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Thema: Ein Kurs in Wundern

  1. #401

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Fortsetzung Lektion 140
    „Nur von der Erlösung kann man sagen, dass sie heilt“. (1)
    9. Wir wollen uns heute nicht durch das irreführen lassen, was uns als krank erscheint. Heute gehen wir über Erscheinungen hinaus und erreichen die Quelle der Heilung, von der nichts ausgenommen ist. Das wird uns in dem Maß gelingen, in dem uns klar wird, dass es niemals eine bedeutsame Unterscheidung zwischen dem geben kann, was unwahr ist, und dem, was gleichermaßen unwahr ist. Hier gibt es keine Grade und keine Überzeugungen, dass das, was nicht existiert, in einigen Formen wahrer als in anderen ist. Sie sind allesamt falsch und können geheilt werden, weil sie nicht vorhanden sind.(2)

    Schauen wir auf eine „kranke Welt aus kranken Gedanken“, blicken wir in die Augen der Medusa und „versteinern“ am logischen Trugschluss dieser „Wahrnehmung“. Die Quelle der Heilung wurde in das Reich der anfänglichen Unmöglichkeit verlegt, womit Unterschiede zwischen dem Irrtum bedeutsam erscheinen, das Göttliche in uns könne sozusagen in der Zeit mehr oder weniger „abgeblättert“ sein und daher brauche das „Nicht-Göttliche“ in uns eine Berichtigung oder Korrektur. In Absatz 9 verschmelzen die Unterscheidungen, die Bewertungen und Beurteilungen, die Verurteilungen, und nicht zuletzt die Rache, zu vielen Formen mit gleichem Inhalt. Allesamt bauen sie auf der Grundprämisse auf, das ewig Unveränderliche könne eine Veränderung (durch das Träumen) erfahren.

    (Kap 21:IX) „Der innere Wechsel“
    https://www.youtube.com/watch?v=w7yk...CzPxZ&index=64

    Wenn die letzte Frage beantwortet wurde, kann ein vollständiger und ständiger Wechsel in der Betrachtung des Zweckes der Verleugnung als schon gegeben erkannt und anerkannt werden (5:38). Es steht nichts zwischen der Heiligkeit und unserem Gewahrsein derselben (6:00). Welche Form die auf einer fehlerhaften Grundprämisse aufbauenden, veränderlichen „Inkonstanten“ besitzen, ist im Prinzip nach dem inneren Wechsel bedeutungslos geworden und damit verliert die irrtümliche und eigentümliche Illusion, Heiligkeit könne „abblättern“, ihre „volkstümliche Erscheinung“ und die Form ihre Konsistenz. Substanzlos geworden, können die auf einer fehlerhaften Grundprämisse aufbauenden „Denksysteme“ nicht mehr sinnvoll mit Unterschieden und Graden des Irrtums versehen werden.

    Wollten wir wirklich sehen, was wir nun zwischen uns an Graden von eigentlichen Irrtümern wahrnehmen und als „krank“ definieren?

    Verlangten wir nach einer Welt, die uns zu beherrschen scheint?
    Wollten wir wirklich eine Welt erleben, in der wir hilflos und ohnmächtig sind?

    Können fehlerhafte Gedanken dann gefährlich sein?

    Nur, wenn es in der Zeit einen Willen gäbe, den Willen der Ewigkeit zu verändern. Nur, wenn der „Glaube“ Einzug hält, unser Bewusstsein sei an den Körper gebunden und Krankheit, Leiden, Angriff, Rache und Tod wären eine „Geißel Gottes“, die Strafe für unsere Träume.

    Das „Heilmittel“ für den Traum von möglicher Krankheit in der Zeit ist die Ewigkeit, die in diesem Satz aufleuchtet, wenn er „gedacht“ wird:

    „Nur von der Erlösung kann man sagen, dass sie heilt. Sprich zu uns Vater, damit wir geheilt sein mögen“. (2)

    Die Konstanz der freudigen Wahrnehmung - von auf ewig geheilter Heiligkeit im Gegenüber - kann ebenso erlernt werden, wie die Gedankengänge, die in die Dunkelheit des selbst gewählten Inkonstanten führen. Eine Veränderung der Ewigkeit bleibt rein physikalisch unmöglich, es kann in der Zeit keinen Willen geben, der die Ewigkeit der gegebenen Heiligkeit auslöscht und damit einem konstanten Zustand der Freude unmöglich zu machen scheint.

    „Der innere Wechsel“ baut auf einer Grundprämisse auf, die zum Ende des Hörbuches in diese Worte gefasst wurde:

    „Was ist der heilige Augenblick anderes als der Aufruf GOTTES an dich, wiederzuerkennen, was ER dir gegeben hat? Hier ist der große Appell an die Vernunft; das Gewahrsein dessen, was immer da ist, damit es gesehen werden kann; das Glück, das immer dein sein könnte. Hier ist der konstante Frieden, den du immerdar erfahren könntest. Hier wird dir offenbart, was die Verleugnung verleugnet hat. Denn hier ist die letzte Frage schon beantwortet und das, worum du bittest, schon gegeben. Hier ist die Zukunft jetzt, denn die Zeit ist machtlos, weil du nach dem verlangst, was sich nie ändern wird. Denn du hast darum gebeten, dass nichts zwischen der Heiligkeit deiner Beziehung und deinem Gewahrsein ihrer Heiligkeit stehen mögen“. (3)

    Die Quelle der Heilung wird dann dort vermutet, wo sie ist. In der Ewigkeit, nicht in den Zeit, wo sie „verloren“ gehen könnte. Wir sind schon, was wir noch suchten. Doch sagen wir, wir sind es nicht, verleugnen wir das, was wir im heiligen Augenblick erneut in unser Gewahrsein holen. Es gibt ein Denksystem, das in zwei Worte zu fassen ist:

    GOTT IST.

    Es gibt viele Formen von Illusionen, die der Traum von „Gott ist nicht“ annimmt, viele Rollen und Reiter, Wege und Streiter; doch immer sind die Träume von Krankheit darauf aufgebaut, Gott sei nicht. Ist Gott, ist Heiligkeit.

    Ist Gott nicht, ist kein Weg aus der Dunkelheit des Labyrinthes der „erlernten Kellerkinddaseins“ vorstellbar. Ein Zustand, dessen „gute Vorsätze“ den Weg zur selbstgemachten Hölle pflastern. Da aus dem Mangelgedanken (Gott sei nicht) heraus lediglich der kausale Irrtum in relative Grade unterschieden wird, wurde der innere Wechsel zu konstanter Freude unmöglich.

    So ist es im Labyrinth notwendig, Fehler zu machen und sich beim nächsten „Abbiegen“ daran zu erinnern, welchen Weg wir daher wählen müssen, nicht wieder einem neuen Irrlicht zu folgen.

    Wenn Gott jedoch als wahr wahrgenommen wird, beginnen die Grade und Unterschiede zwischen mehr oder weniger wachen Träumenden sich vor dem Licht der Heiligkeit dahinter aufzulösen. Wir sind nicht die „Rollen“ der Streiter im Traum, wollten wir Ross und Reiter einmal nennen, die zur Ego-Körper-Verwechslung führten, mit der Gedanken für Körper „gefährlich“ werden könnten.

    Aus der irrigen Annahme, „Gott sei nicht“ geht die Erschaffung des Bewusstseins aus dem Nichts einher und zugleich die Vorstellungswelt, das Bewusstsein würde mit dem Ablegen des Körpers enden. Dieser Gedanke ist „gefährlich“, obwohl er nur die Folge eine fehlerhafte Grundprämisse abbildet, die dadurch keine wirklich beständige Konstanz und Konsistenz ermöglicht. Auf tönernen Füßen aufgebaute Denksysteme erwecken den Anschein von Beständigkeit und ihr „Fallen“ wird als Verlust empfunden, doch was könnte verloren werden, was jeder in sich schon besitzt?

    Offenheit für unterschiedslose Heiligkeit macht es möglich, den Gedanken als wahr anzunehmen, dass ALLE geheilt werden könnten, da alle - in alle Ewigkeit mit Heiligkeit „geheilt“ wurden. Es gab niemals etwas, das der Heilung bedurfte. So wird gesucht, was wir immer bei uns trugen. Ist tatsächlich besonders bitter, ich suchte im Winter einmal händeringend meinen Schlüsselbund, den ich die ganze Zeit vorne im Sweatshirt trug, wobei der Schlüssel unter einem dicken Winterpullover und der Winterjacke nicht zu hören war. Wir sind taub geworden für die Lieder und Leiden all der anderen Seelen und tragen ein offenes Herz unter dem dicken Fell verborgen, das im „Überlebenskampf“ nur verleugnet wurde. Lebendige Heiligkeit zu sein, nimmt dem gefährlichen Gedanken des Glaubens an einen Nutzen (des Erblickens einer Welt) von Angriff, Hass, Rache, Kampf und sterbender Körper jegliche Bedeutung.

    Transparenz (und damit Offenheit) entsteht, wenn wir bemerken, uns vor Gott in keinerlei Illusionen (von möglicher Sünde und Schuld) „verstricken und verstecken“ zu können. Gott ist und alles, was „Ich bin, der ich bin“ denken kann, lebt in diesem Gedanken. Liebende Gerechtigkeit - als das Fundament eines soliden Denksystems - wird im Prinzip erst möglich, empfindet sich niemand mehr als Nicht-Göttliches-Bewusstsein. Es scheint in der Zeit weit entfernt zu sein, doch da es in der Ewigkeit niemals geschah, wurde die letzte Frage in dem Moment beantwortet, als sie aufkam.

    Gott ist nur Liebe und daher sind wir es auch. Der Annahme, ein Angriff auf die Heiligkeit im Gegenüber im Gegenüber könne einen Vorteil bedeuten, muss die Grundlage entzogen werden, indem begriffen wird, dass konstanter Frieden nur im konstanten Aufgeben des Angriffs zu finden ist. Die eigentliche „Sünde“ ist die Annahme, die Ewigkeit der Wahrheit könne von einem - oder von vielen - Irrtümern in der Zeit bedroht werden. Ein Ding der anfänglichen Unmöglichkeit muss es bleiben, als Geschöpf etwas zu sein, was wir nicht sind.

    Auf Kapitel 21 „Vernunft und Wahrnehmung“ folgt „Die Erlösung und die heilige Beziehung“, in dem die Vernunft noch einen weiteren Schritt zur Wahrheit macht. Denn wenn wir angreifen, wen Gott zu heilen sucht und die hassen, die ER in Ewigkeit liebt, glauben wir an die Substanz der Wirkungen eines von GOTT verschiedenen Willens. Angriff kann niemals „Erlösung“ bringen, ein Problem, das zunächst erkannt werden muss, um dann vom Heiligen Geist aufgehoben werden zu können. Heilig ist jede Beziehung, in der Angriff nicht mit einem Nutzen verbunden wird und daher Sündenlosigkeit jenseits von Funktionen als Wirklichkeit wirkt. Nur, wenn Heiligkeit wahrgenommen wird, kann Heilung als die Wirkung der Quelle wirksam sein. Wenn wir die Quelle in uns verleugnen, ist Heilung von etwas abhängig, das im Außen „so, so oder auch so“ zu geschehen hätte, damit darin die Grundlage für Heilung zu finden wäre. Doch ist Heilung wirklich das, was wir im Innen und im Außen zu sehen wünschen? Ist es das, was wir wirklich für alle wollen?

    Oder sind WIR es, die sich die Rolle eines zornigen Racheengels anmaßen, der strafend durch die Träume erträumter Schuld zieht. Das Ego sagt natürlich, es sei unmöglich, in niemandem irgendeine Schuld zu erblicken. Doch ist Schuld genau das, was wir zu blicken im Geist erwählten, bevor wir die Wahrheit verleugneten.

    Aber ist "dies" wirklich das, worauf wir sehen möchten?


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 270 – 272
    (2) Ebd.
    (3) Textbuch Seite 467

  2. #402

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Fortsetzung Lektion 140

    „Nur von der Erlösung kann man sagen, dass sie heilt“. (1)

    9. Wir wollen uns heute nicht durch das irreführen lassen, was uns als krank erscheint. Heute gehen wir über Erscheinungen hinaus und erreichen die Quelle der Heilung, von der nichts ausgenommen ist. Das wird uns in dem Maß gelingen, in dem uns klar wird, dass es niemals eine bedeutsame Unterscheidung zwischen dem geben kann, was unwahr ist, und dem, was gleichermaßen unwahr ist. Hier gibt es keine Grade und keine Überzeugungen, dass das, was nicht existiert, in einigen Formen wahrer als in anderen ist. Sie sind allesamt falsch und können geheilt werden, weil sie nicht vorhanden sind.

    10. So legen wir denn unsere Amulette, unsere Talismane und Arzneien, unsere Litaneien und magischen Mittelchen weg, welche Form sie auch annehmen mögen. Wir wollen still sein und auf die Stimme der Heilung horchen, die alle Übel als heilen und die geistige Gesundheit des Sohnes Gottes wiederherstellen wird. Keine Stimme außer dieser kann heilen. Heute hören wir eine einzige Stimme, die von Wahrheit zu uns spricht, wo alle Illusionen enden und der Frieden in das ewige, ruhige Zuhause GOTTES wiederkehrt. (2)

    Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich rate hier nicht, „den Umweg“ über Arzneimittel zu Selbstheilungskräften nicht zu gehen. Ich selbst spritze täglich mehrmals „mein Insulin“ und hoffe, durch einen „gesundenden Geist“ zu einer späteren Heilung des Körpers zu gelangen. Es wird in Absatz 10 von geistiger Gesundheit gesprochen, die darauf beruht, zu erkennen, wer wir wirklich sind. Dann ist auf die Stimme für Heilung zu hören, was mit Offenheit beginnt. Geistig gesund ist im Prinzip derjenige Körper, dessen Seele versteht, dass die Quelle allen Seins im Geist beginnt. Gott ist die Quelle aller SELBST-Heilungskräfte, völlig egal, über welchen Umweg wir Heilung suchen.

    Es wird im Textbuch genauer ausgeführt, was in Absatz 10 vom Ego gerne missverstanden wird: Da Heilung in der Erkenntnis liegt, dass die Heiligkeit Gottes in uns gegenwärtig ist, und Heilung ebenso eine Befreiung von der Angst ist, ein sterblicher Körper zu sein, muss zunächst die Angst unwirksam gemacht werden. Wenn die Angst (vor dem Gedanken, ein sterblicher Körper zu sein) geht, weil ich Arzneimittel einnehme, spreche ich von einem Umweg. Wenn dadurch die Angst zunächst für einen Moment geht, damit die Liebe unseres Freundes im Selbst gegenwärtig wirksam werden kann, die hinter jeder Heilung steht, kann der Umweg als Lernprozess gesehen werden.

    Ich denke ja tatsächlich, ohne Insulin sterben zu müssen und mein bisheriges „Lernen“ scheint diese „Auffassung“ zu bestätigen. Da mein Körper jedoch bisher nicht gestorben ist, kann der Geist darin nur auf indirekte Beweise zurückgreifen. Unabhängig davon, ob der Körper sein Leben aushauchen würde oder nicht, ist der Gedanke, kein Körper zu sein, die Befreiung aus der Angst, das Leben des Geistes würde mit dem Ablegen des Körpers enden. Denn auch die Annahmen über den Tod gründen sich in der Regel auf indirekte Beweise.

    Irgendwann wirkten bisher alle abgelegten Körper „leblos“, doch nach dem „Energieerhaltungsgesetz“ ist diese „Lebensenergie“ nicht erloschen, sie ist eben nur „woanders“, dadurch, dass die Bindung an den Körper aufgegeben wurde. Da diese Lebensenergie nicht „weg“ sein kann, ist von einer Transformation auszugehen. Sie ist nicht „hier“, aber sie ist. Heilung ist die Befreiung aus der Angst, die entsteht, wird die Quelle des Lebens im Körper verortet. Wird die Quelle des Lebens in Gott verortet, ist der Körper lediglich ein Fahrzeug, ein Lebensvehikel, vergleichbar mit einem Auto. Es ist der Fahrer, der „Leben‘“ in das Vehikel einbringt; ist kein Fahrer anwesend, steht das Fahrzeug leblos in der Gegend herum. Niemand würde davon sprechen, das „Fahrzeug“ wäre lebendig, obwohl es sich zu bewegen scheint, wenn jemand darin „transportiert“ wird. Selbst, wenn das Fahrzeug von selbst fährt, bedarf es der Eingabe des Zieles der Reise. So ist unser Körper ein autonomes Fahrzeug, das zudem Selbstheilungskräfte besitzt. Bewegt wird er durch die Eingabe des Zielortes, was dann das Motiv zur Bewegung für das autonome Fahrzeug bildet. Indem das Ziel die Grundlage für die Richtung der Bewegung festlegt, hat der Geist in der Seele des Fahrers die Reise bestimmt. Selbst wenn das Fahrzeug autonom fährt, empfängt es seine Funktion durch die Anbindung an die Quelle der Gedanken, die das autonome Fahren erdachten. Einmal könnte Gott und einmal könnte Google in diese Analogie eingesetzt werden. Beides jedoch veranschaulicht, dass Gedanken ihre Quelle nicht verlassen.

    Was „Die Erlösung und die heilige Beziehung“ bedeuten, wird in Kapitel 22 ausgeführt:
    https://www.youtube.com/watch?v=Lnnb...CzPxZ&index=65

    Das Bedürfnis, Unterschiede zwischen göttlichen Seelen zu definieren, ist die Folge des Umstandes, uns als „das Auto“ zu betrachten und zwischen dem Selbst im Gegenüber und dem Selbst in uns anhand der Farbe, Form oder des Erhaltungszustandes zu unterschieden. Dass sich die Fahrzeuge im Straßenverkehr „unfallfrei bewegen“, dafür ist immer der Geist des Fahrers oder der Programmierer der Soft- und Hardware verantwortlich. Die „Verantwortung“ für das Fahren an Google oder den Heiligen Geist „auszulagern“, räumt dem Fahrer die Möglichkeit ein, eine entspannte Reise zu genießen. Ist halt nur die Frage, ob wir uns dem Google-Hahn oder der Heiligkeit (einer jedweden Beziehung) zuwenden.

    Das Ego ist immer der Gockel. Das Selbst ist immer es selbst. Das Selbst es selbst sein lassen, ist, was im ungeheilten „Schuldmodus“ unmöglich bleibt, da wirkliche Verbundenheit zwischen Selbst und Selbst dem anderslautenden Urteil geopfert wird.

    Da Heilung immer auch Ganzheit bedeutet, ist die Botschaft der heiligen Beziehung geeignet, den Verstand einen weiteren Schritt tun zu lassen, indem der (gockelige) Glaube an Unterschiede über die Erscheinungsformen (von Fahrzeugen jedweder Art) aufgegeben wird, da dieses „Denksystem“ keinen Nutzen besitzt. Wir haben auf das gehört, was nicht kommunizieren kann (6:00 bis 9:00); in dieser Analogie haben wir mit dem Fahrzeug gesprochen und da es nicht antwortet, schauen wir wie ein Auto aus der Wäsche, da wir keine Botschaften von diesem „Ding“ erhalten.

    Bei 9:48 ist eine Aussage zu finden, die auch auf Heilung übertragbar ist:

    „GOTT hat keine Geheimnisse. ER führt dich nicht durch eine Welt des Elends und wartet darauf, dir am Ende der Reise zu sagen, warum ER dir das antut. Was könnte geheim sein vor dem Willen GOTTES? Und dennoch glaubst du, Geheimnisse zu haben“. (3)

    Warum sollte Heilung also ein Geheimnis sein? Warum sollte Krankheit Gottes Wille sein?

    Offenheit entsteht automatisch, erkennen wir, für Gott ein „offenes Buch“ zu sein. Es gibt nichts, was wir in der Dunkelheit verbergen könnten, noch etwas, das verborgen werden sollte. Dann entsteht wahre Transparenz.

    Ein Ab-Satz zur Kommunikation aus dem Hörbuch noch:

    „Von allen Botschaften, die du empfangen und nicht verstanden hast, steht dieser Kurs allein deinem Verständnis offen und kann verstanden werden. Dies hier ist deine Sprache. Du verstehst sie nur noch nicht, weil deine ganze Kommunikation wie die eines Säuglings ist. Die Laute, die ein Säugling von sich gibt, und die er hört, sind höchst unzuverlässig, und bedeuten für ihn Verschiedenes zu verschiedenen Zeiten“. (4)

    Aus dieser selektiven Wahrnehmung heraus, dem inkonstanten Gebrabbel der "Säuglings-EGOS", erwächst am Ende des Lernens das Verständnis für die gesamten Muttersprache. Kommunikation findet in der Verbundenheit von Geistern statt und bedarf keiner Worte.

    „Jeder sieht nur, was er zu sein glaubt“ (11:16 / (3)).


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 270 – 272
    (2) Ebd.
    (3) Textbuch Seite 470
    (4) Ebd.

  3. #403

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Fortsetzung Lektion 140

    „Nur von der Erlösung kann man sagen, dass sie heilt“. (1)

    1. „Heilmittel“ ist ein Wort, das auf keine Arznei angewendet werden kann, die die Welt als nützlich akzeptiert. Was die Welt als therapeutisch wahrnimmt, ist nur etwas, was den Körper >besser< macht. Wenn sie versucht, den Geist zu heilen, dann sieht sie diesen nicht getrennt vom Körper, in dem der Geist, so denkt sie, existiert. Ihre Formen der Heilung müssen daher Illusion durch Illusion ersetzen. Ein Glaube an die Krankheit nimmt eine andere Form an, und so betrachtet sich der Patient nunmehr als gesund.

    2. Er ist nicht geheilt. Er hatte bloß einen Traum, dass er krank war, und im Traum fand er eine magische Formel, um sich gesund zu machen. Er ist jedoch nicht aus dem Traum erwacht, und deshalb bleibt sein Geist genauso, wie er vorher war. Er sah das Licht nicht, das ihn wecken und den Traum beenden würde. Welchen Unterschied macht der Inhalt eines Traumes in Wirklichkeit? Entweder schläft man, oder man ist wach. Dazwischen gibt es nichts.

    3. Die glücklichen Träume, die der HEILIGE GEIST bringt, sind anders als die Träume der Welt, wo einer nur träumen kann, er sei wach. Die Träume, welche die Vergebung den Geist wahrnehmen lässt, führen keine anderen Formen von Schlaf herbei, sodass der Träumer einen anderen Traum träumt. Seine glücklichen Träume sind Vorboten dafür, dass dem Geist die Wahrheit dämmert. Sie führen aus dem Schlaf zu einem sanften Erwachen, sodass Träume vergangen sind. Und somit heilen sie für alle Ewigkeit“.

    4. Die SÜHNE heilt mit Gewissheit und sie kuriert jede Krankheit. Denn der Geist, der versteht, dass Krankheit nichts sein kann als ein Traum, lässt sich nicht von den Formen täuschen, die der Traum annehmen mag. Krankheit kann nicht kommen, wo Schuld abwesend ist, denn sie ist nur eine andere Form von Schuld. Die SÜHNE heilt nicht die Kranken, denn dies ist keine Heilung. Sie nimmt die Schuld weg, die die Krankheit möglich macht. Und dies ist wirkliche Heilung. Denn nun ist die Krankheit vergangen, wobei nichts übrig bleibt, zu dem sie wiederkehren kann.

    5. Friede sei mit dir, der du in Gott geheilt worden bist und nicht in nichtigen Träumen. Denn Heilung muss von Heiligkeit kommen, und Heiligkeit kann nicht gefunden werden, wo Sünde lieb und teuer ist. GOTT wohnt in heiligen Tempeln. Wo die Sünde eingekehrt ist, da ist ER ausgesperrt. Und dennoch gibt es keinen Ort, wo ER nicht ist. Und daher kann die Sünde kein Zuhause haben, in dem sie sich vor SEINER Mildtätigkeit verstecken könnte. Es gibt keinen Ort, wo die Heiligkeit nicht ist, und nirgends können Sünde und Krankheit verweilen.

    6. Das ist der Gedanke, der heilt. Er macht zwischen Unwirklichkeiten keinen Unterschied. Auch sucht er nicht zu heilen, was nicht krank ist, dessen eingedenk, wo Heilung gebraucht wird. Dies ist keine Magie. Es ist lediglich ein Appell an die Wahrheit, die nicht umhin kann, zu heilen und für immer zu heilen. Es ist kein Gedanke, der eine Illusion nach ihrer Größe, ihrem scheinbaren Ernst oder nach irgendetwas beurteilt, was sich auf die Form bezieht, die sie annimmt. Er konzentriert sich lediglich auf das, was ist, und erkennt, dass keine Illusion wirklich sein kann.

    7. Wir wollen heute nicht das zu heilen suchen, was nicht unter Krankheit leiden kann. Nach Heilung muss dort gesucht werden, wo sie ist, und dann muss sie auf das, was krank ist, angewendet werden, damit es geheilt werden kann. Es gibt kein Heilmittel, das die Welt bereitstellt, das in irgendetwas eine Veränderung bewirken kann. Der Geist, der Illusionen der Wahrheit überbringt, wird wirklich verändert. Es gibt keine Veränderung außer dieser. Denn wie kann sich eine Illusion von einer anderen unterscheiden außer in Eigenschaften, die keine Substanz, keine Wirklichkeit, keinen Kern haben und nichts, was wahrhaft anders ist?

    8. Heute versuchen wir, unser Denken über die Quelle der Krankheit zu ändern, denn wir suchen ein Heilmittel für alle Illusionen, nicht einen weiteren Wechsel unter ihnen. Wir wollen heute versuchen, die Quelle der Heilung zu finden, die in unserem Geist ist, weil unser Vater sie für uns in ihn gelegt hat. Sie ist nicht weiter von uns entfernt, als wir selbst. Sie ist uns so nahe wie unsere eigenen Gedanken, so nahe, dass sie unmöglich verloren gehen kann. Wir brauchen nur nach ihr zu suchen, und sie muss gefunden werden.

    9. Wir wollen uns heute nicht durch das irreführen lassen, was uns als krank erscheint. Heute gehen wir über Erscheinungen hinaus und erreichen die Quelle der Heilung, von der nichts ausgenommen ist. Das wird uns in dem Maß gelingen, in dem uns klar wird, dass es niemals eine bedeutsame Unterscheidung zwischen dem geben kann, was unwahr ist, und dem, was gleichermaßen unwahr ist. Hier gibt es keine Grade und keine Überzeugungen, dass das, was nicht existiert, in einigen Formen wahrer als in anderen ist. Sie sind allesamt falsch und können geheilt werden, weil sie nicht vorhanden sind.

    10. Wir wollen uns heute nicht durch das irreführen lassen, was uns als krank erscheint. Heute gehen wir über Erscheinungen hinaus und erreichen die Quelle der Heilung, von der nichts ausgenommen ist. Das wird uns in dem Maß gelingen, in dem uns klar wird, dass es niemals eine bedeutsame Unterscheidung zwischen dem geben kann, was unwahr ist, und dem, was gleichermaßen unwahr ist. Hier gibt es keine Grade und keine Überzeugungen, dass das, was nicht existiert, in einigen Formen wahrer als in anderen ist. Sie sind allesamt falsch und können geheilt werden, weil sie nicht vorhanden sind.

    11. Wir erwachen, indem wir IHN hören, und lassen IHN zu Beginn des Tages fünf Minuten zu uns sprechen, und wir beschließen den Tag, indem wir weitere fünf Minuten hinhorchen, bevor wir schlafen gehen. Unsere einzige Vorbereitung darauf ist die, dass wir unsere störenden Gedanken weglegen lassen, nicht einzeln, sondern alle zusammen wie einen einzigen. Sie sind das Gleiche. Wir brauchen sie nicht anders zu machen und damit die Zeit hinauszuzögern, in der wir unsern Vater zu uns sprechen hören. Wir hören IHN jetzt. Wir kommen heute zu IHM.

    12. Mit nichts in unseren Händen, woran wir uns klammern könnten, mit erhobenem Herzen und einem horchenden Geist beten wir: Nur von der Erlösung kann man sagen, dass sie heilt. Sprich zu uns Vater, damit wir geheilt sein mögen. Und wir werden fühlen, wie die Erlösung uns mit sanftem Schutz und einem solchen tiefen Frieden bedeckt, dass keine Illusionen unseren Geist stören noch uns Beweise bieten kann, dass sie wirklich ist. Das werden wir heute lernen. Und wir werden unser Gebet um Heilung jede Stunde sagen und uns bei jedem Stundenschlag eine Minute nehmen, um zu hören, wie uns die Antwort auf unser Gebet gegeben wird, wenn wir in Schweigen und in Freude darauf achten. Dies ist der Tag, an dem die Heilung zu uns kommt. Dies ist der Tag, an dem die Trennung endet, und wir erinnern uns, WER wir wirklich sind. (2)

    (Kap.22:III) „Eures Bruders Sündenlosigkeit“
    https://www.youtube.com/watch?v=-NKh...CzPxZ&index=66

    „Das Gegenteil von Illusionen ist nicht Desillusionierung, sondern Wahrheit“ (0:01)

    „Die Wahrheit ist das Gegenteil von Illusionen, weil sie Freude schenkt (1:41).

    „Illusionen zu verändern, heißt nichts zu ändern“ (2:01).

    „Doch einen Unterschied dort wahrzunehmen, wo keiner ist, wird sicher keinen solchen machen“ (2:40).

    „Man kann fürwahr sicher sein, dass jedes scheinbare Glück, das nicht von Dauer ist, in Wirklichkeit Angst ist“ (3:04).

    „Eine einzige Illusion, die man hegt und gegen die Wahrheit verteidigt, macht die gesamte Wahrheit bedeutungslos und alle Illusionen wirklich“ (4:33)

    Was ab Minute 5:00 dann gesagt wird, erklärt die Zielsetzung des Heiligen Geistes und die Richtung, die der Kurs einschlägt. Die Richtung ist die Folge der Wahl des Zieles und das Hörbuch verdeutlicht, warum es keinen Zweck hat, zu versuchen, diese eine Wahl zu vermeiden (7:17).

    „Jetzt musst du wählen zwischen dir und einer Illusion von dir“ (7:09).

    „Solange ihr nicht den Himmel wählt, solange seid ihr in der Hölle und im Elend“ (8:58).

    Dann wird ausgeführt, was die „große Projektion“ (11:08) verursacht, und zugleich, welche Entscheidung getroffen werden könnte, damit sie geheilt würde. Wäre es nicht eine wirklich willkommene Nachricht, zu hören, dass nicht eine einzige Illusion, die wir gemacht haben, die Wahrheit ersetzt hat? (12:06).

    Es kann keine partielle Vergebung geben, jede „Restschuld“ ist ein Willkommen an die vom Ego gewählte Hölle. Warum Vergebung kein Lebewesen ausschließen darf, ist für das Ego wirklich „eine fremde Sprache“ und wird als „unmöglich“ betrachtet, wodurch es letztlich kaum Hoffnung birgt, getan werden zu können. Wird der Nutzen von Vergebung erkannt, gibt es jedoch keinen separaten Willen mehr und wir können uns der Zielsetzung des Heiligen Geistes anschließen, uns für den Himmel auf Erden zu entscheiden. Was dazu erforderlich ist, ist nur, das Ziel der Reise an ihrem Ausgangspunkt zu suchen, der Quelle aller Heilung, die immer mit der Erlösung aus dem Glauben an Schuld und Sünde, sowie dem Irrtum eines scheinbaren Nutzens von Angriff, Hass, Rache, Vergeltung und dem Tod von Körpern einhergeht. Jede Form von Restschuld macht das Gefühl von innerem Frieden unmöglich, da auch Frieden nicht partiell sein kann.

    Was zum Abschluss des Hörbuches gesagt wird, macht deutlich, warum wir nur über den Zeitpunkt entscheiden können, wann wir uns dem „Autopilot“ für unsere Rückreise zur Quelle der Gedanken gegenüber öffnen werden; die Wahl, in der Zeit dem Willen der Ewigkeit „auf ewig“ zu trotzen, gibt es nur in Illusionen und Träumen.

    Der Traum, nicht zu sein, was wir sind, war blöd, aber muss nicht zwangsläufig fortgesetzt werden. Es muss ein Traum bleiben, die Ewigkeit zum Sklaven der Zeit machen zu wollen.

    „Wir wollen uns die ganze Illusion näher ansehen, dass das, was du gemacht hast, die Macht hat, seinen Macher zu versklaven“ (10:07). Wir sind keine Sklaven unserer Fehler in der Zeit, wir haben nur an die Veränderung des ewig Unveränderlichen geglaubt, was ein „unmöglicher Gedanke“ war. „Das ist dieselbe Überzeugung, die die Trennung verursacht hat. Es ist die bedeutungslose Idee, dass Gedanken den Geist des Denkenden verlassen, von ihm verschieden sein oder sich ihm widersetzen können“ (10:22).

    Wie könnte dann Unfriede unseren Geist trüben, sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass nichts existiert, was dem Geist und dem Willen der Ewigkeit eine „Gefahr“ sein könnte. Der einzige Schutz, den ein offener Geist benötigt, ist die Einsicht, keines Schutzes zu bedürfen. Daher finde ich es so hilfreich, die Gedanken zu denken, die wir mit unserer Quelle teilen. Was sich in Freude bemerkbar machen muss, will die Wahrheit ganz die Wahrheit sein und daher konstant, konsistent und ohne „störende Gedanken“ sein.

    Denn, um den Bogen zur Analogie zu bekommen, wird in Absatz 11 gesagt:

    „Unsere einzige Vorbereitung darauf ist die, dass wir unsere störenden Gedanken weglegen lassen, nicht einzeln, sondern alle zusammen wie einen einzigen“. (2)

    Das wollte die Analogie mit der Auswahl, das gockelige Ego oder den Heiligen Geist zum „Fahrerassistenzsystem“ zu machen, im Prinzip aussagen. Jedes dieser beiden „Denksysteme“ besitzt sozusagen einen „Autopiloten“, der in Richtung des gewählten Zieles „lenkt“. Das „Fahrziel“ ist eine Frage, die in unserem Geist entschieden wurde, bevor die Reise begann. Den Heiligen Geist ALLE störenden Gedanken entfernen zu lassen, ist der Teil des Kurses, der eine wirkliche Berichtigung bringt und hilft, das Selbst von selbst es selbst sein zu lassen. So könnte dem Begriff Selbstheilungskraft eine gesunde Bedeutung verliehen werden, wenn es als Ganzes erkannt wird und zugleich als ewig unveränderlich im Geiste der Quelle heilsamer Gedanken.

    Dann verschwindet die Last der „kognitiven Dissonanz“ von unseren Schultern, die beim Bemerken der Wirkungen unserer bisherigen Fehlentscheidungen entstehen mag. Doch ist die Angst nicht mit der Angst zu heilen, sondern in der Erkenntnis, das Heilung darin besteht, den Glauben an den Nutzen „der großen Projektion“ aufzugeben, die aus der Illusion entstand, wir, als Gedanken Gottes hätten unsere Quelle verlassen, uns irgendwie „verändert“ oder wir könnten uns dem Geist widersetzen, der unsere Quelle ist. Eine Quelle, die keiner Heilung bedarf. Das Geschöpf erschafft nicht seinen Schöpfer. Doch ist es niemals von seiner Quelle getrennt und daher gibt es keinen Ort und keine Zeit, in der die Heiligkeit der Heilung bedarf. Einzig der sonderbare Gedanke, nicht mehr zu sein, wie Gott uns schuf, verbirgt die Gegenwärtigkeit der liebevollen Gedanken, die alles umfassen und jedes Leben einschließen.

    Nur liebevolle Gedanken sind wirklich. Unsere Quelle ist nur Liebe und daher sind wir es auch. Der ganze Rest ist Illusion. Alle Gedanken, die nicht liebevoll sind, verblassen mit der Zeit. Übrig bleibt nur Ewigkeit.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 270 – 272
    (2) Ebd.

  4. #404

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Wie kann vernünftig auf „die große Projektion“ reagiert werden?

    Das unten angeführte Hörbuch schließt mit einem Satz, in dem das Verständnis von Berichtigung (der Geistesverfassung), Erlösung und Heilung durch die heilige Beziehung liegt:

    Kap.22:IV „Die Vernunft und die heilige Beziehung“:
    https://www.youtube.com/watch?v=5rH2...CzPxZ&index=67

    „Die Vernunft hingegen sieht eine heilige Beziehung als das an, was sie ist: eine gemeinsame Geistesverfassung, in der beide ihre Fehler froh der Berichtigung übergeben, damit beide glücklich als eins geheilt sein mögen“ (10:00).

    Heilung liegt darin, den unveränderten Teil des Geistes, das „innere Christus-Kind“ im Gegenüber wahrzunehmen, damit das Gegenüber dieses Seelenselbst, aus dem die Selbstheilungskräfte stammen, wahrnimmt. Heilung ist kein Wunder, wird dieses eine Selbst als eins gesehen. Warum diese sonderbare Idee, das ewige Selbst könne in seiner körperlichen Erscheinungsform einer Heilung bedürfen, Gestalt im Geisteszustand annahm, erklärte sich mir heute aus Lektion 187.

    Um „die große Projektion“ vernünftig „einzusortieren“, ist diese Textstelle daraus unvermeidlich genauer zu untersuchen:

    „Doch haben wir gelernt, dass Dinge nur die Gedanken darstellen, die sie machen. Und es mangelt dir nicht an Beweisen dafür, dass, wenn du Ideen weggibst, du sie in deinem eigenen Geist verstärkst. Vielleicht ändert sich die Form, in welcher die Gedanken auftreten, beim Geben. Er muss jedoch zu dem zurückkehren, der gibt“. (1)

    Der Gedanke und damit die Idee, dass das Selbst, aus dem sich das Wort Selbstheilungskraft ableitet, erkranken könne, ist die Ursache der „großen Projektion“ von Krankheit und Leiden in jeder seiner „unvernünftigen Formen“, die aus dem Denksystem des Egos hervorgehen.

    Der Titel des Hörbuchabschnittes heißt in der Greuthof-Version „Die Vernunft und die Formen des Irrtums“ und führt im nächsten Unterabschnitt zur „Die Gabelung des Weges“. Erst wenn erkannt wurde, wohin die Wege der jeweiligen Denksysteme führen, kann die freie Entscheidung aus einem freien Willen (in der Zeit) heraus, die Richtung des Zieles Ewigkeit festlegen. Den Gedanken und die Idee der Ewigkeit zu teilen, mehrt die Wahrnehmung der Fülle des Geistes, damit der zum Ende des Hörbuches beschriebene Geisteszustand eintreten kann und den Irrtum der Idee - möglicher Krankheit im unveränderlichen Geist - berichtigend und damit heilend entgegenwirkt.

    Die Idee, weiterhin zu sein, wie die „Idee“ des unveränderlich gesunden, „großen Geistes“ uns schuf und die weiterhin unverändert besteht, macht den Glauben an frühere Fehler, die als Sünde „gewertet“ werden, unnötig und entzieht der Schuldprojektion die Grundlage.

    Statt dieser großen Schuldprojektion bietet der Kurs den Zugang zu einer Geistesverfassung, die auf das Unveränderliche im Veränderlichen hinter der Form blickt und damit „vernünftig“ auf einen Fehler reagiert. Sehen wir, dass sich der Weg gabelt, wird die Entscheidung über einzuschlagende Richtung letztlich unausweichlich, soll die Reise nicht ins Nirgendwo führen.

    Wer im Nirgendwo angekommen ist, kann jedoch nur feststellen, an welcher Gabelung des Weges ein Fehler begangen wurde und dann neu zu wählen. Der Weg in die Fülle kann nicht über den Mangel führen. Der Punkt, an dem Welt und Wirklichkeit beginnen, in verschiedene Richtungen zu denken, ist die Idee, dass Geben Verlust bedeuten würde. Dahinter steht die sonderbare Idee des Opferns; also dem Gedanken, dass sich Gedanken, die zu Dingen werden, nicht mehren, wenn man sie weggibt. Wo Welt und Wirklichkeit beginnen, getrennte Wege zu gehen, wird im ersten Absatz von Lektion 187 deutlich, die eine Zuordnung von Ursache und Wirkung (der Entscheidung für ein gewähltes Denksystems) erlaubt.

    Die Entscheidung, sich (an der Gabelung des Weges) nicht zu entscheiden, ist keine Entscheidung. Die Entscheidung, den Inhalt des Folgenden offen zu überdenken, macht die Auswahl des Zieles der Reise deutlich. Eine Reise ohne Ziel ist keine Reise und kann nur als „Umherirren“ bezeichnet werden. Nur ohne Ziel macht es Sinn, in der Projektion von Mangel, Schuld und Sünde einen Schritt in Richtung einer allseits geheilten Geistesverfassung zu sehen. Wo wir im Denksystem des Egos grundlegend falsch abgebogen sind, könnte im Folgenden deutlicher werden:

    Lektion 187 „Ich segne die Welt, weil ich mich selber segne“. (2)

    1. Niemand kann geben, wenn er nicht hat. In der Tat ist Geben der Beweis für Haben. Wir haben dies bereits hervorgehoben. Das ist es nicht, weswegen es schwer zu glauben scheint. Niemand kann daran zweifeln, dass du zuerst besitzen musst, was du geben möchtest. Es ist der zweite Teil, in dem die Welt und die wahre Wahrnehmung sich unterscheiden. Wenn du gehabt hast und gegeben hast, dann behauptet die Welt, dass du verloren hast, was du besaßest. Die Wahrheit sagt, dass Geben mehrt, was du besitzt.
    2. Wie ist das möglich? Denn sicher ist, dass, wenn du ein endliches Ding weggibst, die Augen des Körpers es nicht als dein wahrnehmen werden. Doch haben wir gelernt, dass Dinge nur die Gedanken darstellen, die sie machen. Und es mangelt dir nicht an Beweisen dafür, dass, wenn du Ideen weggibst, du sie in deinem eigenen Geist verstärkst. Vielleicht ändert sich die Form, in welcher die Gedanken auftreten, beim Geben. Er muss jedoch zu dem zurückkehren, der gibt. Auch kann die Form, die er annimmt, nicht weniger annehmbar sein. Sie muss annehmbarer sein. (3)

    Wenn die Reihe möglicher Personal-Pronomen tatsächlich die Geistesverfassung einnehmen, an der Quelle des geeinten Geistes die Unveränderlichkeit wahrnehmen zu wollen, ist es diese Absicht, die annehmbarer wird, weil das Zutrauen in die Heiligkeit das Vertrauen darauf möglich macht. Wenn Dinge jedoch aus Ideen und Gedanken in Verbindung mit Kraft- und Zeitwirkungen entstehen, lässt die Idee, Verlust sei möglich, das Mangeldenksystem an seiner Ursache und Quelle verorten.

    Wird das eine Selbst als die Quelle allen Seins erkannt, welcher Mangel könnte die Angst bewirken, in dem, was wirklich von Wert ist, sei Platz für Verlust. Die Illusion, dass uns Gedanken und Ideen, die zu Dingen und Welten werden, verlorengehen könnten, wird durch die Erfahrung berichtigt, dass sich der eigene Vorrat an Ideen und Gedanken durch das Geben mehrt.

    Was wir heute in der Welt betrachten, sind die Folgen der Idee, uns wäre der Segen entzogen worden und wir daher unser Heil in der Projektion von Schuld, Sünde, Leiden und Mangel suchen, statt zu erkennen, dass dem Zustand von Fülle zunächst die Idee möglicher Fülle vorangehen muss. Heilung ist das Ergebnis der Sühne, die eine Befreiung von der Angst ist, was eine Geistesverfassung ermöglicht, in dem die Ganzheit in allen Teilen ganz gesehen wird.

    Warum sich entweder Fülle oder Mangel mehren, wird hierin deutlich:

    „Gedanken mehren sich, wenn man sie weggibt.
    Je mehr an sie glauben, desto stärker werden sie.
    Alles ist eine Idee.
    Wie könnten dann Geben und Verlieren miteinander assoziiert sein“? (4)

    Gedanken (von Krankheit und Mangel) mehren sich, wenn man sie weggibt.
    Je mehr an Krankheit glauben, desto stärker werden Krankheiten.
    Alles ist eine Idee.
    Wie könnte dann das Geben (von Krankheit, Mangel, Schuld und Urteil) mit der Wiedererlangung von geistiger Gesundheit assoziiert sein?

    Hier ernten wir, was wir gesät haben. Der Angriff auf Körper zur Wiedererlangung einer Geistesverfassung, die im Geiste wirksam wird, ist auf keinen Fall vernünftig, da sie die Goldene Regel der Wahrnehmung missachtet, die schon mehrfach zitiert wurde:

    „Die Goldene Regel ist die Regel für angemessenes Verhalten. Du kannst dich nicht angemessen verhalten, wenn du nicht richtig wahrnimmst. Da du und dein Nächster gleichwertige Mitglieder einer Familie sind, wirst du beide so behandeln, wie du beide wahrnimmst. Du solltest von der Wahrnehmung deiner eigenen Heiligkeit aus zur Heiligkeit der anderen schauen“. (5)

    So schränkt der Kurs den Begriff der Sünde auf das Ego-Denksystem ein, das von der eigenen Schuld und damit Unheiligkeit zur Schuld der anderen und deren Unheiligkeit schaut, um sich der Last der Verantwortung für den eigenen Irrtum zu entledigen; der kognitiven Dissonanz, die entsteht, bewegen wir uns in einem Denksystem, das einen eigenen Vorteil im Verlust (der Unschuld, von Dingen, der Heiligkeit) unseres Nächsten (im unangemessenen Urteil) erblickt. Das unangemessene Urteil entsteht, sehen wir uns nicht als gleichwertige Mitglieder einer göttlichen Familie. Sehen wir uns mit den Augen, die erlernt haben, in der „großen Projektion von Schuld (am Verlust der Einheit mit Gott) zurechtzukommen“, blicken wir nicht mehr auf das, was wir als Ziel der Reise in das Navigationsgerät eingeben müssten, um von jedem Punkt des Nirgendwo wieder eine „Neuberechnung der Route“ einzuleiten. Wohin das Reiseziel, eine schuldige Welt erblicken zu wollen, uns bisher führte, macht uns deutlich, das einzig unrichtige Ideen und Gedanken geteilt wurden, denen ein Nutzen zugesprochen wurde, den sie nicht besitzen.

    Geben wir das Urteil, jemand sei krank, schuldig, sündig oder mangelbehaftet, greifen wir die Göttlichkeit im Gegenüber an. Segnen wir die Welt als Ganzes, werden wir stärken, was dadurch in unserem Geist wirksam bleibt, weil es die Idee des Schöpfers ist, Segen zu geben, damit er gegeben werden kann. Segnen wir die Schöpfung als Ganzes, muss diese Idee in uns bestärkt werden. Ob der Satz, der den Leitgedanken von Lektion 187 abbildet, wirkt oder nicht, lässt sich indes nur in seiner Anwendung im Geiste erforschen…

    „Ich segne die Welt, weil ich mich selber segne“. (2)
    Oder: Wir verurteilen die Welt, weil wir uns selber verurteilen….


    An dieser Gabelung des Weges ist eine freie Wahl im Prinzip erst möglich, Vorher kann nicht wirklich von Freiheit gesprochen werden. Die Zeit besitzt nicht die Macht zur Freiheit, uns ewig zu binden. Die Idee, die Zeit, die ein Irrtum braucht, erkannt und aufgelöst zu werden, könnte den Willen der Ewigkeit und der Ewigen verändert haben, ist daher wirklich äußerst sonderbar…



    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 354
    (2) Ebd.
    (3) Ebd.
    (4) Textbuch Seite 73
    (5) Textbuch Seite 10

  5. #405

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Fortsetzung von Lektion 187 „Ich segne die Welt, weil ich mich selber segne“. (1)

    1. Niemand kann geben, wenn er nicht hat. In der Tat ist Geben der Beweis für Haben. Wir haben dies bereits hervorgehoben. Das ist es nicht, weswegen es schwer zu glauben scheint. Niemand kann daran zweifeln, dass du zuerst besitzen musst, was du geben möchtest. Es ist der zweite Teil, in dem die Welt und die wahre Wahrnehmung sich unterscheiden. Wenn du gehabt hast und gegeben hast, dann behauptet die Welt, dass du verloren hast, was du besaßest. Die Wahrheit sagt, dass Geben mehrt, was du besitzt.

    2. Wie ist das möglich? Denn sicher ist, dass, wenn du ein endliches Ding weggibst, die Augen des Körpers es nicht als dein wahrnehmen werden. Doch haben wir gelernt, dass Dinge nur die Gedanken darstellen, die sie machen. Und es mangelt dir nicht an Beweisen dafür, dass, wenn du Ideen weggibst, du sie in deinem eigenen Geist verstärkst. Vielleicht ändert sich die Form, in welcher die Gedanken auftreten, beim Geben. Er muss jedoch zu dem zurückkehren, der gibt. Auch kann die Form, die er annimmt, nicht weniger annehmbar sein. Sie muss annehmbarer sein.

    3. Ideen müssen dir zuerst gehören, bevor du sie weggibst. Wenn du die Welt erlösen sollst, nimmst du zuerst die Erlösung für dich selbst an. Du wirst jedoch nicht glauben, dass dies geschehen ist, bevor du nicht die Wunder siehst, die sie allen bringt, auf die du schaust. Hierin wird die Idee des Gebens klar gemacht und ihr Bedeutung verliehen. Jetzt kannst du wahrnehmen, dass dein Vorrat durch das Geben vermehrt wird.

    4. Schütze alle Dinge, die du wertschätzt, durch den Akt, sie wegzugeben, und sei sicher, dass du sie nie verlieren wirst. Das, was du glaubtest, nicht zu haben, wird so als deins bewiesen. Doch wertschätze nicht dessen Form. Denn diese wird sich mit der Zeit verändern und unkenntlich werden, wie sehr du sie auch sicher zu bewahren suchst. Keine Form ist von Dauer. Es ist der Gedanke hinter der Form der Dinge, der unwandelbar lebt.

    5. Gib freudig. Du kannst dadurch nur gewinnen. Der Gedanke bleibt und nimmt an Stärke zu, während er durch Geben verstärkt wird. Gedanken dehnen sich aus, wenn sie mit anderen geteilt werden, denn sie können nicht verloren gehen. Es gibt in dem Sinne, wie die Welt sie sich vorstellt, keinen Geber und Empfänger. Da ist ein Geber, der behält, und ein anderer, der ebenfalls geben wird. Und beide müssen bei dem Austausch gewinnen, denn jeder wird den Gedanken in der Form besitzen, die für ihn am hilfreichsten ist. Das, was er zu verlieren scheint, ist immer etwas, was er weniger wertschätzt als das, was ihm mit Sicherheit zurückgegeben wird. (1)


    (Kap.22:V) „Die Gabelung des Weges“:
    https://www.youtube.com/watch?v=qYsi...CzPxZ&index=68

    Im Hörbuch wird (bei 5:46) eine Aussage gemacht, die, auf das „freudige Geben“ bezogen, durchaus zur Mehrung der Idee der Fülle in der Welt beitragen könnte:

    „Allen, die GOTTES Liebe miteinander teilen, ist die Gnade gegeben, die Geber dessen zu sein, was sie empfangen haben. Und so lernen sie, dass es für immer ihres ist.“ (2)

    Dem liegt die Idee Gottes von ewigen Gaben zugrunde. Gott, der Geber aller denkbaren Gaben, gab alles an alle seine Gedanken. Die „Methodik des Wunderwirkens“ ist das Miteinander-Teilen liebevoller Gedanken, Situationen und Begegnungen, die gemeinsam empfangen werden, weil alles die gleiche Quelle teilt. Wie könnte dann Geben mit Verlust einhergehen?

    Die Gabelung des Weges führt einmal zum ablehnenden Mangeldenksystem des Egos, oder zur Annahme der gegebenen Fülle von „guten Ideen“ und „heilsamen Gedanken“, aus denen in Verbindung mit Raum und Zeit dann „die Dinge“ in der Welt werden. Wem dies unglaubhaft erschienen mag, kann im Umkehrschluss die „Entstehungsursachen“ der heutigen Globalsituation betrachten, wenn (2) gespiegelt und die Fülle verneint wird:

    „Allen, die GOTTES Liebe miteinander teilen, ist die Gnade gegeben, die Geber dessen zu sein, was sie empfangen haben. Und so lernen sie, dass es für immer ihres ist.“

    Allen, die GOTTES Liebe nicht miteinander teilen, ist die Gnade nicht gegeben, die Geber dessen zu sein, was sie empfangen haben. Und so lernen sie nicht, dass es für immer ihres ist.

    Allen, die den Hass des Egos miteinander teilen, ist gegeben, die Geber einer Illusion zu sein und als Quelle dieser Illusion sind wir unweigerlich mit den Wirkungen verbunden. Auch die Umkehrung des heutigen Leigedankens enthüllt die Ursachen der Illusionen, die wir gemeinsam betrachten:

    Wir segnen die Welt NICHT, weil wir uns selber (noch) nicht zu segnen wünschen.

    Die Welt, die dann entsteht, ist chaotisch, bedeutungslos, hasserfüllt und wir sehen daran, dass Geben und Empfangen eins sind. Was wir sehen, spiegelt die Ideen wider, die unsere Welt bestimmen. So sehen wir, was wir säen. Unsere „Methodik“ in der Projektion von Schuld, Hass und gerechter Strafe führte zu der Welt, von der wir nun behaupten, wir hätten sie nicht gemacht. An der Gabelung des Weges stehen einzig zwei Hinweisschilder, auf dem einen steht Himmel, auf dem anderen steht Hölle.

    Ob die Entscheidung, sich nicht entscheiden zu wollen, uns weiter als ins Nirgendwo führen kann? Auf eine Gabelung des Weges zuzufahren und die Entscheidung über die einzuschlagende Richtung nicht zu treffen, kann insofern nicht wirklich „vernünftig“ sein. Ob die Entscheidung, die Welt (und damit auch uns als ihrem Bestandteil) nicht zu segnen, all-so wirklich mit Vernunft gepaart ist, könnte generell bezweifelt werden. Die Welt, die wir machten, baut auf der Entscheidung auf, die Heiligkeit im Gegenüber nicht sehen und segnen zu wollen. Gesät wurde diese Heiligkeit in der Ewigkeit und die Früchte der Ewigkeit reichen in jede Zeit hinein. Gesehen werden kann diese Heiligkeit nur gemeinsam und dann heben sich die schweren Steine des früheren Anstoßes leicht hinweg. Mittel und Zweck der heiligen Beziehung ist es, die Illusionen aufheben zu lassen, die dazu führten, eine Mauer zwischen uns und unserer „Umwelt“ zu errichten. Eine Mauer, die eine Abwehrhaltung als Mittel zum Zweck ansieht, sich des gegenwärtig möglichen Glückes nicht bewusst zu sein, das mehr wird, wenn diese Fülle geteilt wird.

    Warum wir individuell einen derartigen Krieg gegen unser wahres Selbst führen, indem wir die Welt im wahrsten Sinne des Wortes durch unser Wort „verfluchen“ und „bannen“, wird in Kapitel 23 dann besprochen. Erst, wenn wir anerkennen, auf welch absurde Art und Weise wir bisher die Mittel ausgewählt haben, den Frieden und die Liebe unseres Vaters zu erreichen, kann der Nutzen der Aufgabe des Schuld- und Mangeldenksystems einleuchten und damit die Vergebung als universeller Segen aufgefasst werden, der den Geist aus der Hölle der Schuld befreit und den Weg frei macht, sich über die Schlachtfelder des Egos zu erheben. Wenn wir auf den Schlachtfeldern der Physis das Göttliche im Gegenüber angreifen, entscheiden wir uns für den Weg in die Hölle. Beabsichtigen wir jedoch im Umkehrschluss des bisher kollektiv verlebten „Opferspiels“ das Gegenteil, wird ein universeller Segen möglich, der die Berge von Schuld einfach hinweghebt, weil zwei Gedanken eines Geistes Idee wurden und damit den Weg zurück zur Quelle einschlugen.

    Wie verheerend das Heer dunkler Gedanken wirklich wirkt, beweist im Prinzip die Macht unseres Geistes, die wir verleugnen, behaupten wir, Gott hätte diesen Schwachsinn hier erschaffen. Das war ganz eindeutig unser Ego; die allseitig nicht geteilte, doch allseits akzeptierte Idee, unser (ewiges) Selbst sei in der Zeit nicht mehr es selbst. In der Projektion von Schuld und Hass opfern wir die Göttlichkeit in Gegenüber - und damit in uns selbst -einem anderslautendem Urteil. Um diese Göttlichkeit, Heiligkeit und allumfassende Liebe nicht mehr wahrzunehmen, erfand das Ego die Schuld. Vergebung ist daher die Vergebung von Illusionen und dies kann nicht wirklich schwierig sein. Wie ein geistiges Gegenfeuer, das dem wütenden Zorn des Egos Einhalt in seiner einfältigen Raserei gebietet, indem es aufzeigt, was die Folgen der dunklen Gedanken ausmachen, die wir als Ego so hegten und pflegten.

    Indem wir Welt nicht segneten, verfluchten wir uns selbst, etwas zu sein, was wir im Licht betrachtet nicht sind. Wo früher Dunkelheit war, kann auch auf das Licht geschaut werden. Daneben sollten wir dem Ego äußerst dankbar sein, schließlich und schlussendlich bewies es uns somit indirekt die Macht der Entscheidungen unseres Geistes.

    All die todbringenden Ideen und Gedanken voller Schuld, Strafe, Sünde, Hass, Rache und Vergeltung schlugen sich wie ein Kondensat in unserem Erleben nieder und bilden ein gemeinsam erlerntes Wahrnehmungsmuster, das dem Traum von einer Hölle nicht unähnlich scheint. Es ist jedoch unzweifelhaft unsere Entscheidung, diese Gedanken als wahr und unveränderlich wahrzunehmen. Die Form unheilvoller Gedanken ist letztlich für den Verlauf des Geschehens auf den Schlachtfeldern des Egos unerheblich. Wesentlich ist der Inhalt und sichtbar wird die Absicht, die Welt mit Frieden segnen oder in der Schlacht zerstören zu wollen. Statt sie, wie bisher üblich, dadurch zum Himmel machen zu wollen, indem wir sie als eine todbringende Hölle betrachten, verfluchen und verdammen, kann auch auf das Licht der Heiligkeit in jedem Gegenüber geschaut werden. Wo zuvor Dunkelheit gesehen wurde, ist dann Licht. Das Licht dieser Heiligkeit bringt jedem Geist Frieden durch die universelle und vollständige Vergebung. So ist Vergebung das Mittel und die Heilung der Heiligkeit der Zweck eines universellen Segens.

    Dadurch lernen und erfahren wir, dass Geben und Empfangen in Wirklichkeit eins sind. Wer Freundlichkeit und Mitgefühl sät, stellt sicher, dass sich das Schatzhaus der Freude niemals leert. Wer universell die ewige Heiligkeit in ihrer unverbrüchlichen Ganzheit segnet, kann sich selbst davon nicht ausnehmen. Dann fällt auch die Idee weg, Gott könne ein „Opfer“ von uns fordern und somit die Mehrung seiner Herrlichkeit und Fülle durch Entzug bewerkstelligen wollen. Wie sollen Strafe, Liebesentzug, Mord, Totschlag und Hass also den Weg zu Eigenverantwortung, Freiheit, Liebe, Befriedung und Befriedigung aller Bedürfnisse weisen können? Ist es weise, im Ausleben eines scheinbaren Gegenteils von Liebe die Liebe finden zu wollen, die am Ende doch gesucht wird? Ein tiefer Geistesfrieden, der uns in der Zeit erreicht, aber dessen Ursache zeitlos ist, kann in der Anwendung des 187.-ten Leitgedankens gefunden werden.

    Die Ursache, warum die Vorstellung der Lektionen bei Lektion 128 abgebrochen wurde, war, den Leitgedanken damals noch nicht verstanden zu haben. Der 128. Gedanke führte ebenso an die Gabelung des Weges, die im Textbuch nunmehr erreicht wurde. Ich merkte damals eigentlich, dass ich die ganzen Gedanken zu einer Einheit verbinden lernen muss. Jeder einzelne Gedanke enthält den ganzen Kurs und doch ist die Gesamtheit des Kurses mehr als ihre einzelnen Teile. Doch statt über den Kurs zu schreiben habe ich mich derzeit für die Anwendung der Übungsgedanken entschieden, ohne schon zu bewerten, was ich noch nicht verstanden habe. Vom Umfang her sind die Lektionen 120 bis 200 recht umfangreich und ohne das theoretische Grundgerüst des Textbuches stellt sich, wie bei mir ersichtlich, das Verständnis zuweilen erst im Laufe des Lernens ein. Ich sah offensichtlich bisher einen Nutzen darin, die Welt nicht mit Segen zu bedenken. Wohl, damit ich Gründe dafür erfinden kann, das gegenwärtig mögliche Glück im Jetzt nicht zu sehen. Das gegenwärtige Glück, das entsteht, segnen wir unser jeweiliges Gegenüber einmal bedingungslos, damit wir den Segen erfahren, der uns allen in der Ewigkeit gegeben wurde.

    Das Ego ist einfach die Idee, dass sich am Segen und Willen unseres Vaters etwas verändert haben könnte. Verändert, weil wir IHN im Gegenüber verleugnet und daher (in seinem Selbst) angegriffen und verurteilt haben, und dies dem Ego wohl bewusst ist. Doch Gedanken verlassen ihre Quelle nicht und diese physikalische Verschränkung können wir nutzen, um Segen zu geben oder der Illusion zu folgen, im Ausleben des scheinbaren Gegenteils von Liebe könne Frieden und Fülle durch Strafe, Schuld und Liebesentzug gefunden werden.

    Das Ego zu strafen, ist so ähnlich, als würden wir einen Blinden nach dem Weg fragen und ihm beim Sturz in den Abgrund mit einer Schadensersatzklage zu drohen.

    Das blinde Ego antwortet auf diese Drohung mit einer berechtigten Gegenfrage: „Sag mal, hast du denn die gelbe Binde mit den schwarzen Punkten an meinem Arm nicht gesehen?“

    Das blinde Ego zu fragen, wohin die Reise des Geistes in der Seele gehen soll, kann nicht zu Segen führen. Es weiß nur, wohin es nicht will: Überall ins All, nur nicht zurück zu Gott. Der universelle Segen ist es, der Licht dorthin bringt, wo zuvor Dunkelheit zu herrschen schien. Das Ego hat seine spiegelbildliche Funktion in der Dualität erfüllt und sollte gesegnet werden, denn nur eines ist ganz sicher:

    Das Ego zu hassen kann nicht zur Wahrnehmung von Liebe führen.


    Und immerhin sind wir um eine kulturhistorisch gewachsene und damit wertvolle Erfahrung reicher, die uns an der Schwelle zur Ewigkeit einmal zu einem herzhaften Lachen bewegen wird: Wir glaubten tatsächlich daran, nicht mehr zu sein, wie und wer wir in der Ewigkeit immer waren, sind und bleiben werden. Doch je länger diese unsägliche Idee vielfältige und einfältige Formen annahm, umso mehr glaubten wir daran, nicht mehr der Gedanke zu sein, als den Gott uns schuf.

    Wir glaubten, der Traum zu sein, nicht der Geist, der den Traum gerade träumt. Doch durch einen Traum werden wir nicht zur Traumfigur, daher ist ein glücklicher Ausgang aller Dinge (nach dem Aufwachen) gewiss.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 354
    (2) Textbuch Seite 479

  6. #406

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 187 „Ich segne die Welt, weil ich mich selber segne“. (1)

    5. Vergiss nie, dass du nur dir selber gibst. Derjenige, der versteht, was Geben bedeutet, muss über die Idee des Opferns lachen. Auch kann er nicht umhin, die vielen Formen zu erkennen, die das Opfern annehmen kann. Er lacht genauso über Schmerz und Verlust, Krankheit und Gram, Armut, Verhungern und den Tod. Er begreift, dass Opfern die eine Idee bleibt, die hinter ihnen allen steht, und in seinem sanften Lachen sind sie geheilt.

    6. Eine Illusion, die erkannt wird, muss verschwinden. Nimm Leiden nicht an, und du beseitigst den Gedanken des Leidens. Dein Segen liegt auf jedem, der leidet, wenn du beschließt, das Leiden als das zu sehen, was es ist. Der Opfergedanke bringt alle Formen hervor, die das Leiden anzunehmen scheint. Und opfern ist eine Idee, die so verrückt ist, dass die Vernunft sie unverzüglich von sich weist.

    7. Glaub nie, dass du opfern kannst. In dem, was überhaupt von Wert ist, ist kein Platz für Opfer. Wenn der Gedanke aufkommt, beweist seine alleinige Anwesenheit, dass ein Irrtum aufgetreten ist und berichtigt werden muss. Dein Segen wird ihn berichtigen. Nachdem er dir zuerst gegeben ist, ist der Segen jetzt auch dein, auf dass du ihn gebest. Keine Form von Opfer und von Leiden kann lange währen im Angesicht von einem, der sich selbst vergeben und gesegnet hat. (1)

    (Kap.22:VI) „Schwäche und Abwehrhaltung“
    https://www.youtube.com/watch?v=ajw6...CzPxZ&index=69


    (Kap.22:VII) „Freiheit und der Heilige Geist“
    https://www.youtube.com/watch?v=V7AT...CzPxZ&index=70

    Da der Begriff Freiheit im Ordner über den freien Willen gerade auftaucht, ist das zweite Hörbuch dahingehend aufschlussreich. Was ist der freie Wille und die dazugehörige Freiheit der Entscheidung im Sinne des Heiligen Geistes und des Kurses?

    Wie autonom sind wir, wenn Gott unsere Wirklichkeit ist, da wir in seinem Bewusstsein als Gedanken „leben“? Und wie frei ist ein schöpferischer Gedanke, den wir mit Gott teilen?

    Damit endet Kapitel 22 und ich räume gerne ein, die Hörbücher zwar zu hören, jedoch lange Zeit zu brauchen, bis die Worte „verdaut“ werden. Was ich daran merke, wie wenig Inhalt davon in der Erinnerung haftet. Was einen universellen Segen ausmacht, was die Wahl darstellt, und was ich in einem anderen Ordner in Worte fassen wollte, wird im zweiten Hörbuch verständlich ausgedrückt.

    „Jede kleine Gabe, die du deinem Bruder schenkst, erhellt die Welt. Kümmere dich nicht um die Dunkelheit, schau von ihr weg und hin zu deinem Bruder. Und lass die Dunkelheit von ihm zerstreuen, DER das Licht erkennt und DER es sanft in jedes stille Lächeln des Glaubens und der Zuversicht legt, mit dem du deinen Bruder segnest. Von deinem Lernen hängt das Wohl der Welt ab. Und es ist bloße Arroganz, die deines Willens Macht verleugnet. Denkst du, der Wille GOTTES sei machtlos? Ist das denn Demut? Du siehst nicht, was dieser Glaube angerichtet hat“. (2)

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 354
    (2) Textbuch Seite 484
    Geändert von Michael (11.08.17 um 08:03 Uhr)

  7. #407

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Fortsetzung Lektion 187

    9. Die Lilien, die dein Bruder dir anbietet, werden auf deinen Altar gelegt, mit denjenigen neben ihnen, die du ihm anbietest. War könnte sich fürchten, auf eine so liebliche Heiligkeit zu schauen? Die große Illusion der Angst vor GOTT vermindert sich bis auf ein Nichts vor der Reinheit, auf die du schauen wirst. Fürchte dich nicht, hinzusehen. Die Seligkeit, die du erblicken wirst, wird jeden Gedanken der Form fortnehmen und an seiner Statt ewig die vollkommene Gabe lassen, die sich ewig mehrt, ewig dein ist und ewig weggegeben wird.

    10. Jetzt sind wir in Gedanken eins, denn die Angst ist vergangen. Und hier, vor dem Altar für einen Gott, Einen Vater, einen Schöpfer und einen Gedanken, stehen wir gemeinsam als ein Sohn GOTTES. Nicht getrennt von IHM, der unsere Quelle ist, nicht fern von einem Bruder, der Teil unseres einen Selbst ist, dessen Unschuld uns alle als eins verbunden hat, stehen wir in Seligkeit da und geben, wie wir empfangen. Der Name Gottes ist auf unseren Lippen. Wenn wir nach innen schauen, sehen wir die Reinheit des Himmels in unserer Widerspiegelung der LIEBE unseres Vaters leuchten.

    11. Jetzt sind wir gesegnet, und jetzt segnen wir die Welt. Was wir geschaut haben, möchten wir ausdehnen, denn wir möchten es überall sehen. Wir möchten es leuchtend mit der Gnade Gottes in einem jeden sehen. Wir möchten nicht, dass es vor irgendetwas, worauf wir schauen, zurückgehalten werde. Und um sicherzugehen, dass diese heilige Sicht unser ist, bieten wir sie allem, was wir sehen, an. Denn da, wo wir sie sehen, wird sie uns in Form von Lilien zurückgegeben werden, die wir auf unseren Altar legen können, ihn so zu einer Wohnstatt für die Unschuld selbst zu machen, die in uns wohnt und uns Seine Heiligkeit als die unsere schenkt. (1)

    Wie gesagt, im vorsätzlichen „Entziehen“ von Heiligkeit haben wir es zu fragwürdiger Meisterschaft gebracht. Was die Gesetze des Chaos ausmacht, denen wir unter der Herrschaft des Egos folgen, wird in den beiden folgenden Hörbüchern verdeutlicht:

    (Kap.23:I und II) „Der Krieg gegen euch selbst“
    https://www.youtube.com/watch?v=f2re...CzPxZ&index=71

    (Kap.23: III) „Die Gesetze des Chaos“
    https://www.youtube.com/watch?v=l6iA...CzPxZ&index=72

    Die Aussagen im Ordner über den freien Willen sind als Versuch zu sehen, den Inhalt dieser beiden Hörbücher zu erfassen. Würde allein dieser Satz wirklich bedacht, wäre der Krieg gegen unser Selbst hinfällig:

    „Siehst du denn nicht, dass ein Krieg gegen dich ein Krieg gegen Gott wäre“? (2) [bei 8:03 im ersten Hörbuch]

    Auch wird auf die Frage eingegangen, was Stärke wirklich ist wo ihre Quelle liegt.

    „Krieg ist unmöglich, wenn nicht der Glaube an den Sieg gehegt wird“. (3) [bei 7:29 im ersten Hörbuch]

    „Die Gesetze des Chaos“ sind als das einzige Problem zu erkennen, dass wir im Prinzip haben. Was freier Wille und Vernunft bedeuten, wird zu Anfang des zweiten Hörbuches angesprochen.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    Übungsbuch Seite 354
    Textbuch Seite 487

  8. #408

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Was ist der Grund, diesen Krieg gegen unser wahres Selbst führen?

    Ein Satz aus dem Abschnitt über „Die unvereinbaren Überzeugungen“ aus dem ersten obigen Hörbuch beantwortet diese Frage:

    „Der Krieg gegen dich selbst ist unternommen worden, um den GOTTESSOHN zu lehren, dass er nicht er selbst ist und nicht der Sohn seines Vaters“. (1)

    So betrachtet, könnte es durchaus sein, dass wir uns vom Ego haben belehren lassen, dass es unmöglich sein kann, dass Gott seine „sündigen“ Kinder in ihrem veränderten Zustand lieben kann, da er sich offensichtlich in ihnen geirrt hat.

    Entweder hat somit das Ego Recht, wenn es sagt, der Sohn Gottes sei verletzlich, schwach, gebrechlich, hasserfüllt, krank oder eines anderen Geistes, oder Gott hat Recht und SEINE KINDER sind nicht das Opfer einer Welt des Egos und ihren scheinbaren Wirkungen in der Zeit.

    So versuche ich die drei Gesetze des Chaos, die ich herausgelesen habe, einmal zusammenzufassen. Zumindest, soweit ich sie bisher verinnerlichen konnte…

    Wenn daher Gott nicht in unserem Geist bezeugt, bestätigt und anerkannt wird, ist unser Geist so frei und mächtig, die Welt zu machen, die diesen Gesetzen des Chaos entspricht. Wir beschließen, unseren Geist an die Existenz des Körpers zu binden und schon ist das, worum wir bitten, durch unsere Schöpferkraft genau das, was wir jetzt sehen. Daher sehen wir die Dinge auch niemals so, wie sie jetzt wirklich sind, denn wir sehen nur die Vergangenheit unserer bisher bedeutungsleeren Ego-Gedanken. Unser Urteil über uns selbst wird in der Welt gespiegelt und so bekommen wir genau das, worum auch immer wir bitten. Wir ziehen es durch die Resonanz an, die wir durch die irrige Annahme der Nichtexistenz eines liebenden VATERS für alle SEINE KINDER in unserem Geist aussenden. Chaos entsteht im Prinzip nur in den Momenten, in denen wir Gott im Gegenüber verleugnen, verurteilen, beurteilen und als „NICHT-GOTTES-KIND“ definieren.

    In der Illusion, die entsteht, wenn Gott im Gegenüber und damit in uns selbst verleugnet wird, können die BISHER allgemein anerkannte Gesetze näher betrachtet werden. Doch nicht, um ihre Wahrheit aufzuzeigen, nur, um ihre Verrücktheit zu beweisen…

    1. Im Krieg gegen Gott im Gegenüber, unserem wahres SELBST, ist die Wahrheit für jeden eine andere. Unser Geist wird als separat wahrgenommen und jeder Geist scheint eine unterschiedliche Ausrüstung (beim CRISP-R-CAS an Seinem Knusperhäuschen) erhalten zu haben. Die Illusionen bilden gar eine Hierarchie, sodass es unmöglich bleiben soll, sie alle gleichzeitig zu berichtigen, indem die Illusionen als Illusionen erkannt werden. Sind Geister jedoch verbunden, wäre der Krieg gegen unser Selbst im Gegenüber letztlich eine Selbstverletzung und ziemlich „verrückt“. Dann würde dem Krieg gegen uns selbst kein Nutzen verliehen werden können.
    2. Jeder ist „fehlerhaft“ und daher nicht mehr, wie Gott ihn schuf. Da wir Gott im „Sünder“ nicht sehen wollen, ist dort nur das Ego. Aus Fehlern macht das Ego Sünden und daher muss mit „gerechtem“ Angriff, „verdienter“ Strafe und dem Kainsmal der unauslöschlichen Schuld geantwortet werden. Mit einem unwiderruflichen Urteil über Gottes Sohn, einem, das selbst Gott nicht aufzuheben imstande sein kann – so „denkt“ das Ego. Es will beweisen, dass Fehler, im Gott verleugnenden Urteil zu Sünden gemacht, die Macht besitzen, den Sohn Gottes zu zerstören, krank zu machen und schließlich zu töten. Die Beziehung zu Gott wird in der Gegnerschaft dem Gegenüber gegenüber verleugnet und so begegnen wir Menschen uns zumeist, um „Probleme“ zu besprechen, Konflikte zu führen, die aus Vorurteilen entstehen und damit Richtsprüche zu fällen, die wir nicht mit reiner Wahrheit füllen könnten. Wir begegnen uns nicht, damit sich Geister in Gottes Geist verbinden und Heilung darin finden. Heilung darin, auf das Urteil zu verzichten, nicht sein zu wollen, wie Gott uns schuf. Durch das anderslautende Urteil über Gottes Kinder will das Ego beweisen, dass die Zeit es schafft, der Ewigkeit das Leben des Geistes abzujagen. Da nach der „Beweisführung“ des Egos jeder fehlerhaft ist, können wir natürlich niemals Gottes Kinder sein. So verurteilen wir die Welt, weil wir uns selbst und damit unser SELBST verurteilen und bezeugen die Abwesenheit Gottes in unserem Geist.

    So führen die ersten beiden Gesetze des Chaos zum Krieg gegen das Leben und uns selbst. Wir „lernen“ vom Ego auf diese Art zu denken und dies führt unweigerlich zum Krieg gegen uns selbst. Wir „erlernen“ dass wir nicht mehr sind, wie Gott uns schuf. Und, dass es reichen muss, dem Vater zu sagen, dass wir nicht sein Sohn sind, damit „unser Wille“ geschehe. Wir sind es, die dem Vater sagen, wer und was sein Sohn ist. DAS ist ARROGANZ.

    Das dritte Gesetz des Chaos folgt…

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Textbuch Seite 488

  9. #409

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Wäre der erste Grundsatz richtig, und für verbundene Geister könnten separate und unterschiedliche Wahrheiten gelten, würde es Grade der Wahrheit innerhalb von illusionen festlegen. Doch es kann keine bedeutsame Gradierung der Nicht-Wahrheit geben und daher sind die Formen der Irrtümer zwar vielfältig, der Irrtum als Inhalt jedoch gleichermaßen unwahr. Ein Irrtum wird immer erst als Irrtum erkennbar, wenn ihm der Glaube entzogen wird, wahr und richtig zu sein. Bis ein Irrtum als unwahr erkannt wird, erschienen mir alle Irrtümer "richtig"; wenn erkannt wird, wo der Denkfehler lag und falsch abgebogen wurde, kann die Wahrheit den Irrtum berichtigen. Das "Verbiegen" der Wahrheit zu dem, was gerade nutzt, ist Grundlage der zweiten Grundannahme:

    Da wir nach der Akzeptanz der geistigen Unverbundenheit immer davon ausgehen, alle anderen würden sich ihre Wahrheit auch so zurechtbiegen wie wir, und jeder daher fehlerhaft und sündig im Sinne von nicht göttlicher Herkunft und Halltung sein muss. Unter der Grundprämisse der geistigen Unverbundenheit erscheint Strafe und nicht Berichtigung des Irrtums dann "gerecht". Für einen verbundenen Geist wäre die Bestrafung unsinnig, wer würde sich selbst für einen Fehler bestrafen wollen und was macht Strafe für einen Sinn im Sinne des Erreichens der Nicht-Wiederholung eines Fehlers?

    Jedes Urteil ist der Versuch, sich selbst dadurch "reinzuwaschen", indem mit Schmutz auf andere geworfen wird und die Unterschiedlichkeit der Gaben betont wird, die Gott wohl nach Laune verteilt haben muss. Was einen ungerechten Gott bedingt, der seine Kinder mal mit stumpfem, mal mit scharfem Verstand und Geist ins Leben entlässt. Auf die glorreiche Idee, jedes Kind Gottes könnte alle Gaben erhalten haben, kommen wir dann leider nicht mehr und die Unterschiede zwischen Gleichen gewinnen Bedeutung, obwohl es keine bedeutsamen Unterschiede zwischen den Angehörigen einer Familie geben kann.

    Wenn uns jemand sagt, seine Familie sei für ihn gestorben, isoliert er sich dadurch von einer Zugehörigkeit. Für einen unbeteiligten Beobachter gehört auch der verlorene Sohn zur Familie. So wird der Fehler, der zur Sünde gemacht wurde, zum unwiderruflichen Beweis dafür, die Kinder Gottes wären nicht mehr sie selbst und könnten durch den Irrtum die Wahrheit gefährdet haben.

    Nur der verbundene Geist sieht keinen Nutzen im Angriff, Zerstörung und Bestrafung. Doch wenn das Gegenüber augenscheinlich seine Göttlichkeit "verloren" hat, wie könnte sie in uns erhalten geblieben sein? Den Richter über das zu geben, was Gott zu denken, zu glauben und wie ER zu reagieren hat, geht mit der Arroganz des Egos einher, dem Vater sagen zu wollen, was Sein Sohn zu sein hat.

    Ach ja, es war natürlich ein Irrtum, oben über drei Gesetze des Chaos zu schreiben. Es sind vier. Das dritte soll das Chaos verewigen, denn wenn Gott sich nicht irren kann, muss er den Glauben seines Sohnes darüber, was er ist, akzeptieren. Wenn Gott akzeptiert, was der verlorene Sohn aus sich gemacht zu haben scheint, muss es ja wirklich sein und daher hat die Trennung von Gott scheinbar ewigen Bestand.

    Durch den dritten Grundsatz wird die Angst vor Gott noch verstärkt und wenn selbst Gott unser Nicht-Sohn sein akzeptiert, ist es nicht möglich, uns im Elend an Gott zu wenden. Das Ego nimmt an, nach seiner (historischen) Demonstration der Nicht-Göttlichkeit nicht Vergebung, sondern Rache erwarten zu müssen.

    Mit dem vierten Grundsatz wird der Verlust des Gegenübers zum Gewinn und Nehmen seliger als Geben. Für das Ego ist wertvoll, was es nimmt, nicht, was es gibt. Wenn es gibt, dann nur, um später nehmen zu können.

    Was die Frage aufwirft, was dem Geist genommen werden könnte? Was ist es, was wir zurückbekommen möchten? Was ist es, was wir wollen, doch niemals im Nehmen gefunden haben?

    Das Hörbuch über die Gesetze des Chaos erklärt, warum wir einer Umkehrung von Ursache und Wirkung folgen, die aus Verrücktheit geistige Gesundheit, aus Illusionen die Wahrheit, aus Angriff Güte, aus Hass Liebe und aus Mord einen Segen macht.

    "Wie lieblich lassen die Gesetze der Angst den Tod erscheinen". (1)

    Ist das vierte nicht ein Gesetz des Chaos, das leicht als wirklich wirksam erkennbar ist? Alle zusammen dienen dazu, die Gesetze Gottes durch die Gesetze des Egos zu ersetzen.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Textbuch Seite 494

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