Thema geschlossen
Seite 19 von 21 ErsteErste ... 91718192021 LetzteLetzte
Ergebnis 451 bis 475 von 518

Thema: Ein Kurs in Wundern

  1. #451

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Gestern war der Gedanke genau passend für meine Situation. Den Text wäre ich noch schuldig, doch ich bin mittlerweile recht sicher, dass für jeden Gedanken eine „Auto-Start- Routine“ für den Inhalt existiert. Wie mit jedem Übungsdurchlauf mein internes Lektionsgedächtnis angesprochen und zuweilen um neue Aspekte bereichert wird, ist es kollektiv mit den Übungsgedanken, die neuen und im Himmel denkbaren ins Töpfchen und die dort Undenkbaren ins Kröpfchen.

    Der Text von gestern:

    1. „Vater, CHRISTI Schau ist DEINE Gabe an mich, und sie hat die Macht, all das, was des Körpers Augen sehen, in den Anblick einer Welt zu übersetzen, der vergeben ist. Wie herrlich und anmutig diese Welt doch ist! Doch wie viel mehr werde ich in ihr wahrnehmen, als die Sicht geben kann. Die Welt, der vergeben ist, bedeutet, dass DEIN SOHN seinen VATER anerkennt, seine Träume der Wahrheit überbringen lässt, und voll Erwartung auf den einen verbleibenden Augenblick der Zeit noch wartet, die für immer endet, während die Erinnerung an DICH zu ihm zurückkehrt. Und nun ist sein WILLE mit dem DEINEN eins. Seine Funktion ist jetzt DEINE EIGENE, und jeder Gedanke außer DEINEM EIGENEN ist vergangen.

    2. „Die Stille dieses Tages wird unsere Herzen segnen, und Frieden wird durch sie zu einem jeden kommen. CHRISTUS ist heute unsere Augen. Und durch SEINE Sicht bieten wir der Welt Heilung durch IHN an, den heiligen SOHN, den GOTT ganz erschaffen hat, den heiligen SOHN, den heiligen SOHN, den GOTT als eins erschaffen hat“. (1)


    Darum ist Vergebung der Schlüssel zum Glück und Verurteilung immer der selbst gewählte Weg in das Kellerkind Dasein und die Hölle der Schuld. Der Welt zu vergeben, öffnet das innere Sehen erst, wie auch immer die persönliche Entwicklung auch verlaufen mag, bietet die Vergebung an, die Erfahrung zu machen, dass Geister verbunden sind und das ist der „Sitzplatz“ einer anderen Analogie für eine andere-dimension.

    Der Gedanke 271 schließt sich daran an und lautet:

    „Christi ist die Schau, die ich heute verwenden will“ (2)

    1. Jeden Tag, jede Minute, jeden Augenblick wähle ich, worauf ich schauen will, die Geräusche, die ich hören will, und die Zeugen dessen, wovon ich möchte, dass es die Wahrheit für mich sei. Heute beschließe ich, auf das zu schauen, wovon CHRISTUS möchte, dass ich es sehe, auf GOTTES STIMME zu hören und die Zeugen für das zu suchen, was in GOTTES Schöpfung wahr ist. In der Sicht CHRISTI begegnen sich die Welt und GOTTES Schöpfung, und während sie zusammenkommen, schwindet alle Wahrnehmung dahin. SEINE gütige Sicht erlöst die Welt vom Tod, denn alles, worauf ER schaut, kann nur leben in Erinnerung an den VATER und den SOHN, den vereinten Schöpfer und die Schöpfung.

    2. VATER, die Schau CHRISTI ist der Weg zu dir. Was ER erblickt, lädt die Erinnerung an DICH ein, in mir wiederhergestellt zu werden. Und das, beschließe ich, soll das sein, worauf ich heute schaue“. (3)

    Im nächsten Beitrag folgt die Einleitung zu den Lektionen von 271 bis 280, die schon weiter oben vorgestellt wurde. Um unnötiges Suchen zu vermeiden füge ich die Einleitung unten an. Es war unnötig, die Erinnerung dort zu suchen, wo sie nicht wiederhergestellt werden kann – außerhalb von uns. Doch so war sichergestellt, dass die Erinnerung niemals verloren gehen konnte…

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 431
    (2) Übungsbuch Seite 433
    (3) Ebd.
    IP

  2. #452

    AW: Ein Kurs in Wundern

    5. „Was ist der Christus?

    1. CHRISTUS ist GOTTES SOHN, wie ER IHN schuf. ER ist das SELBST, welches wir miteinander teilen und das uns miteinander eint und auch mit GOTT. ER ist der GEDANKE, der nach wie vor im GEIST wohnt, der SEINE QUELLE ist. ER hat SEIN heiliges Zuhause nicht verlassen, noch hat ER die Unschuld verloren, in welcher ER erschaffen wurde. ER weilt unverändert und für immer im GEIST GOTTES.

    2. CHRISTUS ist das Bindeglied, das dich eins mit GOTT erhält und dafür bürgt, dass die Trennung nicht mehr als eine Illusion der Verzweiflung ist, denn Hoffnung wird für immer in IHM weilen. Dein Geist ist Teil des SEINEN und der SEINE Teil des deinen. ER ist der Teil, in dem die ANTWORT GOTTES liegt, wo sämtliche Entscheidungen bereits getroffen und Träume vorbei sind. ER bleibt von allem unberührt, was die Augen des Körpers wahrnehmen. Denn obwohl SEIN VATER die Mittel für deine Erlösung in IHN gelegt hat, bleibt ER dennoch das SELBST, DAS, wie SEIN VATER, keine Sünde kennt.

    3. Als Heim des HEILIGEN GEISTES und in GOTT allein zu Hause, bleibt CHRISTUS in Frieden im Himmel deines heiligen Geistes. Das ist der einzige Teil deines Geistes, der in Wahrheit Wirklichkeit besitzt. Der Rest sind Träume Doch werden diese Träume CHRISTUS übergeben werden, um vor SEINER Herrlichkeit zu verblassen und dir endlich dein heiliges SELBST, den CHRISTUS, zu offenbaren.

    4. Der HEILIGE GEIST reicht aus dem CHRISTUS in dir in alle deine Träume und heißt sie, zu IHM zu kommen, um in Wahrheit übersetzt zu werden. ER wird sie gegen jenen letzten Traum austauschen, den GOTT als Ende der Träume bestimmt hat. Denn wenn Vergebung auf der Welt ruht und Frieden zu jedem GOTTESSOHN gekommen ist, was könnte es noch geben, um die Dinge getrennt zu halten, denn was bleibt dann zu sehen außer CHRISTI Antlitz?

    5. Und wie lange wird dieses heilige Antlitz gesehen werden, wenn es nur das Symbol dafür ist, das die Zeit des Lernens nun vorbei und das Ziel der SÜHNE zu guter Letzt erreicht ist? Do lass uns denn das Antlitz CHRISTI suchen und auf nichts anderes schauen. Wenn wir SEINE Herrlichkeit erblicken, werden wir wissen, dass wir weder des Lernens noch der Wahrnehmung, noch der Zeit bedürfen, noch irgendetwas außer des heiligen SELBST, des CHRISTUS, DEN GOTT als SEINEN SOHN erschaffen hat“. (1)

    Die zehn Lektionen zu diesem Grundthema lauten wie folgt:

    271. „CHRISTI ist die Schau, die ich heute verwenden will.
    272. Wie können Illusionen GOTTES SOHN befriedigen?
    273. Die Stille von GOTTES Frieden ist mein.
    274. Heute gehört der Liebe. Lass mich ohne Furcht sein.
    275. GOTTES heilende Stimme schützt heute alle Dinge.
    276. Das WORT GOTTES ist mir gegeben, auf dass ich es spreche.
    277. Lass mich DEINEN SOHN nicht durch Gesetze binden, die ich gemacht habe.
    278. Wenn ich gebunden bin, dann ist mein VATER auch nicht frei.
    279. Die Freiheit der Schöpfung verspricht mir meine eigene.
    280. Welche Grenzen kann ich dem SOHN GOTTES auferlegen?“

    Weiter oben wurden die Namen Jesus und CHRISTUS in ihrer Reihenfolge und Bedeutung angesprochen, ob JESUS einen besonderen Platz bei der Heilung einnimmt, wird als 23. Frage im Handbuch angesprochen:

    „In der Bibel steht: >>Bitte in NAMEN JESU CHRISTI<<. Ist das nur ein Appell an die Magie? Ein Name heilt nicht, noch ruft eine Beschwörung irgendeine besondere Macht hervor. Was bedeutet es, Jesus CHRISTUS anzurufen? Was verleiht das Anrufen eines Namens? Warum ist ihn anzurufen, Teil der Heilung?“ (3)

    Die Welt mit den Augen CHRISTI zu sehen, ist heilsam. Alle Worte und alle Namen sind nur Symbole für eine Liebe, die nicht von dieser Welt ist. Der Name Jesu CHRISTI ist ein Symbol, das sicher verwendet werden kann und wird im Antlitz Christi zum leuchtenden Symbol für das WORT GOTTES.

    Um die Intention des Kurses noch einmal klar abzubilden und auf das Missverständnis der Konkurrenz zwischen Religionssystemen einzugehen, das folgende Zitat, um näher auf das Ziel des Lernens einzugehen:

    „Dieser Kurs ist von ihm gekommen, weil seine Worte dich in einer Sprache erreichen, die du lieben und verstehen kannst. Sind andere Lehrer möglich, um denjenigen voranzugehen, die andere Sprachen sprechen und andere Symbole anrufen? Ganz gewiss gibt es sie. Würde GOTT irgendjemanden in schweren Zeiten alleine lassen ohne eine sehr gegenwärtige Hilfe, einen Erlöser, der IHN symbolisieren kann? Doch brauchen wir einen vielfältigen Lehrplan nicht der inhaltlichen Unterschiede wegen, sondern weil die Symbole wechseln und sich ändern müssen, um dem jeweiligen Bedürfnis zu entsprechen. Jesus ist gekommen, um dem deinen zu entsprechen. In ihm findest du die Antwort GOTTES. Lehre du also mit ihm, denn er ist bei dir – er ist immer hier“. (4)

    (Kap.25:III) „Der Erlöser aus der Dunkelheit“
    https://www.youtube.com/watch?v=F9Te...CzPxZ&index=82

    Ab 1:54 wird darin die Frage gestellt, die sich jedes Selbst sich selbst stellen muss:

    „Ist es nicht seltsam, dass du immer noch die Hoffnung hegst, Befriedigung aus der Welt zu ziehen, die du siehst? Wie lange brauchst du, um zu merken, dass die Chance einer Änderung in dieser Hinsicht es kaum wert sein kann, eine Veränderung aufzuschieben, aus der ein besseres Ergebnis entstehen könnte? (6)

    Allerdings besitzt das Ego die allgemeine Tendenz, diesen Gedanken „umzudeuten“ und für uns unzugänglich zu machen. An dieser Stelle wird es all das Leid aus dem Ärmel zaubern, das wir jemals erlebt haben und als scheinbaren „Gegenbeweis“ auffahren. Mit diesen Gegenbeweisen soll die Veränderung an eine „Wenn-Dann-Sonst-Verknüpfung“ gebunden werden, die unseren Willen zum Willen GOTTES umzuformen sucht. Erst „wenn“ dieses so oder so ist, „dann“ könnte ich es „vergeben und vergessen“ und SONST, lieber GOTT, bin ich lieber weiterhin zornig, greife alles an, was sich noch bewegt und spiele weiterhin, das EGO zu sein. Doch erkannt werden kann bisher nur, dass vom Ego zwar gesucht, aber nicht gefunden wurde. An dieser Stelle ist nicht auf die Formen zu schauen, die das Ego - zumindest mir - präsentiert hat, sondern auf den Inhalt des Bildes, dessen Rahmen (die Ego-Körper-Illusion) den Blick auf das Wesentliche verschleiern soll. Um das „Bild“ noch einmal aufzunehmen, wie es das Hörbuch heute vermittelt, etwas über die kollektive Vergangenheit des Egos in jedem von uns, die wir die Wahrheit bisher erfolgreich vergessen haben WOLLEN müssen:

    Außer Jesus, der durch das Erkennen der Wahrheit zur Wahrheit zurückkehrte, den Tod des Körpers überwand, indem ER das Leben annahm und sich als „dasselbe wie CHRISTUS“ erkannte, erwarb sich Jesus den NACHNAMEN CHRISTUS. Daher JESUS CHRISTUS, der SOHN GOTTES, unser aller älterer Bruder. Doch es wird nirgendwo gesagt, es sei unser einziger älterer Bruder und diesen „Ausschließlichkeitsanspruch“ fand ich im Kurs NICHT. Daher lerne ich ihn. Er umschließt alles, was ist, mit der gleichen und gerechten Liebe des Vaters für alle seine Kinder und Enkel. Der Rahmen, den Gott der Schöpfung gab, ist die LIEBE zu jedem Punkt des wahren Bildes, das sein Inhalt ist und das ER kennt, wie es ist. Welchen Rahmen bietet uns jedoch das Ego an?

    „Seine Vergangenheit ist fehlgeschlagen. Sei froh, dass sie in deinem Geist vergangen ist, um das, was dort ist, zu verdunkeln. Nimm die Form nicht für den Inhalt, denn die Form ist nur ein Mittel für den Inhalt. Und der Rahmen ist lediglich ein Mittel, um das Bild hochzuhalten, damit es gesehen werden kann. Ein Rahmen, der das Bild verdeckt, hat keinen Zweck. Er kann kein Rahmen sein, wenn er das ist, was du siehst. Ohne das Bild ist der Rahmen seiner Bedeutung ledig. Sein Zweck ist es, das Bild hervorzuheben, nicht sich selbst.

    Wer hängt denn einen leeren Rahmen an die Wand und steht in tiefer Ehrerbietung vor ihm, als wäre dort ein Meisterwerk zu sehen? Doch wenn du deinen Bruder als einen Körper siehst, tust du nichts anderes. Das Meisterwerk, das GOTT in diesen Rahmen fasste, ist das Einzige, was es zu sehen gibt. Der Körper hält es eine Zeit lang, ohne es in irgendeiner Weise zu verschleiern. Doch das, was GOTT erschaffen hat, braucht keinen Rahmen, denn was ER schuf, das stützt und rahmt ER in SICH SELBST. ER bietet dir den Anblick SEINES Meisterwerkes an. Möchtest du lieber an dessen Statt den Rahmen sehen? Und das Bild gar nicht sehen?

    Der HEILIGE GEIST ist der Rahmen, den GOTT um jenen Teil von IHM getan hat, den du als separat siehst. Doch dessen Rahmen ist mit seinem Schöpfer verbunden, eins mit IHM und SEINEM Meisterwerk“. (6)

    Was könnte das Antlitz CHRISTI anderes sein, als das Bild, das unser Vater von SEINEM SOHN hat. Das Ego sagt, da ist kein Bild, das sich zu sehen lohnen könnte und schmückt lieber den Rahmen so ausladend, dass eine Einladung an Jesus Christus und die Wahrheit damit nicht verbunden ist. Sich das Antlitz Christi vor seinem inneren Auge vorzustellen, erhellt und erhält unser Angesicht, wie auch das sorgenfreie Gesicht und die klare Sicht. Dann kann der Name mit einem symbolhaften Bild verknüpft werden, das Mittel für den Inhalt ist.

    Das weitere Hörbuch kann ich nur ans Herz legen.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 432
    (2) Übungsbuch Seiten 433 - 437
    (3) Handbuch für Lehrer Seite 58
    (4) Handbuch für Lehrer Seite 59
    (5) Textbuch Seite 522
    (6) Textbuch Seite 523
    IP

  3. #453

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 272 „Wie können Illusionen GOTTES SOHN befriedigen?“ (1)

    1. VATER, die Wahrheit gehört mir. Mein Zuhause ist im HIMMEL festgesetzt durch DEINEN WILLEN und den meinen. Können Träume mich zufrieden stellen? Können Illusionen mir Glück bringen. Was außer der Erinnerung an DICH kann DEINEN SOHN befriedigen? Ich will nicht weniger annehmen, als was DU mir gegeben hast. Ich bin von DEINER Liebe umgeben, ewig still, ewig sanft und ewig sicher. Der SOHN GOTTES muss so sein, wie DU ihn schufst.

    2. Heute gehen wir vorbei an Illusionen. Und wenn wir hören, wie die Versuchung uns zuruft, dazubleiben und in einem Traum zu verweilen, dann wenden wir uns ab und fragen uns, ob wir, die SÖHNE GOTTES, uns mit Träumen zufrieden geben könnten, wenn doch der Himmel ebenso leicht wie die Hölle gewählt werden kann und die Liebe glücklich jede Angst ersetzen wird.

    So sei noch einmal an das Hörbuch über den „Held des Traumes“ erinnert. Den dritten Absatz daraus möchte ich noch einmal im Kontext des heutigen Leitgedankens aufgreifen:

    „Die fortgesetzten Abenteuer des Körpers vom Zeitpunkt der Geburt bis hin zum Sterben sind das Thema jeden Traums, den die Welt je träumte. Der >>Held<< dieses Traumes wird sich nie ändern, noch wird sein Zweck es tun. Obwohl der Traum selbst viele Formen annimmt und eine große Mannigfaltigkeit von Orten und Ereignissen zu zeigen scheint, in denen sich sein >>Held<< befindet, hat er doch nur einen Zweck, der auf vielerlei Arten Art gelehrt wird. Diese einzige Lektion versucht der Traum zu lehren, noch einmal und noch einmal, dass er Ursache ist, nicht Wirkung. Und du bist seine Wirkung und kannst nicht seine Ursache sein“. (3)

    Das ist die Frage hier:
    Sind wir der Träumer oder sind wir der Traum?
    Haben wir den Traum verursacht oder verursacht der Traum uns?
    Sind wir die Ursache der Hölle, die wir noch sehen?

    Wenn der Himmel so leicht wie die Hölle gewählt werden kann, ist es diese Wahlmöglichkeit, die uns lange als ein Fluch erschien und welche doch ein Segen ist. Als der Träumer des Traumes wird der Traum als Schlaf erkannt. Solange wir in der Physis verweilen, sind wir aus Sicht des Himmels in einem Reich der Träume, da wir des HIMMELS in diesem Moment nicht gegenwärtig sind.

    Sehen wir wieder auf das Lehrstück des Geistes, dass ich mir offensichtlich im Traum zu erleben, selbst ausgesucht habe. Bisher schien ich nicht der Träumer zu sein, sondern der Traum und stolperte von einer Fehleinschätzung des Traumes in den nächsten Irrtum. Sagen wir, diese 25 Jahre Traum habe ich mir, wie oben ersichtlich, sogar mit GOTT zusammen als Lehrstück des Geistes ausgesucht. Die (bisher) ungesehene Lüge, auf der alle Ereignisse und Folgewirkungen aufbauten, ließ mich niemals die wahre Ursache sehen, die als Unwahrheit eine Illusion zur Grundlage hatte. Ein Satz des Hör- und damit Textbuches passt an dieser Stelle haargenau:

    „In dem Moment, in dem er sie als das sieht, was sie sind, haben sie keine Wirkungen mehr auf ihn, weil er versteht, dass er ihnen Wirkungen gegeben hat, indem er sie verursachte und wirklich erscheinen ließ“. (4)

    In dem Moment, in dem ich die Lüge als Illusion sehen konnte, wurde den Träumern und den Folgekreisläufen ihre bisherigen Wirkung entzogen, da das selbst gewählte „Lehrstück des Geistes“ zu offensichtlich wurde, um noch mit Zufall erklärt zu werden.

    Als GOTT und meine damals nicht an einen Körper gebundene Existenzform die Knotenpunkte der Reise zusammen planten, wurde die Ursache gesetzt. Der damals damit verursachte Traum mitsamt seinen Traumgestalten und Traumrollen wird nun jedoch nicht mehr im Ursache- und Wirkungskontext gesehen, was im Original gehört werden muss:

    „Wie sehr bist du gewillt, den Wirkungen aller Träume zu entrinnen, die die Welt je hatte? Ist es dein Wunsch, keinen Traum als die Ursache dessen erscheinen zu lassen, was du tust“ (und was du bist, Anm.)? (4)

    Kann mich denn ein Traum wirklich verändert haben? Wie könnte ich sein, was der Traum mir scheinbar „antat“, wenn ich doch seine Ursache bin? Wenn der Traum jedoch nicht als Illusion betrachtet wird und zur Ursache von Handlungen, Entscheidungen oder dem Selbstbild wird, „träumen“ wir.

    „Dann lass uns lediglich auf den Anfang des Traumes schauen, denn der Teil, den du siehst, ist nur der zweite Teil, dessen Ursache im ersten liegt. Niemand, der schläft und in der Welt träumt, erinnert sich an seinen Angriff auf sich selbst. Niemand glaubt, es habe wirklich eine Zeit gegeben, als er nichts von einem Körper wusste und sich die Welt niemals als wirklich hätte vorstellen können. Er hätte gleich gesehen, dass diese Ideen EINE Illusion sind, zu lächerlich für irgendetwas anderes, als durch Lachen verscheucht zu werden. Wie ernst scheinen sie jetzt zu sein? Und niemand kann sich mehr erinnern, wann ihnen mit Lachen und Unglauben begegnet worden wäre. Wir können uns daran erinnern, wenn wir nur ihre Ursache direkt anschauen. Und wir werden Gründe zum Lachen sehen und keine Ursache zur Angst.“ (5)

    Jeder hat seinen Traum als Angriff auf sich selbst gewählt, die Summe aller Träume dieser Welt beruht auf einer Verkehrung (einer Illusion) von Ursache und Wirkung. Daher könnten wir auch den HIMMEL wählen, doch zuerst muss die Verantwortung für das bisherige Träumen im Träumer und nicht im Traum verortet werden. Sonst sind wir Gefangene im selbst gewählten Angriff, einer Zeit, in der der Traum nicht als Traum erkannt wurde.

    „Lass uns den Traum, den er weggegeben hat, dem Träumer zurückerstatten, der den Traum als von sich separat und als etwas wahrnimmt, was ihm angetan wird. In die Ewigkeit, wo alles eins ist, kam eine winzig kleine Wahnidee geschlichen, und GOTTES SOHN vergaß, darüber zu lachen: Und weil er das vergaß, ist der Gedanke zu einer ernsten Idee geworden und sowohl der Umsetzung als auch realer Wirkungen fähig. Gemeinsam können wie sie beide weglachen und verstehen, dass die Zeit sich nicht in die Ewigkeit eindrängen kann. Es ist ein Witz, zu glauben, die Zeit könne kommen, um die Ewigkeit zu überlisten – was bedeutet, dass es keine Zeit gibt“. (6)

    Weil ich hier einmal die Abgrenzung von Ewigkeit und Zeitlosigkeit als zu klärende Frage in den Raum warf, könnte der nächste Absatz auch unter diesem Aspekt betrachtet werden:

    „Eine Zeitlosigkeit, in der die Zeit wirklich gemacht wird, ein Teil von GOTT, der sich selbst angreifen kann, ein getrennter Bruder als ein Feind, ein Geist in einem Körper: Das alles sind Formen einer Kreisbewegung, deren Ende an ihrem Anfang beginnt und bei ihrer Ursache endet. Die Welt, die du siehst, bildet genau das ab, was du getan zu haben dachtest. Nur dass du jetzt denkst, dass dir das angetan wird, was du getan hast. Die Schuld für das, was du gedacht hast, wird aus dir hinaus in eine schuldige Welt verlegt, die statt deiner deine Träume träumt und deine Gedanken denkt. Sie bringt ihre Rache, nicht deine eigene. Sie hält dich eng in einen Körper eingekerkert, den sie bestraft um all der sündigen Dinge willen, die der Körper tut in diesem Traum. Du hast keine Macht, den Übeltaten deines Körpers Einhalt zu gebieten, weil du ihn nicht gemacht hast und weder seine Handlungen noch seinen Zweck noch sein Geschick kontrollieren kannst“. (7)

    Das ist die Welt der Körper, die wir im Traum erleben, in dem wir uns nicht als der Träumer sehen. Wir haben einfach vergessen, ein paar im Himmel undenkbare Ideen nicht als Schwachsinn zu erkennen und darüber einfach herzlich zu lachen. Wenn man die Illusionen als Illusionen erkannt hat, steigt die Möglichkeit im Geiste auf, sich ebenso einen Traum zu wünschen, der dem Himmel so nahe ist, dass die Ewigkeit im Traume greifbar wird. Wenn ein Problem gelöst werden will, muss es zunächst erkannt werden. Jetzt folgen die Sätze, die das Dilemma der Schuldprojektionen als ein „störrisches Manöver“ unseres eseligen Egos entlarven:

    „Die Welt zeigt dir nur eine uralte Wahrheit auf. Du wirst glauben, dass andere dir genau das angetan haben, was du ihnen angetan zu haben glaubst. Lässt du dich erst einmal dahingehend irreführen, ihnen die Schuld zuzuweisen, dann siehst du die Ursache dessen, was sie tun, nicht mehr, weil di willst, dass die Schuld auf ihnen liege. Wie kindisch ist das störrische Manöver, deine Unschuld dadurch zu bewahren, dass du Schuld nach außen abschiebst, sie aber niemals loslässt? Es ist nicht leicht, den Witz wahrzunehmen, wenn deine Augen überall um dich herum seine schwerwiegenden Folgen sehen, aber ohne ihre geringfügige Ursache. Ohne Ursache sehen ihre Wirkungen tatsächlich ernst und fürwahr traurig aus. Doch sind sie nur die Folge. Und ihre Ursache ist es, die auf nichts folgt und die nichts als ein Witz ist“. (8)

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 433
    (2) Ebd.
    (3) Textbuch Seite 588
    (4) Ebd.
    (5) Ebd.
    (6) Textbuch Seite 589
    (7) Ebd.
    (8) Ebd.
    IP

  4. #454

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 273 „Die Stille von GOTTES Frieden ist mein“. (1)

    1. „Vielleicht sind wir nun bereit für einen Tag der ungestörten Stille. Sollte das noch nicht machbar sein, sind wir es zufrieden und mehr als noch zufrieden, zu lernen, wie sich ein solcher Tag erreichen lässt. Wenn wir einer Störung nachgeben, dann lass uns lernen, wie wir sie von uns weisen und zurück zum Frieden kehren können. Wir brauchen nur mit Gewissheit unserem Geist zu sagen: >>Die Stille von GOTTES Frieden ist mein<<, und nichts kann den Frieden stören, den GOTT SELBST SEINEM SOHN gegeben hat.

    2. VATER, DEIN Frieden ist der meine. Was brauche ich zu fürchten, dass irgendetwas mich dessen berauben kann, wovon DU möchtest, dass ich es behalte? Ich kann DEINE Gaben an mich nicht verlieren. So ist der Frieden, den DU DEINEM SOHN gabst, immer nicht bei mir, in Stille und in meiner eigenen ewigen Liebe zu DIR“. (2)


    Der Leitgedanke wirkt wirklich, kann jeder Mensch ganz einfach selbst ausprobieren. Im Zurückweisen von „Störungen“ liegt ein Schlüssel zur Herrschaft über den eigenen Geist. Es ist nicht unsere Stärke, die hierbei wirksam wird, sondern die Verbindung zu den Gaben, die unser Freund uns allen gegeben hat. Selbst in Situationen, in denen sonst kein Geistesfrieden möglich erschien, hilft die bestehende Verbindung zur Quelle aller zeitlosen Gaben, bestimmten Gedankengängen nicht wahllos zu folgen. Die Ursache sich negativ anfühlender Bewusstseinszustände liegt immer im nicht rechtzeitigen Zurückweisen unberichtigter Gedanken. Wir können beschließen, verletzende Gedanken zu verändern. Hierbei hilft ebenso das Lachen wie der HEILIGE GEIST:

    „Mit sanftem Lachen nimmt der Heilige Geist die Ursache (einer Störung des Geistesfriedens, Anm. M) wahr und schaut auf ihre Wirkungen. Wie könnte ER deinen Irrtum sonst berichtigen? ER heißt dich, jede fürchterliche Wirkung IHM zu überbringen, damit IHR gemeinsam auf ihre törichte Ursache schauen und du eine Weile mit IHM lachen mögest. Du beurteilst Wirkungen, doch ER hat ihre Ursache beurteilt. Und durch SEIN Urteil werden Wirkungen beseitigt. Vielleicht kommst du in Tränen. Doch hör IHN sagen: >>Mein Bruder, heiliger Sohn GOTTES, sieh deinen nichtigen Traum, in dem dieses geschehen konnte. << Und du wirst den heiligen Augenblick verlassen, in dem dein Lachen und das deines Bruders sich mit dem SEINEN verbunden hat“. (3)

    Nun folgt eine der Schlüsselstellen des Kurses. Ich bin nicht einmal sicher, sie wirklich schon ganz verstanden zu haben…

    „Das Geheimnis der Erlösung ist nur dies: dass du dir dieses selbst antust. Der Form des Angriffs völlig ungeachtet ist dies dennoch wahr. Wer immer auch die Rolle von Feind und Angreifer übernimmt, dies ist trotzdem die Wahrheit. Was immer auch die Ursache von irgendeinem Schmerz und Leiden, die du verspürst, zu sein scheint, dies ist dennoch wahr. Denn du würdest gar nicht auf Figuren reagieren in einem Traum, von dem du wüsstest, dass du ihn träumst. Lass sie so hasserfüllt sein und so bösartig sein, wie sie nur wollen, sie könnten keine Wirkung auf dich haben, es sei denn, du versäumtest zu begreifen, dass es dein Traum ist“. (4)

    Das sei die einzige Lektion, die es zu lernen gilt, wird in den nächsten drei Absätzen des Textes weiter ausgeführt, wie auch zum Ende des Hörbuches „Der Held des Traums“: https://www.youtube.com/watch?v=K8Mw...zPxZ&index=106


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 434
    (2) Ebd.
    (3) Textbuch Seite 589
    IP

  5. #455

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 274 "Heute gehört der Liebe. Lass mich ohne Furcht sein". (1)

    1. „VATER, heute möchte ich alle Dinge so sein lassen, wie DU sie erschaffen hast, und DEINEM SOHN die Ehre geben, die seiner Sündenlosigkeit gebührt, die Liebe eines Bruders zu seinem Bruder und zu seinem FREUND. Dadurch werde ich erlöst. Dadurch wird auch die Wahrheit dort einkehren, wo Illusionen waren, Licht wird alle Dunkelheit ersetzen, und DEIN SOHN wird erkennen, dass er so ist, wie DU ihn schufst.

    2. Ein besonderer Segen kommt heute zu uns, von IHM, DER unser VATER ist. Gib IHM diesen Tag, und es wird heute keine Furcht geben, weil der Tag der Liebe hingegeben ist“. (2)

    Zur Wiederholung der letzte Absatz von gestern:

    „4. Das Geheimnis der Erlösung ist nur dies: dass du dir dieses selbst antust. Der Form des Angriffs völlig ungeachtet ist dies dennoch wahr. Wer immer auch die Rolle von Feind und Angreifer übernimmt, dies ist trotzdem die Wahrheit. Was immer auch die Ursache von irgendeinem Schmerz und Leiden, die du verspürst, zu sein scheint, dies ist dennoch wahr. Denn du würdest gar nicht auf Figuren reagieren in einem Traum, von dem du wüsstest, dass du ihn träumst. Lass sie so hasserfüllt sein und so bösartig sein, wie sie nur wollen, sie könnten keine Wirkung auf dich haben, es sei denn, du versäumtest zu begreifen, dass es dein Traum ist“. (3)

    „5. Hüte dich vor der Versuchung, doch als ungerecht behandelt wahrzunehmen. Aus dieser Sicht versuchst du eine Unschuld zu finden, die nicht die IHRE ist, sondern allein die deine, und zwar auf Kosten der Schuld eines anderen. Kann Unschuld dadurch erworben werden, dass du einem anderen deine Schuld gibst? Und ist es Unschuld, die dein Angriff auf ihn zu bekommen versucht? Ist es nicht Vergeltung für deinen eigenen Angriff auf den GOTTESSOHN, die du suchst? Ist es nicht sicherer zu glauben, du seist dessen unschuldig und deiner Unschuld ungeachtet zum Opfer gemacht worden? Auf welche Art das Schuldspiel auch gespielt wird, es muss Verlust geben. Jemand muss sein Unschuld verlieren, damit ein anderer sie ihm nehmen kann, um sie zu seiner eigenen zu machen“. (4)

    Wie gesagt, zum Ende des Hörbuches von gestern… Zwei Absätze sind noch zu ergänzen!

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    1. Übungsbuch Seite 434
    2. Ebd.
    3. Textbuch Seite 589
    4. Ebd.
    IP

  6. #456

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 275: „GOTTES heilende Stimme schützt heute alle Dinge“ (1)

    1. Lass uns heute auf die STIMME FÜR GOTT achten, die eine alte Lektion spricht, die heute nicht wahrer ist als an irgendeinem anderen Tag. Doch wurde dieser Tag als eine Zeit gewählt, in der wir suchen, hören, lernen und verstehen werden. Schließe dich mir beim Hören an. Denn die Stimme für GOTT berichtet uns von Dingen, die wir alleine nicht verstehen noch getrennt erlernen könnten. Das ist es, worin alle Dinge geschützt sind. Und darin wird die Heilung der STIMME für GOTT gefunden.

    2. DEINE heilende Stimme schützt heute alle Dinge, so überlasse ich denn alle Dinge DIR. Ich brauche mich um nichts zu sorgen. Denn DEINE STIMME wird mir sagen, was ich tun, wohin ich gehen, zu wen ich sprechen und was ich ihm sagen soll, welche Gedanken ich denken und welche Worte ich der Welt geben soll. Die Sicherheit, die ich bringe, ist mir gegeben. VATER, DEINE STIMME schützt durch mich alle Dinge“. (2)

    Im ersten Absatz wird gesagt, wir sollten uns CHRISTUS beim Hören der Dinge anschlie0en, um sie zu verstehen. Wir können nicht getrennt lernen, eins mit dem Leben zu sein. So liegt in der Sicherheit und dem Schutz dieses Gedankens auch die Heilung von der Versuchung, sich als ungerecht behandelt zu sehen. Daher weise ich häufig darauf hin, dass die Gedanken selbsterklärend sind, denn wir signalisieren durch die Übungsabsicht, zuhören zu wollen, zumindest, wenn nach dem Denken des Gedankens eine Pause und damit Raum gelassen wird. Raum für die heilende Stimme, die wir allein ohne CHRISTUS nicht unverzerrt wahrnehmen. Es ist ein Frieden, den CHRISTUS uns verleiht, worin die Stimme für Gott die Heilung legen kann.

    Zwei Absätze sind noch anzufügen:

    3. „Das Geheimnis der Erlösung ist nur dies: dass du dir dieses selbst antust. Der Form des Angriffs völlig ungeachtet ist dies dennoch wahr. Wer immer auch die Rolle von Feind und Angreifer übernimmt, dies ist trotzdem die Wahrheit. Was immer auch die Ursache von irgendeinem Schmerz und Leiden, die du verspürst, zu sein scheint, dies ist dennoch wahr. Denn du würdest gar nicht auf Figuren reagieren in einem Traum, von dem du wüsstest, dass du ihn träumst. Lass sie so hasserfüllt sein und so bösartig sein, wie sie nur wollen, sie könnten keine Wirkung auf dich haben, es sei denn, du versäumtest zu begreifen, dass es dein Traum ist.

    4. Hüte dich vor der Versuchung, doch als ungerecht behandelt wahrzunehmen. Aus dieser Sicht versuchst du eine Unschuld zu finden, die nicht die IHRE ist, sondern allein die deine, und zwar auf Kosten der Schuld eines anderen. Kann Unschuld dadurch erworben werden, dass du einem anderen deine Schuld gibst? Und ist es Unschuld, die dein Angriff auf ihn zu bekommen versucht? Ist es nicht Vergeltung für deinen eigenen Angriff auf den GOTTESSOHN, die du suchst? Ist es nicht sicherer zu glauben, du seist dessen unschuldig und deiner Unschuld ungeachtet zum Opfer gemacht worden? Auf welche Art das Schuldspiel auch gespielt wird, es muss Verlust geben. Jemand muss seine Unschuld verlieren, damit ein anderer sie ihm nehmen kann, um sie zu seiner eigenen zu machen.

    5. Du denkst, dein Bruder sei dir gegenüber ungerecht, weil du denkst, einer müsse ungerecht sein, damit der andere unschuldig werde. Und in diesem Spiel nimmst du für deine ganze Beziehung einen einzigen Zweck wahr. Und diesen suchst du dem Zweck beizufügen, der ihr gegeben ist. Das Ziel des HEILIGEN GEISTES ist es, dich die GEGENWART der heiligen Gäste erkennen zu lassen. Und diesem Zweck gibt es nichts hinzuzufügen, denn die Welt ist zwecklos mit Ausnahme von diesem. Diesem einen Ziel etwas beizufügen oder wegzunehmen heißt, der Welt und dir selbst allen Zweck zu nehmen. Und jede Ungerechtigkeit, die dir die Welt aufzuerlegen scheint, hast du ihr auferlegt, indem du sie zwecklos gemacht hast und ohne die Funktion, die der HEILIGE GEIST sieht. Und so ist jedem Lebewesen auf der Erde die einfache Gerechtigkeit verweigert worden.

    6. Was diese Ungerechtigkeit dir antut, der du ungerecht beurteilst und so siehst, wie du geurteilt hast, kannst du gar nicht abschätzen. Die Welt wird trübe und bedrohlich, keine Spur des ganzen frohen Funkelns, das dir die Erlösung bringt, ist für dich wahrnehmbar, auf das es deinen Weg erhelle. Und so siehst du dich, als seist du des Lichts beraubt, dem Dunkel preisgegeben und ungerecht und ohne Zweck in einer nichtigen Welt zurückgelassen. Die Welt ist gerecht, weil der HEILIGE GEIST die Ungerechtigkeit dem Licht im Innern überbracht hat, und dort ist jede Ungerechtigkeit aufgelöst worden und durch Gerechtigkeit ersetzt und Liebe. Wenn du irgendwo Ungerechtigkeit wahrnimmst, so brauchst du nur zu sagen:

    Hierdurch verleugne ich die Gegenwart des VATERS und des SOHNES. Und ich möchte SIE lieber erkennen als Ungerechtigkeit sehen, die von IHRER GEGENWART weggeleuchtet wird. (3)



    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 435
    (2) Ebd.
    (3) Textbuch Seite 566
    IP

  7. #457
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    18.June 2009
    Ort
    Neuermark (Altmark)
    Beiträge
    137

    AW: Ein Kurs in Wundern

    sag mal michael,
    wozu dient der ordner hier? sind das alles zitate, diese sogenannten lektionen? vermengst du nicht schon zu beginn die buchperspektive mit deiner eigenen? fehlt dir hier nicht die resonanz? ich finde deine mühe beachtlich was das abtippen oder abkopieren angeht, aber ganz klar ist mir deine absicht nicht.

    rätselhafte grüße,

    saul
    IP

  8. #458

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Zitat Zitat von saul Beitrag anzeigen
    sag mal michael,
    wozu dient der ordner hier? sind das alles zitate, diese sogenannten lektionen? vermengst du nicht schon zu beginn die buchperspektive mit deiner eigenen? fehlt dir hier nicht die resonanz? ich finde deine mühe beachtlich was das abtippen oder abkopieren angeht, aber ganz klar ist mir deine absicht nicht.

    rätselhafte grüße,

    saul
    Danke für die Fragen. Der Reihe nach:

    Wozu dient der Ordner? Der Kurs meint ausdrücklich, du lernst, was du lehrst. Mehr ist es nicht. Es ist das Gleiche als zu sagen: Geben und Empfangen sind eins.

    zu 2.: Die 365 Lektionen sind eine Jahresübung, im Prinzip ein Jahr, in dem eine persönliche Beziehung zu GOTT aufgebaut wird, die von CHRISTUS und dem HEILIGEN GEIST inspiriert wird. Daher macht es nichts, zu lehren, um zu lernen.

    zu 3: Was Deine Buchpersektive ist, wäre für mich zu wissen nötig, diese Frage einschätzen zu können. Kenntest Du das Textbuch, müssten Dir die Lektionen bekannt sein. Kennst Du es nicht, ist die Frage wohl eher hypothetisch. Was ich hier einzig abbilde, ist die persönliche Verändeerungswirkung des Kurses, die letztlich erreicht ist, wenn durch die Vergebung jeder zu seinem SELBST zurückgefunden hat.

    Ob mir die Resonanz fehlt ist eine Frage der Perspektive. Ich brauche nichts. Was sollte mir daher fehlen? Daneben erfahre ich die Resonanz durchaus, wenn ich hier Mist erzählt habe, was zuweilen in persönlich eingefärbten Situationen vorkam. Doch gerade das beweist am Ende die Wirksamkeit des Kurses in Bezug auf die Reslilienz, die im Umgang mit schwierigen Situationen erlangt wird.

    Zur Mühe, die ich nicht als mühevoll empfand, trug anfangs bei, mich an die vom Verlag bisher erlaubten 2.5% zu halten. Aber es gibt kein Patentrecht auf diese Worte. Was als Absicht zu erkennen wäre, habe ich vorher in 8 Worte gefasst:


    Lektion 276 „Das Wort GOTTES ist mir gegeben, auf dass ich es spreche“ (1)


    1. „Was ist das WORT GOTTES? MEIN SOHN ist rein und heilig wie ICH SELBST. Und also wurde GOTT zum VATER des SOHNES, den ER liebt, denn also wurde er erschaffen. Dies ist das WORT, welches SEIN SOHN nicht mit IHM schuf, denn darin ist SEIN SOHN geboren worden. Wir wollen SEINE VATERSCHAFT annehmen, und alles ist uns gegeben. Verleugne, dass wir in SEINER LIEBE erschaffen wurden, und wir verleugnen unser SELBST, um dessen unsicher zu sein, wer wir sind, wer unser VATER ist und zu welchem Zweck wir gekommen sind. Doch brauchen wir IHN nur anzuerkennen, DER uns SEIN WORT bei unserer Erschaffung gab, damit wir uns an IHN erinnern und uns so unser SELBST wieder in Erinnerung rufen.

    2. VATER, DEIN WORT ist das meine. Und dieses ist es, das ich zu allen meinen Brüdern sprechen möchte, die mir gegeben sind, um mir so wie mein Eigen lieb und teuer zu sein, so wie ich von DIR geliebt, gesegnet und erlöst werde.


    Sind ja nur 8 Worte: Ihr seid rein und heilig wie GOTT SELBST.


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 435
    (2) Ebd.
    IP

  9. #459

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Ja, mehr gibt es echt nicht zu sagen: Ihr seid heilig und rein wie GOTT SELBST.

    Warum es nicht geglaubt wird, erfordert jedoch einige Erläuterung, um berichtigt werden zu wollen.

    So beschränke ich mich künftig darauf, einfach den jeweiligen Tageslektionsgedanken in der dritten Person Plural zu wiederholen.

    Heute würde der Gedanke dann lauten:

    279: "Die Freiheit der Schöpfung verspricht ihnen ihre eigene".

    Zur Freiheit wäre unter Lektion 61 schon etwas zu finden. Seite 14 meine ich...

    Dort wurde im Hörbuch auch der Freudsche Irrtum erklärt.

    Saul hat Recht: Der Kurs ist der Kurs. Dies ist nur der Beleg für die Veränderungswirkung.

    Eines kann jedoch gesagt werden: Meine Meisterübung, jeden Tag alle Leitgedanken mit dem Tagesgedanken zu verknüpfen, hilft mir, jedes sich in die Übung eindrängende Problem in allen seinen unerkannten Facetten zu beleuchten. Das ist insofern schon eine Lernerfahrung, die durchaus einen Sinn und Zweck in der Darstellung bieten könnte.

    Was Saul berechtigt einwendet, ist, dass das erste Lehrjahr sich einzig am Textbuch, den Lektionen und dem Heiligen Geist orientieren sollte.

    Und zur Resonanz, die hinterfragt wurde, sei zu ergänzen, dass nicht nur jeder Mist, den ich erzählt habe, zurückkommt, sondern viel mehr auch jede Hoffnung, die im Geist geweckt werden konnte. Da diese Hoffnung in ihrer Quelle identisch verwurzelt ist, verbinden auch zuweilen ungeschickte Wortwahlen trotzalledem mit dieser Quelle allen Lebens.

    Nur, wer Freiheit gibt, kann Freiheit finden. Und ihre ganze Freiheit ist in GOTT allein. Wenn sie nur schon ALLE verstanden hätten, dass auch diese acht einfachen Worte wahr sind...


    Gut, ist Seite 13. Zur Erinnerung:

    Die Fixierung im Frieden Gottes ist ein hilfreiches Konzept (ZUR ERLANGUNG WAHRER FREIHEIT). Endgültig heißt, ohne Ende gültig bleibend. Klarheit ist ein Zustand des Lichts, das Verständnis von Sinn und Zweck der Bindung an unsere Quelle.

    Hierzu wäre auch das Kapitel über die „Zeit und Ewigkeit“ hilfreich:
    https://www.youtube.com/watch?v=xRo7dOrzKL4

    Über den Unterschied zwischen Selbstsucht und Selbstfülle informiert: „Die Ausdehnung des Himmelreiches“
    https://www.youtube.com/watch?v=M4ROgEa-qog

    Über Freud und die „Ewige Bindung“ wird hier etwas Interessantes gesagt:
    https://www.youtube.com/watch?v=POth1KkZeaQ

    „Fixiert im Frieden Gottes“.

    „Sage dir (, wenn du nicht in einem Zustand von lichtvoller Klarheit bist, Anm. wsib): folgendes:

    Ich muss mich falsch entschieden haben, weil ich nicht in Frieden bin.
    Ich habe die Entscheidung selbst getroffen,
    kann mich aber auch anders entscheiden.
    Ich will mich anders entscheiden, weil ich in Frieden sein will.
    Ich fühle mich nicht schuldig, weil der Heilige Geist alle Folgen meiner
    Fehlentscheidungen aufheben wird, wenn ich IHN nur lasse.
    Ich beschließe, IHN das tun zu lassen, indem ich ihm gestatte,
    für mich die Entscheidung für Gott zu treffen. (2)

    Es existiert ein Gedanke über uns in Gottes Geist, in dem wir alle weiterhin das Licht der Welt sind. Diese Wirklichkeit ist unberührt von allen Irrtümern. Jeder ist das Licht der Welt, niemand wird von unserem Freund jemals als „weniger“ gesehen. Wir sind also aus dem Grunde hier, unsere einzige Funktion darin zu sehen, das Licht zu sein.
    IP

  10. #460

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 280 „ Welche Grenzen können sie dem SOHN GOTTES auferlegen?“

    „Sie“ ist eine symbolische Umschreibung für unsere veränderliche Geistpartition. Grenzenlos ist der unveränderte Teil unseres Geistes, oder auch der Zustand, in dem schon vergeben wurde. Erst die Vergebung lässt uns ohne Angriff erkennen, dass Geister verbunden sind. Im Angriffsmodus ist Verbindung und damit echte Kommunikation unmöglich und wir legen uns Grenzen auf, die für den REINEN GEIST nicht gelten.

    Legen wir uns aus dem veränderlichen Teil des Geistes Grenzen auf, so legen wir auch CHRISTUS Grenzen auf, denn gegen unseren Willen und unsere Entscheidungen wird nichts geschehen. Das hat einen Grund, der darin zu sehen ist, dass die Macht unseres Geistes und unserer Entscheidung nicht eingeschränkt werden soll. Die Macht der Entscheidung ist unser, die Macht, aus der Wunder entstehen, ist immer die Stärke CHRISTI. So ist die Entscheidung für die Grenzenlosigkeit des SOHNES auch die Entscheidung für unsere eigene Befreiung aus Ketten, an deren Ende wir niemals gegangen sind. Ob wir wirklich „angebunden“ sind, können wir an sich nicht beurteilen, wir haben einfach Grenzen akzeptiert, von denen wir annahmen, sie wären existent.

    Jeder Mensch wird Situationen erlebt haben, in denen die Grenzen bisheriger Wahrnehmung verschoben wurden. In dieser „Rekapitulation denkwürdiger Ereignisse“ musste ich persönlich meinem Schutzengel für sehr viele Situationen danken, in denen die Grenzen dessen, was ich zuvor für möglich hielt, verschoben wurden. Die Neigung, diese denkwürdigen - da grenzverschiebenden - Ereignisse nicht dauerhaft zu verankern, ist eine unsichtbare Grenze. Eine Grenze, mit der versucht wird, das Alltagsbewusstsein zu schützen und die bisher erlernte „Normalität“ nicht „anzutasten“. Im Grunde wird uns jedoch in der Physis die Macht des Geistes vor Augen geführt. Doch welch Geistes Kind nehmen wir an, zu sein?

    Um es als Bewusstsein zu sagen, schon wenn dem Kind ein Name als Körper gegeben wird, ist der Geist nicht mehr frei, alles andere zu sein. Alle Grenzen, die wir uns auferlegen, legen wir damit als eine Abwehr gegen die Grenzenlosigkeit des SOHNES GOTTES fest. Gegen das, was wir wären, legten wir uns diese Grenzen nicht auf. Was mein Bewusstsein lange nicht verstand, war der Umstand, dass die Wahrheit sich uns nicht aufdrängt. Sondern sie ruht so sanft und gewiss in ihrer Mitte, dass unsere fast vergessene Entscheidung - für die Abwehr der Ganzheit und den Aufbau von Grenzen zwischen ansonsten verbundenen Geistern – einfach übersehen wird. Ist ja niemals für immer oder ewig, sondern nur für eine gewisse Zeit möglich, Grenzen zu akzeptieren, die für den Geist nicht gelten können, sieht er sich als Bewusstsein. Als lebendiges Bewusstsein im ewigen SEIN GOTTES. Wir IHR alle ebenso und das natürlich ohnehin immer. Anders ist kein Bewusstsein möglich, alles ist eine Frage der Auswahl des Bewusstseins. Die „Anbindung“ oder „Fixierung“ des Geistes auf die Ewigkeit GOTTES kann nicht erfolgreich „unterdrückt“ oder „verdrängt“ werden, diese Grenzenlosigkeit (als Träumer des Traumes von Zeit und Raum) suchen wir vergeblich, reduzieren wir uns auf Körper, die im Traum gefangen zu sein scheinen.

    Alle Grenzen, die für den Körper zu gelten schienen, sind Grenzen, die wir versuchen, dem SOHN GOTTES aufzuerlegen, damit ER nicht sein kann, was ER sonst sein könnte. Wenn ER einfach sein darf, was ER einfach ist, wäre keine Grenze nötig oder möglich. Was als grenzenlos erschaffen wurde, bleibt frei. Wir können Gefangenschaft erfinden und uns willentlich im Keller anbinden, doch wir können aus Illusionen keine Wahrheit machen. Aus der Perspektive des Bewusstseins hat niemals ein Gedanke GOTTES seines VATERS GEIST verlassen. Schon, wenn wir uns nicht mehr als GEDANKE GOTTES betrachten, legen wir denen Grenzen auf, deren VATER wollte, dass sie ewig grenzenlos sind so wie ER SELBST, um in Freiheit und in Liebe wohlbehütet durch die Zeit zurück zur Ewigkeit zu wandern. Alles, was nicht Ewigkeit ist, ist eine Grenze zwischen uns und der Quelle unseres Bewusstseins. Wenn es gerade nicht das Ego ist, ist es ohne jede Grenze.

    Erweisen wir der Göttlichkeit im Gegenüber keine Ehre als SOHN unseres VATERS, können wir unseren eigenen Weg ebenfalls nicht finden. Was wir verwehren und zu entziehen suchen, entziehen wir uns immer selbst. Die Ehre, in Würde einem jeden göttlichen Selbst zu begegnen, ist die Ehre, die dem geliebten und grenzenlosen SOHN vom VATER mit auf den Weg gegeben wurde, denn was der VATER gab, ist des SOHNES Erbe. Niemals entzieht die GÖTTLICHKEIT Freiheit oder Liebe aufgrund eines Irrtums in der Zeit. Aus Sicht der Ewigkeit wäre diese Fehlreaktion eine Bestätigung von Schwachsinn und damit würde uns die Ewigkeit begrenzen. Jeder Irrtum in der Zeit wird vor der Ewigkeit berichtigt werden; das Mittel zu diesem Zweck der Sühne ist die Vergebung. Ohne Vergebung würden wir weiterhin blind für die Göttlichkeit im Geist jeder Seele in einem Körper sein. Grenzenlosigkeit ist dauerhaft nur im Geist zu finden, auch wenn wir in Körpern zuweilen daran erinnert werden, heilige Geister zu sein. Die schöpferische Kraft und die Macht der Entscheidung unseres Geistes werden uns niemals von der Ewigkeit „abgesprochen“, indem ein Irrtum bestätigt würde.

    Auf vergangene Fehler nicht als heutige Sünden zu blicken, ist die erste Grenze, die es auf dem Weg zum Geistesfrieden zu überwinden gilt. Auf den veränderlichen Irrsinn nicht als unveränderliche Wahrheit zu blicken, die zweite Hürde. Hinter dem scheinbar veränderlichen Geist weiterhin den unveränderten Geist zu sehen, ist die einzig mögliche Art, uns nicht gegenseitig im Keller (der scheinbar in der Zeit veränderten Geistpartition) anzubinden. Im Keller des Gefängnisses aus Schuld und Tod kann das Wiedererkennen dessen, was schon in unserem Geist ist, nicht heraufdämmern. Mehr als die Einsicht, dass die vermeintliche Trennung von Gott niemals stattgefunden haben kann, ist dafür nicht notwendig. Das „Leben“ des Bewusstseins ist immer von GOTT und der Beweis für die Verbindung zu GOTT ist unser JETZT LEBENDIGES BEWUSSTSEIN. Wird das Energieerhaltungsgesetz auf den Geist angewendet, „verschleißt‘“ Geist nicht, noch weniger gibt es einen Grund für den Geist, anzunehmen, mit dem Ablegen eines Körpers würde der den Körper belebende Geist „enden“.

    Einfacher ist die sprachliche Einordnung der Bedeutung des Wortes „Geist“ im Englischen, dort stehen die Begriffe mind und spirit zur Verfügung. Geist und „Reiner Geist“, veränderlicher oder unveränderlicher Geist, alle Gradierungen drücken nur den Glauben an mögliche Veränderung aus. Eine Veränderung, die im geeinten Geist als unmöglich empfunden wird.

    Was die Begriffe GEIST und REINER GEIST im Kurs umfasst, sollte im „Original“ gesagt werden dürfen:

    „Der Begriff Geist (mind) wird benutzt, um die aktivierende Kraft des reinen Geistes (spirit) darzustellen, die dessen schöpferische Energie liefert. [….] Der reine Geist ist der GEDANKE GOTTES, den er wie SICH SELBST schuf. Der geeinte Geist ist der eine SOHN GOTTES oder CHRISTUS. (1)

    Jede Grenze macht die Wahrnehmung eines geeinten Geistes in diesem Moment unmöglich. So kann jede Grenze als eine Abwehr gegen die Wahrheit aufgefasst werden. In dieser Welt scheint der (unveränderliche) spirit in Fragmente des SOHNES gespalten zu sein, weil der (veränderliche) mind noch gespalten zu sein scheint. Daher scheint es, als seien Geister nicht verbunden und nur daher kann das Konzept eines individuellen Bewusstseins zeitweilig eine Bedeutung besitzen. So war die „Unterscheidung“ des reinen Geistes und des Egos im Prinzip eine Illusion, ein Symbol für unsere Vorstellung einer Trennung, die niemals wirklich war. Wir scheinen in Ketten gefangen zu sein, solange wir nicht den geeinten Geist als Wahlmöglichkeit und das Bewusstsein als Empfangsmechanismus betrachten.

    So sind die Übungszeiten vergleichbar mit dem Einstellen eines bestimmten Senders im Radio. Der Empfangsmechanismus Bewusstsein wird auf die Ewigkeit eingestellt und das Feintuning der jeweiligen Sendung übernimmt der HEILIGE GEIST, wenn wir IHN darum bitten und bereit für das Ablegen der Irrtümer geworden sind. Dann verschwinden auch die Grenzen, die wir der Grenzenlosigkeit grundlos auferlegten…

    Ein recht- oder wundergesinnter Geist ist offen und sieht keine Grenzen. Einsgesinntheit geht darüber hinaus und ist der CHRISTUS-GEIST, DESSEN WILLEN eins mit GOTTES WILLEN ist. Dann ist kein Konflikt mehr möglich oder erscheint nötig, vom inexistenten Zaun gebrochen zu werden. Das Üben ist insofern das Erlernen der Bedienelemente unseres Empfangsmechanismus Bewusstsein. Das ist die Freiheit unserer Wahl: die Gedanken als wahr wahrzunehmen, die wir weiterhin mit GOTT teilen. Ohne Abwehr fühlen sie sich einfach „richtig gut“ an. Die Gedanken, die noch Abwehr auslösen, anzuwenden, macht ihre Veränderung in der Rekapitulation möglich.

    Jede Abwehr gegen jeden der 295 Gedanken aufzugeben, die es abzüglich der 70 Wiederholungen in der Jahresübung wirklich sind, gelingt mir in der Rekapitulation und Verknüpfung mit dem jeweiligen Tagesgedanken. Die 14 Themen mit ihren jeweils 10 Gedanken dazu wurden auf den Seite 17 und 18 vorgestellt. Zur Wiederholung die Gedanken von 271 bis 280, die Einleitung dazu ist unter #452 zu finden:



    271. „CHRISTI ist die Schau, die ich heute verwenden will.
    272. Wie können Illusionen GOTTES SOHN befriedigen?
    273. Die Stille von GOTTES Frieden ist mein.
    274. Heute gehört der Liebe. Lass mich ohne Furcht sein.
    275. GOTTES heilende Stimme schützt heute alle Dinge.
    276. Das WORT GOTTES ist mir gegeben, auf dass ich es spreche.
    277. Lass mich DEINEN SOHN nicht durch Gesetze binden, die ich gemacht habe.
    278. Wenn ich gebunden bin, dann ist mein VATER auch nicht frei.
    279. Die Freiheit der Schöpfung verspricht mir meine eigene.
    280. Welche Grenzen kann ich dem SOHN GOTTES auferlegen?“ (2)





    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Handbuch für Lehrer Seite 76

    (2) Übungsbuch Seiten 432 - 437
    IP

  11. #461

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Die nächsten zehn Leitgedanken sind auf Seite 17 schon vorgestellt worden. Heute bin ich dabei, in Lektion 284 die Möglichkeit zu erkennen, alle verletzenden Gedanken zu verändern. Zum "NAMEN" GOTTES habe ich in 282 endlich die Antwort gefunden, die mir beim 20. Gesetz der Heilung noch fehlte. Sie folgt unten...



    Zitat Zitat von Michael Beitrag anzeigen
    7. Was ist der Heilige Geist?

    Wenn wir die nächsten 10 Gedanken als „wahr“ wahrnehmen könnten, wäre die Bedeutung des Heiligen Geistes „verstanden“. Aber ich bin weit davon entfernt, zu sagen, ich „wüsste“, was der HEILIGE GEIST wirklich ist. Verstehen „lernen“ zu wollen schließt das bisherige Erkennen definitiv aus.

    Kann ich wirklich konstant von mir sagen, die folgenden Gedanken für wahr zu halten?

    281: „Ich kann durch nichts verletzt werden als durch meine Gedanken?
    282: Ich will mich vor der Liebe heute nicht fürchten.
    283. Meine wahre IDENTITÄT weilt in DIR.
    284. Ich kann beschließen, alle verletzenden Gedanken zu verändern.
    285. Meine Heiligkeit leuchtet heute hell und klar.
    286. Mein Herz wird von des Himmels Stille heut umfangen.
    287. DU bist mein Ziel, mein VATER, du allein.
    288. Lass mich heute meines Bruders Vergangenheit vergessen.
    289. Die Vergangenheit ist vorbei. Sie kann mich nicht berühren.
    290. Mein gegenwärtiges Glück ist alles, was ich sehe“. (1)

    Wenn nicht, denke ich in diesem Moment nicht mit dem HEILIGEN GEIST. Würde ich es, müsste ich den abstrakten Kern der Wahrheit darin schließlich erkennen. In einem bisherigen Nichterkennen jedoch die Unmöglichkeit des Erkennens sehen zu WOLLEN, ist, was uns das Ego-Denksystem anhand all der Schuld und Sünden aus der Vergangenheit einzutrichtern sucht. Doch nach dem Grundgesetz der Wahrnehmung sehen wir, was wir im Sinn hatten…

    (Kap.25:IV) „Das grundlegende Gesetz der Wahrnehmung“
    https://www.youtube.com/watch?v=FZ-v...CzPxZ&index=83

    Endlich beim „Grundgesetz der Wahrnehmung“ angekommen, einem Kapitel, das in der Greuthof-Version später in „Wahrnehmung und die Wahl“ umbenannt wurde. Wie im Hörbuch gesagt wird, beruht Wahrnehmung auf Wählen, Erkennen jedoch nicht. Die Erkenntnis, diese Wahrnehmung gewählt haben zu müssen, lässt eine zweite Wahl möglich erschienen; die Wahl, mit den Augen CHRISTI auf die Welt zu schauen, mit den Augen von Jesus, der ein Mensch war und durch die Identifizierung mit dem CHRISTUS zum SOHN wurde. Was tut der Vater, wenn sein Sohn sich nicht als sein Sohn erkennt?

    „Es gibt einen anderen MACHER dieser Welt, den gleichzeitigen BERICHTIGER des verrückten Glaubens, dass irgendetwas begründet und aufrechterhalten werden könnte ohne irgendein Bindeglied, dass es noch innerhalb der Gesetze GOTTES hielte, nicht so, wie es das Gesetz selbst des Universums, wie es GOTT erschuf, aufrechterhält, sondern in einer Form, die dem Bedürfnis angepasst ist, das GOTTES SOHN zu haben glaubt. Ein Irrtum, der berichtigt ist, ist des Irrtums Ende. Und so hat GOTT noch immer SEINEN SOHN geschützt, sogar im Irrtum“. (2) (und ab 3:30 im Hörbuch)

    Was über den Heiligen Geist in der Begriffsbestimmung gesagt wird, (siehe Inhalt der B. weiter oben als Hörbuch) kann nun durch das ergänzt werden, was im Übungsbuch als Hauptthema zu den Lektionen 281 bis 290 steht. Mir wurde klar, erst einmal das vorzustellen, worauf das Ergebnis des „Glücksspiels mit dem Dämon“ oder die Wahl, sich der Wahrnehmung des Heiligen Geistes als Übersetzer, Berichtiger, Heiler und Vermittler anzuschließen, indem Sinn und Zweck des Inhaltes geteilt und mitgeteilt werden. Daher:

    1. „Der HEILIGE GEIST vermittelt zwischen Illusionen und der Wahrheit. Da ER den Graben zwischen Wirklichkeit und Träumen überbrücken muss, führt Wahrnehmung zur Erkenntnis durch die Gnade, die GOTT IHM gab, auf dass sie SEINE Gabe sei für einen jeden, der sich um Wahrheit an IHN wendet. Über die Brücke, die ER bereitstellt, werden alle Träume zur Wahrheit getragen, um vor dem Lichte der Erkenntnis aufgelöst zu werden. Dort werden Anblicke und Geräusche für immer weggelegt. Und wo sie zuvor wahrgenommen wurden, hat die Vergebung das stille Ende der Wahrnehmungen möglich gemacht.

    2. Das Ziel, das des HEILIGEN GEISTES Lehre setzt, ist ebendieses Ende der Träume. Denn Anblicke und Geräusche müssen von den Zeugnissen der Angst in diejenigen der Liebe übersetzt werden. Wenn dieses ganz und gar vollbracht ist, dann hat das Lernen das einzige Ziel erreicht, das es in Wahrheit hat. Denn Lernen wird – so wie der HEILIGE GEIST es zu dem Ergebnis führt, das ER dafür wahrnimmt – zu jenem Mittel, das über sich selbst hinausgeht, um von der ewigen Wahrheit ersetzt zu werden.

    3. Wenn du nur wüsstest, wie sehr deine VATER sich danach sehnt, dass du deine Sündenlosigkeit wahrnehmen mögest, würdest du SEINE STIMME nicht vergeblich rufen lassen noch dich abwenden von SEINEM Ersatz für die Furcht erregenden Bilder und Träume, die du gemacht hast. Der HEILIGE GEIST versteht die Mittel, die du gemacht hast und durch die du das erreichen möchtest, was ewig unerreichbar ist. Wenn du sie IHM anbietest, wird ER die Mittel, die du für die Verbannung machtest, dazu verwenden, deinen Geist dem zurückzuerstatten, wo er wahrhaft zu Hause ist.

    4. Von der Erkenntnis, wohin ER von GOTT gestellt ward, ruft der HEILIGE GEIST dir zu, Vergebung über deinen Träumen ruhen und dich der geistigen Gesundheit und dem Geistesfrieden zurückerstatten zu lassen. Ohne Vergebung werden deine Träume bleiben, um dich in Angst und Schrecken zu versetzen. Und die Erinnerung an all die LIEBE deines VATERS wird nicht zurückkehren, um dir zu bekunden, dass der Träume Ende gekommen ist.

    5. Nimm die Gabe deines VATERS an. Sie ist ein Ruf von der LIEBE zur LIEBE, dass sie nur SIE SELBST sei. Der HEILIGE GEIST ist SEINE Gabe, durch die des HIMMELS Stille dem geliebten SOHN GOTTES zurückerstattet wird. Möchtest du dich denn weigern, die Funktion, GOTT zu vervollständigen, zu übernehmen, wenn alles, was ER will, ist, dass du vollständig seist“? (3)

    So verweise ich noch einmal auf das, was in der Begriffsbestimmung des Handbuches und dem oben angegebenen Hörbuch gesagt wird:

    „Der HEILIGE GEIST wird als die verbleibende Kommunikationsverbindung zwischen GOTT und SEINEN getrennten SÖHNEN beschrieben. […] Der HEILIGE GEIST weilt in jenem Teil deines Geistes, der Teil des CHRISTUS-GEISTES ist. ER stellt dein SELBST und deinen SCHÖPFER dar, die eins sind. ER spricht für GOTT und für dich, da ER verbunden ist mit BEIDEN. (4)

    „Trefft also eure Wahl“, so heißt es im Hörbuch. In der Greuthof-Version wird es so gesagt:

    „Triff also deine Wahl. Begreife aber, dass mit dieser Wahl der Zweck der Welt, die du siehst, gewählt und gerechtfertigt wird“. (5)

    Noch einmal das „Grundgesetz der Wahrnehmung“:

    „Du siehst das, wovon du glaubst, es sei da und du glaubst, es sei da, weil du es so haben willst“. (6)

    Ob wir den „Dämon“ aus dem Ordner über den freien Willen daher „sehen“, weil wir ihn zu sehen gewählt haben? Ich meine, wir könnten ja nix „sehen“, von dem wir nicht annehmen, es sei da und es sei wirklich. Aber ist der Dämon wirklich? Gibt es Lektionen, von denen GOTT möchte, dass wir sie nicht lernen? Das wäre nur denkbar, wenn wir GOTT mit einem Dämon verwechseln…

    Ansonsten gibt es Erfahrungen, die ich offensichtlich gewählt haben muss, auch wenn ich manche davon noch nicht wirklich mag. Aber ich mag es, die Wahl zu haben, auf welche Stimme in mir ich mein Bewusstsein ausrichte. Das ist ein neuroplastischer Prozess, der über ein Jahr und länger benötigen kann und der konstante Wachsamkeit darüber verlangt, die Macht der Entscheidung wahrzunehmen, die uns in diesen Gedanken angeboten wird. Da sich dies immer noch auf den Ordner über den freien Willen bezieht, heute einmal zwei Beiträge der Vorausschau auf das Ende aller Träume…

    Bis der freie Wille gänzlich im Sinne des Kurses klargesprochen wurde, stehen noch einige Buchseiten aus (noch genau 144). Daher ist alles, was bis hierhin gesagt wurde, als vorläufiger und veränderlicher "Unwissensstand" zu betrachten, der nicht mit der Erkenntnis gleichzusetzen ist. Was kann unser Wille sein, wenn GOTTES WILLE für SEINE KINDER vollkommenes GLÜCK ohne Unterbrechung und Mangel darstellt? Warum sehen wir einen Dämon, wo im ganzen Universum einzig die Liebe GOTTES den Rahmen der Heiligkeit bildet, in den wir alle „eingewoben“ sind? Weil einzig GOTT WIRKLICHKEIT erschafft, das Ego MACHT ILLUSIONEN. Einzig der Übersetzer der Träume in die Wirklichkeit kann die „Instanzen, Codes und Ebenen“ des Irrtums „geraderücken“. Bis ein Irrtum als Irrtum erkannt werden kann, erschien mir nämlich jeder bisherige Irrtum recht plausibel. Ist dämlich, ich weiß. Geht jedoch jedem mit jedem Irrtum so, daher nur ein Fehler, keine Sünde.


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 439 - 443
    (2) Textbuch Seite 526
    (3) Übungsbuch Seiten 438
    (4) Handbuch für Lehrer Seite 86
    (5) Textbuch Seite 528
    (6) Textbuch Seite 525

    "VATER, DEIN NAME ist LIEBE und der meine ebenso. Das ist die Wahrheit. Kann denn die Wahrheit dadurch verändert werden, dass ihr einfach ein anderer Name gegeben wird? Der Name Angst ist lediglich ein Fehler. Lass mich heute nicht die Wahrheit fürchten". (7)

    Den Namen hab ich offensichtlich zweimal erfolgreich aus meinem Bewusstsein verdrängt. Aller guten Dinge sind dann wohl derer drei... Ich stelle mir Fragen, deren Antwort ich schon zweimal gelesen habe; so funktioniert selektive Wahrnehmung und der Zensor des Egos...

    (7) Übungsbuch Seite 439
    IP

  12. #462
    saulchen
    Laufkundschaft

    ?

    "Saul hat Recht: Der Kurs ist der Kurs." - also das habe ich nicht behauptet.
    "Was Saul berechtigt einwendet, ist, dass das erste Lehrjahr sich einzig am Textbuch, den Lektionen und dem Heiligen Geist orientieren sollte." - das habe ich auch nicht eingewandt. Ich fragte mich lediglich, was hier deine eigenleistung ist und was zitiert. das bezieht sich dann auch gleich auf den nächsten satz, den ich von dir zitiert habe.
    "Was Deine Buchpersektive ist, wäre für mich zu wissen nötig, diese Frage einschätzen zu können... Kennst Du es nicht, ist die Frage wohl eher hypothetisch". Ich kenne das Buch nicht.
    Ich schlage mal vor, das Thema in die 'Buchbesprechungen' zu verschieben (aerolith).
    IP

  13. #463

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Als Antwort habe ich heute mal nur den Leitgedanken zitiert. Ich sag hier doch nur, dass es Gedanken gibt, die lohnenswert zu denken sind. Nicht mehr und keinen Deut weniger...


    Lektion 285 „Meine Heiligkeit leuchtet heute hell und klar“ (1)

    Ein wirklich schöner Übungsgedanke. Nachdem ich ihn in meiner Übung 361 Mal zusammen mit allen anderen Leitgedanken gedacht habe, bin ich für heute bestens imprägniert mit Heiligkeit. Das ist nicht absurd, es ist einfach, was wir sind.

    Der Name GOTTES ist Liebe und Liebe ist der Name GOTTES. Dann ist der Name der Liebe GOTT. Im veränderlichen Geistmodus sehen wir das jedoch leider noch anders. Gut, es ist einzig meine Entscheidung, auf diese Art meine Gedankendisziplin zu trainieren. Es macht bei unbegrenzten Gedanken wie dem heutigen einfach Freude, sie mit allen anderen Gedanken als Inventar zu verbinden. Es sind die Gedanken, die uns von unserem älteren Bruder zum Überdenken an die Hand gegeben wurden und daher wirken sie aus sich selbst heraus. Wäre die Liebe, als Name GOTTES schon wieder unser alleiniges geistiges Inventar, dann hätten wir auch unseren Namen erkannt.

    Die Klarheit, die in dem heutigen Gedanken liegt, ist unbegrenzte Freiheit und nichts anderes als die Liebe ist wirkliche Freiheit für unseren Geist. Freiheit ist einzig im Geist zu finden, alles andere würde uns unnötig binden. Doch auch die Freiheit des Körpers ist in der Heiligkeit zu finden, dem damit ein anderer Zweck gegeben wird. Kein Symbol mehr für die Verletzlichkeit unserer unveränderlichen Heiligkeit, strahlt er ebenso hell und klar wie das Licht in unserem Geist. An sich ist der Körper ein ganz und gar neutrales „Ding“, er kann als Symbol für das Leid ebenso wie als ein sichtbares Zeichen von klarer Heiligkeit verwendet werden. Es ist die Klarheit dieser Heiligkeit, die die Macht besitzt, alle verletzenden Gedanken zu verändern. Wie lieblich wäre diese Welt ohne Gedanken, die ausgesandt wurden, um zu verletzen. Wie heilig wäre jeder Moment, wenn wir alle verletzenden Gedanken in das verändert hätten, was sie eigentlich zum Ausdruck bringen wollten: Den Wunsch, den wirklichen NAMEN GOTTES als den unseren zu erkennen.

    Wie könnten die Kinder der Liebe nicht Liebe sein wollen? All-ER-Dings versuchen wir die meisten Formen von Bedürfniskommunikationen gerade nicht aus einem inneren Gefühl der Heiligkeit heraus, sondern aus dem Antrieb, etwas zu bekommen, was wir jetzt nicht in uns fühlen und somit nicht besitzen. Die unverbrüchliche Heiligkeit als Bindeglied zwischen der Schöpfung ist jedoch immer und überall im All, einzig jedwede „Andersdefinition“ beraubt uns der Wahrnehmung der selbigen. Wer jedoch einem jedwedem Gegenüber diese Heiligkeit abspricht, kann sie in sich selbst in diesem Moment nicht annehmen. Mit einem Gefühl von Heiligkeit durch diese Welt zu wandeln ist etwas ganz anderes, als wenn, wie sonst so oft, der Schwanz schon mit dem Hunde wedelt.

    Was meint, das Ego mit dem Körper, wobei jedoch die Seele nicht gesehen und daher der Geist keine Verbindung aufnimmt. Heiligkeit ist eine geteilte Eigenschaft, da sie unser wirkliches Wesen ist, das aus dem Namen der Liebe entspringt, der sozusagen unser Familienname ist. Die Heiligkeit fällt nicht weit entfernt von der Liebe vom Stamm und gibt uns die Klarheit, die Dinge so anzunehmen, wie sie wirklich sind:

    Ein Ausdruck von Liebe ohne Gegenteil, das ist, was in jeder Seele wirklich wirksam ist. Alles andere ist Illusion, einfach Schall und Rauch in einem Traum von scheinbarer Veränderung. Innere Heiligkeit als möglich anzunehmen, macht es möglich, sie anzunehmen. Sie ist eine Grundeigenschaft des Geistes und das, was daraus entspringt, kann nur liebevoll sein. Wie ein kleiner Magnet in der Gegenwart eines größeren Magnetfeldes seine Polung verändert und anpasst, verändert die Menschheit gegenwärtig ihren „inneren Kompass“, die Ausrichtung. Ist die Heiligkeit wieder als Nordpol und damit OBEN erkannt, finden sich die anderen Richtungen ebenso folgerichtig.

    Wir spielten, scheinbare Meister in Unheiligkeit zu sein, doch ist dies niemals unser wahres Wesen und es ist kein wirklich schönes Spiel. Es beginnt bei nicht liebevollen Gedanken und dehnt sich, als Wunsch zu verletzen, im alltäglichen Dramen aus. Heiligkeit beginnt mit heilsamen Gedanken, die im Laufe der Zeit an innerer Wirklichkeit und damit Wirksamkeit gewinnen. Gedanken wie den heutigen als wahr wahrzunehmen, ist das Ziel des Lehrens des Heiligen Geistes. Was bliebe für die im Namen der LIEBE Geborenen zu tun, als zu sein, was sie sind?

    Heilig, ganz und geheilt sind wir, deren ewiger Name die Liebe ist. Der ganze Rest ergibt sich ganz einfach daraus. Sich der Heiligkeit zu ergeben, ist unser kleiner Teil in der Wiederherstellung allumfassender geistiger Gesundheit. Wie Heiligkeit kann Heilung nicht begrenzt sein. Wer derer, die im Namen der Liebe geboren wurden, verdient etwas anderes als sein volles Erbe an Wesenszügen der Heiligkeit? Sie erkennen zu wollen, ist die Entscheidung, die wir treffen könnten, so wir dieses wirklich wollten.


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Übungsbuch Seite 441
    IP

  14. #464

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Zitat Zitat von Michael Beitrag anzeigen
    8. Was ist die wirkliche Welt?

    1. „Die wirkliche Welt ist ein Symbol, wie alles Übrige, was die Wahrnehmung anbietet. Doch steht sie für das, wes dem entgegengesetzt ist, was du gemacht hast. Diese Welt wird durch die Augen der Angst gesehen und bringt deinem Geist die Zeugnisse des Schreckens. Die wirkliche Welt kann nicht wahrgenommen werden, außer mit Augen, die die Vergebung segnet, sodass sie eine Welt erblicken, wo Angst und Schrecken unmöglich sind und keine Zeugnisse der Angst gefunden werden können.

    2. Die Wirkliche Welt birgt ein Gegenstück für jeden unglücklichen Gedanken, der in deiner Welt gespiegelt wird, eine sichere Berichtigung für die Anblicke der Angst und das Schlachtgetöse, die deine Welt enthält. Die wirkliche Welt zeigt eine Welt, die anders gesehen wird, mit ruhigen Augen und mit einem Geist, der in Frieden ist. Dort ist nichts als Ruhe. Keine Schreie des Schmerzes und des Kummers sind zu hören, denn dort bleibt nichts außerhalb der Vergebung. Und die Anblicke sind sanft. Nur glückliche Anblicke und Geräusche können den Geist erreichen, der sich selbst vergeben hat.

    3. Wozu braucht solch ein Geist des Todes, des Angriffs und des Mordes? Was kann er anderes um sich herum wahrnehmen als Sicherheit, Liebe und Freude? Was gibt es da, wovon er wollte, dass es verurteilt sei, und was gibt es da, wogegen er ein Urteil fällen möchte? Die Welt, die er sieht, ersteht aus einem Geist, der mit sich selbst in Frieden ist. Keine Gefahr lauert in irgendetwas, was er sieht, denn er ist gütig, und nur auf das Gute schaut er.

    4. Die wirkliche Welt ist das Symbol dafür, dass der Traum von Sünde und von Schuld vorbei ist und dass GOTTES SOHN nicht länger schläft. Seine erwachenden Augen nehmen die deutliche Widerspiegelung von seines VATERS LIEBE wahr, das sichere Versprechen, dass er erlöst ist. Die wirkliche Welt bedeutet das Ende der Zeit, denn ihre Wahrnehmung macht die Zeit zwecklos.

    5. Der Heilige Geist braucht die Zeit nicht mehr, wenn sie SEINEM Zweck gedient hat. Jetzt wartet ER nur noch jenen einen Augenblick, da GOTT SEINEN letzten Schritt tut, dann ist die Zeit verschwunden und hat die Wahrnehmung im Gehen mitgenommen und nichts zurückgelassen als die Wahrheit, damit sie sie selbst sei. Jener Augenblick ist unser Ziel, denn er enthält die Erinnerung an GOTT. Und während wir auf eine Welt schauen, der vergeben ist, ist ER es, DER uns ruft und kommt, um uns heimzuholen, indem ER uns an unsere IDENTITÄT erinnert, die unsere Vergebung uns zurückerstattet hat“. (1)

    Die zehn Leitgedanken der Lektionen zum Thema „wirkliche Welt“ lauten wie folgt:

    291. „Dies ist ein Tag der Stille und des Friedens.
    292. Ein glücklicher Ausgang aller Dinge ist gewiss.
    293. Alle Angst ist vergangen, und nur die Liebe ist da.
    294. Mein Körper ist ein ganz und gar neutrales Ding.
    295. Der Heilige Geist schaut heute durch mich.
    296. Der Heilige Geist spricht heute durch mich.
    297. Vergebung ist die einzige Gabe, die ich gebe.
    298. Ich liebe DICH, VATER, und ich liebe DEINEN SOHN.
    299. Ewige Heiligkeit weilt in mir.
    300. Nur einen Augenblick lang dauert diese Welt“. (2)

    (Kap.25:V) „Die Einswerdung von Geistern“:
    https://www.youtube.com/watch?v=Yigf...H0l1sbdktCzPxZ

    Bei 1:53 wird noch einmal auf das „Grundgesetz der Wahrnehmung“ eingegangen, hier (in der daher wirklichen Welt) wird es jedoch mit Freude statt mit Angst verknüpft:

    „Du wirst dich freuen über das, was du siehst, weil du es siehst, um dich zu freuen“. (3)

    Schöpfung ist der Mehrung von Freude gewidmet und lässt die wirkliche Welt erstehen, die die Absicht besitzt, liebende Gerechtigkeit zu sein. Was in jedem von uns „schlummert“ wird in diesen drei Sätzen deutlicher:

    „Aus dir kann eine Welt erstehen, auf die zu schauen sie frohlocken werden und wo sie frohen Herzens sind. In dir ist eine Schau, die sich zu ihnen allen ausdehnt und sie mit Sanftmut und mit Licht bedeckt. Und in dieser sich ausweitenden Welt des Lichts wird die Dunkelheit weggeschoben, von der sie dachten, sie sei da, bis sie nur noch ferne Schatten ist, weit weg und nicht mehr lange in Erinnerung“. (4) (3:26)

    Bisher galt halt: Du wirst dich nicht freuen über das, was du siehst, weil du es siehst, um dich NICHT zu freuen.

    Dass jedes Gesetz in beiden Ausformungen gilt, scheint jedoch nur in der „unwirklichen Welt“ wirklich zu sein. In der wirklichen Welt macht Angriff keinen Sinn, denn wer würde einen geeinten Geist angreifen wollen, als dessen Teil man sich begreift? Wenn Sünden als Irrtümer aufgefasst werden können, die nach Berichtigung statt nach Strafe rufen, kann liebende Gerechtigkeit sich ausbreiten.

    „Unsere“ bisherige „Strategie“, die Schuld - am Verlust der Kommunikation mit der Schöpfung als Ganzem – im Außen zu suchen, ist gescheitert. Was die individuelle Kommunikation mit dem geeinten Geist bereitstellt, kann vom Heiligen Geist dazu verwendet werden, jeden unglückseligen Gedanken (kollektiv) in sein Gegenstück umzuwandeln. Wir wollten uns doch bisher gar nicht darüber freuen, was wir „sehen

    Liebende Gerechtigkeit wäre es, die Ursachen der Irrtümer berichtigt zu sehen.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 444
    (2) Übungsbuch Seiten 445 - 449
    (3) Textbuch Seite 527
    (4) Textbuch Seite 528
    Dass diese Welt, wie eingangs erwähnt, mit den Augen der Angst gesehen wurde, ist wohl kaum zu leugnen. Eine andere Wahl bieten die Gedanken von 291 bis 300. Auch in 300 findet sich ein "gedehnter Blick" auf die Dinge in der Zeit und 299 ist ein ewiger Favorit....

    Das Ganze dauert echt keine Ewigkeit, nur einen Augenblick lang dauerte es, den eigentlichen Irrtum kausal zu berichtigen. Das zu erkennen, kann jedoch scheinbar endlos dauern. Naja, ich sag ja nix mehr, aber die Übungen zum Ende eines Lehrjahres machen schon Spaß.
    IP

  15. #465

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Zitat Zitat von Michael Beitrag anzeigen
    9. Was ist CHRISTI WIEDERKUNFT?

    1. „Die WIEDERKUNFT CHRISTI, die so sicher ist wie GOTT, ist nur die Berichtigung von Fehlern und die Wiederkehr der geistigen Gesundheit. Sie ist ein Teil des Zustands, der das zurückerstattet, was nie verloren war, und wiedereinsetzt, was immer und ewig wahr ist. Sie ist die Einladung an das WORT GOTTES, den Platz der Illusionen einzunehmen, und die Bereitwilligkeit, die Vergebung ausnahmslos und ohne Vorbehalte auf allen Dingen ruhen zu lassen.

    2. Es ist die alles umschließende Natur von CHRISTI Wiederkunft, die es ihr erlaubt, die Welt zu umfangen und dich sicher zu bergen in ihrer sanften Ankunft, die alle Lebewesen mit dir umfasst. Die Befreiung, die CHRISTI WIEDERKUNFT bringt, hat kein Ende, da GOTTES Schöpfung grenzenlos sein muss. Die Vergebung leuchtet CHRISTI WIEDERKUNFT den Weg, weil sie auf alles als eins leuchtet. Und so wird das Einssein endlich wiedererkannt.

    3. CHRISTI WIEDERKUNFT beendet die Lektionen, die der HEILIGE GEIST lehrt und macht dem JÜNGSTEN GERICHT Platz, in dem das Lernen in einer letzten Zusammenfassung endet, die sich über sich selbst hinaus ausdehnen wird und zu GOTT hinaufreicht. Die WIEDERKUNFT CHRISTI ist die Zeit, in der ein jeder Geist den Händen CHRISTI übergeben wird, um dem reinen Geist zurückgegeben zu werden, im Namen der wahren Schöpfung und des WILLENS GOTTES.

    4. CHRISTI WIEDERKUNFT ist das eine Ereignis innerhalb der Zeit, das die Zeit selbst nicht beeinflussen kann. Denn jeder, der je herkam, um zu sterben, oder noch kommen wird oder jetzt gegenwärtig ist, wird gleichermaßen befreit von dem, was er gemacht hat. In dieser Gleichheit wird CHRISTUS als eine einzige IDENTITÄT wiederhergestellt, in der die SÖHNE GOTTES anerkennen, dass sie alle eins sind. Und GOTT der VATER lächelt auf SEINEN SOHN, auf SEINE eine Schöpfung und SEINE einzige Freude.

    5. Bete darum, dass die WIEDERKUNFT bald sein möge, doch lass es darauf nicht beruhen. Sie bedarf deiner Augen und Ohren, Hände und Füße. Sie bedarf deiner Stimme. Am meisten aber bedarf sie deiner Bereitwilligkeit. Lass uns frohlocken, dass wir GOTTES WILLEN tun und uns in dessen heiligem Licht vereinen können. Siehe, der SOHN GOTTES ist eins, und wir können die LIEBE unseres VATERS durch IHN erreichen“. (1)

    301. "Und GOTT selbst wird alle Tränen abwischen.
    302. Wo Dunkelheit war, schaue ich auf das Licht.
    303. Heute ist der heilige CHRISTUS in mir geboren.
    304. Lass meine Welt nicht CHRISTI Sicht verschleiern.
    305. Es gibt einen Frieden, den CHRISTUS uns verleiht.
    306. Die Gabe CHRISTI ist alles, was ich heute suche.
    307. Widerstreitende Wünsche können nicht mein Wille sein.
    308. Dieser Augenblick ist die einzige Zeit, die es gibt.
    309. Ich will mich nicht fürchten, heute nach innen zu schauen.
    310. In Furchtlosigkeit und Liebe verbringe ich den heutigen Tag". (2)


    (Kap.25:VI) „Der Zustand der Sündenlosigkeit“:
    https://www.youtube.com/watch?v=TUql...H0l1sbdktCzPxZ

    „Der Zustand der Sündenlosigkeit ist einfach der: Das ganze Verlangen, anzugreifen, ist vorbei, und somit gibt es keinen Grund, den SOHN GOTTES anders wahrzunehmen, als er ist. Die Schuld wird nicht mehr gebraucht, weil sie keinen Zweck hat und ohne das Ziel der Sünde bedeutungslos ist. Angriff und Sünde sind als eine Illusion miteinander verknüpft, und jedes ist des anderen Ursache und Ziel und die Rechtfertigung des anderen. Ein jedes ist für sich bedeutungslos, scheint aber eine Bedeutung vom anderen zu beziehen“. (3)

    Einen Satz über die Entstehung des Todes möchte ich hierzu noch einmal hervorheben:
    „Verurteilst du ihn, dann schenkt er dir den Tod“. (4)

    „Der SOHN GOTTES bittet dich nur um dies: dass du ihm wiedergibst, was ihm gebührt, damit du mit ihm daran teilhaben mögest. Allein hat es keiner von euch beiden“. (5)

    Vergebung ist die einzige Gabe, die liebende Gerechtigkeit ermöglicht und das bereitstellt, was wir im Angriff zurückzuerobern suchen: unsere ewige Heiligkeit und Unschuld vor GOTT. Wenn diese Heiligkeit in allen scheinbaren Fragmenten des Geistes GOTTES wiederhergestellt ist, dann kann von CHRISTI WIEDERKUNFT gesprochen werden.

    Gott ist unser VATER und WIR sind SEIN SOHN. Jedoch nur gemeinsam, nicht getrennt und einsam. Wenn diese Einsicht gefürchtet wird, dann nur vom Ego. Von unserem wahren Selbst kann die Wiederkehr der SELBST-Erkenntnis eindeutig nur begrüßt werden.


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 450
    (2) Übungsbuch Seiten 451 - 455
    (3) Textbuch Seite 529
    (4) Textbuch Seite 530
    (5) Ebd.
    Diese zehn Leitgedanken wirken einfach, wenn sie gedacht werden. Heute bin ich bei 305 angelangt und kann die Wahrheit des Gedankens nur bezeugen. Es gäbe derzeit an sich ausreichend Gründe für Unfrieden, doch es gibt eben auch einen Frieden, den CHRISTUS uns verleiht. Sonst wäre es kaum möglich, die geistige Gesundheit wiederherzustellen, die auf Verurteilung und damit den Tod freiwillig verzichtet, indem SELBST-Erkenntnis freudig begrüßt wird....
    IP

  16. #466

    AW: Ein Kurs in Wundern

    308. Dieser Augenblick ist die einzige Zeit, die es gibt. (1)

    Als Erfahrung ist diese Übung anfangs nicht leicht anzunehmen. Zeit erscheint uns als Mittel, Kontrolle, Planbarkeit und Struktur in das Leben zu bringen und nun soll "geglaubt" werden, sie sei immer einzig im Augenblick vorhanden? Zeit ist sowohl linear wahrzunehmen, als ihr auch eine Möglichkeit innewohnt, ohne Vergangenheit oder Zukunft und einfach ein einfacher Segen zu sein.

    Bisher habe ich es vergegenwärtigte Gegenwärtigkeit genannt, was nur ein anderes Wort für Transparenz darstellt, für die Durchsichtigkeit unseres Geistes für den Geist. Was mir der heutige Leitgedanke in der "Verbindungsübung" mit den anderen 365 Gedanken "brachte", darauf wäre ich "von allein" niemals gekommen. Daneben bin ich mir recht sicher, dass diese Gedankenverbindung "so" bisher kaum wirklich jemals gedacht wurde und manche Gedanken in dieser Kombination mit einer solchen Unwahrscheinlichkeit Zugang in mein Bewusstsein gefunden hätten, dass ich echt recht dankbar für diese Anleitung zum Erlangen von Kohärenz geworden bin.

    Ach ja, die letzten fünf Gedanken übe ich jetzt am liebsten. Darin wird Gott dieser heiliger Augenblick gegeben, was durchaus für alle Zeit ausreicht, bedenken wir, dass dieser Augenblick dann die einzige Zeit wäre, die es (als Fußabdruck dieser Zeit in der Ewigkeit) gibt. Jedoch wird in der Ewigkeit kaum jemals mehr irgendwer, irgendwann, den Nutzen von Vergebung in einem Traum erfahren wollen, wir werden diesen ganz sicher gut verankert haben. Und da ich wohl insgesamt immer noch massive und elementare "Wortschulden" beim eigentlichen Autor dieses Buches habe, fällt ein weiteres Zitat zum Verständnis der Zeit kaum noch ins Gewicht:

    "Wenn ich beschließe, über die Zeit hinaus die Zeitlosigkeit zu erreichen, muss ich meine Wahrnehmung dessen, wozu die Zeit dient, ändern. Der Zweck der Zeit kann nicht der sein, Vergangenheit und Zukunft als eins zu erhalten. Das einzige Intervall, in dem ich von der Zeit erlöst sein kann, ist jetzt. Denn in diesem Augenblick kommt die Vergebung, um mich zu befreien. CHRISTI Geburt ist jetzt, ohne eine Vergangenheit oder Zukunft. ER ist gekommen, um der Welt SEINEN gegenwärtigen Segen zu geben und sie der Zeitlosigkeit und Liebe zurückzuerstatten. Und die Liebe ist allgegenwärtig, hier und jetzt". (2)

    Sind wir all-so gerade mal nicht widerwärtig, sind wir all-gegenwärtig. Wenn jetzt der einzige Augenblick in der Zeit ist, die es gibt, dann ist alles jetzt. Das ist die nichtlineare Perspektive der Ewigkeit auf die Dinge in der Zeit. Zeit ist aus der Perspektive innerhalb der Zeit eine "Mangelware" und Zeitlosigkeit in einem Moment annähernd unvorstellbar. Doch durch die Anwesenheit einer zeitlos segnenden Präsenz wird die Allgegenwärtigkeit der Liebe im Hier und Jetzt zugänglich. Ohne diese helfende Hand wäre der Weg sehr weit, wird im Kurs gesagt. Der über sich selbst nur sagt, einer von vielen möglichen Wegen zu sein. Nur daher wollte ich ihn glaube ich heute, eigentlich überhaupt in aller Ruhe durchdenken und den Inhalt überprüfen.

    Doch prüfe sorgsam, bevor Du an die Zeit Dich bindest. Zeitlosigkeit können wir in einer Mangelvorstellung von Zeit nicht finden und ein liebevoller Gott, der unser Leben gibt und es wieder nimmt, wäre darin auch kaum plausibel zu begründen und daher zu bezeugen. Was Liebe gibt, wird Liebe niemals fordern. Sie gibt, weil das Geben ihr wahres Wesen ist. Liebe, die in der einen Zeit gegeben, in einem anderen Augenblick zurückgezogen wird, wäre schon selektiver Hass. Und Leben, das gegeben und genommen wird, wäre ein Zerrbild dessen, was Leben wirklich ist. Leben ist immer alles, was jetzt ist. Haben wir ja übersprungen, doch an dieser Stelle hätte der Gedanke 167 gut gepasst: Es gibt ein Leben und das teile ich mit GOTT.

    Es reicht hingegen, einen einzigen Augenblick als die einzige Zeit wahrzunehmen, die es jemals gibt, um das eine Leben, das wir mit GOTT teilen, als eine zeitlose Gabe zu erkennen, die das Erbe der Ewigkeit in uns ist. Ein Augenblick, der die einzige Zeit ist, die es in diesem Augenblick gibt, kann das eine Leben, dass wir in diesem Moment mit Gott teilen, ganz umfassen.

    Dann wird Ewigkeit und Freiheit keinen Unterschied mehr darstellen. Ewigkeit ist immer völlige Freiheit und Freiheit bleibt für immer unsere Ewigkeit. Offensichtlich ist die Wahrnehmung des Zweckes der Zeit ein Schlüssel zu ihrem Verständnis und damit ein Hinweis auf einen angemessenen Umgang damit. Wird der Zweck der Zeit im Verlernen dessen gesehen, was die Sicht auf die Ewigkeit behindert, bekommt Zeit ihren Sinn und Vergangenheit einen heilsamen Nutzen. Die vergegenwärtigte Gegenwärtigkeit des Segens unseres älteren Bruders ist ein Mittel zur Erlangung konsistenter und konsequenter Kohärenz. Mit einem älteren Bruder als einem Freund an unserer kleinen Hand durch die Welt zu gehen, ist die Gegenwärtigkeit, die jede Widerwärtigkeit in einem Moment wegleuchten kann. So wir dieses wirklich wünschen, was nicht immer schon wirklich erkannt wurde. Ohne unsere Offenheit für diese Gegenwärtigkeit kann Transparenz die Unwirklichkeit von Vergangenheit und Zukunft in uns kaum beleuchten.

    Mit diesem Leitgedanken kann die Zeit als Konzept neu überdacht werden. Die einzige Zeit, in der ich einen Intervall darin mit GOTT, dem CHRISTUS und dem einen Leben verbringen kann, ist immer nur im Jetzt zu finden. Möglich wird diese Form von Kommunikation durch den Heiligen Geist.

    Konnte auch eine Freundin nicht leugnen, der die Bezeichnung "Heiliger Geist" immer gewaltig gegen den erlernten Kirchenstrich ging. Gestern erzählte Sie mir - an sich nicht wirklich erstaunt - was ihr kurz zuvor "passiert" sei: An einer Supermarktkasse stellte ein Junge seinem Vater eine Frage, die sich der Sohn dann selbst falsch beantwortete, worauf der Vater sich einzig zu einem "Ja, ja'" durchringen konnte, ohne den Irrtum des Sohnes durch eine geeignete Erklärung aufzuheben. Meine Freundin sagte natürlich nichts, sie wollte den Vater nicht öffentlich vor seinem Sohn bloßstellen und "schaute" ihn nur kurz mit dem Gedanken an, er könne den Irrtum doch nicht einfach so im Raum stehenlassen. Daraufhin erklärte den Vater dem Sohn seinen Denkfehler dann doch noch. Meine Freundin glaubte natürlich, "sie" hätte das gemacht. Ich konnte sie anhand ihrer eigenen Erfahrung davon überzeugen, dass dies ein Ergebnis der Kommunikation über und durch den Heiligen Geist darstellte, dessen Absicht mit ihrer übereinstimmte, der Wahrheit die Ehre zu geben. Nicht sie hat telepathisch den die Grenze zum Geist im Gegenüber überbrückt. Es war die Nutzbarkeit der Situation für ein geeintes Ziel, das den Nutzen einer jedweden Lernsituation ausmacht. Denn wenn es nur diesen Augenblick als Zeit gibt, ist jedes Festhalten und jedes Streben zugleich relativ hinfällig und ohne irgendeinen wirklichen Sinn. Es gibt keine zukünftige Befreiung aus irgendwelchem Leid, es gibt immer nur die Möglichkeit, jetzt einen Intervall zu finden, einzubinden und zu empfinden, in dem wir diesen Augenblick mit unserem Freund teilen und ihn gemeinsam erleben. Dann sind wir der Bürden und Hürden der Zeit ledig und der Moment wird im wahrsten Wortsinne zeitlos. Nur einen Moment von der Ewigkeit entfernt, klammern wir uns jedoch oft an Konzepte von Zeit, die die Zeit kaum überdauern werden können.

    Immerhin trainiere ich eine Form von Gedankendisziplin, wenn ich die 365 Gedanken mit dem jeweiligen Tagesgedanken auswendig im Geist verbinde und kurz über die Bedeutung des entstandenen Satzkonstruktes nachdenke. Gut, zur "Sicherheit" kontrolliere ich mich meist noch, indem ich den nächsten Gedanken erst mit einem Papier abdecke und dann nachsehe, ob ich richtig lag. An sich muss ich nur noch selten darüber nachdenken, welcher Gedanke als nächstes an die Reihe kommt. Was zuweilen jedoch dauert, ist die Bedeutung des zusammengesetzen Gedankens zu ermessen, sie kurz wirken zu lassen und in der Konzentration fortzufahren. Die Kombination von Leitgedanken ergibt wirklich manchmal Gedankengänge, die unheimlich wirksam sind, doch auf die "ich" niemals von selbst gekommen wäre. Zumindest ist es für mich eine Möglichkeit, mir die Gesamtheit der Gedanken zu Gemüte zu führen und in einen Kontext mit den Gedanken zu setzen, die sich zuweilen noch in die Übung eindrängen und häufig durch den folgenden Gedanken "besänftigen" lassen. Wenn ich mich in den gedachten Gedanken kurz einfühle und die Konzentration dann wieder fortsetze, konnte mir 309 oft helfen, nicht an das zu denken, was mein Ego zu dieser Zeit gerne mit der Zeit angefangen hätte, das Gefühl von Zeitlosigkeit in den Übungzeiten zu unterbinden. Wenn ich dann gedacht habe, dass dieser Augenblick die einzige Zeit ist, die es gibt, fiel es mir leichter, sie jetzt nicht dem Ego und seinem Wunsch nach Nicht-Lernen und Ablenkung zu widmen.

    Immer, wenn wir etwas aufschieben, geben wir dem Unbewussten Zeit und Raum, einen Widerstand dagegen zu entwickeln, was den Wünschen des Egos widerspricht. Je länger wir oftmals notwendige Veränderungen vor uns herschieben, umso größer werden die Hürden und Bürden, die uns scheinbar im Weg stehen. Doch, wenn jetzt die einzige Zeit ist, die es gibt, was müsste verändert werden, außer, zu sein, was wir dann immer geblieben waren?

    Und ich hab die Gedanken, glaube ich, nur alle zusammen auswendig gelernt, weil es mir anfangs unmöglich erschien, sich diese "unmöglich erscheinenden Gedanken" insgesamt einprägen zu können und die Gesamtheit zu erfassen. Was jedoch ausreicht, ist wirklich, einen einzigen Gedanken ganz und gar zu verstehen und als wahr zu empfinden, um das Ziel des Kurses zu erreichen. Mit dem heutigen Gedanken konnte ich die Seelenruhe finden, mich jetzt auf das Lernen einzulassen, indem ich anerkannte, immer einzig dieses Jetzt zu diesem Zweck verwenden zu können. Der Zweck der Zeit ist das Lernen, ohne diesen Zweck hat sie keine Bedeutung, da ihre Ursache nicht weiterhin besteht. Ist alles gelernt, was bedeutet, ist alles vergessen, was falsch gelernt wurde, gibt es keine Ursache mehr für eine Zeit des Lernens. Mehr als das Jetzt wird es zumindest niemals geben können, so viel kann mit Sicherheit gesagt werden. Was es umfasst, darüber kann der Mensch unterschiedlicher Ansicht sein. Wenn jetzt jedoch alles ist, was es jemals gibt, gibt es keine Zeit, in der ein "Mehr" als im Jetzt möglich wäre. Daher kann gesagt werden, dass das, was jetzt nicht ist, niemals sein wird. Doch das, was jetzt ist, wird ewig sein.

    Daher kann CHRISTUS jetzt und ewig sein; in der Vergangenheit, in der Zukunft UND immer in der vergegenwärtigten GEGENWART. Was könnte es "später" geben, was jetzt nicht ist? Im Augenblick, der die einzige Zeit ist, die es gibt, ist kein Verlust und kein Leid imstande, die Zeitlosigkeit zu unterbinden. Daher ist das Ego immer bestrebt, das Geschehenlassen, das Tun im Nicht-Tun, das Sich-Lassen eines Meister Eckart, nicht geschehen zu lassen und wenn doch, dann zumindest zu "kontrollieren" und als anfänglich unmöglich einzusortieren. Vor drei Jahren hätte ich es nicht für möglich gehalten, diesen Gedanken für möglich zu halten. Zumindest fand mein Ego heute kaum Zeit, sich in die Übung hineinzudrängen.

    Das einfache Werden des psychischen Prozesses kann, von seiner simultanen Finalität ausgehend, ein Punkt sein, der wesentlich zum Kohärenzerleben beiträgt. Dass es keinen Augenblick gibt, in dem CHRISTUS nicht an unserer Seite stehen würde, so wir dieses wünschen würden, könnte eine Kohärenz von ewiger Konsistenz bewirken, könnten wir uns auf das Geschehenlassen einlassen. Das meint das Verlernen dessen, was uns das Ego gelehrt hat. Mehr muss nicht "getan" werden und dieses Tun ist Nicht-Tun: Ich folge dem Ego nicht in seine Abwehrhaltung gegenüber Gedanken, die ich bisher nicht vollständig verstanden und somit nicht ständig "parat" hatte. Es ist wie ein Werkzeugkasten, der erst seinen ganzen Sinn entfalten konnte, haben wir jedes Werkzeug einmal "gebraucht". Wird ein Werkzeugkasten vollständig erfasst und daher sinngemäß verwendet, kann dieser erst seinen gesamten Nutzen offenbaren. Sich jedoch in einer jeder Situation wirksam zu helfen zu wissen, muss der Umgang mit den jeweiligen Werkzeugen geübt werden. Manchmal findet der Nicht-Handwerker intuitiv das richtige Werkzeug für einen bestimmten Zweck. Dann reicht oft ein einziges passendes Werkzeug zum Glück. Selten benötigt man alle Werkzeuge gleichzeitig, doch irgendwann könnte jedes einzelne davon das einzig passende sein. Was wir mit dem Werkzeugkasten und der Zeit anfangen wollen, wird darin beantwortet, welchen Zweck wir unserer Wahrnehmung von Zeit in diesem Moment verleihen.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 454
    (2) Ebd.
    IP

  17. #467

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Schade, was ich immer noch manchal für einen "Käse" erzähle:

    Aus dem letzten Beitrag:
    "Was jedoch ausreicht, ist wirklich, einen einzigen Gedanken ganz und gar zu verstehen und als wahr zu empfinden, um das Ziel des Kurses zu erreichen".

    Nee, einfach als wahr empfinden, das reicht. Es reicht wirklich, einen einzigen Gedanken als wahr wahrzunehmen. Und wenn das das Einzige ist, was ich daraus gelernt haben mag. Bis wir einen Leitgedanken wirklich wirksam als wahr wahrnehmen können, ist das Denken hingegen kaum zu "vermeiden".

    Land und Ego zu trennen lernt die Politik anscheinend gerade. Eigentlich trennen wir die Welt von der Ego-Wahrnehmung, die wir bisher darüber entwickelt haben. Mit einem veränderten Ziel und daher Zweck der Wahrnehmung von Zeit wird eine Trennlinie zwischen Person und Mensch aufgehoben, um das Wort Ego einmal "anders" auszudrücken. Die "Person" in der Politik müsste nun "so" handeln, der "Mensch" im Politiker müsste einen anderen Weg einschlagen.

    Eine Person ist eine Person auch durch andere Menschen. ein Mensch hingegen ist ein Mensch durch seine Anbindung an seine göttliche Quelle. Es ist halt nur zu verlernen, was die Person zu glauben gelernt hat, was ihre Person denn so "sei". Das sind unsere Urteile über uns selbst und damit über unser Selbst. Das Selbst ist hingegen ganz von selbst es selbst. Sollte ich jemals etwas anderes gesagt haben, war das Schwachsinn.

    Ebenso sind alle Urteile über uns natürlich Schwachsinn. Da das Denken also offensichtlich nur gut durchdacht seine Notwendigkeit und Ursache verliert, ist gut zu durchdenken, was zu denken keinen Anlass mehr für "Problemdenken" bewirken könnte.

    Heute habe ich tatsächlich den Gedanken 310 als wahr wahrgenommen: "Ich beurteile alle Dinge so, wie ich sie haben möchte". An jeden anderen Leitgedanken angehängt, ergab sich ein völlig neues Bild der Bilder, die einzig in meinem Kopf diese Bilder sind. Und einzig sind, wenn sie jetzt sind.

    Den blöden Fehler von oben wollte ich jedoch sofort berichtigen. Wenn ich den Gedanken ganz als wahr wahrnehmen, habe ich mich aufgeregt, weil ich etwas wahrnahm, was ich nur durch mein Urteil so wahrnahm, weil ich es "SO" wahrnehmen wollte. Wollen wir "total verstehen", müssen wir lernen, die Totalität aus Sicht der Totalität zu verstehen. Ein Urteil der Totalität wäre total. Daher sollten wir echt froh sein, dass die Totalität nicht über die "Person" oder das "erlernte Ego" urteilt. Und daher sollten wir froh sein, wenn wir der gewählten Wahrnehmung nicht in das Urteil folgen, nicht mehr zu sein, wie wir ohne Urteil wieder wären. Ohne Urteil sind wir frei. Willst Du die Totalität total verstehen, sollte die Sicht der Ewigkeit auf die Zeit eingenommen werden. Kein Teil der Totalität darf verurteilt werden, sonst ist die Totalität nicht mehr total und das wäre, denke ich, fatal.

    Ohne Urteil jedoch total egal. Was gäbe es, was eine Totalität verändern könnte? Nee, verstehen ist echt nicht notwendig. Einen einzigen Gedanken als wahr bezeugen, indem er als wahr empfunden wird, ist meinem Empfinden nach das, was ausreichen würde, das Ziel des Kurses zu erlangen.

    Das totale Fehlen einer jeden Störung eines vollkommenen Geistesfriedens. Auch wenn das Ego gerade am Rad dreht, weil seine Maske von selbst immer fadenscheiniger und durchsichtiger wirkt. Aber auch das beurteile ich so, wie ich es jetzt gerade "haben" möchte und im Nicht-Urteilen über das Ego liegt die Freiheit davon. Im Urteil, dass nichts in der Zeit diesen ewigen Geisterfrieden stören kann, liegt die Möglichkeit, das Urteil als reine Zeitverschwendung aufzugeben. Einzig das Urteil, das unsere Quelle, die Totalität, von uns hat, zählt total und das Urteil lautet: Sie sind weiterhin, wie Gott sie schuf. Egal, was das Ego für ein Urteil fordert, es entbehrt eines offenen Geistes für die Absicht der Totalität, totale Liebe zu sein. Wir kennen uns nicht, wie wir waren, bevor wir uns vergaßen. Wir wissen nicht, über WEN wir eigentlich urteilen und so sah ich alle Dinge immer so, wie ich sie sehen wollte.

    Es gibt einzig das eine Selbst. Zumindest, wenn ich jetzt nicht das Ego bin. Es ist, wie Einstein meinte, einfach eine optische täuschung des Bewusstseins. Da kann es nur ein Fehler sein, ihm im Urteil Bedeutung zu verleihen, die eine Illusion sonst nicht besäße. Der Fehler oben wollte berichtigt werden... Ich sehe wohl ohnehin alles so, wie ich es sehen möchte. Aber das Selbst sieht von selbst. Mehr gab es niemals zu sagen...
    IP

  18. #468

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Wenn ich gestern lernte, warum das Urteil als eine Waffe gegen die Wahrheit eingesetzt wird, ich zudem bisher die Totalität niemals total verstand, und mich selbst an die Urteile band, die ich damit erfand, erweitert der heutige Gedanke die Betrachtung auf die Folgen dessen für die Wahrnehmung:

    Erst beurteile ich alle Dinge so, wie ich sie gerade haben möchte und dann sehe ich alle Dinge so, wie ich sie haben möchte. So folgt die Energie (des Gefühls / der Emotion) dem Gedanken ebenso, wie die Wahrnehmung dem Urteil und so kehrt das zu uns zurück, was wir zuvor aussandten. Da die Lektionen von 311- 320 die Frage beantworten, was das Jüngste Gericht aus Sicht der Totalität als das LETZTE URTEIL (unter 5.) spricht, zunächst der einleitende Text:

    Zitat Zitat von Michael Beitrag anzeigen
    10. Was ist das JÜNGSTE GERICHT?

    1. Die WIEDERKUNFT CHRISTI schenkt dem SOHN GOTTES diese Gabe: die STIMME FÜR GOTT verkünden zu hören, dass das, was falsch ist, falsch ist und das, was wahr ist, sich nie geändert hat. Dies ist das Urteil, in dem die Wahrnehmung endet. Erst siehst du eine Welt, die dieses als wahr angenommen hat, aus einem Geist projiziert, der nun berichtigt worden ist. Und mit dieser heiligen Sicht gibt die Wahrnehmung einen stummen Segen und verschwindet dann, denn ihr Ziel ist erreicht, und ihr Auftrag ist erfüllt.

    2. Das letzte Urteil über die Welt enthält keine Verurteilung. Denn es sieht die Welt als eine, der total vergeben ist, ohne Sünde und gänzlich ohne Sinn und Zweck. Ohne eine Ursache und nun ohne Funktion in CHRISTI SICHT entgleitet sie einfach ins Nichts. Dort wurde sie geboren, und dort endet sie auch. Und all die Figuren in dem Traum, in dem die Welt begann, gehen mit ihr. Körper sind jetzt nutzlos und werden deshalb dahinschwinden, weil der SOHN GOTTES grenzenlos ist.

    3. Du, der du glaubtest, dass GOTTES JÜNGSTES GERICHT die Welt mir dir gemeinsam zur Hölle verdammen würde, nimm diese heilige Wahrheit an: GOTTES URTEIL ist die Gabe der Berichtigung, die ER allen deinen Irrtümern verliehen hat, wodurch ER dich von ihnen wie auch von allen Wirkungen befreite, die sie je zu haben schienen. GOTTES erlösende Gnade zu fürchten heißt nur, die vollständige Befreiung aus dem Leiden, die Rückkehr zu Frieden, Sicherheit und Glück und die Vereinigung mit deiner eigenen Identität zu fürchten.

    4. GOTTES LETZTES URTEIL ist so barmherzig wie jeder Schritt in dem von IHM bestimmten Plan, SEINEN SOHN zu segnen und ihn zu rufen, in den ewigen Frieden zurückzukehren, den ER mit dir teilt. Fürchte dich nicht vor der Liebe. Denn sie allein kann jeden Kummer heilen, alle Tränen abwischen und den SOHN, den GOTT als SEINEN erkennt, sanft aus dessen Traum des Schreckens wecken. Fürchte dies nicht. Die Erlösung bittet nur darum, dass du sie willkommen heißt. Und die Welt wartet darauf, dass du sie freudig annimmst, was sie befreien wird.

    5. Dies ist das LETZTE URTEIL GOTTES: Du bist nach wie vor SEIN heiliger SOHN, ewig unschuldig, ewig liebevoll und ewig geliebt, so grenzenlos wie dein Schöpfer, völlig unveränderbar und ewig rein. Erwache deshalb. Und komm zu mir zurück. Ich bin dein VATER und du bist MEIN SOHN. (1)

    Die zu diesem Thema gehörenden 10 Lektionen lauten so:

    311. Ich beurteile alle Dinge so, wie ich sie haben möchte.
    312. Ich sehe alle Dinge so, wie ich sie haben möchte.
    313. Lass jetzt eine neue Wahrnehmung zu mir kommen.
    314. Ich suche eine Zukunft, die anders ist als die Vergangenheit.
    315. Alle Gaben, die meine Brüder geben, gehören mir.
    316. Alle Gaben, die ich meinen Brüdern gebe, sind mein Eigen.
    317. Ich folge dem Weg, der mir bestimmt ist.
    318. In mir sind Mittel und Zweck der Erlösung eins.
    319. Ich bin für die Erlösung der Welt gekommen.
    320. Mein Vater gibt mir alle Gewalt. (2)

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 456
    (2) Übungsbuch Seiten 456 – 461
    Lektion 312: „Ich beurteile alle Dinge so, wie ich sie haben möchte“. (1)

    Was den Text angeht, ziehe ich es aus Qualitätsgründen (eigentlich immer) vor, die Worte des Urhebers und Autors so zu verwenden, wie sie nun einmal gewählt worden sind:

    1. „Die Wahrnehmung folgt dem Urteil. Wenn wir geurteilt haben, sehen wir daher das, worauf wir schauen möchten. Denn die Sicht kann lediglich dazu dienen, uns das anzubieten, was wir haben möchten. Es ist unmöglich, dass wir übersehen, was wir sehen möchten, und das nicht sehen, was wir zu erblicken wählten. Wie sicher muss daher die wirkliche Welt kommen, um die heilige Sicht eines jeden zu begrüßen, der die Zielsetzung des HEILIGEN GEISTES zu seinem Ziel des Sehens macht. Und er kann nicht umhin, auf das zu schauen, wovon CHRISTUS möchte, dass er es sehe, und CHRISTI LIEBE zu dem zu teilen, worauf er schaut.

    2. Ich habe heute kein anderes Ziel, als auf eine freigelassene Welt zu schauen, befreit von den Urteilen, die ich gefällt habe. VATER, dies ist heute DEIN WILLE für mich, und deshalb muss es auch mein Ziel sein“. (2)

    Lernen bedeutet auch, die neuen Inhalte und Gedanken in einen Kontext zueinander zu setzen. Bei meiner „Das Ego hält jetze mal seinen Mund, weil mein Geist Kohärenz / Eudämonie / Seelenkraft tanken möchte-Übung“ sind mir einige der Gedanken aufgefallen, die ich daher beispielhaft anführe:

    138 + 312 = „Der Himmel ist die Entscheidung, die ich treffen muss“, doch „ich sehe alle Dinge so, wie ich sie haben möchte“.
    152 + 312= „Die Macht der Entscheidung ist mein“, aber „ich sehe alle Dinge so, wie ich sie haben möchte“.
    156 + 312 = „Ich gehe mit GOTT in vollkommener Heiligkeit“, hingegen „sehe ich alle Dinge so, wie ich sie haben möchte“.
    185 + 312 = „Ich will den Frieden GOTTES“, doch das ist annähernd unmöglich, wenn „ich alle Dinge so sehe, wie ich sie haben möchte“.
    232 + 312 = „Sei in meinem Geist, mein Vater, den ganzen Tag hindurch“, denn sonst „sehe ich (wieder) alle Dinge so, wie ich sie haben möchte“.
    268 + 312 = „Lass alle Dinge genau so sein, wie sie sind“, weil „ich sehe alle Dinge so, wie ich sie haben möchte“.
    273 + 312 = „Die Stille von GOTTES Frieden ist mein“, WENN „ich (nicht) alle Dinge so sehe, wie ich sie haben möchte“.
    277 + 312 = „Lass mich DEINEN SOHN nicht durch Gesetze binden, die ich gemacht habe“, indem „ich alle Dinge so sehe, wie ich sie haben möchte“.
    292 + 312 = „Ein glücklicher Ausgang aller Dinge ist gewiss“, aber „ich sehe alle Dinge so, wie ich sie haben möchte“.
    302 + 312 = „Wo Dunkelheit war, schaue ich auf das Licht“, WEIL „ich alle Dinge so sehe, wie ich sie haben möchte“.
    303 + 312 = „Heute ist der heilige CHRISTUS in mir geboren“, zumindest, „sehe ich nicht alle Dinge so, wie ich sie haben möchte“.

    Die Welt freizulassen, ist daher das geeignete Mittel der Wahl, eigene Freiheit zu finden. Angst bindet die Welt, die Vergebung gibt sie frei. Ohne diesen Nutzen von Vergebung zu verstehen, können wir die Welt noch nicht wirklich "freisprechen".


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 457
    (2) Ebd.
    Geändert von Michael (25.11.17 um 18:56 Uhr)
    IP

  19. #469

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 313: „Lass jetzt eine neue Wahrnehmung zu mir kommen“. (1)

    Wieder einmal darf ich meine Wahrnehmung einer Situation berichtigen. Es gibt kein Problem, die Lektionen im Original nachzulesen, denn ALLE Lektionen sind hier zu finden:

    Alle Lektionen: http://innerpeace.de/all-lessons

    Insofern nunmehr naheliegend, wiederhole ich ja höchstens das, was dem Leser ohnehin frei zugänglich ist. Und meine ganze „Sorge“ hier mehr als die "bisher erlaubten" 2.5 % zu zitieren, wie mir vom Verlag gesagt wurde, ist bei einer ohnehin frei zugänglicher Version logisch irgendwie haltlos geworden. Daneben kann ich die Gedanken ja frei kombinieren, wie im Folgenden:

    (1) Nichts, was ich sehe bedeutet etwas; daher lass jetzt eine neue Wahrnehmung zu mir kommen.

    Klar sind beide Gedanken „geklaut“ von CHRISTUS, doch weil das „daher“ dazwischen steht, könnte man das, was mit eigener Schöpfungshöhe gemeint sein könnte, nunmehr daher als erfüllt ansehen. Der zweite Gedanke in (natürlich nicht) MEINER Gedankenreihe lautete dann heute so:

    (2) Ich habe allem, was ich sehe, die gesamte Bedeutung gegeben, die es für mich hat; und so wäre es nur logisch, würde ich (nach Myriaden von Irrtümern) darum bitten, jetzt eine neue Wahrnehmung zu mir kommen zu lassen.

    Ein wenig eigene Kreativität muss ich ja immerhin bei der Wahl geeigneter Konjunktionen im Geist aufbringen. Was ist die Ursache der Wahrnehmung des "Jüngsten Gerichts"? Helfen die anderen Gedanken dabei?

    (3) Ich verstehe nichts, was ich sehe; so lass jetzt eine neue Wahrnehmung darüber zu mir kommen.

    (4) Diese Gedanken haben keinerlei Bedeutung; also kann es nicht wirklich schaden, darum zu bitten, jetzt eine neue Wahrnehmung zu mir kommen zu lassen.

    (5) Ich rege mich nie aus dem Grund auf, den ich wirklich meine und daher wäre es nur folgerichtig, jetzt eine neue (Quelle der) Wahrnehmung zu erbitten.

    (6) Ich regte mich über „das Zitatproblem“ (als symbolisches Synonym) auf, obwohl es niemals wirklich bestanden hatte; auch daher kann ich jetzt darum bitten, eine neue Wahrnehmung zu mir kommen zu lassen.

    (7) Ich sehe nur die Vergangenheit, was noch mehr dafür spricht, zu sagen: „Lass jetzt eine neue Wahrnehmung zu mir kommen. Die „alte“ Leier kenne ich doch schon…

    (8) Mein Geist ist mit Gedanken aus der Vergangenheit beschäftigt, darum bitte ich darum, jetzt eine neue Wahrnehmung zu mir kommen zu lassen.

    (9) Ich sehe nichts, wie es jetzt ist; und gerade deswegen sollte ich jetzt eine neue Wahrnehmung zu mir kommen lassen.

    (10)
    Meine (veränderlichen) Gedanken bedeuten nichts; daher lass jetzt eine neue Wahrnehmung der Situation zu mir kommen.

    Hier wurden die ersten zehn Leitgedanken mit dem Tagesleitgedanken verknüpft. Alle Leitgedanken durchzugehen, benötigt meistens mindestens rund 90 Minuten (und wenn mein Ego nicht schweigt, wesentlich länger), will ich nicht (vom Ego unbewusst dazu angetrieben,) durch die Übungen „hasten“. Wenn jeder Gedanke gänzlich wahr ist, muss auch die jeweilige Verknüpfung beider Wahrheiten eine Wahrheit ergeben. Ob diese Gedanken diese Eigenschaft aufweisen, kann jedoch nur beim offenen und ehrlichen Durchdenken festgestellt werden. Niemand sollte ungeprüft irgendwelche Gedanken in sein „Inventar“ aufnehmen, doch leider ist diese "Nachlässigkeit" jedem von uns „unterlaufen“. Aus dieser Sicht wird vielleicht leichter verständlich, warum wir nur verlernen müssen, was das Ego uns lehrte. Da gibt es was von RATIO-Form:

    1. „VATER, es gibt eine Schau, die alle Dinge als sündenlos erblickt, sodass die Angst vergangen ist und wo sie war, da wird die Liebe eingeladen. Und die Liebe wird überallhin kommen, wo sie erbeten wird. Diese Schau ist DEINE Gabe. Die Augen CHRISTI schauen auf eine Welt, der vergeben ist. In SEINER Sicht sind alle ihre Sünden vergeben, denn ER sieht keine Sünde in irgendetwas, worauf ER auch immer schaut. Lass jetzt eine SEINE wahre Wahrnehmung zu mir kommen, damit ich aus dem Traum der Sünde erwachen und nach innen auf meine Sündenlosigkeit schauen möge, die DU völlig unentweiht bewahrt hast auf dem Altar für DEINEN heiligen SOHN, das SELBST, mit dem ich mich identifizieren möchte.

    2. Lass uns heute einander in CHRISTI Sicht erblicken. Wie schön wir sind. Wie heilig und wie liebend. Komm, Bruder und verbinde dich heute mit mir. Wir erlösen die Welt, wenn wir uns verbunden haben. Denn in unserer Schau wird sie so heilig wie das Licht in uns.“

    Aber wer nimmt diesen Gedanken (in vorgenannter Konsequenz) als wahr wahr? Welches URTEIL erwarten wir denn im „Jüngsten Gericht“? Wenn wir auf Schuld zu blicken wählen, wird uns unsere Wahrnehmung diese „liefern“, wenn wir auf Unschuld zu blicken wählen, müsste uns dieser „duale Möglichkeitshorizont“ doch das genaue Gegenteil des Gegenteils spiegeln, also mithin das ORIGINAL. Wenn wir das Gesetz der Wahrnehmung auf diese Weise verwenden, ist das zweite Spiegelbild dem Original so nah, wie nur irgend möglich. Gleiches Spiegelungssystem begegnet uns auch in unserer Genetik: Zwei Spiegelungen ergeben die Ursprungsinformation. Gut, mir ist klar, dass ich diese Wahrnehmung bisher nur zeitweise teilen und annehmen kann. Dieses immer zu „können“ erfordert, der Zeit einen anderen Zweck zu verleihen. Ich war nicht wirklich hierhergekommen, um die Welt zu verurteilen. Was ich zweifelsfrei die meiste Zeit meines Lebens auf die eine oder andere Weise getan habe. Ich gebe sogar gerne zu, mich (also meinen Verstand) über die Qualität des Urteils definiert zu haben (, als ich noch glaubte, mein Denken zu sein). Aber es ging halt einfach von falschen Voraussetzungen aus, von erlernten und konditionierten Mustern, die eine „Einordnung“ dessen ermöglichen, was die „Wahrnehmung so alles im Laufe der Zeit von Zwischenzeiten sieht“.

    Mich darauf einzulassen, um eine andere Wahrnehmung zu bitten, um die Göttlichkeit in jedem Gegenüber bezeugen und als wahr wahrzunehmen zu können, ist mir „als Idee“ so bisher eher zu selten gekommen. Wenn ich mich jedoch darüber freuen will, was ich „sehe“, sollte ich zwingend meine Wahrnehmung dessen verändern, wozu die Zeit dient:

    Der Zweck der Zeit ist es, Schuld durch Vergebung und Angst durch Liebe zu ersetzen. Die Offenbarung ist einfach der Zustand, in dem erkannt wird, dass die Schuld schon Vergebung werden wollte, als sie noch ganz klein war. Ist die Schuld aus unserem Geist entfernt, kann Liebe die Angst ersetzen und dieser Raum kann sich als Traum ausdehnen, den wir als schönen Traum bezeichnen werden. Weil wir uns darauf freuen, uns darauf zu freuen. Hab ich erst kürzlich von anderedimension gelernt…

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 459
    (2) Ebd.
    IP

  20. #470

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 314: „Ich suche eine Zukunft, die anders ist als die Vergangenheit“. (1)

    Der Lektionstext findet sich hier: http://innerpeace.de/lektion-314

    Was im Text deutlich wird, kann nicht häufig genug betont werden. Daher die Wiederholung der Sätze in der Reihenfolge oben und unten angegebener Quelle:

    1. „Aus einer neuen Wahrnehmung der Welt kommt eine Zukunft, die von der Vergangenheit sehr verschieden ist“. (2)
    Sucht mensch eine Zukunft, die sich von den Formen der bisherigen Vergangenheit unterscheiden soll, ist die Gegenwart von den Wirkungen der Vergangenheit zu befreien. Sonst wird die Form der Vergangenheit weitere, ihr entsprechende Wirkungen in die Zukunft tragen. Ist unsere bisherige Beurteilung der Welt als subjektiv, temporär und von der Vergangenheit eingefärbt erkannt worden und daher eine neue Wahrnehmung in den Geist eingezogen, verlieren die bisherigen Formen der Vergangenheit ihre Wirkung und die Angst damit ihre Ursache.

    2. „Die Zukunft wird jetzt als bloße Ausdehnung der Gegenwart begriffen“. (2)
    Wenn jetzt „gut“ ist, was sollte sich ausdehnen, außer Güte? Daher ist es so unsinnig, aus dem Gefühl der Angst oder des Konflikts heraus Verhaltensentscheidungen zu treffen. Denn dann dehnt sich spiegelbildlich aus, was jetzt noch „nicht gut“ ist. Dann kann auch die Vergangenheit als bloße Ausdehnung unrichtiger Grundgedanken aufgefasst werden und aus vorherigen „Sünden“ wird einfach ein Fehler.

    3. Vergangene Schatten können keine Schatten auf sie werfen, sodass die Angst ihre Götzen und Bilder verloren hat, und da sie ohne Form ist, hat sie keine Wirkungen.
    So dient der erste Teil des Übungsbuches der Auflösung der Schatten der Vergangenheit und der Auflösung ihrer Formen. Angst ist letztlich in keiner Form gerechtfertigt, denn sie verleugnet die gegenwärtige Gegenwärtigkeit der Liebe in unserem Geist. Angst beruht auf dem Gedanken, ein sterblicher Körper zu sein und im wahrsten Wortsinn sind wir oftmals wirklich „todkrank“. Die Schatten des Todes nehmen uns jedes Vertrauen in das Leben, die Götzen der Gesundheit, all die Spritzen und die Pillen, all die Maßnahmen zur Abwehr von Krankheit, Leiden, Alter und Tod sprechen deutlich davon, wie sehr uns das Ablegen des Körpers die ganze Lebenszeit hindurch „überschattet“.

    4. „Der Tod wird jetzt keinen Anspruch mehr auf die Zukunft erheben, denn Leben ist nun ihr Ziel, und glücklich werden alle nötigen Mittel bereitgestellt“. (2)
    Glauben wir an den „Tod“ des Geistes in der Seele beim Ablegen unseres Körpers, erhebt der Tod Anspruch auf die Gegenwart und die Zukunft. Wird die (in Lektion 313) gewonnene, neue Wahrnehmung als Ausgangspunkt angesehen, wird der Augenblick der Verbindung mit CHRISTUS zur einzigen Zeit, die es jetzt gibt. Es gab bisher kaum einen Zeitpunkt, in dem der Tod nicht das Leben zu bedrohen schien; doch wird das LEBEN in GOTT verortet und mit IHM verknüpft, was soll das Leben beschweren? Alle nötigen Mittel werden GLÜCKLICH bereitgestellt werden. So, wie wir uns bisher die Mittel zum Unglücklich-Sein wünschten und bekamen, werden uns ebenso die Mittel gegeben, das Leben statt den Tod zu wählen. Der Tod ist die letzte Illusion, die es aufzuheben gilt. Die Schuld ist die vorletzte…

    5. „Wer kann sich grämen, oder leiden, wenn die Gegenwart befreit worden ist und ihre Sicherheit und ihren Frieden in eine stille Zukunft ausdehnt, die erfüllt von Freude ist“? (2)
    Eine „befreite Gegenwart“ macht es möglich, das gegenwärtige Glück als sich in die Zukunft ausdehnend wahrzunehmen. Die Stille des gegenwärtigen Geistesfriedens dehnt sich ebenso aus, wie es zuvor bei unserer Angst der nunmehr historisch gut dokumentierte Fall war. Was die Gegenwart befreit, ist die Sühne, also die Aufhebung des Glaubens an die „förderlichen Wirkungen“ der Schuld im Hinblick auf die Zielerreichung, hier eine Zukunft, die sich von der Vergangenheit insofern unterscheidet, als sie als erwünscht angesehen werden kann und freudig begrüßt wird.

    6. VATER, wir haben uns in der Vergangenheit geirrt und wählen es, die Gegenwart zu nutzen, um frei zu sein.
    Ohne uns einzugestehen, uns in der Vergangenheit geirrt zu haben, finden wir nicht die Macht der Entscheidung, geistesgegenwärtig die Gegenwart zu nutzen, jetzt frei (von den Wirkungen der Vergangenheit oder einer ungeschehenen Zukunft) zu sein. „Bald“ frei zu sein, ist niemals jetzt mit dem Gefühl der Freiheit verbunden und die „künftige Freiheit“ ist immer auch Ausdruck von gegenwärtiger Gefangenschaft. Später, wenn alle Tränen getrocknet sein werden, können alle „Dinge“ als ein Echo der Stimme für GOTT aufgefasst werden. Als eine unverstandene Äußerung eines Unbewussten, dass uns nur feindlich gesonnen schien, solange die Bewusstheit über den Irrtum, auf den es dabei (als Seelensymbol) "hinweisen wollte“, noch nicht erreicht wurde. Wir müssen uns in der Vergangenheit geirrt haben, sonst würden wir nicht „sehen“, was uns nicht wirklich gefallen kann. Leugnen wir die eigene Entscheidungsgewalt für unsere Vergangenheit, verleugnen wir sie ebenso für unsere Zukunft. Erkennen wir die Vergangenheit als Ergebnis unserer eigenen fehlerhaften Entscheidungen, gewinnen wir die Entscheidungsgewalt für die Zukunft zurück. Diese liegt darin, den zweiten Platz (den des Geschöpfes) einzunehmen, um den ersten (den des Mitschöpfers) zu erlangen. Wir wählen die Gegenwart, uns für die Freiheit zu entscheiden, die den Kindern der Herz- und Herrlichkeit aös Geburtsrecht gebührt.

    7. „Jetzt lassen wir die Zukunft in DEINEN HÄNDEN und lassen unsere vergangenen Fehler hinter uns, wobei wir sicher sind, dass DU DEINE gegenwärtigen Versprechen halten und die Zukunft in ihrem heiligen Licht lenken wirst“. (2)
    Hier ist es möglich, jedwede „kognitive Dissonanz“ an ihrer Wurzel zu packen. Wir legen die Zukunft einfach in die Hand DESSEN, in dem jede Zukunft geboren wird. Wenn die Angst (vor dem Ego in uns und anderen) keine (mit unserer Seelenenergie „gefütterte“) Form mehr besitzt, wird ihr auch die Wirkung entzogen. Beim Bemerken eines vergangenen oder gegenwärtig auftretenden Fehlers kann ein Irrtum erst als bisheriger Irrtum (durch Irr-Tun) einsortiert werden. Vorher, als wir uns „damals“ entschieden, schien jeder Fehler richtig zu sein. Jede Sünde ist ohne Urteil einfach ein Fehler, dessen Berichtigung nicht wir vornehmen, sondern die in die Hände des HEILIGEN GEISTES gelegt wird, dessen Funktion die Sühne, als das Aufheben der Schuld ist. Unsere ist es nur, nicht mehr an den Nutzen von Schuld zu glauben. Damit legen wir die Zukunft in GOTTES HAND, dessen gegenwärtiges Versprechen eine Zukunft ist, die von einem heiligen Licht gelenkt wird. Eine Zukunft, die von unserer gegenwärtigen Angst gelenkt wird, kann insofern naheliegend, nicht anders sein als die bisherige Vergangenheit. Die Zukunft aus unserer allzu festen Umklammerung zu lösen, meint auch immer, den Moment nicht festzuhalten. Unser Urteil bindet die Welt, unsere Vergebung gibt sie frei, das zu sein, was sich in einem heiligen Licht entfaltet. Im Urteil über die Zukunft, das sich aus den Fehlern der Vergangenheit „errechnet“, ist kaum mehr als die annähernd ewige Wiederholung der Vergangenheit möglich. Das himmlische Versprechen ist die Berichtigung ALLER Fehler durch den HEILIGEN GEIST; eine todsichere Wahl des Weges in die Hölle ist es, die Berichtigung vom Ego durchführen lassen zu wollen. Eine Zukunft, die anders ist, sollte sich nicht vom Ego, sondern vom heiligen Licht in uns allen lenken lassen. Wer wollte dann länger auf die Dunkelheit schauen wollen? Eine Zukunft, die anders ist als die Vergangenheit benötigt die Aufgabe des Urteils und damit eine neue Wahrnehmung einer beliebigen Lebenssituation. Es gibt ja nur ein Leben und daher nur eine einzige Situation, dessen Zukunft anders als die Vergangenheit sein könnte.

    Ein einziger Moment der geistigen Verbindung mit dem heiligen Licht - in uns und allen anderen - kann sich aus der gegenwärtigen Gegenwart in alle Zukunftsbereiche hin ausdehnen. Daher ist Vergebung immer auch etwas, das uns selbst ebenso nutzt wie allen Gedanken unseres VATERS in einem Bewusstsein. Ja, es wird als viele Teile gesehen, doch die Vergebung lässt offensichtlich werden, dass Geister ohne Grenzen verbunden sind.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 458
    (2) Ebd.
    Geändert von Michael (27.11.17 um 18:43 Uhr)
    IP

  21. #471

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 315: „Alle Gaben, die meine Brüder geben, gehören mir“. (1)

    Beim Durchdenken dieses Gedankens wurde klar, dass ich die Glyphosat-Gabe des Monsanto-Egos nicht als „Gabe“ auffassen kann. Das Ego hat ja nichts, was es geben könnte und somit gibt es eher „Leihgaben“. „Gaben“ müssen ewig sein, sollen es keine Leihgaben sein. Und sie müssen sich mehren, wenn sie geteilt werden. Die Monsanto-Idee über die Zukunft dieser Welt ist eine Leihgabe aus der Hölle, in einer Welt ohne Leben, das nicht von Monsanto ist. Einer Welt, in der jedes Leben bekämpft wird, sobald es nicht genau an dieser Stelle genau das hervorbringt, was das Ego möglichst teuer zu Markte tragen will.

    Ob es die Gaben des Selbst oder die Leihgaben des Egos sind, die wir geben, die Gedanken, die wir aussenden, kommen gut genährt und wohl gemästet zu uns zurück. Doch wir sehen sie nicht mehr als in unserem Geist entstandene Ursachen.

    So dauerte es heute Morgen mehr als drei Stunden, immer wieder mein Ego zu besänftigen, nicht als „Mitweltrachedämon“ durch die Luft in den Geist des Herrn Schmidt zu reisen und im dortigen Oberstübchen mal ordentlich aufzuräumen und den Besen zu schwingen, während ich in den 365 Verknüpfungen versuchte, diesen Gedanken so zu verstehen, wie er gemeint sein müsste, nicht die Leihgabe des Herrn Schmidt mit einer Gabe zu verwechseln. Alle nicht ewigen Gaben sind Leihgaben. Damit kein Futterneid unter uns aufkommt, hat jeder alles bekommen. Das wird gewährleistet, indem alle Gaben, die Ihr gebt, auch mir zugutekommen und natürlich umgekehrt. Dieser Gedanke steht in enger Verwandtschaft zur morgigen Lektion, die heißt dann folgerichtig: Alle Gaben, die ich meinen Brüdern gebe, sind mein Eigen. Doch dazu muss ich zwingend die Gaben aus Eurem Geist annehmen, sonst gäbe es ja nichts, was zu geben wäre. Dabei darf nicht auf die Form des Egos sondern auf die Formlosigkeit des Geistes darin geschaut werden, da sonst die Mauer in den Köpfen, die die Lüge als Grenze bildet, nicht umschifft und von der Liebe überbrückt werden kann.

    Was sind die Gaben des Selbst im Gegensatz zu den Furcht erregenden Leihgaben des Egos?

    Heute war die Übungszeit nicht nur wegen der Leihgabe des Schmidtchen-Schleicher-Egos recht anstrengend, ebenso widerstrebt es meinem Ego, Gaben (aus anderen Geistern) überhaupt (vorbehaltlos und vertrauensvoll) anzunehmen. Welcher nicht Voll-Idiot würde dem Ego eines Schmidtchen Schleichers trauen können, ohne dabei berechtigte Angst zu entwickeln? Er ist das Selbst, dem selbst die größte Ego-Narretei (in der Zeit) nicht den Geistesfrieden (der Ewigkeit) raubt. Im Unfrieden über die unzähligen Sünden des Egos entgehen uns jedoch die tausend Schätze, die mit jedem Augenblick unseren Geist erreichen, doch „ungesehen“ bleiben. Ungesehen, weil unser Geist in diesem Moment zornig auf das Ego blickt, was es natürlich mit diebischer Freude registriert und diese Energie nutzt, noch mehr Unheil anzurichten. Wir füttern immer das Ego mit jedweder Abwehrhaltung. Und wir werden den ganzen Tag mit Gaben gesegnet, deren Wert jenseits aller vergänglichen und wandelbaren Dinge liegt.

    In den Lektionen 315 und 316 wird das Prinzip der Sühne verdeutlicht. Es ist ein Kreislauf, in dem Geben und Nehmen (innerhalb eines verbundenen Bewusstseins) eins sind. In einem verbundenen Bewusstsein ist keine Grenze möglich, dafür sollten wir an sich dankbar sein. Blöd ist dann natürlich: Wir können nicht mehr zum Mittel der Lüge greifen, den Geist im Gegenüber „vorzuführen“. Transparenz macht die Lüge unmöglich und unser Geist leidet unter all den schlechten Lügen. Wir vergiften nicht nur unsere Mitwelt, immer vergiften wir damit auch unseren eigenen Geist, wenn wir das Leben im Gegenüber nicht respektieren und selektiv betrachten. Die Geistesgifte sind es, die eine „Detox-Kurs“ benötigen. Meine Detox-Kur zur Geistesgiftentgiftung ist es, das Schmidchen-Schleicher-Problem unseres kollektiv wirksamen Egos den 365 Leitgedanken gegenüberzustellen und in dieser Zeit keine Leidgedanken zu denken. Dann verschwinden die Schatten, da der Angst keine Form mehr gegeben wird. Ich kann nichts verlieren, was nicht ewig wäre. Wo sollte da irgendein Verlust existieren können? Wenn wir der Dunkelheit mit einem liebenden Lächeln begegnen, wurde der Hilferuf hinter dem negativen Zuwendungsspielchen verstanden.

    Alles wird sicher in der Ewigkeit bewahrt und niemals wird das Bewusstsein GOTTES vergessen, wie ER uns schuf. Diesen Punkt im Herzen, wo die Ewigkeit wohnt, kann nur GOTT SELBST berühren. Doch wir können sie in allem um uns herum wahrnehmen und damit wahr machen. Annehmen, wahrnehmen und damit wahr machen, das ist, was die Gabe ist. Wir können nur ganz wir selbst sein, akzeptieren wir jeden Teil des Selbst als Bestandteil einer Gesamtheit. Das Ego leidet einfach an einer historischen Dissoziationsstörung. Aber in jedem von uns steckt von selbst das SELBST. Die „Kindersicherung des Universums“ ist es halt, dass wir dies nur alle zusammen sein könnten, so wir die Bereitschaft dazu als unseren Willen entwickeln. Gut, ich danke Euch heute mal, dass ihr einfach von selbst das Selbst seid, das ich bisher mit Eurem Ego verwechselt habe.

    Der Lektionstext findet sich hier: http://innerpeace.de/lektion-315

    Ein einziger Satz daraus: „Jemand spricht ein Wort der Dankbarkeit oder des Erbarmens, und mein Geist empfängt diese Gabe und nimmt sie als seine eigene an“. (2)

    Verstehen wir jetzt, warum wir uns so fühlen, wie wir uns fühlen, wenn wir das Ego als Quelle unseres Bewusstseins ansehen? Wir empfangen dann die Botschaften, die das Ego spricht, wenn das Brot es bricht, des Sprach es spricht…

    Gut, ich danke heute (und möglichst an allen Tage) dem lieben GOTT für die Gaben, die ER uns mitgab, damit sie auf ewig Unser bleiben. Daher können sie unbegrenzt geteilt werden und dehnen sich zu einer neuen Wahrnehmung (des Zweckes der Zeit in der Welt) aus.

    Es ist nicht die Vergangenheit, die wir fürchten. Es ist nicht die Zukunft, die uns jetzt schon ängstigt. Es ist die gegenwärtige Verbindung, die in diesem Gedanken liegt, die das Ego fürchtet wie die ungenannt bleibende Projektionsfläche das Weihwasser. Denn, wie Lilith, wird auch Luzifer als Schuld- und Schuttabladestation unserer Geisteshaltungen missbraucht. Das Scheitern ist eng an die Lüge geknüpft, das Gelingen hingegen an die Wahrheit. In diesem Gedanken liegt die gedankliche Anknüpfung an eine Gesamtheit aller Gedanken unseres Freundes, an die Totalität, die wir total verstehen müssen. In diesem und dem folgenden Leitgedanken liegt auch der Zugang zum Verständnis dessen, was die Totalität als „Sohnschaft“ insgesamt „sieht“. Das, was die Totalität von uns „sieht“, hat sich nicht verändert. Wir können uns nur selbst verurteilen, wenn wir das Selbst im Gegenüber verurteilen. Hab ich vom Spiegelbild unseres bauernschlauen Landwirtschaftsministers gelernt, dessen Hilferuf einfach ein Schrei nach Liebe darstellt. Möge jeder Hilferuf mit Liebe beantwortet werden…

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    Übungsbuch Seite 458
    Ebd.
    IP

  22. #472

    AW: Ein Kurs in Wundern

    LEKTION 316

    "Alle Gaben, die ich meinen Brüdern gebe, sind mein eigen.
    1. Ebenso wie jede Gabe, die meine Brüder geben, mein ist, so gehört auch jede Gabe, die ich gebe, mir. Jede erlaubt es einem vergangenen Fehler, zu vergehen und keinen Schatten auf dem heiligen Geist zu hinterlassen, den mein VATER liebt. SEINE Gnade wird mir gegeben mit jeder Gabe, die ein Bruder durch alle Zeit hindurch und gleichfalls über alle Zeit hinaus empfangen hat. Mein Schatzhaus ist gefüllt, und Engel wachen über seine offenen Türen, auf dass keine Gabe verloren gehe, sondern nur noch mehr hinzugefügt werden. Lass mich dorthin kommen, wo meine Schätze sind, und dort eintreten, wo ich wahrhaft willkommen und zu Hause bin, mitten unter den Gaben, die GOTT mir gab.

    2. VATER, heute möchte ich DEINE Gaben akzeptieren. Ich erkenne sie nicht. Doch vertraue ich darauf, dass DU, DER DU sie gabst, die Mittel bereitstellen wirst, durch die ich sie erblicken, ihren Wert sehen und nur sie als das hegen kann, was ich will".

    Quelle: http://innerpeace.de/lektion-316


    War eine wertvolle Erfahrung, diesen Gedanken mit allen anderen Leitgedanken zu verbinden. Im Text oben wird gesagt, wie Fehler vergehen können, ohne Schatten zu hinterlassen. Wir erkannten einfach nicht, was unsere ewigen Gaben sind. Immer ruhen wir an dem Ort, an dem Geister ihre tiefste Seelenruhe finden. Die Gabe ist darin zu finden, sich im Geist mit dem CHRISTUS-Geist zu verbinden und mit Augen auf die Welt zu blicken, die harmlos sind, weil vergeben wurde und daher auf alle Dinge ohne Urteil blicken, um sie einfach still zu segnen.

    Auf eine mögliche "Kombination" des "Zweier-Schlüssels" möchte ich symbolisch hinweisen:
    (306) "Die Gabe CHRISTI ist alles was ich heute suche", [denn (138) Geben und Empfangen sind in Wahrheit eins] und damit (316) "Alle Gaben die ich meinen Brüdern gebe, mein Eigen sind", [muss ich sie gleichzeitig für mein Selbst annehmen].

    Den WERT dieser Geistesschulung zu erkennen, ist eine, das Selbst entfaltende Prozessentwicklung. Ich will mal nichts beurteilen, was ich noch nicht erkannt hatte und geh lieber etwas an die Sonne...

    Der [Einschub] wäre dann die Kombination dreier Leitgedanken und insofern eine weitere Verbindungsmöglichkeit. Beim Durchdenken fanden sich heute derart viele sinnhafte Gedanken, dass ich eigentlich fast alle "vorstellen" müsste. Zumindest bildet sich langsam eine Gesamtvorstellung und damit ein erster Ausblick auf den eigentlichen Wert dessen, was bisher unerkannt und daher unbekannt war.
    IP

  23. #473

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Zitat Zitat von Michael Beitrag anzeigen
    11. Was ist die Schöpfung?

    1. „Die Schöpfung ist die Summe aller GEDANKEN GOTTES, unendlich an der Zahl und überall ohne jede Grenze. Nur die Liebe erschafft und nur wie sich selbst. Es gab nie eine Zeit, wo all das, was sie schuf, nicht da war. Auch wird es niemals eine Zeit geben, in der irgendetwas, was sie schuf, irgendeinen Verlust erleidet. Auf immer und ewig sind die GEDANKEN GOTTES ganz genau so, wie sie es waren und wie sie es sind, unverändert durch die Zeit und nachdem die Zeit vorüber ist.

    2. Den GEDANKEN GOTTES ist die Macht gegeben, die ihr eigener Schöpfer hat. Denn durch ihre Ausdehnung möchte ER die Liebe mehren. So hat SEIN SOHN teil an der Schöpfung und muss daher teilhaben an der Macht, zu erschaffen. Was nach GOTTES WILLEN ewig EINS sein soll, das wird noch immer EINS sein, wenn die Zeit vorüber ist, und wird auch durch den Lauf der Zeit nicht verändert werden, sondern bleiben, wie es war, bevor der Gedanke der Zeit begann.

    3. Die Schöpfung ist das Gegenteil aller Illusionen, dann die Schöpfung ist die Wahrheit. Die Schöpfung ist der heilige SOHN GOTTES, denn in der Schöpfung ist SEIN WILLE in jedem Aspekt vollständig, weswegen jeder Teil das Ganze voll enthält. Die Unversehrtheit seines EINSSEINS ist verbürgt auf ewig, auf ewig gehalten in SEINEM heiligen WILLEN, jenseits jeder Möglichkeit von Schaden, Trennung, von Unvollkommenheit und irgendeinem Flecken auf seiner Sündenlosigkeit.

    4. Wir sind die Schöpfung, wir sind die SÖHNE GOTTES. Wir scheinen getrennt zu sein und unserer ewigen Einheit mit IHM unbewusst. Doch hinter allen unseren Zweifeln, jenseits all unserer Ängste herrscht nach wie vor Gewissheit. Denn die Liebe bleibt bei all IHREN GEDANKEN, und ihre Sicherheit ist die ihre. Die Erinnerung an GOTT ist in unseren heiligen Geistern, die ihr Einssein und ihre Einheit mit ihrem Schöpfer erkennen. Lass unsere Funktion nur sein, zuzulassen, dass diese Erinnerung zurückkehrt, dass nur GOTTES WILLE auf Erden geschieht, dass wir der geistigen Gesundheit zurückerstattet werden und nur so sind, wie GOTT uns schuf.

    5. Unser Vater ruft uns. Wir hören SEINE STIMME, und wir vergeben der Schöpfung im Namen ihres SCHÖPFERS, der HEILIGKEIT SELBST, DEREN HEILIGKEIT SEINE EIGENE SCHÖPFUNG mit IHR teilt und DEREN Heiligkeit noch immer Teil von uns ist“. (1)

    Wieder gehören zehn Tageslektionen zu diesem Grundthema:

    321. „VATER, meine Freiheit ist in DIR allein.
    322. Ich kann nur das aufgeben, was nie wirklich war.
    323. Ich bringe freudig das >>Opfer<< der Angst.
    324. Ich folge nur nach, denn ich möchte nicht führen.
    325. Alle Dinge, von denen ich denke, dass ich sie sehe, spiegeln Ideen wider.
    326. Ich bin für immer eine Wirkung GOTTES.
    327. Ich brauche nur zu rufen, und DU wirst mir antworten.
    328. Ich wähle den zweiten Platz, um den ersten zu gewinnen.
    329. Was DU willst, habe ich bereits gewählt.
    330. Ich will mich heute nicht wieder selbst verletzen“. (2)

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 462
    (2) Übungsbuch Seiten 463 – 467
    Lektion 329: „Was DU willst, habe ich bereits gewählt“. (3)

    Was noch wie Zukunft erscheinen mag, ist schon gewählt worden. Was noch wie eine offene Kette möglicher Entscheidungen aussieht, ist nur die Wiederholung einer Reise, die wir schon beendet haben. GOTT hat geheilt und GOTT hat die Zukunft vom liebenden Ergebnis her bedacht. Wir haben gedacht, einen anderen Willen gemacht zu haben und fürchten uns nun vor einer Illusion. Erkennt der Mensch, schon gewählt zu haben, schwindet die Ungewissheit der unendlichen Entscheidungsbreite und die Gewissheit stellt sich ein, nicht scheitern zu können, wenn wir gerade nicht das Ego sind. Wir haben zwar für eine Zeit geglaubt, das Ego gewählt zu haben, doch ohne Alternative scheint keine Abwahl möglich. Im Text zur Lektion wird diese deutlicher hervorgehoben.

    Ein Absatz über unsere Reise aus dem Epilog könnte hilfreich sein:

    „Fürchte dich nicht. Wir treten nur eine uralte Reise an, die schon vor langer Zeit begann, die jedoch neu zu sein scheint. Wir machen uns erneut auf einen Weg, auf dem wir schon zuvor gereist sind und den wir eine kleine Weile verloren haben. Und nun versuchen wir es wieder. Unser neuer Anfang hat die Gewissheit, an der es der Reise bisher fehlte. Schau auf und sie SEIN WORT inmitten der Sterne, wohin ER deinen NAMEN zusammen mit dem SEINEN setzte. Schau auf und finde dein sicheres Schicksal, dass die Welt versteckt, das GOTT jedoch dich sehen lassen möchte“. (4)

    Der Text von Lektion 329 findet sich hier:http://innerpeace.de/lektion-329

    Einst machte sich die Summe aller Gedanken auf den Weg, eine Reise zu beginnen, deren Ende sicher in die Herzen der Sterne geschrieben wurde. Klar ist nur, dass alle Gedanken liebevoll waren und es wieder sein werden. Das Dazwischen lässt sich leicht von der Tafel abwischen, wenn das Selbst von selbst einfach es selbst sein darf. Ein glücklicher Ausgang aller Dinge ist gewiss, weil wir erneut eine Reise begannen, deren Ende von uns zusammen mit der Schöpfung festgelegt wurde, bevor diese Zeit begann. Insofern ist die Auferstehung ein Überwinden all der Gedanken, die dem letzten Ziel der langen Reise zuwiderlaufen. GOTT ist immer und überall im All, wie könnten wir da blind an IHM vorbeilaufen?

    Dann kehrt sich die Frage, ob Frieden hier möglich ist, um. Es scheint unmöglich, dass Frieden hier wirklich abwesend ist. Die Schöpfung ist die Wahrheit und das Gegenteil von Illusionen. So machte sich eine unendliche Anzahl wundervoller Gedanken auf den Weg, die Wahrheit vom Falschen und das Ewige vom Vergänglichen unterscheiden zu lernen. Wenn alles Wahre als Wahrheit erkannt und alles Unwahre als Illusion davon unterschieden wurde, hat die Zeit des Lernens ihr Ende gefunden. Vom Ziel her betrachtet, macht die Reise durchaus einen Sinn. Warum wir sie erneut begonnen haben, bliebe dann irgendwann zu fragen. Ist jedoch kein Problem, wir sind den Weg schon einmal gegangen und können uns daran erinnern. Das Selbst kennt den Weg von selbst. Den Zustand, im Selbst zu sein, lernt der Schüler im Üben der Leitgedanken. Ich möchte nicht wissen, wie ich die Welt „jetzt“ gesehen hätte, ohne das Buch geschenkt bekommen zu haben. Klar, mein Ego hat mich ziemlich „durchgeschüttelt“, doch am Ende konnte der Gedanke bemerken lernen, sich als Gedanke nicht verändert zu haben. Wenn ich nicht das Ego bin.

    Weil anderedimension ihren Eindruck beschrieb, ich würde das Ego „hassen“: Nee, damit würde ich es ja stärken und der Illusion eine Macht zubilligen, die es einzig kraft des Geistes besitzt, die ich dem Irrtum damit gebe. Es löst sich einfach im Licht der Wahrheit auf und ordnet sich irgendwann dem Willen unter. Doch die Herrschaft über unseren Geist kann und wird uns niemals aufgedrängt werden. So kann uns die innere Verbindung zu CHRISTUS wesentlich leichter schützen, wenn wir die freie Entscheidung treffen:

    - unsere Freiheit in GOTT zu sehen
    - das aufzugeben, was nie wirklich war
    - die Angst „opfern“
    - dem Weg dessen zu folgen, der IHN und den WEG kennt
    - die Welt als Widerspiegelung unserer Ideen und Gedanken zu betrachten
    - die Wirkung dessen zu sein, was unsere URSACHE ist
    - uns an unseren FREUND zu wenden, ohne noch das Ego zu sein
    - die Autorität GOTTES (durch die Autorenschaft) über alle SEINE GEDANKEN vorbehaltlos anzuerkennen und nicht zu begrenzen
    - die unendliche Anzahl möglicher Entscheidungen am Zielpunkt festzumachen
    - uns nicht wieder selbst vom Ego verletzen zu lassen und in sein „Mangeldenksystem“ hinabfallen

    Das Ego ist sozusagen die „Messenger-RNA“ für die GÖTTLICHKEIT. Aber das Ego ist Gegenstand des nächsten Zehnerblockes von Gedanken, die sich damals auf den Weg machten, genau das zu sein, was sie schon waren, bevor sie sich auf den Weg gemacht hatten.

    Wenn ich die Lektionen lerne, öffne ich die „Partition“ des Selbst, da kann das Ego nix dran machen und ich fordere die Herrschaft über die Gedanken ein, die ich in meinen Geist hineinlasse und als „wahr“ annehme. Wenn das Gefühl im Tagesverlauf dann von diesem SELBST-Bewusstsein abweicht, kann ich sicher sein, wieder im Ego-Denkmodus angelangt zu sein und entscheide mich für andere Gedanken. Sehe ich kein Problem, kann ich mich auch dafür entscheiden, der Gedanke zu sein, der ich schon immer bin.

    Ich wollte GOTT beweisen, dass ein Ego lernen kann, wie das Selbst zu sein, welches es wäre, wenn im Geist nicht gerade das Ego aktiv „ist“. Das ist an sich ziemlich blöde, wenn es erst einmal offenbar wird. Wir wollten werden, was wir schon sind. Daher gibt es einzig dieses einzige Problem. Wenn das Ego jetzt nicht ist, sind wir von selbst das SELBST. Doch die Entscheidung darüber fällt in einem fortlaufenden Prozess, auf den ich achten muss. Achtsamkeit für Ego-Gedanken und deren „Ab-Wahl“ bildet die Grundlage für einen friedlichen und ausgeglichenen Geist. Die Zeit, in der beide „Partitionen“ nebeneinander existieren, wird im Allgemeinen als Konflikt empfunden. Die Aufgabe der Abwehrhaltung gegen die Gedanken, die wir schon sind, wäre die logische Konsequenz richtigen Denkens.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (3) Übungsbuch Seite 467
    (4) Handbuch für Lehrer Seite 88
    IP

  24. #474

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Zitat Zitat von Michael Beitrag anzeigen
    12. Was ist das Ego?

    „Wie könnte ich denken, dass die Liebe SICH SELBST verlasen hat? Es gibt keinen Willen, außer dem Willen der LIEBE“. (1)

    1. "Das Ego ist Götzendienst, das Zeichen eines begrenzten und getrennten Selbst, in einem Körper geboren und dazu verurteilt, zu leiden und sein Leben im Tode zu beenden. Es ist der >>Wille<<, der den Willen GOTTES als Feind sieht und eine Form annimmt, in der dieser verleugnet wird. Das Ego ist der >>Beweis<<< dafür, dass Stärke schwach und Liebe Angst erregend ist, dass Leben eigentlich der Tod und nur das wahr ist, was sich GOTT widersetzt.

    2. Das Ego ist wahnsinnig. Voll Angst steht es jenseits des ÜBERALLSEIENDEN, von ALLEN abgesondert und in Trennung vom UNENDLICHEN. In seinem Wahnsinn denkt es, es sei Sieger über GOTT SELBST geworden. Und in seiner schrecklichen Autonomie >>sieht<< es, dass der WILLE GOTTES vernichtet worden ist. Er träumt von Strafe, und es zittert vor den Gestalten in seinen Träumen, seinen Feinden, die es zu morden suchen, bevor es dadurch für seine Sicherheit sorgen kann, dass es sie angreift.

    3. Der SOHN GOTTES ist egolos. Was kann er wissen von Verrücktheit und von GOTTES Tod, wenn er in IHM weilt? Was kann er wissen von Kummer und von Leiden, wenn er in der ewigen Freude lebt? Was kann er von Angst und Strafe wissen, von Sünde und von Schuld, von Hass und Angriff, wenn alles, was ihn umgibt, immer währender Friede ist, auf ewig konfliktfrei und ungestört, in tiefstem Schweigen und in tiefster Ruhe?

    4. Die Wirklichkeit erkennen heißt, das Ego und seine Gedanken, seine Werke, seine Taten, seine Gesetze und seine Überzeugungen, seine Träume, seine Hoffnungen, seine Heilspläne und den Preis, den der Glaube an es nach sich zieht, nicht zu sehen. Im Leiden ist der Preis an es so immens, dass die Kreuzigung des GOTTESSOHNES täglich vor seinem verdunkelten Schrein angeboten wird und Blut fließen muss vor dem Altar, wo seine kränklichen Gefolgsleute sich auf das Sterben vorbereiten.

    5. Dennoch wird eine einzige Lilie der Vergebung die Dunkelheit in Licht verwandeln, den Alter für die Illusionen in den Schrein des LEBENS SELBST. Und Freude wird auf ewig jedem heiligen Geist zurückerstattet, den GOTT als SEINEN SOHN erschuf, als SEINE WOHNSTATT, SEINE Freude, SEINE Liebe, vollständig SEIN, vollständig eins mit IHM“. (2)

    Die zehn Leitgedanken zum Ego-Thema:

    331: „Es gibt keinen Konflikt, denn mein Wille ist der DEINE.
    332. Die Angst bindet die Welt, die Vergebung gibt sie frei.
    333. Die Vergebung macht dem Traum des Konfliktes hier ein Ende.
    334. Heute nehme ich die Gaben in Anspruch, die die Vergebung gibt.
    335. Ich wähle, meines Bruders Sündenlosigkeit zu sehen.
    336. Die Vergebung lässt mich erkennen, dass Geister verbunden sind.
    337. Meine Sündenlosigkeit schützt mich vor jedem Schaden.
    338. Nur durch meine Gedanken werde ich beeinflusst.
    339. Ich werde das empfangen, was auch immer ich erbitte.
    340. Ich kann heute frei von Leiden sein“. (3)

    (Kap. 25:IX) „Das Prinzip der Erlösung“:
    https://www.youtube.com/watch?v=7cYg...H0l1sbdktCzPxZ

    „So viel ist der Idee hinzuzufügen, dass niemand verlieren kann, damit du gewinnst. Und nichts weiter“. (4) + (1:36)

    „Die Erlösung ist die Wiedergeburt des Gedankens, dass niemand verlieren darf, damit irgendjemand gewinnt. Und jeder muss gewinnen, wenn irgendjemand ein Gewinner sein soll. Hier ist die geistige Gesundheit wiederhergestellt“. (5)

    Irgendjemanden aus dem Himmel ausschließen zu wollen, würde die Hölle entstehen lassen, so dieses möglich wäre. Niemand darf der Himmel verwehrt werden und niemand darf in die Hölle verbannt werden, damit irgendjemand IHN als ganz und daher wirklich wahrnehmen kann.

    „Denn Liebe und Gerechtigkeit sind nicht verschieden“. (6) + (10:30)

    „So berichtigt denn die Liebe Fehler durch Gerechtigkeit, doch nicht durch Rache. Denn das wäre der Unschuld gegenüber ungerecht“. (7) + (13:05)

    „Ihr Vater hat beiden dasselbe Erbe gegeben. Wer mehr oder weniger haben möchte, ist sich nicht bewusst, dass er alles hat“. (8) + (15:14)

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 469
    (2) Übungsbuch Seiten 468
    (3) Übungsbuch Seiten 469 - 473
    (4) Textbuch Seite 537
    (5) Textbuch Seite 536
    (6-8) Textbuch Seiten 537 - 541
    Gedanke 331 lässt die Ursache aller scheinbaren Konflikte erkennen. Es gibt keinen Konflikt mehr, wenn ich erkannt habe, dass GOTTES WILLE für uns alle das Beste ist, was uns jemals hätte passieren können. GOTTES Wille stellt nur einen Konflikt dar, wenn wir darunter Unfreiheit verstehen, was einen leider weit verbreiteten Irrtum abbildet. Freiheit kann nicht in der Illusion einer Welt gefunden werden, die den Tod anbetet und zum Götzen erhebt. Der Text dazu findet sich hier:

    http://innerpeace.de/lektion-331
    IP

  25. #475

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 333: „Die Vergebung macht dem Traum des Konfliktes hier ein Ende“. (1)

    Der Text dieser Lektion findet sich hier: http://innerpeace.de/lektion-333

    Vergebung ist die einzige Gabe, die wir GOTT anbieten könnten, so wir dies mit der Möglichkeit gleichsetzen würden, dem Traum des Konfliktes hier ein Ende zu setzen. Wie die Vergebung „das“ macht, ist nicht unsere Aufgabe. Dafür wurde der HEILIGE GEIST berufen und immer, wenn jemand glaubte, die Funktion der Berichtigung anderer Geister übernehmen zu wollen, fiel dieser Geist mit dieser „Eigenmächtigkeit des Egos“ auf die Nase.

    Bei 333 denkt Mensch eher an eine Keilerei bei Issos als daran, durch Vergebung den Konflikt unnötig zu machen. Im Text wird gesagt, dass Konflikt gelöst werden muss. Das „Wie“ ist wohl die bisher recht uneinheitlich beantwortete Frage. Konflikt zu umgehen, ihn wegzulegen, zu verleugnen, ihn zu verkleiden, anderswo zu sehen, mit einem anderen Namen zu benennen oder ihn durch Täuschung unter den Teppich der Geschichte zu kehren, kann nicht mit dem Entrinnen daraus verwechselt werden. Das Ego denkt an Keilerei, das Selbst ist von selbst an einer erhellenden Lösung für alle scheinbaren Fragmente des Selbst interessiert. Wie die Totalität Konflikte total löst, wird im heutigen Lektionstext eindeutig angesprochen:

    „VATER, die Vergebung ist das Licht, das DU dazu erwählt hast, jeden Konflikt und jeden Zweifel wegzuleuchten und den Weg für unsere Rückkehr zu DIR zu erhellen“. (1)

    Immerhin ist es mir gelungen, diesen Leitgedanken ohne nennenswerte Störung durch mein Ego heute mit den anderen Leitgedanken zu verbinden. Im Licht der anderen Gedanken betrachtet, ist der heutige Gedanke wohl das Mittel, die zahllosen Gedanken des Konfliktes in einem einzigen Traum zu finden und sie daran zu binden. Den „Traum“ des Konfliktes als einen Traum wahrzunehmen, ist keine Verleugnung des Konfliktes. Es ist einzig die Verleugnung der Verleugnung GOTTES. Die Verleugnung der Lüge ist die beste Verteidigung der Wahrheit in unserem Geist. Allgemein benötigt die Wahrheit keine Verteidigung, sie ist und bleibt, wie sie immer bleiben wird. So wurde die Schöpfung als das Gegenteil aller Illusionen bezeichnet und die Wahrheit ist es, die nach AB-ZUG aller Illusionen im Geist einkehren kann. So sei es eine einzige (weiße?!??) Lilie der Vergebung, die die Dunkelheit in Licht verwandeln wird, wenn sie den inneren Altar der bisherigen Illusionen in den Schrein des Lebens SELBST verwandelt. Das würde Frieden auf jeden heiligen Geist ausdehnen, den GOTT als SEINEN SOHN schuf, als SEINE Wohnstatt, SEINE Freude und SEINE Liebe, die vollständig und daher ständig eins mit IHM ist.

    Werden die Illusionen samt und sonders als nichtig erkannt, sind die bösen Träume vergangen, die „Enkelinnen der Wirklichkeit“, die Realitäten, die auf falschen Wahrnehmungen dessen beruhten, was die „Wanderer aus der Ewigkeit“ hier zu erleben wünschten: Dass eine einzige (weiße) Lilie der Vergebung den Frieden bringt, der im Traum zumeist in der Keilerei gesucht wurde. Gut, es scheint einen kleinen Moment Zeit zu benötigen, bis ALLE die Vergebung als Mittel zur Konfliktfreiheit gewählt haben werden. Doch Zeit ist „nebeneinander“ für die Ewigkeit und was hier noch recht lange dauern könnte, so es nicht gewählt würde, ist aus Sicht der Ewigkeit schon gewählte Wirklichkeit, die außer Frage steht. Warum wir also die schon vollbrachte Reise wieder wiederholen wollten, sollte besser hier noch schnell geklärt werden, als dass diese Frage später im Himmel wieder angesprochen wird. Meine bescheidene Meinung darüber formuliere ich mal vorsichtig als These: Es könnte sein, dass GOTT so gerecht ist, dass JEDER von uns einmal in „einer Enkelin der Wirklichkeit“ derjenige ist, der die Lilie der Vergebung auf seinen inneren Altar für die Wahrheit legen wird. So bekommt nach meiner bescheidenen Hypothese zur total liebevollen Gerechtigkeit jeder eine „Realität“, in der erlebt werden kann, wie es ist, durch Vergebung dem Traum des Konfliktes zu entrinnen.

    Was mich zu dieser „Arbeitshypothese“ veranlasst hat, findet sich im Handbuch für Lehrer, das einige „typische“ Fragen behandelt, die zumeist auftauchen werden. Unter Punkt 12 wird im Handbuch die Frage geklärt, wie viele Lehrer GOTTES nötig seien, die Welt (aus der Wahrnehmung eines Traumes voller Konflikte) zu erlösen. Die Antwort wird im Symbol einer einzigen Lilie der Vergebung gegeben, die, auf den inneren Altar gelegt, die Unschuld wiederherstellt, die in der Ewigkeit niemals als „verloren“ betrachtet wurde. Weswegen „der Schutzschirm“ einer anderen Ordnergeschichte seine „Fehlfunktionen“ verliert und junge abgestürzte Adler nicht mehr als Bedrohung empfunden werden. Es gibt für jeden abgestürzten Adler eine Geschichte, in der die Flugfähigkeit wiederhergestellt wird. Das könnte der Grund sein, warum wir Reisen unternehmen, die an sich schon vollendet wurden: Jeder ist einmal die scheinbar getrennte Seele, die durch die Liliengabe das Licht dorthin bringt, wo zuvor Dunkelheit wahrgenommen wurde, aber nicht wahr war.

    Was außer diesem wäre liebevolle Gerechtigkeit? In der Zeit scheint es endlos zu währen, bis JEDE Seele diese Entscheidung getroffen hat. Dort, wo wir die Reise einst begannen, ist alles „nebeneinander“ und vereint in einem „großen Jetzt“, wo jede Seele ihre Wahl schon getroffen hat. Damit jeder die Ehre bekommt, einmal die einzig nötige Lilie der Vergebung auf den Altar für die Wahrheit legen zu können, brechen wir manchmal noch aus der Ewigkeit auf, gehen mit Seelenfreunden in die Zeit und ermöglichen dort, einer „Enkelin der Wirklichkeit“ alle Illusionen von Schuld, wie auch den Glauben an den Tod des Lebens durch das Licht der Vergebung aufzuheben. Klar, das war damals eine unendlich befreiende Leistung, als CHRISTUS das für uns vollbracht hatte. Jetzt gehen wir manchmal wieder in die Zeit, um denen, die auch einmal das Licht der Vergebung freisetzen wollen, die Möglichkeit dazu in einer Seelenreise anzubieten. Daher brachen wir wohl erneut zu einer Reise auf, die doch lange schon vollendet wurde.

    Das kann also keine „Strafexpedition“ sein, es ist einfach ein Geschenk, einmal zu erleben, wie es ist, diese weiße der Lilie der Unschuld auf den Altar für die Wahrheit zu legen, der bisher dem Tod, der Schuld, der Rache und der Keilerei bei 333 gewidmet war. Ein glücklicher Ausgang jeder unserer Reisen ist also gewiss. Nur einen Augenblick dauert diese Welt im Angesicht der Ewigkeit, ist schließlich alles eine selbst gewählte Zeit, den Nutzen von Vergebung erlernen und erleben zu wollen. Das ist eine Bedeutung des gestrigen Textes:

    „Ohne Vergebung liegt der Geist in Ketten und glaubt an seine eigene Vergeblichkeit. Mit der Vergebung jedoch leuchtet das Licht durch den Traum der Dunkelheit und schenkt ihm Hoffnung und gibt ihm die Mittel, sich über die Freiheit klar zu werden, die sein Erbe ist“. (2)

    Daher ist Vergebung gleichzeitig Freiheit. GOTT ist unbegrenzte Freiheit. So ist GOTT auch unbegrenzte Vergebung. Der Glaube an „begrenzte Vergebung“ wäre eine Dichotomie in sich selbst und damit wäre die Unfreiheit des Geistes verbunden. In der Ewigkeit wird keine Vergebung „benötigt“, da niemals Schuld „gesehen“ werden wollte. Doch um Vergebung lernen zu können, muss die Illusion von Schuld zuerst geboren werden, damit die Realität, die Enkelin der Wirklichkeit, wieder zu dem werden kann, was sie immer blieb: Die Unschuld in Person. Es ist die gleiche Entscheidung, die mein Geist bisher entgegengesetzt traf: Statt eine Welt voller kranker und sterbender Körper, in Schuld gefangener Seelen und ruhelosen Geistern wählt der Vergebung vergebende Geist, auf eine Welt zu blicken, in der die Körper als Vehikel der Seele auf ihrer Reise zurück zur Wirklichkeit gesehen werden; die Seele ihr SELBST erkennt und anerkennt und die Fülle Abwehrverhalten als Selbstverletzung entlarvt.

    Ein plausibles Argument für diese Selbstverletzung durch Abwehr ist im Gedanken 167 zu finden: „Es gibt ein Leben, und das teile ich mit GOTT“. (3)

    Wenn dieser Satz als wahr gesehen werden soll, was ja erst zu überprüfen ist, dann wäre es damit auch möglich, die Vergebung mit diesem EINEN LEBEN [in seiner (abstrakten und totalen) Totalität] zu teilen. Was die Wahrheit der Aussage unterstützen könnte, eine einzige Seele könne durch ihre Vergebung dem Traum des Konfliktes hier ein Ende machen. Da ich nicht mehr an Konzepte relativer Besonderheit glauben mag, gehe ich davon aus, diese „Besonderheit“ stehe in einem liebevollen und zugleich gerechten Universum letztlich JEDEM SELBST von selbst zu. Damit wir jedoch Vergebung lernen konnten, war es notwendig, Gründe dafür zu erfinden, die wir „vorher“ nicht besaßen. Daher „erfanden“ WIR diese Welt. GOTT ist ja nicht schwachsinnig und diese Welt ist eindeutig schwachsinnig. Was nur bedeutet, dass die Sinne, die uns mit GOTT verbinden, in einer schwach ausgeprägten Form existieren, da diese Sinneskanäle von uns bisher eher selten bewusst genutzt wurden. Das Wunder ist einfach eine natürliche Seinsbestätigung, eine Antwort der Wahrheit auf einen Ruf, den wir an GOTT richten. Danach kehrt die Wahrheit zurück in unseren Geist, um einfach sie selbst zu sein.

    Daneben sind die Zeiten, die ich im Anwenden und Verknüpfen der Gedanken zubringe, eine Möglichkeit, nicht nur nicht im Ego-Denkmodus zu sein, sondern diese Zeiten räumen auch gleich die Trümmerlandschaften des Egos auf. Trümmerlandschaften, die den Blick - auf den von leblosen Ersatzillusionen entweihten inneren Altar – verstellen sollen. All die Keilerei sieht nicht auf den entweihten Altar, den es zunächst von Illusionen zu befreien gilt. Die Trümmerlandschaften, die uns das Ego in seinen Keilereien hinterließ, verdecken nur den Blick darauf, was uns eigentlich betrübt: Die „verlorene Unschuld“ als einzig wirksamem Schutzschild gegen Ängste aller Art. Jedes Selbst weiß ja ganz von selbst, dass jedweder Angriff auf das Selbst im Gegenüber sich von selbst verbietet. Aus dieser Abwehrlosigkeit kann Vergebung als Mittel betrachtet werden, prüfen zu lernen, ob Geben und Empfangen wirklich eins sind. Dem Geist den bisherigen Glauben an seine eigene Vergeblichkeit (2) überzeugend „auszureden“ und die Illusionen durch Wahrheit zu ersetzen, dient das Licht, das möglich wird, wenn Vergebung vergeben wird. Ebenso könnte uns aufgegangen sein, dass die permanenten Angriffe und endlosen Keilereien all der Egos, der gewünschten Entfaltung des Selbst darin, nicht gerade förderlich sind.

    Eine symbolische Form für die Vergebung ist eine weiße Lilie auf unserem inneren Altar. Mag der Körper schon als Tempel für die Seele dienen, das wahre Heiligtum, der Schrein des Lebens selbst, wurde uns von GOTT schon gegeben. Weder hätte dieser also vierzig Jahre durch die Wüste getragen werden müssen, noch bräuchten wir umkämpfen, was jedem gegeben wurde. Diesen „Schrein des Lebens“ jedoch „anzufassen“, also das jedem gegebene GÖTTLICHE im Gegenüber (physisch, emotional, mental oder spirituell) anzugreifen, wird als nicht so „gesunderhaltend“ beschrieben. Der Schrein des Lebens ist der Altar für die Wahrheit. Das Schöne ist, dass niemand ihn je hätte „verlieren“ könnte. All die „Verteidigungsmaßnahmen“ und Mauern des Tempels waren unwirksam und konnten die Illusionen nicht aufhalten. Der Geist wählte es jedoch selbst, für eine gewisse Zeit auf Illusionen zu schauen. Dann werden die Trümmer all der nutzlosen und wieder zerstörten Tempelbauten entfernt und der Blick fällt auf den von Illusionen überdeckten Altar, das eigentliche Heiligtum. Wenn die fruchtlosen Illusionen von den sinnlos vergossenen Tränen des Egos fortgewaschen sein werden, reicht es für jede Seele aus, eine einzige weiße Lilie der Vergebung darauf anzubieten, dem Traum des Konfliktes hier ein Ende zu machen.

    Der Streit um die in den Keilereien zerstörten Tempel ist daher nicht der wirkliche Grund, über den sich Menschen aufregen. Es ist immer der Blick auf den eigenen entweihten Altar, den wir im Schuldvorwurf der „Zerstörung des Tempels“ symbolisch projizieren. Auch in einem zerstörten Tempel kann der Altar gefunden und vom Schutt der Geschichte befreit werden.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 470
    (2) Übungsbuch Seite 469
    (3) Übungsbuch Seite 318
    Geändert von Michael (16.12.17 um 12:28 Uhr)
    IP

Thema geschlossen

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Ja
  • Themen beantworten: Ja
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •