Was führt zu Krankheit, was zu Gesundheit?

3. „Schuld fordert Strafe, und ihre Bitte wird erfüllt. Nicht in Wahrheit, sondern in der Welt der Schatten und der Illusionen, die auf der Sünde aufgebaut ist. Der GOTTESSOHN hat wahrgenommen, was er zu sehen wünschte, weil die Wahrnehmung ein Wunsch ist, der in Erfüllung ging. Die Wahrnehmung verändert sich, da sie dazu gemacht ist, den Platz der unveränderlichen Erkenntnis einzunehmen. Doch ist die Wahrheit unverändert. Sie kann nicht wahrgenommen werden, sondern nur erkannt. Was wahrgenommen wird, nimmt viele Formen an, doch keine hat Bedeutung. Wird es der Wahrheit überbracht, ist seine Sündenlosigkeit ganz offensichtlich. Wird es von der Wahrheit fern gehalten, scheint es eine Bedeutung zu haben und wirklich zu sein“.

Schuld ist die Folge der Trennung von GOTT. Unsere Trennung von GOTT macht uns krank. Andere Menschen bestrafen zu wollen, ist somit ein Symptom der Trennung von GOTT, wie auch Krankheit nur ein anderer Name dafür ist, GOTT nicht gesehen haben zu wollen.

Nicht in der Wahrheit ist dieses wirklich, sondern in der Welt der Ego-Schatten und seinen Angstträumen. Träume, die auf dem Irrtum aufgebaut sind, unseren FREUND nicht sehen zu wollen und zugunsten dieser „schrecklichen Autonomie“ bauen wir eine Welt auf, die zuweilen als teuflisch angesehen wird. Wir haben wahrgenommen, was wir zu sehen wünschten, weil die Wahrnehmung ein Wunsch ist, der in Erfüllung ging. Wie wir wahrnehmen, verändert sich und Veränderung wollte gesehen werden, um den Platz der gegebenen Erkenntnis einzunehmen. Wo Erkenntnis wahr war, wollte Veränderung wahrgenommen werden.

Die Wahrheit hinter der Wahrnehmung ist weiterhin unverändert. Sie kann erkannt werden, doch da sie sich nicht verändert, kann die Wahrheit nicht wahrgenommen werden. Was und wie wir wahrnehmen, kann alle Formen annehmen, doch keine bildet das Unveränderliche ab. GOTT ist kein Körper und ER nimmt uns nicht als Körper wahr, sondern als Kinder SEINES GEISTES. Wird die Wahrnehmung der Form, somit auch der Körper, der Wahrheit des Geistes überbracht, ist die Sündenlosigkeit der Welt ganz offensichtlich.

Hält das Ego uns in seinem Autonomiestreben von GOTT, also der WAHRHEIT, fern, scheint diese Ego-Welt eine Bedeutung zu haben. Bei GOTT in der Ewigkeit hat Wahrnehmung keine Bedeutung. Wie wir mit Freude das wahrnehmen, von dem wir wollen, dass es uns gezeigt werde, ist eine Frage angewandter Entscheidungsregeln.

Festzuhalten bleibt: Wir haben wahrgenommen, was wir zu sehen wünschten. Was wir sehen, ist Folge dieser Entscheidung. Daher müssen ganz offensichtlich unsere Entscheidungsregeln nicht korrekt sein. Die Welt, die wir vermeinen zu sehen, ist Folge der Ideen von Veränderung. Da jedoch Veränderung in der Ewigkeit keine Bedeutung mehr besitzt, ist die Welt der Veränderungen erstens nicht von GOTT und zweitens niemals in SEINEM GEIST als wahr wahrgenommen worden. GOTT erkennt, das schließt die Welt der Veränderung und der Wahrnehmung kategorisch aus. Welche Bedeutung sollte die Ewigkeit dem Irrtum in der Zeit beimessen?

Was uns kollektiv der Wahrheit und damit der geistigen Gesundheit annähern könnte, wären, insofern naheliegend, andere Entscheidungsregeln. Was willst du, dass es dir gezeigt werde? So fragt der Kurs. Wahrnehmung ist ein Wunsch nach Veränderung, der in Erfüllung ging. Da dieser Wunsch nicht in der Ewigkeit in Erfüllung gehen konnte, sind wir „hier“. Die Wahrheit ist davon unberührt. So heilt die Wahrheit und die Lüge (GOTT im Gegenüber und uns wäre „unwahr“) macht uns krank.

Über Entscheidungen im Kontext von Besonderheit wird in diesem Hörbuch gesprochen:
https://www.youtube.com/watch?v=T0FU...CzPxZ&index=75

Ab 4:00: "Eine unerkannte Überzeugung ist eine Entscheidung für einen Krieg im Geheimen"...

„Die Sühne ist die einzige Gabe, die es wert ist, an Gottes Altar dargebracht zu werden, aufgrund des Wertes des Altares selbst. Er wurde vollkommen erschaffen und ist gänzlich würdig, Vollkommenheit zu empfangen. Gott und seine Schöpfungen sind vollständig abhängig VONEINANDER. ER hängt von ihnen ab, weil ER sie vollkommen schuf. ER gab ihnen SEINEN Frieden, damit sie nicht erschüttert und nicht getäuscht werden könnten. Doch jedesmal, wenn du dich fürchtest, bist du getäuscht, und dein Geist kann dem Heiligen Geist nicht dienen. Das hungert dich aus, indem es dir dein tägliches Brot vorenthält. GOTT ist einsam ohne seine Söhne, und sie sind einsam ohne IHN. Sie müssen lernen, die Welt als Mittel zu betrachten, das die Trennung heilt. Die SÜHNE ist die Gewähr dafür, dass es ihnen letztendlich gelingen wird.“(2)

All der "Schadenszauber" dieser Welt dient dazu, die unerkannte Überzeugung für einen Krieg gegen uns und unser SELBST, die uns aushungert, "kompensieren" zu wollen. DIE WELT IST NUR DAS MITTEL, DAS DIE TRENNUNG HEILT!

Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
(1) Textbuch Seite 558
(2) Textbuch Seite 22