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Thema: Ein Kurs in Wundern

  1. #1

    Ein Kurs in Wundern

    "Ein Kurs in Wundern" entstand, weil ein Direktor einer Universität es leid war, sich die ewigen Streitereien seiner Psychologieprofessoren/Innen weiterhin anhören zu müssen. Mit den Worten: "Es muss einen anderen Weg geben", bat er Helen Schucman und William Thetford, damals beide Professoren für klinische Psychologie an der Columbia-Universität in New York, die ständigen ärgerlichen und aggressiven Auseinandersetzungen zu beenden.

    Aus dem Wunder, die Ansichten der beiden Professoren zu einer Absicht zu verbinden, entstand das Buch über einen Zeitraum von sieben Jahren. Seine Quintessenz könnte in der Kohärenz gesehen werden, die folgendes Zitat aus dem Vorwort erzeugt:

    "Nichts Wirkliches kann bedroht werden.
    Nichts Unwirkliches existiert.
    Hierin liegt der Frieden Gottes."


    Frieden ist die Abwesenheit von UN-Frieden. Un-Frieden entsteht durch die Raubtiere in unserem Kopf, die, dem Kreislauf von Angriff, Rache und Vergeltung folgend, sich in endlosen Kämpfen des Egos verbissen haben und den Nutzen von Vergebung dabei nicht mehr erkennen können. Solange Kampf nützlich erscheint, werden wir die Schlachtfelder nicht verlassen können, dieses gilt Innen wie Außen.

    Über das Lesen dieses Buches wäre Vieles zu sagen, doch eine mögliche künftige eigene Erfahrung würde durch die Beschreibung in meinen Worten schon eingefärbt und so gehe ich mehr auf den praktischen Teil des Buches ein, der versucht, die Inhalte aus dem Textbuch anzuwenden.

    Insgesamt besteht der Kurs aus 365 Gedankenübungen, die sich jeweils um einen zentralen Leitgedanken bewegen. Bei Anwendung der Gedanken über ein Jahr werden, mit der darin begründeten neuroplastischen Vernetzungswirkung, bestimmte Kohärenzgrade erreicht, die, im Theta-Gehirnwellenmodus erfahren werden.

    Das Erlernen des Erreichens kohärenzbildender Frequenz- und Schwingungsfelder durch die Leitgedankenkonstrukte ist eine persönliche Erfahrung. Eine allgemeingültige Erklärung sei unmöglich, eine Erfahrung jedoch möglich und auch nötig.

    Zumindest habe ich die Meditationsübungen, wie es auch aufgefasst werden könnte, über ein Jahr als "Gedankenübungen" aufgefasst und nicht bewertet. Ganz ehrlich, manche Gedanken konnte ich nicht wirklich "ernst nehmen", sie waren zu weit gefasst, zu abstrakt. Vor allem waren manche Gedanken zu unglaublich. Trotz meiner Zweifel wirken jedoch alle 360 Leitgedanken in einer spezifischen Form, auch wenn wir ihnen sie (noch) nicht glauben. Die letzten 5 Übungen sind identisch, der Kreis schließt sich nach 360 O.


    Wie ein Kurs in Wundern wirkt:

    Zunächst geht es darum, die scheinbare Trennung aufzuheben, indem Wesen und Funktion bisheriger Bedeutungszuordnungssysteme in einen erweiterten Kontext gestellt werden. Auf dieser erweiterten Ebene lernt der praktische Absolvent, seine früheren Irrtümer zu verlernen. Dieses Lernen findet in der Innenschau statt, der Gedankenbeobachtung. In seiner eigenen, zwanglosen Reflexion sich wiederholender Gedankenmuster erkennt der Geist die Möglichkeit, die resultierenden Zustände nach der Auswahl bestimmter Gedanken in einen Ursache- und Wirkungskontext sowohl im Innen, wie auch im Außen, zu bringen. Kurz: Wir wählen die Welt, die wir erleben.

    Allerdings stellte sich mir die Frage, ob und wenn ja, warum ich diesen Schwachsinn wählte. Allerdings ist es nur Schwachsinn, solange ich es als Schwachsinn bewerte. Wahnsinn kann einen Nutzen enthalten und entfalten, wenn die "Moral von der Geschicht" ersichtlich wird. Wozu wird der Wahnsinn einmal gut gewesen sein? Zum Erkennen, nichts erkannt zu haben. "Ich verstehe nichts, was ich sehe", lautet der dritte Leitgedanke.

    Im Mittelpunkt der mentalen Übungen über ein Jahr steht die eigene Erfahrung. Das Textbuch allein ist hilfreich, ohne die praktische Anwendung ist ein friedlicher Geist jedoch kaum dauerhaft zu finden. Der Wert eines friedlichen Geisteszustandes wird schrittweise erfahren und bildet eine Grundlage, Macht als die Fähigkeit zu betrachten, das eigene Bewusstsein in einen Zustand von Wohlbehagen zu versetzen und dabei die Kraft zu finden, die zur Transformation früherer Dichotomien führt.

    Die Welt wird als eine Lehr- und Lerneinrichtung verstanden, die den Erwerb und die Erinnerung an bestimmte Fähigkeiten erlaubt. "Macht und Liebe gehen Hand in Hand", sagt der Kurs explizit.

    Die Biologie der bedingungslosen Liebe als Wesen der Macht, unser angestammtes und wundervolles Erbe anzutreten. Gefunden wird es im eigenen Herzen, nicht im Außen und seiner wandelbaren Gestalt, die vom Urteil abhängt. Das Wunder beginnt mit einer Bereitwilligkeit, der Bereitwilligkeit, das Urteil aufzugeben.

    Erkennen wir, nichts erkannt zu haben, wird die Absurdität des "Recht-Haben-Wollens" deutlicher: Wenn ich nichts verstehe, was ich sehe, wie wäre dann ein objektives Urteil möglich?

    Wenn jedoch niemand absolut objektiv zu Urteilen im Stande ist, wer werfe den ersten Stein des Anstoßes? Der Stein des Anstoßes ist die Projektion von Schuld in das Außen. "Sühne ist das Aufheben des Glaubens an die Schuld".

    Wir haben einfach Manches ein wenig missverstanden. Kein Problem, war nur das Ego.

    Fazit: Eine Investition von Zeit und Energie, die sich für mich auszahlte. Der "Score bewusster Zufriedenheit" wächst. Sich des Egos zu entwöhnen, ist nicht frei von "Komplikationen" im Außen verlaufen. Erkannt habe ich ein persönliches Lernprogramm, von dem ich nunmehr sicher bin, es mir selbst ausgesucht zu haben. Der erste Schritt zu eigenverantwortlichem Denken, Sein, Fühlen und Handeln liegt in diesem Erkennen: Die Welt ist eine Lerneinrichtung, in der wir wählen, wann wir lernen. Nicht, ob wir lernen.

    Darin liegt für mich Frieden begründet, im Vertrauen, dass wir etwas lernen werden. Egal, wie lange wir uns wehren - wir werden etwas lernen. Ohne Zweifel. Für Menschen, die sich selbst erkennen lernen möchten, enthält dieses Buch eine psychologisch durchdachte Anleitung zum Verständnis der Funktionsweise von Gedanken. Das Buch führt zur Quelle der Gedanken. Mehr kann Denken nicht bewirken. Wobei wir uns kaum denken können, wie machtvoll Gedanken wirklich sind. Die schöpferische Anwendung von Gedanken könnte mit dem Wunder verbunden werden, dessen Sinn es ist, die Zeit des Lernens zu verkürzen.

    Wir können nicht wählen, nichts zu lernen. Wir können nicht sagen, nichts gewusst zu haben, von dem, was wir wirklich sind:

    Kinder des Alls und das Ebenbild. Ohne in Religionssysteme zu unterteilen, könnte eine universelle Ebene betreten werden, die uns Verstehbarkeit, Handlungsfähigkeit und Bedeutsamkeit zurückerstattet. Wann sich jemand dazu entscheidet, ist eine freie Wahl. Sich in der Zeit gegen die Erkenntnisse der Ewigkeit zu entscheiden, ist jedoch logischer Weise unmöglich.

    Etwas lernen zu wollen, ist eine innere Entscheidung. Diese Buchvorstellung möchte Neugier wecken. Liebe oder Angst, das ist die Entscheidung, die jeder Mensch in seinem Herzen trifft. Ob jedoch alle Menschen ihre Möglichkeiten sehen?

    Daher diese Buchvorstellung. (ISBN 978-3-923662-18-0; Greuthof Verlag, Freiburg)

    P.S. 2,5 % darf direkt zitiert werden (Fett hervorgehoben)

  2. #2
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Ein Kurs in Wundern

    Zitat Zitat von WirSindIchBin Beitrag anzeigen
    "Sühne ist das Aufheben des Glaubens an die Schuld".
    Den Satz verstehe ich nicht. Schuld und Sühne gibt es nur im Paket. Wenn der Glaube an die Schuld aufgehoben wird, dann wird gleichzeitig auch der Glaube an die Sühne aufgehoben.

  3. #3

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Sühne wird bisher als Rache interpretiert. Aufgehoben wird die Schuld, also der Irrtum, dadurch, dass dem Irrtum keine Bedeutung, im Sinne von Wirkung, verliehen wird. Der Kreislauf von Schuld und Rache ist ein anderer, als derjenige von Schuld und Sühne. Unser bisheriger Kreislauf heißt meist Schuld durch Sünde, wobei wir völlig ungeeignete Richter sind.

    Mittlerweile können wir getrost feststellen, uns kollektiv geirrt zu haben. Wer hat jetzt welche Schuld an welchem Irrtum?

    Ich bin ich froh, mich mit meiner bisherigen Vorstellung über die Welt geirrt zu haben. Wo wäre Schuld, würden wir alle Erkennen, nicht erkannt zu haben?

    Schuld wurde durch Rache niemals weniger.
    Schuld wird weniger, wenn die Sühne im Vergeben gefunden wird.

    Wir blicken auf die Schuld als Prinzip der Zivilisation. Schuld sind nämlich immer und grundsätzlich die Anderen. Das Prinzip Schuld aufzugeben, bedeutet, den Glauben an die Wirkung von Schuld aufzugeben, um dem Kreislauf von Hass, Rache und ewiger Vergeltung zu entkommen. Ohne Schuld wäre Eigenverantwortung gefordert. Schuld wird aufgehoben, wenn nicht mehr geglaubt wird, durch Rache nach "Sündenfalldefinitionen" das eigene Befinden nachhaltig zu verbessern.

    Menschen vergiften sich mit Schuld, die sie anderen Menschen wie eine Zwangsjacke überwerfen, um den Hilferuf nach Liebe in negativen Zuwendungsspielchen zu überdecken.

    Wenn du Sühne mit Rache verbindest, ist Deine Aussage richtig.
    Wenn Du Sühne mit "Aufheben", im Sinne von unwirksam machen verbindest, meint Sühnen eher die Transformation von etwas, dem dann die Resonanzwirkung entzogen wird. Sühnen global betrachtet, wäre ein Kettenbrief der Aufhebung des "Glaubens an die schuldige Welt".

    Sühnen bedeutet, die Dinge künftig ohne Wirkung sein zu lassen, die jetzt so sind, wie sie eben sind. Mit dem Konzept der Schuld ist Heilung von Situationen unmöglich. Wir bestrafen uns immer selbst mit.

    Bei den Aussschwitz-Prozessen soll ein Zeuge über einen Angeklagten sinngemäß gesagt haben:

    "Ich habe ihm vorhin in die Augen gesehen. Ich kann ihn nicht verurteilen oder hassen, denn in seinen Augen habe ich mich selbst gesehen."

    Meinte KLS mal, vielleicht erinnert er sich besser...

    Schuld ist solange existent, wie wir von den anderen schuldig gesprochen werden. Gilt auch für Nationen. Schuld ist die eigentliche Hölle.

  4. #4
    Chefchen Avatar von aerolith
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    AW: Ein Kurs in Wundern

    Das Aufheben besitzt spätestens seit Hegel eine dreifache Bedeutung, zwei davon haben sogar die Briten begriffen. Da ist zum einen das bloße Hochheben aus einem Niederen, zum anderen die gleichgewichtete Negation des Gleichen durch ein anderes und zum dritten ist es eben die Aufbewahrung im Sinne eines Schließfaches, im Hegelschen Sinne in einer Negation der Negation mit aszendentem Duktus, also Verbeßrung eines vormals schlimmeren Zustands. (das ist nichts Neues in der Philosophie, denn schon die alten Griechen dachten darüber nach)
    Schuld, Sühne und Glauben bilden auch keine Trinität, wie sie uns das nikäische Christentum übermittelt. Sühne ist KEINE Transformationsleistung, WSIB. Wie sollte das funktionieren? Das würde ja bedeuten, daß man sündigen darf, solange es einem möglich ist, durch AUSGLEICHENDES anderes diese Sünden auszugleichen, anders gesagt: Für einen Mord tu das, für einen Betrug jenes... Nun ja, vielleicht funzt das bei den Katholen. Ich kann mir die Welt so nicht aufbauen. Es soll aber Rechtsordnungen geben, die bestimmen Gelder für Strafen und wollen so eine Rechtsordnung wieder herstellen. Sühne, um auf diesen Kernbegriff dieses Ordners zurückzukommen, kann nur dann funktionieren, wenn damit die beßre Grundeinstellung verbunden ist, sie also dem eigentlichen Sühneakt VORANgeht.

  5. #5

    AW: Ein Kurs in Wundern

    <!--[if gte mso 9]><xml> <o:OfficeDocumentSettings> <o:AllowPNG/> </o:OfficeDocumentSettings> </xml><![endif]--> Die vierte Einordnungsmöglichkeit ist die Aufhebung durch Vergebung, die nicht als "Schließfach" funktioniert. Wenn ich jemanden "schuldig" spreche, müsste ich in der Lage sein, ein objektives Urteil über Schuld oder Unschuld zu fällen. In meinen Augen ist es für mich absolut unmöglich, alle Aspekte einer Situation einzubeziehen, die "tatrelevant" sind. Also bin ich unfähig, ein gerechtes Urteil zu fällen.

    Tatrelevant wäre global die Aussage: "Vater, vergib Ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun."

    Solange wir nicht wissen, wozu diese Entwicklung einst einmal dienen wird, können wir doch diesen Zeitabschnitt nicht beurteilen. "Ich weiß, dass ich nichts weiß", beinhaltet die Unfähigkeit zum Urteil. Hierbei wäre dann Wahrnehmung von Erkenntnis zu trennen, wie auch Illusion von Wahrheit.

    Die Umkehrung des Denkens wird herbeigeführt, indem erkannt wird, dass die Welt des Egos zwar ein absteigender Albtraum zu sein scheint, für die Seele jedoch Entwicklungsmöglichkeiten bietet, die Möglichkeiten der schöpferischen Verwendung des Geistes zu erlernen.

    Den Glauben an die Wirksamkeit von Albträumen aufzuheben, indem wir erkennen, dass uns in der Wirklichkeit der Ewigkeit nichts geschehen kann, wäre "Variante Vier". Transformation der Schuld in einen Lernprozess gelingt leichter, sehen wir uns als Gesamtsystem.

    Bewusst ausgeführte Verstöße gegen Rechtsordnungen sind (körperliche, emotionale, seelische, soziale oder geistige) Hilferufe nach Erlösung aus den Klauen der Schuld. Richte nicht, damit Du nicht gerichtet wirst. Wer könnte sich selbst vergeben, beharrt er darauf, einen FEHLER als SÜNDE einzustufen.

    Bewusst gewählte Unwissenheit erzeugt ein "schlechtes Gewissen" im Inneren, Schuld entsteht in uns selbst. Indem wir andere in bewusst gewählter Unwissenheit ver- und beurteilen, können wir selbst nicht mehr darauf hoffen, dass wir uns vergeben können. Wir beurteilen Menschen und verurteilen uns damit selbst.

    Daher ist Schuld ein Konzept, das die Wirkungen eines Irrtums wirklich macht, indem es die Wirkung in die Zukunft fortschreibt.
    So ist Vergebung ein Konzept, das die Wirkungen eines Irrtums unwirklich macht, indem es die Wirkung für die Zukunft aufhebt.

    Wenn wir nicht wissen, was wir tun, weil wir nicht wissen, wer wir sind, wie könnte ein Urteil dann objektiv sein?

    Der Nutzen von Vergebung liegt darin, die Wirkung eines Ereignisses nicht weiterhin im Herzen zu tragen, sondern sich von den Wirkungen zu befreien. Jetzt ungeschehen machen, was schon geschah, ist nicht möglich. Die Weltkriege werden wir nicht ungeschehen machen können. Wir könnten jedoch die Nachwirkungen transformieren, indem die Schicksalsbelehrung erkannt wird, an die wir Teutschen durch das "Schließfach" historischer Schuldvorwürfe unweigerlich erinnert werden. Ob die Griechen und die Juden dahingehend wirklich wissen, was sie tun?

    Sie sprechen uns schuldig und bleiben daher in ihrer Vergangenheit angekettet. Schuld macht zum Kellerkind und besitzt eine absteigende (descendente) Wirkung. Wobei uns das nach Jahrtausenden der Anwendung dieses Konzeptes von Schuldprojektionen des Egos kaum mehr bewusst ist.

    Es ist unsere Albtraumwelt, an der wir festhalten. Wachen wir aus einem Albtraum auf, verblasst die vorher als "Wirklichkeit" wahrgenommene Realität im Verlauf des Aufwachens. Vorher war diese Welt (der Schuld) wirklich. Nach der Vergebung fühlen wir den Frieden, den wir mit dem Konzept der Schuld verlieren. Es mag paradox klingen: Als ich akzeptierte, mir diese Seelenreis genau in der Art ausgesucht zu haben, in der ich sie erlebe, konnte ich mich von den Wirkungen dieser Ereignisse "verabschieden". Ich konnte die Vergangenheit nicht physisch verändern, doch ich konnte einen Nutzen in der Entwicklung finden.

    Schuld ist die fragmentierte Betrachtung einer verbundenen Welt. Aber ich suche noch nach den richtigen Worten. Es könnte auch als Variante 1 b eingestuft werden, indem wir etwas "hochheben" und aus einer göttlich mitfühlenden Perspektive erkennen, dass außerhalb der Zeit nichts geschehen ist.

    "Nichts Wirkliches kann bedroht werden", bedeutet, dass die Fehlschöpfungen des begrenzten Egos keine Wirklichkeit berühren.
    "Nichts Unwirkliches existiert", bedeutet, dass nichts existiert, was das Wirkliche bedrohen könnte.

    Schuld könnte insofern auch als Ablehnung der Wirklichkeit durch bewusst gewählte Illusion angesehen werden. "Mitgefangen, Mitgehangen" bedeutet: Erst, wenn alle Kellerkinder den Unsinn von Schuld und den Sinn von Vergebung erkannt haben, können wir fühlen, weiterhin unschuldig zu sein.

    "Wenn Ihr nicht werdet, wie die Kinder", bedeutet, die kindliche Unschuld zu bewahren, indem wir das Urteil über eine Welt beiseitelegen, die wir nicht im Ansatz verstehen. Im Urteil verlieren wir unsere Unschuld, es ist daher wohlverstandener Eigennutz, das Vergeben nicht völlig zu verlernen. Als Kinder konnten wir vergeben. Dann war „es“ aufgelöst, indem es durch Vergebung transformiert wurde.



    Danke für den Hegel Hinweis. Insgesamt sind Wunderwirkungen im Weiteren auf ihre Ursachen zurückzuführen. Sicher wird eingeräumt werden können, dass ein globaler Kettenbrief der Aufhebung des Glaubens an die Schuld ein recht großes Wunder wäre.



    Wesen eines Wunders ist die Aufhebung der Rangfolge von Schwierigkeiten, da Äußerungen bedingungsloser Liebe immer maximal sind. (Sinngemäßes Zitat)
    Was sinngemäß dem ersten von 50 Grundsätzen der Bedeutung von Wundern entspricht. Für das folgende Zitat mit 21 Worten muss ich bei 2.5 % 840 Worte schreiben. Ist eben, wie es ist.



    „>>26. Wunder stellen Freiheit von Angst dar. „Sühnen“ heißt „aufheben“. Das Aufheben der Angst ist ein wesentlicher Bestandteil des Sühnewertes der Wunder.“ (Seite 5 Textbuch)



    Ist es nicht eine Form von Angst, die uns kollektiv derart ungeschickt interagieren lässt, dass es schon ein Wunder bräuchte, all die historisch verwobenen Stränge von „Schuld und Sühne“ aufzuheben.



    Wird Sühne als Berechtigung zum Gegenangriff gesehen, betreten wir den Kreislauf von Hass, Rache und „gerechter Vergeltung“. Die Opfer des Volksaufstandes in der DDR müssten sich nicht ständig „im Grabe umdrehen“, wenn sie sehen würden, dass wir etwas lernen wollten. All diese historischen Schulden und Schließfächer tragen wir epigenetisch als „Teutsche Krankheit“ in die Zukunft, solange uns nicht vergeben werden kann. Daher reagieren auch manche Menschen nunmehr relativ paradox. Die Qualzucht in ganzen Ländern ist eine Fortführung des Glaubens an die Schuld.



    Denn: Wer ohnehin mit einer „ewigen Schuld“ überzogen wurde, lebt völlig ungeniert, da er eh schon verurteilt wurde und die Mitwelt dieses Bild nicht loslassen möchte. „Schuld“ als Konzept und Prinzip bisheriger Zivilisation schreibt diese Bilder fest in die weiteren, möglichen Zukünfte ein, Schuldwirkungen bleiben bestehen. „German disease“ ist eine Krankheit aus historischer Schuld, die in der „Schuldenkrise“ ihre Schicksalsbelehrung sucht.



    Wenn die Vergangenheit erkennt, einen Sinn gehabt zu haben, können wir die Schuld auch dort in einen erweiterten Kontext setzen. Es gibt vielfältiges und geradezu einfältiges Fehlverhalten, unbestritten. Doch durch die Aufrechterhaltung des Glaubens an ein Konzept von Schuld im Außen verurteilen wir uns selbst, im Keller gefangen zu bleiben.
    Obwohl wir ans Licht gehen könnten, halten uns abgestufte Konzepte relativer Besonderheit davon fern, Liebe und Frieden im eigenen Herzen zu finden. Die selbst gewählte destruktive Interferenz der Schuld wirkt als Abwehrschild gegen die Erkenntnis, als verbundenes System einen Gesamtzustand zu besitzen. Es kann mir nur so gut gehen, wie es meiner Mitwelt geht. „Es nutzt mir nur, was allen nutzt“, wäre ein erweiterter kategorischer Imperativ mit attraktiver Sogwirkung. Schuld bewirkt Ausschluss aus der Gesellschaft und damit geht eine Druckwirkung einher. Un(zu)gehöriges Verhalten erkennt kein attraktives Ziel und ist psychologisch als Hilferuf zu betrachten. Alle Kinder schreien nach Liebe und Zuwendung, wird diese nicht gefunden, sind die UMWELT, die anderen, die Gesellschaft oder der Körper „schuldig“.
    Hilferufe kleiner Schreikinder mit Strafe und Schuld zu verknüpfen, ist menschlich folgerichtig, aus einer erweiterten Perspektive didaktisch unklug. Wenn wir die Ebenbilder sind, könnten wir lernen, es zu sein. Etwas zu lernen bedeutet, etwas zu werden, was zuvor als latentes Potential in uns verankert war. Sühne könnte als Erlernen der Fähigkeit betrachtet werden, den inneren Frieden wiederherzustellen, der eine Folge des Fehlens von Angst darstellt.



    Bedingungslose Liebe als Grundprinzip (und Gegenschwingung von Angst) im eigenen Herzen anzunehmen, entbindet davon, die Menschen in der Welt „erziehen“ zu wollen, indem „Schmerzreize“ erzeugt werden. Indem jedoch auf das Licht im Gegenüber geschaut wird, ist Vergebung eine Grundentscheidung für einen kohärenten Zukunftsverlauf. Wer wollte sein göttliches Gegenüber auf seinem individuellen Pfad durch die Dornenhecken der Illusion verurteilen wollen?



    Wenn Hitler wirklich war, lebte er durch die gleiche Lebenskraft, die auch uns am Leben erhält. Hitler zu verurteilen, bedeutet, uns als Teutsche zu verurteilen. Werden wir Teutsche verurteilt, können wir uns auch wie die IG-Farben aufführen. Allerdings unter fremder Fahne.



    Wie Schuld historisch, politisch, sozial oder individuell auch betrachtet werden mag, es ist kein Prinzip, dass die Aufhebung der Ursachen fördert, sondern ein Prinzip, dass die Schäden durch Strafmaßnahmen neuroplastische Wirklichkeit werden lässt. Es ist der Panikschalter, der angeschaltet wird, steht unsere Zugehörigkeit zu einer jeweiligen Gruppenstruktur auf dem Spiel. Hier wäre neurologisch auf die Amygdala hinzuweisen, unseren evolutionären Panikschalter. Schuld lässt diesen Panikschalter zu einem Dauerzustand werden. Panik ist eine Angststörung. Wobei die Ausblendung berechtigter Sorge um lebensbedrohliche Zustände in der Zukunft als Schwachsinn bezeichnet wird.



    Das Konzept der Schuld auf globaler Ebene fortzuführen, wird die lebensbedrohlichen Konflikte in die Zukunft tragen. Das Konzept der Schuld ist Schwachsinn und die Hölle. Allerdings wäre es notwendig, die globalen Aufmerksamkeitsstörungen bezüglich des Nutzens von Vergebung aufzuheben.

    Die Länge des Textes gibt noch 15 zitierfähige Worte her. Übung Nummer 2 lautet:


    „Ich habe allem, was ich sehe, die gesamte Bedeutung gegeben, die es für mich hat.“



    Zur Anwendung von Gedanken morgen mehr, am Anfang nicht länger als dreimal eine Minute üben und die Gedanken zwanglos beobachten, nicht beurteilen. Nummer 1 war Sokrates: Wissen, nichts zu wissen, bedeutet, Bedeutungslosigkeit in allen bisherigen Konzepten der Betrachtung zu erkennen. Wissen ist temporär, niemals absolut zu betrachten. Wir geben einem Fehler (aus Unwissenheit), unwissentlich eine Bedeutung, die er DANN für uns – und damit auch für andere – hat. Wir binden uns gegenseitig im Keller an...



    Fehler zu bestrafen, kann nicht mit einem liebenvollen Universum verknüpft werden. Strafe ist eine menschliche Vorstellung, die auf Angst basiert. Angst erzeugt Panik, Panik haben wir genug.Da die Panik ein lebensbedrohlicher Zustand ist, würde die weitere Negation ihrer URsachen nur als Schwachsinn bezeichnet werden können. Daher ist Schuld Schwachsinn. Es muss einen anderen Weg geben...


    Wie sagte Herr K. doch gestern so schön: Schlaft alle schön. Ja, lieber Sandmann der Schuld und Schuldenkrisen. Das Konzept der Schuld und die Unmöglichkeit der Fortführung eines Zinseszinssystems hat viel mit der Aufhebung von Wirkungen der Vergangenheit zu tun. Vergebung entlastet sowohl die Zukunft, als auch die Vergangenheit. Könnten wir der Geschichte eine „Moral von der Geschicht“ verleihen, könnte die Schuld von der Vergangenheit genommen werden und ebenso ihre Wirkung für die Zukunft verlieren.


    Sind nur Worte. Wenn wir nichts erkannt haben, wie könnten wir ein „bedeutsames Urteil“ fällen? Wir sind nicht der Richter. Wir sind die Schüler. Schülergerichte sind eher unüblich, ein Schülerrat könnte sinnvoll sein. Religion hat mit Wunderwirkungen wenig zu tun, obwohl Christus-Bewusstsein (im Sinne bedingungsloser Liebe) vorangeht und zugleich hinter uns steht. Das Wunder hebt auch diese früheren (religiösen, individuellen und kollektiven) Begrenzungen (des unbedingten Recht-Haben-Wollens) auf.



    Warum: Das All liebt uns alle maximal. Nicht selektiv. Strafe schafft ein System besonderer Beziehungen, die als dauerhafte Einwirkung die Verrohung durch Angst (als neuroplastische Vernetzungsleistung) vorantreibt. Angst mit Drohungen auszutreiben, ist ein derart dämliches Konzept, dass es auf keinen Fall die Schuld auf eine höhere Ebene zu tragen imstande ist. Wenn wir einen aufsteigenden Ast der Entwicklung betreten wollen, ist Schuld dabei kein guter Ratgeber.

  6. #6
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Ein Kurs in Wundern

    Zitat Zitat von WirSindIchBin Beitrag anzeigen
    Sühne wird bisher als Rache interpretiert.
    Das sehe ich nicht so. Sühne und Rache sind zwei unterschiedliche Schubläden.
    Sühne ist das Abgelten von Schuld. (für alle, die an so etwas glauben)
    Z.B. Jemand überfährt einen Hund. Dieser Jemand drückt dann einen größeren Betrag an ein Tierheim ab. Damit glaubt er seine Tat gesühnt. Ohne das Rache dabei eine Rolle gespielt hätte.

  7. #7
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Ein Kurs in Wundern

    Zitat Zitat von WirSindIchBin Beitrag anzeigen
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    Warum: Das All liebt uns alle maximal.


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    Das All steht uns mit maximaler Gleichgültigkeit gegenüber.

  8. #8

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Abgelten bedeutet Schadensersatz. Ob damit sein innerer Frieden wiederhergestellt ist, wenn er glaubt, er hätte den materiellen Schaden beglichen? Das hängt von anderen Faktoren ab. Abgelten ist materielle Sühne, mit dem moralischen, sozialen und persönlichen Zuständen, die noch nicht "abgegolten" sind, hat es weniger zu tun.

    Zwar hat Deutschland den Reparationsverträgen nach dem ersten Weltkrieg zugestimmt und wollte Abgeltung leisten. Die erweiterte wirtschaftliche Form von Rache trug mit zur "Schulddiskussion" bei. So könnte in der Schuldfrage eine Mitursache für den späteren Zweiten Weltkrieg gesehen werden, da uns die Hegelsche Schließfachverwahrung im eigenen Gewissen nicht vollständig entlastet hat.

    Ohne den Nutzen der Aufhebung von Schuld erkannt zu haben, wirkt Sühnen im Sinne von materiellem Abgelten eher kontraproduktiv. Der Verstand sagte zerknirscht und unterlegen "JA", doch das "bohrende Gefühl" fand keine Möglichkeit, sich aufzulösen. Realität ist das, was jeweils wirkt. "Schuld" hat eine Wirkung, die sich durch die bisherige Auslegung des Begriffes Sühne nicht auflöst.

    So könnte Dein Zitat um zwei Worte ergänzt, den Sinn der Vergebung verdeutlichen:

    "Sühne ist das Abgelten (der Wirkung) von Schuld." Und Du sagst selbst: Für alle, die an so etwas glauben!

    Wir glauben noch daran, etwas könnte "besser" werden, wird jemand für etwas "bestraft", indem bestimmte, "symbolische Unterwerfungsgesten" erfolgen. Schuld, die Strafe bedingt, ist eine Form von Rache. Im Glauben, durch die Erniedrigung des Täters die verlorene Integrität des Opfers wiederherzustellen, liegt ein Irrtum: Erst durch Vergebung kommt es zu einem "Täter-Opfer-Ausgleich". Findet dieser nicht auf allen Ebenen statt, bleiben Dinge offen. Wie zum Beispiel die ewige Erinnerung an unsere "Nazi-Schuld" darauf hinweist, dass die Rache in Verträgen ad acta gelegt wurden, im Kopf blieben die "Raubtiere der Schuld" als "emotionale Rachebeauftragte" weiterhin aktiv.

    Wir haben zwei Mitarbeiter im Kopf, der linke spricht und der rechte Mitarbeiter verknüpft Bilder mit Emotion und Bedeutung und spricht nicht - sondern sieht Prozesse. Wenn Sühnen nicht bedeutet, beide Mitarbeiter zur Aufgabe des Konzeptes des Glaubens an die Schuld zu bewegen, bleibt die Vergebung ein Lippenbekenntnis - das "Hegelsche Schließfach".

    Wie unser "Elefantengedächtnis für Schuld" Informationen einsortiert, wird in dem Video zur Funktionsweise des "emotionalen Panikschalters" deutlich.

    Das (Elefanten-) Gedächtnis auf Zellebene unter: https://www.youtube.com/watch?v=1kaY...BTg4AcDZUaNgu1

    Als Kinder sagten wir: Vergeben und Vergessen. Vergessen kann durch Beta-Blocker angeregt werden. Eine "neuronation-app" gibt es beim Gesundheitsministerium zum kostenlosen Download. Wenn Bewusstsein und Unterbewusstsein nicht zusammen vergeben lernen, bleiben Spannungen im Sinne von Wirkungen bestehen, die eine Tendenz besitzen, als "Rote Karte der Schuld" im Sinne von Rache angewendet zu werden. Schuld und Sühne rein kognitiv zu betrachten, greift in meinen Augen zu kurz.

    Religiöser Fanatismus zum Beispiel ist ein Sühneversuch, der gegenseitiges spirituelles Unverständnis und lange zurückliegende Demütigungen aufzuheben versucht, indem auf Körperebene materiell "abgegolten" wird. Was eine Form von Rache darstellt, die hinter "Sühne" versteckt, eigene emotionale Verletzungen spiegelt. Eigentlich ein Hilferuf, Rache in Konzepten abgestufter Besonderheit zu suchen, die jemanden degradieren, ausschließen oder verpflichten, um etwas wiederherzustellen, was aber auf diese Art nicht aufgehoben wird.

    Alle "negativen Zuwendungsspielchen unserer Schreikindgesellschaft" können auf einen Mangel an Liebe zurückgeführt werden. Liebe geht mit herzauflösender Güte einher, die nicht selektiv sein kann. Sagten Buddha und Christus. Mohammed setzte auf das Erarbeiten einer inneren Ethik durch Disziplin. Es ist Liebe, die wir im Frieden finden, den Vergebung erst ermöglicht. Es nutzt doch uns selbst. Rache ist emotionale Restschuld, ein Vertrag, der vitale soziale Lebensinteressen unterdrückt. Schuld als Prinzip ist Rache gegen uns selbst.

    Wie sich emotionale Restschulden auflösen lassen, ohne sich rächen zu müssen, gelingt in der liebevollen Aufgabe des Urteils. Nicht, weil wir dem Verstand folgen, sondern einem Gefühl - dem Gefühl des inneren Friedens. Ein friedlicher Geist wird in seinem Wert unterschätzt. Nur liebevolle Gedanken sind schöpferisch, der Albtraum von Schuld ist nur wirklich, wenn wir weiterhin "Verluste" beklagen. Sich an liebevolle Gedanken zu erinnern, bringt uns dem Gefühl inneren Friedens näher als die bisherigen Unterwerfungsgesten der "Schuldigen"

    Sühnen bedeutet im aufhebenden Wortsinn einen Gewinn für alle Beteiligten eines multikausalen und multidimensional vernetzten, emotional durchwirkten Geschehens. Aus dem Nullsummenspiel entsteht ein Plussummenspiel, in das "beide Mitarbeiter" eingebunden sind. (Mitarbeiteranalogie aus "Wie funktioniert dein Kopf? von Vera Birkenbihl)

  9. #9
    kls
    Laufkundschaft

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Die Aussage stammt aus dem Eichmannprozess: "Ich habe ihm in die Augen gesehen. Ich kann ihn nicht verurteilen oder hassen, denn in seinen Augen habe ich mich selbst gesehen." So genau habe ich den Wortlaut auch nicht mehr im Kopf. Allerdings ging die Geschichte noch weiter. Dieser Zeuge erhielt dafür Morddrohungen von 'aufrechten' Juden, die nicht verstanden, dass Vergebung die größte Gnade ist. Diese 'aufrechten' Juden waren in ihrer Ethik nicht weit weg von dem Angeklagten.

    Wer sagte noch mal: Wir werden den Juden Aschwitz niemals verzeihen. :)

  10. #10

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Danke für die Erinnerungshilfe. Habs nicht ganz zusammenbekommen. Ist eine Haltung, die hinter dieser Aussage steht, die den Begriff Sühne mit dem Nutzen von Vergebung verknüpft. Ein Selbstzweck und somit wohlverstandener Eigennutz, der jedoch als Plussummenspiel allen nutzt.

    <!--[if gte mso 9]><xml> <o:OfficeDocumentSettings> <o:AllowPNG/> </o:OfficeDocumentSettings> </xml><![endif]--> Jesus – Christus



    Um die Sühne so zu verstehen, wie sie im Kurs beschrieben wird, sollte das Buch selbst gelesen werden. Sühne wird als Erfahrung und Prozess beschrieben, die wie ein „Kettenbrief“ im Geist weitergereicht wird.



    Sühne geht mit einer Berichtigung vorheriger Irrtümer einher, was zunächst eine Beschreibung der näheren Funktion des „Kettenbriefes“ erfordert. Was unterscheidet Jesus von Christus?


    Jesus wird im Kurs als Mensch beschrieben, der, in seiner vollständigen Identifikation mit Christus, eins mit der Schöpfung wurde.



    >>“Es bedarf keiner Hilfe, um in den Himmel einzugehen, denn du hast ihn nie verlassen<<“. (1)



    Dieser Satz aus der Begriffsbestimmung am Ende des Buches erzeugt, wenn er gedacht wird, eine Wirkung. Unabhängig davon, ob er schon „geglaubt“, somit als „wahr“ gefühlt und erfahren wird, berichtigt dieser Gedanke selbsttätig den Vertrauensverlust in die Freundlichkeit des Alls.



    Wie wir etwas lernen, wird in den YouTube Videos beschriebenen. Wichtig ist die „Einschreibung eines Gedankens“ in den Zellkern der Empfängerzelle. Das Information „empfangende“ Neuron hat diesen Impuls als „wahr“, konsistent und vor allem Kohärenz erzeugend eingestuft.



    Mir persönlich tut der Gedanke gut. Ich wäre auch niemals darauf gekommen, ihn zu denken, hätte ich nicht diese Informationsquelle gefunden. Mir wird dadurch etwas zurückerstattet, was mit Urvertrauen bezeichnet wird. Einsteins Frage, ob wir in einem freundlichen Universum leben.



    Jesus erkannte das Universum als freundlichen Ort, weil er erkannte, den Himmel nie verlassen zu haben. Könnten wir diesen Gedanken als „wahr“ nachempfinden, wäre erfahren, was mit Sühne gemeint ist: Die Rückerstattung der inneren Verbindung zum Licht in uns selbst. „Es bedarf keiner Hilfe“ bedeutet auch, dass die Rückerstattung des inneren Friedens nicht vom Außen abhängig ist. Bereitwilligkeit zur Berichtigung des Irrtums ist eine Absicht, die mit einem Willensimpuls versehen wird und bestimmte zeitlicher Anwendungsintervalle bedarf, in den Zellkern des Empfängerneurons. Die Struktur zur Herstellung dieses „Gedankens“ wird in den Zellkern eingetragen und kann von diesem Neuron kommuniziert werden. Sie reicht den Kohärenzzustand weiter, indem sie ihrerseits die im Zellkern verankerte Information zu einem Neuropeptid in seiner spezifischen Konfiguration synthetisiert, das diesen Gedanken weiterträgt.



    Ich bin weiterhin, wie ich war, allen möglichen Urteilen dieser physischen Mitwelt ungeachtet. Urvertrauen ist Grundlage aller Kohärenz bildender Maßnahmen, Friede ist gelebte Kohärenz durch Gleichklang mit unserem „abstrakten Kern“. Leibnitz nannte es Monade, abstrakter Kern oder Himmel verbinden es besser mit sinnhafter Bedeutung. Es kommt darauf an, wie unsere beiden hemisphärischen Mitarbeiter die Worte der Sprache mit bestimmter Bedeutung und erfreulicher Emotion zu verbinden lernen. Freundliches Bewusstsein resultiert aus einer Korrektur vorheriger Gründe für Zorn.



    Mich freut es einfach, bestimmte Gedanken zu denken, die eine angenehme Wirkung erzeugen. Im Verlauf des Jahres mit den 365 Gedankenübungen bemerkte ich, wie bei häufiger Anwendung eines Gedankens eine größere Wirkung entfaltet wird.



    Als ich es wieder einmal übertrieb und einen für mich besonders positiv wirksamen Gedanken in vier Zehnerblöcken an den Fingern abzählte, um nicht zählen zu müssen, bemerkte ich, dass die Neuronen einen Gedanken vergessen können, den sie locker 30 Mal davor gedacht haben. Es ist irgendwann nicht mehr möglich, genau dieses Neuropeptid in ausreichender Menge zu synthetisieren, damit der Synapsenspalt biochemisch überwunden werden kann und der Gedanke ein weiteres Mal gedacht werden könnte. Dann ist irgendwann Leere und Stille – kein Gedanke mehr möglich…



    In der Wiederholung von Gedanken werden unsere beiden Mitarbeitergehirnhälfte trainiert, bestimmte Verknüpfungen zu verlernen, die zunächst als Doppelanbindungen bezeichnet werden. Wenn wir uns mit paradoxen Bedeutungsverknüpfungen den Blick auf den Himmel in uns selbst verstellt haben, ist es möglich, diese Fehlverknüpfungen aus einer nunmehr erweiterten Perspektive mit einem neuen Gefühl zu verbinden.



    Autonome Selbstregulation bedeutet bei Annahme des Gedankens in seiner vollen Konsequenz, die Möglichkeit, einen Gleichklang von Körper, Seele und Geist herbeiführen zu können, indem ich meinen Geist trainiere und falsche Überzeugungen „verlerne“, indem Situationen einen erweiterten emotionalen Nutzen erhalten. Selbstregulation ist die Fähigkeit, die Alpträume von Schuld und Sünde aufzuheben, indem nicht auf die bisherigen Irrtümer, sondern auf den emotionalen Zielzustand geblickt wird.



    Ratio und Emotion gehen Hand in Hand, im Zweifel bestimmt das Gefühl die Richtung. Zustände sind Wechsel zwischen Polen und Extremen, Zufriedenheit ist die Verankerung in dem Gedanken, dass ich keinerlei Hilfe aus dem Außen bedarf, den Schutt wegzuräumen, der die Wahrnehmung bisher zur Trümmerlandschaft machte. Möglicherweise war ich ein wahrer Meister im Denken besonders destruktiver Gedanken, aber auch das Gegenteil ist möglich.



    In Wahrheit bin ich Lebenslicht, der Rest mag fraglich sein. Betrachten wir uns als lebendiges Licht, als kohärenter Energiefluss von Lichtquanten, verschwinden die Begrenzungen meines Verstandes. Dann verstehe ich, warum ich den Himmel niemals verlassen habe. Von diesem Gefühl aus betrachtet, wirkt die Welt freundlicher.
    Kann es einen Tod für das Licht geben? Warum also all dieser Stress? Angst ist immer auch eine Angst des Lebens vor dem Tod. Wäre das Leben tödlich, wäre es fehlerhaft. Im meinem abstrakten Kern gibt es keinen Grund, dem Leben Fehlerhaftigkeit zu unterstellen. Im Himmel werde „ich“ nicht sterben. Sühnen könnte daher auch als Heilung des Geistes betrachtet werden, indem wir uns unserer eigenen Ewigkeit bewusst werden.



    Den eigenen Geist zu heilen, lernen wir die Hilfestellung eines Verbündeten anzunehmen: dem Heiligen Geist, was auch mit Sophia-Weisheit beschrieben werden könnte. Sagen wir zunächst, der Heilige Geist ist Funktionsbestandteil der Sühne als einem Kettenbrief der Vergebung. Indem der Nutzen von liebevollen Gedanken erfühlt und erfahren wird, verlernen wir die früheren destruktiven Gedankenfelder (aus Gewohnheit) zu betreten. Zorn und jedwedes negative Gefühl müssen nicht sein. Es ist möglich, etwas anderes zu wählen.



    In der Anwendung der Leitgedanken verbindet uns dieses Heilige Geistfeld mit der Quelle unserer Gedanken. Physiologisch verschwinden die angestrengten „ICH WILL“-Gehirnwellen des BETA-Modus und die Leichtigkeit der Kombination entspannter Alpha, Gamma und Theta Wellen umspült unser Bewusstsein mit innerer Harmonie.



    Kurs auf innere Harmonie zu nehmen, erfordert eine Entscheidung. Die Entscheidung, sich jetzt für liebevolle, mitfühlende und lebensfreundliche Gedanken zu entscheiden. Bei der Auswahl aufbauender Gedanken ist der Heilige Geist behilflich. Fassen wir es einmal als Mitarbeiterkoordination auf, die resultierende Hypersynchronisation beider Gehirnhälften führt zum Zustand von Kohärenz. Ratio und Emotion sind auf einer gemeinsamen Wellenlänge eingestellt, für dieses Feintuning wird auch der Begriff „vergegenwärtigte Bewusstheit“ verwendet, KLS nennt es Gewissen.



    Ein reines Gewissen entsteht, wenn wir destruktive Schuld- und Schamvorstellungen des Verstandes überwinden. Dort, wo unsere Heimat ist, ist nichts geschehen. Den Irrtum zu übersehen, ist daher die Intention des Kurses. Den Irrtum zu untersuchen, zu analysieren, zu messen und zu wiegen, ihn besprechen und diskutieren – all das stärkt den Irrtum.



    Auf die Hoffnung zu schauen, die hinter dem Chaos noch verborgen scheint, ist der Blick auf das Licht im Gegenüber. Vom Licht auf das Licht zu schauen, erschafft Zutrauen in den Sühnewert von Vergebung und zugleich SELBSTVERTRAUEN. Vertrauen auf das Selbst im Gegenüber entbindet von Gründen für Zorn, Schuld und Rache.



    „Eine universelle Theologie ist unmöglich, aber eine universelle Erfahrung ist nicht nur möglich, sondern nötig“. (2)



    Gestern zitierte ich diesen Satz sinngemäß und vertauschte „Erklärung“ mit „universeller Theologie“. Insgesamt besteht der Kurs aus Textbuch (672 Seiten), Übungsbuch (489 Seiten) und einem Handbuch für Lehrer (89 Seiten), die in einer Buchvorstellung kaum angerissen werden können. Das Wunder besteht im Grunde darin, zu erkennen, wer wir wirklich sind und warum es keine Gründe für Angst gibt. So könnte der Heilige Geist als Vermittler zwischen dem Abstrakten und dem Konkreten betrachtet werden, der, durch die Identifikation des Jesus mit dem Ebenbild, diesen Weg vorgezeichnet hat. Ein Weg hin zum Licht in uns selbst, das wir niemals verloren haben. Dieses Licht schuldig zu sprechen, bedarf der Berichtigung. Wir sind, was wir suchen. So lange, wie wir uns im Außen suchen, können wir uns kaum finden.



    (1) Seite 84 Handbuch

    (2) Seite 75 Handbuch

  11. #11

    Ein Kurs in Wundern: Sinn und Funktion von Vergebung

    <!--[if gte mso 9]><xml> <o:OfficeDocumentSettings> <o:AllowPNG/> </o:OfficeDocumentSettings> </xml><![endif]--> Worin liegt der Sinn von Gedankenübungen?


    Gedankenübungen stärken die Fähigkeit, mit herausfordernden Situationen gelassen umzugehen. Wie weit eine jeweilige Gottesvorstellung reicht, konnte der Heidelberger Forscher Grossarth-Maticek in zahlreichen Studien aufzeigen:


    So konnte belegt werden, „dass eine stimmige >>positive, spontane Gottesbeziehung << unabhängig von der Religion, den stärksten positiven Faktor für die Gesundheit darstellt – stärker noch, als die familiäre genetische Mitgift. Wer eine derart gute Gottesbeziehung hat, hat laut Grossarth-Maticek eine um etwa 70 % höhere Chance, alt und gesund zu werden.“ (1)


    Als weitere Wirkung konnte festgestellt werden, wie gesundheitsförderlich es ist, wenn Denken, Fühlen, Handeln und Glauben / Wissen dynamisch kooperieren, da die Ebenen in einer gemeinsamen Absicht verbunden sind. Dynamisch, weil es der Zweifel ist, der aus innerem Wissen wieder Glauben machen konnte. Kontinuum im Wechsel von
    Wissen zu Glauben in Lebenszyklen und Lebensrhythmen. (Was geht am Morgen auf drei, mittags auf zwei und abends drei Beinen?)


    Worauf ich hinauswollte: „So konnte Grossarth-Maticek feststellen, dass diejenigen, die dogmatisch fixiert an einen strafenden, schuldzuweisenden Gott glauben, wiederum kürzer leben, sogar kürzer als Atheisten.“ (2)


    Eine „dialogisch aufbauende Resonanz mit größeren Systemdimensionen“ wäre somit anzunehmen.


    Resonanz entsteht durch Absicht, Wille und Impuls, die dialogisch aufbauenden Dimensionen zu betreten. Acht Worte könnten dabei behilflich sein:


    „Gott ist die Liebe, in der ich vergebe.“ (3)



    Gott mit Liebe zu verbinden, erzeugt Vertrauen in das Leben. Vertrauen ermöglicht, Liebe anzunehmen. Gott stellt die Liebe dar, die es mit möglich macht, auf Schuldzuweisungen zu verzichten, da der Nutzen von Vergebung in der Gegenwärtigkeit allumfassender Liebe gesehen wird.
    Ist es nicht die Angst, die ein Urteil spricht? Ist es nicht die Liebe, die Vergebung ermöglicht?


    Gott vergibt nicht, weil er nie verurteilt hat.“ (4)



    Hier wäre dann auf die Funktion des Heiligen Geistes einzugehen. Gott sieht nicht auf unsere Fehler beim Lernen. Worauf Gott schaut, das ist Wirklichkeit. So wird der Heilige Geist im Kurs als Mittler zwischen Erkenntnis und Wahrnehmung verstanden, weil weiterhin nichts wirklich geschehen ist.


    Warum erheben wir Schuld und Angst zum Grundprinzip unserer Zivilisation?
    Warum erheben wir nicht Vergebung und Liebe zum Grundprinzip einer neuen „Fehlerkultur“?


    Vertrauen und Vergebung ist es, was die Welt benötigt. Nicht, weil Schuld existiert, sondern, um unsere Unschuld zu erkennen. Wenn wir nicht verurteilt wurden, warum sollten wir dann urteilen?


    Fehler freudig zu begrüßen, nimmt dem „Fehlerteufel“ seinen Schrecken. Wir alle haben uns geirrt und wir sollten darüber wirklich froh sein. Hätte ich mich mit meiner früheren Beschreibung der Welt nicht geirrt, könnte ich weiterhin nicht über den Irrtum hinausblicken. Den Irrtum ansehen zu können und sie zu berichtigen, ist die Funktion des Heiligen Geistes.


    Würde Gott unseren kindlichen Zuwendungsspielchen eine Bedeutung verleihen, hätten sie eine Bedeutung. So vermittelt uns der Heilige Geist die Verbindung unserer Gedanken mit ihrer Quelle.


    Sophia-Weisheit könnte als ein „Router“ betrachtet werden, ein Verbindungsmodul zu unseren ursprünglichen Gedankenwelten, lange bevor Form und Materie überhaupt entstand. Die Konstruktion eines Neuropeptides, also jeder damit zusammenhängende elektrische und chemische Impuls, ist - evident und beweisbar - schon in unserer DNA angelegt, bevor wir die Absicht entwickeln, einen Gedanken zur Anwendung zu bringen.


    Den Gedanken zu entwickeln, dass uns diese Hilfe zuteilwird, lässt den Begriff „Verbündeter“ bildlicher erscheinen, den wir mit einer persönlichen Gottesvorstellung wählen. Der Heilige Geist überwindet die konkrete Form und stellt die Anbindung zum Abstrakten wieder her.
    Um das Internet nach eigenen Wünschen nutzen zu können, benötigen wir einen Router. Die Entscheidung, welche Informationen wir wählen, wird davon nicht berührt. Es wird eine Möglichkeit geschaffen. Eine Möglichkeit, von der wir selten annehmen, dass sie „wahr“ ist. Daher ist es der Zweifel, der aus diesem Wissen wieder Glauben machte. Wenn unser Geist einen W-Lan-Anschluss besitzt, müssten wir diesen Erkennen, um ihn nutzen zu können.


    Wie die persönliche Religionsvorstellung auch individuell aussehen mag, sie wirkt positiv, wenn keine Fixierung auftritt. Und sie wirkt negativ, wenn Fehler mit Sünde und Strafe gleichgesetzt werden. In der Anwendung der Gedanken wird die Verbindung zur Quelle liebevoller Gedanken aufgebaut. Diese Biologie der Liebe ist das fundamentale Prinzip der Schöpfung. Wie weit die Elementarkraft Liebe reicht, wird in der Vergebung deutlich, die immer mindestens zwei Menschen aus diesem menschengemachten Keller der Schuld herausführt.


    Selbst die Organisationsformen von Religion scheinen zunehmend die globale Ebene von Kohärenz im Umgang mit größeren Lebensdimensionen fordern. Ein Papst, der zur Revolution auffordert, bezeugt, dass die Selbstentfaltung der Einen Seele nicht durch das Ego aufzuhalten ist. Wie könnte Gott das Ego verurteilen? Wenn Eltern ihre Kinder verurteilen würden, dächte ein objektiver Beobachter dann nicht folgerichtig, dass sie sich selbst damit anlehnen und verurteilen?


    An seinem eigenen Selbstkonzept, reflektierend und Resonanz suchend, zu arbeiten, könnte den Prozess umschreiben, den Aerolith als einen von drei hegelschen Aspekten weiter oben mit Sühnen verband. Den Gedanken anzuwenden, ist freie Entscheidung. Das „Ich bin“ ist eine Einleitung, die mit „jetzt“ verknüpft, die Grundformel zu Sätzen liefert, die bei dauerhafter Anwendung mit einer „Imprägnierung des Unbewussten“ einhergehen.


    Rosenkränze besitzen 108 Perlen, die im Grunde zum Abzählen der Anzahl von Wiederholungen eines Gedankens dienen, ohne dabei zählen zu müssen. Mehr als sieben Mal sollte ein Gedanke zu Beginn der Übungen nicht wiederholt werden. Natürlich habe ich es übertrieben und mir „energetischen Sonnenbrand“ geholt. Wir takten den Prozessor höher, wenn wir Gedanken denken, die uns (über den Router Sophia-Weisheit) mit der Quelle verbinden, in dieser Analogie das Internet.


    Früher wurde diese Wissendatenbank als Akasha-Chronik bezeichnet, als Ideenwelt von Platon beschrieben, als morphisches Feld von Sheldrake erkannt und als Verschränkung von Einstein mit einer „spukhaften Fernwirkung“ verbunden. Diese Verbindung könnte als „Heiliger Geist“ aufgefasst werden. Es ist, was die Ionenwolken dazu bringt, sich in einer Absicht zu verbinden. In der Absicht, jetzt, einen bestimmten Gedanken zu denken, ohne ihn zu bewerten, bevor wir ihn gedacht haben. Die Anzahl der Anwendung eines Gedankens sollte in Einerschritten erhöht werden, Übertaktungen zu vermeiden. Mit nem C 64 ins Netz zu wollen, birgt elektronische Sonnenbrände, Wasser hilft in jedem Fall, die Energie aufnehmen zu können, falls es jemandem ähnlich gehen sollte, und sie / er die Anwendung ohne Trainingseffekte übertreibt. Gedanken sind Energie und aus Gedankenschwingungen entsteht die Welt. Erst im Frieden von Vergebung wird die Welt deutlicher. Zorn über eine schuldige Welt verzerrt diesen Blick. Vergebung ist wohlverstandener Eigennutz, weil wir die Frequenz verlassen, die "bohrende Schuld" in allen Resonanzebenen erzeugt.


    Das Maß, in dem ein bestimmter Gedanke Ordnung und Kohärenz erzeugt, wäre als Negentropie zu beschreiben. Gedanken sind Energie und Gedanken verlassen ihre Quelle nicht. Daher haben wir den Himmel nie verlassen. Wir sehen es nur nicht. Auswahl von Gedanken, die Dauer und Anzahl der Anwendung, die Intensität und die Intention - all dies zusammen erlaubt es, den Sinn und den Nutzen von Vergebung in sich selbst zu bemerken. Diese Form geistiger Gesundheit ist es, die eine positive, dynamische, vertrauens- und liebevolle Beziehung zu einer persönlichen Gottesvorstellung ermöglichen. Wir können über den Router Heiliger Geist jeden Ort im Netz aufsuchen, die Energie folgt der Absicht. Liegen verbindende und lebensförderliche Absichten vor, warum sollte das Leben seinen Segen dazu nicht geben?


    Vergebung nutzt immer allen und ist daher ein "Plussummenspiel". Liebe kann nicht selektiv sein.Liebe ist immer maximal. Würde sie begrenzen, wäre es keine Liebe. So ist Gottes Liebe zu uns unbegrenzt, warum sollten wir dann den Entzug von Liebe mit Erziehung, Machtspielen und falsch verstandener Sühne durch "Bestrafung" verbinden? Innere Ethik ist durch Strafe nicht zu erreichen, im Gegenteil, die Strafandrohung an sich wirkt paradox, selbst in den kulturellen Vorstellungen über eine Zeit nach dem - dann ja an sich inexistenten Tod. Wer könnte ein Leben lieben, das vom Tod bedroht ist? Zum Glück haben wir uns geirrt. Ohne die Angst vor dem Tod hätte ein Schuld- und Strafsystem keine Wirkung. Die Unfreiheit beginnt mit dem Glauben, das Leben in uns selbst sei einzig an den Körper gebunden.

    Wollte nur bemerken, dass wir einen inneren Netzzugang besitzen. Bei Überspannungen dreimal die Augenlider fest zusammenkneifen, so wird der Download gedanklicher Energie beendet. Kaltes Wasser hilft.


    (1) aus: „Gesundheit ist ansteckend“ von Th. D. Petzold, S.61

    (2) aus: „Gesundheit ist ansteckend“ von Th. D. Petzold, S.62

    (3) aus: „Ein Kurs in Wundern“, Lektion 46. S. 73

    (4) aus: „Ein Kurs in Wundern“, Lektion 46, S. 73

  12. #12

    AW: Ein Kurs in Wundern: Sinn und Funktion von Vergebung

    Praktische Anwendung von Gedankenübungen

    Zweck der Gedankenübungen ist es, sich mit der Quelle aufbauender Gedanken zu verbinden. Aus dieser Auswahl der Verbindung schöpfen wir spirituelle Energie, die als Nahrung für die Seele gelten könnte. Fühlen wir uns auf physischer Ebene kraftlos, ist meist eine unterernährte Seele ursächlich, die sich ihrer Geistverbindung bisher in weiten Teilen unbewusst blieb.

    An dieser Verbindung zu arbeiten, könnte mit dem Pflegen einer Freundschaft verglichen werden. Im Kurs wird aufgefordert, Gott als Freund zu betrachten und Gott manchmal so zu benennen - wenn wir es wünschen, die Wirkung zu erfahren. Ein wirklicher Freund urteilt nicht, sondern nimmt Anteil, ohne Bedingungen zu stellen. Gott als Freund zu bewahren bedarf jedoch einer Einsicht: Unser Freund ist der Freund aller Menschen. Nicht ein Freund besonderer Menschen in abgestuften Konzepten relativer Besonderheit.

    Wenn wir unseren Freund überreden wollen, jemanden als Feind zu betrachten und ihn zu bestrafen, treiben wir einen Keil zwischen die Freundschaft unseres Freundes und die Menschen. Einen Freund zu zwingen, sich für die Freundschaft zu mir, und gegen die Freundschaft zu einem "Schuldigen" zu entscheiden, ist nicht förderlich für den "Freundeskreis". Ich weiß nicht viel, aber Freunde in Intrigen, Schuld und Rache einzubinden, vergiftet das Klima, in dem Freundschaft gedeihen kann. Mit wirklichen Freunden gehen wir achtsam um, sonst könnte die Freundschaft ja keinen dauerhaften Bestand haben.

    Wie es wirkt, Gott als Freund anzusprechen und sich so zu verhalten, kann jeder nur für sich selbst ergründen.

    Würden wir einen "unterwürfigen Freund" wollen? Diese besonderen Beziehungen beruhen auf Abhängigkeiten in bestimmten Zuwendungsspielchen des Egos, es sind jedoch selten offene Freundschaften und meistens zerbrechen sie im Lauf der Zeit an "unausgesprochenen Annahmen" über Art und Rahmenbedingungen des Emotionalvertrages "Freundschaft".

    Mit Freunden unternimmt man gern etwas, lässt sie teilhaben am eigenen Leben und ist offen für ihre Gefühlslage. Freunde sind soziale Thermostate, die einen runterkühlen, wenn man überkocht und wärmen, wenn es einmal kalt ist. Nicht wirklich, weil sie etwas tun. Einfach, weil sie da sind.

    Was uns die Freundschaft mit unserem Vater nicht einfacher macht, ist das Urteil über seine Art der Freundschaft mit "Schuldigen", die wir verurteilen, nicht jedoch der Freund unserer Feinde. Führen wir Krieg gegen andere Menschen, führen wir Krieg gegen unseren Freund im Gegenüber. Werden wir älter, sehen wir im Vater einen Freund. Was hilft, ist die Aufgabe des Urteils.

    Ratsch und Tratsch sind negative Zuwendungsspiele, die sich zumeist gegen diejenigen richten, die gerade nicht da sind, sich also nicht verteidigen können. Dieser Ausschluss zugunsten "diebischer Freude" ist Energiediebstahl. Ursächlich ist die eingangs erwähnte, unterernährte Seele. Seele als Begriff wird im Kurs nicht verwendet, da dieser Begriff äußerst umstritten definiert wird. Verurteilen wir einen Menschen, binden wir den Freund im Gegenüber in unser Urteil ein. Unser Freund möchte, dass sich alle achten, indem wir auf Konzepte "besonderer Freundschaft" aus der Einsicht verzichten, dass unser aller Freund an allseitig guter Freundschaft interessiert ist.

    Das Beziehungsgeflecht aller Freundschaften, die später durch "Schuld" zu Feindschaften werden konnten, überblickt physisch die NSA, auf spiritueller Ebene der Heilige Geist. Die NSA spielt Gott auf physischer Ebene, der Heilige Geist ist die Stimme für unsere Freundschaft auf emotionaler, mentaler und geistiger Ebene.

    Das Gedankenministerium der NSA kennt alle Gedanken, Uber nennt es den Blick Gottes. Beim Heiligen Geist besteht der Unterschied darin, auch die Gedanken Gottes zu kennen und als Mittler zwischen den Welten zu fungieren. Gott blickt nicht auf unsere Feindschaften, bedenke, Mensch: Es würde die Freundschaft belasten. So blickt der Heilige Geist in beide Welten und die Kenntnis aller Lebensbücher erlaubt die Berichtigung unserer Irrtümer.

    Das ist die Aufgabe des Heiligen Geistes, so wie ich es bisher zu sehen erlernt habe. Ich weiß gar nichts, beim zweiten Durchlauf der Gedankenübungen stelle ich fest, was ich damals überlesen habe. Nicht zu wissen, worauf die Übungen im Ergebnis hinauslaufen werden, war für mich augenscheinlich ein Problem: Ich wollte die Kontrolle nicht aufgeben. Eine kontrollierte Freundschaft ist jedoch mit Abstrichen verbunden. Sie verliert Spontanität, Freude und Natürlichkeit im Versuch, das Unbegrenzte zu begrenzen.

    Für mich ist der Heilige Geist so etwas wie ein persönlicher Nachrichtendienst, der mich mit Informationen, Gedanken und Energien verbindet, so, wie es meinem Lehrplan situativ in diesem Moment der Entwicklung entspricht. Jeder hat einen individuellen Lehrplan, die Vernetzung der Einzellehrpläne zu einem sinnvollen Ganzen ist die Aufgabe und die Funktion der Stimme für unseren Freund. KLS nennt diese Stimme Gewissen. Je häufiger wir en Freund im Gegenüber verurteilen, ohne seinen Lehrplan zu kennen, umso leiser wird die Stimme für unseren Freund.

    Die Funktion und Wirkungsweise des Heiligen Geistes bei den Übungen gehört für mich persönlich zu den Punkten im Lehrplan, die ich mir erarbeiten muss. So sagt der Kurs an einer Stelle: Entscheide, was du lehren willst, und du wählst, was Du lernst. In dieser bescheidenen Hoffnung "übe" ich daher, die Funktion des Heilgen Geistes beim Kettenbrief der Vergebung zu beschreiben. Indem ich erkenne, ohne die Stimme meines Gewissens ein ruheloser Spielball der Elemente zu sein, gelingt durch die Berichtigung der Irrtümer (die Bewertung des Freundes im Gegenüber), eine Anbindung an die Stärke des Christus-Bewusstseins.

    Das Christus-Bewusstsein ist der innere Christus, der immer deutlicher wird, je mehr wir uns bei der Neukonstruktion eines tragfähigen Selbstkonzeptes vom Heilgen Geist "beraten" lassen. Diese innere Zusammenarbeit verbindet die beiden "Mitarbeiter", wie von Vera Birkenbiehl weiter oben treffend beschrieben. Wenn Bewusstsein und Unterbewusstsein gemeinsam eine Absicht teilen, bildet sich das Gemüt eines Menschen. Dieses unerschütterliche Gemüt ermöglicht die Entwicklung des inneren Christus-Bewusstseins.

    Was daher für andere Anwender des Kurses nützlich sein könnte, sei hier vorläufig als Erfahrung vermerkt:

    1. Es ist durchaus hilfreich, ins Auge zu fassen, die Gedankenübungen ein zweites Mal durchzuführen.

    Mein heutiger Beobachtungsposten auf die Wirkungen bei der ersten Anwendung ist eine beobachtende Beobachterposition. Ein damliges Ich verbindet sich mit einem dieses nun beobachtende Jetzt-Ich und bemerkt dabei eine Veränderung. Der Kurs zielt auf eine Veränderung der Wahrnehmung der Welt ab, dabei ist der Heilige Geist durch die Vermittlung persönlich erfahrbarer, individueller "Synchronizitäten und Singularitäten" behilflich, die darauf abzielen, den Irrtum durch eine andere Erfahrung zu berichtigen.

    Nicht durch Konzepte und Gedanken, sondern im Gestalten einer Freundschaft liegt die helfende Hand, die uns heraufzieht. Anders gesagt: Durch meine Entscheidung, etwas tatsächlich über ein Jahr konsequent durchzuziehen, habe ich in den Ausbau einer "Freundschaft" investiert. Es gibt auch beim zweiten Durchlauf der Übungen Tage vor einer Übung, und Tage nach einer Übung. Jeder Leitgedanke öffnet eine Tür eines Adventskalenders.

    Um jedoch Enttäuschungen vorzubeugen: Es geht um einen friedlichen und ausgewogenen Geist, nicht um Macht oder Ego-Spielchen. Es ist eine individuelle Entwicklung, die, wenn sie begonnen wird, eine Selbstentfaltung anstößt. Doch sagt der Kurs über sich selbst, es sei ein Weg, nicht der Alleinige. Ist jedoch die Entscheidung getroffen, können wir auch im Versagen nicht versagen. Zwar gehen wir manchmal drei Schritte vor und zwei zurück, aber selbst im Umweg liegt ein lehrreicher Nutzen.

    Jemandem diese Möglichkeiten durch ungerechtfertigte Urteile zu nehmen, bedeutet, den Freund unseres Freundes im Keller anzuketten. Was gleichsam nicht als freundlich betrachtet werden könnte. Jedwede Konzeption von "relativer Besonderheit", die nicht auf Kooperation beruht und friedliche Koexistenzabsicht ausdrückt, hat zwei Seiten. Einzig die Anbindung an die innere Stimme des Gewissens, einer eingebauten salomonischen Sichtweise auf festgefahrene Standpunkte, einer rechtshemispärischen Prozessbetrachtung, dienen die Gedankenübungen.

    Der Kurs dient insofern dazu, die Zeit des individuellen Lernens zu beschleunigen. Geschrieben ist es, als würde Christus zum Leser sprechen und seine Worte an Dich persönlich richtet. Trotzdem erhebt sich der Kurs über die Organisationsformen von Religion. Indem bedingungslose Liebe als Grundkraft wirksam ist, können Schnittmengen die vorherigen Standpunkte verbinden und Gemeinsamkeiten hervorheben. Sich des Freundes unseres vermeintlichen Feindes zu vergegenwärtigen, hat Wirkungen. Das Gegenteil, Menschen "fuchsteufelswild" zu machen, indem sie im ungerecht(fertigt)en Urteil angekettet werden, beherrschen wir schon recht wirkungsvoll. Sehen wir den Freund des Feindes, überwinden wir das Ego durch Gegenwärtigkeit. Nicht sofort und immer, einfach mit Hilfe gewisser Werkzeuge immer öfter.

    Es ist ein Training in gedanklicher Selbstorganisation, durch die Erfahrung der Wirkung der Anbindung an bestimmte Gedankenfelder wird uns die Möglichkeit vergegenwärtigt, die Wellen des Bewusstseins zu beruhigen und den inneren Frieden zu finden, der beabsichtigt ist, vermittelt zu werden. Eine Schulung im Erkennen, dass Geben und Nehmen identisch sind. Auf den gemeinsamen Freund hinter unseren gegenwärtigen Feinden zu blicken, wäre ein liebevolles Konzept, das niemanden auschließen müsste. Da bedingungslose Liebe immer maximal ist, könnte darin ein Aspekt des Christus-Bewusstseins ausgedrückt werden.

    Begründung für 1.

    Ohne alle Übungen schon zu kennen, befand ich mich weiter in einem Abwägungszustand, wie weit ich die Gedanken als "richtig und wahr" einordnete. Alle Gedanken sofort als richtig und wahr anzunehmen, gelang meinem kognitiven Bewertungsmodul in Sprache nicht zu fassen und Bilder der rechten Hemispäre standen als Erfahrungssymbole noch nicht zur Verfügung.

    Im zweiten Durchlauf kann ich auf Bilder, Emotionen und Erfahrungen ohne Vorbehalte zurückgreifen und die frühere Ich-Situation reflektierend mit der gefühlten Welt innen und der wahrgenommenen Welt im Außen zu einer Prozessentwicklung verbinden.

    2. In der Sprache des Kurses wird mehr als der Verstand angesprochen. Die Worte zwischen den Zeilen sind Symbole für das Unbewusste. Gedankenübungen sind "Spielzeiten" für das Unbewusste. Es spürt unsere Kommunikationsabsicht und wir lernen mit dem Freund im Außen auch einan Freund im Inneren kennen, von dem wir glaubten, er sei ein Feind.

    3. Christus-Bewusstsein enthält alle Eigenschaften, darin liegt die Gerechtigkeit unseres Freundes: Jeder besitzt alle Talente, Eigenschaften und Fähigkeiten. Es gibt keinen Grund sich um die alten Ego-Spielzeuge zu streiten. Vertrauen, als Grundlage einer freundlichen Welt, entwickelt sich automatisch aus der Absicht, die Freundschaft zu pflegen. Wie einen Garten, den wir pflegen und mit Wasser versorgen.

    4. Jetzt kann ich die Übungen besser nachvollziehen und verstehe manche Hinweise besser

    5. Mir wird klarer, worauf der Kurs abzielt und ich kann die Wirkungen annehmen, ohne sie ständig innerlich mit "meinem Willen" abgleichen zu müssen. Ich erkenne eine gemeinsame Absicht und kann mich zurrücklehnen. Wir müssen nichts tun. Wir müssten einfach den Heiligen Geist im Gegenüber wirken lassen, ohne schon zu bewerten, was gerade geschieht.

    6. Solange mir dieser Kontrollverlust als Opfer erscheint, glaube ich nicht, in einem freundlichen Universum zu sein. Erkenne ich bedingungslose Liebe zu allen Menschen als Absicht und Ursache an, kehrt sich die auf dem Kopf stehende Welt um. Statt die Welt weiter zu verfluchen lernte ich, sie anzunehmen. Nicht die Welt stand auf dem Kopf. Einzig meine Wahrnehmung war verzerrt.

    7. Das Ego, dem wir alle folgten, ist eine Illusion. Es zu zähmen ist wie bei einem Wildpferd: Durch Gewalt und Strafe werden wir niemals das Vertrauen gewinnen. Die Irrtümer zu verlernen, sind die Gedankenübungen hilfreich.

    8. Durch den Kontakt mit dem inneren Beobachter, dem Gewissen, und durch die Anbindung an das Heilige Geistfeld beginnt unser Garten individuell zu blühen. Das Unkraut herauszureißen, müssten wir wissen, was Unkraut ist. Pflanzenkunde vermittelt der Kurs durch Erfahrungen. Im Ziel sind diese individuellen Erfahrungen kollektiv verknüpft. Zeit endet erst, wenn alle aus freiem Willen erkennen, einen gemeinsamen Freund zu haben. Innen wie Außen. Zu erkennen erst im Frieden, den wir, jeder auf seine Art, in uns selbst zu fühlen lernen.

    9. Ziel ist es, kein Mangelgefühl und keinen Überdruss zu empfinden, sondern "wunschlos glücklich" zu sein. Frei von jeder Störung des Konkreten können wir im Jetzt feststellen, derzeit überhaupt keinen Wunsch zu empfinden. Es ist gut, wie es jetzt ist, kein Mangelgefühl, kein Gefühl, etwas "loswerden" zu müssen.

    10. Um dieses Vertrauen zu schaffen, wird das Wunder als Mittel verwendet, die Zeit des Lernens zu beschleunigen. Wobei der Gesamtlehrplan erhalten bleibt, einzig die dafür benötigte Zeit wird verkürzt. Daher verwende ich oben den Begriff der Synchronizität und der Singularität: Jeder hat seinen Lehrplan und doch sind alle Pläne vernetzt. Irgendwann hat jeder Schüler die Schulzeit beendet, manchmal halten wir auch das für ein Wunder.

    11. In diesen Spielzeiten für das innere Kind erstatten wir uns der verlorenen Lebensfreude zurück. Staunen ist ein Teil dessen. Wer glaubt denn Kinder für etwas bestrafen zu müssen, dass sie noch nicht verstehen konnten? Einfach, weil sie Kinder waren. Langsam, aber sicher, werden wir uns unserer Quelle wieder bewusst.

    12. Gedankenübungen sind seelische Nahrung für das innere Kind. Mein inneres Kind war recht zornig darüber, "aufgegeben" worden zu sein. Es überhaupt nicht mehr zu beachten, machte es nicht wirklich fröhlicher. Beim Spielen lernen wir, die früheren Irrtümer zu verlernen.

    Was persönliche Erfahrungen subjektiver Natur sind. Jeder ist alles, kein Grund für Stress. Es gibt viele Gründe, den Körper ein freundliches Gesicht machen zu lassen. Gedankenübungen sind einer davon: Mir macht es Spaß, Gedanken zu denken, auf die ich möglicherweise sonst erst viel später gekommen wäre. Wunder sind jedoch keine Schaustücke, sie sind Lernhilfen. Da lag bei mir ein kleiner Irrtum. Ein Punkt sei angesprochen, der jedoch individuell in meiner PErson begründet liegt: Ich war einmal ein völliges Riesenarschloch. Konkret. Und mit einem Ego ausgestattet, dass selten durch die Tür passte. Es gab im ganzen Universum im Prinzip nichts, außer meinem Ego.

    Es ist nicht weg, eher betrachte ich es mittlerweile recht wertfrei bei seinen Versuchen, mich wiederum in Illusionen zu verwickeln. Ich erkenne es jedoch früher und bleibe gelassener. Durch die Gedankenübungen ist eine Unterscheidungsfähigkeit entstanden, die nutzlose Konflikte vermeidet und nicht mehr im Angriff die beste Verteidigung sieht. Die Angst in Verbindung mit Schuldgefühlen verdunkeln den Horizont. Die Angst für uns aufzulösen, ist nicht Teil des Lehrplans, uns durch die Angst zu führen, damit wir nicht hinter das Licht geführt werden, ist Bestandteil des Lehrplans.

    Das Ego aufzugeben, erscheint am Anfang paradox, ist es doch, was uns als Person zu bestimmen scheint. Erkennen wir, alle Eigenschaften in uns zu haben, endet die krampfhafte Suche im Außen. Wir entscheiden uns für den Spatz in unserer kleinen Hand und selten für die Taube auf dem Dach. Wir wählen nur den Zeitpunkt, wann wir lernen wollen. Das wir einst gelernt haben werden, steht außer Frage. Zeit ist insofern relativ, das Ergebnis der Zeit ist gewiss.

  13. #13

    Einleitung und Abschluss

    Vorläufig abschließend zumindest die Einleitung des Kurses als Originalzitat, damit sich nach meinen subjektiven Lese- und Übungseindrücken der Sinn des Buches nachvollziehen lässt. Geschildert in der Absicht, Neugier zu wecken und seine eigene Erfahrungen darüber zu sammeln, wer wir wirklich sind. Um das in geeignete Worte zu fassen, zitiere ich mal die Einleitung zum vorläufigen Abschluss meiner subjektiven Ausführungen.

    "1. Dies ist ein Kurs in Wundern. Es ist ein Pflichkurs. Nur die Zeit, in der du ihn machst, steht dir frei. Freier Wille bedeutet nicht, dass du den Lehrplan bestimmen kannst. Es bedeutet nur, dass du wählen kannst, was du zu einer gegebenen Zeit lernen willst. Der Kurs zielt nicht darauf ab, die Bedeutung der Liebe zu lehren, denn das ist jenseits dessen, was gelehrt werden kann. Er zielt vielmaehr darauf ab, die Blockaden zu entfernen, die dich daran hindern, dir der Gegenwart der Liebe, die dein angestammtes Erbe ist, gewahr zu sein. Das Gegenteil von Liebe ist Angst, doch was allumfassend ist, kann kein Gegenteil haben.

    2. Dieser Kurs kann daher so zusammengefasst werden:

    Nichts Wirkliches kann bedroht werden.
    Nichts Unwirkliches existiert.


    Hierin liegt der Frieden Gottes." (1)

    Das Wunder ist die Liebe, die ohne Gegenteil erschafft. Alle Äußerungen der Liebe sind immer maximal. Wir sind keine Körper, wir sind FREI. Daher bin ich dankbar, den Kurs zur autonomen Freiheit meines Geistes gefunden zu haben. Besser gesagt, ich erzählte einem Freund davon, der mir das Buch zwei Tage später geschenkt hat. Bücher finden ihre Wege zu den Menschen, denen sie behilflich sein können, zumeist auf ihre eigene Weise. Alles nur ein kleiner Hinweis, gehen lernen wollen, ist eine freie Entscheidung über das Wann. Wir können uns einfach nicht ewig dafür entscheiden, nicht (gehen) lernen zu wollen. Es ist in der Zeit schlichtweg unmöglich.

    "Ich bin daheim. Die Angst ist hier der Fremde."



    Sache der Seele ist es, Freude zu empfinden. Reine Freude ist unser natürlicher Geistzustand. Der ganze Rest, das sind unwirkliche Fremde. Für die Liebe gibt es keine Angst auf unbekannten Wegen, sie zieht uns vorwärts dorthin, wo wir niemals nicht getrennt waren. So, wie wir wirklich sind, blieben wir für alle Zeit. Von der Ego-Projektion zur schöpferischen Verwendung des Geistes führt der Kurs in erfahrbarem Kontext. Jeder für sich und das All für uns alle. Alle wollen doch langsam nach Hause, die Spielzeit kann in der Zeit nicht ewig sein. Entscheidet jeder für sich, was Sinn macht. Für mich ist der Kurs ein Plussummenspiel, daher meine Empfehlung.




    (1) Seite 1 Einleitung, Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag

    (2) Seite 302 Übungsbuch, Lektion 160

  14. #14

    AW: Einleitung und Abschluss

    Nachtrag:

    Gibt im Netz zwei Übersetzungen, daher hier erstmal ein Video über den "Heiligen Augenblick".

    https://www.youtube.com/watch?v=7ZBOJwkuXec


    Aus der englischen Originalversion wurde bei folgender Übersetzung einige Begriffe anders übersetzt. Wenige Begriffe, aus einer anderen Kontextebene betrachtet, weil anders übersetzt, bewirken ein erweitertes Bild, wenn eine "Sowohl-als auch" Perspektive eingenommen werden kann.

    Wenn aus dem Begriff "Heiliger Geist" in obiger Übersetzung, bei der unteren Quellenangabe dann als "3. Auge" betrachtet wird, ändert sich die auch die Anbindungsmöglichkeit. Aus Sühne im vorgenannten Kontext wird in der anderen Übersetzung dann "Versöhnung", den Aspekt habe ich weiter oben noch nicht so gesehen.

    Wer sich selbst ein Bild machen möchte, sollte beide Versionen auf sich wirken lassen und entscheiden, welche Definitionen ihr / ihm besser zusagt.

    https://www.youtube.com/watch?v=7Wh6tUw7UZ8


    Ich höre mir das Textbuch mal in der zweiten Version an, eine erweiterten Kontext beim Lernen einzubinden. Als Hörbuch ist es ganz praktisch, denn ich spare die Zeit und Energieaufwendung des Lesens und kann den ähnlichen Inhalt über einen weiteren Sinneskanal aufnehmen.

    Daneben sollte sich jeder sein eigenes Bild davon machen, was für sie / ihn hilfreich ist. Manchmal empfinden wir es als schmerzlich, zu erlernen, das Ego in seiner Struktur zu erkennen, doch im Grunde ist es keine Entscheidung:

    Wie könnten wir in der Zeit am Willen der Ewigkeit etwas verändern? Das Unbehagen des Egos ist ein "Wachstumsschmerz", die Furcht, als machtlos entlarvt zu werden. Unbehagen wird durch (salvation) Vergebung (1) bzw. Versöhnung (2) aufgehoben.

    In der Übersetzung bestand die Schwierigkeit, folgende Begriffe im Deutschen sprachlich abzugrenzen:

    make / create als machen / erschaffen
    know / perceive als erkennen / wahrnehmen
    wish / will als haben-wollen / wollen
    mind / spirit als Geist / reiner Geist

    Geklärt werden in der Einleitung jeweils die Begriffe:

    change one´s mind als anderen Geistes werden
    knowledge als Erkenntnis
    salvation als Erlösung (von Schuld als Sühne) (1) heilende Versöhnung (2)
    denial als Verleugnung / Leugnung (psychologischer Begriff: grundlegenste Hierarchie von Angriffsmechanismen)
    defencelessness als Wehrlosigkeit

    Wollte ich nur ergänzen, die eigene Betrachtung nicht einzugrenzen.

  15. #15
    andere/dimension
    Laufkundschaft

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Zitat WirSindIchBin

    Das Wunder ist die Liebe, die ohne Gegenteil erschafft.
    .................................................. ..............................

    So sehr ich deine Worte ansonsten auch schätze, aber die Liebe ist alles andere als ein Wunder. Sie ist eine simple Erfindung der Natur und dient nur zwei Zwecken:

    1. der Fortpflanzung
    2. das zu erhalten, was da fortgepflanzt wurde

    zu 1.
    hat sich das mit der Fortpflanzung erledigt...geht auch die Liebe. Das was dann bleibt bezeichnen wir irrtümlicherweise zwar auch als Liebe, aber das hat eher etwas mit Gewohnheit und der Angst vor dem Alleinsein zu tun.

    zu 2.
    diese Liebe bleibt das ganze Leben, denn die Brut muss lebenslänglich beschützt werden. Kleine Kinder kleine Sorgen, große Kinder große Sorgen. Deshalb auch; Blut ist dicker als Wasser. In 99% aller Fälle würde die Frau den (geliebten) Mann verlassen, müsste sie sich zwischen Mann und Kind entscheiden. Das 1% darf man getrost als jene Ausnahme ansehen, die die Regel bestätigt. Die Liebe der Mutter für das Kind ist die wahrhaftigste Form der Liebe.

  16. #16

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Siehst Du, es wäre wahrlich ein Wunder, über die oben beschriebene "besondere Liebe" hinweg zur "bedingungslosen Liebe" zu blicken.

    Wir wissen nicht mehr, wie es sich anfühlt, von All und Universum bedingungslos geliebt zu werden. Daher erfinden wir mentale Konzepte, die das Gefühl ersetzen, das wir eigentlich suchen.

    Sich nicht von Gott geliebt zu fühlen, ist die Ursache des Gefühls der Trennung. Es wäre Gott auch recht, würden wir ihn einfach "Freund" nennen, damit Religion den Weg nicht zustellt, der allen offensteht. Die Absicht öffnet das Tor, das die Grenze der Ego-Liebe bildet. Liebe zu suchen und zu "brauchen" bedeutet, im Moment keine Liebe zu fühlen. Liebe im Herzen ist eine unerschöpfliche Quelle, diese Liebe wird mehr, wenn sie geteilt wird. Daher erschafft die bedingungslose Liebe ohne Gegenteil. Liebe, als Konzept für besitzanzeigende Pronomen die mit dem "Besitz einer Quelle von Liebe" verbunden werden, sind Abhängigkeitskonstrukte zur Abwendung von Einsamkeit. Einsamkeit, die wir empfinden, weil auch in der Zweisamkeit die Einheit nicht dauerhaft gefunden werden kann. In der Verbindung zum All liegen viele Möglichkeiten für die Äquivalente von Liebe auf allen Ebenen.

    Alles Drama ist ein Wettstreit um die Liebe unseres Freundes. Wie das Ego seine verzerrten Fehlschöpfungen in Konzepten relativer Besonderheit erbarmungslos zu Tode liebt, liebt Gott seine Schöpfungen bedingungslos bis zu ihrer gefühlten Einsicht, bedingungslos geliebt zu werden, bedingungslos. Darin sind sich Ego und Gott gleich. Allerdings kann sich das All nicht in dem irren, was wir sind. Das Ego lebt davon.

    Die einzige "Sünde", die wir nach Kurs begehen können, ist es, zu glauben, wir seien nicht die Kinder eines guten Freundes. Glauben wir an die Strafe eines zornigen Gottes für unsere Entwicklungsverzögerung und die diversen Umwege, begehen wir den gleichen Irrtum, wie viele Religionsvorstellungen.

    Wenn wir Liebe auf die physisch biologische Funktion reduzieren, hast Du recht. Aber ich glaube, hierin wäre eine unzulässige Begrenzung zu sehen.

    Es wird gesagt werden, es gibt nichts Wirkliches, dass nicht aus Liebe erschaffen wurde. Die Trennung ist der Glaube, dass dem nicht so ist.

    Es könnte gesagt werden, die Aufgabe der Natur ist es, Liebe in Aktion zu ermöglichen. ISt eben die ebenbildliche Frage, auf welcher Ebene wir diese Liebe ansiedeln.

    Die physische Ebene ist die (mental) abgespeckte Version einer Suche nach "Mutterliebe" und sind Ausdruck von Konzepten zur Abwendung von Einsamkeit, die "Partnerschaft" genannt werden. Uns auf hormonelle Reaktionen zu reduzieren, und Liebe psychologisch als das "Fehlen von Kritikbewusstsein" einzuordnen, wird der Macht von Liebe nicht gerecht. Liebe, ohne die Macht, Hormone zu steuern, wäre hilflos. Machtspiele ohne Liebe benötigen die unbewusste Hormonsteuerung auf physischen Reizleitungen.

    Auf astraler Ebene können wir mit Menschen interagieren, mit denen wir dort eine Beziehungsübereinstimmung finden.

    Auf mentaler Ebene könnten sich zwar zwei deckungsgleiche gedankliche Konzepte von Liebe finden, was jedoch angesichts permanenter Veränderung einen recht fragilen Zustand beschreibt. Sie lieben ihr Ego im Außen, nicht das Gegenüber. Das Gefühl schwindet mit den mentalen Grenzzäunen.

    Auf intuitiver Ebene finden wir Begegnungen von Seelenhälften, Seelenfreunde, Seelengruppen und Seelenpartnern, die nicht in der Physis begonnen haben, zu sein.

    Auf spiritueller Ebene finden wir die Ganzheit einer Beziehung zu einem Freund. Wir könnten finden, was seelische Ganzheit genannt wurde, bevor der Fall in die Dualität Bedürfnisse überhaupt entstehen ließ. Vor dem Bedürfnis war kein Mangel an Liebe wahrnehmbar.

    Auf universeller Ebene ist es die Hochzeit von Himmel und Erde im Jetzt. Es gibt kein Innen, es gibt kein Außen. Es gibt kein Oben, es gibt kein Unten. Es gibt weder Zukunft, noch Vergangenheit. Es gibt nur bedingungslose Liebe auf allen Ebenen.

    Daher ist für mich die Vertreibung aus dem Paradies eine kognitive Grenze, die durch den "Apfel vom Baum der Erkenntnis", also den Verstand entstand. Vorher bestand kein Bedarf nach dem kognitiven Feigenblatt des NEIN. Der Fall in den Verstand, der uns sagt, wir seien nicht die gemeinsamen Kinder einer freundlichen Familie.

    "Unser Kurs befasst sich mit keinem Konzept, das nicht für jeden annehmbar ist, ungeachtet seiner formalen Überzeugungen. Mit seinem Ego fertig zu werden wird für ihn genug sein..." (S. 60 Handbuch)

    Religion spielt im Kurs keine Rolle, da es seine Anwendung ist, die uns die Funktion der Liebe lehrt. Die Bedeutung der Liebe zu lehren, liegt weit jenseits dessen, was Sprache ermöglicht und ist eine indivuduelle Erfahrung. Verbindung, als das Gegenteil von Trennung, entsteht im eigenen Bewusstsein. Die Wirkung der Allverbundenheit ist es, die das Ego hinwegleuchtet. Ohne es vorher anzugreifen. Das Ego hat sich gebildet, als wir uns getrennt und schutzlos fühlten, aber das war ein Irrtum, der entstand, als wir noch glaubten, ein sterblicher Körper zu sein.

    Alle Überzeugungen, die zu innerer Harmonie führen, könnten hilfreich sein. Vielleicht ist dieses Zitat hilfreich:

    "Die Sühne / Versöhnung könnte mit einem totalen Entrinnen aus der Vergangenheit und einem völligen Mangel an Interesse für die Zukunft gleichgesetzt werden." (S.61 Handbuch, Ein Kurs in Wundern)

    (Den sollte ich mir mal hinter die Ohren schreiben...)

    Wir haben allem die Bedeutung gegeben, die es seither für uns besitzt. Liebe ist ohne Grenzen. Mitgefühl soll älter sein, als dieses Universum.

  17. #17
    andere/dimension
    Laufkundschaft

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Ich glaube schon, dass die Liebe Grenzen hat - und wir sind sogar manchmal in der Lage diese zu verschieben. Zwar lässt auch die Liebe uns wachsen, aber wenn es um unser eigenes Überleben geht...entwickeln wir Kräfte, die es uns ermöglichen die Liebe hinten anzustellen. Die letzten Tage ist mir ganz besonders aufgefallen, dass die attraktivsten Frauen zwischen 35 und 45 mit entweder wesentlich älteren, oder deutlich unattraktiveren Männern als sie selbst liiert sind. Die Frauen werden behaupten, dass dies ein Beweis ihrer Liebe ist, da diese sich nicht von einer Oberflächlichkeit wie dem Aussehen abhängig macht. Dass diese Männer Geld und oder Macht haben, sehen sie nicht als Oberflächlichkeit...sondern als angenehme Begleiterscheinung. Da bin ich wieder bei den Frauen und ihrer ganz eigenen Auffassung von Wahrheit und Lüge. Wenn die Frau die 30 überschritten hat, dann wägt sie ganz genau ab. Die Liebe fällt ihr nicht mehr einfach so über den Instinkt (wie von der Natur gewollt) in den Schoß, sondern die Frau bewegt sich auf das zu was sie ihr die meisten Vorteile verspricht und nennt es dann Liebe. Wäre ich gläubig würde ich sagen: Gott hat den Mann erschaffen und der Teufel das Weib. Denn wer, außer dem Teufel selbst, würde etwas derart bösartiges so hübsch verpacken?!? Männer führen immer wieder mal einen "großen", vernichtenden Krieg, aber irgendwann ist der zu Ende, die Fronten geklärt - und es zieht der Frieden wieder ein. Frauen führen tausend kleine Kriege, von denen kaum jemand etwas mitbekommt - doch diese Kriege enden nie. Wenn eine Frau eine andere Frau auf dem Kicker hat, dann hält diese Feindschaft ein ganzes Leben lang. Die Männer schlagen sich die Zähne ein und dann ist die Sache vergessen. Gott und der Teufel wollten ihre jeweilige Macht über den anderen über Spielfiguren demonstrieren. Gott erschuf den Mann - und weil Gott ein ehrlicher Kerl ist, ließ er seine Spielfigur so erscheinen wie sie ist. Der Teufel legte nicht alle Karten auf den Tisch und gaukelte mit der Frau ein Wesen vor, das auf dem ersten Blick dem Mann unterlegen ist und erst dann mit seinen Fähigkeiten (Waffen) aufwartet, wenn niemand mehr damit rechnet. Nun warten beide gespannt welche Figur die Oberhand behalten wird - ich kann dir jetzt schon sagen wie es ausgeht. Frauen sagen, ein Mann wird mit 40 erst richtig interessant. Was sie damit meinen ist; dann hat er Geld und Macht, oder eben nicht. Hat er, ist er interessant, hat er nicht...dann ist er eben uninteressant. Bis Horst das begriffen hat ... ist er schon längst zum Aussterben verdammt. Auf Ladys first wird die Dame, auch mit Quotenregelung, niemals verzichten.

  18. #18
    andere/dimension
    Laufkundschaft

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Folgendes Experiment:

    Fünf Frauen, 20,30,40,50 und 60 Jahre alt. Alle haben schon mehrmals verlauten lassen, dass sie ihr Partner schon lange nicht mehr spontan zu einem romantischen (noblen) Essen ausgeführt hat.
    Wir weihen ihre Partner ein und lassen sie mit folgendem Satz nach Hause kommen: "Schatz, Du hast die Wahl; ich habe uns heute Abend zwei Plätze bei dem exquisiten Spanier am Elbufer reserviert,
    dort hin möchte ich gerne entführen - wenn Du aber nicht magst, darfst du dir eine Handtasche von Louis Vuitton aussuchen.

    1. die 20-jährige sagt: "Scheiß auf L.V., komm lass uns gehen
    2. die 30-jährige überlegt eine Weile und entscheidet sich für die Handtasche
    3. die 40-jährige entscheidet sich sofort für die Handtasche
    4. die 50- jährige überlegt eine Weile und entscheidet sich für die Handtasche
    5. die 60-jährige sagt: " Wie kommst Du zu solch einer Frage?" Dann zieht sie ihren Mantel an und sagt "Lass uns gehen"

    Wir Männer behaupten Frauen wären kompliziert - sind sie nicht - ganz im Gegenteil...sie sind sehr einfach gestrickt. Nur haben wir mit unterschiedlich alten Frauen zu tun. Unsere Mütter sind anders (alt) als unsere Frauen und unsere Kolleginnen anders (alt) als unsere Nichten. Das kann einen schon mal durcheinander bringen.

  19. #19
    andere/dimension
    Laufkundschaft

    AW: Ein Kurs in Wundern

    ...übrigens ein Grund, warum sich junge Frauen oft sehr gut mit reiferen Damen verstehen. In den Augen der 20-jährigen handelt die 60-jährige ebenso wie sie - auch wenn sie nicht weiß warum. Umgekehrt natürlich ebenso...nur weiß die 60-jährige warum. Junge Frauen himmeln sehr oft ihre Omis an - nun weißt Du auch warum.

  20. #20

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Zitat von anderedimension:

    "Ich glaube schon, dass die Liebe Grenzen hat - und wir sind sogar manchmal in der Lage diese zu verschieben. Zwar lässt auch die Liebe uns wachsen, aber wenn es um unser eigenes Überleben geht...entwickeln wir Kräfte, die es uns ermöglichen die Liebe hinten anzustellen."

    a: wenn wir Grenzen verschieben, bleiben sie trotzdem bestehen. Liebe ist grenzenlos, weil, wenn sie es nicht wäre, jemand davon ausgeschlossen sein könnte. Dann wäre Liebe allerdings eher "böse", weil sie ja durch "Liebesentzug" bestraft, bzw. versucht, bestimmte "Verhaltensweisen" zu konditionieren.

    b. die Verhaltensweisen von Frauen und Männern sind größtenteils den Konventionen, Konfessionen und Erziehungsmodellen geschuldet, die uns anerzogen wurden. Das Abhängigkeitskonstrukt, Mann zahlt - Frau ist abhängig und daher mit materiellen Geschenken verhaltenstechnisch in gewisser Weise "käuflich", stammt wahrlich aus dem Balzritualkatalog der Tierwelt. Bedürfniskommunikationen in Abhängigkeitskonstrukten gestalten "besondere Beziehungen".

    c: Im Kurs geht es um die Erfahrung einer nondualen Liebe. Es ist die Liebe vor der Polarität, die Vereinigung der männlichen und weiblichen Seelenanteile kann auch in eine im Kurs so genannte "Heilige Beziehung" einfließen, in dem die spiegelbildlichen Eigenschaftspaare ausgetauscht und jeweils integriert werden. (das Gegenkonzept zu "verlorenen Seelenfragmenten")

    d: die Grenzen besonderer Beziehungen führen zu Gräben, Gräbern und endlosen Grabenkämpfen. Liebe wird in der Nondualität, dem ungeteilten Seelenzustand vor der Dualität - dem entwei gerrissen sein, zu einer Ganzheit. Diese Ganzheit wird geteilt mehr als die Summe ihrer Teile.

    e: wir können lernen, diese Ganzheit in uns selbst wahrzunehmen und zu teilen. Es ist dieser geteilte Zweck, der Beziehungen heilig macht, denn er erkennt, dass Erfüllung nicht gegeben werden kann, ohne von Liebe erfüllt zu sein. Die Heilige Beziehung sieht das Göttliche im Gegenüber, Licht blickt liebevoll auf Licht. Nicht auf Abhängigkeiten vom eigenen Licht...

    f: die Dramen aus Mangel an Liebe sind zahllos, jedes negative Zuwendungsspiel hat seinen ursächlichen Aufbau in einer Enttäuschung darüber, dass Liebe (egal auf welcher Ebene im Außen) gesucht wird, ohne die Quelle innen gefunden zu haben.

    g: die energetische Ausstrahlung des Herzens soll elektrisch rund 50 Mal, und magnetisch an die 2000 Mal stärker sein, als die Gehirnströme mit ihren Feldwirkungen. Stimmen Herz und Hirn gemeinsam ein altes Lied an, könnte von einem inneren Leuchten gesprochen werden.

    h: diese Erfahrung bedarf der Grenzaufhebung, nicht der Grenzkorrektur. Ein Irrtum.

    i: "Lehre nur Liebe, weil du nur Liebe bist." (S.94 Ein Kurs in Wundern)

  21. #21
    Unregistriert
    Laufkundschaft

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Zitat WirSindIchBin

    a: wenn wir Grenzen verschieben, bleiben sie trotzdem bestehen. Liebe ist grenzenlos, weil, wenn sie es nicht wäre, jemand davon ausgeschlossen sein könnte. Dann wäre Liebe allerdings eher "böse", weil sie ja durch "Liebesentzug" bestraft, bzw. bestimmte Verhaltensweisen zu konditionieren
    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Die Liebe ist ein Kugelfisch. Die Zutaten und Zubereitung kann jeder nachlesen, aber vom ungelernten Koch zubereitet...erwartet dich ein tödlicher Genuss.

    Zitat WirSindIchBin

    b. die Verhaltensweisen von Frauen und Männern sind größtenteils den Konventionen, Konfessionen und Erziehungsmodellen geschuldet, die uns anerzogen wurden. Das Abhängigkeitskonstrukt, Mann zahlt - Frau ist abhängig und daher mit materiellen Geschenken verhaltenstechnisch in gewisser Weise "käuflich", stammt wahrlich aus dem Balzritualkatalog der Tierwelt. Bedürfniskommunikationen in Abhängigkeitskonstrukten gestalten "besondere Beziehungen".
    -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Dem setze ich entgegen, dass die typischen Verhaltensweisen und Reaktionen von Mann und Frau überall auf der Welt die gleichen sind - egal wie isoliert ein Volk auch aufgewachsen ist.
    Erziehungsmethoden otimieren nur das...was ohnehin schon da ist.

    Zitat WirSindIchBin

    e: wir können lernen, diese Ganzheit in uns selbst wahrzunehmen und zu teilen. Es ist dieser geteilte Zweck, der Beziehungen heilig macht, denn er erkennt, dass Erfüllung nicht gegeben werden kann, ohne von Liebe erfüllt zu sein. Die Heilige Beziehung sieht das Göttliche im Gegenüber, Licht blickt liebevoll auf Licht. Nicht auf Abhängigkeiten vom eigenen Licht...
    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    dem widerspricht, dass gerade die Menschen oft am glücklichsten sind, die ihr Glück nicht von der Liebe abhängig machen.

    Zitat WirSindIchBin

    : die Dramen aus Mangel an Liebe sind zahllos, jedes negative Zuwendungsspiel hat seinen ursächlichen Aufbau in einer Enttäuschung darüber, dass Liebe (egal auf welcher Ebene im Außen) gesucht wird, ohne die Quelle innen gefunden zu haben
    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Der Mangel an (gefühlter) Liebe alleine ist noch kein Drama - nur die unerwiderte Liebe wird zum Drama. Wenn ich selbst aber keine Liebe empfinde, dann muss ich keine entbehren. Überspitzt könnte man sagen: Das Loslassen von der Liebe ist der Schlüssel zum Inneren Frieden.

  22. #22

    AW: Ein Kurs in Wundern

    "Überspitzt könnte man sagen: Das Loslassen von der Liebe (aus dem Außen) ist der Schlüssel zum Inneren Frieden."

    "dem widerspricht, dass gerade die Menschen oft am glücklichsten sind, die ihr Glück nicht von der Liebe abhängig machen." (Wer kann glücklich sein, ohne Liebe zu fühlen?)

    "Dem setze ich entgegen, dass die typischen Verhaltensweisen und Reaktionen von Mann und Frau überall auf der Welt die gleichen sind - egal wie isoliert ein Volk auch aufgewachsen ist." (Wenn die Mangeldefinition identisch ist, ähnelt sich auch das Verhalten. Gab aber auch mal die Amazonen.)

    "erwartet dich ein tödlicher Genuss." (Der Genuss ist nur für das Ego tödlich. Daher sucht es Liebe und findet sie doch bedrohlich))

  23. #23

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Zitat von unregistriert:

    "Der Mangel an (gefühlter) Liebe alleine ist noch kein Drama - nur die unerwiderte Liebe wird zum Drama"


    Der Unterschied ist, dass Liebe, die wirklich Liebe ist, nicht enttäuscht werden kann. Unerwiderte Liebe ist unmöglich, sehen wir die Quelle von Liebe im Göttlichen. Sehen wir den Besitz von Liebe als Ziel, ist unerwiderte Liebe möglich.

    Liebe hat drei Schaltzustände:

    a: Liebe haben wollen
    b: Liebe geben wollen
    c: Liebe ohne "bedingende Mangeldefinition" aus a oder b, da die Quelle im eigenen Herzen verortet wird und daher kein Mangel an Liebe besteht


    Es gibt entweder Liebe oder Angst im Herzen. Beides zugleich kann nicht gefühlt werden. Ein Mangel an Liebe erzeugt die Angst. Angst ist eine Eigenschaft des Egos. Liebe ist die Ur-Sache aller Schöpfung. Liebe ist die Ursache des Lebens und dort, wo Leben ist, muss Liebe gewesen sein.

    In Wahrheit gibt es nur Liebe. Mehr gibt es nicht. Wir wählen die Illusion, uns in der Angst vor Liebesentbehrung - von der Erwiderung im Außen abhängig zu machen - weil wir uns nicht selbst lieben können, ohne uns von Gott geliebt zu fühlen. Wer Gott im Gegenüber erkennt, kann nicht enttäuscht sein, da damit auch die Quelle im eigenen Herzen gefunden wird.

    Wir sind Liebe und daher führt die Suche im Außen zur Enttäuschung, was die Aufhebung der Täuschung bedeutet. Mit der Aufhebung der Fehlverortung der Quelle von Liebe werden die Abhängigkeitskonstrukte überflüssig. Über-flüssig bewirkt einen erweiterten Aggregatzustand - etwas ist mehr als flüssig,

    Liebe ist klebrig, wenn sie an Abhängigkeitskonstrukte gebunden wird. Flüssig, wenn sie fließt und über-flüssig, wenn die Quelle erkannt wird.

    An besseren Worten arbeite ich noch.

  24. #24
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    1.September 2013
    Beiträge
    427
    Auch die Amazonen gehören in die Welt der Fabeln. Zwar gab es schon immer kämpfende Frauen, ob zu Fuß oder hoch zu Ross, aber nicht so organisiert wie uns das die griechische Mythologie glaubhaft machen möchte. Das waren Verstoßene oder Geächtete, die sich aus der Not geboren zusammenschlossen, jedoch nicht mit dem Ziel als Femen durch die Savanne zu ziehen um für irgendeine Sache zu kämpfen. Die Frau hat selten, im Gegensatz zum Mann, das Große und Ganze im Blick, sondern viel mehr den heimischen Herd - deshalb sind ihr auch Eroberungskriege so suspekt - dazugewonnenes Areal ist für sie nutzlos, wenn das heimische schon alles bietet was Frau braucht. Einzige Ausnahme; man siedelt im neue Gebiet Schuhgeschäfte an - davon kann es gar nicht genug geben.


    Zitat WirSindIchBin

    (Wer kann glücklich sein, ohne Liebe zu fühlen?)


    Das ist eine fiese Frage, da die Liebe viele Farbnuancen hat. Die Liebe muss nicht immer gleich ein weltumfassender Regenbogen sein. Ein Mann würde nie sagen, dass er seinen besten Freund liebt - die Frau hingegen liebt ihre beste Freundin und trägt das auch gerne nach Außen. Ist die Frau 60 Jahre alt, gesund, aktiv, hat zwei drei gute Freundinnen...dann liebt sie ihr Leben und ist glücklich. Ein Mann könnte dieses Glück nochmals bereichern...aber auch gefährden. Ist der Mann 60 Jahre alt, gesund, aktiv, hat zwei drei gute Freunde, dann ist er deshalb nicht unbedingt glücklich. Möglich, dass er von seinen Kindern geliebt wird - diese "Liebe" ist für ihn aber nicht so sehr greifbar - Liebe verbindet er auch immer mit Partnerschaft. Es ist also gar nicht so ausschlaggebend wie viel Liebe wir erhalten, sondern inwiefern wir in der Lage sind Liebe zu "empfangen". Der beste Sender ist nutzlos, wenn der Empfänger ausgeschaltet bleibt. Die Antennen der Frauen sind andere.

    Zitat WirSindIchBin

    Liebe ist die Ursache des Lebens und dort, wo Leben ist, muss Liebe gewesen sein.
    ----------------------------------------------------------------------------------------------

    Nein, die Ursache allen Lebens sind zufällig zustande gekommene chemische und physikalische Verbindungen - zur Erhaltung des Lebens braucht es in erster Linie den Sexualtrieb. Die Liebe gibt es nur dort, wo sie benötigt wird um ein Leben schützend zu begleiten. Jegliches Handeln eines Menschen wird vom Sexualtrieb bestimmt - nur sind wir uns dessen nicht bewusst. Die partnerschaftliche Liebe gibt es auch nur bei jenen Rassen, wo das Weibchen die Brut nicht alleine großziehen kann. Bei allen anderen Gattungen reicht der Sexualtrieb aus. Untersuchungen zeigen, dass eine Frau, unabhängig von ihrem Alter und der "Qualität" des Partners ihr Leben lang nach einem (genetisch) besseren Partner Ausschau hält. Diese Programme laufen automatisch ab - wir können sie in keiner Weise beeinflussen. Das macht es mir auch so leicht glücklich liierte Frauen zu vögeln - sie erkennen instinktiv, dass meine Gene besser sind als die ihres Partners - und obwohl ihre Zeit des Gebärens abgelaufen ist, können sie nicht anders als dem Befehl der Natur zu folgen. Alles andere sind nur romantische Vorstellung einer Spezies...die sich damit abfinden will, dass sie für Mutter Natur nur eines von vielen ihrer Kinder sind. Das ist der Nährboden für Legenden von Gott und dem Paradies. Es gibt weder einen Schöpfer noch ein Paradies - das Leben beginnt an Punkt a. und endet an Punkt b./da macht die Natur auch für uns keine Ausnahme.

    Neue Untersuchungen zeigen auch: Umso älter der Vater bei der Zeugung, desto hässlicher der Nachwuchs. Hier steuert die Natur wohl dem entgegen, dass dies Schule macht und zum Erfolgsmodel wird. Passt zu meiner Beobachtung, dass die attraktivsten Weibchen sich mit deutlich älteren Männchen paaren. Das tun sie aus Kalkül heraus - was aber nicht im Sinne der Natur ist. Die Natur möchte, dass wir mit dem Partner ficken der für uns am attraktivsten ist - denn die empfangene Attraktivität ist ein genetisches Signal. Umso symmetrischer das Gesicht, desto attraktiver wirkt auf uns das Gegenüber. Beim Nachwuchs alter Männer fehlt diese Symmetrie. Wenn schon der Vater die Natur beschissen hat, dann soll das seinem Nachwuchs nicht auch noch gelingen. Trotz ansonsten eiskalter Berechnung, einen Quasimodo möchte keine Frau zum Kind haben.

  25. #25

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Diese Sichtweise ist logisch, solange wir uns als Körper definieren. Damit sind wir jedoch in der unglücklichen Lage, ein Leben zu leben, das ständig vom Tod bedroht wird. Einen unfähigen Gott anzunehmen, dessen gegebenes Leben letztlich vom Tod besiegt wird, ist der Grund des Irrtums, sich nicht vom Leben geliebt fühlen zu können.

    Als Bewusstsein sind wir nicht an den Körper gebunden. Altert das Bewusstsein?

    Der Geist nimmt an, er müsse altern und altert aufgrund dieser Annahme. Wobei es Augen in alten Menschen gibt, die viel wacher wirken, als die Augen mancher junger Menschen. So ist Alter für Bewusstsein kein Thema.

    Unbewusste Programme bleiben unbewusste Programme, bis sie erkannt werden. Ist sich der Beobachter der Programme des Unbewussten bewusst, können sie ausgebaut oder verlernt werden.

    Weiß die Frau, warum sie auf welche Weise programmiert ist, kann sie sich objektiver entscheiden, was sie wählen möchte.

    Weiß der Mann, dass seine Tendenz - alle Weibchen zu schwängern, alle Kinder anderer Väter zu töten und alle anderen Männer zu dominieren, zu vielerlei Problemen führt, könnten wir auch dieses durchschauen und bewusst entscheiden, ob wir diesen Krieg wählen.

    Nehmen wir einmal an, es wird gesagt, Maria Magdalena und Christus hätten drei Nachkommen gehabt. In 66 Generationen über 30 Jahre bei 1.5 Nachkommen liegt die Anzahl derer, die von dieser Genetik profitiert haben, bei 7 Milliarden. Warum ich das mal ausgerechnet habe? Keine Ahnung.

    Insofern wäre die Genetik von Maria Magdalena und Jesus Christus in jedem von uns. Eine biologisch genetische Form von Auferstehung im Fleisch.

    Wobei ich dafür einen anderen Buchordner beginnen müsste und "Die Christus-Matrix" einbinden müsste. Im Kurs ist die Funktion des Körpers, ein Kommunikationsmedium für Gott zu sein und daher folgt der Körper dem, was seine Aufgabe ist. Heilung ist nur ein anderer Name für Gott und KRankheit nur eine weitere Folge der Illusion, ein Körper zu sein.

    Wir sind kein Körper, wir sind reiner Geist, der eine Reise in einem Körper unternimmt, um Dinge zu lernen, die ohne Körper nicht zu lernen wären.

    Insofern ist der Körper eine Lerneinrichtung. Er ist jedoch auch eine Lehreinrichtung in dem Sinn, in ihm die Wirkung der Übernahme des Geistes in der automatischen Installation bestimmter Auto-Start-Routinen erkennen zu können.

    Wir könnten im Körper erkennen, wie Geist die Materie steuert. Das ist das Wunder der Heilung vom Wahnsinn der Angst ohne Liebe.

    Handlungsfähigkeit entsteht, die Opferrolle verblasst, ein Gefängnis wird zu Freiheit. Wir sind keine Körper, wir sind frei. Wir sind freie Geister in einem Körper, dessen Seele nach allen Erfahrungen strebt, die noch nicht integriert wurden. Jeder ist alles und jeder erlebt alles.

    Ist die Maus satt, schmeckt das Mehl bitter. Lebenshunger ist die Folge der Annahme einer einzigen Existenz, die dazu verdammt ist, den Würmern als Futter zu dienen. Liebe ist das Grundgesetz des Kosmos und das Leben endet nicht mit dem Tod.

    Für mich einfach zu behaupten, war nach einem Unfall schon mal "drüben". Ist daher für mich eine erlebte Realität. Ob jeder diese Realität vorfindet, kann ich nicht wirklich sagen. Jeder findet wohl eher, was seinem "Restlebenshungerprofil" der Seele noch entspricht. Reinkarnation ist nach Kurs insofern unmöglich, als das Konzept von Zukunft und Vergangenheit aus der Ewigkeit heraus anders betrachtet wird: "Es gibt keine Vergangenheit oder Zukunft, und die Idee der Geburt in einem Körper, ob einmal oder mehrere Male - hat keine Bedeutung." (S.60 Handbuch, Ein Kurs in Wundern)Der Himmel ist immer zunächst innen, oder er kann auch nicht im Außen sein. Alle Zeit ist immer jetzt, es gibt keine andere Zeit. Daher ist der Himmel hier und jetzt, oder er ist nicht. Sein kann der Himmel nur in deinem Bewusstsein. Wo sonst? Was nicht vom Geist ins Bewusstsein gehoben wird, ist nicht. Was im Bewusstsein ist, ist überall im All.

    Für jede Form von Wahrnehmung ist Bewusstsein nötig. Was ist daher das Bewusstsein der Frau beim Gencheck, die im Sekundenbruchteil erkennt, welche Teile einer Kette über 66 Generationen noch fehlen, das gesamte Ebenbild zusammenzusetzen? Bedenke Mensch hier die ungewöhnlichen Fähigkeiten sogenannter Indigo- und Gold-Kinder. Was die Natur im Busch verfolgt, kann zwar chemisch und physikalisch eingeordnet werden, was insgesamt dahinter steht, können wir erst verstehen, wenn wir sind, was wir sein werden.

    Sind wir zufällig im Körper anwesender Geist, verbringen wir das Leben in einer panischen Angst vor dem unausweichlichen Tod.

    Was jedoch kann uns ängstigen, sind wir im reinen Geist verwurzelt?

    Es ist einfach eine andere Frequenz, die entsteht, denken wir Gedanken wie den folgenden: "Die Liebe hat mich erschaffen wie sich selbst." (Übung 67)

    Wird dieser Gedanke wiederholt gedacht, verstärkt sich die Wirkung. Was ist dann Ursache und was ist die Wirkung? Und was war vorher nicht?

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