe“. (1)

    Wenn nicht, denke ich in diesem Moment nicht mit dem HEILIGEN GEIST. Würde ich es, müsste ich den abstrakten Kern der Wahrheit darin schließlich erkennen. In einem bisherigen Nichterkennen jedoch die Unmöglichkeit des Erkennens sehen zu WOLLEN, ist, was uns das Ego-Denksystem anhand all der Schuld und Sünden aus der Vergangenheit einzutrichtern sucht. Doch nach dem Grundgesetz der Wahrnehmung sehen wir, was wir im Sinn hatten…

    (Kap.25:IV) „Das grundlegende Gesetz der Wahrnehmung“
    https://www.youtube.com/watch?v=FZ-v...CzPxZ&index=83

    Endlich beim „Grundgesetz der Wahrnehmung“ angekommen, einem Kapitel, das in der Greuthof-Version später in „Wahrnehmung und die Wahl“ umbenannt wurde. Wie im Hörbuch gesagt wird, beruht Wahrnehmung auf Wählen, Erkennen jedoch nicht. Die Erkenntnis, diese Wahrnehmung gewählt haben zu müssen, lässt eine zweite Wahl möglich erschienen; die Wahl, mit den Augen CHRISTI auf die Welt zu schauen, mit den Augen von Jesus, der ein Mensch war und durch die Identifizierung mit dem CHRISTUS zum SOHN wurde. Was tut der Vater, wenn sein Sohn sich nicht als sein Sohn erkennt?

    „Es gibt einen anderen MACHER dieser Welt, den gleichzeitigen BERICHTIGER des verrückten Glaubens, dass irgendetwas begründet und aufrechterhalten werden könnte ohne irgendein Bindeglied, dass es noch innerhalb der Gesetze GOTTES hielte, nicht so, wie es das Gesetz selbst des Universums, wie es GOTT erschuf, aufrechterhält, sondern in einer Form, die dem Bedürfnis angepasst ist, das GOTTES SOHN zu haben glaubt. Ein Irrtum, der berichtigt ist, ist des Irrtums Ende. Und so hat GOTT noch immer SEINEN SOHN geschützt, sogar im Irrtum“. (2) (und ab 3:30 im Hörbuch)

    Was über den Heiligen Geist in der Begriffsbestimmung gesagt wird, (siehe Inhalt der B. weiter oben als Hörbuch) kann nun durch das ergänzt werden, was im Übungsbuch als Hauptthema zu den Lektionen 281 bis 290 steht. Mir wurde klar, erst einmal das vorzustellen, worauf das Ergebnis des „Glücksspiels mit dem Dämon“ oder die Wahl, sich der Wahrnehmung des Heiligen Geistes als Übersetzer, Berichtiger, Heiler und Vermittler anzuschließen, indem Sinn und Zweck des Inhaltes geteilt und mitgeteilt werden. Daher:

    1. „Der HEILIGE GEIST vermittelt zwischen Illusionen und der Wahrheit. Da ER den Graben zwischen Wirklichkeit und Träumen überbrücken muss, führt Wahrnehmung zur Erkenntnis durch die Gnade, die GOTT IHM gab, auf dass sie SEINE Gabe sei für einen jeden, der sich um Wahrheit an IHN wendet. Über die Brücke, die ER bereitstellt, werden alle Träume zur Wahrheit getragen, um vor dem Lichte der Erkenntnis aufgelöst zu werden. Dort werden Anblicke und Geräusche für immer weggelegt. Und wo sie zuvor wahrgenommen wurden, hat die Vergebung das stille Ende der Wahrnehmungen möglich gemacht.

    2. Das Ziel, das des HEILIGEN GEISTES Lehre setzt, ist ebendieses Ende der Träume. Denn Anblicke und Geräusche müssen von den Zeugnissen der Angst in diejenigen der Liebe übersetzt werden. Wenn dieses ganz und gar vollbracht ist, dann hat das Lernen das einzige Ziel erreicht, das es in Wahrheit hat. Denn Lernen wird – so wie der HEILIGE GEIST es zu dem Ergebnis führt, das ER dafür wahrnimmt – zu jenem Mittel, das über sich selbst hinausgeht, um von der ewigen Wahrheit ersetzt zu werden.

    3. Wenn du nur wüsstest, wie sehr deine VATER sich danach sehnt, dass du deine Sündenlosigkeit wahrnehmen mögest, würdest du SEINE STIMME nicht vergeblich rufen lassen noch dich abwenden von SEINEM Ersatz für die Furcht erregenden Bilder und Träume, die du gemacht hast. Der HEILIGE GEIST versteht die Mittel, die du gemacht hast und durch die du das erreichen möchtest, was ewig unerreichbar ist. Wenn du sie IHM anbietest, wird ER die Mittel, die du für die Verbannung machtest, dazu verwenden, deinen Geist dem zurückzuerstatten, wo er wahrhaft zu Hause ist.

    4. Von der Erkenntnis, wohin ER von GOTT gestellt ward, ruft der HEILIGE GEIST dir zu, Vergebung über deinen Träumen ruhen und dich der geistigen Gesundheit und dem Geistesfrieden zurückerstatten zu lassen. Ohne Vergebung werden deine Träume bleiben, um dich in Angst und Schrecken zu versetzen. Und die Erinnerung an all die LIEBE deines VATERS wird nicht zurückkehren, um dir zu bekunden, dass der Träume Ende gekommen ist.

    5. Nimm die Gabe deines VATERS an. Sie ist ein Ruf von der LIEBE zur LIEBE, dass sie nur SIE SELBST sei. Der HEILIGE GEIST ist SEINE Gabe, durch die des HIMMELS Stille dem geliebten SOHN GOTTES zurückerstattet wird. Möchtest du dich denn weigern, die Funktion, GOTT zu vervollständigen, zu übernehmen, wenn alles, was ER will, ist, dass du vollständig seist“? (3)

    So verweise ich noch einmal auf das, was in der Begriffsbestimmung des Handbuches und dem oben angegebenen Hörbuch gesagt wird:

    „Der HEILIGE GEIST wird als die verbleibende Kommunikationsverbindung zwischen GOTT und SEINEN getrennten SÖHNEN beschrieben. […] Der HEILIGE GEIST weilt in jenem Teil deines Geistes, der Teil des CHRISTUS-GEISTES ist. ER stellt dein SELBST und deinen SCHÖPFER dar, die eins sind. ER spricht für GOTT und für dich, da ER verbunden ist mit BEIDEN. (4)

    „Trefft also eure Wahl“, so heißt es im Hörbuch. In der Greuthof-Version wird es so gesagt:

    „Triff also deine Wahl. Begreife aber, dass mit dieser Wahl der Zweck der Welt, die du siehst, gewählt und gerechtfertigt wird“. (5)

    Noch einmal das „Grundgesetz der Wahrnehmung“:

    „Du siehst das, wovon du glaubst, es sei da und du glaubst, es sei da, weil du es so haben willst“. (6)

    Ob wir den „Dämon“ aus dem Ordner über den freien Willen daher „sehen“, weil wir ihn zu sehen gewählt haben? Ich meine, wir könnten ja nix „sehen“, von dem wir nicht annehmen, es sei da und es sei wirklich. Aber ist der Dämon wirklich? Gibt es Lektionen, von denen GOTT möchte, dass wir sie nicht lernen? Das wäre nur denkbar, wenn wir GOTT mit einem Dämon verwechseln…

    Ansonsten gibt es Erfahrungen, die ich offensichtlich gewählt haben muss, auch wenn ich manche davon noch nicht wirklich mag. Aber ich mag es, die Wahl zu haben, auf welche Stimme in mir ich mein Bewusstsein ausrichte. Das ist ein neuroplastischer Prozess, der über ein Jahr und länger benötigen kann und der konstante Wachsamkeit darüber verlangt, die Macht der Entscheidung wahrzunehmen, die uns in diesen Gedanken angeboten wird. Da sich dies immer noch auf den Ordner über den freien Willen bezieht, heute einmal zwei Beiträge der Vorausschau auf das Ende aller Träume…

    Bis der freie Wille gänzlich im Sinne des Kurses klargesprochen wurde, stehen noch einige Buchseiten aus (noch genau 144). Daher ist alles, was bis hierhin gesagt wurde, als vorläufiger und veränderlicher "Unwissensstand" zu betrachten, der nicht mit der Erkenntnis gleichzusetzen ist. Was kann unser Wille sein, wenn GOTTES WILLE für SEINE KINDER vollkommenes GLÜCK ohne Unterbrechung und Mangel darstellt? Warum sehen wir einen Dämon, wo im ganzen Universum einzig die Liebe GOTTES den Rahmen der Heiligkeit bildet, in den wir alle „eingewoben“ sind? Weil einzig GOTT WIRKLICHKEIT erschafft, das Ego MACHT ILLUSIONEN. Einzig der Übersetzer der Träume in die Wirklichkeit kann die „Instanzen, Codes und Ebenen“ des Irrtums „geraderücken“. Bis ein Irrtum als Irrtum erkannt werden kann, erschien mir nämlich jeder bisherige Irrtum recht plausibel. Ist dämlich, ich weiß. Geht jedoch jedem mit jedem Irrtum so, daher nur ein Fehler, keine Sünde.


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 439 - 443
    (2) Textbuch Seite 526
    (3) Übungsbuch Seiten 438
    (4) Handbuch für Lehrer Seite 86
    (5) Textbuch Seite 528
    (6) Textbuch Seite 525

    "VATER, DEIN NAME ist LIEBE und der meine ebenso. Das ist die Wahrheit. Kann denn die Wahrheit dadurch verändert werden, dass ihr einfach ein anderer Name gegeben wird? Der Name Angst ist lediglich ein Fehler. Lass mich heute nicht die Wahrheit fürchten". (7)

    Den Namen hab ich offensichtlich zweimal erfolgreich aus meinem Bewusstsein verdrängt. Aller guten Dinge sind dann wohl derer drei... Ich stelle mir Fragen, deren Antwort ich schon zweimal gelesen habe; so funktioniert selektive Wahrnehmung und der Zensor des Egos...

    (7) Übungsbuch Seite 439

  12. #462
    saulchen
    Laufkundschaft

    ?

    "Saul hat Recht: Der Kurs ist der Kurs." - also das habe ich nicht behauptet.
    "Was Saul berechtigt einwendet, ist, dass das erste Lehrjahr sich einzig am Textbuch, den Lektionen und dem Heiligen Geist orientieren sollte." - das habe ich auch nicht eingewandt. Ich fragte mich lediglich, was hier deine eigenleistung ist und was zitiert. das bezieht sich dann auch gleich auf den nächsten satz, den ich von dir zitiert habe.
    "Was Deine Buchpersektive ist, wäre für mich zu wissen nötig, diese Frage einschätzen zu können... Kennst Du es nicht, ist die Frage wohl eher hypothetisch". Ich kenne das Buch nicht.
    Ich schlage mal vor, das Thema in die 'Buchbesprechungen' zu verschieben (aerolith).

  13. #463

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Als Antwort habe ich heute mal nur den Leitgedanken zitiert. Ich sag hier doch nur, dass es Gedanken gibt, die lohnenswert zu denken sind. Nicht mehr und keinen Deut weniger...


    Lektion 285 „Meine Heiligkeit leuchtet heute hell und klar“ (1)

    Ein wirklich schöner Übungsgedanke. Nachdem ich ihn in meiner Übung 361 Mal zusammen mit allen anderen Leitgedanken gedacht habe, bin ich für heute bestens imprägniert mit Heiligkeit. Das ist nicht absurd, es ist einfach, was wir sind.

    Der Name GOTTES ist Liebe und Liebe ist der Name GOTTES. Dann ist der Name der Liebe GOTT. Im veränderlichen Geistmodus sehen wir das jedoch leider noch anders. Gut, es ist einzig meine Entscheidung, auf diese Art meine Gedankendisziplin zu trainieren. Es macht bei unbegrenzten Gedanken wie dem heutigen einfach Freude, sie mit allen anderen Gedanken als Inventar zu verbinden. Es sind die Gedanken, die uns von unserem älteren Bruder zum Überdenken an die Hand gegeben wurden und daher wirken sie aus sich selbst heraus. Wäre die Liebe, als Name GOTTES schon wieder unser alleiniges geistiges Inventar, dann hätten wir auch unseren Namen erkannt.

    Die Klarheit, die in dem heutigen Gedanken liegt, ist unbegrenzte Freiheit und nichts anderes als die Liebe ist wirkliche Freiheit für unseren Geist. Freiheit ist einzig im Geist zu finden, alles andere würde uns unnötig binden. Doch auch die Freiheit des Körpers ist in der Heiligkeit zu finden, dem damit ein anderer Zweck gegeben wird. Kein Symbol mehr für die Verletzlichkeit unserer unveränderlichen Heiligkeit, strahlt er ebenso hell und klar wie das Licht in unserem Geist. An sich ist der Körper ein ganz und gar neutrales „Ding“, er kann als Symbol für das Leid ebenso wie als ein sichtbares Zeichen von klarer Heiligkeit verwendet werden. Es ist die Klarheit dieser Heiligkeit, die die Macht besitzt, alle verletzenden Gedanken zu verändern. Wie lieblich wäre diese Welt ohne Gedanken, die ausgesandt wurden, um zu verletzen. Wie heilig wäre jeder Moment, wenn wir alle verletzenden Gedanken in das verändert hätten, was sie eigentlich zum Ausdruck bringen wollten: Den Wunsch, den wirklichen NAMEN GOTTES als den unseren zu erkennen.

    Wie könnten die Kinder der Liebe nicht Liebe sein wollen? All-ER-Dings versuchen wir die meisten Formen von Bedürfniskommunikationen gerade nicht aus einem inneren Gefühl der Heiligkeit heraus, sondern aus dem Antrieb, etwas zu bekommen, was wir jetzt nicht in uns fühlen und somit nicht besitzen. Die unverbrüchliche Heiligkeit als Bindeglied zwischen der Schöpfung ist jedoch immer und überall im All, einzig jedwede „Andersdefinition“ beraubt uns der Wahrnehmung der selbigen. Wer jedoch einem jedwedem Gegenüber diese Heiligkeit abspricht, kann sie in sich selbst in diesem Moment nicht annehmen. Mit einem Gefühl von Heiligkeit durch diese Welt zu wandeln ist etwas ganz anderes, als wenn, wie sonst so oft, der Schwanz schon mit dem Hunde wedelt.

    Was meint, das Ego mit dem Körper, wobei jedoch die Seele nicht gesehen und daher der Geist keine Verbindung aufnimmt. Heiligkeit ist eine geteilte Eigenschaft, da sie unser wirkliches Wesen ist, das aus dem Namen der Liebe entspringt, der sozusagen unser Familienname ist. Die Heiligkeit fällt nicht weit entfernt von der Liebe vom Stamm und gibt uns die Klarheit, die Dinge so anzunehmen, wie sie wirklich sind:

    Ein Ausdruck von Liebe ohne Gegenteil, das ist, was in jeder Seele wirklich wirksam ist. Alles andere ist Illusion, einfach Schall und Rauch in einem Traum von scheinbarer Veränderung. Innere Heiligkeit als möglich anzunehmen, macht es möglich, sie anzunehmen. Sie ist eine Grundeigenschaft des Geistes und das, was daraus entspringt, kann nur liebevoll sein. Wie ein kleiner Magnet in der Gegenwart eines größeren Magnetfeldes seine Polung verändert und anpasst, verändert die Menschheit gegenwärtig ihren „inneren Kompass“, die Ausrichtung. Ist die Heiligkeit wieder als Nordpol und damit OBEN erkannt, finden sich die anderen Richtungen ebenso folgerichtig.

    Wir spielten, scheinbare Meister in Unheiligkeit zu sein, doch ist dies niemals unser wahres Wesen und es ist kein wirklich schönes Spiel. Es beginnt bei nicht liebevollen Gedanken und dehnt sich, als Wunsch zu verletzen, im alltäglichen Dramen aus. Heiligkeit beginnt mit heilsamen Gedanken, die im Laufe der Zeit an innerer Wirklichkeit und damit Wirksamkeit gewinnen. Gedanken wie den heutigen als wahr wahrzunehmen, ist das Ziel des Lehrens des Heiligen Geistes. Was bliebe für die im Namen der LIEBE Geborenen zu tun, als zu sein, was sie sind?

    Heilig, ganz und geheilt sind wir, deren ewiger Name die Liebe ist. Der ganze Rest ergibt sich ganz einfach daraus. Sich der Heiligkeit zu ergeben, ist unser kleiner Teil in der Wiederherstellung allumfassender geistiger Gesundheit. Wie Heiligkeit kann Heilung nicht begrenzt sein. Wer derer, die im Namen der Liebe geboren wurden, verdient etwas anderes als sein volles Erbe an Wesenszügen der Heiligkeit? Sie erkennen zu wollen, ist die Entscheidung, die wir treffen könnten, so wir dieses wirklich wollten.


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Übungsbuch Seite 441

  14. #464

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Zitat Zitat von Michael Beitrag anzeigen
    8. Was ist die wirkliche Welt?

    1. „Die wirkliche Welt ist ein Symbol, wie alles Übrige, was die Wahrnehmung anbietet. Doch steht sie für das, wes dem entgegengesetzt ist, was du gemacht hast. Diese Welt wird durch die Augen der Angst gesehen und bringt deinem Geist die Zeugnisse des Schreckens. Die wirkliche Welt kann nicht wahrgenommen werden, außer mit Augen, die die Vergebung segnet, sodass sie eine Welt erblicken, wo Angst und Schrecken unmöglich sind und keine Zeugnisse der Angst gefunden werden können.

    2. Die Wirkliche Welt birgt ein Gegenstück für jeden unglücklichen Gedanken, der in deiner Welt gespiegelt wird, eine sichere Berichtigung für die Anblicke der Angst und das Schlachtgetöse, die deine Welt enthält. Die wirkliche Welt zeigt eine Welt, die anders gesehen wird, mit ruhigen Augen und mit einem Geist, der in Frieden ist. Dort ist nichts als Ruhe. Keine Schreie des Schmerzes und des Kummers sind zu hören, denn dort bleibt nichts außerhalb der Vergebung. Und die Anblicke sind sanft. Nur glückliche Anblicke und Geräusche können den Geist erreichen, der sich selbst vergeben hat.

    3. Wozu braucht solch ein Geist des Todes, des Angriffs und des Mordes? Was kann er anderes um sich herum wahrnehmen als Sicherheit, Liebe und Freude? Was gibt es da, wovon er wollte, dass es verurteilt sei, und was gibt es da, wogegen er ein Urteil fällen möchte? Die Welt, die er sieht, ersteht aus einem Geist, der mit sich selbst in Frieden ist. Keine Gefahr lauert in irgendetwas, was er sieht, denn er ist gütig, und nur auf das Gute schaut er.

    4. Die wirkliche Welt ist das Symbol dafür, dass der Traum von Sünde und von Schuld vorbei ist und dass GOTTES SOHN nicht länger schläft. Seine erwachenden Augen nehmen die deutliche Widerspiegelung von seines VATERS LIEBE wahr, das sichere Versprechen, dass er erlöst ist. Die wirkliche Welt bedeutet das Ende der Zeit, denn ihre Wahrnehmung macht die Zeit zwecklos.

    5. Der Heilige Geist braucht die Zeit nicht mehr, wenn sie SEINEM Zweck gedient hat. Jetzt wartet ER nur noch jenen einen Augenblick, da GOTT SEINEN letzten Schritt tut, dann ist die Zeit verschwunden und hat die Wahrnehmung im Gehen mitgenommen und nichts zurückgelassen als die Wahrheit, damit sie sie selbst sei. Jener Augenblick ist unser Ziel, denn er enthält die Erinnerung an GOTT. Und während wir auf eine Welt schauen, der vergeben ist, ist ER es, DER uns ruft und kommt, um uns heimzuholen, indem ER uns an unsere IDENTITÄT erinnert, die unsere Vergebung uns zurückerstattet hat“. (1)

    Die zehn Leitgedanken der Lektionen zum Thema „wirkliche Welt“ lauten wie folgt:

    291. „Dies ist ein Tag der Stille und des Friedens.
    292. Ein glücklicher Ausgang aller Dinge ist gewiss.
    293. Alle Angst ist vergangen, und nur die Liebe ist da.
    294. Mein Körper ist ein ganz und gar neutrales Ding.
    295. Der Heilige Geist schaut heute durch mich.
    296. Der Heilige Geist spricht heute durch mich.
    297. Vergebung ist die einzige Gabe, die ich gebe.
    298. Ich liebe DICH, VATER, und ich liebe DEINEN SOHN.
    299. Ewige Heiligkeit weilt in mir.
    300. Nur einen Augenblick lang dauert diese Welt“. (2)

    (Kap.25:V) „Die Einswerdung von Geistern“:
    https://www.youtube.com/watch?v=Yigf...H0l1sbdktCzPxZ

    Bei 1:53 wird noch einmal auf das „Grundgesetz der Wahrnehmung“ eingegangen, hier (in der daher wirklichen Welt) wird es jedoch mit Freude statt mit Angst verknüpft:

    „Du wirst dich freuen über das, was du siehst, weil du es siehst, um dich zu freuen“. (3)

    Schöpfung ist der Mehrung von Freude gewidmet und lässt die wirkliche Welt erstehen, die die Absicht besitzt, liebende Gerechtigkeit zu sein. Was in jedem von uns „schlummert“ wird in diesen drei Sätzen deutlicher:

    „Aus dir kann eine Welt erstehen, auf die zu schauen sie frohlocken werden und wo sie frohen Herzens sind. In dir ist eine Schau, die sich zu ihnen allen ausdehnt und sie mit Sanftmut und mit Licht bedeckt. Und in dieser sich ausweitenden Welt des Lichts wird die Dunkelheit weggeschoben, von der sie dachten, sie sei da, bis sie nur noch ferne Schatten ist, weit weg und nicht mehr lange in Erinnerung“. (4) (3:26)

    Bisher galt halt: Du wirst dich nicht freuen über das, was du siehst, weil du es siehst, um dich NICHT zu freuen.

    Dass jedes Gesetz in beiden Ausformungen gilt, scheint jedoch nur in der „unwirklichen Welt“ wirklich zu sein. In der wirklichen Welt macht Angriff keinen Sinn, denn wer würde einen geeinten Geist angreifen wollen, als dessen Teil man sich begreift? Wenn Sünden als Irrtümer aufgefasst werden können, die nach Berichtigung statt nach Strafe rufen, kann liebende Gerechtigkeit sich ausbreiten.

    „Unsere“ bisherige „Strategie“, die Schuld - am Verlust der Kommunikation mit der Schöpfung als Ganzem – im Außen zu suchen, ist gescheitert. Was die individuelle Kommunikation mit dem geeinten Geist bereitstellt, kann vom Heiligen Geist dazu verwendet werden, jeden unglückseligen Gedanken (kollektiv) in sein Gegenstück umzuwandeln. Wir wollten uns doch bisher gar nicht darüber freuen, was wir „sehen

    Liebende Gerechtigkeit wäre es, die Ursachen der Irrtümer berichtigt zu sehen.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 444
    (2) Übungsbuch Seiten 445 - 449
    (3) Textbuch Seite 527
    (4) Textbuch Seite 528
    Dass diese Welt, wie eingangs erwähnt, mit den Augen der Angst gesehen wurde, ist wohl kaum zu leugnen. Eine andere Wahl bieten die Gedanken von 291 bis 300. Auch in 300 findet sich ein "gedehnter Blick" auf die Dinge in der Zeit und 299 ist ein ewiger Favorit....

    Das Ganze dauert echt keine Ewigkeit, nur einen Augenblick lang dauerte es, den eigentlichen Irrtum kausal zu berichtigen. Das zu erkennen, kann jedoch scheinbar endlos dauern. Naja, ich sag ja nix mehr, aber die Übungen zum Ende eines Lehrjahres machen schon Spaß.

  15. #465

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Zitat Zitat von Michael Beitrag anzeigen
    9. Was ist CHRISTI WIEDERKUNFT?

    1. „Die WIEDERKUNFT CHRISTI, die so sicher ist wie GOTT, ist nur die Berichtigung von Fehlern und die Wiederkehr der geistigen Gesundheit. Sie ist ein Teil des Zustands, der das zurückerstattet, was nie verloren war, und wiedereinsetzt, was immer und ewig wahr ist. Sie ist die Einladung an das WORT GOTTES, den Platz der Illusionen einzunehmen, und die Bereitwilligkeit, die Vergebung ausnahmslos und ohne Vorbehalte auf allen Dingen ruhen zu lassen.

    2. Es ist die alles umschließende Natur von CHRISTI Wiederkunft, die es ihr erlaubt, die Welt zu umfangen und dich sicher zu bergen in ihrer sanften Ankunft, die alle Lebewesen mit dir umfasst. Die Befreiung, die CHRISTI WIEDERKUNFT bringt, hat kein Ende, da GOTTES Schöpfung grenzenlos sein muss. Die Vergebung leuchtet CHRISTI WIEDERKUNFT den Weg, weil sie auf alles als eins leuchtet. Und so wird das Einssein endlich wiedererkannt.

    3. CHRISTI WIEDERKUNFT beendet die Lektionen, die der HEILIGE GEIST lehrt und macht dem JÜNGSTEN GERICHT Platz, in dem das Lernen in einer letzten Zusammenfassung endet, die sich über sich selbst hinaus ausdehnen wird und zu GOTT hinaufreicht. Die WIEDERKUNFT CHRISTI ist die Zeit, in der ein jeder Geist den Händen CHRISTI übergeben wird, um dem reinen Geist zurückgegeben zu werden, im Namen der wahren Schöpfung und des WILLENS GOTTES.

    4. CHRISTI WIEDERKUNFT ist das eine Ereignis innerhalb der Zeit, das die Zeit selbst nicht beeinflussen kann. Denn jeder, der je herkam, um zu sterben, oder noch kommen wird oder jetzt gegenwärtig ist, wird gleichermaßen befreit von dem, was er gemacht hat. In dieser Gleichheit wird CHRISTUS als eine einzige IDENTITÄT wiederhergestellt, in der die SÖHNE GOTTES anerkennen, dass sie alle eins sind. Und GOTT der VATER lächelt auf SEINEN SOHN, auf SEINE eine Schöpfung und SEINE einzige Freude.

    5. Bete darum, dass die WIEDERKUNFT bald sein möge, doch lass es darauf nicht beruhen. Sie bedarf deiner Augen und Ohren, Hände und Füße. Sie bedarf deiner Stimme. Am meisten aber bedarf sie deiner Bereitwilligkeit. Lass uns frohlocken, dass wir GOTTES WILLEN tun und uns in dessen heiligem Licht vereinen können. Siehe, der SOHN GOTTES ist eins, und wir können die LIEBE unseres VATERS durch IHN erreichen“. (1)

    301. "Und GOTT selbst wird alle Tränen abwischen.
    302. Wo Dunkelheit war, schaue ich auf das Licht.
    303. Heute ist der heilige CHRISTUS in mir geboren.
    304. Lass meine Welt nicht CHRISTI Sicht verschleiern.
    305. Es gibt einen Frieden, den CHRISTUS uns verleiht.
    306. Die Gabe CHRISTI ist alles, was ich heute suche.
    307. Widerstreitende Wünsche können nicht mein Wille sein.
    308. Dieser Augenblick ist die einzige Zeit, die es gibt.
    309. Ich will mich nicht fürchten, heute nach innen zu schauen.
    310. In Furchtlosigkeit und Liebe verbringe ich den heutigen Tag". (2)


    (Kap.25:VI) „Der Zustand der Sündenlosigkeit“:
    https://www.youtube.com/watch?v=TUql...H0l1sbdktCzPxZ

    „Der Zustand der Sündenlosigkeit ist einfach der: Das ganze Verlangen, anzugreifen, ist vorbei, und somit gibt es keinen Grund, den SOHN GOTTES anders wahrzunehmen, als er ist. Die Schuld wird nicht mehr gebraucht, weil sie keinen Zweck hat und ohne das Ziel der Sünde bedeutungslos ist. Angriff und Sünde sind als eine Illusion miteinander verknüpft, und jedes ist des anderen Ursache und Ziel und die Rechtfertigung des anderen. Ein jedes ist für sich bedeutungslos, scheint aber eine Bedeutung vom anderen zu beziehen“. (3)

    Einen Satz über die Entstehung des Todes möchte ich hierzu noch einmal hervorheben:
    „Verurteilst du ihn, dann schenkt er dir den Tod“. (4)

    „Der SOHN GOTTES bittet dich nur um dies: dass du ihm wiedergibst, was ihm gebührt, damit du mit ihm daran teilhaben mögest. Allein hat es keiner von euch beiden“. (5)

    Vergebung ist die einzige Gabe, die liebende Gerechtigkeit ermöglicht und das bereitstellt, was wir im Angriff zurückzuerobern suchen: unsere ewige Heiligkeit und Unschuld vor GOTT. Wenn diese Heiligkeit in allen scheinbaren Fragmenten des Geistes GOTTES wiederhergestellt ist, dann kann von CHRISTI WIEDERKUNFT gesprochen werden.

    Gott ist unser VATER und WIR sind SEIN SOHN. Jedoch nur gemeinsam, nicht getrennt und einsam. Wenn diese Einsicht gefürchtet wird, dann nur vom Ego. Von unserem wahren Selbst kann die Wiederkehr der SELBST-Erkenntnis eindeutig nur begrüßt werden.


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 450
    (2) Übungsbuch Seiten 451 - 455
    (3) Textbuch Seite 529
    (4) Textbuch Seite 530
    (5) Ebd.
    Diese zehn Leitgedanken wirken einfach, wenn sie gedacht werden. Heute bin ich bei 305 angelangt und kann die Wahrheit des Gedankens nur bezeugen. Es gäbe derzeit an sich ausreichend Gründe für Unfrieden, doch es gibt eben auch einen Frieden, den CHRISTUS uns verleiht. Sonst wäre es kaum möglich, die geistige Gesundheit wiederherzustellen, die auf Verurteilung und damit den Tod freiwillig verzichtet, indem SELBST-Erkenntnis freudig begrüßt wird....

  16. #466

    AW: Ein Kurs in Wundern

    308. Dieser Augenblick ist die einzige Zeit, die es gibt. (1)

    Als Erfahrung ist diese Übung anfangs nicht leicht anzunehmen. Zeit erscheint uns als Mittel, Kontrolle, Planbarkeit und Struktur in das Leben zu bringen und nun soll "geglaubt" werden, sie sei immer einzig im Augenblick vorhanden? Zeit ist sowohl linear wahrzunehmen, als ihr auch eine Möglichkeit innewohnt, ohne Vergangenheit oder Zukunft und einfach ein einfacher Segen zu sein.

    Bisher habe ich es vergegenwärtigte Gegenwärtigkeit genannt, was nur ein anderes Wort für Transparenz darstellt, für die Durchsichtigkeit unseres Geistes für den Geist. Was mir der heutige Leitgedanke in der "Verbindungsübung" mit den anderen 365 Gedanken "brachte", darauf wäre ich "von allein" niemals gekommen. Daneben bin ich mir recht sicher, dass diese Gedankenverbindung "so" bisher kaum wirklich jemals gedacht wurde und manche Gedanken in dieser Kombination mit einer solchen Unwahrscheinlichkeit Zugang in mein Bewusstsein gefunden hätten, dass ich echt recht dankbar für diese Anleitung zum Erlangen von Kohärenz geworden bin.

    Ach ja, die letzten fünf Gedanken übe ich jetzt am liebsten. Darin wird Gott dieser heiliger Augenblick gegeben, was durchaus für alle Zeit ausreicht, bedenken wir, dass dieser Augenblick dann die einzige Zeit wäre, die es (als Fußabdruck dieser Zeit in der Ewigkeit) gibt. Jedoch wird in der Ewigkeit kaum jemals mehr irgendwer, irgendwann, den Nutzen von Vergebung in einem Traum erfahren wollen, wir werden diesen ganz sicher gut verankert haben. Und da ich wohl insgesamt immer noch massive und elementare "Wortschulden" beim eigentlichen Autor dieses Buches habe, fällt ein weiteres Zitat zum Verständnis der Zeit kaum noch ins Gewicht:

    "Wenn ich beschließe, über die Zeit hinaus die Zeitlosigkeit zu erreichen, muss ich meine Wahrnehmung dessen, wozu die Zeit dient, ändern. Der Zweck der Zeit kann nicht der sein, Vergangenheit und Zukunft als eins zu erhalten. Das einzige Intervall, in dem ich von der Zeit erlöst sein kann, ist jetzt. Denn in diesem Augenblick kommt die Vergebung, um mich zu befreien. CHRISTI Geburt ist jetzt, ohne eine Vergangenheit oder Zukunft. ER ist gekommen, um der Welt SEINEN gegenwärtigen Segen zu geben und sie der Zeitlosigkeit und Liebe zurückzuerstatten. Und die Liebe ist allgegenwärtig, hier und jetzt". (2)

    Sind wir all-so gerade mal nicht widerwärtig, sind wir all-gegenwärtig. Wenn jetzt der einzige Augenblick in der Zeit ist, die es gibt, dann ist alles jetzt. Das ist die nichtlineare Perspektive der Ewigkeit auf die Dinge in der Zeit. Zeit ist aus der Perspektive innerhalb der Zeit eine "Mangelware" und Zeitlosigkeit in einem Moment annähernd unvorstellbar. Doch durch die Anwesenheit einer zeitlos segnenden Präsenz wird die Allgegenwärtigkeit der Liebe im Hier und Jetzt zugänglich. Ohne diese helfende Hand wäre der Weg sehr weit, wird im Kurs gesagt. Der über sich selbst nur sagt, einer von vielen möglichen Wegen zu sein. Nur daher wollte ich ihn glaube ich heute, eigentlich überhaupt in aller Ruhe durchdenken und den Inhalt überprüfen.

    Doch prüfe sorgsam, bevor Du an die Zeit Dich bindest. Zeitlosigkeit können wir in einer Mangelvorstellung von Zeit nicht finden und ein liebevoller Gott, der unser Leben gibt und es wieder nimmt, wäre darin auch kaum plausibel zu begründen und daher zu bezeugen. Was Liebe gibt, wird Liebe niemals fordern. Sie gibt, weil das Geben ihr wahres Wesen ist. Liebe, die in der einen Zeit gegeben, in einem anderen Augenblick zurückgezogen wird, wäre schon selektiver Hass. Und Leben, das gegeben und genommen wird, wäre ein Zerrbild dessen, was Leben wirklich ist. Leben ist immer alles, was jetzt ist. Haben wir ja übersprungen, doch an dieser Stelle hätte der Gedanke 167 gut gepasst: Es gibt ein Leben und das teile ich mit GOTT.

    Es reicht hingegen, einen einzigen Augenblick als die einzige Zeit wahrzunehmen, die es jemals gibt, um das eine Leben, das wir mit GOTT teilen, als eine zeitlose Gabe zu erkennen, die das Erbe der Ewigkeit in uns ist. Ein Augenblick, der die einzige Zeit ist, die es in diesem Augenblick gibt, kann das eine Leben, dass wir in diesem Moment mit Gott teilen, ganz umfassen.

    Dann wird Ewigkeit und Freiheit keinen Unterschied mehr darstellen. Ewigkeit ist immer völlige Freiheit und Freiheit bleibt für immer unsere Ewigkeit. Offensichtlich ist die Wahrnehmung des Zweckes der Zeit ein Schlüssel zu ihrem Verständnis und damit ein Hinweis auf einen angemessenen Umgang damit. Wird der Zweck der Zeit im Verlernen dessen gesehen, was die Sicht auf die Ewigkeit behindert, bekommt Zeit ihren Sinn und Vergangenheit einen heilsamen Nutzen. Die vergegenwärtigte Gegenwärtigkeit des Segens unseres älteren Bruders ist ein Mittel zur Erlangung konsistenter und konsequenter Kohärenz. Mit einem älteren Bruder als einem Freund an unserer kleinen Hand durch die Welt zu gehen, ist die Gegenwärtigkeit, die jede Widerwärtigkeit in einem Moment wegleuchten kann. So wir dieses wirklich wünschen, was nicht immer schon wirklich erkannt wurde. Ohne unsere Offenheit für diese Gegenwärtigkeit kann Transparenz die Unwirklichkeit von Vergangenheit und Zukunft in uns kaum beleuchten.

    Mit diesem Leitgedanken kann die Zeit als Konzept neu überdacht werden. Die einzige Zeit, in der ich einen Intervall darin mit GOTT, dem CHRISTUS und dem einen Leben verbringen kann, ist immer nur im Jetzt zu finden. Möglich wird diese Form von Kommunikation durch den Heiligen Geist.

    Konnte auch eine Freundin nicht leugnen, der die Bezeichnung "Heiliger Geist" immer gewaltig gegen den erlernten Kirchenstrich ging. Gestern erzählte Sie mir - an sich nicht wirklich erstaunt - was ihr kurz zuvor "passiert" sei: An einer Supermarktkasse stellte ein Junge seinem Vater eine Frage, die sich der Sohn dann selbst falsch beantwortete, worauf der Vater sich einzig zu einem "Ja, ja'" durchringen konnte, ohne den Irrtum des Sohnes durch eine geeignete Erklärung aufzuheben. Meine Freundin sagte natürlich nichts, sie wollte den Vater nicht öffentlich vor seinem Sohn bloßstellen und "schaute" ihn nur kurz mit dem Gedanken an, er könne den Irrtum doch nicht einfach so im Raum stehenlassen. Daraufhin erklärte den Vater dem Sohn seinen Denkfehler dann doch noch. Meine Freundin glaubte natürlich, "sie" hätte das gemacht. Ich konnte sie anhand ihrer eigenen Erfahrung davon überzeugen, dass dies ein Ergebnis der Kommunikation über und durch den Heiligen Geist darstellte, dessen Absicht mit ihrer übereinstimmte, der Wahrheit die Ehre zu geben. Nicht sie hat telepathisch den die Grenze zum Geist im Gegenüber überbrückt. Es war die Nutzbarkeit der Situation für ein geeintes Ziel, das den Nutzen einer jedweden Lernsituation ausmacht. Denn wenn es nur diesen Augenblick als Zeit gibt, ist jedes Festhalten und jedes Streben zugleich relativ hinfällig und ohne irgendeinen wirklichen Sinn. Es gibt keine zukünftige Befreiung aus irgendwelchem Leid, es gibt immer nur die Möglichkeit, jetzt einen Intervall zu finden, einzubinden und zu empfinden, in dem wir diesen Augenblick mit unserem Freund teilen und ihn gemeinsam erleben. Dann sind wir der Bürden und Hürden der Zeit ledig und der Moment wird im wahrsten Wortsinne zeitlos. Nur einen Moment von der Ewigkeit entfernt, klammern wir uns jedoch oft an Konzepte von Zeit, die die Zeit kaum überdauern werden können.

    Immerhin trainiere ich eine Form von Gedankendisziplin, wenn ich die 365 Gedanken mit dem jeweiligen Tagesgedanken auswendig im Geist verbinde und kurz über die Bedeutung des entstandenen Satzkonstruktes nachdenke. Gut, zur "Sicherheit" kontrolliere ich mich meist noch, indem ich den nächsten Gedanken erst mit einem Papier abdecke und dann nachsehe, ob ich richtig lag. An sich muss ich nur noch selten darüber nachdenken, welcher Gedanke als nächstes an die Reihe kommt. Was zuweilen jedoch dauert, ist die Bedeutung des zusammengesetzen Gedankens zu ermessen, sie kurz wirken zu lassen und in der Konzentration fortzufahren. Die Kombination von Leitgedanken ergibt wirklich manchmal Gedankengänge, die unheimlich wirksam sind, doch auf die "ich" niemals von selbst gekommen wäre. Zumindest ist es für mich eine Möglichkeit, mir die Gesamtheit der Gedanken zu Gemüte zu führen und in einen Kontext mit den Gedanken zu setzen, die sich zuweilen noch in die Übung eindrängen und häufig durch den folgenden Gedanken "besänftigen" lassen. Wenn ich mich in den gedachten Gedanken kurz einfühle und die Konzentration dann wieder fortsetze, konnte mir 309 oft helfen, nicht an das zu denken, was mein Ego zu dieser Zeit gerne mit der Zeit angefangen hätte, das Gefühl von Zeitlosigkeit in den Übungzeiten zu unterbinden. Wenn ich dann gedacht habe, dass dieser Augenblick die einzige Zeit ist, die es gibt, fiel es mir leichter, sie jetzt nicht dem Ego und seinem Wunsch nach Nicht-Lernen und Ablenkung zu widmen.

    Immer, wenn wir etwas aufschieben, geben wir dem Unbewussten Zeit und Raum, einen Widerstand dagegen zu entwickeln, was den Wünschen des Egos widerspricht. Je länger wir oftmals notwendige Veränderungen vor uns herschieben, umso größer werden die Hürden und Bürden, die uns scheinbar im Weg stehen. Doch, wenn jetzt die einzige Zeit ist, die es gibt, was müsste verändert werden, außer, zu sein, was wir dann immer geblieben waren?

    Und ich hab die Gedanken, glaube ich, nur alle zusammen auswendig gelernt, weil es mir anfangs unmöglich erschien, sich diese "unmöglich erscheinenden Gedanken" insgesamt einprägen zu können und die Gesamtheit zu erfassen. Was jedoch ausreicht, ist wirklich, einen einzigen Gedanken ganz und gar zu verstehen und als wahr zu empfinden, um das Ziel des Kurses zu erreichen. Mit dem heutigen Gedanken konnte ich die Seelenruhe finden, mich jetzt auf das Lernen einzulassen, indem ich anerkannte, immer einzig dieses Jetzt zu diesem Zweck verwenden zu können. Der Zweck der Zeit ist das Lernen, ohne diesen Zweck hat sie keine Bedeutung, da ihre Ursache nicht weiterhin besteht. Ist alles gelernt, was bedeutet, ist alles vergessen, was falsch gelernt wurde, gibt es keine Ursache mehr für eine Zeit des Lernens. Mehr als das Jetzt wird es zumindest niemals geben können, so viel kann mit Sicherheit gesagt werden. Was es umfasst, darüber kann der Mensch unterschiedlicher Ansicht sein. Wenn jetzt jedoch alles ist, was es jemals gibt, gibt es keine Zeit, in der ein "Mehr" als im Jetzt möglich wäre. Daher kann gesagt werden, dass das, was jetzt nicht ist, niemals sein wird. Doch das, was jetzt ist, wird ewig sein.

    Daher kann CHRISTUS jetzt und ewig sein; in der Vergangenheit, in der Zukunft UND immer in der vergegenwärtigten GEGENWART. Was könnte es "später" geben, was jetzt nicht ist? Im Augenblick, der die einzige Zeit ist, die es gibt, ist kein Verlust und kein Leid imstande, die Zeitlosigkeit zu unterbinden. Daher ist das Ego immer bestrebt, das Geschehenlassen, das Tun im Nicht-Tun, das Sich-Lassen eines Meister Eckart, nicht geschehen zu lassen und wenn doch, dann zumindest zu "kontrollieren" und als anfänglich unmöglich einzusortieren. Vor drei Jahren hätte ich es nicht für möglich gehalten, diesen Gedanken für möglich zu halten. Zumindest fand mein Ego heute kaum Zeit, sich in die Übung hineinzudrängen.

    Das einfache Werden des psychischen Prozesses kann, von seiner simultanen Finalität ausgehend, ein Punkt sein, der wesentlich zum Kohärenzerleben beiträgt. Dass es keinen Augenblick gibt, in dem CHRISTUS nicht an unserer Seite stehen würde, so wir dieses wünschen würden, könnte eine Kohärenz von ewiger Konsistenz bewirken, könnten wir uns auf das Geschehenlassen einlassen. Das meint das Verlernen dessen, was uns das Ego gelehrt hat. Mehr muss nicht "getan" werden und dieses Tun ist Nicht-Tun: Ich folge dem Ego nicht in seine Abwehrhaltung gegenüber Gedanken, die ich bisher nicht vollständig verstanden und somit nicht ständig "parat" hatte. Es ist wie ein Werkzeugkasten, der erst seinen ganzen Sinn entfalten konnte, haben wir jedes Werkzeug einmal "gebraucht". Wird ein Werkzeugkasten vollständig erfasst und daher sinngemäß verwendet, kann dieser erst seinen gesamten Nutzen offenbaren. Sich jedoch in einer jeder Situation wirksam zu helfen zu wissen, muss der Umgang mit den jeweiligen Werkzeugen geübt werden. Manchmal findet der Nicht-Handwerker intuitiv das richtige Werkzeug für einen bestimmten Zweck. Dann reicht oft ein einziges passendes Werkzeug zum Glück. Selten benötigt man alle Werkzeuge gleichzeitig, doch irgendwann könnte jedes einzelne davon das einzig passende sein. Was wir mit dem Werkzeugkasten und der Zeit anfangen wollen, wird darin beantwortet, welchen Zweck wir unserer Wahrnehmung von Zeit in diesem Moment verleihen.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 454
    (2) Ebd.

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