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Thema: Ein Kurs in Wundern

  1. #401

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Fortsetzung Lektion 140
    „Nur von der Erlösung kann man sagen, dass sie heilt“. (1)
    9. Wir wollen uns heute nicht durch das irreführen lassen, was uns als krank erscheint. Heute gehen wir über Erscheinungen hinaus und erreichen die Quelle der Heilung, von der nichts ausgenommen ist. Das wird uns in dem Maß gelingen, in dem uns klar wird, dass es niemals eine bedeutsame Unterscheidung zwischen dem geben kann, was unwahr ist, und dem, was gleichermaßen unwahr ist. Hier gibt es keine Grade und keine Überzeugungen, dass das, was nicht existiert, in einigen Formen wahrer als in anderen ist. Sie sind allesamt falsch und können geheilt werden, weil sie nicht vorhanden sind.(2)

    Schauen wir auf eine „kranke Welt aus kranken Gedanken“, blicken wir in die Augen der Medusa und „versteinern“ am logischen Trugschluss dieser „Wahrnehmung“. Die Quelle der Heilung wurde in das Reich der anfänglichen Unmöglichkeit verlegt, womit Unterschiede zwischen dem Irrtum bedeutsam erscheinen, das Göttliche in uns könne sozusagen in der Zeit mehr oder weniger „abgeblättert“ sein und daher brauche das „Nicht-Göttliche“ in uns eine Berichtigung oder Korrektur. In Absatz 9 verschmelzen die Unterscheidungen, die Bewertungen und Beurteilungen, die Verurteilungen, und nicht zuletzt die Rache, zu vielen Formen mit gleichem Inhalt. Allesamt bauen sie auf der Grundprämisse auf, das ewig Unveränderliche könne eine Veränderung (durch das Träumen) erfahren.

    (Kap 21:IX) „Der innere Wechsel“
    https://www.youtube.com/watch?v=w7yk...CzPxZ&index=64

    Wenn die letzte Frage beantwortet wurde, kann ein vollständiger und ständiger Wechsel in der Betrachtung des Zweckes der Verleugnung als schon gegeben erkannt und anerkannt werden (5:38). Es steht nichts zwischen der Heiligkeit und unserem Gewahrsein derselben (6:00). Welche Form die auf einer fehlerhaften Grundprämisse aufbauenden, veränderlichen „Inkonstanten“ besitzen, ist im Prinzip nach dem inneren Wechsel bedeutungslos geworden und damit verliert die irrtümliche und eigentümliche Illusion, Heiligkeit könne „abblättern“, ihre „volkstümliche Erscheinung“ und die Form ihre Konsistenz. Substanzlos geworden, können die auf einer fehlerhaften Grundprämisse aufbauenden „Denksysteme“ nicht mehr sinnvoll mit Unterschieden und Graden des Irrtums versehen werden.

    Wollten wir wirklich sehen, was wir nun zwischen uns an Graden von eigentlichen Irrtümern wahrnehmen und als „krank“ definieren?

    Verlangten wir nach einer Welt, die uns zu beherrschen scheint?
    Wollten wir wirklich eine Welt erleben, in der wir hilflos und ohnmächtig sind?

    Können fehlerhafte Gedanken dann gefährlich sein?

    Nur, wenn es in der Zeit einen Willen gäbe, den Willen der Ewigkeit zu verändern. Nur, wenn der „Glaube“ Einzug hält, unser Bewusstsein sei an den Körper gebunden und Krankheit, Leiden, Angriff, Rache und Tod wären eine „Geißel Gottes“, die Strafe für unsere Träume.

    Das „Heilmittel“ für den Traum von möglicher Krankheit in der Zeit ist die Ewigkeit, die in diesem Satz aufleuchtet, wenn er „gedacht“ wird:

    „Nur von der Erlösung kann man sagen, dass sie heilt. Sprich zu uns Vater, damit wir geheilt sein mögen“. (2)

    Die Konstanz der freudigen Wahrnehmung - von auf ewig geheilter Heiligkeit im Gegenüber - kann ebenso erlernt werden, wie die Gedankengänge, die in die Dunkelheit des selbst gewählten Inkonstanten führen. Eine Veränderung der Ewigkeit bleibt rein physikalisch unmöglich, es kann in der Zeit keinen Willen geben, der die Ewigkeit der gegebenen Heiligkeit auslöscht und damit einem konstanten Zustand der Freude unmöglich zu machen scheint.

    „Der innere Wechsel“ baut auf einer Grundprämisse auf, die zum Ende des Hörbuches in diese Worte gefasst wurde:

    „Was ist der heilige Augenblick anderes als der Aufruf GOTTES an dich, wiederzuerkennen, was ER dir gegeben hat? Hier ist der große Appell an die Vernunft; das Gewahrsein dessen, was immer da ist, damit es gesehen werden kann; das Glück, das immer dein sein könnte. Hier ist der konstante Frieden, den du immerdar erfahren könntest. Hier wird dir offenbart, was die Verleugnung verleugnet hat. Denn hier ist die letzte Frage schon beantwortet und das, worum du bittest, schon gegeben. Hier ist die Zukunft jetzt, denn die Zeit ist machtlos, weil du nach dem verlangst, was sich nie ändern wird. Denn du hast darum gebeten, dass nichts zwischen der Heiligkeit deiner Beziehung und deinem Gewahrsein ihrer Heiligkeit stehen mögen“. (3)

    Die Quelle der Heilung wird dann dort vermutet, wo sie ist. In der Ewigkeit, nicht in den Zeit, wo sie „verloren“ gehen könnte. Wir sind schon, was wir noch suchten. Doch sagen wir, wir sind es nicht, verleugnen wir das, was wir im heiligen Augenblick erneut in unser Gewahrsein holen. Es gibt ein Denksystem, das in zwei Worte zu fassen ist:

    GOTT IST.

    Es gibt viele Formen von Illusionen, die der Traum von „Gott ist nicht“ annimmt, viele Rollen und Reiter, Wege und Streiter; doch immer sind die Träume von Krankheit darauf aufgebaut, Gott sei nicht. Ist Gott, ist Heiligkeit.

    Ist Gott nicht, ist kein Weg aus der Dunkelheit des Labyrinthes der „erlernten Kellerkinddaseins“ vorstellbar. Ein Zustand, dessen „gute Vorsätze“ den Weg zur selbstgemachten Hölle pflastern. Da aus dem Mangelgedanken (Gott sei nicht) heraus lediglich der kausale Irrtum in relative Grade unterschieden wird, wurde der innere Wechsel zu konstanter Freude unmöglich.

    So ist es im Labyrinth notwendig, Fehler zu machen und sich beim nächsten „Abbiegen“ daran zu erinnern, welchen Weg wir daher wählen müssen, nicht wieder einem neuen Irrlicht zu folgen.

    Wenn Gott jedoch als wahr wahrgenommen wird, beginnen die Grade und Unterschiede zwischen mehr oder weniger wachen Träumenden sich vor dem Licht der Heiligkeit dahinter aufzulösen. Wir sind nicht die „Rollen“ der Streiter im Traum, wollten wir Ross und Reiter einmal nennen, die zur Ego-Körper-Verwechslung führten, mit der Gedanken für Körper „gefährlich“ werden könnten.

    Aus der irrigen Annahme, „Gott sei nicht“ geht die Erschaffung des Bewusstseins aus dem Nichts einher und zugleich die Vorstellungswelt, das Bewusstsein würde mit dem Ablegen des Körpers enden. Dieser Gedanke ist „gefährlich“, obwohl er nur die Folge eine fehlerhafte Grundprämisse abbildet, die dadurch keine wirklich beständige Konstanz und Konsistenz ermöglicht. Auf tönernen Füßen aufgebaute Denksysteme erwecken den Anschein von Beständigkeit und ihr „Fallen“ wird als Verlust empfunden, doch was könnte verloren werden, was jeder in sich schon besitzt?

    Offenheit für unterschiedslose Heiligkeit macht es möglich, den Gedanken als wahr anzunehmen, dass ALLE geheilt werden könnten, da alle - in alle Ewigkeit mit Heiligkeit „geheilt“ wurden. Es gab niemals etwas, das der Heilung bedurfte. So wird gesucht, was wir immer bei uns trugen. Ist tatsächlich besonders bitter, ich suchte im Winter einmal händeringend meinen Schlüsselbund, den ich die ganze Zeit vorne im Sweatshirt trug, wobei der Schlüssel unter einem dicken Winterpullover und der Winterjacke nicht zu hören war. Wir sind taub geworden für die Lieder und Leiden all der anderen Seelen und tragen ein offenes Herz unter dem dicken Fell verborgen, das im „Überlebenskampf“ nur verleugnet wurde. Lebendige Heiligkeit zu sein, nimmt dem gefährlichen Gedanken des Glaubens an einen Nutzen (des Erblickens einer Welt) von Angriff, Hass, Rache, Kampf und sterbender Körper jegliche Bedeutung.

    Transparenz (und damit Offenheit) entsteht, wenn wir bemerken, uns vor Gott in keinerlei Illusionen (von möglicher Sünde und Schuld) „verstricken und verstecken“ zu können. Gott ist und alles, was „Ich bin, der ich bin“ denken kann, lebt in diesem Gedanken. Liebende Gerechtigkeit - als das Fundament eines soliden Denksystems - wird im Prinzip erst möglich, empfindet sich niemand mehr als Nicht-Göttliches-Bewusstsein. Es scheint in der Zeit weit entfernt zu sein, doch da es in der Ewigkeit niemals geschah, wurde die letzte Frage in dem Moment beantwortet, als sie aufkam.

    Gott ist nur Liebe und daher sind wir es auch. Der Annahme, ein Angriff auf die Heiligkeit im Gegenüber im Gegenüber könne einen Vorteil bedeuten, muss die Grundlage entzogen werden, indem begriffen wird, dass konstanter Frieden nur im konstanten Aufgeben des Angriffs zu finden ist. Die eigentliche „Sünde“ ist die Annahme, die Ewigkeit der Wahrheit könne von einem - oder von vielen - Irrtümern in der Zeit bedroht werden. Ein Ding der anfänglichen Unmöglichkeit muss es bleiben, als Geschöpf etwas zu sein, was wir nicht sind.

    Auf Kapitel 21 „Vernunft und Wahrnehmung“ folgt „Die Erlösung und die heilige Beziehung“, in dem die Vernunft noch einen weiteren Schritt zur Wahrheit macht. Denn wenn wir angreifen, wen Gott zu heilen sucht und die hassen, die ER in Ewigkeit liebt, glauben wir an die Substanz der Wirkungen eines von GOTT verschiedenen Willens. Angriff kann niemals „Erlösung“ bringen, ein Problem, das zunächst erkannt werden muss, um dann vom Heiligen Geist aufgehoben werden zu können. Heilig ist jede Beziehung, in der Angriff nicht mit einem Nutzen verbunden wird und daher Sündenlosigkeit jenseits von Funktionen als Wirklichkeit wirkt. Nur, wenn Heiligkeit wahrgenommen wird, kann Heilung als die Wirkung der Quelle wirksam sein. Wenn wir die Quelle in uns verleugnen, ist Heilung von etwas abhängig, das im Außen „so, so oder auch so“ zu geschehen hätte, damit darin die Grundlage für Heilung zu finden wäre. Doch ist Heilung wirklich das, was wir im Innen und im Außen zu sehen wünschen? Ist es das, was wir wirklich für alle wollen?

    Oder sind WIR es, die sich die Rolle eines zornigen Racheengels anmaßen, der strafend durch die Träume erträumter Schuld zieht. Das Ego sagt natürlich, es sei unmöglich, in niemandem irgendeine Schuld zu erblicken. Doch ist Schuld genau das, was wir zu blicken im Geist erwählten, bevor wir die Wahrheit verleugneten.

    Aber ist "dies" wirklich das, worauf wir sehen möchten?


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 270 – 272
    (2) Ebd.
    (3) Textbuch Seite 467

  2. #402

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Fortsetzung Lektion 140

    „Nur von der Erlösung kann man sagen, dass sie heilt“. (1)

    9. Wir wollen uns heute nicht durch das irreführen lassen, was uns als krank erscheint. Heute gehen wir über Erscheinungen hinaus und erreichen die Quelle der Heilung, von der nichts ausgenommen ist. Das wird uns in dem Maß gelingen, in dem uns klar wird, dass es niemals eine bedeutsame Unterscheidung zwischen dem geben kann, was unwahr ist, und dem, was gleichermaßen unwahr ist. Hier gibt es keine Grade und keine Überzeugungen, dass das, was nicht existiert, in einigen Formen wahrer als in anderen ist. Sie sind allesamt falsch und können geheilt werden, weil sie nicht vorhanden sind.

    10. So legen wir denn unsere Amulette, unsere Talismane und Arzneien, unsere Litaneien und magischen Mittelchen weg, welche Form sie auch annehmen mögen. Wir wollen still sein und auf die Stimme der Heilung horchen, die alle Übel als heilen und die geistige Gesundheit des Sohnes Gottes wiederherstellen wird. Keine Stimme außer dieser kann heilen. Heute hören wir eine einzige Stimme, die von Wahrheit zu uns spricht, wo alle Illusionen enden und der Frieden in das ewige, ruhige Zuhause GOTTES wiederkehrt. (2)

    Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich rate hier nicht, „den Umweg“ über Arzneimittel zu Selbstheilungskräften nicht zu gehen. Ich selbst spritze täglich mehrmals „mein Insulin“ und hoffe, durch einen „gesundenden Geist“ zu einer späteren Heilung des Körpers zu gelangen. Es wird in Absatz 10 von geistiger Gesundheit gesprochen, die darauf beruht, zu erkennen, wer wir wirklich sind. Dann ist auf die Stimme für Heilung zu hören, was mit Offenheit beginnt. Geistig gesund ist im Prinzip derjenige Körper, dessen Seele versteht, dass die Quelle allen Seins im Geist beginnt. Gott ist die Quelle aller SELBST-Heilungskräfte, völlig egal, über welchen Umweg wir Heilung suchen.

    Es wird im Textbuch genauer ausgeführt, was in Absatz 10 vom Ego gerne missverstanden wird: Da Heilung in der Erkenntnis liegt, dass die Heiligkeit Gottes in uns gegenwärtig ist, und Heilung ebenso eine Befreiung von der Angst ist, ein sterblicher Körper zu sein, muss zunächst die Angst unwirksam gemacht werden. Wenn die Angst (vor dem Gedanken, ein sterblicher Körper zu sein) geht, weil ich Arzneimittel einnehme, spreche ich von einem Umweg. Wenn dadurch die Angst zunächst für einen Moment geht, damit die Liebe unseres Freundes im Selbst gegenwärtig wirksam werden kann, die hinter jeder Heilung steht, kann der Umweg als Lernprozess gesehen werden.

    Ich denke ja tatsächlich, ohne Insulin sterben zu müssen und mein bisheriges „Lernen“ scheint diese „Auffassung“ zu bestätigen. Da mein Körper jedoch bisher nicht gestorben ist, kann der Geist darin nur auf indirekte Beweise zurückgreifen. Unabhängig davon, ob der Körper sein Leben aushauchen würde oder nicht, ist der Gedanke, kein Körper zu sein, die Befreiung aus der Angst, das Leben des Geistes würde mit dem Ablegen des Körpers enden. Denn auch die Annahmen über den Tod gründen sich in der Regel auf indirekte Beweise.

    Irgendwann wirkten bisher alle abgelegten Körper „leblos“, doch nach dem „Energieerhaltungsgesetz“ ist diese „Lebensenergie“ nicht erloschen, sie ist eben nur „woanders“, dadurch, dass die Bindung an den Körper aufgegeben wurde. Da diese Lebensenergie nicht „weg“ sein kann, ist von einer Transformation auszugehen. Sie ist nicht „hier“, aber sie ist. Heilung ist die Befreiung aus der Angst, die entsteht, wird die Quelle des Lebens im Körper verortet. Wird die Quelle des Lebens in Gott verortet, ist der Körper lediglich ein Fahrzeug, ein Lebensvehikel, vergleichbar mit einem Auto. Es ist der Fahrer, der „Leben‘“ in das Vehikel einbringt; ist kein Fahrer anwesend, steht das Fahrzeug leblos in der Gegend herum. Niemand würde davon sprechen, das „Fahrzeug“ wäre lebendig, obwohl es sich zu bewegen scheint, wenn jemand darin „transportiert“ wird. Selbst, wenn das Fahrzeug von selbst fährt, bedarf es der Eingabe des Zieles der Reise. So ist unser Körper ein autonomes Fahrzeug, das zudem Selbstheilungskräfte besitzt. Bewegt wird er durch die Eingabe des Zielortes, was dann das Motiv zur Bewegung für das autonome Fahrzeug bildet. Indem das Ziel die Grundlage für die Richtung der Bewegung festlegt, hat der Geist in der Seele des Fahrers die Reise bestimmt. Selbst wenn das Fahrzeug autonom fährt, empfängt es seine Funktion durch die Anbindung an die Quelle der Gedanken, die das autonome Fahren erdachten. Einmal könnte Gott und einmal könnte Google in diese Analogie eingesetzt werden. Beides jedoch veranschaulicht, dass Gedanken ihre Quelle nicht verlassen.

    Was „Die Erlösung und die heilige Beziehung“ bedeuten, wird in Kapitel 22 ausgeführt:
    https://www.youtube.com/watch?v=Lnnb...CzPxZ&index=65

    Das Bedürfnis, Unterschiede zwischen göttlichen Seelen zu definieren, ist die Folge des Umstandes, uns als „das Auto“ zu betrachten und zwischen dem Selbst im Gegenüber und dem Selbst in uns anhand der Farbe, Form oder des Erhaltungszustandes zu unterschieden. Dass sich die Fahrzeuge im Straßenverkehr „unfallfrei bewegen“, dafür ist immer der Geist des Fahrers oder der Programmierer der Soft- und Hardware verantwortlich. Die „Verantwortung“ für das Fahren an Google oder den Heiligen Geist „auszulagern“, räumt dem Fahrer die Möglichkeit ein, eine entspannte Reise zu genießen. Ist halt nur die Frage, ob wir uns dem Google-Hahn oder der Heiligkeit (einer jedweden Beziehung) zuwenden.

    Das Ego ist immer der Gockel. Das Selbst ist immer es selbst. Das Selbst es selbst sein lassen, ist, was im ungeheilten „Schuldmodus“ unmöglich bleibt, da wirkliche Verbundenheit zwischen Selbst und Selbst dem anderslautenden Urteil geopfert wird.

    Da Heilung immer auch Ganzheit bedeutet, ist die Botschaft der heiligen Beziehung geeignet, den Verstand einen weiteren Schritt tun zu lassen, indem der (gockelige) Glaube an Unterschiede über die Erscheinungsformen (von Fahrzeugen jedweder Art) aufgegeben wird, da dieses „Denksystem“ keinen Nutzen besitzt. Wir haben auf das gehört, was nicht kommunizieren kann (6:00 bis 9:00); in dieser Analogie haben wir mit dem Fahrzeug gesprochen und da es nicht antwortet, schauen wir wie ein Auto aus der Wäsche, da wir keine Botschaften von diesem „Ding“ erhalten.

    Bei 9:48 ist eine Aussage zu finden, die auch auf Heilung übertragbar ist:

    „GOTT hat keine Geheimnisse. ER führt dich nicht durch eine Welt des Elends und wartet darauf, dir am Ende der Reise zu sagen, warum ER dir das antut. Was könnte geheim sein vor dem Willen GOTTES? Und dennoch glaubst du, Geheimnisse zu haben“. (3)

    Warum sollte Heilung also ein Geheimnis sein? Warum sollte Krankheit Gottes Wille sein?

    Offenheit entsteht automatisch, erkennen wir, für Gott ein „offenes Buch“ zu sein. Es gibt nichts, was wir in der Dunkelheit verbergen könnten, noch etwas, das verborgen werden sollte. Dann entsteht wahre Transparenz.

    Ein Ab-Satz zur Kommunikation aus dem Hörbuch noch:

    „Von allen Botschaften, die du empfangen und nicht verstanden hast, steht dieser Kurs allein deinem Verständnis offen und kann verstanden werden. Dies hier ist deine Sprache. Du verstehst sie nur noch nicht, weil deine ganze Kommunikation wie die eines Säuglings ist. Die Laute, die ein Säugling von sich gibt, und die er hört, sind höchst unzuverlässig, und bedeuten für ihn Verschiedenes zu verschiedenen Zeiten“. (4)

    Aus dieser selektiven Wahrnehmung heraus, dem inkonstanten Gebrabbel der "Säuglings-EGOS", erwächst am Ende des Lernens das Verständnis für die gesamten Muttersprache. Kommunikation findet in der Verbundenheit von Geistern statt und bedarf keiner Worte.

    „Jeder sieht nur, was er zu sein glaubt“ (11:16 / (3)).


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 270 – 272
    (2) Ebd.
    (3) Textbuch Seite 470
    (4) Ebd.

  3. #403

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Fortsetzung Lektion 140

    „Nur von der Erlösung kann man sagen, dass sie heilt“. (1)

    1. „Heilmittel“ ist ein Wort, das auf keine Arznei angewendet werden kann, die die Welt als nützlich akzeptiert. Was die Welt als therapeutisch wahrnimmt, ist nur etwas, was den Körper >besser< macht. Wenn sie versucht, den Geist zu heilen, dann sieht sie diesen nicht getrennt vom Körper, in dem der Geist, so denkt sie, existiert. Ihre Formen der Heilung müssen daher Illusion durch Illusion ersetzen. Ein Glaube an die Krankheit nimmt eine andere Form an, und so betrachtet sich der Patient nunmehr als gesund.

    2. Er ist nicht geheilt. Er hatte bloß einen Traum, dass er krank war, und im Traum fand er eine magische Formel, um sich gesund zu machen. Er ist jedoch nicht aus dem Traum erwacht, und deshalb bleibt sein Geist genauso, wie er vorher war. Er sah das Licht nicht, das ihn wecken und den Traum beenden würde. Welchen Unterschied macht der Inhalt eines Traumes in Wirklichkeit? Entweder schläft man, oder man ist wach. Dazwischen gibt es nichts.

    3. Die glücklichen Träume, die der HEILIGE GEIST bringt, sind anders als die Träume der Welt, wo einer nur träumen kann, er sei wach. Die Träume, welche die Vergebung den Geist wahrnehmen lässt, führen keine anderen Formen von Schlaf herbei, sodass der Träumer einen anderen Traum träumt. Seine glücklichen Träume sind Vorboten dafür, dass dem Geist die Wahrheit dämmert. Sie führen aus dem Schlaf zu einem sanften Erwachen, sodass Träume vergangen sind. Und somit heilen sie für alle Ewigkeit“.

    4. Die SÜHNE heilt mit Gewissheit und sie kuriert jede Krankheit. Denn der Geist, der versteht, dass Krankheit nichts sein kann als ein Traum, lässt sich nicht von den Formen täuschen, die der Traum annehmen mag. Krankheit kann nicht kommen, wo Schuld abwesend ist, denn sie ist nur eine andere Form von Schuld. Die SÜHNE heilt nicht die Kranken, denn dies ist keine Heilung. Sie nimmt die Schuld weg, die die Krankheit möglich macht. Und dies ist wirkliche Heilung. Denn nun ist die Krankheit vergangen, wobei nichts übrig bleibt, zu dem sie wiederkehren kann.

    5. Friede sei mit dir, der du in Gott geheilt worden bist und nicht in nichtigen Träumen. Denn Heilung muss von Heiligkeit kommen, und Heiligkeit kann nicht gefunden werden, wo Sünde lieb und teuer ist. GOTT wohnt in heiligen Tempeln. Wo die Sünde eingekehrt ist, da ist ER ausgesperrt. Und dennoch gibt es keinen Ort, wo ER nicht ist. Und daher kann die Sünde kein Zuhause haben, in dem sie sich vor SEINER Mildtätigkeit verstecken könnte. Es gibt keinen Ort, wo die Heiligkeit nicht ist, und nirgends können Sünde und Krankheit verweilen.

    6. Das ist der Gedanke, der heilt. Er macht zwischen Unwirklichkeiten keinen Unterschied. Auch sucht er nicht zu heilen, was nicht krank ist, dessen eingedenk, wo Heilung gebraucht wird. Dies ist keine Magie. Es ist lediglich ein Appell an die Wahrheit, die nicht umhin kann, zu heilen und für immer zu heilen. Es ist kein Gedanke, der eine Illusion nach ihrer Größe, ihrem scheinbaren Ernst oder nach irgendetwas beurteilt, was sich auf die Form bezieht, die sie annimmt. Er konzentriert sich lediglich auf das, was ist, und erkennt, dass keine Illusion wirklich sein kann.

    7. Wir wollen heute nicht das zu heilen suchen, was nicht unter Krankheit leiden kann. Nach Heilung muss dort gesucht werden, wo sie ist, und dann muss sie auf das, was krank ist, angewendet werden, damit es geheilt werden kann. Es gibt kein Heilmittel, das die Welt bereitstellt, das in irgendetwas eine Veränderung bewirken kann. Der Geist, der Illusionen der Wahrheit überbringt, wird wirklich verändert. Es gibt keine Veränderung außer dieser. Denn wie kann sich eine Illusion von einer anderen unterscheiden außer in Eigenschaften, die keine Substanz, keine Wirklichkeit, keinen Kern haben und nichts, was wahrhaft anders ist?

    8. Heute versuchen wir, unser Denken über die Quelle der Krankheit zu ändern, denn wir suchen ein Heilmittel für alle Illusionen, nicht einen weiteren Wechsel unter ihnen. Wir wollen heute versuchen, die Quelle der Heilung zu finden, die in unserem Geist ist, weil unser Vater sie für uns in ihn gelegt hat. Sie ist nicht weiter von uns entfernt, als wir selbst. Sie ist uns so nahe wie unsere eigenen Gedanken, so nahe, dass sie unmöglich verloren gehen kann. Wir brauchen nur nach ihr zu suchen, und sie muss gefunden werden.

    9. Wir wollen uns heute nicht durch das irreführen lassen, was uns als krank erscheint. Heute gehen wir über Erscheinungen hinaus und erreichen die Quelle der Heilung, von der nichts ausgenommen ist. Das wird uns in dem Maß gelingen, in dem uns klar wird, dass es niemals eine bedeutsame Unterscheidung zwischen dem geben kann, was unwahr ist, und dem, was gleichermaßen unwahr ist. Hier gibt es keine Grade und keine Überzeugungen, dass das, was nicht existiert, in einigen Formen wahrer als in anderen ist. Sie sind allesamt falsch und können geheilt werden, weil sie nicht vorhanden sind.

    10. Wir wollen uns heute nicht durch das irreführen lassen, was uns als krank erscheint. Heute gehen wir über Erscheinungen hinaus und erreichen die Quelle der Heilung, von der nichts ausgenommen ist. Das wird uns in dem Maß gelingen, in dem uns klar wird, dass es niemals eine bedeutsame Unterscheidung zwischen dem geben kann, was unwahr ist, und dem, was gleichermaßen unwahr ist. Hier gibt es keine Grade und keine Überzeugungen, dass das, was nicht existiert, in einigen Formen wahrer als in anderen ist. Sie sind allesamt falsch und können geheilt werden, weil sie nicht vorhanden sind.

    11. Wir erwachen, indem wir IHN hören, und lassen IHN zu Beginn des Tages fünf Minuten zu uns sprechen, und wir beschließen den Tag, indem wir weitere fünf Minuten hinhorchen, bevor wir schlafen gehen. Unsere einzige Vorbereitung darauf ist die, dass wir unsere störenden Gedanken weglegen lassen, nicht einzeln, sondern alle zusammen wie einen einzigen. Sie sind das Gleiche. Wir brauchen sie nicht anders zu machen und damit die Zeit hinauszuzögern, in der wir unsern Vater zu uns sprechen hören. Wir hören IHN jetzt. Wir kommen heute zu IHM.

    12. Mit nichts in unseren Händen, woran wir uns klammern könnten, mit erhobenem Herzen und einem horchenden Geist beten wir: Nur von der Erlösung kann man sagen, dass sie heilt. Sprich zu uns Vater, damit wir geheilt sein mögen. Und wir werden fühlen, wie die Erlösung uns mit sanftem Schutz und einem solchen tiefen Frieden bedeckt, dass keine Illusionen unseren Geist stören noch uns Beweise bieten kann, dass sie wirklich ist. Das werden wir heute lernen. Und wir werden unser Gebet um Heilung jede Stunde sagen und uns bei jedem Stundenschlag eine Minute nehmen, um zu hören, wie uns die Antwort auf unser Gebet gegeben wird, wenn wir in Schweigen und in Freude darauf achten. Dies ist der Tag, an dem die Heilung zu uns kommt. Dies ist der Tag, an dem die Trennung endet, und wir erinnern uns, WER wir wirklich sind. (2)

    (Kap.22:III) „Eures Bruders Sündenlosigkeit“
    https://www.youtube.com/watch?v=-NKh...CzPxZ&index=66

    „Das Gegenteil von Illusionen ist nicht Desillusionierung, sondern Wahrheit“ (0:01)

    „Die Wahrheit ist das Gegenteil von Illusionen, weil sie Freude schenkt (1:41).

    „Illusionen zu verändern, heißt nichts zu ändern“ (2:01).

    „Doch einen Unterschied dort wahrzunehmen, wo keiner ist, wird sicher keinen solchen machen“ (2:40).

    „Man kann fürwahr sicher sein, dass jedes scheinbare Glück, das nicht von Dauer ist, in Wirklichkeit Angst ist“ (3:04).

    „Eine einzige Illusion, die man hegt und gegen die Wahrheit verteidigt, macht die gesamte Wahrheit bedeutungslos und alle Illusionen wirklich“ (4:33)

    Was ab Minute 5:00 dann gesagt wird, erklärt die Zielsetzung des Heiligen Geistes und die Richtung, die der Kurs einschlägt. Die Richtung ist die Folge der Wahl des Zieles und das Hörbuch verdeutlicht, warum es keinen Zweck hat, zu versuchen, diese eine Wahl zu vermeiden (7:17).

    „Jetzt musst du wählen zwischen dir und einer Illusion von dir“ (7:09).

    „Solange ihr nicht den Himmel wählt, solange seid ihr in der Hölle und im Elend“ (8:58).

    Dann wird ausgeführt, was die „große Projektion“ (11:08) verursacht, und zugleich, welche Entscheidung getroffen werden könnte, damit sie geheilt würde. Wäre es nicht eine wirklich willkommene Nachricht, zu hören, dass nicht eine einzige Illusion, die wir gemacht haben, die Wahrheit ersetzt hat? (12:06).

    Es kann keine partielle Vergebung geben, jede „Restschuld“ ist ein Willkommen an die vom Ego gewählte Hölle. Warum Vergebung kein Lebewesen ausschließen darf, ist für das Ego wirklich „eine fremde Sprache“ und wird als „unmöglich“ betrachtet, wodurch es letztlich kaum Hoffnung birgt, getan werden zu können. Wird der Nutzen von Vergebung erkannt, gibt es jedoch keinen separaten Willen mehr und wir können uns der Zielsetzung des Heiligen Geistes anschließen, uns für den Himmel auf Erden zu entscheiden. Was dazu erforderlich ist, ist nur, das Ziel der Reise an ihrem Ausgangspunkt zu suchen, der Quelle aller Heilung, die immer mit der Erlösung aus dem Glauben an Schuld und Sünde, sowie dem Irrtum eines scheinbaren Nutzens von Angriff, Hass, Rache, Vergeltung und dem Tod von Körpern einhergeht. Jede Form von Restschuld macht das Gefühl von innerem Frieden unmöglich, da auch Frieden nicht partiell sein kann.

    Was zum Abschluss des Hörbuches gesagt wird, macht deutlich, warum wir nur über den Zeitpunkt entscheiden können, wann wir uns dem „Autopilot“ für unsere Rückreise zur Quelle der Gedanken gegenüber öffnen werden; die Wahl, in der Zeit dem Willen der Ewigkeit „auf ewig“ zu trotzen, gibt es nur in Illusionen und Träumen.

    Der Traum, nicht zu sein, was wir sind, war blöd, aber muss nicht zwangsläufig fortgesetzt werden. Es muss ein Traum bleiben, die Ewigkeit zum Sklaven der Zeit machen zu wollen.

    „Wir wollen uns die ganze Illusion näher ansehen, dass das, was du gemacht hast, die Macht hat, seinen Macher zu versklaven“ (10:07). Wir sind keine Sklaven unserer Fehler in der Zeit, wir haben nur an die Veränderung des ewig Unveränderlichen geglaubt, was ein „unmöglicher Gedanke“ war. „Das ist dieselbe Überzeugung, die die Trennung verursacht hat. Es ist die bedeutungslose Idee, dass Gedanken den Geist des Denkenden verlassen, von ihm verschieden sein oder sich ihm widersetzen können“ (10:22).

    Wie könnte dann Unfriede unseren Geist trüben, sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass nichts existiert, was dem Geist und dem Willen der Ewigkeit eine „Gefahr“ sein könnte. Der einzige Schutz, den ein offener Geist benötigt, ist die Einsicht, keines Schutzes zu bedürfen. Daher finde ich es so hilfreich, die Gedanken zu denken, die wir mit unserer Quelle teilen. Was sich in Freude bemerkbar machen muss, will die Wahrheit ganz die Wahrheit sein und daher konstant, konsistent und ohne „störende Gedanken“ sein.

    Denn, um den Bogen zur Analogie zu bekommen, wird in Absatz 11 gesagt:

    „Unsere einzige Vorbereitung darauf ist die, dass wir unsere störenden Gedanken weglegen lassen, nicht einzeln, sondern alle zusammen wie einen einzigen“. (2)

    Das wollte die Analogie mit der Auswahl, das gockelige Ego oder den Heiligen Geist zum „Fahrerassistenzsystem“ zu machen, im Prinzip aussagen. Jedes dieser beiden „Denksysteme“ besitzt sozusagen einen „Autopiloten“, der in Richtung des gewählten Zieles „lenkt“. Das „Fahrziel“ ist eine Frage, die in unserem Geist entschieden wurde, bevor die Reise begann. Den Heiligen Geist ALLE störenden Gedanken entfernen zu lassen, ist der Teil des Kurses, der eine wirkliche Berichtigung bringt und hilft, das Selbst von selbst es selbst sein zu lassen. So könnte dem Begriff Selbstheilungskraft eine gesunde Bedeutung verliehen werden, wenn es als Ganzes erkannt wird und zugleich als ewig unveränderlich im Geiste der Quelle heilsamer Gedanken.

    Dann verschwindet die Last der „kognitiven Dissonanz“ von unseren Schultern, die beim Bemerken der Wirkungen unserer bisherigen Fehlentscheidungen entstehen mag. Doch ist die Angst nicht mit der Angst zu heilen, sondern in der Erkenntnis, das Heilung darin besteht, den Glauben an den Nutzen „der großen Projektion“ aufzugeben, die aus der Illusion entstand, wir, als Gedanken Gottes hätten unsere Quelle verlassen, uns irgendwie „verändert“ oder wir könnten uns dem Geist widersetzen, der unsere Quelle ist. Eine Quelle, die keiner Heilung bedarf. Das Geschöpf erschafft nicht seinen Schöpfer. Doch ist es niemals von seiner Quelle getrennt und daher gibt es keinen Ort und keine Zeit, in der die Heiligkeit der Heilung bedarf. Einzig der sonderbare Gedanke, nicht mehr zu sein, wie Gott uns schuf, verbirgt die Gegenwärtigkeit der liebevollen Gedanken, die alles umfassen und jedes Leben einschließen.

    Nur liebevolle Gedanken sind wirklich. Unsere Quelle ist nur Liebe und daher sind wir es auch. Der ganze Rest ist Illusion. Alle Gedanken, die nicht liebevoll sind, verblassen mit der Zeit. Übrig bleibt nur Ewigkeit.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 270 – 272
    (2) Ebd.

  4. #404

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Wie kann vernünftig auf „die große Projektion“ reagiert werden?

    Das unten angeführte Hörbuch schließt mit einem Satz, in dem das Verständnis von Berichtigung (der Geistesverfassung), Erlösung und Heilung durch die heilige Beziehung liegt:

    Kap.22:IV „Die Vernunft und die heilige Beziehung“:
    https://www.youtube.com/watch?v=5rH2...CzPxZ&index=67

    „Die Vernunft hingegen sieht eine heilige Beziehung als das an, was sie ist: eine gemeinsame Geistesverfassung, in der beide ihre Fehler froh der Berichtigung übergeben, damit beide glücklich als eins geheilt sein mögen“ (10:00).

    Heilung liegt darin, den unveränderten Teil des Geistes, das „innere Christus-Kind“ im Gegenüber wahrzunehmen, damit das Gegenüber dieses Seelenselbst, aus dem die Selbstheilungskräfte stammen, wahrnimmt. Heilung ist kein Wunder, wird dieses eine Selbst als eins gesehen. Warum diese sonderbare Idee, das ewige Selbst könne in seiner körperlichen Erscheinungsform einer Heilung bedürfen, Gestalt im Geisteszustand annahm, erklärte sich mir heute aus Lektion 187.

    Um „die große Projektion“ vernünftig „einzusortieren“, ist diese Textstelle daraus unvermeidlich genauer zu untersuchen:

    „Doch haben wir gelernt, dass Dinge nur die Gedanken darstellen, die sie machen. Und es mangelt dir nicht an Beweisen dafür, dass, wenn du Ideen weggibst, du sie in deinem eigenen Geist verstärkst. Vielleicht ändert sich die Form, in welcher die Gedanken auftreten, beim Geben. Er muss jedoch zu dem zurückkehren, der gibt“. (1)

    Der Gedanke und damit die Idee, dass das Selbst, aus dem sich das Wort Selbstheilungskraft ableitet, erkranken könne, ist die Ursache der „großen Projektion“ von Krankheit und Leiden in jeder seiner „unvernünftigen Formen“, die aus dem Denksystem des Egos hervorgehen.

    Der Titel des Hörbuchabschnittes heißt in der Greuthof-Version „Die Vernunft und die Formen des Irrtums“ und führt im nächsten Unterabschnitt zur „Die Gabelung des Weges“. Erst wenn erkannt wurde, wohin die Wege der jeweiligen Denksysteme führen, kann die freie Entscheidung aus einem freien Willen (in der Zeit) heraus, die Richtung des Zieles Ewigkeit festlegen. Den Gedanken und die Idee der Ewigkeit zu teilen, mehrt die Wahrnehmung der Fülle des Geistes, damit der zum Ende des Hörbuches beschriebene Geisteszustand eintreten kann und den Irrtum der Idee - möglicher Krankheit im unveränderlichen Geist - berichtigend und damit heilend entgegenwirkt.

    Die Idee, weiterhin zu sein, wie die „Idee“ des unveränderlich gesunden, „großen Geistes“ uns schuf und die weiterhin unverändert besteht, macht den Glauben an frühere Fehler, die als Sünde „gewertet“ werden, unnötig und entzieht der Schuldprojektion die Grundlage.

    Statt dieser großen Schuldprojektion bietet der Kurs den Zugang zu einer Geistesverfassung, die auf das Unveränderliche im Veränderlichen hinter der Form blickt und damit „vernünftig“ auf einen Fehler reagiert. Sehen wir, dass sich der Weg gabelt, wird die Entscheidung über einzuschlagende Richtung letztlich unausweichlich, soll die Reise nicht ins Nirgendwo führen.

    Wer im Nirgendwo angekommen ist, kann jedoch nur feststellen, an welcher Gabelung des Weges ein Fehler begangen wurde und dann neu zu wählen. Der Weg in die Fülle kann nicht über den Mangel führen. Der Punkt, an dem Welt und Wirklichkeit beginnen, in verschiedene Richtungen zu denken, ist die Idee, dass Geben Verlust bedeuten würde. Dahinter steht die sonderbare Idee des Opferns; also dem Gedanken, dass sich Gedanken, die zu Dingen werden, nicht mehren, wenn man sie weggibt. Wo Welt und Wirklichkeit beginnen, getrennte Wege zu gehen, wird im ersten Absatz von Lektion 187 deutlich, die eine Zuordnung von Ursache und Wirkung (der Entscheidung für ein gewähltes Denksystems) erlaubt.

    Die Entscheidung, sich (an der Gabelung des Weges) nicht zu entscheiden, ist keine Entscheidung. Die Entscheidung, den Inhalt des Folgenden offen zu überdenken, macht die Auswahl des Zieles der Reise deutlich. Eine Reise ohne Ziel ist keine Reise und kann nur als „Umherirren“ bezeichnet werden. Nur ohne Ziel macht es Sinn, in der Projektion von Mangel, Schuld und Sünde einen Schritt in Richtung einer allseits geheilten Geistesverfassung zu sehen. Wo wir im Denksystem des Egos grundlegend falsch abgebogen sind, könnte im Folgenden deutlicher werden:

    Lektion 187 „Ich segne die Welt, weil ich mich selber segne“. (2)

    1. Niemand kann geben, wenn er nicht hat. In der Tat ist Geben der Beweis für Haben. Wir haben dies bereits hervorgehoben. Das ist es nicht, weswegen es schwer zu glauben scheint. Niemand kann daran zweifeln, dass du zuerst besitzen musst, was du geben möchtest. Es ist der zweite Teil, in dem die Welt und die wahre Wahrnehmung sich unterscheiden. Wenn du gehabt hast und gegeben hast, dann behauptet die Welt, dass du verloren hast, was du besaßest. Die Wahrheit sagt, dass Geben mehrt, was du besitzt.
    2. Wie ist das möglich? Denn sicher ist, dass, wenn du ein endliches Ding weggibst, die Augen des Körpers es nicht als dein wahrnehmen werden. Doch haben wir gelernt, dass Dinge nur die Gedanken darstellen, die sie machen. Und es mangelt dir nicht an Beweisen dafür, dass, wenn du Ideen weggibst, du sie in deinem eigenen Geist verstärkst. Vielleicht ändert sich die Form, in welcher die Gedanken auftreten, beim Geben. Er muss jedoch zu dem zurückkehren, der gibt. Auch kann die Form, die er annimmt, nicht weniger annehmbar sein. Sie muss annehmbarer sein. (3)

    Wenn die Reihe möglicher Personal-Pronomen tatsächlich die Geistesverfassung einnehmen, an der Quelle des geeinten Geistes die Unveränderlichkeit wahrnehmen zu wollen, ist es diese Absicht, die annehmbarer wird, weil das Zutrauen in die Heiligkeit das Vertrauen darauf möglich macht. Wenn Dinge jedoch aus Ideen und Gedanken in Verbindung mit Kraft- und Zeitwirkungen entstehen, lässt die Idee, Verlust sei möglich, das Mangeldenksystem an seiner Ursache und Quelle verorten.

    Wird das eine Selbst als die Quelle allen Seins erkannt, welcher Mangel könnte die Angst bewirken, in dem, was wirklich von Wert ist, sei Platz für Verlust. Die Illusion, dass uns Gedanken und Ideen, die zu Dingen und Welten werden, verlorengehen könnten, wird durch die Erfahrung berichtigt, dass sich der eigene Vorrat an Ideen und Gedanken durch das Geben mehrt.

    Was wir heute in der Welt betrachten, sind die Folgen der Idee, uns wäre der Segen entzogen worden und wir daher unser Heil in der Projektion von Schuld, Sünde, Leiden und Mangel suchen, statt zu erkennen, dass dem Zustand von Fülle zunächst die Idee möglicher Fülle vorangehen muss. Heilung ist das Ergebnis der Sühne, die eine Befreiung von der Angst ist, was eine Geistesverfassung ermöglicht, in dem die Ganzheit in allen Teilen ganz gesehen wird.

    Warum sich entweder Fülle oder Mangel mehren, wird hierin deutlich:

    „Gedanken mehren sich, wenn man sie weggibt.
    Je mehr an sie glauben, desto stärker werden sie.
    Alles ist eine Idee.
    Wie könnten dann Geben und Verlieren miteinander assoziiert sein“? (4)

    Gedanken (von Krankheit und Mangel) mehren sich, wenn man sie weggibt.
    Je mehr an Krankheit glauben, desto stärker werden Krankheiten.
    Alles ist eine Idee.
    Wie könnte dann das Geben (von Krankheit, Mangel, Schuld und Urteil) mit der Wiedererlangung von geistiger Gesundheit assoziiert sein?

    Hier ernten wir, was wir gesät haben. Der Angriff auf Körper zur Wiedererlangung einer Geistesverfassung, die im Geiste wirksam wird, ist auf keinen Fall vernünftig, da sie die Goldene Regel der Wahrnehmung missachtet, die schon mehrfach zitiert wurde:

    „Die Goldene Regel ist die Regel für angemessenes Verhalten. Du kannst dich nicht angemessen verhalten, wenn du nicht richtig wahrnimmst. Da du und dein Nächster gleichwertige Mitglieder einer Familie sind, wirst du beide so behandeln, wie du beide wahrnimmst. Du solltest von der Wahrnehmung deiner eigenen Heiligkeit aus zur Heiligkeit der anderen schauen“. (5)

    So schränkt der Kurs den Begriff der Sünde auf das Ego-Denksystem ein, das von der eigenen Schuld und damit Unheiligkeit zur Schuld der anderen und deren Unheiligkeit schaut, um sich der Last der Verantwortung für den eigenen Irrtum zu entledigen; der kognitiven Dissonanz, die entsteht, bewegen wir uns in einem Denksystem, das einen eigenen Vorteil im Verlust (der Unschuld, von Dingen, der Heiligkeit) unseres Nächsten (im unangemessenen Urteil) erblickt. Das unangemessene Urteil entsteht, sehen wir uns nicht als gleichwertige Mitglieder einer göttlichen Familie. Sehen wir uns mit den Augen, die erlernt haben, in der „großen Projektion von Schuld (am Verlust der Einheit mit Gott) zurechtzukommen“, blicken wir nicht mehr auf das, was wir als Ziel der Reise in das Navigationsgerät eingeben müssten, um von jedem Punkt des Nirgendwo wieder eine „Neuberechnung der Route“ einzuleiten. Wohin das Reiseziel, eine schuldige Welt erblicken zu wollen, uns bisher führte, macht uns deutlich, das einzig unrichtige Ideen und Gedanken geteilt wurden, denen ein Nutzen zugesprochen wurde, den sie nicht besitzen.

    Geben wir das Urteil, jemand sei krank, schuldig, sündig oder mangelbehaftet, greifen wir die Göttlichkeit im Gegenüber an. Segnen wir die Welt als Ganzes, werden wir stärken, was dadurch in unserem Geist wirksam bleibt, weil es die Idee des Schöpfers ist, Segen zu geben, damit er gegeben werden kann. Segnen wir die Schöpfung als Ganzes, muss diese Idee in uns bestärkt werden. Ob der Satz, der den Leitgedanken von Lektion 187 abbildet, wirkt oder nicht, lässt sich indes nur in seiner Anwendung im Geiste erforschen…

    „Ich segne die Welt, weil ich mich selber segne“. (2)
    Oder: Wir verurteilen die Welt, weil wir uns selber verurteilen….


    An dieser Gabelung des Weges ist eine freie Wahl im Prinzip erst möglich, Vorher kann nicht wirklich von Freiheit gesprochen werden. Die Zeit besitzt nicht die Macht zur Freiheit, uns ewig zu binden. Die Idee, die Zeit, die ein Irrtum braucht, erkannt und aufgelöst zu werden, könnte den Willen der Ewigkeit und der Ewigen verändert haben, ist daher wirklich äußerst sonderbar…



    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 354
    (2) Ebd.
    (3) Ebd.
    (4) Textbuch Seite 73
    (5) Textbuch Seite 10

  5. #405

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Fortsetzung von Lektion 187 „Ich segne die Welt, weil ich mich selber segne“. (1)

    1. Niemand kann geben, wenn er nicht hat. In der Tat ist Geben der Beweis für Haben. Wir haben dies bereits hervorgehoben. Das ist es nicht, weswegen es schwer zu glauben scheint. Niemand kann daran zweifeln, dass du zuerst besitzen musst, was du geben möchtest. Es ist der zweite Teil, in dem die Welt und die wahre Wahrnehmung sich unterscheiden. Wenn du gehabt hast und gegeben hast, dann behauptet die Welt, dass du verloren hast, was du besaßest. Die Wahrheit sagt, dass Geben mehrt, was du besitzt.

    2. Wie ist das möglich? Denn sicher ist, dass, wenn du ein endliches Ding weggibst, die Augen des Körpers es nicht als dein wahrnehmen werden. Doch haben wir gelernt, dass Dinge nur die Gedanken darstellen, die sie machen. Und es mangelt dir nicht an Beweisen dafür, dass, wenn du Ideen weggibst, du sie in deinem eigenen Geist verstärkst. Vielleicht ändert sich die Form, in welcher die Gedanken auftreten, beim Geben. Er muss jedoch zu dem zurückkehren, der gibt. Auch kann die Form, die er annimmt, nicht weniger annehmbar sein. Sie muss annehmbarer sein.

    3. Ideen müssen dir zuerst gehören, bevor du sie weggibst. Wenn du die Welt erlösen sollst, nimmst du zuerst die Erlösung für dich selbst an. Du wirst jedoch nicht glauben, dass dies geschehen ist, bevor du nicht die Wunder siehst, die sie allen bringt, auf die du schaust. Hierin wird die Idee des Gebens klar gemacht und ihr Bedeutung verliehen. Jetzt kannst du wahrnehmen, dass dein Vorrat durch das Geben vermehrt wird.

    4. Schütze alle Dinge, die du wertschätzt, durch den Akt, sie wegzugeben, und sei sicher, dass du sie nie verlieren wirst. Das, was du glaubtest, nicht zu haben, wird so als deins bewiesen. Doch wertschätze nicht dessen Form. Denn diese wird sich mit der Zeit verändern und unkenntlich werden, wie sehr du sie auch sicher zu bewahren suchst. Keine Form ist von Dauer. Es ist der Gedanke hinter der Form der Dinge, der unwandelbar lebt.

    5. Gib freudig. Du kannst dadurch nur gewinnen. Der Gedanke bleibt und nimmt an Stärke zu, während er durch Geben verstärkt wird. Gedanken dehnen sich aus, wenn sie mit anderen geteilt werden, denn sie können nicht verloren gehen. Es gibt in dem Sinne, wie die Welt sie sich vorstellt, keinen Geber und Empfänger. Da ist ein Geber, der behält, und ein anderer, der ebenfalls geben wird. Und beide müssen bei dem Austausch gewinnen, denn jeder wird den Gedanken in der Form besitzen, die für ihn am hilfreichsten ist. Das, was er zu verlieren scheint, ist immer etwas, was er weniger wertschätzt als das, was ihm mit Sicherheit zurückgegeben wird. (1)


    (Kap.22:V) „Die Gabelung des Weges“:
    https://www.youtube.com/watch?v=qYsi...CzPxZ&index=68

    Im Hörbuch wird (bei 5:46) eine Aussage gemacht, die, auf das „freudige Geben“ bezogen, durchaus zur Mehrung der Idee der Fülle in der Welt beitragen könnte:

    „Allen, die GOTTES Liebe miteinander teilen, ist die Gnade gegeben, die Geber dessen zu sein, was sie empfangen haben. Und so lernen sie, dass es für immer ihres ist.“ (2)

    Dem liegt die Idee Gottes von ewigen Gaben zugrunde. Gott, der Geber aller denkbaren Gaben, gab alles an alle seine Gedanken. Die „Methodik des Wunderwirkens“ ist das Miteinander-Teilen liebevoller Gedanken, Situationen und Begegnungen, die gemeinsam empfangen werden, weil alles die gleiche Quelle teilt. Wie könnte dann Geben mit Verlust einhergehen?

    Die Gabelung des Weges führt einmal zum ablehnenden Mangeldenksystem des Egos, oder zur Annahme der gegebenen Fülle von „guten Ideen“ und „heilsamen Gedanken“, aus denen in Verbindung mit Raum und Zeit dann „die Dinge“ in der Welt werden. Wem dies unglaubhaft erschienen mag, kann im Umkehrschluss die „Entstehungsursachen“ der heutigen Globalsituation betrachten, wenn (2) gespiegelt und die Fülle verneint wird:

    „Allen, die GOTTES Liebe miteinander teilen, ist die Gnade gegeben, die Geber dessen zu sein, was sie empfangen haben. Und so lernen sie, dass es für immer ihres ist.“

    Allen, die GOTTES Liebe nicht miteinander teilen, ist die Gnade nicht gegeben, die Geber dessen zu sein, was sie empfangen haben. Und so lernen sie nicht, dass es für immer ihres ist.

    Allen, die den Hass des Egos miteinander teilen, ist gegeben, die Geber einer Illusion zu sein und als Quelle dieser Illusion sind wir unweigerlich mit den Wirkungen verbunden. Auch die Umkehrung des heutigen Leigedankens enthüllt die Ursachen der Illusionen, die wir gemeinsam betrachten:

    Wir segnen die Welt NICHT, weil wir uns selber (noch) nicht zu segnen wünschen.

    Die Welt, die dann entsteht, ist chaotisch, bedeutungslos, hasserfüllt und wir sehen daran, dass Geben und Empfangen eins sind. Was wir sehen, spiegelt die Ideen wider, die unsere Welt bestimmen. So sehen wir, was wir säen. Unsere „Methodik“ in der Projektion von Schuld, Hass und gerechter Strafe führte zu der Welt, von der wir nun behaupten, wir hätten sie nicht gemacht. An der Gabelung des Weges stehen einzig zwei Hinweisschilder, auf dem einen steht Himmel, auf dem anderen steht Hölle.

    Ob die Entscheidung, sich nicht entscheiden zu wollen, uns weiter als ins Nirgendwo führen kann? Auf eine Gabelung des Weges zuzufahren und die Entscheidung über die einzuschlagende Richtung nicht zu treffen, kann insofern nicht wirklich „vernünftig“ sein. Ob die Entscheidung, die Welt (und damit auch uns als ihrem Bestandteil) nicht zu segnen, all-so wirklich mit Vernunft gepaart ist, könnte generell bezweifelt werden. Die Welt, die wir machten, baut auf der Entscheidung auf, die Heiligkeit im Gegenüber nicht sehen und segnen zu wollen. Gesät wurde diese Heiligkeit in der Ewigkeit und die Früchte der Ewigkeit reichen in jede Zeit hinein. Gesehen werden kann diese Heiligkeit nur gemeinsam und dann heben sich die schweren Steine des früheren Anstoßes leicht hinweg. Mittel und Zweck der heiligen Beziehung ist es, die Illusionen aufheben zu lassen, die dazu führten, eine Mauer zwischen uns und unserer „Umwelt“ zu errichten. Eine Mauer, die eine Abwehrhaltung als Mittel zum Zweck ansieht, sich des gegenwärtig möglichen Glückes nicht bewusst zu sein, das mehr wird, wenn diese Fülle geteilt wird.

    Warum wir individuell einen derartigen Krieg gegen unser wahres Selbst führen, indem wir die Welt im wahrsten Sinne des Wortes durch unser Wort „verfluchen“ und „bannen“, wird in Kapitel 23 dann besprochen. Erst, wenn wir anerkennen, auf welch absurde Art und Weise wir bisher die Mittel ausgewählt haben, den Frieden und die Liebe unseres Vaters zu erreichen, kann der Nutzen der Aufgabe des Schuld- und Mangeldenksystems einleuchten und damit die Vergebung als universeller Segen aufgefasst werden, der den Geist aus der Hölle der Schuld befreit und den Weg frei macht, sich über die Schlachtfelder des Egos zu erheben. Wenn wir auf den Schlachtfeldern der Physis das Göttliche im Gegenüber angreifen, entscheiden wir uns für den Weg in die Hölle. Beabsichtigen wir jedoch im Umkehrschluss des bisher kollektiv verlebten „Opferspiels“ das Gegenteil, wird ein universeller Segen möglich, der die Berge von Schuld einfach hinweghebt, weil zwei Gedanken eines Geistes Idee wurden und damit den Weg zurück zur Quelle einschlugen.

    Wie verheerend das Heer dunkler Gedanken wirklich wirkt, beweist im Prinzip die Macht unseres Geistes, die wir verleugnen, behaupten wir, Gott hätte diesen Schwachsinn hier erschaffen. Das war ganz eindeutig unser Ego; die allseitig nicht geteilte, doch allseits akzeptierte Idee, unser (ewiges) Selbst sei in der Zeit nicht mehr es selbst. In der Projektion von Schuld und Hass opfern wir die Göttlichkeit in Gegenüber - und damit in uns selbst -einem anderslautendem Urteil. Um diese Göttlichkeit, Heiligkeit und allumfassende Liebe nicht mehr wahrzunehmen, erfand das Ego die Schuld. Vergebung ist daher die Vergebung von Illusionen und dies kann nicht wirklich schwierig sein. Wie ein geistiges Gegenfeuer, das dem wütenden Zorn des Egos Einhalt in seiner einfältigen Raserei gebietet, indem es aufzeigt, was die Folgen der dunklen Gedanken ausmachen, die wir als Ego so hegten und pflegten.

    Indem wir Welt nicht segneten, verfluchten wir uns selbst, etwas zu sein, was wir im Licht betrachtet nicht sind. Wo früher Dunkelheit war, kann auch auf das Licht geschaut werden. Daneben sollten wir dem Ego äußerst dankbar sein, schließlich und schlussendlich bewies es uns somit indirekt die Macht der Entscheidungen unseres Geistes.

    All die todbringenden Ideen und Gedanken voller Schuld, Strafe, Sünde, Hass, Rache und Vergeltung schlugen sich wie ein Kondensat in unserem Erleben nieder und bilden ein gemeinsam erlerntes Wahrnehmungsmuster, das dem Traum von einer Hölle nicht unähnlich scheint. Es ist jedoch unzweifelhaft unsere Entscheidung, diese Gedanken als wahr und unveränderlich wahrzunehmen. Die Form unheilvoller Gedanken ist letztlich für den Verlauf des Geschehens auf den Schlachtfeldern des Egos unerheblich. Wesentlich ist der Inhalt und sichtbar wird die Absicht, die Welt mit Frieden segnen oder in der Schlacht zerstören zu wollen. Statt sie, wie bisher üblich, dadurch zum Himmel machen zu wollen, indem wir sie als eine todbringende Hölle betrachten, verfluchen und verdammen, kann auch auf das Licht der Heiligkeit in jedem Gegenüber geschaut werden. Wo zuvor Dunkelheit gesehen wurde, ist dann Licht. Das Licht dieser Heiligkeit bringt jedem Geist Frieden durch die universelle und vollständige Vergebung. So ist Vergebung das Mittel und die Heilung der Heiligkeit der Zweck eines universellen Segens.

    Dadurch lernen und erfahren wir, dass Geben und Empfangen in Wirklichkeit eins sind. Wer Freundlichkeit und Mitgefühl sät, stellt sicher, dass sich das Schatzhaus der Freude niemals leert. Wer universell die ewige Heiligkeit in ihrer unverbrüchlichen Ganzheit segnet, kann sich selbst davon nicht ausnehmen. Dann fällt auch die Idee weg, Gott könne ein „Opfer“ von uns fordern und somit die Mehrung seiner Herrlichkeit und Fülle durch Entzug bewerkstelligen wollen. Wie sollen Strafe, Liebesentzug, Mord, Totschlag und Hass also den Weg zu Eigenverantwortung, Freiheit, Liebe, Befriedung und Befriedigung aller Bedürfnisse weisen können? Ist es weise, im Ausleben eines scheinbaren Gegenteils von Liebe die Liebe finden zu wollen, die am Ende doch gesucht wird? Ein tiefer Geistesfrieden, der uns in der Zeit erreicht, aber dessen Ursache zeitlos ist, kann in der Anwendung des 187.-ten Leitgedankens gefunden werden.

    Die Ursache, warum die Vorstellung der Lektionen bei Lektion 128 abgebrochen wurde, war, den Leitgedanken damals noch nicht verstanden zu haben. Der 128. Gedanke führte ebenso an die Gabelung des Weges, die im Textbuch nunmehr erreicht wurde. Ich merkte damals eigentlich, dass ich die ganzen Gedanken zu einer Einheit verbinden lernen muss. Jeder einzelne Gedanke enthält den ganzen Kurs und doch ist die Gesamtheit des Kurses mehr als ihre einzelnen Teile. Doch statt über den Kurs zu schreiben habe ich mich derzeit für die Anwendung der Übungsgedanken entschieden, ohne schon zu bewerten, was ich noch nicht verstanden habe. Vom Umfang her sind die Lektionen 120 bis 200 recht umfangreich und ohne das theoretische Grundgerüst des Textbuches stellt sich, wie bei mir ersichtlich, das Verständnis zuweilen erst im Laufe des Lernens ein. Ich sah offensichtlich bisher einen Nutzen darin, die Welt nicht mit Segen zu bedenken. Wohl, damit ich Gründe dafür erfinden kann, das gegenwärtig mögliche Glück im Jetzt nicht zu sehen. Das gegenwärtige Glück, das entsteht, segnen wir unser jeweiliges Gegenüber einmal bedingungslos, damit wir den Segen erfahren, der uns allen in der Ewigkeit gegeben wurde.

    Das Ego ist einfach die Idee, dass sich am Segen und Willen unseres Vaters etwas verändert haben könnte. Verändert, weil wir IHN im Gegenüber verleugnet und daher (in seinem Selbst) angegriffen und verurteilt haben, und dies dem Ego wohl bewusst ist. Doch Gedanken verlassen ihre Quelle nicht und diese physikalische Verschränkung können wir nutzen, um Segen zu geben oder der Illusion zu folgen, im Ausleben des scheinbaren Gegenteils von Liebe könne Frieden und Fülle durch Strafe, Schuld und Liebesentzug gefunden werden.

    Das Ego zu strafen, ist so ähnlich, als würden wir einen Blinden nach dem Weg fragen und ihm beim Sturz in den Abgrund mit einer Schadensersatzklage zu drohen.

    Das blinde Ego antwortet auf diese Drohung mit einer berechtigten Gegenfrage: „Sag mal, hast du denn die gelbe Binde mit den schwarzen Punkten an meinem Arm nicht gesehen?“

    Das blinde Ego zu fragen, wohin die Reise des Geistes in der Seele gehen soll, kann nicht zu Segen führen. Es weiß nur, wohin es nicht will: Überall ins All, nur nicht zurück zu Gott. Der universelle Segen ist es, der Licht dorthin bringt, wo zuvor Dunkelheit zu herrschen schien. Das Ego hat seine spiegelbildliche Funktion in der Dualität erfüllt und sollte gesegnet werden, denn nur eines ist ganz sicher:

    Das Ego zu hassen kann nicht zur Wahrnehmung von Liebe führen.


    Und immerhin sind wir um eine kulturhistorisch gewachsene und damit wertvolle Erfahrung reicher, die uns an der Schwelle zur Ewigkeit einmal zu einem herzhaften Lachen bewegen wird: Wir glaubten tatsächlich daran, nicht mehr zu sein, wie und wer wir in der Ewigkeit immer waren, sind und bleiben werden. Doch je länger diese unsägliche Idee vielfältige und einfältige Formen annahm, umso mehr glaubten wir daran, nicht mehr der Gedanke zu sein, als den Gott uns schuf.

    Wir glaubten, der Traum zu sein, nicht der Geist, der den Traum gerade träumt. Doch durch einen Traum werden wir nicht zur Traumfigur, daher ist ein glücklicher Ausgang aller Dinge (nach dem Aufwachen) gewiss.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 354
    (2) Textbuch Seite 479

  6. #406

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 187 „Ich segne die Welt, weil ich mich selber segne“. (1)

    5. Vergiss nie, dass du nur dir selber gibst. Derjenige, der versteht, was Geben bedeutet, muss über die Idee des Opferns lachen. Auch kann er nicht umhin, die vielen Formen zu erkennen, die das Opfern annehmen kann. Er lacht genauso über Schmerz und Verlust, Krankheit und Gram, Armut, Verhungern und den Tod. Er begreift, dass Opfern die eine Idee bleibt, die hinter ihnen allen steht, und in seinem sanften Lachen sind sie geheilt.

    6. Eine Illusion, die erkannt wird, muss verschwinden. Nimm Leiden nicht an, und du beseitigst den Gedanken des Leidens. Dein Segen liegt auf jedem, der leidet, wenn du beschließt, das Leiden als das zu sehen, was es ist. Der Opfergedanke bringt alle Formen hervor, die das Leiden anzunehmen scheint. Und opfern ist eine Idee, die so verrückt ist, dass die Vernunft sie unverzüglich von sich weist.

    7. Glaub nie, dass du opfern kannst. In dem, was überhaupt von Wert ist, ist kein Platz für Opfer. Wenn der Gedanke aufkommt, beweist seine alleinige Anwesenheit, dass ein Irrtum aufgetreten ist und berichtigt werden muss. Dein Segen wird ihn berichtigen. Nachdem er dir zuerst gegeben ist, ist der Segen jetzt auch dein, auf dass du ihn gebest. Keine Form von Opfer und von Leiden kann lange währen im Angesicht von einem, der sich selbst vergeben und gesegnet hat. (1)

    (Kap.22:VI) „Schwäche und Abwehrhaltung“
    https://www.youtube.com/watch?v=ajw6...CzPxZ&index=69


    (Kap.22:VII) „Freiheit und der Heilige Geist“
    https://www.youtube.com/watch?v=V7AT...CzPxZ&index=70

    Da der Begriff Freiheit im Ordner über den freien Willen gerade auftaucht, ist das zweite Hörbuch dahingehend aufschlussreich. Was ist der freie Wille und die dazugehörige Freiheit der Entscheidung im Sinne des Heiligen Geistes und des Kurses?

    Wie autonom sind wir, wenn Gott unsere Wirklichkeit ist, da wir in seinem Bewusstsein als Gedanken „leben“? Und wie frei ist ein schöpferischer Gedanke, den wir mit Gott teilen?

    Damit endet Kapitel 22 und ich räume gerne ein, die Hörbücher zwar zu hören, jedoch lange Zeit zu brauchen, bis die Worte „verdaut“ werden. Was ich daran merke, wie wenig Inhalt davon in der Erinnerung haftet. Was einen universellen Segen ausmacht, was die Wahl darstellt, und was ich in einem anderen Ordner in Worte fassen wollte, wird im zweiten Hörbuch verständlich ausgedrückt.

    „Jede kleine Gabe, die du deinem Bruder schenkst, erhellt die Welt. Kümmere dich nicht um die Dunkelheit, schau von ihr weg und hin zu deinem Bruder. Und lass die Dunkelheit von ihm zerstreuen, DER das Licht erkennt und DER es sanft in jedes stille Lächeln des Glaubens und der Zuversicht legt, mit dem du deinen Bruder segnest. Von deinem Lernen hängt das Wohl der Welt ab. Und es ist bloße Arroganz, die deines Willens Macht verleugnet. Denkst du, der Wille GOTTES sei machtlos? Ist das denn Demut? Du siehst nicht, was dieser Glaube angerichtet hat“. (2)

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 354
    (2) Textbuch Seite 484
    Geändert von Michael (11.08.17 um 09:03 Uhr)

  7. #407

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Fortsetzung Lektion 187

    9. Die Lilien, die dein Bruder dir anbietet, werden auf deinen Altar gelegt, mit denjenigen neben ihnen, die du ihm anbietest. War könnte sich fürchten, auf eine so liebliche Heiligkeit zu schauen? Die große Illusion der Angst vor GOTT vermindert sich bis auf ein Nichts vor der Reinheit, auf die du schauen wirst. Fürchte dich nicht, hinzusehen. Die Seligkeit, die du erblicken wirst, wird jeden Gedanken der Form fortnehmen und an seiner Statt ewig die vollkommene Gabe lassen, die sich ewig mehrt, ewig dein ist und ewig weggegeben wird.

    10. Jetzt sind wir in Gedanken eins, denn die Angst ist vergangen. Und hier, vor dem Altar für einen Gott, Einen Vater, einen Schöpfer und einen Gedanken, stehen wir gemeinsam als ein Sohn GOTTES. Nicht getrennt von IHM, der unsere Quelle ist, nicht fern von einem Bruder, der Teil unseres einen Selbst ist, dessen Unschuld uns alle als eins verbunden hat, stehen wir in Seligkeit da und geben, wie wir empfangen. Der Name Gottes ist auf unseren Lippen. Wenn wir nach innen schauen, sehen wir die Reinheit des Himmels in unserer Widerspiegelung der LIEBE unseres Vaters leuchten.

    11. Jetzt sind wir gesegnet, und jetzt segnen wir die Welt. Was wir geschaut haben, möchten wir ausdehnen, denn wir möchten es überall sehen. Wir möchten es leuchtend mit der Gnade Gottes in einem jeden sehen. Wir möchten nicht, dass es vor irgendetwas, worauf wir schauen, zurückgehalten werde. Und um sicherzugehen, dass diese heilige Sicht unser ist, bieten wir sie allem, was wir sehen, an. Denn da, wo wir sie sehen, wird sie uns in Form von Lilien zurückgegeben werden, die wir auf unseren Altar legen können, ihn so zu einer Wohnstatt für die Unschuld selbst zu machen, die in uns wohnt und uns Seine Heiligkeit als die unsere schenkt. (1)

    Wie gesagt, im vorsätzlichen „Entziehen“ von Heiligkeit haben wir es zu fragwürdiger Meisterschaft gebracht. Was die Gesetze des Chaos ausmacht, denen wir unter der Herrschaft des Egos folgen, wird in den beiden folgenden Hörbüchern verdeutlicht:

    (Kap.23:I und II) „Der Krieg gegen euch selbst“
    https://www.youtube.com/watch?v=f2re...CzPxZ&index=71

    (Kap.23: III) „Die Gesetze des Chaos“
    https://www.youtube.com/watch?v=l6iA...CzPxZ&index=72

    Die Aussagen im Ordner über den freien Willen sind als Versuch zu sehen, den Inhalt dieser beiden Hörbücher zu erfassen. Würde allein dieser Satz wirklich bedacht, wäre der Krieg gegen unser Selbst hinfällig:

    „Siehst du denn nicht, dass ein Krieg gegen dich ein Krieg gegen Gott wäre“? (2) [bei 8:03 im ersten Hörbuch]

    Auch wird auf die Frage eingegangen, was Stärke wirklich ist wo ihre Quelle liegt.

    „Krieg ist unmöglich, wenn nicht der Glaube an den Sieg gehegt wird“. (3) [bei 7:29 im ersten Hörbuch]

    „Die Gesetze des Chaos“ sind als das einzige Problem zu erkennen, dass wir im Prinzip haben. Was freier Wille und Vernunft bedeuten, wird zu Anfang des zweiten Hörbuches angesprochen.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    Übungsbuch Seite 354
    Textbuch Seite 487

  8. #408

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Was ist der Grund, diesen Krieg gegen unser wahres Selbst führen?

    Ein Satz aus dem Abschnitt über „Die unvereinbaren Überzeugungen“ aus dem ersten obigen Hörbuch beantwortet diese Frage:

    „Der Krieg gegen dich selbst ist unternommen worden, um den GOTTESSOHN zu lehren, dass er nicht er selbst ist und nicht der Sohn seines Vaters“. (1)

    So betrachtet, könnte es durchaus sein, dass wir uns vom Ego haben belehren lassen, dass es unmöglich sein kann, dass Gott seine „sündigen“ Kinder in ihrem veränderten Zustand lieben kann, da er sich offensichtlich in ihnen geirrt hat.

    Entweder hat somit das Ego Recht, wenn es sagt, der Sohn Gottes sei verletzlich, schwach, gebrechlich, hasserfüllt, krank oder eines anderen Geistes, oder Gott hat Recht und SEINE KINDER sind nicht das Opfer einer Welt des Egos und ihren scheinbaren Wirkungen in der Zeit.

    So versuche ich die drei Gesetze des Chaos, die ich herausgelesen habe, einmal zusammenzufassen. Zumindest, soweit ich sie bisher verinnerlichen konnte…

    Wenn daher Gott nicht in unserem Geist bezeugt, bestätigt und anerkannt wird, ist unser Geist so frei und mächtig, die Welt zu machen, die diesen Gesetzen des Chaos entspricht. Wir beschließen, unseren Geist an die Existenz des Körpers zu binden und schon ist das, worum wir bitten, durch unsere Schöpferkraft genau das, was wir jetzt sehen. Daher sehen wir die Dinge auch niemals so, wie sie jetzt wirklich sind, denn wir sehen nur die Vergangenheit unserer bisher bedeutungsleeren Ego-Gedanken. Unser Urteil über uns selbst wird in der Welt gespiegelt und so bekommen wir genau das, worum auch immer wir bitten. Wir ziehen es durch die Resonanz an, die wir durch die irrige Annahme der Nichtexistenz eines liebenden VATERS für alle SEINE KINDER in unserem Geist aussenden. Chaos entsteht im Prinzip nur in den Momenten, in denen wir Gott im Gegenüber verleugnen, verurteilen, beurteilen und als „NICHT-GOTTES-KIND“ definieren.

    In der Illusion, die entsteht, wenn Gott im Gegenüber und damit in uns selbst verleugnet wird, können die BISHER allgemein anerkannte Gesetze näher betrachtet werden. Doch nicht, um ihre Wahrheit aufzuzeigen, nur, um ihre Verrücktheit zu beweisen…

    1. Im Krieg gegen Gott im Gegenüber, unserem wahres SELBST, ist die Wahrheit für jeden eine andere. Unser Geist wird als separat wahrgenommen und jeder Geist scheint eine unterschiedliche Ausrüstung (beim CRISP-R-CAS an Seinem Knusperhäuschen) erhalten zu haben. Die Illusionen bilden gar eine Hierarchie, sodass es unmöglich bleiben soll, sie alle gleichzeitig zu berichtigen, indem die Illusionen als Illusionen erkannt werden. Sind Geister jedoch verbunden, wäre der Krieg gegen unser Selbst im Gegenüber letztlich eine Selbstverletzung und ziemlich „verrückt“. Dann würde dem Krieg gegen uns selbst kein Nutzen verliehen werden können.
    2. Jeder ist „fehlerhaft“ und daher nicht mehr, wie Gott ihn schuf. Da wir Gott im „Sünder“ nicht sehen wollen, ist dort nur das Ego. Aus Fehlern macht das Ego Sünden und daher muss mit „gerechtem“ Angriff, „verdienter“ Strafe und dem Kainsmal der unauslöschlichen Schuld geantwortet werden. Mit einem unwiderruflichen Urteil über Gottes Sohn, einem, das selbst Gott nicht aufzuheben imstande sein kann – so „denkt“ das Ego. Es will beweisen, dass Fehler, im Gott verleugnenden Urteil zu Sünden gemacht, die Macht besitzen, den Sohn Gottes zu zerstören, krank zu machen und schließlich zu töten. Die Beziehung zu Gott wird in der Gegnerschaft dem Gegenüber gegenüber verleugnet und so begegnen wir Menschen uns zumeist, um „Probleme“ zu besprechen, Konflikte zu führen, die aus Vorurteilen entstehen und damit Richtsprüche zu fällen, die wir nicht mit reiner Wahrheit füllen könnten. Wir begegnen uns nicht, damit sich Geister in Gottes Geist verbinden und Heilung darin finden. Heilung darin, auf das Urteil zu verzichten, nicht sein zu wollen, wie Gott uns schuf. Durch das anderslautende Urteil über Gottes Kinder will das Ego beweisen, dass die Zeit es schafft, der Ewigkeit das Leben des Geistes abzujagen. Da nach der „Beweisführung“ des Egos jeder fehlerhaft ist, können wir natürlich niemals Gottes Kinder sein. So verurteilen wir die Welt, weil wir uns selbst und damit unser SELBST verurteilen und bezeugen die Abwesenheit Gottes in unserem Geist.

    So führen die ersten beiden Gesetze des Chaos zum Krieg gegen das Leben und uns selbst. Wir „lernen“ vom Ego auf diese Art zu denken und dies führt unweigerlich zum Krieg gegen uns selbst. Wir „erlernen“ dass wir nicht mehr sind, wie Gott uns schuf. Und, dass es reichen muss, dem Vater zu sagen, dass wir nicht sein Sohn sind, damit „unser Wille“ geschehe. Wir sind es, die dem Vater sagen, wer und was sein Sohn ist. DAS ist ARROGANZ.

    Das dritte Gesetz des Chaos folgt…

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Textbuch Seite 488

  9. #409

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Wäre der erste Grundsatz richtig, und für verbundene Geister könnten separate und unterschiedliche Wahrheiten gelten, würde es Grade der Wahrheit innerhalb von illusionen festlegen. Doch es kann keine bedeutsame Gradierung der Nicht-Wahrheit geben und daher sind die Formen der Irrtümer zwar vielfältig, der Irrtum als Inhalt jedoch gleichermaßen unwahr. Ein Irrtum wird immer erst als Irrtum erkennbar, wenn ihm der Glaube entzogen wird, wahr und richtig zu sein. Bis ein Irrtum als unwahr erkannt wird, erschienen mir alle Irrtümer "richtig"; wenn erkannt wird, wo der Denkfehler lag und falsch abgebogen wurde, kann die Wahrheit den Irrtum berichtigen. Das "Verbiegen" der Wahrheit zu dem, was gerade nutzt, ist Grundlage der zweiten Grundannahme:

    Da wir nach der Akzeptanz der geistigen Unverbundenheit immer davon ausgehen, alle anderen würden sich ihre Wahrheit auch so zurechtbiegen wie wir, und jeder daher fehlerhaft und sündig im Sinne von nicht göttlicher Herkunft und Halltung sein muss. Unter der Grundprämisse der geistigen Unverbundenheit erscheint Strafe und nicht Berichtigung des Irrtums dann "gerecht". Für einen verbundenen Geist wäre die Bestrafung unsinnig, wer würde sich selbst für einen Fehler bestrafen wollen und was macht Strafe für einen Sinn im Sinne des Erreichens der Nicht-Wiederholung eines Fehlers?

    Jedes Urteil ist der Versuch, sich selbst dadurch "reinzuwaschen", indem mit Schmutz auf andere geworfen wird und die Unterschiedlichkeit der Gaben betont wird, die Gott wohl nach Laune verteilt haben muss. Was einen ungerechten Gott bedingt, der seine Kinder mal mit stumpfem, mal mit scharfem Verstand und Geist ins Leben entlässt. Auf die glorreiche Idee, jedes Kind Gottes könnte alle Gaben erhalten haben, kommen wir dann leider nicht mehr und die Unterschiede zwischen Gleichen gewinnen Bedeutung, obwohl es keine bedeutsamen Unterschiede zwischen den Angehörigen einer Familie geben kann.

    Wenn uns jemand sagt, seine Familie sei für ihn gestorben, isoliert er sich dadurch von einer Zugehörigkeit. Für einen unbeteiligten Beobachter gehört auch der verlorene Sohn zur Familie. So wird der Fehler, der zur Sünde gemacht wurde, zum unwiderruflichen Beweis dafür, die Kinder Gottes wären nicht mehr sie selbst und könnten durch den Irrtum die Wahrheit gefährdet haben.

    Nur der verbundene Geist sieht keinen Nutzen im Angriff, Zerstörung und Bestrafung. Doch wenn das Gegenüber augenscheinlich seine Göttlichkeit "verloren" hat, wie könnte sie in uns erhalten geblieben sein? Den Richter über das zu geben, was Gott zu denken, zu glauben und wie ER zu reagieren hat, geht mit der Arroganz des Egos einher, dem Vater sagen zu wollen, was Sein Sohn zu sein hat.

    Ach ja, es war natürlich ein Irrtum, oben über drei Gesetze des Chaos zu schreiben. Es sind vier. Das dritte soll das Chaos verewigen, denn wenn Gott sich nicht irren kann, muss er den Glauben seines Sohnes darüber, was er ist, akzeptieren. Wenn Gott akzeptiert, was der verlorene Sohn aus sich gemacht zu haben scheint, muss es ja wirklich sein und daher hat die Trennung von Gott scheinbar ewigen Bestand.

    Durch den dritten Grundsatz wird die Angst vor Gott noch verstärkt und wenn selbst Gott unser Nicht-Sohn sein akzeptiert, ist es nicht möglich, uns im Elend an Gott zu wenden. Das Ego nimmt an, nach seiner (historischen) Demonstration der Nicht-Göttlichkeit nicht Vergebung, sondern Rache erwarten zu müssen.

    Mit dem vierten Grundsatz wird der Verlust des Gegenübers zum Gewinn und Nehmen seliger als Geben. Für das Ego ist wertvoll, was es nimmt, nicht, was es gibt. Wenn es gibt, dann nur, um später nehmen zu können.

    Was die Frage aufwirft, was dem Geist genommen werden könnte? Was ist es, was wir zurückbekommen möchten? Was ist es, was wir wollen, doch niemals im Nehmen gefunden haben?

    Das Hörbuch über die Gesetze des Chaos erklärt, warum wir einer Umkehrung von Ursache und Wirkung folgen, die aus Verrücktheit geistige Gesundheit, aus Illusionen die Wahrheit, aus Angriff Güte, aus Hass Liebe und aus Mord einen Segen macht.

    "Wie lieblich lassen die Gesetze der Angst den Tod erscheinen". (1)

    Ist das vierte nicht ein Gesetz des Chaos, das leicht als wirklich wirksam erkennbar ist? Alle zusammen dienen dazu, die Gesetze Gottes durch die Gesetze des Egos zu ersetzen.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Textbuch Seite 494

  10. #410

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Wenn wir die Gesetze des Chaos verstehen lernen wollen, ist der freie Wille aus der Perspektive des Kurses näher zu verdeutlichen. Wenn Gott existiert und die Rückkehr zu IHM für jede Seele vom Ende her bestimmt ist, dann ist der Weg zurück ein Pflichtkurs. Schon in der Einleitung wird ehrlich darauf hingewiesen:

    "Dies ist EIN Kurs in Wundern. Es ist ein Pflichtkurs. Nur die Zeit, in der du ihn machst, steht dir frei. Freier Wille bedeutet nicht, dass du den Lehrplan bestimmen kannst. Es bedeutet nur, dass du wählen kannst, was du zu einer bestimmten Zeit lernen willst. Der Kurs zielt nicht darauf ab, die Bedeutung der Liebe zu lehren, denn das ist jenseits davon, was gelehrt werden kann. Er zielt vielmehr darauf ab, die Blockaden zu entfernen, die dich daran hindern, dir der Gegenwart der Liebe, die dein angestammtes ERbe ist, gewahr zu sein. Das Gegenteil von Liebe ist Angst, doch was allumfassend ist, kann kein Gegenteil haben. Dieser Kurs kann daher ganz einfach so zusammengefasst werden:

    Nichts Wirkliches kann bedroht werden.
    Nichts Unwirkliches existiert.
    Hierin liegt der Frieden Gottes". (1)

    Wenn der Dämon also wirklich ist, wäre Gott es nicht. Wenn er es nicht ist, ist Gott wirklich. Es kann keinen Willen geben, der wirklich wäre und nicht liebevoll ist. Allein der Gedanke, die Liebe könne ein Gegenteil besitzen, erzeugt danach ein Denksystem, in dem der Mangel - das Fehlen des Gewahrseins von Liebe - sich in seinem verzweifeltem Wollen von Liebe Bahn bricht. Wenn alle Liebe suchen, ohne sie zu zu haben, was sollte gefunden werden können außer dem, was wir NICHT wollen?

    Ärger, Zorn, Hass und Angriff gehen immer aus Situationen hervor, in denen wir „unseren Willen“ nicht bekommen zu haben scheinen. Nehmen wir die Situation aus dem Ordner über den freien Willen, ein Dämon bietet uns die dort geschilderten Möglichkeiten an und wir stehen vor dieser Entscheidung.

    Wieder beschreiben die dortigen Modelle der Interpretation der Determination des Lebensfilmes nur Entscheidungsmöglichkeiten, die von einem Willen ausgehen, der getrennt von Gott existieren könnte, wirklich unser wäre und tatsächlich durch diesen Irrtum zur Wirklichkeit werden könnte.

    Meine zweite Frage an den Dämon wäre, warum er mir eine Wette anbietet, bei dessen Verlauf ich von seiner Willkür abhängig wäre. Denn, wie ich es auch drehe und wende, entweder ich gewinne „nur“ 1000 € und bin unzufrieden, oder ich hänge von der Willkür dessen ab, der meine Entscheidungen „voraussieht“ und mir hoffnungslos überlegen scheint. Wir kommen auch hierin um die Frage nach der Absicht nicht herum. Will mich der Dämon glücklich machen oder will er meine Unzufriedenheit erreichen, indem ich für den Rest meines Lebens der „verlorenen Million“ hinterhertrauere. Mich erinnerte die Situation ein wenig an den Faust, der sich die Gunst von Gretchen durch Hilfe von Meph (mit der vom Dämon erlangten Million) sicherte.

    Was war dabei der Grund sich auf diesen „magischen Handel“ einzulassen? Was ist die „Gretchenfrage“ aller „magischen Gedanken“? Mir kann bei dem Experiment nur klar sein, dass mich der Dämon auf jeden Fall austricksen kann, wenn er es will und gewinnen lassen kann, wenn es seine Absicht ist. Meine erste Frage wäre, ob er an Gott glaubt und uns damit ein gemeinsamer Wille verbinden könnte, der in Gott eine Quelle besitzt. Denn, wie das Beziehungsgeflecht zwischen „dem Beobachter“, dem Dämon und dem Entscheider aussieht, ist zwingend zu hinterfragen, bevor eine sinnvolle Entscheidung getroffen werden kann. Was soll also erreicht werden? Eins faustische K.O.-Abhängigkeit, die in den Zwang zur endlosen Lüge führt, oder die Wahrheit, die aus der Schmerzensreichen Maria am Ende der Geschichte durch Vergebung die Glorreiche macht, die (vom Schmerz der Schuld) befreit wird. Das Wort: „Ist befreit“ ist die Bestimmung, das Determinierte in jedem Lebensfilm. Warum wurden jedoch Faust und Meph nicht ebenso zu diesem Zeitpunkt befreit?

    Antwortversuch: Würde die Anwendung „magischer Gedanken“, also die Umgehung des Willens von Gretchen, ihrer Mutter, der Diebstahlsopfer und die scheinbare Umgehung des Willens unseres Vaters dazu führen, dass dieser Irrtum unterstützt wird, würde uns Gott in die Irre führen. Doch wir führen uns selbst in die Irre, lassen wir uns vom Dämon überreden, Dinge, Künste und Günste erlangen zu wollen, die der Plan Gottes nicht vorsieht. Gibt es einen Plan Gottes, also eine Determiniertheit vom Ende her, kann ohnehin nichts dieses Endergebnis aller verbundenen Lebensfilme beeinträchtigen oder verhindern. Dann ist ohnehin ein glücklicher Ausgang aller Dinge gewiss und wir können entscheiden, wie die Zeit sinnvoll in diesem Sinne zu nutzen ist. Es kann als ein ungeteiltes Ziel aufgefasst werden, in dem kein Konflikt zwischen meinem Willen und dem determinierten Willen einer verbindenden Absicht hinter dem Schleier der Zeit besteht.

    Im Handbuch für Lehrer wird unter Punkt 17 die Frage behandelt, wie mit magischen Gedanken umzugehen ist, und vor allem, was sie sind.
    „Ein magischer Gedanke anerkennt durch seine bloße Anwesenheit eine Trennung von GOTT. Er besagt in der deutlichsten Form, die es gibt, dass der Geist, der glaubt, er habe einen separaten Willen, der sich dem Willen Gottes wiedersetzen kann, auch glaubt, dass dies gelingen kann. Dass dies [wenn man Gott als Tatsache sieht, Anm. Michael] kaum eine Tatsache sein kann, ist offensichtlich. Dass es jedoch als Tatsache geglaubt werden kann, ist gleichermaßen offensichtlich. Und hierin liegt die Geburtsstätte der Schuld. Wer den Plan GOTTES usurpiert und ihn für sich selbst einnimmt, hat jetzt einen >>Todfeind<<. Und er muss allein dastehen für seinen Schutz und einen Schild für sich machen, um sich sicher zu bewahren vor einem Zorn, der niemals beschwichtigt, und vor einer Rache, die niemals befriedigt werden kann.

    Wie kann dieser ungerechte Kampf gelöst werden? Sein Ende ist unvermeidlich, denn sein Ergebnis muss der Tod sein. Wie kann man also an die eigenen Abwehrmechanismen glauben? Wieder muss die Magie helfen. Vergiss den Kampf. Akzeptiere ihn als Tatsache, und vergiss ihn dann. Erinnere dich nicht an die Unermesslichkeit des >>Feindes<< und denke nicht an deine Gebrechlichkeit im Vergleich dazu. Akzeptiere deine Trennung, aber erinnere dich nicht daran, wie sie entstand. Glaube, dass du den Kampf gewonnen hast, aber behalte nicht die geringste Erinnerung daran zurück, WER dein großer >>Gegner<< wirklich ist. Indem du dein >>Vergessen<< auf IHN projizierst, scheint es dir, das auch ER vergessen hat.“ (1)

    Des Pudels Kern (Warum hatte Faust den „Dämon“ gesehen und Wagner nicht und was ist die „Geburt der Schuld“?):

    „Was aber wird jetzt deine Reaktion auf alle magischen Gedanken sein? Sie können nur die schlafende Schuld (im Faust, Anm. Michael) wiedererwecken, die du versteckt, aber nicht losgelassen hast. Jeder davon sagt deutlich zu deinem verängstigten Geist: „Du hast den Thron GOTTES usurpiert. Denke nicht, dass ER das [mit Gretchens Mutter und dem Dämon, Anm. Michael) vergessen hat. Hier haben wir die Angst vor Gott am krassesten dargestellt. Denn in diesem Gedanken hat die Schuld bereits die Verrücktheit auf den Thron GOTTES SELBST erhoben. Und jetzt gibt es keine Hoffnung mehr. Außer der, zu töten. Hier liegt jetzt die Erlösung. Ein ärgerlicher Vater verfolgt seinen schuldigen Sohn. Töte oder werde getötet, denn nur hier gibt es eine Wahl. Jenseits davon gibt es keine, denn das, was getan wurde, kann nicht ungeschehen gemacht werden. Das blutige Mal kann nie beseitigt werden, und jeder, der dieses Mal auf sich trägt, muss den Tod erleiden.

    In diese Situation sendet Gott seine Lehrer. Sie bringen das Licht der Hoffnung von GOTT SELBST. Es gibt einen Weg, auf dem Entrinnen möglich ist. Er kann gelernt und gelehrt werden, doch erfordert er Geduld und Bereitwilligkeit im Überfluss. Sind diese gegeben, dann tritt die manifeste Einfachheit der Lektion hervor wie ein intensives, weißes Licht vor einem schwarzen Horizont, denn das ist sie. Wenn Ärger von einer Deutung und nicht von einer Tatsache kommt, ist er nie gerechtfertigt. Wurde dies erst einmal – und sei es auch nur vage – erfasst, so steht der Weg offen. Jetzt ist es möglich, den nächsten Schritt zu tun. Endlich kann die Deutung geändert werden. Magische Gedanken brauchen nicht zu Verurteilung zu führen, denn sie haben nicht wirklich die Macht, Schuld hervorzurufen. Und so können sie übersehen werden und auf diese Weise (nicht bestärkt, sondern…, Anm. Michael) im wahrsten Sinne des Wortes vergessen werden.

    Verrücktheit scheint nur schrecklich zu sein. In Wahrheit hat sie keine Macht, irgendetwas zu machen. Wie die Magie, die zu ihrem Diener wird, greift sie weder an, noch schützt sie. Sie zu sehen, und ihr Denksystem wahrzunehmen, heißt, auf nichts zu schauen. Kann nichts Ärger hervorrufen? Wohl kaum. Erinnere dich also, dass Ärger eine Wirklichkeit wahrnimmt, die nicht vorhanden ist, doch ist Ärger ein sicherer Zeuge dafür, dass du doch als Tatsache an sie glaubst. Jetzt ist ein Entrinnen unmöglich geworden, bis du siehst, dass du auf deine eigene Deutung reagiert hast, die du auf eine Außenwelt projiziert hast. Lass dir dieses finstere Schwert jetzt abnehmen. Es gibt keinen Tod. Dieses Schwert existiert nicht. Die Angst vor Gott ist ursachlos. Doch SEINE LIEBE ist die Ursache alles dessen, was jenseits aller Angst ist und damit für immer wirklich und wahr“.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010


    (1) Textbuch Seite 1
    (2) Handbuch für Lehrer Seite 45

    (3) Handbuch für Lehrer Seiten 45 / 46

  11. #411

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Zur Frage, ob das Universum eine Bestimmung, eine Determinierung besitzt, zuerst zwei kurze Sätze aus dem Epilog, der darauf eingeht:

    „Das Ende ist gewiss und garantiert von GOTT. Wer steht vor einem leblosen Bild, wenn einen Schritt entfernt der Heiligste der Heiligen eine uralte Tür aufmacht, die über die Welt hinausführt?“ (1)

    (Kap.23:IV) „Erlösung ohne Kompromiss“
    https://www.youtube.com/watch?v=qWqK...H0l1sbdktCzPxZ

    Bei 2:30 wird auf die leere Schachtel, die Form ohne Inhalt, eingegangen. Es wäre ein Anschlag auf meinen Geistesfrieden, mich auf den Handel mit der Illusion eines Gegenteils von Gott einzulassen. Warum sollte das Schlachtfeld der Gier mit weiterem Zündstoff versorgt werden, indem ein Geldsystem gerechtfertigt wird, dass auf einem Irrtum beruht und niemals dauerhaft Bestand haben kann. Kein Irrtum kann je beständig bleiben, wird die Wahrheit nicht abgewehrt.

    (Kap.23:V) „Die Angst vor dem Leben“
    https://www.youtube.com/watch?v=GWdW...H0l1sbdktCzPxZ

    „Was SEIN ist, muss gleichfalls Seinem Sohn gehören“ (3:20); „Entweder sind der Vater und der Sohn Mörder, oder keiner von beiden ist es. Das Leben bringt nicht den Tod hervor…“ (3:28)

    Es wäre daher ein Krieg gegen mich selbst, auf das Angebot des D. einzugehen, da es mich auf dem Schlachtfeld der Illusionen anketten würde und Mord an der Natur der Preis des billigen Geldes ist.

    „Bedenke nur, was denen gegeben ist, die den Zweck ihres Vaters teilen und wissen, dass es der ihre ist. Es fehlt ihnen an nichts. Kummer jeglicher Art ist unvorstellbar. Nur das Licht, das sie lieben, ist im Bewusstsein, und nur Liebe leuchtet ewig auf sie. Sie ist ihre Vergangenheit, ihre Gegenwart, und ihre Zukunft, immer dieselbe, ewig vollständig und gänzlich miteinander geteilt. Sie wissen, dass ihr Glück unmöglich jemals irgendeine Änderung erleiden könnte. Vielleicht glaubst du, das Schlachtfeld (um die Millionen dieser Welt) könne dir etwas bieten, was du gewinnen kannst. Kann es irgendetwas sein, das dir vollkommene Ruhe und ein Gefühl der Liebe bietet, das so tief und still ist, dass kein Anflug des Zweifels deine Gewissheit jemals trüben kann? Und das ewig dauern wird? Diejenigen mit GOTTES Stärke in ihrem Gewahrsein, könnten nie an Kampf denken. Was könnten sie anderes gewinnen, als einen Verlust ihrer Vollkommenheit?“ (2) (7:54 in 23:V)

    Auf „Das Ziel der Besonderheit“, welches das Motiv darstellt, uns auf einen Handel mit dem Dämon einzulassen, wird in Kapitel 24 dann eingegangen.

    Auf die Frage nach der Bestimmung dieser Welt fand ich grad das Folgende:

    Kann das, was keinen Anfang hat, denn wirklich enden? Die Welt wird in einer Illusion enden, wie sie begann. Doch ihr Ende wird eine Illusion der Barmherzigkeit sein. Die Illusion der Vergebung, vollständig, niemanden ausschließend und an Sanftmut grenzenlos, wird sie bedecken, alles Böse verstecken, alle Sünde verbergen und die Schuld für immer beenden. So endet die von der Schuld gemachte Welt, denn nun hat sie keinen Zweck mehr und ist vergangen. Der Vater der Illusionen ist der Glaube, dass sie einem Zweck haben, dass sie einem Bedürfnis dienen oder einen Mangel befriedigen. Werden sie als zwecklos wahrgenommen, so werden sie nicht mehr gesehen. Ihre Nutzlosigkeit wird wahrgenommen, und sie sind vergangen. Sie sind der Wahrheit überbracht worden, und die Wahrheit hat sie nicht gesehen. Sie hat einfach über das Bedeutungslose hinweggesehen“. (3)

    Daher reagiert Gott nicht auf unsere Irrtümer, sie bekämen DADURCH eine Bedeutung. Und daher ist es so unfassbar unintelligent, immer auf das Ego im Gegenüber zu starren und dadurch zu stärken, was wir alle nicht sind. Mit Schuldvorwürfen kommen wir aus dieser Schuldnummer nicht raus, das sollte uns klargeworden sein. Es wurde bisher nur ärger mit dem Ärger.

    Wenn kein Gedanke an Schuld mehr bleibt, ist das Denksystem des Egos vollständig umgekehrt. Dann kann die Welt aufhören, scheinbar zu sein…

    Vergebung ist im Himmel unbekannt, daher ist es unsere einzige Funktion hier.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Handbuch für Lehrer Seite 89
    (2) Textbuch Seiten 499 / 500
    (3) Handbuch für Lehrer Seite 36

  12. #412

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Was über den freien Willen und Entscheidungen im Hörbuch ab 2:17 gesagt wird, ist etwas, was ich selbst erst ganz verstehen lernen muss. Bei 4:21 wird etwas angesprochen, was mir bisher nicht klar war, daher:
    https://www.youtube.com/watch?v=T0FU...CzPxZ&index=75

    „Versteckte Krieger“ die ich nicht sehe, sind mein einziger Feind, da ich sie nicht sehen konnte. Es ist der (individuelle) Glaube an Besonderheit, der mit der (kollektiven) Schöpfung kollidiert. „Nur die Besonderen können Feinde haben“, „und ein Bedürfnis, zu urteilen, dem nicht entronnen werden kann“ (ab 6:20)

    „Besonderheit ist der große Diktator, der falsche Entscheidungen diktiert“. (7:40)

    Heute bin ich bei Lektion 222 angekommen. Langsam kann ich sagen, die Lektionen als Gesamtbild betrachten zu können. Denn immerhin habe ich sie bis Nr. 340 sicher im Kopf, für die letzten 25 Lektionen muss ich noch meinen Spickzettel hernehmen, mich zu erinnern.

    Es hieß in Lektion 128 „Die Welt, die ich sehe, birgt nichts, was ich will“. Jetzt könnte gesagt werden: Die Welt des großen Diktators, die Welt, die aus der Gier nach Besonderheit entsteht, ist es, die nichts birgt, was ich wirklich will. Da ich es nicht plausibel verdeutlichen konnte, ohne Gefahr zu laufen, das Denksystem des Egos ohne Ersatz ad absurdum zu führen und damit ins Leere zu laufen. Denn, wenn ich hier Mist erzählt habe, merke ich das schon recht deutlich. Ich hätte Mist erzählen müssen, wenn ich so getan hätte, als hätte ich verstanden, obwohl ich es nicht tat.

    Aber birgt diese Welt all der kleinen großen Diktatoren wirklich etwas, was ich will? Will ich den Koffer mit der Million annehmen oder bedeutet es die „Kugel“, wenn ich ablehne und die Fee wird zum Dämon?

    Wie die Innenansicht das scheinbare Paradox des freien Willens auflösen könnte, wurde in Lektion 222 angesprochen. Sie lautet:

    „Gott ist bei mir. Ich lebe und bewege mich in IHM.

    1. Gott ist bei mir. ER ist meine Lebensquelle, das Leben in mir, die Luft, die ich atme, die Nahrung, die mich am Leben hält, das Wasser, das mich erneuert und mich reinigt. ER ist mein Zuhause, in dem ich lebe und mich bewege, der REINE GEIST, DER meine Taten lenkt, mir SEINE Gedanken schenkt und meine Sicherheit vor jedem Schmerz verbürgt. ER überschüttet mich mit Güte und mit Fürsorge und hält den SOHN in Liebe, auf den ER leuchtet und der auch auf IHN leuchtet. Wie still ist der, der die Wahrheit dessen WOVON ER heute spricht, erkennt!
    2. Vater, keine Worte außer DEINEM NAMEN haben wir auf unseren Lippen und in unserem Geist, wenn wir still in DEINE Gegenwart jetzt kommen und darum bitten, in Frieden eine Weile bei DIR zu ruhen. (1)

    „Was ist Sünde außer einer falschen Idee über GOTTES SOHN?“ (2) Dieser Idee dient die Schuld und das anderslautende, meist laute Urteil…

    Dem großen Diktator liegt das Streben nach „Unschuld auf dem Schlachtfeld“ zugrunde. Wollte die Schuld, als sie „klein“ war, noch Unschuld werden? Wollte der ganze Hass, als er „klein“ war, noch Liebe werden?

    Das Kapitel 24 „Das Ziel der Besonderheit“ (Hörbuch) beginnt in der Einleitung mit den Worten:

    „Vergiss nicht, dass die Motivation für diesen Kurs die ist, einen Zustand des Friedens zu erlangen und zu bewahren. Ist dieser Zustand gegeben, ist der Geist ruhig und der Zustand erlangt, in welchem GOTT erinnert wird. Es ist nicht nötig, IHM zu sagen, was ER tun soll. […] Der Friede wird dein sein, weil es SEIN Wille ist. Kannst du denn glauben, dass ein Schatten den WILLEN zurückhalten kann, der das Universum schuf?“ (3)

    Wenn das Ego offensichtlich daran glauben mag, unser Wille ist es nicht, dem großen Diktator zu folgen.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 403
    (2) Übungsbuch Seite 402
    (3) Textbuch Seite 301

  13. #413

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Was Vergebung ist, was sie bewirkt und was sie unmöglich macht, wird in 10 Lektionen praktisch durchgenommen. Der 2. Teil des Übungsbuches umfasst 14 Themen, die jeweils einleitend erklärt werden. Die ersten 200 Lektionen sind hier zu finden:
    http://forum.vonwolkenstein.de/threa...Wundern/page15

    Über die Gedanken von 181 bis 200 wird gesagt, jeder von ihnen berge das Verständnis des ganzen Kurses und es sind die umfangreichsten Lektionen des ganzen Jahres, die der praktische Teil des Kurses einnimmt. In der sechsten Wiederholung werden die umfangreichsten Lektionen wieder zu 2 – 3 Kernaussagen verdichtet. Um den Nutzen von Vergebung zu beschreiben, die das Loslassen jeglicher Schuld bedeuten muss, will sie vollständig sein, zunächst die Einleitung:

    1. „Die Vergebung nimmt wahr, dass das, wovon du dachtest, dein Bruder habe es dir angetan, nicht geschehen ist. Sie verzeiht keine Sünden und macht sie nicht wirklich. Sie sieht, dass es keine Sünde gab. Und in dieser Sicht sind alle deine Sünden dir vergeben. Was ist Sünde außer einer falschen Idee über GOTTES SOHN? Die Vergebung sieht einfach ihre Falschheit und lässt sie deshalb los. Was dann frei ist, ihren Platz einzunehmen, das ist der Wille Gottes“. (1)

    Im Ordner über den freien Willen wurde unlängst über ein Gedankenexperiment gesprochen, wobei in Absatz 1 der „Wille Gottes“ ins Spiel kommt. Was uns darin „von der Illusion eines Dämons“ angeboten zu werden scheint, ist eine Form relativer Besonderheit. Was bewirkt dieses insgesamt generalisierte, doch jeweils individuelle Streben nach Besonderheit? Was lässt uns die „falschen Ideen“ richtig erscheinen? Und was lässt uns diese falschen Ideen dann mit einer Unversöhnlichkeit „verteidigen“, die bis an die Unmenschlichkeit reicht?

    2. „Ein unversöhnlicher Gedanke ist ein Gedanke, der ein Urteil fällt, das er nicht in Zweifel zieht, auch wenn er nicht wahr ist. Der Geist ist verschlossen und wird nicht befreit. Der Gedanke schützt die Projektion, zieht ihre Ketten enger an, sodass die Verzerrungen verhüllter und verschleierter sind, dem Zweifel unzugänglicher und von der Vernunft noch weiter fern gehalten. Was kann sich zwischen eine starre Projektion und ihr Ziel stellen, das sie sich zu ihrem Wunschziel wählte“? (2)

    Das Ziel ist immer eine Besonderheit, die im Urteil gesucht wird. Worauf das Hörbuch näher eingeht:

    (Kap.24:III) „Der Verrat der Besonderheit“
    https://www.youtube.com/watch?v=OQaJ...H0l1sbdktCzPxZ

    3. „Ein unversöhnlicher Gedanke tut vieles. In fieberhafter Aktion verfolgt er sein Ziel, wobei er das verdreht und umstößt, was er als Behinderung seines auserwählten Weges sieht. Verzerrung ist sein Zweck und ebenso das Mittel, wodurch er ihn zu erreichen möchte. Er unternimmt seine wütenden Versuche, die Wirklichkeit zu erschlagen, ohne sich um irgendetwas zu kümmern, was einen Widerspruch zu seinem Standpunkt darzulegen schiene.
    4. Die Vergebung ihrerseits ist still und tut gar nichts. Sie kränkt keinen Aspekt der Wirklichkeit, versucht auch nicht, sie zu Erscheinungen, die ihr gefallen, zu verdrehen. Sie schaut nur und wartet und urteilt nicht. Derjenige, der nicht vergeben will, muss urteilen, denn er muss sein Versagen, zu vergeben, rechtfertigen. Der aber, der sich selbst vergeben möchte, muss lernen, die Wahrheit genauso willkommen zu heißen, wie sie ist.
    5. Tu also nichts, und lass dir von der Vergebung zeigen, was du tun sollst durch IHN, der dein Führer, dein ERLÖSER und BESCHÜTZER ist, stark in der Hoffnung und deines letztendlichen Erfolges gewiss. ER hat dir schon vergeben, denn dies ist SEINE Funktion, die IHM von GOTT gegeben ist. Seine Funktion musst du jetzt mit IHM teilen und dem vergeben, den ER erlöst hat, dessen Sündenlosigkeit ER sieht und den ER als SOHN GOTTES ehrt“. (3)

    Wir könnten uns statt eines anderslautenden Urteils auch der Idee des Heiligen Geistes anschließen. Im Handbuch für Lehrer wird der Heilige Geist genauer beschrieben und zum Verständnis dessen, was der freie Wille sein könnte, ist es unerlässlich diesen Aspekt begrifflich näher zu bestimmen:

    Der Heilige Geist

    1. Jesus ist die Manifestation des HEILIGEN GEISTES, DEN er auf die Erde herabrief, nachdem er in den Himmel auffuhr oder vollständig mit dem Christus gleichgesetzt ward, dem SOHN GOTTES, wie ER IHN schuf. Der HEILIGE GEIST, DER eine Schöpfung des einen SCHÖPFERS ist, welcher mit IHM und nach SEINEM Ebenbild erschafft, ist ewig und hat sich nie verändert. Er wurde >>auf die Erde herabgerufen<< in dem Sinne, dass es nun möglich war, IHN anzunehmen und SEINE STIMME zu hören. SEIN ist die STIMME FÜR GOTT und hat daher Form angenommen. Diese Form ist nicht SEINE Wirklichkeit, die Gott allein kennt gemeinsam mit CHRISTUS, SEINEM wirklichen SOHN, DER Teil von IHM ist.
    2. Der HEILIGE GEIST wird durch den ganzen Kurs hindurch als DER beschreiben, DER uns die Antwort auf die Trennung gibt und uns den Plan der SÜHNE bringt, wobei ER unsere spezielle Rolle darin festlegt und uns genau zeigt, was sie ist. ER hat Jesus als den Führer eingesetzt, um SEINEN Plan auszuführen, da er der Erste war, der seinen Teil darin wollkommen erfüllte. Alle Gewalt im HIMMEL und auf Erden ist ihm deshalb gegeben, und er wird sie mit dir teilen, wenn du deine erfüllt hast. Das Prinzip der SÜHNE wurde dem HEILGEN GEIST gegeben, lange bevor Jesus es in Bewegung setzte.
    3. Der HEILIGE GEIST wird als die verbleibende KOMMUNIKATIONSVERBINDUNG zwischen GOTT und SEINEN getrennten SÖHNEN beschrieben. Um diese besondere Funktion zu erfüllen, hat der HEILIGE GEIST eine zweifache Funktion übernommen. ER erkennt, weil ER Teil GOTTES ist, ER nimmt wahr, weil ER gesandt wurde, die Menschheit zu erlösen. ER ist das große Prinzip der Berichtigung, der Bringer wahrer Wahrnehmung, die der Schau CHRISTI innewohnende Macht. ER ist das Licht, in dem die Welt, welcher vergeben wurde, wahrgenommen wird; in der nur das Antlitz CHRISTI gesehen wird. ER vergisst den SCHÖPFER oder SEINE SCHÖPFUNG nie. ER vergisst den SOHN GOTTES nie. ER vergisst dich nie. Und ER bringt dir die Liebe deines Vaters in einem ewigen Leuchten, das niemals ausgelöscht werden kann, weil GOTT es dorthin tat“. (4)

    Kann es insofern weise sein, dieses ewige Leuchten durch die Nicht-Vergebung auslöschen zu wollen? Warum halten wir an einer Vergangenheit fest, die einen „Fehler auf allen Seiten“ darstellte, doch nur durch Vergebung beendet werden kann?

    4. „Der HEILIGE GEIST weilt in dem Teil deines Geistes, der Teil des CHRISTUS-GEISTES ist. ER stellt dein SELBST und deinen SCHÖPFER dar, DIE EINS sind. ER spricht für GOTT und auch für dich, da er verbunden ist mit BEIDEN. Und deswegen ist ER es, DER beweist, dass SIE EINS sind. ER scheint eine STIMME zu sein, denn in dieser Form spricht ER GOTTES WORT zu dir. ER scheint ein Führer durch ein fernes Land zu sein, was den Bedürfnissen entspricht, von denen du denkst, du habest sie. Aber ER lässt sich nicht täuschen, wenn du dein Selbst als in Bedürfnissen gefangen wähnst, die du nicht hast. Von ebendiesen möchte ER dich befreien.
    5. Du bist SEINE MANIFESTATION in dieser Welt. Dein Bruder ruft dich, auf dass du mit ihm gemeinsam SEINE Stimme seist. Alleine kann ER nicht der Helfer der SOHNES GOTTES sein, denn allein ist ER ohne Funktion. Doch mit dir verbunden ist er der Welt leuchtender Erlöser, dessen Teil in ihrer Erlösung du vervollständigt hast. ER bietet sowohl dir als auch ihm Dank an, denn du hast dich mit ihm erhoben, als er begann, die Welt zu erlösen. Und du wirst bei ihm sein, wenn die Zeit vorüber ist und keine Spur bleibt von Träumen der Bosheit, in denen du zur dürren Melodie des Todes tanzt. Denn an ihrer Stelle wird eine kleine Weile lang der Lobgesang an GOTT gehört. Und dann ist die STIMME vergangen, um nicht länger Form mehr anzunehmen, sondern zur ewigen Formlosigkeit GOTTES zurückzukehren“. (5)


    Was hier über „den Helfer“ gesagt wird, könnte die Illusionen über einen möglichen Dämon zerstreuen. Es ist, was mit Absicht hinterfragt wurde. Es ist unmöglich, einen Heiligen Geist und einen Dämon gleichzeitig zu sehen. Eines von beiden kann nur eine Illusion sein. Wenn die Kommunikation über den Heiligen Geist angestrebt wird, dürfen weder Schuld noch Hass unser ewiges Leuchten verdunkeln. Ist es unser Wille, im Heiligen einen tückischen Dämon zu erblicken?

    Ein tückischer Dämon wäre der Führer zum Schmerz, so es ein Gegenteil von Gott geben könnte.

    Ein Helfer, der immer in unserem Geist anwesend ist und der von Vergebung spricht, ist unser Guide zum Frieden. Welchen wir zu sehen wählen, werden wir erblicken. Doch es ist ein ruhiger Begleiter zum Frieden, nicht "der Alte vom Berg", der lauthals ein Opfer fordert...


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 402
    (2) Ebd.
    (3) Ebd.
    (4) Handbuch für Lehrer Seite 86
    (5) Ebd.

  14. #414

    AW: Ein Kurs in Wundern

    1. Was ist Vergebung?

    Vergebung ist das Ende der Besonderheit und die Befreiung von allen Illusionen. Das „Bewahren“ der „schönen und hässlichen Irrtümer und Urteile“ schützt, was „besonders“ ist. Doch kann, was auf Veränderlichem als Fundament ruht, uns Beständigkeit und Geistesfrieden einbringen?

    Können die folgenden 10 Gedanken beschreiben, was die Gaben sind, die uns die Vergebung anbietet? Was bewirken diese Gedanken und warum kommt in uns beim Denken dieser Gedanken (höchstwahrscheinlich) eine gewisse Abwehrhaltung auf?


    221. „Friede meinem Geist. Lass all meine Gedanken stille sein.
    222. Gott ist bei mir. Ich lebe und bewege mich in IHM.
    223. Gott ist mein Leben. Ich habe kein Leben außer SEINEM.
    224. Gott ist mein Vater, und ER liebt SEINEN SOHN.
    225. Gott ist mein Vater, und SEIN SOHN liebt IHN.
    226. Mein Zuhause erwartet mich. Ich will hineilen.
    227. Dies ist mein heiliger Augenblick der Befreiung.
    228. GOTT hat mich nicht verurteilt. Ebenso wenig tue ich es.
    229. Die Liebe, die mich schuf, ist, was ich bin.
    230. Jetzt will ich Gottes Frieden suchen und auch finden“. (1)

    Wenn sich Vergebung und Besonderheit gegenseitig ausschließen, da sie nicht gleichzeitig in einem Geist sein können, wird die Besonderheit zum großen Diktator. Ein Diktator, der Nicht-Vergebung „diktiert“, ohne aus dem Kreislauf von Hass, Rache und Vergeltung, „besonderer Schuld“ und daher „besonderen Rechten“ ausbrechen zu können. Das Hörbuch geht auf den Zusammenhang zwischen Besonderheit und dem Wunsch ein, nicht vergeben zu wollen, sondern an der „besonderen Schwere der Schuld“ festzuhalten, die vom Ego gesehen werden will:

    (Kap.24:IV) „Die Vergebung der Besonderheit“:
    https://www.youtube.com/watch?v=NDII...CzPxZ&index=77

    Wie könnte besonders sein, was alles umfängt? Der Satz, der bei 5:45 beginnt, ist eine Schlüsselstelle des Kurses. Es sind doch nur Illusionen. Wie könnte das Aufgeben einer Illusion, die nie wirklich war, denn schwierig sein? Bei 7:20 wird die letzte Illusion angesprochen, bei 7:48 der Wille, den wir mit GOTT teilen.

    Die "Gedankenstille", die in 221 angesprochen wird, beschreibt das Fehlen jedweder Notwendigkeit, seinen jetzigen Zustand durch Denken zu unterbrechen. Es gibt keinen Grund, überhaupt Gedanken zu denken, der Geistesfrieden wird in der Gedankenstille nicht gestört. Das Bewusstsein benötigt keine Gedanken, doch Gedanken benötigen Bewusstsein. Was in der Stille des Geistes "erlebt" werden kann, ist das Bewusstsein hinter den Gedanken. Da Bewusstsein keine Form besitzt, sind die Grenzen, die wir unseren Gedanken auferlegen, letztlich immer mit einem Ziel der Besonderheit verbunden. Eigentlich dürfte GÖTTLICHKEIT niemals mit Besonderheit verknüpft werden, es ist unsere wahre Natur, die sich natürlich liebevoll ausdehnt. Es ist halt nur wieder ein Diktator anwesend, wenn gesagt wird: "Diese oder Jener" haben eine "Gabe", die kein anderer besitzt. Das ist Besonderheit. Niemand ist besonders wenn alle göttlicher Herkunft sind. Das Urteil ist die Waffe, die wir gegen unser GEBURTSRECHT verwenden und damit, um die Liebe Gottes von uns "fernzuhalten". Nicht aus dem Bewusstsein, wo sie unverändert weilt, nur aus unseren Gedanken...



    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 403 - 407

  15. #415

    AW: Ein Kurs in Wundern

    2. Was ist die Erlösung?

    231. VATER, ich will mich nur an DICH erinnern.
    232. Sei in meinem Geist, mein Vater, den ganzen Tag hindurch.
    233. Ich gebe heute GOTT mein Leben, damit ER es lenke.
    234. Vater, heute bin ich wieder DEIN SOHN.
    235. GOTT in seiner Barmherzigkeit will, dass ich erlöst sei.
    236. Ich herrsche über meinen Geist, über den allein ich herrschen muss.
    237. Jetzt möchte ich sein, wie GOTT mich schuf.
    238. Auf meiner Entscheidung ruht alle Erlösung.
    239. Die Herrlichkeit meines Vaters ist meine eigene.
    240. Angst ist in keiner Form gerechtfertigt. (1)

    1. Die Erlösung ist ein von GOTT gegebenes Versprechen, dass du deinen Weg schließlich zu IHM finden wirst. Es kann nur eingehalten werden. Sie bürgt dafür, dass die Zeit ein Ende haben wird. GOTTES WORT ist jedem Geist gegeben, der denkt, er habe separate Gedanken, und wird diese Gedanken des Konflikts durch den GEDANKEN des Friedens ersetzen.

    2. Der GEDANKE des Friedens wurde GOTTES SOHN in jenem Augenblick gegeben, als sein Geist an Krieg gedacht hat. Davor war ein solcher Gedanke nicht vonnöten, denn der Frieden war gegeben ohne Gegenteil und war einfach. Doch wenn der Geist gespalten ist, ist Heilung nötig. So wurde der GEDANKE, der die Macht hat, die Spaltung zu heilen, ein Teil jedes Fragments des Geistes, der noch immer eins war, jedoch sein Einssein nun nicht wahrnahm. Nun erkannte er sich selbst nicht und dachte, dass seine eigene Identität verloren wäre.

    3. Erlösung ist Aufheben in dem Sinne, dass sie nichts tut und die Welt der Träume und Bosheit nicht unterstützt. Auf diese Weise lässt sie Illusionen los. Indem sie sie nicht unterstützt, lässt sie sie einfach still zu Staub zerfallen. Und das, was sie versteckten, wird jetzt offenbar: ein Altar für den heiligen Namen Gottes, auf dem SEIN WORT geschrieben steht, vor dem die Gaben deiner Vergebung hingelegt sind, mit der Erinnerung an GOTT nicht weit dahinter.

    4. Wir wollen täglich zu diesem heiligen Ort kommen und eine kleine Weile gemeinsam hier verbringen. Hier teilen wir unseren letzten Traum. Es ist ein Traum, in dem kein Kummer ist, denn er birgt einen Hinweis auf die ganze Herrlichkeit, die uns von GOTT gegeben wurde. Das Gras drängt durch die Erde, die Bäume schlagen aus, und die Vögel sind gekommen, um in ihren Ästen nun zu leben. Die Erde wird wiedergeboren in einer neuen Perspektive. Die Nacht ist vergangen, und wir sind im Licht zusammengekommen.

    5. Von hier aus geben wir der Welt Erlösung, denn ebenhier ist sie empfangen worden. Das Lied unseres Frohlockens ist der Ruf an alle Welt, dass die Freiheit zurückgekehrt, die Zeit beinahe um ist und GOTTES SOHN nur einen Augenblick noch warten muss, bis er an seinen VATER sich erinnert, Träume zu Ende sind, die Ewigkeit die Welt hinweggeleuchtet hat und jetzt nichts als der Himmel existiert. (2)


    (Kap.24:V+VI) V: „Erlösung und Besonderheit“, VI: „Die Aufgabe des Traumes“:
    https://www.youtube.com/watch?v=Jubz...H0l1sbdktCzPxZ

    Um die Begriffsbestimmung fortzuführen, die mit „6. Der Heilige Geist“ begann, nun das, was in der Begriffsbestimmung unter „5. Jesus – Christus“ gesagt wird, denn auch dieses Missverständnis nährt bis heute viele Irrtümer.

    Der Original-Text zur Begriffsbestimmung findet sich hier ab 7:56:55. „5. Jesus – Christus“ beginnt bei 8:20:25 (3):
    https://www.youtube.com/watch?v=pUutb6rbVuU

    1. „Es bedarf keiner Hilfe, um in den Himmel einzugehen, denn du hast ihn nie verlassen. Aber Hilfe ist notwendig jenseits deiner selbst, weil du durch falsche Überzeugungen hinsichtlich deiner IDENTITÄT, die GOTT dir allein in der Wirklichkeit begründete, eingegrenzt bist. Helfer sind dir in vielen Formen gegeben, obgleich sie auf dem Altar eins sind. Jenseits jedes Einzelnen ist ein Gedanke Gottes, und dieser wird sich nie ändern. Sie haben jedoch Namen, die sich eine Zeit lang voneinander unterscheiden, denn die Zeit braucht Symbole, da sie selbst unwirklich ist. Ihre Namen sind Legion, doch werden wir nicht über jene Namen hinausgehen, die der Kurs selbst verwendet. Gott hilft nicht, weil ER kein Bedürfnis kennt. Doch erschafft ER alle Helfer SEINES SOHNES, solange dieser glaubt, seine Phantasien wären wahr. Danke GOTT für sie, denn sie werden dich nach Hause führen.

    2. Der Name Jesu ist der Name von einem, der ein Mensch war, jedoch das Antlitz Christi in allen seinen Brüdern sah und sich an GOTT erinnerte. So wurde er mit CHRISTUS eins – nicht länger ein Mensch, sondern eins mit GOTT. Der Mensch war eine Illusion, denn er schien ein getrenntes Wesen zu sein, das für sich dahinwandelte in einem Körper, der sein Selbst vom SELBST abzuhalten schien, wie es alle Illusionen tun. Doch wer kann erlösen, wenn er nicht Illusionen sieht und sie dann als das erkennt, was sie sind? Jesus bleibt ein Erlöser, weil er das Falsche sagt, ohne es als wahr zu akzeptieren. Und CHRISTUS brauchte eine Gestalt, auf dass ER Menschen erscheinen und sie aus ihren eigenen Illusionen erlösen konnte.

    3. In seiner vollständigen Identifikation mit dem CRHRISTUS – dem vollkommenen SOHN GOTTES, SEINER einen Schöpfung und SEINEM Glück, für immer wie ER SELBST und eins mit IHM – wurde Jesus zu dem, was ihr alle seid. Er ging auf dem Weg voran, auf dass du ihm folgst. Er führt dich zu GOTT zurück, weil er die Straße vor sich sah und ihr folgte. Er traf eine klare Unterscheidung, die für dich immer noch verschleiert ist, zwischen dem Falschen und dem Wahren. Er hat dir eine endgültige Demonstration geboten, dass es unmöglich ist, GOTTES SOHN zu töten; noch kann sein Leben in irgendeiner Weise durch Sünde und das Übel, Böswilligkeit, Angst oder Tod verändert werden. (3)



    Die weiteren drei Absätze folgen, sind jedoch ebenso im Hörbuch zu finden. Es kann doch nur natürlich sein, das zu sein, was man ist. Unnatürlich ist es hingegen, seine wahre Identität zu verleugnen. Doch ein Sohn, der sagt, er sei nicht der Sohn seines VATERS, verändert dadurch seine wahre Natur nicht. Er bleibt trotz der Illusion genau das, was er ist.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 408 – 413
    (2) Übungsbuch Seite 408
    (3) Handbuch für Lehrer Seite 84

  16. #416

    AW: Ein Kurs in Wundern

    3. Was ist die Welt?

    241. „In diesem heiligen Augenblick ist die Erlösung gekommen.
    242. Dieser Tag gehört GOTT. Er ist meine Gabe an IHN.
    243. Heute will ich über nichts urteilen, was geschieht.
    244. Nirgends auf der Welt bin ich in Gefahr.
    245. DEIN Frieden, VATER, ist bei mir. Ich bin in Sicherheit.
    246. Meinen VATER lieben heißt, SEINEN SOHN zu lieben.
    247. Ohne Vergebung werde ich weiterhin blind sein.
    248. Was leidet, ist nicht Teil von mir.
    249. Die Vergebung setzt allem Leiden und Verlust ein Ende.
    250. Ich will mich nicht als begrenzt sehen“. (1)

    „3. Was ist die Welt?
    1. Die Welt ist falsche Wahrnehmung. Sie ist aus dem Irrtum geboren und hat ihre Quelle nicht verlassen. Sie wird nicht länger bleiben, als der Gedanke, der sie gebar, gehegt wird. Wenn der Gedanke der Trennung in einen Gedanken der wahren Wahrnehmung umgewandelt worden ist, wird die Welt in einen ganz anderem Licht gesehen werden: in einem Licht, das zur Wahrheit führt, wo die ganze Welt und alle ihre Irrtümer verschwinden müssen. Nun ist ihre Quelle vergangen, und ihre Wirkungen sind ebenfalls vergangen.

    2. Die Welt wurde als Angriff auf GOTT gemacht. Sie ist das Symbol der Angst. Und was ist Angst, wenn nicht die Abwesenheit von Liebe? So war die Welt dazu gemacht, ein Ort zu sein, wo GOTT nicht einkehren und wo SEIN SOHN von IHM getrennt sein konnte. Hier wurde die Wahrnehmung geboren, denn die Erkenntnis konnte solch wahnsinnige Gedanken nicht verursachen. Doch Augen täuschen, und Ohren hören falsch. Nun sind Fehler durchaus möglich geworden, denn die Gewissheit ist dahin.

    3. Stattdessen wurden die Mechanismen der Illusion geboren. Nun gehen diese hin, zu finden, was zu suchen ihnen aufgegeben ward. Ihr Ziel ist es, jenen Zweck zu erfüllen, den zu bezeugen und wirklich zu machen die Welt gemacht ward. Sie sehen in ihren Illusionen eine solide Basis, wo die Wahrheit existiert und getrennt von Lügen aufrechterhalten wird. Doch alles, was sie berichten, ist nur Illusion, die von der Wahrheit getrennt gehalten wird.

    4. So wie die Sicht gemacht ward, um von der Wahrheit wegzuführen, so kann sie neu ausgerichtet werden. Geräusche werden zum Ruf nach GOTT, und jeder Wahrnehmung kann von dem EINEN, DEN GOTT als Erlöser für die Welt bestimmte, ein neuer Zweck verliehen werden. Folge SEINEM Licht, und sieh die Welt so, wie ER sie erblickt. Höre nur SEINE STIMME in allem, was zu dir spricht. Und lasse IHN dir Frieden und Gewissheit geben, die du weggeworfen hast, die der Himmel aber für dich in IHM erhalten hat.

    5. Wir wollen nicht eher zufrieden ruhen, als bis die Welt sich unserer veränderten Wahrnehmung angeschlossen hat. Wir wollen nicht zufrieden sen., bis die Vergebung nicht vollständig geworden ist. Und lass uns nicht versuchen, unsere Funktion zu ändern. Wir müssen die Welt erlösen. Denn wir, die wir sie machten, müssen sie durch CHRISTI Augen sehen, damit das, was gemacht wurde, um zu sterben, dem ewigen Leben zurückerstattet werden kann“. (2)

    WIR haben „das“ hier gemacht. Daher ist diese Ursache- und Wirkungsverknüpfung als „unsere Wahl“ zu erkennen, damit das „einzige Problem“ behoben werden kann, das wir damit jemals hatten. Sollte unser Vater seinem Sohn die Fähigkeit aberkennen, sich selbst und damit SEIN SELBST zu erkennen? Aber es sind noch die drei fehlenden Absätze über „Jesus – CHRISTUS“ offen:

    4. Und deshalb sind dir alle deine Sünden vergeben worden, weil sie überhaupt keine Wirkung hatten. Und so waren sie nur Träume. Erhebe dich mit ihm, der dies dir zeigte, weil du ihm dies schuldig bist – ihm, der deine Träume mit dir teilte, auf dass sie aufgelöst würden. Und der sie nach wie vor mit dir teilt, um eins mit dir zu sein.

    5. Ist er der CHRISTUS? O ja, mit dir gemeinsam. Sein kleines Leben auf der Erde war nicht genug, um die mächtige Lektion zu lehren, die er für euch alle lernte. Er wird bei dir bleiben, um dich aus der Hölle, die du gemacht hast, zu GOTT zu führen. Und wenn du deinen Willen mit seinem verbindest, wird deine Sicht seine Schau sein, denn die Augen CHRISTI werden miteinander geteilt. Mit ihm zu gehen ist ebenso natürlich, wie mit einem Bruder zu gehen, den du kanntest, seit du geboren wurdest, denn ein solcher ist er fürwahr. Bittere Götzen wurden aus ihm gemacht, der nur ein Bruder für die Welt sein wollte. Vergib ihm deine Illusionen und siehe, welch ein lieber Bruder er dir sein möchte. Denn er wird deinen Geist endlich zur Ruhe bringen und ihn mit dir zu deinem GOTT hintragen.

    6. Ist er GOTTES einziger HELFER? Nein, fürwahr. Denn CHRISTUS nimmt viele Formen mit verschiedenen Namen an, bis ihr Einssein wiedererkannt werden kann. Doch Jesus ist für dich der Träger der alleinigen Botschaft CHRISTI von der LIEBE GOTTES. Du brauchst keinen anderen. Es ist möglich, seine Worte zu lesen und aus ihnen Nutzen zu ziehen, ohne ihn in dein Leben anzunehmen. Doch würde er dir noch ein wenig mehr helfen, wenn du deine Schmerzen und Freuden mit ihm teilst und beide verlässt, um dem Frieden GOTTES zu finden. Doch nach wie vor möchte er vor allem, dass du seine Lektion lernst, und es ist diese:

    Es gibt keinen Tod, weil der Sohn GOTTES wie sein VATER ist. Nichts, was du tun kannst, kann die EWIGE LIEBE ändern. Vergiss deine Träume von Sünde und von Schuld, und komm stattdessen mit mir, um die Auferstehung von GOTTES SOHN mit IHM zu teilen. Und bring all diejenigen mit dir, die ER dir sandte, damit du für sie sorgest, so wie ich für dich sorge. (3)

    Was die Welt DANN ist, sehen wir sie mit den Augen unseres älteren Bruders UND DAHER OHNE ANGST, wird im Hörbuch beschrieben: (Kap.24:IIV) „Die Erlösung von der Angst“:
    https://www.youtube.com/watch?v=pXR_...H0l1sbdktCzPxZ

    Was darin ab 7:54 über „die bisherige Wahl von Fehlern“ gesagt wird, sollte die Entscheidung erleichtern und versüßen können, „damit wir eine Reise beenden mögen, die nie begonnen hat und die kein Ende braucht. Was niemals war, das ist kein Teil von dir. […] Er ist der Spiegel deiner selbst, in dem du das Urteil siehst, das du euch beiden auferlegt hast. Der CHRISTUS in dir erblickt seine Heiligkeit. Deine Besonderheit schaut auf seinen Körper und erblickt ihn nicht.“ (4) = (ab 8:50)

    „Ein sinnloses Umherirren ohne Sinn und Zweck und ohne irgendetwas zu erreichen ist alles, was die andere Wahl dir anbieten kann“. (5) = (ab 10:08)

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 414 – 419
    (2) Übungsbuch Seite 414
    (3) Handbuch für Lehrer Seite 84
    (4) Textbuch Seite 315
    (5) Ebd.

  17. #417

    AW: Ein Kurs in Wundern

    4. Was ist Sünde?

    251. „Ich brauche nichts als die Wahrheit.
    252. Der SOHN GOTTES ist meine Identität.
    253. Mein SELBST ist Herrscher des Universums.
    254. Lass jede Stimme außer Gottes Stimme in mir still sein.
    255. Diesen Tag wähle ich in vollkommenem Frieden zu verbringen.
    256. GOTT ist das einzige Ziel, das ich heute habe.
    257. Ich will mich daran erinnern, was mein Sinn und Zweck ist.
    258. Ich will mich daran erinnern, dass GOTT mein Ziel ist.
    259. Ich will mich daran erinnern, dass es keine Sünde gibt.
    260. Ich will mich daran erinnern, dass GOTT mich schuf“. (1)

    Wenn wir 259 als wahr ansehen, ist es die einzige Sünde, an die Sünde zu glauben und dadurch den Sohn Gottes zu etwas zu verurteilen, das er nicht ist. Ja, klar, es gibt Fehler und es gibt richtig grobe Fehler, doch Fehler haben wir alle immer wieder begangen und die Grade der Abweichung von der Wahrheit sind belanglos. Ein Fehler kann noch so klein sein, er ist nicht die Wahrheit. Einer fehlerhaften Idee kann lange gefolgt und sie mag erbittert verteidigt werden, doch auch dadurch wird aus dem Irrtum keine Wahrheit. Was ist die Wahrheit über uns?

    Sünde könnte also sein, die Wahrheit noch nicht zu kennen (251) und doch schon ein Urteil zu fällen, dass dem Sohn GOTTES seine wahre Identität (252) abspricht und damit das Ego zum Schöpfer und Herrscher über das Universum einsetzt (253). Wenn wir nur auf die Stimme für GOTT (den HEILIGEN GEIST IN UNS) hören (254), ist es möglich, zu wählen, diesen und alle Tage in vollkommenem Frieden zu verbringen (255), denn das einzig wirkliche Ziel (256) bestimmt die Erinnerung an unseren wirklichen Sinn und Zweck (257). Erinnern wir uns an unser wirkliches Ziel dieser Reise zurück zu GOTT (258), geht uns auf, dass es keine Sünde gibt (259), die verändern könnte, was GOTT als ewig schuf (260).

    Sünde wäre es also einzig, diese fehlerhafte Grundprämisse anzunehmen: dass das, was auf ewig dasselbe ist, durch unsere anderslautenden Urteile verschieden gemacht werden könnte und damit das, was eins ist, getrennte Teile besäße. Wird zum Ende des Hörbuchs sinngemäß so zusammengefasst:

    (Kap.24:VIII) „Die Stätte der Begegnung“
    https://www.youtube.com/watch?v=JhCO...H0l1sbdktCzPxZ

    "Für alles in der Welt ist der Prüfstein einfach dies: Wozu dient es"? (7:00) Wozu dienen also Sünde und Schuld und das Streben nach Besonderheit?

    Der Glaube an die Wirkungen der Sünde soll die Ganzheit GOTTES fragmentieren und dazu dienen alle Urteile des Egos. Aber ist es nicht wirklich unintelligent, etwas schon zu beurteilen, was man als „vergessene Erinnerung“ bezeichnen müsste? Wir müssen „vergessen“ haben wollen, dass es im Himmel keine Sünde geben kann und die Annahme des Gedankens, es gäbe Möglichkeiten, den unveränderlichen Geist durch „sündige Handlungen in Körpern“ zu verändern, ist auch keine „Sünde“, nur ein ziemlich lange andauernder Irrtum. Jeder Sündendefinition liegt der Wunsch nach „Schuldabwälzung“ zugrunde, doch was ist die „Perle“, die uns scheinbar widerrechtlich entrissen wurde, weswegen wir den Richter über Gottes Kinder in einer fortlaufenden Schlammschlacht spielen?

    Um Ungenauigkeiten zu vermeiden, der Text aus der Einleitung zu den 10 Lektionen aus dem Übungsbuch:

    1. „Sünde ist Wahnsinn. Sie ist das Mittel, durch das der Geist verrückt gemacht wird und Illusionen den Platz der Wahrheit einnehmen zu lassen sucht. Da er verrückt ist, sieht er Illusionen, wo die Wahrheit sein sollte und wo sie wirklich ist. Die Sünde gab dem Körper Augen, denn was gibt es, das die Sündenlosen sehen möchten? Wozu bedürfen sie der Anblicke und Geräusche oder der Berührung? Was möchten sie hören, oder wonach möchten sie greifen? Was möchten sie denn überhaupt empfinden? Empfinden ist nicht erkennen. Und die Wahrheit kann nur mit Erkenntnis und mit sonst nichts erfüllt sein.

    2. Der Körper ist das Instrument, das der Geist in seinen Mühen, sich selbst zu täuschen, machte. Sein Zweck ist es, zu streben. Doch kann das Ziel des Strebens sich verändern. Und nun dient der Körper einem anderen angestrebten Ziel. Wonach er sucht, wird durch das Ziel gewählt, das der Geist als Ersatz für das Ziel der Selbsttäuschung angenommen hat. Die Wahrheit kann ebenso sein Ziel wie Lügen sein. Die Sinne werden dann stattdessen nach Zeugen dessen suchen, was wahr ist.

    3. Die Sünde ist das Zuhause aller Illusionen, die nur für eingebildete Dinge stehen, welche aus Gedanken, die unwahr sind, hervorgehen. Sie sind der >>Beweis<< dafür, dass das, was keine Wirklichkeit hat, wirklich ist. Die Sünde >>beweist<<, dass der SOHN GOTTES böse ist, dass die Zeitlosigkeit ein Ende haben und das ewige Leben sterben muss. Und GOTT SELBST hat den SOHN verloren, DER ER liebt, wobei nur die Verweslichkeit IHN noch vollständig machen kann, SEIN WILLE auf ewig durch den Tod überwunden ist, die Liebe vom Hass erschlagen ist und Frieden nie mähr sein soll.

    4. Die Träume eines Verrückten sind beängstigend, und die Sünde scheint tatsächlich in Angst und Schrecken zu versetzen. Und dennoch ist das, was die Sünde wahrnimmt, nur ein kindisches Spiel. Der SOHN GOTTES mag zwar spielen, dass er zu einem Körper wurde, zu einer Beute des Bösen und der Schuld, mir nur einem kleinen Leben, das im Tode endet. Doch all die Zeit leuchtet sein VATER auf ihn und liebt ihn mit einer ewiglichen Liebe, die seine Vorspiegelungen überhaupt nicht ändern können.

    5. Wie lange, O SOHN GOTTES, willst du dieses Spiel der Sünde weiterführen? Sollen wir dieses scharfkantige Kinderspielzeug nicht beiseitelegen? Wie bald wirst du bereit sein, heimzukommen? Vielleicht heute? Es gibt keine Sünde. Die Schöpfung ist unverändert. Möchtest du die Rückkehr in den Himmel immer noch aufhalten? Wie lange, o heiliger SOHN GOTTES, wie lange noch“?

    Um die Begriffsbestimmung weiterzuführen, die Begriffe und die Zeitangaben dazu in Klammern:

    Begriffsbestimmung Einleitung (ab 7:56:55)
    1. GEIST – REINER GEIST (8:00:16)
    2. DAS EGO – DAS WUNDER (8:03:58)
    3. VERGEBUNG – DAS ANTLITZ CHRISTI (8:10:10)
    4. WAHRE WAHRNEHMUNG – ERKENNTNIS
    5. JESUS - CHRISTUS
    6. DER HEILIGE GEIST (8:25:26)
    Epilog (8:29:43 – 8:33:44)

    Im Handbuch für Lehrer findet sich unter „29. Zu guter Letzt“ ein Hinweis auf die mögliche Reihenfolge beim SELBST-Studium des Kurses. Das Handbuch für Lehrer ist nicht dazu bestimmt, alle möglichen Fragen zu beantworten, die das Ego von Lehrer und Schüler aufwerfen mögen. Es geht auf 28 Punkte ein, die in der Entwicklung des Lernens in der einen oder anderen Form auftauchen werden, es sind im Prinzip die 28 Fragen, die wir dem „Dämon“ aus dem Experiment über den freien Willen stellen sollten, bevor wir uns auf das „Glücksspiel mit beschränkter Hoffnung“ einzulassen gedenken.

    Das Kinderspiel mit der Schuld, in dem die „Sünden“ als veränderliche Spielregeln aufgestellt wurden, ist von beschrankter Hoffnung und einseitiger Haftung: Da das Ego einen Teil unseres Geistes abbildet, sind wir es, die für die nutzlosen Schuldprojektionen „haften“. Wir haften mit dem Verlust unseres eigenen Geistesfriedens in den „Schlammschlachten des Egos“.

    „Obwohl es >>Handbuch für Lehrer<< heißt, sollte man sich daran erinnern, dass nur die Zeit Lehrer und Schüler trennt, sodass der Unterschied definitionsgemäß vorübergehend ist. In manchen Fällen mag es für den Schüler hilfreich sein, zuerst das Handbuch zu lesen. Andere tun vielleicht besser daran, als erstes mit dem Übungsbuch zu beginnen. Wieder andere brauchen vielleicht einen Einstieg auf der abstrakteren Ebene des Textbuchs.“ (3) (7:48:48)

    Sühne wurde als die Aufhebung des Glaubens an die Schuld und damit an die Sünde beschrieben. Der wesentliche Aspekt, die Essenz der Sühne darf daher hier nun nicht fehlen und findet sich ebenso in Hand- und Hörbuch:

    „Es liegt noch ein anderer Vorteil darin – und ein sehr wichtiger -, Entscheidungen (über das Glücksspiel mit dem Dämon) mit zunehmender Häufigkeit dem HEILIGEN GEIST zu überlassen. Vielleicht hast nicht an diesen Aspekt gedacht, aber wie zentral er ist, ist offensichtlich. Der Führung des Heiligen Geistes zu folgen heißt, dich von der Schuld lossprechen zu lassen. Das ist die Essenz der Sühne. Es ist der Kern des Lehrplans. Das eingebildete Usurpieren von Funktionen (hier der „Richtspruch des Egos über die Schöpfung“, Anm. M.), die nicht deine eigenen sind, ist die Basis der Angst. Die ganze Welt, die du siehst, spiegelt die Illusion wider, dass du das tatest und dadurch die Angst machtest. Die Funktion IHM zurückzugeben, DEM sie gehört, ist also das Entrinnen aus der Angst. Und ebendies ist es, was die Erinnerung an die Liebe zu dir zurückkehren lässt. Denk also nicht, dass der Führung des HEILIGEN GEISTES zu folgen nur wegen deiner eigenen (vorübergehenden, Anm. M) Unzulänglichkeiten nötig ist. Für dich ist es der Weg aus der Hölle“. (4)

    Es ist letztlich der Weg aus der Hölle aus der kognitiven Dissonanz, die unsere Fehlentscheidungen bewirken. Das scheinbare Paradox des freien Willens lässt sich jedoch auflösen.

    „Hier ist wieder das Paradox, auf das im Kurs oft hingewiesen wird. Zu sagen >>Von mir aus kann ich nichts tun<< heißt alle Macht gewinnen. Und dennoch ist es nur ein scheinbares Paradox. Wie GOTT dich schuf, HAST du alle Macht. Das Bild, das du von dir gemacht hast, hat keine. Der HEILIGE GEIST kennt die Wahrheit über dich. Das Bild, das du gemacht hast, nicht. Doch trotz seiner offensichtlichen und vollständigen Unwissenheit nimmt dieses Bild an, es wisse die Dinge, weil du ihm diesen Glauben gabst. Das ist dein Lehren und das Lehren der Welt, die dazu gemacht ward, um es aufrechtzuerhalten. Doch der LEHRER, DER die Wahrheit kennt, hat sie nicht vergessen. SEINE Entscheidungen kommen allen zugute, da sie gänzlich ohne Angriff sind. Und daher unfähig, Schuld hervorzurufen. […] Den HEILIGEN GEIST zu bitten, für dich zu entscheiden, heißt einfach, dein wahres Erbe zu akzeptieren“. (5)

    Unser wahres ERBE konnte uns niemals entrissen werden, wir beklagen den Verlust "der Perle", die uns entrissen worden sein soll, ohne sie dort gesucht zu haben, wo sie ist.

    Der Original-Text zur Begriffsbestimmung findet sich hier (3,4,5):
    https://www.youtube.com/watch?v=pUutb6rbVuU


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 420 – 425
    (2) Übungsbuch Seite 420
    (3) Handbuch für Lehrer Seite 70
    (4) Ebd.
    (5) Handbuch für Lehrer Seite 71

  18. #418

    AW: Ein Kurs in Wundern

    5. Was ist der Körper?

    Neben dem Konzept der Besonderheit baut das Ego auf den Körper als seinen Verbündeten. Der Körper bildet die Grenze, die Geistern in ihrer Kommunikation auferlegt wird. Der Grenzzaun, also die Zaunlatten, die wir aufstellen, „von Gott nicht gesehen zu werden“, sind gleichsam die Bretter vor unserem Kopf. Die vernagelte „Körper-Welt“, in welcher Einheit in der Trennung gesucht wird, indem sich Körper statt Geister verbinden.

    Wenn die bisherigen und relativen, also veränderlichen Religionssysteme in einem Punkt unverstanden blieben, dann in ihrem Umgang mit der Liebe. Es ist natürlich, dass verbundene Geister sich auch körperlich verbinden; es ist jedoch unnatürlich, Körper zu benutzen, um Geist an sich zu binden. Es ist jedoch unmöglich, in der Vereinigung von Körpern die Verschmelzung von getrennten Geistern zu finden. Ebenso wie das individuelle Bewusstsein einen Empfangsmechanismus darstellt, kann sich auch „ein gemeinsamer Empfang“ einstellen, das Aufgehen der Erkenntnis, wozu der Heilige Geist das nutzt, was gemacht ward, den Geist zu trennen. Wir haben „die Latten nicht richtig am Zaun“, weil die Bretter vor unserem Kopf jene sind, die die Körper-Welt für uns bedeuten – die scheinbare Trennung des Bewusstseins von Gott (durch ein paar Zaunlatten!). Doch wie wäre ein Bewusstsein von seiner eigenen Heiligkeit abzutrennen und welcher Grenzzaun ist schon für immer gänzlich hermetisch dicht?

    Die hermetische Abschottung „unseres“ Bewusstseinsabschnittes in Gottes Geist, der das LEBEN ist, macht die Illusion, das Leben an den Körper „gebunden“ zu sehen, scheinbar wirklich. Doch diese Abschottung geben wir gewöhnlich auch in der Vereinigung in Körpern nicht auf, kann zuweilen aber trotzdem darin gefunden werden. Für unser Ego ist die Liebe verrückt, da sie alle Latten vom Zaun fegt und die Bretter entfernt, die eine Grenze zwischen Geist und Geist zu bilden schienen. Noch verrückter ist für das Ego die Anmutung, zwei Geister könnten ihre Heiligkeit auch körperlich auszudrücken suchen. Aber wie dicht muss ein Zaun sein, der natürliche Heiligkeit aussperren soll?

    Klar könnte uns werden, dass wir alle „einige Latten schräg am Zaun“ haben, die immer aus „relativen Besonderheiten“ bestehen. In diesem Abschnitt wird auch klar, wie sich das Ego unserer Schöpfungskraft, die wir mit GOTT teilen, bemächtigt hat und uns damit beweisen will, wie Besonderheit und ein schöner Rahmen ausreichen, den Tausch von ALLEM gegen das vergängliche Nichts zu rechtfertigen. Der „Hauptbeweis“ ist jedoch das „Verwelken“ von Körpern, denen ihre Lebenskraft im Angriff entzogen wurde. Der Hauptbeweis für die Nicht-Existenz Gottes im Denksystem des Egos ist immer der Tod. Das Alter, das Leiden und die Krankheit, die immer zum Tode des Körpers führen, sind nicht von „Gott gegeben“, sondern resultieren aus dem Streben nach Besonderheit innerhalb von Heiligkeit. Wir können uns gänzlich unbestritten, zuweilen sehr gut in andere „hineinversetzen“. Können sich zwei oder mehr Geister in ihren Seelengefäßen wieder in Gott „hineinversetzen“, fällt die „Beweisführung“ des Egos jedoch wie ein Kartenhaus zusammen. Natürlich kann sich dies auch in Körpern ausdrücken, doch es wird immer in zuvor scheinbar getrennten Geistern erlebt und wahrgenommen. Im Kurs wird vom „Zaun“ gesprochen. Der Streit, den wir „vom Zaune brechen“ hat auch hier seine tiefere Bewandtnis:

    5. „Was ist der Körper?

    1. „Der Körper ist ein Zaun, den der SOHN GOTTES sich einbildet, gebaut zu haben, um Teile seines SELBST von anderen Teilen abzutrennen. Innerhalb dieser Umzäunung glaubt es nun zu leben, um zu sterben, wenn der Zaun vermodert und zerfällt. Denn innerhalb des Zaunes, denkt er, sei er vor der Liebe sicher. Indem er sich mit seiner Sicherheit identifiziert, betrachtet er sich selbst als das, was seine Sicherheit ist. Wie könnte er sonst sicher sein, dass er innerhalb des Körpers bleibt und die Liebe draußen lässt?

    2. Der Körper wird nicht bleiben. Doch dies sieht er als doppelte Sicherheit. Denn die Vergänglichkeit des GOTTESSOHNES ist >>Beweis<< dafür, dass seine Zäune wirksam sind und die Aufgabe tun, die ihnen von seinem Geist zugewiesen ist. Denn wenn sein Einssein dennoch unberührt bliebe, wer könnte dann angreifen und wer angegriffen werden? Wer könnte Sieger sein? Wer könnte eine Beute sein? Wer könnte Opfer sein? Und wer der Mörder? Und wenn er nicht sterben würde, welchen >>Beweis<< gäbe es dann, dass GOTTES ewiger SOHN zerstörbar ist?

    3. Der Körper ist ein Traum. Wie andere Träume auch scheint er manchmal das Glück darzustellen, doch kann er ganz plötzlich in Angst umschlagen, wo jeder Traum geboren wird. Denn nur die Liebe erschafft in Wahrheit, und Wahrheit kann nie fürchten. Gemacht, um Angst erregend zu sein, muss der Körper dem Zweck dienen, der ihm gegeben ist. Doch können wir den Zweck verändern, dem der Körper gehorchen wird, indem wir das verändern, wozu wir denken, dass er da ist.

    4. Der Körper ist das Mittel, durch welches GOTTES SOHN zur geistigen Gesundheit zurückkehrt. Obwohl er gemacht wurde, um ihn ohne Entrinnen in der Hölle einzuzäunen, so wurde doch das Ziel des HIMMELS gegen das Streben nach der Hölle eingetauscht. Und GOTTES SOHN streckt seine Hand aus, um seinen Bruder zu erreichen und ihm zu helfen, den Weg mit ihm entlangzugehen. Nun ist der Körper heilig. Nun dient er dazu, den Geist zu heilen, den zu töten er gemacht ward.

    5. Du wirst dich mit dem identifizieren, von dem du denkst, dass es dich sicher machen wird. Was es auch immer sein mag, du wirst glauben, dass es mit dir eins ist. Deine Sicherheit liegt in der Wahrheit. Nicht im Lügen. Die Liebe ist deine Sicherheit. Die Angst existiert nicht. Identifiziere dich mit der Liebe, und du bist sicher. Identifiziere dich mit der Liebe, und du bist zu Hause. Identifiziere dich mit der Liebe, und finde dein SELBST“. (1)

    Dazu gehören wieder 10 Leitgedanken, deren Umfang in Worten gering ist, was jedoch den Umfang des Horizontes dieser Gedanken - ohne Bretter vor dem Kopf - nicht schmälern soll und kann. So passen nun immer zwei Leitgedanken auf eine Buchseite, was bis zum Ende der Lektionen und des Übungsbuches so bleibt. Mir bleibt nur, dem wirklich Interessierten das Buch selbst ans Herz zu legen, da das Studium des Buches jedem Selbst selbst überlassen bleibt. Daneben ist das Buch selbst ein Mittel, den „Empfangsmechanismus-Bewusstsein“ richtig einzustellen. Die Kraft, die Zeit und den Willen, die wir dazu aufbringen, den Kurs zu erlernen, sollten nicht von außen stammen, sondern von uns selbst. Es ist eine innere Absicht, das SELBST in uns selbst durch unser SELBST zu finden. Nicht in der Außenwelt, in uns ist die Perle, die sich danach sehnte, erkannt zu werden. Das Schöne an dieser Perle ist, dass sie uns niemals entrissen werden kann und niemandem jemals die Sicherheit fehlte. Diese Perle bleibt unscheinbar, wenn wir im Angriff die beste Verteidigung sehen. Sie ist dann nicht weg, doch das Ego hat die Perle wieder fest in eine Muschel eingeschlossen und mit dem Schutt einer langen Geschichte bedeckt. Einer Geschichte, in der Sicherheit durch das Ausleben von Hass zu erreichen gesucht wurde.
    Zehn weitere kleine Perlen auf einer langen Schnur:

    261. „GOTT ist meine Zuflucht und meine Sicherheit.
    262. Lass mich heute keine Unterschiede wahrnehmen.
    263. Meine heilige Schau sieht alle Dinge als rein.
    264. Ich bin umgeben von der LIEBE GOTTES.
    265. Der Schöpfung Sanftmut ist alles, was ich sehe.
    266. Mein heiliges SELBST wohnt in dir, GOTTES SOHN.
    267. Mein Herz schlägt in dem Frieden GOTTES.
    268. Lass alle Dinge genau so sein, wie sie sind.
    269. Meine Sicht geht aus, um das Antlitz Christi zu erschauen.
    270. Ich will des Körpers Augen heute nicht verwenden.“ (2)

    (Kap.25:I) „Das Heilmittel“ („Die Gerechtigkeit GOTTES“ in der [späteren] Greuthof-Version):
    https://www.youtube.com/watch?v=kUBp...H0l1sbdktCzPxZ

    „Das Bindeglied zur Wahrheit“ kann in folgendem Satz gefunden werden:

    „Was dasselbe ist, kann nicht verschieden sein, und das, was eins ist, kann nicht getrennte Teile haben“. (3) und im Hörbuch bei 11:00.

    Wie könnte dann der Wille GOTTES getrennte Teile haben? Was über den Willen GOTTES zu sagen gewesen wäre, findet sich im Hörbuch ab 9.07…

    Der Vollständigkeit halber die Wiederholung weiterer möglicher Quellen:
    Das Handbuch für Lehrer als Hörbuch wäre bis Kapitel 5 hier zu finden:
    https://www.youtube.com/watch?v=-WCbqH-1NTo
    Die „Einleitung zum Arbeitsbuch“ und die Lektionen 1 – 15 wären hier zu finden:
    https://www.youtube.com/watch?v=p4uK3YKcwDM

    Hier soll ja nur Interesse geweckt werden, sich den Gedanken des Kurses zu öffnen. Möge der Mensch sich einmal ganz dem diametralen Gegensatz widmen und in seinen Körper hineinhorchen, wenn - im Ego-Denkmodus – die Gedanken spiegelbildlich für wahr gehalten werden:

    Anti-261. Abwehr ist meine körperliche Zuflucht und Angriff meine Sicherheit.
    Anti-262. Lass mich heute besondere körperliche Unterschiede wahrnehmen.
    Anti-263. Meine körperliche Schau sieht alle Dinge als unrein.
    Anti-264. Ich bin umgeben von dem Hass des Terrors.
    Anti-265. Der Natur Grausamkeit ist alles, was ich sehe.
    Anti-266. Mein heiliges SELBST wohnt in dir, BESONDERHEIT.
    Anti-267. Mein Herz schlägt in dem Unfrieden des Egos.
    Anti-268. Lass alle Dinge genau anders sein, wie sie sind.
    Anti-269. Meine Sicht geht aus, um das Antlitz von Körpern zu erschauen.
    Anti-270. Ich will des Körpers Augen heute verwenden (um begehrenswerte Körper zu begaffen, die jedoch bald verwelken und dann ausgetauscht werden müssen.

    Wie wir den Geist in unserer Seele damit angreifen, verstehen wir nicht, solange die Grenzzäune im Kopf und die Bretter an unserer vernagelten Stirn uns davon abhalten sollen, den Schmerz in den Opfern dieser Gedanken zu fühlen. Wenn wir nicht bemerken, wie allein unsere unausgesprochenen Gedanken das Bewusstsein unserer Mitmenschen beeinflussen, können wir nicht davon sprechen, uns offen mit unserer Mitwelt zu beschäftigen.

    Nee, da denke ich lieber die Gedanken, die ich mit GOTT teile. Sie fühlen sich einfach wesentlich besser an. Denke nun zweimal am Tag alle Übungsgedanken und dazwischen den jeweiligen „Tagesgedanken“. Was mir nur meine Dankbarkeit einbringt, ich weiß es wohl. Äußere Anerkennung würde niemals in meinem Geist wirksam sein. Warum also nach ‚Besonderheit“ von Körpern streben?

    „Der CHRISTUS in dir wohnt nicht in einem Körper. Dennoch ist ER in dir. Und deshalb muss es so sein, dass du nicht in einem Körper bist.“ (4)

    Ja, ich liebe diese Logik, die der Kurs anbietet, weil sie für mich einfach logisch ist. Schlicht, einfach genial und doch genial einfach; und daher verständlich, nachvollziehbar, schlüssig und aufschlussreich....

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 426 – 431
    (2) Übungsbuch Seite 426
    (3) Textbuch Seite 522
    (4) Textbuch Seite 520
    Geändert von Michael (05.09.17 um 14:45 Uhr)

  19. #419

    AW: Ein Kurs in Wundern

    5. „Was ist der Christus?

    1. CHRISTUS ist GOTTES SOHN, wie ER IHN schuf. ER ist das SELBST, welches wir miteinander teilen und das uns miteinander eint und auch mit GOTT. ER ist der GEDANKE, der nach wie vor im GEIST wohnt, der SEINE QUELLE ist. ER hat SEIN heiliges Zuhause nicht verlassen, noch hat ER die Unschuld verloren, in welcher ER erschaffen wurde. ER weilt unverändert und für immer im GEIST GOTTES.

    2. CHRISTUS ist das Bindeglied, das dich eins mit GOTT erhält und dafür bürgt, dass die Trennung nicht mehr als eine Illusion der Verzweiflung ist, denn Hoffnung wird für immer in IHM weilen. Dein Geist ist Teil des SEINEN und der SEINE Teil des deinen. ER ist der Teil, in dem die ANTWORT GOTTES liegt, wo sämtliche Entscheidungen bereits getroffen und Träume vorbei sind. ER bleibt von allem unberührt, was die Augen des Körpers wahrnehmen. Denn obwohl SEIN VATER die Mittel für deine Erlösung in IHN gelegt hat, bleibt ER dennoch das SELBST, DAS, wie SEIN VATER, keine Sünde kennt.

    3. Als Heim des HEILIGEN GEISTES und in GOTT allein zu Hause, bleibt CHRISTUS in Frieden im Himmel deines heiligen Geistes. Das ist der einzige Teil deines Geistes, der in Wahrheit Wirklichkeit besitzt. Der Rest sind Träume Doch werden diese Träume CHRISTUS übergeben werden, um vor SEINER Herrlichkeit zu verblassen und dir endlich dein heiliges SELBST, den CHRISTUS, zu offenbaren.

    4. Der HEILIGE GEIST reicht aus dem CHRISTUS in dir in alle deine Träume und heißt sie, zu IHM zu kommen, um in Wahrheit übersetzt zu werden. ER wird sie gegen jenen letzten Traum austauschen, den GOTT als Ende der Träume bestimmt hat. Denn wenn Vergebung auf der Welt ruht und Frieden zu jedem GOTTESSOHN gekommen ist, was könnte es noch geben, um die Dinge getrennt zu halten, denn was bleibt dann zu sehen außer CHRISTI Antlitz?

    5. Und wie lange wird dieses heilige Antlitz gesehen werden, wenn es nur das Symbol dafür ist, das die Zeit des Lernens nun vorbei und das Ziel der SÜHNE zu guter Letzt erreicht ist? Do lass uns denn das Antlitz CHRISTI suchen und auf nichts anderes schauen. Wenn wir SEINE Herrlichkeit erblicken, werden wir wissen, dass wir weder des Lernens noch der Wahrnehmung, noch der Zeit bedürfen, noch irgendetwas außer des heiligen SELBST, des CHRISTUS, DEN GOTT als SEINEN SOHN erschaffen hat“. (1)

    Die zehn Lektionen zu diesem Grundthema lauten wie folgt:


    271. „CHRISTI ist die Schau, die ich heute verwenden will.
    272. Wie können Illusionen GOTTES SOHN befriedigen?
    273. Die Stille von GOTTES Frieden ist mein.
    274. Heute gehört der Liebe. Lass mich ohne Furcht sein.
    275. GOTTES heilende Stimme schützt heute alle Dinge.
    276. Das WORT GOTTES ist mir gegeben, auf dass ich es spreche.
    277. Lass mich DEINEN SOHN nicht durch Gesetze binden, die ich gemacht habe.
    278. Wenn ich gebunden bin, dann ist mein VATER auch nicht frei.
    279. Die Freiheit der Schöpfung verspricht mir meine eigene.
    280. Welche Grenzen kann ich dem SOHN GOTTES auferlegen?“

    Weiter oben wurden die Namen Jesus und CHRISTUS in ihrer Reihenfolge und Bedeutung angesprochen, ob JESUS einen besonderen Platz bei der Heilung einnimmt, wird als 23. Frage im Handbuch angesprochen:

    „In der Bibel steht: >>Bitte in NAMEN JESU CHRISTI<<. Ist das nur ein Appell an die Magie? Ein Name heilt nicht, noch ruft eine Beschwörung irgendeine besondere Macht hervor. Was bedeutet es, Jesus CHRISTUS anzurufen? Was verleiht das Anrufen eines Namens? Warum ist ihn anzurufen, Teil der Heilung?“ (3)

    Die Welt mit den Augen CHRISTI zu sehen, ist heilsam. Alle Worte und alle Namen sind nur Symbole für eine Liebe, die nicht von dieser Welt ist. Der Name Jesu CHRISTI ist ein Symbol, das sicher verwendet werden kann und wird im Antlitz Christi zum leuchtenden Symbol für das WORT GOTTES.


    Um die Intention des Kurses noch einmal klar abzubilden und auf das Missverständnis der Konkurrenz zwischen Religionssystemen einzugehen, das folgende Zitat, um näher auf das Ziel des Lernens einzugehen:

    „Dieser Kurs ist von ihm gekommen, weil seine Worte dich in einer Sprache erreichen, die du lieben und verstehen kannst. Sind andere Lehrer möglich, um denjenigen voranzugehen, die andere Sprachen sprechen und andere Symbole anrufen? Ganz gewiss gibt es sie. Würde GOTT irgendjemanden in schweren Zeiten alleine lassen ohne eine sehr gegenwärtige Hilfe, einen Erlöser, der IHN symbolisieren kann? Doch brauchen wir einen vielfältigen Lehrplan nicht der inhaltlichen Unterschiede wegen, sondern weil die Symbole wechseln und sich ändern müssen, um dem jeweiligen Bedürfnis zu entsprechen. Jesus ist gekommen, um dem deinen zu entsprechen. In ihm findest du die Antwort GOTTES. Lehre du also mit ihm, denn er ist bei dir – er ist immer hier“. (4)

    (Kap.25:III) „Der Erlöser aus der Dunkelheit“
    https://www.youtube.com/watch?v=F9Te...CzPxZ&index=82

    Ab 1:54 wird darin die Frage gestellt, die sich jedes Selbst sich selbst stellen muss:

    „Ist es nicht seltsam, dass du immer noch die Hoffnung hegst, Befriedigung aus der Welt zu ziehen, die du siehst? Wie lange brauchst du, um zu merken, dass die Chance einer Änderung in dieser Hinsicht es kaum wert sein kann, eine Veränderung aufzuschieben, aus der ein besseres Ergebnis entstehen könnte? (6)

    Allerdings besitzt das Ego die allgemeine Tendenz, diesen Gedanken „umzudeuten“ und für uns unzugänglich zu machen. An dieser Stelle wird es all das Leid aus dem Ärmel zaubern, das wir jemals erlebt haben und als scheinbaren „Gegenbeweis“ auffahren. Mit diesen Gegenbeweisen soll die Veränderung an eine „Wenn-Dann-Sonst-Verknüpfung“ gebunden werden, die unseren Willen zum Willen GOTTES umzuformen sucht. Erst „wenn“ dieses so oder so ist, „dann“ könnte ich es „vergeben und vergessen“ und SONST, lieber GOTT, bin ich lieber weiterhin zornig, greife alles an, was sich noch bewegt und spiele weiterhin, das EGO zu sein. Doch erkannt werden kann bisher nur, dass vom Ego zwar gesucht, aber nicht gefunden wurde. An dieser Stelle ist nicht auf die Formen zu schauen, die das Ego - zumindest mir - präsentiert hat, sondern auf den Inhalt des Bildes, dessen Rahmen (die Ego-Körper-Illusion) den Blick auf das Wesentliche verschleiern soll. Um das „Bild“ noch einmal aufzunehmen, wie es das Hörbuch heute vermittelt, etwas über die kollektive Vergangenheit des Egos in jedem von uns, die wir die Wahrheit bisher erfolgreich vergessen haben WOLLEN müssen:

    Außer Jesus, der durch das Erkennen der Wahrheit zur Wahrheit zurückkehrte, den Tod des Körpers überwand, indem ER das Leben annahm und sich als „dasselbe wie CHRISTUS“ erkannte, erwarb sich Jesus den NACHNAMEN CHRISTUS. Daher JESUS CHRISTUS, der SOHN GOTTES, unser aller älterer Bruder. Doch es wird nirgendwo gesagt, es sei unser einziger älterer Bruder und diesen „Ausschließlichkeitsanspruch“ fand ich im Kurs NICHT. Daher lerne ich ihn. Er umschließt alles, was ist, mit der gleichen und gerechten Liebe des Vaters für alle seine Kinder und Enkel. Der Rahmen, den Gott der Schöpfung gab, ist die LIEBE zu jedem Punkt des wahren Bildes, das sein Inhalt ist und das ER kennt, wie es ist. Welchen Rahmen bietet uns jedoch das Ego an?

    „Seine Vergangenheit ist fehlgeschlagen. Sei froh, dass sie in deinem Geist vergangen ist, um das, was dort ist, zu verdunkeln. Nimm die Form nicht für den Inhalt, denn die Form ist nur ein Mittel für den Inhalt. Und der Rahmen ist lediglich ein Mittel, um das Bild hochzuhalten, damit es gesehen werden kann. Ein Rahmen, der das Bild verdeckt, hat keinen Zweck. Er kann kein Rahmen sein, wenn er das ist, was du siehst. Ohne das Bild ist der Rahmen seiner Bedeutung ledig. Sein Zweck ist es, das Bild hervorzuheben, nicht sich selbst.

    Wer hängt denn einen leeren Rahmen an die Wand und steht in tiefer Ehrerbietung vor ihm, als wäre dort ein Meisterwerk zu sehen? Doch wenn du deinen Bruder als einen Körper siehst, tust du nichts anderes. Das Meisterwerk, das GOTT in diesen Rahmen fasste, ist das Einzige, was es zu sehen gibt. Der Körper hält es eine Zeit lang, ohne es in irgendeiner Weise zu verschleiern. Doch das, was GOTT erschaffen hat, braucht keinen Rahmen, denn was ER schuf, das stützt und rahmt ER in SICH SELBST. ER bietet dir den Anblick SEINES Meisterwerkes an. Möchtest du lieber an dessen Statt den Rahmen sehen? Und das Bild gar nicht sehen?


    Der HEILIGE GEIST ist der Rahmen, den GOTT um jenen Teil von IHM getan hat, den du als separat siehst. Doch dessen Rahmen ist mit seinem Schöpfer verbunden, eins mit IHM und SEINEM Meisterwerk“. (6)

    Was könnte das Antlitz CHRISTI anderes sein, als das Bild, das unser Vater von SEINEM SOHN hat. Das Ego sagt, da ist kein Bild, das sich zu sehen lohnen könnte und schmückt lieber den Rahmen so ausladend, dass eine Einladung an Jesus Christus und die Wahrheit damit nicht verbunden ist. Sich das Antlitz Christi vor seinem inneren Auge vorzustellen, erhellt und erhält unser Angesicht, wie auch das sorgenfreie Gesicht und die klare Sicht. Dann kann der Name mit einem symbolhaften Bild verknüpft werden, das Mittel für den Inhalt ist.

    Das weitere Hörbuch kann ich nur ans Herz legen.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Übungsbuch Seite 432

    (2) Übungsbuch Seiten 433 - 437

    (3) Handbuch für Lehrer Seite 58

    (4) Handbuch für Lehrer Seite 59

    (5) Textbuch Seite 522

    (6) Textbuch Seite 523


  20. #420

    AW: Ein Kurs in Wundern

    7. Was ist der Heilige Geist?

    Wenn wir die nächsten 10 Gedanken als „wahr“ wahrnehmen könnten, wäre die Bedeutung des Heiligen Geistes „verstanden“. Aber ich bin weit davon entfernt, zu sagen, ich „wüsste“, was der HEILIGE GEIST wirklich ist. Verstehen „lernen“ zu wollen schließt das bisherige Erkennen definitiv aus.

    Kann ich wirklich konstant von mir sagen, die folgenden Gedanken für wahr zu halten?

    281: „Ich kann durch nichts verletzt werden als durch meine Gedanken?
    282: Ich will mich vor der Liebe heute nicht fürchten.
    283. Meine wahre IDENTITÄT weilt in DIR.
    284. Ich kann beschließen, alle verletzenden Gedanken zu verändern.
    285. Meine Heiligkeit leuchtet heute hell und klar.
    286. Mein Herz wird von des Himmels Stille heut umfangen.
    287. DU bist mein Ziel, mein VATER, du allein.
    288. Lass mich heute meines Bruders Vergangenheit vergessen.
    289. Die Vergangenheit ist vorbei. Sie kann mich nicht berühren.
    290. Mein gegenwärtiges Glück ist alles, was ich sehe“. (1)

    Wenn nicht, denke ich in diesem Moment nicht mit dem HEILIGEN GEIST. Würde ich es, müsste ich den abstrakten Kern der Wahrheit darin schließlich erkennen. In einem bisherigen Nichterkennen jedoch die Unmöglichkeit des Erkennens sehen zu WOLLEN, ist, was uns das Ego-Denksystem anhand all der Schuld und Sünden aus der Vergangenheit einzutrichtern sucht. Doch nach dem Grundgesetz der Wahrnehmung sehen wir, was wir im Sinn hatten…

    (Kap.25:IV) „Das grundlegende Gesetz der Wahrnehmung“
    https://www.youtube.com/watch?v=FZ-v...CzPxZ&index=83

    Endlich beim „Grundgesetz der Wahrnehmung“ angekommen, einem Kapitel, das in der Greuthof-Version später in „Wahrnehmung und die Wahl“ umbenannt wurde. Wie im Hörbuch gesagt wird, beruht Wahrnehmung auf Wählen, Erkennen jedoch nicht. Die Erkenntnis, diese Wahrnehmung gewählt haben zu müssen, lässt eine zweite Wahl möglich erschienen; die Wahl, mit den Augen CHRISTI auf die Welt zu schauen, mit den Augen von Jesus, der ein Mensch war und durch die Identifizierung mit dem CHRISTUS zum SOHN wurde. Was tut der Vater, wenn sein Sohn sich nicht als sein Sohn erkennt?

    „Es gibt einen anderen MACHER dieser Welt, den gleichzeitigen BERICHTIGER des verrückten Glaubens, dass irgendetwas begründet und aufrechterhalten werden könnte ohne irgendein Bindeglied, dass es noch innerhalb der Gesetze GOTTES hielte, nicht so, wie es das Gesetz selbst des Universums, wie es GOTT erschuf, aufrechterhält, sondern in einer Form, die dem Bedürfnis angepasst ist, das GOTTES SOHN zu haben glaubt. Ein Irrtum, der berichtigt ist, ist des Irrtums Ende. Und so hat GOTT noch immer SEINEN SOHN geschützt, sogar im Irrtum“. (2) (und ab 3:30 im Hörbuch)

    Was über den Heiligen Geist in der Begriffsbestimmung gesagt wird, (siehe Inhalt der B. weiter oben als Hörbuch) kann nun durch das ergänzt werden, was im Übungsbuch als Hauptthema zu den Lektionen 281 bis 290 steht. Mir wurde klar, erst einmal das vorzustellen, worauf das Ergebnis des „Glücksspiels mit dem Dämon“ oder die Wahl, sich der Wahrnehmung des Heiligen Geistes als Übersetzer, Berichtiger, Heiler und Vermittler anzuschließen, indem Sinn und Zweck des Inhaltes geteilt und mitgeteilt werden. Daher:

    1. „Der HEILIGE GEIST vermittelt zwischen Illusionen und der Wahrheit. Da ER den Graben zwischen Wirklichkeit und Träumen überbrücken muss, führt Wahrnehmung zur Erkenntnis durch die Gnade, die GOTT IHM gab, auf dass sie SEINE Gabe sei für einen jeden, der sich um Wahrheit an IHN wendet. Über die Brücke, die ER bereitstellt, werden alle Träume zur Wahrheit getragen, um vor dem Lichte der Erkenntnis aufgelöst zu werden. Dort werden Anblicke und Geräusche für immer weggelegt. Und wo sie zuvor wahrgenommen wurden, hat die Vergebung das stille Ende der Wahrnehmungen möglich gemacht.

    2. Das Ziel, das des HEILIGEN GEISTES Lehre setzt, ist ebendieses Ende der Träume. Denn Anblicke und Geräusche müssen von den Zeugnissen der Angst in diejenigen der Liebe übersetzt werden. Wenn dieses ganz und gar vollbracht ist, dann hat das Lernen das einzige Ziel erreicht, das es in Wahrheit hat. Denn Lernen wird – so wie der HEILIGE GEIST es zu dem Ergebnis führt, das ER dafür wahrnimmt – zu jenem Mittel, das über sich selbst hinausgeht, um von der ewigen Wahrheit ersetzt zu werden.

    3. Wenn du nur wüsstest, wie sehr deine VATER sich danach sehnt, dass du deine Sündenlosigkeit wahrnehmen mögest, würdest du SEINE STIMME nicht vergeblich rufen lassen noch dich abwenden von SEINEM Ersatz für die Furcht erregenden Bilder und Träume, die du gemacht hast. Der HEILIGE GEIST versteht die Mittel, die du gemacht hast und durch die du das erreichen möchtest, was ewig unerreichbar ist. Wenn du sie IHM anbietest, wird ER die Mittel, die du für die Verbannung machtest, dazu verwenden, deinen Geist dem zurückzuerstatten, wo er wahrhaft zu Hause ist.

    4. Von der Erkenntnis, wohin ER von GOTT gestellt ward, ruft der HEILIGE GEIST dir zu, Vergebung über deinen Träumen ruhen und dich der geistigen Gesundheit und dem Geistesfrieden zurückerstatten zu lassen. Ohne Vergebung werden deine Träume bleiben, um dich in Angst und Schrecken zu versetzen. Und die Erinnerung an all die LIEBE deines VATERS wird nicht zurückkehren, um dir zu bekunden, dass der Träume Ende gekommen ist.

    5. Nimm die Gabe deines VATERS an. Sie ist ein Ruf von der LIEBE zur LIEBE, dass sie nur SIE SELBST sei. Der HEILIGE GEIST ist SEINE Gabe, durch die des HIMMELS Stille dem geliebten SOHN GOTTES zurückerstattet wird. Möchtest du dich denn weigern, die Funktion, GOTT zu vervollständigen, zu übernehmen, wenn alles, was ER will, ist, dass du vollständig seist“? (3)

    So verweise ich noch einmal auf das, was in der Begriffsbestimmung des Handbuches und dem oben angegebenen Hörbuch gesagt wird:

    „Der HEILIGE GEIST wird als die verbleibende Kommunikationsverbindung zwischen GOTT und SEINEN getrennten SÖHNEN beschrieben. […] Der HEILIGE GEIST weilt in jenem Teil deines Geistes, der Teil des CHRISTUS-GEISTES ist. ER stellt dein SELBST und deinen SCHÖPFER dar, die eins sind. ER spricht für GOTT und für dich, da ER verbunden ist mit BEIDEN. (4)

    „Trefft also eure Wahl“, so heißt es im Hörbuch. In der Greuthof-Version wird es so gesagt:

    „Triff also deine Wahl. Begreife aber, dass mit dieser Wahl der Zweck der Welt, die du siehst, gewählt und gerechtfertigt wird“. (5)

    Noch einmal das „Grundgesetz der Wahrnehmung“:

    „Du siehst das, wovon du glaubst, es sei da und du glaubst, es sei da, weil du es so haben willst“. (6)

    Ob wir den „Dämon“ aus dem Ordner über den freien Willen daher „sehen“, weil wir ihn zu sehen gewählt haben? Ich meine, wir könnten ja nix „sehen“, von dem wir nicht annehmen, es sei da und es sei wirklich. Aber ist der Dämon wirklich? Gibt es Lektionen, von denen GOTT möchte, dass wir sie nicht lernen? Das wäre nur denkbar, wenn wir GOTT mit einem Dämon verwechseln…

    Ansonsten gibt es Erfahrungen, die ich offensichtlich gewählt haben muss, auch wenn ich manche davon noch nicht wirklich mag. Aber ich mag es, die Wahl zu haben, auf welche Stimme in mir ich mein Bewusstsein ausrichte. Das ist ein neuroplastischer Prozess, der über ein Jahr und länger benötigen kann und der konstante Wachsamkeit darüber verlangt, die Macht der Entscheidung wahrzunehmen, die uns in diesen Gedanken angeboten wird. Da sich dies immer noch auf den Ordner über den freien Willen bezieht, heute einmal zwei Beiträge der Vorausschau auf das Ende aller Träume…

    Bis der freie Wille gänzlich im Sinne des Kurses klargesprochen wurde, stehen noch einige Buchseiten aus (noch genau 144). Daher ist alles, was bis hierhin gesagt wurde, als vorläufiger und veränderlicher "Unwissensstand" zu betrachten, der nicht mit der Erkenntnis gleichzusetzen ist. Was kann unser Wille sein, wenn GOTTES WILLE für SEINE KINDER vollkommenes GLÜCK ohne Unterbrechung und Mangel darstellt? Warum sehen wir einen Dämon, wo im ganzen Universum einzig die Liebe GOTTES den Rahmen der Heiligkeit bildet, in den wir alle „eingewoben“ sind? Weil einzig GOTT WIRKLICHKEIT erschafft, das Ego MACHT ILLUSIONEN. Einzig der Übersetzer der Träume in die Wirklichkeit kann die „Instanzen, Codes und Ebenen“ des Irrtums „geraderücken“. Bis ein Irrtum als Irrtum erkannt werden kann, erschien mir nämlich jeder bisherige Irrtum recht plausibel. Ist dämlich, ich weiß. Geht jedoch jedem mit jedem Irrtum so, daher nur ein Fehler, keine Sünde.


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 439 - 443
    (2) Textbuch Seite 526
    (3) Übungsbuch Seiten 438
    (4) Handbuch für Lehrer Seite 86
    (5) Textbuch Seite 528
    (6) Textbuch Seite 525

  21. #421

    AW: Ein Kurs in Wundern

    8. Was ist die wirkliche Welt?

    1. „Die wirkliche Welt ist ein Symbol, wie alles Übrige, was die Wahrnehmung anbietet. Doch steht sie für das, wes dem entgegengesetzt ist, was du gemacht hast. Diese Welt wird durch die Augen der Angst gesehen und bringt deinem Geist die Zeugnisse des Schreckens. Die wirkliche Welt kann nicht wahrgenommen werden, außer mit Augen, die die Vergebung segnet, sodass sie eine Welt erblicken, wo Angst und Schrecken unmöglich sind und keine Zeugnisse der Angst gefunden werden können.

    2. Die Wirkliche Welt birgt ein Gegenstück für jeden unglücklichen Gedanken, der in deiner Welt gespiegelt wird, eine sichere Berichtigung für die Anblicke der Angst und das Schlachtgetöse, die deine Welt enthält. Die wirkliche Welt zeigt eine Welt, die anders gesehen wird, mit ruhigen Augen und mit einem Geist, der in Frieden ist. Dort ist nichts als Ruhe. Keine Schreie des Schmerzes und des Kummers sind zu hören, denn dort bleibt nichts außerhalb der Vergebung. Und die Anblicke sind sanft. Nur glückliche Anblicke und Geräusche können den Geist erreichen, der sich selbst vergeben hat.

    3. Wozu braucht solch ein Geist des Todes, des Angriffs und des Mordes? Was kann er anderes um sich herum wahrnehmen als Sicherheit, Liebe und Freude? Was gibt es da, wovon er wollte, dass es verurteilt sei, und was gibt es da, wogegen er ein Urteil fällen möchte? Die Welt, die er sieht, ersteht aus einem Geist, der mit sich selbst in Frieden ist. Keine Gefahr lauert in irgendetwas, was er sieht, denn er ist gütig, und nur auf das Gute schaut er.

    4. Die wirkliche Welt ist das Symbol dafür, dass der Traum von Sünde und von Schuld vorbei ist und dass GOTTES SOHN nicht länger schläft. Seine erwachenden Augen nehmen die deutliche Widerspiegelung von seines VATERS LIEBE wahr, das sichere Versprechen, dass er erlöst ist. Die wirkliche Welt bedeutet das Ende der Zeit, denn ihre Wahrnehmung macht die Zeit zwecklos.

    5. Der Heilige Geist braucht die Zeit nicht mehr, wenn sie SEINEM Zweck gedient hat. Jetzt wartet ER nur noch jenen einen Augenblick, da GOTT SEINEN letzten Schritt tut, dann ist die Zeit verschwunden und hat die Wahrnehmung im Gehen mitgenommen und nichts zurückgelassen als die Wahrheit, damit sie sie selbst sei. Jener Augenblick ist unser Ziel, denn er enthält die Erinnerung an GOTT. Und während wir auf eine Welt schauen, der vergeben ist, ist ER es, DER uns ruft und kommt, um uns heimzuholen, indem ER uns an unsere IDENTITÄT erinnert, die unsere Vergebung uns zurückerstattet hat“. (1)

    Die zehn Leitgedanken der Lektionen zum Thema „wirkliche Welt“ lauten als VORAUSBLICK wie folgt:

    291. „Dies ist ein Tag der Stille und des Friedens.
    292. Ein glücklicher Ausgang aller Dinge ist gewiss.
    293. Alle Angst ist vergangen, und nur die Liebe ist da.
    294. Mein Körper ist ein ganz und gar neutrales Ding.
    295. Der Heilige Geist schaut heute durch mich.
    296. Der Heilige Geist spricht heute durch mich.
    297. Vergebung ist die einzige Gabe, die ich gebe.
    298. Ich liebe DICH, VATER, und ich liebe DEINEN SOHN.
    299. Ewige Heiligkeit weilt in mir.
    300. Nur einen Augenblick lang dauert diese Welt“. (2)

    Um einen Vorausblick zu geben, was mit den Lektionen des Kurses auf den möglichen Lernenden zukommt, werden die weiteren 65 Leitgedanken und das dazugehörige Thema zunächst angerissen. Meine Erfahrung beim ersten Übungsdurchgang war, mich nicht ganz auf die Gedanken einlassen zu können, ohne zu wissen, worauf die Übungen hinauslaufen. Natürlich war es mein Ego, das diesen Einwand erhob und etwas „beurteilen“ wollte, was es noch nicht kennt. Wer den Kurs wirklich lernen will, kommt kaum umhin, sich das Buch selbst zu Gemüte zu führen.

    (Kap.25:V) „Die Einswerdung von Geistern“:
    https://www.youtube.com/watch?v=Yigf...H0l1sbdktCzPxZ

    Bei 1:53 wird noch einmal auf das „Grundgesetz der Wahrnehmung“ eingegangen, hier (in der daher wirklichen Welt) wird es jedoch mit Freude statt mit Angst verknüpft:

    „Du wirst dich freuen über das, was du siehst, weil du es siehst, um dich zu freuen“. (3)

    Schöpfung ist der Mehrung von Freude gewidmet und lässt die wirkliche Welt erstehen, die die Absicht besitzt, liebende Gerechtigkeit zu sein. Was in jedem von uns „schlummert“ wird in diesen drei Sätzen deutlicher:

    „Aus dir kann eine Welt erstehen, auf die zu schauen sie frohlocken werden und wo sie frohen Herzens sind. In dir ist eine Schau, die sich zu ihnen allen ausdehnt und sie mit Sanftmut und mit Licht bedeckt. Und in dieser sich ausweitenden Welt des Lichts wird die Dunkelheit weggeschoben, von der sie dachten, sie sei da, bis sie nur noch ferne Schatten ist, weit weg und nicht mehr lange in Erinnerung“. (4) (3:26)

    Wieder wird in der Gegenüberstellung beider Versionen der Übersetzungen deutlich, wie die Veränderung des Personalpronomens den Kontextbezug zu verändern scheint. Doch der Kurs geht von der Einheit des Geistes GOTTES aus, die Trennung in separate Bewusstseinseinheiten, die von Grenzen getrennt werden, beschreibt daher immer den Zustand unseres bis hierhin offensichtlich „gespaltenen Geist“. So könnte der geeinte Geist als die wirkliche Welt verstanden werden, die Freude durch das Teilen selbiger mehrt. Die „unwirkliche Welt“ wird aus diesem Irrtum gemacht:

    Du wirst dich nicht freuen über das, was du siehst, weil du es siehst, um dich NICHT zu freuen.

    Dass jedes Gesetz in beiden Ausformungen gilt, scheint jedoch nur in der „unwirklichen Welt“ wirklich zu sein. In der wirklichen Welt macht Angriff keinen Sinn, denn wer würde einen geeinten Geist angreifen wollen, als dessen Teil man sich begreift? Wenn Sünden als Irrtümer aufgefasst werden können, die nach Berichtigung statt nach Strafe rufen, kann liebende Gerechtigkeit sich ausbreiten.

    „Unsere“ bisherige „Strategie“, die Schuld - am Verlust der Kommunikation mit der Schöpfung als Ganzem – im Außen zu suchen, ist gescheitert. Was die individuelle Kommunikation mit dem geeinten Geist bereitstellt, kann vom Heiligen Geist dazu verwendet werden, jeden unglückseligen Gedanken (kollektiv) in sein Gegenstück umzuwandeln. Wir wollten uns doch bisher gar nicht darüber freuen, was wir „sehen“, damit wir die wirkliche Welt nicht vor uns erstehen sehen und uns weiter über die Sünden der Vergangenheit und die Schuld daran ärgern zu können. Die Absicht, die dieser Welt zugrunde liegt, war es nicht, die Freude des Himmels auszudehnen, sondern durch Strafe, Entzug und „gute Vorsätze“ (auf dem Weg zum SPÄTEREN Himmel) die Straße zur Hölle zu pflastern. Doch was „später“ ist, kann jetzt nicht sein!

    Auf dem Weg zur Hölle ist jeder unterwegs, der es nicht schafft, sich und seinem SELBST - also GOTT und der Welt - die Irrtümer zu vergeben, auf denen unser verwirrter Geist die Welt aufbaute, die wir zu sehen beabsichtigten. Ja, das war ein blöder Fehler. Doch dieser Fehler bietet gleichzeitig eine neue Wahl an:

    Wir könnten uns jetzt schon freuen, auf die Freude zu blicken, die damit verbunden sein wird, all die Irrtümer berichtigt zu sehen, die uns davon abhalten, die ewig in uns weilende Heiligkeit JETZT zu SEHEN. Was wir sehen werden, sehen wir diese Heiligkeit erst vollständig in jedem Gegenüber, ist etwas ganz anderes als das, was wir uns bisher im Ego-Denkmodus „vor Augen führten“…

    Die Wahrnehmung und die damit verbundene Wahl wird auch in Lektion 351 noch einmal verdeutlicht werden, die so lautet:

    351: „Mein sündenloser Bruder ist mein Führer zum Frieden.
    Mein sündiger Bruder ist mein Führer zum Schmerz.
    Und welchen ich zu sehen wähle, den werde ich erblicken“. (5)

    Dann haben wir gewählt, zum Schmerz geführt zu werden, indem wir verurteilten, was wir nicht als heilig ansahen. Daher sind Urteile und Liebe auch Gegenteile und die Welt, die wir sehen, entsteht aus dem Urteil, das wir schon gefällt haben, bevor wir offen auf das Licht in der Seele jeden Gegenübers schauen. Was dies bewirkt, verdeutlicht dann das nächste Hörbuch…

    Wir blicken auf eine Welt, die wir am Urteil festgebunden haben und die fest im Griff der Angst zu sein scheint, doch ist es unser anderslautendes Urteil, das die Schöpfung GOTTES verzerrt und fragmentiert. Unsere einzig dafür notwendige GABE ist VERGEBUNG. „Nur einen Augenblick lang dauert diese Welt“ (300) (des Irrtums bis zu seiner Aufhebung).

    Liebende Gerechtigkeit wäre es, die Ursachen der Irrtümer berichtigt zu sehen. Wie könnte eine Welt ohne „Fehlwahrnehmungen“ dann aussehen? Müsste nicht zwangsläufig eine Freude OHNE GEGENTEIL darin zu finden sein, WEIL sie darin gefunden werden möchte?

    Sehen wir diese Hölle als wirklich, weil wir eine Hölle sehen wollten, wo ansonsten eine „wirkliche Welt“ wäre? Das kann nicht unser Wille sein, doch muss es unser Wille gewesen sein. Denn die andere „Auslegung“ dessen, was wir „sehen“ macht das Ego: Es sagt, GOTT hätte „dies“ gewollt und verleugnet damit die Wahlmöglichkeit, die der Kurs aufzeigen möchte.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 444
    (2) Übungsbuch Seiten 445 - 449
    (3) Textbuch Seite 527
    (4) Textbuch Seite 528
    (5) Übungsbuch Seite 480

  22. #422

    AW: Ein Kurs in Wundern

    9. Was ist CHRISTI WIEDERKUNFT?

    1. „Die WIEDERKUNFT CHRISTI, die so sicher ist wie GOTT, ist nur die Berichtigung von Fehlern und die Wiederkehr der geistigen Gesundheit. Sie ist ein Teil des Zustands, der das zurückerstattet, was nie verloren war, und wiedereinsetzt, was immer und ewig wahr ist. Sie ist die Einladung an das WORT GOTTES, den Platz der Illusionen einzunehmen, und die Bereitwilligkeit, die Vergebung ausnahmslos und ohne Vorbehalte auf allen Dingen ruhen zu lassen.

    2. Es ist die alles umschließende Natur von CHRISTI Wiederkunft, die es ihr erlaubt, die Welt zu umfangen und dich sicher zu bergen in ihrer sanften Ankunft, die alle Lebewesen mit dir umfasst. Die Befreiung, die CHRISTI WIEDERKUNFT bringt, hat kein Ende, da GOTTES Schöpfung grenzenlos sein muss. Die Vergebung leuchtet CHRISTI WIEDERKUNFT den Weg, weil sie auf alles als eins leuchtet. Und so wird das Einssein endlich wiedererkannt.

    3. CHRISTI WIEDERKUNFT beendet die Lektionen, die der HEILIGE GEIST lehrt und macht dem JÜNGSTEN GERICHT Platz, in dem das Lernen in einer letzten Zusammenfassung endet, die sich über sich selbst hinaus ausdehnen wird und zu GOTT hinaufreicht. Die WIEDERKUNFT CHRISTI ist die Zeit, in der ein jeder Geist den Händen CHRISTI übergeben wird, um dem reinen Geist zurückgegeben zu werden, im Namen der wahren Schöpfung und des WILLENS GOTTES.

    4. CHRISTI WIEDERKUNFT ist das eine Ereignis innerhalb der Zeit, das die Zeit selbst nicht beeinflussen kann. Denn jeder, der je herkam, um zu sterben, oder noch kommen wird oder jetzt gegenwärtig ist, wird gleichermaßen befreit von dem, was er gemacht hat. In dieser Gleichheit wird CHRISTUS als eine einzige IDENTITÄT wiederhergestellt, in der die SÖHNE GOTTES anerkennen, dass sie alle eins sind. Und GOTT der VATER lächelt auf SEINEN SOHN, auf SEINE eine Schöpfung und SEINE einzige Freude.

    5. Bete darum, dass die WIEDERKUNFT bald sein möge, doch lass es darauf nicht beruhen. Sie bedarf deiner Augen und Ohren, Hände und Füße. Sie bedarf deiner Stimme. Am meisten aber bedarf sie deiner Bereitwilligkeit. Lass uns frohlocken, dass wir GOTTES WILLEN tun und uns in dessen heiligem Licht vereinen können. Siehe, der SOHN GOTTES ist eins, und wir können die LIEBE unseres VATERS durch IHN erreichen“. (1)

    301. "Und GOTT selbst wird alle Tränen abwischen.
    302. Wo Dunkelheit war, schaue ich auf das Licht.
    303. Heute ist der heilige CHRISTUS in mir geboren.
    304. Lass meine Welt nicht CHRISTI Sicht verschleiern.
    305. Es gibt einen Frieden, den CHRISTUS uns verleiht.
    306. Die Gabe CHRISTI ist alles, was ich heute suche.
    307. Widerstreitende Wünsche können nicht mein Wille sein.
    308. Dieser Augenblick ist die einzige Zeit, die es gibt.
    309. Ich will mich nicht fürchten, heute nach innen zu schauen.
    310. In Furchtlosigkeit und Liebe verbringe ich den heutigen Tag". (2)


    (Kap.25:VI) „Der Zustand der Sündenlosigkeit“:
    https://www.youtube.com/watch?v=TUql...H0l1sbdktCzPxZ

    „Der Zustand der Sündenlosigkeit ist einfach der: Das ganze Verlangen, anzugreifen, ist vorbei, und somit gibt es keinen Grund, den SOHN GOTTES anders wahrzunehmen, als er ist. Die Schuld wird nicht mehr gebraucht, weil sie keinen Zweck hat und ohne das Ziel der Sünde bedeutungslos ist. Angriff und Sünde sind als eine Illusion miteinander verknüpft, und jedes ist des anderen Ursache und Ziel und die Rechtfertigung des anderen. Ein jedes ist für sich bedeutungslos, scheint aber eine Bedeutung vom anderen zu beziehen“. (3)

    Angriff scheint bedeutungsvoll, weil wir uns „berechtigt“ gegen die Sünden der anderen verteidigen; Sünde muss vorgefallen sein, sonst gäbe es keine Ursache für Angriff. Angriff ohne Sünde ist ebenso bedeutungslos, wie Sünde zu sehen, ohne sie anzugreifen. Wenn Sünde wahr ist, muss Angriff gerechtfertigt sein; wenn Angriff wahr ist, dann ist „Sünde“ zur Verteidigung (unserer Sichtweise von Gerechtigkeit) gerechtfertigt. Wenn Sünde jedoch nicht wahr sein kann, weil der Geist in uns in ewiger Heiligkeit erstrahlt, welchen Sinn soll Angriff erfüllen und welchem Zweck wird dabei „gedient“? Wenn uns jedweder Angriff auf das Göttliche im Gegenüber insgesamt nicht mehr „plausibel“ erscheint, ist der Zustand der Sündenlosigkeit erreicht.

    Durch den Angriff auf das Göttliche im Gegenüber (der dem Ego bewusst ist) machen wir uns die gesamte geistige Welt zum Feind. Wir verleugnen die ewige Heiligkeit des SOHNES unseres VATERS und fällen damit auch ein Urteil über Gott, den unvollkommenen Vater eines „unwiderlegbar“ unvollkommenen und gar verkommenen Sohnes. Nachdem wir Gott verleugneten und verurteilten, bekam die Sünde „ihren Sinn“ und ihren „Zweck“. Denn der „verlorene Sohn“ hat sich nun einen „scheinbar übermächtigen Feind“ eingehandelt, zumindest ist dies nach dem Ego und seinem unlogischen Denksystem DANN so. Doch der unerkannte, erste Angriff auf das Göttliche im Gegenüber fand schon statt, als das Göttliche nicht mehr als das Göttliche erkannt und als solches anerkannt wurde. Für welche göttliche Seele wäre es kein „übelster Angriff“, als „verkommener und verlorener Sohn“ definiert und tituliert zu werden. Wir greifen die gesamte Schöpfung an und „betteln um Krieg“, wenn uns das im Außen nicht „bekannt“ vorkommt…

    Im Hörbuch wird gesagt, wir sollten Gott geben, was GOTTES ist. Einen Satz über die Entstehung des Todes möchte ich hierzu noch hervorheben:

    „Verurteilst du ihn, dann schenkt er dir den Tod“. (4)

    Schenken wir uns selbst den Tod, indem wir angreifen, was uns erlösen möchte? Nicht in dem Sinn, dass Christus sich rächen würde, sondern in dem Sinn, dass der „Kampf der wechselseitig verunglimpften Seelen“ uns der Lebensenergie beraubt, die uns sonst zum weiteren Leben geblieben wäre. Wir dürfen nicht vergessen, dass das Unbewusste und das Unterbewusste auf den „ersten Angriff“ anspringen und ihnen damit SCHEINBAR „die Perle der Göttlichkeit und Unschuld“ ungerechtfertigter Weise vom Ego entrissen wurde. Da wir den ersten Angriff des Egos nicht sehen wollen, ist es natürlich einfacher, die daraus resultierenden, kraftraubenden Zwei- und Mehrkämpfe ebenso konsequent auszublenden. Kann es wirklich sein, dass wir den Tod durch den Verlust unserer Göttlichkeit finden, WEIL wir unsere Nächsten ständig mit Schuld und Sündenvorwürfen „bepesten“, um uns dadurch „reinzuwaschen“? Wie schon gefragt, welchen Grund gäbe es für einen göttlichen Geist, sich selbst anzugreifen? Und welche „Perle“ hätte uns entrissen werden können? Wenn GOTT uns nicht verurteilt, warum sollten wir es dann tun? Werden wir „heiliger“, weil andere „unheiliger“ sind?

    Warum fällt es uns so schwer, zu verstehen, dass aufgrund UNSERER Schlammschlachten nicht der Zustand erreicht wird, den wir eigentlich dabei suche: unsere ewige und unkaputtbare Heiligkeit und Unschuld? Sie im Gegenüber „wegzudefinieren“, bringt uns den Tod des Göttlichen auch in uns selbst. Als Körper sind wir dem Tod jedoch hilflos ausgeliefert und wer würde einen Gott des Lebens und der Liebe lieben können, der einfach gegen den Tod unterliegt? Dass wir den Tod im Angriff machten, blenden wir dabei nur zu gerne aus. Ohne Angriff entsteht jedoch kein Tod und ohne Sünde fällt kein Urteil, bräuchte es keine Strafen und Erniedrigungen, keinen willkürlichen Entzug von Lebensrechten und keine relative Besonderheit der „unschuldigeren Schuldigen“ gegenüber den „ärmsten und schuldigsten Sündern“...

    Nee, ohne Vergebung kommen wir aus der Nummer „so“ nicht raus. Die Suche nach den „schuldigeren Sündern“ ist ohne jeden wirklichen Sinn, verfolgt nicht den Zweck, Freude zu sehen und ist - bei klarem Verstand betrachtet - die Ursache für die Welt, die wir bisher „sehen“ wollten. Unschuldig werden wir selbst jedenfalls nicht, wenn wir mit Schlamm auf alles werfen, was sich unter dem Joch der Schuld noch bewegt. Es muss so sein, dass wir uns selbst den Verlust unseres eigenen SELBST nicht vergeben konnten, doch mit dem Erkennen des Grundproblems kann es vom Heiligen Geist aufgehoben und transzendiert werden. Was im Leitgedanken 301 so gesagt wird:

    „Und GOTT selbst wird alle Tränen abwischen“.

    Niemand wird dann noch eine Ursache für Ärger oder Angst sehen wollen.

    „Der SOHN GOTTES bittet dich nur um dies: dass du ihm wiedergibst, was ihm gebührt, damit du mit ihm daran teilhaben mögest. Allein hat es keiner von euch beiden“. (5)

    Vergebung ist die einzige Gabe, die liebende Gerechtigkeit ermöglicht und das bereitstellt, was wir im Angriff zurückzuerobern suchen: unsere ewige Heiligkeit und Unschuld vor GOTT. Wenn diese Heiligkeit in allen scheinbaren Fragmenten des Geistes GOTTES wiederhergestellt ist, dann kann von CHRISTI WIEDERKUNFT gesprochen werden.

    Wenn oben in Absatz 3 vom Jüngsten Gericht gesprochen wird, so sei gesagt, dass dies als 10. Grundthema für die Lektionen von 311 – 320 ansteht. Eine „letzte Zusammenfassung“ all des Gelernten halte ich indes für sinnvoll, die Ursachen des Problems für immer zu berichtigen. Was keine Ursache mehr besitzt, dem kann kaum langfristig eine Wirkung eingeräumt werden. Wir sind zumindest für immer eine Wirkung unseres VATERS, kein Apfel fällt als „Matschbirne“ so weit vom Stamm entfernt zu Boden. In Ursache und Wirkung verknüpft, wird ein Schuhwerk daraus. Ein Weg dorthin, zu erkennen, dass VATER, SOHN und der HEILIGE GEIST einzig Liebe und Vergebung sind. Es wird also zum Ende des Lernens eine Wiederholung anstehen, kein Grund, sich davor zu fürchten. Warum sollten wir uns vor der Offenbarung des Lehrplans und dessen, was gelernt werden sollte, fürchten? Fürchten wir unsere wahre Identität, WEIL wir sie bewusst, halbbewusst oder unbewusst verleugnet haben und damit - fahrlässig bis vorsätzlich - wegwarfen?

    Doch wird die wahre Identität eines jedweden „Apfels“ dadurch verändert, unter einem Birnbaum gefunden worden zu sein? Wird der Apfel zur Birne, nur weil ihn jemand unter einem Birnbaum fand und den Irrtum beging, die wahre HERKUNFT nicht zu hinterfragen? Kann es grundsätzlich und ursächlich „richtig“ sein, dass ein Apfel von einem Birnbaum gefallen sein könnte?

    Und sollte der Apfel denen glauben, die ihm sagen, er sei eine weiche Birne, was die Matschigkeit der Frucht doch anschaulich „beweisen“ würde? Warum sollten wir dem Ego glauben, eine Matschbirne zu sein, wo doch jeder in sich selbst zumindest „ahnt“, von einem Apfelbaum gefallen zu sein. Eine Ahnung von den Ahnen kann Mensch noch erahnen…

    Gott ist unser VATER und WIR sind SEIN SOHN. Jedoch nur gemeinsam, nicht getrennt und einsam. Wenn diese Einsicht gefürchtet wird, dann nur vom Ego. Von unserem wahren Selbst kann die Wiederkehr der SELBST-Erkenntnis eindeutig nur begrüßt werden.


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 450
    (2) Übungsbuch Seiten 451 - 455
    (3) Textbuch Seite 529
    (4) Textbuch Seite 530
    (5) Ebd.

  23. #423

    AW: Ein Kurs in Wundern

    10. Was ist das JÜNGSTE GERICHT?

    1. Die WIEDERKUNFT CHRISTI schenkt dem SOHN GOTTES diese Gabe: die STIMME FÜR GOTT verkünden zu hören, dass das, was falsch ist, falsch ist und das, was wahr ist, sich nie geändert hat. Dies ist das Urteil, in dem die Wahrnehmung endet. Erst siehst du eine Welt, die dieses als wahr angenommen hat, aus einem Geist projiziert, der nun berichtigt worden ist. Und mit dieser heiligen Sicht gibt die Wahrnehmung einen stummen Segen und verschwindet dann, denn ihr Ziel ist erreicht, und ihr Auftrag ist erfüllt.

    2. Das letzte Urteil über die Welt enthält keine Verurteilung. Denn es sieht die Welt als eine, der total vergeben ist, ohne Sünde und gänzlich ohne Sinn und Zweck. Ohne eine Ursache und nun ohne Funktion in CHRISTI SICHT entgleitet sie einfach ins Nichts. Dort wurde sie geboren, und dort endet sie auch. Und all die Figuren in dem Traum, in dem die Welt begann, gehen mit ihr. Körper sind jetzt nutzlos und werden deshalb dahinschwinden, weil der SOHN GOTTES grenzenlos ist.

    3. Du, der du glaubtest, dass GOTTES JÜNGSTES GERICHT die Welt mir dir gemeinsam zur Hölle verdammen würde, nimm diese heilige Wahrheit an: GOTTES URTEIL ist die Gabe der Berichtigung, die ER allen deinen Irrtümern verliehen hat, wodurch ER dich von ihnen wie auch von allen Wirkungen befreite, die sie je zu haben schienen. GOTTES erlösende Gnade zu fürchten heißt nur, die vollständige Befreiung aus dem Leiden, die Rückkehr zu Frieden, Sicherheit und Glück und die Vereinigung mit deiner eigenen Identität zu fürchten.

    4. GOTTES LETZTES URTEIL ist so barmherzig wie jeder Schritt in dem von IHM bestimmten Plan, SEINEN SOHN zu segnen und ihn zu rufen, in den ewigen Frieden zurückzukehren, den ER mit dir teilt. Fürchte dich nicht vor der Liebe. Denn sie allein kann jeden Kummer heilen, alle Tränen abwischen und den SOHN, den GOTT als SEINEN erkennt, sanft aus dessen Traum des Schreckens wecken. Fürchte dies nicht. Die Erlösung bittet nur darum, dass du sie willkommen heißt. Und die Welt wartet darauf, dass du sie freudig annimmst, was sie befreien wird.

    5. Dies ist das LETZTE URTEIL GOTTES: Du bist nach wie vor SEIN heiliger SOHN, ewig unschuldig, ewig liebevoll und ewig geliebt, so grenzenlos wie dein Schöpfer, völlig unveränderbar und ewig rein. Erwache deshalb. Und komm zu mir zurück. Ich bin dein VATER und du bist MEIN SOHN. (1)

    Die zu diesem Thema gehörenden 10 Lektionen lauten so:

    311. Ich beurteile alle Dinge so, wie ich sie haben möchte.
    312. Ich sehe alle Dinge so, wie ich sie haben möchte.
    313. Lass jetzt eine neue Wahrnehmung zu mir kommen.
    314. Ich suche eine Zukunft, die anders ist als die Vergangenheit.
    315. Alle Gaben, die meine Brüder geben, gehören mir.
    316. Alle Gaben, die ich meinen Brüdern gebe, sind mein Eigen.
    317. Ich folge dem Weg, der mir bestimmt ist.
    318. In mir sind Mittel und Zweck der Erlösung eins.
    319. Ich bin für die Erlösung der Welt gekommen.
    320. Mein Vater gibt mir alle Gewalt.

    Auch wenn diese Gedanken (für das Ego) unsere „besondere Funktion“ beschreiben könnten, ist diese immer in eine Gesamtfunktion eingebunden. Die „besondere Funktion“ geht auf die jeweiligen Formen der „Besonderheit“ ein, wie der HEILIGE GEIST sie nutzt, um das Wahre vom Falschen zu scheiden. In drei Hörbüchern kommen wir aus „die besondere Funktion“ zurück, die eher eine individuell „einzigartige Funktion“ meint, denn jeder ist einzigartig, doch niemand ist besonders. Einzigartig, weil nicht alle Eigenschaften unseres Vaters schon in ein Seelengefäß hineinpassen und alle einen einzigartiger Gedanken GOTTES beinhalten, doch die Besonderheit liegt darin, uns nur als geeinte Sohnschaft alle Gaben vor Augen führen zu können. Einzigartig, weil genau diese „einzige Art“ des individuellen Erkennens gemeint ist, die dem jetzigen Bedürfnis einer Geist – Seelen - Körperindividuation in ihrer Entwicklungs- und Erfahrungssituation haargenau entspricht. Doch alle diese einzigartigen Situationen, Lektionen und „wunderlichen Begebenheiten“ fügen sich in einen Gesamtplan des Lernens ein, durch den die unveränderte GLEICHHEIT und EBENBÜRTIGKEIT der SOHNSCHAFT als GANZES wiederhergestellt wird. Die Fixierung dieses Planes fand nicht innerhalb dieser Zeit statt, daher haben wir alle Entscheidungen schon richtig getroffen, obwohl sie hier noch vor uns zu liegen scheinen. Was war kein Moment, in dem Moment, als es war? Es gab und gibt immer nur diesen einen einzigen Augenblick. Und was könnte den Augenblick in die Ewigkeit geleiten, außer einem heiligen Augenblick?

    (Kap.25:VII) „Die besondere Funktion“:
    https://www.youtube.com/watch?v=QSsZ...CzPxZ&index=86

    Es gibt Bereiche, in denen die „besondere Funktion“ weiterhin falsch verstanden werden will. Doch was wahr ist, hat sich nie verändert: Wir sind immer noch, wie GOTT uns schuf, obwohl das EGO über lange Zeit vieles tat, dies zu überdecken und zu verstecken. Das war ein Fehler, doch ein lehrreicher Umweg und mit dem Nutzen, den das Lernen gehabt haben wird, endet die Zeit der Wahrnehmung dann, denn wenn die Wahrheit erkannt wurde, kehrt niemand zu den Illusionen zurück, die uns das Ego anbietet.

    Was wahr ist, bleibt wahr. Was unwahr ist, blieb unwahr. Daher hat sich NICHTS verändert.

    „Dies ist das Urteil, in dem die Wahrnehmung endet. Erst siehst du eine Welt, die dieses als wahr angenommen hat, aus einem Geist projiziert, der nun berichtigt worden ist“. (1)

    „Und mit dieser heiligen Sicht gibt die Wahrnehmung einen stummen Segen und verschwindet dann, denn ihr Ziel ist erreicht, und ihr Auftrag ist erfüllt“. (1)

    Was sollte noch wahr-genommen werden, wenn alles als wahr erkannt wurde, was immer wahr war?

    GOTT offenbart sich in unserem Selbst als eine ganze Wahrheit. Die besondere Funktion ist somit ein individueller Weg zur Wahrheit, der jedem von uns einleuchtet, weil es der besondere Teil des Planes ist, den wir alle individuell mit Gott ausführen, um die Gesamtheit des Lehrplanes inhaltlich zu erlangen. Wenn jede individuelle und besondere Funktion erfüllt sein wird, offenbart sich der Gesamtplan. Dumm ist nur, dass wir diese „Offenbarung“ mit Furcht und Schrecken zu verbinden scheinen. Es wird gleich im ersten Absatz des Hörbuches gesagt, worin das Missverständnis hierbei liegt:

    „Er ist kein Herr der Rache noch ein Bestrafer für die Sünde. Die Güte seiner Sicht ruht auf ihm selbst mit der ganzen Zärtlichkeit, die sie anderen anbietet. Denn er möchte nur heilen und nur segnen. Und da er mit dem, was GOTT will, in Einklang ist, hat er die Macht, all diejenigen zu heilen und zu segnen, auf die er mit Augen schaut, auf denen GOTTES Gnade ruht.“ (3)

    Die besondere Funktion, die wir mit GOTTES WILLEN TEILEN, ist es nicht, Rache für Fehler zu nehmen, sondern Sünden als Fehler zu sehen und daher vergeben zu können, WEIL wir uns dafür entscheiden, unseren Willen und den WILLEN GOTTES als eins zu betrachten. Dann könnte die Offenbarung froh begrüßt und freudig willkommen geheißen werden.

    So könnte eine Zukunft entstehen, die anders ist, als die bisherige Vergangenheit. Wie Besonderheit und die besondere Funktion richtig einsortiert werden könnten, wird hierin deutlicher:

    „Das ist die gütige Wahrnehmung des HEILIGEN GEISTES von der Besonderheit; so verwendet ER das, was du gemacht hast, zum Heilen statt zum Schaden. Jedem gibt ER eine besondere Funktion in der Erlösung, die er allein erfüllen kann, eine Rolle nur für ihn. Und der Plan ist nicht vollständig, solange er seine besondere Funktion nicht findet und die Rolle nicht erfüllt, die ihm zugewiesen wurde, um sich in einer Welt, in der Unvollständigkeit herrscht, vollständig zu machen“. (4)

    „Wenn du einsehen könntest, dass nichts außer dem WILLEN GOTTES unveränderlich ist, dass wäre dieser Kurs für dich nicht schwierig. Doch gerade das glaubst du nicht“. (5)

    Was ist die wirkliche Welt, die uns offenbart werden muss, weil wir uns an die „Gesetze der Dunkelheit und des Egos“ so sehr gewöhnt zu haben scheinen, dass wir sie ebenso GOTTES WILLEN aufzuerlegen wünschen?

    Wie die (unwirkliche) Welt enden wird, beschreibt Abschnitt 14 des Handbuches:

    „Die Welt wird in Freude enden, weil sie ein Ort des Kummers ist. Wenn die Freude gekommen ist, ist der Zweck der Welt vergangen. Die Welt wird in Frieden enden, weil sie ein Ort des Krieges ist. Wenn der Frieden gekommen ist, was ist dann der Zweck der Welt? Die Welt wird in Lachen enden, weil sie ein Ort der Tränen ist. Wer kann, wo Lachen ist, noch länger weinen? Und nur die vollständige Vergebung bringt das alles, um die Welt zu segnen. Die Hölle in den Himmel zu verwandeln ist die Funktion der Lehrer GOTTES, denn was sie lehren, sind Lektionen, in denen der Himmel gespiegelt wird. Und nun setze dich in wahrer Demut hin und begreife, dass du alles tun kannst, wovon GOTT möchte, dass du es tust. Sei nicht arrogant und sage, dass du SEINEN EIGENEN LEHRPLAN nicht lernen kannst. SEIN WORT sagt etwas anderes. SEIN WILLE geschehe. Es kann nicht anders sein. Und sei dankbar, dass es so ist“. (6)

    Die „unwirkliche Welt“ endet durch die Auferstehung der Wahrheit über die wirkliche Welt. Wenn wir die Offenbarung der wirklichen Welt fürchten, dann fürchten wir die Offenbarung des Lehrplanes, von dem wir offenbar annahmen, wir könnten diesen Lehrplan nicht lernen.

    Aber wer von beiden ist nun wirklich arrogant? Das Ego oder GOTT? Könnten wir einen Lehrplan in der Zeit nicht lernen wollen, der unser aller Ziel in der Ewigkeit war, bevor die Zeit (des Lernens) begann? Die wirkliche Welt offenbart sich offenbar erst, wenn wir verlernen WOLLEN, was das Ego uns als die Gesetze des Chaos „verkaufte“.

    Dann wäre es fast logisch, anzunehmen, bisher nichts so gesehen zu haben, wie es wirklich ist. Damit bewegen wir uns nach der Gabelung des Weges auf das „Grenzland“ zu. Hinter dem „Grenzland“ wartet die wirkliche Welt und auch dieser Name ist nur ein Symbol dafür, nicht zwei Welten gleichzeitig sehen zu können. „Damals“ habe ich die Vorstellung der Lektionen vor dem 129. Leitgedanken nicht fortgeführt, weil das Grenzland auch in den Übungen auftauchte, doch das „Dahinter“ im Textbuch noch nicht verdeutlicht werden konnte. Ich weiß noch genau, wie mein Ego besonders germ die Gedanken 128 und 129 „ummünzte“.

    Aus 128 „Die Welt, die ich sehe, birgt nichts, was ich will“, machte das Ego „Die Welt, die ich sehe, birgt keinen Sinn und ist nicht, was ich will“. Und aus 129 „Jenseits dieser Welt ist eine Welt, die ich will“, machte mein Ego: „Siehst du, die Erlösung ist allein im Tod zu finden, wie ich es dir immer gesagt habe; alles sinnlos, es gibt kein Leben vor dem Tod“. Für das Ego ist der Tod die Erlösung, für die Seele ist GOTT das LEBEN.

    Mein damaliger Irrtum war es, den folgenden Satz offenbar noch nicht verinnerlicht zu haben:

    „Es kann nicht sein, dass des >>Sünders<< Todeswunsch genauso stark ist wie der WILLE GOTTES für das Leben. Noch kann die Basis einer Welt, die ER nicht machte, so fest und sicher wie der HIMMEL sein“. (7)

    Genau das „glauben“ wir jedoch in jedem geringsten Anflug von Ärger. Jede Abwehrhaltung beweist, dass wir uns an sich in der Hölle wähnen. Daraus einen Himmel zu machen, bedarf eines „Felsens der Erlösung“ in der Brandung dessen, was das Ego gemacht zu haben scheint. Wir fürchten unsere eigenen Illusionen und den Moment, in dem wir sie als „falsch“ einsortieren müssen, den Moment der Offenbarung der Wahrheit GOTTES, die trotz aller Irrtümer unverändert blieb.

    Ein Vater, dem einem Fehler seines Sohnes Bedeutung gibt, macht einen Fehler. Da GOTT keine FEHLER kennt, können die Fehler seines SOHNES keine Bedeutung haben. Sie müssen Illusionen sein, die durch die Offenbarung im Lichte der unveränderten Wahrheit verschwinden. Wie ein schlechter Traum nach dem Erwachen ebenso verfliegt, bis nichts davon übrig bleibt, die Ruhe eines neuen Morgens noch zu stören…

    Es kann nicht sein, dass des >>Egos<< Todeswunsch genauso stark ist wie der WILLE GOTTES für das Leben. Noch kann die Basis einer Welt, die ER nicht machte, so fest und sicher wie der HIMMEL sein. Es kann nicht sein, dass des Egos Wunsch, nicht zu lernen, genauso stark ist wie der WILLE GOTTES für das Lernen des Lehrplans. Noch kann die Basis einer Welt, die ER nicht machte, so fest und sicher wie der HIMMEL sein.

    Wir scheinen das Jüngste Gericht zu fürchten, weil es sein könnte, dass wir die Wahrheit fürchten. Um die Wahrheit zu fürchten, müssen uns unsere Illusionen „lieb und teuer „ sein. Doch wie lieb und wie teuer bleibt uns das, was die „Schalen des Zorns des Egos“ nun als „Ursache- und Wirkungsblock“ dessen, was wir gemacht haben, auf uns ausgießen?

    Da wir mit den Augen des Egos auf GOTT schauen, „sehen“ wir nur die Möglichkeiten für Ego-Entscheidungen in seinem Lehrplan zur Aufhebung aller Irrtümer und Illusionen. Ohne Vergebung werden wir weiterhin blind sein für das, was gelernt werden muss, damit eine Wiederholung der Zeit des Glaubens an die Schuld und den Tod aus eigener Erfahrung heraus unmöglich wird. Wer würde einen Ort der Tränen wählen, wenn wir gerade noch herzlich darüber lachen konnten, wie blöde wir „damals“ waren, als wir noch daran glaubten, in einer Hölle zu sein, von blutrünstigen Dämonen des Zorns umgeben und ohne jede Hoffnung darauf, jemals wieder ans Licht der Wahrheit zu gelangen…

    Und wenn das Lachen dann langsam ausgeklungen sein wird, erkennen wir, wer wir niemals nicht mehr waren und was wir niemals verlieren konnten: Das LEBEN in der wirklichen Welt. Nach dem Aufwachen aus einem Traum ist die Welt, in wir eingeschlafen sind, doch nicht einfach weg. Die unwirkliche Welt, in der der Traum sich abspielte, wird der Wirklichkeit überbracht und als unwirklich erkannt. Was bleibt von einem Traum in einem wachen Geist, wenn der Traum als Traum erkannt und als >>unwirkliich<< einsortiert wurde?

    So denke ich, dass die Offenbarung Freude bringen wird und vor allem ein Lachen, wie es die Welt seit Anbeginn der Tage nicht gehört haben wird. Die letzten Tränen werden Freudentränen sein. Es gab da einen Geist, der uns alle Rollen "auf den Leib" schrieb, die in diesem Lehrstück des Geistes jemals vorkommen werden. Wir kennen die Worte dafür, doch mit Inhalt und Leben wollen wir die Aussage nicht füllen, die im Volksmund heißt:

    „Diese Rolle ist XXX auf den Leib geschrieben worden“. Ja, uns wurden alle Rollen auf den Leib geschrieben. Keine ist nicht wesentlich für dieses Lehrstück des Egos, ein Meisterwerk, dessen Humor es möglich macht und garantiert, dass es am Ende jeder Träne wert ist, die vor dem Finale – in relativer Unkenntnis über den weiteren Verlauf dieses Lehrstückes – schon vergossen wurde. Das Ego hat nur „Drehbücher für Tragödien“ im Kopf, aber alle Akte des Egos werden verbunden werden, das ist als das „Jüngste Gericht“ zu verstehen, wenn aus der Tragödie des Egos die Komödie derer wird, die glaubten, etwas verloren zu haben, was niemals verloren werden konnte – ihre wahre Identität. Aus dem Drehbuch für „Einer muss verlieren“ wurde das gelebte Bühnenstück „Alle müssen gewinnen, damit nur einer gewinnt“. Wenn das Lachen dann geendet hat, bleiben Freude und Staunen, Ehrfurcht und Respekt zurück.

    Jeder gewählte Irrtum bietet nur eine relative und zeitlich begrenzte Sicherheit. Im Aufdämmern des Lichtes der Erkenntnis verschwindet die scheinbare Sicherheit des gewählten Irrtums dann jedoch „Augen-blicklich“, wenn man nämlich noch einmal auf das schaut, was wir schon „beurteilt“ haben, es jedoch noch gar nicht konnten. Mit Augen, die auch offen sind, sieht man, wie dämlich einem der Ego-Irrtum jetzt eigentlich vorkommt. Aber erst dann besitzt die Verzerrung der Wahrheit keinen Nutzen mehr. Dies müssen wir gewählt haben, mit dieser Binsenweisheit beginnt eigenverantwortliches Denken. Und nur eigenverantwortliches Denken lässt uns die „Schuld“ an unserer historischen Lernverweigerung nicht in Gründen suchen, die niemals das meinen, wofür sie ausgesprochen wurden. Wir hätten den Lehrplan lernen können, wenn wir gewollt hätten. Wir erfanden nur ausreichend Gründe dafür, zu überdecken, ihn nicht lernen zu wollen, weil XYZ „so“ war und wir „keine AHNUNG“ hatten, was zu Lernen gewesen sein könnte…

    Gut, das Zeugnis unseres Schuldirektors wird sein: „Sie sind, wie GOTT sie schuf“.

    Einzig wenn wir annehmen, unser Ego-Wille könne dies verändert haben, gibt es überhaupt etwas zu fürchten. Sonst nicht. Bevor das Grenzland mit offenen Augen betreten werden kann, ist zu klären gewesen, dass es NICHTS gibt, was zu finden, gefürchtet werden müsste, außer dem „Abschlusszeugnis“, weiterhin zu sein, wie GOTT uns schuf. Was hätte denn sonst offenbar werden sollen? Dass der Apfel weit vom Stamm fiel, macht ihn nicht zur Birne. Den Apfel für eine Matschbirne zu halten, war einfach ein vorschnelles Urteil, dem eine wesentliche Tatsache entgangen war. Halt ein Fehler, keine „Sünde“…

    Einig einen Fehler dauerhaft und schlussendlich bewusst vorsätzlich zu begehen, unterscheidet den Irrtum vom Wahnsinn. Darum macht es wahnsinnig, nicht zu vergeben: Wir verurteilen immer die „Sünde“ nicht mehr zu sein, wie Gott uns schuf.

    Wenn Freud meinte, wir suchten immer die Liebe der Mutter, wäre zu ergänzen, dass wir immer und in jedem Menschen die Liebe, Heiligkeit und GÖTTLICHKEIT erwarten, die das ist, was IHM gebührt. Wir erwarten unbewusst GÖTTLICHKEIT im Gegenüber und alle Reaktionen stammen aus der Enttäuschung, sie dort nicht mehr zu finden, nachdem die Schuld am Verlust der Göttlichkeit erst (vom Ego) verschleiert wurde. Das Ego suchte halt seine Unschuld darin, die Schuld „von der Leine“ zu lassen. Nur für diejenigen, die sich und der Welt nicht vergeben wollen, ist die Schuld ein Mittel zum Zweck, die eigene „Eseligkeit“ in dieser Schule des Lebens zu überdecken und damit die Stecknadel in allen Heuhaufen zu verstecken, kein Heuhaufen enthielte etwas „Nahrhaftes“. Es war nicht möglich, hier nicht zu Lernen. Eigentlich wollten wir verhungern, doch das Leben ist stärker und mit dem Essen kommt der Appetit auf mehr, zumindest, wenn uns gut tut, was wir aufnehmen. E-Seligkeit und Seligkeit trennt jedoch nur ein Buchstabe.



    Ist das Ego ein verhungernder Esel? Reitet uns der Esel oder sollten wir den Esel reiten? Kann der Mensch ein Esel sein und damit auf ewig Recht behalten wollen? Logisch betrachtet unmöglich, dass der Mensch ein Esel wird, weil er sich so verhält....


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 456
    (2) Übungsbuch Seiten 456 – 461
    (3) Textbuch Seite 531
    (4) Textbuch Seite 532
    (5) Textbuch Seite 533
    (6) Handbuch für Lehrer Seite 37
    (7) Textbuch Seite 533
    Geändert von Michael (11.09.17 um 15:55 Uhr)

  24. #424

    AW: Ein Kurs in Wundern

    11. Was ist die Schöpfung?

    1. „Die Schöpfung ist die Summe aller GEDANKEN GOTTES, unendlich an der Zahl und überall ohne jede Grenze. Nur die Liebe erschafft und nur wie sich selbst. Es gab nie eine Zeit, wo all das, was sie schuf, nicht da war. Auch wird es niemals eine Zeit geben, in der irgendetwas, was sie schuf, irgendeinen Verlust erleidet. Auf immer und ewig sind die GEDANKEN GOTTES ganz genau so, wie sie es waren und wie sie es sind, unverändert durch die Zeit und nachdem die Zeit vorüber ist.

    2. Den GEDANKEN GOTTES ist die Macht gegeben, die ihr eigener Schöpfer hat. Denn durch ihre Ausdehnung möchte ER die Liebe mehren. So hat SEIN SOHN teil an der Schöpfung und muss daher teilhaben an der Macht, zu erschaffen. Was nach GOTTES WILLEN ewig EINS sein soll, das wird noch immer EINS sein, wenn die Zeit vorüber ist, und wird auch durch den Lauf der Zeit nicht verändert werden, sondern bleiben, wie es war, bevor der Gedanke der Zeit begann.

    3. Die Schöpfung ist das Gegenteil aller Illusionen, dann die Schöpfung ist die Wahrheit. Die Schöpfung ist der heilige SOHN GOTTES, denn in der Schöpfung ist SEIN WILLE in jedem Aspekt vollständig, weswegen jeder Teil das Ganze voll enthält. Die Unversehrtheit seines EINSSEINS ist verbürgt auf ewig, auf ewig gehalten in SEINEM heiligen WILLEN, jenseits jeder Möglichkeit von Schaden, Trennung, von Unvollkommenheit und irgendeinem Flecken auf seiner Sündenlosigkeit.

    4. Wir sind die Schöpfung, wir sind die SÖHNE GOTTES. Wir scheinen getrennt zu sein und unserer ewigen Einheit mit IHM unbewusst. Doch hinter allen unseren Zweifeln, jenseits all unserer Ängste herrscht nach wie vor Gewissheit. Denn die Liebe bleibt bei all IHREN GEDANKEN, und ihre Sicherheit ist die ihre. Die Erinnerung an GOTT ist in unseren heiligen Geistern, die ihr Einssein und ihre Einheit mit ihrem Schöpfer erkennen. Lass unsere Funktion nur sein, zuzulassen, dass diese Erinnerung zurückkehrt, dass nur GOTTES WILLE auf Erden geschieht, dass wir der geistigen Gesundheit zurückerstattet werden und nur so sind, wie GOTT uns schuf.

    5. Unser Vater ruft uns. Wir hören SEINE STIMME, und wir vergeben der Schöpfung im Namen ihres SCHÖPFERS, der HEILIGKEIT SELBST, DEREN HEILIGKEIT SEINE EIGENE SCHÖPFUNG mit IHR teilt und DEREN Heiligkeit noch immer Teil von uns ist“. (1)

    Wieder gehören zehn Tageslektionen zu diesem Grundthema:

    321. „VATER, meine Freiheit ist in DIR allein.
    322. Ich kann nur das aufgeben, was nie wirklich war.
    323. Ich bringe freudig das >>Opfer<< der Angst.
    324. Ich folge nur nach, denn ich möchte nicht führen.
    325. Alle Dinge, von denen ich denke, dass ich sie sehe, spiegeln Ideen wider.
    326. Ich bin für immer eine Wirkung GOTTES.
    327. Ich brauche nur zu rufen, und DU wirst mir antworten.
    328. Ich wähle den zweiten Platz, um den ersten zu gewinnen.
    329. Was DU willst, habe ich bereits gewählt.
    330. Ich will mich heute nicht wieder selbst verletzen“. (2)

    Somit folgen noch 35 Grundgedanken, den Kreis zu schließen, der die Schöpfung von dem trennt, was die Trennung verursachte. Trennen wir uns gedanklich von der Vorstellung einer gedanklichen Trennung wird diese doppelt verneint und ist damit aufgehoben. Zumindest, wenn wir „326“ mal als unsere wahre Identität ansehen könnten, wäre „321“ logisch und „Schaden“ unmöglich. Zur Erinnerung: Sündenlosigkeit ist ein Zustand, in dem ANGRIFF keinen SINN macht, da jeder Angriff auf „330“ hinausläuft, wenn wir die Schöpfung als EINS UND SEINS anerkennen wollen würden. Was das Autoritätsproblem wieder in den Vordergrund stellt, das immer auch ein Urteilsproblem abbildet. Wie das schon gefällte Urteil des Egos auszutauschen wäre, darüber informiert das folgende Hörbuch.

    (Kap.25:VIII) „Das Urteil austauschen“:
    https://www.youtube.com/watch?v=Qj-W...H0l1sbdktCzPxZ

    In der Greuthof-Version lautet der Titel dieses Unterabschnittes „Der Fels in der Brandung“, doch läuft es auf das Gleiche hinaus, da nichts unsicherer sein kann, als ein falsches und vorschnelles Urteil über Dinge, die noch nicht erkannt wurden. Erkennen wir die Ursache der Dinge in dem 325. Leitgedanken, finden wir die Ursache für das, was wir jetzt noch sehen, einzig als Idee in unserem Geist.

    Ist Gott verrückt oder waren es die verrückten Ideen in unserem Geist, die zu einer Welt führten, die uns nun widergespiegelt wird? Was ist die Wahl, die der Kurs anbieten möchte?

    Diese Frage wird ab 3:26 im Hörbuch angesprochen und ist eine der Schlüsselstellen im Kurs, weswegen ich besser mal andächtig schweige. Besser hätten die beiden Denksysteme, zwischen denen wir wählen könnten, wollten wir den Wahnsinn (einer weiteren Nicht-Vergebung der Vergangenheit) als „Option“ betrachten. Wenn der Wahnsinn des Egos nicht mehr als Option betrachtet wird, gibt es keine Wahl, sondern nur einen Lehrplan. Einen Lehrplan, der uns vermittelt, in der Zeit UND in der EWIGKEIT gleichermaßen sicher und unverletzlich zu sein, solange unser Geist sich nicht als verletzlich wahrnimmt und damit die Verletzungen einer vergangenen Vergangenheit jetzt wahrmacht, indem er sie in diesem Moment als wahr wahrnimmt. Jetzt sind sie nicht, wenn mein Geist sich nicht in der Vergangenheit verläuft, damit keine andere Zukunft gefunden werden kann.

    „Denn hier (in der Schöpfung GOTTES, Anm. Michael) wird alles als eins wahrgenommen, und niemand verliert, damit jedermann gewinnen möge. Prüfe alles, was du glaubst, im Lichte dieser einen Anforderung, und verstehe, dass alles, was diese eine Forderung erfüllt, deines Glaubens würdig ist. Aber nichts anderes. Das, was nicht Liebe ist, ist Sünde, und jedes nimmt das andere als wahnsinnig und als bedeutungslos wahr“. (3) + (7:04)

    Nur dieser Satz noch einmal: Wer könnte das Unveränderliche erschaffen, wenn es nicht auf Wahrheit ruht? (4) + (6:26)

    Was ist das Fundament der Wahrheit, wenn nicht das Unveränderliche? Der Fels in der Brandung einer Welt, die nicht einmal mehr dem Ego gefällt, ist die Freude, die wir als GEDANKEN GOTTES mit GOTT teilen. So teile ich den Gedanken, dass VATER und SOHN gar niemals ihre geistige Gesundheit verloren haben, sondern ganz eindeutig nur das Ego nicht gerade wenige Latten äußerst schräg am Zaun hängen hatte.

    Was nicht Liebe ist, ist Sünde. Sünde ist dann natürlich nur, was nicht LIEBE IST.

    „Unser Vater ruft uns. Wir hören SEINE STIMME, und wir vergeben der Schöpfung im Namen ihres SCHÖPFERS, der HEILIGKEIT SELBST, DEREN HEILIGKEIT SEINE EIGENE SCHÖPFUNG mit IHR teilt und DEREN Heiligkeit noch immer Teil von uns ist“, - dass wir es nicht schafften, aus dem Himmel eine Hölle zu machen.

    Und dafür sollten wir ausnahmsweise einmal Dankbarkeit üben. Das Ego ist echt nur frustig, weil es es nicht geschafft hat, aus dem HIMMEL die Hölle zu machen, die es - als Beweis eines angenommenen Gegenteils von der Schöpfung – sehen wollte. Da dieser Grundgedanke natürlich weder liebevoll motiviert, noch richtig wahr werden konnte, ist der größte Misserfolg für das Ego eine Freiheitserklärung für den SOHN GOTTES, da uns das Ego anschaulich bewiesen hat, dass es niemals ein Urteil fällen und es tatsächlich mit Wahrheit füllen konnte.

    Nur in der unwirklichen Welt des Egos wird Gerechtigkeit mit Rache verwechselt, was selbst nach den Gesetzen der Rechtschreibung dann als „Gerächtigkeit“ geschrieben werden müsste, da der WORT-Stamm, von dem die Rache fällt, nicht GOTT sein kann. Worin die Gerechtigkeit GOTTES gesehen werden kann, zeigt der abschließende Satz des übernächsten Hörbuches:

    „Was GOTTES ist, gehört einem jeden und ist, was IHM gebührt“. (4)

    DAS ist die SCHÖPFUNG. Das Ego ist halt „frustig“, weil es sich nicht mehr als Mitschöpfer sieht, NACHDEM es GOTT und jeden SEINER SÖHNE über lange Zeit mit allem möglichen Steinen des Anstoßes beworfen hat. Es kann sich leider nicht vorstellen, dass sich unser VATER darüber freut, dass wir unser „Identitäts- und damit Autoritätsproblem“ individuell und kollektiv durch den HEILIGEN GEIST haben lösen lassen, indem sie sich die Wahrheit von IHM - in der für sie verständlichen Erfahrungsform – zeigen und offenbaren lassen, ohne schon geurteilt zu haben.

    Es darf KEINEN Verlierer geben, so sieht der HEILIGE GEIST liebende Gerechtigkeit.

    „Der Grundsatz, dem zufolge Gerechtigkeit bedeutet, dass niemand verlieren kann, ist für diesen Kurs entscheidend. Denn Wunder hängen von Gerechtigkeit ab. Nicht, wie sie mit den Augen dieser Welt gesehen wird, sondern wie GOTT sie kennt und wie Erkenntnis in der Sicht gespiegelt wird, die der HEILIGE GEIST verleiht. Niemand verdient es, zu verlieren. […] Heilung muss für jedermann sein, weil er keinen Angriff irgendeiner Art verdient“. (5)

    Nee, Angriff ist nicht, was GOTT gebührt. Das Ego hat sich leider in der Vorstellung „verlaufen“, GOTT wäre so begrenzt und rachsüchtig wie es selbst. Wie soll es sich auch etwas vorstellen können, was es als „außerhalb“ von sich definiert und insgesamt als zweifelhaft bis inexistent „ansieht“? Wie soll es nach all den Angriffen auf das Göttliche in vielen Gegenübern und der gesamten Mitwelt auch vertrauensvoll „einräumen‘“ im Irrtum gewesen zu sein? Es kann sich nicht vorstellen, dass GOTT einzig LIEBE ist. Liebe ist die Absicht, die der Schöpfung vorausging, und schattenlose Freude ist ihr ständiger Begleiter.

    Das Gesetz der Liebe ist ganz einfach, aber völlig genial:

    „Lektion 344: Heute lerne ich das Gesetz der Liebe: Das, was ich meinem Bruder gebe, ist meine Gabe an mich“. (6)

    Wenn das keine gerechte Lösung ist. Dumm ist es halt nur, bedenken wir, was wir uns bisher auf diese Art „eingeschenkt“ haben. Was sich in „330“ spiegelt und sich nach innen oder außen wenden kann, sich jedoch immer vom Ego gegen das SELBST richtet, das wir alle zusammen wären, würden wir es erkennen und SEIN WOLLEN. Die Schöpfung ist die Welt, die mit den Augen der Vergebung gesehen wird. Wer Vergebung gibt, wird nach dem Gesetz der Liebe somit Vergebung ernten, denn das ist, was GOTT gebührt. Natürlich muss nur das Ego GOTT dafür vergeben, aus dem Himmel keine Hölle gemacht haben zu können, daher ist im Prinzip auch die Vergebung eine „Gegenillusion“, eine doppelte Verneinung der Unwahrheit. Wie könnten wir Gott dafür vergeben, unsere Illusionen nicht mit Wirklichkeit versehen zu haben? Ohne Vergebung sehen wir unsere Freiheit nicht darin, die Angst freudig zu opfern, die immer als eine Angst vor GOTT geboren wurde, die aus dem ersten Angriff (des Egos auf GOTT) resultierte. Vergebung ist daher der Schlüssel zum Verständnis der Schöpfung, so wie GOTT sie schuf und versteht.

    Und es ist keinesfalls paradox, den zweiten Platz zu wählen, um den ersten zu gewinnen. Daher bin ich auch heilfroh, dass sich mein Ego so fundamental geirrt hat und schulde ihm für diesen Mut zum Alleräußersten im Prinzip meinen Dank. Es erwartet eigentlich „Bestrafung“ nach seiner „Logik“, doch wenn es Dank vorfindet, wird es „handzahm“, wenn es für die Erbringung all seiner „Antithesen“ sogar geliebt wird, schmilzt es ganz dahin. Es kann nicht „verdammt“ werden, da es ein Teil unseres Geistes ist, den wir schließlich mit GOTT teilen. So können wir nur verlernen wollen, was das Ego uns gelehrt hat, indem wir im Prinzip das genaue Gegenteil von dem tun, was das Ego bisher tat: Lieben statt zu hassen und dabei zu verurteilen, was wir sehen (, weil es vorher in unserem Geiste – vom Ego - so gesehen wurde).

    Symbolisch könnte symptomatisch gesagt werden. „Wenn man einen Esel zähmen will, sollte man ihm Platz zum Treten lassen“.

    Was sollte es bringen, einen Esel dafür zu bestrafen, seine Freiheit, ein Esel bleiben zu wollen, nicht aufgeben zu wollen? Wenn wir ihn für die blauen Flecke bestrafen wollen, haben wir ihm wahrscheinlich nicht ausreichend Platz zum Treten gelassen.

    Doch wollen wir unser „eseliges Urteil“ wirklich gegen die Wirklichkeit der Schöpfung austauschen? Und ist dieses denn wirklich eine Wahl? „321“ fasst dies alles anschaulich zusammen. Wie hätten wir auch eine Wirkung von etwas sein können, das keine wirkliche und wahre Ursache besitzt? „326“ und „329“ sind dabei im Blick zu behalten. Wir haben bereits richtig gewählt (329), das ist, was der Hoffnung Leben gibt.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 462
    (2) Übungsbuch Seiten 463 – 467
    (3) Textbuch Seite 534
    (4) Textbuch Seite 543
    (5) Textbuch Seite 542
    (6) Übungsbuch Seite 476
    Geändert von Michael (12.09.17 um 00:30 Uhr)

  25. #425

    AW: Ein Kurs in Wundern

    12. Was ist das Ego?

    Vor dem eigentlichen Text über das Ego muss kurz das Wort „Götzendienst“ erläutert werden, sonst besteht die Gefahr, den Kurs ähnlich „einzusortieren“ wie ich die ungeheilte Kirche bewerten müsste, wollte ich weiterhin als nicht autorisierter Richter über eine Welt auftreten, die ich bisher nicht gänzlich verstehe. Wenn im ersten Absatz über das Ego das Wort „Götzendienst“ verwendet wird, ist dieses vorab zu erläutern, da es nur ein Symbol für eine selbst gewählte Illusion darstellt.


    Schon das Wort ist ein Widerspruch in sich, denn wenn es nichts Wirkliches außer Gott gibt, kann ein Götze nur eine verzerrte Illusion der Wirklichkeit abbilden. Doch auch für etwas, was es – außer in unserer Vorstellung nicht gibt - braucht es ein Wort, wenn damit eine Vorstellung im Bewusstsein verbunden scheint. Das Ego ist insofern die Verbindung zu der Stimme in uns, die GOTT anklagt und unschuldig zu etwas verurteilt, was GOTT niemals war, nicht ist und niemals sein wird – der Wunsch, SEINEN eigenen Sohn anzugreifen. Wenn wir dem Namen für die Illusion „Götzendienst“ mehr als nur als eine Illusionsbedeutung verleihen, bekommt diese eine gewisse „magische Eigendynamik“ und eine Bedeutung, die einer symbolhaften Umschreibung an sich nicht wirklich zukommt.

    Als Begriff für die Anbetung einer toten Illusion taugt das Wort „Götzendienst“ schon, doch es muss die Unwirksamkeit der Anbetung eines inexistenten Gegenteils von GOTT vorausgeschickt werden, um nicht - unbewusst akzeptiert - die Existenz eines Gegenteils von Gott mit dem Benennen einer damit verbundenen Illusion zu verknüpfen. Das Ego ist im Prinzip aus der Verknüpfung hervorgegangen, es könne einen gegenteiligen Willen zu Gottes WILLEN geben und das Ego ist die Illusion eines Willens, der nicht GOTTES WILLE sein WILL. Das Ego ist die Formulierung eines „Antiwillens“ des Sohnes gegenüber dem Vater, eine Entwicklung, die selbst im physischen Familienleben durchaus häufig zu bewältigen ist und sich als Wirkung dieser geistig ursächlichen Idee dahinter, natürlich in allen verwobenen Daseinsdimensionen niederschlägt. Was sich auf allen Daseinsdimensionen niederschlägt und uns aufrecht erhält und erhellt, ist zweifelsfrei im folgenden Absatz aus der ersten Lektion (331) dieses „Zehnerblockes“ über unseren eigentlichen „freien Willen“ enthalten:

    „Wie könnte ich denken, dass die Liebe SICH SELBST verlasen hat? Es gibt keinen Willen, außer dem Willen der LIEBE“. (1)


    Das Ego ist das Symbol für einen Willen, der im Gegensatz und Widerspruch zu Gott stehen will, obschon es – wie gesagt – die Anbetung einer Illusion darstellt, die in unserem Geist nur Wirkungen besitzt, solange wir den Illusionen dort eine Wirkung verleihen, indem wir an diese Illusionen glauben. Das Ego nutzt somit einerseits die Macht unseres Geistes, die Illusionen in unserem Geist wirksam zu machen, andererseits ist es jedoch gezwungen, uns ständig unsere Machtlosigkeit und Ohnmacht gegenüber der Schuld, dem Leiden, dem Tod und den „Plagen“ vor Augen zu führen, damit wir nicht erkennen, wie es das Ego ist, das sich selbst zu opfern sucht. Mit der Anbetung des toten goldenen Kalbes ist zwingend ein Wille verbunden, der nicht Liebe ist, sondern aus dem Streben nach Besonderheit hervorgeht.

    So ist das Ego verwurzelt in dem Gedanken, es könne einen „Götzen“, „Dämon“, Eine „Schlange“, einen „Verführer“ oder dergleichen Vielgestaltiges geben, das im Gegensatz zu GOTTES WILLEN steht und trotzdem ursächliche Wirksamkeit besitzt. Es symbolisiert den „Fall“ in die Illusion, GOTT hätte uns etwas vorenthalten, das die Schlange, der Dämon oder der Götze des Angriffs uns auf ihren Schlachtfeldern bieten könnten. Was jedoch dahinter einen geizigen und begrenzten GOTT sieht, der daher unseren Ego-Gesetzen „unterworfen“ wird, eben weil wir uns kaum vorstellen können, wie wir sind, wenn wir nicht das Ego sind. Da das Ego auf das Gegenteil von GOTT abzielt, kann im Gegenteil von dem, was das Ego gewöhnlich als „Strategie“ vorschlägt, durchaus ein Fünkchen Wahrheit und somit Hoffnung gefunden werden. Es gibt keinen Götzen, außer wir „machen“ einen. Das Ego ist das Symbol für eine Welt, die gesehen wird, sehen wir im Angriff die beste Verteidigung und im Kampf gegen das Leben die Möglichkeit eines Sieges für den Tod über das Leben.

    So könnte das Ego als Anbeter des Todes und „Befreier aus den Fängen des ewigen Lebens“ angesehen werden, als das personifizierte, jedoch anfänglich unmögliche Gegenteil von Gott. Was vertrieb uns aus dem „Paradies“ außer die „Annahme“, GOTT könne aus einem Fehler eine Sünde machen? Unser „Fehler“ war einfach der, zu glauben, GOTT könne uns etwas vorenthalten haben, dessen wir offensichtlich weder würdig noch aufnahmefähig sind; und wir daher den grundlegenden Mangel „erfanden“, nicht mehr zu sein, wie GOTT uns (ohne die „Früchte vom Baum der Erkenntnis“) schon „mangelfrei“ schuf. Mit der Annahme, der Erkenntnis erneut zu benötigen, verfluchten wir uns selbst dazu, nicht mehr zu erkennen. Zu suchen und doch nicht zu finden; zu laufen, und nicht zu wissen, warum und wohin; zu kämpfen und doch immer von Feinden umzingelt zu sein; und zu leben und den Tod um Erlösung daraus anzuflehen, wie es gewöhnlich die Art und Weise des Egos abbildet, seine „Bedürfnisse“ dadurch zu formulieren, dass es allein „seinen Willen“ sieht und damit das Chaos verursacht.

    An sich ist CHIRSTUS genau das, was das Ego nicht ist. Was beweist, dass das Ego eine genaue Ahnung davon hat, was es war, bevor es vergessen wollte, was unser ist, weil GOTT jedem Teil von sich selbst, jedem SELBST, sein SEIN vollständig gab. Dessen gegenwärtig nicht gegenwärtig zu sein, ist kein Beweis dafür, es durch unsere Verdrängung ausgelöscht zu haben. Durch unser „WIDER-Wärtigkeit“ wollten wir uns beweisen, nicht GOTTES SOHN sein zu können. Da das Ego im Gegenteil genau weiß, was es tut, könnte uns klar werden, dass uns klar ist, wer wir wirklich sind. Wir haben nur vergessen, was wir vergessen wollen mussten, um das tote Ego anzubeten. Im Symbol des goldenen Kalbes erscheint es in vielen Formen, doch immer mit dem Inhalt, nicht sein zu wollen, wie wir waren, bevor wir gewählt haben müssen, das Gegenteil dessen sein zu wollen.

    Das Ego ist das Symbol für das Leben, das den Tod anbetet. Damit soll der Beweis erbracht werden, dass der Wille der Liebe zu sich, als sich selbst, gebrochen scheint. Doch setzt dieses ganze „Denksystem“ einen Willen der Liebe voraus, der nicht liebevoll ist, was ein Widerspruch in sich wäre und die Liebe zu etwas verzerrt, was sie nicht ist. Liebe ohne Gerechtigkeit wird als schwach wahrgenommen und Gerechtigkeit ohne Liebe ist unmöglich. Liebende Gerechtigkeit, so wie sie wirklich ist, bedeutet, jeder bekam alle Gaben aus einem Schatzhaus, das niemals leer ist, weil es sich mehrt, wenn es geteilt wird. Das Ego meinte halt, es gäbe mehr als alles, wenn das Alles zu einer Besonderheit für Wenige wird. Aus diesem Streben nach Besonderheit innerhalb des ÜBERALLSEIENDEN entsteht die mentale Abkapselung, die Ego genannt werden könnte, aber ihre Wurzeln darin besitzt, ein Gegenteil von dem sein zu wollen, was wir wohl kennen müssen, wenn wir haargenau das Spiegelbild "spielen" und vorgeben, zu sein. Aus dem ÜBERALLSEINENDEN das Besondere machen zu wollen, ist das Streben des Egos. Es will ganz einfach mehr als das, was GOTT uns gegeben hat, ohne dabei zu bemerken, dass es damit alles aufgibt, was des Sohnes Erbe war. Lange Einleitung und Vorrede, nur um nicht beim Wort „Götzendienst“ gedanklich schon zu beurteilen, was der Inhalt sein wird. Offenheit ist es, noch nicht geurteilt zu haben:

    1. Das Ego ist Götzendienst, das Zeichen eines begrenzten und getrennten Selbst, in einem Körper geboren und dazu verurteilt, zu leiden und sein Leben im Tode zu beenden. Es ist der >>Wille<<, der den Willen GOTTES als Feind sieht und eine Form annimmt, in der dieser verleugnet wird. Das Ego ist der >>Beweis<<< dafür, dass Stärke schwach und Liebe Angst erregend ist, dass Leben eigentlich der Tod und nur das wahr ist, was sich GOTT wiedersetzt.

    2. Das Ego ist wahnsinnig. Voll Angst steht es jenseits des ÜBERALLSEIENDEN, von ALLEN abgesondert und in Trennung vom UNENDLICHEN. In seinem Wahnsinn denkt es, es sei Sieger über GOTT SELBST geworden. Und in seiner schrecklichen Autonomie >>sieht<< es, dass der WILLE GOTTES vernichtet worden ist. Er träumt von Strafe, und es zittert vor den Gestalten in seinen Träumen, seinen Feinden, die es zu morden suchen, bevor es dadurch für seine Sicherheit sorgen kann, dass es sie angreift.

    3. Der SOHN GOTTES ist egolos. Was kann er wissen von Verrücktheit und von GOTTES Tod, wenn er in IHM weilt? Was kann er wissen von Kummer und von Leiden, wenn er in der ewigen Freude lebt? Was kann er von Angst und Strafe wissen, von Sünde und von Schuld, von Hass und Angriff, wenn alles, was ihn umgibt, immer währender Friede ist, auf ewig konfliktfrei und ungestört, in tiefstem Schweigen und in tiefster Ruhe?

    4. Die Wirklichkeit erkennen heißt, das Ego und seine Gedanken, seine Werke, seine Taten, seine Gesetze und seine Überzeugungen, seine Träume, seine Hoffnungen, seine Heilspläne und den Preis, den der Glaube an es nach sich zieht, nicht zu sehen. Im Leiden ist der Preis an es so immens, dass die Kreuzigung des GOTTESSOHNES täglich vor seinem verdunkelten Schrein angeboten wird und Blut fließen muss vor dem Altar, wo seine kränklichen Gefolgsleute sich auf das Sterben vorbereiten.

    5. Dennoch wird eine einzige Lilie der Vergebung die Dunkelheit in Licht verwandeln, den Alter für die Illusionen in den Schrein des LEBENS SELBST. Und Freude wird auf ewig jedem heiligen Geist zurückerstattet, den GOTT als SEINEN SOHN erschuf, als SEINE WOHNSTATT, SEINE Freude, SEINE Liebe, vollständig SEIN, vollständig eins mit IHM“. (2)


    Die zehn Leitgedanken:

    331: „Es gibt keinen Konflikt, denn mein Wille ist der DEINE.
    332. Die Angst bindet die Welt, die Vergebung gibt sie frei.
    333. Die Vergebung macht dem Traum des Konfliktes hier ein Ende.
    334. Heute nehme ich die Gaben in Anspruch, die die Vergebung gibt.
    335. Ich wähle, meines Bruders Sündenlosigkeit zu sehen.
    336. Die Vergebung lässt mich erkennen, dass Geister verbunden sind.
    337. Meine Sündenlosigkeit schützt mich vor jedem Schaden.
    338. Nur durch meine Gedanken werde ich beeinflusst.
    339. Ich werde das empfangen, was auch immer ich erbitte.
    340. Ich kann heute frei von Leiden sein“. (3)

    (Kap. 25:IX) „Das Prinzip der Erlösung“:
    https://www.youtube.com/watch?v=7cYg...H0l1sbdktCzPxZ

    „So viel ist der Idee hinzuzufügen, dass niemand verlieren kann, damit du gewinnst. Und nichts weiter“. (4) + (1:36)

    Im Prinzip ganz einfach. Doch es umfasst eben auch die Einsicht, dass wir erst erbeten haben müssen, was wir daher empfingen. Es war der Wunsch, aus dem Himmel eine Hölle zu machen, der unmöglich bleiben musste.

    „Die Erlösung ist die Wiedergeburt des Gedankens, dass niemand verlieren darf, damit irgendjemand gewinnt. Und jeder muss gewinnen, wenn irgendjemand ein Gewinner sein soll. Hier ist die geistige Gesundheit wiederhergestellt“. (5)

    Irgendjemanden aus dem Himmel ausschließen zu wollen, würde die Hölle entstehen lassen, so dieses möglich wäre. Niemand darf den Himmel verlieren und in die Hölle verbannt werden, damit irgendjemand IHN als ganz und daher wirklich wahrnehmen kann.

    „Denn Liebe und Gerechtigkeit sind nicht verschieden“. (6) + (10:30)

    „So berichtigt denn die Liebe Fehler durch Gerechtigkeit, doch nicht durch Rache. Denn das wäre der Unschuld gegenüber ungerecht“. (7) + (13:05)

    „Die Gerechtigkeit des Himmels“ folgt als nächstes Hörbuch und bildet dann den letzten Abschnitt aus Kapitel 25.

    „Ihr Vater hat beiden dasselbe Erbe gegeben. Wer mehr oder weniger haben möchte, ist sich nicht bewusst, dass er alles hat“. (8) + (15:14)

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 469
    (2) Übungsbuch Seiten 468
    (3) Übungsbuch Seiten 469 - 473
    (4) Textbuch Seite 537
    (5) Textbuch Seite 536
    (6-8) Textbuch Seiten 537 - 541
    Geändert von Michael (14.09.17 um 13:13 Uhr)

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