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Thema: Ein Kurs in Wundern

  1. #376

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Einleitung zur 3. Wiederholung:
    https://www.youtube.com/watch?v=o9AKAkxhQmE

    Ganz am Anfang ging ich auf die neuroplastische Veränderungswirkung der Gedankenverbindung ein. Der „energetische Tanz der Energien“, der von Alexandra ausgeführt wird, liegt in der hilfreichen praktischen Anwendung der beiden Wiederholungsgedanken in den Situationen, die das tägliche Geschehen bietet, ohne die mögliche Wirkung schon im Voraus zu bewerten. Es werden keine Rituale gefordert, sondern Offenheit für die Anwendung der Gedanken, die ER uns gab.

    „Vergiss nicht, wie wenig du bisher gelernt hast.
    Vergiss nicht, wie viel du jetzt lernen kannst.
    Vergiss nicht, dass dich dein Vater braucht,
    während du diese Gedanken wiederholst, die ER dir gab.“ (1)

    Lektion 111
    https://www.youtube.com/watch?v=gudH5txWKxE

    91. „Wunder werden im Licht gesehen.
    In der Dunkelheit kann ich nicht sehen. Lass das Licht der Heiligkeit und Wahrheit meinen Geist erhellen, und lass mich die Unschuld im Innern sehen.

    92. Wunder werden im Licht gesehen und Licht und Stärke sind eins.
    Ich sehe die Stärke, die GOTTES Gabe an mich ist. Meine Schwäche ist die Dunkelheit, die von SEINER Gabe aufgelöst wird, indem sie SEINE Stärke an deren Stelle setzt“. (2)

    Das Hörbuch passt heute wirklich gut. (Kap.14:5) „Das Erkennen der Heiligkeit“
    https://www.youtube.com/watch?v=vR8P...H0l1sbdktCzPxZ

    In der Greuthof-Version liest sich der erste Absatz so:

    „Die Sühne macht nicht heilig. Du bist heilig erschaffen worden. Sie überbringt nur die Unheiligkeit der Heiligkeit oder das, was du gemacht hast, dem, was du bist. Die Illusion der Wahrheit oder das Ego GOTT zu überbringen ist die einzige Funktion des Heiligen Geistes. Halte das, was du gemacht hast, nicht vom VATER fern, denn es zu verbergen, hat dich die Erkenntnis SEINER und deiner selbst gekostet. Die Erkenntnis ist sicher, wo aber ist deine Sicherheit, abseits von ihr? Die Zeit zu machen, um sie an die Stelle der Zeitlosigkeit zu setzen, lag in der Entscheidung, nicht zu sein, wie du bist. So wurde die Wahrheit zur Vergangenheit gemacht und die Gegenwart der Illusion gewidmet. Und die Vergangenheit wurde ebenfalls verändert und zwischen das, was immer war, und jetzt geschoben. Die Vergangenheit, an die du dich erinnerst, ist nie gewesen und stellt nur die Verleugnung dessen dar, was immer war.“ (3)

    Das Ego GOTT zu überbringen heißt, die Identität dessen anzuerkennen, der den „Schirm über uns aufgespannt“ hat. Das Erkennen der Heiligkeit überbringt den Irrtum der Wahrheit und übersetzt die Angst vor dem Tod durch Lebensfreude, die immer nur im Jetzt gefühlt werden kann. Die Gegenwart der Heiligkeit lebt in allem, was lebt…

    Quelle: Ein Kurs in Wundern Greuthof Verlag, 2010
    (1) Übungsbuch Seite 203
    (2) Übungsbuch Seiten 195 / 196
    (3) Textbuch Seite 290

  2. #377

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 112

    93. „Licht und Freude und Frieden weilen in mir.
    Ich bin das Heim des Lichts, der Freude und des Friedens. Ich heiße sie im Heim willkommen, das ich mit Gott teile, weil ich ein Teil von IHM bin.

    94. Ich bin, wie Gott mich schuf.
    Ich werde immer bleiben, was ich war, vom Unveränderlichen wie ER SELBST erschaffen. Und ich bin eins mit IHM, und ER mit mir“. (1)
    https://www.youtube.com/watch?v=QVKTmG27cbY


    (Kap.14:5, Teil 2) „Das Erkennen der Heiligkeit“
    https://www.youtube.com/watch?v=hoXH...H0l1sbdktCzPxZ

    Als „Rechtfertigung für die Vergebung“ (Kap.30:VI), die zum Erkennen der Heiligkeit führt:

    (1) Ärger ist nie gerechtfertigt. Angriff hat keine Basis. Genau hier fängt das Entrinnen aus der Angst an und wird es vollständig gemacht. Hier wird die wirkliche Welt gegeben im Austausch für die Schreckensträume. Denn gerade darauf ruht Vergebung und ist nur natürlich. Von dir wird nicht verlangt, Verzeihen anzubieten, wo Angriff gebührt und gerechtfertigt wäre. Denn das würde bedeuten, dass du eine Sünde vergibst, indem du über das hinwegsiehst, was wirklich vorhanden ist. Das ist nicht Verzeihen. Denn das würde unterstellen, dass dein Verzeihen – dadurch, dass du auf eine Art und Weise reagierst, die nicht gerechtfertigt ist – zur Antwort wird auf einen Angriff, der stattgefunden hat. Und damit ist Verzeihen unangebracht, weil es gewährt wird, wo es nicht gebührt.

    (2) Verzeihen ist immer gerechtfertigt. Es hat eine sichere Basis. Du vergibst nicht Unverzeihliches, noch übersiehst du einen wirklichen Angriff, der nach Strafe ruft. Die Erlösung liegt nicht darin, dass von dir verlangt wird, auf unnatürliche Art zu reagieren, die du für das, was wirklich ist, unangemessen ist. Stattdessen bittet sie nur darum, du sollest angemessen auf das reagieren, was nicht wirklich ist, indem du das, was nicht geschehen ist, nicht wahrnimmst. Wäre Verzeihen ungerechtfertigt, dann würde von dir verlangt, du sollest deine Rechte opfern, wenn du Angriff mit Vergebung erwiderst. Doch wirst du nur gebeten, Vergebung als natürliche Reaktion auf Not anzusehen, die auf Irrtum beruht und somit nach Hilfe ruft. Vergebung ist die einzig gesunde Reaktion. Sie bewahrt deine Rechte davor, dass sie geopfert werden.

    (3) Dieses Verständnis ist die einzige Veränderung, die die wirkliche Welt erstehen lässt, um den Platz der Schreckensträume einzunehmen. Angst kann nicht aufkommen, es sei denn, Angriff wäre gerechtfertigt, und wenn er eine wirkliche Basis hätte, so hätte das Verzeihen keine. Die wirkliche Welt wird erlangt, wenn du die Basis der Vergebung als durchaus wirklich und vollends gerechtfertigt wahrnimmst. Solange du sie als eine Gabe betrachtest, die nicht berechtigt ist, muss die die Schuld aufrechterhalten, die du >>vergibst<<. Ungerechtfertigte Vergebung ist ein Angriff. Und das ist alles, was die Welt je geben kann. Manchmal verzeiht sie >>Sündern<<, doch bleibt sie sich bewusst, dass sie gesündigt haben. Und sie verdienen deshalb die Vergebung nicht, die sie ihnen schenkt.

    (4) Das ist die falsche Vergebung, die die Welt benutzt, um das Gefühl von Sünde lebendig zu erhalten. Und, da anerkannt wird, dass GOTT gerecht ist, scheint es unmöglich, dass SEIN Verzeihen wirklich wäre. Also ist die Angst vor GOTT das sichere Ergebnis dessen, die Verzeihung als unverdient zu sehen. Niemand, der sich als schuldig sieht, kann die Angst vor GOTT vermeiden. Wenn er jedoch vergeben kann, ist er erlöst aus dem Dilemma. Der Geist muss so von seinem Schöpfer denken, wie er von sich selber sieht. Und wenn du sehen kannst, dass dein Bruder Vergebung verdient, hast du gelernt, dass die Vergebung ebenso dein Recht ist wie das seine. Dann glaubst du auch nicht, dass GOTT ein fürchterliches Urteil für dich vorsieht, dass dein Bruder nicht verdient. Denn die Wahrheit ist, dass du nicht weniger noch mehr verdienen kannst als er.

    (5) Vergebung, als verdient begriffen, heilt. Sie gibt dem Wunder seine Stärke, Illusionen zu übersehen. So lernst du, dass auch dir vergeben sein muss. Es kann keine Erscheinung geben, die nicht übersehen werden könnte. Denn wenn es eine gäbe, müsste es zuvor schon eine Sünde geben, die jenseits der Vergebung steht. Es gäbe einen Irrtum, der mehr ist als ein Fehler, eine besondere Form des Irrtums, die unveränderlich und ewig und jenseits von Berichtigung oder Entrinnen bleibt. Es gäbe einen Fehler, der die Macht hat, die Schöpfung aufzuheben und eine Welt zu machen, die sie ersetzen und den WILLEN GOTTES zerstören könnte. Nur wenn dies möglich wäre, könnte es einige Erscheinungen geben, die dem Wunder widerstehen könnten und nicht von ihm geheilt würden. (2)

    Die Heilkraft der Spiegelung Gottes erfordert die Reinigung des Spiegels, doch seine Bedeutung wird nicht verändert. Alle Probleme werden mit einer Antwort geheilt, die Heiligkeit spiegelt. Alle Teile spiegeln das Ganze nicht nur in Wahrheit wider, sie sind in Wahrheit die ganze Wahrheit. (sinngemäß bei Minute 5:00 am Ende des Hörbuches). Heilung liegt im Erkennen der unveränderlichen Heiligkeit jedes Seelenspiegels.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern Greuthof Verlag, 2010
    (1) Übungsbuch Seite 205
    (2) Textbuch Seiten 641 / 642

  3. #378

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 113

    https://www.youtube.com/watch?v=Wo3H7cO-XQE

    (95) „Ich bin ein Selbst, vereint mit meinem Schöpfer.
    Gelassenheit ist mein und vollkommener Friede, weil ich ein Selbst bin, völlig ganz und eins mit der gesamten Schöpfung und mit Gott.

    (96) Erlösung kommt von meinem einen Selbst.
    Aus meinem einen Selbst, dessen Erkenntnis immer noch in meinem Geiste weilt, sehe ich Gottes vollkommenen Plan, mich zu erlösen, als vollkommen erfüllt“. (1)

    (Kap.14:VI) „Der Wechsel zu Wundern“
    „Spiegelungen in der Zeit“, „reicht aus der Zeit hinaus, in die Widerspiegelung der Heiligkeit“, „einige Gedanken sind Widerspiegelungen des Himmels, während andere vom Ego motiviert sind, das nur scheinbar denkt“. Ergebnis ist ein verflochtenes und wechselhaftes Muster, das niemals ganz still ist“, „doch allein schon die Tatsache, dass du eine Ordnung in das Chaos der Gedanken bringen kannst, zeigt dir, dass du kein Ego bist und mehr als ein Ego in dir sein muss“, „die Funktion des Heiligen Geistes und das Ordnen des Chaos“, „keine Rangordnung von Schwierigkeiten bei Wundern“, „Liebe oder der Ruf nach Liebe“, „an Form gebunden, nicht an den Inhalt“, „Dynamik des Geistes und der unvernünftige Lehrer Ego“, „füge die Urteile des Egos zusammen, so ist das Denksystem, das sich daraus ergibt, bedeutungslos“, „Form nicht Bedeutung“, „wenn sich zwei oder mehr auf der Suche nach der Wahrheit verbinden, kann das Ego seinen Mangel an Inhalt nicht mehr verteidigen“, „die einsame Reise scheitert, weil sie das ausgeschlossen hat, was sie finden möchte“, „alles vollkommen offen und frei für alle zugänglich“, „geteilte Identität führt zum Wiedererkennen der ganzen Liebe“, „wie könnte es dann eine Rangordnung von Schwierigkeitsgraden unter ihnen geben?“
    https://www.youtube.com/watch?v=okDt...CzPxZ&index=39

    Wenn Liebe der Schirm ist, unter dem sich das Geschehen aufspannt, ist die Identität der Protagonisten darunter im Nicht-Ego zu suchen. Prägt Freudlosigkeit das Geschehen unter dem Schirm, wurde ein Bild gewählt, in dem wir nicht frei sind von Angst.

    (7) „Nichts beweist sicher, dass Götzendienst dein Wunsch ist, als die Überzeugung, es gebe Formen der Krankheit und der Freudlosigkeit, die durch Vergebung nicht zu heilen sind. Das bedeutet, dass du es vorziehst, ein paar Götzen zu behalten, und noch nicht bereit bist, alle Götzen loszulassen. Und daher glaubst du, einige Erscheinungen seien wirklich und gar keine Erscheinungen. Lass dich darin nicht täuschen was es bedeutet, am starren Glauben festzuhalten, es sei schwerer, manche Erscheinungen zu übersehen als andere. Das bedeutet immer, dass du denkst, Vergebung müsse begrenzt sein. Und damit hast du dir ein Ziel des teilweisen Verzeihens und des begrenzten Entrinnens aus der Schuld gesetzt. Was kann das anders sein als eine falsche Vergebung dir und jedem gegenüber, der getrennt von dir zu sein scheint?

    (8) Es muss wahr sein, dass das Wunder alle Formen von Krankheit heilen kann, sonst kann es gar nicht heilen (Kontext zu Selbst-bewusstsein und Selbst-heilungskräften in Relation zu Ganzheit, Freude und freiem Willen [und Finns Stimme], Anm.). Es kann sein Zweck nicht sein, darüber zu urteilen, welche Formen wirklich sind und welche Erscheinungen wahr sind. Wenn eine einzige Erscheinung von der Heilung ausgeschlossen bleiben muss, muss eine Illusion Teil der Wahrheit sein. Dann könntest du nicht der gesamten Schuld entrinnen, sondern nur einem Teil davon. Du musst dem Gottessohn ganz vergeben. Sonst wirst du ein Bild von dir behalten, das nicht ganz ist, und dich weiter davor fürchten, nach innen zu schauen und dort das Entrinnen vor jedem Götzen (im Sinne nicht freier und ungebundener Willensentscheidungen, Anm) vorzufinden. Die Erlösung ruht auf dem Glauben, dass es nicht einige Formen von Schuld geben kann, die du nicht vergeben kannst. Also kann es auch keine Erscheinungen geben, die die Wahrheit über Gottes Sohn ersetzen.

    (9) Schau mit der Bereitwilligkeit auf deinen Bruder, ihn so zu sehen, wie er ist. Und schließe keinen Teil von ihm von deiner Bereitwilligkeit aus, dass er geheilt werden möge. Heilen heißt ganz machen. In dem, was ganz ist, können keine Teile fehlen, die außerhalb gehalten werden. Die Vergebung beruht daraus, dies zu begreifen und froh zu sein, dass es nicht einige Formen von Krankheit geben kann, die zu heilen dem Wunder die Macht fehlen muss.“

    Der Test für die Wahrheit ist der innere Frieden, der aus dem Verzeihen aller Irrtümer herrührt, da es ein Frieden ist, der nicht aus dieser Zeit stammt und höher ist als jede Vernunft. Höher als jede wissenschaftliche Vernunft ist jede Spontanheilung, jeder Placebo oder Nocebo-Effekt und jede Verbindung, die einen friedvollen Geist spiegelt. Frieden bedeutet auch, wieder zu lernen, dass wir gerade noch nicht wissen, weil wir uns der Macht einer mit Gott übereinstimmenden Willensäußerung nicht mehr gegenwärtig sind.

    Klar scheint es unvernünftig für das Ego, in all dem Aufruhr friedlich zu bleiben. Wenn innerer Friede gesucht wird, kann er jedoch nicht im äußeren Kampf gefunden werden. Kampf ist die Entscheidung gegen das Selbst, was mit dem Wort „Götzendienst“ oder „Ego-Denksystem“ gleichzusetzen wäre, der Entscheidung, (den Körper) zu verletzen, um (den Geist darin) zu verändern (und nicht zu heilen).

    Die einzig mögliche Entscheidung, um uns selbst zu erkennen, ist daher, dem Selbst die Entscheidung zu überlassen, von selbst es selbst zu sein. Ohne jede Bedingung sehen wir die Erlösung aus dem Schuld- und Mangeldenken, die Sühne, darin, der Vergangenheit zu vergeben, indem der, dieser Form von Fehlentscheidung zugrunde liegende Irrtum, als wirkungslos übersehen wird. Wirkungslos bleibt der Irrtum, wenn die Gelassenheit nicht aufgegeben wird und der innere Friede gewahrt bleibt. Hat ein Irrtum keine Wirkung, ist die Ursache aufgehoben.

    Definieren wir uns im Ego-Modus als „Nicht-Selbst“, wie könnten wir eine Verbindung zum Selbst aufnehmen, ohne das „Ego-Denksystem“ zu verlassen, welches seine Identität aus dem begrenzten Ich bezieht? Jeder ist jedoch weiterhin Teil des einen Selbst, jedes Teil dieses Ganzen ist ganz. Im „Ich“ ist das Erleben dieser Ganzheit unmöglich und wir sehen eine Unzahl möglicher Entscheidungen, denen jedoch die konfliktfreie Zielrichtung (der Schuldlosigkeit) fehlt.


    Quelle: Ein Kurs in Wundern Greuthof Verlag, 2010
    (1) Übungsbuch Seite 205
    (2) Textbuch Seiten 642 / 643

  4. #379

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 114
    https://www.youtube.com/watch?v=6wGSOiz4RjY

    (97) „Ich bin reiner Geist.
    Ich bin Gottes Sohn. Kein Körper kann meinen Geist enthalten und mir Grenzen auferlegen, die Gott nicht erschaffen hat.

    (98) Ich will meine Rolle in Gottes Heilsplan akzeptieren.
    Was kann meine Funktion sein, außer das Wort Gottes anzunehmen, der mich als das schuf, was ich bin und ewig bleibe?“ (1)

    „Der Prüfstein der Wahrheit“, wie das Hörbuch in der Greuthof-Version heißt, ist die Teilhabe am vollkommenen Frieden, der zunächst darin liegt, zu lernen, bisher nicht zu wissen, da sich Unfriede und Angst beizeiten noch in unserem Geist ausbreiten. Nur das Ego glaubt, schon zu wissen und genau darin äußert sich die Motivation, nicht mehr lernen zu wollen.

    (Kap.14:VII) „Der Test der Wahrheit“
    „Wissen ist Macht und alle Macht ist von Gott“, „du, der du versucht hast, Macht für dich zu behalten, hast sie >>verloren<<, „Gewahrsein der Macht wurde verschleiert“, „was habt ihr euch beigebracht, anstelle dessen, was ihr habt und was ihr seid?“, „Erlösung zeigt auf, was du jetzt bist“, „unsere Vergangenheit ist das, was wir uns selbst gelehrt haben“, „Vergangenheit aufheben“, „das Licht der Dunkelheit, durch das wir zu sehen versuchen, kann nur verschleiern“, „Test: wenn ihr gänzlich frei von jeglicher Angst seid UND wenn alle, denen ihr begegnet oder die auch nur an euch denken, an eurem Frieden teilhaben, könnt ihr sicher sein, Gottes Lektion gelernt zu haben“, „ihr braucht nur anzuerkennen, dass ihr alles, was ihr gelernt habt, gar nicht wollt“, „bittet darum, unterwiesen zu werden und benutzt nicht eure Erfahrungen um das, was ihr gelernt habt, zu bestätigen“, „Wunder erkennen Gottes und unsere unveränderliche Identität an“, „das Wunder begründet die Tatsache, dass Schuldlosigkeit existieren muss“, „wie könntet ihr eure Schuldlosigkeit für euch selbst begründen, während ihr so sehr in Schuld eingebunden seid?“, „so ist die Führung des Heiligen Geistes begrenzt und so möchtest du ihn unzuverlässig machen“, „in seinem Geist niemals gewesen und bereits berichtigt, „denn die Vergangenheit hält IHN nicht gefangen und daher auch nicht euch“, „Wunder berichtigen den Umgang mit der Zeit“, „und all Seine Werke sind euer“, „durch uns wirken lassen“, „unteilbar und als eins in Gott lernen“, „das Wunder der Schöpfung ist mit dem Stempel der Unsterblichkeit versehen“, [xxx], „lass Raum für IHN, so wirst du dich von einer solchen Macht erfüllt sehen, dass nichts über deinen Frieden obsiegen kann und das wird der Prüfstein sein, an dem du merkst, ob du verstanden hast“
    https://www.youtube.com/watch?v=ZEA7...CzPxZ&index=40

    [xxx]: Was wir als Reiner Geist (97) als unsere Rolle (98) im Lehrplan annehmen könnten, trägt den „Stempel der Unsterblichkeit“ und ist der Wille Gottes für die gesamte Schöpfung. Lernen ist die „Aufgabe der finsteren Lektionen, die wir uns selbst beibrachten und die Ausdehnung von Gottes Willen, der vollkommener Friede, Freude und Liebe ist, in deren Wirkungen sich die gesamte Schöpfung verbindet. Was in der Lücke [….] im Hörbuch gesagt wird, liest sich in der späteren Greuthof-Version wie folgt:
    „Diejenigen, die sich stets erinnern, dass sie nichts wissen, und willens geworden sind, alles zu lernen, werden es lernen. Jedes Mal aber, wenn sie auf sich selbst vertrauen, werden sie nicht lernen. Sie zerstören ihre Lernmotivation, indem sie schon zu wissen meinen. Denke nicht, dass du irgendetwas verstehst, solange du nicht die Prüfung des vollkommenen Frieden bestehst, denn Frieden und Verstehen gehen Hand in Hand und können nie allein gefunden werden. Ein jedes bringt das andere mit sich, denn es ist Gottes Wille, dass sie nicht getrennt sein sollen. Sie sind einer dem anderen Ursache und Wirkung, sodass dort, wo das eine fehlt, das andere nicht sein kann.

    Nur diejenigen, die begreifen, dass sie nicht wissen können, wenn die Wirkungen des Verstehens nicht bei ihnen sind, können überhaupt wirklich lernen. Dafür müssen sie Frieden wollen und nichts anderes. Jedes Mal, wenn du zu wissen glaubst, scheidet der Frieden von dir, weil du den Lehrer des Friedens verlassen hast. Jedes Mal, wenn dir vollauf klar wird, dass du nicht weißt, kehrt der Frieden wieder, denn dann hast du IHN dazu eingeladen, indem du das Ego zu SEINEN Gunsten aufgegeben hast. Ruf nicht das Ego um irgendetwas an, nur das brauchst du zu tun. Der Heilige GEIST wird von sich aus jeden Geist erfüllen der auf diese Weise für IHN Raum schafft. Willst du Frieden, so musst du den Lehrer des Angriffs verlassen“. (2)

    Um unseren wirklichen Willen zu erkennen, der nicht durch Schuld, Angst Trennung und Tod gefunden werden kann, da dieser Unfriede den Stempel der Unsterblichkeit und der Heiligkeit verleugnet, ist Verstehen und Frieden damit zu verbinden, in der Vergebung unsere bisherigen Irrtümer anzuerkennen. Die Beständigkeit der Heiligkeit sollte Rechtfertigung für Vergebung und Dankbarkeit darüber sein, was wir sind, wenn wir nicht das Ego als Lehrer wählen. Kann der Wille des Egos jedoch unser wirklicher Wille sein?


    Fortsetzung aus Kap.30:VI „Die Rechtfertigung für die Vergebung“
    (9) „Der Sohn Gottes ist vollkommen, sonst kann er nicht Sohn GOTTES sein. Noch wirst du ihn erkennen, wenn du denkst, er verdiene das Entrinnen aus der Schuld mit allen ihren Folgen und in allen ihren Formen nicht. Du kannst auf keine andere Art als diese von ihm denken, wenn du die Wahrheit über dich erfahren willst:

    Vater, ich danke DIR für deinen vollkommenen Sohn,
    und in seiner Herrlichkeit will ich meine eigene sehen.

    Hier ist die freudige Feststellung, dass es keine Formen des Bösen gibt, die den Willen Gottes überwinden könnten, die frohe Anerkennung, dass es der Schuld nicht gelungen ist, deinem Wunsch entsprechend Illusionen Wirklichkeit zu geben. Und was anderes ist das als die einfache Feststellung der Wahrheit? Schau auf deinen Bruder mit dieser Hoffnung in dir, dann wirst du verstehen, dass er keinen Fehler machen konnte, der die Wahrheit in ihm hätte ändern können. Es fällt nicht schwer, Fehler zu übersehen, denen keine Wirkungen gegeben werden. Dem aber, das in deinen Augen die Macht hat, einen Götzen aus dem Gottessohn zu machen, dem wirst du nicht verzeihen. Denn es ist für dich zu einem Götzenbild geworden und zu einem Todeszeichen. Ist dies dein Erlöser? Irrt SEIN VATER sich in SEINEM SOHN? Oder hast du dich in ihm getäuscht, der dir gegeben wurde, ihn zu heilen – zu deiner Erlösung und Befreiung“? (3)

    Wer hat sich hier nun geirrt? Jemand, der sich selbst schon beibrachte, was er noch nicht erkannte? Offensichtlich hatten wir die Gründe, die für Frieden sprechen, nicht verstanden. Wir sehen nur, nichts so gesehen zu haben, wie es wirklich ist. Es gibt einzig zwei Lehrer und zwei Denksysteme. JEDE Störung des Geistesfriedens zeigt auf, dass wir unser eigenes vergangenes Lernen ins Feld führen, den „Stempel der Ewigkeit“ mit wasserlöslichen Farben zu übermalen.

    Wir verlieren unseren wirklichen Willen, folgen wir dem Versuch des Egos, die Wirklichkeit von Schuld und Tod zu „beweisen“. Es braucht keine Zeit, den Frieden anzunehmen und das Verständnis zu erlangen, da es der Heilige Geist als „vollbrachtes WERK“ von Christus empfangen hat und uns bereitwillig gibt, so wir mit offenen Händen darum bitten. Öffnet sich die verkrampfte Faust des Faust, sind die „finsteren Lektionen des Egos“ durch die Vergebung aufgehoben und wir hören eine Stimme, die zu allen spricht: „Sie sind erlöst“. Schuld und Tod sind nicht der Wille der Ewigkeit. Nur durch das Urteil, schon zu wissen, können wir das grenzenlose Verständnis eines vollbrachten Werkes verlieren, was somit auch den Verlust des inneren Friedens bewirkt. Liebe und Angst können niemals zur gleichen Zeit am gleichen Ort gefühlt werden. Das Denksystem der Angst ist das Denksystem des Egos. Das Denksystem der Liebe begründet das Verständnis für den Frieden durch das Licht vollkommener Heiligkeit.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern Greuthof Verlag, 2010
    (1) Übungsbuch Seite 206
    (2) Textbuch Seite 299
    (3) Textbuch Seiten 643 / 644

  5. #380

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 115
    https://www.youtube.com/watch?v=3B2TieMRiqU

    (99) „Erlösung ist die einzige Funktion, die ich hier habe.
    Meine Funktion hier ist, der Welt für alle Fehler, die ich begangen habe, zu vergeben. Denn dadurch werde ich befreit von ihnen, gemeinsam mit der Welt.

    (100) Mein Teil ist wesentlich in Gottes Heilsplan.
    Ich bin wesentlich für Gottes Heilsplan für die Welt. Denn ER gab mir SEINEN Plan, auf dass ich die Welt erlösen möge.“ (1)

    Wie Frieden und Verständnis Hand in Hand gehen, ist Freiheit nicht von Liebe zu trennen. Keine Angst davor zu haben, sich die besonderen Hassbeziehungen des Egos anzuschauen, lässt die Illusionen erkennen, die die Liebe verkennen. Im heutigen Hörbuch liegt der letzte Schritt vom Krieg in den Frieden, vom Hass zur Liebe, von der Form zum Inhalt. Was den Hass als Illusion entlarvt und die Funktionalisierung als Unfreiheit aufzeigt, lässt sich im Hörbuch finden:

    (Kap.16:V) „Illusion und Wirklichkeit der Liebe“
    https://www.youtube.com/watch?v=GN8k...H0l1sbdktCzPxZ

    Wieder eine unfreiwillige Lücke in den Hörbüchern. Aber unsere Vollständigkeit liegt in uns selbst. Die eigene Vollständigkeit in einer „besonderen Beziehung“ zu suchen, entbehrt der nötigen Freiheit, die Liebe zum Bleiben zu bewegen. Was unter der Kapitel 17 „Die Vergebung und die Heilige Beziehung“ und „Die geheilten Beziehung“ (17:V) weitergeführt wird. Auf „Die Reise zurück“ (in Kap.8) müsste ebenso noch zurückgegangen werden. „Der Unterschied zwischen Gefangenschaft und Freiheit“ (8:II) eröffnet „Die Richtung des Lehrplans“ (8:I) und macht „Die heilige Begegnung“ (8:III) möglich, was als „Gabe der Freiheit“ (8:IV) „Der ungespaltene Wille der Sohnschaft“ (8V) und damit „Der Schatz Gottes“ (8:VI) ist. Wird „Der Körper als Kommunikationsmittel“ (8:VII) in einer geheilten und heiligen Beziehung lässt „Heilung als berichtigte Wahrnehmung“ (8IX) früherer Illusionen erfahrbar werden. Besitzt „Der Körper als Mittel und Zweck“ den Zweck des Geistes, die wirkende Wirklichkeit der Quelle aller Liebe durch Heilung, Wunder und Wiederherstellung aufzuzeigen, warum sollten die Mittel dazu verweigert werden?

    Alle Lücken zwischen den Hörbüchern zu überbrücken ist nicht meine Funktion. Das ist die Funktion des Heiligen Geistes, sonst wäre die Aufhebung des Glaubens an die Schuld (daran, unsere Göttlichkeit scheinbar verloren zu haben,) nicht möglich. In der Entscheidung für den Heiligen Geist als Lehrer liegt die einzig freie Wahl, die uns im Angesicht der Ewigkeit bleibt. Ohne den inneren Lehrer für das, was wir vergessen wollten, können wir den alten Ego-Schutt und Schrott vor dem Gewahrsein der Quelle aller Liebe nicht wegräumen. Wir erkennen den „Bauschutt“ nicht als „Schutt“ und glauben daher an die Illusionen von Liebe, die keine Quelle besitzt. Wir lieben nicht wirklich die körperliche Form, wir lieben in Wirklichkeit immer den göttlichen Inhalt. Wird diese „Eigenschaft“ nicht mehr gesehen, verschwindet der Anschein von Liebe und der versteckte Hass des Egos darunter wird sichtbar. Das Ego weiß nicht, was Liebe ist, da es in ihm keine Quelle besitzt. Es versucht daher, etwas zu sein, was es weder ist, noch in sich trägt und so sucht es Liebe. Dann tut das Ego jedoch alles, um sie nicht zum Bleiben einzuladen, indem es Freiheit nicht gewährt und so mit Liebe verbindet. Der Beweis für das Nicht-Verstehen des Egos, was Liebe ist, liegt in seinem Glauben, Liebe selektiv entziehen zu können, was immer Hass ist. Verstehe die Totalität der Liebe Gottes zu allen Seinen Kindern und du musst verstehen, dass selektive Liebe total unmöglich sein muss, will Liebe wirklich und wahr sein. Und ohne die Göttlichkeit im Gegenüber anzuerkennen, bleibt die Quelle der Ego-Liebe eine zumeist zeitlich begrenzte Illusion. Die Dauer der Zweckbündnisse von Mangeldefinitionen hebt den Irrtum in der Quellverortung und damit die Unvollständigkeit nicht beständig auf. Worin Liebe ihre vollständige und beständige Ursache hat, wurde fälschlich im Ego angesiedelt und entbehrt daher der Bedingungslosigkeit, die Freiheit und Raum für die Liebe schafft. „Begrenzter Hass“ ist keine Liebe und lässt die unerkannte Spaltung unerkennbar bleiben. Daher brauchen wir den Heiligen Geist als Lehrer für die Wahrheit der ewigen Liebe, die immer in uns ist. Sie zu teilen ist etwas völlig anderes als die geteilte Suche danach. „Was sich ändern kann, war niemals LIEBE“.

    Die Bedeutung der Liebe Gottes in Worten zu erfassen, kann nicht gelehrt werden, sagt der Kurs. Einzig die Hindernisse vor dem Gewahrsein der Liebe will der Heilige Geist entfernen. Dieses Gewahrsein ist unsere Funktion und unsere Erlösung. Es ist das, was immer noch "fehlt", selbst wenn "sonst" alles "perfekt" ist. Es ist der Punkt im Herzen unserer Seele, den nur Gott berühren kann...

    Quelle: Ein Kurs in Wundern Greuthof Verlag, 2010
    (1) Übungsbuch Seite 210

  6. #381

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 116

    https://www.youtube.com/watch?v=SXE9iy7PNvc

    (101) „Gottes Wille für mich ist vollkommenes Glück.
    Gott will, dass ich vollkommen glücklich bin. Und ich kann nur des Glaubens willen leiden, dass es noch einen anderen Willen losgelöst von SEINEM gibt.

    (102) Ich teile den Willen Gottes, der mein Glück will.
    Ich teile meines Vaters Willen für mich, SEINEN Sohn. Was ER mir gab, ist alles, was ich will. Was ER mir gab, ist alles, was es gibt.“ (1)

    Was wir als „besondere Beziehungen“ betrachten, ist im Prinzip eine Rache an der Vergangenheit und sie dienen dazu, dem Ego Vergeltung zu ermöglichen. So binden wir uns an die Vergangenheit und entziehen uns die Gegenwart (der Liebe Gottes). Das Ego will die Irrtümer der Vergangenheit berichtigen, der Heilige Geist will die Vergangenheit vergehen lassen, damit die Stille eintreten und der heilige Augenblick geschehen kann.

    (Kap.16:VIII) „Das Ende der Illusionen“
    https://www.youtube.com/watch?v=84CY...H0l1sbdktCzPxZ

    Was uns davon abhält, den Willen des Vaters für uns anzunehmen, der unser Glück will, ist das Festhalten an den Erfahrungen der Vergangenheit.

    „Der heilige Augenblick währt indessen ewig, und deine Illusionen von der Zeit werden das Zeitlose nicht daran hindern, das zu sein, was es ist, noch dich, es so zu erleben, wie es ist.“ (2)

    „Vergib uns unsere Illusionen, Vater, und hilf uns, unsere wahre Beziehung zu Dir zu akzeptieren, in der keine Illusionen sind und in die keine je eindringen können. Unsere Heiligkeit ist die DEINE. Was kann in uns sein, das Vergebung braucht, wenn die DEINE vollkommen ist? Der Schlaf des Vergessens ist nur der Unwille, uns an DEINE Vergebung und DEINE Liebe zu erinnern. Lass uns nicht in Versuchung geraten, denn die Versuchung des SOHNES GOTTES ist nicht sein Wille. Und lass uns nur das empfangen, was DU gegeben hast, und nur das in den Geist anzunehmen, den DU erschaffen hast und den du liebst. Amen. (3)

    Was können wir im „Schlaf des Vergessens“ als unseren freien Willen ansehen? Er ist doch der Unwille, zu sein, was der Sohn sein müsste, wäre der Vater für ihn wirklich und der Sohn das Ebenbild.

    Wir haben uns nichts zu vergeben. Wir müssten nur den Träumenden davon überzeugen, gerade zu schlafen. Nur unser Wunsch, das Unveränderliche zu verändern, trennt uns von der Annahme unseres Erbes.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern Greuthof Verlag, 2010
    (1) Übungsbuch Seite 209
    (2) Textbuch Seite 349
    (3) Textbuch Seite 350

  7. #382

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 117
    https://www.youtube.com/watch?v=pS_jBiotI2c

    (103) „Gott, der die Liebe ist, ist auch das Glück.
    Ich will mich daran erinnern, dass die Liebe Glück ist und dass nichts anderes Freude bringt. Und deshalb will ich keinerlei Ersatz aufrechterhalten an der Liebe Statt.

    (104) Ich suche nur, was in Wahrheit mir gehört.
    Die Liebe ist mein Erbe und mit ihr die Freude. Dies sind die Gaben, die mir mein Vater gab. Ich möchte alles akzeptieren, was in Wahrheit mein ist.“ (1)

    Die Liebe als unser wahres Erbe kann abgelehnt werden, es ändert nichts daran, dass uns gegeben wurde, was wir sind, weil GOTT diese Liebe ist. Wird diese Quelle aller Arten von Liebe dort verortet, wo Gott sie für uns hegt, können wir GOTT und LIEBE in heiligen Beziehungen gleichsetzen und schattenlose Freude erleben. Wie Vergebung und Heilung in Wahrheit nur zusammen das sind, was uns schon gehört. Es wurde von der Ewigkeit und in Ewigkeit gegeben. Daran werden die Illusionen des Egos nichts verändern.

    Nur, wenn wir Gott, Liebe und unser Glück nicht gleichsetzen, ist ein anderer Wille denkbar. Diese Illusion eines „anderen Willens“ kann man getrost als Ego-Denksystem bezeichnen.

    (Kap.17:I) „Vergebung und Heilung“

    https://www.youtube.com/watch?v=QpQK...CzPxZ&index=43

    „Die Wahrheit zu fragmentieren heißt, sie dadurch zu zerstören, dass man sie bedeutungslos macht.“ (2)

    Um den Nutzen von Vergebung für unsere Heilung zu untermauern, der erste Absatz des Hörbuches in den späteren Worten der Greuthof-Version:

    „Der Verrat von GOTTES SOHN liegt nur in Illusionen, und alle seine >>Sünden<< bildet er sich selbst nur ein. Seine Wirklichkeit ist ewig sündenlos. Ihm muss nicht vergeben werden, er muss geweckt werden. In seinen Träumen hat er sich selbst, seine Brüder und seinen GOTT verraten. Doch was in Träumen getan wird, ist nicht wirklich getan worden. Man kann den Träumenden unmöglich davon überzeugen, dass es sich so verhält, denn Träume sind wegen ihrer Illusion von Wirklichkeit das, was sie sind. Nur im Erwachen liegt die volle Befreiung von ihnen, denn nur dann tritt vollkommen klar zutage, dass sie keine Wirkung auf die Wirklichkeit hatten und sie nicht verändert haben. Phantasien verändern die Wirklichkeit. Das ist ihr Zweck. In Wirklichkeit können sie das nicht, wohl aber können sie es in dem Geist, der die Wirklichkeit anders haben möchte.“ (2)

    Daher wollen wir ständig die Welt verändern, bevor wir uns selbst die Phantasien vergeben lernen können, die wir über unsere Funktion als „Seelengefäß“ hegen, indem wir der Form des Gefäßes eine übermäßige und unterschiedliche Bedeutung verleihen. Diese fragmentierten und begrenzten Kausalitäten lassen die Verknüpfung von Gott und Liebe (103) und der Suche nach dem, was in Wahrheit schon uns gehört (104) wie „kalten Kaffee“ erscheinen. Wie die Wahrnehmung der wirklichen Welt aussieht, wenn die „Teetasse geleert wurde“, „schenkt“ uns das morgige Hörbuch ein.

    Ich kann nicht wirklich behaupten, „den Test für die Wahrheit“ immer und durchgängig schon zu bestehen, also vollkommenen und beständigen Geistesfrieden in der Erkenntnis, noch nicht zu wissen, erlangt zu haben. Was das der Würdigung des Ganzen antun muss, entziehen wir uns selbst. Ich habe mir die Hörbücher einige Male angehört, mit der späteren Version verglichen und bin trotzdem immer wieder überrascht, wieviel „kalter Kaffee“ noch in meiner Teetasse war. Kalter Kaffee und Begeisterungsfähigkeit (über einen ansonsten möglichen Geschmack) schließen sich jedoch aus. Wir können nicht Form und Inhalt gleichzeitig treu sein, noch weniger wird der (k-)alte Inhalt aufgewärmt zu einem frischen Genuss.

    „Behalte dir nicht eine einzige Idee vor abseits von der Wahrheit, sonst stellst du Rangordnungen der Wirklichkeit auf, die dich gefangen nehmen müssen. Es gibt keine Rangordnung in der Wirklichkeit, weil dort alles wahr ist.“ (5:40)

    Was dem zeitweiligen Verlust des Geistesfriedens kausal zugrunde liegt, wird bei 6:32 zum Ausdruck gebracht. „Indem du ihm vergibst, erstattest du der Wahrheit das zurück, was von euch beiden verleugnet wurde. Und du wirst Vergebung dort finden, wo du sie gegeben hast.“ (4)

    Unser „Verrat“, Gott nicht mit Liebe gleichzusetzen und daher die WAHRHEIT zu fürchten, ist nur eine Illusion in einem Traum, den wir nicht mehr als einen Traum erkennen. Sich wechselseitig die „Wahrheit des Traumes“ beweisen zu wollen, ist im Ego-Denksystem begrenzter Kausalitäten unumgänglich, da wir „die Restschuld der Illusionen“ nicht „ausgießen“ wollen und uns damit an die Vergangenheit binden. Die „Brücke zur wirklichen Welt“ kann dann nicht gesehen werden.

    Ist diese Brücke (von der Traumwelt zur Wirklichkeit) jedoch gegenwärtig, wenn niemand hinsieht, weil jeder wie erstarrt und gebannt auf (die Wirklichkeit von Träumen aus) der Vergangenheit beharrt?

    So fragte sich Einstein, ob der Mond auch (beweisbar) da wäre, wenn niemand hinsieht. Um etwas „beweisen“ zu können, muss es in einem Bewusstsein als wahr wahrgenommen werden. Ebenso wäre die Schuld (an blöden Träumen) nicht mehr beweisbar und subjektiv „wahr“, wenn niemand mehr hinsähe und diese Traumillusion damit teilt. Heilung ist es daher, die Albträume nicht zu teilen, die der „kalte Kaffee“ des Ego-Denksystems als Wirklichkeit annimmt, ohne den „Test für die Wahrheit“ zu bestehen: Geistesfrieden zu vermitteln, indem die Träume als Träume gesehen werden.

    „Illusionen der Wahrheit übergeben heißt jedoch, es der Wahrheit zu ermöglichen, die Unwirklichkeit der Illusionen zu lehren, und es dir zu ermöglichen, ihnen zu entrinnen“. (5)

    Was mit dem „Leeren der Teetasse“ gemeint sein könnte…

    Quelle: Ein Kurs in Wundern Greuthof Verlag, 2010
    (1) Übungsbuch Seite 210
    (2) Textbuch Seite 349
    (3) Textbuch Seite 351
    (4) Textbuch Seite 352
    (5) Ebd.

  8. #383

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 118
    https://www.youtube.com/watch?v=8cI_Kr5E5bg

    (105) „Der Friede und die Freude Gottes sind mein.
    Heute nehme ich den Frieden und die Freude Gottes an und tausche sie froh gegen jeglichen Ersatz, den ich mir für Glück und Frieden machte.

    (106) Lass mich still sein und auf die Wahrheit hören.
    Lass meine eigene schwache Stimme still sein, und lass mich die mächtige Stimme für die Wahrheit hören, die mir versichert, dass ich GOTTES vollkommener Sohn bin.“ (1)


    (Kap.17:III) „Die Welt, der vergeben ist“
    https://www.youtube.com/watch?v=RsW2...CzPxZ&index=44

    In der Welt, der vergeben ist, werden der Frieden und die Freude Gottes froh gegen die frühere Illusion - einer möglichen Veränderung des Unveränderlichen - eingetauscht. Wenn wir still sind und auf die Wahrheit hören, gelangen wir durch das Lernen mit dem Heiligen Geist an die „Brücke zur wirklichen Welt“:

    Ab 1:40 wird im Hörbuch die „Brücke zwischen den Welten“ und ab 3:50 die Sühne angesprochen.

    „Die Wahrnehmung wird keine Bedeutung mehr haben, wenn sie vervollkommnet worden ist, denn alles, was zum Lernen verwendet wurde, wird keine Funktion mehr haben“. (2)

    Wenn wir erneut die Bereitwilligkeit aufbringen, still zuzuhören, stellen wir offene Fragen, die nicht schon vom Ego beantwortet wurden. Die Funktion der Zeit des Lernens ist vorbei, wird die Vergebung als ewig, nutzbringend und mit dem Willen unseres Vaters übereinstimmend begriffen, was die Verurteilung als unbewusste Selbstzerstörung (in der Zeit) erkennbar werden lässt.

    „Die wirkliche Welt wird einfach durch die vollständige Vergebung der alten erlangt, jener Welt, die du ohne Vergebung siehst. Der große WANDLER der Wahrnehmung wird mit dir die sorgfältige Erforschung des Geistes unternehmen, der diese Welt gemacht hat, und dir die scheinbaren Beweggründe aufdecken, um derentwillen du sie gemacht hast“. (3)

    Auf den Heiligen Geist im Sinne des „Großen Wandlers der Wahrnehmung“ wollte ich im Hinblick auf den „freien Willen“ (der einen Seele) noch hinweisen. WIR haben diese Welt gemacht, der große Wandler der Wahrnehmung behebt und berichtigt die jeweiligen Fehlwahrnehmungen. Das ist eine völlig andere Grundprämisse, auch, da sie an die scheinbaren Beweggründe heranreicht, warum wir einst Vergebung „lernen“ wollten und damit eine Welt „machten“, in der es dafür Gründe zur Vergebung geben muss. Im Himmel hätten wir keine Vergebung lernen können, es gab dort nichts zu vergeben.

    Auf der anderen Seite der Brücke gibt es keine zu vergebenden „Schatten der Vergangenheit“ (17:IV) mehr, die unsere Sicht auf „Die beiden Bilder“ (17:V) vernebeln, was „Die geheilte Beziehung“ (17:VI) nicht als „Das Ziel festsetzen“ (17:VII) aufscheinen lässt.

    Wandelt der Heilige Geist die bisherigen und finsteren Lektionen des Egos durch eine „vernünftige Deutung“ neu, erschließt sich der folgende Satz:

    „Jeder Punkt, den SEINE Vernunft berührt, wird in Schönheit lebendig, und das, was im Dunkel deiner mangelnden Vernunft hässlich erschien, wird plötzlich zu Lieblichkeit befreit. Nicht einmal das, was der Sohn Gottes im Wahnsinn gemacht hat, kann ohne einen verborgenen Funken Schönheit sein, den die Sanftmut freisetzen kann“. (3)

    Auch unsere „Fehlschöpfungen“ werden „geläutert“ und „geklärt“ und der verborgene Funken Schönheit darin wurde bewahrt. Wenn alle, außer den liebevollen Gedanken vergessen werden, keimt die Hoffnung auf, dankbar, still und sanft über das Chaos hinaus, auf die ganze und schattenlose Schönheit zu schauen.

    „Diese kleine Brücke“ zu erreichen und zu überqueren, erfordert nur die Bereitwilligkeit, den „Wandler der Wahrnehmung“ als Lehrer anzunehmen. Mit diesem Lehrer die Grundprämissen zu erforschen, auf denen wir diese Ego-Welt aufgebaut haben, die keineswegs vollkommen ist, um uns Gründe für Vergebung zu „bieten“, lässt uns die Antwort des Vaters auf die Träume seiner Kinder vernehmen. In dem Moment, als wir die Veränderung der unveränderlich liebevollen Gedanken unseres Vaters für möglich hielten, wurde der „Wandler der Wahrnehmung“, der Heilige Geist, als Antwort auf das Problem gegeben. Die Sühne könnte als die freundlichste Lösung für ein an sich inexistentes Problem angesehen werden.

    Wie diese „Schatten der Vergangenheit“ in einen Kontext gesetzt werden, in dem offene Beziehungen möglich werden, verdeutlicht das morgige und die folgenden Hörbücher, die erneut den Nutzen von Vergebung aufzeigen. In einer Welt, der noch nicht vergeben wurde, gibt es für den „Wandler der verzerrten Ego-Wahrnehmung“ die eine Aufgabe: uns in die Gegenwart der Gegenwärtigkeit einer liebevollen Präsenz zu geleiten, die aufzeigt, dass der Frieden und die Freude der Ewigkeit auch in der Zeit mit uns gehen.

    Dazu ist unsere Beziehung zu Gott zu klären, da WIR die direkte Kommunikation einseitig abgebrochen haben. Im Schatten der Vergangenheit halten wir die Schuld, den Tod, die Krankheit, das Leiden und den Hass wie einen „Regenschirm“ vor die Sonne der ansonsten gegenwärtigen Gegenwärtigkeit ihrer wärmenden Strahlen. Warum wir also diesen „Regenschirm“ zum „Abschirmen der Gegenwärtigkeit liebevoller Gedanken“ aufspannten, muss zwingend neu gedeutet werden. Was jedoch die Aufgabe des Heiligen Geistes ist, niemals unsere, da diese Totalität von uns nicht überblickt wird, fragmentieren wir die Wahrheit im „abgeschirmten Ego-Modus“. Um die Totalität dieser Aufgabe wahrzunehmen, ist in jeder Beziehung eine Beziehung zu Gott zu sehen. Erst dann ist die Bereitwilligkeit vorhanden, auf das Urteil über identische Inhalte (im Traum der veränderlichen Formen) zu verzichten.

    Um auf die Analogie der „Teekanne“ zurückzukommen: Wir als „Tasse“ (also Seelengefäß) glauben nicht daran, dass unser Vater allen seinen Kindern aus „voller Kanne reinen Wein“ eingeschenkt hat. „Reinen Wein“ einzuschenken, setzt Ehrlichkeit und Offenheit voraus; und ganz ehrlich: es wäre kausal ziemlich begrenzt, anzunehmen, der Tee in anderen Tassen wäre „unterschiedlich“, was unterschiedliche Inhalte einer Teekanne (und mehrere Quellen von Inhalten) voraussetzen würde. Gott jedoch hat kein Gegenteil von sich erschaffen. Auch das ist nur unsere unbewiesene Annahme im Ego-Denksystem.

    Im Grunde suchen wir im Ego-Beziehungs-Modus „den Geschmack des Tees aus anderen Teetassen“: das Auffüllen der Leere durch die Besonderheit eines anderes Selbstes, in welcher wir vervollständigt werden und finden wollen, was wir nicht in unserer Tasse annehmen. Dieser begrenzten Kausalität muss eine „Unterschiedsdefinition“ (im Urteil über relativen Besonderheiten) zugrunde liegen. Wir suchen, was wir nicht als „unseren Inhalt“ annehmen und wollen den Mangel mit einem anderen Selbst füllen. Daher suchen wir „relative Besonderheit“ darin, uns mit den Formen „der Tassensammlung“ zu identifizieren, wobei vergessen wird, das der Geschmack dessen, was uns eingeschenkt werden könnte, in jedem Gefäß gleich bleiben wird. Die Tasse nicht leeren zu wollen, den abgestandenen Inhalt abstoßend zu finden, und zu hoffen, der Tee aus des Nachbarn Tasse würde uns besser schmecken, ist eine Strategie, die häufig wiederholt werden kann, doch niemals zum Erfolg führen kann. Die eigene Tasse kann nicht mit fremdem Inhalt gefüllt werden. Es nutzt wenig, das vorhandene Ego-Bild in einen anderen Rahmen einzusetzen.

    So sind die Seelenanteile von Kim und Donald, Vladi und Assad, dir und mir gleichfalls und gleichzeitig ein Teil von Gottes Geist. Es ist nur so, dass sie gerade einen ziemlich blöden Albtraum träumen. Den Albtraum, nicht der Inhalt, sondern die Form zu sein. Sie träumen davon, nicht sie selbst zu sein und verorten ihr „LEBEN“ als im „Körper“ ansässig. Gehässigkeit ist die Folge des Glaubens, in diesem rachsüchtigen Traum „gefangen“ zu sein. Der Heilige Geist führt uns an die Brücke zur Zeitlosigkeit, der Stätte der Begegnung von Traum und Wirklichkeit. Dort wird uns klar, der Träumer zu sein, nicht der Traum, den wir sehen. Dann kann der Funken der Schönheit neu gesehen werden, der von uns in den Schlammschlachten der Schuld verschleiert wurde. In der Dissoziation / Verleugnung / Ausblendung der jeweiligen und wechselnden Schuldigen begrenzen wir uns weiter und verlieren so die Totalität der Gegenwärtigkeit von Ganzheit immer mehr aus dem Sinn. Was Gott (in Ewigkeit) verbunden hat, kann das Ego (in der Zeit) nicht trennen.

    „Wer, der wach im Himmel ist, könnte träumen, dass je ein Bedürfnis nach Erlösung bestehen könnte? (4)

    Daher ist die Schuld wie ein Regenschirm, den wir an einem sonnigen Tag hochhalten und uns zeitgleich darüber beklagen, wie kalt es doch „darunter“ sei. Ist unser von Schatten umwölkter Verstand einmal still, können wir die Stimme für GOTT hören, die uns versichert, dass wir weiterhin Gottes Kinder sind. Was in den Träumen zu geschehen schien, unterliegt der „Kindersicherung für das Ego“, denn nur liebevolle Gedanken sind wirklich. Der Hass und die Gehässigkeit sind nur eine Illusion in einem Traum, der wirklich scheint, wenn wir diesen Traum der Schuld und der Todeswünsche mit anderen „teilen“ und „mit-teilen“.

    Ich sehe daher zwischen Kim, Donald, Vladi und den anderen Teetassen keinen ursächlichen Unterschied. Nicht alle Tassen im Schrank zu haben, macht immer den gesamten Haushalt unvollständig. Die ungespülten Tassen nach dem Gebrauch als „nicht zu uns gehörig“ zu definieren, kann nur für eine gewisse Zeit gelingen. Irgendwann haben wir dann keine einzige Tasse mehr im Schrank. Was könnte dann den möglichen Inhalt allumfassend umfassen?

    Bevor wir immer mehr Teetassen, als nicht mehr zu unserem Haushalt gehörig definierten, hatten wir sicher noch alle Tassen im Schrank. Würden wir die Tassen mit heißem Wasser ausspülen, könnten wir bemerken, dass sich unsere „Wahrnehmung gewandelt“ hat: Alle Tassen können gewaschen werden und alle müssen in den Schrank zurückgestellt werden, um die Vollständigkeit nicht aufzuheben. Wir wollten bisher keinen „reinen Tisch“ machen, da wir einfach zu faul sind, uns in einem Aufwasch an den absehbaren Abwasch zu machen.

    Zum reinigenden Wasser sprechen wir: „Wasch mich, aber mach mich nicht nass“.

    So haben wir unsere Teetasse weder geleert, noch gewaschen. Was die These erhärten könnte, auch daher aus anderen Teetassen trinken zu wollen. Doch der Inhalt aller Tassen ist immer Gott, dessen „Volumen“ jedoch das Fassungsvermögen einer einzelnen Tasse bei Weitem übersteigt. Je mehr andere Tassen wir zerschlagen, umso unvollständiger wird das ganze Teeservice und umso weniger Inhalt können wir insgesamt umfassen und erfassen.

    Wir streiten daher völlig sinnlos um die Formen und den temporären Zustand der Tassen und vergessen, am Ende gemeinsam die Suppe auslöffeln zu müssen, die wir uns in der bewusst gewählten Abwendung von der Quelle jedes Inhaltes eingebrockt haben – die innere Leere und das äußere Chaos. Gott hat diesen Traum nicht gemacht, denn dann hätte ER nicht alle Tassen im Schrank gehabt:

    „Von der Welt, der vergeben ist, wird der SOHN GOTTES leicht in sein Zuhause emporgehoben. Und dort erkennt er, dass er immer in Frieden dort geruht hat. Sogar die Erlösung wird ein Traum werden und aus seinem Geiste schwinden. Denn die Erlösung ist das Ende der Träume und wird mit dem Abschluss des Traumes keine Bedeutung mehr haben“. (5)

    Wer wird einem Kind, das geträumt hat, das „Traumgeschehen“ zum Vorwurf machen? Wie könnte Gott uns dann einen Vorwurf machen, was für einen „Blödsinn“ wir nur wieder geträumt haben? Wie ein glücklicher Traum geträumt wird, vermittelt der Heilige Geist durch die mächtige Stimme für die Wahrheit. Wahrheit kann nicht selektiv oder in Teilen erfasst werden. GOTT hat eben einfach „alle Tassen im Schrank“. Aber was ist die Funktion von Tassen, Tee und Teekanne?

    Was ist die also Absicht, die mit dieser Idee verbunden war? Wiederverwendbare Gefäße oder die Scherbentürme des Egos, die uns das Glück im Unglück bringen sollen?

    Wer mal versucht hat, aus Scherben Tee zu trinken, erkennt die Ursache des unauffüllbaren Ego-Dilemmas (und die Intention der „Polterabende“). Wir werden nur gebeten, einen Albtraum zu übersehen. Damit bestätigen wir, dass die Wahrheit immer noch ganz und wahr ist. Es kann keine fragmentierte Wahrheit geben, die dann noch „wahr“ wäre. Halbwahrheiten sind bedeutungslos, unmöglich und stellen faule Kompromisse dar, die eine Spaltung der Ganzheit für möglich halten, was im Ego-Traum zum Glück unmöglich ist. Nur liebevolle Gedanken sind ewig.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern Greuthof Verlag, 2010
    (1) Übungsbuch Seite 211
    (2) Textbuch Seite 353
    (3) Textbuch Seite 354
    (4) Ebd.
    (5) Ebd.

  9. #384

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 119

    https://www.youtube.com/watch?v=XRqNhlG3xOI

    (107) „Die Wahrheit wird alle Irrtümer in meinem Geist berichtigen.
    Ich bin im Irrtum, wenn ich denke, man könne mich auf irgendeine Art verletzen. Ich bin Gottes Sohn, dessen SELBST unversehrt im Geiste GOTTES ruht.

    (108) Geben und Empfangen sind in Wahrheit eins.
    Heute will ich allem vergeben, damit ich lerne, die Wahrheit anzunehmen, und schließlich meine Sündenlosigkeit begreife“. (1)

    (Kap.17: IV) „Schatten der Vergangenheit“
    https://www.youtube.com/watch?v=Hmdd...CzPxZ&index=45

    Was eine völlig andere Grundprämisse abbildet und die „Schatten der Vergangenheit“ auflösen kann, ist die Einsicht, die in (107) zum Ausdruck kommt:

    „Ich bin im Irrtum, wenn ich denke, man könne mich auf irgendeine Art verletzen. Ich bin Gottes Sohn, dessen SELBST unversehrt im Geiste GOTTES ruht.“ (1)

    Lange habe ich nun die Schatten der Vergangenheit „untersucht“ und es stimmt: ICH habe ENTSCHIEDEN einem Irrtum die Macht einzuräumen, meinen Geist verletzen zu dürfen. Einen Irrtum (über unsere Identität) mit einem weiteren Irrtum der Rache zu begegnen, heißt, „Böses“ mit „Bösem“ zu vergelten. Die Wahrheit spricht davon, dass wir alle die Kinder eines freundlichen und liebevollen Vaters sind, der nichts Böses im Sinn trägt.

    Alle „Verletzungen“ basierten auf dem Denksystem des Egos und da ich diesem lange genug gefolgt bin, kann ich diesen identischen Irrtum nicht bei mir „entschuldigen“ und bei anderen Menschen als „unentschuldbar“ deklarieren, indem ich Schuld für einen Irrtum nach außen projiziere und verteile. Diese „Schattengestalten“ dienten dem Ego-Denksystem und wurden dazu genutzt, die Trennung als „wirklich“ zu bezeugen.

    Ebenso bin ich, wie im Grunde wir alle, dem Ideal der Ego-Beziehung gefolgt, deren Zweck unmöglich ist: Wir suchen Verbindung und Vereinigung in der Trennung, was dem Zweifel Einlass gewährt und Offenheit unmöglich werden lässt:

    „Das >>Ideal<< der unheiligen Beziehung wird also eine, in der die Wirklichkeit des andern überhaupt nicht eindringt, um den Traum zu verderben. Und je weniger der andere wirklich in die die Beziehung eindringt, desto >>besser<< wird sie. So wird der Vereinigungsversuch zu einem Mittel, sogar den auszuschließen, mit dem die Vereinigung gesucht wurde.“ (2)

    Daneben ist es natürlich unmöglich, sich in Körpern zu „verbinden“ und zu finden, was als geteiltes (und göttliches) Gefühl in Herz und Seele gesucht wird. Ist die einzig wirkliche Beziehung zu Gott in jedem Gegenüber erkennbar, können die wechselseitigen Verletzungen als Rufe nach der Liebe Gottes aufgefasst werden, die zu halten gesucht wurde, weil ihre Quelle fehlverortet wurde. Wir können den Willen der Quelle teilen, die Liebe ist und daher nur Liebe „einschenken“ kann.

    „Geben und Empfangen“ sind eins, wenn Gott als die Quelle der Liebe erkannt wird, die wir annehmen, ausdehnen und damit mehren können. Würden WIR Liebe erschaffen können, wäre es letztlich unmöglich, dass sie uns irgendwann „ausgeht“. Doch im Ego-Beziehungsmodus geht die Liebe meistens „aus“ und dann werden die Schatten der Vergangenheit sichtbar, die wirksam waren – die Vergangenheit und ihre „Zeugen“ für die Illusion der Verletzlichkeit. Jeder wurde im Ego-Modus von der Liebe enttäuscht und dieses „vergangene Lernen“ wird als Beweis verwendet, wie „gefährlich“ die wahre Offenheit des Herzens wäre.

    „Wie kann der Heilige Geist SEINE Deutung des Körpers als Kommunikationsmittel in Beziehungen einbringen, deren einziger Zweck die Trennung von der Wirklichkeit ist? Was die Vergebung ist, befähigt IHN dazu. Wenn alle außer den liebevollen Gedanken vergessen sind, ist das, was übrig bleibt, ewig. Und die verwandelte Vergangenheit wird der Gegenwart gleichgemacht. Die Vergangenheit steht jetzt nicht mehr mit dem Jetzt in Konflikt. Diese Kontinuität dehnt die Gegenwart aus, indem sie ihre Wirklichkeit und ihren Wert in deiner Wahrnehmung von ihr mehrt. In diesen liebevollen Gedanken liegt der Funke der Schönheit mitten in der Hässlichkeit der unheiligen Beziehung verborgen, in der man sich an den Hass erinnert; doch wird er dort lebendig gehalten werden, wenn die Beziehung IHM übergeben wird, DER ihr Leben und Schönheit gibt. Deshalb konzentriert die Sühne sich auf die Vergangenheit, die die Quelle der Trennung ist und wo sie aufgehoben werden muss. Denn die Trennung muss dort berichtigt werden, wo sie gemacht wurde.“ (3)

    Wir trennen uns von der Quelle der Liebe, wenn wir Liebe selektiv „gewähren“ und „manipulativ“ einsetzen. Das Denksystem des Egos lebt von der „bösen Vergangenheit“ und inszeniert die Trennung von Gott im Ende jeder Beziehung aufs Neue. Liebe scheint sich in Hass zu verwandeln, doch war der Hass nur überdeckt und wurde „die ganze Zeit“ über in Schach gehalten. Der Weg des Heiligen Geistes lässt uns die Liebe Gottes als unerschöpfliche Quelle sichtbar werden und befreit den Funken von Schönheit, indem die Göttlichkeit im Gegenüber als beständig und kontinuierlich liebenswert angesehen wird. Es ist dann nicht „unsere Liebe“, die wir geben und empfangen, sondern es ist die Liebe, die immer allen gebührt. Liebe zu entziehen, weil des „Gesetzen des Egos“ nicht entsprochen wurde, ist Hass und ein Verkennen dessen, was Liebe zur Quelle hat. Lassen wir den Heiligen Geist den Funken der Schönheit in allen Beziehungen offenbaren, lernen wir, die Bedingungen zuzulassen, zu suchen und herbeizuführen, unter denen die wahre Schönheit sichtbar wird:

    „Das alles wirst du freudig tun, wenn du nur zulässt, dass ER den Funken vor dir herträgt, um deinen Weg zu erhellen und ihn klar für dich zu machen. Gottes Sohn ist eins. Wen Gott als eins verbunden hat, den kann das Ego nicht scheiden. Der Funke der Heiligkeit muss in allen Beziehungen sicher sein, wie verborgen er auch immer sein mag. Denn der SCHÖPFER der einzigen Beziehung hat keinen Teil davon ohne SICH SELBST gelassen. Das ist der einzige Teil der Beziehung, den der Heilige Geist sieht, weil ER erkennt, dass nur dieser wahr ist. Du hast die Beziehung unwirklich und deshalb unheilig gemacht, da du sie dort gesehen hast, wo sie nicht ist, und so, wie sie nicht ist. Übergib IHM die Vergangenheit, DER für dich dein Denken über sie ändern wird. Versichere dich aber zuerst, dass du voll und ganz verstehst, was du die Vergangenheit hast darstellen lassen, und warum.

    Die Vergangenheit wird zur Rechtfertigung dafür, ein anhaltendes, unheiliges Bündnis mit dem Ego gegen die Gegenwart einzugehen. Denn die Gegenwart ist Vergebung. Deshalb werden die Beziehungen, die das unheilige Bündnis diktiert, weder als jetzt wahrgenommen noch als jetzt empfunden. Der Bezugsrahmen aber, auf den die Gegenwart bezogen wird, um eine Bedeutung zu erhalten, ist eine Illusion der Vergangenheit, in der die Elemente beibehalten werden, die für den Zweck des unheiligen Bündnisses taugen, während man alle übrigen fallen lässt. Und was auf eine solche Weise fallen gelassen wird, das ist die ganze Wahrheit, die die Vergangenheit der Gegenwart je als Zeugen dafür bieten könnte, dass sie wirklich ist. Was beibehalten wird, bezeugt bloß die Wirklichkeit von Träumen.

    Es liegt immer noch bei dir zu wählen, ob du dich mit der Wahrheit oder der Illusion verbindest. Doch erinnere dich daran, dass die eine zu wählen die andere loszulassen heißt. Diejenige, die du wählst, wirst du mit Schönheit und mit Wirklichkeit ausstatten, weil die Wahl davon abhängt, welche du mehr wertschätzt. Der Funke der Schönheit oder der Schleier der Hässlichkeit, die wirkliche Welt oder die Welt der Schuld und Angst, Wahrheit oder Illusion, Freiheit oder Sklaverei – es ist alles gleich. Denn du kannst nie zwischen etwas anderem wählen als zwischen GOTT oder dem Ego. Denksysteme sind entweder wahr oder falsch, und alle ihre Eigenschaften kommen einfach aus dem, was sie sind. Nur die GEDANKEN GOTTES sind wahr. Und alles, was aus ihnen folgt, kommt aus dem, was sie sind, und ist so wahr wie die heilige Quelle, aus der sie kamen.

    Mein heiliger Bruder, ich möchte in alle deine Beziehungen einkehren und zwischen dich und deine Phantasien treten. Lass meine Beziehung zu dir für dich wirklich sein, und lass mich Wirklichkeit in deine Wahrnehmung deiner Brüder bringen. Sie wurden nicht erschaffen, um es dir zu ermöglichen, dich durch sie zu verletzen. Sie sind erschaffen worden, um mit dir zu erschaffen. Das ist die Wahrheit, die ich zwischen dich und dein Ziel des Wahnsinns stellen möchte. Sei nicht von mir getrennt, und lass den heiligen Zweck der SÜHNE nicht in Träumen der Rache für dich verloren gehen. Beziehungen, in denen solche Träume lieb und teuer sind, haben mich ausgeschlossen. Lass mich im Namen Gottes einkehren und dir Frieden bringen, damit du mir Frieden schenken mögest.“ (4)

    Morgen geht das Hörbuch auf den Sinn und Zweck ein, den Gott unseren Beziehungen gibt:

    Alle Beziehungen haben als einzige Funktion für immer diese: Glücklich zu machen!

    Diesen „Sinn und Zweck“ zu erkennen, heißt, die Mittel anzunehmen, die dorthin führen. Wer Hörbuch und Buchzitat vergleicht, kann die Wirkung der Pronomenauswahl selbst vergleichen. Wir sind nicht erschaffen worden, um zu verletzen oder verletzt zu werden; wir sind gemeinsam erschaffen worden, um zusammen zu erschaffen. Was die „zweite Kindersicherung“ abbildet: Nur gemeinsam besitzen wir die Fähigkeit, den Inhalt aller Teetassen zu nutzen. Dabei ist „der geeinte Geist“ die Grundlage der Schöpfung in der Schöpfung.

    Was die Einheit von Geben und Empfangen anbetrifft:

    „Jedem Teil der wahren Schöpfung hat der HERR der LIEBE und des Lebens die ganze Erlösung aus der Hölle Elend anvertraut. […] Und das lernt er, wenn er zum ersten Mal auf einen Bruder schaut wie auf sich selbst und in ihm den Spiegel seiner selbst sieht. So wird das Konzept seiner selbst abgelegt, denn nichts steht zwischen seiner Sicht und dem, worauf er schaut, um das zu beurteilen, was er erblickt. […] Das Schwert des Urteils ist die Waffe, die du der Illusion deiner selbst gibst, damit sie darum kämpfe, den Raum, der deinen Bruder fern hält, von der Liebe unbesetzt zu halten. Solang du aber dieses Schwert hältst, musst du den Körper als dich wahrnehmen, denn du bist an die Trennung gefesselt von der Sichtweise dessen, der den Spiegel einer anderen Ansicht dessen hält, was er ist und was du deshalb sein musst. […] Denn Gott hat dir SEINEN SOHN gegeben, um ihn zu erlösen aus jeglichem Konzept, das er jemals hegte“. (5)

    Die Erlösung könnte dann als die Befreiung aus jeder begrenzten Kausalität eines jedweden Ego-Konzeptes angesehen werden und das Ziel ist die gegenwärtige Gegenwärtigkeit der Kontinuität der Liebe unseres Vaters zu uns allen. Unumwölkt von allen Konzepten, die nicht unser mit Gott geteilter, liebevoller Wille sind: Glücklich zu machen.

    Jedes Konzept des „EGO-ICH“ ist eine optische Täuschung des Bewusstseins und begrenzt unsere geteilte und geheilte Identität. Das Motto des Egos ist daher: Suche (in der Zukunft und unter von dir definierten „Bedingungen“) nach Liebe und Glück, aber finde sie nicht (in der Gegenwart).

    So ist in jedem Funken die ganze Wahrheit, in jeder Teetasse die gesamte Erlösung. Doch genutzt werden können diese Gaben nicht, sehen wir nicht in jedem Gegenüber den erhaltenen und unzerstörbaren göttlichen Funken. Diese Wahrheit berichtigt alle Irrtümer an ihrer Quelle. Verleugnen wir diesen Funken im Gegenüber, verleugnen wir ihn auch in uns. Jedes Mal, wenn wir einem Menschen den Segen der Wahrnehmung dieses Funkens verweigern, fühlen wir uns, als sei uns etwas entzogen worden, doch wir entziehen es uns selbst. Doch in jedem Fall, in dem wir offen auf diesen Funken unvergänglicher Schönheit im Gegenüber blicken, blickt Gott offen aus diesen Augen auf uns zurück.

    Unter dieser Grundprämisse können Begegnungen offen und im Jetzt erlebt werden und ihre Funktion erfüllen: JETZT und ewig glücklich zu machen. Alles andere spiegelt nur die Schatten der Vergangenheit…


    Quelle: Ein Kurs in Wundern Greuthof Verlag, 2010
    (1) Übungsbuch Seite 212
    (2) Textbuch Seite 356
    (3) Ebd.
    (4) Textbuch Seiten 356 / 357
    (5) Textbuch Seite 667

  10. #385

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 120

    https://www.youtube.com/watch?v=IhXCa3ScK4k

    (109) „Ich ruhe in Gott.
    Heute ruhe ich in Gott und lasse IHN in mir und durch mich wirken, während ich in Stille und in vollkommener Gewissheit in IHM ruhe.

    (110) Ich bin, wie Gott mich schuf.
    Ich bin Gottes Sohn. Heute lege ich alle krankhaften Illusionen meiner selbst weg und lasse mir von meinem Vater sagen, was ich wirklich bin“. (1)

    (Kap.17:V) „Wahrnehmung und die zwei Welten“
    https://www.youtube.com/watch?v=ZBx7...H0l1sbdktCzPxZ

    In der Greuthof Version wird dieses Kapitel „Die beiden Bilder“ genannt und es erinnerte mich etwas an das „Denkbeispiel“ zum „freien Willen“ von Schopenhauer. Danach können wir immer nur „ein Bild zur gleichen Zeit (durch die Auswahl der Entscheidung) sehen“. Hier wird verdeutlicht, immer nur zwischen ZWEI Denksystemen entscheiden zu können, denen jeweils eine "Welt" folgt.

    Selbst nach mehrmaligem Anhören des Hörbuches ist „der Groschen“ noch nicht ganz gefallen, obwohl bei längerem Hinhören eine ziemlich leise Ahnung „davon“ aufsteigt. Wenn wir wirklich in Gott Ruhe finden wollen und der Sohn sein wollen, wie der Vater ihn schuf, müssen wir uns ganz für ein Bild entscheiden. Bevor wir diese Entscheidung treffen können, sind beide Bilder (mit ihren Denksystemen) nebeneinander zu stellen und mit unserem [zeitlosen und unveränderlichen) Willen zu vergleichen.

    Ich ziehe hierbei die Formulierungen vor, in denen Christus von „uns“ im Plural spricht, denjenigen vor, in denen die 2. Person Singular verwendet wird. Die Gedanken wirken nur für mich allein „angewendet“, ziemlich allumfassend und würden ein Konzept relativer Besonderheit abbilden. Die Hörbücher, in denen wir häufiger mit „ihr“ im Plural angesprochen werden, kann ich eher ohne das Gefühl der gefühlten, anmaßenden Selbstüberhöhung als wahr empfinden und daher annehmen.

    Einen scheinbaren Widerspruch wird ein aufmerksamer Leser im heutigen Hörbuch bemerkt haben, der in einem möglichen Gegensatz zur folgenden gestrigen Aussage gesehen werden könnte:

    „Sie sind erschaffen worden, um mit dir zu erschaffen“. (Gestern) (2)
    „In dieser Welt ist es unmöglich zu erschaffen. (Heute) (3)

    Doch der Satz geht weiter mit: „Es ist hingegen möglich, glücklich zu machen“.

    Setzen wir daher „glücklich machen“ mit „erschaffen“ gleich, könnte der Begriff der Schöpfung in der Schöpfung als „Spiegelbild“ dessen aufgefasst werden, was SCHON vollkommen erschaffen WURDE, doch hier noch „gespiegelt“ werden könnte, so es unser Wille wäre. Wir können die Schöpfung des Vaters nicht erschaffen, wir können jedoch als Sohn so erschaffen, wie der Vater erschuf. Nehmen wir die Ruhe an, die der Satz:

    „Ich bin, wie Gott mich schuf“,

    bewirkt und lassen wir Gott in uns und durch uns einfach wirken. „Harmloser und hilfreicher“ finde ich somit für mich den Satz, den Gedanken und die Idee hinter:

    „Wir sind, wie Gott uns schuf“.

    Dann gibt es keine relative Besonderheit und keinen Unterschied in der zeitlichen Abfolge des Erwachens aus dem kollektiven Traum von Schuld, Hass, Rache, Vergeltung, Leiden, Krankheit und Tod – den „Beweisen“ für das Denksystem des Egos.

    Um die Fragen nach dem freien Willen und den Folgen der Auswahl zwischen den beiden Denksystemen mit dem Nutzen von Vergebung zu verbinden und die wirkliche Funktion von Beziehungen im Kurs-Denksystem zu verstehen, glaube ich dem Kurs einfach mal und „entscheide, was ich lehre, um zu wählen, was ich lernen will“. Denn: „Willst du Liebe (sein und haben), dann lehre nur Liebe“.

    Verständnis und Frieden gehen, wie gesagt, Hand in Hand. Statt der 2. Person Singular schreibe ich die Greuthof-Zitate mal auf die 1. Person im Plural um, damit keine Besonderheitsvorstellungen mit einer einzelnen Person (Form der Teetasse) verknüpft werden können und der „geeinte Geist“ (Inhalt der Teekanne), der für die „Schöpfung aus der Schöpfung“ die Voraussetzung wäre, nicht in den Hintergrund und aus dem Sinn gerät. Es könnte gesagt werden: Gott schenkt uns allen volle Tassen ein, oft lassen wir den eigenen Inhalt jedoch „abstehen“ und schielen dann auf den „Tee“ in anderen Tassen.

    „Gott hat SEINE Beziehung zu uns begründet, um uns glücklich zu machen, und nichts, was wir tun und was nicht Seinem SINN und Zweck teilt, kann wirklich sein („Kindersicherung für das Ego“, Anm.). Der Zweck, den Gott allem zugeschrieben hat, ist dessen einzige Funktion. Aus dem Grund, aus dem ER seine Beziehung zu uns schuf, wurde die Funktion von Beziehungen für immer die: >>glücklich zu machen<<. Und sonst nichts. Um diese Funktion zu erfüllen, stehen wir mit unseren Schöpfungen so in Beziehung wie GOTT mit den SEINEN. Denn nichts, was Gott erschaffen hat, ist getrennt vom Glück, und es gibt nichts, was GOTT erschaffen hat, das nicht das Glück ausdehnen möchte, wie es sein Schöpfer tat. Was immer diese Funktion nicht erfüllt, kann nicht wirklich sein“. (4)

    Da das Ego das Glück nicht ausdehnen möchte, sondern für sich (und die besondere Beziehung) festzuhalten trachtet, kann es nach dieser Definition einer Grundprämisse nicht wirklich sein. Dann hat es jedenfalls keine wirkliche Ursache und damit nur eine Wirkung, wenn wir diese in unserem Geiste zulassen, da wir diesen Illusionen über uns selbst Bedeutung durch ein ABWEHRVERHALTEN verliehen haben (und den Albtraum [im freien Entscheidungsrahmen] damit teilen).

    Die nächsten vier Absätze müssen direkt zitiert werden, wollen die beiden Bilder / Denksysteme nebeneinander gesehen und verglichen werden können:

    „Das Ego ist der Bedrohung gegenüber stets auf der Hut und der Teil unseres Geistes, in dem das Ego angenommen wurde, ist sehr darauf bedacht, seine Vernunft so zu erhalten, wie er sie sieht. Er begreift nicht, dass er total wahnsinnig ist. Wir müssen verstehen, was das genau bedeutet, wenn unsere geistige Gesundheit wiederhergestellt werden soll. Die Wahnsinnigen schützen ihre Denksysteme, aber sie tun es auf wahnsinnige Weise. Und alle ihre Abwehrmechanismen sind so wahnsinnig wie das, was sie schützen sollen. Die Trennung enthält nichts, keinen Teil, keine >>Vernunft<< und keine Eigenschaft, die nicht wahnsinnig wäre. Und ihr >>Schutz<< ist Teil von ihr und ebenso wahnsinnig wie das Ganze. Daher muss die besondere Beziehung als ihre Hauptabwehr (gegenüber der mit Gott geteilten Liebe, Anm.) auch wahnsinnig sein.

    Es fällt uns jetzt nicht sehr schwer, einzusehen, dass das Denksystem, das die besondere Beziehung schützt, nur ein Wahnsystem ist. Wir begreifen, zumindest im Großen und Ganzen, dass das Ego wahnsinnig ist. Und dennoch scheint uns die besondere Beziehung noch immer irgendwie >>anders<< zu sein. Dabei haben wir sie doch weitaus genauer angesehen als viele andere Aspekte des Ego-Denksystems (Kap. 8-13, Anm.), die wir eher bereit waren, loszulassen. Solange dieser eine noch übrig bleibt, werden wir die anderen nicht fallen lassen. Denn dieser eine ist nicht anders. Behalten wir diesen bei, und wir behalten das Ganze bei.

    Es ist wesentlich, einzusehen, dass alle Abwehrmechanismen das bewirken, was sie abwehren sollen. Die zugrunde liegende Basis für ihre Wirksamkeit besteht darin, dass sie das anbieten, was sie abwehren. Was sie abwehren, wird zur sicheren Verwahrung in sie hineingelegt, und wenn sie wirksam werden, bringen sie es uns. Jede Abwehr wird wirksam, indem sie Gaben gibt, und die Gabe ist immer eine Miniatur des Denksystems, das die Abwehr schützt, in einen goldenen Rahmen eingefasst. Der Rahmen ist sehr kunstvoll, ganz und gar besetzt mit Edelsteinen, sorgfältig geschnitzt und glatt poliert. Sein Zweck besteht darin, an sich wertvoll zu sein und unsere Aufmerksamkeit von dem abzulenken, was er umschließt. Doch können wir nicht den Rahmen haben ohne das Bild. Abwehrmechanismen werden wirksam, um uns glauben zu machen, wir könnten es.

    Die besondere Beziehung hat den imposantesten und täuschendsten Rahmen aller Abwehrmechanismen, derer das Ego sich bedient. Sein Denksystem wird hier angeboten, von einem Rahmen umgeben, der derart schwer und kunstvoll ist, dass das Bild durch seine imposante Beschaffenheit beinahe ausgelöscht wird. In dem Rahmen sind vielerlei Arten phantastischer und fragmentierter Liebesillusionen eingeflochten, eingefasst in Opferträume und Träume der Selbsterhöhung, verwoben mit Goldfäden der Selbstzerstörung. Das Glitzern des Blutes leuchtet wie Rubine, die Tränen sind geschliffen, Diamanten gleich, und funkeln in dem trüben Licht, in dem die Gabe dargeboten wird“. (5)

    Das Denksystem, das aus dem Wunsch, glücklich zu machen entspringt, wird vom Heiligen Geist im „Heiligen Augenblick“ vermittelt, „einer Miniatur des Himmels“. Was bräuchte es eine glückliche Welt? Menschen, die es glücklich macht, andere Menschen glücklich zu machen?? Ist es jedoch unser gelebter WILLE (die Gaben im Verstand abzulehnen und ihr Fehlen im Herzen zu beklagen)??? Sind Geben (Ursache) und Empfangen (Wirkung) nicht in Wirklichkeit gleich?

    „Doch wenn du diese Gabe annimmst, wirst du den Rahmen überhaupt nicht sehen, weil die Gabe nur durch deine Bereitwilligkeit angenommen werden kann, deine ganze Aufmerksamkeit auf das Bild zu richten. Der heilige Augenblick ist eine Miniatur der Ewigkeit. Er ist ein Bild der Zeitlosigkeit, in einen Rahmen der Zeit gefasst. Wenn wir uns auf das Bild konzentrieren, werden wir begreifen, dass es allein der Rahmen war, der dich denken ließ, dass es ein Bild sei. Ohne den Rahmen wird das Bild als das gesehen, was es darstellt. Denn so, wie das ganze Denksystem des Egos in seinen Gaben liegt, so liegt der ganze Himmel in diesem von der Ewigkeit geborgten und für uns in die Zeit gefassten Augenblick.

    (Minute 12.00 im Hörbuch): Zwei Gaben werden uns geboten. Jede ist vollständig und kann nicht nur zum Teil angenommen werden. Jede ist – völlig verschieden gesehen – ein Bild all dessen, was wir haben können. Wir können ihren Wert nicht vergleichen, indem wir ein Bild mit einem Rahmen vergleichen. Die Bilder nur müssen wir vergleichen, sonst ist der Vergleich bedeutungslos. Erinnern wir uns daran, dass es das Bild ist, das die Gabe ist. Und nur auf dieser Basis steht es uns wirklich frei, zu wählen. Sehen wir uns die Bilder an. Alle beide. […] Wir, die wir so sehr versucht haben und immer noch versuchen, das bessere Bild in den falschen Rahmen einzupassen und somit zu kombinieren, was sich nicht kombinieren lässt, akzeptieren wir Folgendes und seien wir froh: (Fortsetzung bei Minute 13:30)

    Ist das Untenstehende wirklich schon unser Selbstbild?

    Wir sind Gottes Sohnschaft.

    Heute könnten wir alle krankhaften Illusionen unserer selbst weglegen und uns von unserem Vater sagen lassen, was wir wirklich sind.

    Was wir sind, ist die offene Frage. Nicht, wer wir sind, ist wesentlich für unser Wesen. Das Wesen des „Tees“ ist identisch, daher ist auch jeder Inhalt wesentlich. Der Name der Person ist Legion, doch die Verbundenheit Gottes mit seiner Schöpfung ist eins. Genau daher „verteidigen“ wir auch unsere bisherigen „Fehlschöpfungen“ mit solcher Vehemenz und „Verbohrtheit“: es sind die Bretter vor dem eigenen Kopf, durch die sich nur ein Bild sehen lässt. Egal, ob wir dicke oder dünne Bretter bohren, was dahinter ist, können wir nur durch hartnäckige Aufmerksamkeit „sehen“. Die ungeteilte und damit geheilte Aufmerksamkeit längere Zeit auf ein Bild / Ziel / Denksystem / Ursache zu richten, bohrt sich durch die Bretter vor unseren Augen.

    „Hyperwachsam“ im Hörbuch (5:00 – 7:00) könnte gleichfalls mit unserer kollektiven Hyperaktivitätsstörung (bei gleichzeitigem und gegenseitigem Aufmerksamkeitsdefizit) verglichen werden. Ja, wir sind hyperwachsam darauf bedacht, das Denksystem des Egos zu schützen. Dieses „Brett“ (vor unserer Kopf-Wahrnehmung) sehen wir selbst jedoch nicht mehr, wir haben "gelernt", uns an „diese Sicht“ zu gewöhnen. Jeder Gedanke ist eine Miniatur des Denksystems, dem er entspringt. Doch Gedanken, Ideen und Denksysteme verlassen ihre Quelle nicht, daher sind WIR als Gedanken Gottes weiterhin, wie Gott uns schuf. Wenn wir diese Idee akzeptieren, können wir die Wirkung der Ursache spüren und erfahren. Wer die heutigen beiden Wiederholungsgedanken beständig anwendet, kann die Wirkungen nicht verleugnen.

    Könnte es nicht sein, dass wir über den Rahmen debattieren und das Bild dabei nicht sehen?

    Ist nicht jeder "Tasseninhalt" vollständig (TEE)? Und die "Tasse" nur der Rahmen für den Inhalt?

    Quelle: Ein Kurs in Wundern Greuthof Verlag, 2010
    (1) Übungsbuch Seite 213
    (2) Textbuch Seite 357
    (3) Textbuch Seite 358
    (4) Ebd.
    Geändert von Michael (24.05.17 um 04:04 Uhr)

  11. #386

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 121

    „Vergebung ist der Schlüssel zum Glück“ (1)
    https://www.youtube.com/watch?v=sTKWknEMTVg

    Zur Himmelfahrt unseres älteren Bruders, Jesus Christus, heute der gesamte Text der Lektion über den Nutzen von Vergebung in seinen Worten:

    1. „Hier ist die Antwort auf deine Suche nach dem Frieden. Hier ist der Schlüssel zur Bedeutung in einer Welt, die keinen Sinn zu haben scheint. Hier liegt der Weg zur Sicherheit in scheinbaren Gefahren, die dich auf Schritt und Tritt zu bedrohen scheinen und alle deine Hoffnungen, jemals Ruhe und Frieden zu finden, ungewiss werden lassen. Hier finden alle Fragen eine Antwort, hier ist das Ende aller Ungewissheit endlich sichergestellt.

    2. Der Geist, der nicht vergibt, ist voller Angst und lässt der Liebe keinen Raum, sie selbst zu sein, und keinen Platz, wo sie in Frieden ihre Flügel öffnen und sich über den Tumult der Welt erheben kann. Der Geist, der nicht vergibt, ist traurig, ohne Hoffnung auf eine Ruhepause und Erleichterung aus dem Schmerz. Er leidet und verharrt im Elend, späht in der Dunkelheit umher, ohne zu sehen, doch überzeugt von der dort lauernden Gefahr.

    3. Den Geist, der nicht vergibt, zerreißt der Zweifel, er ist verwirrt über sich selbst und alles, was er sieht,, er ist voller Angst und Ärger, schwach und polternd, voll Angst, voranzugehen, und voller Angst zu bleiben, voll Angst aufzuwachen oder einzuschlafen, voll Angst vor jedem Laut und noch mehr vor der Stille, voll Schrecken vor der Dunkelheit, doch noch mehr voller Schrecken vor der Näherung des Lichts. Was kann der Geist, der nicht vergibt, wahrnehmen außer seiner Verdammnis? Was kann er erblicken außer dem Beweis, dass alle seine Sünden wirklich sind?

    4. Der Geist, der nicht vergibt, sieht keine Fehler, sondern nur Sünde. Er schaut die Welt mit Augen an, die nicht sehen, und er schreit auf, wenn er sieht, wie seine eigenen Projektionen sich erheben, um seine elende Parodie des Lebens anzugreifen. Er will zwar leben, wünscht jedoch, tot zu sein. Er will Vergebung, sieht jedoch keine Hoffnung. Er will Entrinnen, sieht aber keinen Ausweg, weil er nur überall das Sündige erblickt.

    5. Der Geist, der nicht vergibt, ist verzweifelt, ohne Aussicht auf eine Zukunft, die irgendetwas anderes als mehr Verzweiflung bieten könnte. Und dennoch sieht er sein Urteil über diese Welt als unwiderruflich an und sieht nicht, dass er sich selbst zu dieser Hoffnungslosigkeit verurteilt hat. Er denkt, er könne sich nicht ändern, denn was er sieht, legt Zeugnis dafür ab, dass sein Urteil richtig ist. Er fragt nicht, weil er denkt, er wisse. Er zieht auch nicht in Zweifel, weil er gewiss ist, Recht zu haben.

    6. Vergebung wird erworben. Sie ist dem Geist nicht eigen, der nicht sündigen kann. Da Sünde eine Idee ist, die du dich selbst gelehrt hast, muss die Vergebung ebenso von dir erlernt werden, aber von einem Lehrer, der anders ist als du und der das andere SELBST in dir verkörpert. Durch ihn lernst du, wie du dem Selbst vergeben kannst, von dem du denkst, du habest es gemacht, und wie du es vergehen lassen kannst. So gibst du IHM, der dein Selbst ist und der nie sündigen kann, deinen Geist als eins zurück.

    7. Jeder Geist, der nicht vergibt, gibt dir eine Gelegenheit, deinen eigenen Geist zu lehren, wie er sich selbst vergeben kann. Ein jeder Geist wartet darauf, durch dich befreit zu werden aus der Hölle, und wendet sich an dich und fleht dich um den HIMMEL hier und jetzt an. Er ist ohne Hoffnung, du aber wirst zu seiner Hoffnung. Und indem du seine Hoffnung bist, wirst du zu deiner eigenen. Der Geist, der nicht vergibt, muss durch deine Vergebung lernen, dass er aus der Hölle erlöst worden ist. Und so, wie du Erlösung lehrst, wirst du sie lernen. Doch all dein Lehren und dein Lernen werden nicht von dir sein, sondern von einem Lehrer, der dir gegeben ward, um dir den Weg zu weisen.

    8. Heute üben wir uns darin, Vergebung zu erlernen. Wenn du gewillt bist, kannst du heute lernen, den Schlüssel zum Glück zu nehmen und ihn für dich zu nutzen. Wir wollen zehn Minuten morgens und wieder zehn Minuten abends verwenden, um zu lernen, wie wir Vergebung geben und sie auch empfangen.

    9. Der Geist, der nicht vergibt, glaubt nicht, dass Geben und Empfangen dasselbe sind. Wir wollen jedoch heute zu lernen suchen, dass sie eins sind, indem wir üben, jemandem zu vergeben, den du als Feind betrachtest, und auch, jemand anderen, den du als Freund ansiehst. Und dadurch, dass du lernst, sie beide als eins anzusehen, werden wir die Lektion auf dich ausdehnen und sehen, dass ihr Entrinnen auch das deine barg.

    10. Beginne deine längeren Übungszeiten damit, dass du an jemanden denkst, den du nicht magst, der dich zu reizen scheint, jemanden dem du nicht gerne begegnen möchtest, jemanden, den du aktiv verachtest oder dem du bloß versuchst zu übersehen. Es ist nicht wichtig, welche Form dein Ärger annimmt. Wahrscheinlich hast du ihn schon ausgewählt. Er wird der Richtige sein.

    11. Jetzt mache deine Augen zu, sieh ihn vor dir in deinem Geist, und schau ihn dir eine Weile an. Versuche, irgendwo in ihm ein wenig Licht zu sehen, einen schwachen Schimmer, den du nie bemerkt hast. Versuche, irgendwo einen Funken Heiligkeit zu finden, der durch das böse Bild hindurchscheint, das du dir von ihm machst. Sieh dir dieses Bild an, bis du irgendwo in ihm ein Licht erblickst, und dann versuche, dieses Licht sich ausdehnen zu lassen, bis es ihn umfängt und aus dem Bild ein schönes und ein gutes macht.

    12. Sieh eine Weile diese veränderte Wahrnehmung an, dann wende deinen Geist jemandem zu, den du als Freund bezeichnest. Versuche, das Licht, das du im deinen ehemaligen >>Feind<< sehen lerntest, auf ihn zu übertragen. Nimm ihn jetzt als mehr als deinen Freund wahr, denn in diesem Licht zeigt seine Heiligkeit dir deinen Erlöser, erlöst und erlösend, geheilt und ganz.

    13. Lass ihn dir dann das Licht anbieten, das du in ihm siehst, und lasse deinen >>Feind<< und deinen Freund sich vereinigen, um dich mit dem zu segnen, was du gegeben hast. Jetzt bist du eins mit ihnen, und sie mit dir. Jetzt ist dir von dir selbst vergeben worden. Vergiss tagsüber nicht die Rolle, die die Vergebung spielt, jedem Geist, der nicht vergibt, und deinem unter ihnen, Glück zu bringen. Sage dir jede Stunde:

    Vergebung ist der Schlüssel zum Glück. Ich will von Traum erwachen, dass ich sterblich bin, fehlbar und voller Sünden, und erkennen, dass ich Gottes vollkommener Sohn bin“. (2)
    Erst wenn vergeben wurde, was letzten Endes nur aus Illusionen entstand, kann die Beziehung zu Gott als die einzige Beziehung gesehen werden, die uns mit jedem Menschen verbindet.

    (Kap.17:VI) „Die geheilte Beziehung“
    https://www.youtube.com/watch?v=4GoS...H0l1sbdktCzPxZ

    „Die heilige Beziehung ist der Ausdruck des heiligen Augenblicks, wenn man in dieser Welt lebt. Wie alles, was die Erlösung angeht, ist der heilige Augenblick eine praktische Einrichtung, für den ihre Resultate zeugen. Der heilige Augenblick misslingt niemals. Die Erfahrung des heiligen Augenblicks wird immer empfunden. Doch ohne Ausdruck wird er nicht erinnert. Die heilige Beziehung ist ein ständiges Erinnertwerden an die Erfahrung, in der die Beziehung zu dem wurde, was sie ist. Und so, wie die unheilige Beziehung ein anhaltender Gesang des Hasses zum Lobe ihres Machers ist, so ist die heilige Beziehung ein glücklicher Lobgesang auf den ERLÖSER der Beziehungen.

    Die heilige Beziehung – ein Hauptschritt zur Wahrnehmung der wirklichen Welt – wird erlernt. Sie ist die alte, unheilige Beziehung, die umgewandelt und neu gesehen wird. Die heilige Beziehung ist eine phänomenale Leistung des Lehrens. In all ihren Aspekten – ihrem Anfang, ihrer Entwicklung und Vollendung – stellt sie die Umkehrung der unheiligen Beziehung dar. Tröste dich: Das einzig schwierige Stadium ist der Anfang. Denn hier wird das Ziel der Beziehung unvermittelt genau ins Gegenteil dessen verschoben, was sie was. Das ist die erste Folge davon, dass die Beziehung dem Heiligen Geist angeboten wurde, damit ER sie für seine Zwecke nutze“. (3)

    Wenn unsere Begegnungen somit offen, transparent und - ohne vom Ego bestimmte Funktion – angeboten werden, wird diese Einladung vom Heiligen Geist rasch mit den praktischen Folgen verbunden. Das Ziel der Heiligkeit, wie in unserer heutigen praktischen Übung, wird zum geteilten und geheilten Willen, der unsere Funktion ausdrückt:

    Glücklich zu machen. Und sonst nichts.

    Das ist der Rahmen; leicht, zeitlos und mit freiem Blick auf den Inhalt des ewigen Bildes.

    Um auf den Rahmen eines anderen Ordners einzugehen, ein wesentlicher Hinweis:

    „Das Ziel der Illusion ist ebenso fest an den Unglauben gebunden wie der Glaube an die Wahrheit. Wenn dir der Glaube fehlt, dass jemand in irgendeiner Situation, die im Voraus der Wahrheit geweiht wurde, sein Teil erfüllt, und zwar vollkommen, so ist deine Hingabe gespalten. Und damit hast du es an Glauben deinem Bruder mangeln lassen und hast deinen Unglauben gegen ihn verwendet. Keine Beziehung ist heilig, wenn ihre Heiligkeit nicht überallhin mit ihr geht. Und so wie Heiligkeit und Glaube Hand in Hand gehen, so muss ihr Glaube überallhin mit ihr gehen. Die Wirklichkeit des Zieles wird jedes Wunder hervorrufen und vollbringen, das zu seiner Erfüllung nötig ist. Es gibt nichts, was zu klein oder zu gewaltig, zu schwach oder zu zwingend ist, das nicht sanft zu seinem Nutzen und für seinen Zweck gewendet wird. Das Universum wird ihm freudig dienen, wie es dem Universum dient. DOCH MISCHE DICH NICHT EIN.
    Die Macht, die in dich gesetzt ward, in dem das Ziel der Heiligen Geistes begründet worden ist, ist so weit jenseits deiner kleinen Vorstellung vom Unendlichen, dass du keine Ahnung hast, wie groß die Kraft ist, die mit dir geht. Und diese kannst du in vollkommener Sicherheit benutzen. Doch ungeachtet all ihrer Macht, die so groß ist, dass sie an den Sternen vorbei zum jenseits liegenden Universum reicht, kann dein kleiner Unglaube sie nutzlos machen, wenn du stattdessen ihn anwendest“. (4)

    So könnte das Denksystem des Egos als auf der Unwahrheit beruhend, aufgebaut gesehen werden. Das Denksystem der Liebe unseres Freundes sieht die Ursache des Lichts im Mittelpunkt jeder Situation, diese Quelle der Stärke aller Vergebung ist weit jenseits unserer bisherigen Vorstellungskraft. So ist es Zutrauen, in dem Vertrauen möglich wird. „Der kleine Unglaube“, der Zweifel an „Treu und Glauben“ im Gegenüber, ist immer auch „ein Misstrauensvotum“ gegenüber dem Universum, dessen Sinn, Zweck und Funktion wir nicht darin sahen, „ein freundliches Universum“ zu sein, wie Einstein es berechtigt hinterfragte.

    Wir könnten hingegen auch aus jeder Situation einen heiligen Augenblick machen. Jeder heilige Augenblick dient dem Ziel der Heiligkeit. Dieses Ziel ist festgesetzt und wir haben es von der Ewigkeit in Ewigkeit angenommen.

    „Das (Denksystem des Egos, Anm.) war die Kreuzigung des GOTTESSOHNES. Sein Unglaube hat ihm das angetan. Denke sorgfältig darüber nach, bevor du zulässt, dass du Unglauben gegen ihn verwendest. Denn er ist auferstanden, und du hast die URSACHE seines Erwachens als die deine akzeptiert. Du hast deine Rolle in seiner Erlösung übernommen, und du bist ihm gegenüber jetzt voll verantwortlich. Lass ihn jetzt nicht im Stich, denn es ward dir gegeben, einzusehen, was dein mangelnder Glaube an ihn für dich bedeuten muss. Seine Erlösung ist dein einziges Ziel. Sieh in jeder Situation nur dies, und sie wird ein Mittel sein, nur dies zu bringen“. (5)

    Dann kann getrost gesagt werden: Es gibt keinen Willen außer dem Willen Gottes, glücklich zu machen. Glück kann jedoch, wie alle Konzepte der Konzeptlosigkeit, nicht selektiv verteilt werden wollen, damit „machten“ wir das Unglück, das Leiden, die Gewalt, den Hass und letzten Endes den Tod.

    An Himmelfahrt wurde die Unwirklichkeit des Todes aufgezeigt. Auf die Kreuzigung zu schauen, ohne dahinter die Auferstehung des HEILIGEN GEISTES zu sehen, verkennt den Sinn und Zweck der Lehren unseres älteren Bruders, der diese Lampe vor uns herträgt. Auch die Kreuzigung konnte von Christus vergeben werden, weil er um den ewigen Nutzen für alle jüngeren Geschwister eines Vaters wusste. Ob das Oberhaupt der Familie jüngere Enkel „weniger“ als die älteren Kinder liebt? Mit einem Blick auf ihre „Altersunterschiede“ geht kein qualitativer „Unterschied“ einher.

    Daneben: Wenn wir die „Welt“ als eine „gegründete Schule“ betrachten, die notwendig wurde, als wir an die Veränderung des Unveränderlichen glauben wollten, dann ist klar, dass im Jahr der Gründung einer jedweden Schule nicht mit einer „Abschlussklasse“ zu rechnen ist. Es ist also kein Beweis für das Nicht-Gelingen des LEHRPLANS, nach einem von 12 oder 13 Schuljahren, die Inhalte der Abschlussprüfung noch nicht verstanden zu haben.

    Kein nicht wahnsinniger „Schuldirektor“ würde den Erstklässler die Abschlussaufgaben vorlegen. Ein „wenig Zeit“ für das Lernen ist notwendig. Was Christus unter 17:VIII über die Bedingungen für den Frieden (die „Abschlussprüfung“, Anm.) sagt, fehlte noch:

    „Und nichts, was es braucht, um ewig unveränderlich zu sein, kannst du ihm jetzt vorenthalten. Deine Befreiung ist gewiss. Gib so, wie du empfangen hast. Und zeige auf, dass du dich weit über jede Situation erhoben hast, die dich zurück- und von IHM getrennt halten könnte, auf DESSEN Ruf du geantwortet hast“. (5)

    Quelle: Ein Kurs in Wundern Greuthof Verlag, 2010
    (1) Übungsbuch Seiten 214 – 216
    (2) Ebd.
    (3) Textbuch Seite 362
    (4) Textbuch Seite 369
    (5) Textbuch Seite 371

  12. #387

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 122

    „Vergebung bietet alles, was ich will. (1)
    https://www.youtube.com/watch?v=lFdxw0-_6AU

    „Vergebung bietet alles, was ich will.
    Heute habe ich dies als wahr angenommen.
    Heute habe ich die Gaben Gottes angenommen“. (2)

    Was über einen gemeinsam und verbundenen Sinn und Zweck der Vergebung angesichts scheinbarer Komplexität und die Gaben Gottes (als gegebene Mittel zur Zielerreichung) zu sagen wäre:



    „Hier ist die Antwort! Möchtest du draußen stehen bleiben, wenn der ganze Himmel drinnen auf dich wartet? Vergib, und lasse dir vergeben. Wie du gibst, wirst du empfangen. Es gibt keinen Plan außer diesem für die Erlösung von Gottes Sohn. Wir wollen uns heute freuen, dass dies so ist, denn hier haben wir eine Antwort, klar und schlicht, in ihrer Einfachheit erhaben über jede Täuschung. Alle Komplexität, die die Welt aus fragilen Spinnenweben gesponnen hat, schwinden dahin im Angesicht der Macht und der Erhabenheit dieser höchst einfachen Aussage der Wahrheit.“ (3)



    (Kap.17:VII) „Die praktische Vergebung“

    „Wozu?“

    https://www.youtube.com/watch?v=P6NI...CzPxZ&index=48

    In der Greuthof-Version heißt das Kapitel „Das Ziel festsetzen“. Das „positive Ziel“ wird im Hörbuch verständlich verdeutlicht und „bestimmt das Resultat“. Die „Umkehrung von Ursache und Wirkung“ ist für das Ego-Denksystem typisch. Wie der Heilige Geist die Situation als Ganzes zur „Übersetzung in die Wahrheit“ nutzt, kommt im Hörbuch ab 5:00 zur Sprache. Nur drei Sätze:

    „Das Ziel der Wahrheit hat weitere praktische Vorteile. Wenn die Situation für die Wahrheit und geistige Gesundheit genutzt wird, dann muss ihr Ergebnis Frieden sein. […] Wenn Frieden die Bedingung für die Wahrheit und geistige Gesundheit ist, und ohne sie nicht sein kann, dann müssen diese dort sein, wo der Frieden ist. Die Wahrheit kommt von selbst.“ (4)

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seiten 217 – 219
    (2) Ebd.
    (3) Ebd.
    (4) Textbuch Seite 366

  13. #388

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 123

    „Ich danke meinem VATER für SEINE Gaben an mich“. (1)
    https://www.youtube.com/watch?v=ix5r2sHjbSo

    Haben wir uns etwa bewusst von der Lösung des Problems, den Gaben unseres Vaters, entfernt? „Der Ruf nach Glauben“ (Titel des Hörbuch-Kapitels in der Greuthof-Version) beschreibt eine jede Situation als eine Beziehung, „da sie eine Verbindung von Gedanken ist“ (1:24). Heute könnte die Beziehung zu unserer Quelle durch Dankbarkeit bewusster wahrgenommen werden.

    (Kap.17:VIII) „Das Bedürfnis nach Glauben“
    https://www.youtube.com/watch?v=sE1K...H0l1sbdktCzPxZ

    „Werden Probleme wahrgenommen, so liegt es daran, dass die Gedanken als miteinander in Konflikt stehend beurteilt werden.“ (2)

    Dankbarkeit bezeugt jedoch die Einsicht, genau das Selbst zu akzeptieren, von dem Gott wollte, dass es unsere wahre Identität in IHM sei.

    „Ein Tag, der jetzt der Dankbarkeit gewidmet ist, wird dir den Vorteil bringen, einige Einsichten zu erhalten in das wahre Ausmaß allen Gewinns, der dir zuteil geworden ist, der Gaben, die du empfangen hast. […] Sag Dank, dass ER dich nicht verlassen hat, dass SEINE Liebe immerdar und ewig unverändert auch weiter auf dich scheinen wird. Sage auch Dank dafür, dass du unveränderbar bist, denn der SOHN, den er liebt, ist ebenso unveränderbar wie ER SELBST. Sei dankbar, dass du erlöst bist“. (3)

    „Sei dankbar, dass ER dich vom Selbst errettet hat, von dem du dachtest, du habest es gemacht, um an SEINE und an SEINER Schöpfung Statt zu treten.“ (4)

    „Erinnere dich jede Stunde, an IHN zu denken und IHM für all das zu danken, was ER SEINEM SOHN gab, damit er sich über die Welt erheben und sich an seinen VATER und sein SELBST erinnern möge.“ (5)

    Es gibt dieses unveränderliche Selbst in uns. Es ist das, was unsere wahre Identität in Gott begründet und kontinuierlichen Frieden bewirkt, in dem es möglich wird, sich über die Schlachtfelder aus haltlosen Illusionen und goldenen Kälbern zu erheben. Es ist die Partition in unserer Seele, die nicht vom Ego besetzt wurde und weiterhin ist, wie Gott uns alle als geeintes Selbst erschuf.

    Diesem unveränderlichen Selbst Dank zu sagen, bezeugt die Existenz von etwas Unveränderlichem in uns, das nicht das Ego sein kann. Wir werden uns unseres mit Gott verbundenen Selbstes bewusst, sind wir nicht im Ego-Denkmodus des Mangels verhaftet, sondern in der Fülle, die der heutige Gedanke uns anbietet. Die frühere Anhaftung an die Undankbarkeit, den Zorn und den Hass unserer Ursache und Quelle gegenüber, bedeutete die Verleugnung unseres Selbst. Heute wird erkannt, warum wir zahllose Gründe für Dankbarkeit und Freude hätten, würden wir diesen Gedanken einfach mal mit IHM zusammen denken und WIRKEN lassen.

    So könnten wir uns erinnern, dass wir in diesem Selbst eins mit Gott und damit mit allem sind. Dann ist Dankbarkeit SELBST-verständlich. Aus der Dankbarkeit für das Gegebene heraus vernehmen wir das ewig gültige Wort unseres Vaters, der allen alles gab. Und so, wie ER uns alles in Liebe und als Liebe gab, ist das, was wir geben, das, was wir aus der Quelle des SELBST schöpfen; um zu empfangen, was wir geben. So dehnt sich die Liebe von selbst im ganzen Selbst aus.

    „Es gibt keine Liebe außer der Liebe GOTTES“. (6)

    Die Liebe ist das Herz Gottes und seines Sohnes. Sie ist eins und kennt keine getrennten Teile eines verbundenen Selbstes. Was, außer der Überzeugung, unser unveränderliches Selbst sei nicht ewige Liebe, könnte unsere wahre Identität verschleiern?

    Unser wahres Selbst ist einzig Liebe; und die Überzeugung, diese Liebe (im Undank und Nörgelmodus) nicht zu sein, verkennt die Gaben, die uns allen gegeben wurden, um sie zu geben. Ohne jede Ausnahme und ohne jedwede Form von Besonderheit ist unser Selbst in jedem Selbst, ganz von selbst, ein liebevolles Selbst. Wenn wir uns nicht „einmischen“ und eine „andere Definition“ im Urteil und der daraus hervorgehenden Schuld „im Sinn haben“. Vor einer Begegnung „intermental“ - über den Heiligen Geist - an das Selbst im Gegenüber zu appellieren, richtet die „Verbindung von Gedanken“ am Ziel der Heiligkeit aus, das eine jedwede Situation anbietet. Auf die Quelle aller Liebe ausgerichtet, sehen wir zusammen, was wir sind. Wir können die Liebe nur annehmen und teilen, wenn wir die Quelle des SELBST als „liebevoll“ wahrnehmen und damit wirklich empfinden, was hinter dem Ego auf seine Entdeckung und Befreiung aus den schweren Ketten der Schuld wartet.

    Das Bedürfnis nach Glauben wird vom natürlichen Wissen um dieses Selbst abgelöst, dass ein jeder in sich gefühlt und bemerkt haben wird. Niemand ist jemals gänzlich bar dieses liebevollen Lichtes durch die Welt gewandert. Niemand trägt dieses Selbst nicht in sich, es wird halt nur häufig dort gesucht, wo es nicht zu „zuhause“ ist. Niemand teilt nicht die Liebe zu „göttlichen Eigenschaften“ im Geist eines Menschen. Doch ihre Quelle zu verleugnen, trennt uns von der Möglichkeit, JETZT das SELBST zu sein, das wir (im Ego-Modus) noch händeringend suchen.

    Alle Rufe nach Glauben sind Rufe nach der Liebe Gottes, die wir jedoch zumeist in Beziehungen suchen, die den „Funktionen des EGOS“ geweiht sind. Wie die direkte Kommunikation von verbundenen Geistern in Körpern „funktionieren“ kann, die Gott als SELBST im Gegenüber erkennen, kann vom bisherigen Standpunkt nicht erkannt werden.

    Wenn wir keine Dankbarkeit darüber empfinden, was wir schon sind, müssen wir eben wieder werden, was wir dadurch verleugneten. Dankbarkeit für das Schatzhaus, das niemals leer ist, bezeugt die Anerkennung und Würdigung dessen, was unser aller Selbst schon ist. Welchen Konflikt könnte es geben, außer, dieses nicht erkennen zu wollen?

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seiten 220 – 221
    (2) Textbuch Seite 368
    (3) Übungsbuch Seite 220
    (4) Ebd.
    (5) Ebd.
    (6) Übungsbuch Seite 230

  14. #389

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 124

    „Ich will mich daran erinnern, dass ich eins mit Gott bin.“ (1)
    https://www.youtube.com/watch?v=09jW0A_7uRU

    „Fügen wir dem goldenen Rahmen, der den dir heute angebotenen Spiegel einfasst, noch weitere Diamanten zu, indem du stündlich bei dir wiederholst:

    Ich will mich erinnern, dass ich eins mit Gott bin, mit meinem SELBST und allen meinen Brüdern, auf ewig heilig und in Frieden.“ (2)

    Auf „Das >>Opfer<< des Einsseins“ geht das Kap.26:I ausführlicher ein. „Der Übergang“ (Kapitel 26) bietet den Wechsel in der Wahrnehmung zur Rückkehr in die Einheit mit dem Leben. Was Trost und felsenfeste Hoffnung bringen könnte, liegt diesbezüglich in folgendem Zitat:

    „Du kannst das Einssein aus den Augen verlieren, doch kannst du dessen Wirklichkeit nicht opfern. Auch kannst du nicht verlieren, was du opfern möchtest, noch den Heiligen Geist an SEINER Aufgabe hindern, dir zu zeigen, dass es nicht verloren ist.“ (3)

    (Kap.17:IX) „Die Bedingungen der Vergebung“
    https://www.youtube.com/watch?v=GyMP...H0l1sbdktCzPxZ

    „Die Anstrengung, der Wahrheit den Glauben zu verweigern, ist gewaltig und weitaus größer, als dir klar ist“. (4)

    „Düstere Terrorgespenste“ (5:05) werden in dieser „Anstrengung“, die Wahrheit zu verleugnen, aus der Taufe gehoben. „Niemand akzeptiert, was er nicht für wirklich hält“ (6:40).

    Der Rahmen für den Inhalt des Bildes (der „Teekanne“ und gefüllter Teetassen vollkommenen Inhaltes) ist die Vergebung. Das Bild ist das Spiegelbild der heutigen Lektion – daran kann das Ego nichts verändern. Und es ist Segen, nicht Fluch.

    Die liebevolle Gerechtigkeit GOTTES basiert auf dem Inhalt des folgenden Satzes:

    „Was Gottes ist, gehört einem jeden und ist, was ihm gebührt“. (5)

    Dann können wir dem Kaiser geben, was des Kaisers ist und Gott das, was Gott gebührt. Wir können jedoch des Kaisers unsichtbare Kleider „entstauben“:

    „Die kleinen Probleme, die du für dich behältst und versteckst, werden deine geheimen Sünden, weil du dich nicht entschieden hast, sie für dich beseitigen zu lassen. So sammelt sich Staub darauf an, und sie wachsen, bis sie alles bedecken, was du wahrnimmst, und dich zu niemandem gerecht sein lassen. Kein einziges Recht glaubst du zu haben. Und Bitterkeit, mit gerechtfertigter Rache und verlorener Barmherzigkeit, verurteilt dich als der Vergebung unwürdig. Diejenigen, denen nicht vergeben ist, haben anderen keine Barmherzigkeit zu schenken. Das ist der Grund, weshalb deine einzige Verantwortung darin besteht, Vergebung für dich selbst anzunehmen.

    Das Wunder, welches du empfängst, das gibst du. Ein jedes wird zu einem anschaulichen Beispiel für das, was die Gerechtigkeit vollbringen kann, wenn sie jedem gleichermaßen angeboten wird. Sie wird gleichermaßen empfangen und gegeben. Sie ist das Gewahrsein, dass Geben und Empfangen dasselbe sind. Weil sie dasselbe nicht ungleich macht, sieht sie keine Unterschiede, wo es keine gibt. Und somit ist sie für jeden gleich, weil sie keine Unterschiede in ihnen sieht. Ihr Angebot ist universell, und sie lehrt nur eine Botschaft:

    „Was Gottes ist, gehört einem jeden und ist, was ihm gebührt“. (5)

    Dann können wir uns erinnern, eins mit Gott zu sein. Doch der WILLE, uns daran zu erinnern, wird praktisch ausgedrückt, in der Anwendung und „Einnahme“ des heilenden Gedankens.

    In der halben Stunde, die wir in der Gegenwärtigkeit des heutigen Gedankens verbringen, bestätigt sich, dass Geben und empfangen eins sind:

    „Betrachte diese halbe Stunde als deine Gabe an GOTT, in der Gewissheit, dass SEINE Gegengabe ein Gefühl der Liebe sein wird, das du nicht verstehen kannst, eine Freude, die zu tief geht, als dass du sie erfassen könntest, ein Anblick, der zu heilig für des Körpers Augen ist. Und dennoch kannst du sicher sein, dass du eines Tages, heute vielleicht, vielleicht auch morgen, verstehen und auch sehen wirst.“ (6)

    Welchen „Urirrtum“ wir begangen haben, wird im morgigen Hörbuch deutlicher. „Nennen wir es nicht Sünde, sondern Wahnsinn“.

    „Du und dein Bruder sind dasselbe, wie GOTT SELBST EINS ist, und nicht geteilt in SEINEM WILLEN. Und ihr müsst einen einzigen Sinn und Zweck haben, da ER euch beiden dasselbe gab. SEIN WILLE wird zusammengebracht, wenn ihr euch im Willen verbindet, damit du vollständig gemacht wirst, indem du deinem Bruder die Vollständigkeit schenkst. Sieh nicht die Sündhaftigkeit in ihm, die er sieht, sondern erweise ihm die Ehre, damit du dich und ihn hochachten mögest. Dir und deinem Bruder ist die Macht der Erlösung gegeben, damit das Entrinnen aus der Dunkelheit ins Licht euer sei, um es zu teilen miteinander, und ihr als eins sehen mögt, was nie getrennt noch abseits von der ganzen Liebe Gottes war, die gleich gegeben ist. (7)

    Viel Freude und Frieden bei der Anwendung des heutigen Gedankens und beim „Entstauben der unsichtbaren Kleider“, die wir nicht sehen konnten, weil der Spiegel der Kommunikation (das verbundene SELBST) lange verstaubte und daher ungenutzt blieb. Ein Spiegel, der „blind“ vor Staub aus der Vergangenheit ist, kann keinen unverzerrten Nutzen bewirken. Daher und damit lernen auch immer alle gemeinsam vom SELBST und genau wie das SELBST…

    Wir brauchen uns nur wirklich und ernsthaft an Gott erinnern wollen. Wissen, Wollen, Wagen und Schweigen, denn nur in der Stille empfangen wir das, was auf dem „Spiegelbild“ der Heiligkeit und Vollkommenheit zu sehen wäre. Unsere erste Meditation in der Stille, die um einen Leitgedanken kreist. Sich „zwischendurch“ immer wieder auf den KERN zu fokussieren, und den Willen zu entwickeln, uns an IHN zu ER-innern, kann nur in unserem eigenen Inneren stattfinden. Diesen Teil kann man getrost als „Das Vergehen des Traumes“ bezeichnen (Kap.18), das mit dem Aufheben der „Ersatzwirklichkeit“ beginnt. Ja, es könnte sein, dass dieser ganze Ego-Schwachsinn in dieser Zeit einfach eine „Ersatzwirklichkeit“ darstellt.

    „Nimm Gottes Rahmen statt des deinen an, und du siehst das Meisterwerk. (8)

    Diese "Jammer-Rem-Phase" ist nur ein Traum, nicht zu sein, was wir sind.



    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seiten 222 – 224
    (2) Ebd.
    (3) Textbuch Seite 545
    (4) Textbuch Seite 371
    (5) Textbuch Seite 543
    (6) Übungsbuch Seite 223
    (7) Textbuch Seite 525
    (8) Textbuch Seite 524

  15. #390

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 125
    „In der Stille empfange ich heute GOTTES Wort“. (1)
    https://www.youtube.com/watch?v=g7jC8XHFT4s


    Im Schweigen sind wir „online“, im Ego-Traum sind wir „offline“. Die Stimme tief in unserem Geist ist nicht zu hören, sind wir in Unfrieden, den das Urteil uns bringt.

    „Wir wollen heute nicht über uns urteilen, dann was wir sind, kann nicht beurteilt werden“. (2)

    Wenn die Gedanken zur Ruhe kommen, finden wir in der Stille genau das, was das Ego zu ersetzen suchte. Wie könnten wir daher das Ego beurteilen lassen, was wir sind?

    (Kap.18:I und II) „Der Traum und die Wirklichkeit“
    https://www.youtube.com/watch?v=OTW7...CzPxZ&index=51

    Hier beginnt das Vergehen des Traums und unsere „gemachte Realität“ kann aufgehoben werden, nachdem wir sie als von unserem Ego „gemacht“ anerkennen, nicht als die Wirklichkeit des Vaters. Das ist „die kleine Bereitwilligkeit“, die für die Aufhebung durch den Heiligen Geist erforderlich ist.

    „Ich bin verantwortlich für das, was ich sehe.
    Ich wähle die Gefühle, die ich erfahre, und ich entscheide
    mich für das Ziel, das ich erreichen möchte.
    Ich bitte um alles, was wir zu widerfahren scheint, und ich
    empfange, wie ich gebeten habe.“ (3)

    Wir müssenen um diese „Ersatzwirklichkeit“ gebeten haben, doch da uns unsere „gemachte Ersatzwelt“ nun nicht wirklich gefällt, lehnen wir es ab, diese „gewählte Realität“ als unsere Entscheidung anzuerkennen. Wenn ich „das“ hier gewählt habe, dann könnte darin die „erste Projektion des Urirrtums nach außen“ (6:30) gesehen werden.

    „Gott ist nicht Angst, sondern Liebe“ (8:30).

    Das heutige Hörbuch erklärt uns unseren Urirrtum, was selbst in der symbolischen Analogie der „Vertreibung aus dem Paradies“ mit der „Verortung des Geistes in einem Körper“ verbunden werden kann, denn nur daher „schämten sie sich ihrer Nacktheit und versuchten, sich vor Gott zu verbergen“. Als Geist wäre uns im Angesicht der erdgebundenen Schlange klar gewesen, dass Gott unserem Geist nichts vorenthalten hat und kein „Apfel“ enthalten könnte, was „MEHR“ als der Himmel ist.

    Das Sein mit Gott war uns nicht genug. Wir suchten die körperliche Erfahrung des Apfelessens in der Hoffnung, etwas zu finden, was nicht in unserem Geist enthalten sei. Aufgrund dieses ersten Misstrauensvotums fanden wir uns nackt und bar jeder Erkenntnis. Wir nahmen nämlich blöderweise an, Gott hätte uns Erkenntnis VORENTHALTEN, sonst hätte die Frucht vom Baum der Erkenntnis keinen Reiz auf uns ausgeübt. WIR definierten uns als nicht vollkommen Erkennende und „beschlossen“, uns „fehle“ etwas zum Glück.

    Was wir nicht verstanden, war, dass die Macht unseres Geistes so schöpferisch wie der Geist unseres Vaters ist. In der Ewigkeit ist kein Wunsch nach „MEHR“, was könnte der Vollkommenheit hinzugefügt werden? Im Wunsch nach mehr als dem Himmel haben wir die Körper „gemacht“, da wir uns vorher nicht „nackt“ vorkamen. Daneben ist das Gefühl von Scham im Geist empfunden worden, was wie oben im Zitat ersichtlich, eine Wahl darstellte; die jedoch nicht von Gott geteilt wurde und daher "unter dem abgesicherten Ego-Mpdus" stattfand.

    All die freudlosen „Freud´schen Abwehrhaltungen“ folgten auf den Impuls, der Lüge Gehör zu schenken und zu glauben, nicht, wie in der heutigen Lektion, Gottes Stimme in uns zu suchen und zu FRAGEN, was wir sind. Wir ENTSCHIEDEN, nicht zu sein, wie Gott uns schuf. Konnten wir machen, freie Wahl, aber SEIN, wie Gott uns schuf, war unter dieser fehlerhaften Grundprämisse im Himmel nicht mehr drin.

    Was als die Dichotomie der Welt empfunden wird, ist die Annahme, die Antwort aus der Zeitlosigkeit in der Ewigkeit der Wirklichkeit Gottes bräuchte ZEIT. Nein, die Antwort ist die heilige Stimme für Gott in unserem Geist, der uns erklärt, warum wir die Wirklichkeit ersetzten, als wir „akzeptierten“, nicht so zu sein, wie Gott uns schuf.

    Diese „Welt“ ist die „freundlichste Lösung“ für das, was wir da „gemacht“ haben. Gott will uns nicht „beweisen“, dass wir einen Fehler machten, Gott möchte uns BEWEISEN, wer wir wirklich sind. Wir brauchen nicht „MEHR“ als den Himmel. Die „Schuld daran“ nun „hin und herzuschieben“ ist sinnlos. Sinn machen würde es jedoch, „die Federn im Wind“ als aus dieser DEFINITION hervorgehend anzusehen. Dann sind alle Unterschiede und Rangordnungen der Irrtümer bedeutungslos und gleichermaßen auf eine einzige Ursache zurückgeführt: unsere Schöpferkraft.

    Sie jetzt zu verleugnen, beraubt uns der Möglichkeit, uns wieder in den Geisteszustand zurückzuversetzen, in dem der Himmel uns genug erschien. Gut, wir haben eine einzige Fehlschöpfung „auf dem Kerbholz“, sie wurde jedoch schon in dem Moment aufgehoben und „beantwortet“, als wir diesen Irrtum begingen. Einzig wir halten diesen Moment immer noch fest, indem wir die „SCHULD“ sehen, die GOTT uns niemals gab. Gott erschuf vollkommene Ebenbilder und „SIE sahen, dass es gut war“. Es sei denn, sie beschließen, dass es „MEHR“ geben muss.

    Doch wie könnte ein mehr als ALLES möglich sein? Gott hat niemals einen Grund für Vergebung gesehen, sonst wäre dieser Grund sofort WIRKLICHKEIT in Ewigkeit geworden. Wir haben eine Welt im „abgesicherten Modus“ gemacht, die Systemadministration hat jedoch ein Backup gesichert und darauf konzentrieren wir uns heute in den Übungen.

    Wir müssen nichts TUN. Wir müssen nur genau das sein, was ganz tief in unserem Geist für uns alle bewahrt wurde.

    Lassen wir diese blöde Fehlschöpfung und alle darauf aufbauenden Irrtümer und Illusionen der „Schuld“ daher einfach los. Wir sind keine Körper, wir sind freie Geister, die ihre schöpferische Vollkommenheit ganz kurz aus dem Blickfeld verloren. Doch wie der Schlüssel, den ich häufig suche, ist sie daher nicht „weg“. Ich suche meist nur dort, wo er nicht ist. Irgendwann fällt es uns dann meistens wieder ein, meist wenn wir kurz zur Ruhe kommen und gar nicht suchen.

    Auf jeden Fall besitzt der Heilige Geist einen Zweitschlüssel. Selbst ich habe einen Zweitschlüssel bei einer vertrauenswürdigen Freundin hinterlegt. Gott hat den Zweitschlüssel dem Heiligen Geist gegeben, der ihn für uns alle aufbewahrt hat.

    „So kehrt er den Kurs des Wahnsinns um und stellt die Vernunft bei dir wieder her“. (4)

    Daher sollten wir es nicht „Sünde“ nennen, sondern Wahnsinn. Aber wenn wir „mächtig“ genug waren, DIESE Ersatzwirklichkeit zu machen, könnten wir auch einen glücklichen Traum träumen. Wenn wir beim ersten „Gehversuch“ in unserer Kindheit das Urteil gefällt hätten, das Gehen sei eine viel zu gefährliche „Angelegenheit“ für Zweibeiner, würde wir halt noch auf dem Boden krabbeln. In der Tat sind wir „damals“ häufig auf die Nase gefallen, bis wir den Gleichgewichtssinn gefunden hatten und den aufrechten Gang lernten. Heute empfinden wir es als sinnvoll, dem Krabbelalter entwachsen zu sein, doch damals fand ich die blauen Flecken nicht wirklich toll. Heute haben sie keine Bedeutung mehr, es sei denn, ich gehe in die Erinnerung (an diese Lernphase) zurück.

    „Und du wende dich der majestätischen Ruhe in dir zu, wo in heiliger Stille der lebendige GOTT wohnt, DEN du nie verlassen hast und DER dich nie verlassen hat. Der HEILIGE GEIST nimmt dich sanft bei der Hand, geht deine verrückte Reise außerhalb von dir mit dir zurück und führt dich sanft zur Wahrheit zurück und zur Sicherheit in dir.“ (5)

    Der majestätischen Ruhe fehlt nichts zum Glück, sie ist das Glück, da sie die Liebe ist, die uns als Liebe schuf. Unser Irrtum ist daher nie geschehen, wir waren niemals nicht Liebe. Ein paar Federn tanzten kurz im Wind, mehr nicht.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seiten 225 – 226
    (2) Ebd.
    (3) Textbuch Seite 449
    (4) Textbuch Seite 374
    (5) Ebd.
    Geändert von Michael (30.05.17 um 13:21 Uhr)

  16. #391

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 126
    „Alles, was ich gebe, wird mir selbst gegeben“. (1)
    https://www.youtube.com/watch?v=ZZoZphnxaQE

    Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Ego-Werten wie Geld, Status, Besitz, Macht, Anerkennung usw. und den gegebenen Ewigkeitswerten wie Vergebung, Mitgefühl, Liebe, Würde und Würdigung, Achtung und Selbstachtung. Als Unterscheidungsmerkmal könnte gelten: Die Werte unseres Freundes werden MEHR, wenn sie geteilt werden. Geld wird definitiv weniger, wenn es geteilt wird. Doch Großzügigkeit, Mitgefühl, Achtung und Herzlichkeit und Frieden wird uns gegeben, wenn wir es geben.

    Es ist nicht meine Funktion, Alexandra zu berichtigen, doch die Unterscheidung von Ewigem und Vergänglichem ist zu wesentlich für das Verständnis des Kurses, als wir Gott und Geld (mit der gleichen Energie) gleichsetzen sollten. Auch mir sagte einmal eine Lehrerin (die ich durchaus in Alexandra wiedererkenne) sie gebe die kleinen Geldscheine gerne mit dem Gedanken weg: „Macht es gut und kommt bald wieder zurück, und bringt eure großen Brüder mit“. Doch würde jeder das Geld besitzen, mit einem Privatjet auf die Malediven zu fliegen, gäbe es bald keine Malediven mehr. Eine relative Unmöglichkeit auszuwählen und sich dann über Ohnmacht zu beklagen, macht nur aus Sicht des Egos Sinn. Daher ist beim Wollen wichtig, das jeweilige ERGEBNIS für ALLE im Sinn zu behalten. Wünschen wir uns lieber, was wir allen wünschen könnten, da Gottes Gaben mehr werden müssen, wenn sie geteilt werden.

    Über den Nutzen von Vergebung ist zu bemerken, dass die Schulddefinition versucht, Gott im Gegenüber einen „Stempel aufzudrücken“. Einen Stempel, der Gott und seiner Seele im Gegenüber nicht gerecht wird. Geben wir [damit] Ungerechtigkeit, erwartet uns ebenso ein ungerechtes Urteil über uns. Vergebung und „Reste im Schließfach der Schuld“ widersprechen sich ebenso in Ursache und Wirkung. Das Gesetz, dass Geben und Empfangen eins sind, wirkt universell, kann jedoch in zwei Zielrichtungen angewendet werden. Für die positive Anwendung dieses Schöpfungsgesetzes ist Vergebung die unbedingt notwendige Voraussetzung. Es kann auch als „Kindersicherung“ aufgefasst werden, damit Rache und Hass keine „bleibenden Schäden“ anzurichten in der Lage sind. Nur liebevolle Gedanken sind wirklich.

    Vergebung ist die volle Würdigung und Anerkennung des Göttlichen im Gegenüber. Was insofern als wohlverstandener Eigennutz verstanden werden könnte. Was wir im Gegenüber würdigen, nehmen wir als heiliges Licht wahr, das DAHER DANN in uns leuchten kann. Dieses Licht wird bedingungslos gesehen, dadurch „gegeben“ und so kann es uns gegeben werden.

    Das Gegenteil wahren Gebens ist der unverstandene Eigennutz; in meinen Augen das vorübergehende „Verständnis“, die Gaben Gottes mit den „Bedingungen“ selektiven Reichtums und relativer Besonderheit zu verbinden. Was auch als – in der Ewigkeit bedeutungsloser Irrtum - in den Kirchen deutlich wird. Arme Kirchenmäuse besitzen niemals genug Geld, da es kein „genug“ bei der Suche nach „mehr“ als der Himmel gibt. Gott gibt schöpferische und ewige Werte, die natürlich natürliche Früchte tragen. Doch werden die Gaben Gottes niemals „alle“ sind oder durch das Geben „weniger“. „Ein Schatzhaus, das niemals leer ist“, wurde uns gesagt. Sollte Geld für unsere, mit uns „abgestimmte Funktion“ (in der Aufhebung des Glaubens an den Nutzen von Schuld, der SÜHNE) eine Rolle spielen, wird es uns gegeben. Doch wesentlich ist zu verstehen, dass wir nichts tun müssen, um wieder zu sein, was wir sind. Jedes Konzept, das erst etwas tun muss, um dann etwas zu sein, baut auf dem Fundament des besitzergreifenden Mangeldenkens auf.

    Wenn unser Geist eins in Gottes Geist ist, macht das Gesetz von Ursache und Wirkung natürlich erst wirklichen „Sinn“; und damit wir sind wirklich verantwortlich für das, was wir sehen. Dadurch sind wir insgesamt völlig unveränderlich, unschuldig, heilig, erlöst und ewig frei von allen Gefühlen, die unseren paradiesischen inneren ZUSTAND des bewussten Seins stören könnten. Immer, wenn wir keine Freude empfinden, sind wir im „Schuld und Ego-Modus und sperren uns selbst in den Kerker der Unfreiheit eines illusionären Traums“:

    (Kap.18:III) „Die Grundlage des Traums“
    https://www.youtube.com/watch?v=0CVH...CzPxZ&index=52

    „Entsteht in Träumen nicht eine Welt, die ganz wirklich zu sein scheint? Bedenke aber, was das für eine Welt ist! Es ist eindeutig nicht die Welt, die du gesehen hast, bevor du eingeschlafen bist“. (2)

    Wie wir den Traum „organisieren“, wird bei 3:00 gesagt:

    „Du findest die Unterschiede zwischen dem, was du im Schlaf und beim Erwachen siehst, nicht beunruhigend. Du begreifst, dass das, was du im Wachzustand erblickst, in Träumen ausgelöscht ist. Doch wenn du aufwachst, erwartest du nicht, dass es (also der Zustand vor dem Traum, Anm.) verschwunden ist. In Träumen arrangierst du alles. Die Menschen werden so, wie du sie haben möchtest, und was sie tun, das ordnest du an. Dir sind keine Grenzen gesetzt im Ersetzen auferlegt. Eine Zeit lang sieht es so aus, als wäre dir die Welt gegeben, damit du sie zu dem machst, was du wünschst. Du merkst nicht, dass du sie angreifst und versuchst, über sie zu triumphieren und sie in deinen Dienst zu stellen.

    Träume sind Wutausbrüche der Wahrnehmung (von Ego-Schreikindern, Anm.) in denen du buchstäblich schreist: „Ich will es so!“ Und so scheint es zu sein. Und dennoch kann der Traum seinem Ursprung nicht entrinnen (und den Zustand vor dem Traum nicht verändern, Anm.). Ärger und Angst durchziehen ihn, und im Nu dringt in die Illusion von Befriedigung die Illusion des Schreckens ein. Denn der Traum von deiner Fähigkeit, die Wirklichkeit dadurch zu kontrollieren, dass du sie durch eine Welt ersetzt, die du vorziehst, ist erschreckend. Deine Versuche, die Wirklichkeit auszulöschen, sind sehr Furcht erregend, doch das zu akzeptieren, bist du nicht gewillt. Also ersetzt du sie durch die Phantasie, die Wirklichkeit sei Furcht erregend, und nicht das, was du ihr antun möchtest. So wird die Schuld wirklich gemacht (da sie als Sünde und nicht als Fehler - aus einer >>geteilten<< Illusion heraus - betrachtet und verstanden wird, Anm.).

    Träume zeigen dir auf, dass du die Macht hast, eine Welt zu machen, wie du sie haben willst, und da du sie siehst, zweifelst du nicht daran, dass sie wirklich ist. Doch hier ist eine Welt, eindeutig in deinem Geist, die außen zu sein scheint. Du reagierst nicht so auf sie, als habest du sie gemacht, noch wird dir klar, dass die Gefühle, die der Traum erzeugt, von dir kommen müssen. Die Traumgestalten und das, was sie tun, sind es, die den Traum zu machen scheinen. Du merkst nicht, dass du sie für dich ausagieren lässt, denn merktest du es, läge die Schuld nicht bei ihnen, und die Illusion der Befriedigung wäre dahin. In Träumen sind diese Merkmale nicht verschleiert. Du scheinst zu erwachen, und der Traum ist nicht mehr da. Doch was du nicht begreifst, ist, dass das, was den Traum verursacht hat, nicht mit ihm vergangen ist. Dein Wunsch, eine andere Welt zu machen, die nicht wirklich ist, bleibt bei dir. Und das, wozu du erwachen scheinst, ist nur eine andere Form derselben Welt, die du in Träumen siehst. Du verbringst deine ganze Zeit mit Träumen. Deine Schlaf- und deine Wachträume haben verschiedene Formen, das ist alles. Ihr Inhalt ist derselbe. Sie sind dein Protest gegen die Wirklichkeit und deine fixe, wahnsinnige Idee, du könntest sie verändern. In deinen Wachträumen nimmt die besondere Beziehung einen besonderen Platz ein. Sie ist das Mittel, durch welches du versuchst, deine Schlafträume wahr zu machen. Daraus erwachst du nicht. Die besondere Beziehung ist deine Entschlossenheit, deine Macht über die Unwirklichkeit zu erhalten und dich selber am Erwachen zu hindern. Und solange du dem Schlaf mehr Wert als dem Wachen beimisst, wirst du nicht von ihm lassen.
    Der Heilige Geist, DER in SEINER Weisheit stets praktisch ist, akzeptiert deine Träume und nutzt sie als Mittel zum Erwachen. Du hättest sie dazu genutzt, um weiterzuschlafen. >>Ich habe dir schon gesagt<<, dass die erste Veränderung, bevor Träume verschwinden, die ist, dass deine Angstträume in glückliche Träume verwandelt werden. Das tut der Heilige Geist in der besonderen Beziehung. Er zerstört sie nicht, noch entreißt ER sie dir. ER verwendet sie hingegen anders, als Hilfe, um SEINE Zielsetzung für dich wirklich zu machen. Die besondere Beziehung wird bleiben, nicht als eine Quelle des Schmerzes und der Schuld, sondern als eine Quelle der Freude und der Freiheit. Sie wird nicht für dich allein da sein, denn darin lag ihr Elend. Wie ihre Unheiligkeit sie abgesondert hielt, wird ihre Heiligkeit ein Angebot für jeden sein“. (4)

    „>>Wir sagten bereits<<“ (7:15) ist ein interessanter Aspekt in der Gegenüberstellung beider Versionen. Wie wir in den Wald hineinrufen, so schallt es hinaus. Doch das Echo ist nicht schuld am „Gesang“. Was „gesungen“ wird, bestimmt der „Entscheider“ im Geist des Menschen. Das Ego will immer die erste Geige spielen, doch es kennt die Noten nicht wirklich. So spielt es „munter drauflos“ und beschwert sich später darüber, dass ALLE anderen ständig „falsch“ liegen. Offen einzugestehen, dass der Geiger nicht der Komponist ist, fällt uns wirklich schwer. Und wenn wir Unehrlichkeit geben, geben wir uns selbst und unserem SELBST das, was wir „hinterher“ beklagen. Vorher fragen und das „Ergebnis“ offen und frei von Bedingungen sein zu lassen, schützt uns vor der Last von „Entscheidungen“. Entscheidungen, die wir nicht „tragen“ können, da wir zwar Teil des Orchesters sind, doch die Idee, die alle Töne verbindet, die eigentliche „Musik“ erst zu einem Ganzen verbinden. Musik ist eine Raum- und Zeitkunst. Jeder „Musiker“ sollte daher auf den Dirigenten achten, was schwerlich gelingt, haben wir die Noten nicht „im Kopf“.

    Angewendet auf das Lernen der richtigen Noten zur passenden Zeit könnte gesagt werden: Alles, was gelernt werden könnte, ist schon als Idee und vollendete Komposition (im Geist) vorhanden. Doch wenn wir unseren Part fehlerfrei „anzubieten“ lernen, steigt auch die Motivation der anderen „Instrumentalisten“, ihren Part so zu übernehmen, wie Dirigent und Komponist das umzusetzen suchen, was als Raum- und Zeitkunst die Töne arrangiert, dass sie am Ende traumhafte Musik ausmachen. Von welcher Musik würden wir übereinstimmend sagen, dass sie „traumhaft schön“ sei?


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seiten 227 – 229
    (2) Textbuch Seite 375
    (3) Textbuch Seite 376
    (4) Textbuch Seiten 376 - 377

  17. #392

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 127
    „Es gibt keine Liebe außer der Liebe GOTTES“. (1)
    https://www.youtube.com/watch?v=QYM_JaxAMBo

    Diese Lektion ist sozusagen das Herzstück des Kurses. Daher zum Nachlesen der gesamte Text:

    (1) „Du denkst vielleicht, dass verschiedene Arten von Liebe möglich sind. Du denkst vielleicht, dass es eine Art von Liebe für dieses, eine andere für jenes gibt; eine Art den einen zu lieben, und eine andere Art, jemand anderen zu lieben. Die Liebe ist eins. Sie kennt keine getrennten Teile und keine Grade, keine Arten noch Ebenen, keine Abweichungen noch Unterschiede. Sie ist sich selber gleich, durch und durch unverändert. Sie verändert sich nie je nach Mensch oder Umstand. Sie ist das Herz GOTTES und ebenso das SEINES SOHNES.

    (2) Die Bedeutung der Liebe ist für jeden verschleiert, der glaubt, die Liebe könne sich verändern. Er sieht nicht, dass es eine Liebe, die sich verändert, nicht geben kann. Und deshalb denkt er, er könne manchmal lieben und zu anderen Zeiten hassen. Er denkt auch. Liebe könne dem einen geschenkt werden und dabei sie selber bleiben, obwohl sie anderen vorenthalten wird. Solches von der Liebe zu glauben heißt, sie nicht zu verstehen. Könnte sie solche Unterscheidungen treffen, so müsste sie zwischen dem Gerechten und dem Sündigen unterscheiden und den Sohn GOTTES in getrennten Teilen wahrnehmen.

    (3) Liebe kann nicht urteilen. Da sie selbst eins ist, betrachtet sie alle als eins. Ihre Bedeutung liegt im Einssein. So muss sie sich dem Geist entziehen, der sie sich als parteiisch oder als partiell vorstellt. Es gibt keine Liebe außer der Liebe Gottes, und alle Liebe ist Sein. Es gibt kein anderes Prinzip, das dort herrscht, wo die Liebe nicht ist. Liebe ist ein Gesetz ohne ein Gegenteil. Ihre Ganzheit ist die Macht, die alles als eins hält, das Bindeglied zwischen dem Vater und dem Sohn, das SIE beide auf ewig als dasselbe hält.

    (4) Ein Kurs, der darauf abzielt, dich die Erinnerung dessen, was du wirklich bist, zu lehren, kann nicht versäumen, zu betonen, dass es nie einen Unterschied geben kann zwischen dem, was di wirklich bist, und dem, was die Liebe ist. Die Bedeutung der Liebe ist deine eigene und wird von Gott selbst geteilt. Denn was du bist, ist, was ER ist. Es gibt keine Liebe außer der SEINEN, und was ER ist, ist das Einzige, was es gibt. Es gibt keine Begrenzung, die IHM auferlegt ist, und deshalb bist auch du unbegrenzt.

    (5) Kein Gesetz, dem die Welt gehorcht, kann dir helfen, die Bedeutung der Liebe zu erfassen. Was die Welt glaubt, wurde gemacht, um die Bedeutung der Liebe zu verbergen und sie im Dunkel und geheim zu halten. Es gibt nicht einen Grundsatz, den die Welt vertritt, der nicht gegen die Wahrheit dessen, was die Liebe ist, und dessen was auch du bist, verstoßen würde.

    (6) Suche nicht, dein Selbst in der Welt zu finden. Liebe kann nicht in der Dunkelheit und im Tod gefunden werden. Doch ist sie vollkommen offensichtlich für Augen, die sehen, und für Ohren, die der Liebe Stimme hören. Heute üben wir uns darin, deinen Geist von all den Grenzen zu befreien, denen du meinst gehorchen zu müssen, von allen Begrenzungen, innerhalb derer du lebst, und von allen Veränderungen, die du für einen Teil des menschlichen Schicksals hältst. Heute machen wir den größten einzelnen Schritt, den dieser Kurs in deinem Voranschreiten zu dem von ihm gesteckten Ziel erfordert.

    (7) Wenn du heute den leisesten Schimmer dessen, was Liebe bedeutet, erlangst, dann hast du auf dem Weg zu deiner Befreiung eine Strecke ohne Maß zurückgelegt und eine Zeit durchschritten, die in Jahren nicht zu zählen ist. Lass uns also heute gemeinsam freudig einige Zeit Gott geben, im Verständnis dass es keine bessere Verwendung für die Zeit als diese gibt.

    (8) Entrinne heute zweimal fünfzehn Minuten lang jedem Gesetz, an das du jetzt glaubst. Öffne deinen Geist und ruhe. Der Welt, die dich zum Gefangenen zu machen scheint, kann jeder entrinnen, der nicht an ihr hängt. Entziehe ihrem dürftigen Angebot und ihren sinnlosen Gaben allen Wert, den du ihnen beigemessen hast, und lass die Gaben Gottes sie alle ersetzen.

    (9) Ruf deinen Vater an, und sei sicher, dass SEINE STIMME Antwort geben wird. ER SELBST hat dies versprochen. Und ER SELBST wird einen Funken der Wahrheit in deinen Geist legen, wo immer du eine falsche Überzeugung, eine dunkle Illusion deiner eigenen Wirklichkeit und dessen, was die Liebe bedeutet, aufgibst. ER wird heute durch deine nichtigen Gedanken leuchten und dir die Wahrheit der Liebe verstehen helfen. In liebevoller Sanftheit wird ER bei dir bleiben, wenn du zulässt, dass SEINE STIMME deinen reinen und offenen Geist die Bedeutung der Liebe lehrt. Und ER wird die Lektion mit seiner Liebe segnen.

    (10) Heute verschwindet die Legion künftiger Jahre des Wartens auf Erlösung von der Zeitlosigkeit dessen, was du lernst. Wir wollen heute Dank sagen, dass eine Zukunft uns erspart bleibt, die der Vergangenheit gleicht. Heute lassen wir die Vergangenheit hinter uns, um nimmermehr an sie zu denken. Und wir erheben unsere Augen zu einer anderen Gegenwart, in welcher eine Zukunft dämmert, die in jeder ihrer Eigenschaften anders ist als die Vergangenheit.

    (11) Die Welt ist neu als Kind geboren. Wir werden sehen, wie sie gesund und stark heranwächst, um ihren Segen allen zu schenken, die kommen, um zu lernen, die Welt wegzulegen, von der sie dachten, sie sei im Hass entstanden, um der Liebe Feind zu sein. Jetzt werden sie alle frei, mit uns gemeinsam. Jetzt sind sie alle unsere Brüder in der Liebe Gottes.

    (12) Wir wollen uns tagsüber an sie erinnern, weil wir keinen Teil von uns außerhalb von unserer Liebe lassen können, wenn wir unser SELBST erkennen wollen. Denke mindestens dreimal stündlich an jemanden, der die Reise mit dir unternimmt und der gekommen ist zu lernen, was du lernen musst. Und während er dir einfällt, gib ihm diese Botschaft deines SELBST:

    Ich segne dich, mein Bruder, mit der Liebe Gottes, die ich mit dir teilen möchte. Denn ich möchte die freudige Lektion erlernen, dass es keine Liebe außer der Liebe GOTTES und der deinen und der meinen und der eines jeden gibt.“ (1)


    Wir können uns einfach noch nicht vorstellen, wie sich ein glücklicher Traum anfühlen würde und wie dieser zu träumen wäre:

    (Kap.18:IV) „Licht im Traum“
    https://www.youtube.com/watch?v=nLOj...CzPxZ&index=53

    Das Hörbuch benötigt an sich kein weiteres Wort.

    „Wenn wir erkennen würden, wer neben uns geht, auf dem Weg, den wir gewählt haben, wäre Angst unmöglich“ (2:30 - 3:00).

    „Wir können Gott die Gabe nicht zurückgeben“ (5:00 – 6:00), erklärt den mit GOTT geteilten Willen. Die sehen möchten, werden sehen…

    „Nach einer langen und bedeutungslosen Reise“ (8:30) „wird die Vergangenheit hinweggeleuchtet und schafft so Platz (in der Teetasse, Anm.) für SEINE ewige GEGENWART, in der alles im Licht erstrahlt“ (9:10).

    Der Inhalt ist identisch, daher ist Gott immer und überall (und in jeder Teekanne). Seine bedingungslose Liebe zum Leben zu teilen, lässt uns die Gaben annehmen. Nur der Wunsch, Gott zu verstehen, wird benötigt, mit IHM zu denken. An der Hand unseres älteren Bruders leuchtet unser Vater immer und überall im All. Licht in die Dunkelheit zu bringen macht ganz, im Verlangen, ganz zu machen. „Es gibt kein Licht im Himmel, das nicht mit euch geht“ (8:15).

    Die Bedeutung der Liebe kann nicht in Worte gefasst werden. Es ist, wie oben gesagt wurde, Gott, der uns dieses offenbart (Absatz 9).

    Die Zeiten, die wir dafür einräumen, sind ein kurzer Windhauch im Angesicht der Ewigkeit, die hinter seiner Stimme aufdämmert. Was über diese Buchvorstellung hinausgeht, ist die freie Entscheidung, sich offen mit dem Kurs zu beschäftigen und IHM Gehör zu schenken.

    Was mir nicht ganz gelungen sein mag, war, sowohl die Übungen regelmäßig durchzuführen, als auch, sie am selben Tag angemessen zu beschreiben. Daneben habe ich mich noch einmal durch das Textbuch (in beiden Versionen, soweit im Netz verfügbar) gearbeitet und zumindest verstanden, wie wenig davon beim ersten Durchlesen in meinen Geist hängenblieb - ohne es noch so zu beurteilen, wie mein Ego-Ich es „haben“ wollte. Vertraut habe ich bei dieser Buchvorstellung nicht auf mein Verständnis, sondern auf den Heiligen Geist, der ebenso eins ist, wie die Liebe niemals begrenzt und selektiv sein könnte, ohne ihre Bedeutung zu verlieren.

    Zum ersten Mal habe ich das Textbuch 2011 gelesen. Ein Freund hatte es mir geschenkt, der, wie mir gerade wieder einfällt, es auch nicht wirklich „so dicke“ gehabt hatte. Selbst hätte ich mir kaum ein Buch für fast 60 Euro gekauft...

    Damit diese „Investition“ einen Nutzen für mögliche Leser erhalten könnte, ist eine recht ausführliche Buchvorstellung nicht völlig ungeeignet; und ich vertraue ja auf euren inneren Lehrer, wenn die Veränderungswirkungen des Kurses hier an zwei Beispielen zu beobachten sind.

    Die Lektionen arbeite ich nun zum dritten Mal durch, und daran, wie sich mein Ego immer wieder zu Wort meldete, wird offenkundig, immer noch den Irrtümern und Illusionen aufzusitzen, die das Denksystem des Egos mich „lehrte“. Sicher lernt jedoch nicht jeder Teil des verbundenen Bewusstseins so langsam wie „dieser Teil“ eines Bewusstseins.

    Dank sei an dieser Stelle an Alexandra gerichtet. Die Fortsetzung ihrer Videoreihe finde ich irgendwie nicht mehr. Dabei meinte ich, sie wären bis Lektion 365 vorhanden. Hier die gesamten Lektionstexte weiter vorzustellen, würde den Rahmen einer reinen Buchbesprechung wohl langsam überschreiten. Offiziell sind zwar 10 % „erlaubt“, der Greuthof Verlag hat mir gegenüber nur 2,5 % eingeräumt. Egal, gibt kein „Patentrecht“ auf Gottes Schöpfungen und SEINE Gedanken. Da auch die Lücken des Textbuches (in den Hörbüchern) zu groß sind, um ein klares und zusammenhängendes Bild daraus zu entwickeln, bleibt somit nur, auf das Buch selbst hinzuweisen, das nicht zu ersetzen gesucht wird. Einzig Interesse sollte geweckt werden. Ich weiß nur, nichts zu wissen. Was über das Wesen der Liebe in der heutigen Lektion gesagt wird, lässt erkennen, dass wir alle nichts wirklich so erkannten, wie es in „einem freundlichen und liebevollen Universum“ tatsächlich sein müsste, dem nicht der Glaube an die Veränderung des Unveränderlichen innewohnt.

    Es gibt einen Teil hinter meinem Verstand, dem klar ist, in einem liebevollen Universum zu leben. Und es gibt den Ego-Verstand, der „extra“ nicht mit Gott denkt, und dem es darum geht, den Kurs nicht lernen zu wollen. Diese Ego-Partition „tut“ zwar gerne so, als wolle sie etwas lernen, doch eigentlich hat dieser Teil des Geistes sein trennendes Urteil über >>Gott, die Liebe und die Welt<< schon gefällt. Offenheit und das „Verlernen des Ego-Denksystems“ sind dann zwar nicht unmöglich, doch ziemlich zäh und langwierig „verwässert“, wie mein Beispiel aufzeigen könnte. Wenigstens kann ich als „schlechtes Beispiel“ dafür herhalten, wie lange es dem Ego gelingt, so zu tun, als wolle es Lernen.

    Als Abschluss an Pfingsten zumindest noch die Antwort des Kurses auf die Frage, was das „Jüngste Gericht“ im Denken des VATERS bedeutet. Eine freie Entscheidung findet ohne die „Androhung von Strafe“ statt. Alles andere würde Liebe bedeutungslos machen…


    Es war unsere freie Entscheidung, „hierher“ zu kommen, wir wollten wissen, wie es ist, (so zu tun, als wäre es möglich) Gott zu vergessen, um uns die Möglichkeit zu geben, IHN und SEINE Liebe erneut zu finden, die wir jedoch nie wirklich „verloren“. Wir haben „so getan“ als wüssten wir nicht mehr, wo die Quelle des Seins und SEINE Liebe sich befinden, daher „fielen“ wir in dieses „Mangeldenksystem“ Das Urteil der Liebe darauf ist immer, liebevoll mit Liebe und unendlicher Geduld zu antworten. „Nur unendliche Geduld zeitigt sofortige Wirkungen“, steht irgendwo in der Urteilsbegründung, der verbürgten Schuldlosigkeit unseres Vaters. Wenn der Kurs funktioniert, geht „Kommunikation“ (mit dem Ziel der Aufhebung aller „Anklagepunkte“ des Egos) eh anders…


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seiten 230 – 232

  18. #393

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 128

    Zu Pfingsten könnte es sinnvoll sein, der Frage nach „Jüngsten Gericht“ aus Sicht des „Kurses mit dem Heiligen Geist“ nachzugehen. Natürlich ist diese „Anklage“ eine Ego-Vorstellung, die auf einem „strafenden Gott“ aufbaut, den die Ego-Religionen bisher nicht aus ihrem Denksystem entfernen lassen wollten. Doch jede „Lösung“, die irgendeinen „Verlierer“ mit sich brächte, wäre keine liebevolle Gerechtigkeit und daher keinesfalls eine „Berichtigung“ der kausalen Ursache eines jedweden Symptoms. Alle Symptome - auf der endlos langen Liste der Anklagepunkte des Egos – die es gegen unseren Vater erhebt, können auf das Ego-Denksystem zurückgeführt werden.

    Daneben muss ich ehrlich darauf hinweisen, an einem gedanklichen Wendepunkt des Kurses angelangt zu sein, der eine freiwillige und eigene Entscheidung des Lesers erfordert. Wollen wir wirklich verstehen, was die Schöpfung ist und was die „Berichtigung“ erlaubt, dann ist es unumgänglich, das Denksystem des Egos mit dem Denksystem des Heiligen Geistes zu vergleichen.

    Einem von beiden Denksystemen werden wir im künftigen Zeitverlauf den „Glauben“ entziehen, denn beide können nicht zeitgleich in einem Universum wirkliche Wirkungen bewirken und wahr sein. Jede Quelle, die wahrnehmbare Wirkungen erzeugt, besitzt eine Ursache – einmal der Schein, einmal das Sein. Wird dem Denksystem des Egos im Vergleich jedoch das Fundament und der Boden unter den Füßen entzogen, können wir nicht mehr in die „Behaglichkeit der gewählten Unwissenheit des unverstandenen Ego-Eigennutzes“ zurück. Doch die Beantwortung dieser Frage kann eine jede Seele nur für sich selbst und frei von jedweder „Strafandrohung“ treffen, will „liebevolle Gerechtigkeit“, die doch jeder im Grunde in der Aufhebung von Ungerechtigkeit sucht, wirksame ursächliche Wirklichkeit bleiben.

    Wer jetzt hier weiterliest, kann sich fortan nicht mehr in das Ego zurückziehen, die bewusst gewählte, selektive Unwissenheit. Doch wer Gerechtigkeit erleben will, kann nicht im Ego-Denksystem verbleiben. Das ist jeder freien Seele eigene Entscheidung; doch nur das „Wann“ steht uns zur Auswahl, denn ob wir nach einem Traum in der Wirklichkeit aufwachen, steht dem Träumenden nicht frei. Lektion 128 kann nicht als „wirkliche Alternative“ gesehen werden, wenn wir nur leichte Korrekturen am Ego-Denksystem vornehmen wollen und beabsichtigen. Was wir im Sinn haben, kommt uns in die „Sicht“. Da wir jedoch Unsinn im Sinn hatten, fiel uns selbiger ins Auge.

    Auch daher muss das Pferd vom Kopf und nicht vom Schwanz her aufgezäumt werden. Was ist das Ziel des Planes unseres Vaters zur Befreiung Seiner Kinder aus dem Schwachsinn eines schlechten Traumes? Schwachsinn, den wir nur um uns herum „sehen“, weil dieser in uns eine illusionäre Quelle einnimmt, das Ego. Ein Umstand, der jedoch berichtigt werden kann. Doch die Einsicht in ein schwachsinniges Denksystem „investiert“ zu haben, zieht der Vergangenheit des Traumes den „Boden unter den Füßen weg“. Wenn wir nicht zugleich sehen, was „liebende Gerechtigkeit“ aus der verbindenden Perspektive des Heiligen Geistes bedeutet, wird mit großer Wahrscheinlichkeit ein zeitweiliger innerer Konflikt empfunden. Sehen wir uns jedoch die Berichtigung der Träumereien unseres Egos aus der Perspektive eines liebevollen Vaters an, der zudem die Gerechtigkeit erfunden hat. Erfunden hat, indem sie erst in SEINEM GEIST präsent war und sich dann - als Ruf nach Berichtigung der Irrungen und Wirrungen (während des Träumens) - nach außen ausdehnte:

    (1) Die Wiederkunft Christi schenkt dem Sohn Gottes diese Gabe, die STIMME für GOTT verkünden zu hören, dass das, was falsch ist, falsch ist und das, was wahr ist, sich nie geändert hat. Dies ist das Urteil, in dem die Wahrnehmung endet. Erst siehst du eine Welt, die dieses als wahr angenommen hat, aus einem Geist projiziert, der nun berichtigt worden ist. Und mit dieser heiligen Sicht gibt die Wahrnehmung einen stummen Segen und verschwindet dann, denn ihr Ziel ist erreicht, und ihr Auftrag ist erfüllt.

    (2) Das letzte Urteil über die Welt enthält keine Wahrnehmung, Denn es sieht die Welt als eine, der total vergeben ist, ohne Sünde und gänzlich ohne Funktion in Christi Sicht entgleitet sie einfach ins Nichts. Dort wurde sie geboren, und dort endet sie auch. Und alle Figuren in dem Traum, in dem die Welt begann, gehen mit ihr. Körper sind jetzt nutzlos und werden deshalb dahinschwinden, weil der Sohn Gottes grenzenlos ist.

    (3) Du, der du glaubtest, dass GOTTES JÜNGSTES GERICHT die Welt mit dir gemeinsam zur Hölle verdammen würde, nimm diese heilige Wahrheit an: GOTTES URTEIL ist die Gabe der BERICHTIGUNG, die ER allen deinen Irrtümern verliehen hat, wodurch ER dich von ihnen wie auch von allen Wirkungen befreite, die sie je zu haben schienen. GOTTES erlösende Gnade zu fürchten heißt nur, die vollständige Befreiung aus dem Leiden, die Rückkehr zur Frieden, Sicherheit und Glück und die Vereinigung mit deiner eigenen IDENTITÄT zu fürchten.

    (4) GOTTES LETZTES URTEIL ist so barmherzig wie jeder Schritt in dem von IHM bestimmten Plan, SEINEN SOHN zu segnen und ihn zu rufen, in den ewigen Frieden zurückzukehren, den ER mit ihm teilt. Fürchte dich nicht vor der Liebe. Denn sie allein kann jeden Kummer heilen, alle Tränen abwischen und den SOHN, den GOTT als SEINEN anerkennt, sanft aus dessen Traum des Schmerzes wecken. Fürchte dies nicht. Die Erlösung bittet darum, dass du sie willkommen heißt. Und die Welt wartet darauf, dass du sie freudig annimmst, was sie befreien wird.

    (5) Dies ist das LETZTE URTEIL GOTTES: >>Du bist nach wie vor MEIN heiliger SOHN, ewig unschuldig, ewig liebend, und ewig geliebt, so grenzenlos wie dein SCHÖPFER, völlig unveränderbar und ewig rein. Erwache deshalb, und komm zu mir zurück. Ich bin dein VATER, und du bist mein SOHN<<. (1)


    Hier im Namen GOTTES zu schreiben, werden sich die drei Autoren des Kurses sicher reiflich überlegt haben. In einem anderen Ordner wird die Frage nach dem „allwissenden Erzähler“ aufgeworfen, niemand würde an dieser Stelle eine „unerfahrene Phantasie“ zum Besten geben. Geben wir die Abwehr dieser Erfahrung gegenüber auf, bleibt uns nur, jedes Menschen Seele weiterhin als vollkommen und vollkommen unschuldig anzusehen.

    Es war erst der (unglaubhafte) Glaube - an die Möglichkeit der Veränderung allumfassender Liebe als einziger Form völliger Gerechtigkeit - der uns von der obigen Gewissheit entfernte.

    In der Praxis bedeutet es einfach, sich für den Inhalt von Lektion 128 zu öffnen, was jedoch, wie oben ehrlich angeführt, die „Rückkehr in den Schoß der gewählten Unwissenheit“ recht unwahrscheinlich erscheinen lässt. Die Übergangsphase im Bestand zweier Denksysteme, eine „Entwöhnungsphase vom Ego“, war ein verstandesmäßiger Abwägungsprozess, der sich „als Kurs“ in seiner Entwicklung über sechs Jahre hinzog. In dieser Zeit versuchte ich, beide Denksysteme zu verbinden, also das falsche Denksystem dadurch zu „behalten“ indem „der Welt des Ego-Schwachsinns“ versucht wurde, eine Bedeutung zu „verleihen“, die es ursächlich nur im Denksystem der Heiligkeit erhalten und entfalten könnte.

    Es wäre vermessen, zu behaupten, schon „völlig egoentwöhnt“ zu sein; ebenso wäre es vermessen, zu behaupten, das „Lernen“ sei „abgeschlossen“, denn die Welt verändert sich weiterhin. Doch die Erinnerung an das, was unter (5) in Namen unseres Vaters gesagt wird, berichtigt die Ursache der Ego-Denkstörung, die im Prinzip nur die Schuld an der „Schuld“ der Entfernung von Gott im Gegenüber suchte. Wenn wir nach einem Traum aufwachen, erwarten wir beim Aufschlagen der Augen, die Welt zu sehen, die wir vor dem Einschlafen verließen. Im Traum wissen wir äußert selten, dass wir gerade träumen. Wir hegten die gemeinsame Absicht, einen Traum der Schuld zu träumen, der uns an der Entfaltung unserer Identität hindern sollte. Was jedoch niemals etwas daran ändert, was wir vor dem Traum waren, noch, wo wir uns befinden.

    Das „Denksystem des Schwachsinns“ bedeutet in der Praxis, dass niemals eine liebevolle Gerechtigkeit erreicht werden kann – weil keine Gerechtigkeit ohne Rache und Schuld gesehen werden will, da keine in unserem ungeheilten und veränderlichen Geist gefühlt wird. Die einzig wahre Gerechtigkeit aus Sicht unseres Vaters ist es daher, den Träumen seiner Kinder keinerlei Bedeutung beizumessen. Im Denksystem des Heiligen Geistes wird als Ziel das letzte Urteil Gottes angestrebt, ein Urteil das die Unschuld in Ewigkeit bewahrt. Was sonst könnte liebevolle Gerechtigkeit ausdehnen, die keinen einen einzigen Verlierer kennt?

    Sehen wir die Entscheidung zur Selbstopferung unseres planetaren Lebenssystems, sehen wir nur Verlierer. So wird im Denksystem des Schwachsinns „abgewogen“, ob wir das Klima für alle bewahren wollen oder wegen eines Streites um „Handelsschranken“ eintauschen. Eigentlich sagte Juncker zum chinesischen Ministerpräsidenten nichts anderes als Mr. Trump: „Entweder wir bleiben „besonders“ oder wir töten uns lieber alle zusammen“.

    Wir als Europäer sind genau solche „besonderen“ Ego-Erpresser wie unsere „verachteten amerikanischen Ego-Kleinkinder“ und alle weiteren, weit verzweigten Geschwisterchen. Der bisher wechselseitig ausgelebte, suizidale Nihilismus zur Abwehr der Wahrheit kann nicht „funktionieren“, weil seine Quelle weder Gerechtigkeit noch Liebe als Absicht im Sinne trägt und darin behält.

    Es wird dem Ego - trotz allen vorsätzlichen Unsinns nicht gelingen - in der Zeit „auf ewig“ dem Willen der Ewigkeit zu trotzen. All die Illusionen über das Jüngste Gericht, die mit „Strafe“ verbunden sind, sind Ego-Projektionen (verteilter SCHULD) die versuchen, die Ewigkeit auszublenden. Auszublenden, indem ein „behinderter Schöpfer“ damit verbunden wäre, dem Ego hilf- und machtlos ausgeliefert zu sein. Dann lieber schnell in den kollektiven Selbstmord flüchten, damit der blöde Traum endet.
    Lektion 128:
    „Die Welt, die ich sehe, birgt nichts, was ich will“. (2)
    https://www.youtube.com/watch?v=Re9PmRstlSs

    „Die wirkliche Alternative“ (Kap.31 IV)
    https://www.youtube.com/watch?v=mLuJqBPY8ys

    (Kap.18:V) „Die kleine Bereitwilligkeit“
    https://www.youtube.com/watch?v=3F1K...H0l1sbdktCzPxZ

    Um Lektion 128 greifbarer zu machen, dienen die beiden Hörbücher. Auch der Lektionstext ist diesmal zum Mitlesen. „Urteilen wir nicht über die Lektion, die erst begonnen hat“ (ab 4:45 in der wirklichen Alternative“). Die Wahl beginnt darin bei 5:55.

    Es kann keine verschiedenen Formen von Wahrheit geben. Eine einfache Lehre im Offensichtlichen…

    „Es gibt keinen Weg, der nicht zu IHM führt…“.

    „Die kleine Bereitwilligkeit“ (18:V) bittet nur darum, den heiligen Augenblick sein zu lassen, wie er ist. Wenn dem Ego die Vergangenheit und die Zukunft entzogen wird, offenbart sich unsere Identität und wir entscheiden uns liebend gern dafür, aufzuwachen. Dann kann uns die Stimme, die wir aus der Zeit vor dem Einschlafen kannten, sanft daran, nur geträumt zu haben und JETZT in Sicherheit zu sein. Uns wird klar, niemals in „Gefahr“ gewesen zu sein.

    Daher ist diese Welt die freundlichste Lösung für ein an sich inexistentes „Problem“. Nach dem Aufwachen aus dem Schlaf lösen sich die „Problemberge“ in einer scheinbaren Ursache auf: Dem Glauben, dem Traum zu sein, nicht der Träumende.

    Das Gewahrsein der liebevollen Gerechtigkeit, an die wir uns aus der Zeit vor dem Schlafen erinnern, sonst würden wir sie nicht „suchen“, ist die Erinnerung an die Zeit vor dem Gefühl, im Traum gefangen zu sein. Ketten, an deren Ende wir niemals angelangten und daher die Auffassung „lernten“, wir seien „Gefangene“. Nein, wir sind freie Geister, die sich als „gefangen“ betrachteten. Sonst hätten wir keine Gründe mehr, Klage gegen Gott zu erheben. Erkennen wir, dass jeder alles in Allem ist, welche Besonderheit könnte die Einzigartigkeit unterscheiden? Wir sind wie der Vater, weil ER IMMER und ÜBERALL im ALL unsere schöpferische Quelle ist. Wir als Idee sind die Gedanken Gottes. Im gemeinsamen Denken der Gedanken, die wir mit Gott teilen, wird die Identität erfahrbar. Eine universelle Erklärung dessen, was wir sind, ist unmöglich. Eine universelle Erfahrung unserer Identität ist nicht nur möglich, sondern auch nötig.

    So muss auch die Ursache des Traumes aufgehoben werden, der Entschluss, „schlafen zu wollen“. Träumen wir häufiger einen bestimmten Albtraum, fürchten wir uns schon (und auch) im Wachzustand. Gefangene, die lange in langen Ketten verstrickt, im dunklen Kerker lagen, müssen sich erst an die Möglichkeit erinnern, gemeinsam den „gordischen Knoten“ entwirren zu lassen, indem wir uns an denjenigen wenden, der weiß, wie die Welt vor dem Traum von Gefangenschaft aussah. Das ist jedoch der Heilige Geist, nicht unser „kleines Ich“ in seinem veränderlichen Zustand. Wie kläglich unsere bisherigen globalen Berichtigungsversuche scheiterten, sehen wir am Zustand der Ego-Welt; die so ist, wie das Denksystem, aus dem sie entspringt. Daher muss zuerst unser Denken über diesen Traum berichtigt werden, bevor uns eine andere Welt in den Sinn kommen könnte, die dem Begriff der liebevollen Gerechtigkeit gerecht würde.

    Im Traum beurteilen wir die Dinge, wie wir sie haben wollten. Wir sehen alle Dinge so, wie wir haben möchten und lassen den heiligen Augenblick nicht zu, mit dem eine neue Wahrnehmung zu uns kommen könnte. Eine Zukunft, die anders ist als die bisherige Vergangenheit der Knechtschaft unter dem Ego ist dann unmöglich, da wir Haben und Sein nicht gleichzusetzen willens waren. Wir träumen immer, was in unserem Geiste ist. Teile ich also den schlechten Traum über andere, bürde ich anderen die Illusion von Ketten auf, die im Licht der Wahrheit keinen Bestand haben werden. Das ist der Preis, den wir für die Schuld in Kauf nehmen und damit Alles gegen eine Winzigkeit eintauschen, von dem wir sagen können, das ist MEIN. Dabei verleugnen wir die Quelle unserer Identität.

    „Die Schöpfung ist die Summe aller Gedanken GOTTES, unendlich an der Zahl und überall ohne jede Grenze. Nur die Liebe erschafft und nur wie sich selbst. Es gab nie eine Zeit, wo all das, was sie schuf, nicht da war. Auch wird es niemals eine Zeit geben, in der irgendetwas, was sie schuf, irgendeinen Verlust erleidet. Auf immer und ewig sind die Gedanken GOTTES genau so, wie sie waren und wie sie sind, unverändert durch die Zeit und nachdem die Zeit vorbei ist.

    Den GEDANKEN GOTTES ist alle Macht gegeben, die ihr eigener SCHÖPFER hat. Denn durch ihre Ausdehnung möchte ER die Liebe mehren. So hat SEIN SOHN teil an der Schöpfung und muss daher teilhaben an der Macht, zu erschaffen. Was nach GOTTES WILLEN ewig EINS sein soll, das wird noch immer EINS sein, wenn die Zeit vorüber ist, und wird auch durch en Lauf der Zeit nicht verändert werden, sondern bleiben, wie es war, bevor der Gedanken der Zeit begann.

    Die Schöpfung ist das Gegenteil aller Illusionen, denn die Schöpfung ist die Wahrheit. Die Schöpfung ist der heilige SOHN GOTTES, denn in der Schöpfung ist SEIN WILLE in jedem Aspekt vollständig, weswegen jeder Teil das Ganze voll enthält. Die Unversehrtheit seines Einsseins ist verbürgt auf ewig, auf ewig gehalten in SEINEM heiligen Willen, jenseits jeder Möglichkeit von Schaden, von Unvollkommenheit und irgendeinem Flecken auf seiner Sündenlosigkeit.

    Wir sind die Schöpfung, wir sind die SÖHNE GOTTES. Wir scheinen getrennt zu sein und unserer ewigen Einheit mit IHM unbewusst. Doch hinter allen unseren Zweifeln, jenseits all unserer Ängste herrscht nach wie vor Gewissheit. Denn die Liebe bleibt bei all ihren GEDANKEN, und ihre Sicherheit ist die ihre. Die Erinnerung an GOTT ist in unseren heiligen Geistern, die ihr Einssein und ihre Einheit mit ihrem Schöpfer erkennen. Lass unsere Funktion nur sein, zuzulassen, dass diese Erinnerung zurückkehrt, dass nur GOTTES WILLE auf Erden geschieht, dass wir der geistigen Gesundheit zurückerstattet werden und nur so sind, wie GOTT uns schuf.

    Unser VATER ruft uns. Wir hören SEINE STIMME, und wir vergeben der Schöpfung im NAMEN ihres SCHÖPFERS, der HEILIGKEIT SELBST, DESSEN HEILIGKEIT SEINE eigene Schöpfung mit IHR teilt und dessen Heiligkeit noch immer Teil von uns ist“. (3)

    Wir investierten eine Menge Energie in das Schuldkonzept zur Abwehr des Einsseins und unserer vorhandenen Heiligkeit. Doch die Welt des Egos birgt nicht, was wir wirklich wollen würden, wüssten wir schon wieder, wer wir wirklich sind.

    Indem wir den Sinn und Zweck annehmen, die der Heilige Geist uns mitteilt, nehmen wir die SÜHNE an, da wir Vergebung geben. Über die Auferstehung wird im Kurs das Folgende gesagt:

    „Hier ist das Ende der Träume vom Elend und das frohe Gewahrsein vom letzten Traum des Heiligen Geistes. […] Sie (die Wiederauferstehung, Anm.) ist der Traum, in dem der Körper vollkommen funktioniert, weil er keine Funktion hat außer Kommunikation. Sie ist die Lektion, in der das Lernen endet, denn mit ihr ist es vollendet und überschritten. Sie ist die Einladung an GOTT, SEINEN letzten Schritt zu tun. Sie ist das Aufgeben aller anderen Zwecke, aller anderen Interessen, aller anderen Wünsche und aller anderen Sorgen. Sie ist das alleinige Verlangen des SOHNES nach dem VATER.“ (4)

    Dann sind die Ursachen für die geteilten Träume vergangen.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Übungsbuch Seite 456
    (2) Übungsbuch Seiten 233 – 234
    (3) Übungsbuch Seite 462
    (4) Handbuch für Lehrer Seite 68
    Geändert von Michael (04.06.17 um 09:21 Uhr)

  19. #394

    AW: Ein Kurs in Wundern

    "Mein Geist birgt nur, was ich mit Gott denke" (1)

    Dieser Gedanke wird zwischen den jeweils 2 Leitgedanken in der vierten Wiederholung eingeführt.

    (1) ist ein mentales Radiergummi für Schwachsinn jedweder Art und Genese. In der fünften Wiederholung kommt dann das "absolute Highlicht" hinzu, der Gedanke:

    "Gott ist nur Liebe und daher bin ich es auch". (2)

    (1) wird vor den beiden Wiederholungsgedanken angewendet und im Idealfall beginnt ein Übungstag mit der Einnahme von (1).

    Bin nunmehr die Lektionen bis 141 durchgegangen und damit bei der vierten Wiederholung. Jeder Tag hat wiederum eine Veränderung durch das Aufheben von Illusionen im Innen und Außen gebracht und das Lernen brachte aufschlussreiche Tag und unerwartete Träume mit sich.

    An sich beginnt bei Lektion 140 das "Arbeiten mit der Wahrheit" in der "Entscheidungstheorie des Heiligen Geistes". Wir "imprägnieren" nicht nur unser Unterbewusstsein mit dem Wiederholungsgedanken des Wiederholungsgedankens, sondern wir "imprägnieren" gleichsam den Tag. Vergleichbar damit, wie ein Klarträumer sich die Träume vorher "klarspricht" und so den Möglichkeitshorizont (für den Heiligen Geist) festschreibt.

    Für besonders Eilge oder Eifrige könnten diese beiden Gedanken auch verknüpft werden: Erst das Radiergummi, dann die Wiedereinsetzung dessen, was wir hinter dem Glauben an die Schuld noch immer wahr geblieben ist: "Gott ist nur Liebe und daher bin ich es auch". (2)

    Verbunden sind die beiden eine Quelle von Inspiration und Geistesfrische, was sich über die Tage des Lernens zuweilen auch als Wirkung spiegeln ließ. In Lektion 140 wurde ein drittes Highlight vorgestellt, was in meinem Oberstübchen erneut einige "Möbel" und Inventarstücke geraderückte:

    "Nur von der Erlösung kann man sagen, dass sie heilt.
    Sprich zu uns Vater, damit wir geheilt sein mögen". (3)

    Bin heute erst auf den "feinen Unterschied" zwischen Erlösung und Sühne gekommen:

    Sühne wird als "das Aufgeben des Glaubens an die Schuld" in einer Prozessentwicklung von Veränderungen gesehen und durchlebt.

    Erlösung ist der Punkt, an dem die Wirkungen der Schuld, im eigenen und damit in allen Geistern eines Selbst, aufgehoben werden konnten. Erlösung ist berichtigte Wahrnehmung.

    Ist aber auch noch vorläufig und mir beim ersten Üben heute ins Bewusstsein gekommen.

    (3) zeigt auf, wohin der Kurs des Kurses geht: Keine selektive Heilung, was nur eine "Verschiebung" wäre, sondern eine totale Heilung, da eine teilweise Heilung eines Selbstes undenkbar wäre.

    Wer es schafft, 1, 2 oder 3 gedanklich 40 Mal zu wiederholen und weiterhin "schlechte Laune empfindet", sagt nicht die Wahrheit.

    Und wer trotzdem schlechte Laune hat, war nur zu faul, die Gedanken zu denken, die wir mit unserer Quelle teilen.

    Daher ist es eigentlich unausweichlich, dass heute jedermann gute Laune haben müsste, es sei denn, wir entscheiden uns für das - dann von uns gemachte - Gegenteil. Doch da diese eine von uns gemachte Illusion darstellen würde, nehme ich Eure Rückfälle in die gewählten schlechten Träume nicht mehr Ernst.

    Wirklich, wer einen und / oder alle dieser drei Gedanken denkt und danach noch schlechte Laune empfindet, muss erst noch geboren werden, ganz sicher.

    [(141) =(1) + (121) + (1) + (122) + (1) *(2+3)]

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Übungsbuch Seite 273
    (2) Übungsbuch Seite 331
    (3) Übungsbuch Seite 272

  20. #395

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Was ist ein Heilmittel?

    Eine Antwort auf diese Frage (ohne Risiken und Nebenwirkungen) wird in Lektion 140 gegeben. Da ich niemandem mehr das eigene Lernen abnehmen möchte und die Lektionen weiterhin "vorkaue", die jeder selbst für sich und alle anderen lernen wollen müsste, beschränke ich mich wiederum auf die „Extension“ dieser einen Lektion, die, wenn sie gänzlich verstanden ist, den Geistesfrieden wiederherzustellen in der Lage sein sollte.


    In Lektion 140 heißt es dazu:

    „Nur von der Erlösung kann man sagen, dass sie heilt.

    1. Heilmittel“ ist ein Wort, das auf keine Arznei angewendet werden kann, die die Welt als nützlich akzeptiert. Was die Welt als therapeutisch wahrnimmt, ist nur etwas, was den Körper >besser< macht. Wenn sie versucht, den Geist zu heilen, dass sieht sie diesen nicht getrennt vom Körper, in dem der Geist, so denkt sie, existiert. Ihre Formen der Heilung müssen daher Illusion durch Illusion ersetzen. Ein Glaube an die Krankheit nimmt eine andere Form an, und so betrachtet sich der Patient nunmehr als gesund“. (1)

    Wie Sühne und Erlösung unterschieden werden könnten, versuchte ich oben schon anzudeuten. Um dem Urirrtum im Denksystem des Glaubens an die Schuld die Wurzel auszureißen, ist der Begriff Sünde noch im Kurs-Sinn zu definieren:

    Sünde ist einzig darin zu sehen, ein Kind Gottes nicht als Kind Gottes zu betrachten.

    Denn ist es nicht ungerecht, ein Kind Gottes zu sein und einer anderen Definition zu unterliegen? Egal, ob diese Fehlwahrnehmung aus dem Selbstbild oder dem Fremdbild resultiert?

    Liebende Gerechtigkeit könnte dann als die göttliche Berichtigung dieser einen grundlegenden Ungerechtigkeit aufgefasst werden.

    Was Erlösung charakterisiert, fand ich grad unter Punkt 19 im Handbuch unter „Was ist Gerechtigkeit“:

    „Gerechtigkeit ist der Urteilsspruch des Heiligen Geistes über die Welt. Außer in SEINEM Urteil ist Gerechtigkeit unmöglich, denn niemand in der Welt ist fähig, nur gerechte Deutungen vorzunehmen und alle Ungerechtigkeiten beiseite zu legen. Würde GOTTES SOHN gerecht beurteilt, so bräuchte man keine Erlösung. Der Gedanke der Trennung wäre ewig unvorstellbar gewesen“. (2)

    Als ein Heilmittel zur Anwendung, im Falle jedweden Schuldempfindens, habe ich oben schon (3) angeführt. Sühne und Heilung sind identisch, was im Weiteren noch ausgeführt wird.

    Lektion 141 nach obigem Schema würde daher so aussehen:

    (1) Mein Geist birgt nur, was ich mit GOTT denke.
    (121) Vergebung ist der Schlüssel zum Glück.
    (1) Mein Geist birgt nur, was ich mit Gott denke.
    (122) Vergebung bietet alles, was ich will.
    (1) Mein Geist birgt nur, was ich mit Gott denke.

    Wer (2) und (3) noch einflechten möchte, nähert sich der praktischen Anwendung der Wahrheit, die unveränderlich ist und daher keine Abwehrhaltung einfordert.

    Wie ein glücklicher Traum zu träumen wäre, wird in diesem Hörbuch erklärt:
    https://www.youtube.com/watch?v=u4v4...CzPxZ&index=55


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Übungsbuch Seite 270
    (2) Handbuch für Lehrer Seite 49

  21. #396

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Fortsetzung von Lektion 140:

    Absatz 1 ist oben schon zitiert worden, wird zur Erinnerung jedoch wiederholt:

    1. „Heilmittel“ ist ein Wort, das auf keine Arznei angewendet werden kann, die die Welt als nützlich akzeptiert. Was die Welt als therapeutisch wahrnimmt, ist nur etwas, was den Körper >besser< macht. Wenn sie versucht, den Geist zu heilen, dass sieht sie diesen nicht getrennt vom Körper, in dem der Geist, so denkt sie, existiert. Ihre Formen der Heilung müssen daher Illusion durch Illusion ersetzen. Ein Glaube an die Krankheit nimmt eine andere Form an, und so betrachtet sich der Patient nunmehr als gesund.
    2. Er ist nicht geheilt. Er hatte bloß einen Traum, dass er krank war, und im Traum fand er eine magische Formel, um sich gesund zu machen. Er ist jedoch nicht aus dem Traum erwacht, und deshalb bleibt sein Geist genauso, wie er vorher war. Er sah das Licht nicht, das ihn wecken und den Traum beenden würde. Welchen Unterschied macht der Inhalt eines Traumes in Wirklichkeit? Entweder schläft man, oder man ist wach. Dazwischen gibt es nichts. (1)

    Über den (glücklichen) Traum, und den Körper darin, fügt das Hörbuch die bisher fehlenden Aspekte aus dem Textbuch ein:

    „Träume und der Körper“
    https://www.youtube.com/watch?v=rLxP...H0l1sbdktCzPxZ

    Was über den Traum, die „Fragmentierung“ und den Körper im Hörbuch gesagt wird, „passt“ meinem Ego zwar gar nicht, ist aber für den Wechsel zu einem freien Geist notwendig. Letztens träumte ich zum Beispiel, durch Töne, wie von einem Windspiel, aufzuwachen. Die „Musik“ wurde deutlicher und ich fragte mich, woher sie kam. Dann saß ich an meinem Wohnzimmertisch und „bemerkte“, dass sie aus den zwei kleinen Aktivboxen kommen, die ich zum Downsizing meines Stromverbrauches nutze, und, um die Nachbarn in dem ziemlich hellhörigen Haus nicht zu nerven.

    Es waren ziemlich hohe und irgendwie sphärische Tonfolgen und so „stellte ich fest“, dass der Klang viel zu sehr aus allen Richtungen kommt und viel zu präzise und aufgelöst rüberkam, um wirklich aus den Mini-Boxen stammen zu können. Da ich ja bemerkte, dass „etwas nicht stimmen kann“, zweifelte ich den Traum im Traum an, obwohl ich doch an sich „von der Wirklichkeit“ träumte.

    So könnte uns unser Traumkörper durchaus real erscheinen, solange wir diesen nicht in Zweifel ziehen oder akustisch unmögliche Phänomene, wie im Beispiel, bemerken. Als ich die Verbesserung meines rechten Auges (um 20%) bemerkte, konnte dieses ja ebenso wenig sein, zumindest ist es in der „Standardwissenschaft“ bisher nicht vorgesehen. Doch daran konnte ich erkennen, dass die Verbesserung der Sehfunktion meines Traumkörpers für die anderen Träumenden ein „anfänglich unmögliches Phänomen“ darstellt; etwas, das in ihren „Traumgesetzen“ nicht vorzukommen scheint.

    Wie wichtig ist jetzt der Inhalt eines Traumes in Anbetracht des Umstandes, insgesamt zu träumen? In der ganzen Bibel ist kein Hinweis zu finden, dass der tiefe Schlaf beendet worden sei, der auf Adam fiel, als ihm die Rippe entnommen wurde. Was den eindeutigen Vorteil aufweist, dass all dieser Schwachsinn nur ein Traum sein kann. Dann müsste ich meinen Traumkörper so träumen können, wie es dem Wunsch des Träumenden entspricht.

    Es ist mir mindestens einmal gelungen, nach dem Aufwachen an den geträumten Traum zu denken, willentlich weiterzuschlafen und die gewünschte Fortsetzung zu träumen. Mindestens dieses eine Mal habe ich die Absicht umgesetzt, eine „Fortsetzung“ zu träumen. Aber der Traum, als ich träumte, in der „Wachwelt“ zu sein und bemerkte, dass ich träumte, ließ mich darin den Reality-Check durchführen. Für Klarträumer eine tagtägliche Übung, sich im Wachen den Impuls des Hinterfragens der Physik anzutrainieren. Als Training fragen sich lernende Klarträumer tagsüber regelmäßig, ob sie schlafen oder wach sind. Indem geschaut wird, ob „die Uhr richtig geht“, „das Kneifen weh tut“ oder sonstige „Gesetze der Physik“ aufgehoben zu sein scheinen.

    Auf den Hinweis im Hörbuch, dass jeder dieses Gefühl des Aufgehoben-Werdens, des Emporgehoben-Werdens, kenne, lässt sich ein mögliches Hinterfragen des „Geschehens“ um uns herum ableiten. Wenn dieses Gefühl jeder kennt, müsste doch jeder diesen Traum hinterfragen können, wollen, sollen oder gar müssen…

    Es mag einleuchten, dass, selbst wenn wir die Traumfigur „heilen“, wir immer noch träumen. Mein bisheriger Versuch, einem, an sich annähernd absurden Traumgeschehen Bedeutung zu verleihen, ändert nichts an der Welt, die ich kannte, bevor ich damals den Wunsch hegte, „die Fortsetzung des Traumes zu träumen“. Ob uns der Wunsch, träumen zu wollen, entfallen sein könnte?

    Bis ich bemerkte, dass im Traum etwas nicht stimmen kann, hielt ich den Traum zumindest für völlig real, nur die Musik war viel zu gut für diese Welt…

    Der momentan „schlechte Sound“, hier, kann den „vergessenen Klang und Gesang“ nicht zerstören. Die Kommunikation ist innerlich und umfasst uns völlig. Wir können keine Schranken zwischen uns setzen (ab Min. 9:30), das Gefühl des über uns Hinausgehoben-Sein beginnt bei Min. 10.15. „Die Liebe dehnt sich aus“ und „die Zeit spielt keine Rolle“, wenn wir lernen, „den Körper richtig wahrzunehmen“. „Das Öffnen der Schranken… und das Ausbleiben von Fragen, ob dies möglich ist, oder nicht… (13:36)

    (1) Mein Geist birgt nur, was ich mit GOTT denke.
    (2) Gott ist nur Liebe und daher bin ich es auch.
    (121) Vergebung ist der Schlüssel zum Glück.
    (1) Mein Geist birgt nur, was ich mit GOTT denke.
    (2) Gott ist nur Liebe und daher bin ich es auch.
    (122) Vergebung bietet alles, was ich will.
    (1) Mein Geist birgt nur, was ich mit GOTT denke.
    (2) Gott ist nur Liebe und daher bin ich es auch.
    (123) Ich danke meinem Vater für Seine Gaben an mich.
    (1) Mein Geist birgt nur, was ich mit GOTT denke.
    (2) Gott ist nur Liebe und daher bin ich es auch.
    (124) Ich will mich daran erinnern, dass ich eins mit Gott bin. (2)
    „Nur von der Erlösung kann man sagen, dass sie heilt. Sprich zu uns Vater, damit wir geheilt sein mögen.“ (3)

    Um „Das innere Bild“ abzurunden:
    https://www.youtube.com/watch?v=5y55...CzPxZ&index=57

    Wir kennen das alte Lied und wir kennen es gut….

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 270
    (2) Übungsbuch Seite 275
    (3) Ebd. Seite 272

  22. #397

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Fortsetzung von Lektion 140:

    Absatz 1 und 2 sind oben schon zitiert worden, werden zur leichteren Erinnerung wiederholt::

    1. „Heilmittel“ ist ein Wort, das auf keine Arznei angewendet werden kann, die die Welt als nützlich akzeptiert. Was die Welt als therapeutisch wahrnimmt, ist nur etwas, was den Körper >besser< macht. Wenn sie versucht, den Geist zu heilen, dass sieht sie diesen nicht getrennt vom Körper, in dem der Geist, so denkt sie, existiert. Ihre Formen der Heilung müssen daher Illusion durch Illusion ersetzen. Ein Glaube an die Krankheit nimmt eine andere Form an, und so betrachtet sich der Patient nunmehr als gesund.
    2. Er ist nicht geheilt. Er hatte bloß einen Traum, dass er krank war, und im Traum fand er eine magische Formel, um sich gesund zu machen. Er ist jedoch nicht aus dem Traum erwacht, und deshalb bleibt sein Geist genauso, wie er vorher war. Er sah das Licht nicht, das ihn wecken und den Traum beenden würde. Welchen Unterschied macht der Inhalt eines Traumes in Wirklichkeit? Entweder schläft man, oder man ist wach. Dazwischen gibt es nichts.
    3. Die glücklichen Träume, die der HEILIGE GEIST bringt, sind anders als die Träume der Welt, wo einer nur träumen kann, er sei wach. Die Träume, welche die Vergebung den Geist wahrnehmen lässt, führen keine anderen Formen von Schlaf herbei, sodass der Träumer einen anderen Traum träumt. Seine glücklichen Träume sind Vorboten dafür, dass dem Geist die Wahrheit dämmert. Sie führen aus dem Schlaf zu einem sanften Erwachen, sodass Träume vergangen sind. Und somit heilen sie für alle Ewigkeit“. (1)

    Wiederholung der Wiederholung

    (121) Vergebung ist der Schlüssel zum Glück.
    (122) Vergebung bietet alles, was ich will.
    (123) Ich danke meinem Vater für Seine Gaben an mich.
    (124) Ich will mich daran erinnern, dass ich eins mit Gott bin.
    (125) In der Stille empfange ich heute Gottes Word.
    (126) Alles, was ich gebe, wird mir selbst gegeben.
    (140) „Nur von der Erlösung kann man sagen, dass sie heilt.


    (1) Mein Geist birgt nur, was ich mit GOTT denke.
    (121) Vergebung ist der Schlüssel zum Glück.
    (1) Mein Geist birgt nur, was ich mit GOTT denke.
    (122) Vergebung bietet alles, was ich will.
    (1) Mein Geist birgt nur, was ich mit GOTT denke.
    (123) Ich danke meinem Vater für Seine Gaben an mich.
    (1) Mein Geist birgt nur, was ich mit GOTT denke.
    (124) Ich will mich daran erinnern, dass ich eins mit Gott bin.
    (1) Mein Geist birgt nur, was ich mit GOTT denke.
    (125) In der Stille empfange ich heute Gottes Word.
    (1) Mein Geist birgt nur, was ich mit GOTT denke.
    (126) Alles, was ich gebe, wird mir selbst gegeben.
    (1) Mein Geist birgt nur, was ich mit GOTT denke.
    (140) „Nur von der Erlösung kann man sagen, dass sie heilt“. (3)

    Ist nur eine Lernhilfe bei der Wiederholung. Die Lektionen von 91 – 110 hatte ich als Lernabschnitt sicher abrufbar im Kopf, bemerkte jedoch, dass, wenn ich, wie in der jetzigen Wiederholung, dazwischen (1) „aufrufe“, die Fortsetzung der innerlichen Rezitation einen „Link“ zur Fortsetzung der Zahlenreihe benötigt. Daneben habe ich bemerkt, wie wohltuend die Wiederholung von 20 Leitgedanken angewendet werden kann. Beim Einschub von (1) dazwischen verknüpfen wir erweiterte Gehirnbereiche, was die neuroplastische Gestaltungswirkung der verknüpften Wiederholungsreihen ausmacht. Es scheint anstrengend, ist jedoch eine Art Mentaltraining. 91 – 110 kann ich immer noch auswendig und werde 121 – 140 daran „anhängen“. Ist insofern nur meine persönliche Lernhilfe. Jeder findet für sich heraus, was das Erlernen der Verantwortung für das Sehen ER-leichtert, und was die Sicht erschwert.

    (Kap.21:III) „Die Verantwortung für das Sehen“
    https://www.youtube.com/watch?v=FLgT...CzPxZ&index=58

    Keine Sorge, wenn der Verstand hier nicht auf Anhieb mitkommt, das ist völlig normal nach einem längeren Schlaf.

    „Ich bin verantwortlich für das, was ich sehe.
    Ich wähle die Gefühle, die ich erfahre, und ich entscheide
    mich für das Ziel, das ich erreichen möchte.
    Ich bitte um alles, was mir zu widerfahren scheint, und ich
    empfange, wie ich gegeben habe.“ (4)

    (126) Alles, was ich gebe, wird mir selbst gegeben.

    Das, wovon wir dachten, dass wir es weggegeben hätten, wird im Hörbuch ab 8:00 erläutert. Erst das „Einstellen (der Klage) eines vorschnellen und subjektiven Urteils“ macht (125) möglich: In der Stille empfange ich heute Gottes Wort.


    Wir haben Ursachen und Wirkungen verwechselt. „Nichts kann ohne eine Ursache Wirkungen haben, und die beiden zu verwechseln heißt nur sie beide nicht zu verstehen“. (5)

    Zum Ende des Hörbuches wird die Verwechslung von Ursache und Wirkung berichtigt, durch die wir uns als nicht als der Geist des Träumers, sondern als der Traum sahen.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 270
    (2) Übungsbuch Seite 275
    (3) Übungsbuch Seite 272
    (4) Textbuch Seite 449
    (5) Textbuch Seite 453

  23. #398

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Fortsetzung von Lektion 140:


    1. „Heilmittel“ ist ein Wort, das auf keine Arznei angewendet werden kann, die die Welt als nützlich akzeptiert. Was die Welt als therapeutisch wahrnimmt, ist nur etwas, was den Körper >besser< macht. Wenn sie versucht, den Geist zu heilen, dann sieht sie diesen nicht getrennt vom Körper, in dem der Geist, so denkt sie, existiert. Ihre Formen der Heilung müssen daher Illusion durch Illusion ersetzen. Ein Glaube an die Krankheit nimmt eine andere Form an, und so betrachtet sich der Patient nunmehr als gesund.
    2. Er ist nicht geheilt. Er hatte bloß einen Traum, dass er krank war, und im Traum fand er eine magische Formel, um sich gesund zu machen. Er ist jedoch nicht aus dem Traum erwacht, und deshalb bleibt sein Geist genauso, wie er vorher war. Er sah das Licht nicht, das ihn wecken und den Traum beenden würde. Welchen Unterschied macht der Inhalt eines Traumes in Wirklichkeit? Entweder schläft man, oder man ist wach. Dazwischen gibt es nichts.
    3. Die glücklichen Träume, die der HEILIGE GEIST bringt, sind anders als die Träume der Welt, wo einer nur träumen kann, er sei wach. Die Träume, welche die Vergebung den Geist wahrnehmen lässt, führen keine anderen Formen von Schlaf herbei, sodass der Träumer einen anderen Traum träumt. Seine glücklichen Träume sind Vorboten dafür, dass dem Geist die Wahrheit dämmert. Sie führen aus dem Schlaf zu einem sanften Erwachen, sodass Träume vergangen sind. Und somit heilen sie für alle Ewigkeit“.
    4. Die SÜHNE heilt mit Gewissheit und sie kuriert jede Krankheit. Denn der Geist, der versteht, dass Krankheit nichts sein kann als ein Traum, lässt sich nicht von den Formen täuschen, die der Traum annehmen mag. Krankheit kann nicht kommen, wo Schuld abwesend ist, denn sie ist nur eine andere Form von Schuld. Die SÜHNE heilt nicht die Kranken, denn dies ist keine Heilung. Sie nimmt die Schuld weg, die die Krankheit möglich macht. Und dies ist wirkliche Heilung. Denn nun ist die Krankheit vergangen, wobei nichts übrig bleibt, zu dem sie wiederkehren kann. (1)

    Die Welt, die wir „erträumen“, wenn wir auf eine „schuldige Welt“ blicken, scheint krank und unrettbar verloren. Im Traum gefangen erscheinen Krankheit und Tod unausweichlich und doch sind beides Projektionen von Schuld. Sühnen wird im vierten Absatz mit der Aufhebung und Hinwegnahme der Gründe (für den Glauben an den Nutzen) von Schuld, Krankheit, Leiden, Hass und Tod verbunden. Wie diese „Fehlwahrnehmungen“ in Zweck und Ziel verändert werden können, was wirkliche Freiheit ist, und warum wir diese „Wahrnehmung“ wählten, verdeutlichen die beiden Hörbücher, die, voneinander getrennt, kaum einen Sinn ergeben. „Vernunft“ wird im Zweiten erklärt…


    (Kap.21:IV) „Glaube, Überzeugung und Schau“:
    https://www.youtube.com/watch?v=vvmN...CzPxZ&index=59

    (Kap.21:V) „Die Angst, nach innen zu schauen“
    https://www.youtube.com/watch?v=PRM4...H0l1sbdktCzPxZ

    „Sünde“ wird im Kurs einzig darauf angewendet, ein Gegenüber nicht als „von göttlicher Herkunft“ einzuordnen, was natürlich im Alltag eine Frage ist, die sich dem Ego niemals stellt. Freiheit und damit auch Befreiung werden als „Vernunft“ aus Sicht des Heiligen Geistes erläutert (21:V; Min. 6:00). Wovor das Ego eigentlich Angst empfindet, wird „als Gesang der Freiheit“ bei 6:55 „übersetzt“….


    „Der stille Weg steht offen…“ und die „Wahrnehmung ist eine Wahl“, was dann in Kap.21:VI weiter ausgeführt wird. Warum Heiligkeit und Heilung dann ebenfalls eine Wahl des Geistes abbilden, folgt in Absatz 5 aus Lektion 140.


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 270

  24. #399

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Fortsetzung Lektion 140 „Nur von der Erlösung kann man sagen, dass sie heilt“. (1)



    1. „Heilmittel“ ist ein Wort, das auf keine Arznei angewendet werden kann, die die Welt als nützlich akzeptiert. Was die Welt als therapeutisch wahrnimmt, ist nur etwas, was den Körper >besser< macht. Wenn sie versucht, den Geist zu heilen, dann sieht sie diesen nicht getrennt vom Körper, in dem der Geist, so denkt sie, existiert. Ihre Formen der Heilung müssen daher Illusion durch Illusion ersetzen. Ein Glaube an die Krankheit nimmt eine andere Form an, und so betrachtet sich der Patient nunmehr als gesund.



    2. Er ist nicht geheilt. Er hatte bloß einen Traum, dass er krank war, und im Traum fand er eine magische Formel, um sich gesund zu machen. Er ist jedoch nicht aus dem Traum erwacht, und deshalb bleibt sein Geist genauso, wie er vorher war. Er sah das Licht nicht, das ihn wecken und den Traum beenden würde. Welchen Unterschied macht der Inhalt eines Traumes in Wirklichkeit? Entweder schläft man, oder man ist wach. Dazwischen gibt es nichts.



    3. Die glücklichen Träume, die der HEILIGE GEIST bringt, sind anders als die Träume der Welt, wo einer nur träumen kann, er sei wach. Die Träume, welche die Vergebung den Geist wahrnehmen lässt, führen keine anderen Formen von Schlaf herbei, sodass der Träumer einen anderen Traum träumt. Seine glücklichen Träume sind Vorboten dafür, dass dem Geist die Wahrheit dämmert. Sie führen aus dem Schlaf zu einem sanften Erwachen, sodass Träume vergangen sind. Und somit heilen sie für alle Ewigkeit“.



    4. Die SÜHNE heilt mit Gewissheit und sie kuriert jede Krankheit. Denn der Geist, der versteht, dass Krankheit nichts sein kann als ein Traum, lässt sich nicht von den Formen täuschen, die der Traum annehmen mag. Krankheit kann nicht kommen, wo Schuld abwesend ist, denn sie ist nur eine andere Form von Schuld. Die SÜHNE heilt nicht die Kranken, denn dies ist keine Heilung. Sie nimmt die Schuld weg, die die Krankheit möglich macht. Und dies ist wirkliche Heilung. Denn nun ist die Krankheit vergangen, wobei nichts übrig bleibt, zu dem sie wiederkehren kann.



    5. Friede sei mit dir, der du in Gott geheilt worden bist und nicht in nichtigen Träumen. Denn Heilung muss von Heiligkeit kommen, und Heiligkeit kann nicht gefunden werden, wo Sünde lieb und teuer ist. GOTT wohnt in heiligen Tempeln. Wo die Sünde eingekehrt ist, da ist ER ausgesperrt. Und dennoch gibt es keinen Ort, wo ER nicht ist. Und daher kann die Sünde kein Zuhause haben, in dem sie sich vor SEINER Mildtätigkeit verstecken könnte. Es gibt keinen Ort, wo die Heiligkeit nicht ist, und nirgends können Sünde und Krankheit verweilen.



    6. Das ist der Gedanke, der heilt. Er macht zwischen Unwirklichkeiten keinen Unterschied. Auch sucht er nicht zu heilen, was nicht krank ist, dessen eingedenk, wo Heilung gebraucht wird. Dies ist keine Magie. Es ist lediglich ein Appell an die Wahrheit, die nicht umhin kann, zu heilen und für immer zu heilen. Es ist kein Gedanke, der eine Illusion nach ihrer Größe, ihrem scheinbaren Ernst oder nach irgendetwas beurteilt, was sich auf die Form bezieht, die sie annimmt. Er konzentriert sich lediglich auf das, was ist, und erkennt, dass keine Illusion wirklich sein kann. (2)


    Die Absätze 5 und 6 geben Hinweise darauf, was der Heilung bedarf, nämlich die Illusion, eine Veränderung unserer Heiligkeit könne Wirklichkeit sein. Heilung wäre dann das Erkennen der weiterhin vorhandenen Heiligkeit, die nicht durch den Fehler des „Traums von Krankheit“ (Absatz4) gemindert werden könnte. Wird diese Heiligkeit in jedem belebten Wesen nicht erkannt und anerkannt, spricht der Kurs von „Sünde“. Fehler sind keine Sünden und die Form, die ein Fehler im Traum annimmt, ist relativ bedeutungslos. Die Wirklichkeit davor und die Wirklichkeit danach werden von der Art eines Traumes nicht verändert und ein Vater, der seine Kinder träumen sieht, macht sie nicht für den Inhalt ihrer Träume verantwortlich oder unterscheidet sie nach der Form ihrer Träume. Sind die Kinder wieder wach, sind sie wieder so, wie sie waren, bevor der Schlaf begann.


    Sünde ist im Sinne des Kurses einzig, die Heiligkeit im Gegenüber zu verleugnen, indem sie mit Schuld und Rachegedanken beladen wird. Da Gedanken ihre Quelle nicht verlassen, erfahren wir die Wirkungen unserer Gedanken eben nicht allein. Heilende Gedanken sind Gedanken, die in Absatz 7 präzisiert werden:

    7. Wir wollen heute nicht das zu heilen suchen, was nicht unter Krankheit leiden kann. Nach Heilung muss dort gesucht werden, wo sie ist, und dann muss sie auf das, was krank ist, angewendet werden, damit es geheilt werden kann. Es gibt kein Heilmittel, das die Welt bereitstellt, das in irgendetwas eine Veränderung bewirken kann. Der Geist, der Illusionen der Wahrheit überbringt, wird wirklich verändert. Es gibt keine Veränderung außer dieser. Denn wie kann sich eine Illusion von einer anderen unterscheiden außer in Eigenschaften, die keine Substanz, keine Wirklichkeit, keinen Kern haben und nichts, was wahrhaft anders ist? (3)

    Was bisher mit unveränderlichem Geist, dem „Reinen Geist“ (Lektion 97), oder dem „Selbst“ (95/96) umschrieben wurde, benötigt keine Heilung. Heilung benötigt der Teil des Geistes, der glaubt, sich (durch den Traum) verändert zu haben.

    Wenn wir wirr Träumende beobachten, gehen wir nicht davon aus, der Traum besäße die Macht, ihr wirkliches Wesen zu verändern. Halten wir es für möglich, dass „Fehler“ im Traum der (von Veränderung des Unveränderlichen) Träumenden eine „Sünde“ darstellen? Würde dann ein liebender Vater die unterschiedlichen Formen der Träume seiner Kinder beurteilen oder gar bestrafen, die träumten, nicht mehr Sein Selbst zu sein?

    Es gibt keine Form der Krankheit eines Traumkörpers, die nach dem Erwachen aus dem Traum von Veränderung noch geheilt werden müsste. Nicht mehr der Traum, sondern der Träumende zu sein, lässt einen Blick auf die Quelle der Heilung möglich werden, die dann in Absatz 8 als schon in unserem Geist vorhanden verortet wird. Ob die Wahrnehmung, die wir im Traum erleben, „vernünftig“ sein kann, wird ab Min. 6:00 im Hörbuch angesprochen.

    (Kap.21:VI) „Vernunft und Wahrnehmung“
    https://www.youtube.com/watch?v=zxuJ...CzPxZ&index=61

    Über die vernünftige Unterscheidung zwischen „Vernunft oder Verrücktheit“ könnten hierin vernünftige Kriterien gefunden werden (9:00). Wie der Begriff „Erlösung“ im Kurs verstanden wird, ist ab 9:45 zu finden. Die Definition eines jeden göttlichen Gegenübers als „SünderIn“ wird ab 2:15 in einen „vernünftigen“ Ursachen und Wirkungskontext gebracht. „Heilung“ und „Erlösung“ kann ab 8:00 vertieft werden. Was Verurteilung und die damit einhergehende Schulddefinition bewirken, lässt sich am Ende des Hörbuchs finden:



    „Wo er die Wahl trifft, gnädig zu sein, dort ist er frei. Wo er aber die Wahl trifft, zu verurteilen, dort bleibt er ein Gefangener und wartet in Ketten auf seine Vergebung sich selbst gegenüber, damit sie ihn befreie“. (5)

    (Kap. 21:VII) „Vernunft und Berichtigung“
    https://www.youtube.com/watch?v=vnmx...H0l1sbdktCzPxZ

    Natürlich wird hier nicht dazu aufgerufen, Heilmittel oder Heilmethoden, Arztbesuche oder Behandlungen abzulehnen. Es will nur gesagt werden, wo die Quelle jeder Heilung zu finden wäre, wollte sie ohne Umwege gesucht werden. Auf keinen Fall wollte gesagt werden, dass Arzneimittel, Ärzte oder notwendige Eingriffe nicht hilfreich und heilsam seien. Was war ich kürzlich froh, als der Kieferchirurg eine Restwurzel ziehen konnte, ohne wie zuvor mit Besorgnis erregender Miene angekündigt, „schneiden“ zu müssen. Doch bei jeder (weiteren Wund-) Heilung sind gleichzeitig SELBST-Heilung-Kräfte (von bestimmten Faktoren in Bewegung gebracht worden) und wirksam, die nicht vom Geist zu trennen sind. Heilsam für die Illusion getrennter Geister und Gedanken ist die Vorstellung, die in Lektion 167 auftaucht:

    „Es gibt ein Leben, und das teile ich mit Gott“. (6)

    Wie könnte das mit Gott (in ewig vollkommener Heiligkeit) geteilte Leben dann „krank“ sein oder gar mit dem Ablegen eines Körpers enden? Wir sind der Geist in der Seele eines Körpers. Heilsam für den Geist ist die Heiligkeit, die erst nach der Erlösung aus dem Glauben (an den Nutzen von Schuldprojektionen (innerhalb eines allseits mit Gott geteilten Lebens)) wieder sichtbar wird. Es ist jedoch unmöglich, Krankheit und Heiligkeit gleichzeitig im Gegenüber wahrzunehmen und damit in einer Fremdsuggestion - anteilig und wechselseitig - wahr zu machen. Wer heilt, hat Recht und was heilt, ist richtig. Doch muss der Geist (der eine Veränderung des Unveränderlichen für möglich hält) Heilung annehmen wollen, denn dort wird sie letzten Endes gebraucht und als Heilung wirksam.

    Die Quelle jeder Heilung ist immer die Heiligkeit, die der Vater seinen Kindern mit auf den Weg gab, und die niemanden jemals verlassen hat. Unsere wechselseitigen „Sündenfalldefinitionen“ sperren Gott zwar aus unserer Wahrnehmung und unserem Gewahrsein aus (Absatz 5), doch ist dieses Traumbild wirklich das, was wir zu sehen wünschen?

    Da es um Frieden in glücklichen Träumen geht, die absolute Verdichtung des Kurses:

    „Nichts Wirkliches kann bedroht werden.
    Nichts Unwirkliches existiert.
    Hierin liegt der Frieden Gottes“ (7)

    Dann gibt es keinen Willen, außer den Willen des mit Gott geteilten und damit geheilten Lebens. Wie frei ist der Wille, nicht zu sein, was der Sohn des Vaters durch seine Sohnschaft ist?

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 270
    (2) Übungsbuch Seite 271
    (3) Ebd.
    (4) Übungsbuch Seite 272
    (5) Textbuch Seite 463
    (6) Übungsbuch Seite 318
    (7) Einleitung zum Textbuch

  25. #400

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Fortsetzung Lektion 140



    „Nur von der Erlösung kann man sagen, dass sie heilt“. (1)



    1. „Heilmittel“ ist ein Wort, das auf keine Arznei angewendet werden kann, die die Welt als nützlich akzeptiert. Was die Welt als therapeutisch wahrnimmt, ist nur etwas, was den Körper >besser< macht. Wenn sie versucht, den Geist zu heilen, dann sieht sie diesen nicht getrennt vom Körper, in dem der Geist, so denkt sie, existiert. Ihre Formen der Heilung müssen daher Illusion durch Illusion ersetzen. Ein Glaube an die Krankheit nimmt eine andere Form an, und so betrachtet sich der Patient nunmehr als gesund.

    2. Er ist nicht geheilt. Er hatte bloß einen Traum, dass er krank war, und im Traum fand er eine magische Formel, um sich gesund zu machen. Er ist jedoch nicht aus dem Traum erwacht, und deshalb bleibt sein Geist genauso, wie er vorher war. Er sah das Licht nicht, das ihn wecken und den Traum beenden würde. Welchen Unterschied macht der Inhalt eines Traumes in Wirklichkeit? Entweder schläft man, oder man ist wach. Dazwischen gibt es nichts.
    3. Die glücklichen Träume, die der HEILIGE GEIST bringt, sind anders als die Träume der Welt, wo einer nur träumen kann, er sei wach. Die Träume, welche die Vergebung den Geist wahrnehmen lässt, führen keine anderen Formen von Schlaf herbei, sodass der Träumer einen anderen Traum träumt. Seine glücklichen Träume sind Vorboten dafür, dass dem Geist die Wahrheit dämmert. Sie führen aus dem Schlaf zu einem sanften Erwachen, sodass Träume vergangen sind. Und somit heilen sie für alle Ewigkeit“.
    4. Die SÜHNE heilt mit Gewissheit und sie kuriert jede Krankheit. Denn der Geist, der versteht, dass Krankheit nichts sein kann als ein Traum, lässt sich nicht von den Formen täuschen, die der Traum annehmen mag. Krankheit kann nicht kommen, wo Schuld abwesend ist, denn sie ist nur eine andere Form von Schuld. Die SÜHNE heilt nicht die Kranken, denn dies ist keine Heilung. Sie nimmt die Schuld weg, die die Krankheit möglich macht. Und dies ist wirkliche Heilung. Denn nun ist die Krankheit vergangen, wobei nichts übrig bleibt, zu dem sie wiederkehren kann.
    5. Friede sei mit dir, der du in Gott geheilt worden bist und nicht in nichtigen Träumen. Denn Heilung muss von Heiligkeit kommen, und Heiligkeit kann nicht gefunden werden, wo Sünde lieb und teuer ist. GOTT wohnt in heiligen Tempeln. Wo die Sünde eingekehrt ist, da ist ER ausgesperrt. Und dennoch gibt es keinen Ort, wo ER nicht ist. Und daher kann die Sünde kein Zuhause haben, in dem sie sich vor SEINER Mildtätigkeit verstecken könnte. Es gibt keinen Ort, wo die Heiligkeit nicht ist, und nirgends können Sünde und Krankheit verweilen.
    6. Das ist der Gedanke, der heilt. Er macht zwischen Unwirklichkeiten keinen Unterschied. Auch sucht er nicht zu heilen, was nicht krank ist, dessen eingedenk, wo Heilung gebraucht wird. Dies ist keine Magie. Es ist lediglich ein Appell an die Wahrheit, die nicht umhin kann, zu heilen und für immer zu heilen. Es ist kein Gedanke, der eine Illusion nach ihrer Größe, ihrem scheinbaren Ernst oder nach irgendetwas beurteilt, was sich auf die Form bezieht, die sie annimmt. Er konzentriert sich lediglich auf das, was ist, und erkennt, dass keine Illusion wirklich sein kann.
    7. Wir wollen heute nicht das zu heilen suchen, was nicht unter Krankheit leiden kann. Nach Heilung muss dort gesucht werden, wo sie ist, und dann muss sie auf das, was krank ist, angewendet werden, damit es geheilt werden kann. Es gibt kein Heilmittel, das die Welt bereitstellt, das in irgendetwas eine Veränderung bewirken kann. Der Geist, der Illusionen der Wahrheit überbringt, wird wirklich verändert. Es gibt keine Veränderung außer dieser. Denn wie kann sich eine Illusion von einer anderen unterscheiden außer in Eigenschaften, die keine Substanz, keine Wirklichkeit, keinen Kern haben und nichts, was wahrhaft anders ist?
    8. Heute versuchen wir, unser Denken über die Quelle der Krankheit zu ändern, denn wir suchen ein Heilmittel für alle Illusionen, nicht einen weiteren Wechsel unter ihnen. Wir wollen heute versuchen, die Quelle der Heilung zu finden, die in unserem Geist ist, weil unser Vater sie für uns in ihn gelegt hat. Sie ist nicht weiter von uns entfernt, als wir selbst. Sie ist uns so nahe wie unsere eigenen Gedanken, so nahe, dass sie unmöglich verloren gehen kann. Wir brauchen nur nach ihr zu suchen, und sie muss gefunden werden. (2)

    Doch das, was in jedem vorhanden ist, benötigt eine Aktivierung durch den Glauben daran, dass etwas gesucht und gefunden werden könnte. Dazu den Willen, längere Zeit bestimmte Energie auf ein Ziel zu richten, hier Heilung statt Krankheit. Es nutzt wenig, die Krankheit zu erforschen und zu analysieren, wenn dabei die Quelle der Heilung „umgangen“ wird, was den „Umweg“ über „äußere Heilmittel beschreibt, wie die Welt sie als therapeutisch wirksam kennt“- Mit der Verlagerung der eigenen Verantwortung für unsere Heilung an bestimmte Ärzte, Arzneien, Behandlungen oder sonstige Gegebenheiten wird die Quelle der Heilung dort vermutet, wo sie nicht ist und ausgelagert. Ein Arzt kann den Willen, zu gesunden, nur fördern und aktivieren; die äußere Steuerung innerer Selbstheilungskräfte gelingt jedoch nur, wenn unser Geist das Einverständnis zur Heilung gibt. Was als Placebo- und Nocebo-Effekt in die eine oder andere Richtung wirkt und zu Krankheit oder Gesundheit führt.

    Die Quelle der Heilung dort zu verankern, wo wir sie niemals verlieren könnten, ist das gegebene Erbe. Da ein Jeder diese Quelle der Heilung in sich trägt, kann „der freie Wille“ gewahrt bleiben. Der freie Wille, wann wir die Quelle der Heilung in uns annehmen, existiert. Der Wille, nicht zu sein, was wir Kraft unserer Geburt sind, kann daher nicht unser Wille sein. Ob wir diese Entscheidung in der Zeit unendlich aufschieben können, ist die logische Frage dahinter. Dann wären die Gefühle von Hilflosigkeit und Machtlosigkeit in Bezug auf Krankheit, Leiden, Alter und Tod nicht unser weiterer Wahrnehmungsfokus, sondern Heilung unser Wunsch.

    Dazu passt Kap.21:8 „Wahrnehmung und Wünsche“:
    https://www.youtube.com/watch?v=XWqf...H0l1sbdktCzPxZ

    „Im Traum liegt keinerlei Vernunft“… (4:00)

    Die Fragen, die ab 6:50 gestellt werden, laufen bei 8:50 auf die Verbindung zur Heilung zu. Die letzte Frage beginnt, den Traum ursächlich zu verändern:

    „Ist es das, was ich sehen möchte? Will ich das?“ (10:20)

    Heilung hat insofern auch mit dem Aufgeben von Angriff, der im Geist beginnt, zu tun. Soll der Traum mehr als ein Tollhaus sein, könnte sich das Heer der scheinbar Machtlosen aus dem Inkonstanten (14:15) erheben und die zeitlose Quelle konstanter Heilung annehmen. Ist der Geist geheilt, folgt die Heilung auf die Heiligkeit. Die Energie folgt der Absicht des Gedankens. Zum Ende des Hörbuchs wird über das Glück gesagt:

    „Glück muss konstant sein, weil es dadurch erlangt wird, dass der Wunsch nach Inkonstantem aufgegeben wird. Freude lässt sich nicht wahrnehmen außer durch konstante Schau… Verlang, wonach du willst, so wirst du es erblicken und denken, es sei wirklich. Es gibt keinen Gedanken, der nicht die Macht hat, zu befreien oder zu töten. Und keiner kann den Geist des Denkenden verlassen oder ihn unberührt lassen.“ (3)

    Freude ist konstant und besitzt eine innere Quelle. Glück ist der Fokus auf das, was konstante Freude erlaubt. So ist unser bisheriger Fokus auf Krankheit, Leiden und unheilvolle Gedanken mit dem Wunsch nach Inkonstantem verbunden und das Tollhaus, das wir zu sehen wünschten, war die Folge unserer Projektionen aufgrund einer letzten unbeantworteten Frage:

    „Und will ich sehen, was ich verleugnet habe, weil es die Wahrheit ist?“ (4)

    Verleugnen wir die Quelle der Heilung, die Selbstheilungskräfte, nicht tatsächlich, wenn wir diese im Außen suchen?

    Dann wäre Krankheit die Verleugnung der Macht der Selbstheilungskräfte und entspringt dem Glauben an die Veränderung des Unveränderlichen, dem „Selbst“ in den Selbstheilungskräften. Und „Erlösung“ wäre die Aufhebung des Glaubens an die Möglichkeit eines Gegenteils von Heiligkeit, die Quelle aller Heilung ist. Womit natürlich Gott die Quelle jeder konstanten Heilung ist und sein Wille kein Gegenteil von allumfassender Heiligkeit kennt. Jeder Gedanke, der dieses Gewahrsein stört, kann beim Denken des Leitgedankens von Lektion 140 abgelegt werden, indem wir uns sagen:

    „Nur von der Erlösung kann man sagen, dass sie heilt. Sprich zu uns, Vater, damit wir geheilt sein mögen“. (5)

    Dieser Gedanke bewirkt Offenheit. Dann kann Geistesfrieden und Seelenruhe einkehren und im Schweigen finden wir Heilung dort, wo sie für jeden von uns bewahrt wurde. Eine teilweise Heilung eines verbundenen Geistes wäre logisch kaum vorstellbar, noch unvorstellbarer wäre jedoch die grundlegende Vorstellung, ein - mit und in Gott verbundener Geist - könne überhaupt erkranken…

    Dann liegt Heilung in der Erinnerung an Gott und der damit verbundenen Heiligkeit seiner Kinder, die in ihrer Ganzheit „gesund und munter“ im Geiste Gottes verbunden sind. Die Quelle der Heilung ist auch die Quelle heilsamer Gedanken, die zu konstanter Freude führen müssen, wie bei der Anwendung von (5) zu erfahren wäre.

    Die Frage ist, ob wir sehen wollen, was wir verleugnet haben. Was sich im angewendeten Denken durch den Zustand erfahren und beweisen ließe; sollte es gewollt und gewünscht sein. Das ist unsere freie Entscheidung: wann wir zurückkehren. Die Entscheidung in der Zeit, in alle Ewigkeit nicht zurückkehren zu wollen, kann kein freier Wille sein und muss ein Ding der physikalisch logischen Unmöglichkeit abbilden und somit bleiben. Es ist nur der Wille des Egos, doch ist dieser in der Ewigkeit anfänglich unmöglich. Das Ego kann in der Zeit nicht gegen den Willen der Ewigkeit obsiegen. Eigentlich ist es völlig unmöglich, nicht zurück zur Quelle aller Heilung und Heiligkeit zu gelangen.


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 270 – 272
    (2) Ebd.
    (3) Textbuch Seite 466
    (4) Ebd.
    (5) Übungsbuch Seite 272

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